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	<title>selbstoffenbarung &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/selbstoffenbarung/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "selbstoffenbarung"</description>
	<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 04:40:52 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Interkulturelle Kommunikation]]></title>
<link>http://ybraun.wordpress.com/?p=44</link>
<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 10:29:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>Yury Braun</dc:creator>
<guid>http://ybraun.wordpress.com/2008/07/11/interkulturelle-kommunikation/</guid>
<description><![CDATA[Um über interkulturelle Kommunikation sprechen zu können, muss man zunächst die Grundlagen der Ko]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Um über interkulturelle Kommunikation sprechen zu können, muss man zunächst die Grundlagen der Kommunikationstheorie erläutern. K. Bühler, der einige wesentliche <a title="Axiom" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Axiom" target="_blank">Axiome</a> der Kommunikationstheorie formulierte, entwickelte das Organon-Modell:</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/98/Organon-Modell-corr.png" alt="" width="581" height="447" /></p>
<p style="text-align:justify;">Tragendes Element des Modells ist das Zeichen "Z", das die Sprache darstellt. Dabei stellen die drei Seiten des Zeichens drei Funktionen des Zeichens (Ausdruck, Apell, Darstellung) dar. Der Kreis, der sich auf dem Zeichen befindet, stellt dagegen das Schallphänomen dar. Dort, wo der Kreis über das Dreieck hinaus greift, hat das gesprochene nicht direkt mit der Sprache zu tun (z.B. "äääh", "mmmm" usw.). Diese Elemente werden von den Teilnehmern größtenteils ignoriert. Greift dagegen das Dreieck über den Kreis hinaus, so bedeutet dies, dass der materielle Schallträger über Defizite verfügt (z.B. werden einige Laute vom Empfänger nicht gehört, jedoch ist er in der Lage das Wesentliche zu verstehen). Das Modell ist sehr umfagreich, vernachlässigt jedoch die non-verbale Kommunikation.</p>
<p style="text-align:justify;">Insgesamt lässt sich die zwischenmenschliche Kommunikation als eine Art Kodierung beschreiben, bei der eine Nachricht vom Sender kodiert und vom Empfänger dekodiert wird. Dabei kann es durchaus zu Missverständnissen kommen, wenn man bedenkt, dass eine Nachricht nach <a title="Schulz von Thun" href="http://www.schulz-von-thun.de/mod-komquad.html" target="_blank">F. Schulz von Thun</a> immer vier Seiten hat: Selbstoffenbarung, Sachinhalt, Beziehung und Appell - und damit recht viel Raum für Missverständnisse bietet. Besonders problematisch ist ggf. die non-verbale Kommunikation wenn sie im Gegensatz zur verbalen Kommunikation steht. Darüberhinaus gibt es noch den nicht zu vernachlässigenden Aspekt der paraverbalen Kommunikation, der vor allem den Unterton einer verbal kommunizierten Nachricht bestimmt. Die Vielzahl an Aspekten, die bei der Kommunikation eine wichtige Rolle spielen, macht es einer Person schier unmöglich seine Kommunikationsweise bewusst zu verändern.</p>
<p style="text-align:justify;">Besonders kritisch kann dies im interkulturellen Kontext werden, da Menschen dazu tendieren, sämtliche Kommunikationsaspekte aus der Sicht der eigenen Kultur zu interpretieren. Interkulturelle Kommunikation findet dann statt, wenn Menschen aus mehr als einer Kultur miteinander interagieren. Dabei sind die Kommunikationsaspekte, die es zu beachten gilt, <strong>Sprache</strong>,  <strong>Werte</strong>, <strong>paraverbale Kommunikation</strong> und die<strong> non-verbale Kommunikation</strong>.</p>
<p style="text-align:justify;">Kommunikation folgt immer einem gewissen "Skript". Dieser ist zwischen einzelnen Kulturen meist verschieden, kann aber auch innerhalb einer Kultur variieren. Dabei greifen die gleichen Ansätze wie bei Gruppeneffekten (siehe <a title="Gruppe vs. Kultur" href="http://ybraun.wordpress.com/2008/07/09/gruppe-vs-kultur-grundsatze/" target="_blank">Gruppe vs. Kultur</a>).</p>
