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	<title>verhor &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/verhor/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "verhor"</description>
	<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 06:39:40 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Schulterflecken]]></title>
<link>http://herrschwaner.wordpress.com/?p=108</link>
<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 11:00:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Herr Schwaner</dc:creator>
<guid>http://herrschwaner.wordpress.com/?p=108</guid>
<description><![CDATA[Es ist erst wenige Tage her, da befragte mich Interpol unter Einsatz einer einhundert Watt-Lampe, En]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist erst wenige Tage her, da befragte mich Interpol unter Einsatz einer einhundert Watt-Lampe, Energiesparen war nicht im Budget enthalten, wie ich mir denn vorkommen würde. Eine Frage, die mich aufgrund ihrer Ungewöhnlichkeit aus meiner sonstigen Ruhe rutschen ließ. So eine Frage hatten Bundes- und Landeskriminale als auch die Herren in Grün von der Schutzpolizei nicht gestellt. Dennoch antwortete ich sachgemäß und ruhig: Ich käme mir eben vor, wie ich mir vorkäme. Das sagte ich in vermehrt verdutzte Gesichter, die nicht glauben wollten, wie gelassen ich an die Sache heranging. Schon zuckte der Herr rechts vor mir nervös mit seinen Augen und sein Kollege schwitzte unter der Last seiner bereits von alleine rauchenden Lunge. Man wüßte Bescheid, donnerte der eine.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Ja, sagte ich, es sei gut möglich, dass sie Bescheid wüßten, es sei ja auch kein gehütetes Geheimnis. Die Antwort war anscheinend zuviel des Guten. Meinen Anwalt, so jedenfalls der Herr mit der selbstrauchenden Lunge, könnte ich jetzt erst einmal vergessen. Das machte mir allerdings nichts aus, schließlich hatte ich nichts zu verbergen. Ein nervöser Dauerläufer umkreiste mich ständig, stank entsetzlich nach Schweiß und sagte kein Wort. Abundzu hielt er in seinen Umrundungen inne, blickte mich, so ich die Stiche im Nacken richtig deutete, eindringlich an, drehte sich manchmal und lief, plattfüßig oder nicht, entweder in die eine Richtung, oder aber weiter in die Richtung, in die er gehen wollte, bevor er mich angestarrt hatte. Nun aber knallte er eine Akte vor mir auf den Tisch, öffnete sie, legte Fotos nebeneinander und keifte, als würden die Fotos Unwiderlegbares zeigen: <em>"Da, da, da und da!"</em> und ich fühlte mich an mein Haus, mein Auto und meine Jacht aus einem Werbespot erinnert. Nur zeigten die Fotos weniger Interessantes oder zumindest schön Anzusehendes. Sie zeigten mich. Mich alleine, mich mit mehreren Leuten, die ich alle kannte, im Kreis stehen, mich im Sand, mich auf der Straße. Zweifelsohne eine Scheußlichkeit, aber strafbar? </p>
<p>Ich bejahte fleißig. Ja, das sei ich. Ohne Frage. Doch was daran verwerflich sei, außer die miserable Leistung des Fotografen? Hinter mir wurden Zähne geknirscht, eine Faust rammte sich geballt in die gegipste Wand. Ob ich nicht zugeben wolle, einer Geheimorganisation anzugehören, einer kriminellen, wenn nicht sogar terroristischen Vereinigung, fragten sie mich und ich, der keinen Schimmer hatte, wie ich in diese Situation geraten war, zischte verwirrt. Ffft, blies ich die Backen auf, ffft. Das sei doch Kokolores, betonte ich, aber der Dauerläufe hinter mir, wollte gar nicht zuhören, als er von geheimen Erkennungszeichen fabulierte, von den immer selben Treffen mit immer denselben Leuten an immer denselben Orten. Ob das nicht ein wenig zu auffällig gewesen wäre, fragte ich ihn, da platzte ihm der Kragen und