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	<title>pharisaer &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/pharisaer/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "pharisaer"</description>
	<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 07:40:34 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[21er: ÖVP-Chuzpe im Gemeinderat]]></title>
<link>http://leopoldstadt.wordpress.com/?p=75</link>
<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 14:49:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>wolfgangkamptner</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gerade höre ich mir übers Web die Diskussion zur Geschäftsgruppe Verkehr in der Rechnungsabschlus]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade höre ich mir übers Web die Diskussion zur Geschäftsgruppe Verkehr in der Rechnungsabschlussdebatte an.</p>
<p>Was höre ich da?</p>
<p>VP-Verkehrssprecher Gerstl bricht eine Lanze für den 21er und möchte Geld für den 21er aus den Einnahmen der Parkraumbewirtschaftung dafür verwenden.</p>
<p>VP-Planungssprecher Hoch wirft der FPÖ vor, 2 Flächenumwidmungen in der Leopoldstadt (Praterstern und Stadionschleife) zuzustimmen, obwohl in diesen Widmungen eben keine 21er-Schienen mehr vorhanden sind.</p>
<p>Die trauen sich das noch zu sagen, obwohl der Klubobmann der ÖVP-Leopoldstadt, Hr. Skribany dem 21er vier Tage vorher den endgültigen Todesstoß versetzt hat, indem er in der Bezirksvertretungssitzung einen Antrag einbringt, dass es keine Befragung zum 21er geben soll und der 21er nicht notwendig sei.</p>
<p>Die ÖVP ist so was von unseriös und pharisäerhaft. Lauter Wendehälse.</p>
<p>Schlecht kann einem dabei werden...</p>
<p><a href="http://leopoldstadt.files.wordpress.com/2008/06/wendehals.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-76" src="http://leopoldstadt.wordpress.com/files/2008/06/wendehals.jpg?w=300" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Wolfgang</p>
<p><em>Opportunismus ist die Kunst, mit dem Winde zu segeln, den andere machen.</em> (<a title="Alessandro Manzoni" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alessandro_Manzoni">Alessandro Manzoni</a>)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Christus leben]]></title>
<link>http://mt1820today.wordpress.com/?p=59</link>
<pubDate>Mon, 12 May 2008 23:13:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>JNj.</dc:creator>
<guid>http://mt1820today.wordpress.com/?p=59</guid>
<description><![CDATA[ &#8220;Mehr sein als scheinen!&#8221;, ist ein bekannter Ausspruch. Ein Mensch, dessen Worte mehr a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><strong><span style="font-size:12pt;font-family:'Times New Roman';"> "Mehr sein als scheinen!", ist ein bekannter Ausspruch. Ein Mensch, dessen Worte mehr aus ihm selbst machen, als er durch seinen Lebenswandel und seine Taten unter Beweis stellt, wird schnell als Heuchler offenbar. Das gilt nicht nur für die oft als Beispiel herangezogenen "Pharisäer", sondern auch für uns Christen. Es ist daher sehr verständlich, wenn Robert Cleaver Chapman folgenden Wunsch zum Ausdruck brachte:</span></strong></p>
<ol>
<p class="MsoNormal" align="center"><strong><span style="color:#993300;"><span style="font-size:12pt;font-family:'Arial Rounded MT Bold';">"Es gibt viele, die Christus predigen, aber nicht sehr viele, die Christus leben. Mein großes Ziel wird sein, Christus zu leben."</span></span></strong></p>
</ol>
<p class="MsoNormal" align="center"><em>(Robert Cleaver Chapman, zitiert nach Robert L. Peterson in: "Robert Cleaver Chapman. Der Mann, der Christus lebte", CLV 2000, S. 32)</em></p>
