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	<title>rezension &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "rezension"</description>
	<pubDate>Sat, 17 May 2008 09:01:28 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Marcus du Sautoy: Musik der Primzahlen]]></title>
<link>http://radiergummi.wordpress.com/?p=127</link>
<pubDate>Sat, 17 May 2008 05:29:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>flattersatz</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Die Primzahlen, wir kennen sie von der Schule, diese Zahlen, die nur durch sich selber und durch di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img align="left" src="http://radiergummi.wordpress.com/files/2008/05/pimzahlen.jpg" alt="" width="171" height="239" class="alignnone size-full wp-image-128" /></p>
<p><strong>Die Primzahlen, wir kennen sie von der Schule, diese Zahlen, die nur durch sich selber und durch die "1" teilbar sind (ohne Rest): 2, 3, 5, 7, 11, 13 etc pp... Ohne Regel scheinen sie rein zufällig innerhalb der natürlichen Zahlen aufzutauchen, je größer die Zahlen werden, desto größer werden auch die Abstände zwischen den Primzahlen und die große Frage der Zahlentheorie ist es, festzustellen, ob und wenn welcher Ordnung die Primzahlen gehorchen. </strong></p>
<p>du Sautoy erklärt uns die Primzahlen als "Atome" der (natürlichen) Zahlen, denn alle Zahlen lassen sich in Primzahlen faktorisieren und damit läßt sich letztendlich alle Erkenntnis, die mit Zahlen zu tun hat, mit den Primzahlen verknüpfen. Und über solch eine Verknüpfung von Primzahlen mit komplexen Zahlen und unendlichen Reihen gelangte Riemann zu einer neuen Sicht auf diese und öffnete den Blick auf ihre innere Strukur.</p>
<p>Die Geschichte dieser mathematischen Untersuchung, die bei den alten Griechen anfängt mit dem Beweis, daß es unendlich viele Primzahlen geben muss und die dann vor allem mit Gauss einen Höhepunkt erlebt bis dann der Nachfolger von Gauss, Riemann, seine Vermutung, die <a href="http://math-it.org/Mathematik/Riemann/Riemannia_de.html">Riemann´sche Vermutung</a> aufstellte, deren Richtigkeit zwar bis dato unbewiesen ist, von der aber auch trotz immensen Aufwands noch nie eine Ausnahme gefunden wurde, die sie widerlegt.... und die so vielen anderen Beweisen zugrunde liegt.</p>
<p>Riemann gelingt es, durch die nach ihm benannte Vermutung eine Ordnung in die dem Anschein nach beliebige Primzahlwelt zu bringen. Ich muss zugeben, die Mathematik, die du Sautoy beschreibt, vereinfachend beschreibt, ist mir nicht völlig klar geworden, viel ist von Landschaften die Rede, von Meereshöhe und von Musik.... später, in modernern Zeiten auch von Quantentrommel und Chaotischem Quantenbilliard... Aber das "Verstehen" ist wahrscheinlich auch zuviel verlangt und wäre wohl auch recht seltsam, denn es müh(t)en sich schließlich einiger der fähigsten Mathematiker mit diesem Problem ab. Und darin liegt der Reiz des Buches: Es ist sehr viel geschrieben über das Wesen der Mathematik, über den Charakter mathematischer Forschung und vor allem über eine Vielzahl von Mathematikern, die an diesem Problem arbeiteten. Für die einen gilt nur der strenge Beweis, die anderen sprühen aus ihrer Intuition schier unendlich Formeln heraus, deren Beweis ihnen nicht wichtig ist, weil es klar ist, daß es so sein muss, aber so unterschiedlich die Ansätze auch sind, sie führen nicht dazu, diese Vermutung zu beweisen. Aber sie führen zu so manch anderer Erkenntnis, manch anderem Beweis, der sich auf dem bei den Überlegungen ergab.</p>
<p>Primzahlforschung ist - und das wird im letzten Abschnitt des Buches klar - keine abgehobene Forschung ohne Praxisbezug, denn wichtige kryptographische Verfahren (z.B. im Internethandel oder -online-banking) beruhen darauf, riesige Primzahlen in Faktoren zu zerlegen. Gelingt dies, ist der Schlüssel zu dem Verfahren geknackt. Dies ist einer der Gründe, warum die Leistungsfähigkeit von Großrechnern oft daran gemessen wird, riesige Primzahlen a) zu finden und ggf. b) in Faktoren zu zerlegen. </p>
<p>Interessant sind die Ausblicke, die du Sautoy auf die modernen Forschungsansätze gibt, die in mancherlei Hinsicht in die moderne Physik hineinreichen, bei der z.b. bei atomaren Energieniveaus analoge Strukturen auftreten wie bei Primzahlverteilungen, so daß Vermutungen auftauchen, Lösungen zur Riemannschen Vermutung könnten auch über die Physikalische Forschung möglich sein.</p>
<p><strong>Facit</strong>: ein sehr interessantes Buch über das Wesen der Mathematik mit biographischen Beschreibungen vieler Mathematiker und ener faszinierenden Sicht auf die Welt der Primzahlen, die in der Schule noch so einfach erschien....</p>
<p>Marcus du Sautoy: Musik der Primzahlen<br />
dtv 2006<br />
ISBN-10: 3423342994<br />
ISBN-13: 978-3423342995</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Neue Rezension von "Waste Your Time"]]></title>
<link>http://smellslikeloudog.wordpress.com/?p=22</link>
<pubDate>Tue, 13 May 2008 18:35:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>smellslikeloudog</dc:creator>
<guid>http://smellslikeloudog.wordpress.com/?p=22</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Manslaughter-Andy&#8221; hat bei MySpace eine Plattenkritik für unser aktuelles Album ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>"Manslaughter-Andy" hat bei MySpace eine Plattenkritik für unser aktuelles Album "Waste Your Time" gepostet: </p>
<blockquote><p>LOUDOG - "WASTE YOUR TIME" ("D.I.Y."; CD):<br />
CUMSHOT sind tot, es leben LOUDOG! So oder so ähnlich könnte es heißen. Denn hier bei LOUDOG handelt es sich nicht bloß um eine CUMSHOT Nachfolgeband, sondern <!--more-->quasi um eben jene CUMSHOT, halt bloß unter neuem Namen. Stilistisch hat sich zum Glück nichts verändert. Auch als LOUDOG zocken die Jungs ihre dynamisch-energetische Mischung aus SKA, Reggae und (Skate kompatiblem) Punkrock. Wie zuvor auf hohem Niveau. Geboten kriegt man acht Songs, plus einen hidden Bonus Track über den ich mich richtig gefreut habe. "Burn down the castle, burn down the shopping-mall! Let it burn, let it burn, let it burn!" Klasse! Ansosnten fällt auf, dass die Songs z.T. einfach irgendwie mehr laid back sind, was sich mitunter in einer gewissen lockeren Jazzigkeit und einem irgendwie karibischem Feeling Bahn bricht, am deutlichsten wird dies sicher beim Opener "New Friends" und beim grandiosen instrumentalen Rausschmeißer "Surfin.. Out". Ansonsten mischen sie ihre Songs stetig durch, energetische, mehr punkige Kracher reichen sich mit tanzbaren SKA Stücken und diese wiederum mit relaxten Reggae Nummern die Klinke in die Hand, so das zu keiner Zeit auch nur längere Weile aufkommt. Als Querverweise würden mir maximal SUBLIME hier sinnigerweise einfallen- hm, OPERATION IVY... ich weiß nicht-, aber LOUDOG agieren nicht nur gekonnt, sondern auch eigenständig. Die Texte sind klasse, spannen den Bogen von zwischenmenschlichen Themen, Partyinhalten hin zu politischen Positionen. Was zu sagen haben sie also auch- und immer noch-, und das aber ohne aufdringliche mit dem moralischen Zeigefinger zu wedeln. Das schätzte ich schon bei CUMSHOT, und da hat sich jetzt auch bzgl. LOUDOG nichts verändert, was auch gut so. Schöne Sache! Der Sound ist sehr gut, und das witzige Artwork gefällt. Eine feine Scheibe! Gibt es für 6,- Euro bei der Band selbst, und da guckst du einfach hier: www.loudog.de, oder hier: http://www.myspace.cn/loudog.de Ist übrigens eine richtige CD, also keine lumpige CD-R, die dazu noch vom design her mit der Optik einer alten 7" Single aufwartet. Schön! (8 v. 10 P.)</p></blockquote>
<p>Link: <a href="http://www.myspace.com/manslaughterandy" target="_blank">www.myspace.com/manslaughterandy</a></p>
<p> </p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Headstrong - Rezension]]></title>
<link>http://albrts.wordpress.com/?p=7</link>
<pubDate>Tue, 13 May 2008 17:55:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>albrts</dc:creator>
<guid>http://albrts.wordpress.com/?p=7</guid>
<description><![CDATA[
Headstrong Rezension


Britney Spears , Hillary Duff, Die Simpson-Geschwister, Mandy Moore, Kylie M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div style="border-color:0 0 windowtext;border-style:none none solid;border-width:medium medium 1.5pt;padding:0 0 1pt;">
<p class="MsoNormal" style="border:medium none;padding:0;">Headstrong Rezension</p>
</p></div>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><b>Britney Spears , Hillary Duff, Die Simpson-Geschwister, Mandy Moore, Kylie Minogue, Madonna und die anderen ehemaligen Girl-Pop-Ikonen sind entweder Schnee von gestern oder langsam ausgelutscht. Die Zeit für neue Sternchen am Pophimmel ist angebrochen – Auch wenn die Musik weitestgehend die gleiche bleibt. So will die 22-jährige Ashley Tisdale seit dem 23.11.07 auch uns Deutschen ihre Persönlichkeit auf ihren Debut-Album „Headstrong“ präsentieren. Dies tut sie auch mit einem unverbrauchten Gesicht und vollem Körpereinsatz in den zum Album gehörenden Musikvideos.</b></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">45 Minuten Popmusik auf 14 Tracks ist das Ergebnis von harten Aufnahmearbeiten in den Warner Bros. Records Studios in Los Angeles. Von schnellen melodischen Dance-Pop Einlagen bis hin zu gefühlvollen Balladen hat das Album alles zu bieten was es braucht, um in das klassische Pop-Klischee zu passen. Trotz der nicht immer konstant-guten musikalischen Qualität der Songs schaffte es Ashley Tisdale, die man neben den beiden „High School Musical“ Filmen auch aus dem Kultfilm „Donnie Darko“ und diversen TV-Serien wie „The Suite Life of Zack &#38; Cody“ oder „Boston Public“ kennt, auf Anhieb auf Platz 5 der US-Charts. In Deutschland reichte es nur für eine Bestplatzierung auf Platz 31. Ein lohnenswerter musikalischer Ausflug in die Psyche des Multitalents aus New Jersey ist es in jedem Fall. Mit hochkarätig sensiblen Balladen wie der Abschlusstrack „Suddenly“ oder „Love Me For Me“ glänzt das Album nicht nur äußerlich. <span>Auch kraftvolle Hip-Hop Tracks wie „He Said She Said“ oder Dancefloor-kompatible Hits á la “Be Good To Me” machen<span>  </span>die Platte </span>modern. Der Titelsong „Headstrong“ ist ihre persönliche Unabhängigkeitserklärung und das gleichnamige Album der Start in ihre Musikkarriere, in der sie endlich nach 17 Jahren Schauspielerei sie selbst sein kann.</p>
<p class="MsoNormal">„Das Album heißt Headstrong, weil ich ein sehr eigenwilliger und manchmal dickköpfiger Mensch bin. Ich weiß genau, wie ich aussehen möchte, ich weiß, welche Songs ich singen möchte und wie ich wirken möchte. Ich weiß eben, was ich will. In dieser Beziehung bin ich definitiv ein Dickkopf.“</p>
<p class="MsoNormal"><span> </span>Mitschuld am jetzt auch internationalen Erfolg der CD tragen nicht zuletzt renommierte Produzenten wie Jonathan „J.R.“ Rothem oder die legendäre Diane Warren, die schon bei Weltstars wie Whitney Houston oder Cher mitwirkte.</p>
<p class="MsoNormal">Und auch textlich gibt es wenig zu bemängeln. Man legte Wert auf Texte mit Wiedererkennungswert: So viel Persönlichkeit wie möglich möchte der Jungstar über ihre Songs an den Hörer vermitteln. Auch entstehen nach chronologischem Hören der Titel kleine Geschichten, wie zum Beispiel die Kurz-Anekdote der 3 Singleauskopplungen „He Said She Said“, „Not Like That“ und „Suddenly“, die von einer Begegnung mit ihrem Traumtypen handelt, mit dem sie am Ende dann doch noch glücklich zusammen kommt.</p>
<p class="MsoNormal">Sie agierte in vielen Songs als Co-Writerin. . „Ich habe zu jedem Song ein enges Verhältnis,“ äußert sie sich selbst in einem Interview zu ihrer CD. „Jeder der Songs auf dem Album erzählt eine Geschichte, die eng mit mir zu tun hat.“</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ironman]]></title>
<link>http://kompliziert.wordpress.com/?p=6</link>
<pubDate>Tue, 13 May 2008 09:03:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>kompliziert</dc:creator>
<guid>http://kompliziert.wordpress.com/?p=6</guid>
<description><![CDATA[Wie bereits berichtet, war ich vor Kurzem unversehens in der Marvel-Comic-Verfilmung &#8220;Ironman]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://kompliziert.wordpress.com/2008/05/12/ein-spontaner-abend/" target="_blank">bereits berichtet</a>, war ich vor Kurzem unversehens in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ironman" target="_blank">Marvel-Comic-Verfilmung "Ironman"</a>. Da der Kinobesuch nicht geplant war, konnte ich mich auf diesen Film nicht vorbereiten und geriet also völlig uninformiert in Sachen Inhalt, Geschichte und Schauspieler in ein ziemlich gutes Actionspektakel.</p>
<p>Zunächst einmal aber zur Story: Der Waffenproduzent und Milliardär Tony Stark wird kurz nach der Vorführung einer neuen Wunderwaffe vor stationierten US-Truppen in Afghanistan entführt. Ein Milizführer, der bereits viele Waffen von Starks Firma erworben hat, möchte nun, dass Stark ihm die gerade Vorgeführte nachbaut. Gemeinsam mit einem Mitgefangenen macht sich der Waffenentwickler aber daran, einen eisernen Schutzpanzer zu bauen, um sich den Weg aus dem Gefängnis freischießen zu können. Der Plan funktioniert und Stark kehrt, leicht lädiert, nach Amerika zurück. Geläutert durch seine Erlebnisse erkennt er, dass seine Waffen nicht wie angenommen die USA schützen und zum Frieden beitragen, sondern von Freund und Feind gleichermaßen benutzt werden um zu töten. Während er nach und nach die Kontrolle über die Geschäfte vollends an seinen väterlichen Freund und Vizechef des Konzerns, Stane, verliert feilt er an der "Ironman"-Rüstung, die als Ein-Mann-Armee mit sprichwörtlicher Eisenhaut schlimmere Konflikte verhindern können soll. Stane kommt jedoch bald dahinter und will das Potenzial des Prototyps für die Waffenproduktion einsetzen. Schließlich kommt es zum Kampf zwischen den beiden "Ironman"-Typen, bei dem letztlich Stark obsiegt.</p>
