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	<title>home-grown-terrorism &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "home-grown-terrorism"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 06:15:26 +0000</pubDate>

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<item>
<title><![CDATA[Hamas-TV sendet ungehindert Hass nach Europa (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=123</link>
<pubDate>Wed, 28 May 2008 14:11:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
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<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt online, 28.05.2008
Eine Kinderpuppe, die George W. Bush tötet, ein Pred]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article2039142/Hamas-TV_sendet_ungehindert_Hass_nach_Europa.html">Die Welt online, 28.05.2008</a></p>
<p><strong>Eine Kinderpuppe, die George W. Bush tötet, ein Prediger, der die Vernichtung aller Juden prophezeit: Solche Dinge sind täglicher Bestandteil des Hamas-Senders al-Aksa TV. Auch in Europa kann man das Programm sehen – es wird über den französischen Satellitenbetreiber Eutelsat verbreitet.</strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Terror aus der Lehmhütte erreicht Europa (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=119</link>
<pubDate>Sun, 25 May 2008 13:49:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=119</guid>
<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt online, 07.05.2008
Wer sind die Menschen, die sich selbst zu Gotteskrieg]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1970227/Der_Terror_aus_der_Lehmhuette_erreicht_Europa.html">Die Welt online, 07.05.2008</a></p>
<p><strong>Wer sind die Menschen, die sich selbst zu Gotteskriegern ernennen und den Dschihad gegen die Ungläubigen zu ihrem Lebensinhalt erklären? Ein Interview mit einem Islamisten vermittelt jetzt zum ersten Mal sehr persönliche Einblicke in das Leben eines Terroristen. Ein Leben zwischen Leidenschaft und Lehmhütten.</strong></p>
<p>„Also unternehmt endlich was und kommt zum Dschihad!“, rief Eric B. letzte Woche seinen Glaubensbrüdern in Deutschland per Video zu. Der 21-jährige ehemalige Musterschüler, jetzt „Heiliger Krieger“, aus Neunkirchen im Saarland befindet sich gegenwärtig vermutlich im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet. Und er versetzt die deutschen Sicherheitsbehörden mit seinem Appell in helle Aufregung.</p>
<p>Denn Eric B. gehört zu jener Gruppe deutscher Konvertiten und Türken, die im letzten September Anschläge gegen US-Militärbasen, den Flughafen Frankfurt/Main und von Amerikanern besuchte Diskotheken plante.<!--more--></p>
<p>Da er in dem Video mit Sprengstoffgürtel und unvermummt auftrat, gehen einige Sicherheitsexperten davon aus, dass er zeitnah einen Anschlag verüben wird. Bereits Ende März hatte der im bayerischen Freising geborene Cüneyt Ciftci sich und vier Menschen in Afghanistan in die Luft gesprengt.</p>
<p>Diese jungen Männer sind bzw. waren Mitglieder der bis vor kurzem kaum bekannten „Islamischen Dschihad Union“ (IDU) mit Hauptsitz im pakistanischen Nord-Wasiristan. Die IDU wird von Türken und Usbeken geprägt und kämpft an der Seite von Taliban und al-Qaida.</p>
<p>Gotteskrieger in Lehmhütten</p>
<p>Ein vor wenigen Tagen von der amerikanischen „NEFA Foundation“ vom Türkischen ins Englische übersetztes Dokument der IDU erlaubt nun tiefere Einblicke in deren Motivation und Ziele:<br />
In einem inszenierten Interview vom 14. April steht der IDU-Kämpfer Abu Yasir Al-Türki Rede und Antwort.<br />
Demzufolge ist die IDU eine erfolgreiche Ansammlung in Lehmhütten lebender „Gotteskrieger“, die die ganze Welt erobern wollen.<br />
Al-Türki (Der Türke) berichtet zunächst, dass der Dschihad hervorragend verlaufe und die Schlagkraft und Erfahrung der Kämpfer jeden Tag stiegen.<br />
Gefragt, ob das Leben eines Dschihadisten wirklich so hart sei, antwortet er, dass es dort keine Spur von Luxus gebe. Er lebe mit Frau und Kindern in einer Lehmhütte, die aus nur einem Raum bestehe, während ihnen damals in der Türkei ein Haus mit drei Zimmern zu klein gewesen sei.<br />
Der Fragesteller hakt nach und Al-Türki erzählt von einer Schilfmatte, der Anzahl der Kissen (insgesamt sechs), dem Geschirr und einer großen Spielzeugspinne, auf der sein kleines Kind reiten würde.<br />
Offensichtliches Ziel dieser detaillierten Schilderung der einfachen Lebensumstände ist es, die Opferbereitschaft, Hingabe und vermeintliche Religiosität der IDU-Terroristen zu zeigen.</p>
<p>Kämpfen oder spenden</p>
<p>Denn Al-Türki sagt, er habe nach Abschluss seines Studiums eigentlich ein Leben im Luxus angestrebt und schnelle Autos fahren wollen. Nun aber versuche er so zu leben, wie es der Prophet Mohammed und seine Gefährten getan hätten. Damals habe sich sein Leben darum gedreht, einen besser bezahlten Job zu bekommen – heute wolle er seine Stellung im Paradies verbessern.</p>
<p>Zur finanziellen Situation befragt antwortet Al-Türki, ein verheirateter Kämpfer mit zwei Kindern würde 4000 Rupien (rund 51 US-Dollar) pro Monat erhalten, Singles bekämen ab und zu 200-300 Rupien für den persönlichen Bedarf. So Allah wolle, werde sich die Gehaltssituation aber bald verbessern.</p>
<p>Dieser zur Schau gestellten Genügsamkeit folgt der Appell, die IDU finanziell zu unterstützen, weil „Kriege schließlich Geld kosten“. Al-Türki und auch Eric B. stellen den „Dschihad“ als Pflicht für jeden Moslem dar. Und wer nicht kämpfen könne, der müsse eben spenden!<br />
Al-Türki versucht, diese angebliche Kriegspflicht mit acht Koranzitaten zu untermauern. Er schiebt jedoch hinterher, dass Gelehrte, die ihre Religion verkauft hätten, Muslime durch eine falsche Übersetzung dieser Stellen im Koran davon abhalten würden, im Namen Allahs zu sterben.</p>
<p>Islam als einzige Weltreligion</p>
<p>Für die Islamische Dschihad Union gehe es dabei nicht etwa nur um die Sache Afghanistans, Tschetscheniens oder Palästinas.<br />
Ziel sei es vielmehr, den Islam zur einzigen Religion auf der Welt zu machen und ganz Europa der Jizya-Steuer für Ungläubige zu unterwerfen. Dies könne natürlich nur mit Allahs Hilfe geschehen. Damit hat Al-Türki vermutlich Recht, da die IDU nur geschätzte 200 Mitglieder hat.<br />
Das ultimative Ziel sei es aber - daran lassen Al-Türki und Eric B. keine Zweifel aufkommen - als Märtyrer in den Garten Eden einzuziehen.<br />
Das mit Koranzitaten und religiösen Formeln gespickte „Interview“ endet mit einem Aufruf an türkische Muslime, sich dem Dschihad anzuschließen.<br />
Oder wolle man etwa vor dem Fernseher sitzend Chips essen und Cola trinken, während Kleinkinder und Moscheen bombardiert würden?</p>
<p>Moralische Empörung über tatsächliche und erfundene Ungerechtigkeiten, die Schimäre, für eine gerechte Sache im Namen Gottes zu kämpfen, das Streben nach Ruhm und die Verheißungen des Paradieses sind wesentliche Bestandteile der Motivation der selbsternannten Gotteskrieger.<br />
Die angebliche Pflicht zum Dschihad und die geschürte Angst vor dem Höllenfeuer soll all jene umstimmen, die bisher zögerten.</p>
<p>Würde diese Propaganda in Europa auf fruchtbaren Boden fallen, könnte dies verheerende Konsequenzen auch für Deutschland haben.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie man Terrorismus mit Terroristen bekämpft (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=117</link>
<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 16:38:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=117</guid>
<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt online, 23.04.2008
Terrorismus entsteht durch Unwissenheit, lautet eine ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1929216/Wie_man_Terrorismus_mit_Terroristen_bekaempft.html">Die Welt online, 23.04.2008</a></p>
<p><strong>Terrorismus entsteht durch Unwissenheit, lautet eine These. Und gegen Unwissenheit kann man vorgehen. Einige Länder versuchen deshalb, militante Islamisten in Gefängnissen zu resozialisieren – durch Ex-Terroristen. Bleibt die Frage: Haben sie dem Terror abgeschworen? Oder sich nur aus der Haft gelogen?</strong></p>
<p> Die Gefängnisse in Saudi-Arabien, Ägypten, dem Jemen und anderen islamischen Ländern sind übervoll mit militanten Islamisten. Durch das Wegsperren der Extremisten ist jedoch nicht mehr Sicherheit entstanden. Sattdessen haben sich viele Gefängnisse selbst zu Brutstätten des Terrorismus entwickelt. Mittlerweile versuchen die Regierungen, aus der Not eine Tugend zu machen: Der Terrorismus soll in den Gefängnissen mit der Hilfe von Ex-Terroristen bekämpft werden.<br />
In Ägypten etwa hat einer der Paten des militanten Islamismus, Sayyid Imam Abd al-Aziz Imam al-Sharif, auch „Dr. Fadl“ genannt, während seiner Haftzeit dem Terrorismus abgeschworen. Dr. Fadl, Gründer und ehemaliger Anführer der Terrororganisation „Islamischer Dschihad“ wirft heute sogar Osama Bin Laden Missbrauch des Korans und Mord an Unschuldigen vor und fordert, in vor ein Scharia Gericht zu stellen.<!--more--></p>
<p>In Indonesien bekehrt Nasir Abas, ein ehemaliges Führungsmitglied der Jemaah Islamiah, die Teil des al-Qaida Netzwerks ist, ehemalige Dschihadisten in Gefängnissen. Abas, mitverantwortlich für die Anschläge auf Bali im Jahre 2002, versucht Gefangenen klar zu machen, dass Anschläge auf Zivilisten im Islam verboten sind und zudem dem Ansehen der Religion schaden.</p>
<p>Terrorismus entsteht durch Unwissenheit</p>
<p>Das Resozialisierungs- und Umerziehungsprogram im Jemen läuft bereits seit 2003. Dort wird versucht, durch die Gewährung von Privilegien und Diskussionen mir Imamen inhaftierte Extremisten davon zu überzeugen, dem militanten Islamismus abzuschwören. Denn laut Scheich Mahmud al-Hitar, dem obersten Richter des Jemen, kennen viele der Dschihadisten zwar den Koran auswendig, haben ihn aber nicht verstanden. Er meint, Terrorismus und Fanatismus entstünde durch Unwissenheit und durch eine falsche Interpretation des Islam. Die fundamentalistischen Privatlehren eines bin Laden seien etwa durch den Islam nicht gedeckt.</p>
<p>Im Jahr 2004 folgte Saudi-Arabien mit einem Entradikalisierungsprogramm. Militante Islamisten müssen sich auch hier den Diskussionen mit Imamen stellen, werden von Psychologen betreut und malen Bilder zu therapeutischen Zwecken. Wie die Indonesier integrieren die Saudis die Familien der Extremisten und gehen sogar soweit, dass die Familienmitglieder für die Gefangenen bürgen müssen. Dafür locken sie mit frühzeitiger Haftentlassung, finanziellen Hilfen und vermitteln, wenn notwendig, auch Ehefrauen für einsame Ex-Krieger.<br />
Für die etwa 24.000 Häftlinge im Irak gibt es seit September letzten Jahres ein ähnliches Program. Der dort verantwortliche General Douglas Stone berichtet davon, dass immer wieder Häftlinge in Tränen ausbrechen, weil ihnen klar wird, dass sie gegen den Koran gehandelt haben und dies Konsequenzen für sie im Jenseits haben wird.</p>
<p>Aus dem Gefängnis gelogen?</p>
<p>Die Entradikalisierungsprogramme werden rundweg als Erfolg gefeiert. Bisher hat jedoch keine unabhängige Evaluierung stattgefunden und das älteste dieser Programme läuft gerade mal fünf Jahre. Die geringe Zahl von rückfällig gewordenen Islamisten, die in Saudi-Arabien nur bei drei Prozent liegen soll, kann jedoch Einwände nicht entkräften, dass sich so mancher Extremist aus dem Gefängnis heraus gelogen haben wird.</p>
<p>Die Saudische Königsfamilie scheint es mit der Resozialisierung auch nicht so genau zu nehmen. Im November letzten Jahres entließ sie 1.500 al-Qaida Anhänger aus der Haft, nachdem diese versprochen hatten, zumindest auf der arabischen Halbinsel keine Anschläge mehr zu verüben.<br />
Bei den genannten Programmen geht es zudem hauptsächlich darum, dass die Inhaftierten der Gewalt abschwören. Das Ziel, langfristig islamistische Gottesstaaten zu errichten, behalten viele bei.<br />
Trotz dieser Mängel können solche Resozialisierungsprogramme eine sinnvolle Ergänzung zu militärischen, polizeilichen und geheimdienstlichen Mitteln sein, um die Gefahr terroristischer Anschläge zu verringern.</p>
<p>Auch in Deutschland befinden sich einige Dutzend militante Islamisten, darunter Mitglieder der al-Qaida, Ansar al-Islam, der Islamischen Dschihad Union und diverse Einzeltäter in Haft. Versuche, diese Extremisten unter den Bedingungen des Rechtsstaats zu entradikalisieren gibt es bisher keine.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Warum Islamunterricht vor Terrorismus schützt (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=116</link>
<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 10:48:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=116</guid>
<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt online, 16.04.2005
Viele Bürger stehen dem Islamunterricht an deutschen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1904147/Warum_Islamunterricht_vor_Terrorismus_schuetzt.html">Die Welt online, 16.04.2005</a></p>
<p><strong>Viele Bürger stehen dem Islamunterricht an deutschen Schulen skeptisch gegenüber. Sie fürchten, dass junge Muslime dabei radikalisiert werden. Doch eine Studie beweist: Das Gegenteil ist der Fall. Gerade wer jung an den Islam herangeführt wird, fällt nicht so leicht auf Hassprediger herein.</strong></p>
<p> Die Debatte um islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen in Deutschland hat nach den Beschlüssen der Islamkonferenz im März wieder an Fahrt gewonnen. Während sich viele davon einen wichtigen Beitrag zur Integration von Muslimen versprechen, löst bei anderen mehr Islam - hier als Unterrichtsfach - auch mehr Ängste aus.<br />
Das Für und Wider des Islamunterrichts wird dabei zwar hauptsächlich aus allgemeiner bildungs- oder integrationspolitischer Perspektive diskutiert.</p>
<p>Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sprach im März aber auch davon, dass mit dem islamischen Schulunterricht den Hasspredigern Konkurrenz gemacht werden solle. Damit nicht genug. Ein aktueller Beitrag aus der Terrorismusforschung kommt sogar zum Schluss, dass Islamunterricht vor Terrorismus schützen kann.<!--more--></p>
<p>Allgemein wird angenommen, dass islamistische Terroristen in religiösen Fragen gut ausgebildet sind. Dies ist falsch. Die Mehrheit der Terroristen hat keine religiöse Ausbildung, ihr Verständnis des Korans und der Sunna, der Worte und Taten des Propheten, ist sogar extrem verengt.</p>
<p>Marc Sageman, forensischer Psychiater und Terrorismusexperte, hat in seinem Anfang des Jahres erschienenen Buch „Leaderless Jihad“ die biographischen Daten von über 500 der Al-Qaida-Ideologie anhängenden islamistischen Terroristen untersucht. Diese selbsternannten Gotteskrieger stammen unter anderem aus Indonesien, Ägypten, Marokko, der Türkei, Pakistan, den USA, Australien, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Kanada und Deutschland.<br />
Sagemans Forschungsergebnisse zeigen nun, dass nur 13 Prozent von ihnen eine Madrassa, eine Koranschule, besucht haben. Nur ein Viertel der Terroristen war als Kind überhaupt religiös, während zwei Drittel auf säkulare Schulen gingen und in einem eher aufgeklärten Elternhaus aufwuchsen. Der Rest der Gruppe sind Konvertiten.</p>
<p>Die so genannte Theorie der „grünen Windel“ - Grün ist die Farbe des Islam -, die besagt, dass junge Menschen zu Terroristen mutieren, weil sie in ein entsprechendes Umfeld hineingeboren werden, lässt sich deswegen nicht halten. Auch wurden sie als Kinder weder in Moscheen noch in Koranschulen einer Gehirnwäsche unterzogen. Gerade bei der dritten Generation der Anhänger von al-Qaida, den so genannten „home grown“ Terroristen, hat auch nur noch eine kleine Minderheit einen religiösen Familienhintergrund.</p>
<p>Den Ausnahmefall bilden einige Madrassen im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet, aus denen die Taliban hervorgegangen sind. Offenbar handelt es sich hierbei jedoch um ein regionales Phänomen.<br />
Gerade die Terroristen aus Europa und Nordafrika, die heute die Hauptbedrohung für Deutschland und Europa darstellen, hatten allesamt eine islamfreie Jugend. Dieser dritten Generation fehlt deswegen jede religiöse Ausbildung. Sie fangen in ihren mitt-Zwanzigern an, den Koran und die Sunna zu lesen, ignorieren aber 1400 Jahre an Geschichte und Kommentaren. Sie interpretieren die Originaltexte für sich. Oder sie folgen radikalen Imamen wie dem ehemals in der Hamburger Al-Quds Moschee predigenden Mohammed Fazazi, zu dessen Zuhörern Muhammed Atta und weitere Attentäter des 11. September 2001 gehörte. Oder sie lassen sich wie Daniel S. und Fritz G. von vermeintlichen religiösen Autoritäten im Neu-Ulmer Multikulturhaus radikalisieren.</p>
