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	<title>lochfras &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/lochfras/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "lochfras"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 13:49:40 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Letters from the Saarland (1)]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2008/01/04/letters-from-the-saarland-1/</link>
<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 00:35:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
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<description><![CDATA[Liebe Bloggemeinde,
Frau Nuehm ist verreist und zwar in das vielgeliebte Saarland, formerly known as]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Bloggemeinde,<br />
Frau Nuehm ist verreist und zwar in das vielgeliebte Saarland, formerly known as the Auenland himself und persönlich. Dank meines - in epischer Breite bereits ausgewalzten - Einsatzes in Sachen High-Tech-Tech-Erneuerung gibt es hier zumindest hin und wieder Internet! Hurra.<br />
In Kurzform biete ich deshalb Insiderberichte aus dem Leben der Saarländer zwecks Völkerverständigung und Erhöhung der gegenseitigen Toleranzgrenze, vielleicht aber auch zur völligen Auflösung derselben, man weiß es nicht so genau.<br />
Machen Sie doch einmal etwas ganz Verwegenes, lesen Sie mit und fühlen Sie sich - wenn auch nur für Stunden, aber dafür umso intensiver - wie ein Saarländer! Hier geht's los:</p>
<p>Tag 1, 14 Uhr: <em>The Arrival</em><br />
Ich komme an, alle frenetisch begeistert, was auch sonst. Raketenböller, Kuhglockengeläute, Freudentränen. Muttern steht mit fünf Torten, siebzehn Schinken und dreißig Kästen Bier bereit. Freue mich über den warmherzigen Empfang.<br />
Eigentlich wollte ich den Boden küssen, aber wegen starkem Bodenfrost raten mir alle davon ab und zeigen mir Fotos von Willibald Z., der das vor 24 Jahren nach dreiwöchiger Abwesenheit in einem postholidayschen Anfall von Heimweh spontanerseits versuchte und dann monatelang festgefroren war. Er taute erst an Karneval wieder von der Dorfstraße ab - was das langersehnte Ende der großräumigen Straßenumleitung zu Folge hatte - und das auch nur unter Einsatz eines Flammenwerfers. Die Rekonstruktion seines Gesichts war zwar Dank seines Cousins Fredi, der seinerzeit auf der "Titanic" nach New York ausgewandert und es da zum Schönheitschirurgen von internationalem Rang und Namen gebracht hatte, ein leichtes Unterfangen von nur 97 Operationen, aber Fredi ist mittlerweile 117 und praktiziert nicht mehr. Und andere Schönheitschirurgen gibt es nicht in der Verwandtschaft.<br />
Nee, also lieber nicht.</p>
<p>14.30 bis 17 Uhr: <em>Tea time with coffee</em><br />
Kaffeetrinken.<br />
Tante Liesel bricht in Tränen aus, weil sie Kuchenknappheit befürchtet. Okay, insgesamt 97 Kuchen für 49 Leute ist ein wenig knapp, aber man muss ja nicht immer in Völlerei schwelgen.<br />
Alle halten sich beim Essen vornehm zurück, was Tante Thea, Cousine Jolanthe und die Onkel Herbert, Pit, Fredi und Opa Matz zu der unisono ausgesprochenen Äußerung führt: "Liesel, beim nägschten Mal kaufschte abba mal mehr Kuche, dat is ja eine Blamage für die ganze Innung und guck dir mol an, wie dürr die all sind, besonders unser Anna aus der großen Stadt. Dat Anna kommt extra von so weit angereist und kriegt dann hier nix zu essen oder wie, dat is doch ne Skandal!!" [Ich traue meinem gebildeten Leser an dieser Stelle eine selbstständige Übersetzung zu.]<br />
