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	<title>resilienz &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/resilienz/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "resilienz"</description>
	<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 08:58:51 +0000</pubDate>

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<item>
<title><![CDATA[Soziale Netze: Tau oder doch nur seidener Faden?]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=129</link>
<pubDate>Tue, 27 May 2008 11:31:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Netzwerke schrumpfen in Krisenzeiten
Forschungen haben gezeigt, dass die sozialen Netze rissig werde]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Netzwerke schrumpfen in Krisenzeiten</strong></p>
<p>Forschungen haben gezeigt, dass die sozialen Netze rissig werden und sogar auseinander reißen, wenn ein Mensch erkrankt. Aber warum? Psychologen suchen nach Erklärungen für dieses Phänomen und vermuten, dass ein Grund dafür sein könnte, dass Personen eines Netzwerkes sich grundsätzlich ähneln. Daher könnte die Erkrankung eines Mitgliedes eine große Bedrohung für den Rest darstellen. - Dies führt dazu, dass die Lebensphilosophie der Gruppe durch die Krankheit infrage gestellt wird; das "unähnlich" gewordene Mitglied wird also kurzerhand aus dem Netzwerk ausgeschlossen. Andere Erklärungsmodelle für dieses Phänomen sprechen von Berührungsängsten oder sich nicht zuständig fühlen. Beobachtet wurde auch der Rückzug aus Angst vor Ansteckung im Falle mancher Krankheiten.</p>
<p><strong>Größe und Verlässlichkeit eines sozialen Netzwerks beeinflussen den Gesundheitszustand</strong></p>
<p>Die Münchner Soziologin Martina Eller untersuchte die sozialen Beziehungen von rund 1000 Diabetikern und stellte fest: Die Sozialkontakte verringern sich, wenn jemand krank wird und je kleiner das soziale Netz wird, desto schlechter ist der Gesundheitszustand eines Diabetikers. Eller fand weiters heraus, dass man zwar aufgrund des Alters und des Geschlechts keine Vorhersage auf den Gesundheitszustand machen kann, sehr wohl jedoch aufgrund der Größe und Verlässlichkeit des sozialen Netzwerks: Wer ein großes soziales Netz hat, ist vier bzw. acht Jahre später in einem besseren Gesundheitszustand als jene Personen, die von Beginn an ein kleines soziales Netzwerk hatten.</p>
<p>Zahlreiche Studien untermauern die Erkenntnis, dass soziale Isolation das Gesundheitsrisiko steigert: Personen, die sich sozial unterstützt fühlen, leben gesünder, zufriedener und länger; im Gegensatz dazu sind einsame Menschen einem höheren Krankheits- und Sterberisiko ausgesetzt, so die Quintessenz der bisherigen Forschungen.</p>
<p><strong>Die unauffällige Unterstützung als bessere Hilfe</strong></p>
<p>Die Psychologin Beate Dietzen von der Universität Zürich gilt als Expertin für biopsychologische Netzwerkforschung. Sie betont, dass hilfsbedürftige Menschen sich nicht abhängig fühlen möchten und es für sie lediglich wichtig ist, dass jeman <em>da</em> ist und dass ihnen Hilfe nicht aufgedrängt wird. - Ein Zuviel an Unterstützung kann sogar in einer Lose-Lose-Situation münden: Der Helfer fühlt sich überfordert und der Hilfsbedürftige schuldig.</p>
<p><strong>Der Glaube an ein soziales Netz setzt positive Kräfte frei</strong></p>
<p>Entscheidend ist laut Psychologen nicht, wie viel einem Menschen tatsächlich geholfen wird, sondern die Überzeugung, im Notfall auf sein Netzwerk bauen zu können. Die Hilfsbereitschaft des Netzes wird jedoch von zwei Gruppen häufig überschätzt: von Menschen mit einem hohen Selbstbewusstsein sowie von Personen, die bisher noch keine Notsituation erleiden mussten.</p>
<p><strong>Hinterfragen erwünscht: Sinngewinn durch Skepsis</strong></p>
<p>Der Psychologe Neil Krause führte mehreren Längsschnittstudien durch und fand dabei heraus, dass ein kritisches Nachfragen von Netzwerkmitgliedern bzw. ein Widersprechen zumindest älteren Menschen dabei hilft, einen tiferen Sinn in ihrem Leben zu erkennen. Damit ein Netzwerk also tatsächlich praktische Lebenshilfe leisten kann, sollte es sich nicht nur aus Ja-Sagern zusammensetzen: Zwar ist gutes Zureden wichtig, ein skeptisches Nachfragen erwies sich jedoch als noch wichtiger.</p>
<p><strong>Soziale Netze schützen vor Stress</strong></p>
<p>Menschen, die sozial unterstützt werden, produzieren einerseits weniger Kortisol im Körper, als Menschen die nicht unterstützt werden, und schütten andererseits vermehrt das Hormon Oxytocin aus. Letzteres führt zu einem hohen Einfühlungsvermögen und einer niedrigen Aggressivität und wird zum Beispiel während einer Schwangerschaft verstärkt produziert. Psychologen fanden heraus: Wer viel Oxytocin im Körper hat und zugleich sozial unterstützt wird, reagiert besonders gelassen auf Stress.</p>
<p>Bei Aidskranken zeigte sich jedoch auch ein negativer Zusammenhang zwischen dem Grad der Unterstützung und dem Gesundheitszustand. Eine mögliche Erklärung dafür: Es kostet viel Kraft, ein Netzwerk zu unterhalten und zu pflegen - Kraft, die Aidskranke nicht haben. Daher kann die Beziehungspflege mitunter auch zur Last werden.</p>
<p><strong>Männer unterstützen instrumentell, Frauen emotional</strong></p>
<p>Forschungen zeigten auch, dass Männer von sozialen Netzwerken stärker profitieren als Frauen. Warum? Männer unterstützen, indem sie Ratschläge geben oder Informationen einholen, Frauen hören zu und bringen ihre Wertschätzung zum Ausdruck. Die Annahme lautet, dass Männer zwar unterstützen wollen, ihre Äußerungen von Frauen jedoch eher als Forderung oder Ermahung wahrgenommen werden. Die Ratschläge der Männer bewirken in der Folge eher, dass Frauen sich unter Druck gesetzt fühlen. Anders bei Frauen: Die Forschungen der Psychologen Larua M. Glynn und Nicholas Christenfeld der University of California ergaben, dass <em>nur</em> die weibliche Unterstützung die Stressreaktionen von Studienteilnehmern verringern konnte. Es ist demnach jeder gut beraten, Frauen in seinem Netzwerk zu haben!</p>
<p><strong>Die Kardinalfrage: Unterstützen, aber wie?</strong></p>
<p>Am meisten scheinen Menschen von einer kritisch-wohlwollenden Begleitung zu profitieren, es kann jedoch kein Rezept gegeben werden, welche Art von Unterstützung positiv wirkt und welche nicht. Alles hängt letztendlich davon ab, was der Hilfsbedürftige wünscht und will.</p>
<p>Oft muss der Helfer gar nichts <em>tun</em> - es reicht, <em>da zu sein</em>: Soziale Unterstützer sind dann besonders erfolgreich, wenn sie fast nichts tun, nur ab und zu unsere Hand berühren und unser Handeln nicht bewerten. Dementsprechend gehören auch Haustiere in unser soziales Netzwerk und können durchaus heilsam wirken.</p>
<p> </p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p>Westerhoff, Nikolas: Geborgenheit oder Einengung: Wie wichtig sind soziale Netze?, <a title="Psychologie heute" href="http://www.psychologieheute.de/">Psychologie Heute</a>, Juni 2008, S. 21-25</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Renitenz statt Resilienz]]></title>
