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	<title>gesundheit-krankheit &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/gesundheit-krankheit/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "gesundheit-krankheit"</description>
	<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 12:56:13 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Studie: mit vier Regeln zu einem längeren Leben]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=139</link>
<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 10:59:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Für die Studie &#8220;Combined Impact of Health Behaviours and Mortality in Men and Women: The EPIC]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Für die <a title="The EPIC-Norfolk Prospective Population Study" href="http://medicine.plosjournals.org/perlserv/?request=get-document&#38;doi=10.1371/journal.pmed.0050012&#38;ct=1">Studie "Combined Impact of Health Behaviours and Mortality in Men and Women: The EPIC-Norfolk Prospective Population Study"</a> verfolgten britische Forscher um die Medizinerin Kay-Tee Khaw von der Universität Cambridge seit 1993 das Schicksal von mehr als 20.000 Probanden im Alter zwischen 45 und 79 Jahren und stellten dabei fest, dass vier einfache (<em>sowie seit langem bekannte und empfohlene</em>) Verhaltensregeln das Leben um durchschnittlich 14 Jahre verlängern können:</p>
<ul>
<li>nicht rauchen,</li>
<li>etwas Sport betreiben*,</li>
<li>nur mäßig Alkohol trinken**,</li>
<li>täglich fünf Portionen Obst und Gemüse essen***.</li>
</ul>
<p>Die Studie "Combined Impact of Health Behaviours and Mortality in Men and Women: The EPIC-Norfolk Prospective Population Study" ist im <a title="PLoS Medicine" href="http://medicine.plosjournals.org">Fachjournal "PLoS Medicine"</a> erschienen (DOI: 10.1371/journal.pmed.0050012) und laut Autor/innen Teil der größten Untersuchung zu Ernährung und Gesundheit, die jemals unternommen worden sei. Die Untersuchung <a title="EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)" href="http://epic.iarc.fr/">EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)</a> erstreckt sich insgesamt über zehn europäische Länder.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p>"<a title="Mit vier Regeln 14 Jahre länger leben" href="http://science.orf.at/science/news/150431">Studie: Mit vier Regeln 14 Jahre länger leben</a>", <a title="ORF On Science" href="http://science.orf.at/">ORF ON Science</a> vom 8.1.2008.</p>
<p>*    zB. Bürojob, aber in der Freizeit Sport<br />
**   maximal zwei Gläser Wein oder ein halber Liter Bier pro Tag<br />
*** als Portion gilt ein Stück Obst bzw. die Menge, die in eine Hand passt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lachen ist gesund]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=136</link>
<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 08:55:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ein Kind der 70er: die Gelotologie.
Seit den 70er Jahren beschäftigt sich ein Forschungsgebiet mit ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span><strong>Ein Kind der 70er: die Gelotologie.</strong></span></p>
<p><span>Seit den 70er Jahren beschäftigt sich ein Forschungsgebiet mit dem Zusammenhang zwischen Heiterkeit und <span class="AddDark">Gesundheit</span>, die <a title="Gelotologie auf Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gelotologie">Gelotologie</a> (von griechisch: "gelos" = Gelächter). Inzwischen befassen sich w</span>eltweit über 200 Psychologen, Immunologen, Neurologen und Stressforscher mit den positiven Auswirkungen des Lachens auf Körper, Geist und Seele.</p>
<p>Ein Vorreiter dieser Richtung war jedoch bereits der Stanford-Professor William F. Fry, der 1964 ein Institut zur Humorforschung gründete, um die Erfahrungen des Wissenschaftsjournalisten <a title="Norman Cousins auf Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Norman_Cousins">Norman Cousins</a> zu beforschen: Dieser litt a<span>n einer schmerzhaften Wirbelsäulenerkrankung und unterzog sich systematisch einer Lachkur, indem er sich über Monate Filme mit berühmten Komikern vorführen und witzige Bücher vorlesen ließ. In seinem Buch "<a title="&#34;Der Arzt in uns selbst&#34; auf amazon" href="http://www.amazon.de/Arzt-uns-selbst-Norman-Cousins/dp/3897676214/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1214383498&#38;sr=8-1">Der Arzt in uns selbst</a>" beschreibt Cousins, wie nach zehn Minuten <span class="AddDark">Lachen</span> seine Schmerzen nachließen. </span></p>
<p><strong>Lachen - was bringts?</strong></p>
<p>Durch Lachen wird also sogar das Schmerzempfinden deutlich reduziert. Aber es bewirkt noch zahlreiche weitere positive Effekte in uns: Durch Lachen wird das körpereigene Immunsystem aktiviert, der Stoffwechsel angeregt, die Durchblutung von Herz und Lunge verbessert, die Stresshormone Adrenalin und Kortisol werden abgebaut, der Blutdruck sowie der Blutzuckerspiegel gesenkt, die Muskulatur entspannt und die Durchblutung intensiviert. Und schließlich fördert Lachen die Konzentration, befreit von Ängsten und macht gute Laune!</p>
<p><strong>Wie funktioniert Lachen?</strong></p>
<p>Das Zwerchfell hüpft, der Puls rast, zirka 300 Muskeln sind aktiv, die Pupillen vergrößern sich, die Fingerkuppen werden feucht und die Beinmuskulatur erschlafft. Wir atmen mit gut 100 km/h aus und ganz tief wieder ein. Lachen erfordert demnach von unserem Körper im wahrsten Sinne des Wortes eine kurzfristige Höchstleistung.</p>
<p><strong>Warum vergeht uns mit dem Erwachsenwerden das Lachen?</strong></p>
<p><span>Statistisch gesehen lacht jeder Erwachsene durchschnittlich 15 mal pro Tag, während Kinder sogar bis zu 400 mal lachen. Erstaunlich, nicht? </span><span>Erklärt wird dies dadurch, dass Kindern ein slapstickartiger Humor zugeschrieben wird: Ein Baby lacht noch, weil man eine Grimasse schneidet, Erwachsene finden daran jedoch nichts Witziges. Im Laufe des Lebens verändert sich also, worüber Menschen lachen: Mit dem Heranwachsen empfindet man immer weniger das Gesehene oder Gesagte selbst komisch, sondern lacht vielmehr über die dadurch ausgelösten Vorstellungen. Je stärker dabei der persönliche Bezug zum Inhalt des Witzes ist, desto lustiger erscheint der Gag.</span></p>
<p><span><strong>Eine Möglichkeit, Ihren heutigen TLD (Tages-Lach-Durchschnitt) vielleicht ein wenig zu heben:</strong></span></p>
<p>"<a title="Was zum Lachen der Europäischen Lach-Gesellschaft" href="http://www.hahahahaha.org/allgemein/dlachzit.htm">Was zum Lachen</a>" heißt es unter anderem auf der Seite der <a title="European Laughter Society (ELS)" href="http://www.hahahahaha.org/">Europäischen Lach-Gesellschaft </a>- zu finden gibt es dort schriftliche Äusserungen von Versicherungsnehmern aus der Sammlung einer Versicherungsgesellschaft.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li>
<div class="autor">Heike Schmidt-Abidi, <a title="Lachen - garantiert ohne Nebenwirkungen, gesundheit.de" href="http://www.gesundheit.de/familie/psychologie/lachen-ohne-nebenwirkungen/index.html">Lachen - garantiert ohne Nebenwirkungen</a>, auf <a title="Gesundheit.de" href="http://www.gesundheit.de">gesundheit.de</a>, 24.07.2006.  </div>
</li>
<li>
<div class="autor"><a title="Lachen - Medizin für Leib und Seele!" href="http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/103776.html">Lachen - Medizin für Leib und Seele!</a> Beitrag zu einer Sendung des <a title="MDR.DE" href="http://www.mdr.de">MDR.DE</a> vom 7.2.2002.</div>
</li>
<li>
<div class="autor">Susanne Donner, <a title="Warum der Chef die besten Witze macht." href="http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/593973.html?nv=ct_mt">Warum der Chef die besten Witze macht</a>. <a title="Stern.de - Wissenschaft &#38; Gesundheit" href="http://www.stern.de/wissenschaft/">Stern.de - Wissenschaft &#38; Gesundheit</a>, 29.7.2007.</div>