<p style="text-align:justify;"><strong><span style="font-size:12pt;font-family:'Times New Roman';">Wahrlich ein hoher Anspruch an das Leben eines Christen. Doch wenn man die Zeugnisse seiner Mitmenschen über Chapman liest, so darf man doch annehmen, dass er diesem großen Ziel zumindest nahe gekommen ist. Uns kann sein Vorbild ermutigen, dass wir uns selbst durch Gottes Gnade, Sein Wort und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes in das Bildnis Christi umgestalten lassen.</span></strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Spon: Der Papst-Besuch beim hässlichen Bush]]></title>
<link>http://letterofintent.wordpress.com/?p=166</link>
<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 21:58:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Wullenwever</dc:creator>
<guid>http://letterofintent.wordpress.com/?p=166</guid>
<description><![CDATA[Spiegel Online, 16. April, Autor: Alexander Schwabe, Titel: &#8221;Benedikt liest Bush die Leviten]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Spiegel Online, 16. April, Autor: Alexander Schwabe, Titel: "<a title="Benedikt liest Bush die Leviten" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,547884,00.html" target="_blank">Benedikt liest Bush die Leviten</a>"</p>
<blockquote>
<p class="spIntrotext">Er wurde nie konkret, doch in seiner Rede vor dem Weißen Haus hat Papst Benedikt XVI. dem US-Präsidenten trotzdem deutlich ins Gewissen gesprochen: Demokratie könne nur aufblühen, wenn sich die politischen Führer von der Wahrheit leiten lassen - eine Ohrfeige für Kriegsherr Bush.</p>
</blockquote>
<p class="spIntrotext">Gleich in der Einführung zeigt Alexander Schwabe, wo die Reise hingehen soll: In sein Kleinhirn nämlich, in die imaginären Welten eines Spon-Reporters, der sich entscheiden musste: Stelle ich Bush und Benedikt gleichermaßen an den Pranger, als sturkonservative Reaktionäre, Lügner und Massenmörder, so wie Hagen Rether das immer tut oder ich, Schwabe, (in Spiegel-angepasstem Ton) gerade <a title="Hirte trifft Cowboy" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,547652,00.html" target="_blank">einen Tag zuvor</a>? Oder kehre ich zurück zu den alten Gassenhauern und zeichne das Bild vom kultivierten, beseelten Europäer gegen den wütenden, dummen Ami?</p>
<p>Letzteres ist es geworden. Schwabe hat zwar "nichts konkretes" gehört, aber es sei dennoch ganz deutlich geworden, sagt er: Eine Ohrfeige für Bush.</p>
<p>Dann mal weiter, zunächst noch ein wenig Atmosphäre schaffen:</p>
<blockquote><p>Ein Spielmannszug in historischen Kostümen aus der amerikanischen Kolonialzeit marschiert vorüber unter Querflötenklängen und Paukenschlägen. Bush wippt mit seinem linken Fuß im Takt. Der Papst bleibt ruhig. Sein Herz geht erst auf - das verrät seine Miene - als er danach die sphärischen Klänge einer Harfe und dazu eine wunderschöne Frauenstimme geboten bekommt.</p></blockquote>
<p>Alles klar? Bush wippt zu Militaria, der Deutsche mag es dagegen klassisch. Keine Überraschung.</p>
<blockquote><p>Bush begrüßt das Oberhaupt von einer Milliarde Katholiken auf der Welt offiziell in Amerika. In seiner Ansprache preist er die Vorzüge seiner Nation, <em>wie er sie sieht</em>,...</p></blockquote>
<p>- nun, natürlich: Die Einschränkung muss sein, sonst wär's kein kritischer Journalismus.</p>
<blockquote><p>...all das Gute, das seine Nation für den Globus tut. Den Irak-Krieg zählt er inzwischen wohl selbst nicht mehr dazu - jedenfalls erwähnt er ihn nicht.</p></blockquote>
