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	<title>saarlandian-dreams-and-abenteuers &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/saarlandian-dreams-and-abenteuers/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "saarlandian-dreams-and-abenteuers"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 09:24:44 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Letters from the Saarland (3)]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/?p=189</link>
<pubDate>Wed, 02 Apr 2008 22:14:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
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<description><![CDATA[Fortsetzung von hier
Manchmal bleibt im Saarland die Zeit einfach stehen, wie in einem Film, den man]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Fortsetzung von <a href="http://annanuehm.wordpress.com/2008/01/07/letters-from-the-saarland-2/">hier</a></p>
<p>Manchmal bleibt im Saarland die Zeit einfach stehen, wie in einem Film, den man anhalten kann. Man betritt die Szene, alle sitzen unverändert da, wie man sie an Weihnachten verlassen hat. Man hüpft geschmeidig ins Bild und mit einem „rrrrrrrttssssttttt“ läuft der Film dann weiter. Inklusive Nuehm.</p>
<p><em>Rindfleischsuppe, Rindfleisch und Remouladensauce, Rohkostsalat, von Opa als „Hasenfutter“ diffamiert.</em><br />
Opa Fränz: „So Liesel, jetzt aber mal Butter bei die Fisch. Wat machscht du jetzt bei den Wörtz Wächtels?? Isch will dat jetzt wissen. Hopp.“<br />
Tante Liesel: „Ei jo. Ich geb denen Geld, damit ich weniger ess.“<br />
Opa Fränz: „Liesel!!!“<br />
Onkel Pit: „Liesel!!!“<br />
Tante Thea: „Liesel!!!“<br />
Onkel Herbert: „Isch lass mich scheiden..“<br />
Opa Fränz: „Ei Liesel, bischt du denn noch zu retten?? Wat für ein Idiot hat eben noch gesacht, die Wartz Wächtertten wären so schlimm wie die Zündologen??“<br />
Tante Thea: „Ei du, Opa Fränz.“<br />
Opa Fränz: „Ei nee, wisst ihr watt? Die sind noch viel schlimmer als wie die Zündologen von dem Toni Krutz! Die nehmen wenigstens nur Geld, dass man weniger denkt!“<br />
Alle: „Ei jo.“</p>
<p><em>Rollbraten, Kartoffelgratin, Gemüseplatte, Schnitzel, Filet, Schwenker, Pilzsoße, Spargel und zur Deko ein Blatt Salat</em><br />
Opa Fränz: „Liesel. Warum machscht du denn so wat?“<br />
Tante Liesel: „Ei, isch will auch mol so aussehen wie de Heider Klomm und bei de Ficktoringers Zickretz de Engelsflügel tragen.“<br />
Opa Fränz: „Häh? Engelsflügel? Ja, ist denn schon wieder Weihnachten, oder wat?“<br />
Tante Thea: „Nee Opa, Weihnachten dauert noch.“<br />
Onkel Herbert: „Ei Liesel, da musst du aber net bei die Wätz Wichteln gehen. Sondern bei den Doktor Frankenstein, für ne komplett neuen Kopp.“<br />
Tante Liesel: „So Herbert, jetzt reicht et aber! Isch brenn jetzt durch.“<br />
Onkel Herbert: „Ei, mit wem denn?“<br />
Tante Thea: „Ja, mit wem?“<br />
Tante Liesel: „Ei mit mir selber! Und wenn dat net klappt, dann geh ich halt in de Fernseh und werd Tschörmännings Nächst Tops Moddel.“<br />
Onkel Herbert: „Liesel, wenn du net bald mal zur Vernunft kommscht, dann isset aus. Aus und vorbei!“<br />
Tante Thea: „Du bischt jo auch kein 17 mehr!“<br />
Tante Liesel: „Ei aber auch net so viel älter!“<br />
Onkel Pit: „Jo Liesel, is klar. Nur knapp 40 Jahr…“</p>
<p><em>Obstsalat, Vanilleeis, Himbeeren, Schokoeis, Mousse au chocolat, Erdbeereis, Vienetta Zitrone, Tiramisu, Stracciatellaeis</em><br />
Tante Liesel: „Na und. De Jüppie Hässler ist schon 110 und tanzt immer noch wie ne schwangere Jungfrau.“<br />
Tante Thea: „Na und. Und de Britnick Spörs ist erst 20 und fertisch mit der Welt!“<br />
Tante Liesel: „Also wat willste denn damit jetzt sagen? Ich bin doch net de Britnick!“<br />
Onkel Pit: „Ei jo.“<br />
Onkel Herbert: „Ei nä! Dat wüsst isch…“<br />
Tante Liesel: „Ei wieso dann? Ei jetzt geht’s abber los! Isch zieh immer ne Unnerbux an! Sogar wenn isch zum Schlecker geh!“<br />
Opa Fränz: „Bei de Lidl sollt man auf jeden Fall ne Unnerbux anhann, sonscht wird man da gefilmt und kommt bei de ganze Spanner in de Internet.“<br />
Tante Liesel: „Oh Gott, bei all de Spanner in die Internet!?? Dat is ja schlimmer als Soda und Golgota!“<br />
Tante Thea: „De Heider Klomm hat aber gesagt, ohne Unnerbux würd man sofort ne Tops Moddel werden. Dat wär quasi so ne Voraussetzung.“<br />
Onkel Herbert: „Watt???!!“<br />
Onkel Pit: „De Heider!!!“<br />
Tante Liesel: „Oh nä!“<br />
Opa Fränz: „Also dat hätt ich jetzt net gedacht. Die sieht doch so anstännisch aus. Tja, so kann man sich täuschen.“</p>
<p><em>Kaffee, Espresso, Pralinen, Schokolade, Schnaps und Bier</em><br />
Tante Thea: „Willschte jetzt immer noch Tops Moddel werden, Liesel??? Ohne Unnerbux??“<br />
Tante Liesel: „Hmmm…“<br />
Tante Thea: „Also bei deiner Zellerlutis, ich würd mir dat aber gut überlegen, Liesel!“<br />
Opa Nuehm: „Liesel, du wirscht enterbt. Ohne Unnerbux – dat hat et bei uns in der Familisch noch nie gänn!“</p>
<p><em>Käsekuchen, Schwarzwälderkirsch, Holländer Schnitten, Donauwelle, Marmorkuchen</em><br />
Onkel Pit: „Ei Opa, wie war dat denn noch mol mit dem Opa Oswald, dein Bruder?“<br />
Opa Fränz: „Ei wat für ne Bruder?“<br />
Onkel Herbert: „Ei Opa. Dein Bruder. Der wo immer nackisch auffem Mofa gefahren is. Sommer wie Winter.“<br />
Opa Fränz: „Ich besitze keinerlei Bruder! Mehr!“<br />