<p>Diese kurze Inhaltsangabe hätte mich wohl davon abgehalten, den Film anzusehen. Aber, zum Glück (!), habe ich nichts über diesen Film gewusst und wurde somit positiv überrascht.</p>
<p>Die Geschichte gibt weitaus mehr her, als es die Zusammenfassung vermuten lässt. Der Geld-, Party- und Egobesessene Waffenproduzent, der zwar mit dem Krieg Geld verdient, denselben jedoch erst wahrnimmt, als er selbst verwundet wird, führt zu Beginn des Films in die Handlung ein. Rückblenden überspitzen das Playboyleben Starks wirkungsvoll und stehen einem Comic und seiner Verfilmung gut an. (Obschon ich zugeben muss, dass ich auch den Comic nicht kenne - aber so große Unterschiede zu anderen dürfte es nicht geben, oder?)</p>
<p>Erst in afghanischer Gefangenschaft wird aus dem passiven Sonnyboy ein leicht nachdenklicher Typ, der sich auf einmal seines bisherigen Lebens und dessen Inhalts bewusst wird: Starks Unternehmen produziert und entwickelt Waffen - allerdings befasst sich der Firmenchef quasi nur mit dem letzten Ergebnis davon: Geld. Leider wird der eigentliche Grund für diesen Sinneswandel- in meinen Augen die beinahe tödliche Verletzung durch Granatsplitter, die jetzt ständig in Starks Herzen wandern können (deshalb trägt Stark im ganzen Film einen seltsamen Magnetmotor auf der Brust, der dann auch den "Ironman"-Anzug antreibt - zu wenig beachtet. Zugunsten einer kurzen und herzlichen Beziehung des Amerikaners Stark (!) zu einem afghanischen Mitgefangenen (der kurz darauf heldenhaft für Stark (!!) stirbt), die wohl die üblichen (Ex)-Sowjet-Afghanen-Iraker-Syrer-usw.-Antagonisten in anderen Filmen entschuldigen soll versäumt der Film hier eine Möglichkeit, den ansatzweise vorhandenen Charakter des Protagonisten auszuformen. Allerdings macht Robert Downey auch so eine ganz gute Figur.</p>
<p>Nach de Rückkehr in die Staaten ist es mit der Persönlichkeitsentwicklung auch schon wieder vorbei; einzig die Beziehung zu Starks Assistentin findet noch Beachtung: Echte Liebe kommt nicht auf da sich der Ex-Waffenlieferant nun ganz auf seine neue "Flamme", den Weltfrieden (direkter: den "Ironman"-Anzug) konzentriert.  Vielleicht kann man auch die völlige Abstinenz von den Firmengeschäften als weiteres Indiz auf Starks Wandel werten. (Wahrscheinlicher ist aber, dass Firmengeschäfte in einem Actionstreifen eher uninteressant sind und deswegen einfach fehlen.) Ehrlich gesagt ist dieser Mittelteil ein klein wenig langweilig: Die Testflüge in der sich stets verbessernden Ironman-Kluft sind zwar rasant, aber irgendwie nicht wirklich spektakulär. Einige Slapstick-Einlagen (z.B.: Der Ironman kracht durch sämtliche Decken des Stark'schen  Anwesens, als er auf dem Dach landen will, später benutzt er diesen neuen Eingang immer wieder) und irrwitzige Ausflüge nach Afghanistan, wo Ironman erste Friedensmissionen erledigt, locken von Zeit zu Zeit ein Lächeln auf die Lippen. Richtig in Fahrt kommt der eiserne Held (und mit ihm der Film) erst, als sich ein ungeahnter Twist ergibt: Die Entführung durch afghanische Milizen war nämlich von Starks Vize angeordnet, der dort seinen Chef loswerden wollte. Prompt steht der Ex-Freund und fortan Erzschurke Stane auch schon in Starks Wohnung, reißt demselben den Magneten von der Brust und nutzt ihn als Antrieb für seinen ganz eigenen Ironman - ein wahres Kriegsmonster. Glücklicherweise hat die kluge Assistentin noch einen Motor aufgehoben und so stellt sich der wahre Ironman, wenn auch verletzt und schwach, dem überdimensionalen Gegner. Natürlich - und Gottseidank ohne langes melodramatisches Hin- und Her - gewinnt der Gute, siegt Ironman.</p>
<p>Die Effekte sind - toll. Was auch sonst. Ich meine , bei einer Großproduktion aus Hollywood darf an technischen Dingen eigentlich nichts mehr auszusetzen sein.  Man sieht wofür das Geld ausgegeben wurde. Ein schönes Schmankerl ist, dass der Handlungsort diesmal nicht  das sonst so attraktive New York ist.</p>
<p>Insgesamt konnten mich die Story, zwei gute Darsteller um den glänzenden Robert Downey und eine gute Portion Komik überzeugen. Ironman ist ein guter Film und eine sehr gute Comic-Verfilmung - und macht Lust auf mehr. Ironman ist nicht austauschbar mit anderen Marvelgestalten sondern erfrischend anders. Bleibt zu hoffen, dass das angekündigte Sequel diese Leistung fortführt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Roger Waters in Landgraaf (NL)]]></title>
<link>http://philipphenn.wordpress.com/?p=53</link>
<pubDate>Mon, 12 May 2008 10:16:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Philipp Henn</dc:creator>
<guid>http://philipphenn.wordpress.com/?p=53</guid>
<description><![CDATA[Zum zweiten Mal war ich gestern bei einem Konzert des ehemaligen Pink Floyd-Mastermind Roger Waters.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zum zweiten Mal war ich gestern bei einem Konzert des ehemaligen <a href="http://www.pinkfloyd.com/x/default.html" target="_blank">Pink Floyd</a>-Mastermind <a href="http://www.roger-waters.com/" target="_blank">Roger Waters</a>. <a href="http://philipphenn.files.wordpress.com/2008/05/waters.jpg?w=300&#38;h=233" target="_blank">Roger Waters performing The Dark Side of the Moon</a> war angekündigt. Bei schönstem Wetter fand das Konzert Open Air auf dem Megaland-Gelände im niederländischen Landgraaf (unweit der deutschen Grenze) statt, wo auch jährlich das <a href="http://www.pinkpop.nl/" target="_blank">Pinkpop</a>-Festival gastiert. Schon die riesige Bühne und vor allem die im und um den ganzen Zuschauerbereich aufgestellten Lautsprechertürme versprachen ein tolles Erlebnis. Pünktlich im 20.00 Uhr lief dann der Introfilm auf der großen Hauptleinwand an (an den Seiten der Bühnen befanden sich noch zwei Leinwände, also auch für mich als 1,70m Mensch eine Chance, genug zu sehen). Los ging es dann erwartungsgemäß mit <em>In the flesh</em>. Waters (gealtert, aber immer noch fit) hatte eine 9-köpfige Band inklusive drei Sängerinnen dabei, da war einiges an Soundpower zu erwarten. Und der erste Eindruck bestätigte das: bombastisch. Der Sound war glasklar und ernsthaft "Surround Sound". Die Geräuscheffekte kamen von allen Seiten, wanderten um das Publikum. Explosionen, Züge, Schafe ... ich frage mich ja, wie sich die ganzen zugedröhnten Leute im Publikum gefühlt haben müssen, wenn solche Geräusche auf einmal von hinten auf sie zukamen. Aber weiter im Text. Es folgten <em>Mother</em> und ein mitreißendes <em>Set the controls for the heart of the sun</em>. <em>Shine on you crazy diamond</em> (stark gekürzte Version, dafür Unmengen von Seifenblasen auf der Bühne), <em>Have a cigar</em> und das obligatorische <em>Wish you were here</em> bildeten dann den Block für das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wish_You_Were_Here_(Album)" target="_blank">Wish you were here</a>-Album. Bisher alles super, die Songs souverän gespielt, das Publikum hatte Spaß und die Sonne verschwand langsam, was den Lichteffekten mehr Wirkungsraum bot. Nun wurde es Zeit für ein bißchen Politik: <em>Southhampton Dock</em> und <em>The Fletcher Memorial Home</em> vom letzten Pink Floyd-Album mit Waters (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Final_Cut_(Album)" target="_blank">The Final Cut</a>) sind klare Anti-Kriegs-Songs, die jetzt per entsprechender Videoinstallationen gegen den amerikanischen "war on terror" vorgetragen wurden. Thematisch passend folgte dann mit <em>Perfect Sense</em>, dem ersten wirklichen Waters-Solo-Song des Abends, eine weitere Kriegsabrechnung, begleitet von einem lustigen Animationsfilm (Kampf Ölplattform vs. U-Boot, mit spektakulären Pyroeffekten auf der Bühne) und mit einer großartigen Gesangseinlage von einer der Backgroundsängerinnen. Genialer Song, ganz großes Highlight. Abgeschlossen wurde dieser thematische Block dann durch Waters aktuellsten Solo-Song <em>Leaving Beirut</em>. Autobiografisch erzählt er davon, wie er in jungen Jahren bei einer Reise durch den Nahen Osten eine Autopanne hatte und bei Beirut im Libanon für eine Nacht bei einer libanesischen Familie unterkam. Die Gastfreundschaft der Menschen trotz ihrer Armut berührte Waters so sehr, dass er heute die Frage stellt: wie können wir gegen solche Leute ernsthaft Krieg führen? Fantastisch war die visuelle Begleitung des Liedes: schwarz-weiß Comicstrips mit zusätzlichen Texten erzählten die Geschichte, zum Gesang wurden über den Köpfen Waters und denen der Sängerinnen Sprechblasen eingeblendet. Tolle Idee. Es folgte <em>Sheep</em> vom Pink Floyd-Album <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Animals_(Pink_Floyd)">Animals</a>. Und natürlich durfte dazu ein riesiges aufblasbares <a href="http://www.flickr.com/photos/marcojansen/2485914329/" target="_blank">Schwein</a> nicht fehlen. Das rosafarbene 5 Meter lange Monsterschwein war von Waters mit politischen Botschaften besprüht worden, am Bauch prangte ein fetter "Obama"-Schriftzug. Am Ende des Songs durfte das Schwein dann feierlich in die Abenddämmerung entschweben. Waters kündigte eine kurze Pause vor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dark_Side_of_the_Moon" target="_blank">The Dark Side of the Moon</a> an, erst sollte es richtig dunkel werden. In der knapp 15-minütigen Pause hatte man dann genug Zeit sich zu überlegen, was wohl mit dem langsam entschwindenen Schwein passieren würde. Der lustigste Gedanke war der bezüglich des armen, flugkranken Passagiers, der im Anflug auf den Aachen-Maastricht Airport ein 5 Meter-Schwein am Fenster vorbeifliegen sieht. Aber auch die Vorstellung, das Ding morgens beim Aufstehen im Garten liegen zu sehen hat was für sich.</p>
<p>Nach der Unterbrechung, endlich war es richtig dunkel, wurde dann das komplette <em>Dark Side of the Moon</em> gespielt. Ich bin jetzt kein Riesenfan dieses speziellen Pink Floyd-Albums (bedeutet: klasse, aber nicht ihr bestes), aber am Stück und mit zahlreichen visuellen und Audioeffekten versehen war das schon klasse. Am Ende drehte sich dann vor der Bühne ein riesiges Neonröhren-Prisma, das bunte Lichter über die Landschaft warf. Die Kiffer neben mir hatten sicher einen wunderbaren Abend. Nach dem abschließenden <em>Eclipse</em> verließ die Band unter tosendem Beifall die Bühne, kam aber rasch für die Zugabe zurück. Wenig überraschend gab es, eingeleitet durch <em>The happiest days of our lives</em>, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Wall" target="_blank">The Wall</a>-Hit <em>Another brick in the wall, Pt. 2</em>. Und ja, auch 50-jährige holländische Banker brauchten immer noch keinerlei "education" und schrien imaginäre Lehrer an, die Kinder doch endlich in Ruhe zu lassen. Schon lustig. Erfreulicherweise gab's dann mit <em>Vera</em> und<em> Bring the boys back home</em> zwei weniger populäre <em>The Wall</em>-Stücke, die aber konsequent die politische Botschaft des Abends beschlossen. Zum Abschluss folgte dann noch das wunderbare <em>Comfortably Numb</em> mit tollem dreistimmigem Gitarrenfinale. Ein würdiges Ende für ein großartiges Konzert mit immerhin knapp 2 1/2 Stunden Spieldauer.</p>
<p>Klar, wenn so ein gigantisches Repertoire an fantastischen Songs zur Auswahl steht, gibt es an der Setlist immer was zu mäkeln. Ich persönlich hätte beispielsweise gerne auf das unausweichliche <em>Another brick in the wall</em> verzichtet und dafür noch eins von Waters Solo-Werken gehört, z.B. die genialen <em>Every stranger's eyes</em> oder <em>It's a miracle</em>. Aber vermutlich hätte es ohne <em>Another brick in the wall</em> Tote gegeben. Das ist jetzt natürlich Jammern auf ganz hohem Niveau, aber ohne ein bißchen Kritik kann so eine Rezension ja nicht stehen bleiben. Gut genug um ein bißchen Kritik wegstecken zu können war's allemale.</p>
<p><strong>Setlist:</strong></p>
<ul>
<li>In the flesh</li>
<li>Mother</li>
<li>Set the controls for the heart of the sun</li>
<li>Shine on you crazy diamond</li>
<li>Have a cigar</li>
<li>Wish you were here</li>
<li>Southhampton Dock</li>
<li>The Fletcher Memorial Home</li>
<li>Perfect Sense</li>
<li>Leaving Beirut</li>
<li>Sheep</li>
</ul>
<p>(Pause)</p>
<ul>
<li>Speak to me</li>
<li>Breathe (in the air)</li>
<li>On the run</li>
<li>Time</li>
<li>The great gig in the sky</li>
<li>Money</li>
<li>Us and them</li>
<li>Any colour you like</li>
<li>Brain damage</li>
<li>Eclipse</li>
</ul>
<p>------</p>
<ul>
<li>The happiest days of our lives</li>
<li>Another brick in the wall, Pt. 2</li>
<li>Vera</li>
<li>Bring the boys back home</li>
<li>Comfortably numb</li>
</ul>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Fotos und Videos in erstaunlich guter Qualität gibt's über <a href="http://digitaleevolutie.blogspot.com/2008/05/roger-waters-dark-side-of-moon-11-mei.html" target="_blank">diesen niederländischen Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[In Extremo - Sängerkrieg]]></title>
<link>http://skirnir.wordpress.com/?p=1272</link>
<pubDate>Mon, 12 May 2008 10:09:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>Hoshi</dc:creator>
<guid>http://skirnir.wordpress.com/?p=1272</guid>
<description><![CDATA[Alle Versuche das neue In Extremo Album Sängerkrieg trotz großer Affinität für genial zu befinde]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Versuche das neue In Extremo Album <em>Sängerkrieg</em> trotz großer Affinität für genial zu befinden sind kläglich gescheitert. Zweimaliges am Stück durchhören am Schreibtisch und nochmalige Durchgänge beim späten Angrillen und Auto fahren änderten da auch nichts.<br />
<!--more--><br />
