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	<title>wie-das-leben-so-spielt &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/wie-das-leben-so-spielt/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "wie-das-leben-so-spielt"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 10:24:13 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[NEIN!]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=114</link>
<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 06:33:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
<guid>http://christianseverin.wordpress.com/?p=114</guid>
<description><![CDATA[Früher hatte ich ja immer Mitleid mit den armen kleinen Kindern, die von ihren Eltern ständig nur ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Früher hatte ich ja immer Mitleid mit den armen kleinen Kindern, die von ihren Eltern ständig nur gegängelt wurden. Den kleinen Krabblern war ja <em>nichts</em> erlaubt! Was war ich froh, dass ich mit meinen Eltern schon über den Sinn und Unsinn irgendwelcher Verbote reden konnte -- aber diese Würmchen? Herrjeh...<br />
<!--more--><br />
Da fiel mir dann immer ein böser Witz ein:</p>
<blockquote><p>"Na, mein Kleiner, wie heißt Du denn?"<br />
(Schulterzucken)<br />
"Na komm, wie rufen Dich denn Deine Eltern?"<br />
(Schulterzucken)<br />
"Ja, was sagen die denn zu Dir?"<br />
" 'LASS DAS!'..."</p></blockquote>
<p>Jedenfalls habe ich mir irgendwann vorgenommen, meinen Kinder (fast) alles zu erlauben und im Zweifelsfall eher die Wohnung kindersicher zu machen und sie an alles dranzulassen als ihnen was zu verbieten. Das ist aber verdammt schwierig, wenn man nicht gerade ein Zimmer zu Bibliothek/Technikzimmer/Schatzkammer erklären und einfach abschließen kann. Und draußen in der freien Wildbahn sind auch ganz viele Dinge einfach nur "NEIN!".</p>
<h3>Eine grobe Liste, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:</h3>
<p>- Bücher.<br />
- Steckdosen.<br />
- Computereinschaltknöpfe.<br />
- Herdschalter und Spülmaschinenknöpfe.<br />
- Bücher.<br />
- Steckerleisten mit schön leuchtenden Generalschaltern, Steckerleisten natur, jede Art von Kabeln.<br />
- Bücher.<br />
- Schreibtischschubladen, Besteckschubladen, Geschenkpapierschubladen, Spieleschranktüren, Geschirrschranktüren.<br />
- Batteriefächer Briefe Pipi Kacke Werkzeugkästen Heizungsablesegeräte gläserne Kerzenständer Papierlampen Bücher GEO-Sammlungen leere Blumentöpfe volle Blumentöpfe Radwege Altglassammelkisten Hundekacke Bücher bunte Beeren Vogelscheiße Straßen Deospray Blumendünger Salzlampen BüchercdskabeldvdsrechnungenvasenaaaaAAAAHH!</p>
<p>Manchmal glaube ich, es ist schon ein kleines Wunder, dass Sohnemann auch andere Wörter lernt als <em>NEIN</em>...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hausbau]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=98</link>
<pubDate>Sun, 25 May 2008 18:53:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
<guid>http://christianseverin.wordpress.com/?p=98</guid>
<description><![CDATA[Streng genommen müsste die Überschrift heißen: &#8220;Wohnungskauf Hauskauf Hausbau Passivhaus]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Streng genommen müsste die Überschrift heißen: "<span style="text-decoration:line-through;">Wohnungskauf</span> <span style="text-decoration:line-through;">Hauskauf</span> <span style="text-decoration:line-through;">Hausbau</span> Passivhaus". Das ist auch gleich die Erklärung dafür, dass ich seit ein paar Monaten so völlig von der Blickfläche verschwunden bin und mich bei niemandem mehr melde. Leider ist noch kein Ende in Sicht: mein Eheweib und ich suchen ein Haus.</p>
<p>Zuerst hatte das ja ganz harmlos angefangen: die jetzige Wohnung reicht noch bequem, aber beim zweiten Kind und spätestens beim dritten muss schon was Größeres her. Also haben wir eine Weile die Anzeigen gewälzt und uns auf Makler-Internetseiten rumgetrieben und Eigentumswohnungen gesucht: mehr als 130 qm, sechs Zimmer, möglichst zentral, möglichst unter 150.000 Euro.</p>
<p>Tja. In ganz NRW haben nur Köln und Düsseldorf noch höhere Immobilienpreise als Münster, daher gingen wir mit den Anforderungen runter auf "mehr als 130 qm, sechs Zimmer, möglichst unter 200.000 Euro". Das erhöhte die Auswahl etwas, aber dabei fiel uns irgendwann auf, dass man für das gleiche Geld auch schon Gebraucht<em>häuser</em> kriegen kann -- also haben wir angefangen, uns schlau zu machen: Wir lasen, annotierten und exzerpierten vier Bücher; wir durchforsteten 38.792 Webseiten zum Thema "Wie kaufe ich ein Haus, <em>ohne</em> pleite zu gehen?" oder "Fließend Wasser an den Kellerwänden? Billig-Schwimmbad!"; wir studierten wochenlang die Immobilienanzeigen und stellten Preisvergleiche und wilde Energieverbrauchsschätzungen an; wir verwickelten alle Hausbesitzern in der Bekanntschaft, die uns nicht schnell genug die Tür vor der Nase zuknallten, in stundenlange Gespräche über Häuser, Hauskauf, Hausfinanzierung und Hauskoller. Kurz: wir machten einen Immobilien-Crashkurs.</p>
<p>Dabei fiel uns auf, dass manche Häuslebauer in Münster für ihre alten Schätzchen absolute Fantasiepreise verlangen. OK, in Mauritz, am Aasee oder am Golfplatz an der Gasselstiege, da ist auch ein Schafstall aus dem ersten Weltkrieg noch eine Viertelmillion wert -- aber in <em>Amelsbüren?</em> In solchen Vororten kriegt man für das gleiche Geld einen Neubau, besser isoliert und größer! Jedenfalls sind wir dann, auch im Hinblick auf steigende Heizenergiepreise, umgeschwenkt auf moderne Energiesparhäuser (also nicht vor 2002), möglichst schon KfW-60 oder KfW-40. Wieder wochenlang Anzeigen gelesen, Makler angerufen, Bauplätze und Häuser besichtigt... nur um <em>jetzt</em>, wo es eigentlich nur noch um die Frage ging "Fernwärme oder Holzpellets?", festzustellen, dass ein Passivhaus eigentlich <em>noch</em> toller wäre, und vom Preis her vielleicht nicht mal soviel teuer. Also alles nochmal von vorne...</p>
<p>Von Wohnungskauf zu Hauskauf zu Hausbau zur Planung eines Passivhauses: Manchmal frage ich mich, ob wir nicht einfach irgendwohin auswandern sollten, wo man das ganze Jahr über in Zelten leben kann.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kundenservice]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=97</link>
<pubDate>Mon, 19 May 2008 18:58:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
<guid>http://christianseverin.wordpress.com/?p=97</guid>
<description><![CDATA[Anrufe bei Telefon-Hotlines nerven, auch bei der BHW.
