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	<title>holistisches-christsein-systematisches &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/holistisches-christsein-systematisches/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "holistisches-christsein-systematisches"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 08:22:11 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Aus der Fülle]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/?p=378</link>
<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 09:59:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ein guter Gedanke, der beim gestrigen Treffen entstanden ist:
Wenn Du die Fülle Gottes empfangen wi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein guter Gedanke, der beim gestrigen Treffen entstanden ist:<br />
Wenn Du die Fülle Gottes empfangen willst, dann geht es nicht darum, erst alle möglichen Hindernisse Deines geistlichen Lebens zu beseitigen -<br />
es geht darum, zuerst Gott selbst zu suchen, dann von Ihm die Fülle zu empfangen und erst so bist Du überhaupt in der Lage, die Hindernisse Deines geistlichen Lebens zu beseitigen!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Genau!"]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/?p=331</link>
<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 08:01:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
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<description><![CDATA[denke ich bei diesem Zitat, das bei Peter zu finden ist.
Das muss Gemeinde ausmachen - wenn das nich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>denke ich bei <a href="http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/07/08/peters-gedanken/kirche-und-zukunft/familiensinn#respond" target="_blank">diesem Zitat</a>, das bei <a href="http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/" target="_blank">Peter</a> zu finden ist.<br />
Das muss Gemeinde ausmachen - wenn das nicht da ist, bleibt nur diese Feststellung:<br />
<em>" Wer da sagt, daß er im Lichte sei, und doch seinen Bruder haßt, der ist noch immer in der Finsternis.<br />
Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und nichts Anstößiges ist an ihm;<br />
wer aber seinen Bruder haßt, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen geblendet hat."</em> (1.Johannes 2, 9 ff.)</p>
<p>Nur: Lebe ich eine solche Gemeinschaft?<br />
Es kommt mir so richtig vor und doch so fern.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Party oder auch:]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/?p=305</link>
<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 08:28:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/?p=305</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Die Versammlung im Netzwerk&#8221;.
Beim Reflektieren des Tom-Gespräches ist mir dieser Aspe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.isamesih.de/blog/?p=21#comments" target="_blank">"Die Versammlung im Netzwerk"</a>.</p>
<p>Beim Reflektieren des <a href="http://dikosss.wordpress.com/2008/06/04/diverses/" target="_blank">Tom-Gespräches</a> ist mir dieser Aspekt besonders hängen geblieben:<br />
Wie kann/soll eine Versammlung in einem Netzwerk einfacher Gemeinden aussehen?<br />
<!--more--><br />
Am meisten faszinierte mich die "<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Party" target="_blank"><strong>Party-Variante</strong></a>".<br />
Die Christen und ihre Freunde kommen zusammen.<br />
Jeder bringt was zum Futtern mit.<br />
Jeder bringt etwas mit, mit dem man Spaß haben kann und eine gute Zeit mit anderen verbringen kann.<br />
Und dann verbringt man miteinander die Zeit.<br />
So funktionieren herkömmliche Parties.</p>
<p><strong>Es ist fast nichts geregelt.</strong><br />
Natürlich haben sich ein paar um einen Raum gekümmert (oder darum, dass die Waldlichtung frei von Ameisenhaufen ist). Natürlich wurde ein Tag und eine Uhrzeit vereinbart.<br />
Aber das war es schon an Organisation.</p>
<p>Was passiert dann?<br />
<strong>Es wird das passieren, was in den Leuten ist!</strong><br />
Es wird das "an's Licht" kommen, was die Menschen wirklich beschäftigt.<br />
Es ist kein Verstecken auf einer Kirchenbank möglich. Nix mit dem Zuschauer-Dasein! Mitmachen ist angesagt.</p>
<p>Jemand wird vielleicht in viele, tiefgehende Gespräche verstrickt sein. Spontan entwickeln sich Lehrgespräche über Jesus und die Bibel.<br />
Ein anderer spielt mit den Kindern.<br />
Irgendwo greift jemand zur Gitarre und schmettert ein paar Lobpreislieder - und zwei, drei andere stimmen ein.<br />
In einer Ecke wird gerade gebetet.<br />
Und im Nebenzimmer haben sich einige dem Kartenspiel hingegeben.</p>
<p>Jeder hat den<strong> bewusst gewollten Freiraum</strong>, um sich mit seinen Gaben einzubringen.<br />
Das Zuhören, das Helfen, das Beten, das Singen, das Lehren ... alles geschieht auf natürlichste Weise, ohne dass angekündigt wird: "So - und jetzt singt uns Sabine Sahne ein Lied zur Ehre des Herrn!"<br />
Und wer die Gabe haben sollte, 10 Würstchen auf einmal in den Mund zu stecken, der mag damit glänzen und findet in den Kindern bestimmt viele Bewunderer.</p>
<p>Vielleicht werden manche auch richtig kreativ und fangen an, etwas zu basteln. Wie wär's z.B. mit einer gespaltenen Kanzel? Andere erfinden neue Lieder. Jemand springt plötzlich auf und ruft eine Prophetie in die Runde (und wird danach ungläubig angeguckt). Mancher fängt an, ein riesiges Bild von der Schöpfung zu malen, wobei einem anderen ein eigener Psalm einfällt, den wiederum ein anderer vertont.</p>
<p><strong>Das ist organisch.<br />
Das ist beziehungsorientiert.</strong><br />
Dabei wird das zu Tage treten, was die Menschen wollen und können.<br />
So kann allgemeines Priestertum und einfaches Christsein aussehen.<br />
Und falls nicht alle Anwesenden die Gabe haben sollten, 10 Würstchen gleichzeitig in den Mund zu stopfen, wäre dies sicherlich auch eine super Plattform, um viele Freunde einzuladen, die bisher nichts von Jesus mitbekommen haben.</p>
<p>Dennoch bleibt die Frage:<br />
<strong>Und was ist mit dem herkömmlichen Gottesdienst am Sonntag?</strong><br />
Gegenfrage:<br />
Was ist an dem besser als bei einer Party?</p>
<p>Brauchen wir das "Gottesdienst-Gefühl", um uns sicher zu meinen?<br />
Brauchen wir das geordnete "In-den-Reihen-sitzen", um uns gläubig zu fühlen?<br />
Brauchen wir das Programm, um uns Gott näher zu fühlen?<br />
Brauchen wir den "Vortuner" im Anzug, der uns das Empfinden vermittelt, dass es halt nur wenige drauf haben, ganz vorne zu stehen?</p>
<p>Grundsätzlich darf auch die klassische Sonntags-Versammlung sein.<br />
Kann auch gut sein. Kann sehr gut sein!<br />
Wenn's nicht zu oft ist.<br />
Denn:<br />
Sie ist kein Muss. Sie spiegelt oftmals mehr unsere Tradition wider als Gott selbst.<br />
Und sie lässt oftmals nur einzelne Christen auf der Bühne glänzen, während die Mehrheit eher passiv in den Reihen sitzt.<br />
Deshalb verführt die regelmäßige, klassische Gottesdienst-Variante zum bloßen Konsum, weg von den Beziehungen hin zum Programm, weg vom allgemeinen Priestertum hin zur Priesterkaste ...</p>
<p>Weiteres folgt...</p>
<p>P.S. Ich spüre schon den Gedanken in mir:<br />
"Aber wenn nicht das Wort verkündet wird, wie sollen die Christen dann im Glauben wachsen?"<br />
Eben dafür gibt es die Treffen im privaten Raum mit 3, 10 oder 25 Christen. Bei diesen nicht-öffentlichen Treffen kann mehr Gewicht auf die klassischen frommen Aktionen gelegt werden: Gebet, Lobpreis, Bibelstudium ...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Einfache Gemeinde"]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/?p=303</link>
<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 18:35:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/?p=303</guid>
<description><![CDATA[hört sich nicht nur besser an als &#8220;Hausgemeinde&#8221; oder &#8220;Hauskirche&#8221;, sondern]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>hört sich nicht nur besser an als "Hausgemeinde" oder "Hauskirche", sondern ist für mich auch inhaltlich anders gefüllt.</p>
<p><!--more-->Der Begriff "Hausgemeinde" riecht nach "Einigeln", "Frommes Ghetto" oder "Wir gegen den bösen Rest".</p>
<p>Wenn ich aber den Begriff "einfache Gemeinde" höre, dann sehe ich zwar den Schwerpunkt auf den Treffen im Wohnzimmer oder einer anderen Privatsphäre.<br />
Aber dennoch gehört ein zweites Standbein dazu: öffentliche Treffen (das ist der Aspekt, der mir beim Begriff "Hausgemeinde" zu kurz kommt).</p>
<p>Das Konzept der einfachen Gemeinde ist m.E. zukunftsweisend.<br />
Vielleicht noch etwas unterentwickelt in Deutschland.<br />
Aber ich glaube, dass für eine gesunde Kirche auf Dauer kein Weg an diesem Konzept vorbeiführen wird.<br />
Ist das arrogant?<br />
Nö.<br />
Es ist göttlich! :-) *</p>
<p>Bei <a href="http://www.isamesih.de/blog/" target="_blank">Tom</a> gibt es u.a. <a href="http://www.isamesih.de/blog/?p=16" target="_blank">hier</a> einige interessante Gedanken zum Thema "Vernetzung von einfachen Gemeinden". Morgen werden wir uns treffen und uns live über dieses und jenes austauschen. Bin schon gespannt!</p>
<p>* Um Missverständnissen vorzubeugen:<br />
Nicht ich bin göttlich, sondern das Konzept der einfachen Gemeinde, denn nach meiner Erkenntnis entspringt es am klarsten dem Modell, das uns Gott in der Bibel darlegt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gemeinde-Netzwerk]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/?p=294</link>
<pubDate>Tue, 27 May 2008 20:46:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/?p=294</guid>
<description><![CDATA[Mit Richard und Tom habe ich heute bei Dunkin&#8217; Donuts u.a. über das Thema &#8220;Einfache Gem]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Mit <a href="http://www.taube-lebensdienst.de/" target="_blank">Richard</a> und <a href="http://www.isamesih.de/" target="_blank">Tom</a> habe ich heute bei <a href="http://sbgradmag.org/node/230" target="_blank">Dunkin' Donuts</a> u.a. über das Thema "Einfache Gemeinde" gesprochen. Das Grundkonzept überzeugt mich sehr. Allerdings tauchen ein paar praktische Fragen auf.<br />
<!--more-->Das Grundkonzept besteht aus zwei Pfeilern:<br />
1. Das Gemeindetreffen im Wohnzimmer: <strong>Hausgemeinde</strong>.<br />
2. Das Gemeindetreffen in der Öffentlichkeit: <strong>Tempelgemeinde</strong>.<br />
Beides zusammen ist die "einfache Gemeinde".</p>
<p>Der Schwerpunkt liegt auf 1.:<br />
Qualitativ gute Beziehungen, das Entdecken und Fördern von Gaben durch das Miteinander, das flexible Gestalten der Treffen, so gut wie keine Hierarchie, wenig Kosten, d.h.: viele freie Ressourcen...</p>
<p>Punkt 2 wird aber auch benötigt:<br />
- Damit die Gemeinde "im Wohnzimmer" nicht nur ihr eigenes Süppchen kocht (bereit sein, über den eigenen Tellerrand zu schauen).<br />
- Damit Gäste/Interessierte, die bislang nur das "Tempelchristentum" kannten, eine Möglichkeit haben, behutsam in die Gemeinde hineinzuschnuppern.<br />
- Damit Gemeinde in der Öffentlichkeit präsent ist.</p>
<p>Deutlich ist auch, dass das <strong>organische Wachstum</strong> der einfachen Gemeinde zu bevorzugen ist:<br />
Am Anfang waren ...<br />
2-3 Christen, die zusammen Gemeinde leben wollen.<br />
Soweit qualitatives und quantitatives Wachstum stattfindet, kann diese Gruppe geteilt werden.<br />
Nun gibt es zwei Gemeinden, die sich durch ihre vorangegangen Beziehungen gut kennen.<br />
Sie tragen die gleiche DNA in sich.<br />
Im besten Fall teilen sich diese beiden Gruppen weiter, so dass nicht einfach Addition stattfindet, sondern Multiplikation.</p>
<p>Das organische Wachstum ist auch für die öffentlichen Treffen der "einfachen" Gemeinden relevant.</p>
<p>Um das zu verstehen, hilft es, sich die Alternative bewusst zu machen:<br />
Isoliert voneinander entstandene Gemeinden versuchen, eine gemeinsame "Gottesdienst-Feier" durchzuführen.<br />
Im Extremfall stoßen hier lutherisch geprägte Christen und pfingstlich geprägte Christen zusammen.<br />
Wie soll eine solche Feier aussehen?<br />
Wie soll das Händeheben funktionieren, während man ein Luther-Lied aus dem Gesangbuch hinausgröhlt?<br />
Wie soll das "Im-Geist-Ruhen" klappen, wenn man in den Holzsitz eingequetscht ist?<br />
Wie funktioniert Prophetie während der Versammlung, wenn nur der Hauptamtliche redet?</p>
<p>Organisch gewachsene Gemeinden haben die gleiche oder zumindest sehr ähnliche DNA.<br />
Man kennt sich durch die gewachsenen Beziehungen.<br />
Eine gemeinsame "Gottesdienst-Feier" durchzuführen, dürfte weniger Reibungsfläche bieten.</p>
<p>Mein konkreter Eindruck ist:<br />
Da geht was!<br />
Da kann auch in Berlin was gehen.</p>
<p>Bin schon gespannt, wie Gott uns lenken wird.<br />
Tom - wir müssen reden! :-)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Geht nich' anders!]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/?p=280</link>
<pubDate>Tue, 13 May 2008 15:35:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/?p=280</guid>
<description><![CDATA[Geht schon anders.