<link>http://ungenannter.wordpress.com/?p=21</link>
<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 13:15:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>ungenannter</dc:creator>
<guid>http://ungenannter.wordpress.com/?p=21</guid>
<description><![CDATA[&#8220;In der Physik und in der Technologie wird der Begriff der Resilienz benutzt, um die Eigenscha]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>"In der <a title="Resilienz in der Naturwissenschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_%28Naturwissenschaften%29" target="_blank">Physik und in der Technologie</a> wird der Begriff der Resilienz benutzt, um die Eigenschaft eines elastischen Materials oder daraus bestehenden Körpers zu charakterisieren, seine ursprüngliche Form nach einer Deformierung - auf äußere Einwirkung hin - schnell wieder anzunehmen." War <a title="Resilienz in der Psychologie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_%28Psychologie_und_verwandte_Disziplinen%29" target="_blank">Resilienz </a>in der Psychologie bisher der Gegenbegriff zur <a title="Vulnerabilität" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vulnerabilit%C3%A4t" target="_blank">Vulnerabilität </a> und damit ein allgemeiner Begriff für die  Fähigkeit eines Menschen mit belastenden Situationen klarzukommen, so ist Resilienz in der Arbeitspsychologie die plumpe Übertragung des technischen Modells auf die Psyche: Resilienz meint hier die Fähigkeit des Arbeitnehmers zur Anpassung an alle äußeren Arbeitsbedingungen, und seien diese noch so widrig. Ziel ist nicht wie früher im Arbeitsschutz, die Schaffung von Verhältnissen, die zumutbar sind, sondern die Stärkung des Einzelnen, dass er möglichst lange unzumutbare Arbeitsverhältnisse aushält.</p>
<p>Ehrlicher und offener kann gar nicht gesagt werden, was der Arbeitnehmer in den Augen der Arbeitsherren ist. Nämlich Arbeits-Material, das gewissen Ansprüchen genügen muss: formbar, dehnbar, bearbeitbar, flexibel. Und wenn es nicht mehr geht: hat sich die Arbeitskraft aufzurappeln und weiterzumachen!</p>
<p>Mein Gott, ist das Menschen verachtend. Und die Psychologie macht selbstredend mit. Aber in Wirklichkeit fragt keine alte Sau nach den Opfern als Menschen. Es geht nur um eines: ums Funktionieren, ums<br />
Schaffen von Mehrwert für die Eigentümer, besser den Sklavenhaltern. Heute braucht es keine Peitschen mehr. Da hat es ein weit breiteres Instrumentarium: Wer nicht spurt, der fliegt. Wer nichts mehr leistet, auch. Wer nicht bereit ist für weniger zu arbeiten, erst recht. Und wenn das Hundchen ganz brav war, gibt es ein Leckerchen. Alles damit das Hundchen nur bellt, wenn es soll!</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://ungenannter.files.wordpress.com/2008/04/tretmuhle_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-22" src="http://ungenannter.wordpress.com/files/2008/04/tretmuhle_1.jpg?w=300" alt="Braves Hündchen. Weiter so!" width="300" height="161" /></a></p>
<p>Wen wundert es, wenn die psychischen Erkrankungen zunehmen?</p>
<p>Wann merkt eigentlich der geneigte Zeitgenosse, wie sehr unser kapitalistische System alles gegen die Wand fährt für die Geldbeutel von ein paar wenigen?<br />
Nur ein paar Stichworte aus den letzten Wochen:</p>
<p>- globale Finanzkrise mit geschätzt fast 1 Billionen $ an vernichteten, besser umgeschichteten Geldern<br />
- Inflation weltweit, die wieder vor allem die Ärmsten trifft<br />
- Spekulation auf den Lebensmittelmärkten<br />
- Hungeraufstände wegen der explodierenden Lebensmittelpreise<br />
- die Zeichen für eine Klimakatastrophe mehren sich</p>
<p>und bei uns in Deutschland zusätzlich:</p>
<p>- Rückgang der Reallöhne<br />
- Zunahme des Niedriglohnsektors<br />
- Unfähigkeit der Politiker den Interessen der Arbeitgeber etwas entgegenzusetzen<br />
- Zunahme von psychischen Erkrankungen aufgrund der Arbeitsbedingungen</p>
<p>Wer meint, das alles hänge nicht zusammen, das habe nichts mit dem entfesselten Kapitalismus zu tun, das ließe sich alles innerhalb des Systems  (quasi "sozialdemokratisch") lösen, der lügt sich entweder selbst in die Tasche, oder glaubt einfach allen Geschichten unserer Medien und ist hoffnungslos naiv.</p>
<p>Was wir heute brauchen ist keine Resilienz, sondern Renitenz, Widerstand, ein Aufbegehren von unten gegen diese zynischen Zustände.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://ungenannter.files.wordpress.com/2008/04/tretmuhle_1.jpg"><br />
</a></p>
<p style="text-align:center;">
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Boglarka Hadinger: Wie man eine charakterstarke Persönlichkeit wird]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=124</link>
<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 23:00:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=124</guid>
<description><![CDATA[Das Focus-Magazin des ORF Voralberg brachte am 20. Jänner 2007 einen interessanten Vortrag von Dr. ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das Focus-Magazin des ORF Voralberg brachte am 20. Jänner 2007 einen interessanten <a href="http://vorarlberg.orf.at/magazin/klickpunkt/focus/stories/165471/" title="Wie man eine charakterstarke Persönlichkeit wird.">Vortrag von Dr. Boglarka Hadinger</a>, in welchem die Diplompsychologin und Psychotherapeutin darüber sprach, wie man eine charakterstarke Persönlichkeit wird. Meiner Meinung nach ist dieser Vortrag durchaus "anhörenswert"...</p>
<p>Unten findet ihr meine Notizen, die ich während des Zuhörens gemacht habe - ich finde, es sind durchaus einige inspirierende Fragen für jeden dabei... </p>
<p><strong>Dr. Boglarka Hadinger: Wie man eine charakterstarke Persönlichkeit wird</strong></p>
<p>Unter "Charakter" versteht man eine "starke Eigenart", welche ein Mensch hat. Diese ist ihm angeboren - es bedeutet eine eigene Prägung bzw. ein eigenes Gesicht zu haben. Diese Menschen haben eigene Ziele, eine eigene Sprache, sie können Konflikte unüblich lösen, sind oft nicht konform mit der Meinung anderer - und zwar nicht um zu protestieren, sondern weil sie eine andere Idee, eine andere Lösung, einen anderen Wert verkörpern. Es ist interessant, mit charakterstarken Menschen über das Leben zu sprechen - sie wirken ansteckend. In ihrer Gegenwart fragt man sich: <em>Wie ist mein eigenes Gesicht, mein eigener Ausdru</em><em>ck, meine eigene Sprache?</em></p>
<p>"Jeder hat die Fähigkeit in sich, eine Eigenart zu haben", so Dr. Hadinger und fügt an: "Aber sind Sie so mutig, Ihr Eigenes zu leben?" Viktor Frankl sagte einmal: "Charakter hat man. Eine Persönlichkeit wird man im Laufe des Lebens."</p>
<p><strong>Charakterblockaden: Blockaden, die uns daran hindern, unsere Eigenart zu leben</strong></p>
<ol>
<li>