Ich wollte einen Bausparvertrag kündigen und ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Anrufe bei Telefon-Hotlines nerven, auch bei der BHW.<!--more--></p>
<p>Ich wollte einen Bausparvertrag kündigen und mich nach den Details erkundigen, ohne dazu einen Termin beim Berater zu machen. War vielleicht ein Fehler.</p>
<p>Nach ungefähr einer Minute Durchhangeln durch das Menü ("..., und wenn Sie unseren Vorstandsvorsitzenden erpressen wollen, drücken Sie bitte die 9.") kam ein echter Mensch dran. Die freundliche Dame klärte mich auf, dass "bis zu eim Bedrooch von Dausenfümfhunnert Oiro geene Gebühr anfälld, awwer ab Dausenfümfhunnerd Oiro gommen drei Brozännd von däm Auszahlungsbedrach uff Se zu -- außr nadierlich, Se wardn däs halbe Jahr Gindigungsfrisd ab."</p>
<p>Fein, das halbe Jahr kann ich wohl auch noch warten, kein Problem. Und der Fonds...?</p>
<p>"Oh, da gannsch Ihnn leidr garnich hälfn, da musssch Ihnn die Däläfonnummr von unsrer Anlageabdeilung gähm, Momänd emal..."</p>
<p>Hier muss ich kurz erklären, was ein Bausparvertrag mit einem Anlagefonds zu tun hat. Nichts!, sagt der naive Bausparer -- jaaa, das war vor der Zeit der sonderbaren Chimären-Bausparanlagefondsverträge!</p>
<p>Vor ein paar Jahren hatte mir ein goldzüngiger BHW-Berater einen Bausparvertrag verkauft, der aus einem Anlagefonds gespeist wird. Die genauen Mechanismen hatte ich gleich wieder vergessen, aber die Kurzform lautet folgendermaßen:<br />
Alter, vollgesparter Bausparvertrag wird aufgelöst und in einen Fonds eingezahlt. Die Zinsen aus dem Fonds füttern einen neuen Bausparvertrag. Ausserdem wird jedes Jahr ein X-tel des Fonds auf den Bausparvertrag umgeschichtet, bis nach irgendsowas wie sechs oder sieben Jahren der Fonds leer und der Bausparvertrag zuteilungsreif ist.</p>
<p>Ziemlich kompliziert und weder Fisch noch Fleisch, das Ganze.</p>
<p>Jedenfalls wollte ich jetzt diese komische Konstruktion auflösen und an mein Geld ran, und um mich nach den Modalitäten der Kündigung zu erkundigen, rufe ich bei der BHW an, und die freundliche Dame mit dem sächsischen Zungnschlach diktierte mir die 01805er-Nummer der Anlageabteilung in die Feder.</p>
<p>Dort angerufen. "Tut uns leid, diese Abteilung wurde im Zuge der Zusammenlegung von BHW und Postbank wegrationalisiert, bitte wenden Sie sich direkt an die Postbank unter der Nummer..." Super. Vielleicht sollte man den Leuten im Call-Center mal eine aktualisierte Telefonliste geben, wenn man fusioniert, hmm? Egal, die Postbank-Servicenummer hatte ich jetzt ja.</p>
<p><em>Dort</em> angerufen. "... dann drücken Sie die 17, und wenn Sie gegen unsere Filialschließungen protestieren wollen, legen Sie einfach auf." Nachdem ich der Roboterstimme einige Male erklärt habe, dass ich meine Postbank-Depotkontonummer gerade nicht zur Hand habe und sie auch nicht extra raussuchen wolle, resignierte die Automatik und sagte: "Sie werden jetzt mit einem unserer Berater verbunden."</p>
<p>Warum denn nicht gleich so?</p>
<p>Klickerklacker, Fahrstuhlmusik, <em>tuuut----tuuut----tuuut----tu</em>-<strong>KLACK</strong><em>-tuut-tuut-tuut-tuut-tuut</em>...</p>
<p>Rausgeflogen. Super.</p>
<p><em>Nochmal</em> angerufen. Beim letzten Anruf war mir beim Spruch "... jetzt mit einem unserer Berater verbunden" eingefallen, dass man meist einfach "Berater" sagen kann, um direkt einen Menschen an den Hörer zu kriegen. Funktionierte auch wunderbar, nach fünfzehn Sekunden tutete es schon, und ein freundlicher Mensch im sächsischen Dialekt erklärte mir, dass er mir nicht weiterhelfen könne, aber er verbände mich gern mit der zuständigen Abteilung.</p>
<p>Klickerklacker, Fahrstuhlmusik... diesmal hatte der Agent keinen sächsischen Tonfall, aber auch keine Ahnung. Er wolle mich aber gern zur richtigen Abteilung...</p>
<p>Klickerklacker, Fahrstuhlmusik... <em>diesmal</em> hatte die Agentin einen leichten ostdeutschen Akzent <em>und</em> Ahnung.</p>
<p>Endlich. Dann habe ich jetzt hoffentlich erstmal ein paar Monate Ruhe, bevor ich das nächste Mal bei einer Hotline anrufen muss...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Menschen, Räder, Sensationen]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=96</link>
<pubDate>Wed, 14 May 2008 19:29:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