Macht aber weniger Sinn - oder geht gar am Sinn vorbei?
Theologische Puzzlestück]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Geht schon anders.<br />
Macht aber weniger Sinn - oder geht gar am Sinn vorbei?</p>
<p>Theologische Puzzlestücke kommen für mich zusammen.<br />
Es entsteht ein <strong>Bild von Gemeinde</strong>, das meine theologischen Anfragen sowie meine Beobachtungen in der Gemeindepraxis zusammenführt.</p>
<p><!--more--><br />
Dabei möchte ich das für mich neu Entdeckte eigentlich nicht "<strong>Hausgemeinde</strong>" oder "<strong>Gemeinde im Haus</strong>" oder "<strong>Hauskirche</strong>" nennen.<br />
Ich nenne es missverständlich einfach "<em><strong>Gemeinde</strong></em>".</p>
<p>Es ist die Sicht auf die<strong> Netzwerk-Gemeinde</strong>, die mich in den letzten Tagen fasziniert und begeistert.</p>
<p>Zum Beispiel bezüglich der Spannung zwischen <strong>Hierarchie und der dienenden Leiterschaft</strong> gemäß Jesus Christus:<br />
Fast jede klassische Gemeindeform, der ich in Berlin/Deutschland begegne, ist letztlich hierarchisch aufgebaut. Und es ist nicht die bloße Hierarchie zwischen Gott und Mensch, sondern die zwischen Menschen.<br />
Üblicherweise hat ein Vorstand/Kirchenrat zu entscheiden, wie es mit der Gemeinde vor Ort weitergeht.<br />
In der Regel dürfen nur Mitglieder abstimmen, sofern die Gemeinde überhaupt in Entscheidungsprozesse einbezogen wird.<br />
Und im ungünstigen Fall gibt es nicht genügend fähige Leiter und man muss "irgendwen" in ein Vorstandsamt bringen, weil ja sonst das Vereinsleben der Gemeinde nicht bestehen könnte.<br />
Hier können letztlich Strukturen bedient werden, aber nicht die Menschen.<br />
Es geht um Ämter und Positionen, und weniger um Gaben.<br />
Die Gemeinde vor Ort teilt sich in Vereinsmitglieder und Nicht-Mitglieder auf.<br />
Und ich frage mich:<br />
Was hat das mit dem <strong>allgemeinen Priestertum aller Gläubigen </strong>zu tun?<br />
Ist dieses "Opfer" an unsere Gesellschaft/an die Vereinsstruktur unvermeidlich?</p>
<p>Zum Beispiel das <strong>gegenseitige Helfen, Motivieren und Fördern</strong>:<br />
Texte wie in 1.Korinther 12 schildern uns ein Bild von Gemeinde, wo jeder Begabte seinen Platz und Sinn hat. Und jeder möge sich in den Dienst für die anderen stellen. Es entsteht für mich ein Bild einer höchst interaktiven Versammlung von Christen, die weniger nach Schema F verläuft, sondern vom Heiligen Geist gesteuert wird.<br />
Ich frage mich:<br />
Wo finde ich das im klassischen sog. Gottesdienst, der allzu oft das Zentrum des Gemeindelebens sein soll?<br />
Finde ich dort nicht eher die Aktion einiger Weniger und das angeleitete Mitmachen bzw. Konsumieren von vielen anderen?<br />
Wie passen solche sog. Gottesdienste zum Bild, das in 1.Korinther 12 entworfen wird?</p>
<p>Zum Beispiel die Spannung zwischen <strong>"Innen" und "Außen"</strong>:<br />
Zum einen ist vielen Gemeinden, und sogar auch einigen Teilen der Evangelischen Landeskirche, klar, dass wir aufgefordert sind, das Evangelium weiterzugeben.<br />
Zum anderen verläuft das oft nach einem Muster, das ich beim besten Willen nicht in der Bibel erkenne: Es werden ein paar Mitarbeiter für ein evangelistisches Programm zusammengetrommelt, man investiert viel Zeit und Mühe und Geld und verkündet letztlich: "Kommt in unser Gemeindehaus!" (Welches fälschlicherweise oft mit dem Titel "Gemeinde"/ "Kirche" versehen wird)<br />
Im NT entdecke ich nur zwei evangelistische Stoßrichtungen:<br />
- Einzelne Evangelisten/Missionare, die in der Gegend umherziehen und offensiv und öffentlich Kontakte zu den Nichtchristen suchen, sich in deren Sphären begeben, um diesen Jesus zu erklären.<br />
- Die Masse von Christen, die keine typischen Evangelisten sind, aber in stinknormalen Beziehungen zu Nichtchristen leben und durch ihr Leben und Reden deutliche Wegweiser auf Jesus Christus sind.<br />
Wie passen dazu zeit-, geld- und kraftintensive Programme, nach denen die Mitarbeiter fast tot sind und der Ruf "Kommt in unser Gemeindehaus"?</p>
<p>Diese - und einige andere Aspekte - sehe ich nun zusammengeführt in der Gemeindestruktur, wie sie sich Jesus vielleicht dachte:<br />
Eine <strong>dynamische Gemeinde</strong>, die nicht an Gebäude, nicht an Geld, nicht an bestimmte Orte, nicht an Satzungen, nicht an Hierarchien gebunden ist und deswegen eine solche Dynamik hat, die für manche dann zu gefährlich ist, weil sie menschliche Hierarchien von ihrem Wesen her grundsätzlich bezweifelt und damit nicht von dieser Welt ist und bestehende Kirchensysteme in Frage stellt.<br />
Eine Gemeindestruktur, in der <strong>jeder Christ ein "Priester des Höchsten"</strong> ist und niemand kraft Amtes mehr zu sagen hat als ein anderer.<br />
Eine Struktur, die von Beziehungen lebt, aber nicht Beziehungen, damit die Struktur lebt.</p>
<p>Die Gemeinde (im Haus oder sonstwo) erfüllt m.E. die Wünsche von Jesus am besten.<br />
Vielleicht ist es sogar das einzige Gemeinde-Modell, das Jesus vor Augen hatte.</p>
<p>Es geht vorrangig um Gemeinden von 2, 3 bis zu 30 Christen.<br />
Alle <strong>in Wohnortnähe</strong> zusammen, damit man wirklich das Leben und nicht nur den Sonntags-Gottesdienst miteinander teilen kann.<br />
<strong>Geistliche Autoritäten </strong>werden im Gruppenprozess entdeckt und haben diese Autorität nicht aufgrund eines Amtes, sondern aufgrund des Vertrauens der anderen.<br />
<strong>Entscheidungen</strong> werden im Miteinander getroffen, was bei einer Gruppengröße von "wenigen" auch eher möglich ist, als bei einer Gemeindegröße von 50 oder 100.<br />
In einer solchen überschaubaren Gruppe ist es eher möglich, dass <strong>jeder gesehen und gefördert</strong> wird. Hier wird auch die Gabe von jedem gebraucht und nicht nur die von ein paar Alleskönnern.<br />
In einer solchen Gruppe kann es einfacher fallen, ein Programm spontan zu kippen, um der<strong> Leitung durch den Heiligen Geist</strong> zu folgen.<br />
Hier entwickeln sich natürlicherweise Beziehungen. <strong>"Evangelisation"</strong> wird nicht gemacht. Vielmehr trifft man sich zum gemeinsamen Grillen mit den Nachbarn und lernt sich erstmal kennen, bevor man den Briefkasten des Nachbarn mit Flyern zumüllt.</p>
<p>Aber droht in einer solchen "Kleinst-Gemeinde" nicht das Verschwinden in der <strong>Bedeutungslosigkeit</strong> - oder für manche noch schlimmer: Droht dann nicht der Sektenstempel?</p>
<p>Hier hilft schon wieder die biblische Sichtweise!<br />
Denn was, wer, wo ist "Gemeinde"?<br />
Wenn wir wissen, dass es die Gemeinde "in Asien" gibt (s.u.a. die Briefe des Paulus), dann wissen wir: Gemeinde ist die Gemeinde im Haus, in der Kneipe, im Garten ..., aber Gemeinde ist auch die Gemeinde in Berlin, in Spandau ...<br />
Und diese (Haus-) Gemeinde "in der" (Regional-) Gemeinde, die wiederum "in der" (Welt-) Gemeinde ist, besteht nicht für sich alleine, sondern besteht nur in einem <strong>Netzwerk von Gemeinden</strong>.</p>
<p>So ist die (Haus-) Gemeinde in eine Region eingebunden, in der es einige andere (Haus-) Gemeinden gibt. Eine regional gut zu erreichende und regelmäßige öffentliche Versammlung der Gemeinden einer Region würde nach Außen hin die Einheit der Christen bezeugen, wäre eine Feier der Größe Gottes und wäre einfach ein super Ausgleich zu den "immer gleichen 20 Pappnasen um mich herum".</p>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn:<br />
Ditt iss'es!<br />
Geht nich' anders!<br />
Die Gemeinde von 2,3 - 30 Christen, die in ein Netzwerk von anderen Gemeinden eingebunden ist.<br />
Das "Wohnzimmerchristentum" wäre der Schwerpunkt.<br />
Doch das andere Bein bräuchten wir ebenso: die "Tempelfeier".</p>
<p>Folgende <strong>Bücher zum Thema</strong> kann ich wärmstens empfehlen:<br />
- "Die Zukunft gestalten - Innovation und Evangelisation in der Kirche des 21.Jahrhunderts" - Michael Frost &#38; Alan Hirsch - 1.Auflage 2008 - GerthMedien / C &#38; P Verlag.<br />
- "Häuser, die die Welt verändern" - Wolfgang Simson - 1999, 2005 - C &#38; P Verlag.<br />
- "Die Kirche im Haus - Eine Rückkehr zur Einfachheit" - Robert Fitts - 1.Auflage 2001 - GloryWorld-Medien.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Interessant]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/?p=277</link>
<pubDate>Wed, 07 May 2008 21:52:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/?p=277</guid>
<description><![CDATA[Heute Abend:
Mischung aus geistlichem Input, Gespräch, Diskussion und Poker-Spiel.
