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	<title>radiasthesie &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/radiasthesie/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "radiasthesie"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 07:51:49 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Niederösterreichische Erdstrahlen]]></title>
<link>http://kritischgedacht.wordpress.com/?p=80</link>
<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 11:42:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ilmar Tessmann is back! Aber beginnen wir mit einer kleinen Rückblende. Die ASFINAG, das hat sich a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ilmar Tessmann is back! Aber beginnen wir mit einer kleinen Rückblende. Die ASFINAG, das hat sich auch dank eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCnschelrute#Gegenwart" target="_blank">Wikipedia-Artikels</a> ein wenig herumgesprochen, schickte jahrelang Wünschelrutengeher aus, um "unerklärliche" Unfallhäufungspunkte auf Österreichs Autobahnen zu "entstören". Wir haben auf diesen Beitrag der Autobahngesellschaft zur Volksverblödung letztes Jahr bereits <a href="http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/11/24/die-asfinag-lasst-pendeln/" target="_blank">hingewiesen</a> und ihm ein wenig Aufmerksamkeit gewidmet, etwa <a href="http://www.wu-wien.ac.at/usr/vw5/uberger/PendelprofisAsfinag_Berger_Standard.pdf" target="_blank">hier</a> oder <a href="http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2007/3_4/media/alternativwissenschaftenoesterreich.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Bekanntlich wurde der gesamte ASFINAG Vorstand im Vorjahr unter medialem Getöse in den Ruhestand verabschiedet. Nicht wegen seines Einsatzes zur Förderung des Aberglaubens mittels Mautgebühren, sondern weil eben wieder einmal eine routinemäßige parteipolitische Umfärbung fällig war. Der neue Vorstand, so wurde mir zugetragen, will mit der peinlichen Pendlerei nichts zu tun haben und hat diese beendet. Die Seite, auf der die ASFINAG ihre "<a href="http://www.asfinag.at/index.php?module=Pagesetter&#38;func=viewpub&#38;tid=245&#38;pid=51" target="_blank">esoterischen Maßnahmen</a>" erläutert, steht allerdings immer noch im Netz.</p>
<p><!--more-->Um die beiden ehemaligen Pendelprofis der ASFINAG müssen wir uns keine Sorgen machen. Gerhard Pirchl ist sicher noch lange mit der Erforschung seines <a href="http://www.raetiastone.eu/index.php?l=de&#38;nID=x469b7292503ba8.93591588" target="_blank">Raetiastein-GPS</a> beschäftigt, und <b>Ilmar Tessmann</b>, so <a href="http://www.noen.at/redaktion/n-wei/article.asp?Text=257852&#38;cat=345" target="_blank">entnahmen</a> wir letzte Woche den <i>Niederösterreichischen Nachrichten</i>, pendelt wieder. Diesmal sind es gefährliche Bahnübergänge, auf denen er die Erdstrahlen verscheucht. Wie immer hat er böse Störfelder gemutet, schlimmer noch: "Störfeldkreuzungen". Und natürlich stehen auch diese unnötigen Handymasten in der Gegend rum, die bekanntlich Erdstrahlen verstärken. Tessmann legt Wert darauf, dass er mit seiner Tätigkeit offiziell <b>beauftragt </b>wurde - und zwar <b>von der niederösterreichischen Landesregierung</b>.</p>
<p>In Vorwahlzeiten tut eben auch die Landesregierung von NÖ was sie kann, um das gesteigerte Bedürfnis ihrer Untertanen nach Sicherheit einerseits und nach esoterischem Voodoo andererseits zu befriedigen. Wie schön, wenn das gleich in einem Aufwasch gelingt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Rutengänger auf der Autobahn!]]></title>
<link>http://sonjaberndl.wordpress.com/?p=24</link>
