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	<title>widerstand-im-dritten-reich &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "widerstand-im-dritten-reich"</description>
	<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 23:25:27 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Greta Kuckhoff ]]></title>
<link>http://marsu.wordpress.com/?p=10</link>
<pubDate>Tue, 13 May 2008 18:54:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>landtwing</dc:creator>
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<description><![CDATA[Greta Kuckhoff  wurde als Margaretha Lorke am 14.12.1902 in Frankfurt an der Oder geboren. Sie besu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Greta Kuckhoff" href="http://www.gdw-berlin.de/bio/bild_mit_gr.php?id=223" target="_self">Greta Kuckhoff </a> wurde als Margaretha Lorke am 14.12.1902 in Frankfurt an der Oder geboren. Sie besuchte die Kleist Schule in Frankfurt an der Oder und machte 1924 ihr Lehrerinnen Examen. Zwischen 1924 und 1927 studierte sie als Werkstudentin Volkswirtschaft und Soziologie in Berlin und Würzburg. Sie besuchte Vorlesungen von Werner Sombart und beschäftigte sich eingehend mit Max Weber. 1927 bekam sie eine Einladung der Universität Wisconsin, dort studierte sie bis 1929 Soziologie.</p>
<p><a title="Professor John R. Commons" href="http://www.dwd.state.wi.us/dwd/DWDHistory/images/commons_big.jpg">Professor John R. Commons </a>organisierte an dieser Universität eine Freitagsabendgesellschaft, dabei lerne Greta <a title="Arvid Harnack" href="http://www.gegen-diktatur.de/gross.php?tafel=Die%20Rote%20Kapelle&#38;bild=3428.jpg&#38;bu=Arvid%20Harnack%20und%20seine%20Frau%20Mildred&#38;quelle=GDW" target="_self">Arvid Harnack </a>und seine Frau Mildred kennen. Nach der Rückkehr aus den USA arbeitete sie als freiberufliche Sprachlehrerin und Übersetzerin für englisches und amerikanisches Wirtschaftsrecht. Unter anderem an der Enzyklopädie Wirtschaftsgeographie, die im Juni 1930 erschien.</p>
<p>Beim IV. internationalen Theaterkongress in Hamburg lernte sie ihren zukünftigen Mann <a title="Adam Kuckhoff" href="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/germ2/verboten/erm/kuckhoff3.jpg" target="_self">Adam Kuckhoff </a>kennen. 1930 bis 1932 arbeitete sie in Zürich beim dem Aktienrechtler R. Rosendorf. Danach wurde sie wissenschaftliche Sekretärin von Prof. Karl Mannheim am Frankfurter Institut für Sozialforschung.</p>
<p>In Berlin entschlossen Adam Kuckhoff und Greta gemeinsam in die Opposition gegen das NS-Regime zu gehen. 1933 traf sie Arvid Harnack wieder und begann in seinem Kreis mit der Widerstandstätigkeit. Sie schrieb Beiträge zu wirtschaftlichen und politischen Analysen, hielt Vorträge, beschaffte Literatur und versuchte weitere Regimegegner zu gewinnen. Bis 1942 war sie als freiberufliche Übersetzerin tätig. Durch die Arbeitsbeziehung zu Dr. James Murphy und dessen Kontakte zum Propagandaministerium und zum Rassenpolitischen Amt war sie unter anderem an der Übersetzung von Parteitagsreden und „Mein Kampf“ beteiligt. Diese Tätigkeit benutze sie um Informationen zu sammeln. Sie wollte die ungeschönten, nicht gekürzten Texte dem Ausland zugänglich machen. Dies war auch der Grund weshalb sie an der Übersetzung von „Mein Kampf“ mitarbeitete.</p>
<p>Am 28.8.1937 heiratete sie Adam Kuckhoff und am 8.1.1938 kam ihr Sohn Ule zur Welt.</p>
<p>1939 begegnete das Ehepaar Kuckhof. Sie brachte Arvid Harnack und Harro Schulze Boysen zusammen. 1941 transportierte Greta Kuckhoff eines von Alexander Erdberg übergebenes Funkgerät und beteiligte sich an der Vorbereitung einer Nachrichtenübermittlung an sowjetische Stellen.</p>
<p>Am 12.9.1942 wurde sie in ihrer Wohnung verhaftet. Zu gleicher Zeit wurde ihr Mann* in Prag während seiner Arbeit verhaftet. Greta Kuckhof kam in das Polizeipräsidium am Alexanderplatz.</p>