Onkel Pit: „Au weia, de Opa schwätzt hochdeutsch.“<br />
Tante Thea: „Uiuiui uiui.“<br />
Onkel Herbert: „Scheiße.“<br />
Tante Liesel: „Deckung!"<br />
Opa Fränz: „RUHE JETZT!! ISCH BIN DE MONARSCH HIER VON DER SIPPE UND WAT ISCH SAGE WIRD GEMACHT!!!<br />
Alle: „…..“</p>
<p><em>Stunden später. Schnittchen.<br />
Opa isst das 15. Schnittchen mit rohem Hack.</em><br />
Opa Fränz: „Anna, jetzt sach du doch auch mal wat. Du wohnscht doch in der Stadt und kennscht dich aus!“<br />
Anna: „Äääääääh….“<br />
Opa Fränz: „Siehschte, Liesel. Et Anna hat gesprochen. Dat mit den Topmoddeln ist Quatsch und bei de Wörtz Wänker gehscht du auch net mehr hin. Basta.“</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Letters from the Saarland (2)]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2008/01/07/letters-from-the-saarland-2/</link>
<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 22:45:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2008/01/07/letters-from-the-saarland-2/</guid>
<description><![CDATA[Tag 2, der ganz unter dem leuchtenden Stern sinniger Dialoge steht:
Tante Liesel (insistierend): „]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Tag 2, der ganz unter dem leuchtenden Stern sinniger Dialoge steht:</p>
<p>Tante Liesel (insistierend): „Ich wüsst ja mal gern, wer sowat Infames behauptet, ich würd bei die Wättz Wotchäns gehen.“<br />
Tante Thea (verschlagen): „Ei, du gehscht ja auch bei die Wörtz Wonderer!“<br />
Liesel (dementierend): „Geh isch net!“<br />
Thea (beharrlich): „Gehscht du doch!“<br />
Liese (stur): „Nee, gar net!“<br />
Thea (contra): „Ei doch!“<br />
Liesel (re): „Ei, wieso dann?“<br />
Thea (triumphierend): „Ei, weil du bischt gesehn gänn!“ [Übersetzung, weil extrem schwierig: „Ei, weil Du bist gesehen worden.“]<br />
Liesel (dementierend): „Isch? Gesehn gänn! Dat kann ja gar net sein!“<br />
Thea (final): „Ei sicher, du bischt gesehn gänn bei die Wäggs Wänschertz!!"<br />
Liesel (selbstzerstörerisch): „Dat kann ja gar net sein! Weil isch bin ja im Dunkeln dahin gang, da kann misch gar keiner gesehen hann, bei die Wäitz Wartzertten!“<br />
Thea (jubelnd): „Aha!“<br />
Onkel Herbert: „Aha!“<br />
Onkel Pit: „Aha!“</p>
<p><em>Stunden später:</em></p>
<p>Opa Fränz: „Ei, wer ist denn dat überhaupt, die Wehtzz Wattcherten? Ist dat so ne Sekte wie die Zündologen von dem Toni Krutz?“<br />
Onkel Herbert: „Nää, Opa, dat sind kein Zündologen, die Wätz Wichteln. Und ausserdem heißt der net Toni, der Krutz, sondern Mällz. Mällz Krutz.“<br />
Opa Fränz: „Ei, hier uff! Mällz Krutz! Du meinschst wohl den Mällz Köster, der wo immer in de Indianerfilm mitgespielt hat? Ei, ist der net verwandt mit dem Albert Köster, der unnen im Dorf wohnt und in Merzich im Aldi schafft?“<br />
Onkel Pit: „Neee.“<br />
Tante Liesel: „Neee.“<br />
Onkel Herbert: „Hier uff! De Köster ist doch net mit dem Toni Krutz verwandt, der heisscht jo ganz anners.“<br />
Oma Bäbbi: „Ei jo.“<br />
Tante Liesel: „Ei jo..“<br />
Onkel Pit: „Aber der Albert ist mit dem Cälvin Köster verwandt, der so ne verrückte Frau hat, die ja nie wat isst und der wo immer Fußball gespielt hat!"<br />
Tante Thea: „Heißt der net eigentlisch Bäckmän, aber der hat ja so ne Pseudomün. Wegen all dem seine Fans."<br />
Tante Liesel: „Jo, dat kann natürlisch sinn.“<br />
Opa Fränz: „Ei, isch werd verrückt! De Albert ist verwandt mit Holliwutt!“<br />
Onkel Herbert: „Jo.“<br />
Tante Liesel: „Jo.“<br />
Onkel Pit: „Jo..“</p>
<p><em>Stunden später:</em></p>
<p>Tante Thea: „Ei, die Frau von dem Cälvin Bäckmän, die ist ja so dürr, weil die auch immer bei die Wärtz Wänderens geht!“<br />
Onkel Pit: „Ei jo, jetzt hamm mers! Ei, sach mal, Liesel, willschte auch so aussehen wie die Frau von dem Cälvin Bäckmän????“<br />
Tante Liesel (schnippisch): „Ei warum dann net, die sieht doch gut aus…“<br />
Onkel Herbert: „Liesel, wenn du so dürr wirscht wie die Klappertante, dann lass ich mich scheiden! Dann lass ich dat alles annulieren, auch unser Kinder!“<br />
Tante Thea: ....<br />
Opa Fränz: ....<br />
Onkel Pit: ....</p>
<p><em>Stunden später:</em></p>
<p>Opa Fränz: „Oma Bäbbi, bring mol wat zu essen, dat is ja ne Stimmung hier, wie uff der Titanisch!“<br />
Tante Liesel: „Wieso, wat is denn mit der Titanisch?“<br />
Onkel Pit: „Ei, die is doch abgesoff.“<br />
Tante Liesel: „Mein Gott!!“<br />
Tante Thea: „Oh nää!“<br />
Oma Bäbbi: „Wat?? Hör uff!“<br />
Tante Liesel: „Da wollt ich doch mol mitfahrn, mit dem Onkel Herbert. Wir wollten uns doch mal wat gönne, jetzt, wo die Kinder aus dem Haus sind! Ich hab mir schon extra ne Bikini bestellt bei de Näckermän. Und jetzt ist die plötzlich abgesoff!“<br />
Tante Thea: „Ei, Liesel, dat is aber jetzt zu spät. Da haschte jetzt Pech gehabt.“<br />
Opa Fränz: „Oder Glück, Liesel. Sonst wärschte jetzt ein Eisberg.“<br />
Onkel Herbert: „Hmm… Oder Pech...“</p>
<p><em>Stunden später:</em></p>
<p>Opa Fränz: "Ei, Anna, sag mol, trinkscht du immer so viel Alkohol?“<br />
Anna: „Nä. Nur wenn isch hier bin.“</p>
<p><em>Stunden später:</em></p>
<p>Opa Fränz: „ Anna, sag mol, gibt et denn in Aachen kein anständische Männer?"<br />
Anna: "Ähh..."<br />
Onkel Pit: "Ei, wie wär et denn mit dem Müller sein Nikla?"<br />
Opa Fränz: "EI BISCHT DU DENN TOTAL BEKLOPPT!!! DE NIKLA!!!"<br />
Oma Bäbbi: "EI SACH MOL!! DE NIKLA!!"<br />