<p>Wer im islamischen Religionsunterricht, insbesondere unter den bei der Islamkonferenz beschlossenen Rahmenbedingungen, eine Bedrohung sieht, liegt falsch. Vielmehr ist der richtige Islamunterricht nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung. Ein Islamunterricht, der Kinder und Jugendliche insoweit mündig macht, dass sie Fanatikern nicht auf den Leim gehen, ist also nicht nur bildungs- und integrationspoltisch sinnvoll, sondern leistet einen Beitrag zur Terrorismusprävention.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Al-Qaida setzt sich selbst unter Druck (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=113</link>
<pubDate>Thu, 03 Apr 2008 16:25:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=113</guid>
<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt 26. März 2008
Al-Qaida-Chef Osama bin Laden hat Muslime zu Terroranschl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1835779/Al-Qaida_setzt_sich_selbst_unter_Druck.html">Die Welt 26. März 2008</a></p>
<p><strong>Al-Qaida-Chef Osama bin Laden hat Muslime zu Terroranschlägen in Europa aufgerufen. Damit hat er sich vor allem selbst ein Ultimatum gesetzt: Sollte es in diesem Jahr keine al-Qaida zuordenbaren Terroranschläge in Europa oder den USA geben, ist ihre Reputation als globale Terrororganisation dahin.</strong></p>
<p> Nun hat auch Osama bin Laden angekündigt, wegen der Mohammedkarikaturen Anschläge in Europa zu verüben. Mit dieser Drohung ist er spät dran: Zwar hatte al-Qaida schon mehrfach zur Ermordung der dänischen und schwedischen Künstler aufgerufen, die den Propheten gezeichnet hatten. In besonderer Erinnerung ist dabei geblieben, dass für den Tod des Schweden Lars Vilks 100.000 Dollar Belohnung bezahlt werden sollten – falls dieser aber wie ein Lamm geschächtet würde, werde die Summe auf 150.000 Dollar erhöht.<br />
Aber beim Versuch, massenhaft Angst und Schrecken vor terroristischen Anschlägen aufgrund westlicher Kunst- und Meinungsfreiheit zu verbreiten, kam ihm die libanesische Hisbollah zuvor.<!--more--></p>
<p>Deren Anführer Hassan Nasrallah hatte bereits im Februar 2006 über „Al Manar“ - dem Fernsehsender der Hisbollah, der auch in Deutschland empfangen wird - verkündet:</p>
<p>„Wenn irgendein Moslem die Fatwa des Imam Khomeini gegen den Gotteslästerer Salman Rushdie (Autor der „Satanischen Verse“. In der Fata wurde zu seiner Ermordung aufgerufen; d.Verf.) in die Tat umgesetzt hätte, dann hätten es jene verachtungswürdigen Leute nicht gewagt, den Propheten Mohammed zu beleidigen - weder in Dänemark, noch in Norwegen, noch in Frankreich...“</p>
<p>Bin Laden gibt sich als Staatsmann</p>
<p>Und er forderte alle Muslime zum Handeln auf: „Ich bin sicher, dass nicht nur Millionen sondern Hunderte von Millionen von Muslimen bereit und willig sind, ihre Leben zu opfern, um die Ehre ihres Propheten zu verteidigen. Und Du bist unter ihnen“.</p>
<p>Dagegen gibt sich Osama bin Laden in seiner aktuellen Audiobotschaft von letzter Woche als Staatsmann. Zunächst erläutert er die Schwere des durch den Westen begangenen Vergehens, indem er klarstellt, dass die Beleidigung des Propheten noch viel schlimmer sei als das Töten von muslimischen Frauen und Kindern. Dann spricht er explizit die „Intelligenten“ in der Europäischen Union an und stellt folgendes Ultimatum: Wenn die EU ihre Gesetze zur Meinungs- und Kunstfreiheit nicht einschränke, werde es als Vergeltung Anschläge geben. Bin Laden gibt dem Westen also die Chance, zu kapitulieren. Die ungläubigen Europäer werden verschont, wenn sie auf einige Freiheiten verzichten.</p>
<p>Nach nur vier Tagen, am Montag dieser Woche, war es aber dann schon wieder vorbei mit der Bedenkzeit, denn der Vizechef von al-Qaida, Aiman al-Sawahiri, forderte die Muslime auf: „Greift Einrichtungen der Juden und Amerikaner und all derer an, die an der Aggression gegen Muslime beteiligt sind! Lasst uns ihre Interessen überall angreifen...!“ Dies wird unter anderem damit begründet, dass wer sich über den Propheten lustig mache, auch in seinem Heimatland nicht in Sicherheit leben dürfe.<br />
Vertreter muslimischer Verbände in Europa haben bin Ladens Drohungen klar zurückgewiesen. Statt mit Drohungen und Bomben werde man die Schmähungen des Propheten mit den eigenen Waffen schlagen: friedlich, unter Ausnutzung der Meinungsfreiheit und mit intensiver Medienarbeit.</p>
<p>Angebot von Terrorgruppen in Europa sollen schon vorliegen</p>
<p>Analysten des Fernsehsenders al Jazeera gehen davon aus, dass bereits Angebote von Terrorgruppen in Europa bei al-Qaida vorliegen, Anschläge zu verüben. Bin Laden werde dann je nach „Art des Anschlags und der Publizität“ entscheiden, ob al-Qaida dafür die Verantwortung übernehme.</p>
<p>Auffällig ist zudem, dass Bundesinnenminister Schäuble und zuletzt der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau, die Schlagzahl der Binsenweisheit „Wir können nicht jeden Anschlag verhindern“ drastisch erhöht haben. Denn zu der Gefahr durch Gruppen mit Bezug zu al-Qaida wie der „Islamischen Dschihad Union“ kommen extrem schwer zu verhindernde Aktionen von Einzeltätern. Der gescheiterte Anschlag der „Kofferbomber“ auf Bahnreisende im Jahre 2006 wie auch der missglückte Attentatsversuch auf den ehemaligen Chefredakteur der WELT, Roger Köppel, im gleichen Jahr wurde mit den Mohammedkarikaturen begründet und konnten von den Sicherheitsbehörden im Vorfeld nicht verhindert werden.<br />
In den USA wird in Sicherheitskreisen zudem diskutiert, inwieweit al-Qaida durch einen Anschlag im Lande - nach dem Vorbild der „vor Wahl“ Anschläge in Madrid 2004 - Einfluss auf die Präsidentschaftswahlen nehmen könnte.</p>
<p>Mit der Botschaft von Montag und den fast schon flehentlichen Appellen an ihre Anhänger, jetzt doch endlich zuzuschlagen, hat al-Qaida vor allem sich selbst ein Ultimatum gesetzt. Sollte es in diesem Jahr keine al-Qaida zuordenbaren Terroranschläge in Europa oder den USA geben, ist ihre Reputation als globale Terrororganisation dahin.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[The challenge of radical Islam in Europe]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2008/03/20/the-challenge-of-radical-islam-in-europe/</link>
<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 12:34:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/2008/03/20/the-challenge-of-radical-islam-in-europe/</guid>
<description><![CDATA[Transatlantic Institute
Brussels
Feb 12th, 2008
On the occasion of the release of Policy Exchange]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Transatlantic Institute<br />
Brussels<br />
Feb 12th, 2008</p>
<p><a href="http://fora.tv/2008/02/12/Radical_Islam_in_Europe_UK_and_Germany">On the occasion of the release of Policy Exchange's recently published report, The Hijacking of British Islam: how extremist literature is subverting mosques in the UK, The Transatlantic Institute hosts a panel debate to discuss the challenge of radical Islam in Europe with author Dr. Denis MacEoin and discussant Alexander Ritzmann.</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hamas radikalisiert Kinder mit Hass-Hasen (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=110</link>
<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 12:32:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=110</guid>
<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt, 19.03.2008

Über den Fernsehsender al-Aksa TV verbreitet die Hamas ihr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/dossiers/dschihadaufdeutsch/article1815142/Hamas_radikalisiert_Kinder_mit_Hass-Hasen.html">Die Welt, 19.03.2008</a><br />
<strong><br />
Über den Fernsehsender al-Aksa TV verbreitet die Hamas ihren Hass gegen Juden und Israel. Der Sender ist auch in Deutschland zu empfangen. Viele Sendungen richten sich gezielt an Kinder, immer wieder wird dabei zu Attentaten und Mord aufgerufen. Aktueller Protagonist der Propaganda ist der Hase Assud.</strong></p>
<p> „In Gaza findet ein echter Holocaust statt“, sagte Dr. Walid Al-Rashudi vor drei Wochen dem Fernsehsender al-Aksa TV der palästinensischen Terrororganisation Hamas. Der Leiter des Fachbereichs Islamische Studien an der King Saud University in Saudi-Arabien belehrte die Zuschauer zudem, dass „ein Holocaust nicht das Verbrennen von 50 bis 60 Juden in Deutschland oder der Schweiz“ sei, obwohl „die Juden dies weiterhin Holocaust nennen“. Und er fügt hinzu: „Bei Allah, wir werden nicht einmal zufrieden sein, wenn alle Juden getötet worden sind.“</p>
<p>Al-Aksa TV wird auch in Deutschland empfangen und trägt wie der Brudersender al-Manar TV der libanesischen Hisbollah zur Radikalisierung von Muslimen in Deutschland bei. Hass, Aufrufe zum Mord, Verschwörungstheorien und antiwestliche Propaganda kommen als tägliche Dosis aus dem Gazastreifen nach Berlin, Hamburg oder Neu-Ulm. Besonders frappierend sind die vielen TV-Shows, die sich auf die Manipulation von Kleinkindern konzentrieren. Sprechende Plüschtiere, wie die zu weltweiter Prominenz gelangte Farfour, eine Nachahmung von Micky Maus, indoktrinieren schon Dreijährige mit Hass und dem Wunsch, ihr Leben für Allah zu opfern.<!--more--></p>
<p>Aufgrund massiver internationaler Proteste musste die Maus abtreten – auch Disney hatte bereits rechtliche Schritte geprüft. Stilgerecht ließ die Hamas die Maus von einem „jüdischen Terroristen“ ermorden. Die kindliche Moderatorin Saraa kommentierte betroffen, Farfour sei als Märtyrer gestorben. Der Hase Assud, aktueller Nachfolger Farfours, hat seine minderjährigen Zuschauer dazu aufgerufen, den dänischen Cartoonisten Kurt Westergaard zu ermorden, weil dieser die Ehre des Propheten Mohammed verletzt habe.</p>
<p>Auch Politiker kommen auf al-Aksa TV zu Wort. Fathi Hammad, ein Parlamentarier der Hamas, erläuterte am 29. Februar 2008, dass sich das palästinensische Volk, gerade auch Frauen, Kinder und Alte, als menschliche Schutzschilde verstünden, um dem „zionistischen Feind“ zu sagen: „Wir lieben den Tod so wie ihr das Leben liebt.“ Hammad, der auch Mediendirektor von al-Aksa TV ist, verurteilte die bisherige Kritik an seinem Sender als "Angriff auf die islamische Kultur durch den zionistischen Feind und die US-amerikanischen Imperialisten". Aufrufe, den Sender abzuschalten, seien Teil einer Verschwörung, durch die man verhindern wolle, dass palästinensische Kinder islamisch erzogen werden.</p>
<p>Etwa 300 Hamas-Mitglieder leben in Deutschland</p>
<p>Der tatsächliche Einfluss auf die Kinder ist schwer zu messen. Innerhalb der letzten Jahre sollen sich jedoch mehr als 300 minderjährige Palästinenser, der jüngste war 11 Jahre alt, als Kindersoldaten und Selbstmordattentäter betätigt haben.<br />
Die Hamas hat sich zwar offiziell dagegen ausgesprochen, Kinder und Jugendliche als Soldaten oder Selbstmordattentäter zu missbrauchen. Einem Bericht des Geneva Centre for the Democratic Control of Armed Forces vom August 2003 zufolge hätten Hamas-Vertreter jedoch erklärt, dass ihre Definition des Kindseins nicht auf dem Alter, sondern den Fähigkeiten basiere.<br />
Die Hamas steht auf der EU-Terrorliste und hat in Deutschland laut Verfassungsschutz 300 Mitglieder. Verschiedene Spendensammelvereine wie al-Aksa e.V. sind verboten worden, denn „Unterstützungshandlungen und -leistungen aus Deutschland für die Hamas fördern deren terroristische Aktivitäten und richten sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung.“</p>
<p>Al-Aksa will eine Brücke sein</p>
<p>Während auf der Islamkonferenz immer wieder darüber diskutiert wird, ob Muslime sich nur zum Grundgesetz oder auch zur deutschen Werteordnung bekennen sollen, radikalisiert die Hamas mit ihrem Fernsehsender ungestört Kinder und Jugendliche in Deutschland.</p>
<p>Verantwortlich für die Übertragung ist der Satellitenbetreiber Arabsat, der der Arabischen Liga gehört. Dringend notwendige diplomatische Initiativen der Bundesregierung gegen die Übertragung nach Deutschland stehen, genauso wie beim Fall al-Manar TV, bis heute aus.<br />
Al-Aksa TV soll laut Eigendarstellung eine Brücke in die Welt sein, damit die Hamas ihre islamische Kultur verbreiten kann. Es wird höchste Zeit, dass die Welt diese Brücke abbricht.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bei al-Qaida gibt es Dschihad für jedermann (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=109</link>
<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 12:29:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
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<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt, 12.03.2008
Erst bestand al-Qaida vor allem aus Kämpfern gegen die sowj]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1788180/Bei_al-Qaida_gibt_es_Dschihad_fuer_jedermann.html">Die Welt, 12.03.2008</a></p>
<p><strong>Erst bestand al-Qaida vor allem aus Kämpfern gegen die sowjetische Besatzung in Afghanistan, dann kam die muslimische Elite, heute ist sie eine Bewegung für jeden, der nach Geltung strebt, wütend ist oder sich langweilt. Das macht die Terrororganisation zwar weniger gefährlich, aber auch schwerer zu bekämpfen.</strong></p>
<p> Die Bedrohung durch al-Qaida hat sich seit dem 11. September 2001 massiv gewandelt. Die stattgefundene Transformation von der "Terrororganisation" al-Qaida zur "Bewegung" al-Qaida hat unmittelbare Konsequenzen für Erfolg oder Scheitern der Gegenstrategie.<br />
Während sich die erste Generation von Osama bin Ladens „Heiligen Kriegern“ Ende der 80er Jahre aus den Veteranen des Dschihads gegen die sowjetische Besetzung Afghanistans rekrutierte, bewarben sich in den 90ern Mitglieder der muslimischen Elite um einen Platz bei al-Qaida. Überwiegend aus dem Mittleren Osten stammend, mobil und gebildet bekamen einige der im Westen studierenden Oberschichtkinder Heimweh. Sie kamen in Deutschland, Spanien oder Großbritannien nicht zurecht und fühlten sich ausgegrenzt. Den ersehnten Zuspruch fanden sie, obwohl meist selbst nicht sonderlich religiös, bei Gleichgesinnten in der Moschee. Sie schlossen Freundschaften, zogen mit anderen zusammen, kapselten sich völlig von der Mehrheitsgesellschaft ab und radikalisierten sich gegenseitig.<!--more--></p>
<p>Islam - die Religion der Gewinner</p>
<p>Im Umfeld einiger Moscheen trafen sie auf Veteranen aus „Heiligen Kriegen“ in Afghanistan, Tschetschenien, Kaschmir oder Bosnien, die ihnen von den glorreichen Schlachten gegen die Ungläubigen berichteten. Islamisten behaupten bis heute, dass der Rückzug der Sowjets aus Afghanistan zum Zusammenbruch der UdSSR geführt habe. Eine Supermacht habe man also schon besiegt, die USA seien als nächste dran.Diese Flucht in die Radikalisierung hatte etliche Vorteile gegenüber dem komplizierten und verstörenden Leben im Westen. Denn die Dschihadisten sehen sich als Elite, die innerhalb eines Halt gebenden Regelwerkes Allahs Werk auf Erden verrichten. Und auch für das Leben danach ist gesorgt, wenn man sich auf den Islamismus, also den politischen Islam, einlässt.</p>
<p>Basis dieser Ideologie ist, dass der Islam einst die Religion der Gewinner war. So gelang es einer kleinen Gruppe in Arabien im siebten Jahrhundert unter der Führung des Propheten Mohammed und seiner Nachfolger innerhalb von einhundert Jahren ein Weltreich - von Portugal bis Indien - zu erobern. Zudem waren die Muslime damals auch in Wissenschaft, Medizin, Literatur und fast jeder anderen weltlichen Kunst führend.</p>
<p>Die Tatsache, dass der Westen heute dominiert, wird von Islamisten darauf zurückgeführt, dass die Muslime, korrumpiert vom Westen, von Allahs Weg abgekommen sind. Nur durch den Sturz der als ungläubig angesehenen Regierungen in islamischen Ländern, dem so genannten „Nahen Feind“, und der Errichtung eines Kalifats werde Allah sich gnädig zeigen und die Muslime wieder in goldene Zeiten führen. Im Weg aber steht der Westen, der „Ferne Feind“, der die Regierungen in der Türkei, in Ägypten, Pakistan oder Jordanien unterstützt. Erst wenn der Westen den Weg frei macht für den Gottesstaat, wird aus Sicht der Islamisten der Islam wieder die ihm zustehende Rolle einnehmen. .<br />
Die dritte Generation, die nach 9/11-Generation, wie Fritz G. aus Neu Ulm, Mohammed Sadique Khan aus Leeds und Sarhane Ben Abdelmajid Fakhet aus Madrid, macht sich allerdings deutlich weniger aus Religion und Ideologie als ihre Vorgänger.</p>