Ein paar Teamer ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Abend:<br />
Mischung aus geistlichem Input, Gespräch, Diskussion und Poker-Spiel.<br />
Ein paar Teamer waren dabei.<br />
Ich stellte die Idee der Hausgemeinde vor.</p>
<p><!--more--><br />
Der Brocken scheint schwerer zu verdauen zu sein, als ich dachte.</p>
<p>Es fielen Begrifflichkeiten wie (sinngemäß):<br />
<em>" Na, aber einen richtigen Gottesdienst brauche ich schon."</em><br />
Oder:<br />
<em>" Da hält man uns ja für eine Sekte!"</em><br />
Oder:<br />
<em>" Wie soll denn da Evangelisation funktionieren?"</em></p>
<p>Berechtigte Fragen und Einwände.<br />
Mir scheint's, dass ich den Zahn noch nicht ziehen konnte.</p>
<p>Mir fällt nur auf, wie sehr wir vom klassischen <strong>"Tempelchristentum"</strong> geprägt sind.<br />
Man ahnt zwar die Freiheit und Vorteile einer Hausgemeinde, aber hegt Befürchtungen wegen mancher Planlosigkeiten und einer gewissen permanenten Unsicherheit - was den menschlichen Machbarkeitsbereich betrifft.</p>
<p>Dass <strong>Gottesdienst </strong>jederzeit ist (mal schlecht, mal recht),<br />
dass mancher weniger auf <strong>"Sekten"</strong> schimpft, sondern auf die etablierte Kirche,<br />
sind Realitäten, denen wir uns erstmal stellen müssen.</p>
<p>Ich verstehe durchaus den Einwand, dass die Gefahr besteht, dass man sich als Hausgemeinde nur um sich selbst dreht.<br />
M.E. ist der Dreh- und Angelpunkt die <strong>Einstellung </strong>der Beteiligten:<br />
Wenn ich zumindest ansatzweise verstehe, dass auch eine "Hausgruppe" von Christen Gemeinde im vollkommenen Sinne ist, dann müssen diesem Verständnis auch entsprechende Folgen entspringen:<br />
<em>" Wenn wir Gemeinde sind, dann haben wir auch alle Rechte und Pflichten als Gemeinde."</em><br />
Falls jedoch mehr das Bewusstsein eines Hauskreises existiert, wird der Tanz um sich selbst das Normale sein.<br />
D.h.: Die Qualität einer Hausgemeinde ist gleichzusetzen mit dem Bewusstsein als "Gemeinde" oder als "Hauskreis" (wobei der letztere totale Berechtigung hat und damit qualitativ sehr hochwertig sein kann; aber vor dem Hintergrund des Themas "Hausgemeinde", wäre das "Hauskreis-Bewusstsein" zu wenig).</p>
<p>Wie <strong>Evangelisation </strong>zu geschehen hat, ist neben dem Identitätsbewusstsein ein anderes Thema.<br />
Wie evangelisierten die ersten Christen?<br />
Sie<em> lebten </em>als Gemeinde.<br />
Andere wurden neugierig oder wurden in Beziehungen mit dem Evangelium konfrontiert.<br />
Der "Weg" der Mission entspricht in dieser Hinsicht der Formel "Jeder kennt jeden über 6 Ecken" (<a href="http://www.pm-magazin.de/de/heftartikel/artikel_id1405.htm" target="_blank">pm-magazin.de</a>). Die Verbreitung des Evangeliums läuft "automatisch" durch das Leben als Christ über die vorhandenen <strong>Beziehungen</strong>.<br />
Ein anderer Weg sind solche Berufenen wie der Apostel Paulus, die manchmal alleine, aber in der Regel mit anderen umherziehen, um vom <strong>Evangelium</strong> zu erzählen. Es wird die öffentliche Konfrontation gesucht. Interessierten wird die Sache mit Jesus sodann näher erklärt und sobald einige zum Glauben kommen, entsteht Gemeinde.<br />
Auch das ist von Hausgemeinden relativ simpel zu leisten:<br />
Ein Grillfest mit <a href="http://danielehniss.de/2008/05/07/grillen-ohne-fleisch/" target="_blank">Tofu-Burgern</a> (oder richtigem Fleisch), ein Pokerabend, ein Videoabend, ein Brunch ... man lädt die Leute aus der Hausgemeinde ein, man lädt ein paar Kumpels ein ... und es können auf ganz normalen Weg Beziehungen entstehen.<br />
Und wenn dann niemand über Jesus redet?<br />
Na, dann halt nicht (vielleicht hat dann der Wein gefehlt?).<br />
Und wenn man nur noch Christen kennt?<br />
Dann ist entweder Erweckung ausgebrochen oder man muss sich aus seinem frommen Ghetto lösen.</p>
<p>Und wenn die Hausgemeinde entdeckt, dass da jemand ist, der eine besondere "Außenbefähigung" hat?<br />
Dann wird sie diesen Menschen seelisch, geistig und materiell so unterstützen, damit dieser Mensch seiner Berufung als Evangelist, Apostel oder sonstwas nachkommen kann.</p>
<p>Und was ist mit den <strong>"Gottesdiensten"</strong>?<br />
Gottesdienst ist jederzeit.<br />
Falls aber jemand die Versammlung von Christen meint, die eine "Hausgemeinden-Größe" übersteigt, dann plädiere ich für das zweite Standbein:<br />
Wir brauchen die <em>cell </em>(Hausgemeinde) und wir brauchen die<em> congregatio</em>n (öffentliche Feierversammlung).<br />
Abgesehen davon, dass das das erste Modell der Jerusalemer Gemeinde ist (Treffen in den <strong>Häusern</strong> und im <strong>Tempel</strong>), und abgesehen davon, dass ich gerade 3x hintereinander "das" geschrieben habe, wobei ein "das" sogar ein zweites "s" beanspruchen konnte,<br />
veranschaulichen die<em> cell</em> und die <em>congregation </em>das:<br />
Die <strong>Nähe Gottes</strong> und die <strong>Größe Gottes</strong> - die Immanenz und die Transzendenz Gottes.<br />
Ich plädiere dafür, diese zwei "Beine" in Aktion zu setzen und beide Elemente als gleichberechtigte, sich-ergänzende und nicht-konkurrierende Elemente zu sehen.</p>
<p>Eine Gemeinde, die nur eines der beiden Elemente verfolgt, könnte einseitig werden.</p>
<p>Die <strong>Hausgemeinde</strong> lebt letztlich von der geistlichen Ausrichtung der Beteiligten.<br />
Hier ist nichts zu dirigieren und zu herrschen.<br />
Die <strong>öffentliche Feierversammlung</strong> muss viel mehr organisiert werden. Das erfordert einige Ressourcen.<br />
Aber es wird schließlich die Größe Gottes gefeiert.<br />
Hier sind im besten Fall die Leiter-Begabten am Zug, die die Hausgemeinden vernetzen können.</p>
<p>Während in der <strong>Hausgemeinde</strong> das gegenseitige Geben und Nehmen betont wird,<br />
stellt die <strong>öffentliche Feier</strong> die Aktion Weniger dar und den Konsum Vieler.<br />
Letzteres positiver formuliert:<br />
Die Begabten geben und viele werden beschenkt.</p>
<p>Ich meine, dass wir beides brauchen,<br />
wobei immer klar sein sollte, dass die Hausgemeinde das Wesentliche dabei ist.</p>
<p>Wie dem auch sei:<br />
Wir haben die Pokerrunde vorzeitig abgebrochen, weil das Baby einer "Teamerin" in's Bett musste.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[JC in da house]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/?p=275</link>
<pubDate>Wed, 07 May 2008 08:52:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/?p=275</guid>
<description><![CDATA[Warum kommen keine Massen von Menschen zu unseren christlichen Treffen?
