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	<title>idealismus &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/idealismus/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "idealismus"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 06:02:11 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Konsumiert wird, was da ist]]></title>
<link>http://phgoetze.wordpress.com/?p=30</link>
<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 00:13:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Philipp</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dass meiner Generation die Visionen und Ideen fehlen, hört man oft. Wir hängen in unserer Freizeit]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Dass meiner Generation die Visionen und Ideen fehlen, hört man oft. Wir hängen in unserer Freizeit lediglich unproduktiv in unseren Gegenden rum, lesen keine Zeitung mehr, missbrauchen unsere Mobiltelefone als kratzige Ghettoblaster und schauen vor allem über 200 Minuten täglich fern.</p>
<p>Dabei hätte gerade das Fernsehen immerhin noch Potential, uns Wissen zu vermitteln, welches für die Entwicklung von Visionen unweigerlich gebraucht wird. Zumindest dachte ich mal, dass zum Beispiel Wissenschaftsmagazine diesen Anspruch erfüllen sollen. Stattdessen dienen auch sie nur zur seelenlosen Unterhaltung der abgestumpften Masse, der man ohnehin alles präsentieren kann; es wird konsumiert, was da ist.</p>
<p>Qualität wird schon seit einer ganzen Weile nicht mehr verlangt. Hauptsache es läuft was in der Kiste, das beim Abschalten nach dem dumpfen Arbeits- oder Schulalltag hilft. Somit muss sich kein Sender um irgend etwas bemühen, was ein wenig innovativ oder gar komplett neu ist; es kommt doch eh nicht gut an. Man setzt auf das, was millionenfach da ist; man kopiert sich lustig durch die Fernsehwelt oder füllt die Programmlücken einfach mit abgenutzten Clipshows samt Moderator-Immitaten.</p>
<p>Also müssen auch die Verantwortlichen dieser Wissenschaftsmagazine kaum arbeiten. Die Berichte beschränken sich auf die Maße des größten Steaks und die Zubereitung von Erdbeerkuchen. Oder sie bestehen gänzlich aus im Grunde werbenden Beiträgen über Sandwich-Lokale. Der Informationsgehalt in den Beiträgen bewegt sich bei Null, auch wenn Erdbeerkuchen zweifelsfrei lecker ist. Für das Erlangen von Wissen kann man die Sendungen aber nicht verwenden, sollen sie doch aber genau das bewirken.</p>
<p>Und sie sollten auch wirklich. Der Vorwurf der fehlenden Ideale in den Köpfen der Jugend ist berechtigt; man sieht es doch wirklich überall. So war es mal in einer Vorprüfung im Fach Englisch eine Wahlaufgabe, einen Text über die Vorstellungen für die Zukunft der Welt zu schreiben. Kaum einer mit dem ich sprach wählte dieses Thema. Dies kann ein Zufall sein, ich denke aber, das ist doch auch schon bezeichnend.</p>
<p>Im Deutschunterricht wurden wir einmal nach unseren Visionen gefragt. Viele hatten überhaupt keine, beim Rest ging es lediglich um die eigene nähere Zukunft, ohne zu bedenken, dass diese auch nicht ohne die Zukunft der jeweiligen Umgebung funktionieren kann, über die man sich ab und an Gedanken machen sollte.</p>
<p>Die meisten haben bereits jetzt resigniert, weil überall die Stimmung verbreitet wird, dass man ja nix mehr ändern könne. In der Politik sitzen nur Arschlöcher, der ganze Staat ist korrupt und nimmt uns nur aus. Dass man selbst womöglich einmal die Macht haben könnte, das zu ändern, es zu bessern – das wird nicht bedacht, dazu müsste man sich ja auch bewegen und eigene Ideen entwickeln. Vorm Fernseher ist es da einfacher.</p>
<p>Statt die Zuschauer also mit schlecht pointierten Comedies, schädelrasierten TV-Köchen und Mainstream-Castingshows flächendeckend zu bombardieren, kann man das ja mal mit inhaltlich wertvollen Magazinen tun, die Informationen vermitteln und bei der Entwicklung des Idealismus helfen können; es wird ja konsumiert, was da ist. Vielleicht würde es auf diesem Wege mehr bringen. Es wäre jedenfalls schon mal ein Weg; nicht der beste oder der einzige Weg, aber einer. Genug Menschen würden erreicht, so viel wäre klar.</p>
<p>Und es würde nicht mehr eine gesamte Generation verleumdet und in der Bahn schief angesehen, wenn sie ne Zeitung auspacken und sie nicht verbrennen.</p>
<p>[<a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/dauerwerbesendung-mit-g/">Inspiriert von einem Beitrag bei Stefan Niggemeier</a>]</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Deutsch Abiturprüfung]]></title>
<link>http://kleeblatt.wordpress.com/?p=303</link>
<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 10:40:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>kleeblatt</dc:creator>
<guid>http://kleeblatt.wordpress.com/?p=303</guid>
<description><![CDATA[In meiner mündlichen Abiprüfung in Deutsch kam gestern die Kunstauffassung von Georg Büchner dran]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner mündlichen Abiprüfung in Deutsch kam gestern die Kunstauffassung von Georg Büchner dran, mit Bezügen zu Friedrich Schiller und Don Carlos... Ja ich war auch ein wenig geschockt, das so ein Thema in der DEUTSCHprüfung drankam. Hatte mich auf die Bücher natürlich am meisten vorbereitet die wir gelesen haben, dass dann hauptsächlich der Idealismus von Büchner und Schiller dran kam verknüpft mit ihren politischen Ansichten hat mich dann schon etwas enttäuscht.</p>
<p>In einer halben Stunde musste ich 3 Aufgaben zu dem Textauszug von Lenz interpretieren und vergleichen und dazu noch einen kurzen Text von Schiller lesen und interpretieren.</p>
<p>In dieser halben Stunde hatte ich wirklich Schweißausbrüche, ich kam zuerst überhaupt nicht mit dem Text klar, ich hab 15 Minuten allein gebraucht um ihn zu verstehen und zusammenzufassen (in kleinen Stichwörtern am Rand natürlich nur), dann hatte ich noch weitere 15 Minuten, um die anderen beiden Aufgaben zu machen. Eigentlich bleibt einem gar nicht übrig wirklich nachzudenken, man muss entweder sofort wissen, was die Lehrer von einem verlangen oder man schafft die Aufgaben nicht in der Zeit. Das hat mich wirklich sehr unter Druck gesetzt und zufrieden war ich ganz und gar nicht, als ich zu den 3 Prüfern ins Zimmer ging.</p>
