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	<title>gotz-aly &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/gotz-aly/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "gotz-aly"</description>
	<pubDate>Sun, 18 May 2008 11:22:45 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Richard Löwenthal zum 100.]]></title>
<link>http://ingoway.wordpress.com/?p=345</link>
<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 13:20:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ingo Way</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der jüdische Sozialdemokrat und Politikwissenschaftler Richard Löwenthal wurde von den maoistische]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der jüdische Sozialdemokrat und Politikwissenschaftler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_L%C3%B6wenthal">Richard Löwenthal</a> wurde <a href="http://ingoway.wordpress.com/2008/02/22/gotz-aly-unser-kampf-eine-rezension/">von den maoistischen 68er-Studenten verfemt</a> und ist deswegen heute nahezu vergessen. Heute wäre er 100 Jahre alt geworden. <a href="http://www.welt.de/welt_print/article1902509/Ein_Denker_des_Jahrhunderts_der_Extreme.html">Eine schöne Würdigung</a> erfährt er durch den Historiker Heinrich August Winkler in der WELT.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Auch Furor kann witzig sein]]></title>
<link>http://ingoway.wordpress.com/?p=334</link>
<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 11:15:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ingo Way</dc:creator>
<guid>http://ingoway.wordpress.com/?p=334</guid>
<description><![CDATA[Auch Hannes Stein findet Götz Alys 68er-Buch gut. Und interessant: Gerade den Vorwurf vieler Rezens]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Auch <a href="http://debatte.welt.de/weblogs/715/nyc+tagebuch+einer+aus+und+einwanderung/65049/goetz+aly+und+1968">Hannes Stein findet</a> Götz Alys <a href="http://ingoway.wordpress.com/2008/02/22/gotz-aly-unser-kampf-eine-rezension/">68er-Buch</a> gut. Und interessant: Gerade den Vorwurf vieler Rezensenten, Alys "Furor" kranke an Humorlosigkeit, teilt Hannes Stein nicht: "Das Buch ist streckenweise sehr witzig." Was wiederum meinem Leseeindruck entspricht.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[1968-Buch von Götz Aly scheint...]]></title>
<link>http://sebew.wordpress.com/?p=361</link>
<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 19:49:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>peetgp</dc:creator>
<guid>http://sebew.wordpress.com/?p=361</guid>
<description><![CDATA[&#8230;gut zu sein: Die Zeitung &#8220;Freitag&#8221; tobt und findet bei der Buchkritik keine Argum]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>...gut zu sein: Die Zeitung "Freitag" tobt und findet bei der Buchkritik keine Argumente dagegen, nur Spucke und Galle (<a target="_blank" href="http://www.freitag.de/2008/10/08101701.php">Link</a>). Kein seltenes Beispiel einer negativen Besprechung, die sich positiv auswirkt, selbstverständlich gegen den Willen des Authors. Rudolf Walther ist unter anderem dafür bekannt, dass er die Kritik der antiisraelischen Fälschungen als "frivol propagandistisch" abtut...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Vatermord, der die Falschen traf]]></title>
<link>http://ingoway.wordpress.com/2008/03/06/vatermord/</link>
<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 14:56:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ingo Way</dc:creator>
<guid>http://ingoway.wordpress.com/2008/03/06/vatermord/</guid>
<description><![CDATA[Marko Martin erinnert an eine freiheitliche Tradition, die mit der Reeducation, verkörpert nicht zu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Marko Martin <a href="http://www.welt.de/meinung/article1764668/Die_Buehne_der_anderen_68er.html">erinnert an eine freiheitliche Tradition</a>, die mit der Reeducation, verkörpert nicht zuletzt durch jüdische Remigranten, die keine Nachhilfe in Sachen Antifaschismus brauchten, nach Deutschland kam und durch die Arroganz und Aggressivität der Neuen Linken um 68 in Vergessenheit geraten ist: den liberalen Antitotalitarismus.</p>
<blockquote>
