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	<title>wendland &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/wendland/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "wendland"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 05:12:36 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Missionarsfamilie Hoppenstedt, Freie Republik Wendland]]></title>
<link>http://jaegerblog.wordpress.com/?p=69</link>
<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 10:49:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>jaegerblog</dc:creator>
<guid>http://jaegerblog.wordpress.com/?p=69</guid>
<description><![CDATA[
&#8220;Man sollte für die Jagdgegner beten, denn ihre Seelen sind in Gefahr. &#8220;
]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-70" src="http://jaegerblog.wordpress.com/files/2008/06/hoppenstedts.jpg" alt="Hoppel" width="230" height="136" /></p>
<p><em>"Man sollte für die Jagdgegner beten, denn ihre Seelen sind in Gefahr.</em> "</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Zur kulturellen Landpartie ins Wendland]]></title>
<link>http://kixka.wordpress.com/2008/05/18/qype-lubelner-muhle-in-kusten/</link>
<pubDate>Tue, 13 May 2008 07:25:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kixka Nebraska</dc:creator>
<guid>http://kixka.wordpress.com/2008/05/18/qype-lubelner-muhle-in-kusten/</guid>
<description><![CDATA[Das Wendland ist in Post-Castor-Transport-Zeiten auch nicht mehr ganz das, was es damals noch war. H]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;">Das Wendland ist in Post-Castor-Transport-Zeiten auch nicht mehr ganz das, was es damals noch war. Heute laufen hier echte Sensen-Männer herum, allerdings ganz untypisch eher Anfang dreißig und von athletischer Figur: Das landwirtschaftliche Wetzen, Dengeln und Schnittern braucht Kraft. Gleichzeitig ist zwei Dörfer weiter ein junger Bauer zu sehen, der mit einer Digitalkamera Aufnahmen seines Traktoren herstellt. Das Ergebnis wird vermutlich noch am selben Abend bei Ebay zu finden sein.</p>
<p style="text-align:left;"><img class="aligncenter" src="http://assets0.qype.com/uploads/photos/0020/0593/Apfelbl_te_im_Wendland_gallery.jpg?12681" alt="Apfelblüte am Straßenrand im Wendland" /></p>
<p style="text-align:left;">Die andere Seite des Wendlandes zeigt sich bei der <a title="Kulturelle Landpartie" href="http://www.kulturelle-landpartie.de" target="_blank">Kulturellen Landpartie</a>.
 </p>
<p style="text-align:left;">
<!--more-->Die gibt es bereits seit 19 Jahren und ist doch in dieser Zeit vollkommen unbemerkt von uns Hamburger / Berliner / Hamburgern geblieben. Dieses Jahr sind wir dann eher zufällig darauf gestoßen, weil Nachbarn uns davon erzählt haben. Zum Glück ! Die Fahrt durchs Wendland nimmt von Hamburg aus schon 80 bis 90 Minuten in Anspruch, doch das durch meist sehr angenehme Landschaften. Wir haben uns auf zwei, drei Ausstellungen in Lübeln und Umgebung konzentriert, was wohl auch die richtige Entscheidung war.</p>
<p style="text-align:left;">Wir hätten die Wahl zwischen 79 Dörfern, 100 Ausstellungspunkten und 550 Künstlern, Kunsthandwerkenden und Handwerkern gehabt. Schon sehr beeindruckend, was die für ein Programm auf die Beine gestellt haben! Und überall kurven engagierte Gutmenschen auf Fahrrädern herum, das Wetter und das CO2-Bewußtsein verlangt auch danach. Es hat ein klein bisschen was von Freizeitparkbesuch in Links, der Anti-Castor-Geist trägt und prägt die Gegend und auch diese Veranstaltung. Halb Eimsbüttel und ganz Kreuzberg würde sich hier vermutlich sehr wohl fühlen. Die Ausstellungen sind ein wenig Ton- und Filzlastig, dafür ist das Publikum aber recht angenehm. Und nicht so laut. Abi Wallenstein habe ich auch vorbeiradeln sehen, passt schon zum Wendland...</p>
