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	<title>kamelle-for-president &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "kamelle-for-president"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 12:15:04 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Nützliche Erfindungen der Menschheit: Der Karneval (6)]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/?p=171</link>
<pubDate>Mon, 04 Feb 2008 23:37:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Karneval wurde fatalerweise vor ca. 5000 Jahren erfunden und wie Sie jetzt wahrscheinlich pfeil]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Karneval wurde <strike>fatalerweise</strike> vor ca. 5000 Jahren erfunden und wie Sie jetzt wahrscheinlich pfeilschnell kombiniert haben, so waren es nicht die Neandertaler, die sich durch diese Erfindung <strike>bis auf die Knochen blamiert</strike> <strike>zum Gespött der Menschheit gemacht</strike> hervorgetan haben, denn die Neandertaler bilden so ziemlich die Krone der Schöpfung, gleich hinter den Saarländern. Also die Neandertaler fallen schon mal weg, und wenn Sie jetzt denken, dann können es nur die Saarländer gewesen sein, nein, die sind ausnahmsweise auch unschuldig, weil sie zu dieser Zeit mit der Spaltung des Bieratoms und der Entwicklung eines <del datetime="2008-02-05T15:38:23+00:00">50 </del> 500 Jahre haltbaren Lyoners vollauf beschäftigt waren. Wohingegen die Neandertaler sich lieber um tiefschürfende philosophische Erkenntnisse kümmerten, wie „Wenn man ein Mammut isst, kann man seiner Schwiegermutter dann dessen Seele ins Essen tun?“- „Nein, aber wenn man zwei Feinde verspeist, gehen deren Seelen in einen über und das ist so etwas Schlimmes wie Polygamie. Nur mit sich selbst.“</p>
<p>Wer war es aber dann?<br />
Da das Zeitalter des Kalten Krieges vorbei ist und somit die Russen, die Kubaner,<strike> die</strike> <strike>DDR,</strike> aber auch die Kommunisten an sich ausfallen, und zu dieser Zeit die Zündologen auch noch nicht zugange waren, so bleibt nur eine Randgruppe der Menschheit übrig: Die Außerirdischen.</p>
<p>Die Außerirdischen verfolgten mit diesem geschmacklosen Ansinnen das sehr unehrenhafte Ziel, die Menschheit zu <strike>verar</strike> unterjochen, leider oder Gottseidank, man weiß es nicht so genau, ging dieser Schuss aber nach hinten los, denn die Menschheit ist seit Erfindung des Karnevals bewiesenermaßen noch stresserprobter, alkoholresistenter und abgehärteter als irgendwie möglich oder vorstellbar. Also hat auf lange Sicht der Karneval die Menschheit vor dem Aussterben gerettet, wenn sie dafür auch einen sehr hohen Preis zahlen muss, den der tagelangen Verblödung und des sich selbst zum Affen Machens. Aber umsonst ist ja nix!</p>
<p>Und das kam so: Das hatten sich die Außerirdischen so nicht vorgestellt, als sie im Jahre 3000 vor Christus mit ihrem hölzernen Raumschiff angeflogen kamen, das bei der Landung leider in Flammen aufging, eine - weil es auf dem Planeten der Außerirdischen noch kein Feuer gab - leider weder erwartete, noch einkalkulierte, noch beherrschbare Nebenerscheinung, die die Außerirdischen dazu zwang auf der Erde zu bleiben, wo sie bis heute relativ unerkannt leben.<br />
Die Außerirdischen hatten folgenden Plan: Sie wollten die Menschheit in den Wahnsinn treiben, indem sie diese mit nervenzerrüttender "Musik" beschallten. Lieder wie „Tschingderassa Bumm, de Zoch kütt!“, „Tätääää tätäääää täääätäääääää“ sollten die Menschen mental, seelisch, körperlich und auch gehirntechnisch aushöhlen und zu gegenseitigen Massenschlägereien animieren, an deren Ende die komplette Selbstzerstörung der Menschen stehen sollte.<br />