<p>Die haben mich zwar alle sehr nett begrüßt, aber ich war einfach zu unsicher, hab mich leider auch ein paar Mal verhaspelt und mehr als einmal einen Satz von mir gegeben, der in meinem Kopf absolut keinen Sinn ergibt. Meine Franzsösischlehrerin war zum Glück da, sie unterrichtet ja auch Deutsch, und hat mich immer wieder angelächelt und mit dem Kopf genickt, wenn ich etwas gesagt habe. Das hat mir sehr geholfen und mich auch ein wenig bestärkt in dem was ich sage. Morgen werde ich dann nachmittags meine Note erfahren, darauf bin ich mal gespannt, ich kann es nämlich absolut nicht einschätzen.</p>
<p>Das waren so ungefähr die beiden ersten Aufgaben:</p>
<p>Analysieren und interpretieren Sie das Kunstgespräch aus Georg<br />
Büchners Novelle „Lenz“ (1835/36).<br />
Beurteilen Sie, inwieweit der Autor Büchner der von Lenz hier formulierten<br />
Kunstauffassung in der Gestaltung seines Protagonisten<br />
folgt.<br />
Beziehen Sie diese Aussagen auf "Woyzeck".</p>
<p>(Diese Fragen habe ich übrigens im Internet bei einem Deutsch LK gefunden, ich hab Deutsch GK...)</p>
<p>Das hier ist ein Teil meines Quelltext, den Rest habe ich leider nicht gefunden:</p>
<p>Über Tisch war Lenz wieder in guter Stimmung:<br />
man sprach von Literatur, er war auf seinem Gebiete. Die idealistische Periode1 fing damals an;<br />
10 Kaufmann war ein Anhänger davon, Lenz widersprach heftig. Er sagte: Die Dichter, von<br />
denen man sage, sie geben die Wirklichkeit, hätten auch keine Ahnung davon; doch seien sie<br />
immer noch erträglicher als die, welche die Wirklichkeit verklären wollten. Er sagte: Der liebe<br />
Gott hat die Welt wohl gemacht, wie sie sein soll, und wir können wohl nicht was Besseres<br />
klecksen; unser einziges Bestreben soll sein, ihm ein wenig nachzuschaffen. Ich verlange in<br />
15 allem - Leben, Möglichkeit des Daseins, und dann ist's gut; wir haben dann nicht zu fragen,<br />
ob es schön, ob es häßlich ist. Das Gefühl, daß, was geschaffen sei, Leben habe, stehe über<br />
diesen beiden und sei das einzige Kriterium in Kunstsachen. Übrigens begegne es uns nur<br />
selten: in Shakespeare finden wir es, und in den Volksliedern tönt es einem ganz, in Goethe<br />
manchmal entgegen; alles übrige kann man ins Feuer werfen. Die Leute können auch keinen<br />
20 Hundsstall zeichnen. Da wollte man idealistische Gestalten, aber alles, was ich davon<br />
gesehen, sind Holzpuppen. Dieser Idealismus ist die schmählichste Verachtung der<br />
menschlichen Natur. Man versuche es einmal und senke sich in das Leben des Geringsten<br />
und gebe es wieder in den Zuckungen, den Andeutungen, dem ganzen feinen, kaum<br />
bemerkten Mienenspiel; er hätte dergleichen versucht im 'Hofmeister' und den 'Soldaten'2. Es<br />
25 sind die prosaischsten Menschen unter der Sonne; aber die Gefühlsader ist in fast allen Menschen<br />
gleich, nur ist die Hülle mehr oder weniger dicht, durch die sie brechen muß. Man muß<br />
nur Aug und Ohren dafür haben...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Menschen, die brennen]]></title>
<link>http://hirnra.wordpress.com/?p=27</link>
<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 19:18:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Max</dc:creator>
<guid>http://hirnra.wordpress.com/?p=27</guid>
<description><![CDATA[Sie leben mit und für ihre Sache. Sie nehmen Wagnisse, Risiken und Anstrenungen auf sich. Sie gehö]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sie leben mit und für ihre Sache. Sie nehmen Wagnisse, Risiken und Anstrenungen auf sich. Sie gehören zu den besten. Ich rede hier nicht von <a href="http://www.freitag.de/2005/10/05100601.php" target="_blank">human barbecues</a>, sondern von Menschen, die vollständig von einer Sache überzegt sind, diese vertreten und weiter voran bringen. Ich durfte dies heute anlässich des Unistarts hier erleben. Menschen, die so begeistert bei der Sache sind, dass sie selbst den Desinteressiertesten noch eine mittelmäßige Durchdringung der Materie ermöglichen wollen, obwohl sie mit ihrem überragenden fachlichen und menschlichen Können es viel leichter haben könnten und auch mehr Geld verdienen könnten. Ich habe bisher nicht viele Menschen in meinem Leben getroffen, die ungehemmt brannten. Ich denke da einen meiner ehemaligen Naturwissenschaftslehrer, der so begeistert und engagiert von seiner Sache war, dass es bereits ins masochistische hineinragte, wenn er in der Nacht nach der Klausur nur 1,5 Stunden schlief, weil er die Klausur unbedingt am nächsten Tag zurückgeben wollte. Vor diesem Menschen, den ich bis zum Abitur genießen durfte, kann ich mich nur verneigen. Aber bei weitem nicht nur die Akademiker will ich gemeint haben. Auch vor Menschen, die mit ihrem (manchmal) bescheidenen Beruf so zufrieden und begeistert sind, kann ich mich nur verneigen. Kloputzen zum Beispiel sehe ich nicht als Verlegenheitsarbeit an. Wenn die Arbeit erfüllend ist und ordentlich gemacht wird, was gibt es besseres im Leben?</p>
<p>Leider gibt es viel zu wenig Menschen, die so brennen. Dann, denke ich, wäre die Welt besser. Einige Flammen habe ich bei mir schon entdecken können und sie brennen weiter. Nur die große Zündquelle, die fehlt noch. Ich hoffe, ich finde eine, irgendwann.</p>
<p style="text-align:right;">Die negativen Erscheinungen dieses Brennens übergehe ich an dieser Stelle einfach mal, seinen es Extremisten, Fanatiker, Starrköpfe, Prinzipienreiter oder Pietisten ;-)</p>
<p style="text-align:left;">[An dieser Stelle nochmal: ich möchte mit diesen ironisch gemeinten Einstreuungen niemanden beleidigen, lediglich ein bischen ironisch reflektieren nebenbei, so ist das halt und ich bin bei weitem auch nicht perfekt!]</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das viel zu lange und nicht mal besonders glückliche Leben von Schrödingers Katze]]></title>
<link>http://kamenin.wordpress.com/?p=257</link>
<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 18:00:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>kamenin</dc:creator>
<guid>http://kamenin.wordpress.com/?p=257</guid>
