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	<title>kirchenkritik &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/kirchenkritik/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "kirchenkritik"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 12:08:29 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Religion und Vernunft – Dan Brown: Illuminati]]></title>
<link>http://mupan.wordpress.com/?p=19</link>
<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 19:23:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>mupan</dc:creator>
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<description><![CDATA[Jetzt hab ich das Buch also auch gelesen, dessen Nachfolger so polarisierte Reaktionen hervorgerufen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt hab ich das Buch also auch gelesen, dessen Nachfolger so polarisierte Reaktionen hervorgerufen hat.<br />
&#160;&#160;Angeblich geht es um den Konflikt von wissenschaftlichem Denken und christlichem Glauben. Besser gesagt, aber das ist meine Sprachregelung, geht es um den Konflikt von Glaubensgebäuden des Wissenschaftsbetriebs und der Kirche. Das Buch reißt dieses Thema inhaltlich anfangs an. Danach handelt es sich um die reißerische Beschreibung der sehr konstruierten Vorkommnisse einer Nacht und der Glaubensüberzeugung der Menschen, die in dieser Nacht aufeinanderprallen. Ein Thriller wie viele also, der die Chance verschenkt, mit seinen Mitteln die Aufmerksamkeit der Leser darauf zu lenken, dass es diese Auseinandersetzung zwischen Fundamentalisten (»Atheisten«, evangelikalen Christen, »Agnostikern«, Islamisten, ...) ja durchaus gibt.<br />
&#160;&#160;Diese Auseinandersetzung erscheint im Alltag viel unspektakulärer. Da geht es zum Beispiel um die Frage, ob bei meiner Tochter in der Schule die Evolution auf dem Lehrplan stehen darf. Diese alberne Diskussion ist aus den USA zu uns rübergeschwappt, heißt es. Wenn sich die Creationisten durchsetzen und tatsächlich das fruchtbare Nebeneinander des Naturwissenschaften- und Religionsunterrichts durch eine aggressive Konkurrenz und Bevorzugung des letzteren ersetzt würde, ...<br />
&#160;&#160;Gott beweisen. Was für eine alberne Vorstellung. Wozu? Wem muss Gott bewiesen werden? Soll doch jeder auf seinem geistigen Auge blind sein, der mag, und sich auf die rein rationale Weltsicht beschränken. Weder müssen sich hier Lager bekämpfen noch muss sich hier eins dem anderen anbiedern, sich von ihm einverleiben lassen, Bedingungen erfüllen. Religion und Wissenschaft sind nahe Verwandte, aber viele wollen das nicht wahrhaben und blenden das Geschwister aus oder bekämpfen es sogar.<br />
&#160;&#160;Ich hab Sympathien für Kohler. So eine Ignoranz hab ich von der evangelischen Kirche nicht erlebt, trotzdem bin ich von ihr enttäuscht und kann mich in ihn hineinversetzen. Aber keine Kirche schafft es, mir meine persönliche Religiosität auszutreiben oder zu definieren, wie diese auszusehen hat. Im Gegenteil, je mehr ich mich mit Religion beschäftige, desto klarer wird mir, wie wenig heutige Kirchenbetriebe mit Religion zu tun haben, mit der Suche nach Gott. Mit Kirchenbetrieben meine ich die Institutionen aller so genannten Welt-Religionsgemeinschaften, nicht nur die christlichen Kirchen.<br />
&#160;&#160;Der Zölibat. Auf was für einer Ebene wird er abgehandelt, welche eine Diskussion lohnende Aspekte bleiben da ohne auch nur eine Andeutung.<br />
&#160;&#160;Viele interessante Diskussionsthemen. Und ein so oberflächliches, reißerisches Buch. Ein Buch wie ein Hollywood-Film.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Arbeit am selben Projekt]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=58</link>