<guid>http://christianseverin.wordpress.com/?p=96</guid>
<description><![CDATA[Es war ein kühnes Unterfangen, und zwischendurch schien es zum Scheitern verurteilt. Die Vorbereitu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es war ein kühnes Unterfangen, und zwischendurch schien es zum Scheitern verurteilt. Die Vorbereitungen waren überhastet, die Ausrüstung ungetestet, das Training unzureichend, nur halbherzig der Wille: ein Misserfolg hätte niemanden erstaunt!<!--more--></p>
<p>Umso größer war die Begeisterung, als sich am Samstag gegen Abend abzeichnete, dass wir es tatsächlich schaffen würden, mit Sack und Pack und Kind und Kegel die fast 90 Kilometer von Münster nach Bocholt mit dem Fahrrad zurückzulegen.</p>
<p><strong>Ha! Unschlagbar!</strong><strong> "<em>We Are The Champions</em>"!</strong><br />
<strong>Becker-Faust und Jubelschreie!</strong></p>
<p>Mit dem Fahrrad 90 Kilometer an einem Tag, das ist ja grundsätzlich kein größeres Problem, das fahren die Jungs bei der Tour de France ganz locker vor dem Mittagessen und Langstreckenradler wie <a href="http://www.buschnick.net/Soulbiking/About.shtml">Buschnick</a> gerne auch täglich. Wenn man aber hoffnungslos aus der Übung und mittlerweile übergewichtig ist, wenn die Satteltaschen mit Gepäck überquellen und man einen Fahrradanhänger samt nöligem Nachwuchs hinter sich herschleppt, wenn die Baumberge <span style="text-decoration:line-through;">auf dem</span> im Weg liegen, die Temperaturen Saharawerte erreichen, die Augen von Sonnencreme und Schweiß brennen und man ja eigentlich, <em>eigentlich</em> jederzeit den Sprinterbus nehmen könnte -- da sieht es dann plötzlich schon ganz anders aus mit dem "kein größeres Problem".</p>
<p>OK, ganz so dramatisch war es nicht. Aber schlauchig schon, und heiß, und lang. Der Kleine hat es (bis auf die letzte halbe Stunde) bewundernswert locker genommen, was an den regelmäßigen Pausen gelegen haben kann. Die haben uns natürlich auch geholfen, besonders nach den Baumbergen. Jungejunge, so ein Anhänger am Heck zieht einen schon ganz schön runter. An den Steigungen war ich immer recht rasch im allerkleinsten Gang und musste wie verrückt hinter meiner Schrittmacherin herkurbeln; einmal ist mir sogar das Vorderrad hochgekommen, weil ich mich nicht mehr weit genug über den Lenker gebeugt habe.</p>
<p>Aber Spaß gemacht hat's schon, irgendwie. Und was haben wir jetzt aus dieser kleinen Tour gelernt?</p>
<ul>
<li>viel Wasser trinken,</li>
<li>mit Sonnenschutz eincremen,</li>
<li>regelmäßige Pausen für Junior und Senioren einplanen,</li>
<li>Lowrider besorgen, damit nicht alles Gewicht hinten ist,</li>
<li>im Zweifel lieber an der direkten Landstraße bleiben, als dem <em>§$%&#38;*#!</em> Radweg zu folgen, der links auf eine <em>§$%&#38;*#!</em> Schotterpiste abbiegt, welche dann durch Nadelwälder, Steinwüsten, Tundra und über einen <em>§$%&#38;*#!</em> Hochgebirgspass führt, um endlich, <em>Jahre später</em>, wieder auf die Landstraße zu münden -- zwei Kilometer hinter der Radweg-Abzweigung. Witzbolde ...</li>
<li>lieber kürzere Etappen bis 50 Kilometer machen: 8 Stunden Reise ist für Einjährige zuviel, Krabbelpausen hin oder her,</li>
<li>mehr auf die Gasthaus-Zeichen auf der Karte achten: wenn der Magen sowieso schon knurrt, dann nervt es besonders, wenn man fünf Kilometer auf der Suche nach einem Mittagessen herumgurken muss,</li>
<li>im Zweifel lieber eine spießiges, aber hoffentlich sauberes Wirtshaus Marke "Röhrender Hirsch" wählen als eine verlotterte Billig-Pizzeria, in der nach der Weihnachtsfeier 1998 das letzte Mal gewischt wurde,</li>
<li>wenn es die verlotterte Billig-Pizzeria sein muss: den kleinen Krabbler regelmäßig in den Wischeimer tunken und nach dem Essen vom Wirt Geld für die Bodenpflege verlangen.</li>
</ul>
<p>Ich glaub, das war's.<br />
Fein.</p>
<p>Dann steht einem längeren Fahrradurlaub ja nichts mehr im Wege. Hmmm... Ob wir es in den Sommerferien bis nach China schaffen?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kirschblüten]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=90</link>
<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 07:58:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Kirschblüten wie Schnee,
das ist so ein Klischee!