<p>Motivation aus Langeweile<br />
Marc Sageman, in den 80er Jahren CIA-Verbindungsmann in Pakistan, Psychiater und Professor an der University of Pennsylvania, schreibt in seinem neuen Buch „Leaderless Jihad“, dass sich diese dritte Generation aus einer Mischung aus Geltungsstreben, der Suche nach dem Sinn des Lebens und blanker Wut, hauptsächlich aufgrund der Kriege in Afghanistan und dem Irak , motiviert. Und aus Langeweile. Denn er fügt hinzu, dass neben den großen Sponsoren des islamistischen Terrorismus wie Saudi-Arabien und Iran auch Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien genannt werden müssen. In Europa hat sich ein großer Teil der von ihm untersuchten 500 Dschihadisten über soziale Transferleistungen finanziert.</p>
<p>Zur Ideologie gesellten sich Verschwörungstheorien. Die populärste ist, dass der Westen, von Juden gesteuert und im Auftrag Israels handelnd, einen Vernichtungskrieg gegen den Islam führe. Jeder rechtschaffene Moslem sei deshalb verpflichtet, gegen die Angreifer zu kämpfen.<br />
Diese dritte Generation der so genannten „ home grown“ Terroristen hat jedoch in der Regel keinen oder kaum Kontakt zur Führung der al-Qaida. Auch wenn einige ein Terrorcamp in Pakistan besucht hatten, so macht dies aus ihnen genauso wenig Top Terroristen wie die Teilnahme am Trainingscamp des FC Bayern München sie zu Bundesligaspielern gemacht hätte.</p>
<p>Der Jedermanns-Dschihad<br />
Die mangelnde Einbindung in die Führungsstrukturen und die, wenn überhaupt, rudimentäre Ausbildung macht die dritte Generation zwar etwas weniger gefährlich. Es fällt aber den Sicherheitsbehörden auch schwerer, die hauptsächlich im eigenen Land radikalisierten Terroristen aufzuspüren. Und selbst wenn dies gelingt, müssen noch die Fähigen von den Großmäulern unterschieden werden. Sowohl Khan als auch Fakhet waren vor der Tat nachrichtendienstlich überwacht worden. Aufgrund beschränkter Ressourcen und der Einschätzung, dass keine konkrete Gefahr von ihnen ausgehe, wurden die Überwachungsmaßnahmen jedoch frühzeitig beendet.<br />
Vom Kern von al-Qaida, zu dem heute nur noch einige Dutzend Führungsoffiziere gehören (der Rest wurde getötet oder verhaftet), über die zweite Generation der radikalisierten Söhne aus besserem Hause hat sich die dritte Generation zum Jedermanns-Dschihad entwickelt.</p>
<p>Diese selbst ernannte Elite ist in Wahrheit ein Massenphänomen, dem sich weltweit viele tausend verschrieben haben. Sageman geht jedoch davon aus, dass sich bereits die jüngeren Brüder der dritten Dschihadisten Generation andere Idole suchen werden. Innerhalb der Gesamtheit der Muslime stellen die Dschihadisten sowieso eine fast verschwindend geringe Größe dar. Und die bisherigen Umsetzungsversuche eines Gottesstaates wie durch die Taliban in Afghanistan oder al-Qaida in Al Anbar im Irak sind gescheitert, auch weil die Muslime vor Ort nicht mit zurück ins Mittelalter wollten.</p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Deutschland wird zum Anschlagsziel der Hisbollah (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=106</link>
<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 12:20:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
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<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt, 20.02.2008 

Der gewaltsame Tod des mysteriösen &#8220;Meister-Terrori]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1696783/Deutschland_wird_zum_Anschlagsziel_der_Hisbollah.html">Die Welt, 20.02.2008 </a><br />
<strong><br />
Der gewaltsame Tod des mysteriösen "Meister-Terroristen", Imad Mughnija, in der vergangenen Woche erhöht die Terrorgefahr in Deutschland. Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah hat Vergeltungsaktionen weltweit angekündigt. In Deutschland allein Leben 900 Anhänger der militanten Gruppe.</strong></p>
<p> Der tödliche Anschlag auf den Top-Terroristen der libanesischen Hisbollah, Imad Mughnija, in der vergangenen Woche macht Deutschland zum Anschlagsziel. Hassan Nasrallah, Chef der "Partei Gottes", hat bereits Vergeltungsmaßnahmen gegen israelische Ziele angekündigt – weltweit. Deutschland ist seit Jahren eine Hochburg der Hisbollah: Der Verfassungsschutz spricht von 900 hier lebenden Mitgliedern und anschlagfähigen Netzwerken.</p>
<p>Deutsche sind bereits mehrfach Opfer der Hisbollah geworden, sei es durch Anschläge wie etwa beim so genannten Mykonos-Attentat 1992 in Berlin oder durch jahrelange Geiselnahme, um hier inhaftierte Terroristen freizupressen. Außerdem rekrutiert die selbst ernannte "Widerstandsorganisation" Unterstützer in Deutschland und sammelt hier Spenden für die Errichtung eines Gottesstaates im Libanon und zur Vernichtung Israels. Durch ihren TV Sender "Al Manar" radikalisiert sie zudem deutsche Muslime.<!--more--></p>
<p>Imad Mughnija, der vom iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinedschad als "großer Held" und vom geistigen Führer des Iran, Ajatollah Ali Khamenei, als "Beispiel für zukünftige Generationen" bezeichnet wurde, wird von dutzenden Regierungen weltweit als Drahtzieher von Terroranschlägen angesehen, die hunderte Menschen das Leben gekostet haben.</p>
<p>Als die israelische Armee 1992 den damaligen Hisbollahführer Abbas al-Musawi tötete, folgte keinen Monat später ein Anschlag auf die israelische Botschaft in Buenos Aires. Zwei Jahre später, ebenfalls in Buenos Aires, fuhr ein Selbstmordattentäter mit einem mit Sprengstoff beladenen Kleinlaster in das jüdische Kulturzentrum. Für beide Anschläge, bei denen insgesamt 114 Menschen ums Leben kamen und mehrere hundert verletzt wurden, machen die argentinischen Behörden die iranische Staatsführung und Imad Mughnija persönlich verantwortlich.</p>
<p>Mughnija hatte als Chef des Hisbollah Auslandsgeheimdiensts eine so deutliche Blutspur hinterlassen, dass sogar die ansonsten in Sachen Hisbollah zögerliche EU ihn auf die EU-Terrorliste setzte. Laut US-Geheimdienstdirektor Mike McConnell hat nur Osama bin Laden mehr Amerikaner getötet als Mughnija.</p>
<p>Die Hisbollah ist seit Monaten in Europa sehr aktiv</p>
<p>Hisbollahs europäisches Netzwerk ist seit Monaten sehr aktiv. Ende letzten Jahres berichtete der britische Inlandsnachrichtendienst MI5, dass dortige Zellen der Hisbollah gedroht hätten, im Falle eines Angriffs auf den Iran Anschläge in Großbritannien zu verüben.</p>
<p>Anfang Januar 2008 dann hatten deutsche Sicherheitsbehörden die Jüdische Gemeinde in Berlin über fortgeschrittene Anschlagsplanungen informiert und kurz darauf vier Araber in Berlin festgenommen, die jüdische und israelische Einrichtungen ausgekundschaftet hatten. Es ist noch unklar ob diese zur Hisbollah gehörten oder in deren Auftrag gehandelt hatten. Die Hisbollah hatte jedoch bereits 1989 und 2003 israelische, jüdische und amerikanische Einrichtungen in Deutschland als Anschlagsziele ausspähen lassen.</p>
<p>Am 30. Januar wurden laut der italienischen Zeitung "Libero" sechs Mitglieder der Hisbollah in einem Pariser Apartment festgenommen. Zu den beschlagnahmten Dokumenten gehören Stadtpläne von Paris, Madrid, Rom und Berlin, die mit Markierungen versehen waren. Mughnijas Tod am 14. Februar hat also wahrscheinlich bereits geplante Anschläge verhindert oder zumindest verzögert.</p>
<p>Klar ist, dass die Hisbollah Vergeltung üben wird. Ob Israel für das Ableben von Mughnija tatsächlich verantwortlich ist, spielt für sie keine Rolle. Auch wird man es nicht bei einigen Raketen auf Israel belassen; dafür hat sich Nasrallah schon zu weit aus dem Fenster gelehnt. Die von vielen in Europa immer noch als „politische Partei“ angesehene Hisbollah will den großen Knall. Gerade in Deutschland ist sie in der Lage, Anschläge zu verüben. Ob die Vogel-Strauß-Strategie der Bundesregierung gegenüber der "Partei Gottes" nach dem Motto "Tun wir euch nichts, tut ihr uns nichts!" aufgeht, wird sich zeigen.</p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Bin Ladens Heilige Kriegerinnen (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=105</link>
<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 12:17:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
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<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt, 13.02.2008
Von wegen das sanfte und schwache Geschlecht: Frauen sind in]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1664108/Bin_Ladens_Heilige_Kriegerinnen.html">Die Welt, 13.02.2008</a></p>
<p><strong>Von wegen das sanfte und schwache Geschlecht: Frauen sind in Terrornetzwerken maßgebliche Akteure und häufig sogar radikaler als Männer. Für die Terroristen haben weibliche Selbstmordattentäter viele Vorteile. Und auch die Frauen versprechen sich etwas davon, für den Islam zu sterben.</strong></p>
<p>Welche Rolle spielen Frauen in islamistischen Terrororganisationen? Herrscht bei Islamisten ein Frauenbild, wonach hinter jedem starken Terroristen eine starke Terroristin stehe, oder reduziert sich die Islamistin auf “Kinder, Küche, Moschee“?<br />
Vorschnelle Antworten auf die Frage, warum Frauen überhaupt zu Terroristinnen werden, sind voller Vorurteile: Dem “sanften und schwachen” Geschlecht wird unterstellt, hauptsächlich aus emotionalen Gründen dem militanten Dschihad beizutreten: Familienbande, der Tod des Mannes oder einfach Naivität. Marc Sageman, der in seiner Studie „Understanding Terrorist Networks“ die sozialen Zusammenhänge untersucht hat, kommt jedoch zu einem ganz anderen Schluss: Frauen seien maßgebliche Akteure innerhalb von Terrornetzwerken und häufig sogar radikaler als Männer.<!--more--></p>
<p>Die Deutsche Sonja B. etwa hatte 2006 über das Internet Interesse bekundet, gemeinsam mit ihrem zweijährigen Sohn einen Selbstmordanschlag im Irak zu verüben. Weitere 47 Frauen im selben Chatroom zeigten ebenfalls Interesse, an einem Terroranschlag mitzuwirken. Auch die Belgierin Muriel Degauque, die 2005 einen Selbstmordanschlag im Irak verübte, war in diesem Chatroom aktiv gewesen.</p>
<p>Gewiss gibt es Fälle, in denen etwa vergewaltigte muslimische Frauen sich einer Terrororganisation anschließen, weil sie aus Sicht von Familie und Gesellschaft entehrt und nicht mehr heiratsfähig seien. Einige gescheiterte Selbstmordattentäterinnen aus den palästinensischen Gebieten, aus Tschetschenien oder dem Irak haben dies als Begründung angegeben. Aber warum sollten sie beim Versuch, ihr eigenes Leben zu beenden, auch andere in den Tod reißen wollen?<br />
Hier nun kommt das Anreizsystem der Islamisten ins Spiel – vom versprochenen Platz im Paradies über den dort wartenden Traummann bis hin zur finanziellen Absicherung der Familie durch die Terrororganisation, in deren Auftrag der Anschlag stattfinden soll.<br />
Außerdem spielen bei Frauen wie bei Männern politische und ideologische Motive wie etwa der Kampf gegen eine Besatzungsmacht oder der Glaube an die Überlegenheit des Islam eine Rolle.</p>
<p>Frauen motivieren ihre Söhne</p>
<p>Osama bin Laden hat in der Fatwa „Kriegserklärung gegen die Amerikaner, die das Land der zwei Heiligen Stätten besetzen“, von 1996 klar zum Ausdruck gebracht, dass Frauen eine große Bedeutung im Dschihad hätten: „ Unsere Frauen .... motivieren und ermutigen ihre Söhne, Brüder und Ehemänner, um für Allahs Sache in Afghanistan, Bosnien-Herzegovina, Tschetschenien und in anderen Ländern zu kämpfen“.<br />
Interessanterweise bleibt von der Darstellung einer aktiven Rolle der Frau in seiner zwei Jahre später veröffentlichten Fatwa „Dschihad gegen Juden und Kreuzzügler“, welche sich zum Manifest der Al-Qaida-Ideologie entwickelt, wenig übrig: Bin Laden bezeichnet sie lediglich einmal und zwar als die nach einem Erlöser rufenden „Opfer der USA und der Zionisten“.</p>
<p>Bei der palästinensischen Hamas verlief die Entwicklung genau anders herum. Zunächst hatte sich der Führer der Hamas, Scheich Yassin, über Jahre geweigert, Frauen etwa als Selbstmordattentäterinnen einzusetzen. Der Erfolg dieser Strategie bei der libanesischen Hizbollah, den zur Fatah zugehörigen Al-Aqsa-Brigaden und dem „Palästinensischen Islamischen Dschihad“ bewogen ihn jedoch, von Frauen alsbald als „Reservearmee“ zu sprechen, auf die bei Bedarf zugegriffen werden könne. Dies hat die Hamas dann auch getan.</p>
<p>Selbstmordanschläge sind sowieso schon eine kostengünstige, technologisch einfache und mit geringen Risiko verbundene Waffe.<br />
Letzteres können Frauen besonders gut gewährleisten: Sie erscheinen als weniger verdächtig und werden von Sicherheitskräften weniger streng kontrolliert.<br />
Neben diesem taktischen Vorteil gibt es gravierende strategische Vorteile, denn Anschläge von Frauen ziehen ein größeres Medieninteresse nach sich. Damit wird auch das Ziel, Angst und Schrecken zu verbreiten und auf die politischen Ziele der Gruppe hinzuweisen, besser erreicht.</p>
<p>Frauen dienen auch eher als Sympathieträger, die Medien sind mehr an ihrer Motivation, ihrer persönlichen und familiären Situation interessiert. Als Nebeneffekt führt der Einsatz von Frauen als Selbstmordattentäterinnen auch zu einem Zuwachs an männlichen Rekruten, die sich aus Scham zur Verfügung stellen.</p>
<p>Einer vor einer Woche veröffentlichten Untersuchung von Dr. Katharina von Knop, Universität der Bundeswehr München, zufolge besteht der Beitrag von Bin Ladens Heiligen Kriegerinnen im wesentlichen darin, ihre männlichen Verwandten zu unterstützen, die Ideologie an die Kinder weiterzugeben und – wenn sinnvoll - durch Hilfstätigkeiten an Anschlägen mitzuwirken. Es gebe aber auch bei der al-Qaida einen Anstieg von Selbstmordattentäterinnen.</p>
<p>Trotz einer insgesamt stärkeren Mitwirkung von Frauen in islamistischen Terrororganisationen kann nicht von einer generellen Aufwertung der Frau gesprochen werden. Letzten Endes ist es nur eine strategische Entscheidung der jeweiligen Terrororganisation, inwieweit sie Frauen für Anschläge einsetzt.<br />
Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Frauen etwa in der Hierarchie der Organisationen relevante Positionen besetzen. Insofern von einer Emanzipation der Frau bei den Islamisten zu sprechen, wäre nicht nur zynisch, sondern schlicht falsch.</p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie man dem Terror den Geldhahn zudreht (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=103</link>
<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 12:12:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
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<description><![CDATA[Alexander Ritzmann

Die Welt, 30.01.2008
Seit Jahren versuchen europäische und amerikanische Behör]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1612947/Wie_man_dem_Terror_den_Geldhahn_zudreht.html"><br />
Die Welt, 30.01.2008</a></p>
<p><strong>Seit Jahren versuchen europäische und amerikanische Behörden, dem islamistischen Terrorismus den Geldhahn zuzudrehen. Trotz kleiner Erfolge sind al-Qaida und andere Terrororganisationen bis heute in der Lage, Anschläge zu verüben. Auch in Deutschland wird Geld dafür gesammelt.</strong></p>
<p> Ein Terrorist ohne Geld kann nicht viel bewirken. Anschläge und die nötige Logistik dazu kosten nämlich Geld. Viel Geld. Doch manche Kritiker behaupten das Gegenteil: Terrorattacken seien billig, Geld spiele dabei, wenn überhaupt, nur eine sehr eingeschränkte Rolle. Behörden sollten sich im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus jedoch lieber auf andere Methoden konzentrieren.</p>
<p>Während für die Anschläge vom 11. September 2001 zwischen 300.000 Dollar und 500.000 Dollar benötigt wurden, hat nach Angaben der Vereinten Nationen kein anderer Anschlag von al-Qaida mehr als 50.000 Dollar gekostet. Die Selbstmordattentäter vom 7. Juli 2005 in London sollen britischen Ermittlern zufolge sogar nur etwa 8000 britische Pfund benötigt haben. Der Anführer der Terrorzelle hatte sie durch einen Kleinkredit seiner Bank finanziert.<!--more--></p>
<p>Terrorismus ist ein kostspieliges Geschäft</p>
<p>Matthew Levitt vom Washington Insitute for Near East Policy weist jedoch zurecht darauf hin, dass für den Unterhalt eines Terrornetzwerkes, das Rekrutieren von neuen Mitgliedern, deren Training und Ausbildung, Reisekosten, gefälschte Dokumente, aufwendige Internetseiten, Bestechungsgelder etc. erhebliche finanzielle Mittel vonnöten seien.</p>