<description><![CDATA[Schrödinger selbst verstand die Sache als Witz. Als er sein Gedankenexperiment vorschlug, bezeichne]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><strong>Schrödinger selbst verstand die Sache als Witz. Als er sein Gedankenexperiment vorschlug, bezeichnete er es als „burleske" Konstruktion, mit der er einen Mangel am damaligen Verständnis von Quantenphysik aufzeigen wollte. Aber noch heute wird Schrödingers Katze diskutiert, mystifiziert und in allen abwegigen Aspekten als für unser Weltbild relevant verstanden. Zeit, einen etwas nüchterneren Blick auf den meistdiskutierten Katzencontent des letzten Jahrhunderts zu werfen.</strong></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://kamenin.files.wordpress.com/2008/04/lol_schroedinger.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-258" src="http://kamenin.wordpress.com/files/2008/04/lol_schroedinger.jpg" alt="LOL SCHRÖDINGER" width="249" height="349" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Wie hier schon <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/01/20/beobachtereffekte-in-der-quantenphysik-ii-das-doppelspalt-experiment/">besprochen wurde</a>, verhält sich die Welt auf der subatomaren Ebene eher verwirrend: Elektronen durchfliegen zwei Spalte gleichzeitig oder befinden sich gleichzeitig in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenschwebung">zwei verschiedenen Atomorbitalen</a>; mithin alles Dinge, für die uns in naiver Weltsicht die Anschauung fehlt. Mathematisch lässt sich das Verhalten derweil exakt und problemlos beschreiben, zum Beispiel unter Zuhilfenahme einer Wellenfunktion, die den Aufenthaltsort des Teilchens beschreibt. Der tatsächliche Zustand oder Ort des Teilchens ist dann gegeben durch die Überlagerung aller möglichen Wellenfunktionen: wir sehen Überlagerungsmuster hinter einem Doppelspalt, wir messen durch die Überlagerung entstehende Schwebungen im Fall der Atomorbitale. Dabei finden wir für das einzelne Teilchen durchaus in der Messung (etwa auf dem Schirm hinter dem Doppelspalt) einen einzelnen Aufenthaltsort für jedes einzelne Teilchen, nur solange wir nicht messen, scheint er allein durch die Ausbreitung der Wellenfunktion gegeben; darum korrelieren die Auftreffpunkte hinter dem Doppelspalt eben auch mit den Werten, die die Wellenfunktion an den Punkten einnimmt.</p>
<p style="text-align:justify;">Das rauszufinden und exakt zu beschreiben war für die Quantenphysiker des letzten Jahrhunderts (vor PISA-Schock und <a href="http://kamenin.wordpress.com/2007/07/04/video-spiele-sex-und-wissenschaft/">Frauen an den Instituten</a>) noch nicht wirklich Raketenwissenschaft. Man konnte die nötigen Beschreibungen ableiten und experimentell mal um mal bestätigen. So hat man dann eine Weltbeschreibung, in der auf subatomarer Ebene die Teilchenzustände als Überlagerung ihrer möglichen Wellenfunktionen gegeben sind, bis sie eben gemessen werden: dann "kollabiert" die Wellenfunktion und wir befinden uns in unserer gewohnten Alltagswelt wieder.</p>
<p style="text-align:justify;">Es gibt dabei nur ein Problem: wie und wann kollabiert denn die Wellenfunktion? Wenn wir uns darauf beschränken, dies gerade dem Experimentator und seiner Messung zuzuschreiben und wir vor der Messung nur Quantenwelt und Wellenüberlagerung annehmen, kommen wir schnell in an sich absurde Situationen. Und eben darauf wollte Erwin Schrödinger mit seinem Gedankenspiel hinweisen:</p>
<p style="text-align:justify;">Man nehme eine Katze und setze sie in eine Kiste. An die Kiste angeschlossen ist ein Mechanismus, der die Katze töten kann (und wird), wenn er ausgelöst wird -- Auslöser ist aber zum Beispiel der Zerfall eines radioaktiven Atoms. Wann das radioaktive Atom zerfällt, ist rein zufällig, aber wir können den Zustand des Atoms beschreiben durch die Überlagerung der Wellenfunktion „nicht zerfallen" mit der Wellenfunktion „zerfallen" und erhalten als Ergebnis eben eine Gesamtwellenfunktion des Systems. Leider bringt das unsere Katze in eine etwas prekäre Situation. Die Wellenfunktion setzt sich fort durch den kausal dahintergeschalteten Auslöser des Mechanismus, der sich nun ebenfalls in einer Überlagerung von „ausgelöst" und „nicht ausgelöst" befinden sollte, und damit eben weiter in die Box und in die Katze: diese liegt nun offensichtlich ihrerseits in einer Überlagerung der Zustände „Katze" und „Ex-Katze" vor. Und zwar ganz buchstäblich, nicht nur in einer Form ausgeprägten Ennuis des frühen Zwanzigsten Jahrhunderts. Und dieser Überlagerungszustand ändert sich erst, wenn wir die Kiste aufmachen und nachsehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Das alles scheint ein Mysterium, vielleicht nicht zwangsläufig, aber oft genug wird es dazu gemacht. Warum man oft auf dieser Ebene stehen bleibt, ist eine interessante Frage. Zum einen kommt es unserem menschlichen Egozentrismus und unserer alles beherrschenden Ich-Perspektive natürlich blendend entgegen: erst unsere Wahrnehmung entscheidet über die Realität. Das ist in vielen Dingen sowieso unser Welterleben. Philosophisch passt es zudem wunderbar in die Erzählungen der idealistischen Tradition: wenn im leeren Wald ein Baum umfällt, ist er dann überhaupt umgefallen? Wer wollte es Physikern vorwerfen, dass sie ins Philosophieren kommen, wenn sie sich doch einmal aus ihrer nüchternen Wissenschaft in die vorgebliche Hochsphäre der Philosophie geworfen finden. Dass sich die Geschichten über die vermeintlich gleichzeitig tote wie lebendige Katze immer noch so verbreiten, dürfte aber auch nicht zuletzt an Physikstudenten selbst liegen: zum einen die selten gewaschenen Live-Rollenspieler mit Zombiefilm-Vorlieben, die das alles ganz spannend finden; zum anderen die sozial arg gehandicapten Nerds, die jenseits der Arbeit wenig kennen und überm Bier auch mal eine <em>coole</em> Geschichte erzählen, vielleicht sogar ein Frau beeindrucken wollen, um sie ihrerseits mal in die Kiste zu bekommen. So verbreiten sich dann Gerüchte. Man möchte sie alle in Kisten sperren und... dann in den Kisten lassen.</p>
