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	<title>todenhofer &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/todenhofer/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "todenhofer"</description>
	<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 22:36:53 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Bin Laden, Honecker und Milosevic haben "viel weniger Menschen" getötet als Bush!]]></title>
<link>http://fdog.wordpress.com/?p=3619</link>
<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 09:38:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Constantin</dc:creator>
<guid>http://blog.fdog.org/2008/07/24/bin-laden-honecker-und-milosevic-haben-viel-weniger-menschen-getotet-als-bush/</guid>
<description><![CDATA[Auf diesen Umstand weist uns Jürgen Todenhöfer hin. Bedauernswerterweise ist das Gespräch mit ih]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Auf diesen Umstand weist uns Jürgen Todenhöfer hin. Bedauernswerterweise ist das Gespräch mit ihm im aktuellen STERN nur in der Print-Ausgabe zu lesen. Deshalb hier auszugsweise die lesenswertesten Abschnitte.<!--more-->Wer meint, ich hätte diese Zitate nicht korrekt, unvollständig oder "aus dem Zusammenhang gerissen" - der möge dies richtigstellen.</p>
<blockquote><p><strong>Sie verkleiden sich als Arzt,fahren im klapprigen Auto auf der Straße des Todes von Damaskus ins irakische Ramadi, undercover, wie ein Agent.<br />
</strong>Ist das so unbegreiflich? Was mich dorthin treibt ist dieser Hass des Westens auf die muslimische Welt, dieser unberechtigte Hass. Ich musste dorthin, in dieses Kampf- und Krisengebiet des Iraks, obwohl oder gerade weil dort in den letzten drei Jahren kein westlicher Journalist gewesen ist - zumindest nicht ohne US-Soldaten.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ich will es wissen. Alle Berichte aus dem Irak sind gefiltert, es sind Berichte aus der Sicht der amerikanischen Besatzer. Ich wollte sehen, was die Leute denken, wenn kein amerikanischer GI mit einem Maschinengewehr sie einschüchtert, was sie wirklich denken, wie sie sich fühlen. Bin Laden und al Qaeda, beides Geschöpfe der amerikanischen und saudischen Geheimdienste, sind Mörder, und diese Mörder haben im Westen 5000 Menschen getötet. Ich will das nun nicht vergleichen, für manche mag es zynisch klingen, aber man muss es so drastisch sagen: Bush hat im Irak nicht 5000 Zivilisten auf dem Gewissen, sondern mehrere Hunderttausend. [...] Das irakische Gesundheitsministerium spricht von 150 000 toten Zivilisten bis Juni 2006. Unabhängige Organisationen gehen von über einer Million toten Irakern aus und über einer Million Schwerverletzten.</p></blockquote>
<blockquote><p>Wäre die Invasion von Hugo Chávez durchgeführt worden mit mehreren Tausend Vergewaltigungen, mehreren Tausend Folteropfern, mehreren Hunderttausend irakischen Toten, dann würde der gesamte Westen fordern, Chavez vor den Internationalen Strafgerichtshof zu stellen. Wenn das aber ein Engländer oder Amerikaner macht, fordert das keiner.</p></blockquote>
<blockquote><p>Könnte Bush noch Bomben werfen lassen, wenn er mal einige Zeit in einer irakischen, afghanischen, iranischen Familie verbracht hätte?</p></blockquote>
<blockquote><p>Wenn Obama, als neuer Präsident, die Hand zur muslimischen Welt ausstreckt; wenn er sie so fair wie Israel behandelt, wird der Konflikt gelöst.</p></blockquote>
<blockquote><p>Bei Razzien wird nicht einfach, wie manchmal zu sehen ist, die Tür eingetreten, da könnten sich die Amerikaner ja die Knöchel verstauchen. Es werden kleine Granaten am Türgriff angebracht [...]</p></blockquote>
<blockquote><p>Täglich gibt es rund 100 militärische Einsätze der amerikanischen Streitkräfte. Bombardierungen, Schießereien, Razzien, durchgeführt von 300.000 amerikanischen Berufs- und Privatsoldaten. Es gibt etwa gleich viele Aktionen des echten irakischen Widerstandes, der . . .<br />