<em>Sängerkrieg</em> hat einiges, was man von In Extremo nicht erwartet hätte. Punkige Gitarren und sehr eingängige Songs, weniger Bombast als auf den vorherigen Alben und reduzierte Mittelaltersounds. Die Songs sind an sich solide, wie immer druckvoll produziert und alles transparent raushörbar. Jedoch stehen die Gitarrren vor Dudelsäcken und co., vermutlich um die punkige Note in den Vordergrund zu rücken. Gefallen finden bei mir aber weniger die punkigen Mainstreamrocker, sondern eher das mittelalterliche Material, wie <em>Zauberspruch, Requiem, En Esta Noche</em>.</p>
<p>Teilweise auch, weil die Texte der Band ein unglaublich flaches Niveau erreicht haben, was wenn man den Vorgänger und dessen textliche Genialität berücksichtigt schlicht unfassbar ist. Des weiteren stellt sich nur bei wenigen Songs das Gefühl ein wirklich etwas neues zu hören. Alles klingt mehr oder weniger gleich und/oder ist austauschbar.</p>
<p>Folglich kann man der Band ihre Rechtfertigungen für die eingeschlagene Richtung nicht mehr abnehmen. Besonders wenn man aus der Mittelalter- oder Metalrichtung kommt bzw. mit Punk nicht viel anfangen kann. So ist<em> Sängerkrieg</em> aus meiner Sicht ein absolutes Durchschnittsalbum, welches vielleicht aufgrund seiner Gitarrenlastigkeit den Sommer verrocken wird, aber spätestens Ende Herbst in den Winterschlaf fallen wird. Nichtsdestotrotz, das dürfte eventuell erzürnten Lesern gesagt, bleibe ich großer Fan der Band...</p>
<h3>5/10</h3>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[SPEED RACER]]></title>
<link>http://screenwrite.wordpress.com/?p=31</link>
<pubDate>Mon, 12 May 2008 00:27:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Thomas Lenz</dc:creator>
<guid>http://screenwrite.wordpress.com/?p=31</guid>
<description><![CDATA[Photoshop und Silhouettentheater
1938 war für die Popkultur ein entscheidendes Jahr. Nichtsahnend, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Photoshop und Silhouettentheater</strong></p>
<p>1938 war für die Popkultur ein entscheidendes Jahr. Nichtsahnend, was er da in die Welt setzen würde, synthetisierte Albert Hofmann einen Stoff, der zunächst wie das unbrauchbare Ergebnis pharmazeutischer Laborarbeit aussah. Doch der Chemiker aus der Schweiz hatte anscheinend eine Ahnung von dem, was ihm hier gelungen war, machte sich fünf Jahre später noch einmal an seine Forschung und sah kurz darauf jede Menge bunten Irrsinn. Der Rest ist Geschichte: Hofmann hatte ein leistungsstarkes Halluzinogen gefunden (oder eigenen Worten gemäß eher anders herum) und damit unfreiwillig ein schickes Spielzeug für den CIA, eine Horde Psychiater und die spätere Hippiebewegung gleichermaßen entworfen. Die nachhaltigsten Belege für den Erfolg von Hofmanns Zufallstreffer fanden ihren Niederschlag jedoch vor allem in denjenigen kulturellen Errungenschaften, die anderweitig nie entstanden wären. Angemessen also, dass der erste große Nachruf auf den LSD-Urvater bereits knapp eine Woche nach seinem Ableben selbstverständlich auf der großen Leinwand stattfindet – und das ganz ohne Suchtgefahr. Denn als hätten die Wachowskis geahnt, dass es einen aktuellen Anlass für die Rückkehr des psychedelischen (und in diesem Fall völlig asexuellen) Barbarellismus auf die Leinwand geben würde, erzählt „Speed Racer“ mit einem Füllhorn aus wilden Spektralfarben, Kaleidoskopen und optischen Spiralen im Grunde Hofmanns legendären Bycicle-Day nach – wobei das Fahrrad selbstverständlich durch einen schnittigen Boliden ersetzt worden ist.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Dass diese Realfilmversion des 60er-Jahre Animes von Tatsuo Yoshida dabei unter dem Deckmantel reichlich kindlicher Familienunterhaltung auftritt, ist nicht ungewöhnlich. Denn schließlich finden sich die tatsächlichen Verhältnisse bei den Wachowskis in aller Regel erst hinter einer Vielheit von Etiketten, Masken und Oberflächen. Dass gilt archetypisch für den Kosmos der „Matrix“-Filme, etwas raffinierter für die vielfachen Täuschungsmanöver von „Bound“, und schließlich in aller Offensichtlichkeit für die Geheimwelten von „V for Vendetta“. Überall liegen Masken über Gesichtern, Ebenen über Ebenen, und jede weitere hebelt die vorherige aus, enttarnt oder erweitert sie. Die Brüder mit dem großen Faible für Mangas machen also im Grunde Layerfilme, und wie um es zu belegen, bedienen sie sich in „Speed Racer“ gegen Ende einfach ganz plakativ der Technik visueller Schichtenbildung und spannen so den weiten Bogen von Photoshop zum Silhouettentheater. Aber auch inhaltlich ist die Wahrheit fein säuberlich hinter inszenierter Augenwischerei versteckt. So beruht der globale Rennzirkus, um den sich alles dreht, selbstverständlich auf korrupter Konzernpolitik der großen Player, sind vermeintliche Rivalen tatsächlich gute Freunde, und hinter einem harmlosen Skiurlaub verbirgt sich eine rüde Rallye durch sandige Wüsten und verschneite Berglandschaften. Das ist alles ziemlich offensichtlich, und damit eben familienfreundlich – aber eben auch nur als oberste Schicht von vielen.</p>
<p>Die Geschichte des jungen Racer-Talentes (Emile Hirsch ohne nennenswerten schauspielerischen Gestaltungsrahmen), der sich nicht korrumpieren lässt und lieber für den kleinen Rennstall seiner Familie fährt, als dem Lockruf von Reichtum und kalkulierten Siegen zu folgen, kann im Grunde vor lauter konservativer Klischees kaum atmen. Das soll sie vermutlich aber auch gar nicht. Die Figuren haben visuell wie inhaltlich klare Farbvorgaben ohne Grauzonen oder Schattierungen – auch wenn einige von ihnen erst nach einer Weile ihre true colors zeigen. Eine Katastrophe – der Renntod des ältesten Sohnes – überschattet die Familienidylle zwar, gibt sich jedoch alle Mühe, den Zuschauer nicht ernsthaft emotional zu belasten. Auch sie ist nur ein Layer von vielen, denn schon früh scheint sich der totgeglaubte Bruder in Wahrheit hinter der Maske des mysteriösen Racer X zu verbergen. Als dieser aber sein wahres Gesicht zeigt, sieht er eben aus wie Matthew Fox und ist damit prädestiniert, nur eine weitere Maske hinter der Maske zu sein.</p>
<p>Eine ganz andere Schicht des Films entlarvt die Wachowski-Brüder als dreiste Videoinstallateure. Etwa so, als hätte Matthew Barney die Geschwindigkeit entdeckt und immenses Geld für wilde CGI-Spielereien aufgetrieben, zelebriert „Speed Racer“ in seinen vollig entfesselten (und gänzlich unüberschaubaren) Renn- und Verfolgungssequenzen die Überwindung körperlicher Begrenzung durch Motorsportmaschinen, die für physikalische Wahrscheinlichkeiten nur ein müdes Lächeln übrig haben, während die steuernden Subjekte in ihren eigenen, eng gestrickten Koordinaten verbleiben. Eine solchermaßen gegenläufige Dynamik muss dann ab und zu schon mal die Zeit dehnen, um neu ansetzen zu können statt implodieren zu müssen (wohingegen die berühmte „bullet time“ der Matrix-Filme lediglich eine narrative Funktion hat und ihre Dynamik sich nicht aus der Konfrontation von Körper und Maschine speist). Aus dieser Perspektive ist das Zusammenspiel von scherenschnittartigen Charakteren wie Handlungsmustern einerseits und selbstgenügsamem Geschwindigkeitsaktionismus andererseits folgerichtig und notwendig. Erst die gemeinsame Ästhetik jedoch liefert den Raum, in dem sich beide Seiten begegnen können – und der ist im Wesentlichen synthetisch.</p>
<p>Für einen echten Blockbuster ist das nun ersichtlicher Weise zuviel des Guten, und so war das langgehegte Lieblingsprojekt der Wachowskis auch Monate vor Filmstart schon mit Sorgenfalten im Gesicht erwartet worden. Zudem ungünstig in die zweite Woche des (bei Kritikern wie Zuschauern) alles überstrahlenden Marvel-Triumphes von „Iron Man“ gestartet, schloss „Speed Racer“ den ersten Sonntag mit einem bedenklichen Resultat von knappen 18,6 Millionen Dollar auf dem US-Markt ab (bei einem geschätzten Budget von rund 100 Millionen plus Marketing). Viel Grund zur Zufriedenheit bei Warner und Produzent Joel Silver besteht da also nicht. Eine langfristig angelegte IMAX-Auswertung mag hier zum Schlüssel werden können, denn für die Jahrmarkt-Kinos der Gegenwart ist dieser Film im Grunde gemacht – und ins Museum of Modern Art schafft er es in ein paar Jahren vielleicht auch noch. Im Wesentlichen allerdings belegen nur wenige Sekunden von insgesamt 135 knallbunten und CGI-lastigen Minuten bereits, dass die größte Attraktion auch schon eine vielsagend hochgezogene Augenbraue sein kann. Zumindest dann, wenn sie Christina Ricci gehört.</p>
<p><img src="http://www.alienus.de/screenwrite/Plakat_Speed-Racer.jpg" border="1" alt="" width="450" height="637" align="absBottom" /></p>
<p>Artikel © 2008 Thomas Lenz. Alle Rechte vorbehalten.<br />
Filmplakat: <a href="http://www.warnerbros.de/" target="_blank">Warner Bros. Entertainment GmbH</a></p>
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<title><![CDATA[SNUFF by Chuck Palahniuk]]></title>
<link>http://hurkunde.wordpress.com/?p=486</link>
<pubDate>Fri, 09 May 2008 09:59:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>hurkunde</dc:creator>
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<description><![CDATA[Seine Bücher sind echt geil, fantasiereich, manchmal übertrieben popkitschig, aber IMMER konkret u]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Seine Bücher sind echt geil, fantasiereich, manchmal übertrieben popkitschig, aber IMMER konkret und HART. Sein neuestes Werk "Snuff" handelt von Porno- Gang-Bang- Weltrekordanwärterin Cassie Wright und 3 Kandidaten, die auf ihren Part in der Warteschlange warten....Man kann sich vorstellen, wie eklig alles beschrieben wird...Sehr Charlotte Roche like...</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=gzY3r76Ax48">HIER EIN YOUTUBE VIDEO (FAKE PORN)</a></p>
<p><a href="http://www.nerdcore.de/wp/2008/05/08/fake-porn-fur-chuck-palahniuks-%e2%80%9esnuff%e2%80%9c/">Idee via</a></p>
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<title><![CDATA[Nachtkritik -Kroatische Gastspiele in Heidelberg]]></title>
<link>http://jagodamarinic.wordpress.com/?p=48</link>
<pubDate>Fri, 09 May 2008 08:19:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>jagodamarinic</dc:creator>
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<description><![CDATA[Hier die Rezension von nachtkritik.de zu dem Abend mit kroatischen Gastspielen. Für viele hat sich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hier die Rezension von nachtkritik.de zu dem Abend mit kroatischen Gastspielen. Für viele hat sich der Zauber übertragen und ich bin sehr sehr glücklich darüber...</p>
<p><a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&#38;task=view&#38;id=1358&#38;Itemid=40">http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&#38;task=view&#38;id=1358&#38;Itemid=40</a></p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Friedensstiftende Religionen ? Ein Buchtipp]]></title>
<link>http://decalcification.wordpress.com/?p=48</link>
<pubDate>Fri, 09 May 2008 07:32:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>decalcification</dc:creator>
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<description><![CDATA[Religion und Frieden ? Bitte ? Sinds nicht die Fundis jeglicher Couleur, die dafür verantwortlich s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Religion und Frieden ? Bitte ? Sinds nicht die Fundis jeglicher Couleur, die dafür verantwortlich sind, dass die Welt so kriegerisch ist, wie an vielen Orten zu besichtigen ? Und geben diese Entwicklungen nicht Wasser auf die Mühlen von Atheistenfundis wie Dawkins, Hitchens et al., für die Religion Quelle allen Übels ist ?</p>
<p>Passen diese Begriffe also überhaupt zusammen ? Oh ja, das tun sie. Ich hatte vor einiger Zeit das Vergnügen, einen Sammelband zu rezensieren, dessen Beiträge dem "ob" und "wie" konstruktiv nachgehen - und dessen Verdienst es u.a. ist, der seit Huntingtons Thesen vom "Kampf der Kulturen" eher pessimistischen Einschätzung des Friedenspotenzials von Religion ein reflektiertes "Ein anderer Zugang ist möglich" entgegenzustellen. Sehr empfehlenswerte weil horizonterweiternde Lektüre ! Die Rezi gibts <a href="http://www.uni-giessen.de/graduiertenzentrum/magazin/rezension-2388.html">hier</a> .</p>
<p>pax vobiscum :-)</p>
<p>dfn</p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Bericht der Berliner Iran-Konferenz]]></title>
<link>http://suir.wordpress.com/?p=6</link>
<pubDate>Thu, 08 May 2008 19:58:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>ck10</dc:creator>
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<description><![CDATA[Leider war ich weder auf der Iran-Konferenz in Wien ( zu weit ) noch auf der in Berlin ( zu teuer )]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Leider war ich weder auf der Iran-Konferenz in <a href="http://www.stopthebomb.net/de/">Wien</a> ( zu weit ) noch auf der in <a href="http://www.mideastfreedomforum.org/de/node/41">Berlin</a> ( zu teuer ) . Wem das genauso ging, für den sei hier auf 2 Berichte von 2 Leuten, die in Berlin dabei waren, verwiesen: <a href="http://philolog.wordpress.com/2008/05/03/irankonferenz-in-berlin/">Tag 1</a> und <a href="http://dissidenz.olifani.de/?p=1426">Tag 2</a><br />
<em>nichtidentisches</em> hat eine Rezension des Buches "Der Iran - Analyse einer islamischen Dikatur und ihrer europäischen Förderer" veröffentlicht, hier der <a href="http://nichtidentisches.myblog.de/nichtidentisches/art/260099060/Der_Iran_Analyse_einer_islamischen_Dikatur_und_ihrer_europaischen_Forderer_Rezension">Link</a>.<br />