<p style="text-align:justify;">All das geht an Schrödingers Kernfrage vorbei: wie und wann entsteht aus der Quantenwelt der Wellenfunktionen und Überlagerungen unsere eigentliche Welt, in der wir uns täglich bewegen und nie auf Dinge stoßen, die gleichzeitig tot und lebendig sind? Vor der Beantwortung der Frage lohnt es sich aber, die populären Missverständnisse über Schrödingers Katze durchzugehen und zu sehen, wo sie irren.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Erstes Missverständnis: <strong>Die Wellenfunktion kollabiert, wenn wir die Kiste öffnen; dann stellen wir fest, ob die Katze die ganze Zeit tot oder lebendig war</strong> -- So funktioniert Quantenphysik eben gerade nicht. Wenn tatsächlich ein Überlagerungs- oder Wellenfunktionszustand vorliegt, dann wird der nicht nachträglich dadurch negiert, dass die Wellenfunktion irgendwann kollabiert. Im Doppelspaltexperiment kollabiert die Wellenfunktion des Elektrons eben am Schirm -- aber das Teilchen war dennoch auf seinem Weg als Welle unterwegs, nicht als Teilchen, wie uns die Auftreffpunkte eindeutig beweisen. Wir können so experimentell unterscheiden, ob ein Objekt sich klassisch fortbewegt oder quantenmechanisch. Sollten wir Schrödingers Katzenexperiment tatsächlich durchführen und könnten wir an der dann lebenden oder toten Katze keinen Unterschied sehen zu einer klassisch überlebenden oder gestorbenen Katze, dann ist das ein guter Hinweis darauf, dass die Katze nie in einer relevanten Überlagerung von Zuständen war. Andersherum: beim Öffnen der Kiste mag die Wellenfunktion der Katze kollabieren, das ändert aber nichts daran, dass sie sich gegebenenfalls die ganze Zeit in einer Überlagerung von Wellenzuständen befunden hat. Wir finden also nicht die tote oder lebende Katze, sondern vielleicht eher etwas, was wir bisher nur in <em><a href="http://imdb.com/title/tt0091064/">Die Fliege</a></em> gesehen haben. Wenn denn.</p>
<p style="text-align:justify;">Zweites Missverständnis: <strong>Unser Bewusstsein oder unser Wahrnehmen bringt die Wellenfunktion zum Kollabieren, darum müssen wir die Box öffnen</strong> -- Dass das so nicht stimmt, dass es zumindest nicht aus der Physik folgt, habe ich in dem <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/01/20/beobachtereffekte-in-der-quantenphysik-ii-das-doppelspalt-experiment/">vorangegangenen Quantenphysik-Beitrag</a> schon darzustellen versucht. Naiv stellt sich da sowieso die Frage, warum das vergleichsweise direktere Wahrnehmen der Katze dazu nicht ausreichen sollte. Tatsächlich wurde dieser Lösung aber vorgeschlagen, etwa vom Nobelpreisträger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wigners_Freund">Eugene Wigner</a>, der darin eine Bestätigung des ontologischen Dualismus sah: die Wellenfunktion kann sich durch den mechanistischen Auslöser ziehen, in unserer bewussten Wahrnehmung sind uns solche Zustände aber unbekannt. Ergo: das Bewusstsein ist nicht mechanistisch oder materiell und konstituiert im Vorgang des Bewusstmachens erst die ansonsten unbestimmte Realität. Beide Behauptungen sind aber anzuzweifeln: zieht sich die Wellenfunktion tatsächlich durch den Auslöser? Woher wissen wir, dass sich nicht auch durch unser Bewusstsein Wellenüberlagerungen ziehen, wenn wir es nicht anders kennen? Welche physischen Objekte haben überhaupt Bewusstsein: nur der Mensch, eine Katze oder auch eine bewusstlose Katze? Bestenfalls kommt man so mit viel Mühe zu einem Weltbild, dessen einzige Qualität die Ununterscheidbarkeit zu einem nicht-idealistischen Weltbild objektiver Realität ist. Schlimmstenfalls kann man das dann aber auch wieder weitertreiben, um am Ende zum eh nicht widerlegbaren Solipsismus zu gelangen: alles ist Wellenüberlagerung, und nur mein Gehirn konstituiert für mich allein daraus die Welt.</p>
<p style="text-align:justify;">Drittes Missverständnis: <strong>Das Öffnen der Box ist die Messung, die zum Kollaps der Wellenfunktion führt</strong> -- Das ist eng verwandt mit dem vorherigen Punkt, wird aber oft nicht so verstanden. Wie im Doppelspalt-Experiment die rein mechanistische Messung des Elektronenweges schon die Wellenfunktion kollabieren lässt, nicht die Aufmerksamkeit des Doktoranden am Detektor, so werden auch hier schon Messungen veranstaltet, bevor irgendeine Katze zu schaden kommen kann. Der Zerfall des radioaktiven Atoms muss ja irgendwie registriert werden, damit er den Mechanismus auslösen kann. Das mag etwa durch einen Geiger-Zähler geschehen. In dem Punkt geht das vom Atom abgestrahlte Photon aber eine Wechselwirkung ein, ähnlich wie es das auf dem Schirm hinter einem Doppelspalt tun würde. Wenn wir davon ausgehen, dass die Wellenfunktion an dem Punkt im Doppelspaltexperiment zusammenbricht, dann wird sie das auch bei Schrödingers Katze tun. Insbesondere treten danach, in dem eigentlichen Tötungsmechanismus eine Vielzahl anderer Wechselwirkungen auf, die sich schließlich dazu aufsummieren müssen, dass wir am Ende eine tote Katze haben. All das sind Wechselwirkungen, die potenziell das Kollabieren der Wellenfunktion nach sich ziehen -- davon „erholt" sich die Wellenfunktion auch nicht mehr, weil sie jetzt auf eine Kausalkette „Atom ist zerfallen" festgelegt ist. Dem Idealisten oder Zweifler bleibt da nur der Weg, auch im Doppelspaltexperiment zu fordern, dass sich der Schirm erst füllt, wenn jemand einen Blick darauf wirft; aber der knallharte Idealist oder Postmodernist glaubt da vermutlich eh nicht, dass es überhaupt einen Schirm oder ein Experiment gibt, solange er das alles nicht wahrnimmt.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Damit nähert man sich der Beantwortung der Frage, die Schrödinger eigentlich umtrieb. Es scheinen die Wechselwirkungen mit der Umgebung zu sein, die dafür sorgen, dass Wellenfunktionen sich nicht ewig ausbreiten und komplexere Systeme keine Anzeichen dafür erkennen lassen, dass sie in überlagerten Quantenzuständen vorliegen können. Tatsächlich ist dieser Grenzbereich zwischen Quanten- und klassischer Welt derzeit unter genauer Beobachtung; nicht, weil Wissenschaftler plötzlich ihre Vorliebe für Katzen entdeckt hätten, sondern weil alles, was irgendwie mit Quantencomputern zusammenhängt, <span style="text-decoration:line-through;">sich gerade gut auf Förderanträgen macht</span> derzeit von großem Interesse ist. Hier konnten Physiker der Uni Frankfurt im letzten Jahr das Doppelspalt-Experiment so nachstellen, dass sie (ganz ohne „Beobachtung") die Wellenfunktion eines Elektrons dadurch zum Kollabieren und die Überlagerungsmuster am Schirm dadurch zum Verschwinden brachten, dass sie dieses Elektron <a href="http://physicsandphysicists.blogspot.com/2007/11/simplest-2-slit-and-decoherence.html">eine einzige Wechselwirkung</a> mit einem einzelnen anderen Elektron vollführen ließen. Daneben gibt es immer noch exotischere Theorien wie <a href="http://discovermagazine.com/2005/jun/cover/article_view?b_start:int=0&#38;-C=">die von Roger Penrose</a> [1], dass selbst ein ansonsten ungestörtes System schließlich seine Wellennatur verliert, nämlich durch den Einfluss der Gravitation auf das System. Und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Viele-Welten-Interpretation">Viele-Welten-Interpretation</a> hat sowieso kein Problem mit all dem und kann sich von außen gelassen anschauen, was wir über die Welt hier herausfinden.</p>