</li>
<li>
<div class="autor"><a title="European Laughter Society (ELS)" href="http://www.hahahahaha.org/index.htm">European Laughter Society (ELS)</a> - <a title="Was zum Lachen der Europäischen Lach-Gesellschaft" href="http://www.hahahahaha.org/allgemein/dlachzit.htm">Was zum Lachen</a></div>
</li>
</ul>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Soziale Netze: Tau oder doch nur seidener Faden?]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=129</link>
<pubDate>Tue, 27 May 2008 11:31:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=129</guid>
<description><![CDATA[Netzwerke schrumpfen in Krisenzeiten
Forschungen haben gezeigt, dass die sozialen Netze rissig werde]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Netzwerke schrumpfen in Krisenzeiten</strong></p>
<p>Forschungen haben gezeigt, dass die sozialen Netze rissig werden und sogar auseinander reißen, wenn ein Mensch erkrankt. Aber warum? Psychologen suchen nach Erklärungen für dieses Phänomen und vermuten, dass ein Grund dafür sein könnte, dass Personen eines Netzwerkes sich grundsätzlich ähneln. Daher könnte die Erkrankung eines Mitgliedes eine große Bedrohung für den Rest darstellen. - Dies führt dazu, dass die Lebensphilosophie der Gruppe durch die Krankheit infrage gestellt wird; das "unähnlich" gewordene Mitglied wird also kurzerhand aus dem Netzwerk ausgeschlossen. Andere Erklärungsmodelle für dieses Phänomen sprechen von Berührungsängsten oder sich nicht zuständig fühlen. Beobachtet wurde auch der Rückzug aus Angst vor Ansteckung im Falle mancher Krankheiten.</p>
<p><strong>Größe und Verlässlichkeit eines sozialen Netzwerks beeinflussen den Gesundheitszustand</strong></p>
<p>Die Münchner Soziologin Martina Eller untersuchte die sozialen Beziehungen von rund 1000 Diabetikern und stellte fest: Die Sozialkontakte verringern sich, wenn jemand krank wird und je kleiner das soziale Netz wird, desto schlechter ist der Gesundheitszustand eines Diabetikers. Eller fand weiters heraus, dass man zwar aufgrund des Alters und des Geschlechts keine Vorhersage auf den Gesundheitszustand machen kann, sehr wohl jedoch aufgrund der Größe und Verlässlichkeit des sozialen Netzwerks: Wer ein großes soziales Netz hat, ist vier bzw. acht Jahre später in einem besseren Gesundheitszustand als jene Personen, die von Beginn an ein kleines soziales Netzwerk hatten.</p>
<p>Zahlreiche Studien untermauern die Erkenntnis, dass soziale Isolation das Gesundheitsrisiko steigert: Personen, die sich sozial unterstützt fühlen, leben gesünder, zufriedener und länger; im Gegensatz dazu sind einsame Menschen einem höheren Krankheits- und Sterberisiko ausgesetzt, so die Quintessenz der bisherigen Forschungen.</p>
<p><strong>Die unauffällige Unterstützung als bessere Hilfe</strong></p>
<p>Die Psychologin Beate Dietzen von der Universität Zürich gilt als Expertin für biopsychologische Netzwerkforschung. Sie betont, dass hilfsbedürftige Menschen sich nicht abhängig fühlen möchten und es für sie lediglich wichtig ist, dass jeman <em>da</em> ist und dass ihnen Hilfe nicht aufgedrängt wird. - Ein Zuviel an Unterstützung kann sogar in einer Lose-Lose-Situation münden: Der Helfer fühlt sich überfordert und der Hilfsbedürftige schuldig.</p>
<p><strong>Der Glaube an ein soziales Netz setzt positive Kräfte frei</strong></p>
<p>Entscheidend ist laut Psychologen nicht, wie viel einem Menschen tatsächlich geholfen wird, sondern die Überzeugung, im Notfall auf sein Netzwerk bauen zu können. Die Hilfsbereitschaft des Netzes wird jedoch von zwei Gruppen häufig überschätzt: von Menschen mit einem hohen Selbstbewusstsein sowie von Personen, die bisher noch keine Notsituation erleiden mussten.</p>
<p><strong>Hinterfragen erwünscht: Sinngewinn durch Skepsis</strong></p>
<p>Der Psychologe Neil Krause führte mehreren Längsschnittstudien durch und fand dabei heraus, dass ein kritisches Nachfragen von Netzwerkmitgliedern bzw. ein Widersprechen zumindest älteren Menschen dabei hilft, einen tiferen Sinn in ihrem Leben zu erkennen. Damit ein Netzwerk also tatsächlich praktische Lebenshilfe leisten kann, sollte es sich nicht nur aus Ja-Sagern zusammensetzen: Zwar ist gutes Zureden wichtig, ein skeptisches Nachfragen erwies sich jedoch als noch wichtiger.</p>
<p><strong>Soziale Netze schützen vor Stress</strong></p>
<p>Menschen, die sozial unterstützt werden, produzieren einerseits weniger Kortisol im Körper, als Menschen die nicht unterstützt werden, und schütten andererseits vermehrt das Hormon Oxytocin aus. Letzteres führt zu einem hohen Einfühlungsvermögen und einer niedrigen Aggressivität und wird zum Beispiel während einer Schwangerschaft verstärkt produziert. Psychologen fanden heraus: Wer viel Oxytocin im Körper hat und zugleich sozial unterstützt wird, reagiert besonders gelassen auf Stress.</p>
<p>Bei Aidskranken zeigte sich jedoch auch ein negativer Zusammenhang zwischen dem Grad der Unterstützung und dem Gesundheitszustand. Eine mögliche Erklärung dafür: Es kostet viel Kraft, ein Netzwerk zu unterhalten und zu pflegen - Kraft, die Aidskranke nicht haben. Daher kann die Beziehungspflege mitunter auch zur Last werden.</p>
<p><strong>Männer unterstützen instrumentell, Frauen emotional</strong></p>
<p>Forschungen zeigten auch, dass Männer von sozialen Netzwerken stärker profitieren als Frauen. Warum? Männer unterstützen, indem sie Ratschläge geben oder Informationen einholen, Frauen hören zu und bringen ihre Wertschätzung zum Ausdruck. Die Annahme lautet, dass Männer zwar unterstützen wollen, ihre Äußerungen von Frauen jedoch eher als Forderung oder Ermahung wahrgenommen werden. Die Ratschläge der Männer bewirken in der Folge eher, dass Frauen sich unter Druck gesetzt fühlen. Anders bei Frauen: Die Forschungen der Psychologen Larua M. Glynn und Nicholas Christenfeld der University of California ergaben, dass <em>nur</em> die weibliche Unterstützung die Stressreaktionen von Studienteilnehmern verringern konnte. Es ist demnach jeder gut beraten, Frauen in seinem Netzwerk zu haben!</p>
<p><strong>Die Kardinalfrage: Unterstützen, aber wie?</strong></p>
<p>Am meisten scheinen Menschen von einer kritisch-wohlwollenden Begleitung zu profitieren, es kann jedoch kein Rezept gegeben werden, welche Art von Unterstützung positiv wirkt und welche nicht. Alles hängt letztendlich davon ab, was der Hilfsbedürftige wünscht und will.</p>
<p>Oft muss der Helfer gar nichts <em>tun</em> - es reicht, <em>da zu sein</em>: Soziale Unterstützer sind dann besonders erfolgreich, wenn sie fast nichts tun, nur ab und zu unsere Hand berühren und unser Handeln nicht bewerten. Dementsprechend gehören auch Haustiere in unser soziales Netzwerk und können durchaus heilsam wirken.</p>
<p> </p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p>Westerhoff, Nikolas: Geborgenheit oder Einengung: Wie wichtig sind soziale Netze?, <a title="Psychologie heute" href="http://www.psychologieheute.de/">Psychologie Heute</a>, Juni 2008, S. 21-25</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Boglarka Hadinger: Wie man eine charakterstarke Persönlichkeit wird]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=124</link>
<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 23:00:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=124</guid>
<description><![CDATA[Das Focus-Magazin des ORF Voralberg brachte am 20. Jänner 2007 einen interessanten Vortrag von Dr. ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das Focus-Magazin des ORF Voralberg brachte am 20. Jänner 2007 einen interessanten <a href="http://vorarlberg.orf.at/magazin/klickpunkt/focus/stories/165471/" title="Wie man eine charakterstarke Persönlichkeit wird.">Vortrag von Dr. Boglarka Hadinger</a>, in welchem die Diplompsychologin und Psychotherapeutin darüber sprach, wie man eine charakterstarke Persönlichkeit wird. Meiner Meinung nach ist dieser Vortrag durchaus "anhörenswert"...</p>