<p>Sie schreibt:<br />
"Unsere Fingerabdrücke wurden genommen. Dann Porträtaufnahmen. Mir<br />
musste man nicht zureden, das Kinn hochzuhalten – das war sowieso<br />
eine Unart von mir. Ich weiss nicht, ob man Rassenkunde mit unseren<br />
Köpfen treiben wollte oder wozu man sonst die überscharfen Fotos von<br />
vorn und jeweils von der linken und rechten Seite brauchte. (…) Es<br />
geschah in einer entwürdigenden Weise. Sie zupften an meinem Ohr<br />
herum, ich habe kein freihängendes Ohrläppchen, sie schienen es als<br />
Bestätigung irgendeiner Theorie zu empfinden.“</p>
<p>Vom 1. bis 3.2. 1943 fand ihr Prozess statt. Sie wurde wegen "Beihilfe zur Vorbereitung des Hochverrates und wegen Nichtanzeige eines Vorhabens der Spionage" zum Tode verurteilt. Am 4.5 1943 verfügte der Präsident des RKG, die Aufhebung dieses Urteils.</p>
<p>Der zweite Prozess findet dann am 27.9.1943 statt, Urteil: 10 Jahre Zuchthaus, wegen "Beihilfe zur Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens und zur Feindbegünstigung".<br />
Am 11.2.1944 kam sie in das Frauenzuchthaus Cottbus und am 4.2. 1945 in das Zuchthaus Waldheim. Am 8.5.1945 kann sie dort von der Roten Armee befreit werden.</p>
<p>Sie kehrte nach Berlin zurück und tritt in die KPD ein. Diese Mitgliedschaft wird dann später auf das Jahr 1935 zurückdatiert.</p>
<p>Greta Kuckhoff wurd Leiterin der Amtstelle für die entnazifizierten und herrenlosen Betriebe in Berlin. Gemeinsam mit andern Mitgliedern der Roten Kapelle versuchte sie mehrmals einen Prozess gegen den ehemaligen Generalrichter <a title="Dr. Manfred Roeder" href="http://www.geocities.com/axisbio/LuftwaffePhotos/Roeder-Manfred.jpg" target="_self">Dr. Manfred Roeder </a>zu erreichen. 1946 wurde sie stellvertretende Leiterin der Abt. Ernähung beim Berliner Magistrat. Sie engagierte sich für die Chancengleichheit der Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen. Da sie immer wieder von den westlichen Alliierten bespitzelt und beobachtet wurde, siedelt sie in den Osten von Berlin über. 1950 ist sie Hauptabteilungsleiterin im Aussenministerium der DDR und Präsidentin der Deutschen Notenbank. 1958 tritt sie nach Konflikten mit der SED-Führung aus „gesundheitlichen Grüdnen“ zurück.<br />
Sie war langjährige Vizepräsidentin des Deutschen Friedensrates und setzte sich für die Entwicklung der deutsch-britischen Beziehungen ein.</p>
<p>1973 erhält sie den Eherndoktor der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg. Am 11.11. 1981 stirbt sie in Berlin.</p>
<p>*Adam Kuckhoff wurde am 5.8.1943 durch das Fallbeil um 19.06 Uhr hingerichtet.</p>
<p>1 Greta Kuckhoff, Vom Rosenkranz zur Roten Kapelle, Ein Lebensbericht, Verlag<br />
Neues Leben, Berlin, S. 334 - 335</p>
<p>Quellen:</p>
<p>Kuckhoff Greta: Vom Rosenkranz zur Roten Kapelle. Ein Lebensbericht<br />
Verlag Neues Leben, Berlin, 1972</p>
<p>Griebel, Regina Coburger, Marlies Scheel Heinrich<br />
Erfasst? Das Gestapo – Album zur Roten Kapelle.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eva Maria Buch]]></title>
<link>http://marsu.wordpress.com/?p=9</link>
<pubDate>Sat, 10 May 2008 09:49:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>landtwing</dc:creator>
<guid>http://marsu.wordpress.com/?p=9</guid>
<description><![CDATA[Eva-Maria Buch war 22 Jahre alt als sie am 5. August 1943 in Plötzensee hingerichtet wurde. Ihre Sp]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Eva-Maria Buch" href="http://www.gdw-berlin.de/b17/buch-4022.php" target="_self">Eva-Maria Buch </a>war 22 Jahre alt als sie am 5. August 1943 in <a title="Plötzensee" href="http://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/" target="_self">Plötzensee</a> hingerichtet wurde. Ihre Spur und der ihrer Eltern wurden erst vor wenigen Jahren wieder entdeckt.</p>
