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	<title>indizierung &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/indizierung/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "indizierung"</description>
	<pubDate>Sun, 06 Jul 2008 15:28:02 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Killerspiele, Pornos, Gewalt im Fernsehen und ich laufe einfach nicht Amok]]></title>
<link>http://ariton.wordpress.com/?p=48</link>
<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 13:44:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>ariton</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich hab lange mit mir gerungen ob ich diesen Beitrag bringen soll, bin aber letztlich zu der Auffass]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab lange mit mir gerungen ob ich diesen Beitrag bringen soll, bin aber letztlich zu der Auffassung gekommen das ich es tun muss! Es geht um "Killerspiele" und wie die Politik, die Medien und die Gegner damit umgehen. Das Hauptargument der Killerspielgegner ist ja die so genannte emotionale Verarmung der Jugend angeblich hervorgerufen durch solche Spiele. Ich halte das für kompletten Unsinn und für einen genialen Schachzug der Psychologie-Brange ihr inhaltsloses Geblubber meistbietend zu verkaufen. Immer wenn mal wieder einer ausgetikt ist hört man sofort das er Killerspiele spielte, so genannter Softairspieler war und das er natürlich auch ein Waffenfreak und ein Außenseiter war. Dann ist auch immer ein altkluger Psychologe bei der Hand der lang und breit erklärt wie eins zum anderen führte, und der arme Kerl geradezu gezwungen wurde Amokzulaufen weil er das aus Spielen so gelernt hat. Was eine hirnverbrannte Scheiße! Als nächstes drängt sich dann ein ach so Menschenfreundlicher Politiker, meist aus den ganz linken Gefilden der Politik ins Bild und fordert schärfere Waffengesetze, schärfere Jugendschutzgesetze und was sonst noch alles grade gefordert werden muss. Davon bekomm ich jedes Mal Kopfschmerzen. Ich oute mich jetzt einfach mal. Den ersten Porno habe ich mir 11 angesehen und aus mir ist, oh wunder, kein Sexualverbrecher geworden. Ich habe "Josephine Mutzenbacher" gelesen und würde trotzdem nie denken Kinder könnten Sex mögen und auch würde ich nie daran denken ein Kind zu missbrauchen. Ich habe seinerzeit Carmageddon mit Menschen &#38; Blutpatch und 3dFX gespielt wie ein bekloppter und ich habe immer noch keinen überfahren. Dagegen wurde ich mal von einer Frau angefahren die mit Sicherheit nie was von Carmageddon gehört hat (shit happens!). Ich habe jeden Teil von Half Life, Doom, Couterstrike, Quake, AvP, Unreal etc. gespielt und viel Spaß dabei gehabt und es waren immer die englischen Uncut Versionen. Ich finde Softair spielen toll und würde wenn es in Dtl. erlaubt wäre auch mehrere Waffen besitzen. Aber bisher bin ich noch nicht Amokgelaufen und ehrlich gesagt verspüre ich auch nicht allzu viel drang dazu. Wenn Psychologen und Politiker Recht haben dürfte es mich also nicht geben. Ich verspüre zum Beispiel keinen drang kleine Tiere zu quälen oder schwächere zu unterdrücken. Dann war mein Elternhaus offenbar ein sehr vorbildliches. Gut, ich musste nie Prügel oder sonstigen Terror über mich ergehen lassen, was hauptsächlich wohl daran liegt das ich meinen Vater nie kennen gelernt hab (danke an meine Mutter!). Dann hat offensichtlich meine Mutter einen super Job gemacht in der Zeit in der sie mich, ihren 6 - 16 Jahre alten Sohn neben ihrem Dreischichtdienst als Krankenschwester, gesehen hat. Meine Mutter hat sich einen Ast abgearbeitet damit sie den Lebensunterhalt rannschaffen konnte und gereicht hat's oft genug trotzdem nicht. Worauf ich damit hinaus will ist das ich defakto vom Fernseher erzogen wurde! Und ich bin trotzdem kein Soziopath. Ich war der Alptraum meiner Lehrer, bin entsprechend gern zur Schule gegangen und hatte entsprechende Noten, das erkennt man heut' noch an meiner Rechtschreibung. In meiner Klasse war ich niemals der coole Star sondern sehr oft der Außenseiter. Nach diesem rührseligen Exkurs in meine Vergangenheit komme ich mal wieder auf den Punkt. Ich hatte oft genug im Leben, vor allem während der Schulzeit, Grund zum Amoklaufen. Hab's aber nicht getan. Woran liegt das meine Damen und Herren Psychologen und Politiker? Ist 'ne schwierige Aufgabe, ich weiß! Vielleicht, nur als Tipp, liegt es daran das "Killerspiele", Pornos und Gewalt im Fernsehen nicht der Grund sind der zu so genannten dissozialen Persönlichkeitsstörungen führt - schon mal daran gedacht? Wie gesagt das einzige was mich von meinem Background her von Amokläufern unterscheidet ist das Umfeld das auf mich wirkte. Leider lässt sich so ein Umfeld nicht so leicht verbieten und indizieren wie ein Spiel oder ein Film. Daher wählt die Politik konsequenter weise den leichtesten, billigsten und nutzlosesten Weg. Deshalb meint man mir vorschreiben zu dürfen was ich, und meine Kinder sehen, hören und lesen dürfen. Vernünftiger währe es einen Elternführerschein auszustellen damit nur Menschen mit nachgewiesener Befähigung Kinder in die Welt setzen dürfen. Das ist doch mal ein Plan meine Damen und Herren Politiker ein Nachweis für die Befähigung ein Kind richtig zu erziehen. Warum ist das eigentlich noch keinem eingefallen? In Dtl. braucht man doch normalerweise sogar zum scheißen einen Befähigungsnachweis, warum dann nicht für das wichtigste überhaupt - den Fortbestand der Art und der Gesellschaft? Mal ganz im Ernst, meine Damen und Herren Politiker gebt mehr Geld für eine bessere Familienpolitik aus, kümmert euch um Perspektiven für die Jugend und vor allem: BRINGT DAS BILDUNGSSYSTEM AUF FORDERMAN anstatt alberne Gesetze zu erlassen und diese dann weiter zu verschärfen und sie damit nur noch alberner zu machen und die Überwachung der Bürger zu optimieren. Ich glaub, über alberne Gesetze schreib ich mal auch 'nen extra Artikel. In diesem Sinne: <strong>"Der Klügere gibt nach - Eine traurige Wahrheit: sie begründet die Weltherrschaft der Dummen." (Marie von Ebner-Eschenbach)</strong></p>
