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	<title>physikalismus &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/physikalismus/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "physikalismus"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 03:13:43 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Naturalismus IV - Der nichtreduktive Physikalismus]]></title>
<link>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=37</link>
<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 18:36:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leuchtspur</dc:creator>
<guid>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=37</guid>
<description><![CDATA[Position:
Eine nichtreduktive physikalistische Position wird von vielen vertreten, wenn es darum geh]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Position:</p>
<p>Eine nichtreduktive physikalistische Position wird von vielen vertreten, wenn es darum geht, höherstufige Phänomene, z.B. psychische Eigenschaften (Bewußtsein, Rationalität,etc.) zu erklären.</p>
<p>Der Kern der Position ist folgender:<br />
Alles besteht aus physischen Teilchen. Wenn diese physischen Teilchen jedoch hinreichend komplex angeordnet sind, entstehen neue Eigenschaften, z.B. die eben erwähnten, als Systemeigenschaften dieser Anordnung. <br />
Man spricht dann von Emergenz. * </p>
<p>Kritik:<br />
Nun fragt Brüntrup** in seinem <a href="http://www.forum-grenzfragen.de/grenzfragen/open/webtodate/aktuelles/news/53204298720b78836.html">Vortrag</a>, wie es denn sein könne, daß ein physisches System etwas nichtphysisches wie Geist und Bewußtsein hervorbringt. Damit zeigt er eine Schwäche dieser Position auf, der das höherstufige Phänomen als unerklärliches Faktum, wie ein Kaninchen aus dem Hut hervorgezaubert, erscheint.  </p>
<p>Starke Emergenz besteht darin, daß das System das höherstufige Phänomen nicht logisch erzwingt - täte es das, so läge ein auf die physische Ebene reduzierbares Phänomen vor.<br />
Wenn also das physische System eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung zur Erzeugung des höherstufigen Phänomens ist, dann sollte es, so Brüntrup, zusätzlich psychophysische Gesetze (aus dem Breich der Psyche) geben, die mit den physischen Phänomenen (neurologische Daten) korreliert sind, um die Emergenz zu erklären. <br />
Führen solche Korrelationen zur Entdeckung  psychophysischer Gesetze, so wäre die Position  keine physikalistische mehr. Wenn es aber höherstufige mentale Eigenschaften gibt, so sollten sie auch etwas bewirken, denn "was es gibt ist auch kausal wirksam". *** <br />
Die Emergenztheorie ist letztlich keine nichtreduktiv-physikalistische mehr.</p>
<p> </p>
<p>* Genauer von starker Emergenz im Gegensatz zu schwacher Emergenz. Bei der letzteren erzwingt die Anordnung physischer Teilchen logisch eine neue Eigenschaft, so z.B. die Eigenschaft des Wassermöleküls nach der Bindung von Wasserstoff und Sauerstoff. <br />
** Professor für Philosophie; München</p>
<p>***dazu auch die Kritik Jonas´in Naturalismus III </p>
<p><a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/04/22/naturalismus-i-ohne-zorn-und-eifer/">Naturalismus I</a></p>
<p><a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/04/26/naturalismus-ii-der-reduktive-physikalismus/">Naturalismus II</a></p>
<p><a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/05/01/naturalismus-iii-kritik-des-reduktiven-physikalismus/">Naturalismus III</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Arbeit am selben Projekt]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=58</link>
<pubDate>Mon, 05 May 2008 07:01:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
<guid>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=58</guid>