<pubDate>Mon, 05 May 2008 07:01:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
<guid>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=58</guid>
<description><![CDATA[Es musste ja früher oder später einmal so weit kommen: Zwar ist schon seit geraumer Zeit immer wie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es musste ja früher oder später einmal so weit kommen: Zwar ist schon seit geraumer Zeit immer wieder vom „neuen Atheismus“ die Rede, aber was das überhaupt ist und wie sich der „neue“ vom „alten“ unterscheidet, blieb stets unklar. Um Licht in dieses Dunkel zu bringen, fand unlängst eine Tagung „’Neuer Atheismus’ und moderner Humanismus“ statt, zu der die Humanistische Akademie Berlin in Zusammenarbeit mit der Giordano-Bruno-Stiftung geladen hatte.</p>
<ul>
<li>Vergangenheit und Zukunft des Atheismus</li>
</ul>
<p>In seinem Eröffnungsreferat klärte Frieder Wolf (Berlin) über den alten Atheismus auf, der keinesfalls die Frage nach Gott gestellt habe. Seine historische Spezifik verortete Wolf im Ancien Regime, also dem vorrevolutionären Frankreich, in dem die Priester eine von mehreren Säulen gewesen seien, auf die sich der König gestützt habe. Die Aufklärung habe sich deshalb gegen die weltliche und die geistliche Herrschaft zugleich gewendet, weil beide miteinander verschränkt gewesen seien. Freiheit, habe ein Zeitgenosse gesagt, sei erst dann erreicht, wenn der letzte Priester am Darm des letzten Adligen aufgehängt sei.</p>
<p>Die Aufgabe von heute sei es nun, den alten Atheismus in eine vollkommen veränderte gesellschaftliche Situation zu übersetzen. Die Priester hätten ihre Herrschaftsfunktion verloren, der Papst sei nicht mehr das ideologische Zentrum. Zwar lasse sich nicht leugnen, dass christliche Denkweisen noch vorhanden sind, allerdings sei es weitgehend marginalisiert. Kirchenkritik wie zu Zeiten der Aufklärung könne deshalb nicht mehr im Zentrum des Atheismus stehen, sondern der Bezugsrahmen müsse die kapitalistische Produktionsweise sein. Aber auch die habe sich gewandelt, seitdem Marx sein <a href="http://www.dober.de/religionskritik/marx1.html">berühmtes Diktum von der Religion als „Opium <em>des</em> Volkes“</a> ausgesprochen habe, schließlich laute die soziale Frage dieser Tage ganz anders.</p>
<ul>
<li>Glauben - unverstanden und verhasst</li>
</ul>
<p>Dass heute auch reflektierte, gebildete Menschen religiös sein können, war der Ausgangspunkt für die Überlegungen von Anna Ignatius (Freiburg). Sie vermutete, dass ihnen der Glauben Trost biete im Angesicht einer als grausam und teilnahmslos empfundenen Natur. Gläubige hätten Angst vor einem unberechenbaren und willkürlichen Gott, weshalb sie beteten und hofften, dass er ihnen nicht schade. Dieser als Deformation interpretierten Einstellung setzte Ignatius die - wie sie meinte - befreienden Erkenntnisse der Wissenschaft gegenüber. Die Naturgesetze seien schließlich berechenbar und könnten deshalb einen Orientierungsrahmen für das menschliche Handeln geben. Aufgabe der humanistischen Philosophie sei es, den Menschen als Teil der Natur begreiflich zu machen und zu zeigen, dass die Erkenntnisse über die Natur den Weg zu einem glücklichen und erfüllten Leben wiesen.</p>
<p>Auch Michael Schmidt-Salomon (Trier) hielt den Gottesgedanken für abwegig, gar für ein Wahngebilde. Den Unterschied zwischen den alten und neuen Atheisten verortete er in der Konsequenz der Analyse und des Vorgehens bezüglich ihres Objekts der Kritik. Während der alte Atheismus defensiv sei und taktierend, greife der neue an, spreche Klartext. Er sei „kompromisslos aufklärerisch“ und verletze deshalb natürlicherweise auch die Gefühle der Gläubigen. Zurecht, wie er meinte, denn nicht jede Position verdiene auch Respekt. So lehne er nicht nur den Gottesglauben ab, sondern auch den Respekt vor dem Gottesglauben. Wenn die neuen Atheisten Anstoß erregten, dann allerdings vor allem deshalb, weil sie den Kern der Religionen benennten, den die meisten Gläubigen gar nicht mehr kennten. Als Beispiel nannte er <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transsubstantiation">die Bedeutung der Wandlung</a> bei den Katholiken. Seine These lautete: „Die alten Atheisten sind nicht toleranter, nur ein wenig ignoranter als die neuen.“</p>