<p>Eva-Maria Buch kam am 31. Januar in Berlin Charlottenburg zur Welt und lebte mit ihren Eltern bis in die dreissiger Jahr in diesem Bezirk. Die Eltern erzogen ihre einzige Tochter nachdem Katholischen Glauben und versuchten ihr musische und schöngeistige Interessen weiterzugeben. Eva-Maria besuchte sechs Jahre die Ursulinen-Schule bis die NS-Führung 1936 die höheren katholischen Privatschulen abbauten. Die Schule zog dann nach Zehlendrof um und wurde am 31. Mai 1939 geschlossen. Eva-Maria verliess die Schule ohne Abitur und besuchte anschliessend ein Seminar für Sprach- und Dolmetscherwesen an der Auslandshochschule der Berliner Universität.</p>
<p>1940/41 arbeitete sie für einige Stunden in der Gsellius’schen Buch -, Antiquar- und Globenhandlung an der Mohren- Ecke Friedrichstrasse und lernte dort den Buchhändler <a title="Wilhelm Guddorf" href="http://www.gdw-berlin.de/b17/b17-2-flug-4027.php">Wilhelm Guddorf </a>kennen. In dieser Buchhandlung arbeiteten Menschen, die wo anders keine Anstellung gefunden hätten, Guddorf war Redakteur der Roten Fahne und wurde 1934 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, neben ihm arbeitete noch eine Tochter eines Kommunisten und eine Frau jüdischer Herkunft.</p>
<p>Durch Guddorf kam sie in Verbindung mit der Roten Kapelle, wobei sie den gesamten Umfang der oppositionellen Aktivitäten nicht überblickt hatte. Eva-Maria nahm an ein paar Zusammenkünften teil. Dort wurde sie als die Braut von Guddorf vorgestellt. Ihre Widerstandstätigkeit war die Übersetzung von Aufrufen der Roten Kapelle an ausländische Zwangsarbeiter in den Rüstungsbetrieben ins Französische.</p>
<p>Anfangs Herbst 1942 schützte sie Wilhelm Guddorf vor der Entdeckung der Gestapo indem sie ihn in einer Laube versteckte. Seit dem 31. August 1942 wurden die Frauen und Männer der Roten Kapelle verhaftet, Eva-Maria erfasste die Verhaftungswelle am 11. Oktober 1942. Sie wurde in der elterlichen Wohnung ohne Haftbefehl und Erklärung verhaftet. Nach der Durchsuchung der Wohnung blieb die Gestapo bis zum 15. Oktober 1942 in der Wohnung die Eltern mussten auf eine Reise. Man wollte damit Guddorf auf die Spur kommen, die Beziehung zwischen Eva-Maria und Wilhelm war der Gestapo bekannt. Er wurde kurze Zeit später ebenfalls verhaftet.</p>
<p>Eva-Maria sass bis zu ihrem Prozess, der vom 1. bis 3. Februar 1943 durchgeführt wurde, in Untersuchungshaft und wurde dort mehrfach Verhört. Die Eltern durfte sie in dieser Zeit nicht sehen und der Gerichtstermin wurde den Eltern ebenfalls nicht mitgeteilt. Die Beschuldigte konnte ihre Verteidigung nicht vorbereiten weil man den Angeklagten den Wortlaut der Anklageschrift verschwieg.<br />
Der Richter hatte Zweifel an dem Handeln von Eva-Maria und glaubte sie habe sich verleiten lassen. Er fragte sie folgendes: „Sie haben jetzt von den Ungeheuerlichkeiten gehört, die ihre Freunde gegangen haben. Hätten Sie, wenn Ihnen das bekannt gewesen wäre, die Tat nicht begangen und hätten Sie Anzeige erstattet?“ Entrüstet wies sie das Ansinnen von sich: „Anzeigen? Dann erst wäre ich so niederträchtig und verdorben, wie Sie mich hinstellen möchten.“ Darauf hin wurde sie am 3. Februar 1943 zum Tode verurteilt.</p>
<p>Zunächst blieb sie im Polizeigefängnis am Alexanderplatz und wurde zusammen mit den anderen zum Tode Verurteilen Frauen der Roten Kapelle am 30. März in das Gerichtsgefängnis nach Charlottenburg überführt. Am 13. Mai 1943 wurde Wilhelm Guddorf hingerichtet und damit zerbrach ihre Hoffnung. Nachdem sie in das Frauengefängnis überführt wurde durfte sie endlich ihre Eltern wieder sehen. Diese Versuchten alles um die Hinrichtung zu verhindern. Sie reichten ein Gnadengesuch ein, dieses wurde aber von Hitler persönlich am 21. Juli 1943 abgelehnt.</p>
<p>Am 5. August 1943 starb Eva-Maria Buch in Plötzensee.</p>