<p>Außerdem wird durch das Verbot von einschlägigen Spendensammelvereinen, das Einfrieren von Bankkonten und das Verhängen von Geldbußen an Banken ein gewisser Abschreckungseffekt erzielt, der davon abhalten soll, Terrororganisationen direkt oder indirekt zu unterstützen. Schon mehrfach sind Kontakte zwischen einem Terrornetzwerk und einer Zelle sichtbar geworden, weil verdächtigen Geldbewegungen nachgegangen wurde.</p>
<p>Dadurch wurde beispielsweise die Planung eines Anschlages aufdeckt, bei dem mit in Babynahrung verstecktem Flüssigsprengstoff Flugzeuge in die Luft gesprengt werden sollten, die von London aus Richtung USA unterwegs gewesen wären.<br />
Auch in Deutschland wird Geld für den Terrorismus gesammelt</p>
<p>Der damalige Bundesinnenminister Otto Schily hatte im Jahre 2002 etwa den Aachener Spendensammelverein "Al Aksa e.V." und zwei Nachfolgeorganisationen verboten, weil die von "Al Aksa e.V." unterstützten humanitären Organisationen „in erheblichem Umfang in militant-terroristische Ziele der Hamas eingebunden" waren. Die Zuwendungen seien auch genutzt worden, um in den palästinensischen Gebieten Selbstmordattentäter zu rekrutieren oder deren Familien zu unterstützen.</p>
<p>Auch die in Deutschland lebenden Anhänger der libanesischen Terrororganisation Hisbollah, die Israel vernichten und im Libanon einen Gottesstaat errichten wollen, unterstützen laut Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ihre Waffenbrüder durch Spendensammlungen und Finanztransfers. Der Verein "Waisenkinderprojekt Libanon e.V." etwa sammelt Spenden in Deutschland und gehört zur libanesischen "Al-Shahid (Der Märtyrer) Association", welche wiederum der Hisbollah zugerechnet wird. Sie kümmert sie sich wie "Al Aksa e.V." um die Hinterbliebenen von Milizionären und Selbstmordattentätern.</p>
<p>Wer argumentiert, dass hier vor allem humanitäre Ziele verfolgt werden würden, übersieht, dass Gelder für Witwen und Waisen aus Deutschland eben auch Geld für Raketen und Sprengstoff freimachen. Erstaunlicherweise sammelt das "Waisenkinderprojekt Libanon e.V." bis heute Geld – vom Bundesinnenminister unbehelligt und vom deutschen Steuerzahler gefördert.</p>
<p>Sicherlich lässt sich der islamistische Terrorismus nicht durch Vereinsverbote und Einfrieren von Bankkonten besiegen. Den Spielraum von Terrororganisationen dadurch einzuengen, dass man ihnen den Zugang zu Geldern so schwer wie möglich macht, ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Anti-Terror-Strategie.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Warum al-Qaida den Kampf verlieren wird (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=101</link>
<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 12:06:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=101</guid>
<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt, 16.08.2008
Tödliche Anschläge, Sympathisanten weltweit: die Bilanz vo]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1557653/Warum_al-Qaida_den_Kampf_verlieren_wird.html">Die Welt, 16.08.2008</a></p>
<p><strong>Tödliche Anschläge, Sympathisanten weltweit: die Bilanz von al-Qaida ist erschreckend erfolgreich. Trotzdem ist die Terrororganisation bisher grandios gescheitert. Denn nicht für alle Muslime heißt gegen den Westen zu sein automatisch, für Bin Laden sterben zu wollen. Eine Chance auf Sieg hat al-Qaida nicht.</strong></p>
<p> Die Bilanz von al-Qaida ist in der Tat erschreckend: Anschlägen, die Bin Ladens Netzwerk direkt oder indirekt verantwortet, sind weltweit tausende Menschen, mehrheitlich Muslime wohlgemerkt, zum Opfer gefallen. Sympathisanten von al-Qaida finden sich nicht nur in der islamischen Welt, sondern beispielsweise auch in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA. Der Weltwirtschaft gingen als Folge von Anschlägen hunderte von Milliarden Euro verloren. Die USA geben gegenwärtig bei höher werdendem Staatsdefizit alleine im Irak monatlich 12 Milliarden Dollar aus, und die amerikanische Öffentlichkeit will den Militäreinsatz lieber heute als morgen beenden.<!--more--></p>
<p>Zudem haben sich weltweit Terrorgruppen der al-Qaida angeschlossen, um im Windschatten Bin Ladens gegen die Ungläubigen zu kämpfen. Die verbündeten Taliban kontrollieren weite Teile Afghanistans, und im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet ist eine Art Disneyland für Terroristen entstanden. Im Irak hat al- Qaida gar einen eigenen Staat ausgerufen. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen.</p>
<p>al-Qaida ist von seinen Hauptzielen weit entfernt</p>
<p>Aber ist al-Qaida wirklich so erfolgreich, wie es scheint und wie von vielen behauptet wird? Osama Bin Laden gab 1998 als Hauptziel an, die al-Aqsa-Moschee in Jerusalem und die Heilige Moschee in Mekka „befreien“ zu wollen. Von beidem, gemeint sind die Vernichtung Israels und der Sturz des saudischen Königshauses, ist er so weit entfernt wie eh und je. Auch bei der Errichtung eines islamistischen Superstaates, eines Kalifates, und der Rückeroberung ehemals unter muslimischer Herrschaft stehender Territorien wie z.B. Spanien und Portugal (Andalusien) sind auch beim besten Willen keine Fortschritte zu verzeichnen.</p>
<p>Zudem hat sich die Position al-Qaidas im Irak aufgrund der von ihr begangenen Grausamkeiten, der Erhöhung der amerikanischen Truppenstärke und der Einbindung sunnitischer Stämme drastisch verschlechtert. Islamistenführer, wie der Gründer des „Ägyptischen Islamischen Dschihad“ Dr. Fadl, kritisieren Bin Laden offen und fragen: „Was bringt es, wenn man eines der Gebäude des Feindes zerstört und er dann eines deiner Länder zerstört?“</p>
<p>Gemessen an den eigenen Zielen erscheint al-Qaida deshalb bisher als grandios gescheitert. Einige Bestandteile der bis auf das Jahr 2020 ausgelegten Dschihad-Strategie, wie von Sayf al-Adel, der Nummer drei bei al-Qaida in 2005 veröffentlicht, wurden jedoch erreicht. So sollten die Anschläge vom 11. September 2001 die Supermacht USA in einen Zermürbungskrieg im Nahen und Mittleren Osten ziehen. Afghanistan wurde angeblich bewusst geopfert, der Irak sollte zum zentralen Schlachtfeld werden. Durch die massive Präsenz des Hauptfeindes USA in der Region sollte dann der schlafenden Gigant, die „Islamische Nation“, also die Gemeinschaft aller Gläubigen, aus dem Dämmerschlaf geweckt werden.</p>
<p>Keine Heere der Heiligen Krieger</p>
<p>Es ist offensichtlich, dass die Kriege in Afghanistan und Irak zu einer weiteren Radikalisierung unter Muslimen geführt haben. Andererseits haben die Anschläge von al- Qaida im Namen Allahs eben auch massive Gegenreaktionen und Diskussionen in der islamischen Welt ausgelöst.<br />
AL-Qaida kann, auch nach eigener Auffassung, letztlich nur dann Erfolg haben, wenn es ihr gelingt, die Muslime weltweit zu den Waffen zu rufen und gegen den Westen in Stellung zu bringen. Von den Heeren der Heiligen Krieger ist jedoch weit und breit nichts zu sehen. Selbst bei pessimistischer Betrachtungsweise lassen sich kaum Anzeichen dafür finden, dass sich auch nur die Muslime, die den Westen wegen des Kolonialismus, der Außenpolitik oder der individuellen Freiheitsrechte hassen, hinter Bin Laden versammeln werden.</p>
<p>Gegen den Westen zu sein heißt nicht automatisch für Bin Laden sterben zu wollen. Seine „Zurück-ins-Mittelalter!“-Ideologie verfängt beim normalen Moslem schlicht nicht. Übrig bleibt eine selbst ernannte islamische Avantgarde, die durch Terroranschläge die Welt noch für Jahrzehnte immer wieder in Atem halten wird.<br />
Aber al-Qaidas „Erfolg“ besteht heute in erster Linie darin, bisher nicht verloren zu haben. Eine Chance auf Sieg haben sie nicht.</p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Plötzlicher Zuwachs bei den deutschen Islamisten (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=98</link>
<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 11:57:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/?p=98</guid>
<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt, 26.12.2007
Politiker und Medien hatten bisher versucht, die Öffentlich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1492509/Ploetzlicher_Zuwachs_bei_den_deutschen_Islamisten.html">Die Welt, 26.12.2007</a></p>
<p><strong>Politiker und Medien hatten bisher versucht, die Öffentlichkeit damit zu beruhigen, dass nur ein Prozent der 3,5 Millionen Muslime in Deutschland Islamisten seien. Nun sind es plötzlich mehr als zehnmal so viele. Und sie sind vor allem demokratiefeindlich.</strong></p>
<p>Fast könnte man glauben, dem Verfassungsschutz wären 390.000 Islamisten durch die Lappen gegangen. Denn seit Jahren hatte der Bundesinnenminister die Anzahl der Anhänger des politischen Islam in Deutschland auf etwa 32.000 geschätzt. Die letzte Woche vom Bundesinnenministerium vorgestellt Studie "Muslime in Deutschland" hat nun die Zahl der Islamisten, die antidemokratisch und antiwestlich eingestellt sind und das islamische Scharia-Recht in Deutschland einführen wollen, auf mehr als 400.000 ermittelt.<br />
Der Verfassungsschutz hatte sich eben, seinem gesetzlichen Auftrag folgend, auf jene Islamisten konzentriert, welche als Mitglieder oder Anhänger einer islamistischen Organisation aufgefallen sind. Darunter sind die türkische Milli Görüs mit etwa 28.000 Mitgliedern, die ägyptischen Muslimbrüder mit 1300, die libanesische Hisbollah mit 900 und die palästinensische Hamas mit 300.<!--more--></p>
<p>Politiker und Medien hatten bisher versucht sich selbst und die Bevölkerung damit zu beruhigen, dass doch nur ein Prozent der 3,5 Millionen Muslime in Deutschland Islamisten seien. Nun sind es plötzlich mehr als zehnmal so viele.</p>
<p>Dabei ist es wichtig, zwischen legalistischen und militanten Islamisten zu unterscheiden. Erstere wollen in einem "Marsch durch die Institutionen" Stück für Stück die Scharia einführen. Dieses Gesetzbuch Allahs ist nicht Grundgesetzkompatibel.</p>
<p>Sechs Prozent, also etwa 210.000 Muslime in Deutschland, akzeptieren laut oben genannter Studie massive politisch-religiös motivierte Gewalt. Genau hier liegt der Nährboden für den militanten Islamismus, der junge Muslime in London und Madrid so in seinen Bann zog, dass sie Busse und Züge voller Menschen in die Luft sprengten. Dass der Dschihad auch in Deutschland angekommen ist haben bereits ein halbes Dutzend vereitelter oder fehlgeschlagener Anschläge durch islamistische Terroristen in den letzten Jahren, zuletzt durch deutsche Konvertiten im Sauerland, belegt.<br />
Natürlich werden diese manchen erschreckenden Zahlen von vielen Kommentatoren relativiert. Darauf zu verweisen, dass deutsche Rechtsextremisten, Kommunisten und Scientologen auch Antidemokraten seien ist so richtig wie überflüssig. Die Tatsache, dass über Nacht 390.000 neue, Gottesrecht über Demokratie stellende Islamisten aus dem Dunkelfeld herausgetreten sind, ist jedoch eine ehrliche Diskussion wert.<br />
Der Zentralrat der Muslime hat Recht wenn er darauf hinweist, dass 12 Prozent Islamisten im Umkehrschluss 88 Prozent die Demokratie bejahende Muslime in Deutschland bedeuten. Dies ist die gute Nachricht, auf der aufgebaut werden muss.</p>
<p>Solange aber die Bundesregierung nichts gegen islamistische Medien wie den Hisbollah Sender "Al-Manar" unternimmt, der Muslime in Deutschland täglich gegen den Westen und gegen Juden aufhetzt, muss man sich über wachsenden Islamismus nicht wundern.</p>
<p>Was kommt als nächstes? In Frankreich und Belgien haben Islamisten bereits eigene Parteien gegründet. Auch in Deutschland ist dafür das Potenzial vorhanden. Zumindest wüsste man dann, woran man ist.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Muslimbrüder zerstören Deutschland von innen (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/12/19/muslimbruder-zerstoren-deutschland-von-innen-die-welt/</link>
<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 10:41:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/12/19/muslimbruder-zerstoren-deutschland-von-innen-die-welt/</guid>
<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt, 19. Dezember 2007
Die Muslimbruderschaft ist die Mutterorganisation des]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1474736/Muslimbrueder_zerstoeren_Deutschland_von_innen.html">Die Welt, 19. Dezember 2007</a></p>
<p><em>Die Muslimbruderschaft ist die Mutterorganisation des politischen Islams. Die radikal-islamische Vereinigung versucht, die Regierungen ihrer jeweiligen Heimatstaaten abzulösen und einen islamistischen Gottesstaat auf der Grundlage der Scharia zu errichten. Auch in Deutschland sind die Muslimbrüder aktiv.</em></p>
<p>Die Leitsätze der Muslimbrüderschaft (MB) zu Frauenrechten sind glasklar: Frauen und Männer sind zwar gleichwertig vor Gott, aber nicht gleichberechtigt auf Erden. Familienarbeit und das Mutterdasein seien im Leben einer Frau die wichtigste Aufgabe und das eigene Heim der angemessene Aufenthaltsort. Frauen seien aufgrund ihrer körperlichen Besonderheiten für viele Aufgaben ungeeignet, müssten sich Verschleiern, und der Mann dürfe eine aufmüpfige Frau, die auf gutes Zureden nicht reagiere, auch körperlich züchtigen.</p>
<p>Es gibt Ausnahmen von diesen goldenen Regeln. Gefragt, ob eine Frau unter bestimmten Umständen ihr Kopftuch abnehmen könne, antwortete der Rechtsgelehrte und Chefideologe der MB, Scheich Yusuf al-Qaradawi: Ja, sie dürfe ihren Schleier abnehmen. Allerdings nur, wenn sie sich der Tarnung wegen unter Israelis mischen wolle, um diese und sich selbst in die Luft zu sprengen. So sieht Emanzipation unter Islamisten aus.<!--more--></p>
<p>Ideologischer Treibsatz für Extremisten</p>
<p>Die MB propagiert aber nicht nur das Patriarchat, sondern ist vielmehr der ideologische Treibsatz für Extremisten und Terrororganisationen überall auf der Welt. Osama bin Ladens Stellvertreter Ayman al-Sawahiri war ebenfalls Mitglied der Muslimbruderschaft und forderte vergangenes Wochenende die Hamas, die als politisch-terroristischer Arm der MB in den Palästinensergebieten agiert, auf, jegliche politische Lösung der Palästina-Frage abzulehnen und den Dschihad solange fortzusetzen, bis sämtliches islamisches Land, von Tschetschenien bis Spanien, befreit und unter einem Kalifat vereint sei.</p>
<p>Ein Hamas-Sprecher teilte darauf hin zu den Friedensverhandlungen mit Israel mit, man werde eher weiterhin seine Söhne opfern als seine Prinzipien.</p>
<p>Ziel ist ein islamistischer Superstaat</p>
<p>Gegründet wurden die MB 1928 in Ägypten als Reaktion auf den Zusammenbruch des osmanischen Kalifats. Ziel ist die Errichtung eines weltweiten islamistischen Superstaates, regiert von einem Kalifen unter Anwendung der Scharia. Der Islam wird dabei als untrennbare Einheit von Religion und Politik definiert. "Der Islam ist die Lösung" lautet deshalb auch der Slogan der MB.</p>
<p>Während eines kürzlich stattgefundenen Gerichtsprozesses gegen die MB-nahe "Holy Land Foundation" in den USA tauchte ein Dokument auf, in dem die Strategie der MB für den Westen dargelegt wurde. Es gehe um einen "Gesellschafts-Dschihad", bei dem die westliche Zivilisation von innen heraus vernichtet werden solle. Und es sei die Pflicht eines Moslems, sich diesem Dschihad anzuschließen, wo immer der Gläubige sich auch befinde – bis Allahs Religion über alle anderen Religionen gesiegt habe.</p>
<p>Diese Gesellschafts-Dschihadisten gibt es auch bei uns. Die Muslimbrüder haben in Deutschland etwa 1300 Mitglieder, wobei die "Islamische Gemeinschaft Deutschland" (IGD) laut Verfassungsschutz als nationale deutsche Repräsentantin betrachtet werden kann.</p>
<p>Deren Vorsitzender Ibrahim el-Zaya war zuletzt dadurch aufgefallen, dass er im Mai diesen Jahres uneingeladen bei der Islamkonferenz von Innenminister Wolfgang Schäuble auftauchte. Zudem leitet er verschiedene dubiose Organisationen in Europa. Es ist unklar, ob el-Zayat selbst Mitglied der Muslimbruderschaft ist. Diese hatte ihn als solches geführt, worauf er eine Gegendarstellung veranlasste. Die MB titelte daraufhin auf ihrer Website: "Ibrahim el-Zayat sagt, er sei kein Mitglied der Muslimbrüder".</p>
<p>Muslimbrüder in Deutschland</p>
<p>Das Auftreten der "Islamische Gemeinschaft Deutschland" ist vielschichtig. In der Vergangenheit wurden etwa Vertreter der MB als Redner eingeladen, Mitglieder der MB waren und sind in der Organisation aktiv. In letzter Zeit appellierte die IGD, die auch Mitglied beim Zentralrat der Muslime ist, jedoch lautstark an ihre Mitglieder, sich in Deutschland zu integrieren.</p>