<p>Schmidt-Salomon wandte sich nicht jede Religion, sondern nur gegen solche, die einen personalen Gott kennen. Das sei eine größenwahnsinnige Vorstellung, denn eigentlich sei der Mensch bloß eine Trockennasenaffenart, die es eher zufällig an den Rand des Universums verschlagen habe. Die Auffassung, dass dem Menschen keine Sonderstellung zukomme, habe weiter reichende Konsequenzen für eine „Ethik für nackte Affen“, die er aus Zeitgründen aber nicht vorstellen wollte. In jedem Fall ruhe unter der Oberfläche des obsoleten Etiketts „Neuer Atheismus“ die Weltanschauung des „naturalistischen Humanismus“, dem die Vorstellung vom naturalistisch entzauberten Menschen zugrunde liege. Entscheidend sei, dass man endlich akzeptiere, dass die „Erkenntnisse der Wissenschaft“ die naturalistische Weltanschauung – wie er sagte – „erzwingen“.</p>
<ul>
<li>Trotz Differenzen: Der Kampf geht weiter</li>
</ul>
<p>Kontrovers wurde über die letzte Publikation des Rüpels Schmidt-Salomons diskutiert, das „Ferkel-Buch“. Diese Form der Auseinandersetzung mit Religion sei nicht produktiv und für Kinder nicht geeignet, wurde bemängelt. Im Lebenskunde-Unterricht in Berlin könne man es nicht einsetzen, meinte ein Teilnehmer. Durch die selektive Darstellung einzelner alttestamentarischer Geschichten werde vor allem die jüdische Religion diffamiert. Der Autor verteidigte sich: Er habe nur Originalzitate verwendet und nicht einmal die anstößigsten. „Das ist es, was die Religionen ausmachen“, rief er. Eine Teilnehmerin sprang dem Autor bei: In der religiös geprägten kleinstädtischen Umgebung, aus der sie stamme, sei das Buch gut angekommen.</p>
<p>Zum Ende der Tagung warfen Horst Groschopp (Berlin) und Wolf noch zwei Fragen auf, bei denen für sie Diskussionsbedarf angezeigt schien. Zum einen die nach der Grenze zwischen Religionskritik und Religionsfeindschaft, die insbesondere im Umgang mit dem Islam schärfer zu ziehen sei. Die notwendige Kritik am Islam dürfe nicht zu Islamophobie und zur Feindbildproduktion führen, vielmehr müsse man hier – wie bei allen Religionen – differenzieren und Bündnispartner suchen. Zum zweiten müsse der Naturalismusbegriff noch geschärft werden und der Unterschied zwischen theoretischen und weltanschaulichen Fragen beachtet werden. Wenn jemand die Kulturgeschichte des Menschen mit anderen als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Physikalismus">physikalistischen Methoden</a> erforsche, sei dieser noch lange kein Relativist.</p>
<p>Die Atheisten, Humanisten und Freidenker präsentierten sich auf ihrer Tagung als disziplinierte, relativ homogene Gruppe, die sich in der Welt zurecht finden will, ohne auf Gott Bezug zu nehmen. Gleichwohl ließen sich zwei unterschiedliche Strömungen identifizieren: Die eine wird vom Eiferer Schmidt-Salomon repräsentiert, der sein Weltbild um die, wie er annimmt, „Erkenntnisse der Wissenschaft“ aufbaut, unter die er alles weitere unterordnet. Sie ist die breitenwirksamere. Die andere verzichtet auf Diffamierungen der Religion, stellt fest, dass die Wirklichkeit doch recht komplex ist und weiß um die Gefahr, einem Wissenschaftsglauben zu verfallen. Sie ist die akademische Variante. Beide arbeiten am selben Projekt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Epikur, Philosoph 341-270 v.u.Z. ]]></title>
