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	<title>jungle-world &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/jungle-world/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "jungle-world"</description>
	<pubDate>Mon, 08 Sep 2008 16:27:35 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Parteilinien]]></title>
<link>http://ingoway.wordpress.com/?p=413</link>
<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 08:44:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ingo Way</dc:creator>
<guid>http://ingoway.wordpress.com/?p=413</guid>
<description><![CDATA[Eine sehr lesenswerte Auseinandersetzung mit der linksradikalen Sekte der Antideutschen und dem Text]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Eine <a href="http://blog.minimeta.de/2008/08/leninisten-mit-klappe/">sehr lesenswerte Auseinandersetzung mit der linksradikalen Sekte der Antideutschen</a> und dem Text "<a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/32/22377.html">Mit Wimpel und Mützchen</a>" von Stefan Grigat, den auch <a href="http://ingoway.wordpress.com/2008/08/15/dialektischer-antizionismus-oder-juden-als-nutzliche-idioten/">Stefan Wirner und ich uns kürzlich vorgenommen haben</a>, gibt es auf dem Blog <a href="http://blog.minimeta.de/">minimeta material</a>:</p>
<blockquote><p>Die Antideutschen sind die Wiedergänger in der deutschen Linken. Die Auflösung der autonomen Szene und den Niedergang der von Bürgersöhnen und -töchtern dominierten BRD-Linken der 80′ger und 90′ger haben sie durch einen wohl-erprobten Trick überlebt: Bildung einer (oder zählt man die Verwurflinien innerhalb der Anti-Deutschen mit, dann sogar mehrere) K-Gruppen.</p>
<p>Eine K-Gruppe, das bedeutet Leninismus. Die Gemeinsamkeiten der Antideutschen mit dem Leninismus sind sowohl taktischer als auch inhaltlicher Natur. Folgende drei Stichpunkte sollen erstmal als Charakterisierung reichen:</p>
<p>1. Autoritätsgläubigkeit<br />
2. Festhalten an der Avantgarde-Theorie<br />
3. Parteibildung<!--more--></p>
<p>Die folgenden Zitate sind alle aus: ‘Mit Wimpeln und Mützchen’, Jungle World Nr. 32, 7.8.08 von Stephan Grigat. (...)</p>
<p>Autoritätsgläubigkeit:</p>
<ul>
<li>Und der eine oder die andere Antideutsche jüngeren Semesters sollte besser Adorno lesen als eifrig Hebräisch zu pauken.</li>
</ul>
</blockquote>
<blockquote><p>Eine recht verächtliche Bemerkung über Novizen, die die wahre Lehre (noch) nicht verstanden haben, in der natürlich der Verweis auf die wirkliche Vaterfigur nicht fehlen darf. Hier sollen sich Leute erstmal ihre Sporen verdienen, scheint es.</p>
<p>Und bitte den unglaublichen Anmerkungsapparat beachten, der in einem Zeitungsartikel nichts zu suchen hat. Eine geradezu anal gewordene Autoritätsgläubigkeit. (...)</p>
<p>Avantgarde:</p>
<ul>
<li> [J]ede Kritik am Kapital ist daran zu messen, ob sie, als ihr theoretisches Zentrum, dessen negative Selbstaufhebung in manifester Barbarei als eine wiederholbare Konstellation auf den Begriff zu bringen vermag und zum Angelpunkt der Agitation macht.</li>
</ul>
<p>Wer agitieren will, weiss es besser. Hier soll nicht kommuniziert, sondern überrumpelt werden. Ein Stil, der sich im Übrigen durch den ganzen Artikel zieht.</p>
<p>Parteibildung:</p>
<ul>
<li> Mit der Zeit hat sich eine eigenständige Strömung gesellschafts­kritischen Denkens etabliert, die sich der Aufmerksamkeit des deutschen Verfassungsschutzes ebenso sicher sein kann wie jener von österreichischen, deutschen und israelischen Tageszeitungen.</li>
</ul>
<p>Die Grenzen sind klar, hier die Eigenständigkeit, dort die Bewunderer. Viel Feind viel Ehr, was? Die Antideutschen, mit Zentralorgan ‘Bahamas’ auf der einen Seite und den Kritikern auf der anderen Seite.</p>
<p>Schlussendlich: Wie unehrlich ist es wohl, die Chimäre einer Debatte zu malen, die nach Grigats eigenen Worten (”All diesen Vorwürfen ist eines gemeinsam: Sie gehen an keiner Stelle auf die Textproduktion der antideutschen Ideologiekritik ein.”) keine ist. Nach dem Lesen hat man den Eindruck, mit einem Politiker gesprochen zu haben, der auf jede Frage antwortet: ‘Ja, aber die Frage ist falsch gestellt…’ um dann in aller Seelenruhe die Frage zu ignorieren und seine eigene Agenda herunterzuleiern.</p></blockquote>
<p>In <a href="http://blog.minimeta.de/2008/08/strikes-back/">einem weiteren Blogbeitrag</a> nimmt sich der Autor die Erwiderung von Gerhard Scheit auf den Text von Wirner und mir vor:</p>
<div class="post-entry">
<blockquote><p><a title="Juden als nützliche Idioten" href="http://jungle-world.com/artikel/2008/33/22445.html" target="_blank">Juden als nützliche Idioten</a> von Ingo Way und Stefan Wirner (...) ist eine recht polemische Auseinandersetzung mit Grigats Dossier, dessen Hauptvorwurf lautet: Die Antideutschen würden Juden als Rechtfertigung für ihre Thesen benutzen und sich einer Auseinandersetzung mit ihnen gleichzeitig verweigern.</p>
<p>(...) Keiner der Leserbriefschreiber geht auf Way/Wirners Kernthese ein, stattdessen regen sich alle über die abfälligen Bemerkungen der beiden bezüglich Kommunismus auf. So wie sich Way/Wirner zu Kommunismus äußern, würde ich auch widersprechen, aber der Leninimus-Kommunismus der K-Anti-Deutschen kann mir sicher auch gestohlen bleiben.</p>
<p>Lange Vorrede, aber nun zu <a title="Eliminierung der Widersprüche" href="http://jungle-world.com/artikel/2008/34/22487.html" target="_blank">Gerhard Scheits Text</a>. Zuerst einmal fällt auf, dass auch Scheit sich der Auseinandersetzung mit Way/Wirner zu ihrer Kernthese entzieht. Er übergeht sie nicht mit Schweigen wie die Leserbriefschreiber, sondern er diskreditiert sie, indem er Way/Wirner vorwirft, die Thesen Grigats falsch bzw. entstellt wiederzugeben. Das ist aber nicht so leicht, und deshalb muss in die Mottenkiste gegriffen werden. Zuerst wird den beiden Übertreibung in einer Nebensächlichkeit vorgeworfen, und dann die Kernthese ohne weitere Argumente verworfen:</p>
<ul>
<li>Wenn Stephan Grigat schreibt, »der eine oder die andere Antideutsche jüngeren Semesters sollte besser Adorno lesen als eifrig He­bräisch pauken«, macht daraus die Anklage, es werde »der Boykott von Hebräisch-Kursen empfohlen«. Nach dieser Methode wird ihm unterscho­ben, dass er den Zionismus als »Irrweg« sehe und Israel als das Resultat »falscher Schlüsse«, wel­che die Juden aus dem Holocaust gezogen hätten. Das ist vor dem Hintergrund dessen, was Gri­gat geschrieben hat, so grotesk, dass eigentlich nur noch der Verdacht fehlt, er und seine »Mitstreiter«, wie übrigens auch der Mossad, seien vom Iran finanziert.</li>
</ul>
<p>Der schon in diesem Zitat auffällige gehässige und wohl kaum einer Diskussion würdige Stil zieht sich auch in Anwürfen wie “infamer Irrsinn” weiter durch Scheits Text.</p>
<p>Interessant ist, dass Scheit den beiden vorwirft, was meiner Meinung nach doch für die Antideutschen gilt: Parteisoldaten zu sein ohne Partei.  (...)</p>
<ul>
<li>Wer das einzig notwendige, »notwendig falsche« Bewusstsein des Zionismus wirklich gewonnen hat, wird für solche Insinuationen ohnehin nicht anfällig sein.</li>
</ul>
<p>Ein solches Urteil lässt sich wohl nur von dem Standpunkt des richtigen Bewusstseins her fällen. Die Vorstellung, dass das richtige Bewusstsein erst im Kampf für Befreiung und gegen das Kapital und seinen Staat entsteht, war den Leninisten schon immer nur Lippenbekenntnis, denn die-Partei-die-Partei-die-hat-immer-recht und die Partei ist ihnen Trägerin des richtigen Bewusstseins lange vor der Revolution. So offensichtlich auch für Scheit.</p>
<p>Was auch immer Scheit da schreibt, das Niveau von lesenswerter Kritik erreicht er selten.</p></blockquote>
</div>
<div class="post-entry">Schön, wenn man nicht immer alles selber sagen muß.</div>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das schwierige Verhältnis zwischen Naturalismus und Menschenrechten]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=156</link>
<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 05:53:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
<guid>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=156</guid>
<description><![CDATA[Ein besonders aufschlussreiches Wahrheitsverständnis offenbarte kürzlich mal wieder der Brightsblo]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein besonders aufschlussreiches Wahrheitsverständnis <a href="http://brightsblog.wordpress.com/2008/08/08/subversiver-journalismus/">offenbarte kürzlich mal wieder der Brightsblog</a>. Im Vorspann zu einem Interview mit Wesley S. Smith über Tierrechte und Menschenwürde heißt es:</p>
<blockquote><p>„Ein Interview mit Wesley J. Smith bei der Jungleworld. Jenem antideutschen, halb zeitgeistigem Szene-Trendblatt der Linken, welches nicht unwidersprochen sein darf. Smith, Senior Fellow des Discovery Institutes, jener Einrichtung also, die vor Jahren die Wedge-Strategie konzipiert hat. Jenen Versuch, der subversiven Unterwanderung einer säkularen Gesellschaft, mittels ‚Intelligent Design‘. Smith der Anchorman jener Bewegung, Rechtsanwalt der International Task Force on Euthanasia and Assisted Suicide. Die Jungleworld, Spaltprodukt der Jungen Welt, dem Sprachrohr der jugendlichen Beton-Kommunisten, völlig unreflektiert im Interview mit Smith. Es geht um Tierrechts-und Ökoterror. Das Wort ‚Gott’ fällt überhaupt nicht. Es wäre wichtig gewesen, dem Leser dieses Beitrages mehr Hintergrundinformationen zu vermitteln. So macht sich die Zeitung zum Handlanger einer subversiven, fundamentalistischen, religiösen Denkstruktur.“</p></blockquote>
<p>Der anonyme Autor will mit diesem Stakkato sagen, dass es nicht darum geht, <em>was</em> einer sagt. Sondern ausschließlich, <em>wer</em> er sagt. Und wenn sich Smith äußert, kann er nimmer Recht haben, weil er <a href="http://discovery.org/">im Umfeld des Discovery Instituts</a> verortet wird. Und dort sitzen bekanntlich die kreationistischen Unterwanderer der reinen Lehre. Dabei wies Smith lediglich auf den impliziten <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/32/22409.html">Zusammenhang zwischen Atheismus und Ablehnung der Menschenrechte</a> hin, als er sagte:</p>
<blockquote><p>„Dawkins scheint zu glauben, dass er den Glauben an eine göttliche Macht unterminieren kann, indem er ethische Prinzipien wie die Annahme, dass der Mensch einzigartig ist, attackiert. Das jedenfalls scheint mir der Grund zu sein, warum Dawkins Peter Singers Great Ape Project unterstützt. Die Besonderheit des Menschen ist eben eine Ansicht, die sich aus der religiösen Tradition entwickelt hat, aber gleichzeitig die fundamentale Voraussetzung der westlichen Zivilisation ist. Man braucht keinem religiösen Glauben anzuhängen, um die Menschenrechte zu verteidigen. Trotzdem meinen einige der so genannten Neuen Atheisten, dass die jüdisch-christliche Ethik synonym für religiöse Überzeugung steht. Diese Religionskritiker bezeichnen sich als Freidenker, das sind sie aber nicht.“</p></blockquote>
