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	<title>lk-2-25-34 &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "lk-2-25-34"</description>
	<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 02:06:44 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Zu Lk 2, 25-34]]></title>
<link>http://jobo72.wordpress.com/2008/02/04/zu-lk-2-25-34/</link>
<pubDate>Mon, 04 Feb 2008 08:17:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>jobo72</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Begegnung des Simeon mit Jesus ist eine Geschichte persönlichen Lebensglücks und persönlicher]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Begegnung des Simeon mit Jesus ist eine Geschichte persönlichen Lebensglücks und persönlicher Heilserfahrung. Simeon darf doch noch den Messias sehen. Darauf hatte er gehofft und an die Offenbarung des Heiligen Geistes, der diese Hoffnung in ihm wach gehalten hatte, fest geglaubt. Und dann erfüllt sich seine Hoffnung und Simeon kann in Frieden sterben. Dieser Duktus der Vollendung hat dazu geführt, den Lobgesang des Simeon als liturgischen Standardtext in die Komplet aufzunehmen; wir werden das Nunc Dimittis gleich auch noch singen. Darin kommt dann zum Ausdruck, dass auch wir in Frieden zur Ruhe kommen können, weil wir die Hoffnung des Simeon auf die Begegnung mit dem Heiland teilen dürfen. Eine richtig schöne Geschichte also.</p>
<p>Aus dem Rahmen fällt der letzte Vers 34: „Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.“ Ein Zeichen, dem widersprochen wird. Eine Prophezeiung, die das harmonische Idyll der Vollendung aufbricht.</p>
<p>Heute erkennen wir in dem neuen, streitbaren Atheismus diesen Widerspruch. Neu an diesem ist, dass es sich um den Versuch handelt, nicht nur die Kirche als Institution in ihrer Historizität zu kritisieren, sondern das Christentum an sich: christliche Riten, christliche Werte, die christliche Lebensform als solche. Zugegeben: Ganz neu ist auch das nicht, vielfach werden einfach Argumente aus dem 18. und 19. Jahrhundert wiederbelebt, um sich in die Tradition der Aufklärung und der Religionskritik positivistischer (Comte) und sozialistischer (Marx) Provenienz zu stellen, ohne diese Kontinuität durchzuhalten. Denn während historisch vielfach der Wert von Religion funktionalistisch umgedeutet und auf das Instrumentelle, das für die Gesellschaft Nützliche reduziert wurde, stellt sich die Weltanschauung der „neuen Atheisten“ als naturalistische Transzendenzleugnung im umfänglichsten Sinne dar und richtet sich damit gegen jede Form von Religion, für die ja die Beziehung zum Übernatürlichen konstitutiv ist. Der Gegner ist mithin nicht nur die Kirche (die freilich insbesondere), auch nicht nur das Christentum oder die Weltreligionen, sondern das Religiöse per se.</p>
<p>Streitbar ist daran, dass die Protagonisten die Medien, insbesondere auch die neuen Medien wie das Internet, massiv nutzen, um (wie sie es sehen) aufzuklären oder (wie ich es sehe) zu missionieren. Denn sie geben sich paradoxerweise durchaus religiös. Auch sie wissen um die Bedeutung der Hoffnung. Gegen die Hoffnung der Christen auf ihren Retter, die Simeon in der Begegnung mit dem Kind im Tempel erfüllt wurde, setzen sie die Hoffnung auf den wissenschaftlichen Fortschritt, der einst die Probleme lösen, die Fragen beantworten und den Himmel auf Erden realisieren werde, gewissermaßen als „Reich Gottes“ ohne Gott. Die anthropologischen Kernpunkte dieses „neuen Atheismus’“ sind die Ablehnung der Schöpfungsmetapher, wenn es um die Erschaffung der Welt durch ein intelligentes Wesen, das wir Gott nennen, geht (naturalistischer Evolutionismus), bei gleichzeitiger Inanspruchnahme des Schöpfungsbegriffs für den Menschen (Genomforschung), verbunden mit einer Instrumentalisierung menschlichen Lebens (Stammzellenforschung), das ja nun, einmal seiner Heiligkeit beraubt, nach Nutzenerwägungen rein funktionalistisch ausgeschlachtet werden kann.</p>
<p>Die Selbsterlösungsrhetorik und die Tendenz zur Enttabuisierung anthropogener Schöpfungsvorstellungen sind gefährlich, auch wenn die Wissenschaften oft und gerne leugnen, diesen Anspruch zu haben. Die Kirche spricht immer wieder deutlich aus, wie gefährlich eine Wissenschaft ist, die sich erdreistet, Gott zu spielen. Nun hat Papst Benedikt in seiner jüngsten Enzyklika hierzu die passende Antwort gegeben. Rechtzeitig zur diesjährigen Adventszeit erschien am 30. November mit Spe salvi eine Enzyklika, die jene Hoffnung als trügerisch entlarvt, die ausschließlich auf die Wissenschaft gerichtet ist, und die rettende Botschaft von der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus überhört.</p>
<p>Benedikt geht in seiner Analyse, die freilich schon in den einschlägigen Internetforen scharf kritisiert wurde, zurück an den Anfang neuzeitlicher Wissenschaft und benennt Francis Bacon als den Ursprung einer menschlichen Selbstüberschätzung, die bei allem Fortschritt statt Rettung und Heil vielmehr drohende Zerstörung anzubieten hat, weil sie den Menschen nicht auf dem ihm in der Schöpfungsordnung zugedachten Platz belassen will. Die Waage kippt dabei umso stärker in Richtung negativer Konsequenzen, je mehr sich der Mensch von Gott abwendet, je mehr er sich als Wissenschaftler gottgleich wähnt.</p>
<p>Der Heilige Vater stellt fest: „Der Mensch kann nie einfach nur von außen her erlöst werden. Francis Bacon und die ihm folgende Strömung der Neuzeit irrten, wenn sie glaubten, der Mensch werde durch die Wissenschaft erlöst. Mit einer solchen Erwartung ist die Wissenschaft überfordert; diese Art von Hoffnung ist trügerisch. Die Wissenschaft kann vieles zur Vermenschlichung der Welt und der Menschheit beitragen. Sie kann den Menschen und die Welt aber auch zerstören, wenn sie nicht von Kräften geordnet wird, die außerhalb ihrer selbst liegen. Umgekehrt müssen wir auch sehen, daß das neuzeitliche Christentum sich angesichts der Erfolge der Wissenschaft in der Entwicklung der Gestaltung der Welt weitgehend auf das Individuum und sein Heil zurückgezogen hatte. Es hat damit den Radius seiner Hoffnung verengt und auch die Größe seines Auftrags nicht genügend erkannt, so Großes es auch weiterhin in der Bildung des Menschen und in der Sorge um die Schwachen und Leidenden getan hat.“ Schließlich kommt der Papst zu dem Urteil: „Nicht die Wissenschaft erlöst den Menschen. Erlöst wird der Mensch durch die Liebe.“</p>
<p>Amen.</p>
<p>(Josef Bordat – Homilie zur Komplet am 13.12.2007, KSG Edith Stein Berlin)</p>
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