<div class="clearfix paragraph">Wer sich in Archive begibt, um langjährige Interpretationen - sprich: Lebenslügen - mit historischen Quellen und Primärtexten abzugleichen, gerät leicht in den Ruch des Besserwissers, Nachtreters, ja des Denunzianten. Zuletzt hatte der Historiker Götz Aly diese Erfahrung machen müssen, als er für sein Buch "<a href="http://ingoway.wordpress.com/2008/02/22/gotz-aly-unser-kampf-eine-rezension/">Unser Kampf 1968 - ein irritierter Blick zurück</a>" recherchierte und zum argen Verdruss seiner ehemaligen Genossen so manch teutonisch unappetitliches Schriftstück zutage förderte, welches das bis heute wirkungsmächtige Selbstbild der 68er als liberal-libertäre Modernisierungs-Avantgarde gründlich konterkarierte.</div>
<div class="clearfix paragraph"></div>
<div class="clearfix paragraph"></div>
<div class="clearfix paragraph"></div>
<div class="clearfix paragraph">(In Antiquariaten lassen sich) Exemplare der liberalen Kulturzeitschrift "Der Monat" finden, die 1948 auf Initiative der Amerikaner gegründet worden war, um den desorientierten Nachkriegsdeutschen angelsächsische Demokratietradition näher zu bringen, aber auch jene urbane Moderne-Neugier und den Antitotalitarismus, den die einst von Hitler vertriebenen Intellektuellen im Gepäck hatten: Hannah Arendt, Franz Borkenau, Arthur Koestler, Manés Sperber, Hans Sahl, Walter Mehring oder Hilde Spiel. ...</div>
<div class="clearfix paragraph"> Im damals noch viel gelesenen "Monat" jener Jahre zu schmökern, bedeutet nichts Geringeres, als sich von einer Legende zu verabschieden: Denn ja - es passte sehr wohl ein gewichtiges Blatt zwischen "Bild"-Schlagzeilen einerseits und SDS-Verlautbarungen andererseits. Und nein - es waren weder allein knarzige Altreaktionäre, welche die Studentenbewegung damals kritisierten, noch windelweiche Fellow-Traveller, die gleichzeitig so manchen Aspekt des Protestes für legitim und zukunftsweisend hielten. ... Was, fragt man sich im Rückblick, hätte daraus für ein spannendes Generationsgespräch werden können!</div>
<div class="clearfix paragraph">   <b><br />
</b></div>
<div class="clearfix paragraph"> Bereits zwei Jahre zuvor, im November 1966, hatte Hellmut Jaesrich an gleicher Stelle warnend zu bedenken gegeben: "Die blinden Eiferer der 50er-Jahre sind durch genauso blinde Eiferer mit umgekehrter Front abgelöst worden. Damals glaubten alle naiven Gemüter, wenn etwas schiefgegangen war, könne es nur an den bösen Kommunisten liegen. Heute glaubt dieselbe Art von Menschen, alles wäre leichter, wenn nicht überall die bösen Antikommunisten steckten und die braven Geister in ihrer Arbeit behinderten."</div>
<div class="clearfix paragraph"></div>
<div class="clearfix paragraph"> Freilich hatte der "Monat" - selbst zu ideologischen Hochzeiten - nie einen derlei kollektiv brabbelnden Sonntagsreden-Antikommunismus gepflegt, sondern stets die Fahne individueller Selbstreflexion hochgehalten. Es zählt zu seinen tragischen, letztlich aber auch sympathischen Irrtümern, dass man glaubte, ein solch kohärenter und dazu biografisch beglaubigter Antitotalitarismus müsse als Grundkonsens doch weiterhin unbestritten bleiben.</div>
<div class="clearfix paragraph">   <b><br />
</b></div>
<div class="clearfix paragraph"> ... Einer, der dies mit Sorge sah, war überraschenderweise - Günter Grass ...: "Zwar müssen Mao, Marx und Marcuse die Zitate hergeben, doch mir will es vorkommen, als versuche sich wieder einmal der deutsche Idealismus mithilfe des Studentenprotestes zu regenerieren. Denn woher kommt diese Sucht, Bilder als Vorbilder und die rote Fahne als Wert an sich durch die Straßen zu führen? Der tote Revolutionär Che Guevara als Pin-up ... Woher kommen diese Alles-oder-nichts-Forderungen, wenn nicht aus der gutgedüngten Kleingartenerde des deutschen Idealismus?" Und beinahe prophetisch den kommenden Weg Horst Mahlers von SDS zu RAF zu NPD antizipierend: "Wer gestern noch seine schönpolierte Musiktruhe mit der Internationalen bediente, wird morgen Götterdämmerung auflegen und dem Urraunen lauschen wollen."</div>
<div class="clearfix paragraph"></div>
<div class="clearfix paragraph">... Politischer Liberalismus in den Jahren um 1968 reimte sich keineswegs nur auf den Namen FDP und verstand es, auf hohem intellektuellem Niveau Debatten zu führen. ... Genutzt hat es freilich nicht viel. All die ideologische Wirrnis, die man mitsamt ihrem machttechnischen Mörder-Hintergrund jahrzehntelang von allen Seiten beleuchtet hatte, begann nun als "frenetischer Meinungssuff" (Manés Sperber) erneut in beträchtlichem Maße junge Köpfe zu vernebeln. Vielleicht aber hätte "Der Monat" ohnehin keine Chance mehr gehabt. Vermutlich hatte die gängige Rede vom "unausweichlichen Generationenkonflikt" ja vor allem diesen deprimierend darwinistischen Kern: Die Alten mussten weggebissen werden.</div>
</blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Diskurs über 1968 Anno 2008]]></title>
<link>http://2ndphilolog.wordpress.com/?p=277</link>
<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 22:59:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>zuppi</dc:creator>
<guid>http://2ndphilolog.wordpress.com/?p=277</guid>
<description><![CDATA[Sie kommt langsam in Gang,die 68iger-Retrospektive. Einen Vorgeschmack bot letztes Jahr schon der he]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kommt langsam in Gang,die 68iger-Retrospektive. Einen Vorgeschmack bot letztes Jahr schon der heisse Herbst 1977 - ein Tummelplatz ekelhaftester, krimineller Personen wurde im Mediendjungel aufgetan. Nun hat sich <a href="http://zeus.zeit.de/text/2005/21/Titel_2fAly_21" target="_blank" class="external text" title="Die Zeit, 19. Mai 2005, Nr. 21" rel="nofollow">„der Streit-Historiker“</a> Götz Aly mit seinem neuen Buch "<a href="http://www.fischerverlage.de/sixcms/detail.php?template=fv_wide_wrapper&#38;_content_template=buch_detail&#38;_navi_area=fv_home&#38;_navi_item=01.00.00.00&#38;id=927098" title="Fischer Verlag" target="_blank"><b>Unser Kampf. 1968 – ein irritierter Blick zurück</b></a>" in die Öffentlichkeit begeben, die Sache kommt langsam auf ihren Punkt. <a href="http://ingoway.wordpress.com/2008/02/22/gotz-aly-unser-kampf-eine-rezension/" title="“Unser Kampf”. Eine Rezension" target="_blank">Ingo Way</a> hat sich das Buch genauer vorgenommen:</p>
<blockquote><p><img src="http://2ndphilolog.wordpress.com/files/2008/02/aly1968.thumbnail.jpg" alt="Aly 1968" align="left" border="4" hspace="4" vspace="4" /><span style="font-size:10pt;font-family:'Times New Roman';">"Will da etwa einer den Nationalsozialismus relativieren? Der Buchtitel <a href="http://www.amazon.de/Unser-Kampf-G%C3%B6tz-Aly/dp/3100004213?tag=word08-20"><i>Unser Kampf</i></a>, bezogen auf die Studentenbewegung um das Jahr 1968, läßt darauf schließen. Denn immerhin waren es doch die 68er, die mit der bundesdeutschen Verdrängung der NS-Zeit Schluß gemacht und sich die Aufarbeitung der deutschen Verbrechen auf ihre Fahnen geschrieben haben – und nebenbei der Bundesrepublik zur längst fälligen Liberalisierung und Demokratisierung verhalfen. So jedenfalls die gängige Meinung, die durch die in den vergangenen Jahren verschiedentlich geäußerte Kritik an Auswüchsen der 68er-Bewegung kaum ins Wanken gebracht worden ist.<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Aly">Götz Aly</a>, Historiker und ausgewiesener NS-Experte – 1968 selbst ein radikaler Linker –, bestreitet diese Deutung vehement. Seine These: Die Studentenbewegung war ein „Spätausläufer des Totalitarismus“, die linken Studenten verachteten Pluralismus und Demokratie und waren darin ihren Nazi-Eltern ähnlicher, als es ihnen lieb war; sie waren der Gewalt zugetan, fröhnten einer deutsch-romantischen Gemeinschaftsideologie und interessierten sich kein bißchen für die Aufarbeitung der NS-Zeit. „Faschismus“ war ihnen eine bloße Chiffre für gegenwärtige Zustände, die ihnen nicht behagten, und hatte nichts mit dem spezifisch deutschen Menschheitsverbrechen der Schoa zu tun. Folgerichtig glitten die Protagonisten in Antiamerikanismus und Antizionismus ab. Die Abwendung von Israel und den Juden war laut Aly Ausdruck der Schuldabwehr – der bundesdeutsche Staat hatte nämlich mit den Auschwitz- und weiteren NS-Prozessen seit Anfang der 60er-Jahre der deutschen Gesellschaft ihre Verbrechen vor Augen geführt. Die Scham über das Verhalten ihrer Eltern hätten die linken Studenten nicht ertragen und die deutsche Schuld in abstrakten marxistischen Kategorien aufgelöst und nebenbei – im Falle Israels – die Opfer zu Tätern umgedeutet."[...]</span></p></blockquote>