<p>Unten findet ihr meine Notizen, die ich während des Zuhörens gemacht habe - ich finde, es sind durchaus einige inspirierende Fragen für jeden dabei... </p>
<p><strong>Dr. Boglarka Hadinger: Wie man eine charakterstarke Persönlichkeit wird</strong></p>
<p>Unter "Charakter" versteht man eine "starke Eigenart", welche ein Mensch hat. Diese ist ihm angeboren - es bedeutet eine eigene Prägung bzw. ein eigenes Gesicht zu haben. Diese Menschen haben eigene Ziele, eine eigene Sprache, sie können Konflikte unüblich lösen, sind oft nicht konform mit der Meinung anderer - und zwar nicht um zu protestieren, sondern weil sie eine andere Idee, eine andere Lösung, einen anderen Wert verkörpern. Es ist interessant, mit charakterstarken Menschen über das Leben zu sprechen - sie wirken ansteckend. In ihrer Gegenwart fragt man sich: <em>Wie ist mein eigenes Gesicht, mein eigener Ausdru</em><em>ck, meine eigene Sprache?</em></p>
<p>"Jeder hat die Fähigkeit in sich, eine Eigenart zu haben", so Dr. Hadinger und fügt an: "Aber sind Sie so mutig, Ihr Eigenes zu leben?" Viktor Frankl sagte einmal: "Charakter hat man. Eine Persönlichkeit wird man im Laufe des Lebens."</p>
<p><strong>Charakterblockaden: Blockaden, die uns daran hindern, unsere Eigenart zu leben</strong></p>
<ol>
<li>
<div>Eine Blockade ist, <em>Angst </em>zu haben, dem anderen - so wie man ist - nicht zu entsprechen: So, wie man denkt, so wie man etwas tun möchte, nicht vom anderen gemocht, nicht akzeptiert zu werden. Es können jedoch auch traumatische Erfahrungen sein oder eine Angst, die in der Umgebung geschürt wird, welche ansteckend auf uns wirkt. Wir leben in einer angstmachenden Zeit. Aber unter Angst können wir das ganz Eigene nicht zum Ausdruck bringen. Wir wagen es nicht. <em>Wenn ich mich zeige wie ich bin, werde ich nicht geliebt. So wie ich bin, bin ich nicht in Ordnung.</em> Diese Angst wird durch Erziehung, Kirche, Schule etc. geprägt.</div>
</li>
<li>
<div><em>Zeitgeisttendenzen</em> oder <em>Zeitgeistwerte</em>. Wir wollen Werten entsprechen, die "in" sind. Als Beispiel kann der Erziehungsstil genannt werden, der sich von Generation zu Generation veränderte. Man verlässt dann die eigenen Werte bzw. lässt sie verformen.</div>
</li>
<li>
<div><em>Verwöhnung und Überfluss</em>: Die besten Zeiten des Lebens sind oft die, wenn man sich etwas einfallen lassen muss, wenn man für etwas kämpfen muss. Dieses Müssen - Widerstände überwinden zu müssen, um leben zu können und überleben zu ermöglichen - prägt den Charakter. Verwöhnung und Überfluss machen langfristig träge.</div>
</li>
</ol>
<p><em>Es ist einfacher, mit dem Strom zu springen, konform zu sein. Es braucht Mut, die eigene Meinung zu vertreten.</em></p>
<p><strong>Was können wir tun, damit ein Mensch sich zu einem charakterstarken Menschen wird? </strong></p>
<ul>
<li>
<div>Eine Möglichkeit: <em><strong>Darum zu wissen</strong></em>. Wenn Sie wissen, dass Sie alle Charakteranlagen in sich tragen, dann ist das bereits wichtig. Man sieht die unterschiedlichen Charakteranlagen bereits bei kleinen Kindern.<br />
Aber manche Charakteranlagen entwickeln sich erst im Laufe des Lebens - mit 20, 30 oder auch später. Wenn wir merken: <em>Ja, das bin ich auch</em>. <em>Jetzt bin ich ich</em>. Sie können sich von Zeit zu Zeit fragen: <em>Welche Menschen, welche Ideen, welche Ziele, welche Problemlösungen, welche Werte, welche Wege faszinieren mich? Beeindrucken mich?</em> Nur Dinge, die uns ähnlich sind, faszinieren uns, beeindrucken uns.</div>
</li>
<li>
<div>Dr. Hadinger schlägt vor, <em><strong>mit sich selbst zu experimentieren</strong>, </em>indem wir Aufgaben übernehmen, die anders sind, in fremde Länder reisen, andere Rituale mitmachen etc.... Dort, wo wir eine "Stimmigkeit" verspüren, dort sind wir zu Hause. "Aber", so die Psychologin, "man sollte es jedoch zumindest dreimal probieren, denn neue Situationen sind anfangs ungewohnt: Sei es die Kommunikation, eine neue Rolle, eine neue Aufgabe..."</div>
</li>
<li>
<div><strong><em>Andere Menschen fragen</em></strong>: Wohlwollende Menschen, die mich kennen, die uns rückmelden, wo wir uns noch etwas zutrauen könnten, die uns darauf hinweisen, welche Aufgaben wir noch übernehmen könnten. Gemeint sind jene Menschen, die wohlwollend auf etwas verweisen und uns auf etwas hinweisen, das in uns steckt, das wir selber noch nicht kennen.</div>
</li>
<li>
<div><em><strong>Selbst auf eine Vergangenheitsreise gehen</strong>:</em> Dr. Hadinger schlägt vor, Fotos von früher (aus der Kinder- oder Jugendzeit, jedoch nicht aus Pubertät) und aus Zeiten wo "ich ich war" herzunehmen und sich das Kind von damals anzu schauen: <em>Welche Begabungen hatte dieses Kind? Welche Fähigkeiten? Was war für dieses Kind damals wichtig?</em><br />
Menschen, die ihr Leben leben sind lebensvital, lebensbejahend; sie sind sich sicher "das ist mein Leben", verkörpern Glück pur... Dr. Hadinger erzählt, dass sie diesen Menschen immer wieder die gleiche Frage stellt: <em>Wie sind Sie auf die Idee gekommen, dass Sie das gemacht haben, was sie machen?</em> Und immer wieder leuchteten die Augen des Gegenüber und die Antwort lautet: Schon <em>immer war für mich das und das wichtig...<br />
</em>Es geht darum, den roten Faden des eigenen Lebens zu entdecken und zumindest einen Teil davon leben: <em>Was war das, was für mich schon immer wichtig?</em> "Man kann den eigenen Charakter leben, indem man das realisiert", sagt Boglarka Hadinger, "werde der oder die du bist."</div>
</li>
</ul>
<p><strong>Persönlichkeit: Forme dich.</strong></p>
<p>Charakter bedeutet auch, ein "Brandzeichen" zu haben. Teilweise haben Personen einen ganz starken Charakter - was sie tun, vergisst man nie - sie sind originell, aber nicht immer sind sie Persönlichkeiten. Als Beispiel nennt Hadinger z.B. Onassis, Picasso, Marlene Dietrich oder Coco Chanel und fügt an, dass diese teilweise schwere Wunden in die Menschen in ihrem Umfeld brandten. Man lebte nicht gerne in ihrer Nähe, denn die Menschen wurden kleiner neben ihnen.</p>
<p><strong>Eine Persönlichkeit WIRD man erst - einen Charakter HAT man.</strong></p>
<p>Man beginnt, sich selbst zu formen. Man antwortet aufrecht auf die Aufgaben des Lebens. "Persönlichkeiten leben in wunderbar vitaler Weise Werte wie Gelassenheit, Solidarität, Aufrichtigkeit, Besonnenheit und Mut. Persönlichkeiten lassen sich nicht vom Beifall anderer blenden. Sie tun mehr als sie tun müssen, aber sind unabhängig von Erfolg und Ruhm. Sie können ihre Meinung sagen, ohne andere zu verletzen", so Hadinger. "In ihrer Nähe können andere wachsen - man muss sich nicht klein, fehlerhaft und schuldig fühlen. Sie setzen sich vehement für eine Idee, ein Ziel, eine Sache ein - wie der SOS-Kinderdorf-Gründer Gmeiner, der einmal sagte: <em>Etwas Großes passiert nur, weil jemand mehr tut, als er muss</em>."</p>
<p>Persönlichkeiten sind unabhängig vom Erfolg, von Status, von Karrieresprüngen. Es ist nicht der Wert, dass ihr Einsatz etwas bringt, sondern dass sie sich einsetzen können. Sie ruhen in sich. Sie stützen ihren Selbstwert nicht durch Lob von außen, sondern sie sind in tieferen Schichten verankert. Persönlichkeiten ermöglichen wahre Winwin-Situationen, denn andere gewinnen oft mit. Sie sind authentische, echte Menschen und ihre Worte entsprechen ihren Überzeugungen, und ihre Überzeugungen sind wiederum ihre Taten. Sie können verzichten, ohne sich als Opfer ihrer Lebensumstände zu sehen.</p>