Warum haben wir noch keinen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Warum kommen <strong>keine Massen</strong> von Menschen zu unseren christlichen Treffen?<br />
Warum haben wir noch <strong>keinen "richtigen" Namen</strong> für unsere Mini-Gemeinde in Staaken?<br />
Warum sind bestimmte Christen mit einer <strong>bestimmten Vision</strong> in unserem Team?<br />
Warum hat Gott im Gebet immer wieder deutlich gemacht, dass <strong>Er sich Sein Volk aus der Gefangenschaft befreien will</strong>?</p>
<p><!--more--><br />
Meine aktuelle These dazu ist:<br />
Weil Gott ganz andere Wege mit uns in Staaken gehen will, als wir es uns bislang dachten.</p>
<p>Der <strong>klassische Weg</strong> zur Gemeindegründung scheint doch der zu sein:<br />
1. Empfang der Berufung.<br />
2. Bauen eines Teams.<br />
3. Analysieren des Zielgebietes und der Zielgruppe.<br />
4. Sicherung der Ressourcen.<br />
5. Entwickeln bedürfnisgerechter, evangelistischer Angebote mit entsprechender Verkündigung.<br />
6. Irgendwann der Wechsel von einem evangelistischen Projekt zu einem Gemeindegründungsprojekt.<br />
7. Bei genügender Etablierung der Wechsel von einem Gemeindegründungsprojekt zu einer "richtigen" Gemeinde mit einer gemieteten/besser: gekauften Immobilie, einem "richtigen, eigenen" Pastor und der Veröffentlichung der "eigenen" Grundwerte, Ziele und des "eigenen" Gemeindenamens.<br />
8. Etablieren des Gemeindelebens: Starten von Gemeindeprogrammen und Weiterführen von evangelistischen Aktionen, in der Hoffnung, dass mehr und mehr Menschen in das Gemeindehaus kommen. Der Segen (Erfolg) wird dann daran gemessen, wieviel Gottesdienstbesucher am Sonntag erscheinen.</p>
<p><strong>Könnte es sein, dass diese Schema total falsch ist?</strong><br />
Oder, etwas bescheidener: zumindest für uns in Staaken total falsch ist?</p>
<p>Der Weg, dem ich gerade begegne, ist der (ich bin mal kurz überheblich) <strong>"Jesus-Weg"</strong>.</p>
<p><strong>Wo führte Jesus Versammlungen durch?</strong><br />
Dort, wo Er war.<br />
Sprich: im Freien, in der Synagoge, auf dem Tempelgelände, in den Häusern.</p>
<p><strong>Wo trafen sich die Christen in Jerusalem und der frühen Kirchengeschichte?</strong><br />
In den Privat-Häusern, und wenn es ging, auch in der Öffentlichkeit.</p>
<p><strong>Ab wann galt Gemeinde als Gemeinde?</strong><br />
Sobald sich mind. 2-3 Christen trafen, um gemeinsam Jesus zu begegnen und Seinen Willen zu tun.<br />
<strong>Vereinssatzungen?</strong><br />
Fehlanzeige. Das Wort Gottes war die Satzung.<br />
<strong>Etablierte Pastoren?</strong><br />
Fehlanzeige. Jesus war der Leiter.<br />
<strong>Eigenes Kirchengebäude?</strong><br />
Fehlanzeige. Versammlungen waren letztlich unabhängig vom Ort.<br />
<strong>Gemeindeprogramm?</strong><br />
Fehlanzeige. Der Heilige Geist gab das Programm vor.<br />
<strong>Gemeindenamen?</strong><br />
Fehlanzeige. Es gab nur die Christen in Jerusalem, in Asien, in Korinth ... in Staaken.</p>
<p>Könnte es sein, dass das Gemeindeverständnis einer Vielzahl von Christen heute auf falschen Prämissen beruht?<br />
Könnte es sein, dass wir diese aus der Bibel erkennbaren Gemeinde-Prinzipien zu lange als "historisch bedingt" oder "nebensächlich" abgetan haben?</p>
<p>Meine Sicht von Gemeinde wird auf zur Zeit jeden Fall umgekrempelt.</p>
<p>Und ich entdecke erst nach und nach, welchen "Sprengsatz" die Christenheit in sich hat, wenn sie sich dem (Achtung - Überheblichkeit!)<strong> "Jesus-Weg"</strong> verschreiben würde. Das könnte eine Dynamik entwickeln, die gefährlich für das etablierte Kirchensystem wäre, aber vielleicht viel mehr noch im Sinne Gottes wäre.</p>
<p>Vielleicht hat das was mit der <strong>Befreiung des Volkes Gottes aus der Gefangenschaft</strong> zu tun.</p>
<p>Viele<strong> Herrscher aus den gemeindlichen Reihen</strong> würden aufschreien und gegen das befürchtete Chaos und die große Unsicherheit wettern. Denn das eigene Gemeindeprogramm würde vielleicht wegfallen, das schöne Kirchengebäude könnte uninteressanter werden, die Predigten des Pastors könnten durch die gegenseitige Erbauung der Christen irrelevanter werden und eine Gemeindeleitung könnte an Macht und Kontrolle verlieren, wenn sich hier und da Gemeinden in den Häusern bilden würden.<br />
Ein Herrscher aus gemeindlichen Reihen hätte Angst, sich in die "Unsicherheit" der Leitung durch den Heiligen Geist zu begeben.</p>
<p>Aber ich kann mir vorstellen, dass sich Gott freuen würde.<br />
Er sieht auf das Verachtete und Geringe.<br />
Er schaut nicht auf Titel und schöne Bauten.<br />
Er würde sich vielleicht daran erfreuen, wenn mehr und mehr Christen <strong>wirklich das allgemeine Priestertum aller Gläubigen </strong>leben würden, wesentlich freier von Herrschaft und menschlicher Hierarchie.<br />
Er würde sich vielleicht daran erfreuen, wenn Sein Volk erkennen würde, dass es nicht die Gemeinde XY in der XY-Straße gibt, sondern nur eine Gemeinde.<br />
Wenn Christen dort Gemeinde leben würden, wo sie auch sind:<br />
im Freien, in der Synagoge, auf dem Tempelgelände, in den Häusern.</p>
<p>Könnte das der "Jesus-Weg" sein, sprich: der Weg für Seine Gemeinde, den Er sich so ausgedacht hat?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Puzzlestücke]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/?p=247</link>
<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 18:00:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/?p=247</guid>
<description><![CDATA[Ein Dienstpartner vom Staaken-Projekt hatte mir letztens eine CD von einem Gottesdienst einer baptis]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Dienstpartner vom <a href="http://freenet-homepage.de/staaken-projekt/" target="_blank">Staaken-Projekt</a> hatte mir letztens eine CD von einem Gottesdienst einer baptistischen Gemeinde zugesteckt. Auf dieser CD war eine gute, ermutigende Predigt von <a href="http://tafel.4haso.de/" target="_blank">Haso</a> zu hören. Er benutzte zum Thema "Erweckung" u.a. das Bild von einem steigenden, geistlichen <a href="http://gfberlin.terred.de/wordpress/?p=92" target="_blank">Grundwasserspiegel</a>. Wir würden oft das erweckliche Donnerwetter erwarten, aber Erweckung bestehe auch darin, dass sich langsam, stetig und zunächst unsichtbar etwas Gutes heranbilde.<br />
<!--more--><br />
Das passt gut zu dem Bild der Puzzlestücke:<br />
In der Gemeindearbeit in Staaken erhoffe ich auch immer wieder, dass etwas "Durchbrechendes" passieren möge. Aber in letzter Zeit stelle ich fest, dass einem Durchbruch erst viele, einzelne Puzzlestücke vorangehen müssen. Es gibt eine Verkettung von vielen, unscheinbaren Einzelmomenten, die erst in ihrer Gesamtheit zu dem führen, was dann durchbrechend aussieht.<br />
Solch ein Durchbruch erscheint für die Beteiligten wohl kaum wie etwas Gewaltiges, sondern wie etwas langsam Gewachsenes. Nur für Außenstehende bleibt das Staunen über das fertig gewordene Puzzle.</p>
<p>Die "Insider" wissen, wie es ist, jede Woche einen Saal etwas schöner zu gestalten, sich Gedanken zu machen, wie man Menschen die Liebe Gottes nahe bringen kann; wie es ist, Experimente zu starten: Wege säubern, Spielplätze aufzuräumen, Infotisch-Aktionen durchzuführen, den 20.000'en Flyer weiterzugeben, zu beten, und zu beten, und zu beten..., Gespräche zu führen, Werbung zu machen, theologische Linien zu entdecken, Depressionen zu bekommen, angefochten zu sein, aufgeben zu wollen, doch wieder aufzustehen, Spaß zu haben ...</p>
<p>Solch ein Puzzlestück-Sammelsurium scheint auch die <a href="http://vineyard-filstal.de/kleingruppe-im-gaisrain-was-ihr-den-geringsten-getan-habt/286/#more-286" target="_blank">Arbeit in Gaisrain</a> zu sein.<br />
Wieder eine Arbeit im Reich Gottes, die für die Weltpolitik kaum Bedeutung hat, die aber für das Leben einzelner Menschen mit neuer Hoffnung verbunden ist.<br />
Für jeden dieser einzelnen Menschen lohnt sich die Puzzlestück-Arbeit.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gedankenfetzen]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/?p=150</link>
<pubDate>Sun, 27 Jan 2008 19:46:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/?p=150</guid>
<description><![CDATA[Ich bin kein Prediger und werde auch nie einer sein.
Ich bin erlöster Mensch, Christ, Bruder Jesu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin <b>kein Prediger</b> und werde auch nie einer sein.<br />
Ich bin <b>erlöster Mensch</b>, Christ, Bruder Jesu...</p>
<p><!--more--><br />
Ich gehe nicht zum <b>Gottesdienst</b>.<br />
Jeder Tag ist ein Gottesdienst.<br />
Entweder einer zum Lobe Gottes. Oder für ...</p>
<p><b>Kritik an meiner Gemeinde</b> soll nicht dazu dienen, dass ich auf Distanz gehe,<br />
sondern um Heilung für die Gemeinde bitte, damit sie von den Krankheiten geheilt wird.</p>
<p><b>Kritik an anderen Menschen</b> soll nicht dazu dienen, dass ich auf Distanz zu ihnen gehe,<br />
sondern dass mich die Kritik zur Bitte um Heilung bei mir und den anderen leitet.</p>
<p>Das <b>"Vater-Unser"</b> mag für manche ein hilfreiches Ritual sein.<br />
Aber für mich ist die Handhabung dieses Gebetes in den meisten Gemeinden sinnentleert und fern von dem, was Jesus meinte.</p>
<p>Es geht nicht darum, dass "meine" Gemeinde gewinnt. Es geht um das <b>Reich Gottes</b>.<br />
Sollen die Leute doch in die Versammlung gehen, in der sie sich gefördert sehen. Wir haben doch alle Freiheit! Lasst jeden mit Segen ziehen!<br />
Die Konkurrenz gibt es höchstens in unseren Herzen - aber nicht im Reich Gottes.</p>
<p>Ich sehne mich nach einem <b>ganzheitlichen Glauben</b>, der mit Körper, Seele und Geist gelebt wird.<br />
Ich wünsche mir und uns eine Befreiung von Versammlungen, die mitunter zu ordentlich sind.</p>
<p>Das <b>allgemeine Priestertum</b> und die oft anzutreffende Pastorenzentriertheit passen nicht zusammen.<br />
Ein Pastor wird im besten Fall vom Mentor zum Coach. Ansonsten verkümmert eine Gemeinde mehr und mehr zum Konsumenten-Verein.<br />
Ein Pastor sollte nicht zum ausschlaggebenden Faktor werden - es sei denn, Gott hat ihn dazu bestimmt.</p>
<p>Unser Glaube und unsere Versammlungen sind dann <b>relevant</b>, wenn es vor, während, nach den Versammlungen nette Gespräche mit den Nachbarn in unserem Kiez gibt.</p>
<p><b>Älteste</b> sind nicht zur Kontrolle berufen.<br />
Älteste sind zum Vertrauen berufen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unbewusste Missionale]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/01/11/unbewusste-missionale/</link>
<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 09:01:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/01/11/unbewusste-missionale/</guid>
<description><![CDATA[Gestern war ich in Velten, um dort die Predigt im Rahmen der AGW zu halten.
Zum Schluss gab es ein g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war ich in Velten, um dort die Predigt im Rahmen der AGW zu halten.</p>
<p>Zum Schluss gab es ein gemeinsames Essen und wir kamen in's Gespräch.<br />
<!--more--><br />
<i>Wie ist es in Velten?<br />
Welche Probleme sind hier die größten?<br />
Wie können Gemeinden darauf reagieren?</i></p>
<p>Dabei wurden Erlebnisse ausgetauscht.<br />
Z.B.:<br />
Ein Ehepaar kümmert sich um eine alkoholkranke Frau und deren Kinder.<br />
Sie helfen ihr bei Anträgen, sie darf bei ihnen zeitweilig wohnen, über Weihnachten wird mit den Kindern etwas Zeit verbracht ...<br />
und über all das kommt die Frau mehr und mehr zu Jesus hin.<br />
Auch die Kinder fangen an, Fragen nach Gott zu stellen.</p>
<p>Dieses Ehepaar weiß wahrscheinlich nicht viel von "Emerging Church" oder den feinen Unterschieden zwischen "missional" und "missionarisch".</p>
<p>Aber wahrscheinlich spielt das keine große Rolle.<br />
Sie leben es einfach.<br />
Ihre Worte und Taten finden zusammen (das zum Stichwort "holistisches Christsein").</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gesellschaftstransformation]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/22/gesellschaftstransformation/</link>
<pubDate>Sat, 22 Dec 2007 13:32:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/22/gesellschaftstransformation/</guid>
<description><![CDATA[Das ist eine spannende Idee:
Das Marburger Bibelseminar bietet einen Masterstudiengang für Gesellsc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist eine spannende Idee:<br />
Das Marburger Bibelseminar bietet einen Masterstudiengang für Gesellschaftstransformation an (via <a href="http://toby-faix.blogspot.com/2007/12/gemeinde-gesellschaft-gerechtigkeit.html" target="_blank">toby</a>).<br />
Hier gibt es noch mehr Infos: <a href="http://www.gesellschaftstransformation.de/" target="_blank">Marburger Bibelseminar</a>.</p>
<p>Nun ist es ja nicht so, dass es nicht auch im Rahmen der klassischen theologischen Ausbildung Fächer zum Thema "Diakonie" etc. gibt. Der Reiz in diesem Masterstudiengang besteht allerdings darin, dass es ganz gezielt und schwerpunktmäßig um die Transformation der Gesellschaft geht: mehr soziales/praktisches Engagement von Gemeinden und Christen - mit Einbeziehung des spirituellen Teils und der Mitarbeit in einem entsprechenden Projekt.</p>
<p>Möge es gesegnet sein!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Christsein in der Gesellschaft]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/21/christsein-in-der-gesellschaft/</link>
<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 10:25:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/21/christsein-in-der-gesellschaft/</guid>
<description><![CDATA[Es ist wohl ein Ding von uns Menschen:
Es zieht uns magnetisch zu unserem Ego hin.