<p>Es wäre schön, wenn in Deutschland auch mal "all das Gute" erwähnt würde, das selbst aus pazifistisch-tugendhafter Sicht die USA und Bush für die Welt leisten. Ein beispielloses Engagement in Afrika zum Beispiel oder der Kampf gegen Malaria (von dem man hierzulande noch gar nichts gehört hat).</p>
<p>Aber der Irak-Krieg wäre natürlich erwähnt worden. Und wahrscheinlich wäre es richtig gewesen, wenn Bush an dieser Stelle gewünscht hätte, Saddam wäre noch im Amt, bedrohte weiterhin Israel, die eigenen schiitischen und kurdischen Minderheiten, führte die eine oder andere Vergasung durch und verbrächte nebenbei noch seine Freizeit mit dem Hinrichten von unliebsamen Oppositionellen. Hauptsache Diktatur.</p>
<p>Tatsächlich aber hat er es nicht getan, sondern <a title="President Bush Welcomes His Holiness Pope Benedict XVI." href="http://www.whitehouse.gov/news/releases/2008/04/20080416.html" target="_blank">von der Aufgabe Amerikas gesprochen</a>,</p>
<blockquote><p>(to) bring the light of hope to places still mired in the darkness of tyranny and despair.</p></blockquote>
<p>Tja, und damit war der Irak-Krieg gemeint, Herr Schwabe.</p>
<blockquote><p>Stattdessen verweist er auf die humanitären US-Hilfen weltweit. Man gebe Hungernden, bekämpfe Krankheiten, mildere Armut. Bush gibt den Barmherzigen Samariter.</p></blockquote>
<p>Denn Hunger, Krankheit und Armut bekämpfen, das dürfen wir als Samaritertum bezeichnen - da ist es dann gedanklich auch nicht mehr weit zum Pharisäer.</p>
<blockquote><p>Er weiß, was der Papst hören will und führt aus, was der Papst an Amerika schätzt: "Wir sind eine Nation, die den Glauben öffentlich lebt", sagt er. Die Vereinigten Staaten seien "fully modern", vollkommen modern, und zugleich geleitet von "althergebrachter und ewiger Wahrheit".</p></blockquote>
<p>Das hört sich natürlich super an, das mit der <em>althergebrachten und ewigen Wahrheit</em>, solange man es zumindest nicht mit der Wahrheit zusammenbringt, von der Bush gesprochen hat - nämlich dass jeder Mensch ein Recht auf Freiheit und Religionsfreiheit habe.</p>
<p>Aber wahrscheinlich wäre es nicht das gewesen, von dem Alexander Schwabe weiß, dass George W. Bush weiß, was der Papst hören will.</p>
<p>Nun geht es aber endlich los mit den Leviten:</p>
<blockquote><p>Zunächst zitiert Benedikt seinen Vorgänger Johannes Paul II., der die USA fünf Mal besucht hatte: "In einer Welt ohne Wahrheit verliert die Freiheit ihren Grund." Eine Demokratie ohne Werte könne ihre Seele verlieren, mahnt Benedikt. Diese "prophetischen Worte" seines Vorgängers spiegelten eine Überzeugung George Washingtons wider: "dass Religion und Moral eine 'unabkömmliche Grundlage' für politisches Gedeihen sind".</p></blockquote>
<p>Zwischenbemerkung: Wie bei Youtube zu hören ist, spricht Benedikt ein grausames, völlig deutschklischeehaftes Englisch. Das musste mal gesagt werden. Bisher war ja offenbar noch keine Ohrfeige dabei.</p>
<blockquote><p>Benedikt wird in seiner Rede nie direkt - und dennoch ist vollkommen klar, was er sagen will. Immer wenn er einen Satz beginnt mit "Ich bin zuversichtlich, dass…", "Ich bin überzeugt, dass…", "Die Kirche vertraut darauf, dass…" - und er tut dies drei Mal in seiner Rede - sagt er diplomatisch und pädagogisch geschickt, was er von Bush erwartet. Gleichzeitig liest er ihm so die Leviten.</p></blockquote>
<p>Schwabe ist das klar. Uns allen ist das klar. Es <em>muss einfach</em> jedem gerecht denkenden, anständigen Europäer klar sein, dass das so ist. Etwas anderes ist nicht vorstellbar.</p>
