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	<title>interdisziplinaritat &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/interdisziplinaritat/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "interdisziplinaritat"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 13:16:15 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Interdisziplinarität, dann wird alles gut]]></title>
<link>http://kamenin.wordpress.com/?p=289</link>
<pubDate>Mon, 12 May 2008 16:50:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>kamenin</dc:creator>
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<description><![CDATA[Auf einem dunklen, etwas muffigen Gang des Heidelberger Elite-Instituts für Interdisziplinäre Wahr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Auf einem dunklen, etwas muffigen Gang des <em>Heidelberger Elite-Instituts für <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/sichtweisen/2008-05-12/wer-denkt-hier-eigentlich-ber-kategorienfehler">Interdisziplinäre Wahrheitsfindungs-Optimierung</a></em> treffen sich der physikalisch verbildete Hirnforscher N.W. und sein philosophisch-sozialwissenschaftlich geschulter Kollege G.W.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Gehirne denken nicht.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Wie meinen? Ich bin leider etwas in Eile...</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Gehirne. Die denken nicht.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Joooah. Gut. Aber Gehirne, naja, in denen laufen doch wohl, soweit wir wissen, die Prozesse ab, auf denen dann, wenn Du so willst, Gedanken basieren.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Aber die denken nun mal nicht. Das tun nur Menschen. Und bei uns siezt man sich.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Ähm, 'tschuldigung. Aber insofern erzeugen Gehirne doch dann Gedanken, oder nicht?</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Das ist was anderes.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Also ich meine nur, so als Verkürzung, wenn Gehirne jetzt irgendwie Gedanken erzeugen, da sagt man doch dann auch mal <em>denken</em> zu, als Verkürzung.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Nein. Das ist ein... Kategorienfehler!</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Oh, das wollt ich jetzt nicht. Also gut, Gehirne denken nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Eben, darauf bestehe ich.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Schön. Dann... Ich muss ja noch ins Labor. Sachen rausfinden und so.<em><br />
</em></p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Halt!</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Was... noch was?</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Das Gehirn entscheidet auch nicht.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Nicht? Kategorienfehler, ja?</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Allerdings. Hat schon Peter Bieri neulich festgestellt: Entscheiden ist ein geistiger Prozess, das Wort darf man nicht so aufs Gehirn anwenden.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Werd's mir mal merken.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Das wäre Gehirn-Metaphysik!</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Gehirn... Metaphysik? Na, so war das wirklich nicht gemeint.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Ist es aber. Eine Personalisierung des Gehirns.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Aber, Moment, "entscheiden" ist doch nicht immer personal gemeint, als Wort, meine ich. Gestern hab ich noch gedacht: wie das Wetter wohl am Wochenende wird, wann sich das wohl entscheidet. Das war jetzt nicht dermaßen personal gedacht.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Das ist ein ganz anderer Zusammenhang.