Entsprechend auch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wohl ein Ding von uns Menschen:<br />
Es zieht uns magnetisch zu unserem Ego hin.</p>
<p>Entsprechend auch das Leben mancher Vereine, Clubs, Gemeinden...<br />
manchmal zu sehr auf sich konzentriert.</p>
<p>Es geht aber auch anders.<br />
Hier zwei Beispiele, wie Christen für unsere Gesellschaft relevant sein können:<br />
<!--more-->Der Unternehmer Deichmann, ein Christ, scheffelt zwar eine Menge Geld.<br />
Aber er setzt es bewusst auch für andere ein.<br />
So wurde mit seiner Hilfe ein <b>ärztliches Zentrum in Moldawien</b> gebaut, in dem sich Arme kostenlos behandeln lassen können.<br />
Das macht für Hunderte und wohl Tausende von Menschen einen gewaltigen Unterschied!<br />
Für das Leben.<br />
Gefunden hier: <a href="http://www.pro-medienmagazin.de/themen/wirtschaft/wirtschaft-single/article/unternehmer-deichmann-grossherzigster-deutscher/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=9&#38;cHash=82f2c6df2c" target="_blank">pro</a>.</p>
<p>Oder das <b>Bollerwagen-Projekt</b> in Hamburg:<br />
Christen vom <a href="http://www.jesuscenter.de/index.php?id=141" target="_blank">Jesus-Center</a> ziehen mit einem Bollerwagen durch den Kiez, spielen mit Kindern und reden mit Eltern.<br />
Es finden gute Vernetzungen statt.<br />
Manche Kinder werden mal auf gute Gedanken gebracht - und sie merken, dass sich jemand bewusst Zeit für sie nimmt.<br />
Gefunden hier: <a href="http://www.idea.de/index.php?id=917&#38;tx_ttnews[tt_news]=60338&#38;tx_ttnews[backPid]=18&#38;cHash=8022c9c30a" target="_blank">idea</a>.</p>
<p>Auch, wenn Christen nicht immer die besseren Menschen sind,<br />
auch, wenn es manch schreckliche Ereignisse in der Kirchengeschichte gibt,<br />
aber solche Christen sind relevant.<br />
Ohne sie wäre unsere Welt dunkler.<br />
Mit ihnen ist es heller und schöner.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Teilen mit Christen!]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/10/teilen-mit-christen/</link>
<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 19:10:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/10/teilen-mit-christen/</guid>
<description><![CDATA[Der Titel ist nicht der Titel einer neuen Gameshow!
Es geht um die Frage:
 Wie kann im Hier und Jetz]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel ist nicht der Titel einer neuen Gameshow!</p>
<p>Es geht um die Frage:<br />
<strong> Wie kann im Hier und Jetzt das christliche Teilen nach Apostelgeschichte 2 (etc.) aussehen?</strong></p>
<p>In Kurzfassung:<br />
Das jesusmäßige Teilen ist <strong>aus der Liebe</strong> (griech. <em>agape</em> = eine Liebe, die aufgrund einer Entscheidung gelebt wird; einer Einstellung gleich, die nicht immer von Emotionen abhängig sein muss) geboren.<br />
D.h.: Man schaut zuerst darauf, was dem anderen hilft - und nicht zuerst auf sich selbst.<br />
Die erste Gemeinde in Jerusalem teilte alle Besitztümer, WEIL sie <strong>ein Herz und eine Seele</strong> war.<br />
Es geht somit nicht um ein Teilen, das rein formell abläuft, sondern es ist eng mit diesem Charakteristikum verbunden.<br />
Es muss hinsichtlich Apg.2 aber auch gesagt werden:<br />
<!--more--><br />
Das Beispiel von <strong>Ananias und Saphira</strong> zeigt, dass das "ein Herz und eine Seele" zwar die Masse der ersten Christen gekennzeichnet haben mag, aber dass es eben auch andere Christen gab, die mehr nach dem Motto lebten: <em>"Image ist alles!"</em><br />
Auch muss erwähnt werden, dass es allzu bald zu scheinbaren <strong>Ungerechtigkeiten beim Teilen</strong> kam. Es gab Witwen, die sich gegenüber anderen Witwen benachteiligt sahen. Es kam zu einer Art Rechtsstreitigkeit im Namen der Gerechtigkeit.<br />
Die erste Gemeinde setzte nun Diakone ein, die das Teilen verwalten sollten.<br />
So weit - so menschlich.</p>
<p><strong>Wie könnte so ein Modell des Teilens in den heutigen christlichen Gemeinden aussehen?</strong></p>
<p>Dabei stoßen wir auf ziemlich praktische Fragen:<br />
Sollte solch ein Teilen öffentlich gehandhabt werden?<br />
Das hieße:<br />
Eine klassische deutsche Gemeinde, die sich als Verein organisiert hat, würde wohl ihre <strong>Gemeinnützigkeit auf's Spiel setzen</strong>, wenn sie ihre eigenen Gemeindemitglieder finanziell begünstigt.<br />
Im Weiteren hieße das:<br />
Eine solche Gemeinde müsste dann eben die Gemeinnützigkeit sausen lassen, was wiederum einige finanzielle und z.T. rechtliche Einbußen mit sich brächte (so z.B. und nach meiner Kenntnis, keine Möglichkeit mehr, Spenden steuerlich abzusetzen). Eine Gemeinde, die einen solchen Schritt wagt, pfeift tatsächlich auf das Geld - was nicht schlecht sein muss!<br />
Oder eine solche Gemeinde dürfte nur die Mindestanzahl an Vereinsmitgliedern haben, so dass der (inoffizielle) Rest der Gemeinde keinen Mitgliedsstatus hat - und somit auch nicht begünstigt werden kann.<br />
Natürlich müsste all das vorerst rechtlich genau geprüft werden.</p>
<p>Ein weiteres Hindernis ist der Status derjenigen, die wohl am meisten Hilfe gebrauchen können:<br />
<strong>Die Arbeitslosen!</strong><br />
Theoretisch muss jeder Hartz4-Empfänger seine Einnahmen und Zuwendungen offen legen.<br />
Falls ein Hartz4-Empfänger also einen Gemeinde-Zuschuss von z.B. 50,-EURO bekäme, müsste dies beim ALGII angerechnet werden. Kurzum: Die Gemeinde würde die Steuerzahler entlasten, aber ihre Spender belasten. Der Staat würde "Danke" sagen. Aber ob das die Hilfe ist???</p>
<p>Sehr finanzkräftige Gemeinden könnten evtl. einige <strong>400-EURO-Jobber</strong> anstellen.<br />
Denn Arbeiten in und für und im Namen der Gemeinde fallen immer an.<br />
Warum nicht Einzelne dafür "entschädigen"?<br />
Das wäre eine Hilfe für Einzelne, aber nicht für die Masse der Bedürftigen.<br />
Dennoch würde das hier und da viel Sinn machen.</p>
<p><strong>Ein Zwischenkommentar:</strong><br />
Das Teilen in Deutschland ist gar nicht so einfach.<br />
Vor allem ist es schwer, den wirklich Bedürftigen, die ALGII bekommen, finanziell zu helfen.</p>
<p>Es ist Kreativität gefragt.<br />
Was tun?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Holistisches Christsein &amp; Bibelauslegung]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/07/holistisches-christsein-bibelauslegung/</link>
<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 22:19:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/07/holistisches-christsein-bibelauslegung/</guid>
<description><![CDATA[Es gibt bei der Auslegung der Bibel diese Spannungen:
A) Wir legen die Bibel möglichst wortwörtlic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt bei der Auslegung der Bibel diese Spannungen:</p>
<p><strong>A) Wir legen die Bibel möglichst wortwörtlich aus.</strong><br />
Bloß: Wer das tut, verliert sich allzu schnell im Detail und macht das Detail zur Hauptsache.<br />
Und: An etlichen Stellen zielt das Wortwörtliche letztlich am Sinn einer Stelle vorbei.<br />
Kurzum: Eine wortwörtliche Auslegung führt uns am Wesentlichen vorbei.<br />
Ich nenne das mal die "Pharisäer"-Methode.</p>
<p><strong>B) Wir legen die Bibel sinngemäß aus.</strong><br />
Bloß: Wer das tut, nimmt irgendwann das Detail nicht mehr ernst und die Hauptsache wird verschwommen, weil auch die Hauptsache oftmals aus vielen Details besteht.<br />
Und: Sogar durch die hehre Absicht, den Sinn zu entdecken, kann man dadurch am Sinn vorbeischrammen.<br />
Kurzum: Der Wunsch, das Wesentliche zu entdecken, kann dazu führen, das Detail nicht mehr ernst zu nehmen und damit den Sinn zu verkennen.<br />
Ich nenne das mal die "Liberal"-Methode.</p>
<p><strong>Das heißt:<br />
</strong><!--more--><br />
Jeder Bibeltext fordert uns neu dazu auf, zwischen dem <strong>Wortgetreuen</strong> und dem <strong>Sinn</strong> zu differenzieren.<br />
Es gibt biblische Texte, die wortwörtlich verstanden werden müssen.<br />
Und es gibt solche Texte, die sinngemäß verstanden werden müssen.<br />
<strong><br />
Daran ist zu sehen:</strong><br />
Es kann m.E. nicht DEN einzig wahren Auslegungsmaßstab geben, sondern er muss <strong>im Einzelfall</strong> erkannt werden.</p>
<p>Wir sollten somit das<strong> Ganze der Bibel</strong> sehen: den ungefähren Heilsplan, den Gott in der Bibel offenbart und das, was von Seinem Wesen gezeigt wird.<br />
Aber Gott zeigt sich eben auch im <strong>Detail</strong>.</p>
<p>So brauchen wir eine <strong>holistische Sicht:</strong><br />
Wir starten von dem, was wir als Wesen Gottes erkannt haben und vom dem, was wir als Seinen Heilsplan erkannt haben.<br />
Von dieser "Adler"-Sicht stürzen wir uns dann in das Detail.<br />
Aber eben nur "von oben" werden wir das Detail recht einordnen und verstehen können.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Meine (Klo-) Brille...]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/05/meine-klo-brille/</link>
<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 13:56:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/05/meine-klo-brille/</guid>
<description><![CDATA[beim Bibellesen.
