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	<title>schneekettencontent &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "schneekettencontent"</description>
	<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 02:48:05 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Fortsetzung des großen Städtezyklus: Die Stadt und das Wetter (4) ]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/09/25/fortsetzung-des-grosen-stadtezyklus-die-stadt-und-das-wetter-4/</link>
<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 23:01:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das Wetter in Aachen ist immer sehr schön. Nein, anders. Das Wetter in Aachen ist immer sehr spezie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wetter in Aachen ist immer sehr schön. Nein, anders. Das Wetter in Aachen ist immer sehr speziell. Nein, auch falsch. Genau genommen gibt es in Aachen kein Wetter, denn das würde ja bedeuten, es gäbe einen Wechsel zwischen Regen und Sonnenschein oder so etwas wie Abwechslung. Aber in Aachen regnet es die ganze Zeit. Ununterbrochen.<br />
Aachen ist ein Regenloch.<br />
Das kommt daher, dass die Regenwolken zu der einen Seite hin vom Kölner Dom abgefangen werden. Auf der anderen Seite lauert das Hochgebirge der Eifel und schleudert die Wolken wieder zurück. Aachen liegt genau in der Mitte, wo die erschöpften Wolken sich dann endlich ausregnen können.<br />
Was sie auch tun. Tag und Nacht. Sommer wie Winter.<br />
Nein, im Winter fällt hier auch mal Schnee. Was die Aachener so Schnee nennen. Es sind aber höchstens einige wenige Schneekrümel, die sich im schlimmsten Falle zu 1,5 Zentimeter hohen Schneeverwehungen auftürmen. Diese versetzen den Aachener in große Panik und bewegen ihn dazu, mit 3 Km/h durch die Gegend zu fahren, vielmehr zu schleudern.<br />
Manchmal lassen die Aachener dann ihre Autos im Stich und damit die keiner klaut, werden sie der Einfachheit halber an Ort und Stelle abgefackelt. Dann ist ganz Aachen von einem Lichtermeer umgeben, was sehr malerisch ist und an St. Martin erinnert, dies aber nur mit größeren Laternen.<br />
So ist Aachen an Wintertagen nach einem solch verheerenden Schneesturm schon mal übersät mit leise vor sich schwelenden Autowracks, an denen man sich aber praktischerweise die Hände wärmen oder Kastanien rösten kann. Dabei unterhält man sich aufgeregt über den „Schneeblizzard“.<br />
Da lacht man als gebürtige Saarländerin natürlich leise in sich hinein. Wer wie ich mit Schneeketten in der Handtasche aufgewachsen ist und schon mit zehn Jahren gelernt hat, Winterreifen aufzuziehen, den kann so etwas nicht erschüttern.<br />
Putzig, wie an solchen Tagen der gesamte Verkehr zusammenbricht. Auch die Busfahrer verlassen dann nicht das Haus. Das sind dann die schönsten Tage in der Stadt, wenn alle zu Hause bleiben! Vor allem die Busfahrer!<br />
Alles ist lahmgelegt und still, keine Hektik, leise rieseln die dreieinhalb Schneeflocken, während unablässig der Printengeruch auf die Menschen einströmt und ihnen suggeriert: <em>Alles halb so wild. Esst Printen, dann verschwindet auch der Schnee.</em><br />
Einmal war ich in einem solchen Schneesturm unterwegs und überfuhr beinahe einen panisch winkenden Mann, der wild herumfuchtelnd auf die Straße lief und sich fast vor mein Auto warf. Im Hintergrund ein brennendes Auto, vermutlich seins.<br />
Stets hilfsbereit hielt ich natürlich an. Der Mann, Typ Manager, Aktenkoffer unter dem Arm, Boss-Anzug, ein Hüne von 1,90 und durchaus gutaussehend, warf sich buchstäblich vor meine Füße. Was an sich ja nicht weiter schlimm gewesen wäre, wäre er dabei nicht in Tränen ausgebrochen, hätte meine Füße umklammert und laut weinend ausgerufen:<br />
„Hilfe, so helfen Sie mir doch! Wir werden alle sterben! In diesem fürchterlichen Schneesturm!“<br />
Irritiert blickte ich auf die fünf freundlichen Schneeflocken, die auf seinen Kopf fielen, während die Fahrbahn von einer silbern schimmernden, wahnwitzigen, 3 mm hohen Schneeschicht überzogen wurde.<br />
Dann half ich ihm auf wieder auf die Beine, beruhigte ihn und fuhr den leise schluchzenden Mann zu seiner Mutter.<br />
Seitdem bleibe ich an solchen Tagen lieber zu Hause. Das ist mir lieber so. Denn ich kann Männer einfach nicht weinen sehen. Echt jetzt.</p>
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