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	<title>rekonstruktion &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "rekonstruktion"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 08:04:44 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Starkenburg: Bergfried enstand an falscher Stelle neu]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/?p=766</link>
<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 13:45:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Starkenburg: Man war das heiß. Und steil. Und voll. Voller Kinder, schnitzeljagender Kinder. Je]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/07/starkenburg1.jpg"><img class="size-medium wp-image-767 alignright" style="border:0 none;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/07/starkenburg1.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a>Die Starkenburg: Man war das heiß. Und steil. Und voll. Voller Kinder, schnitzeljagender Kinder. Jeder Grundschüler entweder mit ipod oder MP3-Spieler bewaffnet. Einige dazu noch mit röhrendem Ghettoblaster. Verzerrte <a href="http://www.laut.de/wortlaut/artists/s/Sido/biographie/index.htm">Sido</a>-Verse hallten im Schatten der teilweise wiederaufgebauten Ruine wider. Willkommen in der Bildungswirklichkeit. Arg!</p>
<p>Die genervten Lehrerinnen taten das einzig Richtige: Die Kinder (wahlweise suchend oder lästernd) ignorieren und Schiffe-Versenken-Spielen. Mein Mitleid haben sie: Mit so einer Horde verwöhnter Bratzen auf der völlig überhitzten Jugendherbergs-Terrasse sitzen, auf glühende Ruinen gucken und sich von präbubertärer Musikauswahl beschallen lassen: Nein Danke! Auf den Turm kann man nur Samstag/Sonntag.</p>
<p><!--more--></p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/07/starkenburg4.jpg"><img class="size-medium wp-image-768 alignleft" style="border:0 none;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/07/starkenburg4.jpg?w=225" alt="" width="225" height="300" /></a>Die Starkenburg, 295 Meter hoch auf dem Schlossberg über dem hessischen Heppenheim gelegen, hat also ihre Bestimmung als <a href="http://www.djh-hessen.de/jh/jugendherberge-starkenburg/">Jugendherberge</a> gefunden. Im Jahr 2065 wird sie ihre 1000-Jahr-Feier begehen können. Sie ist die älteste Höhenburg der Bergstraße. Möglicherweise geht die Anlage sogar auf einen römischen Ringwall zurück.</p>
<p>Gegründet wurde sie zum Schutz des nahen, ausgesprochen reichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Lorsch">Klosters Lorsch</a>, das in dieser Zeit über Landbesitz von Flandern bis in die heutige Schweiz verfügte. Im Notfall konnten sich die Mönche hierhin retten. Angeblich gab es sogar einen Geheimgang durch den Berg vom Kloster zur Burg. Man hat allerdings nie eine Spur davon gefunden. Die Festung deckte zudem die Mainzer Bergstraße.</p>
<p>1206 taucht die Burg erstmals in Dokumenten auf, unter dem Namen "Starkimberg". 1232 schenkte Kaiser Friedrich II. Fürstabtei Lorsch mitsamt Burg (die eigentlich immer im Grenzgebiet lag) dem Erzstift/Kurfürstentum Mainz. Die Mainzer legten eine Garnison in die Festung und verstärkten die Bauwerke im Lauf der Jahrhunderte immer wieder.</p>
<p>Im Dreißigjährigen Krieg half das nicht weiter. Kaiserliche Truppen unter Tilly, unterstützt von spanischen Kontingenten, erobern die Burg 1621/22. Aus dieser Zeit stammt auch der spanischen Friedhof vor der Burg. Die Kaiserlichen halten die Gemäuer bis 1623. 1647 und 1654 versuchen französische Truppen unter Marschall Turenne eine Belagerung, scheitern jedoch. 1680 ließen die Mainzer zuletzt Vorwerke, Bastionen und Mannschaftsbaracken umbauen.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/07/starkenburg3.jpg"><img class="size-medium wp-image-769 alignright" style="border:0 none;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/07/starkenburg3.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a>1765 zogen die kurmainzischen Truppen ab. Drei Jahre später schlug ein Blitz in den Bergfried ein, der ausbrannte. Ein langsamer Verfall der Anlage begann. N Die Anwohner bedienten sich hier, wenn sie gerade Baumaterial benötigten.  ach der Säkularisierung fielen Ort und Burg 1803 an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Die hessische Obrigkeit verbot umgehend die weitere Abfuhr von Steinen und drohte, als das offenbar nicht fruchtete, 1816 bei Zuwiderhandlung sogar mit Zuchthausstrafen. Da waren aber schon alle Gebäude innerhalb der Burg abgerissen. 1877 begann man mit Instandhaltungsmaßnahmen.</p>
<p>Doch die Denkmalschützer kamen für Teile der Burg zu spät. Der alte Bergfried in der Mitte des Burghofs war einsturzgefährdet, trotz seiner bis zu drei Meter dicken Mauern. Im Oktober 1924 entschloss man sich zur Sprengung. 1500 Kubikmeter Schutt mussten anschließend weggeräumt werden.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/07/starkenburg2.jpg"><img class="size-medium wp-image-770 alignleft" style="border:0 none;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/07/starkenburg2.jpg?w=225" alt="" width="225" height="300" /></a>Der Wiederaufbau erfolgte - zum Schrecken heutiger Denkmalschützer - nicht an der historischen Stelle. Da man einen freien Hof haben wollte, baute man den Bergfried 1930 als zehnstöckigen Aussichtsturm an der Westseite wieder auf, und zwar im kantigen Stil der Zeit. Angeblich bemühte man sich, den Turm dem alten Bergfried anzugleichen.</p>
<p>Obwohl die Farbe der Steine auf die anderen Gebäude abgestimmt ist, passt die Form meiner Meinung nach überhaupt nicht zur restlichen Burg und erinnert eher an die so genannten Ordensburgen der kurz darauf anbrechenden NS-Zeit. <span class="text">Eingemauert ist hier eine Platte mit zwei Delfinen aus dem 16. Jahrhundert, die wohl von der Zisterne stammt. </span><span class="text"> Erhalten, bzw. erneuert sind außerdem drei der vier Rundtürme auf den Ecken der Kernburg, ebenso die Türme der Zwingeranlagen. Ziemlich genial ist der weite Blick auf Heppenheim, Rheinebene und Bergstraße.<br />
</span></p>
<p>An der Stelle des einstigen Palas entstand 1960 die besagte Jugendherberge (Foto links) mit ihren 121 Betten und fünf Tagungsräumen. Sie schließt sich an den 1930er Bergfried an. Die Burg gehört heute immer noch dem Land Hessen.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/07/starkenburg81.jpg"><img class="size-medium wp-image-776 alignright" style="border:0 none;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/07/starkenburg81.jpg?w=225" alt="" width="225" height="300" /></a>Ein Stück unterhalb der Burg befindet sich übrigens eine <a href="http://www.starkenburg-sternwarte.de/sternwarte/geschichte.htm">Sternwarte</a> und ein Planetenwanderweg. Die Starkenburg ist auch im Logo des <a href="http://www.bergstrasse.de/geschichtsverein-hp/index.htm">Heppenheimer Geschichtsvereins</a> zu finden, der seit 1924 eine gleichnamige Zeitschrift herausgibt.</p>
<p>Wer die Starkenburg bei Google sucht, wird möglicherweise bei der falschen Burg landen: Neben der Starkenburg bei Heppenheim gab es noch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Starkenburg_(Mosel)">Starkenburg</a> bei Enkirch (Mosel), wo 1328 Erzbischof Balduin von Trier (bzw. von Luxemburg) durch Gräfin Loretta von Sponheim <a href="http://www.net-art.de/Kropp/lorett5.htm">gefangengehalten wurde</a>. Sie ist heute nicht mehr zu sehen.</p>
<p><strong>Spukgeschichten: Melampus bellt noch heute<br />
</strong>Zum einen soll hier, wie in jeder vernünftigen Burg, eine Weiße Frau umgehen. Ich gehe aber mal davon aus, dass die brüllenden Kinder und ihr Chartgedudel das mitternächtliche Spuken bereits reichlich madig gemacht haben. Interessanter und rührender ist da die Geschichte des Geister-Hundes Melampus (Schwarzfuß). Ich zitiere mal, wie das bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Melampus_(Hund)">Wiki</a> beschrieben ist:</p>
<blockquote><p><em>Der Hund Melampus war ein Begleiter eines Müllers, der im Dienst der Starkenburg stand. Melampus wurde über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Burglebens und wurde wegen seiner Zuverlässigkeit bald auch zur Nachrichtenübermittlung eingesetzt. Zu diesem Zweck soll er angeblich oft den Geheimgang zur Burg benutzt haben, der wohl von der Burg bis zum Kloster Lorsch ging, und in dem sich auch der Burgschatz befinden soll. Eines Tages wurde die Burg angegriffen. Melampus kämpfte und schleppte sich schwer verletzt zum Geheimgang, wo er starb. Die Burgbewohner beschlossen, ihn dort zu begraben. Als der Bergfried 1924 gesprengt wurde, fand man dort Hundeknochen. Melampus Geist soll die Burg und den Geheimgang angeblich immer noch bewachen.<br />
</em></p></blockquote>
<p>Na, wenn das nicht rührend ist.</p>
<p style="text-align:center;"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/xvj4uEzOzO0'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/xvj4uEzOzO0&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span><em>Hier mal ein kleiner Video-Rundblick...</em></p>
<p><strong><strong>Link:</strong> </strong>Knapper <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Starkenburg_(Burg)">Wiki-Eintrag</a>, weitere Infos auf <a href="http://www.heppenheim.de/Starkenburg.230.0.html">Heppenheim.de</a> und <a href="http://www.odenwald.de/sights/index.php?id=152">Odenwald.de</a>. Die ausführlichste Beschreibung der Geschichte habe ich in einem <a href="http://blog.winenheim.de/2007/10/29/die-starkenburg-uber-heppenheim/">Blog</a> gefunden. Sie ist für ein tieferes Eindringen ins Thema absolut empfehlenswert. Im Netz gibt es auch eine <a href="http://www.landhausamweinberg.de/luftaufnahmen-starkenburg.html">nützliche Chronik</a>. Eine ausgeschmücktere Version der Melampus-Sage findet sich <a href="http://www.rabenbaum-runenforum.de/t1653f36-Melampus-Der-schwarze-Hund-von-der-Starkenburg.html">hier</a></p>