er zerrte mich an meinem zu sich hoch. Sie wüßten um die geheimen Abzeichen und ich solle nicht dümmer tun, als ich wäre. Dann schüttelte er mich ein wenig und erst als einer seiner Kollegen ihn ermahnend "René!" zurief, ließ er von mir ab und schwafelte siegessicher von hellen, schmutzigen Flecken auf der linken Schulter und verwies mit seinem Daumen, dessen Fingernägel abgeknabbert waren, auf Fotos, wo all jene, die um mich herumstanden, tatsächlich einen hellen Fleck auf der jeweils linken Schulter zeigten, einschließlich meiner Wenigkeit. Ich schielte nach links und tatsächlich sah ich auch jetzt eine helle, verkrustete Stelle auf meinem T-Shirt. Der Dauerläufer, der auf den Namen René zu hören schien, wertete meinen erstaunten Blick wohl als Bestätigung seiner Theorie, denn er lachte kurz und gemein auf, und deutete dann auf weitere Merkmale, die zu meiner Verhaftung und der jetzigen Befragung geführt hatten. Die fahle Gesichtsfarbe, meinte er. Die abgelegenen Treffpunkte. Was an einem Spielplatz abgelegen sei, entgegnete ich ihm und erntete neue Entrüstungsstürme, ich solle nicht so scheinheilig tun. Ständig  würde ich dort herumlungern und mit Komplizen und Mittelsmännern Dinge besprechen, von denen man nun hören wolle. Der Ermittler hinter der Lampe tippte auf ein Foto, wo ich mich in einen Kinderwagen hinunterbeugte. Was in diesen Dingern drin sei, wollte er wissen. Babies, sagte ich und spürte sofort darauf einen dumpfen Schmerz im Nacken. Der Dauerläufer hatte mir mit seinem Ellenbogen ins Genick geschlagen. Mindestens Chemikalien zum Bombenbau, dröhnte der eine, während mir noch helle Blitze durch den Kopf schossen. Ich verneinte. Weder dies, noch Drogen oder Waffen. Drogen oder Waffen, soso, rief der Dauerläufer, man käme der Sache ja schon näher, als hätte er meine Verneinung nicht wahrgenommen. Oder sollte ich sagen, wahrnehmen wollen? Auspacken solle ich endlich, brüllte die Silhouette hinter der Lampe. Also packte ich aus.</p>
<p>Heute, heute sitze ich wieder hier. Ich habe keine Ahnung, ob sie mir geglaubt hatten, als ich ihnen erzählte, dass wir Väter von Säuglingen seien, die sich täglich mit ihren Jüngsten auf dem Spielplatz träfen. Dass in den Kinderwägen tatsächlich nur Babies lägen, packte ich aus. Stinknormale Babies, weder Terroristen noch Kriminelle. Dass die natürliche Blässe unter uns Vätern nur dem nächtlichen Wachen an den Betten unserer Kinder geschuldet sei, ebenso wie der Fleck an der linken Schulter den brei- oder milchgeränderten Mündern unserer Kinder, wenn sie beim Ausbäuern auf unserer linken Schulter eifrig rülpsten. Geglaubt hatten sie mir jedenfalls nicht. Erst als ein Herr mit zerknirschter Miene aus einer kaum sichtbaren, einer in die Wand eingelassenen Tür trat, sich räusperte und den Dauerläufer zu sich heranwinkte, ließen sie von mir ab und entließen mich zügig aus meinem Verhör. Vielleicht selbst ein Vater...? Auf Antworten zu meinen Anfragen bei verantwortlichen Stellen warte ich wohl vergeblich...</p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[In US-Geheimhaft verschleppt und gefoltert - Der Fall Khaled al-Maqtari]]></title>
<link>http://socialblogs.wordpress.com/2008/03/14/in-us-geheimhaft-verschleppt-und-gefoltert-der-fall-khaled-al-maqtari/</link>
<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 15:17:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>socialblogs</dc:creator>
<guid>http://socialblogs.wordpress.com/2008/03/14/in-us-geheimhaft-verschleppt-und-gefoltert-der-fall-khaled-al-maqtari/</guid>