<p style="text-align:left;">Wir genießen den Kaffee unterm Sonnenschirm, das erste Bienengesummse überm Butterkuchen und die Rhabarberschorle. Die Töchter des Gastgebers helfen mit roten Wangen im Café aus. Sehr zwanglos ergeben sich Gespräche mit den ausstellenden Künstlern. Das Herumstromern im Garten – fast könnte man von Ländereien sprechen - führt zu kleinen, versteckten Fundstücken: Einer Hundehütte unter schweren Blütenästen, korrodierenden architektonischen Skulpturen, Feuerschalen auf Krebsbeinen.</p>
<p style="text-align:left;">Es ist eine ganz eigene Zwischenwelt, dort im Wendland. Mir gefällt’s – spätestens im nächsten Jahr werden wir wieder vorbeischauen... Wer nicht so lange warten möchte: Am 14./15. Juni und am 6./7. September 2008 können die "<a href="http://www.gartenraeume.eu./Teilnehmer.htm" target="_blank">offenen Gärten im Wendland</a>" besucht werden. Ich glaube, da muss ich hin ...</p>
<p style="text-align:left;"><img class="aligncenter" src="http://assets1.qype.com/uploads/photos/0020/0594/Kamerakind_gallery.jpg?12681" alt="Himmelblau" /></p>
<p style="text-align:left;">Mein Beitrag zu <a href="http://www.qype.com/place/148449-Luebelner-Muehle-Kuesten">Lübelner Mühle</a> mit weiteren <a title="Fotos zur Kulturellen Landpartie 2008" href="http://www.qype.com/place/148449/photos">Fotos</a>- Ich bin <a href="http://www.qype.com/people/Kixka_Nebraska">Kixka_Nebraska</a> - auf <a href="http://www.qype.com/">Qype</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Madsen – Frieden im Krieg]]></title>
<link>http://rezensor.wordpress.com/?p=93</link>
<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 14:42:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Philip Aubreville</dc:creator>
<guid>http://rezensor.wordpress.com/?p=93</guid>
<description><![CDATA[

Den Journalisten und Tomte-Sänger Thees Uhlmann hält längst nicht jeder für einen kompetenten ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;">
<p style="text-align:center;"><img src="http://rezensor.files.wordpress.com/2008/04/madsen01.jpg" alt="" width="128" height="128" /></p>
<p style="text-align:left;">Den Journalisten und Tomte-Sänger Thees Uhlmann hält längst nicht jeder für einen kompetenten Ansprechpartner wenn es um Musik geht. Doch zumindest einmal, im Jahr 2005, war Uhlmanns Urteil mehr als treffend. Damals schrieb er über „Madsen“, dem ersten Album der gleichnamigen Band aus dem niedersächsischen Wendland, es sei „die beste Debüt-LP, seitdem ich über Musik schreibe.“<br />
Für die Band begann seitdem eine Erfolgsgeschichte: Landete „Madsen“ noch auf Platz 23 der deutschen Albumcharts, war die Nachfolgeveröffentlichung „Goodbye Logik“ bereits auf Rang 8 zu finden – vier Singles schafften es in die Top 100.<br />
Auch getragen vom Hype um deutschsprachige Musik brachten es Madsen zu gern gesehenen Gästen auf diversen einschlägigen Festivals und TV-Sendungen.<br />
Mit „Frieden im Krieg“ hat die zur Zeit vermutlich erfolgreichste niedersächsische Band nun ihren dritten Longplayer veröffentlicht – und machen nahtlos weiter, wo sie mit ihren anderen Releases aufgehört haben.<br />
Doch auch wenn Madsen wieder keinen Song produziert haben, den man durch eine systematische Kategorisierung einem bestimmten Album zuordnen könnte, die neuen also Songs genauso gut drei Jahre alt sein könnten und die drei Jahre alten Songs ohne Probleme auf der aktuellen LP ihren Platz fänden, muss man kein Madsen-Fan sein, um „Frieden im Krieg“ nicht langweilig zu finden.<br />
Eine Weiterentwicklung ist nämlich trotzdem festzustellen: Die Texte wirken durchdachter als vorherige Dichtungen – das Album strotzt von Metaphern; zusätzlich finden sich Zeugmata, Chiasmen und andere Wortspiele. Nicht nur der ein oder andere Deutschlehrer hätte seine helle Freude.<br />