<p><strong>Lage:</strong> Starkenburgweg 53, 64646 Heppenheim/Bergstraße</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/07/starkenburg5.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-771" style="border:0 none;margin:2px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/07/starkenburg5.jpg?w=127" alt="" width="127" height="96" /></a><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/07/starkenburg7.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-774" style="border:0 none;margin:2px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/07/starkenburg7.jpg?w=72" alt="" width="72" height="96" /></a><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/07/starkenburg6.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-772" style="border:0 none;margin:2px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/07/starkenburg6.jpg?w=72" alt="" width="72" height="96" /></a></p>
<p><em><strong>Fotos: </strong>Meine (Zum Vergrößern anklicken)</em></p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Burg Eisenhardt: Dicke Kanonentürme schützten Sachsens Grenze]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/?p=723</link>
<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 23:10:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
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<description><![CDATA[Eine Burg ohne Kanonen sah bereits im späten 15. Jahrhundert ziemlich alt aus. Aber wohin mit der A]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/eisenhardt12.jpg"><img class="size-medium wp-image-730 alignright" style="border:0 none;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/eisenhardt12.jpg?w=300" alt="" width="292" height="219" /></a>Eine Burg ohne Kanonen sah bereits im späten 15. Jahrhundert ziemlich alt aus. Aber wohin mit der Artillerie? Wehrgänge und Dächer erwiesen sich da als ziemlich unpraktisch. Also ging man zum Bau von Batterien und Kanonentürmen über. Besonders gut kann man diese Bauweise an Burg Eisenhardt im Fläming sehen, einem "einzigartigen Symbol früher sächsischer Festungsbaukunst" (Thomas Schmöhl*)</p>
<p>Der Bergrücken bei Belzig war wohl schon im 5. Jahrhundert v. Chr. befestigt. 997 verlieh Kaiser Otto III. das "burgwardium belizi" dem Erzstift Magdeburg. Die Burggrafen waren streitbare Herren. Baderich I. mischte 1157 bei der Eroberung Brandenburg von den Slawen mit. Sein Sohn mit der Nummer II. kämpfte als Kreuzfahrer im Heiligen Land. Er überlebte und schenkte 1243 einem Kloster allerlei Reliquien aus Palästina.</p>
<p><!--more--></p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/eisenhardt21.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-742" style="border:0 none;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/eisenhardt21.jpg?w=225" alt="" width="225" height="300" /></a>Die romanische Burg bestand u.a. aus dem erhaltenen, 24 Meter hohen Bergfried, einem Pallas und einer Kapelle. Der Eingang zum Bergfried lag in 12 Meter Höhe. Wegen seiner Ähnlichkeit mit einem Butterfass wurde der Bergfried auch Butterturm genannt.</p>
<p>Die Burg, damals "das weiße Schloss" genannt, wechselte mehrfach zwischen den Markgrafschaften Meißen und Brandenburg und dem Erzstift Magdeburg - sie lag sozusagen an einem Mittelalterlichen Dreiländereck. 1394 und 1406 reichte es den Magdeburgen. Sie belagerten die Burg und zerstörten sie (im zweiten Anlauf) zu großen Teilen.</p>
<p>1423/25 konnten sich die in Meißen residierenden sächsischen Kurfürsten die Herrschaft der Burg sichern. Eine Belagerung durch Hussiten scheiterte 1429. Die Wettiner begannen in den Folgejahren damit, die Anlage den Erfordernissen des Schießpulver-Zeitalters anzupassen. Sie sorgten für einen deutlich vergrößterten Grundriss, niedrigere aber stärkere Mauern und Schießscharten.  Besonders Ernst von Sachsen tat sich nach 1467 mit dem Ausbau hervor und bestückte die Festung mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steinb%C3%BCchse">Steinbüchsen</a>.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/eisenhardt3.jpg"><img class="size-medium wp-image-732 alignright" style="border:0 none;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/eisenhardt3.jpg?w=300" alt="" width="284" height="213" /></a>Besonders eindrucksvoll finde ich die damals eigens gebauten, massigen Kanonentürme. Der Nordostturm (Bild rechts) hat zum Beispiel fünf Schießscharten zum Einsatz kleinkalibriger Festungsgeschütze. Da sich der Turm etwas aus der Burgmauer herausschiebt, konnte er Feinde in einem Radius von gut 270 Grad beschießen. Bei den teils restaurierten Türmen kann man auch einen Blick in deren Innenleben werfen und auf einer Treppen-Konstruktion hindurchgehen.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/eisenhardt4.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-733" style="border:0 none;margin:2px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/eisenhardt4.jpg?w=127" alt="" width="127" height="96" /></a>Die Türme sind so platziert, dass sie praktisch jeden Winkel des Burg-Vorfelds unter Artilleriefeuer nehmen konnten. Und kein bisschen Platz wurde verschwendet: Unten im Nordostturm befindet sich eine acht Meter tiefe Grundwasserzisterne, in der  heute noch das Wasser einen Meter hoch steht. Mit den Kanonentürmen bekam die frühneuzeitliche Festung auch ihren heutigen Namen: Eisenhardt. Schon damals galt: Nomen est omen.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/eisenhardt6.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-734" style="border:0 none;margin:2px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/eisenhardt6.jpg?w=127" alt="" width="127" height="96" /></a>Nach 1477 wird das ehemalige Torgebäude zu einem repräsentativen Schloss umgebaut. Im 16. Jahrhundert kam ein geräumiges Salzmagazin (damals ein äuerst wertvolles Gut) mit zwei großen Sälen im Hof der Anlage hinzu. Heute logiert dort das Burghotel mit einer netten Außengastronomie (Foto).</p>
<p>Dem wehrhaften Umbau folgten unruhige Zeiten. Im Schmalkaldischen Krieg wird Belzig 1547 von kaiserlichen Truppen erobert, die Burg wird beschädigt. Noch schlimmer wüten dann 1636 die Schweden (1632 war der in der Schlacht bei Lützen getötete Schwedenkönig noch in Belzig aufgebahrt worden). Sachsens Kurfürst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Georg_III._(Sachsen)">Johann Georg III.</a> lässt die Burg nach 1680 wieder instandsetzen.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/eisenhardt5.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-735" style="border:0 none;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/eisenhardt5.jpg?w=300" alt="" width="288" height="217" /></a>1712 beherbergte die Burg einen prominenten Gast, der sogar noch lebte: Zar Peter der Große übernachtete hier. Er war auf der Durchreise von der Hochzeit seines Sohnes. Den Siebenjährigen Krieg übersteht die Festung glimpflich. Belzig muss allerdings 2000 Taler Kriegskontribution an die Preußen zahlen.</p>
<p>Belzig spielt dann erst in den Befreiungskriegen wieder eine Rolle. In der Nähe fand 1813 die so genannte Landwehrschlacht bei Hagelberg statt. Sachsen stand bis zur Völkerschlacht bei Leipzig an der Seite Frankreich. Ein Umstand, der sich speziell für Burg Eisenhardt rächen sollte. Denn beim Wiener Kongress 1815 musste Sachsen das Amt Belzig mitsamt Burg an das siegreiche Preußen abtreten.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/eisenhardt8.jpg"><img class="size-medium wp-image-736 alignright" style="border:0 none;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/eisenhardt8.jpg?w=225" alt="" width="225" height="300" /></a>Für die Burg wohl ein Segen, denn der burgenverrückte Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. ließ die Anlage 1849 umfangreich sanieren.</p>
<p>Das NS-Regime nutze die Gebäude zur Unterbringung eine "Reichsschule der technischen Nothilfe". Im Zweiten Weltkrieg diente das Salzmagazin als Jugenherberge, Berufsschule und der Burgkeller zuweilen als Luftschutzbunker.</p>
<p>Belzig überstand den Krieg übrigens fast ohne Zerstörungen. Auch die DDR setzte Eisenhardt glücklicherwiese nicht auf ihre <a href="http://burgerbe.wordpress.com/2008/05/16/ddr-contra-burgen-schlosser-geschichtspolitik-mit-tnt-und-abrissbirne/">Liste abzureißender Burgen und Schlösser</a>. Das SED-Regime erlaubte sogar, dass engagierte Bürger dort 1956 mit Objekten ihrer privaten Sammlungen eine Heimatstube (also ein Museum) einrichteten.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/eisenhardt9.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-738" style="border:0 none;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/eisenhardt9.jpg?w=225" alt="" width="225" height="300" /></a>Bereits im Winter 1990 konnte daher mit Restaurierungsarbeiten begonnen werden. Aufgrund der Ausdehnung der Anlage eine Mammut-Aufgabe. 1999 stürzte beispielsweise die Westmauer ein (inzwischen wieder aufgebaut).</p>
<p>Die Mischung zwischen Wiederaufbau und Erhaltung der Ruinen hat mir gut gefallen. Sehr informativ sind auch die diversen Info-Tafeln. Das Museum besteht heute noch und zeigt u.A, ein Zinnsoldaten-Diorama der Landwehrschlacht.</p>
<p><strong>Geister-Geschichte</strong><br />
Im Museum soll zu mitternächtlicher Stunde eine Weiße Frau spuken. Es handelt sich um eine Burggrafentochter, deren Auserwählter in voller Rüstung in den Burgteich gefallen und ertrunken war. Sie soll an Liebeskummer gestorben sein...</p>
<p><strong>Das Drei-Burgen-Land</strong><br />