Dies hatten die Außerirdischen bereits in verbotenen Experimenten an ihresgleichen erfolgreich ausprobiert, wobei es nach spätestens drei Minuten dieser Musikbeschallung zu einem sehr unappetitlichen <strike>Platzen</strike> Implodieren des bedauernswerten Außerirdischen gekommen war.</p>
<p>Außerdem wollten die Außerirdischen dies alles cool lächelnd anschauen, davon einen Film drehen und perfiderweise die Menschheit auch noch nach deren Auslöschung bei Youtube blamieren bis ans Ende ihrer Tage. Ein wahrhaft grausamer Plan!<br />
So weit, so gut. Leider hatten sie die Rechnung ohne den genetisch bedingten Chromosomenirrsinn so mancher Menschen gemacht, die durch diese Musik zur Höchstform aufliefen, vollends durchknallten und sich im Zuge dessen wie besessen vermehrten und das multiresistente, hypergefährliche und dominante Karnevalsgen weiterverbreiteten. Diese <strike>Irren </strike>armen Personen fügten noch das sinnlose Werfen von Konfetti, plus das Verkleiden mit lächerlichsten Kostümen hinzu, von denen Archäologen glauben, dass damit die Außerirdischen nachgeahmt werden sollten, zu Zwecken der Beschwichtigung oder Verbrüderung.<br />
Auch so bedenkliche Rituale wie das Abtrennen des Schlipses – dies soll wohl eine symbolhafte Kastration der Außerirdischen darstellen, wurden flugs in das Repertoire aufgenommen. Gefördert wurde diese Massenhysterie noch durch ekstatische Gesänge und seltsame Balzrituale, wie dem Werfen von Kamellen, nach Ansicht der Sozioarchäologen eine symbolhafte Nachahmung des Implodierens des ersten Außerirdischen, namens Waldi Kahn, der von allen Karnevalisten bis heute wie eine Gottheit verehrt wird.</p>
<p>Der Karneval spaltete von Beginn an die Menschheit in zwei Klassen, Karnevalsliebhaber und Karnevalsflüchtlinge. Der bekannteste und erste Flüchtling war Noah, der mit seiner Arche und vielen Gattungen der schönsten Tiere vor diesem Irrsinn weglaufen wollte, aber wohin flüchtet man, wenn die ganze Menschheit karnevalsmäßig verseucht ist? Dass diese Flucht sinnlos war, und niemand eine Insel ist, musste Noah schmerzlich erkennen, als eines Tages ein totes Pferd an der Arche vorbeischwamm und es unter den Tieren zu vereinzelten, aber lautstarken Gesängen kam wie „Alaaf, de Prinz kütt!“, „Es schwimmt ein Pferd aufm Flur..“ und last but not least „Wollen mer den reinlassen?“. Entsetzt und schaudernd wandte sich Noah ab und sprang über Bord, wurde aber nach wenigen Jahren eingeholt und zur Strafe tagelang mit Konfetti beworfen. Dann setzte man ihm eine rote Nase auf und er musste dreimal „Ruckizucki“ singen, eine wahrhaft unmenschliche, grausame und barbarische Strafe, vor der sich auch die abgebrühtesten Archäologen bis heute noch gruseln. Und ich auch.</p>
<p>Religionsforscher sind mittlerweile sicher, dass selbst Adam und Eva wegen des 358. Abspielens von „Humba humba humba tätäräää“ aus dem Paradies flogen und nicht wegen eines lächerlichen Apfels. Der tödlich endende Streit von Kain und Abel und die Frage, ob es dabei um eine simple Luftschlange ging, die jeder zuerst werfen wollte, oder ob Abel verbotenerweise die ganze Marmelade aus dem Karnevalsberliner von Kain stahl, da er mutwillig an genau der Stelle abbiss, wo sich diese befand, ist bis heute nicht ganz geklärt. Er zeigt uns aber: Karneval ist nicht ganz ungefährlich.</p>
<p>Die zehn Gebote, die Moses auf dem Berge Sinai empfing, waren nach neuesten Forschungen ursprünglich 18, und Moses soll doch wirklich „Kamelle!“ gerufen haben, als Gott die Tafeln herunterwarf. Vor Schreck schleuderte Gott die dritte Tafel etwas unkontrolliert und diese zerschellte, zersprang in tausend Scherben und zerfiel sofort zu Staub. Und mit ihr leider auch die Weisheiten wie:</p>
<p>„Du sollst nicht essen deines Nächsten Kamelle.“<br />