<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 19:13:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Sonja</dc:creator>
<guid>http://sonjaberndl.wordpress.com/?p=24</guid>
<description><![CDATA[Letzte Woche: Schwerer Unfall auf der Autobahn A3. Ein drunter und drüber von PKW´s und 4 LKW´s.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche: Schwerer Unfall auf der Autobahn A3. Ein drunter und drüber von PKW´s und 4 LKW´s. 3 LKW´s brannten völlig aus, ein LKW-Fahrer gleich mit. Die Autobahn 12 Std. gesperrt.</p>
<p><strong>Unfälle</strong> auf der Autobahn, <strong>nichts ungewöhnliches</strong>, denken Sie vielleicht? Aber das Autobahnstück, um das es geht, ist etwas Besonderes. Es geht um die A3 bei Hengersberg. Damit Sie sich vorstellen können, wo das ungefähr liegt (weil Hengersberg doch eher unbekannt sein dürfte. Obwohl... seit Ugur, besser bekannt als "Django Asül", als Kabarettist Erfolge feiert, hat man Hengersberg vielleicht schon mal gehört): zwischen Regensburg und Passau, an der Donau.</p>
<p>Auf der Autobahn bei Hengersberg passieren recht óft Unfälle. Das weiß ich, weil ich in Deggendorf, und damit direkt nebenan, wohne. Ich habe schon früher mal gesagt, dass man an dieser unfallträchtigen Stelle mal mit der Wünschelrute hinschauen soll. Wie im Wochenblatt zu lesen war, meint offensichtlich auch ein anderer Autofahrer, dass "<strong>mit dem Autobahnstück bei Hengersberg irgendetwas nicht stimmt</strong>", weil "hier passiert ständig etwas". Es fällt also auch anderen Menschen auf, nicht nur mir!</p>
<p>Dann sind mir die <strong>Österreicher</strong> eingefallen. Die sind bei diesem Thema schon weiter "fort-geschritten". Wie auf der Website der ASFINAG (die betreiben die österreichischen Autobahnen) zu lesen ist, setzen sie seit 2002 Wünschelrutengänger ein. Wenn es an bstimmten Stellen gehäuft zu Unfällen kommt und diese nicht durch übliche technische Maßnahmen vermieden werden können, dann <strong>rufen</strong> sie die <strong>Wünschelrutengäger</strong> <strong>auf</strong> den Plan bzw. die <strong>Autobahn</strong>!</p>
<p>Die Erfolge können sich sehen lassen: Auf den so behandelten Teilstrecken seien die Unfälle um bis zu 70 % (ein geringer Anteil wird den technischen Maßnahmen zugerechnet) zurückgegangen. Auf einer sog. "Todesstrecke", auf der in 10 Jahren über 100 Unfälle mit insgesatm 33 Toten zu verzeichnen gewesen seien (immerhin im Durchschnitt pro Jahr über 10 Unfälle mit 3,3 Toten), sei seit der feinstofflichen Entstörung der Erdstrahlen vor einem Jahr nur ein einziger leichter Unfall vorgekommen!</p>
<p>Man muss das Unerklärliche nicht erklären, es reicht, wenn man <strong>sich auf die Erfolge konzentriert</strong>. Denn: Wer heilt hat Recht!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sternsinger: Spenden für den Humbug?]]></title>
<link>http://kritischgedacht.wordpress.com/2008/01/04/sternsinger-spenden-fur-den-humbug/</link>
<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 12:42:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wie Sie die Verbreitung modernen Aberglaubens finanziell fördern können, wissen Sie ja bereits: Du]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Sie die Verbreitung modernen Aberglaubens finanziell fördern können, wissen Sie ja bereits: Durch den Kauf einer Autobahnvignette. Ein Teil Ihres Geldes geht an die Pendler und Rutengeher der ASFINAG. Wir haben darauf <a href="http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/11/24/die-asfinag-lasst-pendeln/" target="_blank">hingewiesen</a>.</p>
<p>Jetzt gibt es eine neue Variante: Wenn am Sonntag die <b>Sternsinger </b>kommen, spenden Sie!<!--more--></p>