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Aber ich dachte, wir forschen erst noch an dem Zusammenhang. Also halt, 'tschuldigung, wie <em>entscheidend</em> die Gehirnprozesse denn jetzt sind für's Denken.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Das ist trotzdem falsch.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Ich mein ja nur, wenn jetzt Entscheidungen nun mal nur durch den Gehirnprozess fielen, nur mal angenommen. Also Geist so als reines Epiphänomen, was vermutlich zu einfach gedacht ist. Dann entschiede doch effektiv das Gehirn.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Das ist absurd. Das hat Peter Bieri anders gemeint.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Oh... kay.<em><br />
</em></p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Ich besteh drauf.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Hmmm.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Ein Gehirn allein kann auch nicht "empfinden". Empfinden tut nur der ganze Mensch.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Also, da wär ich mir jetzt zumindest nicht sicher.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Das ist so.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Aber sowas könnte man sich mal anschauen. Also vielleicht ganz gewagt: wenn wir ein Gehirn isolieren und am Leben erhalten könnten und dann in dem vielleicht Empfindungen induzieren...</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Das kriegen Sie so nie durch die Ethikkommission.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Ein Rattenhirn?</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Auch nicht. Das ist ja abartig. Und solange gilt, dass Gehirne nicht empfinden.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Ehrlich?</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Ehrlich.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Na ja. Dann nehm ich das mal zur Kenntnis.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Ist schließlich interdisziplinär, unsere Forschung.</em></p>
<p style="text-align:justify;">N.W.: Ja... Forschung, ich wollte ja noch ins Labor. Wir haben da diesen komischen Zusammenhang in den Frequenzmustern der Gehirnströme gefunden. Sieht ziemlich seltsam aus. Du... Sie entschuldigen.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Sicher, klar. Aber gut, dass wir das mal festgehalten haben.<br />
</em></p>
<p style="text-align:justify;">Hirnforscher N.W. entfernt sich nickend und biegt an der nächsten Ecke ab. G.W. bleibt kopfschüttelnd zurück.</p>
<p style="text-align:justify;">G.W.: <em>Gehirnstrom-Schnick-Schnack... Pffft. Und dazu ein Verständnis der Begrifflichkeiten wie ein betrunkener Seemann auf Landgang. Wie haben diese armen Menschen früher überhaupt irgendwas rausfinden können...</em></p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Religion in Geschichte und Gegenwart (Serie: interdisziplinär relevante Lexika und Nachschlagewerke)]]></title>
<link>http://scholarzblog.wordpress.com/?p=155</link>
<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 12:29:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alex</dc:creator>
<guid>http://scholarzblog.wordpress.com/?p=155</guid>
<description><![CDATA[Der Griff zur &#8220;RGG&#8221; ist für Theologiestudenten das täglich Brot: Sei es für einen Üb]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Griff zur "RGG" ist für Theologiestudenten das täglich Brot: Sei es für einen Überblick zur Kanonbildung der christlichen Bibel, sei es zum Einstieg in das Leben und Werk Augustins oder Luthers, sei es zu systematisch-theologischen Fragen wie "Trinität" oder "Erlösung".</p>
<p>In der vierten völlig neu bearbeiteten Auflage ist das Lexikon das Standardwerk zu allen theologischen Fragen und wichtigen kirchengeschichtlichen Gestalten. </p>