Onkel Herbert: "DE NIKLA!!!?? FÜR UNSER ANNA????"<br />
Tante Liesel: "EI PIT!!!"<br />
Tante Thea: "EI SACH MAL!!"<br />
Onkel Pit: "Ei... äh.. ich.. Äh. Nix."<br />
Opa Fränz: "Pit, für einen Moment hab ich ja fascht gedacht, du wärscht einer von den Zündologen!"<br />
Tante Liesel: "Ich auch."</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Letters from the Saarland (1)]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2008/01/04/letters-from-the-saarland-1/</link>
<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 00:35:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2008/01/04/letters-from-the-saarland-1/</guid>
<description><![CDATA[Liebe Bloggemeinde,
Frau Nuehm ist verreist und zwar in das vielgeliebte Saarland, formerly known as]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Bloggemeinde,<br />
Frau Nuehm ist verreist und zwar in das vielgeliebte Saarland, formerly known as the Auenland himself und persönlich. Dank meines - in epischer Breite bereits ausgewalzten - Einsatzes in Sachen High-Tech-Tech-Erneuerung gibt es hier zumindest hin und wieder Internet! Hurra.<br />
In Kurzform biete ich deshalb Insiderberichte aus dem Leben der Saarländer zwecks Völkerverständigung und Erhöhung der gegenseitigen Toleranzgrenze, vielleicht aber auch zur völligen Auflösung derselben, man weiß es nicht so genau.<br />
Machen Sie doch einmal etwas ganz Verwegenes, lesen Sie mit und fühlen Sie sich - wenn auch nur für Stunden, aber dafür umso intensiver - wie ein Saarländer! Hier geht's los:</p>
<p>Tag 1, 14 Uhr: <em>The Arrival</em><br />
Ich komme an, alle frenetisch begeistert, was auch sonst. Raketenböller, Kuhglockengeläute, Freudentränen. Muttern steht mit fünf Torten, siebzehn Schinken und dreißig Kästen Bier bereit. Freue mich über den warmherzigen Empfang.<br />
Eigentlich wollte ich den Boden küssen, aber wegen starkem Bodenfrost raten mir alle davon ab und zeigen mir Fotos von Willibald Z., der das vor 24 Jahren nach dreiwöchiger Abwesenheit in einem postholidayschen Anfall von Heimweh spontanerseits versuchte und dann monatelang festgefroren war. Er taute erst an Karneval wieder von der Dorfstraße ab - was das langersehnte Ende der großräumigen Straßenumleitung zu Folge hatte - und das auch nur unter Einsatz eines Flammenwerfers. Die Rekonstruktion seines Gesichts war zwar Dank seines Cousins Fredi, der seinerzeit auf der "Titanic" nach New York ausgewandert und es da zum Schönheitschirurgen von internationalem Rang und Namen gebracht hatte, ein leichtes Unterfangen von nur 97 Operationen, aber Fredi ist mittlerweile 117 und praktiziert nicht mehr. Und andere Schönheitschirurgen gibt es nicht in der Verwandtschaft.<br />
Nee, also lieber nicht.</p>
<p>14.30 bis 17 Uhr: <em>Tea time with coffee</em><br />
Kaffeetrinken.<br />
Tante Liesel bricht in Tränen aus, weil sie Kuchenknappheit befürchtet. Okay, insgesamt 97 Kuchen für 49 Leute ist ein wenig knapp, aber man muss ja nicht immer in Völlerei schwelgen.<br />
Alle halten sich beim Essen vornehm zurück, was Tante Thea, Cousine Jolanthe und die Onkel Herbert, Pit, Fredi und Opa Matz zu der unisono ausgesprochenen Äußerung führt: "Liesel, beim nägschten Mal kaufschte abba mal mehr Kuche, dat is ja eine Blamage für die ganze Innung und guck dir mol an, wie dürr die all sind, besonders unser Anna aus der großen Stadt. Dat Anna kommt extra von so weit angereist und kriegt dann hier nix zu essen oder wie, dat is doch ne Skandal!!" [Ich traue meinem gebildeten Leser an dieser Stelle eine selbstständige Übersetzung zu.]<br />
Damit sprengen sie mir nix-dir nix die harmonische Kaffeegesellschaft und sorgen für einen Eklat erster Güte.<br />
Dieser wird noch gesteigert durch Oma Bäbbi, die ein vernichtendes "Dat Liesel is ne Kuchenversager! Seitdem dat bei die Wätz Wätchertten geht, will dat ja die ganze Welt verhungern lassen, guck dir doch nur mal an, wie dürr dat is und so sollen wir auch mal enden!? Nää, ohne misch! Heinz, schmeiß die Schwenker an, dann gibt es jetzt eben sofort Nachtessen!" [Auch hier verlasse ich mich ganz auf Ihren überragenden Intellekt. Danke.]<br />
Tante Liesel kollabiert mit einem akuten Anfall von "Herz", wird aber mit drei Stücken Herrentorte, vier Schinkenbroten und einem Gläschen Urpils wieder auf Vordermann gebracht.</p>
<p>17 Uhr bis 18 Uhr: <em>Apéritif</em><br />
Nach der Einnahme einiger "Maggirithas on the rocks" -Zubereitung: ein Glas Maggi, ein Spritzer Tabasco, etwas Zitronensaft, 9 cl Wodka, drei Eiswürfel - sind alle wieder entspannt und freuen sich auf das Abendessen.</p>
<p>18 Uhr bis 22 Uhr: <em>Dinner for all</em><br />
Abendessen. Alles läuft prima, bis einer der Schwenkapparate - eine kunstvoll umgeschmiedete, ehemalige Waschmaschinentrommel - wegen großräumigem Lochfraß ausfällt und für böses Blut sorgt. Tante Thea gießt Öl ins Feuer, sowohl real als auch verbal, und díe daraus entstehende Stichflamme sorgt für den kompletten Haupthaarausfall von Opa Franz, der das aber mit einem sehr gelassenen bis nonchalanten "Ich wollt dat Tupéh sowieso wegschmeißen, dat is ja eine Kriegstrophäe aus dem ersten Weltkrieg und müffelt bei Wetterumschwung wie die alt Katz von Oma Traudel." hinnimmt. Tante Theas kollateraler Verbalausfall "Liesel, dat is ne Schande, dass du deine 49 Gäste wirklisch mit nur 10 Schwenkern versorgen willst, und du solltest disch escht mal schämen!!" geht deshalb im leisen Disput von Oma Traudel und Opa Franz "Mein Katz müffelt net, dat is dein alt Unnerbux!"- "Verzäll mer nix, dat is dein Katz!" unter. [Wenn Sie bisher alles verstanden haben, ist das doch jetzt ein Kinderspiel, das schaffen Sie! Super!]<br />