<div>Eine Blockade ist, <em>Angst </em>zu haben, dem anderen - so wie man ist - nicht zu entsprechen: So, wie man denkt, so wie man etwas tun möchte, nicht vom anderen gemocht, nicht akzeptiert zu werden. Es können jedoch auch traumatische Erfahrungen sein oder eine Angst, die in der Umgebung geschürt wird, welche ansteckend auf uns wirkt. Wir leben in einer angstmachenden Zeit. Aber unter Angst können wir das ganz Eigene nicht zum Ausdruck bringen. Wir wagen es nicht. <em>Wenn ich mich zeige wie ich bin, werde ich nicht geliebt. So wie ich bin, bin ich nicht in Ordnung.</em> Diese Angst wird durch Erziehung, Kirche, Schule etc. geprägt.</div>
</li>
<li>
<div><em>Zeitgeisttendenzen</em> oder <em>Zeitgeistwerte</em>. Wir wollen Werten entsprechen, die "in" sind. Als Beispiel kann der Erziehungsstil genannt werden, der sich von Generation zu Generation veränderte. Man verlässt dann die eigenen Werte bzw. lässt sie verformen.</div>
</li>
<li>
<div><em>Verwöhnung und Überfluss</em>: Die besten Zeiten des Lebens sind oft die, wenn man sich etwas einfallen lassen muss, wenn man für etwas kämpfen muss. Dieses Müssen - Widerstände überwinden zu müssen, um leben zu können und überleben zu ermöglichen - prägt den Charakter. Verwöhnung und Überfluss machen langfristig träge.</div>
</li>
</ol>
<p><em>Es ist einfacher, mit dem Strom zu springen, konform zu sein. Es braucht Mut, die eigene Meinung zu vertreten.</em></p>
<p><strong>Was können wir tun, damit ein Mensch sich zu einem charakterstarken Menschen wird? </strong></p>
<ul>
<li>
<div>Eine Möglichkeit: <em><strong>Darum zu wissen</strong></em>. Wenn Sie wissen, dass Sie alle Charakteranlagen in sich tragen, dann ist das bereits wichtig. Man sieht die unterschiedlichen Charakteranlagen bereits bei kleinen Kindern.<br />
Aber manche Charakteranlagen entwickeln sich erst im Laufe des Lebens - mit 20, 30 oder auch später. Wenn wir merken: <em>Ja, das bin ich auch</em>. <em>Jetzt bin ich ich</em>. Sie können sich von Zeit zu Zeit fragen: <em>Welche Menschen, welche Ideen, welche Ziele, welche Problemlösungen, welche Werte, welche Wege faszinieren mich? Beeindrucken mich?</em> Nur Dinge, die uns ähnlich sind, faszinieren uns, beeindrucken uns.</div>
</li>
<li>
<div>Dr. Hadinger schlägt vor, <em><strong>mit sich selbst zu experimentieren</strong>, </em>indem wir Aufgaben übernehmen, die anders sind, in fremde Länder reisen, andere Rituale mitmachen etc.... Dort, wo wir eine "Stimmigkeit" verspüren, dort sind wir zu Hause. "Aber", so die Psychologin, "man sollte es jedoch zumindest dreimal probieren, denn neue Situationen sind anfangs ungewohnt: Sei es die Kommunikation, eine neue Rolle, eine neue Aufgabe..."</div>
</li>
<li>
<div><strong><em>Andere Menschen fragen</em></strong>: Wohlwollende Menschen, die mich kennen, die uns rückmelden, wo wir uns noch etwas zutrauen könnten, die uns darauf hinweisen, welche Aufgaben wir noch übernehmen könnten. Gemeint sind jene Menschen, die wohlwollend auf etwas verweisen und uns auf etwas hinweisen, das in uns steckt, das wir selber noch nicht kennen.</div>
</li>
<li>
<div><em><strong>Selbst auf eine Vergangenheitsreise gehen</strong>:</em> Dr. Hadinger schlägt vor, Fotos von früher (aus der Kinder- oder Jugendzeit, jedoch nicht aus Pubertät) und aus Zeiten wo "ich ich war" herzunehmen und sich das Kind von damals anzu schauen: <em>Welche Begabungen hatte dieses Kind? Welche Fähigkeiten? Was war für dieses Kind damals wichtig?</em><br />
Menschen, die ihr Leben leben sind lebensvital, lebensbejahend; sie sind sich sicher "das ist mein Leben", verkörpern Glück pur... Dr. Hadinger erzählt, dass sie diesen Menschen immer wieder die gleiche Frage stellt: <em>Wie sind Sie auf die Idee gekommen, dass Sie das gemacht haben, was sie machen?</em> Und immer wieder leuchteten die Augen des Gegenüber und die Antwort lautet: Schon <em>immer war für mich das und das wichtig...<br />
</em>Es geht darum, den roten Faden des eigenen Lebens zu entdecken und zumindest einen Teil davon leben: <em>Was war das, was für mich schon immer wichtig?</em> "Man kann den eigenen Charakter leben, indem man das realisiert", sagt Boglarka Hadinger, "werde der oder die du bist."</div>
</li>
</ul>
<p><strong>Persönlichkeit: Forme dich.</strong></p>
<p>Charakter bedeutet auch, ein "Brandzeichen" zu haben. Teilweise haben Personen einen ganz starken Charakter - was sie tun, vergisst man nie - sie sind originell, aber nicht immer sind sie Persönlichkeiten. Als Beispiel nennt Hadinger z.B. Onassis, Picasso, Marlene Dietrich oder Coco Chanel und fügt an, dass diese teilweise schwere Wunden in die Menschen in ihrem Umfeld brandten. Man lebte nicht gerne in ihrer Nähe, denn die Menschen wurden kleiner neben ihnen.</p>
<p><strong>Eine Persönlichkeit WIRD man erst - einen Charakter HAT man.</strong></p>
<p>Man beginnt, sich selbst zu formen. Man antwortet aufrecht auf die Aufgaben des Lebens. "Persönlichkeiten leben in wunderbar vitaler Weise Werte wie Gelassenheit, Solidarität, Aufrichtigkeit, Besonnenheit und Mut. Persönlichkeiten lassen sich nicht vom Beifall anderer blenden. Sie tun mehr als sie tun müssen, aber sind unabhängig von Erfolg und Ruhm. Sie können ihre Meinung sagen, ohne andere zu verletzen", so Hadinger. "In ihrer Nähe können andere wachsen - man muss sich nicht klein, fehlerhaft und schuldig fühlen. Sie setzen sich vehement für eine Idee, ein Ziel, eine Sache ein - wie der SOS-Kinderdorf-Gründer Gmeiner, der einmal sagte: <em>Etwas Großes passiert nur, weil jemand mehr tut, als er muss</em>."</p>
<p>Persönlichkeiten sind unabhängig vom Erfolg, von Status, von Karrieresprüngen. Es ist nicht der Wert, dass ihr Einsatz etwas bringt, sondern dass sie sich einsetzen können. Sie ruhen in sich. Sie stützen ihren Selbstwert nicht durch Lob von außen, sondern sie sind in tieferen Schichten verankert. Persönlichkeiten ermöglichen wahre Winwin-Situationen, denn andere gewinnen oft mit. Sie sind authentische, echte Menschen und ihre Worte entsprechen ihren Überzeugungen, und ihre Überzeugungen sind wiederum ihre Taten. Sie können verzichten, ohne sich als Opfer ihrer Lebensumstände zu sehen.</p>
<p>Wenn wir blockiert werden, dann können wir uns nicht entfalten: Wir wissen dann nicht, dass wir uns selbst erziehen und formen können.</p>
<ul>
<li>
<div>Persönlichkeiten stecken in ihrer Humanität an. Es müssen aber nicht immer große bekannte <em>Persönlichkeiten</em> sein, sondern es können auch Menschen <em>in unserer Umgebung</em> sein.<br />
Hadinger weist auch darauf hin, dass wir in unserer Zeit zu selten hören "<em>Das ist ein wirklicher Mensch</em>" - sondern zu häufig werden wir mit anderen Typen konfrontiert wie "Das ist ein sportlicher Typ", "Das ist ein erfolgreicher Typ" etc. "Unsere Seele hat zu wenig Orientierungsmöglichkeit." so Dr. Hadinger.</div>
</li>
<li>
<div>Das <em>Hässliche</em> und die <em>Reizüberflutung</em>: Das Hässliche, Morbide, Verdorbene kostet der Seele sehr viel Kraft bzw. brauchen wir viel Kraft, um damit umgehen zu können. "Das Schöne fördert das Wachstum der Humanität." (Friedrich Schiller).</div>
</li>
<li>