<description><![CDATA[Berlin, 14. März 2008 - Erst Abu Ghraib, dann ein Geheimgefängnis in Afghanistan und schließlich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin, 14. März 2008 - Erst Abu Ghraib, dann ein Geheimgefängnis in Afghanistan und schließlich ein Gefangenenlager an unbekanntem Ort: Khaled al-Maqtari hat mehr als zweieinhalb Jahre in US-Gefangenschaft verbracht. Der 31-jährige Jemenit wurde gefoltert und verhört, aber nie formell angeklagt. Seit Mai 2007 ist al-Maqtari frei. <a href="http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/AlleDok/658D4778020792CCC125740C003291FE?Open">Ein heute veröffentlichter Bericht von amnesty international (ai) </a>zeichnet seinen Fall detailliert nach. „Die Aussagen von al-Maqtari belegen erneut, dass die USA im sogenannten ‚Krieg gegen den Terror’ systematisch die Menschenrechte verletzen“, sagte Ferdinand Muggenthaler, USA-Experte der deutschen ai-Sektion. „Verschleppungen, Geheimgefängnisse und Folter verstoßen klar gegen internationales Recht. Die Verantwortung trägt die Regierung Bush.“ Die Aussagen al-Maqtaris stimmen mit den Berichten anderer ehemaliger US-Gefangener überein, die ai dokumentiert hat.<!--more-->Gegenüber ai beschrieb al-Maqtari, was er nach seiner Festnahme im Januar 2004 in Falludscha (Irak) erlitten hat: In Abu Ghraib, so al-Maqtari, ließen „Amerikaner“ ihn kopfüber von der Decke baumeln, beschallten ihn mit ohrenbetäubender Musik. Sie hetzten Hunde auf ihn und ließen ihn nie länger als einige Minuten bei grellem Licht schlafen. Nackt und nass musste er bei laufender Klimaanlage auf einem Stuhl stehen und einen schweren Gegenstand halten, bis er zusammenbrach. Nach neun Tagen wurde al-Maqtari in ein geheimes Lager in Afghanistan verlegt. Nach ai-Recherchen brachte ihn ein CIA-Flugzeug von Bagdad zum Khwaja Rawash Flughafen in Kabul. In Afghanistan verbrachte al-Maqtari nach eigenen Angaben drei Monate in Isolationshaft, auch hier wurde er verhört und gefoltert. Im April 2004 überstellten die USA al-Maqtari in ein geheimes Gefängnis - möglicherweise in Osteuropa. Schließlich schafften ihn US-Agenten al-Maqtari in sein Heimatland Jemen, wo er im Mai 2007 frei kam.</p>
<p>„Die USA müssen die Vorwürfe von al-Maqtari und anderen Gefangenen unabhängig untersuchen lassen. Die unmittelbaren Täter, aber auch die Verantwortlichen für Verschleppung, Misshandlung und Folter in den höheren Rängen müssen vor Gericht gestellt werden“, sagte ai-Experte Muggenthaler. Außerdem fordert ai ein Ende der Verschleppungen und Geheimgefängnisse sowie die Offenlegung der Namen und Aufenthaltsorte aller Personen in US-Gefangenschaft. Die Inhaftierten müssen freigelassen werden oder ein faires Gerichtsverfahren erhalten.</p>
<p><a href="http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/AlleDok/658D4778020792CCC125740C003291FE?Open">Quelle: Pressemitteilung amnesty international </a></p>
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<title><![CDATA[Folter ist im Anti-Terror-Kampf kontraproduktiv]]></title>
<link>http://fdog.org/2007/11/08/folter-ist-im-anti-terror-kampf-kontraproduktiv/</link>
<pubDate>Thu, 08 Nov 2007 19:37:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Daniel Fallenstein</dc:creator>
<guid>http://fdog.org/2007/11/08/folter-ist-im-anti-terror-kampf-kontraproduktiv/</guid>
<description><![CDATA[ 
 Bild von sandeep thukral unter CC-Lizenz
Nicht nur moralisch ist der Einsatz von harten Verhörme]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="alignleft" align="left"> <a href="http://www.flickr.com/photos/thukral/650015443/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1020/650015443_87d11aa40f_m.jpg" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/thukral/650015443/"> Bild von sandeep thukral</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-Lizenz</a></p>