Harmonische Stimmung.<br />
Opa Friedelbert erzählt unter dem begeisterten Aufstöhnen aller zum 173. Mal von seiner Kriegsgefangenenschaft bei den Franzosen, die die "schönschte Zeit in meinem ganzen Leben war, weil die Franzosen, die kochen ja so gutt und da hab isch die Fronkßiene kennengelernt, dat war mal ein Prachtweib, sag isch eusch!" [Dito.]</p>
<p>22 Uhr bis 2 Uhr nachts. <em>The great Final</em><br />
An dieses sehr dunkle Kapitel habe ich leider nur sehr dunkle Erinnerungen. Ich kann nur raten: Maggiritha niemals mit Gin-Tonic, Cola-Bacardi, Brandy, Urpils, Rotwein und Tomatensaft mischen. Total ungesund das Ganze. Vor allem der Tomatensaft.<br />
<del dateTime="2008-01-04T00:00:57+00:00">Prost.</del></p>
<p>Na, wie fühlen Sie sich jetzt so als Saarländer/in für wenige Stunden? Ist das nicht ein berauschendes Gefühl? Tauchen Sie auch demnächst wieder in dieses Vollbad an kulinarischen, fremdsprachigen und lokalkoloritischen Finessen wieder ein, wenn es heißt:<br />
Letters from the Saarland - Es war nie schöner!<br />
Ihre Anna Nuehm</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Saarländer. Die Erschaffung. Part IV]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/11/der-saarlander-die-erschaffung-part-iv/</link>
<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 22:08:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/11/der-saarlander-die-erschaffung-part-iv/</guid>
<description><![CDATA[Am siebten Tage, an dem Gott eigentlich ruhen wollte, trug es sich aber zu, dass ihm schon mittags u]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am siebten Tage, an dem Gott eigentlich ruhen wollte, trug es sich aber zu, dass ihm schon mittags um zwölf langweilig war und er deshalb zu seiner Frau sagte: „Frau, mir ist langweilig, ich geh dann mal in meinen Hobbykeller und bastele ein wenig vor mich hin.“<br />
Worüber sind Sie jetzt überraschter, dass Gott einen Hobbykeller hat oder über seine Frau? Natürlich braucht er einen Hobbykeller, denn sonst würde der ganze Kram im Wohnzimmer herumliegen und davon wäre seine Frau gar nicht begeistert, denn sie sitzt abends gerne in Ruhe auf der Couch und strickt. Momentan an einem Poncho. Mit Fransen!<br />
Und ohne Frau wäre Gott schon so manches Mal ganz schön aufgeschmissen! Na, was denken Sie denn, wie er all die schönen Tiere, Farben, Modestile, Frisuren erschaffen hat, wenn er dabei alleine gewesen wäre? Alleine hätte er wahrscheinlich nur zwei Tiere kreiert, ein großes, ein kleines, fertig. Aber Dank der kreativen Ader seiner Frau wurden da ein paar mehr draus. Und auch bei den Schuhen hat sich seine Frau so richtig ausgetobt, aber das war, als Gott schlief und am nächsten Tag gab es da auch ein bisschen Ärger, wegen Kompetenzüberschreitung, aber das gehört jetzt nicht zum Thema.</p>
<p>Gott also im Hobbykeller, seine Frau kochte Mittagessen. Sie rührte im Topf mit dem leckeren Fleischragout und Gott rührte in seinen Töpfen, also moderne Arbeitsteilung, wobei er so dachte: „Hmmm.. irgendwie fehlt mir da bei den Menschen noch so ein komplett durchgeknalltes Exemplar.. So ein bisschen anders als die anderen, aber sehr liebenswert, chaotisch, genial, mit Herz, also ein bisschen so wie ich.. aber auch so kreativ wie meine Frau… und essen sollen sie auch gerne.. trinken auch“. Und als Gott so seinen Gedankengängen nachhing, strömte von oben der leckere Fleischduft als geballte Ladung in seinen Hobbykeller, denn die Abzugshaube war kaputt und der Monteur sollte erst nächste Woche kommen, und zog in seinen Topf, beziehungsweise schlug sich dort als Dunst nieder, verwandelte sich in einen Tropfen, sammelte sich am Topfrand und fiel in Gottes angerührten Menschenrohmassenbrei.<br />
Gott betrachtete diesen Vorgang fasziniert und murmelte „Hey, cool… da bin ich ja mal auf das Ergebnis gespannt..“, nach oben rief er „Frau, tu mal ordentlich Maggi in das Fleischragout, sonst ist das wieder so lasch!“ und kaum hatte er das gesagt, durchfuhr ihn der Blitz der Erkenntnis, er rannte nach oben, riss seiner verdutzten Frau das Maggifläschchen aus der Hand, stürmte wieder zurück in seinen Hobbykeller und würzte seinen Brei mit einem ordentlichen Schuss Maggi.<br />
Dreimal. Viermal. Fünfmal. Fertig.<br />
Da Gott beim Erschaffen auch gerne mal ein Bierchen trinkt oder ein Glas Wein und weil er an diesem Tag in Experimentierlaune war, schüttete er ganz spontan erst einen guten Schuss Bier, dann eine halbe Flasche Wein in seinen Topf, rührte dann begeistert und ein bisschen hektisch darin herum. Dabei stieß er versehentlich an das Regal, auf dem er die ganzen Nationen gestapelt hatte.<br />
Oben hörte Frau Gott plötzlich einen lauten Schrei aus dem Keller. „Oh, <strike>Gott</strike> nein!“. Leicht beunruhigt rief sie zurück: „Was ist denn passiert?“.  Gott jammerte: „Oh, nein! Jetzt sind mir beim Anrühren ein paar Franzosenrohlinge in den Topf gefallen! Aber auch ein paar Deutsche! Jetzt muss ich wieder von vorne anfangen!“ Sie beruhigte ihn: „Das macht doch nix. Das gibt bestimmt eine interessante Mischung..“<br />