<p style="text-align:justify;">Was immer das auch sein mag und was immer sich auch in geschlossen Boxen so abspielen mag: die Frage, ob Schrödingers Katze wirklich in einer Überlagerung von lebendigem und totem Zustand dahinvegetiert, bis jemand die Kiste öffnet, ist wissenschaftlich und philosophisch etwa so relevant wie die bierinduzierten Überlegungen des Fußballfans, der sich vor der Sportschau fragt: wenn ich die Ergebnisse nicht kenne, hat meine Mannschaft dann überhaupt schon gewonnen oder verloren?</p>
<p style="text-align:justify;">Aber auch um solche Fragen sind ja ganze Institute herumgebaut worden.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">[1] <span style="color:#808080;">Zusatzzitat daraus an die Adresse aller Pseudowissenschaftler, Metaphysiker und Empirieverächter:</span></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">If something is wrong with a theory, or there is some experimental anomaly, those are motivations for changing a theory. When your motivation comes from a metaphysical reluctance for reality to be a certain way, then historically that kind of motivation has never produced the right answers.</p>
</blockquote>
<div style="text-align:right;">-- David Deutsch</div>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Nachtrag</strong>: Wer alle beiden hier versteckten Cheeseburger-Referenzen auf Anhieb finden und benennen kann... sollte dringend öfter rausgehen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die katholische Soziallehre II]]></title>
<link>http://jobo72.wordpress.com/2008/03/28/die-katholische-soziallehre-ii/</link>
<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 08:57:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>jobo72</dc:creator>
<guid>http://jobo72.wordpress.com/2008/03/28/die-katholische-soziallehre-ii/</guid>
<description><![CDATA[Die Rolle des Idealismus

Anthropologisch-theologische Grundlage der katholischen Soziallehre ist da]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><i>Die Rolle des Idealismus</i><br />
<span style="font-size:12pt;font-family:'Times New Roman';"></span></p>
<p>Anthropologisch-theologische Grundlage der katholischen Soziallehre ist das Personalitätsprinzip, also die Achtung des Menschen als ein ebenbildliches Geschöpf Gottes, genauer: der drei göttlichen Personen. Der Mensch wäre nicht Mensch und nicht selbst Person, wenn er nicht Gottes Ebenbild wäre. Und er ist Gottes Ebenbild, indem er menschliche Person ist. Damit ist die Gottebenbildlichkeit und die Personalität des Menschen nicht von ihm zu trennen, solange er lebt. Daraus erwächst ein zweiter Grundsatz: das Solidaritätsprinzip. Der Mensch ist immer auch ens sociale, also Gemeinschaftswesen und auf die Gemeinschaft hin geordnet, sodass immer auch die Solidarität der (Welt-)Gemeinschaft in gesellschaftlichen, aber auch wirtschaftlichen Fragen zu achten ist. Ein dritter Grundsatz der katholischen Soziallehre ist das Subsidiaritätsprinzip als „Recht der kleineren Lebenskreise“. Der jeweils kleineren Gemeinschaft – etwa der Familie – darf durch eine größere – etwa den Staat – nichts von dem abgenommen werden, wozu ihre eigene Leistungsfähigkeit reicht.</p>
<p>Zusammenfassen lässt sich die katholische Soziallehre mit ihren drei Prinzipien Personalität, Solidarität und Subsidiarität in einem Wort: Verantwortung. Diese Verantwortlichkeit tritt als Kerngedanke des Humanitätsideals bereits in der Philosophie des deutschen Idealismus auf. Schon Kants Betonung der Gemeinschaft und der sittlichen Pflicht“, die er über alles individualistische Nützlichkeitsdenken stellt, zeigt die Differenz zum Liberalismus deutlich und gibt die Gedanken vor, welche schließlich die deutsche wissenschaftliche Kritik am ökonomischen Liberalismus begründen halfen.</p>
<p>Der Einfluss der Idealisten auf die Ideengeber der katholische Soziallehre ist mannigfaltig: die Staatslehre Fichtes beeinflusste Friedrich List, Hegels Philosophie die Historische Schule der Nationalökonomie und Schelling die Ideen der romantischen Staats- und Wirtschaftslehre Adam Heinrich Müllers (1779-1829). Müller gilt als eine der umstrittensten Gestalten der deutschen Romantik, der sich v. a. durch seine Polemik gegen den wirtschaftlichen Liberalismus auszeichnete. Doch im Gefolge dieser Polemik entdeckt die Wirtschaftswissenschaft das idealistische Humanitätsideal der Wirtschaft. Aus dem Idealismus stammt ferner der entscheidende Gedanke einer prinzipiellen Veränderbarkeit wirtschaftlicher Strukturen durch den Menschen: „Gegen das ,natürliche System’ der Wirtschaft mit seinen angeblich vom Menschen unabhängigen Gesetzmäßigkeiten wurde die von Persönlichkeiten und von Völkern gestaltete Geschichte entdeckt, in deren Rahmen auch die Wirtschaft vom Menschen getätigt wird. Gegen die vielbeklagte Selbstsucht, der unedlen Triebfeder des Zeitalters, wandte sich das Verlangen, den Bereich der Wirtschaft menschlich zu veredeln und sittlich zu durchdringen“ (Grenner, K. H.: Wirtschaftsliberalismus und katholisches Denken. Ihre Begegnung und Auseinandersetzung im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Köln 1967, S. 39).</p>
<p>Wenn die Wirtschaft nicht Teil der Natur, sondern Teil der Geschichte ist, also nicht dem Natürlichen, sondern dem vom Menschen Gestalteten zugeordnet werden kann, dann ist sie kein unveränderliches Schicksal, wie dies die neoliberalen Globalisten als ihr „Hauptargument“ heute noch ins Feld führen, sondern sie lässt sich hinsichtlich der Zielvorgaben und der eingesetzten Mittel gestalten und verändern. Die so gewonnene alternative Ordnung bewegt sich zwischen Markt- und Staatsdiktat und orientiert sich am Menschen, ganz im Sinne der idealistischen Humanitätsvorstellung.</p>