Man kann das Buch  <a href="http://www.studienverlag.at/titel.php3?nr=757559&#38;bl=757519,757510,757499,757493,757473,757454,757453,757449,757403,757375,757367,757366,757365,757364,757335,757063,757340,757064,756999,757577,757560,757559,757509,757343,757326,757300,757299,757230,757194,757191,757171,757161,757158,757133,757132,757053,757049,757035,757022,757009,756548,756547,756536,756522,756502,756501,756498,756484,756481,756476,756467,756462,756452,756451,756450,756423,756398,756397,756392,756379,756340,756274,756273,756251,756187,756155,756151,756150,756145,756144,756115,756114,756089,756061,756058,756047,756029,756022,756010,756004,756003,755974,755942,755941,755937,755928,755914,755895,755882,755880,755849,755840,755778,755720,757599,757597,757590,757518,757515,757494,757491,757455,757452,756488,755964,755963,755896,755843,755762,755732,-1">direkt beim Verlag</a> kaufen oder über <a href="http://www.amazon.de/Analyse-islamischen-Diktatur-europ%C3%A4ischen-F%C3%B6rderer/dp/3706545993/ref=sr_1_2?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1210275905&#38;sr=8-2">Amazon</a>.</p>
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<title><![CDATA[Stieg Larsson: Verblendung]]></title>
<link>http://radiergummi.wordpress.com/?p=123</link>
<pubDate>Wed, 07 May 2008 18:33:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>flattersatz</dc:creator>
<guid>http://radiergummi.wordpress.com/?p=123</guid>
<description><![CDATA[
So, die knapp 700 Seiten sind geschafft, das Buch hat sich gut und leicht lesen lassen, in wenigen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img align="right" src="http://radiergummi.wordpress.com/files/2008/05/verblend.jpg" alt="" width="157" height="250" class="alignnone size-full wp-image-124" /><br />
So, die knapp 700 Seiten sind geschafft, das Buch hat sich gut und leicht lesen lassen, in wenigen Tagen war es "durch". Also auch keine Besorgnis mehr vor demnächst den nächsten beiden Bänden der Trilogie um die Zeitschrift "Millenium".  </p>
<p>Andererseits: als ich ca. in der Mitte des Buches war, also umfangsmäßig dort, wo andere Bücher schon dem Ende zugehen, fragte ich mich: was ist eigentlich bisher geschehen? Viel war es jedenfalls nicht, außer einleitendem Geplänkel, aber immerhin gut lesbar.</p>
<p><strong>Worum geht es in dem Buch? Der integere Wirtschaftsjournalist Mikael Blomquist wird mit einer getürkten Geschichte über einen schwedischen Industriellen hereingelegt und muss nach seiner Verurteilung wegen Verleumdung die Redaktion seiner Zeitschrift verlassen. Arbeitslos geworden wird er von dem Patriarchen einer anderen, auf dem absteigenden Ast sitzenden Industriellenfamilie mit Enthüllungen über seinen Widersacher geködert und nimmt den Auftrag an, vordergründig eine Familienchronik der Vangers zu schreiben, in Wahrheit aber das rätselhafte Verschwinden von Harriet Vanger, daß mittlerweile 40 Jahre zurück liegt, noch einmal, ein letztes Mal zu untersuchen. Aufgrund der besonderen Umstände liegt sogar die Vermutung nahe, daß Harriet seinerzeit von einem Familienmitglied ermordet wurde.</strong></p>
<p>Die Familie Vanger ist eine alteingesessene Familie mit einer Unzahl von Angehörigen, die Larsson uns zum großen Teil vorstellt, auch wenn sie mit der Handlung oder dem Fortgang der Geschichte nichts zu tun haben. Verstrickt in Nazi-Ideologien sind insbesondere die älteren Familienmitglieder keineswegs Sympathieträger, im Grunde ist kaum einer der Vangers als netter Zeitgenosse anzusehen. In diesem Umfeld sichtet Blomquist also die alten Unterlagen.</p>
<p>In einem zweiten Erzählstrang führt Larsson Lisbeth Salander in die Geschichte ein. Salander ist ein anorektisches, sozial inkompetentes Wesen mit erheblichen Defiziten, die unter Betreuung steht und stets unterschätzt wird. Sie arbeitet als freie Mitarbeiterin bei einer Sicherheitsfirma an Ermittlungen, die sie im wesentlichen durch Hacken von Computern, aber eben dadurch sehr erfolgreich, durchführt. Einschränkungen ihrer Arbeit durch Moral, Ethik oder gar das Strafgesetzbuch läßt sie nicht gelten, sie hat nicht nur ein fotographisches Gedächtnis und die Fähigkeit, Strukturen intuitiv zu erfassen, sondern eben auch ihre eigenen Regeln. So autistisch angehaucht Salander auch scheint, und so übertrieben eventuell ihre Fähigkeiten geschildert werden, ist sie für mich jedoch die interessantere der beiden Hauptpersonen. </p>
<p>In der zweiten Hälfte des Buches dann führt Larsson Blomquist und Salander zusammen und beide arbeiten jetzt als Team weiter. Natürlich (wie sollte es anders sein....) entwickelt sich nicht nur eine sexuelle Beziehung, sondern auch eine gegenseitige Sympathie, sogar Salander fängt an, Vertrauen zu Blomquist zu fassen. </p>
<p>Irgendwann findet Blomquist dann tatsächlich ein Detail auf einem alten Foto dieses Tages, das bis dato übersehen worden ist. Er verfolgt diese (und eine weitere) Spur und nach vielen Wirrungen kommt er der Lösung des Rätsels immer näher, bis er es schließlich in einer Art Show-down lüftet.</p>
<p>Und wie endet das Buch? Nun, die Bösen sind böse und verlieren, die Guten dürfen ein wenig böse sein, weil sie sonst die wirklich Bösen nicht fangen könnten, sind aber ansonsten gut und am Ende ist Lisbeth die Verliererin, weil der Larsson für sie kein Happy End vorgesehen hat, sondern sie mit einer Enttäuschung in den zweiten Band seiner Trilogie schickt. Irgendwie schade...</p>
<p><strong>Facit</strong>: Sehr gut lesbar, kurzweilig und offensichtlich gab es auch Schweden Nazis. Warum das Buch Verblendung heißt, tja.. wer weiß das schon?</p>
<p><em>Stieg Larsson<br />
<strong>Verblendung</strong><br />
Heyne, 2007<br />
ISBN-10: 3453432452<br />
ISBN-13: 978-3453432451</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Top 10 Alben]]></title>
<link>http://philipphenn.wordpress.com/?p=50</link>
<pubDate>Tue, 06 May 2008 17:54:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Philipp Henn</dc:creator>
<guid>http://philipphenn.wordpress.com/?p=50</guid>
<description><![CDATA[Ich wollte schon lange mal eine Liste mit meinen liebsten Alben anfertigen und nun hab ich das endli]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollte schon lange mal eine Liste mit meinen liebsten Alben anfertigen und nun hab ich das endlich mal gemacht. Das ganze Vorhaben stellte sich dabei als gar nicht einfach heraus, da es einfach viel zu viel gute Musik gibt. Ich habe daher ein paar Einschränkungen aufgestellt: 10 Alben sollten es werden und keine Band sollte mehr als einmal vertreten sein. Dies stellte sich als größtes Problem heraus, denn bei einigen meiner Lieblingbands fällt es mir echt schwer, ein Lieblingsalbum zu benennen. Nach langem Überlegen bin ich dann aber zu folgender Liste gekommen (alphabetisch nach Bandname sortiert, eine Rangfolge kann ich da gar nicht festlegen). Einen Link zu Hörproben der Band (nicht unbedingt des Albums), leider nicht immer in bester Qualität, hänge ich jeweils an.</p>
<p><strong>Disillusion - Back to times of splendor</strong> [2004, Progressive Metal, Deutschland]</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-40" style="float:left;margin:5px;" src="http://philipphenn.wordpress.com/files/2008/05/disillusion-back-to-times.jpg?w=80" alt="" width="80" height="80" /></p>
<p><a href="http://www.disillusion.de/" target="_blank">Disillusion</a> gelang mit ihrem ersten regulären Album ein absolutes Meisterwerk, dass mich schon beim ersten Hören völlig umgehauen hat. Unheimlich abwechslungsreicher Prog Metal, der erfrischenderweise auf ausufernde Soli und Instrumentgewichse verzichtet und dafür mit großartigen Melodien, einer gehörigen Portion Härte, "Natürlichkeit" (im Gegensatz zum eher von industrieller Großstadtatmosphäre geprägten Nachfolgealbum <em>Gloria</em>) und viel Ohrwurmpotential aufwartet. Alleine der 14minütige Titeltrack rechtfertigt den Eintrag in dieses Liste. Wie hier ein Sonnenaufgang vertont wird, dass verursacht bei mir jedes Mal eine Gänsehaut. (<a href="http://www.myspace.com/timesofsplendor" target="_blank">Hörproben bei Myspace.com</a>)</p>
<p><strong>Dream Theater - Scenes from a memory</strong> [1999, Progressive Metal, USA]</p>
<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-41" style="float:left;margin:5px;" src="http://philipphenn.wordpress.com/files/2008/05/dream-theater-scenes.jpg?w=80" alt="" width="80" height="80" /></p>
<p>Anders als bei <em>Disillusion</em> dreht sich bei den Prog Metal-Königen <a href="http://www.dreamtheater.net/" target="_blank">Dream Theater</a> alles um Technik, spielerisches Können und musikalische Masturbation. In allen drei Disziplinen sind die Amis Großmeister. Das Konzeptalbum <em>Scenes from a memory</em> bietet eine gute Story, "catchy" Songs und überragende Instrumentalarbeit. Sänger LaBrie singt wie immer grenzwertig kitschig, aber bei diesem Album fällt das kaum ins Gewicht, zu gut sind die Songs. (<a href="http://www.dreamtheater.net/media_midi.php" target="_blank">Hörproben auf der Bandhomepage</a>)</p>
<p><strong>Genesis - The lamb lies down on Broadway</strong> [1974, Progressive Rock, England]</p>
<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-42" style="float:left;margin:5px;" src="http://philipphenn.wordpress.com/files/2008/05/genesis-lamb-lies-down.jpg?w=80" alt="" width="80" height="80" /></p>
<p>Hier fiel mir die Entscheidung, welches Album der großen <a href="http://www.genesis-music.com/" target="_blank">Genesis</a> es sein soll, doch recht leicht. Das Konzeptalbum <em>Lamb lies down</em>, dass letzte mit <a href="http://petergabriel.com/" target="_blank">Peter Gabriel</a> am Mikro, war mein erster richtiger Kontakt zu den "Alten Genesis". Geniale Story, abgefahrene Texte ("You get out if you've got the gripe, To see Doktor Dyper, reformed sniper - he'll whip off your windscreenwiper"), musikalisch fantastisch, wenn auch stilistisch ganz anders als alles, was die Band zuvor gemacht hatte und nachher unter <a href="http://www.philcollins.co.uk/" target="_blank">Phil Collins</a> machen würde. Unmöglich zu beschreiben, muss man hören. (<a href="http://youtube.com/results?search_query=genesis+the+lamb+lies+down+on+broadway&#38;search_type=" target="_blank">Hörproben/Videos bei Youtube.com</a>)</p>
<p><strong>Steve Harley &#38; Cockney Rebel - Face to face (live)</strong> [1977, Glam Rock, England]</p>
<p><img class="alignleft alignnone size-full wp-image-43" style="float:left;margin:5px;" src="http://philipphenn.wordpress.com/files/2008/05/harley-face-to-face.jpg" alt="" width="80" height="80" /></p>
<p>Ein Livealbum zu nehmen ist vielleicht etwas geschummelt, aber dieses Ding macht einfach Laune. Viel Verrücktes, viel Schönes, ein vertonter Teller Buntes von den Glam/Wasauchimmer Rockern um <a href="http://www.steveharley.com/">Steve Harley</a>. Dazu eine exquisite Songauswahl, sowas wie ein kleines <em>Cockney Rebel</em>-Best of. Besonders das unglaubliche <em>Sebastian</em> glänzt in dieser Liveversion. Und der Publikumseinsatz bei <em>Tumbling Down</em> ist unglaublich. (<a href="http://www.steveharley.com/vidarch.html" target="_blank">Einige Videoclips auf der Bandhomepage</a>)</p>
<p><strong>Marillion - Misplaced Childhood</strong> [1985, (Neo) Progressive Rock, Großbritannien]</p>
<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-44" style="float:left;margin:5px;" src="http://philipphenn.wordpress.com/files/2008/05/marillion-childhood.jpg?w=80" alt="" width="80" height="80" /></p>
<p><em>Kayleigh</em>, der große Hit der Neoprogger <a href="http://www.marillion.com/" target="_blank">Marillion</a>, heute noch oft im Radio zu hören, ist für mich noch einer der schwächeren Songs dieses Konzeptalbums. Ein wirkliches Highlight ist aber auch schwer zu benennen, zu sehr kommt das Ganze aus einem Fluss. Knallig bunt wie das Cover wirkt die Musik, der schottische Hüne <a href="http://www.the-company.com/" target="_blank">Fish</a> war damals stimmlich eine Wucht (heute leider nicht mehr, hab ihn mal solo gesehen, das war schon irgendwie traurig), einfach toll. (<a href="http://www.myspace.com/marillion" target="_blank">Hörproben bei Myspace.com</a>)</p>
<p><strong>Nocte Obducta - Nektar Teil 2: Seen, Flüsse, Tagebücher</strong> [2005, (Avantgarde) Black Metal, Deutschland)</p>
<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-45" style="float:left;margin:5px;" src="http://philipphenn.wordpress.com/files/2008/05/nocte-nektar-2.jpg?w=80" alt="" width="80" height="80" />Ich bin ja kein so großer Black Metal-Fan, aber die Bezeichnung wird <a href="http://www.nocte-obducta.de/" target="_blank">Nocte Obducta</a> auch keinesfalls gerecht. Gerade <em>Nektar 2</em> ist viel mehr als "nur" Black Metal. Es ist vor allem atmosphärisch unheimlich dicht, voller genialer Melodien, brachialer Härte, purer Schönheit, Trauer, Melancholie und phänomenaler deutscher Texte, einfach unbeschreiblich. Leider ist <em>Nektar 2</em> Noctes letztes Album, die Band trennte sich 2006, ein Album liegt aber noch unveröffentlicht in der Schublade. Vielleicht wird das ja irgendwann mal was. (<a href="http://www.nocte-obducta.de/html/downloads/index.html" target="_blank">Ein paar Samples auf der Bandhomepage</a>)</p>
<p><strong>Opeth - My arms, your hearse</strong> [1998, Progressive Death Metal, Schweden]</p>
<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-46" style="float:left;margin:5px;" src="http://philipphenn.wordpress.com/files/2008/05/opeth-my-arms.jpg?w=80" alt="" width="80" height="80" />Bei <a href="http://www.opeth.com/" target="_blank">Opeth</a> ist es mir deutlich am schwersten gefallen, <strong>das</strong> Album zu bestimmen. Das komplette Werk der schwedischen Ausnahmeband ist genial, wahrscheinlich könnte Mikael Akerfeldt aber auch einfach Volksmusik singen, hauptsache er macht es so tief und brutal wie hier. Ich habe mich dann für <em>My arms, your hearse</em> entschieden, weil dieses Album irgendwie am kompaktesten, dichtesten und geschlossensten das widerspiegelt, was <em>Opeth</em> ausmacht. Zudem ist dieser brutale, überraschende Einstieg bei <em>When</em> einfach zu genial. (<a href="http://www.myspace.com/opeth" target="_blank">Hörproben bei Myspace.com</a>)</p>