<p>Die Artikel bieten zumeist einen Themen-Zugriff aus den fünf Fachperspektiven "Altes Testament", "Neues Testament", "Kirchengeschichte", "Systematische Theologie" und "Praktische Theologie".</p>
<p>Vom Umfang her bietet die achtbändige RGG 4 eher übersichtliche Artikel und knappe Literaturangaben, und eignet sich so ideal für den Einstieg und ersten Überblick. Wer darüber hinaus noch tiefergehende Informationen sucht, dem sei zur Ergänzung die Theologische Realenzyklopädie empfohlen. Die TRE (36 Bände!) bringt deutlich ausführlichere Artikel, die an manchen Stellen fast monographischen Charakter haben. Die Literaturverweise sind hier auch deutlich ausführlicher, wenn auch weniger aktuell als in der erst wenige Jahre jungen RGG 4.</p>
<p> </p>
<p>Mit der Kombination aus RGG 4 und TRE dürfte jeder interdisziplinäre Quereinsteiger gut beraten sein. Beide Lexika sind auch ohne Probleme in wissenschaftlichen Arbeiten zitierfähig.</p>
<p> </p>
<p>Bibliographische Angabe:</p>
<p>Religion in Geschichte und Gegenwart. 4., völlig neu bearbeitete Auflage. Hrsg. v. Hans Dieter Betz. Tübingen 1998-2007.</p>
<p>Theologische Realenzyklopädie. Hrsg. v. Gerhard Krause und Gerhard Müller. Berlin u.a. 1977-2004.</p>
<p> </p>
<p style="text-align:right;">Rezensiert von Alexander Kupsch</p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Historisches Wörterbuch der Philosophie (Serie: interdisziplinär relevante Lexika und Nachschlagewerke)]]></title>
<link>http://scholarzblog.wordpress.com/?p=102</link>
<pubDate>Wed, 02 Apr 2008 15:22:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>scholarz</dc:creator>
<guid>http://scholarzblog.wordpress.com/?p=102</guid>
<description><![CDATA[
Das goldene Buch umfasst ganze 13 Bände. Die Rede ist vom Historischen Wörterbuch der Philosophie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><img src="http://scholarzblog.wordpress.com/files/2008/03/b04312-x_p4.gif" alt="b04312-x_p4.gif" height="168" width="213" /></div>
<p>Das goldene Buch umfasst ganze 13 Bände. Die Rede ist vom Historischen Wörterbuch der Philosophie.<br />
Die Philosophie ist die Mutter der Wissenschaften. Sie versucht ihren Kindern in all ihrem Schaffen Sinn zu verleihen. Auch wenn das nicht immer ganz so einfach ist, muss diese Suche doch gewagt werden. Das gilt auch für eine ihrer Töchter: die Rechtswissenschaft. Nach Letztbegründung sehnt sich auch jeder Jurist, nicht nur der Rechtsphilosoph. Denn auch den Positivisten treibt zumindest ein Teil seines Wesens zur Suche nach Gerechtigkeit. Auf diesem Weg begibt man sich in das weite Reich der Philosophie.<br />
Da man das weite Reich nicht vollkommen sichten kann und es sich vor allem nicht bei jeder neuen Frage erobern kann, muss man mit kleinen Tricks arbeiten. Denn Fundstellen sind wie Nadeln im wissenschaftlichen Heuhaufen. Beim Rumwühlen helfen Lexika als Kompass, manchmal sogar als Spürgerät. Für die Philosophie ist dieser Detektor: das Historische Wörterbuch der Philosophie.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Auf knapp 10000 Seiten findet man durch den umfassenden Registerband schnell Einschlägiges zu den allermeisten philosophischen Begriffen. Die Texte zu diesen Begriffen umfassen meist mehrere Seiten. Durch Artikel von mehreren Autoren zu den einzelnen Begriffen gelingt dem Werk eine Verschiedenheit und Heterogenität der Bereiche. Alles wird komplettiert durch sehr viele Fußnoten und Literaturangaben, sodass sich alles am Original nachvollziehen lässt. Das Wörterbuch beschränkt sich auf Begriffe und Termini. Passagen über einzelne Philosophen finden sich nur mittelbar in den von ihnen geprägten Begriffen und Termini. Durch die historische Darstellung gelingt der Überblick zu den Begriffen und sorgt für Denkanstöße aus den Vergangenheiten. Das ganze Wörterbuch gibt es auch auf CD-ROM, was sehr praktisch ist für die Arbeit fernab der Bibliothek. Ich möchte das Historische Wörterbuch als Grundlage meiner wissenschaftlichen Arbeit nicht mehr missen müssen.</p>