<p style="text-align:justify;">In diesem Zusammenhang ist die Kommunikations-Akkomodations Theorie von besonderer Bedeutung. Dabei geht es um das Kommunikationsverhalten von Individuen innerhalb einer Gruppe und zwischen verschiedenen Gruppen. Bezogen auf das verbale Verhalten, ändert sich die Sprache eines Menschen je nach Gruppenzugehörigkeit. Diesen Vorgang nennt man Code-Switching und er umfasst solche Bestandteile der verbalen Kommunikation wie Wortwahl, Sprachpausen, Sprachanteile, Dialekte etc. Wesentlich für das Code-Switching sind vier Elemente:</p>
<ul>
<li><strong>Legitimität </strong>- dieses Element stellt fest, ob es gerechtfertigt ist, dass die betrachtete Gruppe positiv oder negativ zu sehen ist</li>
<li><strong>Stabilität </strong>- hier wird die langfristige Betrachtung der Gruppe (bspw. werden Raucher auch langfristig als negativ angesehen?) angestrebt</li>
<li><strong>Permeabilität </strong>- ist ein wechsel der Gruppe möglich?</li>
<li><strong>Vitalität </strong>- gibt es viele Anhänger dieser Gruppe in der näheren Umgebung?</li>
</ul>
<p>Um das Thema abzurunden, bleibt noch zu erwähnen, dass interkulturelle Kommunikationsprobleme immer wieder auftauchen, jedoch ist nicht jedes Kommunikationsproblem kulturell bedingt, sondern kann auch aus Konflikten zwischen verschiedenen Gruppen erwachsen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Damit soziale Netzwerke eine Zukunft haben ...]]></title>
<link>http://einmachglas.wordpress.com/?p=239</link>
<pubDate>Thu, 03 Apr 2008 13:23:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>wetterfrosch</dc:creator>
<guid>http://einmachglas.de.wordpress.com/2008/04/03/damit-soziale-netzwerke-eine-zukunft-haben/</guid>
<description><![CDATA[&#8230; und kein Raum nur für Webnarren bleiben. Folgende Gedanken kamen mir auf der Diskussion ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>... und kein Raum nur für Webnarren bleiben. Folgende Gedanken kamen mir auf der Diskussion "<a href="http://programm.re-publica.de/2008/events/181.de.html">Die Zukunft Sozialer Netzwerke</a>" auf der <a href="http://re-publica.de/08/">re:publica 2008</a>. Das Podium war mit Vertretern von MySpace, StudiVZ und mixxt.de seitens der Betreiber gut besetzt. Dazu kam noch in der von Tim Pritlove (CCCB) moderierten Runde ein Entwickler des Freien Protokolls <a href="http://noserub.com/">NoseRub</a>, welches einen grundlegend anderen Ansatz im technischen Aufbau Sozialer Netz hat: Protokolle, statt Portale.</p>
<p>Leider kam der Wille des Nutzers in dieser Zusammenstellung nicht ganz zur Geltung - Tim versuchte durch gezielte Fragen nach den Dingen, die einen als um-sich-selbst-besorgten-Nutzer zu erst aufstossen, den Diskurs auf der Bühne zu entfachen - wofür er aus dem Publikum promt (via unsäglicher SMS-Leinwand) die Kritik erntete, er würde so sehr "anti"-Stimmung gegen die armen großen Betreiber verbreiten. Nur leider hat auch am Schluss niemand aus dem Publikum den Versuch gewagt mal zum Umreißen, was der User wirklich will.</p>
<p>Als ein Zuhörer dann fragte, ob es denn im Auge der Betreiber, denn etwas zukunftsweisendes sei auf Profile zu setzen, wo jeder selbst angeben kann wer was genau erfahren, hörte man raus: Er hatte selbst dazu keine Meinung.</p>
<p>Ich schreib mal auf, wie Soziale Netzwerke für mich eine Zukunft haben, wenn es schon weder Betreiber noch ihre Benutzer wissen. (Es geht mir mehr um Datenschutz, als um bunte Features, sorry.)<!--more--></p>
<p>Ich bin überzeugt, dass man als "Betreiber" von Sozialen Netzwerken nur dann langfristig Erfolg hat, wenn man das eigene Produkt als Protokoll und Schnittstelle entwickelt. Die Betreiber dürfen nicht weiter zum einzigen "Server" von persönlichen Daten, zum Speicher mit Alleinanspruch, werden. </p>
<p>Selbstbestimmung, Datenschutz und Vertrauen stehen hierbei im Kern und das sind wirklich wichtigen Punkte weswegen viele Menschen weiterhin - zu Recht! - Skepsis und Vorbehalte gegenüber solcher Web-2.0-Spielereien haben: Sie können sich einfach nicht sicher fühlen. Datenschutz ist ein Wirtschaftsfaktor.</p>