<p>Links zu weiteren Artikeln zu dem Thema:<br />
<a href="http://palando.wordpress.com/2007/03/03/killerspiele-index/"> Killerspiele Index</a></p>
<p><a href="http://glassblog.wordpress.com/2006/12/12/killerspiele-roundup/">Killerspiele roundup</a></p>
<p><a href="http://welpe.wordpress.com/2007/10/18/amoklauf/">Amoklauf</a></p>
<p><a href="http://kopfnuss.wordpress.com/2007/12/13/die-bemuhungen-fur-den-jugendschutz/">Jugendschutz</a></p>
<p><a href="http://datenschwamm.wordpress.com/2008/05/08/jugendschutz_im_internet/">Jugendschutz im Internet</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Langsame Indizierung bei Google]]></title>
<link>http://solutionpress.wordpress.com/?p=36</link>
<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 22:28:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>solutionpress</dc:creator>
<guid>http://solutionpress.wordpress.com/?p=36</guid>
<description><![CDATA[Wer sich die nächsten 7 Tage wundert, warum Google plötzlich bis 60% Langsamer beim Indixieren von]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich die nächsten 7 Tage wundert, warum Google plötzlich bis 60% Langsamer beim Indixieren von verschiedenen Elementen ist, wie z.B. neuen Blogposts oder Backlinks der hat nicht zu befürchten, dass ein neuer Algorithmus dahinter steckt, lediglich ein Unterwasserkabel welches unteranderem Europa mit den USA verbindet ist beschädigt. Dabei fallen bei allen Providern geschätzt ca. 170 GBit die Sekunde von der Gesamtübertragung ab. Dass betrifft also auch die Übertragung von Inhalten der Seiten die in Deutschland liegen, zu den Google Servern die in den USA stehen. Das Kabel heißt übrigens TAT-14, besitzt 4 Glasfaserleitungen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Freie Meinungen zum Ferkelbuch]]></title>
<link>http://papaswort.wordpress.com/?p=43</link>
<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 19:56:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>PR - Papa R</dc:creator>
<guid>http://papaswort.wordpress.com/?p=43</guid>
<description><![CDATA[Die Sache mit dem Ferkelbuch gab&#8217;s hier erst vor kurzem.
Aus aktuellem Anlass möchte ich desw]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://papaswort.wordpress.com/2008/02/10/das-ferkelbuch/">Sache mit dem Ferkelbuch</a> gab's hier erst vor kurzem.</p>
<p>Aus aktuellem Anlass möchte ich deswegen eine Anmerkung nicht unterschlagen: Aus der Idee mit der Indizierung ist nichts geworden. <a href="http://www.20min.ch/news/ausland/story/19132367">Wie</a> <a href="http://www.pro-medienmagazin.de/themen/bcher/buecher-single/article/anti-religioeses-kinderbuch-wird-nicht-indiziert/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=9&#38;cHash=685b41db87">man</a> <a href="http://www.netzeitung.de/feuilleton/926037.html">in</a> <a href="http://www.net-tribune.de/article/060308-23.php">der</a> <a href="http://www.welt.de/kultur/article1766158/Ferkel-Kinderbuch_ist_nicht_antisemitisch.html">gedruckten</a> <a href="http://www.focus.de/kultur/buecher/antisemitismus_aid_264114.html">Presse</a> <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/Kinderbuch;art138,2489439">derzeit</a> <a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/;art304,2489766">reichlich</a> <a href="http://blog.zeit.de/seitenblick/2008/03/06/ach-gott-kleines-ferkel_52">nachlesen</a> <a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/kein-verbot-fuer-kritisches-kinderbuch/?src=TE&#38;cHash=4cd3f597aa">kann</a>. <a href="http://log.netbib.de/archives/2008/03/06/ferkelbuch-kommt-nicht-auf-den-index/">In</a> <a href="http://www.wahoonie.net/index.php/2008/03/06/ferkel-nicht-jugendgefahrdend/">Blogs</a> <a href="http://instant-thinking.de/2008/03/06/freispruch-fuer-das-ferkelbuch/">natürlich</a> <a href="http://nickpol.twoday.net/stories/4764844/">ebenfalls</a>.</p>
<p>Man darf sich also weiterhin seine eigene Meinung bilden. Hat ja auch seinen Reiz.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dodo des Monats Februar 2008]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=914</link>
<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 21:10:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>offray</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=914</guid>
<description><![CDATA[


Meine sehr verehrten Leser, meine hochverehrten Zeugen dieses historischen Momentes,
&nbsp;
der D]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><a href="http://brightsblog.wordpress.com/dodo-des-monats/309/" rel="attachment wp-att-309" title="dodo5.gif"></a></p>
<div style="text-align:center;"><a href="http://brightsblog.wordpress.com/dodo-des-monats/309/" rel="attachment wp-att-309" title="dodo5.gif"><img src="http://brightsblog.wordpress.com/files/2007/07/dodo5.gif" alt="dodo5.gif" /></a></div>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><a href="http://brightsblog.wordpress.com/files/2008/03/buendnis.jpg" title="Bündnis für Erziehung"><img src="http://brightsblog.wordpress.com/files/2008/03/buendnis.jpg" alt="Bündnis für Erziehung" align="left" border="10" height="237" hspace="10" vspace="2" width="145" /></a></p>
<p align="justify">Meine sehr verehrten Leser, meine hochverehrten Zeugen dieses historischen Momentes,</p>
<p align="justify">&#160;</p>
<p align="justify">der Dodo des Monats, jener altehrwürdige Preis für Antiaufklärung, wurde bereits an so erlauchte Persönlichkeiten wie unseren Kardinal Joachim Meisner oder Kultusministerin Karin Wolff verliehen, die der edlen Sache der Volksverdummung einen wahren Dienst erwiesen haben, einen Dienst, der sie unvergessen machen wird in den Köpfen und Herzen der deutschen Brights. Noch niemals zuvor jedoch war uns die unermessliche Ehre vergönnt, ja war sie mir vergönnt, eine gesamte Bundesbehörde für eine erhabene Idee auszuzeichnen, eine Idee, die unser schönes Land erst groß gemacht hat. Eine Idee, eine dumme Idee im besten Sinne, nämlich jene, dass der Mensch so viel natürlicher, so viel unbefleckter wäre ohne den elenden Ballast der Vernunft.</p>