<link>http://zeedl.wordpress.com/2008/02/19/epikur-philosoph-341-270-vuz/</link>
<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 08:43:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>zeedl</dc:creator>
<guid>http://zeedl.wordpress.com/2008/02/19/epikur-philosoph-341-270-vuz/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Mach dir deine eigenen Götter, und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu befle]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span class="text"><strong><em>"Mach dir deine eigenen Götter, und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu beflecken."&#60;/em&#62;</strong></span></p>
<p><span class="text"><strong><em></em></strong></span></p>
<p align="right"><span class="text"><em>Quelle: kirchenkritik.de</em></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Arnulf Överland ]]></title>
<link>http://zeedl.wordpress.com/2008/01/08/arnulf-overland/</link>
<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 22:26:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>zeedl</dc:creator>
<guid>http://zeedl.wordpress.com/2008/01/08/arnulf-overland/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Die Absurdität der religiösen Dogmen macht es zu einer endlosen Aufgabe, gegen sie polemisi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span class="text"><strong><em>"Die Absurdität der religiösen Dogmen macht es zu einer endlosen Aufgabe, gegen sie polemisieren zu wollen."</em></strong></span></p>
<p><span class="text"><strong><em></em></strong></span></p>
<p align="right"><span class="text"><em>Quelle: kirchenkritik.de</em></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[DER GOLDENE KOMPASS]]></title>
<link>http://screenwrite.wordpress.com/2007/12/08/der-goldene-kompass/</link>
<pubDate>Sat, 08 Dec 2007 04:40:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Thomas Lenz</dc:creator>
<guid>http://screenwrite.wordpress.com/2007/12/08/der-goldene-kompass/</guid>
<description><![CDATA[Atheismus aus der Parallelwelt.
Der christliche Fundamentalismus hat es in diesen Tagen wirklich nic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Atheismus aus der Parallelwelt.</strong></p>
<p>Der christliche Fundamentalismus hat es in diesen Tagen wirklich nicht leicht. Als hätte man nicht bereits genug damit zu tun, die konservative Keule gegen Richard Dawkins´ PR-Offensive in eigener Sache und seinen gutgelaunten Atheismus-Bestseller zu schwingen, rollt jetzt auch noch ein 180-Millionen-Dollar teurer Angriff auf das ohnehin schon arg gebeutelte Gottvertrauen des christlichen Abendlandes – und das ausgerechnet in der strategisch ungünstigen (oder je nach Perspektive: günstigen) Vorweihnachtszeit. Beruhigend also, dass wenigstens der US-Präsident an seiner Strategie festhält und dabei mittlerweile sogar den ketzerischen Entwarnungen seiner eigenen Geheimdienste standhält. Wer selber etwas im Kampf gegen das Böse tun will, kann sich etwa für lächerliche 5 Dollar ein Buch der Catholic League for Religious and Civil Rights zulegen, das die teuflischen Absichten der Romantrilogie „His Dark Materials“ des Briten Philip Pullman schonungslos aufdeckt (unentbehrlich für alle Christen, wie sich auf der Website der Herausgeber lesen lässt, „vor allem für solche mit Kindern und Enkelkindern“) und den Leser mit dem notwendigen Rüstzeug versieht, den Versuchungen von Unglauben und Barbarei zu widerstehen, die ihn jetzt zu allem Überfluss auch noch über die große Leinwand heimsuchen.</p>
<p><!--more--></p>