<strong>Was ist denn das nun für ein Begrìff - ,,echter irakischer Widerstand"?<br />
</strong>Das sind für mich Menschen, die gegen die völkerrechtswidrige Besatzung kämpfen, Widerstandskämpfer eben.<br />
<strong>Bush würde sie anders nennen: Terroristen.<br />
</strong>Nein, es sind Widerstandskämpfer. Echte Widerstandskämpfer gehen nicht gegen Zivilisten vor, sie...<br />
<strong>So wie Sie das sagen, hörf sich das fast so naiv an wie bei Karl May: Hier sind die edlen lndianer, die ihr Land verteidigen gegen die gierigen und gemeinen Weißen.<br />
</strong>Nein, so sage ich das nicht. Die Widerstandskämpfer greifen die amerikanische Armee, die Besatzer, an, das stimmt. Von keiner dieser Aktionen, weder von den amerikanischen Militäraktionen gegen die irakische Bevölkerung noch denen des Widerstands, sehen Sie in den Medien jemals etwas. Der wahre Krieg wird vom Pentagon totgeschwiegen. Was Sie hier zu sehen bekommen, sind die wenigen Anschläge von al Qaeda. Al Qaeda spielt im Irak aber nur eine Nebenrolle und ist im Land absolut verhasst. Al Qaeda im Irak das sind zumeist Ausländer, vielleicht noch knapp 1000 Mann. Aber nur zu diesen mörderischen Terrorangriffen al Qaedas dürfen die Journalisten. Dazu bekommen sie auch Informationen. Davon dürfen sie auch Bilder machen. Bush braucht diese Bilder. Und Geschichten mit der Botschaft "Verrückte, gefährliche Iraker bringen sich gegenseitig um!"<br />
<strong>Und genau so ist es doch. Es herrscht dort ein hoch entwickelter Bandenkrieg unter hoch bewaffneten Verbrechern mit hoch entwickelten Waffen, jeder gegen jeden.</strong><br />
Nein, Sie mögen hier den Eindruck haben, als würden sich die Iraker gegenseitig umbringen, als würden die USA dort gegen al Qaeda kâmpfen und sich ständig zwischen die sich streitenden Bevölkerungs- und Religionsgruppen werfen. So ist es aber nicht. Der Hauptkampf findet zwischen den Amerikanern und den Irakern statt. Und das Chaos haben die Amerikaner<br />
gebracht. Wenn sie weg sind, haben die Terroristen und auch die Widerstandskämpfer ihren Feind verloren. Ich habe mit fast allen Gruppierungen, Fraktionen, Parteien, geredet, mit Nationalisten, Muslimen, Kommunisten, Christen, Marxisten, Frauenrechtlerinnen, Widerständlern, Gefolgsleuten und Opfern Saddams, und sie alle haben gesagt: In ein paar Monaten raufen wir uns dann zusammen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir werfen unseren Eltern immer vor, sie hätten im Nationalsozialismus geschwiegen. Ich glaube, für jede Generation stellt sich die Frage neu, ab welchem Zeiþunkt sie die Stimme gegen das Unrecht der Mächtigen erhebt. Den Irak wegen al Qaeda anzugreifen ist so ungerechtfertigt, als ob man Deutschland wegen der Skinheads bombardierte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir haben Honecker vor Gericht gestellt. Er hat viel weniger Menschen getötet als George W. Bush. Wir haben Saddam Hussein vor Gericht gestellt, wir haben Milosevic, der viel weniger Menschen getötet hat, vor Gericht gestellt. Und wir werden, wenn er bei der Gefangennahme nicht umkommt, Bin Laden vor Gericht stellen, auch er hat viel weniger Menschen getötet als Bush.</p></blockquote>
<p>Die einzig berechtigte These findet sich aber schon im ersten Viertel:</p>
<blockquote><p>Ich hatte auch Angst, dass manche denken: Jetzt ist er durchgeknallt.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[(17.05.2008) Buchrezension: Warum tötest du, Zaid?]]></title>
<link>http://misawatruth.wordpress.com/?p=33</link>
<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 21:24:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>misawatruth</dc:creator>
<guid>http://misawatruth.de.wordpress.com/2008/06/16/17052008-buchrezension-warum-totest-du-zaid/</guid>
<description><![CDATA[Titel: Warum tötest du, Zaid?