„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Bützchen, du Butz.“<br />
„Du sollst kein falsches Zeugnis über deinen Humor abgeben, denn die Humorlosen werden nicht lustiger, auch wenn sie sich ein Herzchen ins Gesicht malen, einen Schnurrbart ankleben oder sich nackt ausziehen!“<br />
„Du sollst nicht saufen wie die heilige Kuh in den hängenden Gärten des König Salomon.“<br />
"Und wenn doch, dann sollst du nicht mutwillig brechen in das Taxi oder auf die Sitze des Autos des dich Nachhausefahrenden."<br />
„Du sollst nicht so bescheuerte Lieder über Sultane, Pferde, Arme zum Himmel, Finger <strike>im Po</strike> und so singen, denn dafür hab ich mir bei der Erschaffung der Menschen nicht so viel Mühe gemacht, dann hätte ich euch gleich als Pantoffeltierchen lassen können, Mann!“<br />
„Du sollst den Karneval überhaupt nicht feiern, du Depp!“<br />
„Und wer hat dir gesagt, du sollst dich wie verkleiden wie deines Nächsten Weib? Also ich nicht! Schöne Grüße, Gott.“<br />
Ja, das alles war also futsch und somit nahm das Verhängnis seinen Lauf...</p>
<p>Im Zuge der wie ein Lauffeuer um sich greifenden Karnevalstraditionen fand auch die erste indogermanische und sämtliche folgenden Völkerwanderungen statt: Es wanderten die Karnevalsbegeisterten in die Hochburgen und die Karnevalsfeinde in die nördlich gelegenen Städte, wie Hamburg oder Bremen, weil man dort ziemlich sicher vor dem um sich greifenden Karnevalsvirus war. Auch die Kriege von 1618-1648 oder der Hundertjährige Krieg von 1337-1453 - sind das wirklich 100 Jahre, na, ich kann mich ja auch täuschen!? - sind nach modernen Forschungen nicht etwa Religionskriege, denn solche Kleinigkeiten wie Religionen hätte man auch durch Gruppendiskussionen oder Würfelspiele klären können, nicht aber die Frage:<br />
Karneval - schön bescheuert oder schön <strike>doof</strike>? Daran scheiden sich bis heute die Geister und so recht kann das niemand beantworten.</p>
<p>Im Laufe der Jahrhunderte bildeten sich weitere sehr beliebte Rituale aus, wie zum Beispiel das sehr verbreitete Komasaufen, das Nonstopp-Fremdgehen, plus das im Suff die Wohnung Zertrümmern, auch alkoholisiertes Autofahren steht bis heute sehr hoch im Kurs und wird nur durch das sich vor aller Welt Blamieren, noch dazu in einem bescheuerten Kostüm aus Polyesterfasern übertroffen.<br />
Somit freuen sich besonders Scheidungsanwälte, deren Berufsgruppe zeitgleich mit der zunehmenden Popularität des Karnevals entstand und Goldschmiede über die Verbreitung des Karnevals, denn letztere müssen nach Karneval massenweise weggeworfene Eheringe praktisch über Nacht ersetzen, und auch die Möbelhäuser verdienen sich dumm und dämlich. Zusätzlich dient der Karneval der Ankurbelung der Weltkonjunktur und der Hebung des Goldpreises, was eine allgemeine volkswirtschaftliche Hausse zu Folge hat und langfristig auch den Weltfrieden sichert.</p>
<p>Im Allgemeinen wird der Karneval mit dem Internet gleichgesetzt, nur ohne das Komasaufen, bzw. schon inklusive, aber man sieht es halt nicht. Man ahnt es nur manchmal. Das Internet ist insgesamt aber viel gefährlicher als der Karneval, da im Internet nicht gilt: Am Aschermittwoch ist alles vorbei, denn im Internet ist immer Karneval, was für Karnevalsliebaber eine sehr begrüßenswerte Tatsache ist.<br />
In diesem Sinne: Helau! Und: Da simmer dabei!</p>
<p>Der Karneval ist aber leider, leider bald wieder zu Ende, was eine sehr schmerzliche Erfahrung ist, die das Leben <del dateTime="2008-02-04T23:28:48+00:00">immer wieder verschönert und lebenswert macht </del>aber so mit sich bringt. Und da muss man durch.<br />
Sie auch. Aber Sie schaffen das schon!<br />
Ihre Anna Nuehm</p>
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