<description><![CDATA[Es musste ja früher oder später einmal so weit kommen: Zwar ist schon seit geraumer Zeit immer wie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es musste ja früher oder später einmal so weit kommen: Zwar ist schon seit geraumer Zeit immer wieder vom „neuen Atheismus“ die Rede, aber was das überhaupt ist und wie sich der „neue“ vom „alten“ unterscheidet, blieb stets unklar. Um Licht in dieses Dunkel zu bringen, fand unlängst eine Tagung „’Neuer Atheismus’ und moderner Humanismus“ statt, zu der die Humanistische Akademie Berlin in Zusammenarbeit mit der Giordano-Bruno-Stiftung geladen hatte.</p>
<ul>
<li>Vergangenheit und Zukunft des Atheismus</li>
</ul>
<p>In seinem Eröffnungsreferat klärte Frieder Wolf (Berlin) über den alten Atheismus auf, der keinesfalls die Frage nach Gott gestellt habe. Seine historische Spezifik verortete Wolf im Ancien Regime, also dem vorrevolutionären Frankreich, in dem die Priester eine von mehreren Säulen gewesen seien, auf die sich der König gestützt habe. Die Aufklärung habe sich deshalb gegen die weltliche und die geistliche Herrschaft zugleich gewendet, weil beide miteinander verschränkt gewesen seien. Freiheit, habe ein Zeitgenosse gesagt, sei erst dann erreicht, wenn der letzte Priester am Darm des letzten Adligen aufgehängt sei.</p>
<p>Die Aufgabe von heute sei es nun, den alten Atheismus in eine vollkommen veränderte gesellschaftliche Situation zu übersetzen. Die Priester hätten ihre Herrschaftsfunktion verloren, der Papst sei nicht mehr das ideologische Zentrum. Zwar lasse sich nicht leugnen, dass christliche Denkweisen noch vorhanden sind, allerdings sei es weitgehend marginalisiert. Kirchenkritik wie zu Zeiten der Aufklärung könne deshalb nicht mehr im Zentrum des Atheismus stehen, sondern der Bezugsrahmen müsse die kapitalistische Produktionsweise sein. Aber auch die habe sich gewandelt, seitdem Marx sein <a href="http://www.dober.de/religionskritik/marx1.html">berühmtes Diktum von der Religion als „Opium <em>des</em> Volkes“</a> ausgesprochen habe, schließlich laute die soziale Frage dieser Tage ganz anders.</p>
<ul>
<li>Glauben - unverstanden und verhasst</li>
</ul>
<p>Dass heute auch reflektierte, gebildete Menschen religiös sein können, war der Ausgangspunkt für die Überlegungen von Anna Ignatius (Freiburg). Sie vermutete, dass ihnen der Glauben Trost biete im Angesicht einer als grausam und teilnahmslos empfundenen Natur. Gläubige hätten Angst vor einem unberechenbaren und willkürlichen Gott, weshalb sie beteten und hofften, dass er ihnen nicht schade. Dieser als Deformation interpretierten Einstellung setzte Ignatius die - wie sie meinte - befreienden Erkenntnisse der Wissenschaft gegenüber. Die Naturgesetze seien schließlich berechenbar und könnten deshalb einen Orientierungsrahmen für das menschliche Handeln geben. Aufgabe der humanistischen Philosophie sei es, den Menschen als Teil der Natur begreiflich zu machen und zu zeigen, dass die Erkenntnisse über die Natur den Weg zu einem glücklichen und erfüllten Leben wiesen.</p>
<p>Auch Michael Schmidt-Salomon (Trier) hielt den Gottesgedanken für abwegig, gar für ein Wahngebilde. Den Unterschied zwischen den alten und neuen Atheisten verortete er in der Konsequenz der Analyse und des Vorgehens bezüglich ihres Objekts der Kritik. Während der alte Atheismus defensiv sei und taktierend, greife der neue an, spreche Klartext. Er sei „kompromisslos aufklärerisch“ und verletze deshalb natürlicherweise auch die Gefühle der Gläubigen. Zurecht, wie er meinte, denn nicht jede Position verdiene auch Respekt. So lehne er nicht nur den Gottesglauben ab, sondern auch den Respekt vor dem Gottesglauben. Wenn die neuen Atheisten Anstoß erregten, dann allerdings vor allem deshalb, weil sie den Kern der Religionen benennten, den die meisten Gläubigen gar nicht mehr kennten. Als Beispiel nannte er <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transsubstantiation">die Bedeutung der Wandlung</a> bei den Katholiken. Seine These lautete: „Die alten Atheisten sind nicht toleranter, nur ein wenig ignoranter als die neuen.“</p>