<p>So oder ähnlich sieht es in den Köpfen verschiedener christlicher Gruppen der USA zum Premierenzeitpunkt der bisher teuersten Produktion aus dem Hause New Line wohl aus. Ähnliches hatte es zuletzt Anfang 2006 gegeben, als der „Da Vinci Code“ in manchen Köpfen bereits den Untergang des Abendlandes einzuläuten schien. Dass eine ziemlich belanglose Verschwörungsgeschichte rund um eine mehr oder weniger absurd anmutende Hypothese (die im Grunde allenfalls Kunsthistorikern ein verständnisloses Kopfschütteln entlocken dürfte) so manchen Kirchenvertreter auf die Barrikaden bringen konnte, sagt eine ganze Menge aus über die derzeitige Lage des christlichen Fundamentalismus. Dass den USA hier eine besonders zentrale Rolle zukommt, liegt aus ebenso traditionell-ideologischen wie außenpolitischen Gründen auf der Hand. Wo Kreationismus und Intelligent Design mittlerweile eine stimmbildende Macht entwickeln und sich evangelikale Sommerlager für eine christlich-konservative Indoktrination von Kindern stark machen, ist selbstverständlich alles willkommen, was sich als Feindbild nutzen lässt. Dazu gehört nun also auch „The Golden Compass“, ein auf den ersten (und auch jeden weiteren) Blick im Grunde völlig unbedenkliches Fantasy-Abenteuer, dessen Aufgabe es in erster Linie weniger ist, dem christlichen Fundamentalismus Paroli zu bieten, als vielmehr dem Mutterkonzern Warner jede Menge vorweihnachtliches Kassengold in die Taschen zu spülen und ganz nebenbei ein ertragreiches Franchise-Produkt zu installieren.</p>
<p>Bei solchen Zielen will man sich ungern Feinde schaffen und das Risiko eingehen, es sich schon vorab mit einem nicht unerheblichen Teil der Zielgruppe zu verderben. Folgerichtig ließ man seitens der Produktion schon frühzeitig verlautbaren, dass der religionskritische Faktor der Romanvorlage mehr oder weniger vollständig ausgehebelt werde, und man sich stattdessen gänzlich auf das Handlungsgerüst konzentrieren wolle (und dafür sogar den bereits gefilmten Cliffhanger des Romans außen vor ließ). Damit wollte sich aber vor allem die grundsätzlich ohnehin medienkritische Catholic League nicht zufrieden geben und startete in Gestalt ihres Präsidenten William A. Donohue vorsorglich einen öffentlichen Feldzug. Das Argument, das alle Beteuerungen seitens der Produktion aushebelte, war dabei ebenso trickreich wie paranoid: Da nämlich die Romanvorlage mit ihren beiden Fortsetzungen einen hochgradig atheistischen Standpunkt propagiere, müsse verhindert werden, dass vor allem Kinder auf diese Weise ein falsches Weltbild erlangen könnten. Denn selbst wenn die Filmversion selber problemlos konsumierbar sei, so könnten Eltern unter diesem falschen, da verharmlosenden Eindruck doch im Anschluss an den Kinobesuch auf die Idee kommen, ihren Kindern die Romanfassung unter den Weihnachtsbaum zu legen, und schon nähme das unchristliche Schicksal seinen Lauf.</p>
<p>Was den Fundamentalisten in Wahrheit also eigentlich Probleme bereitet, ist die immense Wirkungskraft des Kinos. Und da ist durchaus etwas dran. Kaum eine andere Werbemaßnahme nämlich kann ein Buch derart wirkungsvoll und flächendeckend promoten wie dessen Filmversion. Dass sich die Verleger von Philip Pullmans Romantrilogie weltweit die Hände reiben, wenn sie an die umsatzträchtigen Folgen der Verfilmung denken, steht außer Frage. Ganze Märkte werden da neu erschlossen, und das Weihnachtsgeschäft tut sein Übriges. Die vermutete atheistische Gefahr, vor der die Catholic League da warnt, ist also immens. Nun sind Donohue und seine ganze Organisation den gemäßigten Kirchenvertretern der USA schon grundsätzlich ein nicht unerhebliches Dorn im Auge, und man weiß, dass derart realitätsfremdes Fahnenschwenken den christlichen Kirchen mehr schadet als nützt. Und so war die US-Bischofskonferenz auch zunächst strategisch schlau genug, eine offizielle Filmbesprechung von „The Golden Compass“ merklich positiv ausfallen zu lassen, verlor dann aber offenichtlich rasch die Nerven und entfernte den Text schon nach wenigen Tagen wieder von der eigenen Homepage. Die Meinungen bleiben also auch jenseits von Donohue gespalten, und so lassen die ersten Reaktionen nach offiziellem Filmstart auch wenig von einem Abebben der Kontroverse spüren, denn das Damoklesschwert der Romanvorlage lässt sich nicht wegdiskutieren.</p>
