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	<title>weltall-erde-mensch &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/weltall-erde-mensch/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "weltall-erde-mensch"</description>
	<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 23:22:32 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Was nicht passt ...]]></title>
<link>http://volkerstruebing.wordpress.com/?p=1003</link>
<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 09:53:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Volker Strübing</dc:creator>
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<description><![CDATA[Als es mir neulich jemand erzählte, hielt ich es für eine Ente. Isses aber nicht, wie ich nach kur]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Als es mir neulich jemand erzählte, hielt ich es für eine Ente. Isses aber nicht, wie ich nach kurzem Googeln feststellen musste. Es ist ein alter Hut, nur ich habe im Februar 2007, als es durch die Medien ging, nichts davon mitbekommen:</p>
<p style="padding-left:60px;"><em><span class="Standard10p">Es ist kein Scherz: In Löbau macht die Woba kurzerhand Zimmer dicht, um Wohnungen zu verkleinern. Denn ist das Domizil eines ALG-II-Empfängers unangemessen groß, wird ein Raum einfach abgesperrt. 95 Fälle gibt es schon.</span></em></p>
<p style="text-align:right;padding-left:60px;">Quelle: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1397008" target="_self">SZ-Online.de</a></p>
<p>Da es in Löbau nicht genug kleine, billige Wohnungen für Hartz-IV-Empfänger gibt und das Amt zudem den lobenswerten Vorsatz hatte, möglichst vielen Betroffenen einen Umzug zu ersparen, kam man auf diese naheliegende Idee. Aber ich kann mir nicht helfen: Für mich klingt das wie ein Schildbürgerstreich. Nüscht gegen die Leute vom Amt - die haben eben gesetzliche Vorgaben, die sie erfüllen müssen, und immerhin haben sie eine ziemlich kreative Lösung gefunden ... aber absurd ist es trotzdem.</p>
<p style="padding-left:60px;"><em>Auszug aus einem Zimmer. Betty Kahlert muss diesen Raum in ihrer Wohnung bald geräumt haben - nicht ganz freiwillig. Ein paar persönliche Sachen sichert die arbeitslose Lehrerin vorsorglich. Doch wohin mit den sperrigen Möbeln? Da hofft sie noch auf eine Lösung. Schließlich muss der Raum völlig ausgeräumt werden.</em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em>[...]</em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em>Ihr Vermieter begnügt sich ab sofort mit der geringeren Miete und schließt dafür ein Zimmer zu. Ob dieser Raum dann auch wirklich nicht genutzt wird, das kontrolliert Ulrike Wendler von der Wohnungsverwaltung Löbau.</em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em><strong>O-Ton: Ulrike Wendler und Betty Kahlert</strong></em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em>"Frau Kahlert, die Frau Wendler. Schön Guten Tag Frau Kahlert."<br />
"Guten Tag Frau Wendler."<br />
"Ich hatte mit Ihnen schon telefonisch gesprochen, ich möchte mir gerne das Zimmer ankucken."<br />
"Aber gerne, sie wissen ja, geradeaus."<br />
"Ja, gut."<br />
"Also wir haben es soweit zusammengeräumt."<br />
"So wie wir das abgesprochen hatten."<br />
"In den nächsten Wochen wird mein Sohn..."</em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em>Ein bisschen Glück im Unglück. Sie bekommt eine kleine Übergangsfrist, um die Möbel nicht wegwerfen zu müssen. Den Raum betreten darf sie schon jetzt nicht mehr und der Zimmerschlüssel bleibt in der Hand von Ulrike Wendler. Eine neue Situation - jetzt heißt es zusammenrücken.</em></p>
<p style="padding-left:60px;text-align:right;">Quelle: <a href="http://www.mdr.de/exakt/4068643.html" target="_blank">mdr.de</a></p>
<p>Da wird also etwas künstlich entwertet, damit es die Armen weiterbenutzen dürfen. Vielleicht sollte man ihnen auch noch Löcher in die Kleider schneiden und all ihre Bücher mit einem "Mängelexemplar"-Stempel versehen?</p>
<p>Keine Ahnung, wie das finanziell läuft. Das Geld, dass daduch gespart wird, dass den Btroffenen nur die Mite für eine kleinere, "angemessene" Wohnung überwiesen wird, fehlt ja der Wohnungsbaugesellschaft an Mieteinnahmen, es ist also überhaupt nichts gewonnen, außer dass dem Buchstaben des Gesetzes Folge geleistet wurde und ein paar Löbauer endlich nur noch das haben, "was ihnen zusteht". Ulkige Welt.</p>