<blockquote><p>Es sind Sätze, die viel Spielraum für Interpretation lassen. Doch wer hören will, der höre: "Ich bin zuversichtlich, dass das amerikanische Volk in seinem religiösen Glauben eine wertvolle Quelle der Einsicht finden wird und Inspiration, einen vernünftigen, verantwortungs- und respektvollen Dialog anzustreben im Bemühen, eine humanere und freiere Gesellschaft zu erbauen." Offenbar meint der Papst hier einen Mangel festzustellen.</p></blockquote>
<p>Offenbar meint der Papst hier einen Mangel festzustellen?!? Meine Güte, Schwabe, billiger geht es echt nicht!</p>
<blockquote><p>"Die Kirche ist überzeugt,… , dass Demokratie nur blühen kann, wenn die politischen Führer sich von der Wahrheit leiten lassen und ihre Weisheit auf moralische Grundsätze aufbauen." Die verlogene Begründung des Irak-Kriegs - Vizepräsident Dick Cheney und Außenministerin Condoleezza Rice sitzen unter den Ehrengästen in der ersten Reihe - kann damit nicht gemeint sein.</p></blockquote>
<p>1. Wer von der Wahrheit spricht und Wahrheit anmahnt, spricht über ein universal gültiges Prinzip. 2. Wer jemanden einer Lüge bezichtigt, muss das beweisen können. 3. Wer meinetwegen von Tölpelei oder Dummheiten oder Indiziengläubigkeit spricht, darf das nicht mit Lüge gleichsetzen. 4. Wer ohnehin Bush als Lügner ansieht, wird jeden, der ihm gegenüber das Wort "Wahrheit" ausspricht, als einen ansehen, der Ohrfeigen austeilt. Dies war weder eine Ohrfeige, noch Leviten, noch irgend etwas ähnlich Populäres. Das war höchstens ein kleiner Schwabe, der so was gerne mal machen würde.</p>
<blockquote><p>Und noch eine Ohrfeige für die Bush-Krieger: Benedikt spricht sich für eine Stärkung der Uno aus, die den von den USA angeführten Irak-Krieg nie abgesegnet hat. Er hoffe, die Bemühungen zu unterstützen, dass die Vereinten Nationen zu einer immer wirkmächtigeren Stimme für die legitimen Bedürfnisse der ganzen Weltbevölkerung werden, sagt der Papst. Die Notwendigkeit weltweiter Solidarität habe keinesfalls abgenommen.</p></blockquote>
<p>Nun noch einmal zu dem Begriff "Ohrfeige" - der ja in unserer offenbar immer noch hierarchiegläubigen Gesellschaft gedanklich mit der Tat einer Autorität, erzieherischer oder moralischer Art, verbunden ist: Wer die Vereinten Nationen mit all ihrem Antisemitismus, dem dikaturfreundlichen Völkerrecht, der überbordenden Bürokratie und Korruption und nicht zuletzt der Unterlassungsschuld an den Massenmorden in Ruanda und Sudan, tatsächlich als sinnvolle Einrichtung verteidigen möchte, dem ist nicht mehr zu helfen. Und dem ist auch jede Autorität zumindest moralischer Art abzusprechen.</p>
<p>Dass gleichwohl sowohl Benedikt als auch Bush selbst bei allen möglichen Gelegenheiten derartige Allgemeinplätze über die Bedeutung und den Erhalt der Vereinten Nationen aussprechen, bleibt davon unberührt. Und es zeigt, was von des Papstes Worten hier zu halten ist: Nichts.</p>
<p>Dies gilt insbesondere in Bezug auf den Irak-Krieg, der auch gegenüber der öffentlichen Meinung in den USA auf Grundlage einer UN-Resolution geführt wurde, auch wenn der Sicherheitsrat und hier vor allem die Kumpels aus Frankreich und Deutschland ebendiese Resolution nicht umsetzen wollte.</p>
<blockquote><p>Auch Benedikt würdigt den humanitären Beitrag, den die USA in der Welt leisten - doch umgehend hebt er wieder zu einem Satz an, der als Mahnung an Amerika verstanden werden muss: "Ich bin zuversichtlich, dass dieses Bemühen um die umfassende menschliche Familie sich fortsetzen wird, um auch in der Unterstützung geduldiger Anstrengungen in der internationalen Diplomatie Ausdruck zu finden, damit Konflikte gelöst und Fortschritt erzielt werden können."</p></blockquote>