<p>Schmidt-Salomon wandte sich nicht jede Religion, sondern nur gegen solche, die einen personalen Gott kennen. Das sei eine größenwahnsinnige Vorstellung, denn eigentlich sei der Mensch bloß eine Trockennasenaffenart, die es eher zufällig an den Rand des Universums verschlagen habe. Die Auffassung, dass dem Menschen keine Sonderstellung zukomme, habe weiter reichende Konsequenzen für eine „Ethik für nackte Affen“, die er aus Zeitgründen aber nicht vorstellen wollte. In jedem Fall ruhe unter der Oberfläche des obsoleten Etiketts „Neuer Atheismus“ die Weltanschauung des „naturalistischen Humanismus“, dem die Vorstellung vom naturalistisch entzauberten Menschen zugrunde liege. Entscheidend sei, dass man endlich akzeptiere, dass die „Erkenntnisse der Wissenschaft“ die naturalistische Weltanschauung – wie er sagte – „erzwingen“.</p>
<ul>
<li>Trotz Differenzen: Der Kampf geht weiter</li>
</ul>
<p>Kontrovers wurde über die letzte Publikation des Rüpels Schmidt-Salomons diskutiert, das „Ferkel-Buch“. Diese Form der Auseinandersetzung mit Religion sei nicht produktiv und für Kinder nicht geeignet, wurde bemängelt. Im Lebenskunde-Unterricht in Berlin könne man es nicht einsetzen, meinte ein Teilnehmer. Durch die selektive Darstellung einzelner alttestamentarischer Geschichten werde vor allem die jüdische Religion diffamiert. Der Autor verteidigte sich: Er habe nur Originalzitate verwendet und nicht einmal die anstößigsten. „Das ist es, was die Religionen ausmachen“, rief er. Eine Teilnehmerin sprang dem Autor bei: In der religiös geprägten kleinstädtischen Umgebung, aus der sie stamme, sei das Buch gut angekommen.</p>
<p>Zum Ende der Tagung warfen Horst Groschopp (Berlin) und Wolf noch zwei Fragen auf, bei denen für sie Diskussionsbedarf angezeigt schien. Zum einen die nach der Grenze zwischen Religionskritik und Religionsfeindschaft, die insbesondere im Umgang mit dem Islam schärfer zu ziehen sei. Die notwendige Kritik am Islam dürfe nicht zu Islamophobie und zur Feindbildproduktion führen, vielmehr müsse man hier – wie bei allen Religionen – differenzieren und Bündnispartner suchen. Zum zweiten müsse der Naturalismusbegriff noch geschärft werden und der Unterschied zwischen theoretischen und weltanschaulichen Fragen beachtet werden. Wenn jemand die Kulturgeschichte des Menschen mit anderen als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Physikalismus">physikalistischen Methoden</a> erforsche, sei dieser noch lange kein Relativist.</p>
<p>Die Atheisten, Humanisten und Freidenker präsentierten sich auf ihrer Tagung als disziplinierte, relativ homogene Gruppe, die sich in der Welt zurecht finden will, ohne auf Gott Bezug zu nehmen. Gleichwohl ließen sich zwei unterschiedliche Strömungen identifizieren: Die eine wird vom Eiferer Schmidt-Salomon repräsentiert, der sein Weltbild um die, wie er annimmt, „Erkenntnisse der Wissenschaft“ aufbaut, unter die er alles weitere unterordnet. Sie ist die breitenwirksamere. Die andere verzichtet auf Diffamierungen der Religion, stellt fest, dass die Wirklichkeit doch recht komplex ist und weiß um die Gefahr, einem Wissenschaftsglauben zu verfallen. Sie ist die akademische Variante. Beide arbeiten am selben Projekt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Naturalismus III - Kritik des reduktiven Physikalismus -]]></title>
<link>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=36</link>
<pubDate>Thu, 01 May 2008 20:58:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leuchtspur</dc:creator>
<guid>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=36</guid>
<description><![CDATA[1. Der bisherige Erfolg des red. Physikalismus ist überaus dürftig. Es werden Beispiele sogenannte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>1. Der bisherige Erfolg des red. Physikalismus ist überaus dürftig. Es werden Beispiele sogenannter schwacher Emergenz angeführt und auf eine tiefere Ebene reduziert (z.B. die Aggregatzustände, die Salzbildung, und ähnliches)<br />