<p>Bei der diesjährigen Jahrestagung waren Frauen ohne Kopftuch anwesend, und der Versuch, Frauen und Männer in der Berliner Columbia Halle zu trennen, wurde irgendwann aufgegeben. Vielleicht sind dies Anzeichen dafür, dass neben der rethorischen auch eine tatsächliche Modernisierung der IGD stattfindet. Oder es ist der Versuch, im trojanischen Pferd den Gesellschafts-Dschihad, also die Islamisierung der Gesellschaft von innen heraus, zu betreiben.</p>
<p>Islamisten, auch die in Nadelstreifen, wollen totalitäre Gottesstaaten errichten und unterscheiden sich von islamistischen Terroristen häufig nur durch die Wahl ihrer Mittel. Deshalb ist es eine der wichtigsten Aufgaben, Alliierte von Gegnern unserer freiheitlichen Demokratie zu unterscheiden. Wo die Muslimbrüder stehen, ist klar. Aber wo steht die IGD?</p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Wenn Gefängnisse zu Terrorcamps werden (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/12/19/wenn-gefangnisse-zu-terrorcamps-werden-die-welt/</link>
<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 10:24:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/12/19/wenn-gefangnisse-zu-terrorcamps-werden-die-welt/</guid>
<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt, 12.Dezember 2007
Haftanstalten sollen die Allgemeinheit vor Straftäter]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1451750/Wenn_Gefaengnisse_zu_Terrorcamps_werden.html">Die Welt, 12.Dezember 2007</a></p>
<p><em>Haftanstalten sollen die Allgemeinheit vor Straftätern schützen und sie wieder fit machen für die Gesellschaft. Dass es mit letzterem nicht gut bestellt ist, ist bekannt. Dass Gefängnisse immer häufiger zu Brutstätten des Terrorismus werden ist ein bisher vernachlässigtes Problem.</em></p>
<p>In den USA und mehreren EU Staaten hat man in den vergangenen Jahren schmerzhaft erfahren müssen, dass man dem Innenleben der Vollzugsanstalten mehr Aufmerksamkeit schenken muss. In Kalifornien etwa gründete Kevin James (alias Shakyh Shahaab Murshid) 1997 im Staatsgefängnis von Sacramento seine eigene sunnitisch-islamistische Terrororganisation "Jam’iyyat Ul-Islam Is-Saheeh" (Wahrhaftige Versammlung des Islam).</p>
<p>James predigte seinen Anhängern, dass es ihre Pflicht sei, alle Feinde des Islam sowie Ungläubige zu bekämpfen. Er rekrutierte unter anderem den Mithäftling Levar Washington (alias Abdur Rahman) und beauftragte ihn, während dessen Bewährungszeit Ende 2004 nicht vorbestrafte Muslime anzuwerben und paramilitärisch auszubilden.<!--more--></p>
<p>Das FBI teilte nach den Festnahmen Mitte 2005 mit, das seit 9/11 keine andere islamistische Terrorgruppe in den USA so kurz vor der Umsetzung eines Anschlags gestanden hatte. Anschlagsziele waren Synagogen während des Yom Kippur Festes, die israelische Fluglinie El Al am Internationalen Flughafen Los Angeles und Rekrutierungsbüros der US Streitkräfte.</p>
<p>In vielen Ländern radikalisieren sich Muslime in Gefängnissen</p>
<p>In Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien ist das Problem der Radikalisierung von Muslimen in Gefängnissen allgegenwärtig. Der britische so genannte "Schuhbomber" Richard Reid etwa hatte während eines Transatlantik Fluges versucht, den in einem seiner Schuhe befindlichen Sprengstoff zu zünden. Muktar Said-Ibrahim war Anführer der Gruppe welche zwei Wochen nach den Anschlägen vom 7. Juli 2005 in London versuchte, ebenfalls mit Sprengsätzen in Bussen und U-Bahnen Menschenleben zu vernichten.</p>
<p>Und der Spanier José Emilio Suárez Trashorras beschaffte den Sprengstoff für die Anschläge auf die Madrider Pendlerzüge in 2004. Alle drei sind im Gefängnis zum Islam konvertiert oder haben sich dort radikalisiert. Untersuchungen in Frankreich und Großbritannien legen den Schluss nahe, dass es sich bei den bekannten Fällen nur um die Spitze des Eisberges handelt.</p>
<p>Während für manche Insassen die Entdeckung der Religion in der Haftzeit die Möglichkeit auf ein besseres Leben eröffnet, rekrutieren Islamisten, die meist nicht religiös ausgebildet sind, gezielt orientierungslose und Halt suchende Häftlinge. Der individualisierten, "kalten" Gesellschaft stellen sie eine brüderliche und elitäre Gemeinschaft gegenüber, die dem verhassten Westen den "Heiligen Krieg" erklärt.</p>
<p>Islamisten betrachten Gefängnisse als Rekrutierungspool</p>
<p>In Frankreich und Italien, wo laut Schätzungen etwa 50 Prozent bzw. 14 Prozent der Gefängnisinsassen Muslime sind, wird dem Thema schon länger große Aufmerksamkeit geschenkt. Eine gezielte Betreuung durch Imame, die einen moderaten Islam vermitteln, gibt es dort aber nicht.</p>
<p>Für Deutschland sind nur bedingt verlässliche Zahlen erhältlich. In den Justizvollzugsanstalten in Düsseldorf und Heilbronn sind 22 Prozent bzw. 20 Prozent Straftäter muslimischer Herkunft - in Freiburg sind es 11 Prozent. Schätzungen für ganz Deutschland sprechen von 5 Prozent, also etwa 3880 muslimischen Häftlingen.</p>
<p>Fakt ist, dass Gefängnisse von Islamisten als Rekrutierungspool gesehen werden. Um gegenzusteuern sollten deshalb moderate islamische Verbände und Gemeinden stärker in die Gefangenenbetreuung eingebunden werden. Dabei muss sichergestellt werden, dass diese nicht durch die Hintertür das Gedankengut etwa der Muslimbruderschaft, Tablighi Jamaat oder anderer, zwar nicht Gewalt befürwortender aber radikaler Gruppierungen verbreiten.</p>
<p>Für Politik und Sicherheitsbehörden bedeuten die Ereignisse in den USA, Frankreich, Großbritannien, Spanien und anderswo, dass sie sich stärker als bisher mit dem Phänomen der Radikalisierung in Gefängnissen, auch in deutschen, befassen müssen.<br />
Denn Gefängnisinsassen werden irgendwann entlassen. Dann zu reagieren kann heißen, zu spät zu kommen.</p>
]]></content:encoded>
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<item>
<title><![CDATA[Die ultimative Smart Bomb der Terroristen (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/11/22/die-ultimative-smart-bomb-der-terroristen-die-welt/</link>
<pubDate>Wed, 21 Nov 2007 22:26:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/11/22/die-ultimative-smart-bomb-der-terroristen-die-welt/</guid>
<description><![CDATA[Die Welt, 21.11.2007
Alexander Ritzmann
Zudem sichert ein Selbstmordanschlag breites Medieninteresse]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1383126/Die_ultimative_Smart_Bomb_der_Terroristen.html">Die Welt, 21.11.2007</a></p>
<p>Alexander Ritzmann</p>
<p>Zudem sichert ein Selbstmordanschlag breites Medieninteresse. Wegen der Diskussion über die Motivation des Attentäters (Warum opfert er sein Leben?) sind Selbstmordanschläge wichtiger Bestandteil psychologischer Kriegsführung. Der wahrgenommene Zufall (Es kann jeden treffen!) und die Unfähigkeit des Staates, die Terroristen zu stoppen, führen zu Hilflosigkeits- und Ohnmachtsgefühlen bei der Bevölkerung. Da der Attentäter sich selbst tötet, muss seine Organisation keinen Fluchtweg planen und keine Angst davor haben, dass er bei eventuellen Verhören Geheimnisse verrät. Und nicht zuletzt braucht man dazu nur einige Kilogramm Sprengstoff, Zünder, Batterie, Metallteile als Schrapnell sowie einen Ein-Aus-Schalter. Und natürlich einen Menschen.</p>
<p>Der wird in seinen Augen durch seine Tat zum Märtyrer oder Helden. Für islamistische Terroristen gibt es jede Menge Heilversprechen (Paradies, Platz neben Allah, 72 Jungfrauen, 70 reservierte Plätze für Familie und Freunde), während Selbstmordattentäter in säkularen Organisationen zu Helden werden, die dem Feind besonders verheerenden Schaden zugefügt haben und denen ein ewiges Andenken in Aussicht gestellt wird.<!--more--></p>
<p>Selbstmordattentäter haben kein einheitliches Profil. Es gibt viele arme und ungebildete Attentäter bei den Taliban und den tamilischen Tigern, aber mehrheitlich Universitätsabsolventen oder Angehörige der gesellschaftlichen Mittelschicht bei Hisbollah und Al Qaida. Islamistisch indoktriniert und aufwendig trainiert sind die „Shahids“ bei der Hamas, säkular und von der Strasse rekrutiert die „Helden“ bei der Fatah. Manche Attentäter sind beliebt in ihrer Community, andere ausgestoßen und isoliert. Einige sind Überzeugungstäter, wollen sich opfern für nationalistische Ziele oder ihre Religion – andere werden gezwungen oder mit dem Versprechen auf Sex mit Jungfrauen oder Geld und Anerkennung für Ihre Familie geködert.</p>
<p>.<br />
Einen Selbstmordanschlag zu verüben, ist meist eine rationale Entscheidung, die auf einer eigentümlichen Kosten-Nutzen-Abwägung basiert. Eine Rolle dabei spielen gefühlte wie tatsächliche Ungerechtigkeiten und Unterdrückung, eine politische oder politisch-religiöse Ideologie, aber auch Opferkult und Indoktrinierung. Hisbollah und Hamas etwa lassen schon die 5jährigen in Kindergärten und Schulen singen, dass es das Größte sei, sein Leben als Märtyrer für Allah zu opfern. Ihre Fernsehsender Al Manar TV, welcher auch in Deutschland frei zu empfangen ist, und Al Qasa TV preisen die Attentäter als Vorbilder für jedermann.</p>
<p>Langfristig kann nur eine gesellschaftliche und religiöse Ächtung von Selbstmordanschlägen erfolgreich sein. Kurzfristig hat sich als wirksam erwiesen, den Fahndungs- und Verfolgungsdruck auf die Finanzierer, Rekrutierer, Ausbilder und Bombenbauer zu erhöhen. Diese überlassen nämlich den Selbstmordattentätern gerne den Vortritt und haben es meist gar nicht eilig, aus dieser Welt zu scheiden.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie die Hisbollah Propaganda macht (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/11/07/wie-die-hisbollah-propaganda-macht/</link>
<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 20:35:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/11/07/wie-die-hisbollah-propaganda-macht/</guid>
<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt, 31.10.2007

Die libanesischen Extremisten haben einen eigenen Fernsehka]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1316244/Wie_die_Hisbollah_Propaganda_macht.html">Die Welt, 31.10.2007</a><br />
<em><br />
Die libanesischen Extremisten haben einen eigenen Fernsehkanal, al-Manar. Der ist in Deutschland frei empfangbar und verkündet krude Verschwörungstheorien und vor allem Hass gegen die USA und Israel. Die Bundesregierung gibt zu, dass al-Manar problematisch ist, unternimmt aber nichts.<br />
</em></p>
<p>„Die Juden, die haben unser Land angegriffen, Schweine, scheiß Juden“ sagt ein 14-Jähriger in die Kamera des TV Magazins „Polylux“. Das war im September letzten Jahres. Auf die Frage, woher er das denn habe, sagt er: „Aus dem Fernsehen!“ und ruft hinterher: „Al-Manar!“</p>
<p>Al-Manar ("Der Leuchtturm") ist der Fernsehsender der libanesischen Terrororganisation Hisbollah und in Deutschland frei empfangbar. Dort werden zwischen Nachrichten und Unterhaltungsshows Terroranschläge und Attentate als „Märtyrertum“ glorifiziert und hetzerische Hassreden des Hisbollah-Chefs Nasrallah übertragen. Häufiger Höhepunkt seiner Reden: „„Und jetzt rufen alle, was wir vom Imam Khomeini gelernt haben: Tod für Amerika!“ Und die Menge brüllt: „Tod für Amerika! Tod für Amerika!“. Während des Karikaturenstreits im Februar 2006 hatte Nasrallah über den Sender Muslime aufgefordert, sich zu „opfern“, um die Ehre des Propheten zu verteidigen.<!--more--></p>
<p>Mütter von Selbstmordattentätern erzählen auf al-Manar vom Glück über den „Märtyrertod“ ihres Sohnes und erhoffen dieses Ende auch für ihre anderen Söhne.</p>
<p>Und in der Übertragung aus einer von der Hisbollah betriebenen Schule singen 6-jährige Jungen aus voller Kehle mit stolzgeschwellter Brust: „Wir sind die Hisbollah, wir werden unser Leben für Allah opfern“.</p>
<p>"Wichtiges Leitmedium" vor allem für Schiiten</p>
<p>Zudem verbreitet al-Manar Verschwörungstheorien, angefangen von der angeblichen jüdischen Weltherrschaft bis zu der Behauptung, dass am 11. September 2001 viertausend Juden, vom israelischen Geheimdienst Mossad gewarnt, nicht zur Arbeit im World Trade Center erschienen seien.<br />
Ein Verfassungsschutzbericht spricht davon, dass „vor allem für schiitische Islamisten „al-Manar“ auch in Deutschland ein wichtiges Leitmedium“ darstelle. Seit dem angeblich „göttlichen Sieg“ der Hisbollah gegen Israel im Sommer letzten Jahres ist er auch bei sunnitischen Islamisten populär.<br />
Den Recherchen des TV Magazins "Monitor" zufolge erfreut sich das Programm sogar bei vielen als gut integriert geltenden Einwandererfamilien großer Beliebtheit.</p>
<p>Frankreich und Spanien haben den Sender verbannt</p>
<p>Zu al-Manar befragt, stellt die Bundesregierung fest, es sei „nicht auszuschließen, dass islamistische Propaganda eine Radikalisierung der islamistischen Szene in Deutschland (...) bewirken oder verstärken kann.“ Nicht auszuschließen also.<br />
Und ein Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages erklärte vor einigen Monaten, dass al-Manar natürlich problematisch sei; ebenso sei jedoch verurteilenswert, dass italienische Pornosender nach Afghanistan hinein senden. Auf Nachfrage schob er nach, zumindest al-Manar noch nie geschaut zu haben.<br />
In den USA, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Australien hat man das Problem erkannt. Auf Initiative der "Coalition Against Terrorist Media", einem Zusammenschluss verschiedener Organisationen und Personen - Muslime, Christen, Juden und Säkulare - wurde erreicht, dass al-Manar mittlerweile nicht mehr über dortige Satelliten empfangen werden kann.<br />
Hier sind die Grenzen der Meinungsfreiheit erreicht: Antisemitismus, Hetzpropaganda und der permanente Aufruf zum Mord haben mit diesem Kernprinzip der Demokratie nichts zu tun.</p>
<p>Gespräche mit Ägypten und Saudi-Arabien nötig</p>
<p>Al-Manar sendet jedoch weiterhin nach Deutschland und in weite Teile Europas. Die Satelliten Arabsat und Nilsat, über die der „Leuchtturm“ hier zu empfangen ist, befinden sich in ägyptischem beziehungsweise saudischem Staatseigentum. Ansprechpartner wären somit die Regierungen dieser Länder.</p>
<p>Die Bundesregierung hatte im Januar 2007 angekündigt, ihre EU- Ratspräsidentschaft und den G8-Vorsitz zu nutzen, um mit Ägypten und Saudi Arabien über einen Sendestopp nach Deutschland zu sprechen. Geschehen ist nichts.</p>
<p>Die Macher von al-Manar sagen über ihr Programm, es sei "das wahre Spiegelbild dessen, was jeder Muslim und Araber denkt und glaubt".</p>
<p>Das ist offensichtlich falsch. Damit das so bleibt, darf dieser Leuchtturm des Hasses nicht länger nach Deutschland strahlen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Warum Abitur nicht vor Terrorismus schützt (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/10/26/warum-abitur-nicht-vor-terrorismus-schutzt/</link>
<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 19:41:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/10/26/warum-abitur-nicht-vor-terrorismus-schutzt/</guid>
<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt 24.10.2007
Die These hält sich hartnäckig, dennoch ist sie falsch. Arm]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann<br />
<a href="http://www.welt.de/politik/article1292166/Warum_Abitur_nicht_vor_Terrorismus_schuetzt.html">Die Welt 24.10.2007</a></p>
<p><em>Die These hält sich hartnäckig, dennoch ist sie falsch. Armut und ein Mangel an Bildung sind nicht die Ursache für Terrorismus. Im Gegenteil, die meisten Terroristen sind überdurchschnittlich gebildet. Leider führt die falsche Annahme häufig auch zu falscher Politik.<br />
</em></p>
<p>Was haben George W. Bush, Oskar Lafontaine, Al Gore und Gerhard Schröder gemeinsam? Sie alle glauben, dass Armut und Mangel an Bildung ursächlich für Terrorismus sind. Und sie alle liegen falsch.<br />
Der aufmerksame Beobachter mag mit Blick auf die Professoren- und Pfarrerskinder der RAF bereits geahnt haben, dass Reihenhaus und Abitur nicht vor den Verlockungen des Terrorismus schützen.<!--more--></p>
<p>Gerade in den USA hält sich aber hartnäckig die These, es gebe einen Zusammenhang zwischen individueller wirtschaftlicher Situation und der Anfälligkeit zum Terrorismus. Heimatschutzminister Michael Chertoff etwa wird mit der Aussage zitiert, die Anschläge in London vor zwei Jahren hätten gezeigt, dass Europa mit seinen Muslimen besondere Probleme hätte. In den USA seien Muslime generell besser integriert, deshalb spiele der „home grown“ Terrorismus kaum eine Rolle.</p>
<p>Die Mehrheit der Terroristen ist überdurchschnittlich gebildet</p>
<p>Die gute Nachricht für die Amerikaner ist, dass Muslime in den USA tatsächlich besser integriert sind. Und natürlich will die übergroße Mehrheit der amerikanischen Muslime, wie auch die der deutschen, britischen, spanischen usw. einen guten Job und eine bessere Zukunft für ihre Kinder.<br />