<p>Dabei bezieht Autor Philip Pullman bei genauerem Nachfragen eine weniger religionsfeindliche Position, als ihm vielfach unterstellt wird. Mit Autoritäten hat er es jedoch nicht, und dabei ist es ganz gleich, ob diese irdischer, religiös-theokratischer oder kosmischer Natur sind. Das macht ihn natürlicher Weise zu einem idealen Autor für Heranwachsende, und auf die zielt seine Geschichte in erster Linie auch ab. Ein gesundes Misstrauen gegenüber Erwachsenen und Machtinhabern jeglicher Art und Form prägt dann auch Lyra, die 12jährige Hauptfigur von Buch wie Film. Dieser Charakterzug in Verbindung mit einer gehörigen Portion Cleverness und echter Unerschrockenheit gegenüber der immanenten Bedrohung, die von struktureller ebenso wie physischer Autorität ausgeht, rettet ihr und anderen mehr als einmal das Leben. Dass später das Fortbestehen ganzer Welten in ihren Händen liegen wird (und damit Schicksal und Vorbestimmung die Rolle non-personaler Ersatzgottheiten übernehmen), deutet der Film nur an. Ob es diese kosmische Perspektive allerdings auch auf die Leinwand schaffen wird, hängt nun vom Erfolg des ersten Teils der Trilogie ab – und der hielt sich am Startwochenende zumindest in den USA trotz Bestplatzierung eher zurück.</p>
<p>Das ist nun umso bedauerlicher, da die Filmversion von Chris Weitz sowohl die fundamentalistischen Kontroversen als auch die kritischen Stimmen seitens der Puristen, die gerne mehr von Pullmans Religions- und Kirchenkritik gesehen hätten, mit einer derartigen visuellen Wucht aushebelt, dass man sich wünschen würde, beide Fortsetzungen wären längst abgedreht und fertig editiert. Die fantastische und ideenreiche Geschichte einer Parallelwelt, in der die Menschen ihre Seele in Gestalt eines Tieres immer bei sich tragen, in der eine finstere Geheimorganisation Kinder entführt und grausame Experimente mit ihnen durchführt, in der sprechende Eisbären ihrer Natur gemäß in den Krieg ziehen und ein geheimnisvoller Staub die Gesamtheit aller Universen (oder auch die Welt im Innersten) zusammenhält, findet auf der Kinoleinwand eine optische Entsprechung, die so reich gestaltet und so sorgsam komponiert ist, dass man kaum weiß, wo man zuerst hinsehen soll – und es gibt ganze Sequenzen, die alles filmtechnisch Machbare aufbieten, den Zuschauer daran zu erinnern, wie gut die Entscheidung war, nicht erst auf die DVD zu warten.</p>
<p>Dass der Hauptanteil dabei von den CGI-Künstlern besorgt wurde, ist durchaus zweitrangig, denn ausnahmslos alles, was es zu sehen gibt, fügt sich durchweg uneigennützig in die Geschichte ein. Das gilt nicht weniger für die gut aufgelegten Darsteller, die allesamt neben der jungen Dakota Blue Richards lediglich in mehr oder weniger großen Nebenrollen (Daniel Craig, Sam Elliott, Eva Green), Cameos (der offenbar unvermeidliche Christopher Lee) oder als Stimmen der animierten Charaktere auftreten (Ian McKellan, Kathy Bates, Kristin Scott Thomas). Den größten Anteil trägt dabei allerdings eine atemberaubend schöne Nicole Kidman, deren Charakter zwielichtig genug ist, um buchstäblich am eigenen Leib zu beweisen, dass beim besten Willen nicht alles, was glänzt, auch wirklich Gold ist.</p>
<p><img src="http://www.alienus.de/screenwrite/Plakat_Der-Goldene-Kompass.jpg" border="1" alt="" width="450" height="637" align="absBottom" /></p>