Gott dachte bei sich: „Hmmm, da hat sie bestimmt wieder Recht… Ich lass das jetzt einfach mal so. Mann, bin ich heute wieder kreativ! Jetzt brauch ich nur noch einen guten Namen…Da hat sie bestimmt auch wieder 'ne gute Idee..“ und laut rief er:<br />
„Frau, wie soll ich die denn nennen, die liebenswerten Chaoten, die gerne gut essen, ein Drittel Franzosen sind, ein Drittel Deutsche und ein Drittel sie selbst?“<br />
Sie war ganz ins Kochen vertieft, hörte ihn gar nicht, bat ihn aber rein zufällig: „Kannst du gleich mal 'ne Dose Sardinen mitbringen, wenn du fertig bist?“<br />
Gott verstand nur „Sardinen!“ und war sehr verwundert: „Sardinen soll ich die nennen? Aber es gibt doch schon Sardinen, die komischen kleinen Fische, die sie sich neulich ausgedacht hat, als wir so am herumalbern waren… Sardinen?? Nee, meine Liebste.. nee... neee. Sardinen??? Sardinenmenschen? Ach nee, das ist blöd.. Sardinenwäldler? Sardinenländler? Nee. Sardinenfranzosendeutsche? Quatsch. Sardinen-Franco-Allemannen-Ländler?? Hmm. Sardellenfranzdeutschländerwürstchen? Nein, auch nicht… hmmmm… Ahhh, ich habs! Ich nenne sie Sar-Länder! Ja! Das ist spannend, das ist verrückt, das ist crazy! Das gefällt mir!“</p>
<p>Und während er weiter in seinem Topf rührte, warf Gott aus einer verrückten Laune heraus einfach noch ein paar Magnete in den fast fertigen Brei hinein, nahm einen Schluck aus seiner Weinflasche und lachte: „Ha, und so habe ich sicher gestellt, dass die Saarländer sich untereinander nicht nur mögen wie verrückt, sondern dass sie sich auch immer blindlings erkennen, egal wo sie sich gerade auf der Welt befinden. Witzig, hihi.“<br />
In diesem Moment rief von oben seine Frau „Essen ist fertig!“ und Gott rief „ Ich auch!“<br />
Tja, und genau so wurden die Saarländer erschaffen. Deshalb auch kein Wunder, dass sie so sind, wie sie sind. So insgesamt so. Und überhaupt.<br />
Kein Wunder war es aber auch, dass Gott sich später ein ganz kleines bisschen über das Fleischragout beschwerte. Und wissen Sie auch warum?<br />
Da war zu wenig Maggi drin, ist klar! Aber sonst war er insgesamt sehr zufrieden und seine Frau auch.</p>
<p>So, und wenn Sie das Ganze noch mal verkürzt und zusammengefasst als Film sehen wollen, bitte sehr. Ich hab es zwar hier schon mal verlinkt, aber weil es so schön ist, noch ein zweites Mal.<br />
<a href="http://134.96.77.91/1149.html?&#38;tx_bddbflvvideogallery_pi1[video]=5">Ihr Auftritt bitte, Herr Stefan Abendschön. Legen Sie los.</a></p>
<p>Fortsetzung: Liebe 30 bis 40 Millionen Leser, wenn Sie wissen wollen, wie sich diese Zutaten Gottes auf das Leben der Saarländer ausgewirkt haben, und was sie den ganzen Tag so machen, dann lesen Sie demnächst hier weiter, wenn es heißt:<br />
Saarländer. Once again.<br />
Untertitel: Sind Saarländer besessen von sich selbst?<br />
Unteruntertitel: Ja, denn sie haben allen Grund dazu!</p>
<p>Ihre Anna Nuehm</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[The Saarlandian Internetdesaster. Part III]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/10/the-saarlandian-internetdesaster-part-iii/</link>
<pubDate>Tue, 09 Oct 2007 22:26:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/10/the-saarlandian-internetdesaster-part-iii/</guid>
<description><![CDATA[Wie Sie gestern und heute lesen konnten, endete der überaus spannende Saarlandbericht mit einem auf]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Sie gestern und heute lesen konnten, endete der überaus spannende Saarlandbericht mit einem aufsehenerregenden Kliffhänger sondergleichen, der seinesgleichen sucht, aber wohl kaum findet.<br />
Ich hoffe, Sie haben trotz Ihrer prekären Lage - am Kliff hängen ist nicht gerade witzig, aber es musste einfach sein - gut geschlafen und auch den heutigen Tag gut überstanden. Da Sie ja hier mitlesen, denke ich mal, ja. Ich übrigens auch.<br />
Eigentlich wollte ich aus Spannungsgründen den Kliffhänger noch um einen weiteren Tag ausdehnen, aber das fand ich dann doch ein bisschen unmenschlich von mir selber und entschied mich glücklicherweise - für Sie - dagegen.</p>
<p>Also, kurze Zusammenfassung des Status quo: Ich im Saarland, Internet mir auf den Fersen und ich so „Muss das denn sein?“. Dann rauschende Feier, Jubel, infernalischer Jubel, nur Nuehm jubelt nicht, Ankündigung eines verhängnisvollen Verhängnisses, das jetzt seinen Lauf nimmt und wie:</p>
<p>Der Morgen danach. Verkatert stand ich bereits um halb drei Uhr nachmittags auf der Matte und blickt in lauter bedröppelte Gesichter.<br />
Ich: „Was'n hier los?“ Lautes Weinen.<br />
Ich: „Häh?“ Schluchzen.<br />
Ich noch mal: „Ja, kann mal einer den Mund aufmachen, verdammte Hacke noch mal!!!“<br />
„Das Internet…“, schluchzte mein ältester Bruder, „Es ist.. es ist.. es ist..“<br />
„Ja????“, schrie ich vor Spannung fast explodierend. „Was ist denn jetzt los mit eurem Scheißinternet? Seid ihr alle gespammt worden oder gehackt oder ausgetrickst, so wie ich immer, oder wie oder was?“<br />
Tiefer Seufzer meiner drei Brüder: „Nein. Es ist… KAPUTT!!!“.<br />
Ach Herrje. Da war ich doch schwer erschüttert. DAS wünscht man dann doch keinem.<br />
Kaum einen Tag Spaß im Internet und schon ist es kaputt. Mist. Da konnte ich mir mein Mitgefühl nicht verkneifen und sagte vollmundig:<br />