Autor: Jürgen Todenhöfer / Verlag: C.Bertelsmann
Das neue Buch des ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<h3>Titel: Warum tötest du, Zaid?</h3>
<p>Autor: Jürgen Todenhöfer / Verlag: C.Bertelsmann</p>
<p>Das neue Buch des Bertelsmann Manager Jürgen Todenhöfers ist nicht umsonst auf Platz 1 aller Buchlisten. Auf eine faszinierende Weise beleuchtet Todenhöfer viele Aspekte, die in der Berichterstattung über den Irakkrieg ausgeblendet werden. Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Änderung der gegenwärtigen Antiterrorpolitik. Dabei machte sich Todenhöfer auf den Weg nach Irak und interviewte direkt Vertreter des irakischen Widerstands. Daher ist das Buch packend und spannend gleichzeitig.</p>
<p>Cemil SAHINÖZ</p>
<p>Hürriyet - 09.05.2008</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[whats with Sudan?]]></title>
<link>http://rolandwolff.wordpress.com/?p=41</link>
<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 08:56:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>rolandwolff</dc:creator>
<guid>http://rolandwolff.de.wordpress.com/2008/04/15/whats-with-sudan/</guid>
<description><![CDATA[Everybody&#8217;s talking about the situation in Tibet and thats a good thing. Chinas policy and Tib]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Everybody's talking about the situation in Tibet and thats a good thing. Chinas policy and Tibets liberation efforts are of everyone's concern. I think whats happening now can only help China on its way to democracy. Tibets demands, carefully worded by the Dalai Lamah, are not of unaccompishable nature. He's not speaking of segregation but exclusive rights for the Tibetians to live out their culture. He sees Tibet as part of China -  I am not sure if those who fight in the streets of Lhasa are on the same opinion, though.<br />
Meanwhile, on the african continent, China supports bad governance (Angola) and tolerates even genocide (<a href="http://hrw.org/english/docs/2008/04/11/sudan18528.htm">Sudan</a>) in order to meet their requirements, to still its hunger for oil.<br />
I don't see this issue to be discussed in the german public with the same dedication and passion as the military operation in Iraq by the US or the Israel/Palestine conflict. (isn't this proof that a new form of antisemitism and anti-americanism have reached the mainstream in german society?)<br />
There's no day without an article about these two conflicts, when you walk the streets downtown of any german city you see kids wearing the kufiya, anti-american slogans belong to every day language. Yesterday Barbara and me saw the movie "shooting dogs" that deals with the genocide in Rwanda. Watching it was a nightmare. To see the UN failing in this very conflict gives one an idea how the UN might work in general. We should rectify our picture of the UN as a noble place where smart politicians talk about world peace.<br />
In Darfur, officials are speaking of 200,000 deads and about 2,3 million displaced persons, where is <a href="http://www.warumtoetestduzaid.de/en/home.html">Juergen Todenhoefer</a>, describing an african childhood in a sudanese war zone?<br />
Where was Todenhoefers sympathy for the iraqi resistance when Saddam Hussein was still in power?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Noch mehr Todenhöfer zu Ostern]]></title>
<link>http://fdog.wordpress.com/?p=2283</link>
<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 11:51:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Constantin</dc:creator>
<guid>http://blog.fdog.org/2008/03/24/noch-mehr-todenhofer-zu-ostern/</guid>
<description><![CDATA[&#8230;diesmal auf FAZ-Online.

Sehr aussagekräftig ist der Abschluss des Beitrages: &#8220;Unser v]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>...diesmal auf <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E35ECD5A5115840A5A90917908D1FE67E~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ-Online</a>.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Sehr aussagekräftig ist der Abschluss des Beitrages: "Unser verpenntes Land verträgt noch mehr solcher Irrer."</p>