Burg Eisenhardt ist eine der Burgen des so genannten Drei-Burgen-Lands im hügeligen Hohen Fläming. Die anderen beiden Anlagen sind <a href="http://burgerbe.wordpress.com/2008/05/31/die-reichen-herren-von-schloss-wiesenburg/">Schloss Wiesenburg</a> und <a href="http://burgerbe.wordpress.com/2008/05/13/burg-rabenstein-flaming-wo-die-traurige-geister-dame-im-turm-sitzt/">Burg Rabenstein</a>. Man kann sich alle drei Komplexe übrigens bequem an einem Tag ansehen.</p>
<p><strong>Literatur/Links:</strong> *Thomas Schmöhl, Burg Eisenhardt Belzig, Belzig 2001. Das 44-Seiten Heftchen mit allerlei Illustrationen gibt es für wenige Euro in der Burg, der reine Text steht auch <a href="http://www.belzig.de/Neue_Dateien/BurgEisenhardtweiter.html">hier</a>. Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Eisenhardt">Wiki-Link</a> ist nicht sonderlich ergiebig.</p>
<p><strong>Lage:</strong> Burg Eisenhardt, Wittenberger Straße 14, 14806 Belzig</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/eisenhardt7.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-737" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/eisenhardt7.jpg?w=127" alt="" width="127" height="96" /></a><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/eisenhardt91.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-739" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/eisenhardt91.jpg?w=127" alt="" width="127" height="96" /></a><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/eisenhardt92.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-740" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/eisenhardt92.jpg?w=127" alt="" width="127" height="96" /></a></p>
<p><em><strong>Bilder: </strong>Meine (Anklicken zum Vergrößern)</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie sahen Burgen früher aus? Eine zeichnerische Antwort]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/?p=724</link>
<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 10:08:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
<guid>http://burgerbe.wordpress.com/?p=724</guid>
<description><![CDATA[Ruinen machen es dem Betrachter schwer. Ein paar vermüllte Mauerreste sollen der Rest einer stolzen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/06/beilstein.jpg"><img class="alignright alignnone size-medium wp-image-725" style="float:right;border:0;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/06/beilstein.jpg?w=300" alt="" width="300" height="237" /></a>Ruinen machen es dem Betrachter schwer. Ein paar vermüllte Mauerreste sollen der Rest einer stolzen Trutzburg mit mächtigem Bergfried gewesen sein? Armselige überwuchterten Felsbrocken der einzige Hinweis auf ein prächtiges Schloss, das auf einem schmalen Felsgrad gethront haben soll? Aha.</p>
<p>Für den Laien ist es praktisch unmöglich sich anhand bröckelnder Fundamente oder beim Anblick schwungvoller Renaissancefassaden ein Bild ursprünglicher, mittelalterlicher Burganlagen zu machen. der Natürlich helfen manchmal aufwändige Computersimulationen sehr gut weiter, wie etwa im Fall der <a href="http://burgerbe.wordpress.com/2008/01/18/honburg-3d-computermodell-lasst-tuttlingens-wahrzeichen-neu-erstehen/">Honburg in Tuttlingen</a>.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Einen anderen, ebenso anschaulichen Weg hat Wolfgang Braun gewählt. Auf seiner Website zeigt er <a href="http://www.sphynxx.de/rekonstruktion/main.php">zeichnerische Rekonstruktionen von Burganlagen</a>. Dabei helfen dem jungen Hobby-Zeichner unter anderem Grundrisse aus dem <a href="http://www.amazon.de/Burgen-deutschen-Mittelalters-Grundriss-Lexikon-Friedrich-Wilhelm/dp/3881893601">Burgen-Lexikon von Friedrich-Wilhelm Krahe</a>, Kupferstiche von Merian und Literatur über die besuchten Burgen. Die meisten Anlagen hat er selbst besucht.</p>
<p>Durch den hohen Blickpunkt bekommt der Betrachter einen sehr guten Überblick in die Architektur der Bollwerke. Auf Brauns Bildern wird man zurückversetzt in die Zeit, als auf Burgen noch Holz und Fachwerk als wichtige Elemente verbaut wurden. Was in späteren Jahrhunderten ein Raub der Flammen, des langsamen Verfalls oder der Modernisierungswut wurde, wird hier wieder sichtbar.</p>
<p>Braun hat mittlerweile rund 800 Zeichnungen angefertigt. Er gibt natürlich eine Gewähr dafür, dass die Burgen genau so ausgesehen haben. Für mich ist seine Seite ein interessanter und aufschlussreicher Überblick, gerade für Laien. Ich hoffe, sie wächst weiter.</p>
<p><em><strong>Bild: </strong>Screenshot der Seite von Wolfgang Braun. Die Zeichnung zeigt Burg Beilstein in Hessen.</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schwanenburg 1944: Abstürzender Bomber prallt gegen den Turm]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/?p=597</link>
<pubDate>Mon, 19 May 2008 20:43:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
<guid>http://burgerbe.wordpress.com/?p=597</guid>
<description><![CDATA[
Vom Berge schaut die Schwanenburg
Hinaus ins Land so weit!
Gott schütze, Gott schirm Dich heut
Und]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/05/schwanenburg-panorama.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-598" style="border:0 none;vertical-align:top;margin:2px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/05/schwanenburg-panorama.jpg" alt="" width="496" height="146" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><em>Vom Berge schaut die Schwanenburg<br />
Hinaus ins Land so weit!<br />
Gott schütze, Gott schirm Dich heut<br />
Und alle Zeit.</em><br />
Klever Lied*</p>
<p>Die Flak bei Kleve schoss gut an diesem 7. Oktober 1944. Zu gut. Bis zu diesem frühen Nachmittag hatte die prächtige Schwanenburg über dem niederrheinischen Barock-Städtchen den Krieg leidlich überstanden. Aber diesmal brachten 335 englische Bomber Stadt und Burg den Feuersturm, der schon so viele andere Städte vernichtet hatte.</p>
<p><!--more--></p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/05/schwanenburg2.jpg"><img class="alignright alignnone size-medium wp-image-599" style="float:right;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/05/schwanenburg2.jpg?w=225" alt="" width="210" height="279" /></a>Trotzig und symbolhaft reckte sich der hohe Turm mit seinem massiven Mauerwerk über die brennende Stadt, deren lodernde Kirchtürme nun einer nach dem anderen in sich zusammenfielen.</p>
<p>Doch auch die Stunden des höchsten Turms waren gezählt: Den in den englischen Verband hineinfeuernden Flak-Batterien war es gelungen, direkt über der Stadt zwei viermotorige Bomber aus der Formation herauszuschießen. Qualmend trudelten die Maschine mit ihrer Rest-Last an Treibstoff und Munition vom Himmel, direkt in die brodelnde Stadt hinein.</p>
<p>Ein Bomber bohrte sich in die Spyckstraße. Ein zweiter krachte gegen den 50 Meter hoch aufragenden Turm der Schwanenburg und stürzte auf die damalige evangelische Kirche an der Großen Straße. Der Aufprall gab dem angeschlagenen Turm aus dem 15. Jahrhundert den Rest. Wundersamerweise überlebte der Pilot das Inferno. Nach dem Angriff mit 1728 Tonnen Spreng- und 80 Zentner  Brandbomben und der folgenden Attacke vom 7. Februar 1945 waren ca. 85 Prozent von Kleve zerstört.</p>
<p>Der Verlust ihres Wahrzeichens traf die heimatbewußten Überlebenden natürlich tief. Aber der Niederrheiner ist ein Sturkopf, der sich mit so etwas nicht lange abfindet: Schon drei Jahre nach dem Krieg gründete Dr. Heinz Will die Bauhütte Schwanenburg, die es bis 1950/53 schaffte, den Komplex - in reduzierter Form - wieder aufzubauen.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/05/schwanenburg1.jpg"><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-600" style="border:0 none;float:left;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/05/schwanenburg1.jpg?w=300" alt="" width="263" height="197" /></a>Die Ursprünge der Schwanenburg reichen zurück ins 11. Jahrhundert. Die Klever hätten zwar lieber römische Wurzeln wie die Xantener, aber Grabungen konnten keine entsprechenden Resulate bringen. 1092 wird jedenfalls Graf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_I./III._%28Kleve%29">Dietrich I. von Kleve</a> erstmals urkundlich erwähnt, der sich ausdrücklich nach seiner Burg benannt hat.</p>
<p>Die um 1100 errichtete Burg bestand zu dieser Zeit aus einem aus Tuffstein errichteten Wohnturm mit 2,5 Meter dicken Mauern, der seit etwas 1150 von einer Ringmauer umgeben war. Die Klever Burg auf einem Bergsporn ist eine der ganz wenigen Höhenburgen des ansonsten äußerst flachen Niederrheins. Nach dem ursprünglichen Namen der Burg Cleef (für Klippe, Kliff) wurde später übrigens auch die Stadt (Stadtrecht seit 1242) benannt.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/05/schwanenburg3.jpg"><img class="alignright alignnone size-medium wp-image-601" style="border:0 none;float:right;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/05/schwanenburg3.jpg?w=225" alt="" width="225" height="300" /></a>Die Klever Grafen nahmen für sich eine ganz besondere Herkunft in Anspruch. 1233 stellten sie fest, vom legendären <a href="http://www.sagen.at/texte/sagen/deutschland/allgemein/gottschalck/grafhelias.html"> Schwanenritter Helias</a> abzustammen (später bekannt aus Wagners Lohengrin), was der Burg ihren  bis heute erhaltenen Namen gab.</p>
<p>1368 fielen Burg und Grafschaft an die Grafen (seit 1417 Herzöge) von der Mark. 1439 stürzte - angeblich auch am 7. Oktober - der alte Bergfried der Burg ein. Vor einigen Jahren entdeckten Archäologen seine Reste. Baumeister Johan Wyrenberg errichtete daraufhin den Schwanenturm, dessen Spitze ein vergoldeter Schwan zierte.</p>