<div>Die <em>Gier</em>: Noch mehr zu haben, noch schneller zu sein, noch effektiver zu sein, mehr zu wachsen, noch erfolgreicher zu sein, noch ruhmreicher... Auf Wachstumszeiten müssen Zeiten der Ruhe folgen. Nach außen hin passiert dann gar nichts. Innen stabilisiert sich die Seele, es kann etwas reifen, es kann etwas wachsen, und dann kann ein nächster Reifeschritt folgen.</div>
</li>
<li>
<div>Die <em>Unversöhntheit</em>: Man kann mit vielem unversöhnt sein: einem anderen Menschen, mit Lebensbedingungen, mich sich selbst. Es gibt viele Gründe dafür, aber es gibt auch einige Wege, da herauszukommen. Langfristig das Unversöhnte in sich zu haben, ist wie Gift für die Seele. Wie Zyankalie für die Seele. In den mittleren Lebensjahren müsste man fragen: <em>Bin ich noch mit jemandem unversöhnt? Trage ich noch extreme Gifte in meiner Seele? Hadere ich noch gegen mich oder jemandem? Hasse ich?</em> Spätestens mit 60 müsste man das loslassen, denn der Zorn und Hass macht die menschlichen Züge und die menschliche Seele bitter.</div>
</li>
<li>
<div><em>Sich selbst formen:</em> Ohne Selbstformung gibt es keine Persönlichkeit. Sich nicht mit den erstbesten Reaktionen zufrieden geben. <em>Ist es sinnvoll und lebensfreundlich wie ich mit mir und anderen spreche?</em></div>
</li>
</ul>
<p><strong>Typisch Mann, Typisch Frau:</strong></p>
<p>Typische Fehler als Frauen und Männer: Frauen haben die Fähigkeit, immer wieder Problemgespräche führen zu können, Multitasking zu beherrschen, sich dabei jedoch auch verzetteln zu können. Frauen merken sich Kränkungen sehr lange und erinnern den Betroffenen auch immer wieder daran. Nachts denken sich noch über belastende Gedanken nach und sie haben die Gabe, immer wieder das gleiche Thema aufzuwärmen: <em>Darüber haben wir noch nicht genug gesprochen</em>. Auf ein Lob können sie sehr lange warten - schweigend zusehen und ärgern, wie der Kollege befördert wird.</p>
<p>Männer haben andere Gaben: Sie sagen offen und ehrlich den Kollegen, der Familie etc., dass sie sie für dumm halten. Sie können sich lange und sehr auf eine Sache konzentrieren, aber vergessen dabei Familienfeste und Kindergeburtstage etc. Über die eigenen Erfolge können sie gut reden und die Misserfolge noch in derselben Nacht vergessen.</p>
<p>Zu einer Persönlichkeit wird eine Frau dann, wenn sie neben der Problemorientiertheit auch lösungsorientiert zu denken lernt, wenn sie ihr bildhaftes Denken trainiert und beginnt, ihre Wissens- und Lebensziele, aber auch ihre Persönlichkeitsziele zu visualisieren. Sie kann mit anderen nicht nur über Beziehungen, sondern eben auch über andere Sachfragen reden. Neben der Sorge um andere entwickelt sie Lebenszuversicht und ein Grundvertrauen in ihrem Inneren.</p>
<p>Ein Mann wird zur Persönlichkeit, wenn er lernt, Rückmeldung so zu geben, dass der andere diese auch als wichtige Information annehmen kann. Er lernt rückzufragen: <em>Wie wirkt das auf dich? Was ist deine Meinung?</em></p>
<p><strong>Persönlichkeiten sind Menschen dann, wenn sie nicht nur typisch denken sondern auch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen.</strong> </p>
<p>Es geht darum, die Begabungen anderer wahrzunehmen und diese auch anzusprechen. Persönlichkeiten definieren sich nicht aus einer Rangordnung oder einem Amt. Sie sind nicht einseitig konkurrenzorientiert, sondern sie suchen auch die Kooperation. Sie denken nicht nur daran, wie sie ein Ziel erreichen können, sondern sie bedenken auch den Preis, der für das Ziel zu bezahlen ist. Sie können Gesagtes als Information nehmen und nicht primär als Kritik und sie achten auf die Wirkung ihrer Worte.</p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Eine Persönlichkeit ist ein in sich ruhender Mensch.</strong></p>
<p>Diese Menschen haben eine tiefe Verankerung: Sie ruhen in sich. Das ist eine wunderbare Möglichkeit und Gabe und jeder sollte kritisch hinterfragen, inwiefern sein Leben in von Menschen gegebenen Dingen verankert ist (wie in bezahlter Arbeit, Ruhm, Statussymbolen, in der Zuwendung von anderen).<br />
Wichtig sind Fragen wie: <em>Worin ist meine Existenz verankert? Wann bin ich extrem verunsichert? Wann ist mein Selbstwert extrem verunsichert?</em></p>
<p>Hadinger betont, dass Menschen, die in sich ruhen, auch manchmal unsicher, aber nicht so lang in diesem Zustand bleiben. Prinzipiell unterscheidet sie drei Ankermöglichkeiten für die Persönlichkeit:</p>
<ul>
<li>
<div>ein lebensfreundlicher Glaube</div>
</li>
<li>
<div>der Glaube an einen tiefen humanen Auftrag (tw. religiös, tw. nicht religiös)</div>
</li>
<li>
<div>Glaube an einen großen letzten Sinn (alles macht zumindest im Nachhinein Sinn)</div>
</li>
</ul>
<p><em><strong>"Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden." (V. Frankl)</strong></em></p>
<p>Diese Menschen setzen sich für eine bessere Welt ein. Es gilt, sich darauf zu besinnen, was das Leben trägt und <em>ein klares, lebensfreundliches Wertesystem</em> für sich zu entdecken.</p>
<p>Hadinger schlägt vor, eine <em>Liste</em> für sich zu erstellen: <em>Was sind für mich die wichtigsten Werte?</em><br />
Wenn die Top 3-Wert solche sind wie "die Liebe anderer", "Ruhm", "Status", "ein gutes Benehmen" etc., dann hat man laut Hadinger ein Problem, denn für die Liebe anderer muss man teilweise die Aufrichtigkeit opfern, für einen Top-Job muss man manchmal die Fairness oder Solidarität opfern. Man sollte sich selbst fragen: <em>Ist das lebensfreundlich oder ist das vielleicht lebensfeindlich?</em></p>
<p><strong>Victor Frankl: <em>"Nicht wir sind es, die dem Leben Fragen zu stellen haben. Sondern das Leben stellt uns Fragen."</em></strong></p>
<p>Fragen, die das Leben uns stellen könnte:</p>
<ul>
<li>
<div>Ablösung: Mit 20-25 Jahren geht es um die Frage: <em>Löst du dich von zu Hause ab und wie löst du dich ab? Im Zorn, im Einvernehmen, gar nicht? </em></div>
</li>
<li>
<div>Streit:<em> Lässt du dich zerbrechen oder bleibst du trotzdem aufrecht?</em></div>
</li>
<li>
<div>Krankheit: <em>Ist das alles, was du warst? Deine körperliche Gesundheit? Oder kannst du trotz alle dem eine eigene Gesundheit entwickeln?</em></div>
</li>
<li>
<div><em>Lässt du dich von einem anderen Menschen vollkommen aus deinem Gleichgewicht werfen? Agierst du auch giftig zurück? Machst du eine klare Grenzziehung?</em> "Wer mich beleidigen darf, entscheide immer ich." (E. Roosevelt)</div>
</li>
</ul>
<p><em>Humor und Milde:</em> Unpersönlichkeitstage gibt es immer - auch bei Persönlichkeiten - und das ist gut und in Ordnung. Es geht darum, mild mit sich zu sein und mit anderen, denn das löst Wohlwollen aus und lässt wachsen. Dadurch wird die Welt leichter und die Seele heller.</p>
<p><strong>Charakter und Persönlichkeiten: Beide Seiten stehen uns offen. Jeder hat Charakteranlagen in sich, aber wir müssen den Mut und die Kreativität entwickeln, um die Grundanlagen leben zu können. Persönlichkeit zu haben bedeutet, eine tiefe, reife Humanität zu leben, die andere stärkt. In beiden Bereichen haben wir Möglichkeiten - auch als Erwachsene. Jeder entscheidet für sich, ob er eine charakterstarke Persönlichkeit wird - es sind nicht die Eltern.</strong></p>