<p>Ich habe auf diese Problematik bereits <a href="http://naturalismuskritik.wordpress.com/2008/04/03/menschenrechte-kein-masstab-fur-naturalisten/">in einem früheren Post</a> hingewiesen. Es hat sich nichts geändert. Die Vermutung wird immer stärker: Naturalismus und Menschenrechte – das verträgt sich nicht.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dialektischer Antizionismus oder: Juden als nützliche Idioten]]></title>
<link>http://ingoway.wordpress.com/?p=391</link>
<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 13:59:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ingo Way</dc:creator>
<guid>http://ingoway.wordpress.com/?p=391</guid>
<description><![CDATA[In der aktuellen Ausgabe der Jungle World steht ein Text von Stefan Wirner und mir über die Ideolog]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In der aktuellen Ausgabe der <a href="http://jungle-world.com/">Jungle World</a> steht ein <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/33/22445.html">Text von Stefan Wirner und mir</a> über die Ideologie der antideutschen Linken:</p>
<p><strong>Juden als nützliche Idioten<br />
Sie behaupten, proisraelisch zu sein, und geben vor, mehr vom Antisemitismus zu verstehen als die restliche Linke. Mit dem Judentum aber wollen die Antideutschen gar nichts zu tun haben. Eine Antwort auf das Dossier von Stephan Grigat.<br />
Von Ingo Way und Stefan Wirner</strong></p>
<p>Was sind das nur für Leute? Bei Veranstaltungen der Jüdischen Gemeinde verteilen sie Broschüren, in denen zur Solidarität mit Israel und zu einem harten Vorgehen gegen den Iran aufgerufen wird. Sie halten Demonstrationen ab und veranstalten Konferenzen, ganz den klassischen Politikformen der Linken verhaftet. Nur daß sie sich zuweilen der Sympathie jüdischer Organisationen und manch eines "bürgerlichen" Publizisten gewiß sein dürfen. Denn Demokraten packen sie bei ihrem schlechten Gewissen und treiben sie – nach der Devise: "Wir tun wenigstens was" – vor sich her.</p>
<p>Wer wissen will, was diese vorgeblichen Freunde Israels denken, etwa über Juden, muß nur das jüngste <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/32/22377.html">Dossier von Stephan Grigat</a> in der Jungle World (32/08 ) lesen. Grigat ist Mitglied der Gruppe Café Critique aus Wien und der Initiative "Stop the Bomb", die sich gegen das iranische Atomprogramm richtet.<br />
Sein Pamphlet belegt eindrucksvoll, daß es den Antideutschen beim Thema Israel um pure Ideologie geht, um das, was Grigat "antideutsche Textproduktion" nennt. Real existierende Juden sind für sie nichts anderes als ein Mittel zum Zweck, die kruden Ideen dieser linken deutschen Strömung zu untermauern, die nur auf die Abschaffung von Marktwirtschaft und Demokratie hinaus will und Versöhnung und Religiösität zutiefst verabscheut.<!--more--></p>
<p>Anlaß für das Konvolut ist der gegen die Antideutschen erhobene Vorwurf des "Philosemitismus". Diesen Vorwurf versucht Grigat mit einer Leidenschaft zu entkräften, daß sich die Frage aufdrängt: Was reizt ihn so an Äußerungen etwa eines Linksdogmatikers wie Robert Kurz? Ist es die Angst, für immer aus der Linken ausgeschlossen zu sein und beim kommenden Umsturz nicht berücksichtigt zu werden? Und das, obwohl man sich der "Aufmerksamkeit des deutschen Verfassungsschutzes" sicher sein kann, wie Grigat stolz betont?</p>
<p>Zwar behaupten die Antideutschen, daß sie sich als</p>
<blockquote><p>"proisraelisch begreifen und dadurch mit der langen Tradition des linken (insbesondere des linksradikalen) Antizionismus gebrochen haben",</p></blockquote>
<p>wie Grigat schreibt. Aber als Philosemit will man nicht länger gelten, denn:</p>
<blockquote><p>"Der Begriff des Philosemitismus eignet sich nicht nur zur Kritik an jenem merkwürdigen Interesse für jüdische Religion und Gebräuche, dessen Nähe zum Antisemitismus außer Frage steht und das man von KZ-Kommandanten ebenso kennt wie von christlichen Israel-Freunden, sondern er kann als politischer Kampfbegriff auch zur Diskreditierung der Antisemitismuskritik dienen."</p></blockquote>
<p>Von einem "merkwürdigen Interesse für jüdische Religion und Gebräuche" ist bei Grigat in der Tat nichts zu spüren. Die "Solidarität mit Israel" ist klar definiert. Grigat zitiert seinen Genossen Clemens Nachtmann:</p>
<blockquote><p>"Eine jede Staatskritik wird daran zu messen sein, ob sie mit dem Staat Israel, jener prekären Nothilfemaßnahme gegen die antisemitische Raserei, sich bedingungslos solidarisch erklärt, was die Solidarität mit dessen bewaffneter Selbstverteidigung selbstverständlich einschließt."</p></blockquote>
<p>Israel-Solidarität? Ein militärisches Beistandsangebot von Leuten, die über keinerlei Armee verfügen.</p>
<p>Um Juden geht es im antideutschen Denken nur bedingt, wie Grigat betont. Denn es handelt sich um</p>
<blockquote><p>"eine Kritik, die sich für Juden <em>als</em> Juden nur insofern interessiert, als sie Opfer des Antisemitismus waren und sind. Zu ihrem ›Jüdisch-Sein‹ – und das grenzt sie von philosemitischen Anwandlungen deutlich ab – hat sie ebenso wenig zu sagen wie zur jüdischen Kultur und Tradition."</p></blockquote>
<p>Juden sind nur als Opfer von Interesse – und nicht als handelnde Menschen, geschweige denn als religiöse. Die Kursivierung des Wörtchens "als" soll nur kaschieren, was nicht zu kaschieren ist.</p>
<p>Weiter schreibt Grigat, die jüdische Religion interessiere die antideutsche Kritik</p>
<blockquote><p>"lediglich unter dem Gesichtspunkt einer Verwandtschaft zwischen jüdischem Messianismus und materialistischer Kritik".</p></blockquote>
<p>Aus dem Antideutschen ins Deutsche übersetzt: Die Juden sind nur dafür zunutze, Material zu liefern für die linksextreme Ideologie.</p>
<p>Das demonstrative Desinteresse an jüdischer Religion schlägt sich denn auch in fundamentaler Unkenntnis nieder. Denn der Messianismus ist mitnichten wesentlich für das Judentum, das eine Religion der Tora und nicht der Endzeiterwartung ist. In manchen Sekten innerhalb des Judentums spielte das messianische Element zwar bisweilen eine Rolle, es wurde aber nie zum Mainstream. Vollends gefährlich wird es, wenn der Messianismus säkularisiert, also aus der Sphäre der Religion in die Sphäre des politischen Handelns transformiert wird, wie es Marx und seine Epigonen getan haben. Daß Messianismus und Totalitarismus nahe Verwandte sind, hat der Historiker Norman Cohn 1957 in seiner Studie <em>Das neue irdische Paradies</em> gezeigt.</p>
<p>Trotz seines Desinteresses meint Grigat zu wissen, daß die Juden die falschen Schlüsse aus dem Holocaust gezogen haben. Der Zionismus sei zwar eine "Notwehrmaßnahme gegen den Antisemitismus", aber ein Irrweg, das</p>
<blockquote><p>"notwendig falsche Bewußtsein der Juden und Jüdinnen, die das richtige Bewußtsein über ihre Verfolgung erlangt haben",</p></blockquote>
<p>wie Grigat den antideutschen Mitstreiter Gerhard Scheit zitiert. Die Juden in aller Welt dürften sich freuen, daß ihnen von den Antideutschen (deren Mitglieder in der großen Mehrzahl Nachfahren der Täter sind) bescheinigt wird, zwar kapiert zu haben, daß sie verfolgt werden – die richtigen Schlüsse aber noch nicht daraus gezogen zu haben. Dialektischen Antizionismus kann man das wohl nennen.</p>
<p>Auch Israelis, die diesen Text lesen, dürften staunen. Nicht nur, daß ihr Staat auf einem "falschen Bewußtsein" gegründet ist, er wird auch abgeschafft – und zwar nicht von Mahmoud Ahmadinejad, sondern von Grigat &#38; Co.: "Der Zionismus ist für die Ideologiekritik" gar nicht "die richtige Antwort", diese</p>
<blockquote><p>"wäre nach wie vor die Errichtung der klassen- und staatenlosen Gesellschaft".</p></blockquote>
<p>Kritische Theorie halte an der Möglichkeit fest,</p>
<blockquote><p>"mit der Abschaffung von Staat und Kapital (…) auch die Notwendigkeit des Zionismus aus der Welt zu schaffen".</p></blockquote>
<p>Will man der "AK Anti-Philosemitismus" in der Antiglobalisierungsbewegung werden? Mal sehen, wie es aussieht, wenn die staatenlose Gesellschaft eingeführt wird und die Antideutschen die israelischen Schlagbäume "aus der Welt schaffen".</p>
<p>Das größte Übel aber war der Versuch der Deutschen und der Juden, nach dem Holocaust ein neues Kapitel in der deutsch-jüdischen Geschichte aufzuschlagen:</p>
<blockquote><p>"Die antideutsche Kritik als Ideologiekritik verstand sich stets auch als Kritik am Gesinnungskitsch der deutsch-jüdischen Versöhnung."</p></blockquote>
<p>Denn wer die Bundesrepublik und ihr demokratisches System abgrundtief haßt, der muß auch ihre Außenpolitik ablehnen: ihre Annäherung an Israel, das, was man beiderseitig deutsch-israelische Freundschaft nennt und woran sogar Christen teilhaben. Deshalb wird in der "antideutschen Textproduktion" ausgerechnet Deutschland unter Angela Merkel zum größten Freund des Iran und zum hinterhältigen Partner Israels umgelogen. Kein Wort davon, daß Deutschland nach den USA der größte Handelspartner Israels ist und in der EU dessen wichtigster Fürsprecher. Etwas, das man in Israel durchaus zu schätzen weiß.</p>
<p>In der Frage der deutsch-israelischen Freundschaft muß die antideutsche Avantgarde auch ihr Fußvolk zur Räson rufen:</p>
<blockquote><p>"An den Rändern der antideutschen Kritik mag sich mittlerweile ein Milieu herausgebildet haben, in dem Kritik tatsächlich ersetzt wird durch Begegnungsprogramme mit israelischen Jugendlichen, den Import von israelischem HipHop oder die Unterstützung von ›Israelischen Wochen‹ in den Lebensmittelabteilungen deutscher Kaufhausketten."</p></blockquote>
<p>Interesse an israelischer Musik, Jugendaustausch – alles Kokolores. Wozu der ganze deutsch-jüdische Versöhnungskrempel, wenn die klassenlose Gesellschaft das Ziel ist? Antideutscher Lernleitfaden:</p>
<blockquote><p>"Und der eine oder die andere Antideutsche jüngeren Semesters sollte besser Adorno lesen als eifrig Hebräisch pauken."</p></blockquote>
<p>Man stelle sich vor, in einem Text der Konrad-Adenauer-Stiftung stünde, Jugendliche sollten lieber Karl Popper lesen, als sich dem Hebräischen zu widmen: Das Antisemitismus-Gebrüll der Antideutschen wäre bis nach Tel Aviv zu hören. (Nebenbei gesagt: Daß in der Jungle World der Boykott von Hebräisch-Kursen empfohlen wird, ist erstaunlich.)</p>
<p>Die Antideutschen haben ihr kommunistisches Plansoll übererfüllt. Philosemitismus kann ihnen wirklich niemand mehr unterstellen. Schwerer dürfte es ihnen jedoch fallen, den Vorwurf zu entkräften, Juden als nützliche Idioten für ihre Ideologie zu mißbrauchen. Das Dossier ist ein lehrreiches Dokument der deutschen Linken, in der die Antideutschen tief verwurzelt sind – und zwar in ihrem totalitären, antidemokratischen Spektrum. Man sollte dem Text von Stephan Grigat größtmögliche Verbreitung wünschen. Damit Juden wissen, wozu sie für deutsche Linke taugen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Emos haltet durch!]]></title>