<p><strong>Pink Floyd - Live at Pompeii</strong> [1972, Art Rock, England]</p>
<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-47" style="float:left;margin:5px;" src="http://philipphenn.wordpress.com/files/2008/05/pink-floyd-pompeii.jpg?w=74" alt="" width="74" height="80" /> Hier wäre es auch sehr schwer geworden, wenn ich nicht hätte schwindeln können. So kann ich einfach einen Musikfilm nehmen. Nicht wirklich live ist <em>Live at Pompeii</em> der göttlichen <a href="http://www.pinkfloyd.com/x/default.html" target="_blank">Pink Floyd</a>, sondern in einem leeren Amphitheater in Pompeii gefilmt. Auch hier ist die Titelliste sowas wie ein kleines Best of der frühen, psychedelischen <em>Pink Floyd</em>. Dementsprechend braucht nach diesen Aufnahmen auch eigentlich keine Band mehr solche Musik zu spielen. Genie und Wahnsinn tropfen aus jedem Ton. Sogar einen Hund lassen die Herren Gilmour, Waters, Mason und Wright zu Gitarre und Mundharmonika singen. Wahnsinn. (<a href="http://youtube.com/results?search_query=pink+floyd+live+at+pompeii&#38;search_type=" target="_blank">Videos bei Youtube.com</a>)</p>
<p><strong>Porcupine Tree - In Absentia</strong> [2002, (New) Art Rock, England]</p>
<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-48" style="float:left;margin:5px;" src="http://philipphenn.wordpress.com/files/2008/05/porcupine-tree-in-absentia.jpg?w=80" alt="" width="80" height="80" />Auch hier war die Entscheidung verdammt schwer. <a href="http://www.porcupinetree.com/">Porcupine Tree</a>, Hauptband von Workaholic <a href="http://www.swhq.co.uk/" target="_blank">Steve Wilson</a> (der auch mal Produzent von <em>Opeth</em> war und in Zukunft ein gemeinsames Projekt mit <em>Opeth</em>-Frontmann Akerfeldt und <em>Dream Theater</em>-Drummer <a href="http://www.mikeportnoy.com/" target="_blank">Mike Portnoy</a> plant), produzieren einfach ein Meisterwerk nach dem anderen. Für <em>In Absentia</em> habe ich mich (wie schon bei <em>Genesis</em>) entschieden, weil es mein Erstkontakt mit der Band war. Und mit dem wunderbaren <em>Trains</em> ist auch mein Lieblings-Stachelschweinbaum-Song vertreten. (<a href="http://www.myspace.com/porcupinetree" target="_blank">Hörproben bei Myspace.com</a>)</p>
<p><strong>Riverside - Second Life Syndrome</strong> [2005, Progressive Rock/Metal, Polen]</p>
<p><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-49" style="float:left;margin:5px;" src="http://philipphenn.wordpress.com/files/2008/05/riverside-syndrome.jpg?w=80" alt="" width="80" height="80" /> Das zweite Werk der polnischen Band <a href="http://www.riverside.art.pl/eng/main.html" target="_blank">Riverside</a> ist seit seinem Erscheinen vor 3 Jahren beständig in meiner Gunst gewachsen, und spätestens seitdem ich die Band 2007 als Support von <em>Dream Theater</em> das erste Mal live gesehen habe, ist es in der Riege meinen absoluten Lieblingsalben angekommen. Unglaublich tolle Songs, mal verträumt, mal melancholisch, mal hart, mal zart, aber immer absolut ohrwurmverdächtig und zugleich technisch auf höchstem Niveau. Einfach toll. (<a href="http://www.insideout.de/catalog/product_info.php?products_id=433&#38;osCsid=3176561c2c7e16c8529228dfaad81d91" target="_blank">Hörproben beim Label InsideOut Music</a>)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Leena Lehtolainen: Im schwarzen See]]></title>
<link>http://radiergummi.wordpress.com/?p=99</link>
<pubDate>Mon, 05 May 2008 17:58:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>flattersatz</dc:creator>
<guid>http://radiergummi.wordpress.com/?p=99</guid>
<description><![CDATA[Kauft man sich ein Buch, auf dessen Umschlagseite steht: &#8220;Maria Kallios siebter Fall&#8221; un]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Kauft man sich ein Buch, auf dessen Umschlagseite steht: "Maria Kallios siebter Fall" und auf dem hinteren Cover die Hamburger Morgenpost mit "Ein Super-Krimi" zitiert wird, so erwartet man eigentlich, daß man einen  -  Krimi erwirbt. Zumindest geht es mir so... Nachdem ich das Buch jetzt fertig gelesen habe, stellt sich mir die Frage: Ist dies wirklich ein Krimi oder habe ich einfach andere Vorstellungen von dem, was ein Krimi sein soll?</p>
<p><img align="right" src="http://radiergummi.wordpress.com/files/2008/05/729826.jpg" alt="" width="143" height="240" class="alignnone size-full wp-image-125" /></p>
<p><strong>Die Kriminalhandlung des Buches, das in Finnland spielt (Maria Kallio ist Kommissarin in Espoo) ist schnell erzählt: in einem See wird eine Journalistin erschossen aufgefunden, die an einer auf den ersten und zweiten Blick unspektakulären Biographie eines international sehr erfolgreichen finnischen  Rallyesportlers schreibt. Es sind zwar viele verdächtig, aber ein durchschlagendes Motiv ist nicht vorhanden, zumindest nicht, bis gegen Ende der Ermittlungen eine zweite Version des Buchmanuskriptes der Ermordeten gefunden wird. In dieser Hinsicht also ein typischer "Whodunnit"-Krimi.</strong></p>
<p>In diesen Handlungsstrang eingewoben schildert die Autorin uns aber in ihrem Buch im wesentlichen Aspekte des Alltagslebens in Finnland: die ganz normalen Eheprobleme in einer Familie, in der die Frau arbeitet, der Mann Arbeit sucht, zwei Kinder zu betreuen sind und die Wohnung auch nicht ideal ist. Auf der Arbeitsstelle Animositäten und Freundschaften, Mobbing wegen sexueller Belästigung, mehr oder minder große Fehltritte... und das alles eingehüllt von der Dunkelheit des finnischen Winters. Dazwischen Verhöre, Ratlosigkeit und stochern im Nebel.</p>
<p>Eher durch Zufall findet die Kommissarin erst ganz gegen Ende des Buches das fehlende Puzzlesteinchen, mit dem dann auch der Mordfall gelöst werden kann und das Buch endet dann ziemlich abrupt. Leider läßt die Autorin den Leser über die durchaus anrührenden Schicksalen der Beteiligten im Unklaren.</p>
<p><strong>Facit</strong>: Wer einen Krimi lesen will, um sich durch Spannung unterhalten zu lassen, ist sicher nicht unbedingt richtig aufgehoben bei Kallios´ siebten Fall, wer sich dagegen durch die Gezeiten finnischer Melancholie treiben lassen will, schon eher.</p>
<p><em>Leena Lehtolainen<br />
<strong>Im schwarzen See</strong><br />
rororo tb, 2007<br />
ISBN-10: 3499238160<br />
ISBN-13: 978-3499238161</em></p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Nick Hornby: Slam ]]></title>
<link>http://knuellpapier.wordpress.com/?p=3</link>
<pubDate>Sun, 04 May 2008 19:04:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>scherenschnitt</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sam ist 15 Jahre alt, sein Interesse gilt dem Skaten und plötzlich geht alles sehr schnell. Er verl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sam ist 15 Jahre alt, sein Interesse gilt dem Skaten und plötzlich geht alles sehr schnell. Er verliebt in die gleichaltrige Alicia, die bald schwanger wird.<br />
Sam muss sehr schnell erwachsen werden und Verantwortung übernehmen, denn Weglaufen gilt nicht. Einzig an sein Idol Tony Hawk kann er sich wenden, der ihn in jedem Moment den richtigen Rat geben kann.<br />
Wie auch andere Romane von Nick Hornby zeichnet sich auch dieser durch Situationskomik, durch warme Charakterzeichnungen aus und nähert sich vorsichtig dem Thema Teenagereltern. Der Roman handelt nicht nur von den beiden Jugendlichen, sondern auch von deren Familien.<br />
Die „Familiengeschichte“ von Sam scheint sich zu wiederholen, denn seine Mutter ist gerade selbst erst 32 Jahre alt. „I'm going to be a grandmother ,' said Mum. I'm four years younger than Jennifer Anniston and I'm going to be grandmother. I'm the same age as Cameron Diaz and I'm going to be grandmother.“ S.187<br />
Trotz dieser scheinbaren Wiederholung beginnt Sam seinen eigenen Weg zu gehen und auf diesen lernt er  seinen Sohn zu lieben, auch wenn ihn die Liebe zu Alicia verlässt. Sam lernt langsam aber sicher Verantwortung, nicht nur für sich, sondern auch für seinen Sohn zu übernehmen.<br />
Keine große Literatur, aber ein Buch, welches den Leser mit einem warmen Gefühl zurücklässt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[IRON MAN]]></title>
<link>http://screenwrite.wordpress.com/?p=30</link>
<pubDate>Sat, 03 May 2008 21:56:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Thomas Lenz</dc:creator>
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<description><![CDATA[Herzschrittmacher
So hatte Tony Stark sich das nicht vorgestellt. Anstatt verlässlich die Freiheit ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herzschrittmacher</strong></p>
<p>So hatte Tony Stark sich das nicht vorgestellt. Anstatt verlässlich die Freiheit zu sichern, sorgen die Waffensysteme aus seinen hauseigenen Produktionshallen vor allem für jede Menge Leid, Tränen und Kollateralschäden. Dabei hatte es sich als Kopf eines milliardenschweren Rüstungskonzerns in zweiter Generation und fernab von den Einsatzgebieten seiner patentierten Kriegsspielzeuge bisher eigentlich gut und sorgenfrei leben lassen. Doch ausgerechnet bei der Präsentation eines neuen Tötungswunderwerkes für die US-Army am Hindukusch fällt der Mann, der lieber im Casino ein kleines Vermögen verprasst als bei eitlen Empfängen lästige Auszeichnungen entgegenzunehmen, und der übereifrige Enthüllungsjournalistinnen schon mal ganz gerne dazu motiviert, selber die Hüllen fallen lassen, unangenehmer Weise in die Hände bewaffneter Miliz. Und die hat nichts Gutes Im Sinn. Sein neuestes Produkt soll er für sie bauen, und sie so unbesiegbar machen - denn wer mit den Waffen von Stark Industries kämpft, der gewinnt auch den Krieg. Solchermaßen mit den Früchten seiner eigenen Arbeit konfrontiert und der Welt von Cocktailpartys und Nadelstreifenanzügen entrückt, wird es Zeit, die eigenen Ziele im Leben noch einmal zu überdenken. Tony Stark kommt dabei zugute, dass ihn dieser Antrieb von nun an nie wieder verlassen wird. Denn nur ein notdürftig in seinen Brustkorb eingebauter Elektronmagnet kann noch verhindern, dass sein Herz von Granatsplittern buchstäblich zerrissen wird. Keine rosigen Aussichten also und eine erstklassige Gelegenheit, mit der leidigen Waffenschieberei aufzuhören.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Dass Superhelden nicht geboren, sondern gemacht würden (mit Ausrufungszeichen), lässt sich zwar problemlos auf großformatige Poster drucken und als werbewirksame Propaganda nutzen, so ganz richtig wird diese These dadurch aber noch nicht. Auf den archetypischsten (und konsensfähig ersten) aller Vertreter seiner Spezies trifft sie jedenfalls nicht zu. Eher das Gegenteil ist der Fall. Um sich nämlich überhaupt in der zivilisierten Solidargemeinschaft aufhalten zu können, muss das Findelkind aus Smallville seine angeborene Natur zeit seines Lebens hinter der menschlichen Fassade eines bürgerlichen Langeweilers wie Clark Kent verbergen – was seinem Liebesleben bekanntermaßen nicht wirklich gut tut. Nun könnte man Tarantinos absurdem Superhelden-Monolog aus „Kill Bill Vol.2“ folgen, demgemäss der Mann vom Planeten Krypton lediglich die Ausnahme zur Regel darstellt, und wäre fein raus. Dabei hätte man aber ein ganzes Nest von Superhelden qua Geburt übersehen, das seit 2006 unter dem schlichten Titel „Heroes“ äußerst erfolgreich die Welt rettet und seinem Erfinder Tim Kring bis heute ein gutgefülltest Bankkonto beschert. Die These ist also schlichter Humbug.</p>
<p>Superhelden werden durchaus als solche geboren, und bei Tony Stark ist das im Grunde ähnlich. Als einziger Popstar unter den Waffenhändlern dieser Welt ziert er die Cover der einschlägigen Hochglanzmagazine und rettet, wie es sich für Superhelden eben gehört, die zivilisierte Welt (also die USA) beständig vor den bösen Jungs (also denen mit Turban). Die Superkraft, die ihm das ermöglicht, ist seine genialische Hochbegabung als Ingenieur, mittels derer er spielend leicht die wirksamsten Kriegsgerätschaften auf dem Globus entwickelt. Soweit ist also eigentlich alles im Lot. Was er allerdings bisher ziemlich leichtsinnig betrieben hat, seine Kräfte nämlich anderen zum Spielen zu geben, ist für echte Superhelden ein absolutes No-Go. Und so muss er dann von seinen eigenen Granaten erst einmal fast in die Luft gesprengt werden, um hautnah erleben zu können, wie wenig superheldenhaft seine Arbeit doch eigentlich ist (Amerikaner als Opfer amerikanischer Waffen? Undenkbar). Die Konsequenzen zieht er unmittelbar: Statt den bösen Jungs nämlich die gewünschten Waffensysteme zu bauen, entwickelt er unbemerkt einen stählernen Kampfanzug, der ihm schon bald eine ziemlich eindrucksvolle Flucht ermöglicht – auch wenn er seine Erfindung dabei am Ende buchstäblich in den Sand setzt. Zurück auf heimatlichem Boden erklärt er öffentlich, die Produktion von Kriegsgerätschaften zu beenden und beginnt heimlich an einer optimierten Version seiner stählernen (oder eben eisernen) Rüstung zu basteln, die ihn wenig später bereits befähigt, sich als echter Superheld und frei von (zumindest menschlichen) Kollateralschäden zu beweisen.</p>
<p>Der „Iron Man“, so wird die Presse Tony Stark später betiteln, gehört zu den Bewohnern des Marvel-Universums, in dem jede Menge Figuren zuhause sind, die sich durch Eigenschaften definieren, von denen der Normalsterbliche nur träumen kann. Superheldentum gehörte hier schon immer zum guten Ton, und nachdem eine Überdosis extraterrestrischer Strahlung 1961 aus ganz gewöhnlichen Menschen die Fantastic Four gemacht hatte, war das Zeitalter der realen Welt auch im Kosmos der Kryptoniten angebrochen. Stan Lee und Jack Kirby hatten die bedauernswerten Helden entwickelt, denen ihre Superkräfte so gar nicht gefielen, und deren menschliche Alltagssorgen oft mehr Kopfzerbrechen bereiteten als ihre superbösen Erzfeinde. Ein Jahr später bereits erfand Lee zusammen mit Steve Ditko den nächsten problembelasteten Superhelden, welcher genau wie das ungleiche Quartett zu seinen Kräften kam wie die Jungfrau zum Kind und durch einen harmlosen Spinnenbiss zum Amazing Spiderman mutierte.</p>