<p>Die Klever Herren waren reiche und gern repräsentierende Leute. Eine Grabung zeigte vor wenigen Jahren, dass das Palas mitsamt Rittersaal stolze 57 Meter lang war. Es war damit eines der größten Palas-Bauten des Reiches. Die Räumlichkeiten waren ausgelegt, um 500 Menschen zu versorgen. In einem unteridrischen Brunnen konnte durch ein Tretrad frisches Wasser nach oben gefördert werden. Heute erstreckt sich an Stelle des 1771frevelhafterweise abgerissenen Palas' übrigens ein Parkplatz.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/05/449px-annecleves1.jpg"><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-603" style="border:0 none;float:left;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/05/449px-annecleves1.jpg?w=224" alt="" width="224" height="300" /></a>1521, mit der Vereinigung der Herzogtümer Jülich und Berg mit den Grafschaften Ravensberg / Mark und Kleve erreichte Kleve den Zenit seiner Macht. Doch der Hof residierte bald lieber in Düsseldorf. 1540 spielte Kleve kurz "Weltpolitik". Der englische König Heinrich VIII heiratete <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_von_Kleve">Anna von Kleve</a> (Bild von Hans Hohlbein dem Jüngeren), die er sogleich mit ihrer Hofdame Catherine Howard betrog. Die Ehe wurde nach sechs Monaten annuliert.</p>
<p>Anna blieb jedoch in England und erwarb sich durch ihren Mildtätigkeit hohe Achtung. Sie ist in der Westminster Abbey bestattet. Diverse in dieser Epoche auf dem Burgberg errichtete Gebäude wie eine Renaissance-Galerie sind leider nicht erhalten.</p>
<p>Durch Erbteilung fiel Kleve mitsamt Burg 1609 an Brandenburg. Kleve wurde nach Berlin und Königsberg dritte brandenburgische Residenzstadt. Statthalter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_von_Nassau">Moritz Graf von Nassau-Siegen</a> war ein Glücksgriff für Kleve. Dieser Mann, der hier auch begraben liegt, ist eine einzigartige Persönlichkeit, die in der Geschichte leider viel zu umbekannt ist, ich empfehle mal seinen Wiki-Eintrag als weitere Lektüre. Der Graf ließ die Burg vom Architekten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pieter_Post">Pieter Post</a> 1663 bis 1666 zur Barockresidenz umbauen: Die letzte große Blütezeit der Schwanenburg. Das von Post geprägte Erscheinungsbild hat sie noch immer.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/05/schwanenburg4.jpg"><img class="alignright alignnone size-medium wp-image-604" style="border:0 none;float:right;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/05/schwanenburg4.jpg?w=300" alt="" width="266" height="199" /></a>Im 18. Jahrhundert begann dann der Verfall der Anlage. Die Preußen hatten anderes im Sinn, als sich um den teuren Erhalt niederrheinischer Baussubstanz zu kümmern. Die Burg war jetzt nur noch Verwaltungssitz und Gericht.</p>
<p>Zu napoleonischer Zeit beherbergte die Burg französische Truppen. Die zurückgekehrten Preußen nutzten sie vorwiegend als Gericht. 1828 rissen sie einen Zwischentrakt ab und bauten ein Gefängnis, das bis 1917 in Betrieb war.</p>
<p>Die Justiz ist der Burg treu geblieben. Das Gebäude ist heute Sitz des Klever Amts- und Landgerichts und nur mit Führungen zu besichtigen.</p>
<p><strong>Link: </strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwanenburg">Burg-Eintrag</a> bei Wiki. Der Schwanenturm hat auch eine eigene <a href="http://www.schwanenturm.de/">Homepage</a> mit vielen Fotos der Burg, gestaltet von Wilhelm van den Hurk aus Hilden.</p>
<p><strong>Quellen: </strong>Zum Flugzeugabschuss: Matthias Grass, Requiem für eine Stadt, Rheinische Post Kleve, 15.9.2004 und Hans Rühl, Auch Goch war Endstation, Rheinische Post Goch, 24.7.2007. Ein Bericht mit Fotos von den Zerstörungen findet sich bei <a href="http://www.heimat-kleve.de/impressionen_II/zerstoerung/zerstoerung.htm">heimat-kleve.de</a>.<br />
Zu den Ergebnissen der Grabung von 1999 bis 2003: Ludger Distelkamp, Reiche Grafen: 57 Meter langes Wohnzimmer, Rheinische Post Kleve, 23.1.2003.</p>
<p><strong>Fotos: </strong>Meine, das Bild von Anna von Kleve stammt aus Wikipedia/Urheberrecht abgelaufen-<br />
<em><br />
*Das Klever Lied, aus dem die Anfangs zitierten vier Zeilen stammen, gibt es <a href="http://www.schwanenturm.de/html/klever_lied.html">hier</a> in voller Länge.</em></p>
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<title><![CDATA[Die Marksburg am Korallenriff: Tropischer Nachbau in Japan  ]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/?p=533</link>
<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 20:31:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
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<description><![CDATA[Was macht ein Land, das jährlich tausende Touristen auf teure Burgen-Touren nach Europa entlässt, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/04/marksburg_japan1.jpg"><img class="alignright alignnone size-full wp-image-535" style="border:0 none;float:right;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/04/marksburg_japan1.jpg" alt="" width="320" height="209" /></a>Was macht ein Land, das jährlich tausende Touristen auf teure Burgen-Touren nach Europa entlässt, aber selbst keine "europäischen" Märchenschlösser hat?</p>
<p>Tja...</p>
<p>Wahrscheinlich wurden die Millionen Burgen-Fotos, die japanische Touristen jährlich ins Mutterland mitbringen einigen von Nippons Unternehmen einfach zu viel. Und die findigen Trendsetter entschlossen sich, so eine Burg nach Japan zu holen. Ihr Blick fiel auf die <a href="http://burgerbe.wordpress.com/2007/10/06/den-rhein-im-blick-die-marksburg/">Marksburg</a> am Mittelrhein, bekanntlich seit Kaisers Zeiten Sitz (und im Besitz) der Deutschen Burgenvereinigung.</p>
<p><!--more--></p>
<p>1988 entstand also bei den Japanern der Plan, dieses Schmuckstück des Weltkulturerbes Stein für Stein abzubauen und nach Fernost zu verschiffen. Dicke Bündel Yen-Noten und ein freundlichen Lächeln winkten der Burgenvereinigung. Man lehnte deutscherseits höflich-dankend ab. Vermutlich wurden viele Verbeugungen ausgetauscht, und die Japaner begnügten sich mit genauen Plänen der Anlage. Und bauten diese bis 1996 originalgetreu nach.</p>
<p>Die Marksburg II steht heute im 1995 gegründeten Vergüngungspark <a href="http://www.hakuaiueno.com/">Ueno German Culture Village</a>. Der liegt auf der abgelegenen Insel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Miyakojima">Miyako-jima</a>, 300 Kilometer südlich der japanischen Insel Okinawa, wegen Klima und Tourismus auch das Hawaii Asiens genannt. Auf den Riffen vor der Insel war 1873 der friesische Schoner J. R. Robertson während eines Taifuns aufgelaufen. Dorfbewohner fuhren hinaus und retteten alle acht Seeleute. Für das Japan der damaligen Zeit ziemlich ungewöhnlich. Die Japaner setzten dem Geschehen sogar ein Denkmal(!) - da davon Kaiser Wilhelm I. schwer beeindruckt war, revanchierte er sich mit einem 120-Zentner Gedenkstein.</p>
<p><a href="http://burgerbe.files.wordpress.com/2008/04/uenotext.jpg"><img class="alignleft alignnone size-full wp-image-536" style="border:0 none;float:left;margin:2px 5px;" src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/04/uenotext.jpg" alt="" width="250" height="232" /></a>So kam die Verbindung zu Deutschland zu Stande - und so bot sich Miyako-jima als Standort für ein deutsches Kulturdorf in tropischen Breiten in der Nähe des Äquators an. Dort entstanden deutsche Herrenhäuser, Fachwerkbauten, ein echtes Stück Berliner Mauer fand seinen Platz - und eben der Marksburg-Nachbau. Im Jahr 2000 war Kanzler Gerhard Schröder hier mal zu Besuch.</p>
<p>Die Marksburg II auf einer Felskuppe unter subtropisch blauem Himmel ist übrigens 1:1 nachgebaut. Nur der Burgzwinger samt Batterien, Vogtsturm und das Zugbrückentor fehlen. Auch das Interieur einiger Räume ist dem Original nachempfunden. Die Anlage beherbergt das Hakuai Memorial Museum, das Überreste des aufgelaufenen Schoners und Gebrauchsgegenstände aus dem Rheinland zeigt.</p>
<p>Nur der Blick von den Mauern dieses "kleinen Stücks Deutschland" ist ein deutlich anderer als beim Vorbild. Statt auf die linke Rheinseite schaut man auf ausgedehnte Korallenriffe. Das azurblaue Wasser ist nur eine Steinwurf weit entfernt. Eine phänomenale Aussicht also, die der echten Marksburg dank der Klimakatastrophe vielleicht auch eines Tages blüht...</p>
<p>In jedem Fall ist das tropische Bauwerk eine tolle Werbung für deutsche Burgen im allgemeinen und die Marksburg im Besonderen. Wer die Kopie gesehen hat, will schließlich in der Regel auch das Original sehen.</p>
<p><strong>Links: </strong>Ein sehr interessanter Artikel zur Marksburg II stand im Journal der Japan-Airlines-Seite und ist auf der <a href="http://www.marksburg.de/ueno.htm">Marksburg-Homepage</a> in Kopie zu finden. Die Website des "deutschen Kulturdorfs" wird leider <a href="http://www.hakuaiueno.com/">nur auf japanisch</a> angeboten. Eine ausführliche Darstellung der japanischen Kauf-Absichten findet man bei <a href="http://www.rhein-lahn-info.de/burgenfuehrer/marksburg-jap.html">Rhein-lahn-info.de</a>. Dort erfährt man z.B., dass die fernöstliche Delegation vorher schon versucht hatte, im Zentrum von Stade historische Straßenzüge zum Abtransport aufzukaufen. Reaktion bei Presse: "Freundschaft mit Japan - aber die Altstadt bleibt hier" ;-)</p>
<p><strong>Fotos:</strong> Aus dem Prospekt des Kulturdorfs.</p>
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<title><![CDATA[Exjobb Aranäs: Shape up]]></title>
<link>http://arkland.wordpress.com/?p=676</link>
<pubDate>Sun, 24 Feb 2008 04:42:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>arkland</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Med laserskannern har vi nu fångat in borgruinen. Men det som arkeologerna grävde fram i trädgå]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://arkland.wordpress.com/files/2008/02/palatskallaren_4_20080221.jpg" alt="Palatskällaren, hus 4. Bild: Emil Andersson, David Hultberg" /></p>
<p>Med laserskannern har vi nu fångat in borgruinen. Men det som arkeologerna grävde fram i trädgården åren 1999-2001 gick naturligtvis inte att skanna. Inte så konstigt med tanke på att allt är täckt med jord... Efter ett mycket givande möte med Lars fick vi ta del av inmätta data från utgrävningarna av Aranäs i form av en ESRI shape-fil (.shp).</p>