<p><em>(Volker Strübing)</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Henryk und ich]]></title>
<link>http://volkerstruebing.wordpress.com/?p=998</link>
<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 11:23:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Volker Strübing</dc:creator>
<guid>http://volkerstruebing.wordpress.com/?p=998</guid>
<description><![CDATA[Anfang  2000 habe ich Henryk M. Broder kennengelernt. Zusammen mit Reinhard Mohr besuchte er damals ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang  2000 habe ich Henryk M. Broder kennengelernt. Zusammen mit Reinhard Mohr besuchte er damals die Berliner Lesebühnen, um für den Spiegel einen Artikel darüber zu verfassen. Viele von uns (auch ich) waren ziemlich aufgeregt wegen dieser Sache. Seit Jahren lasen wir Woche für Woche unsere Geschichten vor, das Publikum wuchs langsam aber stetig und die Berliner Tageszeitungen, Stadtmagazine und Radiosender, die sonst jedem kleinen Pups hinterherrannten und ihn zum großen neuen Ding aufbliesen (Kann man Pupse aufblasen? Egal.) ignorierten uns konsequent. Und dann kündigte sich auf einmal einer der bekanntesten Publizisten von Deutschlands größtem Nachrichtenmagazin an und wollte über uns schreiben. Aber hallo war das aufregend!</p>
<p>Die Chaussee der Enthusiasten fand damal noch im Cube Club statt, einem winzigen Keller mit schimmligen Wänden, der alle paar Monate unter Wasser stand.  Weder der Platz noch der Sauerstoff reichten wirklich für alle. Vor allem, wenn noch geraucht wurde, weshalb wir damals - viele von uns waren noch Raucher - die Parole "Wer raucht, liest vor" ausgaben, um sowohl die Befriedigung unserer eigenen Sucht, als auch ein Mindestmaß an atembarer Luft zu gewährleisten. Der Nachteil war, dass die Zigaretten der Vorlesenden nicht ausreichten, um den moderigen Gestank zu überdecken. Ach ja, schön war's. (Aber um nichts in der Welt wollten wir dorrthin zurück, nachdem wir einmal ausgezogen waren.)</p>
<p>Als der hohe Besuch eintraf, war Tube bei uns zu Gast und saß gerade an der Kasse. Er war nicht informiert worden, hatte wohl auch noch nie von Broder gehört, was zu folgendem Dialog führte:<!--more--></p>
<p>Tube:         5 Mark.</p>
<p>H.M.B.:      Ähm, ich bin Henryk M. Broder.</p>
<p>Tube:         Aha. Ich bin Tube. 5 Mark.</p>
<p>Ich hatte das mitbekommen, bin hin und habe die beiden reingeholt.</p>
<p>Broder war mir sehr sympathisch. Und das schreibe ich nicht nur, weil er sich, als wir hinterher noch beim Bier zusammensaßen, von einer meiner Geschichten begeistert zeigte. Er ist ein fröhlicher, intelligenter Mann, konnte interessante Sachen erzählen, aber auch zuhören und sich für seine Gesprächspartner interessieren. Gut, da ja auch das Bier hinterher noch zur Recherche gehörte, könnte man das als professionelles Interesse abtuen, aber ich hatte den Eindruck, dass es auch seinem Wesen entsprach und er privat ein genauso angenehmer Gesprächspartner wäre. Reine Mutmaßungen, klar; ich kenne ihn ja nicht wirklich.<br />
Als ich ihn das zweite Mal traf - 5 Tage später bei LSD - erzählte er, dass er lange nicht mehr soviel Freude an einer Recherche hatte, wie zu diesem Artikel über die Lesebühnen.</p>
<p>Ebendieser Artikel wurde dann auch ein großes Loblied auf die ganze Szene. Tolle Sache. Danach folgten dann endlich auch Artikel in der Berliner Presse - größtenteils Verrisse; vielleicht weil man nicht in das selbe Horn stoßen wollte wie der große <strike>Broder </strike>Bruder.</p>
<p>Seit ein paar Jahren ärgere ich mich meistens, wenn ich etwas von ihm lese, insbesondere seine Artikel zur Islamisierung des Westens. Seine Hauptthese scheint zu sein, dass sich die westlichen Demokratien Schritt für Schritt selbst abschaffen - aus Feigheit vor dem Feind; dass wir eine Gesellschaft von Weicheiern sind, die lieber in vorauseilendem Gehormsam die Scharia einführt, statt um ihre Werte zu kämpfen. Er findet Belege für diese These, was kein Wunder ist, weil man für jede These irgendwelche Belege findet. Dem Internet sei Dank ist dies einfacher als je zuvor. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/gehirnfasten-mit-henryk-m-broder/" target="_blank">Ob diese Belege bloß Einzelfälle sind, vor welchem Hintergrund man sie sehen muss und ob sie überhaupt so stimmen</a>, kann einem egal sein, wenn man nur von einer Mission erfüllt ist und sich entschlossen hat, an einer einmal gefassten Meinung festzuhalten.</p>