<p>Zu Erklärung: Die Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar unterstützt jedes Jahr ausgewählte Hilfsprojekte. Dieses Jahr etwa geht ein Teil der Spendeneinnahmen an das IRPAA, ein Institut des Österreichers Harald Schistek, das brasilianischen Kleinbauern dabei hilft, ihre Landwirtschaft an die Trockenheit anzupassen. Sehr lobenswert! Was genau da unternommen wird, ist <a href="http://www.jungschar.at/dka/materialien/fotos/projekt_irpaa/index.htm" target="_blank">hier dokumentiert</a>.</p>
<p>Ein Teilprojekt fehlt allerdings in dieser Beschreibung. Wie der <i>Kurier </i>am 25. Dezember berichtete (Danke an einen aufmerksamen Leser für den Hinweis, der Artikel ist leider nicht online zugänglich), ist die Bayerin Maria Oberhofer unter anderem damit beschäftigt, unterirdische Wasservorkommen zu finden. Die Methode, die das IRPAA auch verschämt als "Hydroästhesie" bezeichnet, ist die Wünschelrutengeherei. Diese ist leider <a href="http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/11/19/blindversuch-im-rutengehen/" target="_blank">Humbug</a>. Frau Oberhofer glaubt trotzdem daran. In eigens eingerichteten <a href="http://www.dekanat-wob-he.de/dekanat/trotz-duerre-leben/projekt/misereor-projektbeschreibung.html#c121" target="_blank">Kursen</a> hat sie bereits 130 Kleinbauern zu Wünschelrutengängern ausgebildet. Die sollen jetzt wie sie selbst mit der Rute Wasser orten können. Nicht nur den genauen Ort, sondern auch die Menge, die genaue Tiefe, ob süß oder salzig, ob Trinkwasser oder nicht. Die üblichen Mirakel eben... Schade um die verschwendete Zeit und schade um die Ressourcen, die für Unbildung statt für Bildung eingesetzt werden.</p>
<p>Allerdings: So betrüblich dieses Teilprojekt ist, es ist nur ein kleiner Bestandteil der Leistungen, und alle anderen Projekte des IRPAA machen einen sehr vernünftigen und wertvollen Eindruck. Also: Wenn am Sonntag die Sternsinger kommen, dann spenden Sie!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Raumenergie für Entwicklungsländer (und ein wenig Eigenwerbung)]]></title>
<link>http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/12/10/raumenergie-fur-entwicklungslander-und-ein-wenig-eigenwerbung/</link>
<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 20:25:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der neue Skeptiker ist da, und wenn Sie durch diesen Artikel über die Pendler der ASFINAG Appetit a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2007/3_4/" target="_blank">neue </a><strong><em><a href="http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2007/3_4/" target="_blank">Skeptiker</a></em> </strong>ist da, und wenn Sie durch <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3124638" target="_blank">diesen Artikel</a> über die Pendler der ASFINAG Appetit auf mehr bekommen haben, dann finden Sie dort die <a href="http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2007/3_4/media/alternativwissenschaftenoesterreich.pdf" target="_blank">ausführliche Version</a>, ergänzt durch einige andere heimische Schmankerl.</p>
<p>Damit Sie aber nicht glauben, dass nur in Österreich Esoteriker in so manchen Behörden sitzen, sei hier auch auf <a href="http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2007/3_4/media/bundesministerium_pseudowissenschaft.pdf" target="_blank">Klaus Kecks Bericht</a> hingewiesen. Dort finden Sie die abenteuerliche Schilderung einer Studie, die das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei drei Pseudowissenschaftlern in Auftrag gegeben hat. Stichwort: <a href="http://esowatch.com/index.php/Freie_Energie" target="_blank">Raumenergie</a> für Entwicklungsländer. Zum Gruseln!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die ASFINAG lässt pendeln]]></title>