<p>Anders im Jahr darauf: Lees neuer Superheld sollte es weniger leicht haben, denn statt herbeitransformierter Kräfte und einem Deus ex machina als Auslöser sollte der Playboy und Waffenhändler Tony Stark vielmehr durch Selbsterkenntnis und harte Arbeit seinen Platz unter den Marvel-Kollegen finden. Das Herz der Wandlung zum geläuterten Helden (damals Kommunistenjäger) war zugleich auch das Herz der Figur selber. In Gefangenschaft geraten, rettet ihm sein Zellengenosse das Leben, indem er ihm mit improvisierten Mitteln ein magnetisches Schutzschild implantiert, das fortan leuchtet und für Stark wie ein permanentes Damoklesschwert als Warnung dient, sein Leben nicht weiter zu verschwenden. Fast ein halbes Jahrhundert später bleibt dieser durchweg brilliante dramaturgische Griff auch auf der Leinwand nicht nur erhalten, sondern Starks ganz eigener Herzschrittmacher wird gar zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichte selbst, die aus dem Motiv auch tatsächlich eine Menge herausholen kann. Jedenfalls gehört schon einiges dazu, die eiserne Wunde im Brustkorb der Hauptfigur (eine Art Gegenstück zu den berüchtigten Cronenbergschen Körperöffnungen) bei Gelegenheit für den gleichermaßen intimsten wie absurdesten Moment zwischen Stark und seiner Assistentin Pepper zu nutzen, und damit die irrste Parodie auf dasjenige zu liefern, was die beiden in all ihrer beiderseitigen uneingestandenen Zuneigung verbindet, aber eben weder zu Körperlichkeiten führt noch zu echten Herzensdingen (tja, oder eben doch, nur ganz anders).</p>
<p>Derartige Spielereien im Hinterkopf steht und fällt dieser erste von Marvel eigenständig finanzierte Film dann auch folgerichtig vor allem mit seinen durchweg gutgelaunten Darstellern. Jeff Bridges als diabolischer Gegenspieler, der für sein abgrundtief gemeines Potential fast nicht oft genug zu sehen ist, und Gwyneth Paltrow als leicht zugeknöpftes Mädchen für alles (in mehrfacher Hinsicht eine Variante ihrer Figur aus „Sky Captain and the world of tomorrow“) sind klug platziert, und Robert Downey jr. gewinnt seiner Rolle eine angemessene, wenn auch nicht unbedingt vorlagenkonforme Note Selbstironie ab - wobei es natürlich ebenso blanker Unsinn wie reines, aber offensichtlich gern entgegengenommenes PR-Futter ist, dass seine private Historie dem fiktiven Charakter ernsthaft etwas hinzufügt (abgesehen vom symbolisch-plakativen Cheeseburgeressen selbstverständlich, mit dem Downey angeblich seine Drogenkarriere beendet haben soll, und welches er als heißhungriger Tony Stark auffällig lustlos durchexerziert).</p>
<p>Überhaupt haben sich Regisseur Jon Favreau und seine Autoren vor allem auf die Entwicklung der Hauptfigur konzentriert und die klassische Konfrontation mit einem monströsen Gegenspieler merklich an den Rand gedrängt – eine Entscheidung, die dem ganzen Unterfangen ausnahmslos gut tut und von vergleichbaren Produktionen angenehm abhebt. Bei genauerem Hinsehen wirken die randvollen 126 Minuten, die der Film dauert, in all ihrer angenehmen Kurzweiligkeit aber vor allem wie der Prolog zu einem von großen Plänen begleiteten Franchise. Für „Iron Man“-Kenner jedenfalls bieten sich jede Menge Versprechungen auf Zukünftiges, und selbst für Neuankömmlinge im Leben von Tony Stark gibt es mindestens einen ziemlich verheißungsvollen Appetithappen. Für den muss man allerdings die gesamten End Credits durchhalten – inklusive Black Sabbath mit, na was wohl: „Iron Man“.</p>
<p><img src="http://www.alienus.de/screenwrite/Plakat_Iron-Man.jpg" border="1" alt="" width="450" height="636" align="absBottom" /></p>
<p>Artikel © 2008 Thomas Lenz. Alle Rechte vorbehalten.<br />
Filmplakat: <a href="http://www.concorde-film.de/" target="_blank">Concorde Filmverleih GmbH</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Glanzvoll freigelegte Situationskomik"]]></title>
<link>http://hanswaal.wordpress.com/?p=60</link>
<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 15:43:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Hans Waal</dc:creator>
<guid>http://hanswaal.wordpress.com/?p=60</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Eine Story, skurril und spannend, witzig und berührend.&#8221; Kerstin Decker, Leipziger Vol]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>"Eine Story, skurril und spannend, witzig und berührend." Kerstin Decker, Leipziger Volkszeitung</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Madsen – Frieden im Krieg]]></title>
<link>http://rezensor.wordpress.com/?p=93</link>
<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 14:42:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Philip Aubreville</dc:creator>
<guid>http://rezensor.wordpress.com/?p=93</guid>
<description><![CDATA[

Den Journalisten und Tomte-Sänger Thees Uhlmann hält längst nicht jeder für einen kompetenten ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;">
<p style="text-align:center;"><img src="http://rezensor.files.wordpress.com/2008/04/madsen01.jpg" alt="" width="128" height="128" /></p>
<p style="text-align:left;">Den Journalisten und Tomte-Sänger Thees Uhlmann hält längst nicht jeder für einen kompetenten Ansprechpartner wenn es um Musik geht. Doch zumindest einmal, im Jahr 2005, war Uhlmanns Urteil mehr als treffend. Damals schrieb er über „Madsen“, dem ersten Album der gleichnamigen Band aus dem niedersächsischen Wendland, es sei „die beste Debüt-LP, seitdem ich über Musik schreibe.“<br />
Für die Band begann seitdem eine Erfolgsgeschichte: Landete „Madsen“ noch auf Platz 23 der deutschen Albumcharts, war die Nachfolgeveröffentlichung „Goodbye Logik“ bereits auf Rang 8 zu finden – vier Singles schafften es in die Top 100.<br />
Auch getragen vom Hype um deutschsprachige Musik brachten es Madsen zu gern gesehenen Gästen auf diversen einschlägigen Festivals und TV-Sendungen.<br />
Mit „Frieden im Krieg“ hat die zur Zeit vermutlich erfolgreichste niedersächsische Band nun ihren dritten Longplayer veröffentlicht – und machen nahtlos weiter, wo sie mit ihren anderen Releases aufgehört haben.<br />
Doch auch wenn Madsen wieder keinen Song produziert haben, den man durch eine systematische Kategorisierung einem bestimmten Album zuordnen könnte, die neuen also Songs genauso gut drei Jahre alt sein könnten und die drei Jahre alten Songs ohne Probleme auf der aktuellen LP ihren Platz fänden, muss man kein Madsen-Fan sein, um „Frieden im Krieg“ nicht langweilig zu finden.<br />
Eine Weiterentwicklung ist nämlich trotzdem festzustellen: Die Texte wirken durchdachter als vorherige Dichtungen – das Album strotzt von Metaphern; zusätzlich finden sich Zeugmata, Chiasmen und andere Wortspiele. Nicht nur der ein oder andere Deutschlehrer hätte seine helle Freude.<br />
Inhaltlich gehen die Lyrics über das erwartungsgemäße Thema „Liebe“ hinaus: Gesellschaftskritik, mal expliziter („Nitro“), mal zwischen den Zeilen im Gute-Laune-Kostüm („Nachtbaden“) kann man im Booklet ebenso nachlesen wie die scheinbar beliebt werdende (als Beispiel seien <a href="http://rezensor.wordpress.com/category/arztedie/">Die Ärzte</a> genannt) Textgattung des sozialpädagogischen Imperativs („Verschwende dich nicht“).<br />
Überhaupt bekommt die Kommunikation mit dem „Du“ breiten Platz eingeräumt – genauso wie vielleicht beabsichtigte, vielleicht unbeabsichtigte popkulturelle Zitate: Da ist vom „Böse[n] in Menschengestalt“ die Rede („Nitro“), „Wenn der Regen“ deutscht das in jedem zweiten britischen Melancholiesong vorkommenden „the rain falls hard“ („der Regen fällt hart“) ein und klingt anfangs wie „Die Lust am Leben“ von Geier Sturzflug. Der großartige „Kein Weg zu weit“ kommt einem nichtsdestotrotz ebenfalls bekannt vor und die Zeile „Dreh die Zeit zurück, erinnere dich“ aus dem Song „Vollidiot“ wird treffend mit einer Melodie untermalt ist, die nicht mehr ist, als die langsame Variante des 2006 veröffentlichten Stücks „Ich rette die Welt“.<br />
Was zunächst wie eine Plagiatsansammlung aussieht, verteilt sich gut über den Longplayer und stellt somit wohl eher eine wohldosierte Anwendung popkultureller Anspielungen dar.<br />
Musikalisch bieten Madsen auf ihrem dritten Release ansonsten wenig Neues – trotz oder gerade wegen dieser Konstanz ist „Frieden im Krieg“ allerdings eine großartige Platte und absolut empfehlenswert.</p>
<p style="text-align:left;">Philip Aubreville</p>
<p><strong>Dieser Artikel wurde außerdem im “Szene-Magazin” - der Jugendbeilage der <a href="http://www.gnonline.de">Grafschafter Nachrichten</a> veröffentlicht. </strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mikael Niemi: Der Mann, der starb wie ein Lachs]]></title>
<link>http://radiergummi.wordpress.com/?p=106</link>
<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 06:45:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>flattersatz</dc:creator>
<guid>http://radiergummi.wordpress.com/?p=106</guid>
<description><![CDATA[
Dieses Buch ist von allem etwas, ein Art Kriminalroman, eine kleine Liebesgeschichte, ein verbales ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img align="left" src="http://radiergummi.wordpress.com/files/2008/04/niemi.jpg" alt="" width="133" height="180" class="alignnone size-full wp-image-107" /></p>
<p>Dieses Buch ist von allem etwas, ein Art Kriminalroman, eine kleine Liebesgeschichte, ein verbales Bilderbuch und - und das vor allem - ein Buch über die Sprache, mit der ein Mensch aufwächst.</p>
<p><strong>Die Handlung ist einfach. Sie spielt im schwedischen Norden, im <a href="http://www.pajala.se/mun/pajala/www.nsf/german/$first?open&#38;mname=Menu%A4menuID=2B62%A4start=1">Tornedal</a> (der Heimat des Autors), einer Region, die oftmals Zankapfel war zwischen Schweden, Finnland und Russland. Dort wird Martin Udde in seinem Haus auf recht brutale Weise ermordet, nämlich aufgeschlitzt wie ein Lachs. Die Stockholmer Polizistin Therese Forsness soll das Verbrechen aufklären. In den Hauptverdächtigen dieses Mordes, Esaias, verliebt sie sich, langsam und zögerlich wächst dieses Gefühl der Verbundenheit in den beiden sich so fremden Menschen.</strong></p>
<p>Im Verlauf der Ermittlungen musste Esaias wieder freigelassen werden, man kommt aber nicht so recht voran. Über den Toten dagegen kommen langsam aber sicher immer mehr schlimme Details ans Licht und viele davon sind mit der Sprache der Menschen da oben verknüpft. Insofern ist Niemis Buch ein Buch über die Sprache der Menschen. </p>
<p>In seiner Heimatregion sprechen die Menschen ursprünglich ihre eigene Sprache, einen finnischen Dialekt, das "Meänkieli", mit dem sie aufwachsen, in dem sie sich ausdrücken können. In Schweden wird jedoch schwedisch gesprochen und so wachsen viele Familien in absurden Konstellationen wie bei Eisaia auf: die Eltern reden untereinander Meänkieli, mit dem Sohn dagegen wird nur schwedisch gesprochen: </p>
<blockquote><p>Er sollte ein echter Schwede werden, etwas, was ihr nie gelungen war. Schließlich war das Torndedalfinnisch ja ihre Muttersprache. In ihm hatte sich die Wärme befunden. Die Gefühle, die Intensität, die Nähe im Leben.</p></blockquote>
<p>So tobt quer durch die Region ein zum Teil mit Verbitterung geführter Sprachenstreit. Die einen wollten normale Schweden werden, die anderen die Tradition bewahren, um ihre Identität nicht zu verlieren. </p>
<p>Aber auch als politische Waffe wurde die Sprache in der Vergangenheit genutzt. So unterstützte Russland im 19. Jhdt. die Ausbreitung der finnischen Sprache nach Westen und Süden, um in Schweden agitieren zu können und so:   "<em>..zu gegebener Zeit das Feuer in dem gesammelten Brennstoff zu entfachen.</em>"</p>
<p>Niemi malt wunderschöne Bilder mit seinen Worten. Wenn er die Landschaften beschreibt, die Menschen, ihre Gefühle, ihre Träume.. Bei ihm sind Kartoffeln bleiche Glühbirnen, die in sandbrauner Erde Kraft und Saft gesammelt haben, um sich auf dem Teller in eine dampfende Sonnenfrucht zu verwandeln, mit einer Schale, dünn wie Seide, einer frischen Süße, die Seligkeit hervorruft, einen Geschmacksrausch, die einen die Augen verdrehen läßt und mit geblähten Nasenflügeln schnauben.....</p>
<p>Liest man dies, meint man förmlich Geschmack dieser Kartoffeln auf der Zunge zu fühlen. Und mit ebenso schönen Bildern nimmt Niemi den Leser mit in seine Heimat, zeigt ihm die Seen, die Flüsse, die Wälder, die Tiere und die Menschen.</p>
<p>Ein Buch, in dem die Menschen im Mittelpunkt stehen, nicht die Handlung, obwohl es auch das eine oder andere Mal turbulent zu geht. Die Menschen sind Niemi wichtig, wie sie verwurzelt sind in ihrer Heimat durch ihre Sprache, wie sie unsicher werden, schwankend, wenn ihnen die Sprache genommen wird. Landschaft, Kultur, Sprache, Heimat und Mensch bedingen, formen sich bei Niemi gegenseitig. Wer das ignoriert oder verkennt, findet seine Mitte nicht. </p>
<p><strong>Facit</strong>: Ein Lesespaß, der nachdenklich macht und Lust auf weitere Niemis</p>
<p><em>Mikael Niemi<br />
<strong>Der Mann, der starb wie ein Lachs</strong><br />
btb Verlag, 2008<br />
ISBN-10: 3442751985<br />
ISBN-13: 978-3442751983</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Another bubble!]]></title>
<link>http://lifeistooshortfor.wordpress.com/?p=20</link>
<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 22:11:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>ankki82</dc:creator>
<guid>http://lifeistooshortfor.wordpress.com/?p=20</guid>
<description><![CDATA[


Web 2.0: Die Blase der zweiten Generation - Panikmache oder Krise?