<p align="justify">Ich fühle mich zu Tränen gerührt ob dieses Moments, ob dieses Augenblicks nur, oh könnte er doch ewig dauern, möge er doch niemals enden. Jener feierliche Anlass hat mich dazu bewogen, diese Laudatio mit meinem feinsten Anzug, einem Glas edlen Tropfens, auf meiner wertvollsten Tastatur zu tippen, stets darauf bedacht, dass auch nicht der kleinste Fehler sich einschleichen möge in jene güldenen Worte. So lasset mich denn nun die Geschichte erzählen, die schlussendlich zu jenem historischen Momente geführet hat:</p>
<p align="justify"><!--more-->Es war einmal ein Mann mit einem schändlichen Weltbild und einem schändlichen Plan, der nichts als Schande wirft auf unsere schandfreie Nation. Der Mann hieß und oh, heißt noch, Dr. Michael Schmidt-Salomon. Sein Plan bestand darin, ein Buch zu schreiben, ein Buch für unsere Kinder, nein, für die Kinder des Herrn, nein, für die Kindes des Familienministeriums. Es trägt den Titel: <i>Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel</i>.</p>
<p align="justify">Und das Ministerium, geheiligt werde sein Name, beantragte die Indizierung dieses Machwerks sobald als möglich, sobald es ihnen auffiel, fast vier Monate nach seinem Erscheinen. Was ist zu diesem Buch, zu diesem Bilderbuch mit garstigen Versen, zu sagen? Mir fällt beinahe das Kruzifix vom Hals, wenn ich nur daran denke, nein, ich kann es nicht zusammenfassen. Ich muss das Familienministerium für mich sprechen lassen, so höret denn ihren <a href="http://www.schmidt-salomon.de/indizierungsantrag.pdf">Indizierungsantrag</a>, ach dieser Indizierungsantrag! Ein Text, eine Schrift, ein Schriftum von solcher Dummheit, durchsetzet mit den besten deutschen Tugenden: Der übelsten Nachrede, der Unterstellung allerschlechtester Absichten, des heuchlerischsten Anti-Antisemitismus, des Anhäufens negativ konnotierter Begriffe zur Denunzierung des Gegners, der absolut und völlig und einzigartig willkürlichsten Interpretation, die man sich überhaupt nur vorstellen kann und hier ist er, der Antrag, wenn auch nur ein Teil von ihm:</p>
<p align="justify">„Das vorstehende Buch ist [...] geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden.</p>
<p align="justify">[....]</p>
<p align="justify">Durch die Anführung des Beispiels der „Sintflut", durch welche „<i>Menschenbabys, Omas und Tiere</i>" vernichtet worden seien, wird die jüdische Religion als besonders Angst einflößend und grausam dargestellt.</p>
<p align="justify">[....]</p>
<p align="justify">Unterstrichen wird die Wirkung durch den Bildbeitrag, in welchem zu sehen ist, wie der Rabbi die Arche Noah symbolisch in seinen Händen hält. Um ihn herum liegen verstreut Gegenstände, wie z.B. ein Babyschnuller und Kinderschuhe, die verdeutlichen sollen, dass bei der Sintflut Säuglinge und kleine Kinder ums Leben gekommen sind. Diese Art der biblischen Präsentation stellt die jüdische Religion als besonders menschenverachtend, grausam und mitleidslos dar.</p>
<p align="justify">Eine weitere Abbildung (S. 31/32) unterstreicht ebenfalls das Negative gegenüber der jüdischen Religion. Diese zeigt den Rabbi in der selben unsympathischen Art, wie in der bereits beschriebenen Abbildung, wie er einem Vertreter des christlichen Glaubens eine Schriftrolle auf den Mund drückt und ihn zu ersticken droht.</p>
<p align="justify">Während die Vertreter der anderen Religionen in dem Buch eher tölpelhaft und dumm dargestellt werden, scheinen die Verfasser mit der Darstellung des Rabbiners zu suggerieren, dass die jüdische Glaubensgemeinschaft andere Religionsgemeinschaften vernichten will. Ausschließlich der Rabbiner wird in dem Buch in dieser Form charakterisiert. Mit dem Buch, das sich in seiner äußeren Gestaltung auch schon eine kleine Kinder richtet, wird demzufolge ein Bild vermittelt, wonach Juden ihren Glauben auch mittels Gewalt durchsetzen und das Bestreben haben, alle anderen Religionen zu vernichten.</p>
<p align="justify">In der Gesamtbetrachtung weisen Text und Abbildungen des Buches mithin antisemitische Tendenzen auf. Das Buch ist somit geeignet, Kinder und Jugendliche sozial-ethisch zu desorientieren. [....]"</p>
<p align="justify">Ach, besser als Shakespeare, besser als die Bibel fast ist dieser Antrag, so ist er nicht nur ein Antrag für die Indizierung, nein, er ist ein Antrag für die Beendigung der Aufklärung. Und es wurde auch langsam Zeit, denn gebracht hat sie nicht viel, wie dieser Antrag selbst am besten unter Beweis stellt. Wundervoll, die Argumentation, sehen wir sie uns einmal näher an:</p>
<p align="justify">Die Entwicklung der Kinder vom Familienministerium soll das Satansbuch gefährden, so dass sie nicht mehr gemeinschaftsfähig und eigenverantwortlich sind, nachdem sie dieses Buch gelesen, ach, nachdem sie auch nur einen Blick darauf geworfen haben. Und ist es in der Tat nicht die neueste Erkenntnis der Neurologenwissenschaft, dass so ein Bild und so ein Text, zudem noch kombiniert, wenn sie auf unseren Augapfel treffen, dass sie dann direkt ungefiltert in unseren Persönlichkeitskortex und in unseren Eigenverantwortlichkeitskortex hineinwandern und dort randalieren wie die Zigeuner? Dort gehen die hinein und schlagen alles kaputt, doch belassen sie es nicht dabei und wandern rüber noch in unsere Seele und klopfen die auch noch windelweich, wie ich es seit 1939 an der Polenfront nicht mehr erlebt habe.</p>
