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	<title>maryrer &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/maryrer/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "maryrer"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 05:37:31 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Wissen, Glauben, Martyrium - Teil zwei]]></title>
<link>http://rabenzahl.wordpress.com/?p=140</link>
<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 18:58:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rabenzahl</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich habe mir mit meiner Antwort auf die Antwort zu meiner Antwort reichlich Zeit gelassen. Eigentlic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir mit meiner Antwort auf die Antwort zu <a href="http://rabenzahl.wordpress.com/2008/02/17/rabenantwortappell/" title="Ping!">meiner Antwort </a>reichlich Zeit gelassen. Eigentlich wollte ich den <a href="http://deislam.wordpress.com/" title="Warnung, Fanatiker!">Troll </a>nicht weiter füttern, ausserdem habe ich grade heute Abend eigentlich genug zu tun (Koffer packen zum Beispiel) - aber Spaß muss sein!</p>
<p><img src="http://cosgan.de/images/smilie/teufel/d020.gif" height="40" width="46" /></p>
<p><!--more--></p>
<p>Meine Herren deislam,</p>
<p>dem Kompliment der Wiederholung stimme ich durchaus zu, gebe es aber gerne an Sie zurück. Des weiteren sind sind Sie nach wie vor eine Antwort auf meine Frage nach dem eindeutig göttlichen Ursprung der Schrift schuldig.</p>
<p>Um auf IHRE Frage nach dem Beispiel der Märtyrer einzugehen:</p>
<p>Die Wikipedia definiert Märtyrer als</p>
<blockquote><p><i>Menschen, die um des Bekenntnisses ihres Glaubens willen den Tod erdulden.</i></p>
<p><i>Als Märtyrer in der weiteren Bedeutung bezeichnet man Personen, die nicht um ihres religiösen Bekenntnisses willen, sondern aufgrund einer andersartigen, zum Beispiel politischen Überzeugung Verfolgung und Tod erleiden.</i></p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Ein Märtyrer <b>bekennt</b> seinen persönlichen Glauben an was auch immer. Er ist ein Fanatiker, der keinen Zoll von seiner Überzeugung abweicht , selbst im Angesicht von Tod und Folter - soviel Glaube, Hartnäckigkeit, Vertrauen und Starrsinn ist wahrhaftig bewundernswert.</p>
<p>Zu den Märtyrern zähle ich nicht nur die Unzahl der christlichen Märtyrer, auch tausende Juden in den Pogromen des Mittelalters (die lieber starben, als sich taufen zu lassen), die Opfer der Hexenprozesse (die fest von ihrer Unschuld überzeugt waren), die Opfer der "Heidenfahrten" des Deutschen Ordens im Baltikum, die aus Überzeugung Gefallenen auf beiden Seiten (katholisch wie protestantisch) während der Reformation, die Geschwister Scholl, die Kämpfer gegen die Apartheit in Südafrika, die Studenten auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 und so weiter und so fort gehören für mich dazu.</p>
<p>Allerdings, hier ist die Schwäche des Arguments, bewiesen und beweisen Märtyrer zwar ihren <b>eigenen, persönlichen, von innen kommenden</b> Glauben an ihr Ziel, aber nicht die allgemeingültige Wahrheit ihrer Überzeugung. Das ist meiner Erfahrung nach (und ebenfalls bereits erwähnt aber von Ihnen bisher unbestritten) bei jeder menschlichen Meinung, Überzeugung, Entscheidung und Handlung das Selbe: Kein Mensch ist allwissend, kein Mensch ist unfehlbar (auch der Papst nicht, wenn Sie mir diesen Kommentar erlauben), jeder Mensch kann nur aus seiner eigenen begrenzten Sicht und Person entscheiden und handeln.</p>