<p>Die Frage ist nur, ob wir noch mehr solcher Irrer nötig haben...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Literaturhinweis: Jürgen Todenhöfers Forum für Mörderbanden (außerdem ist "Antizionismus nicht gleichbedeutend mit Judenhass und Antisemitismus")]]></title>
<link>http://fdog.wordpress.com/?p=2274</link>
<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 12:58:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Constantin</dc:creator>
<guid>http://blog.fdog.org/2008/03/22/literaturhinweis-jurgen-todenhofers-forum-fur-morderbanden-auserdem-ist-antizionismus-nicht-gleichbedeutend-mit-judenhass-und-antisemitismus/</guid>
<description><![CDATA[Als ich mir gestern Nacht &#8220;No Country For Old Men&#8221; ansehen wollte (sehr guter Film übri]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich mir gestern Nacht "No Country For Old Men" ansehen wollte (sehr guter Film übrigens!), bin ich mit einer halbstündigen Verspätung ins Kino gegangen, um mir die Werbung zu ersparen. Ich war aber leider nicht spät genug dran, so dass ich der Präsentation von Jürgen Todenhöfers neuestem Werk "Warum tötest du, Zaid?" ausgesetzt war. In diesem Buch plaudert Todenhöfer u.a. mit einem 22jährigen Iraker, der sich "einer Widerstandsgruppe angeschlossen und US-Soldaten getötet" hat. Bei solchen Publizisten wie Todenhöfer ist es für mich nochmal um einiges unverständlicher, dass Sterbehilfe in den meisten Ländern illegal ist, aber geistige (und charakterliche) Sterbehilfe durch Verlage (in diesem Fall durch Random House) scheint für niemanden ein Problem zu sein.<!--more--></p>
<p>Ich habe mir mittlerweile ein Leihexemplar in der Uni-Bibliothek durchgelesen und die sehr aufwendig gemachte <a href="http://www.warumtoetestduzaid.de/">Webseite</a> zu dieser Veröffentlichung (mit "Hintergrundinfos" und Links u.a. zu Wikipedia) angeguckt - schon seine kurzen Ausschnitte schwanken alle zwischen romantischen Abenteuererzählungen, pathetischen Heldenepen und besinnlichen Plaudereien. Für mich steht fest (erst recht seit dem Besuch der Webseite), dass ich das Buch auf keinen Fall kaufen werde. Hier einige Auszüge:</p>
<blockquote><p>"Jürgen Todenhöfers Buch ist der Versuch, die andere Seite der Medaille zu beleuchten. [...]  <b>"Warum tötest du, Zaid?"</b> gibt jenen eine Stimme, zu denen die Presseoffiziere des Pentagon ihre Besucherdelegationen niemals hinführen – den Mitgliedern des irakischen Widerstands. Es versucht zu erklären, warum dieser Widerstand nicht nur gegen die amerikanische Besatzung [...] kämpft. Und es will deutlich machen, wo die fundamentalen Unterschiede zwischen Widerstandskämpfern und Terroristen liegen."</p></blockquote>
<blockquote><p>"Der Autor versucht, diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die wirklich für Recht und Freiheit kämpfen. [...] Und das waren und sind im Algerien der sechziger Jahre, im Afghanistan der achtziger Jahre und im Irak des Jahres 2008 nicht die Besatzungstruppen, sondern der Widerstand."</p></blockquote>
<blockquote><p>"Zaid hat sein ganzes Leben nur Krieg und Not kennen gelernt. Seine beiden Brüder wurden von amerikanischen GI’s erschossen. Er hat sich daraufhin einer Widerstandsgruppe angeschlossen und US-Soldaten getötet. In bewegenden Worten erzählen Zaid und seine Mitstreiter ihre Geschichte, sprechen über ihre Motive und politischen Ziele. Dabei wird deutlich, dass der irakische Widerstand auch gegen die – überwiegend ausländischen – Terroristen von Al-Qaida kämpft und eine scharfe Trennlinie zieht zwischen legitimem Widerstandskampf und verabscheuungswürdigem Terrorismus à la Al-Qaida."</p></blockquote>
<p>Von zentraler Bedeutung sind für Todenhöfer offensichtlich seine "Zehn Thesen" im Nachwort, in denen er das zusammenfasst, "was er bei seiner Lektüre und bei seinen Reisen gelernt hat". "Es sind keine wissenschaftlichen Thesen, sondern seine ganz persönliche Sicht der Dinge. Er hat versucht, die Ereignisse der letzten zweihundert Jahre im Mittleren Osten nicht nur aus der Perspektive eines Westlers, sondern einmal auch aus dem Blickwinkel eines Muslims zu sehen":</p>