Aber ich bin davor nicht gefeit:
Halb schon wach,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Kirschblüten wie Schnee,<br />
das ist <b><em>so</em></b> ein Klischee!<br />
Aber ich bin davor nicht gefeit:<br />
Halb schon wach, halb im Traum<br />
sah ich morgens den Baum<br />
und dacht wirklich, es hätt nachts geschneit...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein richtiger Junge]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=89</link>
<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 15:12:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
<guid>http://christianseverin.wordpress.com/?p=89</guid>
<description><![CDATA[Gerade war ich plötzlich und nur schwer erklärlich gerührt, als ich beim Wickeln feststellen muss]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade war ich plötzlich und nur schwer erklärlich gerührt, als ich beim Wickeln feststellen musste, dass Junior nicht nur Flicken auf der Hose hat, sondern <em>Grasflecken</em> auf den Flicken auf der Hose hat.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Völlig fertig und nichts geschafft]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=72</link>
<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 20:34:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
<guid>http://christianseverin.wordpress.com/?p=72</guid>
<description><![CDATA[Wieder einmal sind die Ferien zu Ende, und ich habe nichts geschafft.
 Gut, das stimmt nicht so ganz]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal sind die Ferien zu Ende, und ich habe nichts geschafft.</p>
<p><!--more--> Gut, das stimmt nicht so ganz: die Hälfte der Zeit waren wir bei Verwandten zu Besuch, und während der restlichen Zeit haben wir Kinderklamotten ausrangiert, eingemottet bzw. in Betrieb genommen, wir haben Immobilienanzeigen gewälzt und Baugrundstücke angeschaut, diverse Kinderarzt-Notaufnahmen besucht und einen kleinen Antibiotika-Vergleichstest gemacht (gepriesen sei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Fleming">Fleming</a>!), eine halbe Tonne Papierkram erledigt, dutzende Stunden auf der Autobahn verbracht und sogar einen Abend <a href="http://www.2kgames.com/civ4/home.htm" title="Civi 4 -- Superspiel!">Civi4</a> gespielt. Und ich habe anderthalb Bücher gelesen (<a href="http://journal.neilgaiman.com/">Neil Gaiman</a> r0xxors!!1!11) und tatsächlich einige Hundert Wörter an meiner Geschichte weitergeschrieben.</p>
<p>Aber der Umzug dieses Blogs auf meine eigene Domain ist liegengeblieben,  ungefähr drei Tonnen Papierkram warten noch auf eilige Erledigung, und meine Fahrradgabel knarzt genauso wie vor Ostern. Hoffentlich hält sie bis zu den Sommerferien durch, ohne dass sich das Kugellager festfrisst, sonst gibt es wieder einen meiner berühmten Abgänge...</p>
<p>Hat jemand mal ein paar Tage Zeit abzugeben?</p>
<blockquote><p>So you run and you run<br />
to catch up with the sun,<br />
but it's sinking<br />
and racing around<br />
to come up behind you again.</p>
<p>The sun is the same<br />
in a relative way,<br />
but you're older,<br />
shorter of breath<br />
and one day closer to death.</p>
<p>Every year is getting shorter,<br />
never seem to find the time,<br />
plans that either come to nought or<br />
half a page of scribbled lines,<br />
hanging on in quiet desperation<br />
is the english way,<br />
the time is gone, the song is over --<br />
thought I'd something more to say...</p></blockquote>
<blockquote><p> (Pink Floyd, "Time", Dark Side of the Moon)</p></blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[War hier nicht eben noch eine Postfiliale?]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=59</link>
<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 19:58:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
<guid>http://christianseverin.wordpress.com/?p=59</guid>
<description><![CDATA[Ich habe eigentlich nichts gegen die Post. In meinem Geiste ist die Post noch immer überall und bes]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eigentlich nichts gegen die Post. In meinem Geiste ist die Post noch immer überall und besteht aus freundlichen Männern, die morgens mit gelben Lasträdern durch die Gegend radeln und freundlich grüßend Briefe verteilen. Dieses Bild ist über Jahre gewachsen und hat sich bei mir festgesetzt, aber mittlerweile kriegt es einen Riss nach dem anderen.<!--more--></p>
<p>Die Post war mal überall. Heutzutage kann ich die Postfilialen schon gar nicht mehr alle zählen, die vor meinen Augen dicht gemacht haben. Und das geht ja so schnell! Neulich wollte ich irgendwas von der Postbank, und der freundliche Postfilialen-Eisenwarenfachverkäufer --</p>
<p>(Apropos Eisenwarenfachverkäufer: es gibt ja keine Postbeamten mehr! Das sind heutzutage alles Einzelhändler, die nebenher Pakete annehmen, Versicherungsmakler, die nachts Postsendungen sortieren, und Bäckerboten, die während der Brötchentour ein paar Briefe einwerfen. Die gesamte Post scheint ein einziger Zweitjob geworden zu sein.<a href="http://christianseverin.wordpress.com/files/2008/03/postbote-ratlos-2.jpg" title="Ratloser Postbote"><img src="http://christianseverin.wordpress.com/files/2008/03/postbote-ratlos-2.jpg" alt="Ratloser Postbote" /></a></p>
<p>Ende der Abschweifung.)</p>