<p>Nu hade vi den fil vi behövde... Trodde vi...<br />
Gick den att importera i 3d Studio Max?  -Svaret är Nej (dags för plan B)<br />
Plan B: Gick den att importera i ADT 2008? -Svaret är Ja   (hoppet höjs)<br />
Gick den att exportera från ADT 2008 till 3d Studio Max? -Svaret är Nej (frustrationen höjs).</p>
<p>Till slut blev vi tvugna att krypa till korset, nederlaget var totalt. Vi mailade Lars och fick istället bland annat en dwg-fil och nu gick det bättre att importera i 3d Studio Max. Ett snabbresultat kan du se ovan! Arkelogins värld har nu mött Medieteknikernas!</p>
<p><i>Emil Andersson emian971 (at) student.liu.se och David Hultberg davhu823 (at) student.liu.se</i></p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Exjobb Aranäs: Laserborg]]></title>
<link>http://arkland.wordpress.com/?p=672</link>
<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 06:55:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>arkland</dc:creator>
<guid>http://arkland.wordpress.com/?p=672</guid>
<description><![CDATA[
Aranäsborgen har dykt här på arkland vid några tillfällen. Och nu är det dags igen. Två stud]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://arkland.wordpress.com/files/2008/02/laserskanning_punktmoln.jpg" alt="Punktmoln, laserskanning. Emil andersson, David Hultberg LiTH, Campus Norrköping." /></p>
<p><i>Aranäsborgen har dykt här på arkland vid några tillfällen. Och nu är det dags igen. Två studenter håller på med sitt examensarbete och har laserskannat ruinen vid Aranäs. Siktet är att göra en 3D-rekonstruktion av miljön där inom ramen för ett exjobb: "</i><span style="font-size:11pt;font-family:'Times New Roman';">3D reconstruction and visualization of historic sites with 3D-laser scanning"</span><i>. Vi från Aranäsprojektet hjälper till så gott vi kan med data för att få en så bra bild som möjligt. Emil Andersson och David Hultberg, som hackar loss på materialet, kommer att gästa arkland med rapporter om hur det går!</i></p>
<p>Hej alla läsare på Arkland!</p>
<p>Vi är två studenter från civilingenjörsprogrammet Medieteknik på Linköpings Universitet. Just nu jobbar vi för fullt med exjobbet (vi sitter på <a href="http://www.pcgab.se/" target="_blank">PCG AB i Linköping</a>) som går ut på att rekonstruera Aranäs borgruin (i 3d). Vi utgår från en laserskanning vi utförde den 12/12 -07. Och bara det jobbet var ett äventyr i sig.Tidigt på morgonen såg vädret ut att bli hyfsat runt Årnäs. "Det kommer att bli laserskanning idag! Yippie!" Vi och Michael Pääbo (vår handledare) lämnade Norrköping med glatt humör men när vi närmade oss Laxå, sänktes stämningen betänkligt. Vi körde rakt in i en SNÖSTORM. Svinhalt! Men vi kämpade likt korsriddare vidare och i Laxå mötte vi upp med Lennart Krantz från <a href="http://www.leica-geosystems.com/se/sv/lgs_14414.htm" target="_blank">Leica Geosystem</a>, han verkar också smått chockad över vädret.</p>
<p>Väl i Årnäs hade vädret mojnat och vi kunde pusta ut. Inga regn eller snöpartiklar i luften, men ner emot -3°C. Kommer laserskannern att klara detta??? Enligt specifikationen ska den endast fungera i intervallet 0-30°C... Vi gjorde ett försök och - dra på trissor! Arn-spöket måste ha varit på vår sida för laserskannern tuffar på, ibland stannar den upp och (vad vi tror) vämer sig.</p>
<p>Allt som allt genomförde vi tre stycken laserskanningar från olika vinklar. Därefter blev det mörkt och vi var stelfrusna som fiskpinnar allihopa.</p>
<p><img src="http://arkland.wordpress.com/files/2008/02/uppstallning-av-targets.jpg" alt="Uppställning av targetpunkter." /></p>
<p><img src="http://arkland.wordpress.com/files/2008/02/posea-vid-skannern.jpg" alt="David och Emil vid skannern i Årnäs." /></p>
<p class="MsoNormal">Av: Emil Andersson och David Hultberg, Civilingenjör Medieteknik,<span> </span>LiU, Tekniska högskolan, Campus Norrköping, ITN.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Honburg: Computermodell lässt Tuttlingens Wahrzeichen neu erstehen ]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/2008/01/18/honburg-3d-computermodell-lasst-tuttlingens-wahrzeichen-neu-erstehen/</link>
<pubDate>Fri, 18 Jan 2008 00:12:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
<guid>http://burgerbe.wordpress.com/2008/01/18/honburg-3d-computermodell-lasst-tuttlingens-wahrzeichen-neu-erstehen/</guid>
<description><![CDATA[Das Dumme an Burgruinen ist, dass man sich das einst prächtige Gesamtbild der Anlagen kaum vorstell]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/05_schloss_final_0200.jpg" title="05_schloss_final_0200.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/05_schloss_final_0200.jpg" alt="05_schloss_final_0200.jpg" align="right" border="0" height="187" hspace="5" vspace="2" width="293" /></a>Das Dumme an Burgruinen ist, dass man sich das einst prächtige Gesamtbild der Anlagen kaum vorstellen kann.</p>
<p>Ein paar efeuumrankte, abbröckelnde Mauern, gähnend leere Fensteröffnungen und ein einsames Kaminsims aus Sandstein. Das ist es dann häufig alles, was geblieben ist.</p>
<p>Zum Glück gibt es Computersimulationen. Und die werden immer besser...</p>
<p>Mit der geballten Rechenkraft von bis zu 50 PCs der Stuttgarter <a href="http://www.hdm-stuttgart.de">Hochschule der Medien</a> haben die beiden Studentinnen Petra Riesemann und Cornelia Egger für ihre Diplomarbeit die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Honberg">Burg Honberg</a>, Wahrzeichen der schwäbischen Stadt Tuttlingen, wieder auferstehen lassen.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Heraus kamen viele eindrucksvolle Bilder und ein professioneller, sechsminütiger Kurzfilm über die südlichste Festung Württembergs. Diese reine Computersimulation kann man sich auf Ihrer im Rahmen der Arbeit angelegten <a href="http://www.honberg-tuttlingen.de/virtuelle_festung.html">Honburg-Homepage</a> anschauen.</p>
<p>Die Illustrationen in diesem Artikel sind Einzelbilder aus dem Film. Außerdem haben die Studentinnen noch eine neunminütige Dokumenation über die heutige Ruine <a href="http://www.honberg-tuttlingen.de/dokumentation.html">online gestellt</a>.</p>
<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/honburg_saal.jpg" title="honburg_saal.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/honburg_saal.jpg" alt="honburg_saal.jpg" align="left" border="0" height="176" hspace="5" vspace="2" width="314" /></a>Mir hat speziell der Computerfilm ausgesprochen gut gefallen: Anschaulich, schlüssig und detailreich. Auch das Knarzen der Bohlen und das Quietschen der Türen wurde nicht vergessen, wenn die Kamera sich auf die virtuelle Reise durch die Gemäuer begibt.</p>
<p>Ich hoffe, die Filme werden auch an den umliegenden Schulen gezeigt...</p>
<p><b>Geschichte:</b><br />
Die Burg auf dem Honberg war eine der letzten deutschen Burgen überhaupt. Errichtet wurde sie erst um 1460 von Graf Eberhard V. als württembergische Landesfestung zum Schutz der südlichen Landesgrenze und des Donau-Übergangs.</p>
<p>Sie bestand aus Wohnschloss und vorgelagertem Sammelplatz, der Platz für die Zelte von bis zu 2000 Soldaten bot. Dieser war von einer Wehrmauer mit Türmen umgeben.</p>
<p>Entlang der Mauer führte ein Wehrgang mit reichlich Schießscharten in alle Richtungen (<a href="http://www.honberg-tuttlingen.de/pdfs/baugeschichte.pdf">Baugeschichte als PDF</a>). Das Ganze war noch durch Gräben gesichert. Vor dem Wohnschloss stand noch eine Extra-Mauer mit Wassergraben. Einer der massigen Türme des Schlosses diente als Zisterne. Von allen Etagen aus ließen sich Eimer in das Reservoir im Keller hinablassen. Eine gute Idee.</p>
<p>Alles in allem eine State-of-the-art-Festung des 15. Jahrhunderts.</p>
<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/honburg_finale.jpg" title="honburg_finale.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/honburg_finale.jpg" alt="honburg_finale.jpg" align="right" border="0" height="185" hspace="5" vspace="2" width="323" /></a>Bereits 1679/80, in der Friedinger Fehde, dient die Honburg erstmals als Truppensammelplatz der Württemberger.</p>
<p>Auch im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwabenkrieg">Schweizer- (bzw. Schwaben-) Krieg</a> nach der Lossagung der Eidgenossenschaft 1499 vom Heiligen Römischen Reich lagen 2000 Knechte mit zehn Hakenbüchsen unter Graf Wolfgang von Fürstenberg in der Festung. Die Burg wurde jedoch nicht in die Kampfhandlungen einbezogen.</p>
<p>Nach der Absetzung und Ächtung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_%28W%C3%BCrttemberg%29">Herzog Ulrich von Württemberg</a> 1518/19 fiel Tuttlingen mitsamt Burg für einige Jahre an Habsburg. Nach dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Kaaden">Friedensvertrag von Kaaden</a> erhielt sie der Herzog 1534 jedoch zurück. Der Merian-Stich (Bild unten) stammt etwa aus dieser Zeit.</p>
<p>In der Anfangszeit des Dreißigjährigen Krieges konnte sich die ziemlich heruntergekommene, aber dennoch starke Festung gut behaupten. Erst 1633 brannte sie bei der Vertreibung der Österreichischen Besatzung durch die Württemberger nieder und war danach unbewohnbar.</p>
<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/tuttlingen-merian.jpg" title="tuttlingen-merian.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/tuttlingen-merian.jpg" alt="tuttlingen-merian.jpg" align="left" border="0" height="192" hspace="5" vspace="2" width="357" /></a>Durch die Schlafmützigkeit einer französischen Besatzung in der Endphase des Krieges kamen die Überreste der Burg Honberg dann um eine Belagerung herum.</p>