<p>Wenn wir blockiert werden, dann können wir uns nicht entfalten: Wir wissen dann nicht, dass wir uns selbst erziehen und formen können.</p>
<ul>
<li>
<div>Persönlichkeiten stecken in ihrer Humanität an. Es müssen aber nicht immer große bekannte <em>Persönlichkeiten</em> sein, sondern es können auch Menschen <em>in unserer Umgebung</em> sein.<br />
Hadinger weist auch darauf hin, dass wir in unserer Zeit zu selten hören "<em>Das ist ein wirklicher Mensch</em>" - sondern zu häufig werden wir mit anderen Typen konfrontiert wie "Das ist ein sportlicher Typ", "Das ist ein erfolgreicher Typ" etc. "Unsere Seele hat zu wenig Orientierungsmöglichkeit." so Dr. Hadinger.</div>
</li>
<li>
<div>Das <em>Hässliche</em> und die <em>Reizüberflutung</em>: Das Hässliche, Morbide, Verdorbene kostet der Seele sehr viel Kraft bzw. brauchen wir viel Kraft, um damit umgehen zu können. "Das Schöne fördert das Wachstum der Humanität." (Friedrich Schiller).</div>
</li>
<li>
<div>Die <em>Gier</em>: Noch mehr zu haben, noch schneller zu sein, noch effektiver zu sein, mehr zu wachsen, noch erfolgreicher zu sein, noch ruhmreicher... Auf Wachstumszeiten müssen Zeiten der Ruhe folgen. Nach außen hin passiert dann gar nichts. Innen stabilisiert sich die Seele, es kann etwas reifen, es kann etwas wachsen, und dann kann ein nächster Reifeschritt folgen.</div>
</li>
<li>
<div>Die <em>Unversöhntheit</em>: Man kann mit vielem unversöhnt sein: einem anderen Menschen, mit Lebensbedingungen, mich sich selbst. Es gibt viele Gründe dafür, aber es gibt auch einige Wege, da herauszukommen. Langfristig das Unversöhnte in sich zu haben, ist wie Gift für die Seele. Wie Zyankalie für die Seele. In den mittleren Lebensjahren müsste man fragen: <em>Bin ich noch mit jemandem unversöhnt? Trage ich noch extreme Gifte in meiner Seele? Hadere ich noch gegen mich oder jemandem? Hasse ich?</em> Spätestens mit 60 müsste man das loslassen, denn der Zorn und Hass macht die menschlichen Züge und die menschliche Seele bitter.</div>
</li>
<li>
<div><em>Sich selbst formen:</em> Ohne Selbstformung gibt es keine Persönlichkeit. Sich nicht mit den erstbesten Reaktionen zufrieden geben. <em>Ist es sinnvoll und lebensfreundlich wie ich mit mir und anderen spreche?</em></div>
</li>
</ul>
<p><strong>Typisch Mann, Typisch Frau:</strong></p>
<p>Typische Fehler als Frauen und Männer: Frauen haben die Fähigkeit, immer wieder Problemgespräche führen zu können, Multitasking zu beherrschen, sich dabei jedoch auch verzetteln zu können. Frauen merken sich Kränkungen sehr lange und erinnern den Betroffenen auch immer wieder daran. Nachts denken sich noch über belastende Gedanken nach und sie haben die Gabe, immer wieder das gleiche Thema aufzuwärmen: <em>Darüber haben wir noch nicht genug gesprochen</em>. Auf ein Lob können sie sehr lange warten - schweigend zusehen und ärgern, wie der Kollege befördert wird.</p>
<p>Männer haben andere Gaben: Sie sagen offen und ehrlich den Kollegen, der Familie etc., dass sie sie für dumm halten. Sie können sich lange und sehr auf eine Sache konzentrieren, aber vergessen dabei Familienfeste und Kindergeburtstage etc. Über die eigenen Erfolge können sie gut reden und die Misserfolge noch in derselben Nacht vergessen.</p>
<p>Zu einer Persönlichkeit wird eine Frau dann, wenn sie neben der Problemorientiertheit auch lösungsorientiert zu denken lernt, wenn sie ihr bildhaftes Denken trainiert und beginnt, ihre Wissens- und Lebensziele, aber auch ihre Persönlichkeitsziele zu visualisieren. Sie kann mit anderen nicht nur über Beziehungen, sondern eben auch über andere Sachfragen reden. Neben der Sorge um andere entwickelt sie Lebenszuversicht und ein Grundvertrauen in ihrem Inneren.</p>
<p>Ein Mann wird zur Persönlichkeit, wenn er lernt, Rückmeldung so zu geben, dass der andere diese auch als wichtige Information annehmen kann. Er lernt rückzufragen: <em>Wie wirkt das auf dich? Was ist deine Meinung?</em></p>
<p><strong>Persönlichkeiten sind Menschen dann, wenn sie nicht nur typisch denken sondern auch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen.</strong> </p>
<p>Es geht darum, die Begabungen anderer wahrzunehmen und diese auch anzusprechen. Persönlichkeiten definieren sich nicht aus einer Rangordnung oder einem Amt. Sie sind nicht einseitig konkurrenzorientiert, sondern sie suchen auch die Kooperation. Sie denken nicht nur daran, wie sie ein Ziel erreichen können, sondern sie bedenken auch den Preis, der für das Ziel zu bezahlen ist. Sie können Gesagtes als Information nehmen und nicht primär als Kritik und sie achten auf die Wirkung ihrer Worte.</p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Eine Persönlichkeit ist ein in sich ruhender Mensch.</strong></p>
<p>Diese Menschen haben eine tiefe Verankerung: Sie ruhen in sich. Das ist eine wunderbare Möglichkeit und Gabe und jeder sollte kritisch hinterfragen, inwiefern sein Leben in von Menschen gegebenen Dingen verankert ist (wie in bezahlter Arbeit, Ruhm, Statussymbolen, in der Zuwendung von anderen).<br />
Wichtig sind Fragen wie: <em>Worin ist meine Existenz verankert? Wann bin ich extrem verunsichert? Wann ist mein Selbstwert extrem verunsichert?</em></p>
<p>Hadinger betont, dass Menschen, die in sich ruhen, auch manchmal unsicher, aber nicht so lang in diesem Zustand bleiben. Prinzipiell unterscheidet sie drei Ankermöglichkeiten für die Persönlichkeit:</p>
<ul>
<li>
<div>ein lebensfreundlicher Glaube</div>
</li>
<li>
<div>der Glaube an einen tiefen humanen Auftrag (tw. religiös, tw. nicht religiös)</div>
</li>
<li>
<div>Glaube an einen großen letzten Sinn (alles macht zumindest im Nachhinein Sinn)</div>
</li>
</ul>
<p><em><strong>"Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden." (V. Frankl)</strong></em></p>
<p>Diese Menschen setzen sich für eine bessere Welt ein. Es gilt, sich darauf zu besinnen, was das Leben trägt und <em>ein klares, lebensfreundliches Wertesystem</em> für sich zu entdecken.</p>
<p>Hadinger schlägt vor, eine <em>Liste</em> für sich zu erstellen: <em>Was sind für mich die wichtigsten Werte?</em><br />
Wenn die Top 3-Wert solche sind wie "die Liebe anderer", "Ruhm", "Status", "ein gutes Benehmen" etc., dann hat man laut Hadinger ein Problem, denn für die Liebe anderer muss man teilweise die Aufrichtigkeit opfern, für einen Top-Job muss man manchmal die Fairness oder Solidarität opfern. Man sollte sich selbst fragen: <em>Ist das lebensfreundlich oder ist das vielleicht lebensfeindlich?</em></p>
<p><strong>Victor Frankl: <em>"Nicht wir sind es, die dem Leben Fragen zu stellen haben. Sondern das Leben stellt uns Fragen."</em></strong></p>
<p>Fragen, die das Leben uns stellen könnte:</p>
<ul>
<li>
<div>Ablösung: Mit 20-25 Jahren geht es um die Frage: <em>Löst du dich von zu Hause ab und wie löst du dich ab? Im Zorn, im Einvernehmen, gar nicht? </em></div>
</li>
<li>
<div>Streit:<em> Lässt du dich zerbrechen oder bleibst du trotzdem aufrecht?</em></div>
</li>
<li>
<div>Krankheit: <em>Ist das alles, was du warst? Deine körperliche Gesundheit? Oder kannst du trotz alle dem eine eigene Gesundheit entwickeln?</em></div>
</li>
<li>
<div><em>Lässt du dich von einem anderen Menschen vollkommen aus deinem Gleichgewicht werfen? Agierst du auch giftig zurück? Machst du eine klare Grenzziehung?</em> "Wer mich beleidigen darf, entscheide immer ich." (E. Roosevelt)</div>
</li>
</ul>
<p><em>Humor und Milde:</em> Unpersönlichkeitstage gibt es immer - auch bei Persönlichkeiten - und das ist gut und in Ordnung. Es geht darum, mild mit sich zu sein und mit anderen, denn das löst Wohlwollen aus und lässt wachsen. Dadurch wird die Welt leichter und die Seele heller.</p>