<p>Seit dem 6. November 1993 trägt die Tempelhofer Stadtbücherei den Namen Eva-Maria Buch-Bibliothek.</p>
<p>Literatur:<br />
Hans Coppi<br />
Die Rote Kapelle im Widerstand gegen den Nationalsozialismus</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Referat: Frauen in der Roten Kapelle ]]></title>
<link>http://marsu.wordpress.com/?p=4</link>
<pubDate>Thu, 08 May 2008 11:29:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>landtwing</dc:creator>
<guid>http://marsu.wordpress.com/?p=4</guid>
<description><![CDATA[NS-Frauenideologie
Wenn man sich mit dem Widerstand und Dissens von Frauen beschäftigt kommt man ni]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;"><strong>NS-Frauenideologie</strong></span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Wenn man sich mit dem Widerstand und Dissens von Frauen beschäftigt kommt man nicht darum herum die<span>  </span>Lebenssituation der Frauen nachdem ersten Weltkrieg<span>  </span>und die NS-Frauenideologie genauer zu betrachten.<span>  </span></span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Nachdem ersten Weltkrieg lag der Frauenanteil der deutschen Bevölkerung bei 54%. Sie waren in den Arbeitsprozess eingebunden und hatten seit 1919 das aktive und passive Wahlrecht, (das waren immerhin 17. Mio. Frauen gegenüber 15. Mio. Männern) In der Weimarer Republik waren viele Frauen politisch Aktiv, vor allem in der sozialdemokratischen und kommunistischen Partei gab es einen grossen Frauenanteil. Diese Politikerinnen waren den Nationalsozialisten schon während der Weimarer Republik ein Dorn im Auge, denn die NSDAP war eine reine Männerpartei, Frauen durften keine Funktionen übernehmen. Selbst die Leiterin des NS-Frauenwerks und der NS-Frauenschaft hatte keinen Einfluss auf politische oder ideologische Entscheidungen.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Neben den politischen Aktivitäten waren die Frauen während der Weimarer Republik im Arbeitsmarkt integriert. 1925 lag der Anteil der arbeiteten weiblichen Angestellten bei 51.5%, wegen der Wirtschaftskrise sank dieser Anteil bis 1933 auf 49.3%. Trotz der NS-Frauenideologie stieg der Prozentsatz der arbeitenden Frauen im Dritten Reich wieder an. 1939 waren 52.5% und 1944 54% der Arbeitnehmer Frauen. Dies hatte natürlich auch mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges zu tun. Zwischen 1933 und 1936 kann man eine Umschichtung des Arbeitmarktes beobachten. Frauen aus der Haus- und Landwirtschaft übernahmen immer mehr Arbeitsplätze in der Konsumgüterindustrie, hier wurden die Arbeitsplätze frei, von den Frauen die in die Rüstungsindustrie abwanderten. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">In der Propaganda der Nationalsozialisten rückten vor allem die Mütter in den Mittelpunkt. Das Frauenbild der Nazis sah in einem weiblichen Menschen nicht die Frau sondern die Mutter. Schon in den zwanziger Jahren umriss Hitler seine Vorstellung von der Rolle der Frauen in einem nationalsozialistischen Staat: „ Das deutsche Mädchen ist Staatsangehörige und wird mit ihrer Verheiratung erst Bürgerin.“ Laut der NS-Ideologie sollte sich die Frau um Mann, Familie, Kinder und Haushalt kümmern und so ihren Beitrag zum Volkswohl beisteuern. Die Frauen wurden in verschiedene Kategorien eingestuft, die welche in das rassistische Bild der Nationalsozialisten hineinpassten, Ehefrauen und Mutter waren, wurden als besonders wertvoll eingestuft, sie erhielten öffentliche, ideale und materielle Hilfe. Den Frauen denen der öffentliche Wert abgesprochen wurde, wurden als rassisch-minderwertig und asozial oder politisch nicht tragbar bezeichnet. Sie wurden denunziert, bewusst benachteiligt, beschädigt, zur Zwangsarbeit verschleppt, verfolgt und umgebracht.