<link>http://besserscheitern.wordpress.com/?p=374</link>
<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 16:04:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>besserscheitern</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Ab heute gibts die neue Jungle World mit dem Themenschwerpunkt Emo. Dass sich im Hass auf Emo nur d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>
Ab heute gibts die neue Jungle World mit dem Themenschwerpunkt Emo. Dass sich im Hass auf Emo nur die altbekannte Homophobie neue Bahn bricht war dem uninteressierten und uninformiertem Medienkonsument dennoch spätestens nach den Attacken in Mexiko bewusst. In der Jungle World findet sich nun einige Texte zum Thema. Der Einstieg von Roger Behrens hinterlässt mich mit der Frage ob er nicht selbst zusehr dem Klischees über Emo auf den Leim geht, andernfalls könnte seine These aber eben auch lauten, dass es bei Emo nicht um Substanz und Echtheit geht und dieser Vorwurf zumindest den Emo nicht schockt. </p>
<p><a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/33/22417.html">Besser gefällt mir aber der Text von Martin Büsser. Dieser endet mit den Worten:</a> </p>
<blockquote><p>Emos, haltet durch! Eines Tages wird die Welt erkennen, dass ihr die letzte Jugendbewegung wart, die den libertären, glamourösen Geist von Roxy Music und David Bowie in widrigen Zeiten neu hat aufleben lassen.</p></blockquote>
<p>Am unzufriedensten bin ich mit Andreas Hartmanns Screamo Definition. Wenn ich heute überhaupt noch Hardcore höre dann doch gerne <a href="http://www.eaves-laerm.de/media/Eaves_Hoehenangst.mp3">Screamo, wie dieser hier von den Eaves.</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Documenta mit Tirolerhut]]></title>
<link>http://antifatoscanini.wordpress.com/?p=331</link>
<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 07:11:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Antifa Toscanini</dc:creator>
<guid>http://antifatoscanini.wordpress.com/?p=331</guid>
<description><![CDATA[ 
Die Manifesta in der idyllischen Alpenregion Trentino-Südtirol ist eine Art Event der Superlativ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="intro"><strong></strong> </p>
<p class="intro"><strong>Die Manifesta in der idyllischen Alpenregion Trentino-Südtirol ist eine Art Event der Superlative.</strong></p>
<p><em>von Sonja Eismann</em></p>
<div class="body">
<p>Was ist in der Manifesta drin? Die Künstler denken über Europa nach, zum Beispiel wie es ist, wenn es in einem Land mehrere Sprachen gibt, und dann machen sie etwas Schönes daraus.« So erklärt Hedwig Fijen, die Direktorin der Manifesta-Stiftung, in einem begleitenden, speziell an Kinder gerichteten »Work­­­book« die Mammut-Ausstellung in der Alpenregion. Viele der BesucherInnen, die wie der Ochs vorm Berg vor den gigantomanischen Ausmaßen der weltweit drittbedeutendsten zeitgenössischen Kunstschau stehen, sehnen sich vermut­lich auch nach einem so beruhigend simplifizierenden Überblick. Die Angaben, wie viele Artists denn nun tatsächlich geladen wurden, schwanken von 188 (offiziell) über 230 (für diePresse geschätzt) bis zu 400 (vom Publikum gefühlt) – Documenta und Venedig Biennale, die beiden Erstplatzierten im Kunstbedeutungsfeld, hatten im vergangenen Jahr zusammengenommen nur 250.</p>
<p>Verifizierbar aber ist, dass die Manifesta, die zuvor im Zweijahresrhythmus in Rotterdam, Luxemburg, Ljubljana, Frankfurt und San Sebas­tian abgehalten worden war und vor zwei Jahren in Nicosia/Zypern grandios scheiterte, dieses Jahr zum ersten Mal an vier Orten entlang einer 150 km langen Nord-Süd-Achse stattfindet: in Franzensfeste, Bozen, Trient und Rovereto.</p>
<p>Die drei kuratorischen Teams – Adam Budak (Graz/Krakau), Anselm Franke/Hila Peleg (Berlin/Antwerpen/Tel Aviv) und das Raqs Media Collective (New Delhi) setzten in der Auswahl der Lokalitäten nicht auf die umwerfenden land­schaftlichen Schönheiten der Ferienregion, die zahllosen Deutschen durch Wandertouren mit den Eltern oder das Durchbrettern in Richtung Süden bekannt sind, sondern bevorzugen alternative, weniger pittoreske Örtlichkeiten. So wird in Bozen das seit 2004 unter Denkmalschutz stehende Alumix, ein 1936 unter Mussolini errichtetes rationalistisches Aluminium-Werk, durch das die Rüstungsindustrie beliefert und die mehrheitlich deutschsprachige Region durch den Zuzug (süd)italienischer Arbeiter italianisiert werden sollte, vom Raqs Media Collective unter dem Motto »The Rest of Now« bespielt. In Trient, wo Franke und Peleg mit dem von einer Zeichnung Sergej Eisensteins entlehn­ten Motto »The Soul or Much Trouble With the Transportation of Souls« an die Umwälzungen des Konzils von Trient im 16. Jahrhundert erinnern, das als katholische Antwort auf die Reformation erstmals eine Konzeptualisierung eines »inneren Selbst« formulierte, kommt mit dem Palazzo delle Poste des faschistisch-futuris­tischen Chef-Architekten Angiolo Mazzoni ein weiterer Bau des Rationalismus zum Einsatz. Adam Budak beruft sich in Rovereto, mit seinen 35 000 EinwohnerInnen bis dato kleinster Austragungsort einer Manifesta, mit einer alten Tabakproduktionsstätte, einer ehemaligen Kakaofabrik und einem Teil des Bahnhofs auf Ernst Blochs »Prinzip Hoffnung« und Ken­neth Framptons »Kritischen Regionalismus«. Die Franzensfeste, eine 1838 von der österreichischen Monarchie fertiggestellte massive Festung, die als Reaktion auf einen Hinterhalt in den Napoleonischen Kriegen den Nord-Süd-Durchgang sichern sollte, letztlich aber nie angegriffen wurde, ist der einzige Ausstellungsort, der von allen drei Teams gemeinsam kuratiert wurde. Motto hier, ganz schlicht: »Scenarios«.</p>
<p>Bereits die Gründung der postuniversitären Forschungsinstitution Eurac und der dreisprachigen Universität Bozen, die Installation des Museums für moderne Kunst (Mart) in Rovereto sowie zuletzt im Mai die Eröffnung des über 30 Millionen Euro teuren, repräsentativen Klotzes des Museion direkt am Ufer der Talfer machen klar, wohin die Reise in der dreisprachigen, wirtschaftlich überaus prosperierenden autonomen Region Trentino-Südtirol gehen soll: Die biederen deutschen Gamsbarthut-Fans, die von der ursprünglichen Trachten-Folklore und Speckknödeln schwärmen, hat man schon lange im Sack, jetzt will man auch noch den hoch­preisigen Kulturtourismus-Sektor erschließen. Dass das mit dem entstaubten Image noch nicht so ganz klappen möchte, beweisen vorerst die provinzpossenhaften Ereiferungen rund um den mit einem Bierkrug an ein Kreuz genagelten Frosch Martin Kippenbergers, der mittlerweile im Erdgeschoss des Museion peinlicherweise durch ein Plakat mit Presseberichten zugehängt ist. Landesfürst Luis Durnwalder, der im Mai noch die Entfernung des Froschs verlangte, weil er die Gefühle der »zu 99 Prozent katholischen Bevölkerung« verletzen könne, spricht sich im Geleitwort des Manifesta-Katalogs nun für eine »Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen künstlerisch-intellektuellen Hervorbringungen« aus, »der manche sich nicht gerne stellen« würden.</p>
<p>Ob sich das mit der überaus heterogenen, einen in ihrer Vielfalt und Masse fast erschlagen­den Super-Schau – wer hat eigentlich Zeit und Muße für sechs Ausstellungsorte in vier Städten, ganz zu schweigen von den zahllosen Rahmenveranstaltungen und Parallel-Events, und Videos von 100 Minuten Länge? – ändern wird, ist fraglich. Auch wenn Kurator Anselm Franke im Online-Kunstmagazin Artnet zu Protokoll gibt, die Zeiten des »anything goes« und der »postmodernden Rhetorik der fluktuierenden Zeichen« in der Kunst seien vorbei, denn es müsse »kraft der Metaphorisierung« wieder »um etwas gehen«, erschließt sich durch die vollgestopfte Ausstellung nicht ganz, was dieses »etwas« sein könnte.</p>
<p>Diese Offenheit, die auch durch die Einbindung international kaum bekannter regionaler KünstlerInnen sympathisch unterstrichen wird, ist so Chance und verpasste Chance zugleich. Wenn in den kahlen Räumen der Franzensfeste nur Soundinstallationen gelesener Texte von Thomas Meinecke, Saskia Sassen, Renee Green, Arundhati Roy u.a., die sich mit dem Warten auf den Angriff auseinandersetzen, sowie stum­me Videofilme – eine der berührendsten Arbeiten der Manifesta ist hier sicherlich Harun Farockis montierte und kommentierte Footage aus dem niederländischen Übergangs-KZ Wester­bork – präsentiert werden, wird so ein konventionelles »Kunst«-Verständnis sicherlich produktiv herausgefordert – wie auch durch die Projektion einer »Night Lecture« der Mobile Aca­demy mit Kulturwissenschaftler Joseph Vogl an die Außenwand des Palazzo delle Poste.</p>
<p>Die stickigen, labyrinthartigen Gänge und Zim­merchen des Postpalastes in Trient, die gleich zum Auftakt mit der Kirchenfensterkunst von Bernd Ribbeck irritieren, wollen dabei zu viel. Die interessant projektierten fünf Minimuseen, wie das Museum der Projektiven Persönlichkeits­tests oder die Hommage an den italienischen Psychiatrie-Kritiker Franco Basaglia, kippen in dem Moment, in dem das Museum der Europäischen Normalität den eurozentristischen Ethnologie-Blick auf derart banale und blauäugige Weise einfach in sein Gegenteil verkehrt, so dass die notwendige Reflexion nur noch als langweiliger Gag figuriert.</p>
<p>In der Manifattura Tabbachi in Rovereto bleibt den einzelnen Werken mehr Luft zum Atmen, wodurch, vor allem im großzügigen Hof, auch auf Showeffekte gesetzt werden kann – gelungen wie bei der großformatigen Flickenteppich-Installation von Fabrics Interseason, etwas bemüht unterhaltsam bei der Ballon-Ansammlung von Ricardo Jacinto, mit der die BesucherInnen immerhin einen halben Meter vom Boden abheben können. Am stimmigsten wirkt letztlich die große Halle des Alumix, in der sich das Raqs Media Collective wieder als Archäologin der Gegenwart hervortut und u.a. mit Arbeiten von Teresa Margolles, Kateøina Šedá und Graham Harwood glänzt.</p>
<p>Als Souvenir bleibt neben den vielen Äpfeln, die vom Land großzügig als regionales Markenzeichen verteilt werden, ein vielschichtiges Kunst-Event, bei dem paradoxerweise haupt­säch­lich die spektakulären, untypischen Austra­gungs­orte in der Erinnerung haften werden.</p>
<p><em>Die Manifesta, eine der wichtigsten Biennalen für zeitgenössische Kunst in Europa, findet alle zwei Jahre statt und ist eine Wanderbiennale, die jedes Mal an einem anderem Ort stattfindet. Bisher wurde die Großveranstaltung in den Städten Rotterdam, Luxemburg, Ljubljana, Frankfurt und San Sebastian abgehalten. Die Manifesta 7 dauert bis 2. November.</em></p>
