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	<title>ich-nicht &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "ich-nicht"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 07:11:25 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Nuehm goes Doc Kimble]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/?p=181</link>
<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 23:47:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
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<description><![CDATA[Nicht so wirklich gesundet, aber in umso größerer Bedrängnis schreibe ich folgende Zeilen auf der]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht so wirklich gesundet, aber in umso größerer Bedrängnis schreibe ich folgende Zeilen <em>auf der Flucht</em>, mit einem Laptop auf den Knien, in Reichweite eines der ungezählten Hotspots <del dateTime="2008-03-05T13:30:32+00:00">in Deutschland </del>irgendwo auf der Welt. Sehr weit weg von daher, wo ich immer lebte, früher einmal, bevor das alles geschah:</p>
<p>Vor einigen Tagen war mein Leben noch in Ordnung. Na, okay, nicht so ganz, es war halt nuehmlike und irgendwie lösten sich fast alle Probleme immer halbherzig auf, zwar zu meiner großen Überraschung, aber dafür kamen als Ersatz sofort ein paar neue angerollt. Alles also wie immer. Bis zu diesem verhängnisvollen Montag.<br />
Ich schlenderte brachial-bronchial hustend durch die Fußgängerzone Aachens und nach einer spontanen Eingebung meinerseits, beschloss ich ebenso <em>total </em>spontan, in den von mir sehr geliebten und geschätzten Dom mit dem weltberühmten Oktagon zu gehen, um dort zu meiner schnelleren Gesundung eine Kerze anzuzünden und zwar für mich selbst.</p>
<p>Okay, Sie werden jetzt sagen „Aber das macht man doch nicht! Pfui! Das ist doch voll egoistisch! Man zündet Kerzen nur für andere an!“ und genau das hatte ich mir selbst in einem inneren Dialog auch schon gesagt. Aber meine Antwort darauf war ein lakonisches „Na und? Wer sollte denn schon für dich eine Kerze anzünden?? Also Nuehm, gehste halt selber hin und machst das. Tut ja eh keiner für dich. Sei pragmatisch, sei smart, sei clever, sei also mal ganz anders als sonst und geh in den Dom.“ Meine Antwort „Ja, aber..“ wischte ich mit einem kaltblütigen „Halt die Klappe, Nuehm!“ beiseite und begab mich sofort in der Dom.</p>
<p>Und gerade als ich dort stand, das zitternde Kerzlein in der Hand, in Gedanken meine 51.000 Sünden durchgehend, was bestimmt noch mehrere Stunden der öffentlichen Selbstgeißelung in Anspruch genommen hätte, ereignete sich das Verhängnis. Eine Frau betrat den Dom und just in dem Moment, als der in Dolch &#38; Kabbala gehüllte Dompropst mit einem Liederbuch in den Altarraum steuerte, bekam sie einen mächtigen Hustenanfall, der den Dompropst mit voller Wucht traf.<br />
Aber so richtig volle Kanne!<br />
Das war vielleicht mal ein Husten!<br />
Aber Windstärke 18!</p>
<p>Vor meinen entsetzten Augen wurde die Soutane des Propstes hochgewirbelt und ich erhaschte einen Blick auf sein schwarzbestrapstes, muskeldurchzogenes weißes Männerbein, das nahtlos in einen roten Baumwollschlüpper überging, auf dem groß „TCM by Tschieber“ stand.<br />
„Aha“, konstatierte ich ernüchtert. „Das ist ja typisch, außen Dolch, innen Tschieber.“ Aber da wurde er auch schon vom zweiten mächtigen Huster erfasst, in die Luft gewirbelt und es traf ihn mit voller Macht die Wucht des Oktagons! Wie eine menschliche Billardkugel wurde er über acht Banden gespielt, bevor er mit einem langgezogenen Aufschrei im <del dateTime="2008-03-05T13:30:32+00:00">Kellerloch </del>festlichen Eingang zur ehrwürdigen Grabgruft verschwand.<br />
„Heidewitzka,“ dachte ich mit einer Mischung aus Entsetzen und Bewunderung. „Das nenn ich mal einen Treffer.“<br />
Nur wenige Sekunden später ertönten Polizeisirenen und der wild hereinstürmende Inspektor Gerhards vom Aachener Polizeibüro Innenstadt-Mitte-Bushof-Arkaden-Kaiserplatz-West schrie mich an, die ebenso unschuldig wie vom Donner gerührt immer noch da stand und das kleine Kerzlein in der Hand hielt: „Was tun Sie da?? Wer sind Sie? Warum?“. "Tja", dachte ich noch, "Wenn ich das mal selbst wüsste."<br />
Und fatalerweise, wie es für Frau Nuehm typisch ist, wenn es schon ziemlich beschissen aussieht, dann tut Frau Nuehm etwas, wodurch sich die Schlinge um ihren Hals noch schneller und enger zuzieht, ereilte mich plötzlich ein Hustenanfall! Ein sehr heftiger. Aber hallo.<br />
Inspektor Gerhards kreischte sogleich: „Ergreift sie! Sie war’s!<br />
Ich schrie zurück „Ich war’s nicht! Ich bin unschuldig!“ und er brüllte hysterisch „Das ist mir scheißegal!!“. Da erkannte ich blitzartig, dass irgendwelche mehrstündigen Verhandlungsgespräche fehl am Platze sein könnten und machte mich pfeilschnell aus dem Staub.<br />
Es gelang mir unbemerkt wie ein verstohlener Golem in den engen Gassen der Altstadt zu verschwinden. Wenngleich ich eine verheerende Schneise der Verwüstung hinter mir ließ, denn bedingt durch die Aufregung hatte sich mein schlimmer Husten noch mehr verschlimmert und traf mit aller Macht einen Rehpinscher, der zu Boden geschleudert wurde und dem es sein seidenes Mäntelchen zerfetzte, einen Yorkshireterrier, der traumatisiert noch Stunden später wie versteinert da stand und einen Malteser, der umgehend einen Hörsturz erlitt. Vom dem er aber wieder vollständig genas, nur wenige Jahre später.</p>
<p>Tja, und so sitze ich jetzt hier. Im Untergrund. Und gehe auf Tauchstation. Verstecke mich vor der Welt, meinen Verfolgern, meinen Sünden und mir selbst. Auch wenn ich weiß, dass dies im Grunde ziemlich sinnlos ist.<br />
Aber man kanns ja mal versuchen. Stimmt's?</p>
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