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Bei den wertvollen Frauen war Verhütung und Abtreibung unter Strafe verboten, bei den rassisch minderwertigen Frauen wurden diese in den KZs Zwangs durchgeführt. Mit dieser NS-Frauenideologie und Frauenpolitik versuchten die Nationalsozialisten das Familienleben zu politisieren. Viele Frauen fanden es trotz den Einschränkungen reizvoll propagandistisch umworben zu werden und passten sich den nationalsozialistischen Normen an, sie beteiligten sich an den Verfolgungshandlungen und wurden so zu den Mitbeteiligten an den nationalsozialistischen Gewaltverbrechen. Trotz der drohenden Gefahr und der Verfolgungen leisteten viele Frauen widerstand. Der Frauenanteil am gesamten Widerstand im Dritten Reich betrug 15%, sie hatten nicht die Möglichkeiten das Regime zu stürzen oder den Krieg zu verhindern oder zu beenden, dennoch sahen die Nationalsozialisten in ihnen<span>  </span>eine ernsthafte Bedrohung der Volksgemeinschaft. Wenn man sich die Gestapo Akten anschaut bekommt man ein differenziertes Bild was die Beteiligung der Frauen im Widerstand betrifft:</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;font-family:Times New Roman;"> </span></span><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Laut den Akten waren:</span></span></span></p>
<ul>
<li>
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;font-family:Times New Roman;"> </span></span><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">5 bis 10 Prozent politisch Verfolgte</span></span></span></div>
</li>
<li>
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">20 bis 25 Prozent wurden aus religiösen Gründen verfolgt, der grösste Anteil hier waren die Zeugen Jehovas (Jüdinnen sind in dieser Zahl nicht enthalten)</span></span></span></div>
</li>
<li>
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">15 bis 22 Prozent waren es Alltagskonflikte, vor allem während des Kriege</span></span></span></div>
</li>
</ul>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Wie sah nun der Widerstand der Frauen im konkreten aus? Am Beispiel der Roten Kapelle soll diese Frage nun beantwortet werden.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;font-family:Times New Roman;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;"><strong>Allgemeines zur Roten Kapelle</strong>:</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Die Rote Kapelle ist ein von der Gestapo geschaffenes Organisationskonstrukt, das in der Realität nicht bestanden hat. Bei der Roten Kapelle handelte es sich um verschiedene Widerstandsgruppen die zum teil miteinander verknüpft und zum teil unabhängig waren. Der Unterschied zu den restlichen Widerstandsgruppen im Dritten Reich war ihre unterschiedliche soziale und kulturelle Herkunft und der grosse Anteil an Frauen die Aktiv am Widerstand teilnahmen. Die Rote Kapelle kann man in vier Bereiche einteilen. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;font-family:Times New Roman;"> </span></span></p>
<ol>
<li>
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Es handelt sich um unabhängige Widerstandskreise, die sich 1939 zusammen taten.</span></span></span></div>
</li>
<li>
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Das nachrichtendienstliche Netz um Leopold Trepper, der sich nachdem Krieg damit brüstet der Gründer der Roten Kapelle zu sein, was nicht stimmt. Seine Stützpunkte warnen in Frankreich und Belgien, er handelte im Auftrag der sowjetischen Militäraufklärung und arbeitete eng mit der Résistance zusammen.</span></span></span></div>
</li>
<li>
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Der Autonome Bereich um Rudolf von Scheliha </span></span></span></div>
</li>
<li>
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Der Kreis welcher bereits vor 1933 nachrichtendienstlich für die Sowjetunion als Funker ausgebildet wurden.</span></span></span></div>