Inhaltlich gehen die Lyrics über das erwartungsgemäße Thema „Liebe“ hinaus: Gesellschaftskritik, mal expliziter („Nitro“), mal zwischen den Zeilen im Gute-Laune-Kostüm („Nachtbaden“) kann man im Booklet ebenso nachlesen wie die scheinbar beliebt werdende (als Beispiel seien <a href="http://rezensor.wordpress.com/category/arztedie/">Die Ärzte</a> genannt) Textgattung des sozialpädagogischen Imperativs („Verschwende dich nicht“).<br />
Überhaupt bekommt die Kommunikation mit dem „Du“ breiten Platz eingeräumt – genauso wie vielleicht beabsichtigte, vielleicht unbeabsichtigte popkulturelle Zitate: Da ist vom „Böse[n] in Menschengestalt“ die Rede („Nitro“), „Wenn der Regen“ deutscht das in jedem zweiten britischen Melancholiesong vorkommenden „the rain falls hard“ („der Regen fällt hart“) ein und klingt anfangs wie „Die Lust am Leben“ von Geier Sturzflug. Der großartige „Kein Weg zu weit“ kommt einem nichtsdestotrotz ebenfalls bekannt vor und die Zeile „Dreh die Zeit zurück, erinnere dich“ aus dem Song „Vollidiot“ wird treffend mit einer Melodie untermalt ist, die nicht mehr ist, als die langsame Variante des 2006 veröffentlichten Stücks „Ich rette die Welt“.<br />
Was zunächst wie eine Plagiatsansammlung aussieht, verteilt sich gut über den Longplayer und stellt somit wohl eher eine wohldosierte Anwendung popkultureller Anspielungen dar.<br />
Musikalisch bieten Madsen auf ihrem dritten Release ansonsten wenig Neues – trotz oder gerade wegen dieser Konstanz ist „Frieden im Krieg“ allerdings eine großartige Platte und absolut empfehlenswert.</p>
<p style="text-align:left;">Philip Aubreville</p>
<p><strong>Dieser Artikel wurde außerdem im “Szene-Magazin” - der Jugendbeilage der <a href="http://www.gnonline.de">Grafschafter Nachrichten</a> veröffentlicht. </strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Möbel fürs Wendland, Schuhschrank]]></title>
<link>http://recyclingkunst.wordpress.com/?p=205</link>
<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 18:54:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>astridmanfred</dc:creator>
<guid>http://recyclingkunst.wordpress.com/?p=205</guid>
<description><![CDATA[Für unsere Ausstellung im Wendland hatten wir verschiedene Möbel hergestellt, um durch das Symbol ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Für unsere Ausstellung im Wendland hatten wir verschiedene Möbel hergestellt, um durch das Symbol des Atoms auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Über die Stühle berichteten wir schon. Nun setzen wir die Berichterstattung über die Herstellung und die Wirkung auf die Besucher fort.</p>
<p>In einem Möbelhof für Gerbrauchtmöbel haben wir einen alten Schuhschrank aus Massivholz erstanden,<br />
dieser war komplett mehrfach übermalt und gestrichen worden.</p>
<p> <a href="http://recyclingkunst.files.wordpress.com/2008/04/orginal-klein1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-210" src="http://recyclingkunst.wordpress.com/files/2008/04/orginal-klein1.jpg" alt="Schuhschrank orginal" width="313" height="283" /></a></p>
<p>Wir schliffen den Schrank bis auf das rohe Holz ab und lackierten ihn mit Vorstreichfarbe.</p>
<p><a href="http://recyclingkunst.files.wordpress.com/2008/04/vorgestrichen-klein1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-209" src="http://recyclingkunst.wordpress.com/files/2008/04/vorgestrichen-klein1.jpg" alt="Schuhschrank vorgestrichen" width="326" height="283" /></a></p>
<p>Nach nochmaligem leichten Überschleifen lackierten wir den Korpus schwarz und die Klappen gelb.<br />
Die Griffe fertigten wir aus runden Holzscheiben, lackierten diese ebenfalls gelb und versahen sie mit dem Gorleben "X".</p>
<p><a href="http://recyclingkunst.files.wordpress.com/2008/04/fertig-klein1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-211" src="http://recyclingkunst.wordpress.com/files/2008/04/fertig-klein1.jpg" alt="Schuhschrank \" width="400" height="364" /></a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[005. Alte Achtundsechziger: ihr erwecktet durchaus den Eindruck, etwas gewollt zu haben]]></title>