<p><em></em> <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/31/22314.html">http://jungle-world.com/artikel/2008/31/22314.html</a></div>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fetisch und Barbarei]]></title>
<link>http://antifatoscanini.wordpress.com/?p=326</link>
<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 20:27:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Antifa Toscanini</dc:creator>
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<description><![CDATA[ 
Stephan Grigat über rätekommunistischen Antizionismus in der Jungle World
Der Rätekommunismus ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p><span style="font-size:medium;"><span style="font-family:Times New Roman;"><strong>Stephan Grigat über rätekommunistischen Antizionismus in der <em>Jungle World</em></strong></span></span></p>
<p><span style="font-size:medium;font-family:Times New Roman;">Der Rätekommunismus formulierte nicht nur eine Kritik am bolschewistischen Parteiverständnis, sondern implizierte auch eine Absage an die mechanistische Erkenntnistheorie Lenins, die Widerspiegelungstheorie. Diese avancierte im Marxismus-Leninismus zur kanonisierten Erkenntnistheorie und wurde neben der Lehre von der Naturdialektik zum zentralen Bestandteil des auf Herrschaftslegitimation abzielenden Sowjetmarxismus. Die gesamte Ideologie-, Bewusstseins- und Erkenntniskritik von Marx schrumpft bei Lenin auf eine der Optik entlehnte, mechanistische Metapher zusammen. Eine frühe Kritik dieser Widerspiegelungs- und Abbildtheorie, wie sie sich in Lenins »Materialismus und Empirokritizismus« findet, lieferte der Linkskommunist Anton Pannekoek. Doch diese Kritik kommt ohne eine konsequente Rückbesinnung auf die Marxsche Wert- und Fetischkritik aus, in der thematisiert wird, warum das Bewusstsein nicht einfach ein Abbild der Wirklichkeit, sondern ein verkehrtes und damit als Praxis auch verkehrendes Bewusstsein ist, ein für die Subjekte selbst richtiges Bewusstsein von einer scheinbar naturgegebenen Gesellschaft, das als falsches Bewusstsein einer falschen Gesellschaft dechiffriert werden kann.</p>
<p>Zwar finden sich in Pannekoeks Schrift »Lenin als Philosoph« Hinweise auf die Marxsche Fetischkritik, in denen er darauf verweist, dass der Mensch sein Denken dem Glauben an mystische höhere Wesen unterwirft, wenn die Produkte seiner Arbeit über seinem Kopf emporwachsen »zu einer Macht, die er nicht beherrscht, die ihm als Ware und Kapital als ein eigenes gesellschaftliches Wesen gegenübertritt, das ihn beherrscht oder gar vernichtet«. Dennoch wäre es falsch zu behaupten, der westeuropäische Linksradikalismus, wie er von Pannekoek, Paul Mattick, Herman Gorter, Otto Rühle oder Rosa Luxemburg repräsentiert wurde, habe sich gerade bei der Rezeption der Marxschen Wert- und Fetischkritik, die konsequent fortgeführt bei einer Kritik der antisemitischen Ideologie landen muss und sowohl das leninistische als auch das rätekommunistische Klassenverständnis in Frage stellt, vom Leninismus grundlegend unterschieden. Die Differenzen zwischen Linkskommunisten und Bolschewisten lagen - von Ausnahmen wie Karl Korsch abgesehen, bei dem die Kritik Lenins und seiner Anhänger mit einer Rückbesinnung auf die Marxsche Kritik von Wert und Fetisch einherging - auf einer anderen, vor allem praktisch-politischen Ebene. In ihrer »Kapital«-Lektüre, mit ihrem Klassenbegriff und ihrem Unverständnis für die Gefahren eines aus der kapitalisierten Gesellschaft selbst erwachsenden antikapitalistischen Ressentiments sind sie über den so leidenschaftlich kritisierten Bolschewismus kaum hinausgekommen.</p>
<p>Die traditionalistische Marxinterpretation und der Klassenkampffetischismus enden in einem linkskommunistischen Antizionismus, mit dem die nachfaschistischen ebenso wie die gegenwärtigen Rätekommunisten ihre Unfähigkeit zu Ideologie- und Staatskritik dokumentieren. Der heute von diversen Zirkeln als Heilsbringer angepriesene Rätekommunismus steht für eine der übelsten antizionistischen Strömungen im gegenwärtigen Marxismus und bekämpft mit seinem Klassengetöse die Kritik der deutschen Ideologie.</p>
<p>Im Insistieren auf einem scheinbar überhistorischen »Grundwiderspruch« zwischen Kapital und Arbeit bei gleichzeitiger Ignoranz gegenüber der nationalsozialistischen Barbarei mit ihrer im Vernichtungsantisemitismus verwirklichten klassenlosen Klassengesellschaft in Form der »Volksgemeinschaft« ist der Linkskommunismus dem leninistischen Marxismus zutiefst verwandt. So verhält es sich auch in den Schriften prominenter Rätekommunisten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Willy Huhn, der sich bis zu seinem Tod 1970 an fast allen rätekommunistischen Diskussionen beteiligte, bringt ein zentrales Anliegen des Linkskommunismus zum Ausdruck, wenn er eine Äquidistanz bei »innerimperialistischen Konflikten« fordert - und als einen solchen betrachten die meisten rätekommunistischen Strömungen den Zweiten Weltkrieg. Diese Äquidistanz wird nur durch ein vollständiges Abstrahieren vom Antisemitismus möglich. Noch jeder Rätekommunist erklärt einem heute, jene Arbeiter in der US-amerikanischen Rüstungsindustrie, die während des Zweiten Weltkriegs an Streiks und Klassenkampf festgehalten haben, seien mit ihrer Weigerung, sich im »Krieg der Imperialisten« auf eine Seite zu schlagen, völlig im Recht gewesen.</p>
<p>Von solch einem Marxismus hat man sich heute nichts mehr zu erwarten. So wichtig und begrüßenswert der radikale Antinationalismus der Rätekommunisten in den zwanziger Jahren auch war, wer heute einfach an ihn anknüpft, landet zwangsläufig bei jenem Wald- und Wiesenantinationalismus, der mit einer Kritik der Nation schon deswegen nichts gemein hat, weil er die Spezifik des Zionismus nie begreifen kann, jede Fähigkeit zur Differenzierung eingebüßt hat und in seinen konsequentesten Ausprägungen den rechten Geschichtsrevisionismus nicht nur streift.</p>
<p>In Huhns Schriften finden sich abenteuerliche Ausführungen über das »Diktat« des Versailler Vertrags. Die heute in Deutschland aktiven »Unabhängigen Rätekommunisten« halten die Charakterisierung der Niederringung Nazideutschlands als antifaschistischen Waffengang für ein »alliiertes Märchen«, denn die Westmächte seien auch nicht besser als die Nazis gewesen: »Der Rassismus feierte auf allen Seiten Orgien« und war natürlich »ein Instrument zur Mobilisierung der Massen für das große Gemetzel«. Der Vernichtungsfeldzug der Deutschen und ihrer Helfershelfer verschwindet bei diesen Rätekommunisten in der Phrase vom »imperialistischen Krieg« oder dem »Massenmorden auf Kosten der Arbeiterklasse«. Kein Wunder, dass ihnen die Bombardierung der volksgemeinschaftlichen Festung Dresden zu einem Zeitpunkt, als die Deutschen mehr als deutlich gemacht hatten, dass sie sich auch durch Vernichtungskrieg und Massenmord nicht zum Widerstand oder auch nur Protest veranlasst sahen, als »Verbrechen« erscheint.</p>
<p>So wie damals wollen die proletarischen Recken sich auch heute nicht entscheiden müssen, denn der Krieg des Westens gegen die Taliban oder al-Qaida sei nun mal keiner zwischen »Zivilisation« und »Barbarei« und die einen seien nicht besser als die anderen. Solche Leute, die nicht in der Lage sind, zwischen einer wie auch immer kritikwürdigen Zivilisation und einer aus ihr zwar entspringenden, aber eben nicht mit ihr identischen Barbarei zu unterscheiden, sind sich natürlich sicher, dass »es nichts mit einer befreiten Gesellschaft zu tun hat, den Staat Israel und sein Handeln zu verteidigen«.</p>
<p>Die »Rätekommunisten München« haben dem entsprechend am Höhepunkt der islamisch aufgeladenen Terrorintifada zum Boykott israelischer Waren aufgerufen und Veranstaltungen mit der Killertruppe PFLP organisiert. Anhänger des italienischen Linkskommunisten Amadeo Bordiga sehen Auschwitz als einen Völkermord unter vielen und denunzieren den Hinweis auf die Besonderheiten der Shoah als Apologie der bürgerlichen Gesellschaft. Einige französische so genannte Ultralinke, die sich auf Bordiga und die Links- und Rätekommunisten beriefen, sind seit Ende der siebziger Jahre gleich ins Lager der rechten Negationisten übergelaufen.</p>
<p>Leider können sich die heutigen Rätekommunisten auch in ihren faschismustheoretischen Auslassungen auf ihre historischen Stichwortgeber beziehen. Pannekoek schwieg sich über die freudige Beteiligung großer Teile des deutschen Proletariats am Vernichtungswerk aus und sah den Faschismus in der »Politik des Großkapitals« begründet. Die durch den Antisemitismus und das gemeinschaftlich begangene Verbrechen vollzogene Integration der Arbeiterklasse in die Gemeinschaft aller wahren Deutschen konnte ihm gar nicht Gegenstand von Kritik und Reflexion werden, da er nicht gewillt war, seinen an mystische Verklärung grenzenden Glauben an die emanzipativen Kräfte des Proletariats aufzugeben. So erklärt er denn auch die »Volksgemeinschaft« des nationalsozialistischen Deutschland zu einem »Trugbild« und die alliierten Bomber zu Vorboten einer präventiven Konterrevolution gegen den erwarteten »revolutionären Volksaufstand«.</p>
<p>Joachim Bruhn hat in einer »Nachbemerkung zum Rätekommunismus« darauf aufmerksam gemacht, dass sich in Willy Huhns Nachlass Schriften aus den sechziger Jahren über »Rassismus und Faschismus in Judentum und Zionismus«, »Antisemitismus und Nationalsozialismus in Israel« und ähnliche Scheußlichkeiten finden. Bruhns Charakterisierung des Rätekommunismus als linke »Avantgarde der antisemitischen Ideologie« mag angesichts des Ausmaßes und der Qualität des stalinistischen Antisemitismus übertrieben erscheinen; seine Einschätzung, »dass der emanzipative Gehalt des Rätekommunismus zur Neige ausgeschöpft ist«, stimmt aber allemal. Vor der nationalsozialistischen Aufhebung der Klassen in der »Volksgemeinschaft« hatte der Rätekommunismus seine Berechtigung. Doch nach Auschwitz ist er zu einer Strömung im Marxismus verkommen, die nur mehr Verdrängung der Katastrophe mittels Klassenkampfrhetorik betreibt - und daher auch zur Verhinderung der gegenwärtig drohenden Katastrophen nichts beitragen wird.</span></p>
<p><a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/30/22308.html" target="_blank"><span style="font-size:medium;font-family:Times New Roman;">http://jungle-world.com/artikel/2008/30/22308.html</span></a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Staatlicher Rassismus reloaded]]></title>
<link>http://anhaltspunkt.wordpress.com/?p=128</link>
<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 09:19:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anhalter</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Im Jahr 1993 wurde das Asylrecht in Deutschland faktisch abgeschafft. 