<p align="right">Rezensiert von Max Danzmann</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wörterbuch zur Politik (Rezensiert von Kai Bojens; Serie: interdisziplinär relevante Lexika und Nachschlagewerke)]]></title>
<link>http://scholarzblog.wordpress.com/?p=100</link>
<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 07:55:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>scholarz</dc:creator>
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<description><![CDATA[
*Das* Nachschlagwerk für die Politikwissenschaft ist in meinen Augen das &#8220;Wörterbuch zur Po]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align:center;"><img src="http://scholarzblog.wordpress.com/files/2008/03/51pcf1sjspl_ss500_.thumbnail.jpg" alt="51pcf1sjspl_ss500_.jpg" /></div>
<p>*Das* Nachschlagwerk für die Politikwissenschaft ist in meinen Augen das "Wörterbuch zur Politik" von Manfred G. Schmidt. Auf 825 Seiten erläutert Schmidt in aller kürze Begriffe von "Abberufbarkeit" bis "Zyklische Mehrheit". Wirklich positiv ist dabei, dass Schmidt bei nahezu jedem Begriff entweder die Grundlagenliteratur nennt, die diesen Begriff gebildet hat, oder auf weiterführende Werke verweist. So hat man einerseits alle Fachbegriffe der Politikwissenschaft kurz und deutlich im Zugriff und gleichzeitig noch Verweise auf vertiefende Literatur. Zumindest bei Politikwissenschaftlern (und solchen, die es werden wollen) sollte das Buch nicht im Regal fehlen. Aber auch jeder andere Politikinteressierte kann hier die Dinge nachschlagen, die anderswo nicht erklärt werden.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Neue Post-Serie: Rezensionen interdisziplinär relevanter Lexika und Nachschlagewerke]]></title>
<link>http://scholarzblog.wordpress.com/?p=97</link>
<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 08:07:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alex</dc:creator>
<guid>http://scholarzblog.wordpress.com/?p=97</guid>
<description><![CDATA[Interdisziplinarität ist nicht nur ein Modewort, das in keinem DFG-Antrag fehlen sollte, sondern bi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Interdisziplinarität ist nicht nur ein Modewort, das in keinem DFG-Antrag fehlen sollte, sondern bis zu einem gewissen Grad Teil einer jeden längeren Forschungarbeit. Oft ist es mir schon passiert, dass ich plötzlich eine Definition oder einen Artikel über einen Begriff aus einem anderen Fachbereich brauchte, sei es Theologie, Rechtswissenschaft, Philosophie oder Informatik. Das Problem dabei: Woher weiß ich, welche Nachschlagewerke in diesem anderen Bereich als "anerkannt" und "zitierfähig" gelten? Und meistens würde ich gerne auch gleich wissen, zu welchem Lexikon ich greifen muss, ohne vorher Stunden mit dem Suchen zu verbringen.</p>
<p>Deshalb möchte ich hier die Post-Serie "Rezensionen  interdisziplinär relevanter Lexika und Nachschlagewerke" starten. <b>Dazu brauche ich Ihre Hilfe!</b> Welche Standardlexika gibt es in Ihrem Fachbereich? Welche Nachschlagewerke aus anderen Fächern haben Sie als "fachfremder" schon genutzt und als gut verständlich und interdisziplinär relevant empfunden? Schicken Sie mir einfach eine kurze Rezension des betreffenden Werkes an alex . kluger @ scholarz. net, dann stelle ich Ihren Beitrag als Gastpost ein. Je mehr Rezensionen wir bekommen, desto mehr werden wir alle von anderen Fachbereichen lernen!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Max Bill – oder: die Suche nach der Struktur der Gesellschaft]]></title>
<link>http://welfareandeconomics.wordpress.com/2008/03/16/max-bill-%e2%80%93-oder-die-suche-nach-der-struktur-der-gesellschaft/</link>