<ol>
<li>
<div>Der Westen ist viel gewalttätiger als die muslimische Welt. Millionen arabische Zivilisten wurden seit Beginn der Kolonialisierung getötet.<br />
Eine detaillierte Gegenüberstellung von Opferzahlen findet man hier nicht. Auch eine Bewertung seiner eigenen These kann Todenhöfer nicht bieten. Stattdessen stellt er klar "<i>Nicht ein einziges Mal in den letzten zweihundert Jahren hat ein muslimisches Land den Westen angegriffen." Und "der Westen war und ist viel gewalttätiger als die muslimische Welt. Nicht die Gewalttätigkeit der Muslime, sondern die Gewalttätigkeit einiger westlicher Länder ist das Problem unserer Zeit</i>."</div>
</li>
<li>
<div>Angesichts der Kriegspolitik des Westens ist es nicht wirklich erstaunlich, dass muslimische Extremisten immer mehr Zulauf bekommen.<br />
"<i>Wie soll die muslimische Welt an unsere Werte Menschenwürde, Rechtsstaat und Demokratie glauben, wenn sie von uns nur Unterdrückung, Erniedrigung und Ausbeutung erlebt? Ist es wirklich erstaunlich, dass Extremisten immer mehr Zulauf bekommen? Dass einige Menschen irgendwann zurückschlagen, wenn ihre Familien wieder und wieder von unseren Vernichtungsmaschinen niedergewalzt werden? Niemand kommt als Terrorist auf die Welt.</i>""<i>Ohne Probleme kann man nicht nur im säkularen Syrien, sondern auch im theokratischen Iran religiöse Stätten besichtigen –Kirchen, Synagogen und Moscheen. Die meisten Muslime haben mehr Respekt vor Judentum und Christentum als wir selbst. Trotz Ablehnung der US-Außenpolitik bewundern sie den Westen in vielem. Sie würden auch Amerika gerne lieben, wenn es dieses Amerika, einst der Hoffnungsträger der Unterdrückten der Welt, ohne seine blutige Außenpolitik gäbe. Diese Herzlichkeit aber kann, wie im Irak, in rasende Wut umschlagen, wenn der Westen die Rechte der Muslime wieder einmal hohnlachend mit Füßen tritt</i>.""<i>Die muslimische Welt ist ganz anders, als sie von westlichen TV-Medien dargestellt wird</i>.""<i>Das mit rassistischem Ekel ausgesprochene „Bei uns würde so etwas nie passieren“ fällt in sich zusammen, wenn man daran erinnert, dass 1977 in New York schon ein Stromausfall und 2005 in New Orleans ein Hurrikan genügten, um massenhafte Plünderungen, Mord und Totschlag auszulösen.</i>"</div>
</li>
<li>
<div>Islamisch getarnte Terroristen sind Mörder. Für christlich getarnte Anführer völkerrechtswidriger Angriffskriege kann nichts anderes gelten.<br />
"<i>Sind nicht auch die Hintermänner völkerrechtswidriger Angriffskriege Terroristen und Mörder – auch ihrer eigenen Soldaten? Muss man, wenn man über die 5.000 von Al-Qaida ermordeten Westler spricht, nicht auch über die hunderttausenden irakischen Zivilisten sprechen, die durch George W. Bushs völkerrechtswidrigen Krieg getötet wurden? Gelten die rechtlichen Maßstäbe, die wir an Saddam Hussein oder Slobodan Milosevic anlegen, nicht auch für westliche Regierungschefs? Warum wagen die westlichen Eliten nicht einmal die Frage zu stellen, ob George W. Bush und Tony Blair wegen ihres auf Lügen gebauten Irakkriegs nicht vor ein internationales Strafgericht gestellt werden müssten</i>?""<i>Von diesem fast immer ausländischen Terrorismus gegen Zivilisten streng zu unterscheiden ist der legitime, multikonfessionelle irakische Widerstand gegen die ausländische Besatzung. Dieses Widerstandsrecht kann den Irakern niemand nehmen. Es ist ein zeitloses, unantastbares Recht aller Völker. Die große Mehrheit der irakischen Bevölkerung steht hinter diesem Widerstand, der Angriffe auf Zivilisten ausdrücklich ablehnt. Was würden wir tun, wenn feindliche Panzer auf unseren Straßen stünden? Sind nur befreundete Widerstandskämpfer „Freiheitskämpfer“, andere aber immer „Terroristen“?</i>"</div>
</li>
<li>
<div>Muslime waren und sind mindestens so tolerant wie Juden und Christen. Sie haben die westliche Kultur entscheidend mitgeprägt.<br />