auch das ist für mich ein Thema des ganzheitlichen Christseins (wer meine bisherig]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>beim Bibellesen.</p>
<p>auch das ist für mich ein Thema des ganzheitlichen Christseins (<em>wer meine bisherigen Artikel und Kommentare zum "holistischen" Christsein gelesen hat, weiß, dass ich um diesen Begriff ringe. Ich will nicht einen Begriff einführen, der schon wieder etwas Besonderes sein soll. Trotzdem sehe ich: Der christliche Glaube ist im Wesen holistisch. Wenn ich nun vom holistischen Christsein schreibe, dann ist es mir eine Erinnerungshilfe, den Glauben und eigentlich Gott himself nicht verkürzt zu denken - und dennoch das Reduzierte wahrzunehmen</em>).</p>
<p>Wie schon erwähnt, habe ich angefangen, meine "Brille" beim Bibellesen auszutauschen, als es um die Frage ging: <a href="http://dikosss.wordpress.com/category/systematisches/gemeinde-frauen/" target="_blank">"Dürfen Frauen laut Bibel eine Gemeinde leiten?"</a></p>
<p>Mein Ergebnis ist:<br />
<!--more--><br />
Gerade, weil ich mich als <strong>"bibeltreu" </strong>bezeichne, muss ich zu dem Ergebnis kommen, dass Frauen eine Gemeinde leiten dürfen.<br />
Das hat mich verwundert, denn einige Zeit meinte ich, dass sich meine <strong>Bibeltreue</strong> gerade darin zeigen würde, indem ich die "Contra-Frauen-in-der-Gemeindeleitung" vertrat.<br />
Ich meine nun:<br />
Ich habe eine neue Brille auf.<br />
Und trotzdem:<br />
Wir Menschen sind beschränkt.<br />
Mein Vater (mal Atheist, mal Agnostiker) benutzt gerne das Bild von der Auster:<br />
Wir Menschlein sind wie eine Auster auf dem Meeresgrund.<br />
Wir haben keine Peilung, wenn da oben ein Schiff die Gegend unsicher macht.<br />
Wir kennen gerade mal die näheren Millimeter unserer Umwelt.<br />
Mein Vater bezieht dieses Bild gerne auf unsere Unfähigkeit, überhaupt etwas von Gott erkennen zu können (<em>dem stimme ich übrigens zu! Gott sei Dank hat Er sich uns offenbart!</em>).</p>
<p>Ich beziehe dieses Bild mal auf unsere Art und Weise, die Bibel zu lesen und zu deuten.<br />
Wir müssen beim Lesen davon ausgehen, dass wir eine Klobrille auf dem Kopf haben und direkt in die Schüssel gucken. Oder das vielleicht angenehmere Bild: Wir sind bibellesende Austern.<br />
<strong> D.h.: Wir haben einen beschränkten Horizont.</strong><br />
Entsprechend sind unsere Deutungen beschränkt.<br />
Es gibt eine Ausnahme:<br />
Der Heilige Geist nimmt uns die Klobrille ab und gibt uns den 360 Grad-Blick auf das Leben frei. Das Leben außerhalb der Kloschüssel.</p>
<p>Aber wer mag schon von sich behaupten, dass man eine solche Erfahrung gemacht hat (selbst, wenn es "nur" der 180 Grad-Blick wäre...)?<br />
Und selbst, wenn es jemand behauptet, heißt es noch nicht, dass andere das für voll nehmen.<br />
Es kommt ja leicht der Verdacht auf, dass der Erleuchtete einen Messias-Komplex haben könnte!<br />
<em>"Der Heilige Geist hat mir persönlich die wirkliche Wahrheit gezeigt..."</em></p>
<p>Aber es gibt einen <strong>Bibellese-Ansatz</strong>, der mir sehr nahe steht.<br />
Es ist der Blick (bzw. der Versuch davon) auf den gesamten Heilsplan Gottes, wie wir ihn aus der Bibel erkennen können.<br />
Peter schreibt davon (<a href="http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2007/12/05/peters-gedanken/theologie/emergent-nachlese-5-bibel-pingpong" target="_blank">Bibel-Pingpong</a>).</p>
<p>Es gibt sicherlich diese Gefahr beim <strong>redemptive arc</strong>:<br />
Indem ich die Bibel ganzheitlich/holistisch betrachte, relativiere ich das Konkrete und könnte es vorschnell als lediglich situativ-historisch bedingt abtun, um damit zum Ausdruck zu bringen:<br />
<em> "Gilt für mich nicht mehr!"</em><br />
Unangenehme Passagen könnten auf diese Weise aus dem Weg geräumt werden.</p>
<p>Wenn ich allerdings nur das Detail sehe, ohne den Heilsplan Gottes einzubeziehen, dann werde ich die biblische Botschaft ebenfalls falsch deuten. Mal exemplarisch: Die Freiheit in Christus kann ich nur verstehen, wenn ich ein bisschen Ahnung vom Gesetz und den Propheten habe. Oder verkürzt: Das NT verstehe ich umso besser, je besser ich das AT verstehe.</p>
<p>Um von der Klobrille befreit zu werden, brauche ich also den <strong>Mut, das Größere/Ganze erkennen zu wollen</strong>, aber auch die <strong>Ernsthaftigkeit, mich auf das Detail einzulassen</strong>.<br />
Ich meine:<br />
Das führt tatsächlich zu einem befreiten, erlösten Glauben, der die Erkenntnisse anderer respektieren kann, aber in Sachen "Grund &#38; Wirkung von Kreuzigung und Auferstehung" fest steht.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[...oder: Wie teile ich?]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/03/oder-wie-teile-ich/</link>
<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 10:43:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/03/oder-wie-teile-ich/</guid>
<description><![CDATA[Holistisches Christsein erkennt sich als ein Teil eines Ganzen, ohne sich nur auf das Teil-Sein zu f]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Holistisches Christsein</strong> erkennt sich als ein Teil eines Ganzen, ohne sich nur auf das Teil-Sein zu fixieren.<br />
Diese Erkenntnis führt zu Lebensäußerungen.<br />
Dies hat Auswirkungen auf das<strong> wirtschaftliche Zusammenleben</strong>.</p>
<p>Ein Blick in die Tageszeitungen (oder das Internet) genügt, um immer wieder vor Augen geführt zu bekommen, dass die <strong>Kluft zwischen Arm und Reich</strong> größer wird. Dies wurde bei mir schon zu Schulzeiten erörtert (mind. 15 Jahre her) und erweist sich zunehmend als wahr (ein aktuelles Beispiel: die <a href="http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/830871.html" target="_blank">Manager-Gehälter</a>).</p>
<p>Zur Zeit bin ich selber ALG I-Empfänger, kenne aber auch genügend ALG II-Empfänger sowie Gutverdienende. Alles Christen.<br />
<strong> Was heißt "holistisches Christsein" in diesem Kontext?</strong></p>
<p>Das Parade-Beispiel ist das Zusammenleben der <strong>ersten Gemeinde</strong> in Jerusalem.<br />
Die Christen waren ein Herz und eine Seele und infolgedessen teilten sie ihren Besitz, damit auch die Armen versorgt sind (u.a. Apg. 2).<br />
Ein anderes Beispiel ist die <strong>Nahrungsvermehrung für die 5000</strong> ( Mk 6; Mt 14; Joh 6; Lk 9).<br />
Auch hier findet ein Teilen statt. Ganz ketzerisch habe ich schon überlegt, ob es sich überhaupt um ein Wunder handelt oder ob Jesus hier nicht vielmehr eine Anleitung zum Teilen gegeben hat (<em>denn dieses Geschehen wird zwar als "Zeichen Jesu" beschrieben, dies kann aber auch darin bestehen, dass Jesus gezeigt hat, dass es möglich ist, mind. 5000 Menschen zu sättigen, auch wenn nicht jeder was zum Essen dabei hat. Es war deswegen möglich, weil vielleicht jeder 3. oder 4. was dabei hatte und es nun mit den anderen geteilt hat - so wie Jesus es vorgelebt hat.</em>).</p>
<p><strong>In meiner Gemeinde</strong> findet manchmal ein ähnliches Teilen statt.<br />
Öfters ist es das gemeinsame Essen:<br />
Bei einem Glaubenskurs, nach manchen Gottesdiensten oder zu einigen Gruppentreffen wie dem Teenykreis (FRIENDS). Jeder bringt ein bisschen mit und damit reicht es für alle.<br />
Es gab auch schon Fälle in der Gemeinde, wo Wohlhabendere den Ärmeren finanziell geholfen haben. Das läuft dann mehr unter der Hand und wird nicht öffentlich im Gottesdienst angekündigt.</p>
<p>Mit einer christlichen Ethik könnten auch die <strong>Manager Deutschlands </strong>das Teilen lernen.<br />
Zwar halte ich es für gerechtfertigt, wenn sie aufgrund ihrer höheren Verantwortung auch mehr Geld kassieren als der Hausmeister; aber ein Manager, der das Teilen Jesu vor Augen hat, würde wohl von selbst merken, ab wann sein Gehalt unangemessen ist. Z.B. dann, wenn er Millionen einfährt, WEIL er drastische Spaßmaßnahmen durchgeführt hat und infolgedessen Angestellte gekündigt wurden.<br />
Ein Teilen im Sinne von Jesus würde dazu führen, dass der Manager vorerst bei sich selbst die Sparschraube ansetzt, bevor er Leute entlässt.<br />
Ähnliches gilt für unsere <strong>Bundestagsabgeordneten:</strong> Bevor sie sich eine Diätenerhöhung gönnen, würden sie zuerst mit Fleiß daran arbeiten, gegen die Kinderarmut Maßnahmen zu ergreifen.<br />
Aber dafür muss das Herz von Jesus ergriffen sein.</p>
<p>Das Teilen im Sinne Jesu kann auch im <strong>privaten Bereich </strong>bestens funktionieren.<br />
Wenn ich den Wocheneinkauf mache, könnte ich für 2-3 EURO ein bisschen mehr kaufen und diese Waren an Nachbarn oder Freunde verschenken. Ein Zeichen der Liebe und des Teilens.</p>
<p>Weitergedacht würde ein Teilen im holistischen Christsein dazu führen, dass <strong>Tauschgemeinschaften</strong> entstehen. In einer Gemeinde würden manch Reichere die Ärmeren mittragen. Die Ärmeren könnten im Austausch bei den Reicheren im Haushalt Reparatur-Arbeiten durchführen, bei Umzügen helfen oder andere Arbeiten übernehmen, um eben das zu teilen, was sie haben und können.<br />
Eine Gemeinde würde dadurch enger zusammenrücken.<br />
Die Motivation wäre die Liebe und Gnade Gottes, die weiterverschenkt werden will.<br />
Und die Gemeinden wären wieder wie in Jerusalem damals ein Zeichen der Liebe Gottes!</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Christsein muss anders sein oder: Wie teile ich?]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/03/christsein-muss-anders-sein-oder-wie-teile-ich/</link>
<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 09:47:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
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<description><![CDATA[Seit ein paar Monaten befinde ich mich in einem (für mich) neuen Denkprozess.