</li>
</ol>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">In der Literatur zur Roten Kapelle wurden nach 1945 diese unterschiedlichen Widerstandszusammenhänge oft unzulässig miteinander verknüpft. Dies geschah, weil man die Gestapoakten eins zu eins übernahm und nicht berücksichtigte dass die Gestapo bereits während den Verhören die Akten fälschten. Diese Akten wurden auch vom FBI nachdem Krieg übernommen, was dazu führte das viele der überlebenden Widerstandskämpfer weiterhin unter Beobachtung standen und als Spione angesehen wurden. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Wie sah der Widerstand der Gruppen aus?</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Der Ursprung liegt in den letzten Jahren der Weimarer Republik, die Weltwirtschaftskrise und das Scheitern der parlamentarischen Demokratie an den sozialen und politischen Problemen, und<span>  </span>die traditionelle Frontstellung zwischen links und rechts wurde in bestimmten intellektuellen Kreisen und einem Teil der jungen Generation als überholt empfunden. Neue politische Gemeinschaften bildeten sich, zu diesen Kreisen <span> </span>gehörte die Gruppe von <a title="Harro Schulze-Boysen" href="http://content.grin.com/binary/hade/26620/0.jpg" target="_self">Harro Schulze-Boysen.</a> Ihr Programm war die Einheit jenseits der blossen Antithesen des Klassenkampfes, ihr Ziel einen Umbruch, mit dem der Gegensatz<span>  </span>von nationaler und sozialer Frage überwunden werden sollte. Die Gruppe um <a title="Arvid Harnack" href="http://www.gegen-diktatur.de/sml_bilder/3428.jpg" target="_self">Arvid Harnack</a>, gegründet 1931, studierten die sowjetische Planwirtschaft und die Vorzüge und Grenzen einer staatlichen Wirtschaftslenkung. Die Gruppe war auch ein Diskussionsforum jenseits aller politischen Lager. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Diese früh geschlossenen Freundschaften, Gesprächskontakten und die gemeinsame politische Überzeugung bildeten den Grundstock für den späteren Widerstand. Einige der Gruppenmitglieder machten zu dem <span> </span>Bekanntschaft mit der Gewaltbereitschaft der Nazis. So wurde Harro Schulze-Boysen im April 1933 von der <span> </span>SS verhaftet und gefoltert. Der Widerstand der einzelnen Gruppen war zunächst ein Versuch der Behauptung der in den Auseinandersetzungen der späten Weimarer Republik gewonnen politischen und kulturellen Identität gegenüber Konformitätsdruck der Diktatur. Ab 1939 begann die Zusammenarbeit der verschiedenen Freundenskreise, Anlass dazu war der Hitler-Stalin Pakt vom 23. August 1939. Ein Jahr später<span>  </span>entstand eine intensive Widerstandstätigkeit der Gruppen Schulze-Boysen und Harnack, die mit der Verhaftung der Mitlieder im Herbst 1942 endete. Sie verfassten Flugblätter und illegale Schriften, organisierten Zettelaktionen im Berliner Lustgarten und sammelten belastetes Material über die Massenerschiessungen von Zivilisten im Osten. Diese Flugblätter sollten die Bevölkerung über die Verbrechen der Nazis aufklären. Harro Schulze-Boysen erfuhr bei seiner Arbeit von den Plänen Russland zu überfallen, dies führte dazu, dass die Gruppe sich entschloss die Angriffspläne der <span> </span>sowjetischen Botschaft zu übergeben. Diese Informationen gelangten nach Moskau zu Stalin, dieser nahm das ganze aber nicht ernst. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Die Gestapo was seit langem auf die Flugblätter aufmerksam geworden, konnten aber keine Verbindungen zu der Roten Kapelle herstellen. Erst als die Sowjetunion dir richtigen Namen und Adressen übermittelte und dieser Funkspruch von der Gestapo dechivriert wurde, kamen sie den Frauen und Männern auf die Spur.