"<i>Es waren keine Muslime, die den Ersten und Zweiten Weltkrieg mit fast 70 Millionen Toten anzettelten. Und es waren keine Muslime, sondern wir Deutsche, die in einem industriemäßig organisierten Zivilisationsbruch sechs Millionen Juden – Mitbürger, Freunde und Nachbarn – schändlich ermordeten. Keine andere Kultur war in den vergangenen Jahrhunderten gewalttätiger und blutiger als die abendländische. Wann haben sogenannte „christliche“ Politiker dem Christentum, dieser wunderbaren Religion der Liebe, jemals Ehre gemacht?</i>"</div>
</li>
<li>
<div>Nicht nur in der Bibel, auch im Koran sind die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten die zentralen Gebote.<br />
"<i>Terror ist nie religiös: Es gibt keinen „islamischen“ Terrorismus, so wie der Terrorismus der nordirischen IRA nie „christlich“ oder „katholisch“ war. Wer sich als Terrorist teuflischer Methoden bedient, kann sich nicht auf Gott berufen. Es gibt lediglich einen islamisch maskierten Terrorismus, und der führt, wie christlich oder demokratisch maskierte Angriffskriege, nicht ins Paradies, sondern in die Hölle. Die Behauptung, Gewalt sei vor allem ein religiöses Problem, ist eine atheistische Legende. Die Menschen mordeten, bevor es Religionen gab und danach. Die Massenmorde der Nationalsozialisten wie auch der sowjetischen und der chinesischen Kommunisten sind der traurige Beweis dafür, dass der Mensch das grausamste aller Geschöpfe ist – mit und ohne Religion.Die erschreckende Faszination des heutigen Selbstmordterrorismus beruht auf zwei Schamlosigkeiten: Auf der Schamlosigkeit einiger westlicher Politiker, die noch immer im 10 : 1-Rhythmus muslimisches Blut vergießen. Und auf der Schamlosigkeit, mit der die Hintermänner des Terrorismus den Koran verdrehen und jungen Muslimen vorgaukeln, sie müssten sich nur als Selbstmordattentäter in die Luft sprengen, um zu Märtyrern des Islam zu werden."<br />
</i></div>
</li>
<li>
<div>Die westliche Politik gegenüber der muslimischen Welt leidet unter einer erschreckenden Ignoranz einfachster Fakten.<br />
<i>"In Teheran läuten die Glocken von 34 Kirchen, und christliche Kinder haben ihren eigenen Religionsunterricht. In Teheran existieren sieben Synagogen, rund 4000 jüdische Kinder besuchen jüdische Schulen. Es gibt sechs koschere Metzger, zwei koschere Restaurants und ein jüdisches Krankenhaus, dem kürzlich sogar Irans Zündler Mahmud Ahmadinedschad Geld spendete.Den 25 000 Juden steht verfassungsrechtlich ein Parlamentssitz zu, ähnlich wie den Christen. Selbst Ayatollah Khomeini verfasste 1979 kurz nach der Revolution eine „Fatwa“ zum Schutz der Juden.Allerdings ist dieser törichte Antizionismus nicht gleichbedeutend mit Judenhass und Antisemitismus. Auch orthodoxe Juden, wie etwa die chassidischen Satmar, lehnen einen israelischen Staat „vor Ankunft des Messias“ ab und nehmen damit eine „antizionistische“ Position ein.Wirklichen Antisemitismus und staatliche Judenverfolgung wie in Europa hat es im Iran und in anderen muslimischen Staaten nie gegeben. Während der Nazi-Zeit flohen viele europäische Juden über den Iran in die Freiheit. Die Juden im Iran sind angesehene Mitbürger. Der jüdische Direktor des jüdischen Krankenhauses von Teheran, Ciamak Morsathegh, brachte es auf eine für Europa peinliche Formel: „Antisemitismus ist kein islamisches, sondern ein europäisches Phänomen.“</i><i>Die Straßen von Damaskus und Teheran sind viel sicherer als die Straßen von New York oder Detroit. Nach einer UN-Statistik kamen in den USA im Jahr 2006 auf 100 000 Einwohner 5,9 Morde. Im Iran lag diese Quote bei 2,93 und in Syrien bei 1,4. Die meisten muslimischen Staaten sind sicherer als die USA, ja sogar sicherer als die Schweiz, die 2,94 Morde pro 100 000 Einwohner zu verzeichnen hat."</i></div>
</li>
<li>
<div>Der Westen muss die islamische Welt genauso fair behandeln, wie er Israel behandelt. Muslime sind so viel wert wie Juden und Christen.<br />