<p>Im November 1643 lag die französische Armee in Tuttlingen im Winterquartier, als sie von einem Angriff der kaiserlichen Reiterei unter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_von_Werth">Jan von Werth</a> völlig überrascht wurde ("<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Tuttlingen">Schlacht bei Tuttlingen</a>").</p>
<p>Einer der vielen Angriffe, die den legendären Ruf des Neusser Reitergenerals als "Franzosenschreck" begründeten.</p>
<p>Nachdem die Angreifer handstreichartig die Kanonen der Franzosen in ihren Besitz gebracht hatten, konnten sie Stadt und Burgberg in einem schnellen Angriff nehmen. Besonders der Fall der Burg <a href="http://www.rainerknoerle.de/tuttlingen/honberg.html#Anchor-Di-14822">verblüffte die Zeitgenossen</a>.</p>
<p>7000 Soldaten nebst ihrem Oberbefehlshaber <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josias_Rantzau">Josias Rantzau</a>, späterer Marschall von Frankreich, gerieten in Gefangenschaft. Nur die französische Reiterei konnte sich retten.</p>
<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/tuttlingen-ruine-honberg-1911.jpg" title="tuttlingen-ruine-honberg-1911.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/tuttlingen-ruine-honberg-1911.thumbnail.jpg" alt="tuttlingen-ruine-honberg-1911.jpg" align="right" border="0" hspace="5" vspace="2" /></a>Danach verfiel die Anlage weiter. Tuttlinger Bürger nutzten sie als wohlfeilen Steinbruch. Speziell nach einem Stadtbrand 1803 erwiesen sich die Steine der Burg als willkommenes Wiederaufbau-Material.</p>
<p>1883 und 1893 wurden dann Zinnen- und Haubenturm wieder aufgenaut, was der Anlage ihr heutiges Aussehen gibt.</p>
<p><b>Spuk &#38; Co.:</b><span><br />
Im Zinnenturm der Honburg geht der Sage nach noch heute der Geist des geizigen <a href="http://www.honberger.de/Brauchtum/sage.html">„Kischtä-Männles”</a> um. Der Sage nach soll es sich um einen geldgierigen Vogt handeln, der zu Lebzeiten die Bevölkerung ausgepresst hat und seine Gefangenen leiden ließ. </span></p>
<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/burgruine_honberg_web.jpg" title="burgruine_honberg_web.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/burgruine_honberg_web.thumbnail.jpg" alt="burgruine_honberg_web.jpg" align="left" border="0" hspace="5" vspace="2" /></a><span>Auf seiner Geldkiste im untersten Verlies sitzend, soll ihm dann eine zugeschlagene Tür zum Verhängnis geworden sein. Die ließ sich von innen nämlich nicht mehr öffnen. </span></p>
<p><span>Er war nun selbst gefangen und musste trotz Goldschatz verhungern. Nun geht er also bis heute um und versucht Armen Geld zu geben, um erlöst zu werden. Da er aber immer noch geizig ist, will das nicht so recht klappen. Blöde Situation...</span></p>
<p><b>Quellen/Links: </b>Mehr zum Projekt der Studentinnen in einem <a href="http://www.szon.de/lokales/tuttlingen/stadt/200801150366.html?apage=0">Artikel der Schwäbischen Zeitung</a>. Auch die <a href="http://www.nrwz-online.de/v4/region/00019181/">Neue Rottweiler Zeitung</a> berichtet.</p>
<p>Eine äußerst ausführliche Darstellung der Burg-Geschichte findet sich auf der Seite von <a href="http://www.rainerknoerle.de/tuttlingen/honberg.html">Dr. Rainer Knoerle</a>.</p>
<p><b>Lage:</b> Am Honberg, 78532 Tuttlingen<i><b></b></i></p>
<p><i><b>Fotos:</b> Drei Computer-Bilder von der <a href="http://www.honberg-tuttlingen.de/">Burg-Homepage</a>, mit freundlicher Genehmigung der Erstellerinnen. Der Stich stammt von Merian (16. Jahrhundert). Das Urheberrecht der Postkarte von 1911 ist verfallen. Foto Ruine: Wiki/Sebastian Kirschberg.</i></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Im Flug um die Wartburg: Google Earth macht's möglich]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/2008/01/06/im-flug-um-die-wartburg-google-earth-machts-moglich/</link>
<pubDate>Sun, 06 Jan 2008 18:47:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
<guid>http://burgerbe.wordpress.com/2008/01/06/im-flug-um-die-wartburg-google-earth-machts-moglich/</guid>
<description><![CDATA[Eine Burg aus dem Weltraum zu betrachten, ist in der Regel nur für Architekten und Hardcore-Festung]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/wartburg.jpg" title="wartburg.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/wartburg.jpg" alt="wartburg.jpg" align="right" border="0" height="216" hspace="5" vspace="2" width="327" /></a>Eine Burg aus dem Weltraum zu betrachten, ist in der Regel nur für Architekten und Hardcore-Festungsbau- Fans interessant. Das war ja lange auch ein Problem bei Google Earth: Da wird die schönste Burg nur als kriselige Ansammlung von Dächern, Mauerlinien und Schatten dargestellt.</p>
<p>Nun zeigt das Blick-aus-dem-All- Programm seit einiger Zeit ja auch 3D-Modelle an.</p>
<p>Weil die Googelaner sich dabei richtig Arbeit sparen wollten, haben sie flugs das <a href="http://sketchup.google.com/intl/de/">Programm SketchUp</a> herausgebracht, mit denen auch ambitionierte Grafiklaien Modelle erstellen und hochladen können. Das tun die dann auch.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Folge: Nachdem erstmal alle wichtigen Behörenbauten, Wolkenkratzer, Kathedralen, etc. abgebildet wurden, tauchen nun auch immer mehr Burgen und Schlösser bei Google Earth auf. Demnächst folgen sogar Ruinen. In der Regel sind die Modelle auch bei Wiki verlinkt.</p>
<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/wartburg2-copy.jpg" title="wartburg2-copy.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/wartburg2-copy.jpg" alt="wartburg2-copy.jpg" align="left" border="0" height="201" hspace="5" vspace="2" width="320" /></a>Hier als Beipsiel mal verschiedene Ansichten der Wartburg. Das Modell stammt von Johan Wagner. Auffallend ist die Genauigkeit, mit der die vielen Details (Erker, Zinnen) bearbeitet worden sind. Durch die Fachwerkfassade und die diversen Bauten auf dem Burggelände dürfte das eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe gewesen sein.</p>
<p>Auch wenn es bei Google Earth noch aufgrund der eher geringen Zahl an Polygonen unter "einfach" läuft. Klar, die Genauigkeit und Auflösung kann man natürlich noch endlos erhöhen, bis man wirklich 1:1 am Original dran ist.</p>
<p>Das Modell ist im <a href="http://sketchup.google.de/3dwarehouse/details?mid=8c56b6e39a4a7d4b28b954f22c6cfd18">Original</a> übrigens 655 KB groß. Ich finde, da hat sich der Ersteller offensichtlich viel Mühe gemacht.</p>
<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/wartburg3.jpg" title="wartburg3.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/wartburg3.jpg" alt="wartburg3.jpg" align="right" border="0" height="194" hspace="5" vspace="2" width="323" /></a>Mittlerweile ist man ja Welten von den ersten Google 3D-Versuchen entfernt, die immer so ein bisschen an den Blick Flugsimulatoren der späten 80er Jahre erinnerten.</p>
<p>Als Beispiel für eine Ruine habe ich unten noch ein <a href="http://sketchup.google.de/3dwarehouse/details?mid=2f3e2f55a9101892ddab0106ce5fb32f">Modell</a> der Überreste von Burg Rodenstein (Ersteller: Burgenfreund) dazugelegt. Das ist bei SketchUp schon Kategorie "Mittel". Die Burg, über der ein wildes Geisterheer sein Unwesen treiben soll, ist leider bei Google Earth noch nicht auf der Karte online.</p>
<p>Natürlich wären auf diese Weise auch virtuelle Rekonstruktionen zerstörter Burgen möglich - optisch eingebettet in ihrer tatsächlichen Umgebung. Ich würde dringend empfehlen, das mal mit der <a href="http://burgerbe.wordpress.com/2007/11/24/kaiserswerth-wie-man-einen-kleinen-konig-entfuhrt/">Kaiserpfalz in Kaiserswerth</a> zu versuchen.</p>
<p>Hier mal der Versuch, den Rundflug abzufilmen. Naja, miese Auflösung... <span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/c61Gg5MVDSg'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/c61Gg5MVDSg&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p><b> Links:</b> Eine Liste mit zurzeit 31 dreidimensionalen Modellen von Burgen und Schlössern bei Google Earth findet sich <a href="http://sketchup.google.de/3dwarehouse/cldetails?mid=dc524e4ccc08989cbc16072af7563a94">hier</a>.</p>
<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/rodenst.jpg" title="rodenst.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/rodenst.thumbnail.jpg" alt="rodenst.jpg" border="0" hspace="5" vspace="2" /></a><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/wartburg1.jpg" title="wartburg1.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2008/01/wartburg1.thumbnail.jpg" alt="wartburg1.jpg" border="0" hspace="5" vspace="2" /></a></p>
<p><b>Bilder 1-3:</b> Screenshots von Google Earth<br />
<b>Bild 4: </b>Screenshot von Sketchup.google.de<br />
<b>Bild 5: </b>Meins, mit ein bissel Photoshop</p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Österreicher wollen eine Mittelalter-Burg bauen, wissen aber nicht, wer zahlen soll]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/2007/12/05/osterreicher-wollen-eine-mittelalter-burg-bauen-wissen-aber-nicht-wer-zahlen-soll/</link>
<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 14:23:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
<guid>http://burgerbe.wordpress.com/2007/12/05/osterreicher-wollen-eine-mittelalter-burg-bauen-wissen-aber-nicht-wer-zahlen-soll/</guid>
<description><![CDATA[1000 Jahre nach seiner großen Zeit erlebt der Burgenbau eine Renaissance. Nach dem Vorbild des fran]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/12/800px-castle_guedelon_2005.jpg" title="800px-castle_guedelon_2005.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/12/800px-castle_guedelon_2005.jpg" alt="800px-castle_guedelon_2005.jpg" align="right" border="0" height="183" hspace="2" vspace="5" width="274" /></a>1000 Jahre nach seiner großen Zeit erlebt der Burgenbau eine Renaissance. Nach dem Vorbild des französischen <a href="http://www.guedelon.fr/">Guedelon</a> soll in Friesach (Kärnten) mit mittelalterlichen Methoden eine neue "original mittelalterliche" Burg entstehen. Hat der Friesacher Gemeinderat beschlossen.</p>