<link>http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/11/24/die-asfinag-lasst-pendeln/</link>
<pubDate>Sat, 24 Nov 2007 14:32:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
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<description><![CDATA[Und wenn wir schon beim Rutengehen sind: Die ASFINAG tut es auch, oder besser: Sie lässt es tun. Di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Und wenn wir schon beim Rutengehen sind: Die ASFINAG tut es auch, oder besser: Sie lässt es tun. Diese Geschichte ist etwas zu lang für einen Blog, deswegen finden Sie sie auch nicht hier sondern <a href="http://www.wu-wien.ac.at/usr/vw5/uberger/PendelprofisAsfinag_Berger_Standard.pdf" target="_blank">im <i>Standard</i></a>. Eine Langfassung mit einigen weiteren obskuren Beispielen gibt's dann im nächsten <a href="http://www.gwup.org/skeptiker/" target="_blank"><i>Skeptiker</i></a>.</p>
<p><b> UPDATE</b>: ... nämlich <a href="http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2007/3_4/media/alternativwissenschaftenoesterreich.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Blindversuch im Rutengehen]]></title>
<link>http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/11/19/blindversuch-im-rutengehen/</link>
<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 19:23:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulrich Berger</dc:creator>
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<description><![CDATA[Von einem kuriosen Modellversuch berichtet heute die Mittelbayerische Zeitung: Ein Rutengängerkurs ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Von einem kuriosen Modellversuch berichtet heute die <em>Mittelbayerische Zeitung</em>: Ein <strong><a href="http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=3077&#38;pk=160757&#38;p=1" target="_blank">Rutengängerkurs für Blinde</a></strong>. Auch blinde Menschen sollen dort lernen können, wie man Erdstrahlen aufspürt, die auf Wasseradern hindeuten. Warum das kurios ist, kann man erst nach einer kurzen Rekapitulation der Fakten wirklich würdigen. Die da wären:</p>
<p>1. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserader" target="_blank"><strong>Wasseradern</strong></a> gibt es nicht, außer in manchen Karstgebieten. Grundwasser fließt flächig. Das Gerede von unterirdischen Kanälen, in denen das Wasser dahinströmt wie Blut in einer Ader, ist ein Gerücht, das sich auch unter gebildeten Menschen hartnäckig hält.</p>
<p>2. Die Existenz von <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erdstrahlen" target="_blank">Erdstrahlen</a> </strong>ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Deutlicher ausgedrückt, <a href="http://www.geophys.uni-stuttgart.de/erdstrahlen/erds2.htm" target="_blank">in den Worten</a> des Geophysikers Prof. Erhard Wielandt von der Uni Stuttgart: <em>Die Störzonen, in denen Erdstrahlen entstehen, befinden sich nicht in der Erde, sondern im Kopf.</em> Zwar gibt es eine Menge Strahlen, die aus der Erde kommen, etwa in Form von Wärme oder natürlicher Bodenradioaktivität, aber diese meinen die Rutengänger ja nicht. Deren <a href="http://www.gwup.org/themen/texte/erdstrahlen/" target="_blank">Erdstrahlen</a> sind technisch nicht messbar, sie sind "feinstofflich". (Was auf gut deutsch soviel heißt wie: Sie sind Quatsch.)<!--more--></p>