<p>(Josef Bordat)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Idealismus]]></title>
<link>http://maxst.wordpress.com/?p=209</link>
<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 17:46:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>max.st</dc:creator>
<guid>http://maxst.wordpress.com/?p=209</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Ein Idealist ist ein Mann, der aus der Tatsache, dass die Rose besser riecht als der Kohl, da]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><i>"Ein Idealist ist ein Mann, der aus der Tatsache, dass die Rose besser riecht als der Kohl, darauf schließt, eine Suppe aus Rosen müsse auch besser schmecken."</i></p></blockquote>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernest_Hemingway" target="_blank">Ernest Hemingway</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Einwände gegen den Islam]]></title>
<link>http://orientbruecke.wordpress.com/2008/01/21/einwande-gegen-den-islam/</link>
<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 15:28:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Basem</dc:creator>
<guid>http://orientbruecke.wordpress.com/2008/01/21/einwande-gegen-den-islam/</guid>
<description><![CDATA[Mohammad Qutub: 
Einwände gegen den Islam

Es gibt insgesamt 18 Kapitel:

Ist Religion bereits pas]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Mohammad Qutub: </p>
<p align="center"><strong><span class="headline"><font size="5" color="#ff0000">Einwände gegen den Islam</font></span><br />
</strong></p>
<p>Es gibt insgesamt 18 Kapitel:</p>
<ol>
<li>Ist Religion bereits passe</li>
<li>Der Islam und die Sklaverei</li>
<li>Der Islam und der Feudalismus</li>
<li>Der Islam und der Kapitalismus</li>
<li>Der Islam und das Recht auf Eigentum</li>
<li>Der Islam und die Einleitung der Gesellschaft in Klassen</li>
<li>Der Islam und Almosen</li>
<li>Der Islam und die Frau</li>
<li>Der Islam und die Bestrafung</li>
<li>Der Islam und die Zivilisationen</li>
<li>Der Islam und Rückständigkeit</li>
<li>Die Religion und der Selbstzwang</li>
<li>Der Islam und die Freiheit der Gedanken</li>
<li>Religion ist Opium für das Volk</li>
<li>Der Islam und Minderheiten</li>
<li>Der Islam und der Idealismus</li>
<li>Der Islam und der Kommunismus</li>
<li>Was ist der rechte Weg</li>
</ol>
<p><!--more--></p>
<h2 align="center"><font color="#ff0000">DOWNLOAD:</font></h2>
<h2 align="center"><a target="_blank" href="http://rapidshare.com/files/85435649/EINWAENDE_GEGEN_DEN_ISLAM.pdf" title="Einwände gegen den Islam"><font color="#ff6600">MIRROR 1</font></a></h2>
<h2 align="center"><a href="http://www.archive.org/download/EinwndeGegenDenIslam/EinwaendeGegenDenIslam.pdf" title="Einwände gegen den Islam"><font color="#ff9900">MIRROR 2</font></a></h2>
<pre> </pre>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lieber Jürgen Klinsmann ...]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/01/12/lieber-jurgen-klinsmann/</link>
<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 23:26:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/01/12/lieber-jurgen-klinsmann/</guid>
<description><![CDATA[
Fotos: © special4kd / PIXELIO



Leben 180 – Samstag, 12.01.08
Lieber Jürgen Klinsmann, ich sch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.pixelio.de/data/media/10/11m_01.jpg" alt="11m – schuss &#38; …" height="275" width="206" /></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:10pt;line-height:115%;font-family:'Century Gothic','sans-serif';">Fotos: © <a href="http://www.pixelio.de/member.php?action=showprofile&#38;user_id=1092" title="special4kd">special4kd</a> / <a href="http://www.pixelio.de" title="PIXELIO">PIXELIO</a></span></p>
<table width="50%">
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal"><b><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Leben 180 – Samstag, 12.01.08</span></b></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Lieber Jürgen Klinsmann, ich schreibe Ihnen einen offenen Brief, wohl wissend, dass Sie diese meine Ausführungen wohl kaum interessieren. Vielleicht bin ich sogar in Gesellschaft von Kommentatoren, mit denen ich gar nicht in Gesellschaft sein will.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Das mal vorab. Was Sie tun, ist Ihr Bier. Da haben Sie niemandem Rechenschaft abzulegen. Aber Sie sind eine Person der Öffentlichkeit. Und wer so medienwirksam unterwegs ist wie Sie, der darf damit rechnen, dass ich eine Meinung habe. Über Sie.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Ja, natürlich befinde ich mich in der Schublade „Neid der Hablosen“. Ich werde das auch nicht zerstreuen können.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Lieber Jürgen Klinsmann, ich bin sehr überrascht über Ihre Entscheidung, sich beim FC Bayern München als Trainer oder was auch immer zu verdingen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Ich komme jetzt zur Sache. Ich vermute mal, dass Sie so vermögend sind, dass sie das Geld für sich arbeiten lassen könnten und selber gar nicht mehr arbeiten müssten. Aus existenziellen Gründen. D.h. dass Sie sehr wahrscheinlich in der besonders glücklichen Lage sind, sich aussuchen zu können, wo auf dieser Welt Sie welchen Job annehmen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Sehen Sie, der Knackpunkt ist doch, dass Sie gegen alle Widerstände des Etablishments alte Zöpfe haben abschneiden lassen. Sie haben aus Überzeugung, als Profi, dem es um die Sache geht, um radikale Veränderungen gekämpft. Sie sind seitlich all den untergürtellinigen Verbalattacken ausgewichen. Und sie hatten sogar sportlichen Erfolg mit Ihrem Team. Vor allem aber haben Sie Charisma entwickelt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Endlich wieder mal jemand, der was darstellt! Eine Persönlichkeit! Jemand, der vorbildlich und tadellos ist!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Dass Sie diesen Job als Bundestrainer dann hingeschmissen haben, haben wohl alle nach dem Rausch der Feier-Tage verstanden, wenn sie sich mit einigem Abstand noch einmal angesehen haben, welche verbale Begleitmusik diverser Fußballgrößen während der Vorbereitung auf das Turnier Ihrerseits ertragen werden musste.