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	<title>tropenholz-tropenholz &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "tropenholz-tropenholz"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 03:36:02 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Gefährliche Extremsportarten: Mörderic Walking]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/?p=184</link>
<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 23:05:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute möchte ich meine treuen Leser vor einer besonders gefährlichen Extremsportart, dem &#8220;M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte ich meine treuen Leser vor einer besonders gefährlichen Extremsportart, dem "Mörderic Walking" warnen. Dies aus gegebenem Anlass, denn ich war seit langem mal wieder im Wald, begleitet von meinem Gefährten, Bloghund Mogli, seines Zeichens sehr aggressiver Jack Russel-Terrier, der in frühestem Welpenalter zu viele Jackie Chan-Filme gesehen hat und daraus eine leicht übersteigerte Beiß- und Kampffreude erworben hat. Aber das ist ein anderes Thema.</p>
<p>Ich selbst habe vor langer, langer Zeit mal selbst Mörderic Walking betrieben, aber das ist so lange her, das es in einem früheren Leben stattfand, damals, vor <del dateTime="2008-03-11T22:26:48+00:00">zwei Tagen </del>vielen Monden, als meine Urahnen noch mit Fellen im Wald lustwandelten.<br />
Ich, in einem Anfall von Unwissenheit, hatte mir zwei Stöcke gekauft, sie aber eher so tanzmariechenmäßig geschwungen und total lässig mit mir herum geführt. Also so richtig mörderic war das nicht, eher ganz im Gegenteil. Ich wusste ja nicht mal, wie man das genau macht und hatte irgendwann auch mal einen Stock verloren. Vielmehr fand ich nach weiteren Monaten einen Stock im Wald, der sah doch tatsächlich so aus wie meiner! Darum nahm ich ihn mit nach Hause.<br />
Als nützliches und ehrliches Mitglied der Gesellschaft rief ich aber sofort das Mörderic Stöck-Fundbüro an und sagte freudig: „Hallo, Nuehm hier. Stellen Sie sich vor, ich hab einen Stock gefunden, der sieht doch tatsächlich so aus wie meiner!“<br />
Die Dame des Mörderic-Stöck-Fundbüros: „Haha, guter Witz. Dann ist es bestimmt Ihrer. Wollen Sie mich hier veräppeln, oder was?“<br />
Ich: „Ausnahmsweise nicht.“<br />
Da legte sie auf.<br />
Okay. Ich hatte dann zwei Stöcke, aber was sollte ich damit?</p>
<p>Noch über diese Frage vor mich hingrübelnd, unternahm ich mit meinem treuen Hund einen ausschweifenden Spaziergang, bei dem ich auch wieder einmal Kastanien sammelte, denn man sollte für alle Fälle immer ein paar Kastanienmännchen in Reserve haben.</p>
<p>Da! Plötzlich! Getrampel wie von einer Bisonherde! Der Boden erzitterte! Die vom langen Winterschlaf geschwächten Vögel fielen massenweise von den Bäumen.<br />
Mogli und ich sprangen in den Wassergraben, da kam sie schon herangerollt, eine Horde wildgewordener Mörderic Stöckler. Ich zu Mogli: „Mach bloß keinen Scheiß jetzt, oder wir sind dran. Keinen Ton.“<br />
Die Stöcke blitzten brutal im Sonnenlicht, mit militärisch verkniffenem Stechschritt kamen sie daher, wie eine Todesschwadron. Die Stöckler. Zusammengekniffene Pobacken, die Polyesterfasern rieben mit einem zischenden „uitt uuitt uittu-uittuuitt“ aneinander, die Arme gegengleich mit den gefährlich blitzenden Stöcken, jeweils knapp am Vordermann. Vereinzelt floss Blut, aber kein Schmerzenslaut kam über die zusammengepressten Lippen. Die sind so tough, die merken das nicht mal!</p>