<p>3. Die Zuckungen der Wünschelrute beruhen auf dem Ideomotor- oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carpenter-Effekt" target="_blank">Carpenter-Effekt</a>. Es sind unbewusste kleine Muskelzuckungen, die die Rute aus ihrer instabilen Lage geringfügig auslenken, was dann zu dem Ausschlag der Rute führt. Diese Muskelzuckungen werden durch die Erwartungshaltung beeinflusst. Deshalb schlägt die Rute dort aus, wo der Rutengänger (bewusst oder unbewusst) meint, dass sie ausschlagen sollte.</p>
<p>4. In kontrollierten, doppelblinden Tests, versagen Rutengänger regelmäßig. Deshalb kann James Randi auch cool bleiben, wenn wieder einmal ein Kandidat zu einem solchen Test antritt. Randi hat seit vielen Jahren eine <a href="http://www.randi.org/joom/content/view/38/31/" target="_blank">Prämie von einer Million Dollar</a> ausgesetzt, die jeder erfolgreiche Rutengänger für sich reklamieren könnte. Viele haben es versucht, alle scheiterten. Zuletzt erst vor ein paar Wochen bei den <a href="http://www.weltderwunder.de/wdw/Mensch/Gesundheit/Wuenschelrute/3_Test/index.html?ID=nav_r" target="_blank">Wünschelrutentests</a> der GWUP, die von RTL II im Rahmen von "Welt der Wunder" ausgestrahlt wurden.</p>
<p>Zusammengefasst ist Rutengehen also eine Art großes Selbsttäuschungsritual, das höchstens als entspannender Zeitvertreib in der freien Natur seinen Wert hat. Wenn blinde Menschen sich die Zeit auf solche Art zu vertreiben wünschen, dann ist dagegen nichts einzuwenden. Allerdings wird das Rutengehen schnell langweilig, wenn sich keine Erfolgserlebnisse einstellen. Das ultimative Erfolgserlebnis für einen Rutengänger besteht darin, dass er dort Wasser findet, wo die Rute ausgeschlagen hat. Dass er dort, wo sie nicht ausgeschlagen hat, meist auch Wasser gefunden hätte, sagt ihm niemand. Diese Art Erfolgserlebnis ist allerdings mühsam zu erreichen, denn dafür müsste man ja nach Wasser graben.</p>
<p>Ein beinahe ebensoguter Ersatz ist es, wenn die Rute dort ausschlägt, wo sie bei den anderen, "erfahrenen" Rutengängern auch ausschlägt. Das tut sie sehr oft. Weil dort eben die Erdstrahlen sind, sagen die Rutengänger. Weil die Erwartungshaltung via Carpenter-Effekt dazu führt, sagt die Wissenschaft. Die Erwartung kann z.B. daher rühren, dass man zuvor andere Rutengänger bei ihrer Suche nach Erdstrahlen bzw. Wasser beobachtet hat. Sie kann aber auch auf unbewussten Wahrnehmungen beruhen, die tatsächlich auf Grundwasser schließen lassen, wie etwa leicht dunkleres, feuchteres Erdreich, oder stärkerer Pflanzenbewuchs als in der Umgebung. Bei Blinden sind zumindest alle rein optischen Varianten dieser Wahrnehmungen natürlich auszuschließen.</p>
<p>Wenn jetzt also eine blinde Person mit der Wünschelrute eine Strecke abgeht, die zuvor vom Wünschelrutenkursleiter abgegangen wurde, und wenn die Rute dann an derselben Stelle ausschlägt, ohne dass es klare nicht-optische Signale gibt, die die Erwartung beeinflussen könnten ("Jo, jetzt kummst immer näher, glei miaßats zuckn!"), dann hätte man beinahe schon so etwas wie einen wissenschaftlichen Test. Kein Test auf Erdstrahlen oder Wasseradern zwar, aber immerhin auf positive örtliche Korrelation zwischen den Fundstellen verschiedener Rutengänger. Das Problem dabei ist, dass aus den oben genannten Gründen ein Erfolgserlebnis für den blinden Rutengänger dabei nicht zu erwarten wäre.</p>
<p>Wie geht unser mittelbayerischer Rutengängerkursleiter also mit diesem Problem um? Nun, über eine sehr "erfolgreiche" blinde Kursteilnehmerin sagt er:</p>
<blockquote><p><em>Natürlich wurde sie während der Begehung mit einer Hand geführt, während sie in der anderen Hand die Wünschelrute hielt.</em></p></blockquote>
<p>Ah ja ...</p>
]]></content:encoded>
</item>

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