Das Asylrecht für politisch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://anhaltspunkt.files.wordpress.com/2008/07/thumb_2008-27-titel-b.jpg"><img src="http://anhaltspunkt.wordpress.com/files/2008/07/thumb_2008-27-titel-b.jpg?w=150" alt="" width="150" height="218" class="alignnone size-medium wp-image-127" /></a></p>
<p>Im Jahr 1993 wurde das Asylrecht in Deutschland faktisch abgeschafft. </p>
<blockquote><p>Das Asylrecht für politisch Verfolgte ist in Deutschland ein im Grundgesetz verankertes Grundrecht. Die Änderung des Art. 16a GG im Jahr 1993 ("Asylkompromiss") schränkte es erheblich ein: insbesondere können sich Ausländer, welche über einen Staat der Europäischen Gemeinschaften oder einen sonstigen sicheren Drittstaat einreisen, nicht auf das Asylrecht berufen. Die Anerkennungsquote nach Art. 16a GG ist entsprechend gering. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asylrecht_%28Deutschland%29">(Wikipedia)</a></p></blockquote>
<p>Die Wochenzeitung Jungle World beschäftigt sich in ihrer neuen Ausgabe mit dem Thema Asylrecht in Deutschland und nimmt dabei vor allem auch die heuchlerische Politik der Linkspartei unter die Lupe, war es doch Oskar Lafontaine selbst, der damals einer der Initiatoren der Grundgesetzänderung war.<br />
<strong><br />
Jungle World Artikel:</strong><br />
* <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/27/22121.html">Gnade vor Recht (die Asylrechtsänderung im Kontext der deutschen Vereinigung)</a><br />
* <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/27/22124.html">Die Scheinantirassisten (über das Verhältnis der Linkspartei zur Flüchtlingspolitik)</a></p>
<p>Die NGO Pro Asyl hat in diesem Jahr übrigens auch eine <a href="http://www.stoppt-das-sterben.eu/">Kampagne gestartet, um auf das Sterben an den EU Außengrenzen aufmerksam zu machen</a>. </p>
<p><a href="http://anhaltspunkt.files.wordpress.com/2008/07/8c0e6870c4.jpg"><img src="http://anhaltspunkt.wordpress.com/files/2008/07/8c0e6870c4.jpg?w=213" alt="" width="213" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-129" /></a></p>
<p><a href="http://www.proasyl.de/fileadmin/proasyl/fm_redakteure/Kampagnen/Stoppt_das_Sterben/AufrufAlang.pdf">Hier den gesamten Aufruf als PDF lesen.</a></p>
<p>Wer sich noch weiter über die Flüchtlingspolitik der EU informieren will, dem empfehle ich <a href="http://www.amazon.de/Gest%C3%BCrmte-Festung-Europa-Mauern-Ghettos-Terror-Schwarzbuch/dp/3222132054/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1215076599&#38;sr=8-1">"Gestürmte Festung Europa" </a>von der Österreicherin Corinna Milborn.</p>
<p><strong>Auszug aus der Kurzbeschreibung:</strong></p>
<blockquote><p>Europa ist ein Pulverfass und die Zündschnur brennt! Juli 2005: Vier junge Engländer jagen sich und weitere 52 Menschen in der Londoner U-Bahn in die Luft. November 2005: Zehntausende junge Franzosen stürzen Frankreich zwei Wochen lang in ein bürgerkriegsähnliches Chaos. Zwei Gewalttaten, die ganze Europa erschütterten, aber doch nur zwei von Hunderttausenden, die jedes Jahr in den Ghettos der europäischen Großstädte geschehen. Gemeinsam ist diesen jungen, gewalttätigen Europäern ihre Herkunft. Sie sind alle in Europa geboren, ihre Eltern sind jedoch eingewandert, und diese Herkunft bestimmt ihr Leben. Millionen und Abermillionen von Menschen aus Afrika und anderen armen Gegenden der Welt haben in den letzten Jahrzehnten die Hürden der europäischen Grenzen überwunden und sich hier angesiedelt - und täglich kommen Tausende nach. Eine moderne Völkerwanderung ist im Gange - doch die europäische Politik hat nichts begriffen! Wie Corinna Milborn in ihrer packenden Reportage zeigt, denk<br />
t diese immer noch, dass die Mauern hoch genug sind, um den Ansturm aus Afrika und Asien abzuwehren. Und dass die Menschen, die hier teils seit Generationen leben, nichts als "Gastarbeiter" seien, die man bei Problemen wieder "nach Hause" schicken kann. Auf Lokalaugenschein in den Einwanderer-Ghettos und den Hochburgen der "Illegalen", in Gesprächen mit den Betroffenen hat Corinna Milborn herausgefunden, was diese Menschen denken und was sie bewegt. Ein erschütternder Zustandsbericht über die verzweifelte Lage von Menschen am Rand der europäischen Gesellschaft, der in Atem hält, Besorgnis erregt und die große Frage diskutiert: Wie soll es weitergehen?</p></blockquote>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Scharfer Schuss von links]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=72</link>
<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 07:37:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der einschlägig – im besten Sinne – als Querulant bekannte Peter Bierl geht in einem langen Auf]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der einschlägig – im besten Sinne – <a href="http://frueheinschulung.foren-city.de/topic,26,-peter-bierl.html">als Querulant bekannte Peter Bierl</a> geht <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/24/22011.html">in einem langen Aufsatz „Aufstand der Tiere. Der Streit um das ‚Ferkelbuch’. Über eine Religionskritik mit reaktionärem Vorzeichen“</a> in der linken Wochenzeitung <em><a href="http://jungle-world.com/">Jungle World</a></em> mit Michael Schmidt-Salomons „Ferkelbuch“ und der Szene, in der sich die Leitfigur des vulgären Atheismus tummelt, ins Gericht. Er kritisiert die Atheistenszene aus einer dezidiert linken Perspektive, die sich auf <a href="http://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40208223/default.aspx">Horkheimer/Adornos „Dialektik der Aufklärung“</a> beruft. Religionskritik gehört zu ihrem Programm – aber nicht jede.</p>
<blockquote><p>„Religionskritik ist notwendig ... Ernst zu nehmende Religionskritik muss jedoch auch die braune Pseudokritik an Christentum, Judentum oder Islam bekämpfen, anstatt Elemente dieser Ideologie zu übernehmen, ihre Vertreter zu rehabilitieren und mit ihnen zu paktieren. Eine emanzipatorische Religionskritik darf auch nicht positivistisch sein. Für Fortschrittsoptimismus und Wissenschaftsgläubigkeit, die der traditionelle Marxismus teilt, gibt es keinen Anlass – spätestens seit sich die Wissenschaft in den Dienst des Faschismus stellte und die Vorstellung einer immerwährenden Fortentwicklung der Menschheit von der NS-Barbarei widerlegt worden ist.“</p></blockquote>
<p>Dem „Ferkelbuch“ attestiert Bierl subtilen Antisemitismus. Das Judentum werde mit Christentum und Islam auf eine Stufe gestellt, was nicht der Wahrheit entspreche. Mit dieser Darstellung werde unterschlagen, dass die jüdische Geschichte stets eine Geschichte erlittener Verfolgung gewesen sei. Beispielsweise werde mit dem Bild der raufenden Geistlichen – Rabbi, Bischof, Mufti – unterstellt, dass das Christentum, der Islam und das Judentum gleichermaßen gewalttätig seien; damit ignoriere Schmidt-Salomon wesentliche Aspekte der Geschichte „und entlastet christliche und muslimische Täter“.</p>
<p>Über das Scheitern des Indizierungsantrags und die Verteidigungen gegenüber dem <a href="http://naturalismuskritik.wordpress.com/2008/03/09/und-es-ist-doch-antisemitisch-das-%E2%80%9Eferkelbuch%E2%80%9C/">Antisemitismusvorwurf</a> kann Bierl nur milde lächeln.</p>
<blockquote><p>„Der Antisemitismus muss hierzulande in Springerstiefeln und mit einem Braunhemd daherkommen, um als solcher erkannt zu werden, das zeigte bereits die Affäre um Martin Walsers Paulskirchenrede vor zehn Jahren.“</p></blockquote>
<p>Das Milieu, in dem Bücher wie das „Ferkelbuch“ gedeihen können, beschreibt Bierl sehr anschaulich. Hier tauchen Linke wie Rechte auf, dumpfe Esoteriker, Tierrechtler und völkische Humanisten. Bierl nennt Karlheinz Deschner und Schmidt-Salomon, Karl Schachtschneider und Ernst Topitsch, Peter Singer und Norbert Hoerster. Da taucht der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) ebenso auf wie die Sekte Universelles Leben. Sie befinden sich - nach Bierl - auf eine sehr spezielle Weise in einem ideologischen Gleichklang, der nicht frei ist von Antisemitismus. Er trete beispielsweise bei Tierrechtlern zutage, die „die jüdische Religion als Produkt egoistischer Viehzüchter“ schmähten und für Tierquälerei verantwortlich machten. Damit würden sie „antisemitische Agitation“ betreiben.</p>
<p>Was sich in diesem Milieu so alles links nennt, kann man, Bierl zufolge, kaum noch von den Rechten unterscheiden; jedenfalls scheinen die Grenzen fließend zu sein. Schmidt-Salomon etwa sei unfähig, sich mit Kritik an seiner eigenen Ideologie auseinanderzusetzen – was durchaus angezeigt wäre, denn er betreibe „vielmehr eine rassistisch konnotierte Kritik, wenn er schreibt, Deutschland habe ‚mit der türkischen Community nicht nur Kebab, Bauchtanz, orientalische Musik, Kunst und Lyrik importiert, sondern auch die ideologischen Keimlinge einer Religion, die weit weniger als das europäische Christentum gezwungen war, durch die Dompteurschule der Aufklärung zu gehen’. Schmidt-Salomon reduziert diese Einwanderer auf Kebab und Bauchtanz.“</p>
<p>Die Melange aus Ablehnung des Judentums und <a href="http://naturalismuskritik.wordpress.com/2008/04/03/menschenrechte-kein-masstab-fur-naturalisten/">Dekonstruktion der Menschenrechte</a> (Ablehnung eines prinzipiellen Lebensrechts für Säuglinge u.a.) heißt für Bierl, dass sich diese Kritik von der Aufklärung entfernt hat. Schmidt-Salomon habe sogar Adolf Hitler für „im Grund moralisch unschuldig“ erklärt.</p>