<p><i>Die vollständige Rezension von Ingo ist in der <a href="http://www.juedische-allgemeine.de/" target="_blank">Jüdischen Allgemeinen</a> vom 21. Februar</i> <i>erschienen. Eine geharnischte wie ausführliche Gegenrede zur Ehrenrettung des Linksradikalismus gibt es von Clemens Heni (mir bekannt über seine interessante <a href="http://www.tectum-verlag.de/9216_Clemens_Heni_Salonf%E4higkeit_der_Neuen_Rechten_Nationale_Identit%E4t_Antisemitismus_und_Antiamerikanismus_in_der_politischen_Kultur_der_Bundesrepublik_Deutschland_1970-2005_Henning_Eichberg_als_Exempel.html" title=" Salonfähigkeit der Neuen Rechten" target="_blank">Henning Eichberg Diss</a>): </i><a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=760" target="_blank" rel="bookmark" title=" 1968 war nicht 1933 via wadinet">1968 war nicht 1933 - Eine Antwort auf Götz Aly.</a></p>
<p><i>68 hat vielerlei Facetten,neben der hegemonial gedeuteten Chiffre für die Modernisierung der BRD-Nachkriegsgesellschaft (auch wahrgenommen als Bürgerschreckniss mit Verve für Steinzeitkommunismus) steht <a href="http://2ndphilolog.wordpress.com/2008/02/13/1968/" title="1968 von Raumzeit" target="_blank">1968</a> für weite Teile der DDR-Dissidenz als der synonyme Inbegriff für den Prager-Frühling 1968 und dessen Niederschlagung durch die SU und das SED-Regime. Dieser Punkt wirkt heute noch in der Debatte über das Buch von <a href="http://2ndphilolog.wordpress.com/2007/12/09/florian-havemann/" title="Rezension seines Buches Havemann" target="_blank">Florian Havemann</a>. Dies allerdings ganz anders, als es zu wünschen wäre: Auf den ehemals oppositionellen Code wird heute ein Anstands-Knigge aufgelegt,der jegliche Debatte über die DDR und ihr 1968 von der Wurzel her abwürgt. Ein später Sieg der SED und StaSi im demokratischen Blätter- und  Meinungswald anno 2008.  Flori Haves Ansatz, mit seiner assoziativen Brechstange an das Thema heranzugehen, ist dafür selbstverständlich auch mitverantwortlich: Familienpsychologische Introspektiven sind eben nicht immer direkt für den gesellschaftspolitischen Umgang benutzbar.</i></p>
<p><b>references:</b><a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/03/30/unser-kampfchen/" target="_blank" rel="bookmark" title=" Unser Kämpfchen via Gay West"><br />
Unser Kämpfchen</a>  von Damien  <b></b><a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/unsere_ehre_heisst_treue/" title="Walter Schmidt via achse des guten" target="_blank"><br />
“Unsere Ehre heißt Treue!”</a><br />
<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27237/1.html" title="Das waren keine Jahre des Träumens,Interview mit  Steffen Vogel" target="_blank">Antonio Negri über 1968 in Italien</a><br />
<a href="http://sebew.wordpress.com/2008/03/07/1968-buch-von-gotz-aly-scheint/" target="_blank" rel="bookmark" title="Sendungsbewusstsein">1968-Buch von Götz Aly scheint…</a><br />
<a href="http://jungle-world.com/seiten/2008/10/11584.php" title="KLAUS BEHNKEN war dabei" target="_blank">Der Krawallschwabe Götz Aly</a><br />
<a href="http://sebew.wordpress.com/2008/01/28/gotze-aly-rechnet-weiter-mit-den-68er-ab/" target="_blank" rel="bookmark" title="Sendungsbewusstsein zu Götz Alys  68er- Abrechnung">Götz Aly rechnet weiter mit den 68er ab</a><br />
<a href="http://2ndphilolog.wordpress.com/ideologien/wir-68iger-zettels-ruckblick/" title="Zettel" target="_blank">Wir 68iger - Zettels Rückblick</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Götz Aly: "Unser Kampf". Eine Rezension]]></title>
<link>http://ingoway.wordpress.com/2008/02/22/gotz-aly-unser-kampf-eine-rezension/</link>
<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 13:17:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ingo Way</dc:creator>
<guid>http://ingoway.wordpress.com/2008/02/22/gotz-aly-unser-kampf-eine-rezension/</guid>
<description><![CDATA[Will da etwa einer den Nationalsozialismus relativieren? Der Buchtitel Unser Kampf, bezogen auf die ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Will da etwa einer den Nationalsozialismus relativieren? Der Buchtitel <a href="http://www.amazon.de/Unser-Kampf-G%C3%B6tz-Aly/dp/3100004213"><i>Unser Kampf</i></a>, bezogen auf die Studentenbewegung um das Jahr 1968, läßt darauf schließen. Denn immerhin waren es doch die 68er, die mit der bundesdeutschen Verdrängung der NS-Zeit Schluß gemacht und sich die Aufarbeitung der deutschen Verbrechen auf ihre Fahnen geschrieben haben – und nebenbei der Bundesrepublik zur längst fälligen Liberalisierung und Demokratisierung verhalfen. So jedenfalls die gängige Meinung, die durch die in den vergangenen Jahren verschiedentlich geäußerte Kritik an Auswüchsen der 68er-Bewegung kaum ins Wanken gebracht worden ist.