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Armutsbilder: „Stromern“ von Andor Endre Gelléri

„Aber was soll man tun? Wer steht schon auf unserer Seite? Mein lieber Herr, schließlich sind wir nicht zur Welt gekommen, um Menschen zu sein.“ 432 weitere Wörter

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Interview mit Zsuzsa Selyem zu ihrem 2018 im Nischen Verlag erschienenen Roman „Regen in Moskau“

von Katharina Haase

„Mit Entsetzen betrachtete die größere Tochter Lilliann die Szene von der Tür aus. Sie sah die zertrümmerten Reste des Abendessens, die Tierknochen unter dem Tisch, die Menschenknochen im Graben, ihren Vater, der behaglich ihrer Mutter beim Ziehen an der langen Zigarettenspitze zuschaute, sah ihre arglose kleine Schwester im Schoß des Mannes, sah den anderen fremden Mann, der jeden, aber in erster Linie sich selbst verriet und so durch die Diktatur lavierte, sie sah die Hasenjagd, die an jenem Tag stattgefunden hatte, jeden einzelnen Hasen für sich, sah die verwaisten Hasenjungen verhungern, sah andere Jagden auf Rehe, Füchse, Wildschweine, Hirsche, sah den Diktator bei den Futterkrippen auf Bären schießen, sah ihre Mutter bis zum Schenkel im Wasser Reis schneiden, sah ihren Vater erschlagen bei der Securitate, sah ihn mit einundachtzig Jahren im Dezember 1989 auf offener Straße ganz aufrecht in die Revolution schreiten, sah mit eigenen Augen, dass der Diktator wie ein gehetztes Tier floh, dann aber wie ein Hund erschossen wurde, und sah, alles war voller Freude, voller Schmerz. 1.139 weitere Wörter

Allgemein

Thilo Orban!

Thilo Sarrazin schlug es in seinem Werk „Deutschland schafft sich ab“ (p. 389) vor – Viktor Orban setzt es nun um:

Jeder ungarische Frau unter 40, die zum ersten Mal heiratet, wird ein Kredit in Höhe von zehn Millionen Forint (31.417 Euro) zur freien Verwendung gewährt. 116 weitere Wörter

Zukunft