<p>Kosten: 6 Millionen Euro / Geschätzte Bauzeit auf der Dauer-Baustelle: 30 Jahre. Wo das Geld herkommen soll, weiß die Lokalpolitik in Kärntens ältester Stadt allerdings noch nicht so genau. Man hofft auf Land und EU. Das meldet der <a href="http://kaernten.orf.at/stories/240745/">Online-Dienst des ORF</a>.</p>
<p><!--more--></p>
<p><span class="paragraph">Wissenschaftler der Uni Klagenfur</span>t haben inzwischen ein Konzept vorgelegt. Einen Baugrund hat man auch schon ausgeguckt. Der gehört der Gemeinde allerdings noch nicht - und dürfte daher nun im Preis astronomisch steigen. Ein konkreter Plan fehlt noch. Burgen hat man zwar schon, die kosten die Friesacher reichlich Geld und bringen nicht genug Touristen.</p>
<p>Da soll die Burg-Baustelle Abhilfe schaffen. Nach dem französischen Vorbild sollen 40 Langzeitarbeitslose in mittelalterlicher Kluft mit mittelalterlichen Werkzeugen die Burg aus Stein und Holz errichten, schwärmt der örtliche Tourismusstadtrat.</p>
<p>Das Projekt solle eine Art permanente Landesausstellung werden, so das Uni-Konzept. Die angehenden Burgbauherren hoffen, die Baukosten nach einigen Jahren bereits über die Eintrittgelder zu finanzieren. Start soll im Mai oder Juni sein. 2015 - rechtzeitig zur 800-Jahr-Feier des Ortes - sollten bereits Teile des Baus erkennbar sein.</p>
<p>Übrigens gibt es mittlerweile auch im baden-württembergischen Reutlingen eine <a href="http://www.die-neue-burg.de/">Initiative</a>, die eine hochmittelalterliche Höhenburg nachbauen möchte und noch Mitglieder sucht.</p>
<p><a href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/12/450px-guedelon11062004.jpg" title="450px-guedelon11062004.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/12/450px-guedelon11062004.thumbnail.jpg" alt="450px-guedelon11062004.jpg" align="left" border="0" hspace="5" vspace="2" /></a><b>Meine Meinung:</b><br />
Wer so ein Mammut-Projekt ohne konkreten Plan, ohne Grundstück und ohne feste Finanzierung(!) ausruft, beweist eine gehörige Portion Dilettantismus und geht ein hohes Risiko ein. Das französische Projekt ist ja auch deshalb so bekannt, weil schon Ansätze der Burg erkennbar sind und weil es das erste seiner Art ist.</p>
<p>Etwas Vergleichbares so einfach in Kärnten aus dem Boden zu stampfen, wird nicht so leicht sein, wie sich das die Lokalpolitik mit ihrem stolzgeschwellten "Wir wollen auch eine Burg"-Ruf vorstellen mag.</p>
<p>Zudem sehe ich das Risiko, dass den echten Burgen der Region der Geldhahn zugedreht wird, und dass historische Bausubstanz am Ende leidet. Die Friesacher laufen Gefahr, sich grandios lächerlich zu machen oder sich nach Abschluss ihrer 800-Jahr-Feier eine pseudo-mittelalterliche Ruine einzuhandeln.</p>
<p><b>Liebe Friesacher, denkt doch bitte nochmal darüber nach, was Ihr euch da vorgenommen habt!</b></p>
<p><b>Update (12.12.07): </b>Laut ORF-Online <a href="http://oesterreich.orf.at/kaernten/stories/235389/">unterstützt Landeshauptmann Jörg Haider das Projekt</a>. Der Rechtspopulist möchte 1/3 der Baukosten aus EU-Mitteln finanziert sehen, 1/3 vom Land und 1/3 von der Gemeinde. Mal schauen, was die EU von diesen Plänen hält...</p>
<p><i><b>Fotos:<br />
</b>Bild 1 zeigt die Baustelle in Guedelon. Quelle ist Wiki/Christophe.Finot,<br />
Bild 2 zeigt eine Turmbaustelle in Guedelon. Quelle ist Wiki/Andreas  Wünsch<br />
</i></p>
<p><b>Quellen:</b> <a href="http://kaernten.orf.at/stories/240745">ORF-Online</a>, <a href="http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/343500/index.do">Die Presse</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Durchbruch in Potsdam: Alte Fassade fürs neue Stadtschloss]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/2007/11/28/preusens-komplizierte-renaissance-ein-neues-schloss-fur-potsdam/</link>
<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 23:34:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
<guid>http://burgerbe.wordpress.com/2007/11/28/preusens-komplizierte-renaissance-ein-neues-schloss-fur-potsdam/</guid>
<description><![CDATA[Wie viel Preußen darf&#8217;s denn sein?
Gleich zwei von der DDR gesprengte Hohenzollern-Schlösser]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a title="stadtschloss_potsdam_gemaelde.jpg" href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/11/stadtschloss_potsdam_gemaelde.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/11/stadtschloss_potsdam_gemaelde.jpg" border="0" alt="stadtschloss_potsdam_gemaelde.jpg" hspace="5" vspace="2" width="285" height="188" align="right" /></a>Wie viel Preußen darf's denn sein?</p>
<p>Gleich zwei von der DDR gesprengte Hohenzollern-Schlösser sollen 20010/11 wiederauferstehen: Neben dem <a href="http://burgerbe.wordpress.com/2007/11/08/berliner-stadtschloss-wird-ab-2010-wieder-aufgebaut/">Berliner Stadtschloss</a> steht auch das Potsamer Schloss vor der Wiedergeburt.</p>
<p>Mit der überraschenden <a href="http://www.welt.de/welt_print/article1407326/Auch_Potsdam_bekommt_sein_Stadtschloss.html">Ankündigung einer 20 Millionen Euro-Spende</a> machte der Milliardär Hasso Plattner jetzt den Weg zum Schloss-Neubau inklusive Rekonstruktion der historischen Knobelsdorff-Fassade frei.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Der Brandenburger Landtag hatte im Mai 2005 beschlossen, auf dem Umriss des abgetragenen Schlosses ein neues Landtagsgebäude entstehen zu lassen. "Außenseitig werden Putz- und Fassadengliederungsflächen nach historischem Vorbild vorgenommen". Das ließ viel Raum für Architektenfantasie - und Streit.</p>
<p>Den die Politik wollte offenbar am historischen Beiwerk sparen.  Die Entwürfe von sechs Baukonsortien wurden am 28. November nicht etwa öffentlich, sondern <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11071993/62249/">bei einer vertraulichen Sitzung</a> einer Politiker-Jury vorgestellt. SPD und CDU regieren Brandenburg gemeinsam. Aus ökonomischen Gründen sieht bislang kein Entwurf eine 1:1-Rekonstruktion der Fassade vor.</p>
<p>Der <a href="http://www.stadtschloss-potsdam.org">Verein Potsdamer Stadtschloss</a>, der für den Neubau gesammelt hat, möchte aber auf keinen Fall, dass statt einer Schloss-Renaissance ein moderner Zweckbau mit ein paar Alibi-Barock-Elementen in Potsdams Zentrum emporwächst. Ein Großteil der bislang eingegangenen Spenden ist auch an eine möglichst originalegetreue Rekonstruktion gebunden.</p>
<p>Mit seiner neuerlichen Spenden-Zusage hat der Milliardär jetzt der originalgetreuen Fassade den Weg geebnet. Nun muss zwar etwa ein halbes Jahr lang neu geplant werden, aber das Ergebnis wird sich wahrscheinlich sehen lassen können.</p>
<p><strong>Zur Geschichte:</strong><br />
An dieser Stelle bestand bereits 993 eine slawische Festung, die vom Fürstengeschlecht der Askanier Mitte des 12. Jahrhunderts übernommen und zunächst ausgebaut wurde. Die Brandenburger Kurfürsten kehrten hier immer wieder nach Jagdausflügen ein, verpfändeten das Gut Potsdam aber auch mehrfach. Mit der Zeit verfielen die Gebäude, wurden zeitweise als Schafstall genutzt. Der Dreißigjährige Krieg tat ein Übriges.</p>
<p><a title="potsdam_alter_markt_stadtschloss.jpg" href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/11/potsdam_alter_markt_stadtschloss.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/11/potsdam_alter_markt_stadtschloss.jpg" border="0" alt="potsdam_alter_markt_stadtschloss.jpg" hspace="5" vspace="2" width="308" height="213" align="left" /></a>Die Wende kam dann 1660, als Kurfürst Friedrich Wilhelm den Ausbau von Schloss und Garten anordnete, 1671 folgte eine Erweiterung, damit der gesamte Hofstaat hier Platz finden konnte.<br />
Dem Stadtschloss, wie es bis zum Zweiten Weltkrieg bestehen sollte, drückte dann ab 1743 Baron v. Knobelsdorff im Auftrag von Friedrich II. seinen Stempel auf.</p>
<p>Dem noch jungen Alten Fritz passte das Schlossbild überhaupt nicht. Die komplette Fassade seiner neuen Residenz musste bis 1752 umgebaut werden. Knobelsdorff sorgte auch für eine prachtvolle Rokkoko-Austattung der Räume. Seit 1910 befand sich im Schloss dann ein Museum.</p>
<p>Mitte April 1945 brannte das Schloss nach einem Bombenangriff bis auf die Grundmauern nieder. Diese blieben aber zum größtenTeil tragfähig. Ein Wiederaufbau wäre durchaus möglich gewesen. Dennoch ließ die SED das "Symbol preußisch-deutschen Imperialismus" 1959/60 Stück für Stück sprengen - und die Garnisonkirche gleich mit. Nur der Marstall blieb erhalten.</p>
<p>2006 brachte eine Bürgerbefragung das Ergebnis, dass der Landtag/das Schloss am alten Platz aufgebaut werden sollten. Die Entscheidung, wie das Landtags-Schloss denn nun aussehen soll, wir in den nächsten Monaten fallen. Das so genannte Fortunaportal von 1701 konnte durch Spenden bereits wieder aufgebaut werden.</p>
<p>2011 soll das alte/neue Schloss fertig sein. Sechs Jahre später folgt dann übrigens die <a href="http://www.potsdam.de/cms/beitrag/10001825/27335/">Garnisonkirche</a>.</p>
<p><strong>Archäologie: </strong>Bei den Ausgrabungen auf dem rund 2500 Qudratmeter großen Areal rund um das ehemalige Schlossgelände kamen <a href="http://www.ekbo.de/7517_19653.php?liste=ja&#38;seiten_id=17541&#38;nav_id=">zehntausende Funde aus 5000 Jahren Siedlungsgeschichte</a> ans Tageslicht, darunter 200 Metallgegenstände. Man wühlte sich durch den Teil Potsdams, der vom 13. bis 17. Jahrhundert Stadtzentrum war. Auch viele Skulpturenteile des Stadtschlosses wurden wiederentdeckt.</p>
<p><strong>Quelle:</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtschloss_%28Potsdam%29">Wiki-Eintrag</a>. Im Netz gibt es auch ein <a href="http://www.stadtschloss-potsdam.com/">Diskussionsforum</a>.</p>