<p>Nun ist richtig, dass viele Menschen Angst vor der Islamisierung haben. Und vor islamistischem Terror sowieso. Und vor einer Parallelgesellschaft, die keinen Anschluss mehr an Deutschland sucht, sondern sich abkapselt und wer weiß was für radikales Gedankengut ausbrüten mag. Henryk M. Broders Reaktion auf seine eigene Angst ist (verbale) Aggression. Und zwar nicht etwa gegen radikale Moslems, sondern gegen Menschen, die trotz aller ja unbestreitbaren Probleme und Gefahren daran glauben, dass ein Miteinander möglich ist. (Und zwar auf dem Boden des Gundgesetzes, nicht der Scharia!) Für Broder sind das jämmerliche <strike>Schlappschwänze</strike>Gutmenschen und blauäugige Multikultideppen. Und vor allem eben: Feiglinge. Als sei es nicht auch eine Form von Feigheit, auf Probleme einfach mit dem Knüppel loszugehen, statt nach einer konstruktiven Lösung zu suchen.</p>
<p>Ich gehöre wohl zur Guppe der Beschimpften. Ich bin kein Idiot (hoffe ich). Es gibt große Probleme und große Gefahren und diese gehen auch nicht nur auf verfehlte Integrationspolitik oder so zurück und sind nicht durch Wegschauen oder eine Anpassung Westeuropas an die islamische Kultur zu erreichen. (Ich habe allerdings bis auf die paar von Broder gerne und teilweise falsch angeführten Beispiel noch niemanden etwas derartiges fordern hören.) Trotzdem glaube ich, dass "der Islam" nicht zwangsläufig unser Feind ist, dass die Muslime ein Recht auf ihre Glaubensausübung und Kultur - auch bei  uns, auch als Teil unserer Gesellschaft - haben sollen und dass die meisten Moslems in Deutschland ganz nette Leute und als "gute Staatsbürger" noch lange nicht verloren sind. Und dass Häme und Beschimpfungen - egal ob gegen Moslems selbst oder nur (etwas verschmockt) gegen die Deutschen, die nicht in den Kampf der Kulturen ziehen wollen - keine geeigneten Mittel sind, um diese Probleme zu lösen.</p>
<p>Viel mehr Angst als vor der Einführung der Scharia habe ich im Übrigen vor dem, was sich am rechten Rand der Gesellschaft zusammenbraut. Und damit meine ich nicht nur depperte Neonazi-Kameradschaften in den "blühenden Landschaften", sondern auch und vor allem den massenkompatiblen Rechtsextremismus á la PI. Dass ist kein Naziblog, nein, sie geben sich ja auch ausdrücklich israelfreundlich und - wie Broder - als Verteidiger der westlichen Werte, trotzdem spricht aus den Artikeln und noch deutlicher aus den Kommentaren nichts anderes Rassismus. Und bezeichnenderweise machen oder machten sie dort auch Werbung für die Bücher von Henryk M. Broder. Der Feind meines Feindes ist mein Freund, oder?</p>
<p>Mit mir würde er also wahrscheinlich nicht nochmal Bier trinken ...</p>
<p><i>(Volker Strübing) </i></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wohnkomplex VI - Kaleidoskopisch]]></title>
<link>http://ehst.wordpress.com/2008/01/13/wohnkomplex-vi-kaleidoskopisch/</link>
<pubDate>Sun, 13 Jan 2008 16:40:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ben</dc:creator>
<guid>http://ehst.wordpress.com/2008/01/13/wohnkomplex-vi-kaleidoskopisch/</guid>
<description><![CDATA[  
Wohnkomplex VI - Kaleidoskopisch
Ursprünglich hochgeladen von ehstiques
]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;margin-left:10px;margin-bottom:10px;">  <a href="http://www.flickr.com/photos/ehstiques/265103486/" title="photo sharing"><img src="http://farm1.static.flickr.com/108/265103486_410a24e5f7.jpg" style="border:2px solid #000000;" /></a><span style="font-size:0.9em;margin-top:0;"><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/ehstiques/265103486/">Wohnkomplex VI - Kaleidoskopisch</a></span></p>
<p>Ursprünglich hochgeladen von <a href="http://www.flickr.com/people/ehstiques/">ehstiques</a></div>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Woanders hungern die Kinder und Volker Strübing rettet die Wale]]></title>
<link>http://volkerstruebing.wordpress.com/2007/06/29/woanders-hungern-die-kinder-und-volker-strubing-rettet-die-wale/</link>
<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 09:37:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Volker Strübing</dc:creator>
<guid>http://volkerstruebing.wordpress.com/2007/06/29/woanders-hungern-die-kinder-und-volker-strubing-rettet-die-wale/</guid>
<description><![CDATA[ (Dies ist eine ältere Geschichte, die ich schon längst mal hier reinstellen wollte.)