Im Grunde fing es mit]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ein paar Monaten befinde ich mich in einem (für mich) <strong>neuen Denkprozess.</strong><br />
Im Grunde fing es mit der sog <strong>"Frauenfrage"</strong> an: Darf eine Frau predigen? Darf eine Frau das Ältestenamt bekleiden? (<em>Das sind Fragen, die für die meisten unserer Zeitgenossen nur Entsetzen oder Distanz auslösen (Ausn.: Moslems, manche hinduistischen und buddhistischen Richtungen und ca. 80% der restlichen Weltbevölkerung, die idR. dem Mann die Führungsrolle einräumt - d.h.: Die Emanzen-Bewegung stellt eine Minderheit dar). Aber wer die Bibel als Wort Gottes ernst nehmen will, muss sich diesen Fragen stellen, da es einige recht herausfordernde Verse zur "Frauenfrage" gibt. <a href="http://dikosss.wordpress.com/category/systematisches/gemeinde-frauen/" target="_blank">Hier</a> habe ich meine Antwort auf die Fragen gefunden.</em>)</p>
<p>Einhergehend damit war ein neues <strong>hermeneutisches Bewusstsein:</strong><br />
Wie lese ich eigentlich die Bibel?<br />
Welche Brille habe ich dabei auf?<br />
Berücksichtige ich den Kontext? Die Übersetzung? Andere Überzeugungen und Erkenntnisse? Die Absicht des Verfassers?<br />
Wenn ich die Worte der Bibel auslege, muss ich meine Auslegungsmethode immer wieder kritisch hinterfragen.<br />
Dabei merke ich mehr und mehr:<br />
Es gibt einige unabänderliche biblische Aussagen, die das Zentrum des Glaubens darstellen. Ein Rütteln an solchen Aussagen führt zur Aufgabe des christlichen Glaubens.<br />
Es gibt aber m.E. sehr viele biblische Aussagen, die z.T. recht unterschiedlich gedeutet werden können. Ein "Richtig" und "Falsch" erscheint mir nicht immer möglich, es sei denn: Gott selber spricht den Lesenden direkt im Herzen an. Aber insgesamt führt mich das zur intellektuellen Bescheidenheit. Ich will andere Auslegungen stehen lassen können, ohne deswegen die Einheit in Christus oder gar die Rechtgläubigkeit meines Gegenübers anzuzweifeln.<br />
Dies steht im Kontrast zur menschlichen Tendenz, Recht haben zu wollen und sich dann gegenüber anderen Menschen abzugrenzen, weil man meinen würde, die bessere Erkenntnis zu haben.<br />
Ich sage nur iSv. 1.Kor.13: Ohne Liebe kannst Du Dein Wissen in die Tonne treten!<br />
<strong>Zwei weitere Meilensteine</strong> auf diesem neuen Denkweg sind<br />
- die <a href="http://emergent-deutschland.de/" target="_blank">Emerging-Bewegung</a> und<br />
- das Buch von <a href="http://dikosss.wordpress.com/2007/11/28/shane-claiborne-dem-sein-buch/" target="_blank">Shane Claiborne</a>.</p>
<p>Alles in allem führt es mich dazu, dass ich das Verlangen nach einem anderen Christsein verspüre.<br />
Ich versuche das mit dem Begriff <strong>"Holistisches Christsein"</strong> anzudenken ( <a href="http://dikosss.wordpress.com/2007/12/01/holistisches-christsein/" target="_blank">I </a>/ <a href="http://dikosss.wordpress.com/2007/12/01/holistisches-christsein-ii/" target="_blank">II</a> / <a href="http://dikosss.wordpress.com/2007/12/02/holistisches-christsein-iii/" target="_blank">III</a> ).<br />
Dabei geht es weniger darum, etwas "Neues" zu erfinden, sondern das m.E. Eigentliche des Christseins zu formulieren - und zu leben. Komische Begriffe wie "Holistik" helfen mir dabei, diesem Gedankenprozess eine hilfreiche Form zu geben.</p>
<p>So - und weil dieses Posting schon recht ausführlich ist, eröffne ich gleich einen neuen Beitrag zu "...oder: Wie teile ich?".</p>
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<title><![CDATA[Holistisches Christsein III]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/02/holistisches-christsein-iii/</link>
<pubDate>Sun, 02 Dec 2007 14:17:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/02/holistisches-christsein-iii/</guid>
<description><![CDATA[1. These: 
Gerade wir westeuropäischen Christen brauchen eine Rückführung in den ganzheitlich gel]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1. These: </strong><br />
Gerade wir westeuropäischen Christen brauchen eine Rückführung in den ganzheitlich gelebten Glauben, der Körper, Seele und Geist gleichermaßen in die Gottesliebe und letztlich auch Feindesliebe hineinführt.</p>
<p><strong>2. These:</strong><br />
Als menschliche Gruppe stehen auch Christen in der Gefahr eine Parallelgesellschaft zu bilden. Dies muss immer wieder neu aufgebrochen werden, indem wir uns als Geliebte Gottes in und für unsere Gesellschaft einbringen.</p>
<p><strong>3. Weitergedachtes:</strong><br />
Ein holistisches Christsein erkennt sich in der langen Geschichte des biblischen Glaubens als ein Mini-Puzzlestück von vielen. Gleichermaßen erkennt es sich als ein Puzzlestück in der vielfältigen christlichen Theologie- und Gemeindelandschaft.</p>
<p>Die Vielfalt an Trennungen innerhalb des Christentums waren sicherlich nicht immer versöhnlicher Natur, sondern wohl eher von Streitereien und bitteren Entzweiungen geprägt.<br />
Ganze Gemeindebewegungen entstanden an solchen Fragen, ob auch Kinder getauft werden dürften oder nicht (vg. Baptisten). Ähnliches gilt für manch andere Fragen.<br />
Ich meine, dass uns der 1.Korinther-Brief eine gute Anleitung dafür gibt, wie wir mit unserem theologischen Wissen umgehen sollten:<br />
Die (vermeintlich) Starken sollen die Schwachen stützen.<br />
Wissen ohne Liebe ist für den A.</p>
<p>Auch in weiteren Briefen wird deutlich, dass Paulus die Einheit der Christen und die Vielfalt der Gaben wertschätzt. Eine Trennung von anderen Christen geschieht u.a. nur dann,<br />
- wenn es sich um eine <strong>versöhnliche Trennung</strong> handelt (Gemeinde gründen, Missionare aussenden =&#62; somit "dienstbezogene Trennungen");<br />
- wenn der <strong>Kern des Evangeliums</strong> (Erlösung rein aus Gnade - Heiligung rein durch Gnade) lehrhaft angegriffen wird;<br />
- wenn ein <strong>Fall von schwerwiegender Sünde</strong> (wer mag das messen?) im Gemeindeleben existiert, so dass der in der Sünde Verharrende mit Konsequenzen durch die Gemeinde rechnen muss - und sei es die Trennung von diesem.</p>
<p>Ansonsten zählt für Jesus und in dessen Tradition auch für Paulus die <strong>Einheit der Christen</strong>.<br />
Wenn also nicht ein Trennungsfall vorliegt (s.o.), ist diese von Gott schon gestiftete Einheit zu leben.<br />
Das kann, aber muss nicht systematisiert werden.<br />
Es geht also weniger um Methoden.</p>
<p>Beim holistischen Christsein geht es um die <strong>Arbeit des Heiligen Geistes an unseren Herzen/Einstellungen</strong>.<br />
Daraus mögen dann auch hin und wieder Methoden und Strukturen resultieren (vgl. die Einheits-Aktion der Evangelischen Allianz).<br />
Aber die Ganzheitlichkeit wird letztlich aus der Geistwirkung Gottes gespeist und bewegt sich auf dieser Linie. Dies führt Christen automatisch zu anderen Christen - egal, ob sich diese Baptisten, Methodisten, Landeskirchler oder Freikirchler nennen.<br />
Auf dieser Ebene ist auch die liebende Begegnung zwischen Evangelischen und Katholischen möglich - solange die Gnade Jesu das Zentrum, die Basis und das Ziel ist.</p>
<p>Ein persönlicher Anstoß ist für mich meine bisherige Biografie:<br />
Als Christ war ich zuerst in einer sog. charismatisch geprägten Gemeinde (<a href="http://www.josuagemeinde.de/" target="_blank">Josua-Gemeinde</a>) und anschließend in einer Landeskirchlichen Gemeinschaft (<a href="http://www.lkg-radeland.de/" target="_blank">Radelandstraße</a>).<br />
Allein dieser Wechsel führte mich zu einem Nachdenken über verschiedene Frömmigkeitsstile und theologische Ansichten.<br />
Ein weiterer Anstoß ist mit dem <a href="http://freenet-homepage.de/staaken-projekt/" target="_blank">Staaken-Projekt</a> verbunden:<br />
Ich sah mich genötigt, mal etwas gründlicher über das System "Landeskirche" nachzudenken.<br />
Trotz vielem Kritischen in der Landeskirche, sogar manch offensichtlich Widergöttlichem und einigen, m.E. groben Systemfehlern, kann ich die Landeskirche genauso wenig pauschal ablehnen, wie ich pauschal die Christenheit an sich ablehnen könnte. Dafür ist das geistliche Treiben in der Landeskirche doch zu vielfältig und bunt. Weizen und Unkraut gedeihen nebeneinander.</p>
<p>Um es (sinngemäß) mit den Worten eines Vineyard-Christen zu formulieren:<br />
Manche Christen sind die Tomate im Salat, andere die Gurke und wieder andere das Salatblatt.</p>
<p>Meine Ergänzung:<br />
Dass es darunter auch schlechte Maiskörner geben kann, merkt dann spätestens beim Kauen.</p>
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<title><![CDATA[Holistisches Christsein II]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/01/holistisches-christsein-ii/</link>
<pubDate>Sat, 01 Dec 2007 21:08:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/01/holistisches-christsein-ii/</guid>
<description><![CDATA[Hier habe ich angedacht, dass die Bibel von einem holistischen Glauben ausgeht.