<p><strong>Charakter und Persönlichkeiten: Beide Seiten stehen uns offen. Jeder hat Charakteranlagen in sich, aber wir müssen den Mut und die Kreativität entwickeln, um die Grundanlagen leben zu können. Persönlichkeit zu haben bedeutet, eine tiefe, reife Humanität zu leben, die andere stärkt. In beiden Bereichen haben wir Möglichkeiten - auch als Erwachsene. Jeder entscheidet für sich, ob er eine charakterstarke Persönlichkeit wird - es sind nicht die Eltern.</strong></p>
<p>Den Vortrag gibts <a href="http://your.orf.at/vbgwebcam/radio/focusplayer.php?uri=focus070120.ra&#38;title=" title="B. Hadinger auf focus Vorarlberg">hier </a>anzuhören.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Anorexie in den späteren Jahren: Über den Druck, schön zu altern]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=117</link>
<pubDate>Thu, 28 Feb 2008 23:05:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Lange Zeit galt die Magersucht als Krankheit, die fast ausschließlich mit jungen Mädchen in Verbin]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Zeit galt die Magersucht als Krankheit, die fast ausschließlich mit jungen Mädchen in Verbindung gebracht wurde. Nun scheint sich dieses Bild dahingehend zu verändern, dass neben jungen Männern immer häufiger ältere Frauen unter den Patienten zu finden sind. ExpertInnen schätzen, dass der Anteil an älteren Anorektikerinnen inzwischen bei 10 Prozent liegt; dementsprechend gilt es in der Zwischenzeit als durchaus üblich, eine Essstörung auch im mittleren Alter zu entwickeln.</p>
<p>Letzteren Umstand wird unter anderem auf die Vorbildwirkung von Stars wie Madonna, Sharon Stone, Jane Fonda und deren Kolleginnen zurückgeführt. Durch die glamourösen Autritte der Celebrities, welche in ihren 40ern, 50ern und sogar 60ern noch gleich schlank sind, wie sie es in ihren 20ern waren - kombiniert mit einer zeitlos jugendlichen Ausstrahlung - führen dazu, dass Frauen eine unrealistische Vorstellungen davon entwickeln, wie sie in ihrer späteren Lebensphase auszusehen hätten. ExpertInnen sind sich einig: In der heutigen Zeit geht es nicht mehr darum, <em>würdevoll zu altern</em>, sondern ein Leben lang <em>jung</em> zu bleiben.</p>
<p><strong>Genauer nachzulesen bei:</strong></p>
<p>Sarah Cassidy: <a href="http://www.independent.co.uk:80/life-style/health-and-wellbeing/health-news/pressure-to-grow-old-beautifully-drives-over50s-to-anorexia-788563.html" title="S.Cassidy: Pressure to grow old beautifully drives over-50s to anorexia.">Pressure to grow old beautifully drives over-50s to anorexia</a>. <a href="http://www.independent.co.uk/life-style/health-and-wellbeing/" title="The Independant Health &#38; Wellbeing">The Independant Health &#38; Wellbeing</a>, 28.2.2008.</p>
<p><strong></strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Gedächtnis unseres Körpers]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=115</link>
<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 14:29:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Das Leibgedächtnis ist der Träger unserer Lebensgeschichte, unserer persönlichen Identitä]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>"Das Leibgedächtnis ist der Träger unserer Lebensgeschichte, unserer persönlichen Identität", schreibt der Psychiater Thomas Fuchs in seinem Artikel <em>Das Gedächtnis unseres Körpers </em>in der Zeitschrift Psychologie Heute im Juni 2006 und erklärt weiter, dass unter "Gedächtnis" jene Fähigkeit zusammengefasst wird, die es uns ermöglicht, uns an bestimmte Erlebnisse in der Vergangenheit zu erinnern - bewusst, oder häufig eben auch "leiblich".</p>
<p><strong>Über die Entwicklung eines leiblichen Gedächtnisses: "Übung macht den Meister"</strong></p>
<p>Aber was versteckt sich hinter einem "leiblichen Gedächtnis"? Darunter versteht man die Gewohnheiten, die sich durch Wiederholung und Übung gebildet haben - beispielsweise der aufrechte Gang, das Sprechen und Schreiben, Fahrradfahren, Schwimmen und vieles andere mehr. Im Laufe der Zeit verinnerlichen wir diese Fähigkeiten so stark, dass wir uns gar nicht mehr bewusst daran erinnern müssen, <em>wie</em> wir etwas tun - wir tun es einfach: Wir sprechen, schreiben, tippen, fahren mit dem Fahrrad oder dem Auto etc.</p>
<p><strong>Die verschiedenen Formen des leiblichen Gedächtn</strong><strong>isses</strong></p>
<p><em>Das prozeduale Gedächtnis:</em> Dieses Gedächtnis ist ständig im Hintergrund wirksam und entlastet unsere Aufmerksamkeit vor einer Überfülle an Details. Zum prozedualen Gedächtnis zählen alle automatischen Bewegungsabläufe: eingespielte Gewohnheiten, das Spielen eines Instruments, das Autofahren, am Computer zu schreiben etc. </p>
<p><em>Das situative Gedächtnis:</em> Das Leibgedächtnis ist gleichzeitig ein Raumgedächtnis und orientiert sich an Situationen, in denen wir uns befinden: So finden wir uns "wie blind" in unserer Wohnung oder unserer Umgebung zurecht. "Situationen" sind jedoch mehr als räumliche Gebilde - sie sind ganzheitliche, unzerlegbare Einheiten leiblicher, sinnlicher und atmosphärischer Wahrnehmung. Durch unsere Erfahrungen entwickeln wir einen Blick für das Wesentliche oder Charakteristische einer Situation -  man könnte sagen, einen "siebten Sinn", ein Gespür oder eine Intuition für etwas.</p>
<p><em>Das zwischenleibliche Gedächtnis:</em> Der Philosoph Maurice Merleau-Ponty bezeichnete die Sphäre des unwillkürlichen Kontakts zwischen zwei Menschen als "Zwischenleiblichkeit" und meinte damit, dass die Körper von Menschen, die miteinander in Kontakt treten, interagieren und sich laufend abtasten. Zum zwischenleiblichen Gedächtnis zählt auch der erste Eindruck, den wir von einem Menschen erhalten - dieser setzt sich zusammen aus der äußeren Gestalt des Menschen, seiner Wesensart, aber auch seinem persönlichen Stil. Ein Mensch "stellt etwas dar" und drückt seine Persönlichkeit auch über seinen Körper aus, in seinem Auftreten, seinen Gesten und Gebärden, in seiner Haltung, seinem Gang oder seiner Stimme.<br />
Der Säuglingsforscher Daniel Stern spricht auch von <em>implizitem Beziehungswissen</em>, welches man bereits in der frühen Kindheit im Austausch mit seinen Eltern erlernt: Es handelt sich dabei um ein leibliches Wissen, wie man mit anderen umgeht - wie man mit ihnen Vergnügen hat, Freude ausdrückt, Aufmerksamkeit erregt, aber auch Ablehnung vermeidet.</p>
<p><em>Das inkorporative Gedächtnis:</em> "Inkorporation" besagt, dass wir Menschen im Austausch mit anderen auch fremde Haltungen und Rollen übernehmen, wobei dies häufig durch unwillkürliche leibliche Nachahmung oder Identifizierung geschieht. Auch Erziehung oder kulturelle Überformungen prägen sich in unser Körpergedächtnis ein; dies geschieht, indem uns ein bestimmtes Verhaltensmuster bzw. "Manieren" und "Benehmen" vermittelt werden.</p>
<p><em>Das traumatische Gedächtnis:</em><strong> </strong>Unser Körper erinnert sich auch an Schmerzerfahrungen und instinktiv spannen wir uns an, ziehen uns zurück oder weichen aus, wenn Schmerzen drohen. So schreiben sich einschränkende und schmerzhafte oder gar traumatische Erlebnisse in dem Leibgedächtnis ein und können sogar zu einem späteren psychosomatischen Leiden führen.</p>
<p><strong>Unser Körper als autobiografisches Gedächtnis</strong></p>
<p>"Das Leibgedächtnis ist der eigentliche Träger unserer Lebensgeschichte, unserer persönlichen Identität." so der Psychiater Thomas Fuchs,"Verleiblichte Gewohnheiten machen uns zu Personen mit einer gewissen Konstanz und Verlässlichkeit, sie sorgen dafür, dass wir bei allem äußeren Wechsel dieselben bleiben. Alles, was wir wahrnehmen oder tun, hinterlässt eine Spur in uns."</p>
<p><strong>Literatur:<br />
</strong>Thomas Fuchs (2006): <em>Das Gedächtnis unseres Körpers</em>. <a href="http://www.psychologie-heute.de/" title="Psychologie heute">Psychologie Heute</a>, 33. Jahrgang, Heft 6, Julius BELTZ GmbH &#38; Co.KG Weinheim: Juni 2006.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein zündender Funke im Gehirn: durch Sport.]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=114</link>