<p align="justify">Und die Sintflut, in der Tat! Wer außer unserem Herrn selbst (!) hat das Recht, sie anzuführen. Das hat er auch getan, als er das Heilige Buch der Christenheit, also nicht das Jesus-Buch vom Benedikt, sondern die Bibel, geschrieben hat. Und da hätte die Geschichte bleiben sollen, wo sie steht und schon immer stand, seit die Welt zum ersten Mal das Licht der Sonne, die sich so unermüdlich um unsere Erdenscheibe dreht, erblickte. Und der Herr sprach:</p>
<p align="justify">„Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, mit ihm auch das Vieh, die Kriechtiere un die Vögel des Himmels, denn es reut mich, sie gemacht zu haben." (Genesis 6, 7)</p>
<p align="justify">Ganz Recht, mein hochverehrtes Familienministerium! Hier ist <i>keine</i> Rede von Menschenbabys, Omas, oder Tieren! Hier werden nur Vieh, Kriechtiere, Vögel und Menschen vertilgt! Eine ganz falsche Darstellung der Historie ist das, was sich Herr Schmidt-Salomon hier erlaubt, und sowas mit einem jüdisch klingenden Namen, mit dem er es doch besser wissen müsste!</p>
<p align="justify">Und diese Abbildungen, oh diese Abbildungen, ja in der Tat: Diese Abbildungen! Dabei sprach doch der Herr in seinem vierten Gebote:</p>
<p align="justify"> „Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde." (Exodus 20, 4)</p>
<p align="justify"> Gott, der Herr, der hat es selbst gesagt und er hat es klar gesagt, dass wir überhaupt keine Bilder von gar nichts machen sollen! Von nichts da oben oder hier oder da unten, unter unseren Füßen, wo das Wasser fließt! Und dazu gehören auch Ferkel und Igel und Rabbiner. Erst Recht keine Rabbiner sind abzubilden, ja, denn so sprach unser Herr Jesu Christ:</p>
<p align="justify"> „Weh euch, ihr [jüdischen] Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten und sagt dabei: Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebet hätten, wären wir nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig geworden. Damit bestätigt ihr selbst, daß ihr die Söhne der Prophetenmörder seid. Macht nur das Maß eurer Väter voll! Ihr Nattern, ihr Schlangenbrut! Wie wollt ihr dem Straftericht der Hölle entrinnen!" (Matthäus 23, 39-33)</p>
<p align="justify"> Die jüdischen Hohepriester redeten Pilatus nämlich ein, dass er unseren Heiland kreuzigen solle und sie sagten es endlich selbst:</p>
<p align="justify"> „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder" (Matthäus 27, 25)</p>
<p align="justify"> Nun will dieses Ferkelbuch Bilder von den Christusmördern zeigen? Noch dazu auf diese laxe Weise, „grausam", „menschenverachtend", das ist doch gar nichts! Seht euch nur die Darstellung von Juden in christlichen, <a href="http://www.christliche-sauerei.de/thema/thema.html">deutschen Kirchen</a> an, <i>das</i> ist Antisemitismus! Ja, unser Herr hat gesprochen und unser Familienministerium hat ihn erhört! Herr Schmidt-Salomon wird ihn auch noch zu hören bekommen, wie all die elenden Gottesleugner!</p>
<p align="justify"> Und ja, wie lächerlich ist die Unterstellung, das Judenvolk wolle alle anderen Religionen vernichten! Das will doch nicht das Judenvolk, dieser nicht-missionarische Haufen, das können die gar nicht, nein, das will das Christenvolk allein! Beinahe wäre es uns gelungen beim ersten, beim zweiten, beim dritten Kreuzzug und gelingen wird es uns beim letzten, der da noch kommen mag, der da noch kommen muss, mit Hilfe des Familienministeriums!</p>
<p align="justify"> Also klar ein antisemitisches Buch ist das, und sowas in einem liberalen Rechtsstaat. Doch ist es nicht der wahre, der <a href="http://www.arbeitsgemeinschaft-trennung-staat-kirche.de/DIE%20JUDENFEINDLICHKEIT%20DES%20NEUEN%20TESTAMENT1.htm">christliche Antisemitismus</a>, es ist so ein billiger, erbärmlicher Antijudaismus, der sich gar nicht gegen die Juden als Volk richtet, sondern nur gegen einige Elemente ihrer Religion, nicht einmal ihrer Religion, sondern nur der ultraorthodoxen Version davon. Lachhaft.</p>
<p align="justify"> Herr Salomon hat die Frechheit besessen, sein Buch auch noch zu <a href="http://www.ferkelbuch.de/Verteidigung.pdf">verteidigen</a>. Mit <i>Argumenten</i> aus seinen aufgeklärten Debattierclubs, als müssten die irgendjemanden kümmern! Gottes Wort alleine zählt, das weiß niemand so gut wie unser Familienministerium. Und niemand verbreitet es so eifrig wie Frau Ursula von der Leyen mit ihrem christlichen <a href="http://www.ferkelbuch.de/Verteidigung.pdf">Bündnis für Erziehung</a>, gegen das Salomon so hetzt, doch in das <a href="http://www.religionsfreie-zone.de/ursel/index.htm">Reich der Heiligen</a> wird man sie dafür aufnehmen!</p>
<p align="justify">Meine lieben Zuhörer, ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Wenn Jesus, unser Herr, in den nächsten 50 Jahren vom Himmel herabsteigt und die Ungläubigen vernichtet, so wird er euch lohnen, doch vor allem wird er lohnen: Unser Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend! Der Herr sei mit ihm. In Ewigkeit.</p>
<p align="justify"> Amen.</p>
<p align="justify"><i>Offray</i></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Deutscher Ernst (dedicated to the memory of Norman Mailer)]]></title>
<link>http://kamenin.wordpress.com/?p=216</link>
<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 23:22:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>kamenin</dc:creator>
<guid>http://kamenin.wordpress.com/?p=216</guid>
<description><![CDATA[Rückwärts gewandter Kulturpessimismus der Sorte „früher war alles besser&#8221; ist ein Affekt,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Rückwärts gewandter Kulturpessimismus der Sorte „früher war alles besser" ist ein Affekt, den man an sich besser unterdrücken sollte. Das meiste ist ja doch nur in Nostalgie (oder Hochprozentiges) getauchtes Nichtwissenwollen und Beschönigen. Deutschland war nie ein Staat bestehend aus Dichtern und Denkern, und der Wunsch, dass es anders gewesen sein möge, entspringt nicht zuletzt reaktionären Reflexen. Reflexe, die, jetzt wird's dialektisch, verwirklicht dann tatsächlich dazu führen können, dass früher mal was besser war: eben durch die kulturpessimistisch vorangetriebene Verödung der Gegenwart.</p>