Die schlechte Nachricht ist jedoch, dass Terrorismusforscher wie Marc Sageman, Edwin Bakker, Alan Krueger und Robert Leiken belegen, dass islamistische Terroristen mehrheitlich überdurchschnittlich gebildet sind und aus der gesellschaftlichen Mittelschicht stammen. Also genau so sind wie die Mehrheit der amerikanischen Muslime.<br />
So bestand die Hamburger Zelle der Al Qaida um Mohammad Atta größtenteils aus Studenten, die über Stipendien versorgt waren. Die vier Attentäter, die 2005 die Anschläge in London verübten, entstammten der britischen Mittelschicht. Und die Kofferbomber, die im letzten Jahr Bahngäste töten wollten, um die Beleidigung ihres Propheten zu rächen, waren Ingenieursstudenten und wie die deutschen Terrorverdächtigen Fritz G. und Daniel S. Söhne aus gutem Hause.</p>
<p>Auch die als „Ärzte des Terrors“ bekannt gewordene Gruppe von Medizinern, die im Juni des Jahres Autobomben vor Nachtclubs in London und dem Glasgower Flughafen zünden wollten, widerlegen die Unterschichtsthese.<br />
In den USA sieh es ähnlich aus. Die „Lackawanna Gruppe“ etwa bestand aus Fussball spielenden all-american Teenagern, die wegen der Unterstützung von Al Qaida - inklusive Aufenthalt im Terror-Trainingscamp - zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Im Mai 2007 verhaftete das FBI sechs Männer, die vorhatten, die Basis der US Army Fort Dix mit Raketenwerfern und Maschinengewehren zu stürmen, um möglichst viele Soldaten und Zivilbedienstete zu töten. Zwei der Tatverdächtigen waren Inhaber eines mittelständischen Handwerksbetriebs, andere arbeiteten im Dienstleistungssektor.<br />
Weitere vereitelte Anschläge in den letzten Jahren hatten z.B den John F. Kennedy Flughafen und die U-Bahn in New York City, den internationalen Flughafen von Los Angeles und die Sears Towers in Chicago zum Ziel.</p>
<p>Falsche These führt zu falscher Politik</p>
<p>Einer Umfrage des Pew Institutes vom Mai diesen Jahres zufolge waren 36 % der amerikanischen Muslime sehr über den wachsenden Islamismus in den USA besorgt. Andererseits sagten 13 % der Befragten, dass Selbstmordanschläge berechtigt sein können, um den Islam zu verteidigen. Und 5 % hatten gar eine positive Meinung von Al Qaida.<br />
Selbst wenn also 95% der amerikanischen Muslime amerikanische Patrioten sind, bleiben genügend Islamisten übrig, die sich aus einem kruden Gemisch an Gründen dem Dschihad anschließen wollen.<br />
Das Beharren auf der These, dass persönliche Armut und Bildungsmangel die Ursachen für Terrorismus seien, darf nicht dazu führen, dass sich die amerikanische Innenpolitik auf Einreisebeschränkungen für pakistanischstämmige Briten oder die Befestigung der Grenze zu Mexiko konzentriert. Sonst könnte aus dem amerikanischen Traum schnell ein Alptraum werden.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das verlorene Paradies von al-Qaida (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/10/17/das-verlorene-paradies-von-al-qaida-die-welt/</link>
<pubDate>Wed, 17 Oct 2007 12:16:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/10/17/das-verlorene-paradies-von-al-qaida-die-welt/</guid>
<description><![CDATA[Die Welt, 16.10.2007
Alexander Ritzmann

Jeder Muslim hat laut al-Qaida die Pflicht, Andalusien zur]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1270596/Das_verlorene_Paradies_von_al-Qaida.html">Die Welt, 16.10.2007</a></p>
<p>Alexander Ritzmann<br />
<em><br />
Jeder Muslim hat laut al-Qaida die Pflicht, Andalusien zurückzuerobern. Das Land gilt seit dem 15. Jahrhundert als gestohlener islamischer Boden. Aber nicht nur Südspanien, fast ganz Südeuropa steht auf der Wunschliste der Dschihadisten.</em></p>
<p>Andalusien ist ein wahres Paradies. Man kann Ski fahren, surfen, golfen, jagen, fischen, wandern – von den historischen Sehenswürdigkeiten gar nicht zu sprechen. Städte wie Málaga, Sevilla, Granada und Córdoba lassen viele sehnsuchtsvoll in Richtung Südspanien blicken.<br />
Dies gilt auch für al-Qaida, die palästinensische Hamas und andere Dschihadisten, denn Andalusien ist für sie das verloren gegangene Paradies. Knapp 800 Jahre herrschten dort die Mauren, bis sie 1492 vertrieben wurden. Für Dschihadisten gehört Al Ándalus – wie Jerusalem - zum Kalifat, das sie wiederherstellen wollen.</p>
<p>Rückeroberung Andalusiens ist Pflicht der Muslime</p>
<p>Der Vizechef der al-Qaida, Al-Zawahiri, hat vor wenigen Wochen noch einmal explizit darauf hingewiesen, dass es die Pflicht aller Muslime sei, Andalusien zurückzuerobern. Und bereits 1994 hatte Osama bin Laden an den Großmufti von Saudi Arabien geschrieben, dass das „Banner Allahs wieder über dem gestohlenen islamischen Boden, von Palästina bis Al Ándalus, gehisst werden soll“.<!--more--></p>
<p>Die palästinensische Hamas, die sich ansonsten auf die Vernichtung Israels und die Errichtung eines Gottesstaates konzentriert, schielt ebenfalls mit einem Auge auf den Süden Spaniens. In ihrem für Minderjährige gedachten, über das Internet verbreiteten Magazin „Al-Fateh“ (der Eroberer) werden zwar hauptsächlich Dschihad und Märtyrertum kindgerecht glorifiziert.<br />
In Ausgabe 66, erschienen 2005, aber wendet sich die Stadt Sevilla an die Kinder: "Ich wünsche mir, dass Ihr, meine Freunde, mich auffordert, mit den restlichen Städten des verlorenen Paradieses in die Hände der Muslime zurückzukehren.“<br />
Illustriert ist der Artikel mit einem Bild Madrids nach den Anschlägen vom 11. März 2004. An jenem Morgen wurden zwischen 7.39 Uhr und 7.42 Uhr durch zehn Sprengsätze in Pendlerzügen 191 Menschen getötet, 2051 wurden verletzt. Die „Islamische Kampfgruppe Marokkos “, ein Ableger von al-Qaida, bekannte sich zu den Anschlägen.</p>
<p>Anschläge auch nach dem 11. März 2004</p>
<p>Diese fanden drei Tage vor den Parlamentswahlen statt und hatten zum Ziel, Spanien zum Abzug seiner 1.300 Soldaten aus dem Irak zu bewegen. Die konservative Regierung Aznar wurde daraufhin abgewählt und der Sozialist José-Luis Rodriguez Zapatero erfüllte sein Wahlversprechen und zog alle spanischen Soldaten aus dem Irak ab. Trotzdem hat es seit 2004 mehrere vereitelte Anschläge, etwa auf den Nationalen Gerichtshof, die Zentrale der konservaiven Volkspartei und einen Madrider Bahnhof gegeben. Der Versuch al-Qaida durch einige Fleischbrocken zu besänftigen ist gescheitert. Sie will das ganze Stück.<br />
Offiziell der al-Qaida angeschlossen hat sich die algerische „Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf“ (GSPC), die die säkulare algerische Republik durch einen Gottesstaat ersetzen will. Diese nun als „al-Qaida im islamischen Maghreb“ auftretende Organisation hat ihr Augenmerk im März diesen Jahres offiziell auf „die Befreiung der islamischen Erde von Jerusalem bis nach Al Ándalus“ gerichtet. Die GSPC war es übrigens auch, die im Dezember 2000 von Frankfurt am Main aus einen Anschlag auf den Straßburger Dom und den dortigen Weihnachtsmarkt verüben wollte.</p>
<p>Für Dschihadisten ist Al Ándalus nicht nur wesentlicher Bestandteil des vergangenen „goldenen Zeitalters“, als Kalifen von Andalusien bis Indien herrschten. Vielmehr wird jeder Quadratmeter Land, der jemals von Muslimen erobert wurde, als göttliches Geschenk betrachtet. Und über Allahs Geschenke können Heilige Krieger nicht mit Ungläubigen verhandeln.</p>
<p>Da zum historischen Al Ándalus auch Südfrankreich und Portugal gehören und Sardinien, Sizilien, Süditalien, Griechenland, Ungarn und große Teile des Balkans teils für Jahrhunderte unter muslimischer Herrschaft standen, steht fast ganz Südeuropa auf der Wunschliste der Dschihadisten.<br />
Die Eroberung von Al Ándalus ist fester Bestandteil der salafistischen Ideologie, hat aber keine Eile. Al-Qaidas aktueller Aufruf hat eher das Ziel, neue Rekruten zu werben. Noch also ist dieses Paradies für uns nicht verloren.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Töten im Auftrag der "Partei Gottes" (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/10/10/toten-im-auftrag-der-partei-gottes-die-welt/</link>
<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 16:52:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
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<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt 10. Oktober 2007
Die Hisbollah steht hierzulande unter Beobachtung des V]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann<br />
<a href="http://www.welt.de/politik/article1247545/Toeten_im_Auftrag_der_Partei_Gottes.html">Die Welt 10. Oktober 2007</a></p>
<p><em>Die Hisbollah steht hierzulande unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Ihre etwa 900 Mitglieder in Deutschland sind gewaltbereite, aber unauffällige Schläfer. Gerade der Atomstreit mit Iran könnte die ursprünglich iranische Organisation für Deutschland gefährlich machen. Unternommen wird jedoch nichts.</em></p>
<p>Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 suchte man in Deutschland hektisch nach Schläfern, also sich unauffällig und legal verhaltenden Terroristen, die auf Kommando zuschlagen. Nachdem 8,4 Millionen Datensätze gerastert waren, teilten die Sicherheitsbehörden mit, dass keine weiteren Schläfer gefunden wurden.</p>
<p>Dabei hätte ein Blick in die jährlichen Verfassungsschutzberichte gezeigt, dass es in Deutschland ganze Vereine von Schläfern gibt. Einer davon hat 900 Mitglieder, arbeitet laut Verfassungsschutz mit seiner „gewaltsamen Strategie gegen den Gedanken der Völkerverständigung“ und hat in Deutschland "zwischenzeitlich anschlagfähige Netzwerke“ entwickelt.<!--more--></p>
<p>Es handelt sich hierbei um die deutsche Außenstelle der libanesischen Hisbollah ("Partei Gottes"), jener vor 25 Jahren im Auftrag des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Khomeini gegründeten Terrororganisation, die im Libanon einen Gottesstaat nach iranischem Vorbild errichten und den Staat Israel vernichten will. Von ihr geht auch eine Gefahr für Deutschland aus, gerade im Zusammenhang mit dem sich immer weiter verschärfenden Atomstreit mit dem Iran.</p>
<p>Killerkommandos überall in Europa aktiv</p>
<p>Warum? Konzentrieren sich die Angriffe der Hisbollah nicht auf die Ungläubigen im Nahen Osten? Nicht nach Auffassung des französischen Richters Gilles Boulouque, des argentinischen Bundesrichters José Galeano und des Berliner Kammergerichts. Ihnen zufolge hat die Hisbollah in den letzten 20 Jahren mindestens dreimal außerhalb Libanons als Auftragskiller für den Iran fungiert.</p>
<p>So wurden bei Anschlägen auf Einkaufszentren und Bahnhöfe in Paris 1985 13 Menschen getötet und 40 verletzt. Richter Boulouque identifizierte damals 17 Hisbollah-Mitglieder als Teil des Terrornetzwerkes. 1994 fuhr laut Richter Galeano ein Selbstmordattentäter der Hisbollah einen mit Sprengstoff beladenen Kleinlaster in das jüdische Kulturzentrum AMIA in Buenos Aires. 89 Menschen starben, mehrere Hundert wurden verletzt.</p>
<p>Und nach Auffassung der Berliner Richter ermordeten 1992 drei Hisbollah-Mitglieder und ein iranischer Geheimdienstler vier kurdisch-iranische Oppositionspolitiker und deren Dolmetscher im Berliner Restaurant "Mykonos“. Der Wirt und ein Gast wurden schwer verletzt. Zudem wird der Hisbollah vorgeworfen, außerhalb Libanons ein weiteres halbes Dutzend Anschläge verübt zu haben haben.</p>
<p>Hetze gegen Israel</p>
<p>Wie passt das zum Profil der selbsternannten Widerstandsorganisation? Zunächst ist Hisbollahs Widerstand selektiv, denn er richtet sich gegen "das zionistische Gebilde“ und die mit dem Ziel „Gottesstaat“ nicht vereinbare westliche Präsenz im Libanon.<br />
Mit der 30-jährigen Besetzung durch Syrien hatte die Partei Gottes nie ein Problem. Vielmehr wird sie bis heute von Damaskus mit Waffen und Geld unterstützt. Die Finanzierung durch den Iran und Syrien ermöglicht der Hisbollah ein soziales und politisches Engagement, welches zu einem breiten Rückhalt in der Bevölkerung Südlibanons geführt hat. Jeder Unterstützer der Hisbollah erhält etwa kostenlose Gesundheits- und Bildungsleistungen sowie Arbeitsplätze angeboten.</p>
<p>In Deutschland trat die Hisbollah erstmals 1987 in Erscheinung, als die Brüder Hamadi am Frankfurter Flughafen wegen des Besitzes von Flüssigsprengstoff beziehungsweise wegen Mordes und Entführung festgenommen wurden. Um sie freizupressen, wurden die Deutschen Rudolf Cordes, Alfred Schmidt, Heinrich Strübig und Thomas Kemptner gekidnappt. Strübig und Kemptner verbrachten, im Dunkeln aneinander gekettet, 1128 Tage in Geiselhaft.</p>
<p>Zweimal, 1989 und 2003, wurde bekannt, dass die Hisbollah israelische, jüdische und amerikanische Einrichtungen in Deutschland als Anschlagsziele hatte ausspähen lassen.</p>
<p>Hisbollah sammelt Spenden in Deutschland</p>
<p>1997 rekrutierte sie den deutschen Konvertiten Stefan S., der einen Anschlag in Israel verüben sollte. Er sagte während seiner Haftzeit in Israel, dass es für ihn "eine Ehre sei, in den Tod zu gehen, für den Islam, für Allah“. Die Hisbollah handelte seine vorzeitige Freilassung im Ramen eines Gefangenenaustausches aus.</p>
<p>Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah hatte zwar im Nachgang des 11. Septembers 2001 angeordnet, sich in Deutschland gesetzeskonform zu verhalten, um keine Angriffsfläche für staatliche Maßnahmen zu bieten.<br />
Dies aber nutzte einem Hisbollah Mitglied nichts, das im Dezember 2004 aus Deutschland abgeschoben wurde, weil das Verwaltungsgericht Düsseldorf feststellte, "dass der Betroffene einer Vereinigung angehört, die den internationalen Terrorismus unterstütze“. Seitdem arbeitet die Hizbollah aber ungestört weiter. Aktuell liegt der Schwerpunkt der Hisbollah in Deutschland im Sammeln von Geldern.<br />
Hisbollah gibt Hörigkeit gegenüber dem Iran zu</p>
<p>Zudem ist ihre Mitgliedschaft seit 2003 um 12 Prozent angewachsen, was auch ihrem in Deutschland frei empfangbaren Fernsehsender "al Manar“ zuzuschreiben ist. Dort werden bereits Kleinkinder mit Parolen aufgehetzt und mit Hass auf Israel und den Westen indoktriniert. Selbstmordanschläge werden als Märtyrertaten gefeiert, und es wird betont, dass die Familien der toten Selbstmordattentäter mit Geldern großzügig unterstützt werden.<br />
Der hier ansässige Verein "Waisenkinderprojekt Libanon e.V.“ etwa kümmert sich um Hinterbliebene von Hisbollah-Kämpfern und Selbstmordattentätern. Spenden, die in dieses "Sozialprojekt“ fließen, machen anderes Geld für Waffenkäufe frei.</p>
<p>Die Hisbollah erklärte im April 2007 erstmals öffentlich, dass ihre Abhängigkeit vom Iran soweit geht, dass alle Selbstmordattentate, Entführungen und Raketenangriffe einer Genehmigung durch den "geistlichen Führer“ Ayatollah Khamenei in Teheran bedürfen.</p>
<p>Der Verfassungsschutz bemerkt dazu, dass "gerade vor dem Hintergrund der antiisraelischen und antisemitischen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad die in Deutschland lebenden Anhänger der Hizbollah weiterhin im Fokus der Sicherheitsbehörden stehen.“ Von den Anhängern gehe aber deshalb "gegenwärtig keine konkrete Gefahr aus, da diese sich der Aufforderung der Beiruter Zentrale folgend weitgehend gesetzeskonform verhalten“.</p>
<p>Eine international erfahrene und schlagkräftige Gruppe</p>
<p>Und genau hier liegt das Problem. Im Gegensatz zu den zwar hoch motivierten aber letzen Endes unfähigen "home grown“ Terroristen a lá Fritz G. und Daniel S. handelt es sich bei der Hizbollah um eine international erfahrene und schlagkräftige Terrororganisation. Ob es bei einer weiteren Verschärfung des Atomstreits zu Anschlägen in Deutschland kommen wird, entscheidet der Ajatollah Khamenei.</p>
<p>Der Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, ansonsten nicht als Schlafmütze bekannt, hat bereits heute die Möglichkeit, durch Vereinsverbote und Ausweisungen Strukturen der Hisbollah zu zerschlagen oder deren Aktivitäten zumindest deutlich zu erschweren. Dies ist keine Garantie, dass es hier nicht zu einem Anschlag kommt. Die Augen vor dieser Bedrohung zu verschließen, schützt uns aber erst recht nicht.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie wird ein Mensch zum Heiligen Krieger? (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/10/06/wie-wird-ein-mensch-zum-heiligen-krieger-die-welt/</link>
<pubDate>Sat, 06 Oct 2007 21:26:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
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<description><![CDATA[Alexander Ritzmann