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Aly">Götz Aly</a>, Historiker und ausgewiesener NS-Experte – 1968 selbst ein radikaler Linker –, bestreitet diese Deutung vehement. Seine These: Die Studentenbewegung war ein „Spätausläufer des Totalitarismus“, die linken Studenten verachteten Pluralismus und Demokratie und waren darin ihren Nazi-Eltern ähnlicher, als es ihnen lieb war; sie waren der Gewalt zugetan, fröhnten einer deutsch-romantischen Gemeinschaftsideologie und interessierten sich kein bißchen für die Aufarbeitung der NS-Zeit. „Faschismus“ war ihnen eine bloße Chiffre für gegenwärtige Zustände, die ihnen nicht behagten, und hatte nichts mit dem spezifisch deutschen Menschheitsverbrechen der Schoa zu tun. Folgerichtig glitten die Protagonisten in Antiamerikanismus und Antizionismus ab. Die Abwendung von Israel und den Juden war laut Aly Ausdruck der Schuldabwehr – der bundesdeutsche Staat hatte nämlich mit den Auschwitz- und weiteren NS-Prozessen seit Anfang der 60er-Jahre der deutschen Gesellschaft ihre Verbrechen vor Augen geführt. Die Scham über das Verhalten ihrer Eltern hätten die linken Studenten nicht ertragen und die deutsche Schuld in abstrakten marxistischen Kategorien aufgelöst und nebenbei – im Falle Israels – die Opfer zu Tätern umgedeutet.<br />
<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/;art138,2478789">Einige </a>der bisher erschienenen Rezensionen zeigen in ihrer <a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/der-studienraete-schocker/?src=AR&#38;cHash=1210ae46d7">Aufgeregtheit</a>, daß Aly zumindest einen Nerv getroffen hat. Auffällig sind die vielen Ad-hominem-Argumente: Aly sei ein <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1202761021664.shtml">„Renegat“, dessen „Furor“</a> auch nicht besser sei als das, was er kritisiere; er müsse sich zwanghaft an seiner eigenen Geschichte abarbeiten und sei außerdem bloß <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/234/158806/">neidisch, daß er es nicht zur C4-Professur gebracht habe</a>. Diese für eine sachliche Debatte, gelinde gesagt, irrelevanten Einwürfe sind symptomatisch für ein Debattenklima, in dem in Bezug auf 68 augenscheinlich der Grundsatz gilt, daß die Gesamtbilanz unterm Strich gefälligst positiv zu sein habe.</p>
<p>Selbstverständlich hat Alys Buch Schwächen. Sein problematischster Punkt – der es seinen Kritikern besonders leicht macht – ist die Parallelisierung der 68er-Studentenrevolte mit der NS-Studentenschaft von 1933. Zwar findet Aly hier in der Tat beängstigende Parallelen. In Gestus und Wortwahl lesen sich manche NS-Flugschriften wie linke Flugblätter der 70er-, 80er- und der 90er-Jahre. Beide Bewegungen richteten sich gegen die „Spießer“ (Baldur von Schirach) und das „kapitalistische Bildungsmonopol“ (Fritz Hippler), beide beklagten sich über angebliche Polizeischikanen und richteten eine Rote Hilfe (68) beziehungsweise eine Vaterländische Gefangenenhilfe (33) ein. Auch Wohngemeinschaften gab es 1933 schon, und sie wurden auch genau mit diesem Wort bezeichnet. Ob diese unbestreitbaren Ähnlichkeiten jedoch bloß zufällige Oberflächenphänomene sind oder eine strukturelle Verwandtschaft beweisen, dies zu klären, bleibt weiterhin Aufgabe der Zeitgeschichtsforschung. Alys zweifellos unterhaltsamer polemischer Essay kann allenfalls eine, zunächst steil klingende, These aufstellen.<br />
Und doch hat Aly sich diese Parallele nicht ausgedacht. Es waren jüdische Remigranten, Verfolgte des NS-Regimes, die den totalitären Charakter der Studentenbewegung erkannten und auf die Nähe zu den Nazis explizit hingewiesen haben. Zu diesen gehörten Max Horkheimer und Theodor W. Adorno – ironischerweise Ikonen der Linken. Es sind aber vor allem die Politologen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_L%C3%B6wenthal">Richard Löwenthal</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Fraenkel_%28Politologe%29">Ernst Fraenkel</a>, auf die Aly sich bezieht. Sein Buch ist streckenweise beinahe eine Huldigung an diese beiden jüdischen Sozialdemokraten und Wissenschaftler, die an der Freien Universität Berlin lehrten. Statt sich an diesen zu orientieren – beide hatten bereits in der Emigration Forschungen zum Nationalsozialismus angestellt, die sie in der