In der Philosophie des Geistes ist z.B. die Reduktion normativer Fakten (moralische Gebote) und phänomenaler Fakten auf die physikalische Ebene bisher nicht gelungen. Die meisten Vertreter eines reduktiven Physikalismus geben heute zu, daß eine Reduktion phänomenaler Fakten (z.B. der Qualia: Ich sehe die Farbe Grün. Ich empfinde einen Zahnschmerz.) auf neurologische Fakten zur Zeit nicht zu leisten ist.<br />
In Summe kann man sagen, daß das Programm des red. Physikalismus eher ein versprechendes ist.<!--more--><br />
Das  sind natürlich keine Argumente gegen den reduktiven Physikalismus.<br />
Doch sollte betont werden, daß es keineswegs ausgemacht ist, daß die Übertragung des in den Naturwissenschaften sehr erfolgreichen methodischen Prinzips, die Phänomene auf eine tiefere Ebene zu reduzieren, auch ein ontologisches,d.h. ein Seinsprinzip ist (Bela Weissmahr).<br />
2. Das Epiphänomenproblem<br />
Die reduktive physikalistische Position  vertritt die Überzeugung, alle geistigen Phänomene seien Begleiterscheinungen der physischen Vorgänge im Gehirn und als solche auf diese reduzierbar. Die Welt der Physik - in diesem Fall die physiologischen Prozesse - ist nun eine kausal geschlossene Welt. Für das Schmerzbeispiel also: Reiz =&#62; Schmerzrezeptoren =&#62; afferente Nerven =&#62; Hirnprozesse =&#62; efferente Nerven =&#62; Reaktion (z.B. Schreien o.ä.) - Die geistige Phänomene (z.B. die Erfahrung von Freiheit oder Schmerzempfindung, Bewußtsein), die ja keine physikalischen sind, sind als wirkungslose Epiphänomene (Überphänomene) dem kausal geschlossenen physikalischen Prozeß aufgesattelt.<br />
Dazu Hans Jonas:<br />
"Das mit Bewußtsein Begabte verhält sich nicht, wie es sich verhält, weil es Bewußtsein hat, sondern es hat Bewußtsein, weil es sich verhält, wie es sich verhält, d.h. wie sich zu verhalten ihm seine physische Verfassung vorschreibt. Diese ihrerseits läßt sich nichts vorschreiben"<br />
Aber was sollen diese wirkungslosen geistigen Phänomene? Nichts geschieht durch sie? Warum sind sie denn überhaupt da?<br />
Ein letztes Mal Hans Jonas:<br />
"Alle Theorie, auch die falscheste ist ein Tribut an die Macht des Denkens,...daß es sich über die Macht geistfremder Determination erheben und ... frei nach Normen der Einsicht beurteilen kann, ja daß es überhaupt der Wahrheit fähig ist. Der Epiphänomenalismus behauptet aber die Ohnmacht des Denkens und damit die Unfähigkeit seiner selbst, unabhängige Theorie zu sein."</p>
<p>Die Jonaszitate sind dem Buch:<br />
Hans Jonas; Macht oder Ohnmacht der Subjektivität? Suhrkamp Taschenbuch entnommen</p>
<p><a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/04/22/naturalismus-i-ohne-zorn-und-eifer/">Naturalismus I</a><br />
<a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/04/26/naturalismus-ii-der-reduktive-physikalismus/">Naturalismus II</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Grenzziehung]]></title>
<link>http://leuchtspur.wordpress.com/2007/12/17/praliminarien/</link>
<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 16:51:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leuchtspur</dc:creator>
<guid>http://leuchtspur.wordpress.com/2007/12/17/praliminarien/</guid>
<description><![CDATA[.&#8220;Ransbach meinte, daß das was die Naturwissenschaft uns erzählt, die ganze Wahrheit nicht i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#29303b;font-size:13px;line-height:normal;">.</span><strong>"Ransbach meinte, daß das was die Naturwissenschaft uns erzählt, die ganze Wahrheit nicht ist. Es sei immer nur die Oberfläche und dazu auch nur eine Oberfläche, der bestimmte Merkmale fehlen. Er meinte, die Wissenschaft kenne zwar Töne, jedoch nicht die Musik, sie sähe wohl auch die Farben, wenn man so wolle, aber nicht das ganze Bild. Und es sei völlig unbewiesen, daß man mit Naturwissenschaft die ganze Welt und das ganze Leben erklären und zudem auch noch verstehen könnte, wo doch die Naturwissenschaftler noch nicht einmal wissen, was ihnen da durch die Finger rinnt, sei es die Zeit, die Materie oder ihr Leben. Insofern gebe es sehr wohl noch Hinterwelten, meinte Ransbach." </strong></p>
]]></content:encoded>
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