&#8220;Woand]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p> (Dies ist eine ältere Geschichte, die ich schon längst mal hier reinstellen wollte.)<br />
"Woanders hungern die Kinder und du willst nicht aufessen.“ Wer hat diesen Satz als Kind nicht hören müssen? Von Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, Ferienlager-Aufsehern oder einer ungeliebten Tante.<br />
Ein blöder Satz. Inhaltlich natürlich völlig korrekt. „Ich habe eine Nase und 1 plus 1 ist gleich zwei.“ Wer würde das bestreiten? Das Schlimme ist der konstruierte Scheinzusammenhang, der mitschwingende Vorwurf, der Versuch, den Kindern die Ungerechtigkeit einer Welt anzulasten, für die doch die Erwachsenen verantwortlich sind. Komisch eigentlich, dass mir meine Unterstufenlehrerin nie an den Kopf geworfen hat:  „Du schwatzt im Unterricht und die Amerikaner bauen Atombomben“ oder: „Du hast deinen Turnbeutel vergessen und mein Mann geht fremd“. Vielleicht hatte ich einfach Glück und ihr Mann ist nicht fremdgegangen – obwohl es ihm zu wünschen gewesen wäre.<!--more--></p>
<p>Heute denke ich manchmal: <em>Woanders hungern die Kinder und du schreibst  lustige Geschichten. </em> Auch wahr. Auch blöd. Darum denke ich als nächstes: <em>Die würden auch hungern, wenn ich stattdessen traurige Geschichten schreiben würde. Da ist es doch besser, mit lustigen Geschichten nichts zu ändern, als mit traurigen.<br />
</em><br />
Und dann denke ich: <em>Dann schreib halt aufrüttelnde Geschichten, wütende Geschichten, Geschichten, die nicht den Hunger bekämpfen, sondern die Gleichgültigkeit der Menschen, Geschichten, die sie zum Nachdenken über die Welt und sich selbst anregen, Geschichten, die dazu beitragen, die Menschen dazu zu bringen, etwas zu ändern! Ob du deine Brote auf isst spielt keine Rolle! Aber es spielt eine Rolle, dass du genau weißt,  dass jeden Tag unzählige Menschen verhungern – Dutzende alleine während du eine von deinen lustigen Geschichten vorliest –  und du schaust nur bedauernd zu, spendest ein paar Euro und schimpfst auf das System, nur um im nächsten Moment wieder die Freuden und Freiheiten, die es für uns Erstweltler bereithält, zu genießen und eine weitere lustige Geschichte mit leicht gesellschaftskritischen Unterton zu verfassen! Wahrscheinlich werden wir, unsere Eltern und vielleicht auch noch unsere Kinder, als die moralisch verkommensten Generationen aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehen – eben </em>weil <em>wir genau wissen, was vor sich geht und eben </em>weil <em>wir es schrecklich finden und es </em>trotzdem <em>hinnehmen.<br />
Kommt die KdF-Kaffeefahrt an einem mit Juden beladenen Viehwaggon vorbei. Meint ein Ausflügler: "Schrecklich, schrecklich. Wir  fahren ins Grüne und die Armen fahren ins KZ. Apropos, hab ich Dir erzählt, dass wir das Porzellan von den Goldsteins ganz billig ersteigert haben?" So sind wir, mach doch da mal 'n Text drüber!</em></p>
<p>So denke ich manchmal und dann habe ich eine Idee für einen lustigen Text und schreibe lieber den, weil ich viel besser darin bin, die Leute zum Lachen zu bringen, und weil mir das viel mehr Spaß macht, und weil ich gar nicht wüsste, was ich in den Text über den Hunger schreiben sollte, von den Tatsachen, die alle kennen, mal abgesehen. Ich hab nur Wut und Angst und ein schlechtes Gewissen - und keine Ahnung, was man tun soll. Bloß so ein paar bizarre Täume von einer besseren Welt, die sich sofort in Nichts auflösen, wenn ich darüber nachdenke, ob und wie diese Träume wahr werden könnten.<br />