Bundesrepublik fortführten –, liefen die radikalen FU-Studenten dem linksgewendeten Altfaschisten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Agnoli">Johannes Agnoli</a> hinterher, den Fraenkel als „demagogischen Clown“ bezeichnete. Fraenkel bot sich auch an, den Faschismusvorwurf gegen linke Studenten in einem Gerichtsprozeß als Gutachter zu bestätigen. Löwenthal warnte unterdessen in Diskussionen mit Dutschke davor, daß der Versuch, die perfekte utopische Gesellschaft zu schaffen, zwangsläufig in einer Diktatur enden muß. Auch auf die Mao-Begeisterung der Studenten reagierten Fraenkel und Löwenthal mit Fassungslosigkeit, und nicht nur sie. Beiden wäre es nicht in den Sinn gekommen, in solchen Warnungen eine Verharmlosung des Holocaust zu sehen, dem sie knapp entgangen waren. Wieso sollte das der Fall sein, wenn man die 68er-Bewegung rückblickend ähnlich beurteilt? Dieser Vorwurf scheint eher der Ehrenrettung derjenigen zu dienen, die dabei waren und ihren Spaß hatten.</p>
<p>Im Streit um die von den Grünen in Berlin-Kreuzberg gewünschte Umbenennung eines Teils der Axel-Springer-Straße in Rudi-Dutschke-Straße macht Götz Aly am Ende des Buches dann einen wahrhaft salomonischen Vorschlag: Man solle sie doch am besten in Richard-Löwenthal-Promenade umtaufen.<br />
<b><br />
Götz Aly: Unser Kampf. 1968 – ein irritierter Blick zurück</b><br />
Fischer, Frankfurt/M. 2008, 256 S., 19,90 €</p>
<p><i>(erschienen in der <a href="http://www.juedische-allgemeine.de/">Jüdischen Allgemeinen</a> vom 21. Februar) </i></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Endlich: Götz Aly als Antisemit entlarvt!]]></title>
<link>http://ingoway.wordpress.com/2008/02/13/endlich-gotz-aly-als-antisemit-entlarvt/</link>
<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 16:22:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ingo Way</dc:creator>
<guid>http://ingoway.wordpress.com/2008/02/13/endlich-gotz-aly-als-antisemit-entlarvt/</guid>
<description><![CDATA[Ein weiteres trauriges Beispiel linksradikalen Wahns von Clemens &#8220;Dr. phil.&#8221; Heni.
]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiteres trauriges <a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=760">Beispiel linksradikalen Wahns</a> von Clemens "Dr. phil." Heni.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schuldabwehr]]></title>
<link>http://ingoway.wordpress.com/?p=309</link>
<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 13:37:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ingo Way</dc:creator>
<guid>http://ingoway.wordpress.com/?p=309</guid>
<description><![CDATA[In der Berliner Zeitung schreibt Götz Aly eine Sammelrezension über diverse Bücher zum Thema 1968]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/feuilleton/720468.html">In der Berliner Zeitung schreibt Götz Aly eine Sammelrezension über diverse Bücher zum Thema 1968</a>:</p>
<ul>
<li> Von ihren früheren Unworten und Untaten reden die Achtundsechziger nicht gerne. Stattdessen verstecken sie sich hinter dem Terror der RAF, dem "durchgeknallten" Andreas Baader, der "kalten" Gudrun Ensslin oder der "verzweifelten" Ulrike Meinhof. Nach derselben Methode verfuhren die Deutschen 1945. Statt über ihr eigenes Handeln nachzudenken, dämonisierten sie Adolf Hitler zum einzig Schuldigen. Wie die hier vorzustellenden Neuerscheinungen zu 1968 zeigen, stricken die revolutionären Ruheständler ihre Biografien fast alle nach dem Muster, das Franz Schönhuber 1983 zum Titel seiner verklärenden Erinnerungen an die Waffen-SS erhob: "Ich war dabei". Demnach kann, wer nicht dabei war, auch nicht mitreden. Im Ton sind die älteren 68er-Herrschaften ziemlich defensiv geworden, frei nach dem auch schon bekannten Motto "Es war nicht alles schlecht".</li>
</ul>
<p><a href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sp&#38;dig=2007%2F12%2F29%2Fa0039&#38;src=GI&#38;cHash=d7bfa9fbbb">Kurz zuvor hatte Aly mit Katharina Rutschky über '68 diskutiert.</a></p>
<p>(Via <a href="http://sebew.wordpress.com/2008/01/28/gotze-aly-rechnet-weiter-mit-den-68er-ab/">Sendungsbewußtsein</a>.)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Götz Aly rechnet weiter mit den 68er ab]]></title>
<link>http://sebew.wordpress.com/?p=347</link>
<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 15:01:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>peetgp</dc:creator>