Denn: Gott hat uns m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dikosss.wordpress.com/2007/12/01/holistisches-christsein/" target="_blank">Hier</a> habe ich angedacht, dass die Bibel von einem <strong>holistischen Glauben</strong> ausgeht.<br />
Denn: Gott hat uns mit Verstand, Gefühl, Seele, Geist &#38; Geistlichkeit ... erschaffen.<br />
Es gehört zusammen und erst im harmonischen Zusammenspiel erfahren wir ein vollumfängliches Heil.</p>
<p>Neben einer vielleicht mehr <strong>privat gelebten Frömmigkeit </strong>(Besuch von christlichen Versammlungen, Gebet, Bibellese etc.), existieren aber noch viele <strong>andere Lebensbereiche</strong>.<br />
Wenn wir diese im einzelnen betrachten, fällt auf, dass wir, um das Ganze besser verstehen zu können, auf das Isolierte schauen müssen. Dann aber muss wieder die Rückführung zum Ganzen geschehen.<br />
Ein <strong>holistisches Christsein</strong> beinhaltet also durchaus die <strong>Reduktion</strong>, darf aber nicht im Detail stecken bleiben.</p>
<p>D.h.:<br />
Unser Glaube hat Auswirkungen auf unser Leben.<br />
Egal, was wir glauben - es hat immer Folgen im Denken und Verhalten.<br />
Um das aber besser verstehen zu können, ist es hilfreich, unser Leben in kleinere Happen zu schneiden.<br />
Das ist Holistik und Reduktion (warum ich diese Begriffe verwende? Weil es sich schön griffig anhört, diese Begriffe m.E. gut passen und dem Ganzen damit irgendwie eine gewisse Relevanz verliehen wird, nach dem Motto: Man kann viel Stumpfsinn schreiben, aber wenn viele schwierige Wörter auftauchen, muss es einfach wichtig sein! :-) ).</p>
<p>Wenn wir unsere Lebensbereiche anschauen, dann wissen wir als Christen:<br />
Es gibt nicht nur das Gemeindeleben im Gemeindehaus!<br />
Aha!</p>
<p>Wir haben <strong>Nachbarn</strong>, <strong>Freunde</strong>, sind vielleicht in einem <strong>Sportverein</strong>, leben in einer <strong>Stadt</strong>, einem <strong>Dorf</strong>, leben unter einer bestimmten <strong>Regierung</strong> ... kurzum:<br />
zig Faktoren und Beziehungen beeinflussen unser Leben und wir wiederum beeinflussen die Leben anderer mit unserem Leben.</p>
<p>Bei<strong> <a href="http://neun.scm-digital.net/foren/readframe.html?f=5&#38;i=533369&#38;loc=0&#38;t=533369&#38;doflat=&#38;prod=no" target="_blank">Jesus.de</a></strong> habe ich versucht, diesen Horizont mit einem Posting mal anzuvisieren.<br />
Bislang hat sich einer gemeldet, wobei ich mit der Antwort nicht viel anfangen kann.<br />
Möglicherweise war mein Posting voll daneben.<br />
Möglicherweise hat es so in's Schwarze getroffen, dass es mehr Betroffenheit auslöst als eine Schreibtüchtigkeit.<br />
Oder etwas von beidem.</p>
<p>Ich entdecke nur (Dank an <a href="http://dikosss.wordpress.com/2007/11/28/shane-claiborne-dem-sein-buch/" target="_blank">Shane Claiborne</a>):<br />
Wir Christen (oder wir Menschen?) haben die Tendenz, uns in uns selbst zurückzuziehen.<br />
Es entstehen <strong>Parallelgesellschaften</strong>.<br />
Auf dem christlichen Sektor fällt das besonders vor Weihnachten auf.<br />
Ich bekomme massenweise Bücher- und Geschenkkataloge von christlichen Unternehmen zugesendet.<br />
Da gibt es "alles": von z.T. guten christlichen Büchern bis hin zu Tassen und Kerzen, die einen frommen Spruch drauf haben. Für Israel-Fans gibt's natürlich Special-Kataloge mit Produkten nur aus Israel. Es gibt tonnenweise christliche Musik - viel Gutes, aber doch wirkt es in der Masse wie ein Appell, der christlichen Unterhaltungsindustrie zu frönen.<br />
Christliche Parallelgesellschaft.</p>
<p>Aber ein holistisches Christsein sieht <strong>über den Tellerrand</strong>.<br />
Ein <strong>Negativ-Beispiel:</strong><br />
Es gibt Gemeinden, die leben mit ihrem Gemeindehaus in einer sozial schwierigen Gegend.<br />
Was ist ihr Hauptproblem?<br />
Dass Jugendgangs ihre Graffitis an die Wand des Gemeindehauses schmieren.</p>
<p>Ein<strong> Positiv-Beispiel:</strong><br />
Es gibt Gemeinden, die leben mit ihrem Gemeindehaus in einer sozial schwierigen Gegend.<br />
Was ist ihr Hauptproblem?<br />
Dass sie nicht genügend Mitarbeiter haben, um allen Jugendlichen im Kiez zu helfen.</p>
<p>Ein praktisches Positiv-Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit:<br />
<a href="http://hacky1.wordpress.com/" target="_blank">Jochen</a> vom <a href="http://www.v-n-b.de/" target="_blank">Vineyard-Netz Berlin</a> und "seine" Leute hatten dazu aufgerufen, sich einer <strong>Demo gegen Nazis</strong> in Berlin anzuschließen.<br />
Christen, die so etwas tun, brechen aus der Parallelgesellschaft auf bzw. verhindern von vornherein, dass eine solche entsteht.<br />
Denn sie sehen sich als Menschen in ihrem Kiez, in ihrer Stadt - ob Christ oder nicht.<br />
Wenn Nazis aufmarschieren, dann geht es nicht nur die "Linken" was an, sondern dann geht es jeden von uns was an.<br />
Ein <strong>holistisches Christsein</strong> sieht das und agiert/reagiert.<br />
Ein <strong>reduziertes - und m.E. erkranktes Christsein</strong> - würde diesen Nazi-Marsch womöglich nicht wahrnehmen und im besten Fall würde es einige, wenige Christen geben, die "dagegen" beten würden.</p>
<p>Ich meine:<br />
<strong>1)</strong> Ein holistisches Christsein erfährt sich bewusst mit <strong>Körper, Seele und Geist</strong>.<br />
Erst im harmonischen Zusammenspiel dieser Elemente erfahren wir das Heil Gottes ("erfahren" heißt nicht, dass wir das Heil Gottes nicht schon zugesprochen bekommen hätten, sondern bezieht sich auf die Sinnes- und Denkwelt des Einzelnen).<br />
Konkret: Wer in der Versammlung Gott begegnet, kann eigentlich in den seltensten Fällen still sitzenbleiben. Wer Gott wirklich begegnet, dessen Seele und Geist wollen dem körperlich Ausdruck geben. Wo das verhindert wird, leben wir ein reduziertes Christsein. Wer sich aber als Einheit/als Ganzes erfährt, der wird gesunde Ausdrucksformen finden.<br />
<strong><br />
2)</strong> Ein holistisches Christsein erfährt sich bewusst im Verein, Freundeskreis, in der Stadt/im Dorf, im Kiez... und lebt ebenso bewusst darin. Als <strong>Christ in der Gesellschaft</strong> und nicht neben ihr.<br />
Konkret: Ein holistisches Christsein kann bedeuten, sich einer Demo anzuschließen. Sich für seinen Kiez einzusetzen. Gute Nachbarschaft zu leben.</p>
<p>Weiteres folgt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Holistisches Christsein]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/01/holistisches-christsein/</link>
<pubDate>Sat, 01 Dec 2007 16:34:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2007/12/01/holistisches-christsein/</guid>
<description><![CDATA[Wir leben in einer Gesellschaft, die es gelernt hat, Teile eines Ganzen isoliert zu betrachten.
Eine]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben in einer Gesellschaft, die es gelernt hat, <strong>Teile eines Ganzen isoliert zu betrachten</strong>.<br />
Eine klassische Trennung im Bezug auf den Menschen ist die Differenzierung zwischen Körper, Seele und Geist. Gerade auf dem Gebiet der <strong>Schulmedizin</strong> wurde weitesgehend und hauptsächlich der Körper betrachtet, während das Wechselspiel zwischen Körper, Seele und Geist eher nebensächlich war.<br />
Wir beobachten in den letzten Jahren eine leichte Trendwende, hin zur <strong>Alternativ-Medizin</strong>, die z.T. bewusst damit wirbt, den ganzen Menschen im Blick zu haben.</p>
<p>Die Reduktion einzelner Lebensbereiche ist sicherlich eine <strong>Frucht des antik-griechischen Denkens</strong>.<br />
Durch die <strong>Aufklärung </strong>kam es zur verstärkten Vorrangstellung der Vernunft - und damit wurde ebenso ein begriffliches Element des Menschseins betont (wie in der Schulmedizin der Körper, so in der Aufklärung die Vernunft/der Verstand).<br />
Das ist an sich und zunächst nicht schädlich. Schließlich haben wir die Fähigkeit, gedanklich zu isolieren, Teile eines Ganzen genauer in's Visier zu nehmen.<br />
Wenn nach einem solchen Prozess aber nicht die <strong>Rückführung in das Ganze</strong> vorgenommen wird, entsteht eine Kluft. Zuerst begrifflich, dann auch in der Verhaltensweise.<br />
In unserer Gesellschaft hat diese Rückführung wohl eher selten stattgefunden.</p>
<p>Dies hat<strong> Folgen für den christlichen Glauben</strong>.<br />
Auch die westeuropäischen Christen begannen, Körper, Seele und Geist differenziert zu betrachten.<br />
So verfestigte sich in manchen christlichen Kreisen die Vorstellung, dass sich eine gute Versammlung u.a. dadurch auszeichnet, dass die Anwesenden in der körperlichen Starre verharren müssten.</p>
<p>Erst mit manchen Erweckungsbewegungen kam es zu "spontanen" Vereinheitlichungen:<br />
Mehr und mehr Christen standen in den Versammlungen nun auf, klatschten vielleicht auch mal in die Hände ... die geistlichen, seelischen Erfahrungen wollten sich körperlich ausdrücken. Raus aus der Starre.</p>
<p>In dieser Zeit (Anfang des 20.Jahrhunderts) kam es dann aber zu <strong>Spaltungen</strong> ( eventuell die fortgesetzte Reduktion, die schon im Denken verankert war), insbesondere in der deutschen Christenheit. Denn diese neuen Aufbrüche im christlichen Leben führten auch zu manchen theologischen Aufbrüchen, die nicht immer dem biblischen Sinn entsprachen - und manchmal gerade dem biblischen Sinn entsprachen.<br />
Es fand wieder eine <strong>Reduktion</strong> statt:<br />
Nun gab es DIE <strong>Charismatiker</strong> und DIE <strong>Pietisten</strong>.<br />
Manche Grabengefechte verschärften die Differenzen.</p>
<p>Das möglicherweise größere Lager "der" <strong>Pietisten</strong> war im geistigen, seelischen Gefecht, was natürlicherweise zu Folge hatte, dass man sich umso mehr auf die eigene Position zurückzieht.<br />
Körperliche Reaktionen auf geistlich-seelische Erfahrungen von Christen wurden in manchen Kreisen zunehmend als suspekt betrachtet.<br />
So konnte (kann) es sein, dass man in manchen solcher Kreise als "charismatisch" gilt, wenn man beim (eventuell vorhandenen) musikalischen Lobpreis die Hände hebt.<br />
Und "charismatisch" ist dann gleichgesetzt mit "Irrlehre und Ungeistlichkeit" (d.h.: der wahre geistliche Christ würde starr auf dem Stuhl hocken).</p>
<p>Zwar gab es in den letzten Jahren wieder einige <strong>Annäherungen</strong> zwischen den Lagern und sogar manche <strong>versöhnende Aussprachen</strong>. Zudem mag eine Generation heranwachsen, der eine solche Kluft völlig fremd ist.</p>
<p>Abgesehen von diesen trennenden Auswirkungen, ist ein solches reduziertes Christenleben <strong>nicht biblisch</strong>.<br />
Schon ein Blick in die altestamentlichen Psalmen zeigt, dass Körper, Seele und Geist auf's Engste zusammengehören.<br />
Sogar im höchsten Gebot ist davon zu lesen, <strong>dass Gott mit unserem gesamten Menschsein zu lieben ist</strong>.<br />
Diese orientalisch-hebräische Natürlichkeit ist sicherlich etlichen westeuropäischen Christen verloren gegangen.</p>
<p>Schon der Inhalt des höchsten Gebotes zeigt auf, dass es bei einem <strong>holistischen Christsein</strong> möglicherweise gar nicht um eine Beliebigkeit geht, sondern vielmehr um ein erstrebenswertes, sinnvolles und gottgemäßes Ziel. Da Gott uns ganzheitlich erschaffen hat, erscheint es am gesündesten, wenn dieser Ganzheitlichkeit im Leben Ausdruck gegeben wird.</p>
<p>D.h.: Wir hätten es nicht mehr einer Stil- oder Geschmacksfrage zu tun, sondern um ein gottgemäßes Heilwerden an Körper, Seele und Geist. Sozusagen eine <strong>Ganzheil-lichkeit</strong>.</p>
<p>Weiteres folgt.</p>
]]></content:encoded>
</item>

</channel>
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