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	<title>wolldecken &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/wolldecken/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "wolldecken"</description>
	<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 08:50:52 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA["Wenn dein Pferd tot ist, dann steig ab."]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/09/11/wenn-dein-pferd-tot-ist-dann-steig-ab/</link>
<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 22:17:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dies ist eine sehr alte und berühmte Indianerweisheit. Und wenn die Indianer auch sehr viele schlau]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist eine sehr alte und berühmte Indianerweisheit. Und wenn die Indianer auch sehr viele schlaue Sätze gesagt haben, bei diesem haben sie definitiv Unrecht.</p>
<p>Warum sollte man das tun? Absteigen, wenn das Pferd tot ist? Wozu? Ist das nicht eine ungeheure Verschwendung von Ressourcen, wenn man sein totes Pferd so einfach entsorgt? Oder gar wegwirft?<br />
Das muss doch nicht sein!</p>
<p>Ich hatte einmal ein Pferd, es war schon sehr alt und etwas gebrechlich, aber immer noch sehr schön anzuschauen. Ein sehr schönes Tier. Und die paar Flicken haben auch gar nicht weiter gestört.<br />
Also mich jetzt nicht. Aber ich werfe auch nicht sofort etwas weg, sondern repariere das dann und benutze es weiter. Ich bin so eine Art Heimwerker. Ich hatte mir irgendwann einmal eine Spezialnähmaschine gekauft und das Pferd hier und da ausgebessert. Was ihm auch sehr gut stand.</p>
<p>Ich hatte sehr viel Freude mit meinem Pferd. Es war immer gut gelaunt, abends haben wir zusammen Fernsehen geschaut und Chips geknabbert, vor allem ich, das Pferd mochte Chips nicht so sehr, aber es schnüffelte ab und zu an einer Möhre.</p>
<p>Okay, mit dem Ausreiten war das nicht mehr so toll, aber da blieb das Pferd eben zu Hause und ich ging spazieren. Manchmal lief ich auch mit wehenden Haaren übers Feld und das war mit ein klein wenig Fantasie genauso schön wie das Galoppieren mit einem Pferd. Ich fühlte mich dann wie „Wind in seinem Haar“ aus dem berühmten Film mit diesem Kevin Costner.<br />
Man muss sich selbst auch ein wenig Mühe geben. Von alleine kommt nix!<br />
Und ich schwöre, wenn ich mir zwei Scheiben Wurst an die Schuhe gebunden hätte, wäre das EXAKT so gewesen wie bei „Der mit dem Wolf tanzt“ und mein Hund hätte genauso wie der Wolf nach meinen Schuhen geschnappt! So einfach ist das.<br />
Jeder kann Hollywood sein. Auch Sie!</p>
<p>Okay. Als ich dann wieder nach Hause kam, freute sich das Pferd immer mächtig, es wackelte mit seinen Ohren oder zumindest sah es so aus.<br />
Der Hund winselte manchmal und zerrte an dem Pferd herum, wahrscheinlich vor lauter Eifersucht. Dem habe ich dann gesagt, er soll das lassen. Hat er dann auch gemacht.<br />
Bis auf ein Mal, als ich vom Einkaufen nach Hause kam und dann… Es war eine sehr unschöne Szene und ich weiß jetzt nicht, ob alle schon gefrühstückt haben. Auf jeden Fall habe ich mir danach die Nähmaschine gekauft und den Schaden wieder ausgebessert.<br />
Das Pferd war so unglaublich gutmütig, es hat dem Hund das kein bisschen übelgenommen, also nachtragend war es überhaupt nicht. Es hatte einen richtig tollen Charakter, da könnten sich manche Menschen ein Beispiel dran nehmen! Aber echt.</p>
<p>Im Sommer war es mit dem Pferd dann ein bisschen schwierig. Also ins Schwimmbad mitnehmen wäre auf keinen Fall gegangen. Es blieb dann zu Hause im Schatten, manchmal lag es auch auf dem Liegestuhl, natürlich nur mit Sonnenschutz.<br />