<p>Der freundliche Eisenwarenfachverkäufer musste mir mit Bedauern mitteilen, dass er jetzt zwar noch eine Postfiliale, aber keine Post<i>bank</i>filiale hätte. Wo die nächste sei? Jaaa... das sei eine gute Frage, meinte der Mann. Ich möge es doch mal in der Innenstadt versuchen: die Hauptpost am Dom zumindest, die sollte wohl noch eine Postbank haben.</p>
<p>Supi.</p>
<p>Daraufhin habe ich drei Postfilialen abgeklappert, um diesen Wisch gestempelt zu kriegen. Die erste hatte keine Post<i>bank</i>, die zweite war offenbar kurz vorher insgesamt dichtgemacht worden, und die dritte machte gerade Feierabend. Feierabend??? Ich war noch mit dem Verdauen des Mittagessens beschäftigt, und die machen Feierabend?</p>
<p>Supi.</p>
<p>Ich frage also eine freundliche Passantin, wo denn bitte in der Nähe die nächste Post sei, möglichst mit Post<i>bank</i>filiale. Jaaa... das sei eine gute Frage, meinte die Frau. Da hinten, zwei Straßen weiter, da sei doch-- geschlossen? Wie, geschlossen? Ach was! Letzte Woche, meinte die nette Dame, sei sie noch da gewesen. Sonst noch eine Post? Tja, ich möge es doch mal in der Innenstadt versuchen: die Hauptpost am Dom zumindest, die sollte wohl noch eine Postbank haben.</p>
<p>Supi.</p>
<p>Nach ein paar weiteren ergebnislosen Befragungen kam ich tatsächlich auf die Spur einer Postfiliale, die nach Aussagen meiner Informanten auch noch vor Kurzem einer Post<i>bank</i>filiale Unterschlupf gewährt haben sollte. Bei der Observation von der nächsten Straßenecke aus konnte ich aus den Augenwinkeln feststellen, dass a) ein Postschild am Laden hing und b) noch Kunden anwesend waren. Die Chancen auf eine erfolgreiche Mission waren schlagartig gestiegen!<br />
Ich also raschen Schrittes rein und an der Schlange hinten angestellt. Die Schlange war ungefähr ein halbes Dutzend Leute lang und bewegte sich... nur... sehr... langsam... vorwärts. Die Dame hinter dem Schalter bediente die Leute... ja... auch... sehr... sorgfältig. Löblich, sowas.</p>
<p>Irgendwann hatte ich dann meinen ersehnten Stempel und bestellte gleich noch schnell ein Heftchen Briefmarken. Hey, wenn ich schonmal eine offene Post erwischt hatte, dann musste ich das doch ausnutzen, oder? Ich zückte also meine Postbank-EC-Karte und fragte: "Kann ich hiermit bezahlen?"</p>
<p>Tja.<br />
Das war ein Fehler.</p>
<p>Aber warum das ein Fehler war, erkläre ich ein andermal, jetzt muss ich erstmal meine 100 Wörter schreiben. Sorry...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Pseudokrupp: ein Spaß für die ganze Familie]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=58</link>
<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:22:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
<guid>http://christianseverin.wordpress.com/?p=58</guid>
<description><![CDATA[Gestern abend hatte ich Kinderdienst, weil Susanne einen Termin hatte. Das versprach, ein ruhiger Ab]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern abend hatte ich Kinderdienst, weil Susanne einen Termin hatte. Das versprach, ein ruhiger Abend zu werden: Simon hatte seinen letzten Schnupfen gerade überwunden und war seit ein paar Tagen wieder das bestgelaunte Kind der Welt. Gute Vorraussetzungen, um noch ein-zwei Stündchen zu programmieren.</p>
<p>Pustekuchen.</p>
<p>Gegen 22 Uhr hörte ich über das Babyphon ein Schluchzen und wanderte rüber zur Kinderzimmertür. Nochmal ein Schluchzen, lauter und irgendwie verzweifelter. OK, also rein und den kleinen Pupser trösten, bevor er sich richtig reingesteigert hat. Kein Problem soweit.</p>
<p>Es ist nicht witzig, wenn man über seinem Kind steht und sich dessen Atmen anhört wie das "Huunk-huuuunk!"-Bellen eines Seehundes. Der Zwerg kriegte offensichtlich nicht so richtig Luft, und mit einem Schlag war mein Puls bei 180. Was war da los? Baumelkette zerrissen und Holzperle verschluckt? Schnuffeltuch bis in die Bronchien inhaliert? Mit abgebrochener Bett-Gitterstange den Brustkorb perforiert und jetzt eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pneumothorax">kollabierte Lunge</a>? Versehentlich beim nächtlichen Umdrehen den eigenen <a href="http://www.ghorayeb.com/LaryngealFracture.html">Kehlkopf zerbröselt</a>? Verdammt, wie hat der Typ in dieser Notarztserie damals den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tracheotomie">Luftröhrenschnitt</a> gesetzt? Mit Taschenmesser und Stifthülse?<br />
Jaaa, das war erstmal ein wenig... verwirrend.</p>
<p>Irgendwann fiel mir dann ein, was dieser Kinderarzt beim Kurs "Notfälle im Kindesalter" über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pseudokrupp">Pseudokrupp</a> erzählt hatte, und dass sich das meist schlimmer anhöre, als es sei. Nicht sofort tödlich, jedenfalls. Kind warm einpacken und eine Runde um den Block drehen, dann geht es meistens schon besser.</p>
<p>Sowas zu wissen beruhigt ungemein.</p>
<p>Mannomann, ich bin wirklich froh, dass wir diesen Kurs belegt haben. Jetzt werde ich ganz cool bleiben, wenn mein Kind auf der Straße liegt und irgendwelche <a href="http://www.svlu.li/news/knobr1.gif">Knochenenden</a> aus dem Jackenärmel rausstehen, und Wiederbelebungsmaßnahmen bei Wesen, denen man mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herz-Lungen-Wiederbelebung#Herzdruckmassage">Daumen in den Brustkorb</a> drücken kann, können nicht mehr schrecken. Ausserdem weiß man ja nie, wann man eine Beule von einer Schädelfraktur unterscheiden muss... (<i>"Ach, diese Beule hier? Zeig mal her... Jaja, das ist Gehirnflüssigkeit, die durch den Bruch des Schädelknochens ausgetreten ist und da draußen jetzt eine Blase bildet, schwabbelschwabbel. Kein Pogo in den nächsten Wochen, klar?"</i>).</p>