<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 07:37:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der an der Harvard Universität tätige Psychiater John Ratey befasst sich in seinem Buch &#8220;Sp]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der an der Harvard Universität tätige Psychiater John Ratey befasst sich in seinem Buch <em>"Spark: The Revolutionary New Science of Exercise and the Brain"</em> mit den Auswirkungen, die eine regelmäßige sportliche Betätigung auf das Gehirn hat. An dieser Stelle einige seiner Erkenntnisse:</p>
<p><strong>Sport macht schlau.</strong> </p>
<p>Ratey behauptet, dass ein regelmäßiges Trainieren des Körpers auch zu einem Mehr an Intelligenz führt und bezieht sich dabei auf Erkenntnisse aus den 90er Jahren, die an einer Schule in im Bezirk Naperville, Illinois, gewonnen wurden: Der Turnlehrer Phil Lawler ließ die Schüler wöchentlich eine Meile laufen; für die Benotung war für ihn wichtig, wie sehr sich die Kinder im Turnunterricht angestrengt hatten und nicht, was sie tatsächlich konnten. Es stellte sich heraus, dass sich die Kinder nicht nur konditionell verbesserten, sondern dass sich auch deren Leistungen in den Fächern Mathematik und Naturkunde steigerten.</p>
<p><strong>Sport entspannt.</strong></p>
<p>Studien zeigten, dass Menschen, die regelmäßig Sport betreiben, stressresistenter sind als jene, die nicht trainieren: sie bleiben auch in solchen Situationen entspannt, in denen normalerweise Stresshormone freigesetzt werden. "Nach einem intensiven Workout entspannen sich nicht nur die Muskeln, häufig beruhigen sich auch die Sorgen oder die innere Unruhe", so der Psychiater.</p>
<p><strong>Sport kann Angst und Depression lindern. </strong></p>
<p>Ratey berichtet, er habe einige depressive Patienten in Behandlung, die einen Marathon gelaufen seien und den Beginn der depressiven Gefühle mit dem Ende ihres Trainings in Verbindung gebracht hatten. Für den Psychiater klingt dies plausibel, denn durch das Training würden im Gehirn chemische Prozesse gestartet, die in manchen Fällen sogar zu einem Durchbrechen des Teufelskreises von Grübeln, Angst und Traurigkeit führen können.</p>
<p><strong>Wunderdroge "Sport".</strong></p>
<p>Außerdem unterstütze ein regelmäßiges Workout dabei, Süchte zu kontrollieren, es erhöht die Konzentrationsfähigkeit und bringt den Geist wieder in Schwung.</p>
<p>Bleibt nur noch eines zu sagen: <em>"In die Laufschuhe, fertig, los!"</em></p>
<p><em>QUELLE:</em> Ein <a href="http://www.usatoday.com/news/health/2008-02-18-brain-spark_N.htm" title="Regular workouts 'spark' brain">Interview mit John Ratey </a> gibts zu lesen bei <a href="http://www.usatoday.com/news/health/default.htm" title="USA Today - Health &#38; Behavior">USA Today - Health &#38; Behavior</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Werden Kranke arbeitslos oder Arbeitslose krank?]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=105</link>
<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 21:26:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das deutsche „Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit“ bes]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das deutsche „Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit“ beschäftigte sich 2001 verstärkt mit dem Thema „Arbeitslos – Gesundheit los – chancenlos?“, indem es eine repräsentative Befragung durchführte und die arbeitsamtsärztlichen Gutachten auswertete. Das Ergebnis zeigte, dass Arbeitslose einen deutlicheren Gesundheitszustand im Vergleich zu Beschäftigten aufweisen. Damit im Zusammenhang stellt sich jedoch die Frage: <em>Werden Kranke arbeitslos oder Arbeitslose krank?</em></p>
<p><strong>Lang andauernde Arbeitslosigkeit verursacht oder verschlimmert psychische Krankheiten. </strong>Bisherige Untersuchungen zeigten vor allem, dass ein Wechsel zwischen Erwerbsstatus und Arbeitslosigkeit häufig zu einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit führt; umgekehrt verbessert sich die seelische Befindlichkeit deutlich, wenn Arbeitslose zurück ins Erwerbsleben finden. In neueren Metaanalysen kristallisierte sich nun Folgendes deutlich heraus: Besonders lang andauernde Arbeitslosigkeit kann insbesondere psychische Krankheiten verursachen oder verschlimmern.</p>
<p><strong>Keine Arbeit, dafür jede Menge Stress.</strong><br />
Im Gesundheitsbericht für Deutschland (1998) werden der Arbeitsplatzverlust und die andauernde Arbeitslosigkeit als eigenständige psychosoziale Stressoren erwähnt, die auf verschiedenen Ebenen wirken:</p>
<ul>
<li>
<div>Die ökonomische Sicherheit, die soziale Einbindung, das Selbstwertgefühl, die Zeitstrukturierung sowie die externen Anforderungen werden abgeschwächt oder gehen ganz verloren.</div>
</li>
<li>
<div>Durch Alltagsprobleme wie finanzielle Sorgen, Zukunftsunsicherheit und soziale Stigmatisierung sind die Betroffenen zusätzlich belastet.</div>
</li>
<li>
<div>Sozial als unangemessen angesehene Bewältigungsstrategien werden den Betroffenen selbst angelastet.</div>
</li>
</ul>
<p><strong>Psychische Erkrankungen an zweiter Stelle bei Arbeitslosen.<br />
</strong>Von über 390.000 Gutachten des Ärztlichen Dienstes der BA über den Gesundheitszustand von Arbeitslosen wurden über 320.000 mit Krankheitsdiagnosen abgeschlossen: Allen voran wurden „Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes“ (40 %) diagnostiziert, gefolgt von „Psychische und Verhaltensstörungen“ (25 %); der Rest verteilt sich breit auf sonstige Krankheitsarten.</p>
<p><strong>Die gefürchteten 3: Arbeitslosigkeit, Armut und Krankheit.<br />
</strong>Es zeigte sich, dass die festgestellten Gesundheitsschäden nicht nur die Leistungsfähigkeit der Arbeitslosen beeinträchtigen, sondern damit - verglichen mit den übrigen Arbeitslosen - auch deutlich geringere Wiedereingliederungschancen verbunden sind. Durch den Gesundheitszustand, die Arbeitslosigkeit und die drohende Verarmung sind die Betroffenen mehrfach belastet. Sie geraten häufig in einen Teufelskreis: Arbeitslosigkeit gilt als Hauptrisikofaktor für die Armut und die Armut wiederum wird als größter Risikofaktor für Gesundheit gehandelt. Aus diesem Grund legt der Armuts- und Reichtumsbericht der deutschen Bundesregierung (2001) auch nahe, dem Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit mehr Aufmerksamkeit zu widmen.</p>
<p><strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em>Genauer nachzulesen unter:</em></strong></p>
<ul>
<li>
<div>Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit: <a href="http://doku.iab.de/kurzber/2003/kb0403.pdf" title="Arbeitslos - Gesundheit los - chancenlos?"><em>Arbeitslos - Gesundheit los - chancenlos?</em></a>, IAB Kurzbericht, Ausgabe Nr. 4/21.3.2003</div>
</li>
</ul>
<p>U.a. darin zitierte Literatur:</p>
<ul>
<li>
<div>Hollederer, A. (2002): <em>Arbeitslosigkeit und Gesundheit: Ein Überblick über empirische Befunde und die Arbeitslosen- und Krankenkassenstatistik.</em> Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Hg.). Mitteilungen aus Arbeitsmarkt- und Berufsforschung MittAB 3/2002, 411-428.</div>
</li>
<li>
<div>Murphy G./Athanasou, J. (1999): <em>The effect of unempolyment on mental health</em>. In: Journal of Occupational and Organizational Psychology, 72, 83-99.</div>
</li>
<li>
<div>Paul, K./Moser, K. (2001): <em>Negatives psychisches Befinden als Wirkung und Ursache von Arbeitslosigkeit: Ergebnisse einer Metaanalyse.</em> In: Erwerbslosigkeit. Zempel, J.; Bacher, J.; Moser, K. (Hg.). Leske + Budrich, Opladen, S. 83-110.</div>
</li>
<li>