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;"><strong>Die Frauen der Roten Kapelle</strong></span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Im Herbst 1942 wurden 139 Menschen verhaftet davon waren es 52 Frauen. Von diesen 52 Frauen wurden 36 verurteilt, 20 von ihnen zum Tod. Die ersten drei starben drei Tage nach der Verkündung des Urteils am 22. Dez. 1942, <a title="Mildred Harnack-Fish" href="http://www.gdw-berlin.de/b17/bilder/b17-2-harnack-14035-s.jpg" target="_self">Mildred Harnack-Fish </a>starb am 16.2.1943, <a title="Erika Brockdorff" href="http://www.gdw-berlin.de/b17/bilder/brockdorff-7366-s.jpg" target="_self">Erika Brockdorff </a>am 13. Mai und 11 Frauen starben am 5. August 1943 im drei Minutentakt. Um 19.09 wurde die erste Frau Frida Wesolek ermordet und um 19.45 starb als letzte <a title="Liane Berkowitz" href="http://www.gdw-berlin.de/db_images/bio/17463.jpg" target="_self">Liane Berkowitz</a>.<span>  </span>Das Hinrichtungs-Protokoll gibt einen peniblen Einblick in das System. Darin wurde alles vermerkt, vom dem Zeitpunkt an wo den Verurteilten die Hände auf den Rücken gebunden wurde bis zum Zeitpunkt wo das Fallbeil viel. Diese Protokolle kann man in der Gedenkstätte des Deutschen Widerstandes in Berlin einsehen.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Die meisten Frauen kannten sich vor der Verhaftung nicht und lernten sich erst im Gefängnis kennen. Das zeigt wie unterschiedlich die Gruppen waren und man nicht von einer einzigen Widerstandsgruppe ausgehen kann.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Die Frauen der Roten Kapelle passten nicht in das Bild der Nazis, es waren alles selbstbewusste und selbständige Frauen. Zwar waren sie von unterschiedlicher Herkunft dafür hatten sie grosse Gemeinsamkeiten was die Bildung- und Berufstätigkeit betrifft.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">10 der 36 Frauen schlossen „nur“ mit Volksschule ab. Die meisten besuchten weiterführende Schulen und einige beendeten diese mit der mittleren Reife.</span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Eindrittel hatten Abitur und einen Hochschulabschluss, sechs von ihnen besuchten eine Handelsschule, 5 waren Lehrerinnen, 4 absolvierten eine Künstlerische Ausbildung und sieben studierten an der Universität. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Viele der Frauen bildeten sich auf dem zweiten Bildungsweg weiter, da sie meist aus finanziellen Gründen das Abitur abbrechen mussten. Als Beispiel kann man Ursula Goetze anschauen, sie musste aus finanziellen Gründen das Gymnasium verlassen und besuchte dann eine höhere Handelsschule wo sie als Stenotypistin ausgebildet wurde. Sechs Jahre arbeitet sie auf ihrem Beruf und besuchte nebenbei das Abendgymnasium. Nach dem Abitur begann sie 1940 mit einem Romanistik Studium. 9 der 36 Frauen beherrschten eine Fremdsprache und die meisten reisten viel und lernten so andere Länder und Kulturen kennen. 15 waren bereits vor 1933 politisch aktiv, die meisten waren in der KPD oder in der KJVD tätig, was sie wiederum zu Gegnern der Nazis machten und sie nach 1933 zu den verfolgten zählten. Einige von ihnen wurden in dieser Zeit auch schon verhaftet und zu Gefängnisstrafen verurteil. So muss Ilse Schaeffer 1936 für ein Jahr ins Gefängnis und Marta Husemann wurde für einige Monate im KZ Moringen inhaftiert. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Neben den sozialen Merkmalen wich auch der Familienstand von der Norm ab. Das Durchschnittsalter der 36 verurteilten Frauen war 37 Jahre. Von ihnen waren </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">12 ledig, </span></span></span><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">22 verheiratet, </span></span></span><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">2 verlobt </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">12 der Frauen hatte bis maximal 3 Kinder, wobei die Kinder von vier Frauen bereits Erwachsen waren. 