<p align="justify">Schaut man sich die <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17203/1.html">Geschichte</a> und <a href="http://www.bundespruefstelle.de/">Selbstdarstellung</a> der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundespr%C3%BCfstelle">Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien</a> an, die Nachfolgeorganisation der <em>Oberprüfstelle für Schund- und Schmutzschriften </em>der Weimarer Republik, so findet man zwar allerlei Attitüde, wie gefährlich verrohend heute alles für die Jugendlichen ist. Aber gleichzeitig sieht man auch eine generelle Liberalisierung der Indizierungspraxis. Das betrifft nicht nur die 50er und 60er Jahre, als praktisch alles irgendwie moderne oder unbekleidete, eben alles im kirchlich-reaktionären Weltbild fremde oder unanständige, Widerstand hervorrief: seien dies Comics, Nacktheit in Zeitschriften oder gar Literaturklassiker; alles Dinge, über die man heute nur noch lächelt, und von denen man sich, gerade was Literatur angeht, eher wünschen würde, dass ein Jugendlicher sie mal in die Hand nähme. Aber auch danach ließ jedes neue Medium die BPjS immer erst mal zusammenzucken. Nachdem in den 80er Jahre die erste Welle von Computerspielen auf den Markt kam, erfolgte erst mal ein fröhliches Indizieren verdächtiger Titel -- der ein oder andere Klassiker des C64 findet sich darunter, sobald er nur eben ein entfernt kriegerisches Thema hatte: <em>Raid on Bungeling Bay</em>, <em>Blue Max</em>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/River_Raid"><em>River Raid</em></a> beispielsweise gehörten zu den ersten. Nun mag man angesichts der Geschichte deutscher Militärfliegerei natürlich Bedenken haben („Der Schoß ist fruchtbar noch..."), aber keiner meiner Freunde schien je irgendein Verlangen zu haben, Hubschrauber oder Jagdflugzeuge zu kapern, um damit dann Fabriken oder andere Flugzeuge zu zerstören. Retrospektiv stelle ich da auch durchaus ein vorhandenes Problembewusstsein fest, dass es in der Realität vielleicht nicht genügend Treibstofffelder gäbe, die man hätte überfliegen können. Zumal zumindest die beiden letztgenannten Titel immer und jedes Mal mit dem eigenen Absturz endeten. Sollte gewisse Politik in nächster Zeit feststellen, dass für ihre ehrgeizige außenpolitischen Ziele etwa nicht genügend Tornadopiloten zur Verfügung stehen, mag das mit der abschreckenden Wirkung obiger Spiele zu tun haben. Ob man in dem Zusammenhang dann von Jugendgefährdung sprechen sollte, bleibt dem Zynismus der Regierenden überlassen.</p>
<p align="justify">Aber um Jugendgefährdung ging es ja nie wirklich. Das Medium war halt neu und unbekannt, und es schien wohl irgendwie sinnvoll, einen Teil davon schon mal abschreckend zu indizieren. Wissenschaftliche Untersuchungen, dass heute recht billig wirkende Sprite-Animationen von dahertuckernden Flugzeugen jemals das Aggressionspotential eines Jugendlichen ernsthaft gesteigert hätten, gab es damals noch weniger als heute -- im Gegenteil: die Indizierung von <em>River Raid</em> z. B. wurde im Jahr 2002 aufgehoben, das Spiel erhielt eine ordnungsgemäße Altersklassifizierung. Seitdem ist es <em>freigegeben für alle Altersgruppen</em>. Von einem objektiv begründeten Handeln kann man also bei der Bundesprüfstelle wirklich nicht sprechen. Das ist nicht mehr als eine verhandelbare Bevormundung von Eltern und Kindern, der staatlich verordnete und durchgesetzte Hinweis, wie Erziehung Jugendlicher auszusehen habe. Ob man das für sinnvoll halten kann, sei dahingestellt. Ob das dann rechtlich in Ordnung ist, ob das überhaupt grundgesetzlich unter die Aufgabe des Staates fällt, ist eine ganz andere Frage, die zur Zeit allerdings eindeutig durch die Gesetze beantwortet ist.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">Der geschulte Leser dieses Blogs erkennt vielleicht schon den langen, sehr seriösen Erzählbogen, der im Kontext natürlich notwendig ist, um auf das zu kommen, worauf ich nun fast ohne Prätentionen kommen werde; weil ich es von Anfang an wollte, und mich nur wieder in Abstrahierungen in dem in einem Satz zusammenfassbaren ersten Punkt verlaufen habe. Während der reaktionäre Kulturpessimismus nämlich zu verdammen ist, gibt es einen vorausschauenden, fast visionären Kulturpessimismus, gewissermaßen einen noch skeptischen Kulturoptimismus, den ich dringend jedem anempfehle. Der besteht in dem Vergleich unseres Landes mit dem, was anderswo schon geht, formuliert also ein „noch nicht gut genug" gegenüber dem rückwärtsgewandten „schon zu schlecht". Er kritisiert die eigene Kultur von einem zukünftigen Standpunkt, den es erst noch zu verwirklichen gilt, und sein Pessimismus ist nichts anders als die Anerkennung des Mittelmaßes um sich herum, das es zu überwinden gilt.</p>
<p align="justify">Wir leben in Deutschland in einer Medienkultur, in der sich Til Schweiger als sexy, Jürgen Vogel als rebellisch und Ruth Moschner als witzig inszenieren kann und dafür Applaus kriegen und ernst genommen werden. Von daher ist es vielleicht kein Wunder, dass sich immer mehr Leute mit den entsprechenden Möglichkeiten von dieser Art Fernsehen abmelden und stattdessen englische und amerikanische Serien sehen, wenn überhaupt. Denn dagegen ist fast alles, was man hier sieht, altbacken, bieder und belanglos.</p>
<p align="justify">Nichts ist derweil schwieriger würdevoll rüberzubringen als Selbstironie und Obszönitäten, zwei Formen des Humors, die hierzulande selten versucht oder in schöner Regelmäßigkeit vollkommen versemmelt werden, weil man es entweder nicht kann und durch Albernheiten entwertet oder daraus gleich einen staatstragenden Tabubruch machen muss. Gut, es gibt Anke Engelke und ein paar wenige weitere Ausnahmen, die es zumindest versuchen, aber auch die sind nur alle aus der so genannten, fein säuberlich aussortierten Comedy-Ecke. Anderswo ist man da weiter.</p>