<div>Statistisches Bundesamt (Hg.) (1998): <em>Gesundheitsbericht für Deutschland</em>. Stuttgart: Verlag Metzler-Poeschel.</div>
</li>
</ul>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Freizeitkrankheit": Krank in der Freizeit. ]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=103</link>
<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 10:46:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Von der so genannten „Freizeitkrankheit“ Betroffene entwickeln vorwiegend an den Wochenenden un]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Von der so genannten „Freizeitkrankheit“ Betroffene entwickeln vorwiegend an den Wochenenden und/oder im Urlaub Krankheitssymptome: Meist sind es Anzeichen wie Kopfweh/Migräne, Müdigkeit, Muskelschmerzen oder Übelkeit, die sich in ihrer Arbeitspause einstellen. Zusätzlich berichten sie im Zusammenhang mit Urlauben und Reisen vom Auftreten viraler Infekte (Grippesymptome, Erkältungen).</p>
<p>Laut den im November 2002 im „<a href="http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=Ausgabe&#38;Ausgabe=228685&#38;ProduktNr=223864" title="Journal of Psychotherapy and Psychosomatics">Journal of Psychotherapy and Psychosomatics</a>“ veröffentlichten Ergebnissen einer Holländischen Forschergruppe der Tilburg University sind rund 3 Prozent der Bevölkerung von der „Freizeitkrankheit“ betroffen. Unter anderem zeigte die Studie, dass die Betroffenen teilweise über viele Jahre hinweg an den Sympotmen leiden und Stress ein entscheidender ursprünglicher Auslöser der „Freizeitkrankheit“ zu sein scheint. Personen, die in der Freizeit häufig Krankheitssymptome entwickeln, berichten von einer hohen Arbeitsbelastung sowie von einem hohen Verantwortungsgefühl und der Unfähigkeit, sich zu entspannen; der Übergang zwischen Arbeit und Freizeit fällt ihnen schwer und Reisen oder Urlaube sind für sie mit Stress verbunden. Dennoch schätzen auch sie ihre Wochenenden, ihre Freizeitaktivitäten und ihren Lifestyle ebenso sehr wie der Rest ihrer MitbürgerInnen...</p>
<p>Gefunden auf: <a href="http://www.brightsurf.com/news/headlines/13563/Leisure_Sickness_A_New_Illness.html" title="Brightsurf.com">Brightsurf.com</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gelesen: Die Masken der Niedertracht. Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=91</link>
<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 22:33:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=91</guid>
<description><![CDATA[Marie-France Hirigoyen studierte Medizin und Viktimologie in Frankreich und den USA und praktiziert]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Marie-France Hirigoyen studierte Medizin und Viktimologie in Frankreich und den USA und praktiziert als Psychoanalytikerin und Familientherapeutin in Paris. In ihrem Buch <em>Die Masken der Niedertracht</em> (2002) fasst sie ihre Erfahrungen als Viktimologin zusammen und versucht, die Dynamik zwischen Täter und Opfer nicht nur verstehbar zu machen, sondern die Gewalt - welche sich sowohl auf privaten als auch beruflichen Schauplätzen abspielen kann - anhand zahlreicher Fallbeispiele auch spürbar zu machen.</p>
<p>Im Großen und Ganzen finde ich, dass Hirigoyen ein wichtiges Buch geschrieben hat, das zu lesen ich durchaus empfehlen kann - nicht zuletzt, weil es flüssig und verständlich geschrieben ist. Dennoch saß ich am Ende mit "gemischten Gefühlen" da: Vielleicht, weil mich das letzte Kapitel, in welchem es um die Betreuung der Opfer als Patienten geht, nicht zur Gänze überzeugen konnte. Hirigoyen bezieht folgende Position, wenn es um die Auswahl eines "Psychotherapeuten" geht:</p>
<blockquote><p><em>Im Zweifelsfall ist es besser, jemanden zu wählen, der Psychiater oder Psychologe ist; denn es gibt heute alle möglichen Arten von neuen Therapien, die verführerisch sein können, weil sie schnellere Heilung versprechen, deren Wirkungsweise aber der der S</em><em>ekten recht nahe kommt.</em></p></blockquote>
<p>Vielleicht habe ich mich an dieser Stelle als Psychotherapeutin "auf den Schlips getreten" gefühlt. Ich kenne die Situation in Frankreich und in den USA nicht, aber "Psychotherapie" ist in Österreich ein Berufsstand, der sogar in einem eigenen <a title="Österreichisches Psychotherapiegesetz" href="http://wlp.pips.at/pages/gesetz.htm">Psychotherapiegesetz</a> verankert ist und dessen Ausübung eine sehr umfassende und fundierte Ausbildung vorangeht. Von Kurpfuscherei, esoterischen Therapien etc. also keine Spur; natürlich spielt trotz aller Regeln, Gesetze etc. immer die ethische Haltung sowie die Persönlichkeit des Therapeuten eine große - wenn nicht die wichtigste - Rolle. Deshalb scheint mir das Auseinanderdröseln des Psychotherapieprozesses nach Richtungen nicht sinnvoll (vgl. <a title="Wirkprinzipien der Psychotherapie" href="http://herminemandl.wordpress.com/2008/01/22/wirkprinzipien-der-psychotherapie/">Wirkprinzipien der Psychotherapie</a>).</p>
<p>Persönlich gefiel mir, dass Hirigoyen die "perverse Gewalt im Alltag" anhand zahlreicher Fallbeispiele aufzeigt - dadurch ist nicht nur ein abstraktes Verstehen der Dynamik möglich, sondern bis zu einem gewissen Grad auch ein Einfühlen.</p>
<p>Ich möchte in der Folge den Inhalt des Buches kurz zusammenfassen, allerdings ist es mir ein Anliegen, jenen Personen, die sich für das Thema interessieren (oder die vielleicht sogar selbst von Gewalt betroffen sind) das Lesen des gesamten Buches empfehlen! </p>
<p><strong>Die private Gewalt: </strong><strong>Die perverse Gewalt gegenüber dem Lebenspartner und in Familien</strong></p>
<p>Die perverse Gewalt wird häufig bestritten oder banalisiert bzw. verkürzt auf ein einfaches Herrschaftsverhältnis. Sie basiert auf subtilen Aggressionen, die keine greifbaren Spuren hinterlässt. Und sogar Zeugen neigen dazu, die perverse Gewalt als schlichte konfliktbeladene oder leidenschaftliche Beziehung zwischen zwei Personen mit schwierigem Charakter zu deuten. Und auch die Opfer lernen erst im Laufe der Zeit, den Umgang zu erkennen, sich zu wehren und Beweise zusammenzutragen (23).</p>
<p>Zur perversen Gewalt kommt es, wenn das Gefühl in einer Beziehung abflaut, oder aber zu große Nähe besteht (23); es handelt sich um eine Angst, den anderen zu verlieren und gleichzeitig von ihm vereinnahmt zu werden. Das Opfer wird durch das Verhalten des Täters gelähmt; es wird in einen Zustand der Ungewissheit manövriert (24). Diese Entwicklung ist nur möglich durch zu große Nachsicht es Partners; Hirigoyen erklärt diese Nachsicht durch "Familientreue", welche sich beispielsweise so zeigt, dass innerhalb der Familie das nachgeahmt wird, was ein Verwandter erlebt hat; oder in der Annahme der Rolle eines Heilers für den Narzissmus des anderen; es handle sich um eine Art "Sendung", bei der sich die Person aufopfern muss (25).</p>
<p>Laut Hirigoyen steht die Weigerung, die Verantwortung für das Scheitern einer Ehe auf sich zu nehmen, oft am Anfang eines perversen Umkippens. Je höher das Idealbild vom Partner war, desto stärker ist die Verleugnung des eigenen Anteils am Scheitern - am Ende wird ausschließlich der Partner dafür verantwortlich gemacht; und das meist auf Basis von Fehlern, die nicht genau benannt werden können. Das Opfer verharrt in einem Angstzustand, weil der Partner das Gespräch verweigert. Zorn und Schmach sind die Reaktion auf dieses Verhalten: die Schmach, nicht geliebt worden zu sein, sowie die Demütigungen geduldet zu haben, sich gefügt zu haben. Es kommt zu vertauschten Rollen, indem der Aggressor zum Opfer wird und die Schuld beim eigentlichen Opfer bleibt (31f). Indess richtet der Täter seine Liebe auf einen neuen Partner, idealisiert diesen - und damit das wiederum möglich ist, muss der frühere Partner zum Sündenbock gemacht werden, indem alles Schlechte auf diesen projiziert wird (41).</p>