Befinden wir uns auf den Weg i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div></div>
<p><span style="font-size:8pt;line-height:150%;font-family:Verdana;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;">
<div class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:10pt;font-family:Verdana;"><strong>Web 2.0: Die Blase der zweiten Generation - Panikmache oder Krise?</strong></span></div>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">Befinden wir uns auf den Weg in die Rezension – und wenn ja, welche Auswirkungen hat diese auf die zweite Generation des Internets, dem Web 2.0? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">Eine Frage die selbst <a href="http://online.wsj.com/article/SB120169953721828519.html">Experten</a> (oder <a href="http://www.nytimes.com/2008/01/28/business/media/28adcol.html?_r=1&#38;em&#38;ex=1201755600&#38;oref=slogin">hier</a>) nicht zu beantworten wagen. Dennoch die US-Finanzkrise zeigt ihre ersten Auswirkungen auf die Hightech Welt – insbesondere auf das meist ohnehin knapp bemessene Kapital von Startups. So berichtete <a href="http://www.techcrunch.com/2008/04/18/is-the-venture-capital-party-over/">Techcrunch</a> von einem Rückgang von 8,5 Prozent des </span><a href="http://lifeistooshortfor.files.wordpress.com/2008/04/web-20-bubble.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-21" src="http://lifeistooshortfor.wordpress.com/files/2008/04/web-20-bubble.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">Investitionskapitals für das erste Quartal in 2008 im Vergleich zum Vorjahr auf dem amerikanischen Markt. Wurden im vergangenen Jahr also noch <a href="http://www.techcrunch.com/2008/03/20/chart-me-up-web-20-venture-deals/">Rekordwerte</a> erreicht so müssen viele Firmen dieses Jahr den Gürtel enger schnallen oder sogar ganz aufgeben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">In den vergangenen Wochen und Monaten gab es in den Medien eine weitläufige Diskussion darüber ob </span><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">sich der Internet Markt wie im Jahr 2000 auf einen harten Fall zu bewegt. Damals kam es durch das Platzen einer Spekulationsblase, die insbesondere die so genannten Dotcom-Unternehmen betraf und vor allem durch überhöhte Gewinnerwartungen der Investoren in neue technologische Entwicklungen ausgelöst wurde, zu einem Zusammenbruch der gesamten Industrie. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">Aber diesmal ist alles anders – oder zumindest Manches. Genau genommen muss sich der Markt mit </span><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">zwei Problemen auseinandersetzen: zum einen mit der weltweit angeschlagenen ökonomischen Situation, ausgelöst durch die Kredit- und Immobilienkrise in den USA und zum anderen mit der vermeintlichen Blase innerhalb des Web 2.0, die vor allem durch schwache Finanzierungskonzepte und einer Übersättigung von „Copycat Produkten“ zu platzen droht. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">Dennoch sind Experten diesmal weit optimistischer, denn wurden in der Krise im Jahr 2000 Unsummen in die Entwicklung neuer Technologien investiert, was zu einer Überbewertung des gesamten Marktes und </span><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">schließlich zum Zusammenbruch führte, so scheint man heute aus den Fehlern gelernt zu haben und Kapital fließt überlegter und vor allem in einem realistischeren Ausmaß. Auch die Tatsache, dass die instabile wirtschaftliche Situation ein globales Problem ist, macht die Investition in den Hightech-Markt selbst mit Sicherheit schwieriger aber scheint dennoch weniger irrational als zu Beginn des neuen Jahrzehnts – ein wesentlicher Unterschied also. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">Komplexer ist die Situation jedoch innerhalb des Marktes. Das Internet in seiner zweiten Generation steht vor allem für Social Media, wobei der Schwerpunkt auf User generierte Inhalte und soziale Vernetzung liegt. Dies bietet auf der einen Seite zwar neue Möglichkeiten, vor allem im Marketingbereich (dazu später mehr), auf der anderen Seite fehlt es jedoch an überzeugende Finanzierungsmöglichkeiten. Traffic ist das Zauberwort – und an ihm wird der Erfolg eines Projektes gemessen. Leider bringen hohe Besucherzahlen in den wenigsten Fällen auch wirklich Gewinn, was eine langfristige Eroberung dieses Sektors für viele Unternehmen schier unmöglich zu machen scheint. Kaum </span><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">ein User ist heute noch bereit für die Nutzung einer Seite zu bezahlen, was an der Vielzahl von kostenlosen Angeboten liegt – die kostenpflichtige Nutzung von Facebook oder in Deutschland StudiVZ – ein Absurd. Nur in den wenigsten Fällen (siehe LinkedIn und XING) gelingt es Anbietern ihre User zu überzeugen auch zu bezahlen – Vorraussetzung: ein unentbehrlicher und nicht auf anderen Seiten zu ersetzender Gewinn für den User. <span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">Dies erfordert neben einem gut durchdachten Membership–Modell (z.B. mit kostenlosen Basis Angeboten und kostenpflichtigen Upgrades) innovative Ideen und ausgereifte Technologie. Hier befinden wir uns bereits an der nächsten Hürde, denn das Internet lebt derzeit von seinen zahlreichen Kopien. Wurde eine Idee einmal erfolgreich etabliert, so kann man davon ausgehen, dass in den nächsten Wochen „Copycats“ wie Pilze aus dem Boden sprießen – den „ich war zuerst hier Bonus“ bekommen dabei die wenigsten Unternehmen. Ein Wettlauf mit der Zeit also, der neben der Kreativität auch auf Kosten der Qualität geht. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;">
<div class="MsoNormal" style="line-height:150%;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">Eine weitere Frage die sich viele Unternehmen stellen müssen, ist wie effektiv Marketingstrategien im Web 2.0 implementiert werden können. Gerade weil die meisten Seiten auf hohe Besucherzahlen abzielen greifen deren Gründer/innen auf SEO- und SEM- Kampagnen zurück – im letzteren Fall kaufen sie also Traffic über die Suchmaschinen ein, der dann jedoch unter dem Strich keinen Gewinn für das Unternehmen ausschüttet. Daneben versuchen immer mehr Anbieter Nutzen aus der Social Media Welt für sich zu schlagen. Neben Text- und Bannerplatzierung auf großen Communities spielen Emailmarketing und vor allem Viral Marketing, das existierende soziale Netzwerke ausnutzt, um Aufmerksamkeit auf Marken, Produkte oder Kampagnen zu lenken, indem es Nachrichten durch die Kommunikation untereinander epidemisch verbreitet. Im Prinzip eine gute Sache, denn solche Kampagnen sind sehr Zielgruppenorientiert, lassen sich gut auswerten und somit optimieren und sind vergleichsweise zu klassischen Formen in den Printmedien oder TV sehr günstig. Marketing Instrumente also, die vor einigen Jahren so nicht existierten und neue Möglichkeiten für Kostensenkung und effizientes Marketing bieten. Dennoch muss auch hier letztendlich nach dem Nutzen gefragt werden – denn in der virtuellen Welt geht es zunehmend weniger um „Branding“ und Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Produkt sondern vielmehr um den Nutzer selbst. Hinzu kommt, dass zu viel Werbung und Email Spam User (vor allem aus dem professionellen Bereich) schnell vergraulen kann. Zudem ist die Nutzung von Social Networks aus der Nutzerseite sehr schnelllebig – wer wusste schon vor 1 oder 2 Jahren was Facebook ist? Ein weiterer Risikofaktor also aus Unternehmenssicht. </span><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;"> </span></span></div>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;margin:0;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">Das Problem ist also weniger die Idee des Web 2.0 selbst, sondern vielmehr die unausgereiften Finanzierungsansätze und dies führt mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit sehr bald zwar nicht zu einem Zusammenbruch jedoch zu einer Bereinigung des Marktes.</span></p>
<p><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;"><strong>FAZIT</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;margin:0;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">Persönlich bin ich der Ansicht, dass sich eine Krise im Ausmaß des Dot-com Zeitalters in dieser Form nicht noch einmal wiederholen wird. Genau genommen befindet sich das Internet in keiner Blase, sondern vielmehr in einer Sachgasse, die viel Innovationspotential in sich trägt. Ich bin davon überzeugt, dass viele Unternehmen auf Grund der geschilderten Problematik auf dem Weltmarkt und innerhalb des Sektors aufgeben werden müssen – viele Andere jedoch nicht. Insgesamt also ein Fall - der erwartete Knall wird jedoch ausbleiben. Das Internet ist schon lange nicht mehr nur ein Experiment dessen Ausmaß nicht abzusehen ist. Die Reichweite und Ausbreitung dieses Medium sprechen dabei für sich. Nur die Frage, wie gut Unternehmen mit dem rasanten Wachstum mithalten können, um dabei auch Geld zu verdienen, muss in naher Zukunft neu verhandelt werden – nicht mehr und nicht weniger! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;margin:0;"><span style="font-size:10pt;line-height:150%;font-family:Verdana;">Bildquelle: <a href="http://images.google.com/imgres?imgurl=http://web54.fortrabbit.de/wp-content/uploads/2006/08/web-20-bubble.jpg&#38;imgrefurl=http://cosassencillas.wordpress.com/2007/07/26/recursos-y-utilidades-para-disenar-un-blog-al-estilo-web-20/&#38;h=480&#38;w=640&#38;sz=29&#38;hl=en&#38;sta">Cosas sencillas</a></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fotos - Nach dem Goldrausch]]></title>
<link>http://keinvegetarier.wordpress.com/?p=327</link>
<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 19:33:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf</dc:creator>
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<description><![CDATA[Hmm, verdammt! Was bitte sind Serenaden? Das Wort habe ich ja noch nie gehört. Also wenn Tom singt,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Hmm, verdammt! Was bitte sind Serenaden? Das Wort habe ich ja noch nie gehört. Also wenn Tom singt, dass das er keine Serenaden mehr singt, was singt er denn dann nicht mehr? Mein guter Bekannter Herr Pedia muss mich aufklären.<br />
Serenaden ist also italienisch und bedeutet "Abendlied". Assoziiere ich jetzt mit Abschiedslied. Also tut der Sänger gut daran, solche Lieder nicht mehr zu singen. Klar, dass ich diese Aussage, jetzt aus dem Kontext des Liedes gerissen habe und zugunsten dieser tollen Einleitung missbraucht habe.<br />
Aber es wäre auch zu früh für ein Abschiedslied. Immerhin ist <strong>Nach dem Goldrausch</strong> erst das zweite Album der jungen deutschen Band.</p>
<p style="text-align:justify;">Was konnte man dem großartigen Debutalbum der Fotos schon vorwerfen? Vielleicht die auf sich neun Songs erstreckende fröhliche, lebendige und mit jedem Lied gleicher klingenden Melodien, die nur durch den letzten Song <em>Katharina</em> unterbrochen wurden. Bei <strong>Nach dem Goldrausch</strong> ist es in gewisser Weise genau umgedreht: Hier gibt es neun Songs mit ruhigem, nachdenklichem, vielleicht auch schon in gewissem Maße melancholischem Sound, während der erste Song, erste Single-Auskopplung <em>Nach dem Goldrausch</em> (hmm, heißt so nicht auch das Album?) mit tragendem "Hahahahaha"-Backgroundgesang und lebhafter Stimmung, die wohl auf die Mischung aus schnellem Takt und dem auffälligen Keyboard zurückzuführen ist. Ganz so krass ist es natürlich nicht, aber es geht in diese Richtung.</p>
<p style="text-align:justify;">Nach dem Goldrausch (jetzt wieder das Album) bekennt sich zu minimalistischer Musik, ruhigeren Stücken, mit Soulanleihen. Es ist also an sich das genau Gegenteil des ersten Albums, das sich vornehmlich durch Indie-Rock auszeichnet. Und trotzdem erkennt man an jedem der Lieder den Interpreten. Trotz dem extremen Wandel kann man die neuen Songs ohne Probleme als die von den Fotos bezeichnen<br />
Damit ist den vier Jungs ein Kunststück gelungen, das Panic at the Disco misslungen ist. Aber das mag auch mit der markanten Stimme von Tom zu tun haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Inhaltlich gesehen bietet <strong>Nach dem Goldrausch</strong> nach wie vor ehrliche und offenherzige Texte, die immer ästhetisch und niemals schmierig oder kitschig rüberkommen. Mit <em>Fotos</em> wird in gewisser Weise eine ähnliche Thematik wie bei <em>Komm zurück</em> behandelt, nur irgendwie anders. Nämlich mit dem Akzeptieren der Trennung. Aus dem Titel stammt auch meine Lieblingszeile: "Und die Fotos, die ich zeigten mit dir, irgendjemand hat sich für mich zerrissen". Weiß gar nicht genau, warum ich das so toll finde.<br />