2 waren bei der Verhaftung schwanger und gebaren ihre Kinder im Gefängnis bevor sie hingerichtet wurden. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Dies steht zum Gegensatz zu den Frauen der Verschwörer des 20. Juli 1944, hier waren es Frauen aus gut- bis grossbürgerlichen und adliger Herkunft mit einer guten bis sehr guten Schulbildung, diese Frauen haben jung geheiratet und hielten ihren Männern den Rücken frei. Sie waren nie aktiv am Widerstand beteiligt. Die Frauen der Verschwörer waren Zuhörerinnen ihrer Männer, ganz im Gegenteil von den Frauen der Roten Kapelle die aktiv mitarbeiteten. Sie führten neue Mitstreiter in die Gruppen ein und steuerten wichtig Nachrichten bei. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;"><a title="Libertas Schulze-Boysen" href="http://www.lexi-tv.de/pix/Begriffstextbild/1338_1036_Haupt.jpg" target="_blank">Libertas Schulze-Boysen</a> arbeitete bei der Kulturfilmzentrale beim Reichspropagandaministerium, sie stelle eine Fotosammlung über die deutschen Verbrechen in den besetzten Gebieten zusammen und schaffte einen Schriftkopierapparat an um Zeitungsausschnitte, Berichte und Flugblätter zu vervielfältigen. Greta Kuckhoff arbeitete als freie Übersetzerin u.a für das Rassenpolitische Amt. Sie nahm beim Völkischen Beobachter Deckblätter mit, diese wurden dann als Tarnumschläge verwendet. Andere Frauen übersetzten Flugblätter für Fremdarbeiter und verteilten diese unter ihnen. Hilde Coppi hörte die russischen Sender ab um etwas über deutsche Kriegsgefangene zu erfahren. Dann halfen sie bei der Beschaffung von Lebensmittelkarten für Jüdische Bürger und versuchten sie über die Grenze zu bringen. Ihre Wohnungen stellten sie für Besprechungen zur Verfügung oder sie versteckten sowjetische Funker, hier wussten sie aber nicht um wen es sich in Wirklichkeit handelte. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Anhand der verschiedenen Biografien kann an erkennen, dass die Frauen aus durch ihre Lebenserfahrungen zum Widerstand kamen, auch war für sie selbstverständlich das sie als gleichwertige Partner als Miteinander gegen den Nationalsozialismus kämpften. Nach der NS-Ideologie war es ja so, dass die Geschlechter unterschiedliche Wirkungskreise hatten, dieses Gesellschaftsbild war innerhalb der Roten Kapelle nicht vorhanden. Nun kann man versuchen<span>  </span>nach Äusserungen der Roten Kapelle im Bezug auf Frauen zu suchen, da findet man aber nichts, ausser den Satz in einem Flugblatt wo sie schrieben: „Die Frauen trauern dem entschwundenen Familien- und Lebensglück nach.“ Die Frauen und Männer der Roten Kapelle setzen alle auf die gleichen Prioritäten – die Verhinderung bzw. Beendigung des Krieges und die Abschaffung des herrschenden Systems. In wie weit die Männer die Frauen in ihrem politischen Denken beeinflusst haben, kann man nicht mehr genau nachvollziehen. Man weiss aber von der Biographie Mildred Harnack-Fish das sie bereits in den USA die politischen Ansichten ihres Mannes teilte. Da beide sehr lebhaft darüber Diskutiert hatten. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;">Es gibt viele Motive für die Frauen in den Widerstand zu gehen. Was besonders bei der Roten Kapelle hervorzuheben ist, ist dass sich hier Christen, Sozialisten, Kommunisten und bürgerlich-humanistische geprägte Frauen und Männer zusammenfanden und einen gemeinsamen Weg fanden miteinander umzugehen. Was in dieser Zeit nicht selbstverständlich war. Aus den weltanschaulichen und politischen Überzeugungen der Mitglieder wuchs ein Widerstand gegen das Terror Regime. Was sie verband war die Bekämpfung eines verbrecherischen Systems, die Sorge um Deutschlands Zukunft, und die Sehnsucht nach Frieden. </span></span></span></p>
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