<p>Den Vortrag gibts <a href="http://your.orf.at/vbgwebcam/radio/focusplayer.php?uri=focus070120.ra&#38;title=" title="B. Hadinger auf focus Vorarlberg">hier </a>anzuhören.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Glück kann man lernen...]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2008/01/09/gluck-kann-man-lernen/</link>
<pubDate>Wed, 09 Jan 2008 17:47:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2008/01/09/gluck-kann-man-lernen/</guid>
<description><![CDATA[
 
&#8230; sagt Richard Wiseman. Der Psychologe hat sich 10 Jahre lang mit Glücksforschung auseina]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://herminemandl.wordpress.com/files/2008/01/schweinchen.jpg" title="Gluecksschweine"></a><a href="http://herminemandl.wordpress.com/files/2008/01/schweinchen.jpg" title="Gluecksschweine"></a></p>
<p><a href="http://herminemandl.wordpress.com/files/2008/01/gluecksschwein.jpg" title="Gluecksschwein"></a><a href="http://herminemandl.wordpress.com/files/2008/01/schweine.jpg" title="Schweine"><img src="http://herminemandl.wordpress.com/files/2008/01/schweine.thumbnail.jpg" alt="Schweine" /></a> </p>
<p>... sagt Richard Wiseman. Der Psychologe hat sich 10 Jahre lang mit Glücksforschung auseinander gesetzt und ist in dieser Zeit auf folgende vier Grundsätze gekommen:</p>
<ul>
<li>
<div><em>Glückspilze "erschaffen" zufällige Situationen und erkennen günstige Gelegenheiten.</em> Sie suchen die Abwechslung und versuchen daher immer wieder, ihre tägliche Routine zu unterbrechen, indem sie z.B. unterschiedliche Routen einer Wegstrecke ausprobieren. Interessant ist auch die Variante, sich vor einer Veranstaltung eine Farbe zu überlegen und an diesem Tag nur mit Personen zu sprechen, die Kleidung in dieser Farbe tragen (z.B. Damen in rot, Männer in schwarz). Durch diesen Trick lernt man neue Leute kennen und spricht nicht nur mit den "üblichen Verdächtigen".</div>
</li>
<li>
<div><em>Glückspilze treffen günstige Entscheidungen, indem sie ihrer Intuition folgen.</em> Wiseman beschreibt ein Experiment, wo Personen gebeten wurden, die Fotos in einer Zeitung zu zählen. "Pechvögel" brauchten durchschnittlich zwei Minuten, "Glückspilze" zwei Sekunden. Warum? Auf der zweiten Seite stand in großen Lettern: "Hören Sie auf zu zählen, es sind 43 Fotos." Nur die "Glückspilze" sahen diesen Hinweis. Wiseman schreibt, er habe sich den Spaß gemacht, nach der Hälfte der Seiten einen weiteren Vermerk zu platzieren: "Hören Sie auf zu zählen. Sagen Sie dem Versuchsleiter, Sie haben das hier gesehen und Sie bekommen $ 250." Wieder übersahen die "Pechvögel" diesen Hinweis: sie waren zu sehr mit dem Zählen der Fotos beschäftigt.</div>
</li>
<li>
<div><em>Glückspilze kreieren "sich selbst erfüllende Prophezeiungen", indem sie positive Erlebnisse erwarten. </em>Verwirklichen sie sich, wird diese Einstellung gleichzeitig gefestigt.</div>
</li>
<li>
<div><em>Glückspilze widersetzen sich dem Pech durch ihre Fähigkeit, schlimme Situationen positiv umdeuten zu können. </em>Rennt es für den "Glückpilz" einmal nicht so gut, so konzentriert er sich darauf, wie es noch schlimmer hätte kommen können.</div>
</li>
</ul>
<p>Glück hat laut Wiseman auch etwas mit <em>Entspannung</em> zu tun: Wer entspannt ist, befindet sich in einem Zustand gleichschwebender Aufmerksamkeit und kann so günstige Gelegenheiten erkennen und nutzen. Zu den "Pechvögeln" hingegen zählen sich eher ängstliche Menschen.  </p>
<p>Wer also glücklicher werden möchte, der sollte sich gleich einmal entspannen und sich die oben beschriebenen Grundsätze zu Herzen nehmen, denn die gute Nachricht: Laut Wiseman ist Glück tatsächlich erlernbar: Einen Monat lang mussten Pechvögel "so tun als ob" und nach den vier Grundsätzen der "Glückspilze" leben. Das Resultat: 80 %  der TeilnehmerInnen waren danach zufriedener mit ihrem Leben; und glücklicher.</p>
<p><a href="http://herminemandl.wordpress.com/files/2008/01/schweinchen.jpg" title="Gluecksschweine"></a></p>
<p>Bleibt mir nur zu sagen: Viel Glück!</p>
<p>Und das Ganze gibts natürlich auch nachzulesen in folgendem Artikel:<br />
Wiseman, Richard: <a href="http://richardwiseman.com/resources/The_Luck_Factor.pdf" title="Wiseman, Richard: The Luck Factor">The Luck Factor</a>. Erschienen im Sceptical Inquirer, May/June 2003. </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Resilienz: biegen, aber nicht brechen]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/12/07/resilienz-biegen-aber-nicht-brechen/</link>
<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 22:53:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/12/07/resilienz-biegen-aber-nicht-brechen/</guid>
<description><![CDATA[Ursprünglich stammt der Begriff „resilience“ aus der Physik und bedeutet so viel wie „die ela]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ursprünglich stammt der Begriff „resilience“ aus der Physik und bedeutet so viel wie „die elastischen Fähigkeiten eines Körpers, nach Verformungen durch äußere Kräfte seine ursprüngliche Gestalt wiederherzustellen“ (S. 51).</p>
<p><em>Literatur:<br />
</em>Bender, D. (1995): <em>Psychische Widerstandsfähigkeit im Jugendalter: Eine Längsschnittstudie im Multiproblem-Milieu.</em> Inaugural-Dissertation in der Philosophischen Fakultät I (Philosophie, Geschichte und Sozialwissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen) Nürnberg.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Achtsamkeit: den Moment bewusst wahrnehmen]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/12/04/achtsamkeit-den-moment-bewusst-wahrnehmen/</link>
<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 21:59:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/12/04/achtsamkeit-den-moment-bewusst-wahrnehmen/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Achtsamkeit heißt, alles, was im gegenwärtigen Moment geschieht, bewusst wahrzunehmen, ohne]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>"Achtsamkeit heißt, alles, was im gegenwärtigen Moment geschieht, bewusst wahrzunehmen, ohne zu urteilen. Oft verliert man den gegenwärtigen Augenblick aus den Augen, die einzige Zeit, in der man handeln und die man erleben kann. Wenn sich die Gedanken nur noch in der Zukunft oder der Vergangenheit befinden, ist es nicht mehr möglich, präsent zu sein, weder bei kleinen noch bei großen Ereignissen – das Leben rauscht förmlich vorbei, ohne gelebt zu werden."</em> (<a href="http://www.institut-fuer-achtsamkeit.de/achtsamkeit.html" title="Institut für Achtsamkeit">Institut für Achtsamkeit</a>)</p>
<p><strong>Selbstreflexion "Achtsamkeit"<br />
</strong>Wohin geht Ihre Aufmerksamkeit? Sind Sie jemand, der eher die Gemeinsamkeiten oder die Unterschiede zwischen sich und den anderen Menschen sucht?</p>
<p><strong>Übung „Selbstbeobachtung“</strong><br />
(<em>Naikan</em>: jap. „nach innen schauen“)</p>
<p>Nehmen Sie sich eine Woche lang jeden Abend etwas Zeit, über folgende Fragen nachzudenken:</p>
<ul>
<li>Was habe ich von .... bekommen?</li>
<li>Was habe ich .... gegeben?</li>