Und ich tröste mich mit dem Gedanken, dass meine Geschichten die Welt zumindest nicht schlechter machen, und werfe Bettlern Geld in den Hut und habe  bescheidene Daueraufträge für Brot für die Welt, Mediziner ohne Grenzen und den World Wildlife Fund eingerichtet, und manchmal schicken die mir Post, in der drin steht, dass das sehr nett von mir sei. Der WWF hat mir einmal sogar einen kleinen Notizblock geschickt, auf dem steht der Aufruf „Rettet die Wale!“ und darüber steht mein Name und zusammen sieht das aus, als wollten sie schreiben „Volker Strübing rettet die Wale“,  und ich denke: <em>Einer muss es ja machen!</em> oder <em>Ich rette schon die Wale, soll sich jemand anders um den Hunger kümmern</em> – <em>Herrgott, was soll ich denn noch alles erledigen?!</em> und schwupps! wird das hier auch schon wieder ein lustiger Text. Ich kann eben nichts anderes.<br />
Aber dann lese ich ein bisschen Spiegel oder FAZ und beruhige mich wieder, wenn ich erfahre, dass man kein schlechtes Gewissen haben muss, das sei nur dummes Gutmenschentum, und wer den Hunger bekämpfen wolle, solle die Hungernden am besten sich selbst und der freien Marktwirtschaft überlassen. Na dann.<br />
Trotzdem: Für sachdienliche Hinweise betreffs „Verbesserung der Welt“ bin ich immer dankbar.  Aber kommt mir nicht mit: „Immer schön aufessen“!</p>
<p><em>(Volker Strübing)</em></p>
<p>PS: Vielen Dank an die Person, der das "V.S. rettet die Wale" aufgefallen ist. Falls sie das liest.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wenn du nicht paranoid bist, bist du ein Fall für den Psychiater]]></title>
<link>http://volkerstruebing.wordpress.com/2006/08/05/wenn-du-nicht-paranoid-bist-bist-du-ein-fall-fur-den-psychiater/</link>
<pubDate>Sat, 05 Aug 2006 11:21:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Volker Strübing</dc:creator>
<guid>http://volkerstruebing.wordpress.com/2006/08/05/wenn-du-nicht-paranoid-bist-bist-du-ein-fall-fur-den-psychiater/</guid>
<description><![CDATA[Wenn du paranoid bist, auch. Und wenn du Psychiater bist, sowieso. (Hm. Muss hinter &#8220;bist]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn du paranoid bist, auch. Und wenn du Psychiater bist, sowieso.</strong> <em>(Hm. Muss hinter "bist" ein Komma? EDIT: Ja, muss)</em></p>
<p>Gestern habe ich mir <a href="http://www.seeloosechange.com/" target="_blank">Loose Change 2</a> angesehen, einen Film über den 11.September 2001; einen Film, der die These vertritt, dass das alles von der US-Regierung eingefädelt wurde - eine Art amerikanischer Reichstagsbrand um die Bürgerrechte einschränken, in den Krieg ziehen und nebenbei noch einige Milliarden Dollar durch Versicherungsbetrug und den Verkauf von Airline-Aktien verdienen zu können. Ich hatte bereits einiges darüber gelesen und mich gewundert, dass zum Beispiel der <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,429227,00.html" target="_blank">Spiegel</a> eine positive Rezension des Films von der FAS übernommen hatte - bisher hatte der Spiegel derartige Theorien stets in Grund und Boden geschrieben. War also doch etwas dran?</p>
<p>"Loose Change 2" ist eindringlich, gut gemacht, gruselig ... und, so glaube ich, Quatsch. Wobei ich zugeben muss, dass er mich fast dazu gebracht hätte, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass da etwas dran sein könnte. Wenn ich etwas lese oder sehe, ist meine Kritikfähigkeit sehr heruntergesetzt und ich brauche eine Weile, bis ich mir eine eigene Meinung bilden kann.</p>