<p>Jedenfalls war da auch von Pseudokrupp die Rede, und dass frische Luft oft helfe. Ich also Jacke an und raus. Joah, frisch wars wohl, bei sowas wie -3 Grad. Dummerweise hatte ich beim Anziehen ein panisch zappelndes Kind auf dem Arm, und dementsprechend war mein Halstuch nicht ordentlich gewickelt und in meinen Schuhen steckten bloße Füße. Zum Glück wärmt so ein Säugling vor dem Bauch ja ganz gut.</p>
<p>Irgendwann kam dann auch die Rettung in Form der souveränen, ruhigen, entspannten, belastbaren und kälteresistenten Kindsmutter, und meine Tragzeit war vorüber. Zumindest, nachdem Susanne bei der Nachtapotheke für den Gegenwert  der südafrikanischen Jahresdiamantenproduktion ein paar Kortisonzäpfchen und Hustensaft besorgt hatte, was die Atemnot aber nicht so recht linderte. Der Knabe lag bei uns im Schlafzimmer und hupte bei jedem Atemzug.</p>
<p>Bei der nächsten Attacke beschlossen wir dann, doch mal in die Uniklinik zu fahren, wo ein junger Assistenzarzt Simon durchcheckte und nach gründlicher Überlegung und ein paar Telefonaten aus der Krankenhausapotheke eine  dreiviertel (also eine halbe und ein Viertel, und zwar handzerhackt!) Kortisontablette besorgte, was dann tatsächlich für ein Weilchen reichte. Die Zeit von 3:45 Uhr bis 5 Uhr haben wir nämlich geschlafen -- aber danach saß Susanne erstmal wieder auf dem Balkon, mit einem röchelnden Deckenberg auf dem Schoß, und fror sich den Allerwertesten ab.</p>
<p>Naja. Im Laufe des Tages haben wir häppchenweise Schlaf nachgeholt, und jetzt sind wir fit genug, um der nächsten Nacht ins finstere Antlitz zu blicken; wenn nicht furchtlos, so doch resigniert.</p>
<p>Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt:</p>
<p><b>Pseudokrupp: ein Spaß für die ganze Familie!</b></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dichten und Debuggen und der Musenkuss]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=56</link>
<pubDate>Mon, 11 Feb 2008 21:00:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich hasse Programmieren.
Nein, eigentlich ja nicht. Aber manchmal halt schon. Heute zum Beispiel. Un]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich <i>hasse</i> Programmieren.</p>
<p>Nein, eigentlich ja nicht. Aber manchmal halt schon. Heute zum Beispiel. Und heute war dummerweise <i>ich</i> schuld...</p>
<p>Das letzte Jahr habe ich mehr oder weniger damit zugebracht, fremden Code kennen zu lernen und zu debuggen. Irgendein Kollege kommt rein, mit mehr oder weniger roten Flecken im Gesicht, und sagt sowas wie: "Sag mal, Christian, Du bist doch jetzt derjenige, der für XYZ zuständig ist, oder?"<br />
In dem Moment kriege ich immer schon Schweißausbrüche, denn ich weiß genau: die nächsten Stunden oder Tage darf ich mich wieder fluchend durch zigtausend Zeilen Programmcode wühlen, der unkommentiert und, hmmm, sonderbar strukturiert ist, und nach irgendwelchen obskuren Bugs suchen. Zwei Tage später bin ich zwar völlig aus meinem eigentlichen Projekt raus, aber immerhin ist der Bug behoben, ich habe das Programm mit seinen fünfzehn Millionen Optionen, Sondereinstellungen und Wahlmöglichkeiten besser kennengelernt, der Kunde ist glücklich und ein paar hundert Zeilen Code sind nebenbei wieder sauberer geworden. Das entschädigt ein wenig für die grauen Haare.</p>
<p>Nein, fremden Code debuggen zu müssen ist echt schlimm.  So frustrierend! Da liest man Code, da testet man, da wälzt man Dokumentationen und googelt sich die Finger wund -- nichts funktioniert!</p>
<p>Das einzige, was schlimmer ist, als stundenlang erfolglos fremden Code zu debuggen, ist, stundenlang erfolglos <i>eigenen</i> Code zu debuggen. Da kommt man sich noch viel blöder vor, und man kann nicht mal auf jemand anders schimpfen...</p>
<p>Debuggen ist sowieso der ungeliebte Teil des Programmierens, und auch neuen Code zu schreiben ist gelegentlich einfach mühsam und nervig. Aber manchmal... manchmal fluppt es halt einfach: der Algorithmus stimmt, das Programm kompiliert im ersten Versuch, und es läuft auch gleich fehlerfrei durch. Das ist selten, aber gelegentlich gellen in solchen Fällen Glücksschreie durchs Büro.</p>
<p>Hmmnja.</p>
<p>Wie kriege ich jetzt die Kurve zum Dichten? Einfach übergangslos umschwenken? OK:</p>
<p>Beim Dichten oder Schreiben ist es ähnlich: manchmal kriegt man ums Verrecken keinen gerade Satz auf das Papier, und den einen oder anderen Absatz streicht man fünfmal durch, bevor man annähernd zufrieden ist -- und manchmal fängt man an und schreibt eine Kurzgeschichte oder ein Gedicht glatt und fehlerfrei runter. Zack, Unterschrift, fertig! Das ist selten, aber gelegentlich gellen in solchen Fällen Glücksschreie durchs Haus.</p>
<p>Irgendein schlauer Mensch hat mal sowas gesagt wie: "Es gibt Tage, da scheint einem alles zu gelingen. Keine Angst: das geht vorüber."<br />
Ja, das geht vorüber, und allzu oft passiert es auch sowieso nicht. Aber <i>wenn</i> einem sowas mal wieder passiert -- hach...</p>
<p><i>Was für ein Genuss,<br />
so ein Musenkuss!</i></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Antizyklische Emotionen]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=55</link>