<blockquote><p>„Der Kreis schließt sich: Judentum wie Christentum stehen mit ihrem Beharren auf der Gleichheit aller Menschen vor Gott und dem Recht auf Leben für alle Menschen gegen Euthanasie, gegen die Auffassung von Dawkins, der Mensch sei ein scheppernder Roboter. Wenn es keine Willensfreiheit gibt, sind Schuld und Sühne metaphysische Spinnereien, und moralisch spricht nichts mehr dagegen, Menschen als ‚Nicht-Personen’ abzuwerten und zu behandeln. Darum verzeichnet eine solcherart motivierte Pseudo-Religionskritik das Judentum in antisemitischer Weise als Strafgericht, wie es Schmidt-Salomon in seinem ‚Ferkelbuch’ tut. Und darum gilt es, diese Sorte Religionskritik genau zu analysieren und zu bekämpfen.“</p></blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Starlett Johansson]]></title>
<link>http://besserscheitern.wordpress.com/?p=305</link>
<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 21:41:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>besserscheitern</dc:creator>
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<description><![CDATA[Im Dossier der aktuellen Jungle World habe ich einen Text gelesen, der mir mal wieder sehr, sehr gut]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Im Dossier der aktuellen Jungle World habe ich einen Text gelesen, der mir mal wieder sehr, sehr gut gefallen hat. Denn eigentlich habe ich für Musikbesprechungen nicht mehr viel übrig. Dabei liegt es nicht an einem bestimmten Genre oder gar daran, dass ich Musik mehr mögen würde. Der Grund ist ein anderer: Die Struktur solcher Texte gleicht sich durch alle Stile. Schlimmer ist es bei mir nur noch mit Interviews. Die sind fast ohne Ausnahme langweilig.<br />
Georg Seeßlens Besprechung des Scarlett Johansson Albums ist allerdings ganz anders. Es fängt schon damit an das Seeßlen über zwei einhalb Spalten Poptheorie macht bevor er zum ersten Mal auf Scarlett Johansson zu sprechen kommt und endet damit, dass man am Ende durch die gesamte Filmografie geführt wurde. <a href="http://">(Hier Weiterlesen)</a></p>
<p>...und nun noch das: The Teenagers - Starlett Johansson</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/JshkoBVFy3Y'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/JshkoBVFy3Y&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Verblüffende Fakten (3)]]></title>
<link>http://bedeutungswirbel.wordpress.com/?p=81</link>
<pubDate>Wed, 07 May 2008 08:28:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Benni</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das islamische Land mit den wenigsten Menschen, die einmal pro Woche einen Gottesdienst besuchen: Ir]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das islamische Land mit den wenigsten Menschen, die einmal pro Woche einen Gottesdienst besuchen: Iran (27%). Quelle: <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/18/21672.html">Jungle World</a></p>
<p>Theokratie als Königsweg zum Atheismus? Vielleicht garnicht mal so abwegig. Womöglich ist ja das langfristig attraktive an der Religion eben gerade, dass sie Identität stiftet ohne sich zu sehr mit der Macht einzulassen?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sex, Sex, Sex]]></title>
<link>http://besserscheitern.wordpress.com/?p=226</link>
<pubDate>Thu, 28 Feb 2008 21:15:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>besserscheitern</dc:creator>
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<description><![CDATA[In den letzten Tagen hatte ich mich nach der Flut von Charlotte Roche Interviews, die einem derzeit ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen hatte ich mich nach der Flut von Charlotte Roche Interviews, die einem derzeit überall hinterher geschmissen werden, mal wieder ein wenig mit Pro Sex Feminismus beschäftigt und daher die Kanäle irgendwie noch für Sexthemen offen.  Heute kam dann auch noch die Jungle World mit zwei Pornobeiträgen um die Ecke. <a href="http://jungle-world.com/seiten/2008/09/11560.php">Der erste ist in Interview mit Virginie Despentes,</a> die im Jahre 2000 mit Baise Moi eine Verfilmung ihres Buches über sexualisierte Gewalt umsetzte und damit bekannt wurde. <a href="http://jungle-world.com/seiten/2008/09/11565.php">Der zweite Beitrag ist ein Dossier von Martin Büsser, das der neuen Testcard entnommen wurde.</a> Beide Texte hinterlassen den Eindruck irgendwie das Thema noch nicht umfassend behandelt zu haben. Vielleicht ist die <a href="http://www.testcard.de/titel.php?pid=743">neue Testcard ja besser.</a></p>
<p>Solche Zitate bezogen auf die Linke und Sex lassen zumindest hoffen:</p>
<blockquote><p>»Öffentlich wurde nur über Sexismus geredet. Paradoxerweise wurde dies mit dem Slogan getan, das Private sei politisch. Aber nur die Gewalt in der Sexualität war politisch, alles Schöne (...) war absolut off topic, also strikt privat.«</p></blockquote>
<p>Noch mehr Sex? <a href="http://216.69.172.62/sleaze/2008-02/music4/Hot%20Chip%20-%20Sexual%20Healing%20(Marvin%20Gaye%20cover).mp3">Bei Missingtoof gibt’s ein Hot Chip Cover von Marvin Gayes Sexual Healing.</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rainald Goetz "Irre"]]></title>
<link>http://jonas234.wordpress.com/2008/01/18/rainald-goetz-irre/</link>
<pubDate>Fri, 18 Jan 2008 12:22:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>jonas234</dc:creator>
<guid>http://jonas234.wordpress.com/2008/01/18/rainald-goetz-irre/</guid>
<description><![CDATA[Dieses ist ein Referat, welches für den Deutsch GK Unterricht der 13. Klasse verwendet]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses ist ein Referat, welches für den Deutsch GK Unterricht der 13. Klasse verwendet wurde. Dazu wurde noch ein Video der Lesung und der anschließenden Diskussion des Ingeborg Bachmann Preises von 1983 gezeigt.</p>
<p>Rainald Goetz</p>
<p>Rainald Goetz wurde 1954 in München geworden.</p>
<p>Studium<br />
Er studierte Geschichte, Theaterwissenschaft und Medizin  in München und in Paris.In Geschichte und Medizin hat er promoviertl. Im Jahre 1977 schrieb er in seiner Geschichtsdoktorarbeit über Freunde und Feinde des Kaisers Domitian. In seinen Roman Kontrolliert nimmt er auf die Entstehung dieser althistorischen Doktorarbeit bezug und erwähnt auch, dass ihm eine Stelle als Assistenzprofessor angeboten wurde. 1982 folgte dann seine Promotion in Medizin. Hierbei schrieb er über Jugendpsychatrie. Auch sein literarischer Stil wird schon erkennbar, so kommentiert er zum Beispiel das Verhalten von Kindern mit:  „Punk Anarchie Okay.“<br />
Ausserdem studierte er noch Soziologie brach dieses Studium jedoch schnell wieder ab</p>
<p>Arbeit<br />
Ab 1976 fing er an zu arbeiten, zunächst rezensierte er Kinder und Jugenbücher für die Süddeutsche Zeitung, bald jedoch veröffentlichte er eine dreiteillige Artikelserie mit dem Namen "Aus dem Tagebuch eines Medizinstudenten". Ein Jahr später veröffentlichte er den Verlauf seines Studiums und seiner Isolation in einem Werk namens "Der macht seinen Weg".</p>
<p>1983 erlangte er dann Berühmheit, indem er sich bei seiner Lesung beim Ingeborg Bachmann Preis, wo er aus seinen Debütroman "Irre" vorgelesen hatte, die Stirn mit einen Rasiermesser aufschnitt und seine Lesung blutüberströmt beendete. Laut libri.de tat er dieses um gegen die Jury des Preises zu protestieren, jedoch war dieses auch eine für damalige Verhältnisse einzigartige Schaueinlage. Auf Grund dieses Auftrittes und seiner Bücher hat er den Titel "Genie der Selbstvernichtung" erhalten.</p>
<p>Kurz darauf gewann er jedoch auch durch seine Literatur, hauptsächlich Bücher und Theaterstücke, den Respekt der Kritiker. Er veröffentliche auch in der Musikzeitschrift Spex diverse Artikel diese wurden später in Bände zusammengefasst so entstand zum Beispiel das Buch "Hirn". Götz veröffentliche außerdem in dieser Zeitschrift seine Erzählung Rave, in der er auf seine Abneigung gegenüber Merkur, einer Kulturzeitschrift deren Artikel häufig auf akademischen Niveau liegen. 1998 wird er eingeladen die Frankfurter Poetik-Vorlesungen zu halten. Diese Vorlesung ist seit 1960 Tradition an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, und wurde als erstes von Ingeborg Bachmann gehalten. Weitere Dozenten waren Günter Grass, Christa Wolf, Hans Magnus Enzensberger und Heinrich Böll. Im selben Jahr fing Götz an seine Tagebucheinträge unter dem Namen "Abfall für Alle" im Internet zu veröffentlichen. Ein Jahr später dann wurde dieses in Buchform gedruckt. Ausserdem beteiligte er sich in diesem Jahr auch an dem Internet-Literaturprojekt Pool.</p>
<p>Seine Themen für seine Romane waren "der deutsche Herbst" (Buch: Kontrolliert), seine Erfahrung bei der Arbeit in der Psychatrie (Buch: Irre) und die Techno Bewegung. Alle Schriften vereint jedoch eins und zwar, dass der Erzähler meistens ein Einzelgänger, der hauptsächlich geistige Arbeit zu tun hat, ist und das sein Eintreten in die jeweiligen Musikszenen in "Irre" der Punk und in "Rave" der Techno als Einschnitt für den Erzähler wirkt.</p>
<p>In den letzten Jahren schrieb Götz kaum noch Bücher. Sein letztes Buch veröffentlichte er 2001 mit den Namen: "Jahrzehnt der schönen Frauen". Desweiteren wurde 2001 das von Goetz entworfene Fernsehformat „nothing special“, welches er in einem Buch beschrieb, vom ZDF realisiert. Hierbei handelte es sich um eine Gesprächsrunde mit drei festen und einem stets wechselnden Diskussionsteilnehmer, die über Fernsehsendungen sprachen. Unter anderem waren "Der große IQ-Test", "Herrchen gesucht", "Sabine Christiansen" Gesprächsthemen des ZDF-nachtstudios. Die festen Diskussionsteilnehmer waren Volker Panzer, Moritz von Uslar und Rainald Goetz. Seit 2007 nun schreibt Rainald Goetz einen Blog mit dem Namen "Klage" auf den Seiten von Vanity Fair. In diesen Essays schreibt er hauptsächlich über die "Bösheit der neuen Bürger". So ist zum Beispiel sein Artikel vom 10.01.2008 mit "Aufklärung als Massenbetrug 2" überschrieben. Sein Blog ist nachzulesen unter folgende Adresse :<a TITLE="http://www.vanityfair.de/extras/rainaldgoetz/" HREF="http://www.vanityfair.de/extras/rainaldgoetz/"> http://www.vanityfair.de/extras/rainaldgoetz/</a>.</p>