<p><strong>Lage: </strong>Alter Markt, 14467 Potsdam</p>
<p><em><strong>Fotos:</strong><br />
1. Potsdamer Stadtschloss, Gemälde von J.F. Meyer (1773), Wiki/Rechte abgelaufen.<br />
2. Grabungsfläche am Alten Markt. Im Hintergrund Fortuntor und Nikolaikirche, Wiki/selfmade, lizenzfrei.</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Berliner Stadtschloss wird ab 2010 wieder aufgebaut]]></title>
<link>http://burgerbe.wordpress.com/2007/11/08/berliner-stadtschloss-wird-ab-2010-wieder-aufgebaut/</link>
<pubDate>Thu, 08 Nov 2007 10:30:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jan</dc:creator>
<guid>http://burgerbe.wordpress.com/2007/11/08/berliner-stadtschloss-wird-ab-2010-wieder-aufgebaut/</guid>
<description><![CDATA[Das Berliner Stadtschloss entsteht erneut, der Palast der Republik verschwindet. Der Haushaltsaussch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a title="berlin_stadtschloss.jpg" href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/11/berlin_stadtschloss.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/11/berlin_stadtschloss.jpg" border="0" alt="berlin_stadtschloss.jpg" hspace="5" vspace="2" width="285" height="208" align="right" /></a>Das Berliner Stadtschloss entsteht erneut, der Palast der Republik verschwindet. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat bis zu 552 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Preußen-Schlosses zugesagt. Das meldet unter anderem <a href="http://newsticker.welt.de/index.php?channel=kul&#38;module=dpa&#38;id=16087638">Welt-Online</a>.</p>
<p>80 Millionen Euro will ein privater Förderverein beisteuern. Baubeginn soll nach dem Abriss des DDR-"Parlaments" im Jahr 2010 sein.</p>
<p>Ursprünglich stand auf dem Areal eine 1443 von Kurfürst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._%28Brandenburg%29">Friedrich II. "Eisenzahn"</a> erbaute Burganlage, die eine Kreuzung von Handelswegen - und die damals 8000 Einwohner - kontrollierte. Die Bürger der aufstrebenden Handelsstadt hatten sich zunächst im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Unwille">Berliner Unwillen</a> gegen den Bau gewehrt und sogar die Baugrube unter Wasser gesetzt. Da sie aber von der Hanse und anderen Städten keine Hilfe erhielten, mussten sie schließlich klein beigeben.</p>
<p>Im 16. Jahrhundert ließ Kurfürst Joachim II. die Anlage weitgehend abtragen und errichtete ein Rennaissance-Schloss, das jedoch bereits im Dreißigjährigen Krieg wieder verfiel. Der erste preußische König Friedrich I. musste natürlich entsprechend repräsentieren und baute seinen Sitz ab 1701 im Barock-Stil aus.</p>
<p>Der Bau bildete mehrfach den Hintergrund historischer Ereignisse. Sei es bei den Reden von Kaiser Wilhelm II. zu Beginn des Ersten Weltkriegs oder bei der Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann 1918. 1945 fiel das Schloss zum großen Teil alliierten Bomben zum Opfer. Tragende Wänden blieben jedoch stehen.</p>
<p>Den Rest besorgte 1950 die DDR, die im Schloss ein Symbol des preußischen Absolutismus sah und es fast vollständig sprengen und abtragen ließ. Lediglich ein Portal, aus dem Karl Liebknecht 1918 die "sozialistische Republik" ausgerufen hatte, wurde ins Staatsratsgebäude integriert und ist heute noch sichtbar. Der größte Teil des Schlossgeländes wurde mit dem (architektonisch gar nicht mal so unattraktiven) Palast der Republik überbaut.</p>
<p><a title="palast_der_republik_2003.jpg" href="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/12/palast_der_republik_2003.jpg"><img src="http://burgerbe.wordpress.com/files/2007/12/palast_der_republik_2003.thumbnail.jpg" border="0" alt="palast_der_republik_2003.jpg" hspace="5" vspace="2" width="157" height="73" align="left" /></a>In dessen Schatten brach sich dann im November 1989 beim Gorbatschow-Besuch zum 40. Jahrestag der DDR der Volkszorn auch vor West-Kameras Bahn brach. Es sollte der letzte Jahrestag der DDR sein. Wenige Tage später viel die Mauer.</p>
<p>Nach den Wahlen im März 1990 kam dann im (asbestverseuchten Palast der Republik) die erste frei gewähte DDR-Volkskammer zusammen, die bald den Anschluss an die alte Bundesrepublik beschloss.</p>
<p>Übrigens gibt es beim Thema Stadtschloss eine erstaunliche Duplizität der Ereignisse: Auch im nahen Potsdam wurde intensiv über den Wiederaufbau des von der DDR gesprengten Stadtschlosses diskutiert. 2010/11 soll nun auch in Potsdam eine <a href="http://burgerbe.wordpress.com/2007/11/28/preusens-komplizierte-renaissance-ein-neues-schloss-fur-potsdam/">weitgehende Rekonstruktion des Hohenzollern-Schlosses</a> erfolgen. Dort soll dann der brandenburgische Landtag einziehen.</p>
<p><strong>Spuk &#38; Co.: </strong>Im Schloss trieb eine bekannte Weiße Frau ihr Unwesen. Möglicherweise ist es die 1351 gestorbene Gräfin Kunigunde von Orlamünde. <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/history/article1238095/Die_Weisse_Frau__Ein_Gespenst_macht_Geschichte.html">Es wird berichtet</a>, dass sie verschiedenen Hohenzollern-Herrschern jeweils kurz deren Tod erschienen ist, etwa Friedrich I. im Jahr 1713. Meist kündigte sie den Tod drei Tage im Voraus an. Ein letztes Mal soll sie am 31. Januar 1945, gespukt haben. Drei Tage vor der Bombardierung des Schlosses.</p>
<p>Das Hohenzollern-Gespenst tauchte auch in anderen Schlössern der Dynastie auf, etwa in Bayreuth. Beim Durchzug durch Bayreuth wollte Napoleon ausdrücklich nicht in Gemächern nächtigen, in denen das Gespenst schon aufgetaucht war. Ob die Gestalt nach dem Wiederaufbau wohl erneut einzieht? Oder ob sie mittlerweile nach <a href="http://burgerbe.wordpress.com/2007/10/08/spiegel-online-uber-burg-hohenzollern/">Burg Hohenzollern</a> umgezogen ist?</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Die eingangs gemachte Bemerkung <em>"der Palast der Republik verschwindet"</em>, ist übrigens nicht ganz richtig. "Erichs Lampenladen" löst sich nicht völlig im historischen Nirvana auf: Das Berliner <a href="http://www.ddr-museum.de/de/aktuell/texte-rechts/fenster-vom-palast-der-republik/?contUid=402">DDR-Museum hat sich noch schnell ein Fenster gesichert</a>.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Bilder:</strong> 1) Stadtschloss aus Wiki, Urheberrecht abgelaufen, 2) Palast der Republik, Wiki/Falkue</p>
<p><strong>Lage: </strong>Schlossplatz, 10117 Berlin</p>
<p><strong>Links: </strong><a href="http://www.stadtschloss-berlin.de/">Stadtschloss Berlin Initiative</a>, äußerst umfassend ist auch der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Stadtschloss">Wiki-Eintrag</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rekonstruktion des Hippodroms]]></title>
<link>http://safaksalli.wordpress.com/2007/08/10/rekonstruktion-des-hippodroms/</link>
<pubDate>Fri, 10 Aug 2007 07:14:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>safak</dc:creator>
<guid>http://safaksalli.wordpress.com/2007/08/10/rekonstruktion-des-hippodroms/</guid>
<description><![CDATA[Rekonstruktion des Hippodroms
Nach langem Forschen ist Archäologen eine dreidimensionale Rekonstruk]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="mediadokument-text-ueberschrift"><strong>Rekonstruktion des Hippodroms</strong></p>
<p class="mediadokument-text-beschreibung">Nach langem Forschen ist Archäologen eine dreidimensionale Rekonstruktion des Hippodroms gelungen</p>
<p class="mediadokument-text-beschreibung"><a href="http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/060915_hippodrom06_exp.asx">Video</a></p>
<p class="mediadokument-text-beschreibung">
<p class="mediadokument-text-ueberschrift"><strong>Konstantinopel als Computermodell</strong></p>
<p class="mediadokument-text-ueberschrift">&#160;</p>
<p class="mediadokument-text-beschreibung">Archäologen versuchen, aus den noch existierenden Gebäuden und Ruinen alle verfügbaren Hinweise zu sammeln, um im Computer die Stadt so wieder auferstehen zu lassen, wie sie einmal war.</p>
<p class="mediadokument-text-beschreibung"><a href="http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/060915_palast06_exp.asx">Video</a></p>
<p class="mediadokument-text-beschreibung">
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><font face="Times New Roman">( um die Videos zu sehen, braucht man installiertes Windows Media Player o.ä.)</font></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><font face="Times New Roman">(Videoları seyredebilmek için Windos Media Player v.b. yüklü olması gerekir.) </font></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Byzantinische Bauwerke]]></title>
<link>http://safaksalli.wordpress.com/2007/05/19/byzantinische-werke/</link>
<pubDate>Sat, 19 May 2007 09:51:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>safak</dc:creator>
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<description><![CDATA[Rekonstruktionen byzantinischer Gebaeuden in Istanbul als Bilder und Modells.





Bizans Yapıları]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Rekonstruktionen byzantinischer Gebaeuden in Istanbul als Bilder und Modells.</p>
<table style="width:194px;">
<tr>
<td align="center" style="background:url('http://picasaweb.google.com/f/img/transparent_album_background.gif') no-repeat left 50%;height:194px;"><a href="http://picasaweb.google.com/Safak.Salli/BizansYapLar"><img width="160" src="http://lh5.google.com/image/Safak.Salli/Rk7Cc6P8IAE/AAAAAAAAA8A/v5_x5YiXzdQ/s160-c/BizansYapLar.jpg" height="160" style="margin:1px 0 0 4px;" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td style="font-size:11px;font-family:arial,sans-serif;text-align:center;"><a href="http://picasaweb.google.com/Safak.Salli/BizansYapLar">Bizans Yapıları</a></td>
</tr>
</table>
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