„Keine Panik. Ich repariere das Teil.“<br />
Ungläubiges Staunen. Dann Gekicher, dann Gelächter, dann Gekringel auf dem Fußboden. All das ignorierte ich geflissentlich. Über so etwas stehe ich. Immer.<br />
Ich: „Zeigt mir einfach die kaputte Stelle, die schweißen wir dann zusammen, verbinden sie mit dem Stromnetz und fertig.<br />
Bruder zwei: „Aber wir haben doch gar keinen Strom, wie soll das denn gehen?“<br />
Ich: „Ha, ich hab meinen Akkuschweißer eingepackt. Den hab ich für Notfälle immer dabei.“<br />
Vielsagende bis ängstliche Blicke zwischen meinen Brüdern.<br />
Ich nochmal so: „Natürlich habt ihr Strom, ihr wisst es nur nicht! Ist das denn die Möglichkeit? Ab zum nächsten Elektroweidezaun, aber zackig!“</p>
<p>Der hatte nämlich Strom, da muss man aber erst mal drauf kommen! Ich dann mit dem Akkuschweißer in der einen Hand und mit den ausgefranselten Enden des kaputten Internets in der anderen, direkt voll Power in den Weidezaun hineingeschweißt und *BZZZZZZZZZZZZZZZZZ fiel ich um. Kurzschluss.<br />
Vielleicht war auch der Regen Schuld, ich weiß es nicht. Könnte sein, dass da ein Kausalzusammenhang besteht. Will ich jetzt nicht ausschließen.</p>
<p>Auf jeden Fall lag ich da und sah von oben meinen Körper da liegen. Sah irgendwie komisch aus. Meine Brüder, die von allem natürlich nichts mitbekamen. Einer sagte noch „seit die in der Stadt lebt, ist sie total verweichlicht, die muss mal wieder zurück aufs Land, ist ja schon peinlich mit ihr..“. Ich wollte noch rufen <em>Du Idiot, ich bin vielleicht gerade ein bisschen fast so gut wie tot!</em> Aber ich hatte ja keine Stimme!<br />
Aber als ich so dahinschwebte, dachte ich mir <em>Nee, Nuehm, so nicht. So nicht. Einen ähnlich bescheuerten Abgang hast du dir zwar immer ausgemalt, aber so blöd auch wieder nicht. Wenn das einer in deinem Blog erfährt, bist du lebenslänglich das Gespött der Blogosphäre! BLOGOSPHÄRE!!!</em><br />
Und bei diesen erschreckenden Gedanken machte ich mich flugs wieder auf den Rückweg, schlüpfte unauffällig in meinen Körper zurück, gähnte kurz und tat dann einfach so, als wäre ich nur mal so kurz weggenickt. Es fiel auch keinem weiter auf.<br />
Im Nachhinein weiß ich auch gar nicht so genau, was da passiert ist. Vielleicht hab ich mir das auch eingebildet oder es lag an meinen drei Promille Restalkohol, aber ich schwöre es, ich hab mich selbst gesehen, also meinen Pulli hab ich gesehen, also den Ärmel. Und wenn das kein Beweis ist, dann weiß ich es auch nicht. Ich kann seitdem auch viel besser denken, viel konzentrierter und sehe Farben auch viel leuchtender und manchmal höre ich auch kleine Tiere miteinander sprechen, aber nur wenn ich mich konzentriere. Also bitte, ist das Beweis genug? Ja. Sehen Sie.</p>
<p>Stillschweigend haben wir dann das Internet repariert. Ich habe aber alle gewarnt, sie müssten höllisch aufpassen, da es an der Stelle nur 3 Millimeter dünn wäre, quasi so dünn wie 'ne Nylonstrumpfhose und was die aushalten, ist ja bekannt. Nicht, dass da einige Idioten mit ihren Jesuslatschen dran hängen bleiben oder gerade an der Stelle ihren Grill aufschlagen wollen. Nein. Verboten!</p>
<p>Und deshalb, wenn jetzt einige gedacht haben, HAHA! HOHO! Wenn Anna ins Saarland fährt, hat sie immer Internet und keine Ausrede mehr, dass sie nicht bloggen kann, haha!, dann kann ich dazu nur sagen:<br />
So nicht, meine Herren, SO nicht! Es kann ja jederzeit kaputt gehen, da es nur an einem winzigen seidenen Faden hängt, noch dazu von mir selbst angeschweißt, haha!</p>
<p>So, und jetzt können Sie Ihre Adrenalinausschüttungen einstellen und unauffällig mit Ihrer Arbeit weitermachen. Bleiben Sie aber dran, denn es bleibt auch weiterhin unaushaltbar spannend, denn morgen oder so werde ich die aufsehenerregende Saarland-Special-Woche abschließen, wahrscheinlich mit dem Titel:</p>
<p>Saarländer, warum sind sie die tollsten Menschen auf der Welt und trotzdem so bescheiden?<br />
Untertitel: Lyoner und Grillen. Wenn die Wahrheit brutaler ist, als jedes Klischee es in seinen kühnsten Träumen nicht sein könnte.<br />
Unteruntertitel: Der Maggi. Getränk oder Lebenseinstellung?</p>
<p>Ihre Anna Nuehm</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[My Passage to the Saarland. Part II]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/09/my-passage-to-the-saarland-part-ii/</link>
<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 22:14:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/09/my-passage-to-the-saarland-part-ii/</guid>
<description><![CDATA[Once upon a time, ach, nein, stopp, falsche Sprache. Das kann schon mal passieren, wenn man so wie i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Once upon a time, ach, nein, stopp, falsche Sprache. Das kann schon mal passieren, wenn man so wie ich in allen fließenden und toten Weltsprachen zu Hause ist wie nirgendwo sonst, und man immer für eine Engländerin gehalten wird, wenn man zB. Französisch spricht oder umgekehrt.<br />
Und als formvollendeter Kosmopolit, der ständig zwischen den Ländern, ich sage nur Deutschland und Belgien, oder den Kontinenten, ich sage nur NRW und das Saarland, hin und her pendelt, träumt man auch schon mal auf indisch und lacht auf malaysisch, aber das nur so am Rande.<br />