<p>Er veröffentliche bisher folgende Werke:<br />
- Irre (Roman, 1983)<br />
- Krieg (Theaterstück, 1986)<br />
- Hirn (Essays, 1986)<br />
- Kontrolliert (Roman, 1988)<br />
- Festung (Theaterstücke und Materialien, 1993)<br />
- Word I (12", 1994, zusammen mit Oliver Lieb)<br />
- Word (Doppel-CD, 1994, zusammen mit Oliver Lieb und Stevie B-Zet)<br />
- Mix, Cuts &#38; Scratches (1997, zusammen mit Westbam)<br />
- Rave (Erzählung, 1998)<br />
- Jeff Koons (Theaterstück, 1998)<br />
- Abfall für Alle (Online-Tagebuch, 1998/99. In Buchform erschienen 1999)<br />
- Celebration. Texte und Bilder zur Nacht (1999)<br />
- Dekonspiratione (Erzählungen, 2000)<br />
- Jahrzehnt der schönen Frauen (Texte, 2001)<br />
- Heute Morgen (Hörspiel, 2001, zusammen mit Westbam)<br />
- Heute Morgen (Zusammenstellung aus Rave, Jeff Koons, Dekonspiratione, Celebration,<br />
Abfall für alle; 2004)</p>
<p>Ausserdem erhielt er während seiner Karriere diverse Auszeichnungen unter anderem dreimal den Mülheimer Dramatikerpreis, den Heinrich-Böll-Preis den  Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis und den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis.</p>
<p>Überleitung:<br />
Das seine Bücher sehr auf einen  inszenatorische Charakter sieht man schon an seinem ersten Buch, namentlich "Irre". In diesem Buch spaltetete er die klassische Erzählerrolle "in eine multiper-spektivische Vielzahl von Figuren auf: Rainald, Raspe, Goetz, ich, der Dichter etc.". Das behauptet zumindest  Dr. Petra Gropp, eine Autorin, die Momentan als Lektor für den Fischerverlag arbeitet.</p>
<p>Irre<br />
Da das Thema meines Referats das Buch "Irre" ist, welches 1983 erschien, werde ich nun das Buch versuchen zusammenzufassen. Dieses ist jedoch nicht allzuleicht, da Rainald Goetz seinen Erzähler verschiede Rollen zuweist und dieser über verschieden Patienten berichtet und der Zusammenhang nicht sehr klar ist.</p>
<p>Wie gesagt schreibt Rainald Goetz also über die Psychatrie und einem "Helden unsere Tage" wie er selbst seinen Erzähler nennt. Er schreibt auch über die blinde Vernunftglaubigkeit der sechsziger und siebziger Jahre. Während des Buches lernt der Erzähler, der Arzt in der Psychatrischen Klinik ist kennen, dass der Realismus in einer solchen Klinik anders ist, als das was man glaubt. Außerdem verwandelt sich während des Buches der Erzähler vom Arzt zum Irren, also praktisch zu seinem eigenen Patienten. Mit den Eintritt in die Punkmusikszene, erholt er sich jedoch von seinem Schock über die Patienten.<br />
Das besondere an diesem Arzt namens Raspe ist, dass er sehr idealistisch ist und versucht was zu bewirken, so arbeitet er zum Beispiel die meiste Zeit während seine Kollegen Caffee trinken und darauf warten das was passiert.</p>
<p>Er konnte wohl nur deshalb die Psychatrie und das Nachtleben so genau wiedergeben, weil das Buch teilweise Autobiographisch ist, denn Rainald Goetz hat sowohl in einer Psychatrie gearbeitet, als auch das Nachtleben von Berlin intensiv genossen.</p>
<p>Die Sprache in dem Buch sagt viel über die Personen aus, so beschreibt er den Geisteszustand und das empfinden der Personen auch durch den Satzbau. Teilweise bestehen die Sätze aus einer aneinanderreihung von Halbsätzen bzw. aus einer aneinander von kurzen Sätzen und teilweise aus relativ klar strukturierten aber längeren Sätzen. Der Beginn des Irrewerdens in dem Buch wird durch die Sprache gekennzeichnet, denn diese wird dann selbsreflektiv, so hängt zum Beispiel wenn Dr. Röder was sagt "...sagt Dr.Röder" am ende des Satzes herangehangen. Götz greift auch hier die Gesellschaft an, so griff er das Motto des Sozialistischen Patienten-Kollektivs auf, welches lautete "Nicht der Kranke sei krank, sondern die Gesellschaft sei es, die ihn krank mache." Jedoch möchte er nicht die Psychatrien öffnen, wie es viele Vertreter Anti-psychatrie Bewegung wollen, denn dieses ist ihm  zu extrem. An dem Text erkennt man schon die ersten Zuneigungen zur Systemtheorie nach Luhmann, der er sich kurz danach zuwendet. Denn die Praxis ist ein geschlossenes System und so kann diese Theorie angewendet werden, in dieser Theorie wird das System nicht als von Personen, sondern von Ereignissen abhängig beschrieben.</p>
<p>Das Buch selbst wurde unter anderem von der FAZ sehr gut rezensiert, so titelten sie "Das Buch denkt und bleibt im Hirn wie ein Popsong".<br />
(DVD zur Lesung)</p>
<p>"Über das Stück, beziehungsweise den Auftritt gab es verschiedene Meinungen, so schrieb zum Beispiel der Spiegel: "Wie weiland Peter Handke in Princeton mit seiner Beschimpfung der Gruppe 47, so war Rainald Goetz nun mit seinem Klagenfurter Blutauftritt bekannt geworden.<br />
Seinen ersten Roman kann eine Literaturredaktion jetzt nur noch vorsätzlich ignorieren."<br />
(Christian Schultz-Gerstein im Spiegel vom 26.09.1983)</p>
<p>"Jedoch stand im gleichen Artikel auch, dass Rainald Goetz "ohne einen Preis bekommen zu haben, der mediale Sieger von Klagenfurt".<br />
(Christian Schultz-Gerstein im Spiegel vom 26.09.1983)  ist.</p>
<p>Der Roman wurde inzwischen auch versucht im Theater aufzuführen, nämlich in Hannover. Jedoch begeisterte diese Aufführung keinen Rezensenten, so schrieb die Wochenzeitung "Jungle World" , dass das Stück zwar für 1983 modern ist, aber heute nicht die 80er Jahre mehr sind und Punk auch nicht mehr aktuell ist. Die Zeit schrieb sogar :"All das ist grauenhaft, aber es langweilt. Rainald Goetz' Irre sterben in Hannover einen weißen, kalten Schneetod."</p>
<p>Anhang:</p>
<p><a HREF="http://www.single-generation.de/pop/rainald_goetz.htm" TITLE="Spiegel">Rezension aus dem Spiegel (Irre)</a></p>
<p><a HREF="http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~E4B97D771F43849AC86709A1AB6AA19FB~ATpl~Ecommon~Scontent.html" TITLE="Blog">Faz zum Blog von Rainald Goetz</a></p>
<p><a TITLE="http://www.vanityfair.de/extras/rainaldgoetz/" HREF="http://www.vanityfair.de/extras/rainaldgoetz/"> Blog von Rainald Goetz</a></p>
<p><a TITLE="http://www.vanityfair.de/extras/rainaldgoetz/" HREF="http://www.vanityfair.de/extras/rainaldgoetz/"></a><a HREF="http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~ECF7F2580C9C3477CA11AD8F35DE6CE71~ATpl~Ecommon~Scontent.html" TITLE="Irre">Rainald Goetz "Irre" (FAZ Rezension)</a></p>
<p><a HREF="http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E0E48A08B06A14F7EAA99146EA8B64BC2~ATpl~Ecommon~Scontent.html" TITLE="Abfallfüralle">Rainald Goetz "Abfall für Alle" (FAZ Rezension) </a></p>
<p><a HREF="http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E0E48A08B06A14F7EAA99146EA8B64BC2~ATpl~Ecommon~Scontent.html" TITLE="Abfallfüralle">Rainald Goetz "Abfall für Alle" (FAZ Rezension2)</a></p>
<p><a HREF="http://www.nmz.de/nmz/nmz2000/nmz06/rumpf/rezi-goetz.shtml" TITLE="NMZ">NMZ über Goetz </a></p>
<p><a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Rainald_Goetz" TITLE="Wiki">Wikipediaartikel über Rainald Goetz </a></p>
<p><a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Systemtheorie_(Luhmann)" TITLE="Systemtheorie">Systemtheorie nach Luhmann</a></p>
<p><a HREF="http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2000/43/25b.htm" TITLE="Jungle">Rainald Goetz "Irre" (JungleWorld Rezension)</a></p>
<p><a HREF="http://www.goethe.de/kue/the/nds/nds/aut/goe/deindex.htm" TITLE="Goetz">Goethe.de über Rainald Goetz</a></p>
<p><a HREF="http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=2626" TITLE="goetz">Petra Gropp über Rainald Goetz (Goethezeitportal) </a></p>
<p><a HREF="http://www.zeit.de/2000/42/Grosse_weisse_Welt" TITLE="Theater">Rezension Theaterstück "Irre" (DIE ZEIT)</a></p>
<p><a HREF="http://www.single-generation.de/pop/rainald_goetz.htm" TITLE="SZ">Rezension Rainald Goetz "Irre" (Sueddeutsche Zeitung)</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Original vs. Cover]]></title>
<link>http://besserscheitern.wordpress.com/2008/01/03/original-vs-cover/</link>
<pubDate>Thu, 03 Jan 2008 14:52:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>besserscheitern</dc:creator>
<guid>http://besserscheitern.wordpress.com/2008/01/03/original-vs-cover/</guid>
<description><![CDATA[
Original:

„…Mit der im letzten Jahrhundert durch die Entfaltung der Technik vermittelten, rapi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://img.ffffound.com/static-data/assets/6/7d5f5ced8e6f58b913b1ff635f3c2432ec63aae0_m.jpg" alt="" /></p>
<p><b>Original:<br />
</b></p>
<blockquote><p>„…Mit der im letzten Jahrhundert durch die Entfaltung der Technik vermittelten, rapide fortschreitenden Konzentration und Zentralisation des Kapitals werden die juristischen Eigentümer großenteils von der Leitung der sich bildenden Riesenunternehmen, die ihre Fabriken aufsaugen, getrennt, wobei sich die Leitung gegenüber dem juristischen Eigentumstitel verselbstständigt. Es entstehen die industriellen Magnaten, die Führer der Wirtschaft. In sehr vielen Fällen behalten sie zunächst noch den größten Teil des Eigentums an ihren Konzernen. Heute ist dieser Umstand schon unwesentlich geworden, und es zeigen sich einzelne mächtige Manager, die ganze Sektoren der Industrie beherrschen und nur einen verschwindenden Teil der von ihnen dirigierten Werke zu ihrem juristischen Eigentum haben…“</p></blockquote>