"<i>Der Westen hat recht, wenn er von ihnen einen Gewaltverzicht gegenüber Israel verlangt. Aber muss er nicht auch von Israel einen Gewaltverzicht gegenüber den Palästinensern fordern? Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem wurden 2007 im israelisch-palästinensischen Konflikt 13 Israelis getötet. Ihnen standen jedoch 384 von israelischen Sicherheitskräften getötete Palästinenser gegenüber.</i><i> </i><i>Das jüdische Volk hat aufgrund seiner Geschichte und nach all dem, was es jahrtausendelang erdulden und erleiden musste, eine sichere Heimat in Palästina verdient. Aber genau aus diesem Grund haben wir auch eine historische Verantwortung gegenüber den Palästinensern. Sie tragen die Schuld ab, die Deutschland mit dem Holocaust für immer auf sich geladen hat. Hat der jüdische Politologe Alfred Grosser nicht recht, wenn er sagt: „Wer Hitler abschütteln will, muss (auch) die Palästinenser verteidigen“?</i><i><i>Die eigentliche Lehre aus dem Holocaust heißt, dass wir nie wieder tatenlos zusehen dürfen, wenn Menschen unterdrückt, entrechtet und gedemütigt werden. Wir hätten uns für die Juden schon damals einsetzen müssen, als sie noch schwach waren, und nicht erst heute, da sie stark und einflussreich sind. Verspäteter Mut ist der opportunistische Bruder der Feigheit. Es ist schon ein bizarres Schauspiel, das manche westliche Politiker aufführen, wenn sie von Jahr zu Jahr entschlossener und mutiger gegen das Unrecht von gestern „kämpfen“, während sie zum Unrecht von heute schweigen. Man kann auch durch Schweigen schuldig werden.</i>"<br />
</i></div>
</li>
<li>
<div>Die Muslime müssen sich wie ihr Prophet Mohammed für einen Islam des Fortschritts und der Toleranz einsetzen. Sie müssen dem Terrorismus die religiöse Maske vom Gesicht reißen.<br />
"<i>Die gemäßigte Mehrheit der Muslime muss die faszinierende Botschaft ihres Propheten Mohammed in die Neuzeit übersetzen und die gesellschaftlichen Reformen fortführen, die dieser unter Einsatz seines Lebens begonnen hatte. Sie muss den vorislamischen Ballast abwerfen, der die Renaissance der muslimischen Zivilisation behindert.</i><i>Anders als viele muslimische Politiker unserer Tage war Mohammed kein Reaktionär. Er sehnte sich nicht wie diese 400 Jahre zurück. Er war ein kühner, nach vorne blickender, egalitärer Revolutionär, der den Mut hatte, die Fesseln der Tradition zu sprengen. Sein Islam war keine Religion des Stillstands oder des Rückschritts, sondern der Erneuerung und des Aufbruchs. Wenigstens etwas von der Dynamik dieses großen Reformators würde der teilweise in Fatalismus und Selbstmitleid versunkenen muslimischen Welt gut tun.Islam heißt Gottergebenheit und Frieden. Die muslimische Welt darf nicht zulassen, dass ihre große, stolze Religion mit ihrem Ethos der Humanität und Gerechtigkeit durch blindwütige Terroristen in den Schmutz gezogen wird. Niemand hat dem Ansehen des Islam in seiner fast tausendvierhundertjährigen Geschichte mehr Schaden zugefügt als der islamisch maskierte Terrorismus. Die muslimische Welt muss ihm die religiöse Maske vom Gesicht reißen."</i></div>
</li>
<li>
<div>Nichts fördert den Terrorismus mehr als die „Antiterrorkriege“ des Westens. Die muslimischen Länder müssen ihre Probleme mit dem radikalen Islamismus selber ausfechten.<br />
"<i>Wir müssen auch den westlichen Angriffskriegern die Maske vom Gesicht reißen. Angriffskriege sind nicht nur die unmoralischste, sondern auch die unintelligenteste Form, Terror zu bekämpfen.</i><i>Der radikale Islamismus war zu Beginn des Jahres 2001 weltweit am Ende. Der Traum, die innenpolitischen Probleme des Iran, Afghanistans oder des Sudan durch radikale Islamisierung zu lösen, war zum Albtraum verkommen. Verbittert realisierten die Muslime, dass die rigorosen Mullahs aus ihren Ländern trostlose (Religions-)Polizeistaaten gemacht hatten. Im Blitzkrieg der USA hat das afghanische Volk die Taliban demonstrativ allein gelassen – in der Geschichte Afghanistans ein ungewöhnlicher Vorgang.Angesichts dieses offenkundigen Scheiterns des radikalen Islamismus war der Angriff von Al-Qaida auf New York und Washington nicht nur ein Racheakt, sondern auch der Versuch eines Befreiungsschlags: Er sollte durch