<p>Artikel © 2007 Thomas Lenz. Alle Rechte vorbehalten.<br />
Filmplakat: <a href="http://www.warnerbros.de/" target="_blank">Warner Bros. Entertainment GmbH</a></p>
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]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Claire Goll, Dichterin ]]></title>
<link>http://zeedl.wordpress.com/2007/10/15/claire-goll-dichterin/</link>
<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 19:18:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>zeedl</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Gott ist die aufs Lächerlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen Menschheit. In den Jahr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span class="text"><em><strong><span class="text"><em><strong>"Gott ist die aufs Lächerlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen Menschheit. In den Jahrmilliarden, die unsere Erde alt ist, sollte sich Gott erst vor 4000 Jahren den Juden und vor knapp 2000 Jahren den Christen offenbart haben, mit deutlicher Bevorzugung der weißen Rasse unter Vernachlässigung der Schwarzen, der Gelben und der Rothäute? Auf solche Märchen kann ich mühelos verzichten."</strong></em></span></p>
<p></strong></em></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Robert Green Ingersoll, Schriftsteller]]></title>
<link>http://zeedl.wordpress.com/2007/10/04/robert-green-ingersoll-schriftsteller/</link>
<pubDate>Thu, 04 Oct 2007 09:36:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>zeedl</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Würde der Mensch heute den Lehren des Alten Testaments folgen, dann wäre er ein Krimineller]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight:bold;font-style:italic;" class="text">"Würde der Mensch heute den Lehren des Alten Testaments folgen, dann wäre er ein Krimineller. Würde er den Lehren des Neuen Testaments genau folgen, dann wäre er ein Verrückter."</span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Heinrich Wiesner]]></title>
<link>http://zeedl.wordpress.com/2007/09/09/heinrich-wiesner/</link>
<pubDate>Sun, 09 Sep 2007 20:04:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>zeedl</dc:creator>
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<description><![CDATA[ &#8220;Je mehr Licht man in die Kirchengeschichte bringt, desto dunkler wird&#8217;s. Der donnernde]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight:bold;font-style:italic;"> <span class="text">"Je mehr Licht man in die Kirchengeschichte bringt, desto dunkler wird's. Der donnernde Gott, der zürnende Gott, der rächende Gott. Was für ein Choleriker."</span></p>
<p><span class="text"><span style="font-weight:bold;font-style:italic;"></span></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Alfred Polgar, Schriftsteller]]></title>
<link>http://zeedl.wordpress.com/2007/07/25/alfred-polgar-schriftsteller/</link>
<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 17:18:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>zeedl</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als ei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span class="text"><span style="font-style:italic;font-weight:bold;">"Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die Ihnen völlig neu ist."</span> </span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Michael Schmidt-Salomon]]></title>
<link>http://zeedl.wordpress.com/2007/06/21/michael-schmidt-salomon/</link>
<pubDate>Thu, 21 Jun 2007 21:48:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>zeedl</dc:creator>
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<description><![CDATA[ Ist Weltfrieden ohne religiöse Abrüstung überhaupt möglich?