<p align="justify">Ich hatte <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/02/02/samstags-links-kontinuierlich-abnehmende-ernsthaftigkeit/">hier</a> schon mal auf ein Sarah-Silverman-Video verlinkt, auf das ich nun <a href="http://www.youtube.com/watch?v=wnVJZkDuVBM">gerne noch mal verlinken</a> werde; denn es gibt eine Fortsetzung, die man sich gefälligst anschauen sollte, und die kommt jetzt [1,2]:</p>
<p align="center"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/sIQrBouWRiE'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/sIQrBouWRiE&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p align="center">
<p align="justify">Man soll mir also bitte mit der deutschen Kultur aufhören und der Trennung zwischen Ernst und Unterhaltung. Die Diskussion kann man führen, nachdem man mal so etwas wie Unterhaltung zu produzieren im Stande gewesen ist, andernfalls hat man eh nur die Wahl zwischen Ernst und Müll. Und der Jugendschutz kann seinen Dienst solange einstellen, bis irgendeine deutsche Schauspielerin, sei es nun Alexandra Maria Lara, Julia Jentsch oder von mir aus Stefanie Stappenbeck wenigstens einen irgendwie vergleichbar lässig-obszönen Auftritt wie hier Cameron Diaz hinbekommt. Oder bis hier irgendwer das mit einer PET-Flasche halb so selbstverständlich nachmachen kann, was Robin Williams da vormacht und wofür mir der hinschreibbare deutsche Ausdruck gerade fehlt: ob das nun Peter Lohmeyer, Harald Krassnitzer oder Tom Buhrow sein muss.</p>
<p align="justify">Ursula von der Leyen mag so was obszön finden und ganz privat vielleicht sogar in der Gesamtaussage jugendschädigend. Aber bitte. Die lacht vermutlich auch über „Bully" Herbig.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">Und aus irgendeinem Grund scheint das auch genau der richtige Punkt, endlich <a href="http://marschflugkoerper.wordpress.com/">m.arschflufkörpers Marks</a> neues Projekt zu verlinken: <a href="http://kommentiert.wordpress.com/">Meinungsfreiheit ist was tolles</a>. Man kann sich Sisyphos nun auch als spaßhabenden Polemiker vorstellen.</p>
<p align="justify">[1] <span style="color:#808080;">Es zieht sich natürlich, zurecht, schon durch die ganze Blogosphäre. Ich bin zuerst durch <a href="http://don.antville.org/stories/1765154/">Don Dahlmann</a> drauf gestoßen.</span></p>
<p align="justify">[2] <span style="color:#808080;">Ironischerweise würde der Witz vermutlich ohne Dauerpiepen eher schlechter funktionieren. Das muss ich hier aber nicht weiter theoretisieren, weil ich ja schon an dem Punkt angekommen bin, an dem ich endlich das Video zeigen kann.</span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Interview zur Akte: Ferkelbuch]]></title>
<link>http://skepticashell.wordpress.com/?p=33</link>
<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 16:19:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Skeptic as hell</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der HPD-Online veröffentlichte heute ein Interview mit dem Vorsitzenden des Humanistischen Verband ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://hpd-online.de" target="_blank">HPD-Online</a> veröffentlichte heute ein Interview mit dem Vorsitzenden des <a href="http://www.humanismus.de/" target="_blank">Humanistischen Verband Deutschlands</a>, <b>Horst Groschopp</b>. Das Interview wurde von Judith Huber geführt.</p>
<p>Thema war die Diskussion um den Indizierungsantrag des Kinderbuches <b>"Wo bitte gehts zu Gott"</b>, welches auch hier vor einigen Tagen Thema war.</p>
<p><a href="http://hpd-online.de/node/3767" target="_blank">Das Interview ist beim HPD in ganzer Länge zu lesen</a>. Ich möchte hier jedoch auf einige Aussagen von Herrn Groschopp eingehen.</p>
<blockquote><p><b>hpd</b>: Wie stehen Sie selbst zum „Ferkelbuch“?</p>
<p><b>Horst Groschopp</b>: <i>Bei so etwas geht es immer auch um persönliche Geschmacksfragen. Ich halte das Buch eher für eines, über das mit Erwachsenen zu diskutieren ist, wie man Kindern sich in diesen Fragen nähert. Mir als Gottlosem geht die Penetranz auf die Nerven, mit der anderen Gott ausgetrieben werden soll. </i></p></blockquote>
<p>Ich bin persönlich etwas enttäuscht darüber, dass hier auf einen Wortschatz zurückgegriffen wird, der zum Einen eindeutig besetzt ist, zum Anderen dem Buch nicht gerecht wird. Man kann hier wohl kaum von einer Austreibung reden. Sowohl im wörtlichen wie auch übertragenden Sinne ist ein Exorzismus eine absolut unpassende Bezeichnung. Sowas hätte ich eher aus einer anderen Richtung erwartet.</p>
<p><!--more--></p>
<blockquote><p><i>[..]Die Juden sind für die Sintflut zuständig, die auch auf Gottes Befehl die Meerschweinchen massakrierte, die Christen pflegen das Blutopfer und die Moslems haben einen Sauberkeitsfimmel, das geht ja noch. Sicher ist das Buch ein Beitrag zum „neuen Atheismus“. Es ist mir aber unklar, welche Altersgruppe eigentlich angesprochen werden soll.</i></p></blockquote>
<p>Darüber kann man in der Tat streiten, jedoch braucht man sich nur anzusehen, welche Altersgruppen mit den kritisierten Geschichten der verschiedenen Glaubensrichtungen konfrontiert werden. Wer hier fordert, dass man sowas (Ferkelbuch <b>und</b> religiöse Texte) nur noch Erwachsenen zumuten darf, der wird vermutlich sogar bei den Autoren des Ferkelbuches auf offenen Ohren stoßen. Auf diese Schiene traut sich komischerweise niemand. Konsequent wäre es allemal.<b><br />
</b></p>
<blockquote><p><b>hpd</b>: Es gibt die Meinung, antisemitische Stereotype würden nur auf diejenigen wirken, die sie noch im Kopf hätten.</p>
<p><b>Horst Groschopp</b>:<i> Michael Schmidt-Salomon sieht das unglücklicherweise auch so und schreibt in seinem darauf bezogenen <a href="http://hpd-online.de/node/3741" target="_blank">Kommentar</a>:<br />