diabolische Kühnheit und geniale mediale Inszenierung den radikalen Islamisten die Sympathien der Massen zurückgewinnen. Er sollte die USA zu einer Überreaktion provozieren, die dem radikalen Islamismus wieder Rückenwind geben würde. Diese Rechnung ist voll aufgegangen. Die unzähligen Bomben auf die Häupter talibanmüder afghanischer Zivilisten haben dem am Boden liegenden radikalen Islamismus wieder auf die Beine geholfen. Die Afghanen wollten zwar die von den Geheimdiensten der USA, Saudi-Arabiens und Pakistans geschaffenen Taliban und Al-Qaida gerne wieder loswerden. Aber dass dafür Tausende afghanischer Zivilisten zu Tode gebombt wurden, verstanden sie nicht.Die radikalen Kräfte im Westen und in der muslimischen Welt haben sich gegenseitig hochgeschaukelt. Letztlich sind Bin Laden und Ahmadinedschad die besten Stichwortgeber George W. Bushs und umgekehrt.</i><i>Der Westen ist nicht legitimiert, überall auf der Welt militärisch gegen radikal-islamische Bewegungen vorzugehen – genauso wenig wie er legitimiert ist, weltweit links- oder rechtsradikale Organisationen militärisch zu bekämpfen.</i></p>
<p><i>Westliche Kampftruppen (und deutsche Tornados) haben im Irak, in Afghanistan oder in Somalia nichts verloren. Die muslimischen Länder müssen ihre Probleme mit dem radikalen Islamismus selbst ausfechten. Auch dort, wo dieser in Terrorismus abgleitet, ist es vorrangig Aufgabe nationaler Kräfte, ihn zu bekämpfen."</i></div>
</li>
<li>
<div>Das Gebot der Stunde heißt Staatskunst, nicht Kriegskunst – im Irankonflikt, im Irakkonflikt und im Palästinakonflikt.<br />
"<i>Die jahrelange, fast kindliche Weigerung des amerikanischen Präsidenten, mit missliebigen Politikern wie Arafat, Assad, Saddam oder Ahmadinedschad persönlich zu sprechen, und die Entscheidung, stattdessen Strategien zu entwickeln, wie man diese – nach Rücksprache mit Gott – aus dem Amt bomben könnte, zählen zu den absurdesten Fehlentscheidungen unserer Zeit.Die komplexen Probleme des Mittleren Ostens lassen sich nur politisch lösen – am besten durch eine KSZE-ähnliche Langfrist-Konferenz für die gesamte Region. An ihr müssen neben dem UN-Sicherheitsrat alle wichtigen Akteure der Region beteiligt werden – einschließlich Syriens und des Iran sowie einschließlich der demokratisch gewählten Repräsentanten Palästinas und der Führung des legitimen irakischen Widerstands.Wie man diese Politik angesichts der gigantischen militärischen Überlegenheit der USA mit der feigen „Beschwichtigungspolitik“ vor dem Zweiten Weltkrieg vergleichen kann, bleibt ein neokonservatives Geheimnis. Es ist keine „Appeasementpolitik“, wenn die jetzige US-Führung aufhört, immer neue Horrormärchen über muslimische Länder zu erfinden, wenn sie aufhört, sich den Weg zu den Rohstoffquellen freizubomben, wenn sie aufhört, die großen Ideale zu zerstören, für die viele Menschen Amerika einst so geliebt haben – und für die sie Amerika so gerne wieder lieben würden."<i>Die Hauptgefahr unserer Zeit besteht nicht im Appeasement. Sie besteht darin, dass abendländisch-patriotische Sofa-Strategen, die sich ihren klammheimlichen Rassismus von niemandem nehmen lassen wollen, die Welt in einen ähnlich törichten Automatismus von Gewalt und Gegengewalt hineinschlittern lassen wie jenen, der zum Ersten Weltkrieg führte.</i></i></div>
</li>
</ol>
<p>Was will uns Todenhöfer damit sagen ???</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Todenhöfer bei Kerner!]]></title>
<link>http://hurkunde.wordpress.com/?p=128</link>
<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 12:33:14 +0000</pubDate>
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<description><![CDATA[Hier ist der Autor des Buches &#8220;Warum tötest du, Zaid?&#8221; bei Kerner zu Gast. Er hat sehr ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/446028?inPopup=true">Hier </a>ist der Autor des Buches "Warum tötest du, Zaid?" bei Kerner zu Gast. Er hat sehr weise Worte zu sagen. Hut ab!</p>
<p>Danke an E.</p>
]]></content:encoded>
</item>

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