Damit sprengen sie mir nix-dir nix die harmonische Kaffeegesellschaft und sorgen für einen Eklat erster Güte.<br />
Dieser wird noch gesteigert durch Oma Bäbbi, die ein vernichtendes "Dat Liesel is ne Kuchenversager! Seitdem dat bei die Wätz Wätchertten geht, will dat ja die ganze Welt verhungern lassen, guck dir doch nur mal an, wie dürr dat is und so sollen wir auch mal enden!? Nää, ohne misch! Heinz, schmeiß die Schwenker an, dann gibt es jetzt eben sofort Nachtessen!" [Auch hier verlasse ich mich ganz auf Ihren überragenden Intellekt. Danke.]<br />
Tante Liesel kollabiert mit einem akuten Anfall von "Herz", wird aber mit drei Stücken Herrentorte, vier Schinkenbroten und einem Gläschen Urpils wieder auf Vordermann gebracht.</p>
<p>17 Uhr bis 18 Uhr: <em>Apéritif</em><br />
Nach der Einnahme einiger "Maggirithas on the rocks" -Zubereitung: ein Glas Maggi, ein Spritzer Tabasco, etwas Zitronensaft, 9 cl Wodka, drei Eiswürfel - sind alle wieder entspannt und freuen sich auf das Abendessen.</p>
<p>18 Uhr bis 22 Uhr: <em>Dinner for all</em><br />
Abendessen. Alles läuft prima, bis einer der Schwenkapparate - eine kunstvoll umgeschmiedete, ehemalige Waschmaschinentrommel - wegen großräumigem Lochfraß ausfällt und für böses Blut sorgt. Tante Thea gießt Öl ins Feuer, sowohl real als auch verbal, und díe daraus entstehende Stichflamme sorgt für den kompletten Haupthaarausfall von Opa Franz, der das aber mit einem sehr gelassenen bis nonchalanten "Ich wollt dat Tupéh sowieso wegschmeißen, dat is ja eine Kriegstrophäe aus dem ersten Weltkrieg und müffelt bei Wetterumschwung wie die alt Katz von Oma Traudel." hinnimmt. Tante Theas kollateraler Verbalausfall "Liesel, dat is ne Schande, dass du deine 49 Gäste wirklisch mit nur 10 Schwenkern versorgen willst, und du solltest disch escht mal schämen!!" geht deshalb im leisen Disput von Oma Traudel und Opa Franz "Mein Katz müffelt net, dat is dein alt Unnerbux!"- "Verzäll mer nix, dat is dein Katz!" unter. [Wenn Sie bisher alles verstanden haben, ist das doch jetzt ein Kinderspiel, das schaffen Sie! Super!]<br />
Harmonische Stimmung.<br />
Opa Friedelbert erzählt unter dem begeisterten Aufstöhnen aller zum 173. Mal von seiner Kriegsgefangenenschaft bei den Franzosen, die die "schönschte Zeit in meinem ganzen Leben war, weil die Franzosen, die kochen ja so gutt und da hab isch die Fronkßiene kennengelernt, dat war mal ein Prachtweib, sag isch eusch!" [Dito.]</p>
<p>22 Uhr bis 2 Uhr nachts. <em>The great Final</em><br />
An dieses sehr dunkle Kapitel habe ich leider nur sehr dunkle Erinnerungen. Ich kann nur raten: Maggiritha niemals mit Gin-Tonic, Cola-Bacardi, Brandy, Urpils, Rotwein und Tomatensaft mischen. Total ungesund das Ganze. Vor allem der Tomatensaft.<br />
<del dateTime="2008-01-04T00:00:57+00:00">Prost.</del></p>
<p>Na, wie fühlen Sie sich jetzt so als Saarländer/in für wenige Stunden? Ist das nicht ein berauschendes Gefühl? Tauchen Sie auch demnächst wieder in dieses Vollbad an kulinarischen, fremdsprachigen und lokalkoloritischen Finessen wieder ein, wenn es heißt:<br />
Letters from the Saarland - Es war nie schöner!<br />
Ihre Anna Nuehm</p>
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