„Übrigens ist das Ganze ein reines Erwachsenenproblem: Heutige Kinder haben diese alten Stereotype nicht mehr im Kopf, Mensch sei Dank!“ Damit werden viele Fragen umgangen. Zu denen zähle ich, aus Gründen der Geschichtskultur und der Toleranzbildung ist das unbedingt zu beachten, dass es solche Stereotype unabhängig von denen gibt, die sie nicht zu benutzen meinen.</i></p></blockquote>
<p>Selbst wenn es sie gibt, ist das doch kein Grund, auf jegliche Kritik zu verzichten. Und Kritik ist nunmal nicht immer bequem. Darüber hinaus ist ja durchaus fraglich, ob in diesem Buch diese Klischees tatsächlich bedient werden oder ob das tatsächlich nur aus der selektiven Wahrnehmung zu erklären ist, die sich viele Menschen in Deutschland angewöhnt haben. Sei es aus psychologischen oder politischen Gründen. (mehr dazu s.u.)</p>
<blockquote><p><i>Stereotype werden öffentlich bedient (auch völlig unbeabsichtigt). Sie sind eingebunden in Mechanismen, in denen das „kulturelle Gedächtnis“ und Erinnerungszeichen funktionieren, die auch auf die Sozialisation von Kindern einwirken. Man kann hier als Erwachsener, als Pädagoge schon gar nicht, die Augen zumachen oder einfach mal so neu anfangen oder naiv sagen, meine physiognomischen Hervorhebungen sollen den Rabbi zwar als solchen kenntlich machen, aber ein Stereotyp bediene ich nicht, weil ich lauteren Charakters bin.</i></p></blockquote>
<p>OK. Kann man so sehen. Die Folge müsste aber sein, dass jegliche Literatur (auch die gängige und beliebte Kinderliteratur) kritisch nach solchen "Bildern" untersucht und anschliessend mit dem großen Rotstift zensiert werden muss.</p>
<blockquote><p><b>hpd</b>: Kommen wir zurück auf den Indizierungsantrag. Was halten Sie von der Unabhängigkeit der Bundesprüfstelle?</p>
<p><b>Horst Groschopp</b>: <i>Die Bundesprüfstelle setzt sich dem Verdacht aus, einseitig zu urteilen. Ich hege Zweifel an deren tatsächlicher Unabhängigkeit, wenn – wie in diesem Fall – religiös-weltanschauliche Pluralität gefordert ist. Wir im HVD sehen deshalb eine politische Forderung darin, im 12er-Gremium den bzw. die Beisitzer für „Kirchen, jüdische Kultusgemeinden und andere Religionsgemeinschaften, die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind“, künftig durch eine Person zu ergänzen, die dem organisierten Humanismus nahe steht. Landesverbände des HVD haben in mehreren Bundesländern ebenfalls den Status einer KdÖR.<br />
Im konkreten Fall würde die Bestellung eines Sachverständigen aus dem humanistischen Spektrum durchaus nützlich sein.</i></p></blockquote>
<p>Das wäre eine, durchaus begrüßenswerte Maßnahme.  Eine andere wäre die komplette Abschaffung dieser Einrichtung, die in der Vergangenheit größtenteils damit auffiel, Medien, die den zeitlich gültigen Moralvorstellungen eines Teils der deutschen Bevölkerung bzw. meinungsmachenden Einrichtungen (z.B. die großen Kirchen) missfielen durch Indizierung, oft auch mit Verbot und Beschlagnahmung, zu zensieren. Diese Art der Zensur hatte dann den Deckmantel des Jugendschutzes.</p>
<p>Dem möglcihen Einwand, dass es Dinge wie Holocaustleugnung, Gewaltverherrlichung, usw. gibt, kann man mit unserem Strafgesetzbuch, dass deutlich über den Jugendschutz hinaus geht, begegnen. (zu diesem Thema möchte ich mich zukünftig noch umfassender äußern*)</p>
<blockquote><p><b>hpd</b>: Die öffentliche Reaktion von Atheisten und Humanisten auf den Indizierungsantrag ist enorm. Sie findet wesentlich als Streit für Meinungsfreiheit statt. Wie sehen sie das?</p></blockquote>
<blockquote><p><b>Horst Groschopp</b>:<i> Die Bundesprüfstelle verbietet keine Bücher, sie indiziert „Jugendgefährdung“, stellt also fest, ob dieses oder jene Medium für Kinder und Jugendliche geeignet ist und öffentlich verkauft werden darf oder nur als „Bückware“, wie jeder Porno auch, vertrieben werden muss.</i></p></blockquote>
<p>Wie ich bereits schrieb, ist das bestenfalls eine Verharmlosung. Die Sache mit der "Bückware" mag für einige Dinge zutreffen. Durch die Indizierung ist aber ein kostendeckender Absatz oder gar kommerzieller Erfolg vieler Medien so gut wie unmöglich , was faktisch einem Verbot nahekommt. Für ein Kinderbuch, dass erst ab 18 Jahren offiziell erhältlich ist und nicht beworben werden darf erst Recht. Auf Dinge wie Beschlagnahmung will ich an dieser Stelle nicht eingehen.</p>
<blockquote><p><i>Die Frage an den HVD ist diejenige, ob er meint, das „Ferkelbuch“ ist für Kinder geeignet. Das ist für mich eine ethische und pädagogische Frage, keine zuerst der allgemeinen Meinungsfreiheit. </i></p></blockquote>
<p>Aus dieser Frage folgt aber (leider) unmittelbar, ob ein Verbot, euphemistisch als Indizierung bezeichnet, ausgesprochen wird. Somit ist das von entscheidender Bedeutung. Die Frage nach der Eignung wird sicherlich durch die verschiedenen Interessengruppen höchst unterschiedlich beantwortet werden und darf meiner bescheidenen Meinung nach aber nicht als Grundlage für eine Indizierung dienen. Mit diesem Argument kann man jedem heranwachsenden Bürger den Zugriff auf unbequeme Literatur verwehren.</p>
<p>* In Planung ist eine Serie über Zensur, Jugendschutz und Kritik an dieser Praxis in Deutschland</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zensur aus ästhetischen Gründen?]]></title>
<link>http://skepticashell.wordpress.com/?p=23</link>
<pubDate>Thu, 31 Jan 2008 11:51:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Skeptic as hell</dc:creator>
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<description><![CDATA[Süddeutsche Zeitung &#8220;Der hässliche Rabbi&#8221; (SZ vom 31.01.2007, Quelle: SZ online)
Ein K]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><b><i></i></b><b><i>Süddeutsche Zeitung "Der hässliche Rabbi" (SZ vom 31.01.2007, Quelle: <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/834/155429/" target="_blank">SZ online</a></i></b><i>)</i></p>