<pubDate>Sun, 16 Mar 2008 15:51:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>welfareandeconomics</dc:creator>
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<description><![CDATA[ Im Martha Herford läuft noch bis Ende dieses Monats eine große Retrospektive zu Max Bill. Leider]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p> Im Martha Herford läuft noch bis Ende dieses Monats eine große Retrospektive zu Max Bill. Leider bin ich erst heute dazu gekommen, sie anzusehen. Dabei ist mir wieder ein Gedanke in den Sinn gekommen, der mich seit längerem bewegt. <br><br>Max Bill sagt sinngemäß, dass die Gestaltungsfragen des Alltags von denen der Kunst allenfalls graduell, nicht aber prinzipiell abweichen. Ohne mich bislang intensiv mit Bills gesellschaftlichen Positionen beschäftigt zu haben, würde ich zunächst davon ausgehen, dass er die Äußerung zuerst auf das Design von Alltagsgegenständen bezogen hatte. Ich möchte aber versuchen, den Gedanken aufzugreifen und in einem erweiterten Sinne anzuwenden. <br><br>Die Ausstellung macht deutlich, was vielleicht immer schon das Wesen der Kunst gewesen ist: Den bedrängenden Fragen des Alltags eine Konzeption entgegenzustellen, die zwar differierend ist aber auch internalisierend wirkt. Bei Bill wird das besonders deutlich, wenn einem der Räume der Ausstellung die Aussage von ihm übergestellt wird, dass seine Kunst ein Versuch sei, der Unordnung der gesellschaftlichen Gegenwart eine klar strukturierte Kunst gegenüberzustellen. Kunst ist immer auch ein Teil der sie hervorbringenden Gegenwart, sodass diese sie eben auch umfasst und das eine nicht ohne das andere gedacht werden kann. <br><br>Wenn das auf das Verhältnis der Kunst zur gesellschaftlichen Realität zutrifft, gibt es dann irgendwelche Gründe anzunehmen, es träfe nicht auch auf alle anderen Aspekte des Miteinanders zu? Um den plumpen Spruch zu benutzen: „Alles hängt mit Allem zusammen!" Wo aber findet die Synthese statt? Die Kunst gefällt sich in der Abgrenzung. Die Mathematik distanziert durch Abstrahierung. Die Ökonomie übernimmt entweder fraglos mathematische Konzepte und entfernt sich damit immer weiter von der Gegenwart oder geht der Weg der extremen Kleinteiligkeit, der in der Bedeutungslosigkeit mündet. <br><br>Was soll das Gerede? Ich weiß es noch nicht, es sind Gedankengänge, von denen ich mir gut vorstellen könnte, sie im Laufe der kommenden Jahre immer wieder aufzugreifen und weiter zu verfolgen. Seit einigen Tagen verfolgt mich ein Wortgemälde: Dem Miteinander liegen auf abstrakter Ebene Strukturen zu Grunde, die im Laufe der Jahrhunderte durch neue Ideen und kleinteilige Konzeptionen immer mal wieder unsichtbar werden, wie Strukturen einer Landschaft durch den Schnee, der auf sie fällt. Gelegentlich setzt Tauwetter ein, die Linien werden wieder deutlich, man sieht, es gibt eine Kontur; vielleicht werden Schienen und Wege erkennbar, die vergessen schienen. <br><br>Ich bin sicher, die Gesellschaft wird von solchen Strukturen geprägt und sie frei zu legen oder an sie zu erinnern, während alle nur dastehen und sich an dem prächtigen Weiß der Gegenwart ergötzen, könnte Erkenntnisgewinn bringen. In konturloser Landschaft kann man sich verlaufen, man verliert die Orientierung, man kann einsinken und unbeabsichtigt auf dünnes Eis geraten. Die Struktur zu erkennen erleichtert es, solche Fehltritte zu vermeiden. <br><br>Um es nun doch wieder etwas operationaler zu machen: Schon in der letzten Ausstellung in der Bielefelder Kunsthalle ging mir der Gedanke durch den Kopf, mehr interdisziplinär zu unterrichten. Was nützt ein rein fachbezogener Unterricht, wenn die Struktur nicht erkennbar gemacht wird? Wie wäre eine Sozialrechtsvorlesung, wenn sie von der Philosophie, der Kunst und der Mathematik