<link>http://jacquesauvergne.wordpress.com/2007/11/03/1968-ihr-erwecktet-durchaus-den-eindruck-etwas-gewollt-zu-haben/</link>
<pubDate>Sat, 03 Nov 2007 22:25:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jacques Auvergne</dc:creator>
<guid>http://jacquesauvergne.wordpress.com/2007/11/03/1968-ihr-erwecktet-durchaus-den-eindruck-etwas-gewollt-zu-haben/</guid>
<description><![CDATA[
005 
Achter Themenkreis der Integrationskritik. 
1968: Europas Möchtegern-Revolte 
Alte
68er
Anyth]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right">
<p class="MsoNormal" style="line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:silver;">005 </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:#333399;">Achter Themenkreis der Integrationskritik. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:90pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:#ff9900;">1968: Europas Möchtegern-Revolte </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;" align="center"><span style="font-size:24pt;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:silver;">Alte</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:30pt;text-align:center;line-height:115%;" align="center"><span style="font-size:48pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:#eaeaea;">68er</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:12pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:16pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:#ff9900;">Anything goes. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:20pt;line-height:115%;font-family:'Arial Rounded MT Bold';color:#333399;">Alte 68er </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:'Bookman Old Style';">Von Jacques Auvergne </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Weshalb sind sie unfähig, die alten Achtundsechziger, dem frauenfeindlichen, antiemanzipatorischen und totalitären ’Kopftuch’ zu widersprechen oder auch nur dieses «Prinzip Kopftuch», d.h. die quasirassistische Teilung der Menschen in ‹Reine gegen Unreine›, sehr ähnlich dem indischen Gegensatz Brahmanen-Parias, zu erkennen? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Da wäre zunächst einmal ’Hitlers langer Schatten’, obschon dieses ja in Frankreich, den Niederlanden, Skandinavien und Großbritannien gerade nicht Schuldgefühle erwecken kann. Offensichtlich ist Deutschland trotz des nationalsozialistischen Zivilisationsbruches gut in das Gutmenschentum der anderen Westeuropäer integriert. ’Hitler’ könnte jedoch zusätzlich für die Deutschen zu einer Denkblockade an einer jeden Ausländerkritik geführt haben nach dem Motto: für meinen aus heutiger Sicht bösen Opa war der Fremde immer der Böse, für mich Guten möge er darum auf Ewig der Gute sein. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Die um 1970 für Deutschland und 2007 auch für uns noch zu wenige Islamkritiker zum Reflektieren über Scharia‑Tolitarismus, Islamoterrorismus und Kalifat wichtige Autoritätskritik entartete bis etwa 1980 zu einem ’verbindenden Element der Lähmung’ der sozialdemokratischen bzw. grünen Milieus in Westeuropa. Alle Autoritäten wollten die Siebziger Jahre in Frage stellen, wie es damals hieß. Doch warum machte man vor dem so unterdrückerischen Islam halt? Warum war man unfähig, die klassisch-feministische Islamismuskritik etwa von Alice Schwarzer (Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz) seitens der nach etwa 1985 in Routine und Korruption (Rügemer, Colonia corrupta) verkalkenden und im Machtgestrüpp persönlicher Eitelkeiten qualitativ untergehenden GRÜNEN- oder SPD-Ortskreise zu rezipieren? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Dabei hatte alles so viel versprechend, so hoffnungsvoll<span> </span>radikaldemokratisch angefangen. Auf der Grundlage </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">links-sozialer und utopisch-alternativer </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Ansprüche blühte in den Siebziger Jahren in den USA, in Großbritannien, Skandinavien, Frankreich und Westdeutschland eine von Universitätsstädten ausgehende gewaltig wirksame Bewegung, die in den drei Akzenten oder Dimensionen </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Pazifismus </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Feminismus </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Ökologie </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">dafür antrat, Sozialisation, Arbeitswelt, Medienlandschaft, Pädagogik und Rechtssprechung kritisch und kreativ neu zu gestalten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Kritik an der Kolonialzeit (Commonwealth; Algerien) stiftete den Siebzigern geschichtsbezogen Identität, in Westdeutschland zudem antifaschistische Totalitarismuskritik (Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit). Umweltschutz wurde zur schlagkräftigen Kultur (greenpeace; christlich: die Schöpfung bewahren bzw. Mitwelt-Konzeption). Kritik an der dominanten Rolle Amerikas bzw. der NATO (Antikriegsbewegung bezüglich Vietnam; in Westeuropa Forderungen nach Abrüstung angesichts der möglichen Folgen eines Atomkrieges im West-Ost-Konflikt (Kalter Krieg bei bereits mehrfachem overkill). Sexuelle Emanzipation (bisexuell-schwul-lesbische Identitäten; freie Liebe; Scheidung enttabuisieren, sexuellen Missbrauch ansprechen und bearbeiten) war Forderungsgegenstand und Gestaltungsfeld zugleich. Religiös-spirituelle Sinnsuche (Buddhismus bzw. Zen, Hare Krsna, Baghwan usw.; Ökospiritualität und Indianisches; neue christliche liturgische Formen) bewegte Teile dieser alternativen Szenen. Relativ blind jedoch war man gegenüber den stalinistischen Gräueln (Alexander Solschenizyn) und gegenüber den Repressionen unter Fidel Castro und vor allem Mao. Absolut blind waren die Achtundsechziger gegenüber dem Islam. Ob hier noch ein Krümelchen Harem des 18ten oder eine Prise geheimnisvoller Orient des 19ten Jahrhunderts wirksam war? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Den Armeniervölkermord oder auch die Genitalverstümmelung an afrikanischen Mädchen anzuprangern sahen sich die angeblich so emanzipatorischen und globalen Siebziger und sogar Achtziger Jahre nicht in der Lage. Aus Feigheit? Tilman Zülch (Gesellschaft für bedrohte Völker), Alice Schwarzer (EMMA) und terre des femmes wurden zwischen 1980 und 2000 von SPD und GRÜNEN ebenso wie von der Pädagogik und Jugendpflege im doppelten Sinne links liegen gelassen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Gegen erste Islamkritiker wurde die Faschismuskeule geschwungen seitens ausgerechnet derjenigen Achtundsechziger, die den Marsch durch die Institutionen, Partei, Jugendamt, Schule und Kirche, erfolgreich geschafft hatten. Verordnete Fremdenliebe erwies sich so als ein antiaufklärerisches Dogma, das kaum fasslich auch den nach Europa einwandernden radikalen Clans etwa um die Muslimbruderschaft die Bahn ebnete. Namen von Großfamilien wie El-Zayat, Nada, Ramadan; Erbakan; Kaplan. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Als Studierender im Jahre 2007 offen sichtbar die demokratiefreudigen und islamkritischen internet-homepages oder ‑blogs politically incorrect, akte‑islam oder Dhimmideutsch zu lesen dürfte für junge Menschen, die sich für das Studium zum Pädagogen bzw. die Ausbildung zum Erzieher entschieden haben, extreme Gewissenskonflikte oder aber glückliches Desinteresse verursachen. Diese Studierenden oder Schüler haben womöglich ängstliche, korrupte, naive oder auch nur dumme Lehrer oder Professoren, welche islamistische Standpunkte nicht selten offen verteidigen, meist im Namen der US-Kritik oder des Multikulturalismus. Indessen die ersten Funktionäre von Milli‑Görüs oder bärtige marokkanische Salafisten vor allem die muslimischen Studierenden an eben diesen Schulen in Schach halten und Schweinefleisch unbemerkt vom Mensa-Speiseplan verschwindet. Nanu, schmecken porc und ham Europas nichtmuslimischen Studis nicht mehr? Doch nur nicht die Moslems provozieren, sie fühlen sich so schnell beleidigt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Es ist anzunehmen, dass offene Kopftuchkritik das erfolgreiche Studium der Pädagogik oder Sozialpädagogik mancherorts bereits heute unmöglich macht oder jedenfalls sehr erschwert. Mit dem Begriff des Soziologen Beck ließe sich dieses vielleicht unter Risikogesellschaft subsumieren, was eigentlich nur bedeuten würde, wieder bei der wilhelminischen Kultur des Buckelns und Kriechens angekommen zu sein. Der Untertan. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Wir Achtundsechsziger – ich zähle mich einmal dazu: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">warum lassen wir Achtundsechziger emanzipiert-kritische Muslime wie Rushdie, Tibi, Ates, Kelek und Cileli derartig im Stich? Warum fällt es uns so schwer, repressive Strukturen in Marokko oder Indonesien anzuprangern? Finden wir keine patriarchale Gewalt in Pakistan, keinen nicht aufgearbeiteten Genozid in der Türkei, keine Entführungen oder Morde an Nichtmuslimen in Nigeria, keine Todesfatwen gegen Dichter? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Sehen wir den al-Qaida-Terroristen als Schillers Wilhelm Tell, ist der Hamas-Selbstmordattentäter für uns Rousseus edler Wilder? Verwechselt ATTAC bin-Laden mit Robin-Hood? Womöglich wurde uns die selbst verordnete Fremdenliebe so sehr zum quasikatholischen Dogma, dass sie uns sogar nahöstliche oder nordafrikanische Menschenrechtsverletzungen wie die Verfolgung von islam- und regierungskritischen Journalisten als exotische Romantik erscheinen ließ. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Wir alten 68er haben etwas verwechselt: Kasbah-Hodscha ist nicht Viertelsozialarbeiter. Taliban-Kindersoldatentum ist nicht Abenteuerpädagogik und Koranschule nicht Selbsterfahrungsseminar. Die somalische Großfamilie ist keine alternative Kommune, ägyptische Mädchenbeschneiderin oder türkischer Sünnet‑Beschneider sind mitnichten wissenschaftlich denkende Kinder-Urologen. Cousinen‑Ehe ist nicht freie Liebe. Tschador und Burka sind nicht Hippieseidentüchlein. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Sind demnächst Zwangsehe, Polygamie und Steinigung in Europa legal? Auch eine Art von Rassismus kann es sein, den Fremden auf immer anders sein zu lassen, ihm dauernde Sonderrechte zu bewilligen. Die muslimischen Demokraten, die islamischen Künstler, die Apostaten und die Homosexuellen im Islam – alle diese individuell so unterschiedlichen und persönlich so freiheitsliebenden Individuen würden wir dann endgültig mit einsperren helfen in den bronzezeitlich geprägten Clan oder in die politreligiöse Community. Der Ausweg wäre eine durchdachte, gewollte und auch durchgesetzte Integration. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Islam ist noch für viel zu wenige das, was er einem emanzipierten Menschen allein sein darf: persönliche Spiritualität. Der Islam der Gegenwart ist noch keine demokratiefähige Religion. Islam heute, das ist ein sexualpolitisches Kartell. Territorialdominant. Territorial gefräßig. Wahrnehmung vernebelnd. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Erkennen zerkrümelnd. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Bildung hassend. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:'Bookman Old Style';">Jacques Auvergne </span></p>
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