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Und Sie haben vor Ihrem Weggang den Weg gut vorbereitet für Ihren Nachfolger. Das war schon gut.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Machen wir es kurz. Was wollen Sie beim FC Bayern erreichen? Beweisen, wie man eine zusammengekaufte Mannschaft zu einem Team formt? Damit die Bayern den x-ten Titel oder noch ein überflüssiges Double erreichen? Ist es wirklich die Zusammenarbeit mit den Herren Hoeneß und Rummenigge, mit Herrn Beckenbauer im Hintergrund, die Sie reizt?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Reizt es Sie zu wissen, dass alles außer Meister- und Siegertitel ein Misserfolg ist? Nicht Erster werden wollen, sondern Erster sein zu MÜSSEN.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">Lieber Jürgen Klinsmann, ich wünsche Ihnen Erfolg. Aber ich würde mir leichter tun, wenn ich wüsste, da ist irgendwo noch etwas Ideelles, was da bei Ihnen mitspielt. Ich hoffe, ich tue Ihnen unrecht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:'Verdana','sans-serif';">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</table>
<p class="MsoNormal"><img src="http://www.pixelio.de/data/media/10/11m_02.jpg" alt="11m – &#38; Tooor!!!" height="206" width="275" /></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Probleme des philosophischen Idealismus: Wenn Materie nur noch ein Gedanke Gottes ist]]></title>
<link>http://kamenin.wordpress.com/2008/01/04/die-probleme-des-philosophischen-idealismus-wenn-materie-nur-noch-ein-gedanke-gottes-ist/</link>
<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 01:03:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>kamenin</dc:creator>
<guid>http://kamenin.wordpress.com/2008/01/04/die-probleme-des-philosophischen-idealismus-wenn-materie-nur-noch-ein-gedanke-gottes-ist/</guid>
<description><![CDATA[Bevor wir uns hier mit den etwas komplexeren Interpretationen quantenmechanischer Phänomene beschä]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><i>Bevor wir uns hier mit den etwas komplexeren Interpretationen quantenmechanischer Phänomene beschäftigen, machen wir einen kleinen Schwenker in die Philosophie und werfen in einen Blick auf die Grundidee des Idealismus nach George Berkeley [1] -- eben weil dessen Thesen und ihre Auswirkungen für die weitere Diskussion noch relevant sein werden.</i></p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Glauben wir an eine objektive Wirklichkeit, mögen wir den menschlichen Wahrnehmungsprozess so darstellen wollen: wir erhalten über unsere Sinnesorgane Signale, die uns über unsere Umwelt unterrichten; das Gehirn (oder: der Geist) verarbeitet und ordnet diese zu einem Bild; die Übereinstimmung zwischen dem geistigen Bild unserer Umwelt und der Umwelt selbst, erlaubt uns Erkenntnisse und Manipulationen, ist somit für unser Überleben grundsätzliche Voraussetzung. Aus Sicht der Evolutionsbiologie könnte man noch hinzufügen, dass eben der Abgleich zwischen Repräsentation der Umwelt in unserem Geist und der Umwelt selbst ein wesentlicher Schritt unserer Evolution zu handelnden und denkenden Wesen war; dass wir somit durch natürliche Auslese über die Zeit nützliche und soweit auch korrekte, damit aber noch kein vollständige Wahrnehmung und Repräsentation erlangen konnten.</p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Idealism">Idealismus</a> trifft eine grundsätzlich andere Annahme. Da die einzigen Erfahrungen, von denen wir wissen, unsere Sinneseindrücke sind, hat es keinen Sinn, darüber hinaus noch anderen Annahmen „objektive" Realität einzuräumen. In diesem Verständnis konstituiert erst das menschliche Bewusstsein die Welt um uns herum. Sich eine Welt zu denken, die nicht von Bewusstsein erfasst wird, ist somit sinnlos, weil niemand von ihr irgendeine Kenntnis haben könnte. So drastisch wurde der Idealismus erstmals von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/George_Berkeley">George Berkeley</a> im 18. Jahrhundert formuliert.</p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Wissenschaftsgeschichtlich hatten durchaus beide Ansichten ihren Raum. Auch wenn Wissenschaftler heute vermutlich eine weitgehende pragmatische Weltsicht mit Trennung zwischen objektiver Welt und forschenden Beobachtern zuneigen, hatte der Idealismus doch stets Einfluss: die Annahme, nichts Unnötiges und Unüberprüfbares in die Interpretation hinzuzunehmen, ist ja nicht zuletzt Merkmal wissenschaftlicher Reduktion auf das Wesentliche und Reproduzierbare und erscheint damit zumindest statthaft. Indirekt waren zudem gerade in Deutschland idealistische Strömungen in Philosophie und Kultur immer wieder in Mode, und dies blieb natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die in ihrer Kultur verankerten Wissenschaftler selbst.</p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Der Idealismus hat allerdings einige Probleme. Zum einen scheinen Menschen in ihrem Wahrnehmen weitgehend übereinzustimmen. Sie sehen vielleicht einen Gegenstand aufgrund ihrer unterschiedlichen Perspektive und individuellen Ausprägung etwas unterschiedlich, aber über die grundsätzliche Form und Natur werden sie im Allgemeinen zu derselben Ansicht kommen. Dies legt zumindest nahe, dass es tatsächlich einen Gegenstand außerhalb der zwei subjektiven Wahrnehmungen gibt, der da erfasst wird. Zudem sind unsere Wahrnehmung mit Konstanz verbunden: wenn ich den Raum verlasse und nach einiger Zeit wiederkehre, finde ich ihn unverändert vor. Mehr noch, wenn ich ihn verändert vorfinde, erwarte ich einen Grund für die Veränderung -- und werde ihn normalerweise, so ich genügend nachforsche, auch finden können. Es scheint die Welt, ob Illusion oder nicht, nicht wirklich zu interessieren, ob sie wahrgenommen wird oder nicht; sie verhält sich scheinbar stets nach demselben Muster: die Veränderung in meinem Raum scheint genau so abgelaufen zu sein, wie ich sie hätte beobachten können, wenn ich nur wahrgenommen hätte.</p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Für George Berkeley war das Ganze kein großes Problem; immerhin war er hauptberuflich Theologe. [2] Wenn wir also die Illusion haben, dass unsere Wahrnehmungen Konstanz und Kausalität zeigen, dann nicht, weil es da nun mal eine unseren Maßstäben nach konstante und kausale Außenwelt gibt. Stattdessen offenbart sich darin für uns die Konstanz Gottes. Wenn niemand anderes hinsieht, ist Gottes Bewusstsein immer noch da und sorgt dafür, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Es ist Gott, der für uns eine Außenwelt denkt und uns diese Gedanken in unsere Sinne einflößt, wenn wir wahrnehmen. Problem gelöst.