Ich hab dann eine karierte Wolldecke über es gelegt, damit die Nachbarn es nicht so anstarren und blöde Fragen stellen. Die kennen da ja nix, rufen dauernd über den Zaun und fragen, wie es einem geht. Ich hab dann einfach erzählt, dass es meine Oma wäre, sie wäre zu Besuch und sehr krank und bräuchte viel Ruhe.<br />
Das war natürlich eiskalt gelogen, denn das Pferd war topfit. Aber belästigen lassen wollte es sich auch nicht, was sehr verständlich ist.<br />
<a href="http://annanuehm.wordpress.com/files/2007/09/fjurieh-unter-seiner-lieblingsdecke-auf-dem-liegestuhl-im-garten.jpg" title="fjurieh-unter-seiner-lieblingsdecke-auf-dem-liegestuhl-im-garten.jpg"><img src="http://annanuehm.wordpress.com/files/2007/09/fjurieh-unter-seiner-lieblingsdecke-auf-dem-liegestuhl-im-garten.thumbnail.jpg" alt="fjurieh-unter-seiner-lieblingsdecke-auf-dem-liegestuhl-im-garten.jpg" /></a><br />
(Foto: Fjurieh hat so richtig Spaß im Garten)</p>
<p>Das Geruchsproblem haben wir dann mit Fébreze gelöst. Manchmal auch Brise Landhaus, das mochte das Pferd aber nicht so, es hat dann immer seine Nase gerümpft. Lavendel, igitt.</p>
<p>Weihnachten war auch sehr schön. Ich habe dem Pferd meistens eine neue Decke geschenkt oder Pferdepralinen. Die hat es sehr gemocht. Dennoch war es sehr sparsam damit und es hat an Ostern immer noch welche gehabt.<br />
Zu meinem Hund habe ich dann immer gesagt: Siehst du, nimm dir mal ein Beispiel an Fjurieh, der ist sparsam, nicht so verfressen wie du. Dann wurde er wieder eifersüchtig und knurrte und zerrte an Fjurieh herum. Dann ging es immer rund.<br />
<a href="http://annanuehm.wordpress.com/files/2007/09/fjurieh-unterm-weihnachtsbaum.jpg" title="fjurieh-unterm-weihnachtsbaum.jpg"><img src="http://annanuehm.wordpress.com/files/2007/09/fjurieh-unterm-weihnachtsbaum.thumbnail.jpg" alt="fjurieh-unterm-weihnachtsbaum.jpg" /></a><br />
(Foto: Fjurieh an Weihnachten, mit glänzenden Augen. Ist er nicht süß? Im Hintergrund der eifersüchtige Hund.)</p>
<p>Gewaschen habe ich das Pferd immer in einer Spezialpferdewaschmaschine, so eine, wie sie <a href="http://erdgeschossrechts.myblog.de/">der verehrte Herr Schoss besitzt, seines Zeichens nicht nur Pferdeexperte, sondern auch Pferdeflüsterer.</a> Er hatte sie mir mit folgenden Worten empfohlen: "Frau Nuehm, Ihr Pferd schwitzt schneller. Deshalb muss es auch jeden Samstagabend in die Pferdewaschmaschine. Keine Sorge: nur bei 30 Grad. Alles andere wäre Tierquälerei. Und habe ich die Waschmaschine nicht zur Hand, hänge ich es eben raus zum Lüften. Dann riecht es am nächsten Morgen schön frisch und ist auch gut gelaunt." (Zitat Ende)<br />
Und das Pferd freute sich auch die ganze Woche auf seinen Badetag. Ich auch, weil ich dann nicht so viel Fébreze einkaufen musste. Die bei Schlecker haben sich immer schon sehr gewundert.<br />
Das hätte noch ewig so weitergehen können, wir waren ein perfekt eingespieltes Team, das Pferd, der Hund und ich. Und es hat auch keiner seine Socken herumliegen lassen oder die Zahnpasta nicht wieder zugedreht. Alles sehr harmonisch.</p>
<p>Aber, wie das Schicksal so spielt, eines Tages, es stand eine große Rundumreparatur an, ich will das Pferd aus der Waschmaschine ziehen, da war es plötzlich nicht mehr da!!!<br />
Einfach verschwunden!<br />
Ich weiß bis heute nicht, wohin!<br />
Ich hab dann noch überall gesucht, aber es war weg.</p>
<p>Ich war da ziemlich entsetzt, der Hund nicht so, aber das kam vermutlich von seiner übersteigerten Eifersucht. Trotzdem, es war eine wunderbare Zeit, die möchte ich echt nicht missen und wirklich schade, dass sie so abrupt zu Ende ging.</p>
<p>Also wenn Ihnen mal jemand erzählt: „Wenn dein Pferd tot ist, dann steig ab“, dann wissen Sie: Derjenige hat Null Ahnung.<br />
Sie sehen es ja, auch mit einem toten Pferd kann man noch jede Menge Spaß haben!</p>
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