So, jetzt aber: Nach den erschütternden Ereignissen des Vortages wollte ich einen weiteren Versuch wagen und ins Saarland vorstoßen. Diesmal wesentlich besser vorbereitet.<br />
Ich schaltete sämtliche Elektrogeräte ein, dann schaltete ich sie ab. Voll konzentriert. Ich machte Fotos von den abgeschalteten Geräten und deren lose heraushängenden Kabeln und klebte diese in ein Album ein. Das steckte ich in meine Reisetasche und verschloss sorgfältig den Reissverschluss.<br />
Dann drehte ich einen Videoclip von der nunmehr narrensicheren Wohnung, unter besonderer Betonung der Elektrogeräte und der Kabel und stellte diesen ins Netz. Was mich auf die Spur des Computers brachte, der Schlingel war also doch noch angeschaltet! Also wieder alles von vorne!<br />
Wenige Stunden später war ich schon abfahrbereit. Ich nahm den wimmernden Hund und stieg ins Auto ein. Um sicherzugehen, rief ich dann noch bei den Stadtwerken an und imitierte eine Bombendrohung, damit die das Gas und den Strom komplett abstellten. Prima, so kann ja nix passieren! Auf die Idee hätte ich mal früher kommen sollen.<br />
Dann fuhr ich los.<br />
Die weitere Fahrt verlief ohne weitere Zwischenfälle, zumindest ohne solche, die ich hier vor der ganzen Meute ausplaudern werde, weil es dann wieder heißt „Typisch Frau, zu blöd zum Tanken, oder wie.“ Nein, danke. Also ohne Zwischenfälle und schließlich bin ich dafür ja auch im ADAC.</p>
<p>Ich kam dann also an, im Saarland, es war so gegen Mitternacht.<br />
Aber das ganze Dorf war hell erleuchtet und die Menschen tanzten auf den Straßen. Zuerst war ich sehr gerührt, weil ich dachte „So viel Aufhebens, das wäre doch nicht nötig gewesen“, dann auch sehr geschmeichelt und schon wenige Sekunden später leicht größenwahnsinnig. Also hielt ich an, sprang enthusiastisch aus dem Auto, breitete die Arme aus und rief <del dateTime="2007-10-08T20:52:19+00:00">„Ich bin der König der Welt!“</del> „Kuckuck, hier bin ich!“.<br />
Aber niemand nahm Notiz von mir. Keiner.<br />
Alle liefen nur jubelnd durch die Straßen, riefen „Hurra!“, „Hallelujah“ und „Hosianna“.<br />
Schließlich ließ sich dann doch einer dazu herab mit mir zu sprechen, es war zufälligerweise noch einer meiner Brüder, was ich ihm hoch anrechne. „Na, Schwesterherz, wo biste denn wieder rumgekurvt, warste mal wieder in Spanien, oder wo?“. „Pfffff. Spanien. Paris.“<br />
Als er wieder sprechen konnte, brachte er ein gänzlich Sinnloses „Kauf dir mal 'nen Navi-hihihi“ heraus und entfernte sich, was sein Glück war. Ich rief ihm noch ein „Navi? Ich brauche keinen Navigator, mein zweiter Vorname ist Navigator!“ nach, aber das hatte er vermutlich nicht mehr gehört. Wegen der Raketen und der Kanonenböller.<br />
Das stürzte mich doch ein wenig in Sorge und ich fragte einen meiner 756 Cousins: „Sag mal, was ist hier eigentlich los? Sind wir wieder im Krieg, oder wie? Und für wen kämpfen wir dieses Mal überhaupt?“. Als Saarländer muss man das immer zuerst fragen, es könnte ja gerade sein, dass man Franzose ist, und man weiß es nicht. Also immer zuerst die Nationalitätenfrage abklären.<br />
Außerdem sind wir jetzt auch alle Hindukuschistaner und es könnte minütlich aus dieser Ecke ein Angriff losgehen.<br />
„Nee. Kein Krieg. Stell dir mal vor, wir haben jetzt Internet!! Ist das nicht toll??!!“<br />
Mein Entsetzen hätte am Hindukusch nicht größer ausfallen können: „Ihr habt was?? Ihr habt was? Ihr habt was?“ „Warum sagst du denn alles dreimal, bist wohl urlaubsreif, oder wie? Ja, wir haben Internet.“<br />
Ich zerbröselte innerlich, <a href="http://mattwagner.de/blog.htm">so wie Matt sonst immer,</a> aber dieses Mal zerbröselte ICH.<br />
Internet! Ausgerechnet! Wo ich doch aus dem <del dateTime="2007-10-08T20:52:19+00:00">vermaledeiten </del>aparten Aachen auch und gerade wegen des Internets geflüchtet war! Das Internet, das mir schon 50.000 Mal mein kleines Herzchen gebrochen hatte, das Internet, in dem ich in den letzten Tagen mit Schmach und üblen Worten überschüttet worden war, <a href="http://annanuehm.wordpress.com/2007/09/10/geballte-internetweisheiten-oder-was-sie-schon-immer-uber-das-internet-wissen-wollten-und-sich-nie-zu-fragen-trauten/">das Internet, in dem sich immer nur die gleichen drei Leute aufhalten.</a><br />
Aber wer? Wer? Wer?<br />
Ja. Es reichte. Es war einfach genug mit diesem Internet!<br />
Es verfolgte mich geradezu!<br />
Es hatte mich auch hier eingeholt und lauerte bereits auf mich, als ich ahnungslos um die Ecke ge<a href="http://erdgeschossrechts.myblog.de/">schoss</a>en kam, mit meinem unschuldigen, kleinen Auto. Und meinem Hund. Einem winselnden Hund sogar, das muss man sich mal vorstellen!<br />
Und so nahm das sehr verhängnisvolle Verhängnis seinen Lauf...</p>
<p>Lesen Sie auch morgen oder so weiter, wenn es heißt:<br />
Internet oder Nuehm. Nur einer kann gewinnen. Aber wer?<br />
Untertitel: Der Stromschlag.<br />
Unteruntertitel: Bin ich immer noch ich oder jetzt jemand anders?</p>
<p>Na, das nenne ich jetzt mal einen Kliffhänger, oder?!<br />
Ihre Anna Nuehm</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Paris liegt nicht im Saarland. Part I]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/07/paris-liegt-nicht-im-saarland/</link>
<pubDate>Sun, 07 Oct 2007 21:13:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/07/paris-liegt-nicht-im-saarland/</guid>
<description><![CDATA[Ich bin wieder da!