<li>Welche Probleme oder Schwierigkeiten habe ich .... bereitet?</li>
</ul>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Aus dem Netz gefischt: Glücksarchiv. Glücklich sein.]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/11/28/aus-dem-netz-gefischt-glucksarchiv-glucklich-sein/</link>
<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 13:21:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/11/28/aus-dem-netz-gefischt-glucksarchiv-glucklich-sein/</guid>
<description><![CDATA[Ich bin heute zufällig über eine interessante und m.E. sehr liebevoll gestaltete Website gestolpe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin heute zufällig über eine interessante und m.E. sehr liebevoll gestaltete Website gestolpert: <a href="http://www.gluecksarchiv.de/inhalt/glueck.htm" title="Glücksarchiv">Glücksarchiv. Glücklich sein.</a> </p>
<p>Es lässt sich dort ganz nett schmökern: Was ist Glück überhaupt? Welche Menschen gelten als glücklich? Was kann man selbst zu seinem Glück beitragen? Wie ist der Stand der Glücks-Forschung? Es werden aber auch angrenzende Themen wie Lebensmotive, Bedürfnisse, Flow, Optimismus, Glück in den unterschiedlichen Lebensbereichen behandelt.</p>
<p>Unter anderem findet man dort auch folgende "<strong><a href="http://www.gluecksarchiv.de/inhalt/glueck.htm" title="Glücksrezept">Glücksrezepte</a></strong>" (hier nur die Überschriften)</p>
<ul>
<li>Genieße den Augenblick</li>
<li>Beziehungen zu anderen Menschen haben oberste Priorität</li>
<li>Konzentriere Dich auf das Wesentliche</li>
<li>Fordere Dich in Arbeit und Freizeit</li>
<li>Tue so, als ob Du glücklich wärst, und Du wirst es sein</li>
<li>Übe Dich in Gelassenheit</li>
</ul>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Serienmörder oder Präsident?]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/10/21/serienmorder-oder-prasident/</link>
<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 09:36:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/10/21/serienmorder-oder-prasident/</guid>
<description><![CDATA[
Gelesen und als interessant gefunden:




Im Artikel &#8220;Wann wird man wahnsinnig?&#8221;(Welt d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Georgia;"><a href="http://wowal.files.wordpress.com/2007/05/mullin.jpg" title="Direkter Link zu der Datei"><span style="text-decoration:none;"></span></a><a href="http://wowal.files.wordpress.com/2007/05/clinton.jpg" title="Direkter Link zu der Datei"><span style="text-decoration:none;"></span></a></span><span style="font-family:Georgia;"></span><span style="font-family:Georgia;"></span><span style="font-family:Georgia;"></span><span style="font-family:Georgia;"></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><a href="http://wowal.files.wordpress.com/2007/05/mullin.jpg" title="Direkter Link zu der Datei"></a><a href="http://wowal.files.wordpress.com/2007/05/clinton.jpg" title="Direkter Link zu der Datei"></a>Gelesen und als interessant gefunden:</span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span></p>
<blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span></p>
</blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Im Artikel "Wann wird man wahnsinnig?"(Welt der Wunder, Ausgabe 5/07,  S. 71ff) gabs zu Beginn folgende Geschichte:</span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span></p>
<blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;"></span></em></span></p>
</blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;">Herbert Mullin ist der beliebteste Junge in seiner Klasse. Er wächst auf in einem schmucken Häuschen in Santa Cruz, Kalifornien, in einer Familie, um die ihn seine Freunde beneiden: Seine Mutter bäckt jeden Sonntag Kuchen, und gemeinsam mit seinem Vater unternimmt er regelmäßig Angelausflüge. Als Herbert die Highschool abschließt, wird er von seinen Mitschülern zu demjenigen gewählt, der vermutlich "den größten Erfolg im Leben haben wird".</span></em></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;"></span></em></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;"></span></em></span></p>
<blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;"></span></em></span></p>
</blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;">Ganz anders verläuft das Leben von William Blythe: Der Junge ist noch nicht einmal geboren, als sein Vater bei einem Verkehrsunfall stirbt. Seine Mutter wird Alkoholikerin - und lädt das Kind kurzentschlossen bei ihren Eltern ab, um sich fortan mit wechselnden Männern zu vergnügen. Als William vier Jahre alt ist, heiratet sie einen Autohändler und fordert ihren Sohn zurück - der Junge wird hineingerissen in einen Sumpf, der geprägt ist von Alkoholexzessen, Prügeleien und Eifersuchtsdramen.</span></em></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;"></span></em></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;"></span></em></span></p>
<blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;"></span></em></span></p>
</blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;">Geschichte geschrieben haben beide Jungen: Herbert Mullin als einer der schlimmsten Serienmörder Amerikas, der mit 25 Jahren in nur vier Monaten 13 Menschen tötete, weil Stimmen es ihm befahlen. William Blythe als der 42. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika - besser bekannt als Bill Clinton.</span></em></span></p>
<blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;"></span></em></span></p>
</blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"><em><span style="font-family:Arial;"></span></em></span><span style="font-family:Arial;">Geschichten, die das Leben schrieb. Erstaunlich.</span><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Resilienz: psychische Widerstandskraft.]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/09/22/resilienz-psychische-widerstandskraft/</link>
<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 20:13:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/09/22/resilienz-psychische-widerstandskraft/</guid>