<p>Ohne schuldhaftes Zögern soll hier also der Papst auf die Mahnung zurückgekommen sein, die auch hier wieder als solche verstanden werden <em>muss</em>. Das Bemühen um internationale Diplomatie und Multilateralismus ist von Seiten der USA ja völlig eingestellt worden und auch nicht täglich im Umgang mit Iran, Nordkorea, China, Sudan, Palästina und vielen mehr mit all ihren Erfolgen zu sehen. Was für eine Ohrfeige.</p>
<p>Das war's. Das waren die Leviten des <span style="text-decoration:line-through;">Herrn Schwabe</span> Benedikt. Da haben wir wieder einmal schön ein paar Minuten verbracht, um uns vom alltäglichen Bush-Hass auf Spiegel Online mitreißen zu lassen.</p>
<p>Der Autor weilt offenbar in Amerika, schließlich berichtet er über den gesamten Papst-Trip. Ich stelle mir vor, wie er in einer amerikanischen Mall einen Kaffee trinkt und dabei die Nase rümpft ob all dieser Unkultur. Es muss ein Bild für die Götter sein.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vom Pastor zu/und Pharisäer]]></title>
<link>http://blueswolf.wordpress.com/?p=255</link>
<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 10:56:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>blueswolf</dc:creator>
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<description><![CDATA[Eine dicke Freundschaft hatte uns einmal, nein zweimal verbunden:
Stina, ein Jugendschwarm aus Flens]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Eine dicke Freundschaft hatte uns einmal, nein zweimal verbunden:</p>
<p>Stina, ein Jugendschwarm aus Flensburger Zeiten, verschwand wie ich in der Versenkung, als ich vor 100 Jahren meine Geburtsstadt verließ.</p>
<p>15 Jahre später begenete ich ihr kurz in Begleitung ihres ernsthaften Schwarms, seinerzeit Theologiestudent in Hamburg.</p>
<p>Es brauchte nochmals 15 Jahre , bis wir uns an der Ostsseküste wieder einmal zusammentrafen, wo der Göttergatte eine Pastorenstelle zugesprochen bekam, und es entwickelte sich eine für mich kostbare Freundschaft.</p>
<p>In ihrer Folge bildete ich mit Herrn Pastor eine Bootsgemeinschaft, und wir legten uns ein altes, aber seetüchtiges Segelboot zu - und ich legte aus: seinen Anteil, von ein paar Tausendern, denn Herr Pastor war klamm ...</p>
<p>Als ich mir dann über die Dauer von mehr als einem Jahr ansehen musste, dass Her Pastor mit Familie (2 Kinder) gut und gerne 3 bis 5 mal in den Urlaub ging, fragte ich eines Tages einmal bescheiden nach, wie es denn angesichts seiner offenkundigen Finanzpotenz um die Begleichung seiner Bootsschulden stehe ...</p>
<p>"Weißt Du, mein Lieber," hob er an mit verschränkten Armen, draußen auf dem Eingangsportal seines Pastoratshauses über mich hinwegblickend, "weißt Du, man muss in seinem Leben gewisse Prioritäten setzen."</p>
<p>In meiner Atem- und Sprachlosigkeit ließ ich mir nochmals vom Prediger der Nächstenliebe bestätigen, dass ich in seiner Prioritätenliste keinen der oberen Ränge belege und kündigte meine Freundschaft, die ich wohl völlig missverstanden hatte, fristlos auf.</p>
<p>Frau Pastorin Stina,  ihm treu ergeben, mied daraufhin wie Hochwürden bei Begegnungen  jeden Blickkontakt mit mir, nicht einmal mit der hochpastorlichen Kehrseite wurde ich gegrüßt.</p>
<p>Ich hatte schon wieder einmal gelernt - vor allem einen der besten Anschauungsunterrichte darüber erhalten, dass ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pharis%C3%A4er" target="_blank"><b>Pharisäer</b></a> nicht immer ein auf Spitzendeckchen servierter, alkoholgeschwängerter Kaffe mit Sahnehäubchen  ist, sondern durchaus ein Arschloch erster Kategorie verkörpern kann, das vergeblich nach seines Gleichen suchen muss ...</p>