<p>Ich will individuell entscheiden. Nicht jeder will sich mit allem in aller Öffentlichkeit darstellen. Wer welche Informationen von mir oder über mich erfahren darf, werde ich selbst entscheiden. (Dass einmal übermittelte Daten unbefugt weitergegeben werden können wird leider kein Löschknopf oder Soziales Netzwerk verhindern können.)</p>
<p>Die persönliche Integrität meiner Empfänger beiseite gelassen, liegt natürlich die größte Verantwortung und damit der größte Vertrauensvorschuss meinerseits beim Anbieter der Dienstleistung und der von ihm verwendeten technischen Infrastruktur. Die muss frei, offen und transparent sein.</p>
<p>Datenunsicherheit verschreckt; Nutzernamen und Passwörter der großen Portale sickerten zu erst druch (Facebook), dann sämtliche Inhalte aller öffentlichen Profile (StudiVZ), zuletzt eine halbe Million als "nur für mich / meine Freunde sichtbar" eingestellte Fotos (MySpace).</p>
<p>Ich will meinen Anbieter wechseln können, das Vertrauen leider auch mal entziehen und danach weiter in meinem Sozialem Netzwerk sein.</p>
<p>Ich will nicht bei jedem Anbieter Mitglied sein.</p>
<p>Ich will Leute unabhängig vom Anbieter in mein soziales Netzwerk hinzufügen können und dabei nicht für jeden Anbieter, den ich sonst nicht nutze, mir einen neuen Account anliegen muss.</p>
<p>Ich will offene Schnittstellen.</p>
<p>Solange es keinen alleinigen Monopolisten gibt, werden sich nicht sonst völlig unbedarfte Menschen einem 2.0 Hype anschließen, wenn ihr reales soziales Umfeld pro Person mit zehn User-IDs in zwanzig Services steckt, man selbst erst überall Mitglied werden muss und danach nicht weiss, wie man gezielt alle erreichen kann.</p>
<p>Ich will meinen Service zur Not selbst betreiben können, oder zumindest auf einen Admin vertrauen können, weil er zugleich ein Freund meiner ist. Diese Bequemlichkeit genieße ich Dank Jabber. Die durch das Verwenden von Protokollen erzwungene Dezentralität sorgt gleichsam für kleine, verteilte Datenberge und macht nicht alle Kommunikation vom Funktionieren eines Anbieters abhängig.</p>
<p>Ich will gezielt Menschen ansprechen, Dinge nicht gänzlich veröffentlichen, sondern bestimmten Menschen und Gruppen zur Verfügung stellen, auf die Inhalte hinweisen. Ich will auch gemeinsam mit ihnen an etwas Arbeiten und den Autorenkreis anpassen können.</p>
<p>NoseRub und OpenSocial sind Ansätze, die genau diese selbstbestimmte Dimension möglich machen und denen darum eine Aufmerksamkeit gebühr wird, die sich gestern im Podium auf der re:publica meines Erachtens leider nicht so entwickelte. Ich hoffe mit diesem Artikel dies ein Stück weit nachholen zu können.</p>
<p>Denn: Datenschutz bleibt elementar (auch wenn es einige Selbstdarsteller für Übertrieben halten) und für Schlipsträger hier wichtig, da Vorbehalte ggü, Technik meist durch mangelndes Vertrauen begründet sind. </p>
<p>Auf der re:publica und in diesen 2.0-Kreisen wird ausprobiert und rumgespielt. Das ist gut und wichtig - ich will auch keine Mauerblümchen kaputt machen. Hier wird aber auch ausgestrahlt und auf andere Menschen abgefärbt. Das Aufzeigen unverschlüsselter Passwörter im letzten Jahr sorgte für große Echauffierung - dieses Jahr gibt das davon im WLAn umso mehr (O-Ton: "Nicht mehr pro Minute, sondern pro Sekunde"), ob wohl man vorher auch mal kurz drüber getwittert hat.</p>
<p>Das Misstrauen in Technik alt ist und heute umso begründeter denn je ist, weiß hier sicherlich jeder. Was "wir als web 2.0 hamster" ausstrahlen, strahlen in nunmal "Experten" aus. Diese könnten es nicht nur besser wissen, sondern auch besser machen.</p>
<p>Diesen Geist vermisse ich unter den Teilnehmern leider sehr, sehr doll. Das mit dem Twittern is ja ganz lustig, aber auch sehr fahrlässig.</p>
<p>Nie wieder MySpace.</p>
]]></content:encoded>
</item>

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