<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 07:42:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Bisher bin ich noch nirgendwo über einen Artikel über das Phänomen gestolpert, aber mir fällt im]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher bin ich noch nirgendwo über einen Artikel über das Phänomen gestolpert, aber mir fällt immer wieder auf, dass sich mein Grad an Aufgeregtheit meist reziprok zu dem des Rests der Welt verhält. Also: je hektischer der Rest meiner Gruppe wird ("Ohgottohgottohgott, die Fähre schaffen wir <i>nie</i>! Und dann kommen wir <i>zu spät ins Hotel</i>! Und dann müssen wir auf der Straße übernachten und werden überfallen und erschlagen und ausgeraubt und vergewaltigt und..."), desto gelassener werde ich. Gerade zu fatalistisch entspannt. Dann gehe ich in Ruhe ein paar Übernachtungsalternativen durch oder überlege mir Überlebensstrategien für das Schlafen in Straßengräben -- aber je mehr andere rumhibbeln, desto ruhiger bin ich.</p>
<p>Wenn ich irgendwann in eine Massenpanik im Fußballstadion geraten sollte, erreiche ich durch die enorme Erregung  um mich herum vermutlich schlagartig das Nirvana. Ommmm...</p>
<p>Umgekehrt funktioniert das natürlich auch: je gelassener meine Umwelt auf irgendwelche Widrigkeiten reagiert, desto hibbeliger werde ich. Reichlich uncool, wenn man sich von einer gelassenen Fünfjährigen beruhigen lassen muss.</p>
<p>Sohnemann scheint diese Fähigkeit übrigens geerbt zu haben: je hektischer der Vater bei den morgendlichen Aus-dem-Haus-geh-Vorbereitungen wird, desto gelassener wirkt Junior. Und wenn man ihn dann vor dem Losfahren schnell nochmal wickelt, zackzack, und endlich den Kampf mit der Stoffwindel gewonnen hat, ein schneller Blick auf die Uhr (Mist, schon jetzt fast zu spät!), und jetzt noch die Hose, wo ist diese Hose??? -- dann kriegt er plötzlich diesen völlig zufriedenen Blick, ein engelsgleiches Lächeln auf den Lippen, dann ist er ganz entspannt im Hier und Jetzt! Toll, wie gelassen ein Kind bei elterlicher Hektik sein kann.</p>
<p>Und dann weiß man, dass man wieder von vorne anfangen kann mit dem Wickeln.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Frauen und Männer]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/2008/02/07/frauen-und-manner/</link>
<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 19:52:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Da steht man ganz harmlos an den Küchenschrank gelehnt und trocknet den Topf vom Abendessen ab, und]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Da steht man ganz harmlos an den Küchenschrank gelehnt und trocknet den Topf vom Abendessen ab, und die beste Frau von allen stupst einen mit einer Bratpfanne an. Und nochmal. Und nochmal. Solange, bis man schließlich aus seinem Halbschlaf erwacht und einen Schritt beiseite macht. Und dann entspannt sich folgender Dialog:</p>
<p>"Sag doch einfach was! Du kannst doch was sagen!"<br />
"Muss ich aber reden."<br />
"Du bist doch eine Frau!"<br />
"Bin aber eine müde Frau."</p>
<p>Merke: Männer sind nur müde Frauen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bücherwurm auf Diät]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/?p=51</link>
<pubDate>Sat, 02 Feb 2008 17:04:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Mir fiel gerade auf, dass es jetzt fast anderthalb Monate her ist, dass ich zu Weihnachten ein halbe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Mir fiel gerade auf, dass es jetzt fast anderthalb Monate her ist, dass ich zu Weihnachten ein halbes Dutzend Bücher geschenkt bekommen habe -- und ich habe noch kein einziges davon durchgelesen! Mehr noch: ich habe noch kein einziges davon auch nur <i>angefangen</i>! Und das liegt beileibe nicht daran, dass das schlechte Bücher wären: zwei davon sind von <a href="http://journal.neilgaiman.com/" title="Neil Gaimans Blog">Neil Gaiman</a>, und selbst ein schwaches Buch von Gaiman ist noch immer ziemlich gut.</p>
<p>Jetzt fallen mir meine Eltern ein, die mich früher immer zum Aufräumen/Saugen/Fahrradreparieren/wasauchimmer gemahnt haben. Wenn ich mich dann rauswinden wollte, weil ich doch unbedingt nur noch schnell diese drei Seiten, und es sei gerade so spannend, und, und überhaupt -- dann kam immer so ein Satz wie: "Ich würde auch gerne noch was lesen! Ich habe drei Bücher hier liegen, in die ich noch keinen Blick geworfen habe!" Ich kann mich noch erinnern, mit welcher Mischung aus Unglauben und Bedauern ich meine Eltern angesehen habe, weil sie nicht zum Lesen kommen. Nicht zum Lesen! Schrecklich.</p>
<p>Werde ich jetzt erwachsen?</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Sie wissen, dass Sie zuviel Wagner hatten, wenn...]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/2008/01/15/sie-wissen-dass-sie-zuviel-wagner-hatten-wenn/</link>
<pubDate>Tue, 15 Jan 2008 09:06:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8230; zwei Leute sich über Heilmittelgesetze unterhalten, und Sie aufhorchen und sich fragen, ob ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>... zwei Leute sich über Heilmittelgesetze unterhalten, und Sie aufhorchen und sich fragen, ob "Mittel" vielleicht ein König ist, von dem Sie noch nicht gehört haben.</p>
<p>Super. Und jetzt habe ich schon wieder einen Ohrwurm: "Dank, König, Dir, dass Du zu richten kamst!"</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Scharade]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/2008/01/07/charade/</link>