<p>Zwei Websites haben mir sehr geholfen: <a href="http://www.werboom.de/vt/html/loose_change2.html" target="_blank">http://www.werboom.de/vt/html/loose_change2.html</a><a href="http://www.werboom.de/vt/html/loose_change2.html" target="_blank"> </a><br />
und <a href="http://www.ccdominoes.com/lc/LooseChangeGuide.html" target="_blank">http://www.ccdominoes.com/lc/LooseChangeGuide.html</a> (englisch)</p>
<p>Dort wird "Loose Change 2" Punkt für Punkt auseinandergenommen und von den "Merkwürdigkeiten" bleibt nicht viel übrig. (Ja: Auch beim Lesen dieser Websites war meine Kritikfähigkeit herabgesetzt - aber inzwischen habe ich eine Nacht darüber geschlafen)</p>
<p>Eine Sache fand ich schon beim Betrachten des Films wenig überzeugend: Ständig werden (sich teilweise widersprechende) Augenzeugen herangezogen, die alles mögliche gehört und gesehen haben, das angeblich die These von Bomben im WTC und einer Cruise Missile im Pentagon stützt - aber, hey: Es ist bekannt, dass sich zwei Augenzeugen nicht einmal auf eine gemeinsame Version eines popligen Auffahrunfalls einigen können, und dann sollen Leute die <em>dieses </em>Grauen miterlebt haben, zuverlässige Zeugen sein?</p>
<p>Ein Beispiel:</p>
<p>"Loose Change 2" stellt die Frage, ob wirklich ein Flugzeug ins Pentagon geflogen ist (und suggeriert, dass es stattdessen eine Cruise Missile oder eine unbemannte Drohne war). Als ein Indiz werden drei Augenzeugenberichte aus den Nachrichten herangezogen. Ein Mann sagt, es sei ein großes Flugzeug von American Airlines gewesen (er stützt also die offizielle Version), ein Mann hat ein kleines Flugzeug ohne Markierungen gesehen (das könnte zur Missile- oder Drohnentheorie passen), einer schließlich hat gesehen, wie EIN HUBSCHRAUBER im Pentagon landete und die Explosion auslöste (was weder zur offiziellen noch zur "Loose Change"-Version passt). Wenn diese Aussagen überhaupt etwas belegen, dann, dass man ihnen nicht vertrauen kann!</p>
<p>Dass überdies eine erdrückende Mehrheit der Augenzeugen ein großes Flugzeug gesehen hat und nur (laut <a href="http://www.werboom.de/vt/html/loose_change2.html" target="_blank">http://www.werboom.de/vt/html/loose_change2.html</a>) genau zwei von einem kleinen Flugzeug sprachen, bleibt unerwähnt.</p>
<p>Wisst ihr, was ich glaube? Dass der CIA hinter "Loose Change 2" steckt!<strong> </strong>Ein Ablenkungsmanöver, damit wir keine Nachforschungen über den Hurricane-Generator anstellen, mit dem sie im Auftrag der Immobilienmafia New Orleans plattgemacht haben! Oder über die Bilder von einer angeblichen Mondlandung, die in Wirklichkeit auf dem Mars gedreht wurden!</p>
<p>Wie auch immer: Um die Bush-Regierung zu verabscheuen und mich vor dem amerikanischen "Krieg gegen den Terror" und seinen Auswüchsen zu fürchten, muss ich nicht glauben, dass sie das WTC selbst gesprengt haben. Da reicht ein Blick in die Zeitung.</p>
<p>Alle, die "Loose Change 2" schon gesehen haben, sollten sich den wirklich sehr, sehr lustigen Cartoon auf dieser Website nicht entgehen lassen:</p>
<p><a href="http://www.thebestpageintheuniverse.net/c.cgi?u=911_morons" target="_blank">http://www.thebestpageintheuniverse.net/c.cgi?u=911_morons</a></p>
<p>:-) Vielleicht der lustigste überhaupt seit Gary Larsons "Mutter aller Pizzen" im Kommandobunker von Saddam Hussein.</p>
<p><strong>NACHTRAG (15.9.06): </strong><a href="http://volkerstruebing.wordpress.com/2006/09/15/die-ultimative-verschworungstheorie/">Wer WIRKLICH hinter 9/11 steckt ... </a></p>
]]></content:encoded>
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