<p><i>Ein Kinderbuch will Atheismus lehren, diffamiert dabei aber die Weltreligionen. Jetzt prüft das Bundesfamilienministerium ein Verbot.<br />
Von Alex Rühle...</i></p>
<p>[..]</p>
<p><i>Die Lektüre solcher Bücher ist trostloser als ein Spaziergang über zubetonierte nordkoreanische Freiflächen, alles plan und platt, nirgends auch nur das kleinste Pflänzchen, das zweckfrei vor sich hinsprießen dürfte. Insofern ist ein soeben bekannt gewordenes Indizierungsverfahren des Bundesfamilienministeriums schon aus ästhetischen Gründen zu begrüßen. </i></p>
<p>[..]</p>
<p><i>Die Schlussseite, auf der das Ferkel und der Igel auf einer herrlich grünen Wiese ganz ohne Gott sitzen, über ihnen steht eine Sonne mit linealgeraden Strahlen, um sie herum fliegen Tauben, könnte eine evangelikale Paradieserzählung oder eine Wachtturmausgabe illustrieren.</i></p>
<p><i><a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/834/155429/" target="_blank">ganzer SZ-Artikel</a></i></p>
<p><b>Ich hatte bereits damit gerechnet, dass ein Artikel in dieser Art und Weise erscheinen würde. Über das Kontaktformular habe ich folgende Antwort an die Redaktion geschrieben.</b></p>
<p><!--more--></p>
<p>"...es ist schade, wenn ein Autor, offenbar ohne entsprechende Recherche bzw. Beschäftigung mit dem Thema, die üblichen gefaselten Floskeln von sich gibt, die den Autoren dieses Buches und der laut gewordenen Religionskritik seit langer Zeit entgegen gebracht wird.</p>
<p>Ob es Aufgabe des Staates ist, "aus ästhetischen Gründen" Bücher zu zensieren, darf maximal bezweifelt werden. Aus ideologischen Gründen sowieso.</p>
<p>Betrachtet man die religiösen Schriften mit etwas Abstand, dann sollte der gebildete und denkende Mensch in der Lage sein, sich ein entsprechendes Urteil über sie zu fällen.<br />
Die kritisierten Bilder im Buch sind nur das, was man bei ehrlicher Umsetzung der Glaubensdogmen erwarten kann und auch in der Realität (zum Glück nicht überall) entdeckt.</p>
<p>Spätestens nach Äußerungen deutscher Kardinäle bzw. Bischöfe zu gewissen Themen oder muslimischer Geistlicher auch in Deutschland, stellen die im Buch erhobenen Thesen nur die Realität dar. Das diese Realität vielschichtig sein kann, bestreitet niemand. Auch das Ferkelbuch nicht.</p>
<p>Fakt ist aber: Zensur im Namen der Religion darf nicht sein. Auch wenn sie unter dem Deckmantel des sogenannten Jugendschutz auftritt.</p>
<p>Mit der Forderung (?) Zensur aus "ästhetischen" Gründen zu befürworten, gibt sich der Autor der Lächerlichkeit preis."</p>
<p>(Ürsprünglich via <a href="http://www.skepticker.org/2008/01/29/kinderbuch-auf-dem-index/">Skepticker</a>)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eisregen]]></title>
<link>http://marzi357.wordpress.com/2007/12/05/eisregen/</link>
<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 19:42:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>marzi357</dc:creator>
<guid>http://marzi357.wordpress.com/2007/12/05/eisregen/</guid>
<description><![CDATA[Vielleicht sagt euch Eisregen bis jetzt noch nichts, doch ihr werdet zumindest die psychische Gestö]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht sagt euch Eisregen bis jetzt noch nichts, doch ihr werdet zumindest die psychische Gestörtheit von gewissen Bands in Erinnerung behalten.</p>
<p>Eisregen gut was ist das ne Band?</p>
<p>Eisregen,  eine Dark-Metal Band, welche bereits mit einigen Alben auf der indiziierten Liste auf Grund von Songtexten steht, ist grad aus diesem Grund in mein Interesse gerückt. Was lässt Musik aus Sicht unseres Staates so "schlecht" werden, das die Verbraucher nicht mehr in der Lage sein sollen, die Texte zu verarbeiten ?</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/kGe6tmTEijU'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/kGe6tmTEijU&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p>Hier ein Ausschnitt des Songs "1000 tote Nutten". Zugegeben ein interessanter Songtitel, gleich ein Grund für Indizierung?</p>
<p>Um darauf weiter einzugehen, poste ich euch mal den Text des Songs:</p>
<p>In der Herbertstraße aufgereiht<br />
<strong> Mein Sturmgewehr nach ihnen Kugeln speit</strong><br />
geh jede Nacht durch ihre Reihen<br />
Lass sie bis zum Morgen schreien<br />
Bis zum Sonnenaufgang <strong>Hurenmord</strong><br />
So arbeit' ich weiter im Akkord<br />
Muss immer neu meine Waffen laden<br />
Und sende feine feuergaben</p>
<p>Warum ich Dirnen hasse weiß ich nicht<br />
<strong> Schieß ihnen Wahrheit ins Gesicht</strong><br />
Und wenn ich noch Zeit zur Verfügung hab<br />
<strong> Zieh ich den Leichen ihre Häute ab</strong></p>
<p>Lass sie in rohem Fleisch <strong>verbluten</strong><br />
<strong> Mein Lebensziel ist 1000 tote Nutten</strong><br />
1000 - eine stattliche Zahl<br />
1000 - fache Todesqual<br />
1000 - ein heeres Ziel<br />
1000 - keine weniger und keine zuviel<br />
<strong> Werd mit ihrem Blut die Strassen fluten</strong><br />
<strong> Mein Lebensziel ist 1000 tote Nutten.....</strong></p>
<p>Die markierten Stellen des Textes sind mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Ich persönlich sehe soetwas mit Humor und frage mich, wie kann jemand so kaputt sein? Weiter bin ich der Ansicht ,dass Songtexte nur vom Umfeld geschädigte Personen beeinflussen, wozu ich mich nicht zähle. Warum verbieten wir also Songtexte, wenn wir eigentlich nur unser soziales Umfeld verbessern müssen (mobbing, Ausgrenzungen,Bildung von Randgruppen, gerade aktuell: Kinder verkommen unbemerkt etc.)? Dies lässt sich auf fast alle Bereiche die in Gewalt resultieren, ausweiten. Vielleicht muss ich das noch näher erläutern, doch das erfolgt in einem späteren Post.</p>
<p>so far</p>
]]></content:encoded>
</item>

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