<p>Was die "Wunder" Ihrer Heiligen betrifft (ich vermute dieses Argument kommt direkt nach den Blutzeugen auf den Tisch) - im schlimmsten Fall könnte man sie als fromme Märchen abtun, als propagandistisches Stilmittel von <b>Menschen</b> erdacht, um die "Macht Gottes" zu beweisen. Auch hier wieder: Menschengemacht - oder möchten Sie behaupten, die Legenda Aurea und andere Heiligenviten seien ebenfalls "Gottes Wort"?</p>
<p>Wie gesagt: Man könnte es als Märchen abtun - aber wir (Sie als gläubige Menschen, ich als Hexe) wissen es beide besser: <b>Glaube versetzt Berge</b>. Wenn sich ein Mensch in religiöser Extase befindet ist er in der Lage, die schlimmsten Strapazen zu überstehen - seien es nun extreme Temeraturen, Schmerzen, Entbehrungen welcher Art auch immer. Der Mensch ist zu einer Menge Extremen fähig. Die Meisten von uns sind nur nicht in der Lage, Körper und Geist auf die richtige Frequenz zu bringen.</p>
<p>Ausserdem ist es mit einer positiven Lebenseinstellung durchaus möglich, "wunderbare" Veränderungen des eigenen Lebens herbeizuführen. Bestes Beispiel sind underklärliche und "Wunder-"Heilungen.</p>
<p>Lieber Franz,</p>
<p>Glauben setzt einen gewissen Unsicherheitsfaktor voraus. "Ich glaube daran" bedeutet "Ich habe keinen Beweis, es könnte auch anders sein."</p>
<p>Wissen ist eine ebenso dynamische Angelegenheit: Es gab einmal eine Zeit, da "wusste" in unseren Breiten jeder, dass die Erde flach ist und von der Sonne umkreist wird. Es ist also eine Frage der Perspektive.</p>
<p>Das "aufgeschlagene Buch der Natur" ist in der Tat der Beweis für die Herrlichkeit des Göttlichen, zeigt es mir doch die Zyklen von Werden, Vergehen und Neuentstehen, die mein Leben prägen. Es ist voller Wunder und offenbart in der Tat eine Ordnung und ein komplexes System, das den menschlichen Verstand weit überfordert. Die Wissenschaft ist noch weit entfernt davon, alles zu entschlüsseln und zu verstehen - wenn es ihr überhaupt gelingen wird. Und grade das ist ja das wunderbare am Menschen: Der Wissensdurst, der Entdeckerdrang! Was ist für uns nicht alles alltäglich, was vor 200 Jahren noch als Zauberei galt? Und was werden wir in weiteren 200 Jahren nicht alles wissen - oder glauben, je nach dem?</p>
<p>Nein, es liegt mir fern, die Ordnung hiter allem zu leugnen. Ich vermag nur nicht zu erkennen, wie ein Gott, der von Ihnen in menschliche Maßstäbe gezwungen wird, dazu passen kann...</p>
<p>Lieber Franz, ich glaube nicht nur an die Existenz der göttlichen Kraft in allem was existiert - ich weiß darum. Ich spreche mit dem Göttlichen in jeder Sekunde meines Lebens und ja, ich bekomme Antwort in einer Form, die ich als begrenzter Mensch verstehen kann. Diese direkte Erfahrung erfüllt mich mit einer Dankbarkeit und einem Frieden, die mir eine monotheistische Ideologie nicht geben kann. Glauben Sie mir - ich habe es versucht!</p>
<p>Noch einmal: Ich verwerfe weder die unschätzbar wichtige Bedeutung der christlichen Botschaft der Nächstenliebe für den modernen Humanismus, noch die Bedeutung, die der Glaube an Jesu Auferstehung für den einzelnen Christen hat. Ich sehe das Leben schlicht und ergreifend aus einer anderen Perspektive als Sie.</p>
<p>In der Hoffnung, dass Sie ein freudvolles Osterfest feiern durften,</p>
<p>Blessed be</p>
<p>Rabenzahl</p>
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