</p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Heute sind solche Ansichten eher selten geworden. Hauptgrund mag sein, dass es einfach arbeitssparend ist, sich an die Existenz einer intuitiv sowieso angenommenen Außenwelt zu gewöhnen, als die ganze Zeit sich seine Erlebnisse als von Gott vorgesetzt vorzustellen. Dass direkte menschliche Erfahrung sowieso nur über Sinnesorgane und im Geist abläuft, trifft schließlich auch zu, wenn es eine Außenwelt gibt -- wo sollten die Erfahrungen sonst auftreten? [3]</p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Und wenn man einmal diese Ansicht hat, gibt es nichts im Idealismus, der dann noch dafür spricht: eine idealistisch funktionierende Welt, in der Gott die Illusion einer objektiv existierenden Umwelt aufrecht erhält, ist nun mal durch nichts von einer Welt zu unterscheiden, die ohne ihn funktioniert. Ob es nur so scheint, dass die Welt sich nicht wirklich darum kümmert, dass sie gerade nicht wahrgenommen wird, oder ob es eben wirklich keinen Unterschied macht, hat keine nachprüfbaren Konsequenzen mittels derer man das eine Modell vom anderen unterscheiden kann. Jedenfalls nicht, solange Gott nicht die Geduld verliert und mal was wirklich verrücktes, naturwissenschaftlich nicht erklärbares macht. Aber das scheint ihm lange nicht mehr eingefallen zu sein. Vielleicht will er aber auch einfach nicht, wer weiß.</p>
<p align="justify">&#160;</p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Ganz tot ist der Idealismus trotzdem nicht. Als theologische Spekulation überlebt er immer noch, wenn es darum geht, für Gott einen Platz in der immer enger werdenden Welt zu finden; dazu taugt der nicht beweisbare, in seiner Konsequenzlosigkeit aber eben auch nicht widerlegbare Idealismus allemal. [4] Und gerade hat noch <a href="http://kamenin.wordpress.com/2007/11/20/der-gottesbeweis-des-robert-spaemann-was-heutzutage-als-philosophie-durchgeht/">Robert Spaemann</a> seinen Gottesbeweis dadurch führen wollen, dass er Gott jetzt nicht so sehr für die Konstanz weltlicher Wahrnehmung verantwortlich macht, sondern für die behauptete Konstanz abstrakter menschlicher Begriffe wie „Wahrheit" -- womit er es geschafft hat, das eigentlich schon etwas unplausible Argument um noch zwei unbewiesene Behauptungen zu bereichern: dass es überhaupt Sinn hat, von menschlichen Abstraktionen wie „Wahrheit" überhaupt als objektiv zu reden und dass die dann auch noch konstant sein sollen.</p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Leider waren idealistische Ansichten noch so lange in der deutschen Kulturlandschaft vertreten, dass sie auch in der Physik wieder auftauchen sollten, nämlich bei der Deutung der rätselhaften Phänomene, die im Rahmen der Quantenphysik beobachtet wurden. Davon hat sich insbesondere der deutsche Diskurs noch nicht vollständig erholt, während man im englischen Sprachraum, in denen der Idealismus schon früher an Bedeutung verloren hatte, weit weniger Ballast mit sich rum trägt.</p>
<p align="justify">Am meisten freut das die Pseudowissenschaftler und Esoteriker, die ihr Glück kaum fassen können, mit halbwegs wissenschaftlich und plausibel aussehenden Argumenten und in diesem Fall sogar echten Zitaten irregeleiteter Wissenschaftler aus falschen Behauptungen ihre eigenen sinnwidrigen Schlussfolgerungen ziehen zu können.</p>
<p align="justify">&#160;</p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">[1] <font color="#808080">Weiter ins Detail werden wir hier kaum gehen können. Genau so, wie es inzwischen hunderte, wenn nicht tausende christliche Untergruppierungen gibt, die sich kaum auf ihr Glaubensbild einigen können, gibt es auch dutzende, wenn nicht hunderte Formulierungen und Ausgestaltungen idealistischer Weltbilder. Sollte einem vielleicht zu denken geben.</font></p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">[2] <font color="#808080">Um genau zu sein, wurde er später auch zum Bischof ernannt. Zuvor war ihm neben seiner Erkenntnistheorie ein besonderes Anliegen, zu erklären, warum Sklaverei eine lobenswerte christliche Tradition sei, dass man seine Sklaven aber bitte taufen solle. Was wäre nur unsere heutige Ethik ohne die Verankerung im Christlichen Menschenbild?</font></p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">[3] <font color="#808080">Ludwig Wittgenstein soll einmal gefragt haben, warum die Menschen über Jahrtausende davon ausgegangen seien, dass die Sonne um die Erde kreise. Auf die Antwort, dass es nun einmal so aussehe, als ob die Sonne um die Erde kreise, erwiderte er angeblich: Wie hätte es denn ausgesehen, wenn es die Erde gewesen wäre, die sich dreht?</font></p>
<p align="justify">[4] <font color="#808080">Die Gläubigkeit eines Theologen müsste man demnach etwa daran ablesen können, wie lange er im Fall eines ihm entwendeten Gegenstands dafür braucht, um von der naiv-pragmatischen Frage „Wer hat das genommen?" zum eigentlichen Problem seines Weltbilds zu kommen: „Warum bürdet mir Gott diese Prüfung auf."</font></p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">&#160;</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Tod tanzt Tango]]></title>
<link>http://ulrich.wordpress.com/2007/10/27/warum/</link>
<pubDate>Sat, 27 Oct 2007 08:51:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>ulrich</dc:creator>
<guid>http://ulrich.wordpress.com/2007/10/27/warum/</guid>
<description><![CDATA[
Und alle tanzen mit.
Für Rohstoffe, Geld, Wirtschaftswachstum, Lebensraum, Glauben, Idealismus, Ra]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/gX8sbNgEk4g'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/gX8sbNgEk4g&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p>Und alle tanzen mit.</p>
<p>Für Rohstoffe, Geld, Wirtschaftswachstum, Lebensraum, Glauben, Idealismus, Rasse, Vaterland, Mutterland und - weil wir es einfach können.</p>
]]></content:encoded>
</item>

</channel>
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