<guid>http://sebew.wordpress.com/?p=347</guid>
<description><![CDATA[Auch wenn es eine gut angelegte Werbung für das neue Buch von Götz Aly ist, das zuerst gelesen wer]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es eine gut angelegte Werbung für das neue Buch von Götz Aly ist, das zuerst gelesen werden soll, um sich zu entscheiden, ob man diese Kampagne mitmacht, ist das schon der zweite Artikel vom ihm zum Thema '68er und heute' (der erste war ein <a target="_blank" href="http://sebew.wordpress.com/2007/12/29/gotz-aly-sieht-die-68-er-anders/">Interview</a>). Diesmal - in der Berliner Zeitung und dem Inhalt nach - eine Sammelrezension. Unter anderem eine vernichtende Kritik des Buchs von Jutta Dithfurth über Ulrike Meinhof, viele Pointen und insgesamt lesenswert (<a target="_blank" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/feuilleton/720468.html">Link</a>). Am Ende:</p>
<blockquote><p>Es hatte 30 Jahre gedauert, bis im Deutschen Bundestag das zentrale Problem der 15- bis 25-Jährigen von 1968 ausgesprochen werden konnte. Sie waren der Konfrontation um die NS-Verbrechen ihrer Eltern ausgewichen, suchten stattdessen die Völkermörder in Washington und skandierten in völliger Besinnungslosigkeit "USA-SA-SS". Statt die familiäre Auseinandersetzung zu führen, stellten sie lieber das "System" in Frage. Statt sich mit dem allgegenwärtigen familiären Spuren des Nationalsozialismus zu beschäftigen, erklärten sie die liberal-demokratische Bundesrepublik für "faschistisch". Das aber wird in den Büchern zu 1968 allenfalls zufällig gestreift. Stattdessen dominiert das analytisch schwache, blumige und gelegentlich sündenstolze Erzählen über eine wilde Jugend.</p>
<p>Von Götz Aly erscheint im März: "Unser Kampf. 1968 - ein irritierter Blick zurück"</p></blockquote>
<p>UPDATE: In der "Frankfurter Rundschau" erschien noch ein großer Artikel von Götz Aly zum selben Thema (<a target="_blank" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/reportage/?em_cnt=1279789&#38;">Link</a>). Die "Bewegung" von 68er wird ausführlich mit der von 33 verglichen, zum Teil brisant. Am Ende wird das letzte Wort Kiesinger überlassen:</p>
<blockquote><p>Bundeskanzler Kiesinger durchschaute das Spiel sofort. Ohne Abitur, als kleiner Leute Kind hatte er es dank der Begabtenförderung der Weimarer Republik zum Volljuristen gebracht und war 1933 der NSDAP beigetreten, weil er, wie er sagte, "national und nationalistisch nicht genügend klar unterschieden" hatte. Ihm erschien die moralisch verbrämte Überheblichkeit verdächtig, mit der sich die 68er-Studenten hauptsächlich für Konflikte engagierten, "die ihre Wurzel im Ausland haben", gerade so als gäbe es in Deutschland nicht genug zu besprechen. Seiner Ansicht nach folgten sie der "merkwürdigen Illusion", sie könnten so "aus der deutschen Geschichte fliehen".</p>
<p>Dann konfrontierte er seine Berater mit der Frage: "Schwingt da nicht - gewissermaßen als Kehrseite - die Einstellung mit, ‚Am deutschen Wesen muss die Welt genesen'?" Da es still in der Runde blieb, antwortete er selbst: "Ich sehe darin eine schulmeisterliche, missionarische Umkehrung unseres früheren extremen Nationalismus." Die Kraft, so auch öffentlich zu reden, fand Kurt Georg Kiesinger nie.</p></blockquote>
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</item>
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<title><![CDATA[Götz Aly sieht die 68-er anders]]></title>
<link>http://sebew.wordpress.com/2007/12/29/gotz-aly-sieht-die-68-er-anders/</link>
<pubDate>Sat, 29 Dec 2007 10:06:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>peetgp</dc:creator>
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<description><![CDATA[In der TAZ von heute erlaubt Katharina Rutschky, sich von Götz Aly vorführen zu lassen. Vor diesem]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In der TAZ von heute erlaubt Katharina Rutschky, sich von Götz Aly vorführen zu lassen. Vor diesem Hintergrund erscheinen seine Argumente und nachdenkliche Weise, sich selbst zu hinterfragen, besonders ehrlich und überzeugend. Eine sehr empfehlenswerte <a target="_blank" href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sp&#38;dig=2007%2F12%2F29%2Fa0039&#38;src=GI&#38;cHash=d7bfa9fbbb">Lektüre</a>, insbesondere angesichts eines Schwalls der sinnlosen Plaudereien zum Thema in der Presse.</p>