<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 08:56:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Am Samstag war wieder einmal Spieleabend, und weil ein Dutzend Leute kam, haben wir einfach allesamt]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag war wieder einmal Spieleabend, und weil ein Dutzend Leute kam, haben wir einfach allesamt <strike>Charade</strike> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scharade">Scharade </a>gespielt. Für diejenigen, denen das nichts sagt: die Mitspieler teilen sich in zwei Gruppen auf und denken sich erstmal wild Begriffe aus, die auf kleine Zettel geschrieben werden. Danach steht einer auf, zieht einen der Zettel der anderen Gruppe und muss diesen Begriff pantomimisch (also ohne was zu sagen! <b>Ohne was zu sagen, verdammt!</b> Das fällt manchen Leuten erstaunlich schwer...) darstellen, während seine Gruppe versucht den Begriff zu erraten und die andere Gruppe sich über Darstellung und Rateversuche beömmelt.<br />
Ich bin aber immer wieder erstaunt, was für Begriffe <b>überhaupt</b> darstellbar sind und was wie lange braucht. Mittlerweile wundere ich mich ja nicht mehr darüber, dass man "Kuala Lumpur", "Utah" oder "abstrakt" pantomimisch darstellen kann -- aber ich war doch verblüfft, dass solche Begriffe wie "inkonsequent", "Machtbasis" oder "synchron" <b>in einer halben Minute</b> erraten waren! Das geht auch ganz ohne Begriffe-Zerstückeln oder buchstabieren. Beeindruckend.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ausbreitungsstrategien der Gemeinen Reiswaffel]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/2007/12/17/ausbreitungsstrategien-der-gemeinen-reiswaffel/</link>
<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 12:33:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Irgendwann dieser Tage muss ich mal eine kleine Untersuchung über die Ausbreitungsstrategien der Ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwann dieser Tage muss ich mal eine kleine Untersuchung über die Ausbreitungsstrategien der <em>Gemeinen Reiswaffel</em> machen. Diese verlässt sich, wie wohl allgemein bekannt ist, weniger auf die Passage durch den Säugetier-Verdauungstrakt, wie die meisten Früchte es tun, und auch kaum auf Wind und andere meteorologische Effekte, auf die Gräser und Getreide angewiesen sind, als vielmehr auf ein diffiziles Zusammenspiel von a) Zerkleinerung und Einspeichelung im Mund eines Kleinkindes und b) die Weiterverbreitung der so erzeugten Puffreis-Cluster durch zufällig vorbeikommende Erwachsene. Neben der Untersuchung der zu beobachtenden Größenkategorien dieser stärkehaltigen Klümpchen und deren Klebfähigkeit in Abhängigkeit von der Einspeicheldauer muss ein besonderes Augenmerk geworfen werden auf Unterschiede in Bodenbeschaffenheit (Teppich, Auslegeware, Parkett, Kacheln, gestampfter Lehm, Rasen (englisch / deutsch), Asphalt etc.) und Fußbekleidung (barfuß, Socken, Schuhwerk mit Ledersohle oder Gummisohle, Espadrilles etc.).<br />
Im Anschluss bietet sich dann weitergehende Forschung mit dem Schwerpunkt <em>Kaugummi</em> an, das wird in den kommenden Jahren bestimmt auch nochmal ein wichtiges Thema.<br />
Wenn mir jetzt noch der zündende Gedanke kommt, wie ich irgendwie einen Zusammenhang mit Terrorismusbekämpfung an den Haaren herbeiziehen kann, dann steht den fetten Drittmitteln ja nichts mehr im Wege. Hurra! Reiswaffeln en gros! Junior freut sich bestimmt schon auf die erste Lastwagenladung...</p>
<p>So. Jetzt fege ich erstmal zweieinhalb Quadratmeter Puffreis-Cluster zusammen, bevor irgendwo hinterm Sofa ein Nest entsteht.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nochmal Herbst]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/2007/12/11/nochmal-herbst/</link>
<pubDate>Tue, 11 Dec 2007 14:07:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Auf dem Weg von Nienberge nach Münster
wird im Winter es furchtbar früh finster.
Durch den Gegenve]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Weg von Nienberge nach Münster<br />
wird im Winter es furchtbar früh finster.<br />
Durch den Gegenverkehr<br />
sah den Weg ich nicht mehr<br />
und flog mitsamt Rad in den Ginster.</p>
<p><em>(Naja, fast.)</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie das Leben so spielt]]></title>
<link>http://christianseverin.wordpress.com/2007/09/06/wie-das-leben-so-spielt/</link>
<pubDate>Thu, 06 Sep 2007 19:37:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>Christian Severin</dc:creator>
<guid>http://christianseverin.wordpress.com/2007/09/06/wie-das-leben-so-spielt/</guid>
<description><![CDATA[Da schnauft man das Treppenhaus hoch, bepackt mit Einkaufstaschen und den Wohnungsschlüssel zwische]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Da schnauft man das Treppenhaus hoch, bepackt mit Einkaufstaschen und den Wohnungsschlüssel zwischen den Zähnen, und begegnet Herrn H. aus dem ersten Stock. Natürlich möchte man den begrüßen, also wuchtet man eine taschenhenkelbeschwerte Hand vor den Hosenbund, um lässig den Schlüssel hineinfallen zu lassen und den Mund frei zu haben.<br />
Und dann steht man ziemlich uncool mit schmerzverzerrtem Gesicht auf der Treppe, weil der Schlüsselring sich an einem einzelnen Barthaar festgeklammert hatte.<br />
<em>Autsch.</em></p>
<p><em><u>Ohrwurm</u>: die Intromelodie von Civilization IV</em></p>
]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