<description><![CDATA[Wie schaffen es Kinder, trotz eines risikobelastenden Umfelds zu positiven Menschen zu werden? Über]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span>Wie schaffen es Kinder, trotz eines risikobelastenden Umfelds zu positiven Menschen zu werden? Über welche Kraft verfügen sie? Das Zauberwort heißt <em>"Resilienz"</em>. Dahinter verbirgt sich jene (Widerstands-)Kraft, durch die Menschen es schaffen, schwierige Lebensumstände oder -ereignisse ohne schwere Beeinträchtigung zu überstehen, sodass sie trotzdem ein positives Leben führen können.</span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span>Einen großen Forschungsbeitrag zu diesem Thema leistete die amerikanische Psychologin Emmy Werner, die 700 Kinder über 40 Jahre lang in der so genannten „Kauai Studie“ begleitete. In dieser Studie kristallisierten sich einige Schutzfaktoren heraus, die dafür relevant waren, dass auch ein Drittel der Risikokinder positiv aufwachsen konnten:</span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span>Ein Kind braucht aus verschiedenen Gründen zumindest eine stabile emotionale Beziehung: Zum einen als Zufluchtsort, zum anderen um das Gefühl zu entwickeln zu können, wertvoll zu sein, aber auch um ein Vorbild zu haben, anhand dessen es lernt, wie Probleme konstruktiv gelöst werden können. Wenn die eigene Familie zerrüttet ist, sind es Vertrauenspersonen außerhalb der Familie, die diese wichtige Funktionen übernehmen.</span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span>Frühe Leistungsanforderungen an ein Kind - wie etwa für die kleineren Geschwister zu sorgen -  lehren den Umgang mit Verantwortung.</span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span>Es gibt einige individuelle Eigenschaften, die sich positiv auf die Resilienz eines Kindes auswirken: ein „ruhiges“ Temperament zu haben, offen zu sein oder über ein spezielles Talent zu verfügen, für das es von Gleichaltrigen Anerkennung bekommt.</span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span><span></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span>Jene Personen mit einer hohen psychischen Widerstandskraft distanzierten sich im Erwachsenenalter immer weiter von ihrem schädigendem Umfeld, sei es durch Weiterbildung, durch die Heirat mit einem stabilen Partner oder auch durch religiöses Engagement.</span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span></span><span></span></p>
<p><span></span><span>Laut <a target="_blank" href="http://www.apahelpcenter.org/featuredtopics/feature.php?id=6&#38;ch=4" title="APA Help Center">American Psychological Association</a>kann Resilienz in jedem Lebensalter erlernt werden, wobei 10 Wege zur Resilienz genannt werden:</span></p>
<ol>
<li class="MsoNormal"><span>Knüpfen Sie Kontakte zu anderen Menschen und bauen Sie ein soziales Netzwerk auf.</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Betrachten Sie Krisen nicht als unüberwindbare Probleme.</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Akzeptieren Sie, dass Veränderungen ein Teil des Lebens sind. </span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Entwicklung realistischer Ziele und verfolgen Sie diese.</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Lernen Sie sich zu entscheiden. Werden Sie selbst aktiv und nehmen Sie Ihre Probleme selbst in die Hand.</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Lernen Sie sich selbst immer besser kennen.</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Schenken Sie Ihren positiven Seiten Beachtung.</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Bewerten Sie stressreiche Ereignisse in einem breiten Kontext und nehmen Sie eine Langzeitperspektive ein.</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Blicken Sie positiv in die Zukunft.</span></li>
<li class="MsoNormal"><span>Passen Sie auf sich selbst auf.</span></li>
</ol>
<p><span></span><span>weiterführende Literatur:</span></p>
<p><span></span><span><span>-</span></span><span>George A. Bonanno: Loss, trauma, and human resilience. </span><span>American Psychologist, 1/2004</span><br />
<span></span><span><span>-</span></span><span>George A. Bonanno u.a.: Resilience to loss in bereaved spouses, bereaved parents and bereaved gy men. Journal of Personality and Social Psychology, Vol. 88, 5/2005</span><br />
<span></span><span><span>-</span></span><span>Karen Kersting: Resilience: The mental muscle everyone has. </span><span>Monitor on Psychology, 4/2005</span><br />
<span></span><span><span>-</span></span><span>Friedrich Lösel, Doris Bender: Von generellen Schutzfaktoren zu differenziellen protektiven Prozessen: Ergebnisse und Probleme der Resilienzforschung. In: G. Opp, M. Fingerle, A. Freytag (Hg.): Was Kinder stärkt: Erziehung zwischen Risiko und Resilienz. Ernst Reinhardt Verlag, München 1999</span><br />
<span></span><span><span>-</span></span><span>Nuber, Ursula, Resilienz: Immun gegen das Schicksal? In: Psychologie Heute, 32. Jahrgang, Heft 9, Weinheim 2005: Beltz GmbH, S. 20-24</span><br />
<span></span><span><span>-</span><span>Corina Wustmann: Resilienz. Widerstandsfähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern. Beltz, Weinheim 2004</span><br />
<span></span><span><span><span>-</span></span><span><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz" title="Resilienz">Resilienz</a>: Wikipedia, 22.9.2007</span><span></span></span></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Was uns nicht umbringt, macht uns stärker"]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/09/20/was-uns-nicht-umbringt-macht-uns-starker/</link>
<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 09:52:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/09/20/was-uns-nicht-umbringt-macht-uns-starker/</guid>
<description><![CDATA[&#8230; wird der Philosoph Friedrich Nietzsche oft zitiert und amerikanische Psychologen fanden Bes]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;">... wird der Philosoph Friedrich Nietzsche oft zitiert und amerikanische Psychologen fanden Bestätigung:  </span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;">Der amerikanische Psychologieprofessor Richard Tedeschi prägte in diesem Zusammenhang den Begriff <em>Posttraumatisches Wachstum</em>. Er fand heraus, dass die Mehrheit der Menschen, die extreme existenzielle Erfahrungen durchleiden – wie etwa ein Gewaltverbrechen oder eine plötzliche schwere Erkrankung –, zwar zunächst davon überzeugt sind, dass ihr Leben durch das Ereignis zerstört wurde, sie melden jedoch auch zurück, dass es sich in der Folge zum Besseren gewendet hat und seither reicher und befriedigender verläuft. Wie kann das sein?</span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;">Der Sozialpsychologe W. Keith Campbell erklärt diesen Effekt mit dem Prinzip des „<em>Ich-Schocks</em>“: Demnach frieren tiefgreifende Erschütterungen die normalen Schutzmechanismen der Psyche ein und öffnen so eine Tür zur Veränderung. Ob dieser Veränderungsprozess in Gang kommt oder man aus der Bahn geworfen wird, hängt vom Willen und den Fähigkeiten des Betroffenen ab, die negativen Ereignisse in die eigene Lebensgeschichte zu integriert und mit der Realität zurechtzukommen. Meist führt dieser Weg über einen schmerzhaften Prozess der eigenen Neudefinition und über die Aufgabe alter Lebensbegriffe. Es geht darum, sich einzugestehen, dass man durch ein Ereignis verändert wurde, dass man verwundbar ist und dass das Leben auch besser, glücklicher hätte verlaufen können.</span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;">Erfolgreiches „Überleben“ zeichnet sich somit durch eine Balance zwischen Bedauern und Zufriedenheit aus; „seelische Reife“ durch die Fähigkeit, gleichzeitig Verlust und Wachstum erleben zu können. </span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Verdana;"></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;">Artikel:</span><span style="font-family:Verdana;"></span><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-family:Verdana;"><em>Wenn das Leben auseinanderfällt.</em> <span style="font-family:Verdana;"><span style="font-family:Verdana;">Kathleen McGowan, </span></span>Psychologie Heute, Oktober 2007, S. 20-27</span></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Anfänge des Ölzeitalters: ein Sonntagsausflug]]></title>