<p>Darunter:</p>
<blockquote><p>1967 siezten sich die deutschen Studenten ja noch. Da war man Fräulein Schmidt und Herr Aly. Man trug Faltenrock oder Krawatte und Jackett und kriegte einen Nervenzusammenbruch, wenn man zum Professor in die Sprechstunde musste. Aber all die Befreiungsschriften von damals sind Müll, unerträglich. Nicht nur die Theorie, auch die Schriften zu den Kinderläden. Es steht kein vernünftiger Satz drin, nichts, was man heute noch mit Gewinn lesen könnte. [...]</p>
<p>In Berlin war das das SDS-Trio Rudi Dutschke, Bernd Rabehl und Christian Semler. Natürlich haben wir damals "Die Rebellion der Studenten" gelesen. Aber da stehen Dinge drin, da zieht es Ihnen die Schuhe aus. Da sagt Dutschke sinngemäß: Wenn wir nach dem Tod von Benno Ohnesorg den Widerstand nicht fortsetzen, machen wir uns zum Juden. Stellen Sie sich vor, ein brandenburgischer Bürgermeister würde heute sagen: Wenn wir den Widerstand gegen eine Müllverbrennungsanlage oder ein Ausländerheim nicht fortsetzen, machen wir uns zum Juden. Der Kerl würde morgen im politischen Orkus verschwinden. Aber damals war Dutschke ein Vorbild. Das Radikale war schön. Man konnte die Welt erklären und hatte immer Recht. Das war wunderbar. Wenn man sich heute anschaut, womit wir diesen eigenen kulturellen Raum füllten, erfasst einen das Grauen. [...]</p>
<p>Die Mehrheit der Studenten an der Freien Universität waren Krawallschwaben. Sie kamen aus dem süddeutschen Raum, aus relativ autoritären Elternhäusern. Es waren regelrechte Repressionsflüchtlinge. Und diese süddeutschen Staaten, die reformunfähig waren, Bayern, Baden-Württemberg, auch Nordrhein-Westfalen, haben ihr Rebellionspotenzial in dieses relativ freie, reformerisch-sozialdemokratisch regierte Westberlin abgeschoben. Sie haben das Problem ausgelagert. [...]</p>
<p>Die Frage ist doch, warum junge Deutsche auf Agnolis Parlamentarismuskritik, die inhaltlich und lebensgeschichtlich beim Faschismus anschloss, so abgefahren sind. Und warum wir Mahnungen von Löwenthal, Dahrendorf und anderen überhört haben. Und warum heute niemand weiß, dass 1968 das Jahr mit den meisten NS-Prozessen in der Geschichte der Bundesrepublik und den meisten lebenslänglichen Verurteilungen war. 1968 enden 30 riesige Prozesse, 23 mit lebenslanger Haftstrafe. 1968 sind an die 3.000 neue Ermittlungsverfahren neu eröffnet worden. Doch für die Studentenbewegung war das kein Thema. Es gab kein Teach-in dazu, Sie finden in keiner linksradikalen Zeitung dazu Artikel. [...]</p>
<p>1967/68 war Ausdruck einer Gesellschaftskrise der Republik, die Studenten zeigten die deutlichsten Symptome dieser Krise. Die Gesellschaft hat sich in dieser Krise erneuert - im Erziehungssystem, im Schulwesen, in dem, was man unter Pressefreiheit versteht, in der Offenheit der eigenen Geschichte gegenüber. [...]</p>
<p>Die Revolte war nur das Symptom. Die Achtundsechziger haben daran keine besonderen Verdienste.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Noch einmal "Der Untergang"]]></title>
<link>http://sebew.wordpress.com/2006/02/04/noch-einmal-der-untergang/</link>
<pubDate>Sat, 04 Feb 2006 05:33:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>peetgp</dc:creator>
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<description><![CDATA[Christina Maria Berr erzählt in der &#8220;Süddeutschen&#8221; vom 1.2.2006 über eine Podiumsdisk]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Christina Maria Berr erzählt in der "Süddeutschen" vom 1.2.2006 über eine Podiumsdiskussion, bei welcher sie Götz Aly und Romuald Karmakar zugelauscht hat:</p>
<blockquote><p>So kritisierte Aly, der im vergangengen Jahr mit seinem Buch "Hitlers Volksstaat" für Debatten sorgte, das Dokudrama "Speer und Er" von Heinrich Breloer: "Der Film ist aus historischer Sicht Geschichtsklitterung." Im Film "Der Untergang" von Bernd Eichinger und Oliver Hirschbiegel findet Aly nur die darin vorkommenden Geschichtslügen interessant. "Unter historiographischen Gesichtspunkten ist es vollkommener Blödsinn." Ein positives Beispiel ist ihm stattdessen "Der Pianist" von Roman Polanski, die Geschichte um die Deportation eines Pianisten ins Warschauer Ghetto. "In diesem Film stimmt jedes Detail."</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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