begleitet würde? Ließe sich so etwas organisieren? Ich weiß es noch nicht, aber ich finde es außerordentlich reizvoll, über ein solches Konzept weiter nachzudenken. Was würde eine Sozialrechtsvorlesung mitten in einer Max Bill Ausstellung auslösen? Bei dem Großteil der Teilnehmenden wahrscheinlich nichts, aber damit muss man fertig werden. Die Allerwenigstens haben Lust zum Denken, wenn der Nutzen nicht binnen spätestens sieben Tagen im Portmonee zu finden ist. Aber ein kleiner Teil wäre vielleicht erreichbar. <br><br>Gerechtigkeit, Umverteilung, Ästhetik und Kunst, Philosophie und Jurisprudenz, Freiheit und Gleichheit, Macht und Zwang, Hartz-IV und Bauhaus, Abolition und Appropriation - Fragen und Zusammenhänge , aus Fragen können Strukturen werden, mal sehen ... <br><br>Ein letztes Bild: Jemand kriecht auf den Boden durch den Wald. Er entdeckt dabei sicher eine Menge Dinge, die er als Gehender nicht wahrnehmen würde. Weiß er aber wo er ist? Werden ihm seine Erkenntnisse nutzen, wenn er im Laufe der Zeit vergisst, dass das vermodernde Blatt vor seinen Augen seinerzeit dazu beitrug, den es ernährenden baum als solchen zu charakterisieren?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Allmende Tagung der Kantstiftung ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/11/29/allmende-tagung-der-kantstiftung/</link>
<pubDate>Thu, 29 Nov 2007 20:24:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2007/11/29/allmende-tagung-der-kantstiftung/</guid>
<description><![CDATA[  Am Wochenende wird es viel Stoff für die nächsten posts geben, denn in Wiesneck (Nähe Freiburg)]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://farm2.static.flickr.com/1208/552399178_cf36d142e6_m.jpg" align="left" border="3" height="172" hspace="3" vspace="3" width="127" />  Am Wochenende wird es viel Stoff für die nächsten posts geben, denn in Wiesneck (Nähe Freiburg), findet eine Fachtagung zum Allmende Thema statt. Hier das <a href="http://www.schuetzt-die-allmende.de/pdf/Wiesneck_Programm.pdf" target="_blank">Programm.</a>  Bemerkenswert finde ich, dass  die Tagung im Wesentlichen von einer Bürgerstiftung, der <a href="http://www.schuetzt-die-allmende.de/portrait.html" target="_blank">Stiftung Schützt die Allmende</a>, einer Unterstiftung der Freiburger Kantstiftung, organisiert wurde. Besser kann man die Idee von commonsmanagement in bürgerschaftlicher Verantwortung gar nicht ausdrücken. Hier zitierenswertes aus der Kantschen Philosophie und dem Aktualitätsbezug in Worten der Stifter: <!--more--> Nach ... Immanuel Kant sind "alle Menschen        ursprünglich (...) im rechtmäßigen Besitz des Bodens,        d.h. sie haben ein Recht, da zu sein, wohin sie die Natur oder der        Zufall (ohne ihren Willen) gesetzt hat." Kant sprach vom "gemeinsamen        Besitz, wegen der Einheit aller Plätze auf der Erdfläche, als        Kugelfläche". "Da der Besitz des Bodens, worauf der Erdbewohner leben kann, immer        nur als Besitz von einem Teil eines bestimmten Ganzen, folglich als ein        solcher, auf den jeder derselben ursprünglich ein Recht hat, gedacht        werden kann: so stehen alle Völker ursprünglich in einer        Gemeinschaft des Bodens (...)". (Metaphysik der Sitten" § 62)</p>
<p>"Heute haben diese Grundüberlegungen        Kants durch die Herausforderungen des Klimachaos und durch die        Notwendigkeit, zu einer gemeinschaftlichen, gerechten Bewirtschaftung der        Atmosphäre als Gemeingut zu finden, eine seinerzeit noch ungeahnte        Aktualität und Evidenz gewonnen."</p>
<p>Ich freue mich auf eine spannende interdisziplinäre Diskussion.</p>
<pre>foto on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/greenchameleon/" target="_blank">greenmonster</a></pre>
]]></content:encoded>
</item>

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