Die Welt, 3. Oktober 2007

Das Phänomen, dass in Deutschland aufgewachsene junge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Ritzmann<br />
<a href="http://www.welt.de/politik/article1232257/Wie_wird_ein_Mensch_zum_Heiligen_Krieger.html">Die Welt, 3. Oktober 2007</a></p>
<p><em><br />
Das Phänomen, dass in Deutschland aufgewachsene junge Leute zu radikalen Islamisten werden, ist nicht neu. Die Wandlung zum gewalttätigen Kämpfer im Dschihad wird eher nachvollziehbar, wenn man betrachtet, was es im Gegenzug gibt: Zusammengehörigkeit, klare Strukturen und grandiose Aussichten im Jenseits.</em></p>
<p>Fritz und Daniel also. Nicht die Anderen, die Fremden, sondern unsere Jungs aus Ulm und Neunkirchen wollten Anschläge in Deutschland verüben. Wie konnte das passieren? Innenminister Schäuble kommentierte sinngemäß: Wer hier aufwachse müsse doch eigentlich immun gegen Radikalisierung sein. Wirklich? Wir Deutsche sind ja für einiges bekannt, eine besondere Immunität gegenüber totalitären Ideologien zählt sicher nicht dazu. Zudem tummeln sich deutsche Heilige Krieger schon seit über 10 Jahren auf den Schlachtfeldern des Dschihad.</p>
<p>Stefan Smyrek aus Detmold etwa wurde 1997 von der libanesischen Hisbollah in Deutschland rekrutiert, in Beirut zum Terroristen ausgebildet und dann am Flughafen Tel Aviv festgenommen. Christian Ganczarski aus Duisburg zog 1999 samt Frau und vier Kindern ins al-Qaida Camp nach Afghanistan und war in den Anschlag auf mehrheitlich deutsche Touristen im tunesischen Djerba verwickelt. Frank Fischer aus Blaubeuren starb 2003 als Dschihadist in Tschetschenien, die Konvertitin Sonja B. aus Berlin hatte im Frühjahr 2006 vor, samt ihrem zweijährigen Sohn Abdullah zu einem Selbstmordattentat in den Irak aufzubrechen. Ein Blick über den Tellerrand zeigt zudem, dass neben deutschen Konvertiten auch Belgier, Franzosen, Dänen, Niederländer, Rumänen, Australier, Jamaikaner und Amerikaner eben nicht immun gegen die Ideologie des Dschihad sind.<!--more--></p>
<p>Al-Qaida, Hisbollah und andere sind nicht auf den Kopf gefallen und haben Konvertiten als Mittel gegen das „Profiling“ der Sicherheitsbehörden gezielt rekrutiert. Hierbei handelt es sich um eine zahlenmäßig verschwindend kleine, jedoch gefährliche Gruppe.<br />
Pauschale Vedächtigungen sind gefährlich<br />
Wie bisher muss es im Einzelfall zu Überwachungsmaßnahmen kommen. Wer jedoch mit pauschalen Verdächtigungen hantiert, muss sich nur den integrationspolitischen Kollateralschaden der „Kopftuchdebatte“ vor Augen führen. Nach „Unter jedem Kopftuch eine Fundamentalistin!“ sollten wir uns „Jeder Konvertit ist ein Sicherheitsrisiko!“ schon im eigenen Interesse ersparen.</p>
<p>Warum wird man also Dschihadist?<br />
Der Leistungskatalog des Dschihad ist beeindruckend. Wer vom Muslim zum Islamisten und dann zum Dschihadisten mutiert, egal ob Konvertit oder nicht, findet sich unmittelbar in einer Gruppe wieder, die sich als Elite versteht. Dort wird man als Bruder, zunehmend auch als Schwester, aufgenommen, umsorgt und akzeptiert. Als Dschihadist kämpft man für etwas, das größer ist als man selbst, man lebt ein Leben frei von Zweifeln, kennt die eine Wahrheit und weiß, wer Freund und wer Feind ist. Durch die vollständige Unterwerfung unter die Ideologie bekommt der Dschihadist ein neues Leben geschenkt.</p>
<p>Im Paradies gleich 40 Plätze reservieren<br />
Und er befindet sich in einer persönlichen Win-Win-Situation. Es gibt nämlich nur zwei Szenarien: Entweder die Heiligen Krieger des Islam besiegen die Ungläubigen und erschaffen dabei ein neues Kalifat beziehungsweise exportieren die iranische Revolution. Oder sie sterben auf dem Weg dorthin und werden zu Märtyrern. Dann sind ihnen ein Sitz neben Allah und 72 Jungfrauen sicher. Auf weibliche Dschihadistas wartet der Traummann im Himmel. Märtyrer sind keine Egoisten, sondern reservieren durch ihren Tod mehr als 40 Plätze für Familie und Freunde. Bei diesem Angebot kann man froh sein, dass es nicht viel mehr blonde und blauäugige Jihadisten gibt. Die Terroristen von der RAF haben für deutlich weniger getötet. Und deutsche Neonazis jagen Ausländer und erschlagen sie ohne göttliche Heilsversprechen.<br />
Wer wird nun Heiliger Krieger?<br />
Studien, die sich mit dem Profil westlicher „home grown“ Dschihadisten befassen, kommen zu dem Schluss, dass es eben kein einheitliches Profil gibt. Die meisten Heiligen Krieger allerdings kommen aus der gesellschaftlichen Mittelschicht, sind gebildet und haben, objektiv gesehen, vielversprechende Zukunftsaussichten.<br />
Das Internet hilft beim Zugehörigkeitsgefühl<br />
Die Radikalisierung selbst findet meist im Freundes- oder Familienkreis, immer seltener durch „Hassprediger“, statt. Gruppenerlebnisse - Camping in abgelegenen Gegenden ist beliebt - führen zur Bildung einer eingeschworenen Gemeinschaft. Das Internet liefert sowohl Zugang zur Ideologie als auch das Gefühl, Teil einer weltweiten Bewegung zu sein.</p>
<p>Manche der Dschihadisten sind Scheidungskinder, fühlen sich identitätslos, gedemütigt, ausgegrenzt, hatten einen Todesfall in der Familie oder Probleme im Studium. Andere solidarisieren sich mit dem Schicksal von Muslimen im Nahen Osten oder sehen den Islam durch den Westen bedroht. Dies alles greift aber als Erklärungsgrundlage schon deshalb zu kurz, weil 99,99% der Betroffenen eben nicht Erlösung im Dschihad suchen. Einige Beobachter meinen, es handle sich eben um labile Persönlichkeiten, die Halt und feste Strukturen suchen. Daniel und Fritz hätten demnach genauso gut Neonazis werden können. Diverse Studien kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass Terroristen, islamistisch oder nicht, keineswegs psychisch labil oder gar geisteskrank seien.<br />
Darüber, was genau die geheime Zutat ist, die aus Muslimen Islamisten und dann Dschihadisten macht, herrscht bei der Terrorismusforschern also weiter Uneinigkeit. Weitere Vorschläge sind willkommen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[The Fairytale of the Poor and Angry Terrorists (AICGS Advisor)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/05/26/the-fairytale-of-the-poor-and-angry-terrorists-aicgs-advisor/</link>
<pubDate>Sat, 26 May 2007 07:30:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/05/26/the-fairytale-of-the-poor-and-angry-terrorists-aicgs-advisor/</guid>
<description><![CDATA[By Alexander Ritzmann. This essay appeared in the May 25, 2007, AICGS Advisor.
The recently foiled a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>By Alexander Ritzmann. This essay appeared in the May 25, 2007, <a href="http://www.aicgs.org/analysis/c/ritzmann052507.aspx">AICGS Advisor</a>.</p>
<p>The recently foiled attacks on the Fort Dix military base in New Jersey by Islamist terrorists shook up a popular fairytale repeated by many in the United States: that Islamist terrorists (jihadis) are supposedly poor and angry. Many of Europe's Muslims are socio-economically lower class. Some are also angry, and so "homegrown terrorism" is in fact a European problem. In contrast, because Muslims in the U.S. are more prosperous and better integrated, Americans have nothing to fear.</p>
<p>The good news first: Muslims in the U.S. are generally better integrated, well educated and have a higher per capita income than the average American.  The vast majority of these Muslims are law-abiding, peaceful and dedicated to building a good life for themselves and their children.</p>
<p>The bad news from Europe comes from studies analyzing the backgrounds of global and European jihadis which conclude that there is no pattern of a "socio-economically marginalized angry Muslim." On the contrary, after examining 172 global Salafi jihadis, Marc Sageman from the Center for Strategic and International Studies in Washington, D.C., concludes that the stereotype of a terrorist as poor, angry and fanatically religious is a myth. In his book "Understanding Terror Networks" (2004), he shows that the jihadi terrorists were generally middle-class, educated young men from caring and religious families who grew up with strong positive values of religion, spirituality, and concern for their communities.<!--more--></p>
<p>In addition, Edwin Bakker of the Clingendael Institute in Holland produced a study titled "Jihadi Terrorists in Europe" (December 2006) which analyzed the socio-economic data of seventy-two jihadis in Europe and showed that almost 50 percent were upper or middle class. For example, the 9/11 Hamburg cell students were provided with stipends. Similarly, three of the four 7/7 London bombers were middle class and the terrorists who bombed the trains in Madrid in 2004 had various socio-economical backgrounds. Finally, the 2006 "suitcase bombers" in Germany were engineering students with good job prospects.</p>
<p>Certainly, there are many jobless or alienated immigrant youth in Europe. Some, like those in France, have started riots, burning their own neighborhoods. But as the empirical data show, they are unlikely to be involved in sophisticated terrorist attacks.</p>
<p>New evidence recently presented in Great Britain reveals that the London 7/7 suicide bombers as well as the related "fertilizer bomb" group, whose members were sentenced two weeks ago, had ties to Al Qaeda. The terrorists from Madrid had a similar profile. Wills left by suicide bombers and testimonials made during trials show that many European jihadis, related to Al Qaeda or not, see themselves as soldiers defending Islam against the West.</p>
<p>They have adopted the Salafi ideology and identify with the destiny of fellow Muslims, mostly in Muslim countries. They are not fighting for better living conditions in Great Britain, Spain or Germany but want to take revenge on those they see as responsible for what they consider as attacks against the global Muslim nation, or Umma. Or they want to join the Fatah, the offensive side of jihad, to reestablish the Caliphate, an ultra-religious super state in the Middle East, as well as in parts of Spain, France and Eastern Europe.</p>
<p>In comparison to Europe, the U.S. has a much more integrated Muslim population, which is undoubtedly a security asset. Nevertheless, the theory that the U.S. is facing a significantly lower threat level of "home grown terrorism" is difficult to support. Robert Leiken and Steven Brook from the Nixon Center in Washington D.C., conclude in their 2006 study "The Quantitative Analysis of Terrorism and Immigration" that the U.S. has served as a host country to 93 (25 percent of an analyzed sample) of 373 jihadis worldwide. Forty-two of those were U.S. citizens.</p>
<p>For example, the so-called Lackawanna group in upstate New York included six men sentenced for providing material support to Al Qaeda in 2001. They are U.S. citizens of Yemeni background and were all-American teenagers who played soccer together and enjoyed going to parties. In 2005, California federal authorities announced indictments against the head of an Islamist prison gang and three Los Angeles men suspected to be involved in a terrorist plot to attack synagogues, National Guard facilities and Los Angeles International Airport. A 24-year-old man was sentenced to thirty years in prison in 2006 for hatching an unsuccessful plot to blow up a Manhattan subway station. In June 2006, the FBI arrested seven U.S. citizens in Miami in connection with a plot to attack Chicago's Sears Tower and other buildings in the U.S. In April 2007, Christopher Paul, 43, a U.S. citizen and resident of Columbus, Ohio, was arrested for joining Al Qaeda and training jihadis in Europe.</p>
<p>And on May 8 the FBI arrested six men who were allegedly planning to storm Fort Dix with heavy weapons with the goal of killing as many soldiers and personnel as possible. The arrested were operating small businesses or worked in the service sector.</p>
<p>Those who disagree with the implications of these findings argue that the thwarted plots in the U.S. seem less dangerous than those in Europe and that the U.S. homegrown terrorists tend to be far more bungling, far less competent. Or as Daniel Benjamin, a senior fellow at the Brookings Institution in Washington, D.C., puts it: "The fact is that most of those arrested (in the past) are small fry and wannabes."</p>
<p>It is important to realize that most foiled plots in Europe were as unprofessional and unlikely to be successful as those in the U.S. Motivation to kill and the operational capability to do so fortunately do not often go together.</p>
<p>However, due to the different law enforcement practices in the U.S. and Europe, many European domestic intelligence agencies like the British MI5 or the German Verfassungsschutz can gather more information before suspects finally get arrested. According to an interviewed intelligence official, the U.S. federal government's strategy of aggressively intervening early in any suspected terrorism plot, no matter how small, has sometimes resulted in prosecutions that failed to live up to their initial billing. The Fort Dix group seems to be an exception as it had been under surveillance for about fifteen months. They were, however, arrested before they could buy the desired AK-47s, M-16s and other weapons. Court documents showed that one defendant, Mohammed Ibrahim Shnewer, also spoke of using rocket-propelled grenades to kill at least 100 soldiers. What would have been the assessment of this group after they had gathered the weapons or even, after they had attacked Fort Dix?</p>
<p>And what motivated them? Eljvir Duka, another defendant, was recorded as saying: "In the end, when it comes to defending your religion, when someone... attacks your religion, your way of life, then you go jihad." It seems that the Fort Dix gang had quite a similar motivation as the 7/7 London bombers and other European jihadis.</p>
<p>A May 22 Pew poll of Muslim Americans found that 36 percent of U.S. Muslims are very concerned about the rise of Islamic extremism in the United States. On the other hand, 13 percent of U.S. Muslims say that suicide bombings can be justified to defend Islam. And according to the poll, 5 percent of American Muslims have a favorable view of Al Qaeda.</p>
<p> Furthermore, WorldNetDaily reported that according to the FBI, Al Qaeda is aggressively recruiting black Americans for suicide operations within the U.S. A speech released on May 5 by Osama bin Laden's deputy confirmed that African-Americans are the number one recruiting target for the next generation of attacks.</p>
<p>So even if 95 percent of Muslims in the U.S. are American patriots, this leaves thousands of sympathizers, supporters and potential jihadis in the country. And as we have seen in Europe, sometimes operational groups of five to twenty-five people are enough to strike effectively.</p>
<p>The conclusion for Americans and Europeans of all faiths and ethnicities, including the overwhelming majority of Muslims in the U.S. and Europe who will never be involved in terrorism, is troubling: for reasons shown above, Islamist terrorists are dedicated to attacking liberal democracies. And as the studies and recent events show, many of them are European or U.S. citizens or legal residents.</p>
<p>The American people deserve a policy based on facts not fairytales. Focusing on building fences and keeping foreigners out is an inadequate response, especially when the enemy is already within U.S. borders. U.S. policymakers should learn what it is that propels young men from New York, London, Madrid and Los Angeles to choose to be terrorists. A good start would be to accept that clinging to myths about the socio-economic root causes of terrorism is irresponsible. Because turning a blind eye on the real motivations of home-grown terrorists could turn the U.S. fairytale in a nightmare.</p>
<p>Alexander Ritzmann was a DAAD/AICGS Fellow in April-May 2007.  He is also a senior research fellow at the European Foundation for Democracy in Brussels, Belgium.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Micky Maus zieht in den Heiligen Krieg (Die Welt)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/05/16/micky-maus-zieht-in-den-heiligen-krieg-die-welt/</link>
<pubDate>Wed, 16 May 2007 03:32:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/05/16/micky-maus-zieht-in-den-heiligen-krieg-die-welt/</guid>
<description><![CDATA[von Alexander Ritzmann, Forscher an der Johns Hopkins University in Washington D.C.
