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	<title>schneeverwehung &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "schneeverwehung"</description>
	<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 21:57:40 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Der Winter ist ein Psychopath, hurra!]]></title>
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<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 22:55:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Winter. Er ist meine Lieblingsjahreszeit, weil er ein bisschen so ist wie ich. Aber nur ein biss]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Winter. Er ist meine Lieblingsjahreszeit, weil er ein bisschen so ist wie ich. Aber nur ein bisschen. Insgesamt bin ich schon ein klein wenig netter. <del dateTime="2007-11-07T22:40:37+00:00">Manchmal.</del><br />
Der Winter ist die Superzicke unter den Jahreszeiten, er ist der Psychopath, aber deshalb auch so spannend und wenn es den Winter nicht gäbe, dann müsste man ihn glatt erfinden.<br />
Und zwar jetzt. Sofort. Blitzeismäßig.<br />
Wenn der Frühling mit einem lieblichen, ballerinaartig dahingetanzten „tandaradei“ um die Ecke kommt, der Sommer einem sanft „schwapp-schwapp-di-dabi-du“ ins Ohr säuselt, und der Herbst einem schon mal mit „BÖRPS: Ööörrh- Boaarh“ einen Orkan um die Ohren <del dateTime="2007-11-07T22:40:37+00:00">rülpst</del> haut, ist das alles nur einen Scheißdreck gegen das „Fuck you! PLATZ da! Ihr Säcke! Isch bin jetz dran! Hau weg! Den Scheiss! Sonst kriesch isch Plaque!“, das der Winter einem ins Gesicht schleudert, untermalt mit Eisregen, Hagel, Schneesturm, Blitz, Donner und Glatteis.<br />
Der Winter kann einen förmlich kalt erwischen, so zum Beispiel wenn <em>jemand</em> mit abgefahrenen Sommerreifen durchs belgische Land tingelt, urplötzlich in einer haushohen Schneeverwehung stecken bleibt und der ADAC einen pomadig, aber servicewüstenhaft abschmettert: „An Weihnachten kommen wir nicht. Dann haben wir frei. Silvester auch. Wir holen Sie aber so Mitte Januar da raus! Sie können sich drauf verlassen! Denn auf uns ist Verlass, heißa!“<br />
Der Winter ist aber auch 'ne Superzicke, denn wenn man ihn mal braucht, dann hat er gerade eine seiner berühmten Frühlingsdepressionen und weht luftig-lauschig um die nostalgisch verzierten Schornsteine Deutschlands, an denen riesengroße Weihnachtsmänner hängen. Gerade dann hat der Winter seine fünf Minuten, die natürlich viel länger dauern, als zum Beispiel bei einer Eintagsfliege, ist klar!<br />
Aus purem Trotz steigert er sich dann auf 20 Grad hoch und lacht sich ins Fäustchen, wenn sich die armen Menschen, die ihr letztes Hab und Gut verkloppt haben, um blinkende Hausrundumbeleuchtung und sprechende Rehkitze aus Blattgold zu erstehen, wie die letzten Deppen fühlen. Es ist Frühling, sagen sie verzweifelt und fühlen sich exakt genauso wie die letzten und bescheuertesten Eunuchen, die in einem gutsortierten Harem stehen und sich denken: „Was mache ich hier eigentlich? Was soll das?“<br />
Weiße Weihnachten ist doch jedes Jahr der gleiche Reinfall. Kapiert das denn keiner? Der Winter macht das extra!<br />
Kaum ist Weihnachten dann vorbei, alle bauen ganz bedröppelt ihre blinkenden Engel, aufblasbaren Schneemänner und Schlitten inklusive 37 Rentiere vom Dach ab und dann, plötzlich, schlägt er zu. Erbarmungslos!<br />
Und jedes Mal stecke ich dann mit meinen Sommerreifen in Belgien fest. Das kann doch kein Zufall sein. Beim nächsten Mal nehme ich das aber persönlich, Herr Winter. Vorsichtig, ich sag nur, vorsichtig!</p>
<p>Tipps für den Winter, damit die Winterkrätze schneller vorbei geht: Geschenke einkaufen. Für Weihnachten. Sprechende Rehkitze einkaufen, alles schmücken. Schlittschuhlaufen gehen, wie ich auch mal. Einmal. Und nie wieder. Meine Ellbogen sahen noch wochenlang so aus, als hätte ich mit Klitschkow gekämpft. Und natürlich verloren, wenn auch knapp. Und den Riss in der Eisbahn musste ich noch drei Jahre lang abstottern. Mann. Woher soll man auch wissen, wie teuer so eine Eisbahn ist!? Ich dachte immer, die besteht sowieso nur aus Wasser, aber so kann man sich täuschen!<br />
Manchmal ist der Winter etwas nachlässig und passt nicht so auf. Das sind dann die Tage, an denen der Himmel so blau ist, wie er eigentlich nie ist, denn der Himmel kann nicht mehr so blau sein wie früher, weil er es verlernt hat. Er bekommt das nur zufällig mal so hin. Und den Sonnenschein dazu auch, den hat er auch verlernt. Aber manchmal klappt das dann doch, eher so aus Versehen, wie die besten Dinge auf der Welt immer aus Versehen zustande kommen. Klirrende Kälte dazu, perfekt.<br />
Aber sobald der Winter das dann mitbekommt, die Zicke, schaltet er sofort auf stur, lässt es tauen, regnen, erzeugt 30 Grad Hitze und lacht sich nen Ast, wenn alle über den Treibhauseffekt ächzen.<br />
Da lacht der doch drüber! Weiß nur keiner.</p>
<p>Was man noch im Winter machen kann: Zunehmen und das geht so:<br />
Mit der Martinsgans langsam beginnen, sich dann über diverse Vorweihnachtsfeiern langsam steigern und an Weihnachten mit einem Non-Stopp-Drei Tage-Essmarathon alle Kalorienrekorde schlagen und essen, essen, essen. Bis der Magen kollabiert oder einen gnädigerweise ein Luftröhrenschnitt vor dem Exitus durch Überfressen rettet. Danach einfach so weitermachen. Silvester noch literweise Alkohol hinzufügen, drei ganze Raclette-Käse auflösen, essen, umrühren, fertig.<br />
Das Schöne ist ja: Da man in seinen dicken Steppjacken ohnehin aussieht wie ein Michelin-Männchen, spricht einen keiner auf 30 Kilo Zunahme in vier Wochen an, es geht sowieso allen genau so und jeder ist glücklich und zufrieden.<br />
Im Frühling steigen die Menschen dann aber aus unerfindlichen Gründen auf ihre sorgfältig vor sich selbst versteckten Waagen und bekommen einen Schreianfall! AAAAAAAAAAAAaaaaaaah! So ungefähr. Dann ist der Katzenjammer groß und alle fragen sich: Warum? Warum? Warum werde ich immer so dick im Winter? Warum nur????<br />
Tja, das weiß ich auch nicht!<br />
Wo hier noch der Zusammenhang zum Winter besteht, ist mir gerade entfallen. Aber das macht nix, ich muss sowieso los, ein sprechendes Rehkitz kaufen, einen Schlitten brauche ich auch noch und mindestens zehn Weihnachtsmänner, die ich an die Hauswand hängen kann, so dass es wenigstens von weitem so aussieht, als wären das meine abgewiesenen Liebhaber!<br />
Wenigstens von weitem!<br />
Danke,<br />
Anna Nuehm</p>
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