<link>http://talwaerts.wordpress.com/2007/08/13/die-anfange-des-olzeitalters-ein-sonntagsausflug/</link>
<pubDate>Mon, 13 Aug 2007 10:20:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>Perito Sereno</dc:creator>
<guid>http://talwaerts.wordpress.com/2007/08/13/die-anfange-des-olzeitalters-ein-sonntagsausflug/</guid>
<description><![CDATA[Hänigsen, ein Ortsteil von Uetze, nordöstlich von Hannover. Muss man da hin? Irgendwie schon. Schl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hänigsen, ein Ortsteil von Uetze, nordöstlich von Hannover. Muss man da hin? Irgendwie schon. Schließlich wurde hier, aus dem vornehmlich ältesten Vorkommen Niedersachsens, seit mindestens 1546 Erdöl bzw. Teer gewonnen<sup>1</sup>. Also los, natürlich per Fahrrad.</p>
<p><a href="http://talwaerts.wordpress.com/files/2007/08/teerkuhle-hanigsen.jpg" title="teerkuhle-hanigsen.jpg"><img src="http://talwaerts.wordpress.com/files/2007/08/teerkuhle-hanigsen.thumbnail.jpg" alt="teerkuhle-hanigsen.jpg" align="left" border="20" hspace="20" vspace="20" /></a>Ein kleines Museum am nördlichen Ortsrand bietet einen Einblick. Zu den auch ohne Voranmeldung zu besichtigenden Ausstellungsstücken gehören <!--more-->ein nachgebauter Ölförderbock, einige Kopfnickerpumpen und eine Teerkuhle, aus der bis heute geschöpft werden kann.</p>
<p>Die erste Bohrung nach Erdöl wurde 1861/62 am Teerkuhlenberg niedergebracht. Nach verstärkter Bohrtätigkeit 1880/83 beginnt schließlich um 1900 die kommerzielle Förderung. Ab 1920 werden Tiefbohrungen angestellt, die dann auch höhere Ausbeute liefern und z.T. frei fließen.<sup>2</sup></p>
<p><a href="http://talwaerts.wordpress.com/?attachment_id=20" rel="attachment wp-att-20"><img src="http://talwaerts.wordpress.com/files/2007/08/gargoyle-schild.thumbnail.jpg" alt="Gargoyle-Schild" align="left" hspace="20" vspace="20" /></a>Auf einer Schautafel in der Bahnhofstraße des Ortes wird die Geschichte der kommerziellen Förderung durch die Deutsche Vacuum Oel AG (später Mobil Oil AG) im 20. Jahrhundert dargestellt. Die intensivierten Förderbemühungen in den 30er und 40er Jahren sind vor dem Hintergrund des Reichsbohrprogrammes<sup>3</sup> zu sehen, in dem zur Vorbereitung und Führung des Krieges die inländische Erdölproduktion durch staatliche Maßnahmen unterstützt wurde. Die verhärmten Gestalten auf der Zeichnung der Bohranlage 'Siegfried 30' in den 40er Jahren mögen zeigen, dass auch bei der Vacuum Oel AG in Hänigsen Zwangsarbeiter zum Einsatz kamen, wie dies an anderen Standorten des Unternehmens der Fall war. Dass im Gebiet Nienhagen/Hänigsen zumindest im Ölwerk der Gewerkschaft Elwerath Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, ist belegt.<sup>4</sup></p>
<p>Gegen Ende der aktiven Produktion in Hänigsen wurde durch die Einpressung von Salzwasser der Druck in den Reservoiren erhöht, um so die Förderung länger fortführen zu können. Ende der 90er Jahre, als schließlich 95% Salzwasser und nur noch 5% Öl gepumpt wurden, wurden die Quellen geschlossen.</p>
<p>Die Beschreibung der Mobil Oil Förderung in Hängisen endet mit dem stolzen Satz: "Das Ergebnis von mehr als einem halben Jahrhundert Erdölsuche und -föderung kann sich sehen lassen: 2,46 Millionen Tonnen Rohöl." Es ist aufschlussreich, diesen Ertrag ins Verhältnis zum heutigen Verbrauch in Deutschland zu setzen. Im Jahr 2006 betrug der deutsche Primärenergieverbrauch aus Mineralöl 178,2 Mio t SKE.<sup>5</sup> Umgerechnet auf Tonnen Rohöl ergeben sich 120,7 Mio.<sup>6</sup> Die in Hänigsen geförderten 2,46 Millionen Tonnen würden heute in Deutschland <strong>innerhalb von weniger als acht Tagen </strong>verbraucht.</p>
<p>Mit der Einpressung von Salzwasser oder anderen Methoden wird heute in Saudiarabien, in Mexiko und an anderen Orten die Förderung sich erschöpfender Ölfelder aufrechterhalten. Dennoch ist sicher, dass die weltweite Ölförderung in nächster Zukunft, wie schon vor Jahren in Hänigsen, unaufhaltsam zurückgehen wird. Wie wird dann das Ende des Ölzeitalters in Hänigsen aussehen? Wird die alte Bockwindmühle wieder in Betrieb genommen? <a href="http://talwaerts.wordpress.com/2007/08/13/die-anfange-des-olzeitalters-ein-sonntagsausflug/windmuhle-hanigsen/" rel="attachment wp-att-24" title="Windmühle Hänigsen"><img src="http://talwaerts.wordpress.com/files/2007/08/windmuhle-hanigsen.thumbnail.jpg" alt="Windmühle Hänigsen" align="left" border="20" hspace="20" vspace="20" /></a>Heute wird sie von Baukränen überragt, die in direkter Nachbarschaft ein Seniorenpflegeheim in die Höhe ziehen. Wie wird unsere Gesellschaft aussehen, wenn sie mit drastisch weniger Energie auskommen muss? Werden wir weniger materiellen Wohlstand aber mehr Zeit für Pflege haben? Werden weniger Menschen überhaupt alt und pflegebedürftig werden, weil der heutige medizinische Standard nicht gehalten wird? Wie wird unsere Gesellschaft widerstandsfähig, so dass sie elastisch auf Krisen wie Energiemangel und Klimawandel reagieren kann?</p>
<p>Quellen und weiterführende Links:</p>
<ol>
<li>Vgl. <a href="http://www.haenigsen.de/seiten/frameort.htm%20am%2013.8.2007">http://www.haenigsen.de/seiten/frameort.htm am 13.8.2007</a></li>
<li>
<p class="MsoNormal">Vgl. Strobel, E. (1932): Das Erdölgebiet von Nienhagen,  in: Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, Band 84. p. 481-491, 5 fig., <a href="http://www.schweizerbart.de/pubs/journals/0012-0189/paper/84/481">http://www.schweizerbart.de/pubs/journals/0012-0189/paper/84/481</a></p>
</li>
<li>
<p class="MsoNormal">Ein Überblick zum Reichsbohrprogramm findet sich unter <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/851.html">http://www.perlentaucher.de/artikel/851.html</a></p>
</li>
<li>
<p class="MsoNormal">Vgl. die Eintragungen im <em>Catalogue of Camps and Prisons in Germany and German-Occupied Territories 1939—1945</em> im Netz verfügbar unter <a href="http://www.zweitausendeins.de/cmsImgDB/ZA.pdf">http://www.zweitausendeins.de/cmsImgDB/ZA.pdf</a></p>
</li>
<li>
<p class="MsoNormal">Vgl.  die  Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (www.ag-energiebilanzen.de). <a href="http://www.ag-energiebilanzen.de/cms/verwaltung/files.php?path=../../daten/1186392950_91.0.124.221.pdf&#38;name=Ausw_31072007.pdf&#38;mime=application/pdf">Link zu den statistischen Tabellen.</a></p>
</li>
<li>
<p class="MsoNormal">Vgl. die von der AG Energiebilanzen verwendeten <a href="http://www.ag-energiebilanzen.de/cms/verwaltung/files.php?path=../../daten/1186393500_91.0.124.221.pdf&#38;name=heizwerte00_03.pdf&#38;mime=application/pdf">Tabellen zur Heizwertumwandlung</a>.</p>
</li>
</ol>
]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