<p>Nicht nur moralisch ist der Einsatz von harten Verhörmethoden bis hin zur Folter im War on Terror extrem kritisch zu betrachten. Schon aus rein utilitaristischen Erwägungen ist die Tatsache bedeutsam, das dieses Vorgehen Ermittlungen verfälscht, behindert und dadurch das Gegenteil des angestrebte Ergebnisses erzielt.</p>
<p>Durch den Einsatz von <em>Waterboarding</em> wurden dem hochrangigen Al-Queda Kader <a href="http://fdog.org/2007/11/02/waterboarding-wurde-dreimal-angewendet/">Khalid Scheich Mohammed (KSM) Geständnisse abgepresst</a>, er sei an allen großen terroristischen Aktionen Al-Queda beteiligt gewesen. Zum Beispiel gestand KSM, den entführten Journalisten Daniel Pearl eigenhändig ermordet zu haben. <a href="http://www.newyorker.com/reporting/2007/08/13/070813fa_fact_mayer">Nach Recherchen des New Yorker</a> spricht eine überwältigende Menge von Indizien gegen diese Darstellung, die den Einsatz von <em>erweiterten Verhörmethoden</em> rechtfertigen sollte.<!--more--> Unter anderem sagte CIA-Direktor General Michael Hayden:</p>
<blockquote><p>This program has given us information that has saved innocent lives, by helping us stop new attacks.</p></blockquote>
<p>Eine solche Sichtweise verkennt die Gefahren, die <em>dieses Programm</em> für den Erfolg der Ermittlungen birgt. Einer der Gründe für diese Gefahren ist die Effizienz, mit der die Terrorverdächtigen gebrochen werden.</p>
<h3>Wie Waterboarding funktioniert</h3>
<p>Beim <em>Waterboarding</em> werden die Delinquenten mit dem Gesicht nach oben auf ein Brett gebunden, das so geneigt wird, dass sich die Füße höher befinden als der Kopf. Dann wird Plastikfolie auf das Gesicht gelegt und mit Wasser begossen. Die Betroffenen geraten unwillkürlich in Todesangst, da sie glauben, Ertrinken zu müssen. Berichten zufolge bricht <em>Waterboarding</em> die Delinquenten meistens in unter einer Minute. <a href="http://www.davidcorn.com/archives/2006/09/this_is_what_wa.php">Weiterführende Informationen zu <em>Waterboarding</em> –unter anderem als Foltermethode bei den Roten Khmer– hat das Blog von David Corn</a>.</p>
<p>Zum Missbrauch von Machtpositionen in Gefängnissen existiert mit dem <a href="http://www.prisonexp.org/">Stanford Prison Experiment</a> ein Musterbeispiel, wie weit die Beteiligten ohne direkten äußeren Erfolgsdruck gehen. In Abu Ghraib zeigte sich, dass  dies in militärischen Verbänden mit Dienstaufsicht ebenso geschehen kann. Von den Agenten, die <em>erweiterte Verhörmethoden</em> anwenden, werden in erster Linie Ergebnisse um jeden Preis erwartet. Mit <em>Waterboarding</em> kann man auch <em>harte Kerle</em> dazu bringen, jedes Geständnis abzulegen, das man von ihnen erwartet.</p>
<h3>Verwässerte Erkenntnisse</h3>
<p>Genau die vom Befragenden (Folternden) <strong>erwarteten</strong> Geständnisse stellen das Problem dar. Unter Erfolgsdruck und mit einer enormen Verfügungsgewalt über den Delinquenten ist es einfach und zeitsparend, sich rhetorische Fragen bestätigen zu lassen. Dass unter dem extremen Stress den Folter bedeutet überhaupt brauchbare Fakten gewonnen werden können, ist fraglich. Ich habe selbst beobachten können, dass Soldaten der Bundeswehr in einer (legalen!) vergleichsweise harmlosen <a href="http://www.netzeitung.de/deutschland/316501.html">Ausbildungssituation an der Infanterieschule</a> ausserstande waren auf Fragen und Befehle zu reagieren, die über das Allereinfachste hinausgingen.</p>
<p>Dazu kommt, dass derartig gewonnene Aussagen nicht vor Gericht verwertbar sind, <a href="http://blogs.abcnews.com/theblotter/2007/11/paper-bush-admi.html">wie ein aktueller Fall aus den USA zeigt</a>.</p>
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