<p><i>Max Horkheimer in: Traditionelle und kritische Theorie, 1936<br />
</i></p>
<p><b>Coverversion:<br />
</b></p>
<blockquote><p>„…Wo haben Eigentümer heute noch das sagen? Niebel und andere Freunde des ursprünglichen Kapitalismus scheinen die Klassengesellschaft neuen Typs nicht wahrzunehmen. Neben wenigen Familiendynastien wie Oettker, Aldi, Otto oder Schrauben Würth bilden führende Staatspolitiker und Topmanager der großen Aktiengesellschaften die herrschende Klasse, mit verschiedenen Aufgaben. Neu ist, dass ihre Macht nicht auf Besitz beruht, sondern auf der Verfügungsgewalt über Kapital. Darauf kommt es aber an…“</p></blockquote>
<p><i>Rainer Trampert: Sonst fliegt der Laden auseinander, Jungle World Nr.1, 3. Januar 2008</i></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dem Kampf der Armut auf der Spur]]></title>
<link>http://nexuslex.wordpress.com/2007/12/22/dem-kampf-der-armut-auf-der-spur/</link>
<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 23:08:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>nexuslex</dc:creator>
<guid>http://nexuslex.wordpress.com/2007/12/22/dem-kampf-der-armut-auf-der-spur/</guid>
<description><![CDATA[Möglicherweise gibt es Verbindungen zur Church of Euthanasia, um die es im Vergangenen ruhig war, d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Möglicherweise gibt es Verbindungen zur <a href="http://www.churchofeuthanasia.org/family.html" title="Family" target="_blank">Church of Euthanasia</a>, um die es im Vergangenen ruhig war, deren neuerliches aus dem Dunkel luken, uns aber nicht entgangen ist. Der dunkel-vieldeutbare Humor könnte einen Hinweis geben.</p>
<p><a href="http://jungle-world.com/index.php" title="Jungle World" target="_blank"><img src="http://jungle-world.com/img/sign/jungle_typo_index.gif" height="80" width="360" /></a>Korrespondenten ;  <font face="verdana,"><font size="-1"><b><i><a href="http://phlow.net/mag/interview_portrait/downloadplattform_finetunes_kritik_ausdrcklich_erwnscht.php" title="Millionär" target="_blank">Oke Göttlich</a> (<a href="http://www.finetunes-solutions.de/" title="enhancing" target="_blank">finetunes solutions</a>)/ <a href="http://www.single-generation.de/pop/joerg_sundermeier.htm" title="single generation" target="_blank">Jörg Sundermeier </a></i></b></font></font></p>
<p><a href="http://shopbase.finetunes.net/shopserver/ActionServlet" title="finetunes" target="_blank"><img src="http://tbn0.google.com/images?q=tbn:wG3TiwPPPmcvTM:http://www.finetunes-solutions.de/upload/1172769297_1166540232_finetunes_oke.jpg" style="border:1px solid;" height="70" width="108" /></a>              / <a href="http://www.verbrecherverlag.de/autor.php?id=1" title="Verbrecherverlag" target="_blank"><img src="http://tbn0.google.com/images?q=tbn:pCC7Yt2X5fEmJM:http://www.lr-online.de/storage/pic/home/lrn/kul/590810_0_SH_20061004935_20061004.JPG" style="border:1px solid;" height="66" width="93" /></a></p>
<p align="center"><a href="http://www.churchofeuthanasia.org/catalog/video.html" title="grotesque music video" target="_blank"><img src="http://tbn0.google.com/images?q=tbn:SS194PMtGBze_M:http://www.churchofeuthanasia.org/graphics/ask_chrissy.jpg" style="border:1px solid;" height="130" width="92" /></a> <a href="http://www.ectomo.com/index.php/category/religion/page/2/" title="in ectoplasmosis" target="_blank">Reverend Chris Korda</a></p>
<p><font face="verdana,"><font size="-1">"Besucht man die Web-Page der <a href="http://www.churchofeuthanasia.org/" title="COE Home" target="_blank">Church of Euthanasia (COE)</a> bekommt man den Eindruck, es mit prima durchgeknallten Weirdos zu tun zu haben, eine Art amerikanische-veganische <a href="http://www.appd.de/" title="APPD" target="_blank">A.P</a>.<a href="http://www.pogo-partei.de/website/action/sub/home/start.php" title="Pogo Partei" target="_blank">P</a>.<a href="http://www.appd.biz/" title="Karl Nagel" target="_blank">D</a>." (<a href="http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_99/29/26a.htm" title="Jungle World" target="_blank">JungleWorld/1999.A.D.</a>)</font></font></p>
<p><font face="verdana,"><font size="-1"><b>Reverend Korda selbst, der sich kleidet, als sei er seine eigene Tante </b>: </font></font><font face="verdana,"><font size="-1">"Elektronische Musik ist eine weitverbreitete Form der Propaganda, sie transportiert Inhalte einfach, zumindest, wenn man eine geistreiche Produktion voraussetzt. Ich kann mich mit den müden Klischees des Rock oder des Punk, die Fake-Rebellion massenhaft vermarkten, nicht identifizieren. Die Eckpfeiler der Industriegesellschaft - Industrialismus, Globalismus, Kontrolle - haben sich nicht verändert und werden sich nicht verändern. Ich versuche Leute davon zu überzeugen, ihre Abhängigkeit von dieser Gesellschaftsform - zum Beispiel dadurch, sich nicht zu vermehren - zu reduzieren, als erster Schritt, um sie ganz zu befreien. Ich bin gegen Politik, daher ist die apolitische Natur des Technoszene für mich eher ein Vorteil." </font></font></p>
<p><font face="verdana,"><font size="-1">Natürlich beinhaltet seine Lehre den für alle politisch aktiven Veganer typischen Denkfehler, <b>daß sie den Menschen selbst nicht als Teil der Natur betrachtet, sondern ihn für etwas Über- oder Antinatürliches hält</b>, das sich quasigöttlich selbst überwinden kann.  </font></font><font face="verdana,"><font size="-1">Anders als andere Veganer ist er kein hinterwäldlerischer Naturanbeter mit ausgeprägter Technikfeindlichkeit.</font></font></p>
<p><font face="verdana,"><font size="-1"></font></font><font face="verdana,"><font size="-1">Die Kirche demonstriert mit einem riesigen Schaumstoffpenis vor Samenbanken; sie fordert auf Plakaten dazu auf, für Jesus einen homosexuellen Fötus zu verzehren; sie schwenkt auf Wahlkampfveranstaltungen eines besonders konservativen Senators Hakenkreuze - wohlgemerkt, um ihn zu unterstützen -, da er die einzige Hoffnung des faschistischen Amerikas sei. Sie verbreitet Schlachtertips, welche Teile des menschlichen Körpers genießbar seien und welche Barbecue-Soßen dazu passen.</font></font></p>
<p><font face="verdana,"><font size="-1">So begreift er sein Auftreten nicht als Kunst. Pop ist ihm ein Transportmittel</font></font></p>
<p><a href="http://www.liabilitywebzine.com/?ac=non&#38;contenu=viewchr&#38;id=609" title="francais" target="_blank"><img src="http://www.liabilitywebzine.com/images/korda-the_man_of_the_future.jpg" alt="Pochette" class="ChroniqueContenuTitre-Img" align="right" /></a> <font face="verdana,"><font size="-1">"Meine Musik ist nur dann effektiv, wenn sie die Leute unterhält. Boring propaganda doesn't work. Der Unabomber ist ein gutes Beispiel. Sein 30 000 Worte-Manifest war gut durchdacht, hatte jedoch keine Entertainmentqualitäten. Die meisten Leute haben das beiseite gelegt und sich dem Sportteil zugewandt. Die Aktivitäten der Church of Euthanasia erscheinen oft unsinnig oder provokativ. Das folgt aus einer Strategie, die ihre Wurzeln im Dadaismus oder in Anti-Art-Bewegungen hat und auf dem Wissen basiert, daß das Paradoxe das beste Mittel gegen Totalitarismus ist." </font></font></p>
<p><font face="verdana,"><font size="-1">Gewalt hält er - obschon er für militante Aktionen Bewunderung hegt - grundsätzlich nicht für das geeignete Mittel, um sein Ziel, die menschenlose Erde, durchzusetzen.</font></font></p>
<p><font face="verdana,"><font size="-1"></font></font><font face="verdana,"><font size="-1">"Historisch gesehen, sind Kriege völlig uneffektive Formen der Bevölkerungsreduzierung, nicht nur, weil ihnen Baby-Booms folgen, sondern auch industrieller Wiederaufbau und ökonomisches Wachstum, etwa in Deutschland und Japan. Moderne Kriege werden geführt in Zusammenarbeit mit industriellen Kräften, und könnten als Spasmen des technologischen und ökonomischen Wachstums angesehen werden."</font></font></p>
<p><a href="http://www.plong.com/page_pid_85_release_39824_lang_2.aspx" title="Plong" target="_blank"><img src="http://www.plong.com/MusicCatalog/C/Chris%20Korda%20&#38;%20The%20Church%20Of%20Euthanasia%20-%20Six%20Billion%20Humans%20Can%27t%20Be%20Wrong/Chris%20Korda%20&#38;%20The%20Church%20Of%20Euthanasia%20-%20Six%20Billion%20Humans%20Can%27t%20Be%20Wrong.jpg" /></a><font face="verdana,"><font size="-1">"Krieg ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel, der wahre Inhalt des Industrialismus. Produktion und Verbrauch verbinden sich auf dem höchsten Punkt der Effektivität zu einem einzigen Prozeß der Desintegration."</font></font><font face="verdana,"><font size="-1"></font></font></p>
<p><font face="verdana,"><font size="-1">Korda und die Church of Euthanasia begeben sich in genau die gleiche Falle, in die die Provo- und Sponti-Aktionisten Anfang der achtziger Jahre steuerten. Mit der permanenten Relativierung des Holocaust wird dieser zunächst marginalisiert, dann aber wiederum als anwendbare Möglichkeit denkbar. Krieg, Holocaust, Faschismus, all das verkommt so zur Formfrage.</font></font></p>
<p><a href="http://www.liabilitywebzine.com/?ac=non&#38;contenu=viewchr&#38;id=609" title="francais" target="_blank"><br />
</a></p>
]]></content:encoded>
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