Die Welt - 15.05]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>von Alexander Ritzmann, Forscher an der Johns Hopkins University in Washington D.C.<br />
<a href="http://debatte.welt.de/kommentare/21975/micky+maus+zieht+in+den+heiligen+krieg">Die Welt - 15.05.2007 </a></p>
<p>Als vergangene Woche ein kleines Mädchen im palästinensischen Fernsehen sagte, es wolle „die Juden auslöschen“ und zum „Märtyrer“ werden, brach im Westen ein kleiner Proteststurm los. Dies ist erstaunlich, denn Aussagen wie besagte sind in diversen arabischen und iranischen Medien an der Tagesordnung.</p>
<p>Die Empörung richtete sich vielmehr darauf, dass der TV-Sender al-Aksa, der zur palästinensischen Terrororganisation und Regierungspartei Hamas gehört, hier die Disney-Figur Micky Maus dazu nutzte, um Kinder gegen Israel, die Juden und den Westen aufzustacheln. Der Einsatz einer westlichen Ikone wie Micky Maus durch Islamisten hat für viele zum ersten Mal die Spitze des Eisbergs sichtbar gemacht. Mehr Videoclips, die zeigen, wie Minderjährigen der Heilige Krieg schmackhaft gemacht wird, kann man kinderleicht im Internet etwa bei Youtube anschauen.<br />
<!--more--><br />
Bei Al-Aksa-TV werden auch Paraden von kindlichen Selbstmordattentätern in Ausbildung und militärische Drills von Kindersoldaten, die „Tod für Israel und Amerika“ rufen, gezeigt. In einem Beitrag singt ein kleines Mädchen, dessen Mutter sich und vier Israelis in die Luft gesprengt hat: „Meine Liebe wird nicht nur aus Worten bestehen, ich folge Mama auf ihrem Weg.“ Diese Zeile wird dreimal wiederholt. Dann öffnet das Mädchen eine Schublade, die Sprengstoff enthält. Es nimmt diesen heraus und schaut in die Kamera ...<br />
Im iranischen Fernsehen wird in einer Kindershow gesungen, dass „... das palästinensische Kind bereit ist, sein eigenes Leben zu opfern, um den Feind zu vertreiben“. In Cartoonsendungen werden Jugendliche glorifiziert, die sich inmitten von israelischen Soldaten in die Luft sprengen.</p>
<p>Wer sich die Sucherei ersparen will und arabisch spricht, kann auch gleich zum Online-Magazin „Al-Fateh“ (der Eroberer) gehen. In dieser ebenfalls der Hamas zugeordneten Web-Seite werden Dschihad und Märtyrertum kindgerecht glorifiziert. Dort finden sich professionell gemachte und bunt bebilderte Aufrufe wie: „Ich fordere jeden Muslim auf, einen Zionisten zu verletzen und als Märtyrer für Allah zu sterben ...“ und „Der Jude ist der Feind des Islam“. Den kindlichen Lesern wird erklärt: „Wir sind entschlossen, uns an den Feinden Allahs ... zu rächen, den Zionisten und Juden, den Amerikanern, den Briten und ihresgleichen ...“</p>
<p>In einem weiteren Comic werden arabische Kinder aufgerufen, den Terror zu unterstützen, um Israel von den „zionistischen Dieben“ zu befreien. In einer Ausgabe stellt sich den Kindern die spanische Stadt Sevilla vor und sagt: „Ich wünsche mir, dass ihr, meine Freunde, mich auffordert, mit den restlichen Städten des verlorenen Paradieses in die Hände der Muslime zurückzukehren.“ Die Web-Seite ist populär, der „Eroberer“ hatte einem Bericht des Center for Monitoring the Impact of Peace zufolge bis November 2006 etwa 46 Millionen Zugriffe.</p>
<p>Der Einfluss dieser auf Kinder zugeschnittenen Propaganda ist schwer zu messen. Innerhalb der letzten sieben Jahre sollen sich jedoch mehr als 300 minderjährige Palästinenser, der jüngste war elf Jahre alt, als Kuriere, Kindersoldaten und Selbstmordattentäter betätigt haben. Weltweites Aufsehen erregte der Fall des damals 15-jährigen Hussam Abado, der im März 2004 vorhatte, sich und andere an einem israelischen Grenzposten in die Luft zu sprengen. Als Grund gab er an, ins Paradies zu wollen. Außerdem sei ihm Sex mit Jungfrauen versprochen worden. Er entschied sich jedoch um und schnitt sich vor laufender Kamera den neun Kilo schweren Sprengstoffgürtel vom Körper. Der aktuellste Anschlagsversuch fand Anfang Mai diesen Jahres statt. Raed al-Nadi (17) wurde in der West Bank festgenommen, als er sich sprengstoffbeladen in Richtung Israel aufmachte.</p>
<p>Auch Europa ist von dieser Indoktrinierung durch TV und Internet direkt betroffen. Al-Manar-TV und Al-Aksa-TV sind frei per Satellit empfänglich. Internetangebote wie „Al Fateh“ sind für Minderjährige einfach zu erreichen. Die Folgen sind absehbar. Auf jährlich stattfindenden Demonstrationen zur „Befreiung Jerusalems“, von Stockholm bis London, marschieren Kinder verkleidet als Selbstmordattentäter mit. Jugendliche mit Migrationshintergrund in Berlin hassen Israel, und wie der Bericht des TV-Magazins „Polylux“ im Herbst letzten Jahres gezeigt hat, ist das Wort „Jude“ für sie das schlimmste Schimpfwort.</p>
<p>Egal, welche Position man im Nahost-Konflikt einnimmt, der durch Hamas und andere gezielt stattfindende Missbrauch von Kindern kann unter keinen Umständen akzeptiert werden. Die neue palästinensische Einheitsregierung unter Beteiligung der Hamas wird von der EU und deren Mitgliedstaaten massiv finanziell unterstützt. Die Bundesregierung muss die gegenwärtige EU-Ratspräsidentschaft und den G-8-Vorsitz nutzen und Druck auf die Hamas ausüben, damit sie die Hasspropaganda aus dem Programm nimmt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die etwas andere Partei (Financial Times Deutschland)]]></title>
<link>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/05/04/die-etwas-andere-partei-financial-times-deutschland/</link>
<pubDate>Fri, 04 May 2007 16:56:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Ritzmann</dc:creator>
<guid>http://libertyfirst.wordpress.com/2007/05/04/die-etwas-andere-partei-financial-times-deutschland/</guid>
<description><![CDATA[FREITAG, 4. MAI 2007
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND
KOMMENTAR
Die Hisbollah, die sich als Sieger des Kr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>FREITAG, 4. MAI 2007<br />
<a href="http://www.financial-times.de/meinung/kommentare/195413.html?p=2">FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND<br />
KOMMENTAR</a><br />
Die Hisbollah, die sich als Sieger des Krieges gegen Israel sieht, ist auch in Deutschland aktiv. Es wird Zeit, dass<br />
die Bundesregierung der „Partei Gottes“ die Ruhe- und Propagandaräume entzieht VON ALEXANDER RITZMANN</p>
<p>Die libanesische Hisbollah („Partei Gottes“) ist in Feierlaune. In Jerusalem hat<br />
die unabhängige Winograd-Untersuchungskommission gerade Israels Führungsspitze Unfähigkeit und Überheblichkeit während des zweiten Libanonkriegs im vergangenen Sommer vorgeworfen. Die Hisbollah dagegen forciert im Libanon die innenpolitische Konfrontation und bereitet sich mit iranischer Unterstützung auf eine neue Kampfrunde mit Israel vor.</p>
<p>Und sie macht sich endlich ehrlich. Am 15. April erklärte Naim Kassam, Vizechef der Hisbollah, im iranischen Fernsehsender al- Kawthar erstmals offiziell, dass alle Selbstmordattentate, Entführungen und Raketenangriffe einer Genehmigung<br />
durch den „geistigen Führer“ in Teheran bedürfen. Das ist eine erstaunliche Aussage. Bisher hatte die Hisbollah ihre operative Unabhängigkeit von Teheran<br />
betont, obwohl sie 1982 von iranischen Revolutionsgarden gegründet<br />
und bis heute mit geschätzt 25 Mio. $ monatlich finanziert wird.</p>
<p>Die Hisbollah ist seit über 20 Jahren auch in Deutschland aktiv. In den späten 90er-Jahren hat sie den Braunschweiger Islamkonvertit Steven Smyrek rekrutiert und im Libanon zum Selbstmordattentäter ausgebildet. Seit den 80er-Jahren<br />
hat sie mehr als 80 Bürger westlicher Staaten entführt und im Libanon, in Israel, Europa und Südamerika Hunderte getötet. Seit Jahren finanziert und trainiert sie<br />
Terrororganisationen wie Hamas und Islamischer Dschihad.<!--more--></p>
<p>In der Antwort auf eine kleine Anfrage der Abgeordneten Gisela Piltz (FDP) im Februar 2007 führt der Bundesinnenminister aus, dass sich die den Sicherheitsbehörden bekannten 900 Hisbollah-Anhänger in Deutschland in bundesweit 30 Kultur- und Moscheevereinen treffen. Dazu zählten das<br />
Islamische Zentrum in Hamburg und das Imam-Mahdi-Zentrum in<br />
Münster-Hiltrup. Unterstützt wird die Hisbollah durch Spendenaktionen<br />
etwa des Vereins Waisenkinderprojekt Libanon. Er soll sich um Hinterbliebene von Hisbollah-Kämpfern und Selbstmordattentätern kümmern.</p>
<p>Der Innenminister stellt zudem fest, dass die Haltung der Hisbollah- Anhänger in<br />
Deutschland „durch eine weitgehend uneingeschränkte Akzeptanz der Ideologie<br />
und Politik (der Hisbollah) gekennzeichnet ist“. Vertreter der „Abteilung Außenbeziehungen“ reisten regelmäßig nach Deutschland, um Anweisungen zu<br />
geben. Von den Anhängern gehe gerade deshalb „gegenwärtig keine konkrete Gefahr aus, da diese sich der Aufforderung der Beiruter Zentrale folgend weitgehend gesetzeskonform verhalten“. Die Organisation hält still – bis auf Widerruf.</p>
<p>Die Gesetzeslage in Deutschland ermöglicht ein entschiedenes Vorgehen gegen Vereine und Personen, die etwa gegen den Gedanken der Völkerverständigung<br />
wirken. Gegen den Spendenverein al-Aksa der Hamas, die islamistische<br />
Hizb-ut-Tahrir und die kurdische PKK wurden gerichtlich bestätigte<br />
Verbote verhängt.</p>
<p>Auch die Hisbollah gibt dazu Anlass. Ihr Chef Hassan Nasrallah rief während des Karikaturenstreits im Februar 2006 im parteikontrollierten TV-Sender al-Manar wiederholt Muslime auf „ ... ihr Leben zu opfern, um die Ehre ihres Propheten<br />
zu verteidigen“. Al-Manar ist auch in Deutschland frei zu empfangen.</p>
<p>Fünf Monate später versuchten libanesische Studenten mit selbstgebauten Sprengsätzen, zwei Regionalzüge bei Köln in die Luft zu sprengen.<br />
Als Hauptgrund für den versuchten Anschlag wurde nicht der Nahostkonflikt oder<br />
die US-Außenpolitik, sondern die durch Karikaturen verletzte Ehre des Propheten genannt.</p>
<p>Warum also unternimmt die Bundesregierung keine rechtlichen Schritte gegen Anhänger der Hisbollah?</p>
<p>Viele EU-Staaten – darunter auch Deutschland – lassen sich vom sozialen und politischen Engagement der „Partei Gottes“ täuschen.<br />
Die Hisbollah betreibt 16 Krankenhäuser, zwölf Schulen, Suppenküchen, Landwirtschaftszentren, Supermärkte, Tankstellen und Kleinbanken. Im Südlibanon hat sie jeden Quadratzentimeter eingenommen, den der libanesische<br />
Staat nicht halten konnte.</p>
<p>Außerdem ist sie im libanesischen Parlament vertreten und stellte bis vor kurzem auch zwei Minister.</p>
<p>Die „Partei Gottes“ betrachtet sich selbst nicht als Partei im Sinne einer demokratischen Gruppierung. Mohammed Fannish, Mitglied der Hisbollah-Führung und ehemaliger libanesischer Energieminister sagt, dass es „ ...keine<br />
Trennung zwischen dem militärischen und politischen Arm der Hisbollah<br />
(gibt)“. Ihr Führungsgremium „Shurah Rat“ kontrolliert die sozialen, politischen und militärischen beziehungsweise terroristischen Aktivitäten. In Deutschland<br />
gesammeltes Geld für Sozialprojekte macht finanzielle Mittel frei für Anschläge.</p>
<p>Die Politik des „Appeasement“ gegenüber der Hisbollah ist gescheitert.<br />
Deutschland dient als Ruhe- und Finanzierungsraum. Nasrallah sendet ungehindert Hassbotschaften in deutsche Immigrantenwohnzimmer.<br />
Für ein entschiedenes Vorgehen der Bundesregierung gegen die<br />
Hisbollah-Aktivitäten ist es deshalb höchste Zeit – im Rahmen<br />
ihrer EU-Präsidentschaft und des G8-Vorsitzes auch auf europäischer<br />
Ebene.<br />
Hassan Nasrallah weiß, wie wichtig der politische Freifahrtschein<br />
für seine Organisation ist. Im März 2005 verdeutlichte er, welchen Effekt deren Einstufung als Terrororganisation hätte: „Die Finanzquellen (in Europa) würden<br />
ausgetrocknet, und die Basis der moralischen, politischen und logistischen<br />
Unterstützung würde zerstört.“ Das wäre doch ein Anfang.</p>
<p>ALEXANDER RITZMANN forscht am American Institute for Contemporary<br />
German Studies/Johns Hopkins University, Washington DC, über die Radikalisierung von Muslimen in Deutschland und in den USA.</p>
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