<p>Damit aber noch nicht genug!</p>
<p>Wiederum 15 Jahre später - gestern nämlich - gehe ich mit Max altbekannte Gassipfade, und mir kommt in Begleitung eines schwarzen Hundes eine etwas faltengezeichnete und arthrosegeplagte Stina entgegen und beginnt nach 15 Jahren beharrlicher Ignoranz, Geringschätzung und ununterbrochenen Schweigens mit mir eine freundliche, losgelöste Konversation zu betreiben, als hätten wir in der Vergangenheit jeden Tag mindestens drei mal liebevoll und vertraut telefoniert.</p>
<p>Letztendlich gipfelt dieser Plausch darin, in dem sie mich einlädt, sie einmal besuchen zu kommen ... Man wäre nach pastoralen Entsendungen nach Hamburg, Irak und nun Berlin nun mit dem ersten Wohnsitz in die liebe Heimat zurückgekehrt, gerade mal zwei Strassen weiter.</p>
<p>Mein Mund steht heute noch offen ...</p>
<p>Fortsetzung folgt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Holistisches Christsein &amp; Bibelauslegung]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/07/holistisches-christsein-bibelauslegung/</link>
<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 22:19:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/07/holistisches-christsein-bibelauslegung/</guid>
<description><![CDATA[Es gibt bei der Auslegung der Bibel diese Spannungen:
A) Wir legen die Bibel möglichst wortwörtlic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt bei der Auslegung der Bibel diese Spannungen:</p>
<p><strong>A) Wir legen die Bibel möglichst wortwörtlich aus.</strong><br />
Bloß: Wer das tut, verliert sich allzu schnell im Detail und macht das Detail zur Hauptsache.<br />
Und: An etlichen Stellen zielt das Wortwörtliche letztlich am Sinn einer Stelle vorbei.<br />
Kurzum: Eine wortwörtliche Auslegung führt uns am Wesentlichen vorbei.<br />
Ich nenne das mal die "Pharisäer"-Methode.</p>
<p><strong>B) Wir legen die Bibel sinngemäß aus.</strong><br />
Bloß: Wer das tut, nimmt irgendwann das Detail nicht mehr ernst und die Hauptsache wird verschwommen, weil auch die Hauptsache oftmals aus vielen Details besteht.<br />
Und: Sogar durch die hehre Absicht, den Sinn zu entdecken, kann man dadurch am Sinn vorbeischrammen.<br />
Kurzum: Der Wunsch, das Wesentliche zu entdecken, kann dazu führen, das Detail nicht mehr ernst zu nehmen und damit den Sinn zu verkennen.<br />
Ich nenne das mal die "Liberal"-Methode.</p>
<p><strong>Das heißt:<br />
</strong><!--more--><br />
Jeder Bibeltext fordert uns neu dazu auf, zwischen dem <strong>Wortgetreuen</strong> und dem <strong>Sinn</strong> zu differenzieren.<br />
Es gibt biblische Texte, die wortwörtlich verstanden werden müssen.<br />
Und es gibt solche Texte, die sinngemäß verstanden werden müssen.<br />
<strong><br />
Daran ist zu sehen:</strong><br />
Es kann m.E. nicht DEN einzig wahren Auslegungsmaßstab geben, sondern er muss <strong>im Einzelfall</strong> erkannt werden.</p>
<p>Wir sollten somit das<strong> Ganze der Bibel</strong> sehen: den ungefähren Heilsplan, den Gott in der Bibel offenbart und das, was von Seinem Wesen gezeigt wird.<br />
Aber Gott zeigt sich eben auch im <strong>Detail</strong>.</p>
<p>So brauchen wir eine <strong>holistische Sicht:</strong><br />
Wir starten von dem, was wir als Wesen Gottes erkannt haben und vom dem, was wir als Seinen Heilsplan erkannt haben.<br />
Von dieser "Adler"-Sicht stürzen wir uns dann in das Detail.<br />
Aber eben nur "von oben" werden wir das Detail recht einordnen und verstehen können.</p>
]]></content:encoded>
</item>

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