<p>Ja, man sieht denen auch an, dass sie in ihrer Freizeit so extraordinäre Hobbies wie „Stadt, Land, Fluss“ pflegen, manchmal, aber nur nach Sedierung durch einen grünen Tee mit zwei Stück biologisch abbaubarem Kandiszucker, solche Horrorsendungen wie „Mit der Maus!“ anschauen und oftmals - Gipfel der Verwegenheit - ohne Badebuxe in die Sauna gehen. Aber ganz ohne.<br />
Auch ohne die obligatorischen Adiletten, die man da immer anhaben muss, alleine schon damit sich genügend giftige Dämpfe entwickeln können, die jeder Mülldeponien in Südwestitalien Ehre machen würden. Sie kaufen ihre naturhanfenen, naturfarbenen und natur<del dateTime="2008-03-11T22:26:48+00:00">müffeligen</del>schönen Unterbuxen im Bioladen und ertragen das Gekratze ohne mit der Wimper zu zucken.<br />
Sie mahlen die Körner für ihr Brot auch selbst, am liebsten jedes Korn einzeln und laufen dann mit diesem zum nächstbesten Bach und waschen es dann in Mutter Natur.<br />
In ihrer Freizeit sind sie politisch dermaßen korrekt, dass es schon wieder unkorrekt ist und wenn sie mal so richtig auf die Pauke hauen wollen, dann gehen sie samstags hin und kehren einfach nicht ihre Straße! Oder putzen nicht! Oder haben samstags nach der Bundesliga keinen Sex! Oder falls doch, dann lassen sie dabei einfach das Licht an, was ja echt ganz schön unerhört ist! Kurzum: Sie schrecken einfach vor nichts zurück, diese stöcklernden Outlaws!</p>
<p>Das ist auch kein Wunder, denn die Ursprünge des "Mörderic Stöck" liegen am Amazonas und wurden dort von besonders brutalen Indianerstämmen einfach so, Sonntag nachmittags nach dem Kaffee, zum Zeitvertreib oder aus purem Sadismus ausgeübt. Allerdings nahm man da als Untergrund nicht etwa den federnden Waldboden, sondern zufällig vorbeikommende Feinde. Dann pixelte man mit Stöcken aus Tropenholz, das muss man sich mal vorstellen, Tropenholz!, das sagt doch wohl schon alles, Tropenholz!, in stundenlanger Handarbeit schöne Muster und erbauliche Sprüche in den Feind ein, woraus sich später dann, unter Zuhilfenahme durch britische Missionare das Tattoo entwickelte und in die ganze Welt verbreitete.</p>
<p>Mannmann. Also wenn Reinhold Messner das mal früher gewusst hätte, dann hätte er sich das ganze Himalaya-Gekraxel sparen können. Mörderic Walking, das wärs gewesen. Aber leider gab es das zu seiner Zeit noch nicht und heute würden seine Nerven das nicht mehr aushalten, auf keinen Fall.<br />
Diese ganze Freeclimbing-Geschichte ist auch maßlos überschätzt. Ist ja wohl auch nur ein schlechter Witz, mit dem kleinen Finger an so einem lächerlichen Felsen hängen und unter einem geht’s 5000 Meter in die Tiefe. Zum Einschlafen. So etwas machen die Mörderic Stöckler mal ganz nebenbei in der Mittagspause.<br />
Oder Apnoe-Tauchen. Lachhaft. Das ist doch alles nur für solche armen Hascherl, die keinen Mumm haben, sich mit ein paar Stöcken die Muskeln aufzuschlitzen, bis die Knochen freundlich lächelnd hervorschauen.</p>
<p>Mörderic Walking, das ist es! Das bringt puren Nervenkitzel, Schmerzen ohne Ende und den Nimbus des wahren Helden, der das alles erträgt ohne mit der Wimper zu zucken.<br />
„Poah, was biste für eine Weichei, Nuehm“, sprach ich ernüchtert zu mir selbst und Mogli winselte bestätigend.<br />
Schon wenige Stunden später verließen wir im Schutze der Dunkelheit unseren gefährlichen Beobachtungsplatz. Meine Stöcke habe ich danach endgültig verschreddert. Was auch sonst.</p>
<p>Ich hab einfach nicht die Nerven für so ein mörderisches Hobby!</p>
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