Mit <em>Explodieren</em> eine schöne Aufforderung, aus sich selbst rauszugehen. So wird gesungen: "Hör einfach auf zu Funktionieren, jetzt ist die Zeit zu explodieren". Auch eine meiner Lieblingszeilen<br />
Die genannte Ästhetik entsteht in erster Linie - wie schon im ersten Album - durch clevere Metaphern.  So schlicht kann man es erklären und ebenso schlicht sage ich zum Abschluss:</p>
<p style="text-align:justify;">Kauft es euch. Es ist es wert!</p>
<p>Trackliste (Anspieltipps fett gedruckt):</p>
<ul>
<li><strong>Nach dem Goldrausch</strong></li>
<li>Serenaden</li>
<li>Ein Versprechen</li>
<li>Ich häng an dir und du hängst an mir</li>
<li><strong>Explodieren</strong></li>
<li>Ein Freak und ein Spinner</li>
<li><strong>Das ist nicht was ich will</strong></li>
<li><strong>Fotos</strong> (heißt so auch nicht die Band und das erste Album?)</li>
<li>Essen, Schlafen, Warten und Spielen</li>
<li>Kalifornieren</li>
</ul>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Raymond Queneau: Intimes Tagebuch der Sally Mara]]></title>
<link>http://radiergummi.wordpress.com/?p=116</link>
<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 07:23:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>flattersatz</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Um 1916 wird in Irland die Sally Mara geboren, die 1934, kurz vor der Volljährigkeit in ihrem Tage]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img align="right" src="http://radiergummi.wordpress.com/files/2008/04/mara.jpg" alt="" width="150" height="150" class="alignright size-full wp-image-117" /></p>
<p><strong>Um 1916 wird in Irland die Sally Mara geboren, die 1934, kurz vor der Volljährigkeit in ihrem Tagebuch von sich feststellen muss: "Ich bin ein jungfräuliches Wesen, das heißt, ich bin noch nie beackert worden". Wie sie zu ergründen versucht, worin das Wesen des "Ackerns" liegt, und wie sie selbst diesem Zustand der Jungfräulichkeit entkommen kann, davon erzählt das Büchlein.</strong></p>
<p>Sally kommt aus armen Verhältnissen, ihr Vater ist verloren gegangen, als er Streichhölzer holen wollte, ihr Bruder ist ein Säufer vor dem Herrn, schafft es aber trotzdem, der Haushälterin ein Kind zu machen. Im Haushalt Mara ersetzt Whiskey das Wasser und entsprechend feucht-fröhlich verläuft dort das Leben. </p>
<p>Mara isst gerne Hering in Ingwer, gekochten Lauch und Rollmöpse, bevorzugt sehr kurze Röcke, unter denen sie eine Slip trägt und schlägt auch gerne die Beine übereinander, was in Straßenbahnen dazu führt, daß die gegenüber sitzenden Herren die Zeitung sinken lassen, wie sie aufmerksam feststellt. Sie betreibt Sprachstudien und übt verschiedene Sportarten aus, unter anderem Kraftsport. In ihrer Freizeit besucht sie liebend gerne das Museum, um dort an den wunderschön glatten Alabasterwaden der Herkulesstatuen zu... lecken und im Anschluss den Museumswärter, der sie verjagen will, zu verprügeln. Dem Geheimnis der Liebe will sie mit einer Freundin durch Tierbeobachtung auf die Spur kommen, was ihr dann nach vielen Irrwegen auch gelingt.</p>
<p>Ein nettes Büchlein (wenn man sich nicht daran stört, daß es vielleicht etwas unglaubwürdig ist, daß eine 18jährige mit dieser Herkunft noch nicht weiß, was es mit der "Liebe" auf sich hat), witzig und amüsant geschrieben. Mara, die immer knapp daneben liegt, nimmt gegenüber ihrem Tagebuch kein Blatt vor den Mund und stolpert von einer in die andere pikante Situation, die sie aber nie als solche erkennt, selbst wenn sie deftig und durchaus derbe sind. "Immer bei der Stange bleiben" ist ihr Motto, und damit fängt auch das Buch an, mit der trotz winterlich kaltem Wetter so wunderbar warmen Stange, die der hinter ihr gehende Gentleman ihr als Halt in die Hand gibt, damit sie den schwankenden Steg am Hafen sicher überqueren kann..... am Hafen, wo sie ihren Französischlehrer Monsieur Presle verabschiedete, der sie nie berührte, nur ab und zu als Akt der reinen Höflichkeit ihren Popo tätschelte....</p>
<p><strong>Facit</strong>: ein kurzweiliges, schön "altmodisch" geschriebenes, amüsant-frivoles Buch.</p>
<p><em>Raymond Queneau<br />
<strong>Intimes Tagebuch der Sally Mara</strong><br />
Wagenbach 2000)<br />
ISBN-10: 3803123941<br />
ISBN-13: 978-3803123947</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eric-Emmanuel Schmitt: Oskar und die Dame in Rosa]]></title>
<link>http://radiergummi.wordpress.com/?p=120</link>
<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 04:58:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>flattersatz</dc:creator>
<guid>http://radiergummi.wordpress.com/?p=120</guid>
<description><![CDATA[
Der 10jährige Oskar liegt mit Krebs im Krankenhaus. Er ist &#8220;austherapiert&#8221; und weiß, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img align="right" src="http://radiergummi.wordpress.com/files/2008/04/schmitt-oskar1.jpg" alt="" width="172" height="240" class="alignnone size-full wp-image-121" /></p>
<p><strong>Der 10jährige Oskar liegt mit Krebs im Krankenhaus. Er ist "austherapiert" und weiß, daß er sterben muss. Aber mehr noch als dieses Wissen macht ihm zu schaffen, daß niemand mit ihm darüber redet, weder seine Eltern noch die Ärzte. Nur die "Dame in Rosa", einer der Frauen, die in rosa Kitteln gekleidet in das Krankenhaus kommen, um sich um die Patienten zu kümmern, nimmt ihn ernst und redet mit ihm über seinen Tod.</strong></p>
<p>Sie gibt ihm den Rat, über alles nachzudenken und es dem lieben Gott zu schreiben, ihm sein Herz auszuschütten. Und sie rät ihm, sein gesamtes Leben in den wenigen Tagen zu durchleben, die ihm bleiben. So wird für Oskar jeder Tag zu einem Jahrzehnt, er verliebt sich, heiratet, erlebt seine midlife-crisis, er wird alt und müde und dann stirbt er. </p>
<p>Schmitt erzählt diese Geschichte von Oskar ohne ins Sentimentale zu verfallen. Auch wenn man sagen kann, ein Zehnjähriger hätte noch keine richtige Vorstellung vom Tod, macht er sehr deutlich, daß das verdruckste Drumherumreden der Erwachsenen viel Schlimmer ist, als das Darüberreden, denn es nimmt dem Sterbenden die Chance, sich auf den Tod vorzubereiten, ihn als das anzunehmen, was er ist: nämlich unausweichlich. </p>
<p>Oskar stirbt, aber bevor er stirbt, gelingt es ihm mit Hilfe von Oma Rosa auch seine Eltern mit auf diesen letzten Abschnitt seines kurzen Lebens mitzunehmen und sich so mit seinem Leben zu versöhnen.</p>
<p><strong>Facit</strong>: ein wunderschön geschriebenes Büchlein über ein sehr trauriges, wichtiges Thema, das sehr nachdenklich macht, sehr ergreifend ist, ein Büchlein, das bei aller Tragig auch die komische Situationen des Lebens nicht vergisst.</p>
<p><em>Eric-Emmanuel Schmitt<br />
<strong>Oskar und die Dame in Rosa</strong><br />
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt, 2005<br />
ISBN-10: 3596161312<br />
ISBN-13: 978-3596161317</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jean-Améry-Renaissance]]></title>
<link>http://secondlitart.wordpress.com/?p=109</link>
<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 17:42:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>regulaerni</dc:creator>
<guid>http://secondlitart.wordpress.com/?p=109</guid>
<description><![CDATA[Jan Süselbeck ist beim Lesen des &#8220;Materialien&#8221;-Abschlussbandes der Jean-Améry-Werkausg]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Jan Süselbeck ist beim Lesen des "Materialien"-Abschlussbandes der Jean-Améry-Werkausgabe der Ignoranz <a href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&#38;dig=2008%2F04%2F26%2Fa0189&#38;src=GI&#38;cHash=e01acf1ae9">begegnet</a>, mit der Jean Améry zu kämpfen hatte: </p>
<blockquote><p>"Auffallend dagegen ist die schrille Unangemessenheit so mancher Formulierung aus den Rezensionen über Amérys Werke aus den Sechziger- und Siebzigerjahren, die im Buch ebenfalls dokumentiert sind. Bei ihrer Lektüre wird dem heutigen Leser klarer, in welcher ignoranten Zeit Améry Texte veröffentlichte, wie seinen autobiografischen Leidensbericht 'Jenseits von Schuld und Sühne' (1966), in dem er seine Folterung durch die SS vergegenwärtigt. Die deutsche Auseinandersetzung mit der Schoah hatte mit dem Auschwitz-Prozess von 1963 erst zaghaft eingesetzt und war deshalb noch lange nicht bei allen Literaturkritikern angekommen.So bemüht Horst Krüger 1966 in der Zeit die geschichtsklitternde Formel von der "Erniedrigung des Hitlerfaschismus", durch die Améry gegangen sei. Als wäre der Nationalsozialismus allein durch Hitler zur Wirkung gekommen und als könne man ihn einfach mit dem italienischen Faschismus vergleichen, der den Antisemitismus der Deutschen gar nicht kannte.<br />
Améry selbst weist einen solchen unhistorischen Vergleich bereits in dem Interview von 1978 ausdrücklich zurück.<br />
Karl Korn erwähnt 1968 in der FAZ beiläufig, Améry sei "ein Mann mit einem schweren Lebensschicksal - er ist in Belgien 1944/45 durch Zufall der Liquidation entgangen". Nicht nur, dass die Datierung falsch war: Die Folterung und die darauf folgende jahrelange Odyssee durch deutsche KZs und Vernichtungslager schrumpft in der unscheinbaren Bemerkung zu einem dubiosen Ereignis, das uninformierte Leser auch als Folge einer Verurteilung für ein hier verschwiegenes Vergehen auffassen konnten. Selbst wohlwollende Stimmen wie die von Alfred Andersch aus einem Essay von 1977 sagen oft mehr über ihre Verfasser aus als über Améry. Andersch kann auch in seiner Würdigung Amérys nicht anders, als den Gelobten als personifizierte Waffe zu imaginieren. Auch wenn er ahnt, wie unpassend der Adressat das finden könnte: "Glatt durchschlägt das Geschoss den Panzer der Systeme. Améry, der sich kaum im Bilde eines Panzerschützen wird erkennen wollen, hat dennoch etwas von David mit der Schleuder." Die Obsession, selbst Projektil zu werden, stammt von Ernst Jünger."</p></blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Religion in Geschichte und Gegenwart (Serie: interdisziplinär relevante Lexika und Nachschlagewerke)]]></title>
<link>http://scholarzblog.wordpress.com/?p=155</link>
<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 12:29:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alex</dc:creator>
<guid>http://scholarzblog.wordpress.com/?p=155</guid>
<description><![CDATA[Der Griff zur &#8220;RGG&#8221; ist für Theologiestudenten das täglich Brot: Sei es für einen Üb]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Griff zur "RGG" ist für Theologiestudenten das täglich Brot: Sei es für einen Überblick zur Kanonbildung der christlichen Bibel, sei es zum Einstieg in das Leben und Werk Augustins oder Luthers, sei es zu systematisch-theologischen Fragen wie "Trinität" oder "Erlösung".</p>
<p>In der vierten völlig neu bearbeiteten Auflage ist das Lexikon das Standardwerk zu allen theologischen Fragen und wichtigen kirchengeschichtlichen Gestalten. </p>
<p>Die Artikel bieten zumeist einen Themen-Zugriff aus den fünf Fachperspektiven "Altes Testament", "Neues Testament", "Kirchengeschichte", "Systematische Theologie" und "Praktische Theologie".</p>
<p>Vom Umfang her bietet die achtbändige RGG 4 eher übersichtliche Artikel und knappe Literaturangaben, und eignet sich so ideal für den Einstieg und ersten Überblick. Wer darüber hinaus noch tiefergehende Informationen sucht, dem sei zur Ergänzung die Theologische Realenzyklopädie empfohlen. Die TRE (36 Bände!) bringt deutlich ausführlichere Artikel, die an manchen Stellen fast monographischen Charakter haben. Die Literaturverweise sind hier auch deutlich ausführlicher, wenn auch weniger aktuell als in der erst wenige Jahre jungen RGG 4.</p>
<p> </p>
<p>Mit der Kombination aus RGG 4 und TRE dürfte jeder interdisziplinäre Quereinsteiger gut beraten sein. Beide Lexika sind auch ohne Probleme in wissenschaftlichen Arbeiten zitierfähig.</p>
<p> </p>
<p>Bibliographische Angabe:</p>
<p>Religion in Geschichte und Gegenwart. 4., völlig neu bearbeitete Auflage. Hrsg. v. Hans Dieter Betz. Tübingen 1998-2007.</p>
<p>Theologische Realenzyklopädie. Hrsg. v. Gerhard Krause und Gerhard Müller. Berlin u.a. 1977-2004.</p>
<p> </p>
<p style="text-align:right;">Rezensiert von Alexander Kupsch</p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