Kaum aus dem Urlaub zurück, schon bin ich wieder in treuen und unermüdlichen Di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin wieder da!<br />
Kaum aus dem Urlaub zurück, schon bin ich wieder in treuen und unermüdlichen Diensten für meine Leser tätig, ist das nicht toll!? Keine Angst, das war eine rein rhetorische Frage.</p>
<p>Kurz eine Zusammenfassung der ungeheuer spannenden Abläufe meiner Fahrt ins strom- und internetlose, aber vielleicht gerade deshalb so idyllische Saarland:<br />
Alles lief wie am Schnürchen, die Koffer gepackt, den Hund ein und los ging’s. Kaum war ich aber 50 km gefahren, plagte mich die bohrende Frage:<br />
"Habe ich eigentlich die Kaffeemaschine ausgeschaltet?"<br />
Ich versuchte die Geschehnisse der letzten Stunden zu Hause zu rekonstruieren: Packen, Kaffee trinken, alles lag klar wie Schnee auf der Zugspitze vor meinem inneren Auge, nur als ich zu der Stelle mit der Kaffeemaschine kam, setzte es aus!<br />
Diese mentale und konzentrationsmäßige Überfixierung meiner beiden Gehirnhälften führte leider flugs zu einem Totalausfall meines ansonsten<em> blendenden</em> Ortsgedächtnisses und meines überdurchschnittlichen Orientierungssinns, der nicht allein durch Tausende von Fahrten ins Saarland gestählter ist, als meine blankpolierten Autofelgen es jemals sein könnten, denn sie sind aus Aluminium.<br />
Ich beherrsche die Strecke Aachen-Saarland praktisch im Schlaf und durchfuhr auch an Weihnachten letzten Jahres blindlings die haushohen, belgischen Schneeverwehungen, da ich auf's Saarland pawlowtrainiert bin wie ein Hund auf 'nen Keks und von jedem Ort der Welt aus dorthin zurückfinden würde, wie ein Zugvogel nach Afrika, also automatisch.<br />
Nur an diesem Tag nicht. Und auch nur, weil ich abgelenkt war! Sonst wäre das alles nie passiert.</p>
<p>Urplötzlich, kaum nach fünf Stunden des kurzweiligen Nachdenkens „Habe ich die Maschine ausgeschaltet? Habe ich den Knopf betätigt? War da ein rotes Leuchten an der Maschine oder nicht? Könnte es nach einer Woche des Vorsichhinschmorens eines winzigen Kaffeerestes zu einem Brand der Maschine oder der Küche kommen? Beziehungsweise der Wohnung, beziehungsweise des ganzen Hauses? Beziehungsweise von ganz Aachen? Wäre das ein Grund zurückzufahren? Oder eher nicht?“ war ich auf einmal kurz vor Paris! Unglaublich!</p>
<p>Ich trat bei Tempo 180 schwungvoll und abrupt auf die Bremse, was meinen Hintermann, der wahrscheinlich am Steuer eingeschlafen war, <del dateTime="2007-10-07T19:53:24+00:00">der blöde Penner,</del> zu einem völlig unmotivierten und hysterischen Hupkonzert bewegte. "Toll, pass doch auf, wo du hinfährst, ich kann nicht immer noch auf euch alle aufpassen“, dachte ich leicht erzürnt, während ich ihm eine unmissverständliche Handbewegung zudachte und gleichzeitig das schlingernde Auto zu bändigen versuchte, was mir auch fast komplett gelang.<br />
Auf dem Grasstreifen angelangt, der sich zum Glück als Rastplatz entpuppte und unter den misstrauischen Blicken der Passanten, steuerte ich zielstrebig einen gutaussehenden Herren an, der mir gleichzeitig kompetent erschien, griff tief in das reichhaltige Schatzkästlein meiner Fremdsprachenkenntnisse diverser Länder der Welt und sagte fließend und wohlklingend:<br />
„Hello. Who ist the rott to Saarland?“<br />
Er schaut mich fragend an und sagte „Pardon?“.<br />
Ich insistierte „Who are i?", doch anstatt mir diese wirklich sehr einfache Frage zu beantworten, lächelte er, zugegebenermaßen sehr charmant, und wiederholte nur ”Pardon?”.<br />
Leicht genervt, aber immer noch ein Ausbund an Höflichkeit, wiederholte ich:<br />
“Who the fuck is Germany? Germany, you know, douze points!” Er schaute ratlos und da ich ein weiches Herz habe und er mir angesichts seiner Unwissenheit sehr Leid tat, nahm ich ihm das Wort aus dem Mund und sagte in scherzendem Tonfall “Pardon?”.<br />
Er strahlte mich an und murmelte etwas wie "Vos yeux sont un peu bleu comme le ciel et un peu vert comme l'eau dans un lac profond."<br />
Keine Ahnung, welche seltene Sprache er da in seiner Not hervorkramte, wahrscheinlich ein osthindukuschisterner Dialekt kurz vor dem Aussterben oder zumindest von diesem bedroht, was sich zum Glück ja bald ändern wird.<br />
Ich wiederholte höflichst und abschließend nur "Fuck, ei äm lost", was soviel heißt wie "Vergelts Gott, ich mache mich dann mal auf den Weg und irgendwie komme ich schon nach Hause, aber schön, dass wir darüber gesprochen haben, vielen Dank auch, tschüss!" Aber das wissen Sie vermutlich selber.<br />
Nach kurzem Nachdenken beschloss ich dann einfach auf der Stelle zu wenden, denn logischerweise musste ich dahin, wo ich hergekommen war! Von den entgegenkommenden Autos ließ ich mich nicht irritieren, wäre ja noch schöner. Außerdem war es schon dunkel und mich kennt da sowieso keiner.</p>
<p>In Aachen wieder angelangt, hab ich dann auch gleich die Kaffeemaschine ausgeschaltet. Sie war zwar aus, aber in einem symbolischen Akt schaltete ich sie zuerst feierlich wieder an, dann wieder aus.<br />
Das sollte schließlich nicht alles umsonst gewesen sein!<br />
Den zweiten Anlauf meiner Saarlandfahrt startete ich wegen nervlicher Zerrüttung erst am folgenden Tag, außerdem weigerte sich der Hund ins Auto einzusteigen, weshalb ich ihn erst etwas <del dateTime="2007-10-07T19:53:24+00:00">betäuben</del> überreden musste.<br />
Aber insgesamt sind solch spannende Ereignisse doch erst das Salz in der Suppe eines noch viel spannenderen Urlaubs, wie ich ihn erleben durfte.</p>
<p>Bleiben Sie dran und erfahren Sie mehr, wenn es morgen oder so wieder heißt:<br />
Frau Nuehm und ihr Urlaub. Abenteuer ohne Sinn und Ziel?<br />
Untertitel: Das Saarland und ich. Eine Liebe auf sehr verschlungenen Wegen.<br />
Unteruntertitel: Die Ankunft. Ja oder Nein.<br />
Bis bald!</p>
]]></content:encoded>
</item>

</channel>
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