]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><span class="text"> Ist Weltfrieden ohne religiöse Abrüstung überhaupt möglich?</span></strong></em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sigmund Freud, Arzt]]></title>
<link>http://zeedl.wordpress.com/2007/06/20/sigmund-freud-arzt/</link>
<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 12:37:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>zeedl</dc:creator>
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<description><![CDATA[ Religion - Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.
]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><span class="text"> Religion - Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.</span></strong></em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[martin kessel, schriftsteller]]></title>
<link>http://zeedl.wordpress.com/2007/06/10/martin-kessel-schriftsteller/</link>
<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 00:53:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>zeedl</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Der Witz der Theologie besteht darin, daß sie ein höheres Wesen erfand, um sich selber ins ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><span class="text">"Der Witz der Theologie besteht darin, daß sie ein höheres Wesen erfand, um sich selber ins Leben zu rufen."</span></strong></em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[kirchenkritik]]></title>
<link>http://zeedl.wordpress.com/2007/06/09/kirchenkritik/</link>
<pubDate>Fri, 08 Jun 2007 22:13:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>zeedl</dc:creator>
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<description><![CDATA[jeden tag gibt&#8217;s hier ab heute  lehrreiche  zitate berühmter wissenschaftler  gegen die ki]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>jeden tag gibt's hier ab heute  lehrreiche  zitate berühmter wissenschaftler  gegen die kirche. denn die aufklärung muss auch den letzten erreichen. eingeläutet wird das ganze mit einem bekannten liedtext =)</p>
<p><em><span class="headred">Onkelz - Kirche</span></p>
<p><span class="text"> 		Du bezahlst für ihren Segen<br />
Für die Angst vor dem Tod<br />
Dein Geld hält sie am Leben<br />
Gibt ihnen ihr täglich Brot<br />
Du hängst an ihren Lippen<br />
Und Du glaubst, daß Du sie brauchst<br />
Dann klammer Dich an sie<br />
Bis Du verfaulst</p>
<p>Ich scheiße auf die Kirche<br />
Ihren Papst und seinen Segen<br />
Ich brauch’ ihn nicht als Krücke<br />
Ich kann alleine leben<br />
Falls Du das nicht kannst<br />
Ja, falls Du ihn brauchst<br />
Werde mit ihm glücklich<br />
Doch zwing mir nicht Deinen Glauben auf</p>
<p>Zensur und Moralismus<br />
Ist alles was sie bringt<br />
Eine halbe Erlösung<br />
Der Himmel stinkt<br />
Und Du willst für sie sterben<br />
In ihrem Namen<br />
Für die Kirche<br />
Für ein Amen</p>
<p>Ich pisse auf den Papst<br />
Und seine römische Zentrale<br />
Auf den Vatikan<br />
Und seine Sklaven<br />
Ich glaube nicht an eure Worte<br />
Ich bin doch nicht bekloppt<br />
Denn wer keine Angst vorm Teufel hat<br />
Braucht auch keinen Gott</p>
<p>Ich scheiße auf die Kirche<br />
Ihren Papst und seinen Segen<br />
Ich brauch’ ihn nicht als Krücke<br />
Ich kann alleine leben<br />
Falls Du das nicht kannst<br />
Ja, falls Du ihn brauchst<br />
Dann werde mit ihm glücklich<br />
Doch zwing mir nicht Deinen Glauben auf</p>
<p>Ich pisse auf den Papst<br />
Und seine römische zentrale<br />
Auf den Vatikan<br />
Und seine Sklaven<br />
Ich glaube nicht an eure Worte<br />
Ich bin doch nicht bekloppt<br />
Denn wer keine Angst vorm Teufel hat<br />
Braucht auch keinen Gott  		</span></em></p>
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