<p>Diese Dynamik kann nur aufgelöst werden, indem das Opfer seine Ohnmacht erkennt und damit auch akzeptiert, dass es nichts tun kann; Wenn es ein ausreichend gutes Selbstbild gewinnt, kann die Aggression des Täters seine Identität nicht mehr in Frage stellen (41).</p>
<p>Leider unterbricht selbst eine Trennung die Gewalt oft nicht: diese setzt sich meist auch noch nach dem Beziehungsende fort, wobei der Täter selbst davor nicht zurückscheut, die Kinder für seine Gewalt zu benutzen (42). Indem die Kinder in die gewalttätigen Verstrickungen einbezogen werden, wird Gewalt über Generationen hinweg in einer Familie weitergegeben. Nicht nur, dass Kinder für derartige Rachefeldzüge eines Elternteils gegen einen anderen missbraucht werden, als schwächstes Glied der Kette erfahren sie selbst Gewalt von ihren Eltern. Alice Miller spricht von "schwarzer Pädagogik", wenn sie die schlimmen Folgen der traditionellen Erziehung aufzeigt, welche den Zweck verfolgt, den Willen des Kindes zu brechen, um aus ihm ein fügsames und gehorsames Wesen zu machen. Das Kind schafft es nicht, sich der "überwältigenden Kraft und Autorität des Erwachsenen" zu widersetzen, wird stumm und seiner Sinne braubt (51).</p>
<p><strong>Gewalt am Arbeitsplatz</strong></p>
<blockquote><p><em>Unter Mobbing am Arbeitsplatz ist jede Verhaltensweise zu verstehen, die durch das bewusste Überschreiten von Grenzen - in Benehmen, Handlungen, Gesten, mündlichen oder schriftlichen Äußerungen - die Persönlichkeit, die Würde oder die physische bzw. psychische Unversehrtheit einer Person beeinträchtigen, deren Anstellung gefährden oder das Arbeitsklima verschlechtern kann. (69)</em></p></blockquote>
<p>In ihren Ausführungen trifft Hirigoyen keine begriffliche Unterscheidung zwischen Mobbing und Bossing, wenngleich sie dennoch Beispiele aus beiden Bereichen bringt. </p>
<p>Sie schreibt, dass der "psychologische Krieg am Arbeitsplatz" zwei Erscheinungsformen kennt: den Machtmissbrauch, der sehr rasch entlarvt und von den Arbeitnehmern nicht unbedingt hingenommen wird und die perverse Manipulation, die viel hinterhältiger ist und deshalb mehr Schaden anrichtet (70).</p>
<p>Nicht nur die Angst vor der Arbeitslosigkeit lähmt die Opfer, sondern es wird durch verschiedene psychologische Methoden "psychologisch gefesselt" bis es sein kritisches Urteilsvermögen verliert und nicht mehr weiß, wer recht hat und wer unrecht: Es wird ihm vom Täter die unmittelbare Kommunikation verweigert, es wird herabgewürdigt, diskreditiert, isoliert, schikaniert, zu Fehlern verleitet und/oder sexuell belästigt (80ff).</p>
<p>Problematisch ist, wenn ein Unternehmen Mobbing gewähren lässt (99) oder in manchen Fällen sogar fördert (105). Nicht nur, dass Menschen an Mobbing richtiggehend zerbrechen können, die Billigung einer derartigen Unternehmenskultur ist auch für das Unternehmen mit wirtschaftlichen Folgen verbunden: Die Verschlechterung des Arbeitsklimas hat eine erhebliche Leistungs- oder Ertragsminderung in einer Abteilung oder Belegschaft zur Folge, denn das Austragen des Konflikts wird zum Hauptinteresse aller Beteiligten: des Aggressors, des Angegriffenen und teilweise sogar der Zeugen, die sich nicht mehr auf ihre Arbeit konzentrieren können. Es ist die Aufgabe der Entscheidungsträger in einem Unternehmen, Quälereien zurückzuweisen, den Dingen nicht freien Lauf zu lassen und darüber zu wachen, dass der Mensch auf jeder Rangstufe eines Unternehmens geachtet wird (110).</p>
<p><strong>Die perverse Beziehung und die Protagonisten</strong></p>
<p>Hirigoyen beschreibt in einem weiteren Teil des Buches, wie es zu einer derartigen Täter-Opfer-Beziehung kommt und ergründet jeweils die Persönlichkeit von Täter und Opfer.</p>
<p>Laut der Autorin stellt sich eine perverse Beziehung in zwei Phasen ein: In der perversen Verführung und der darauffolgenden Gewalt (115). In der Verführungsphase ist es das Ziel, das Opfer zu destabilisieren und sein Selbstvertrauen zu sabotieren. Die Beeinflussung besteht darin, jemanden, ohne zu argumentieren, dahin zu bringen, dass er anders denkt, entscheidet oder sich benimmt, als er dies aus eigenem Antrieb getan hätte; der Täter stimmt dabei seine Verführung und Manipulation auf die Empfindlichkeit und Verletzlichkeit des anderen ab (116). Hirigoyen unterscheidet drei Stufen der "geistigen oder seelischen Beherrschung des anderen": Aneignung durch Enteignung; Beherrschung (der andere wird in einem Status der Unterwerfung gehalten); Prägung (ein "Brandzeichen" soll ihm aufgenötigt werden) (117).</p>
<p>Auch auf die Formen der Kommunikation geht die Autorin ein, wobei sie von der "Illusion der Kommunikation" spricht; sie nennt sie "eine eigenartige Kommunikation, nicht geschaffen, um zu verbinden, sondern fernzuhalten und jeglichen Austausch zu verhindern" (121). Dafür bedient sich der Aggressor folgender Methoden: z.B. die unmittelbare Kommunikation verweigern (121), die Sprache entstellen (123), lügen (126), Sarkasmus, Spott und Verachtung (128), Herabsetzen (136), Trennung, um besser herrschen zu können (137), seine Herrschaft aufzwingen (139), vom Paradox Gebrauch machen (132; z.B. mit Worten etwas ausdrücken, was mittels Gesichtsausdruck gleich wieder negiert wird; dadurch werden Zweifel über mehr oder minder unbedeutende Vorkommnisse des Alltags ausgestreut).</p>
<p>Wenn der andere sich dem beherrschenden Einfluss zu widersetzen beginnt, wird er vom bisher nützlichen Objekt zum gefährlichen Objekt, welches - egal mit welchen Mitteln - beseitigt werden muss: Der Aggressor beginnt, seinen Hass zu zeigen, es kommt zur Ausübung von Gewalt - mit dem Ziel, den anderen in die Enge zu treiben (143ff).</p>
<p><strong>Der Aggressor</strong></p>
<p>Der Täter hat in der Regel eine pervertierte narzisstische Persönlichkeit, welche laut Hirigoyen meist fünf oder mehr der folgenden Merkmale aufweist (154):</p>
<blockquote><p><em>- die Person hat eine großartige Meinung von ihrer eigenen Bedeutung;<br />
- verzehrt sich in Phantasien von grenzenlosem Erfolg, von Macht;<br />
- glaubt, etwas "Besonderes" und einzigartig zu sein;<br />
- hat ein übermäßiges Bedürfnis, bewundert zu werden;<br />
- meint, ihr stehe alles zu, man schulde ihr alles;<br />
- beutet in zwischenmenschlichen Beziehungen den anderen aus;<br />
- es fehlt ihr an Empathie;<br />
- beneidet häufig die anderen;<br />
- legt überhebliche Haltung und Verhaltensweisen an den Tag.</em></p></blockquote>
<p><strong>Das Opfer</strong></p>
<p>Ausgewählt wird ein Opfer laut Hirigoyen von seinem Aggressor "<em>einfach, weil es da war und weil es irgendwie unbequem wurde. Es hat nichts Eigentümliches für den Aggressor. Es ist ein austauschbares Objekt, das im falschen/richtigen Augenblick da war und den Fehler begangen hat, sich verführen zu lassen - und manchmal den, einen zu hellen Kopf zu haben." (167)</em></p>
<p>Allein die Hinnahme des Schicksals seitens des Opfers erstaunt vielleicht auf den ersten Blick; dennoch unterscheiden sie sich von den Masochisten durch das unendliche Befreiungsgefühl, welches sie empfinden, wenn es ihnen durch ungeheure Anstrengung gelingt, sich zu lösen. Sie sind erleichtert, weil Leiden als solches sie - im Gegensatz zu echten Masochisten - eben nicht interessiert (171).</p>
<blockquote><p><em>Wenn sie sich manchmal über längere Zeit hin auf das perverse Spiel eingelassen haben, dann eher, weil sie wirklich lebendig sind und weil sie Leben geben wollen, und sich sogar an die unmögliche Aufgabe heranwagen, einem Perversen zu Leben zu verhelfen: "Mit mir wird er sich ändern!"</em></p>
<p><em>Ihre Tatkraft ist allerdings mit einer gewissen "Schwäche" gekoppelt. Indem sie sich in das unmögliche Unterfangen stürzen, Tote aufzuerwecken, beweisen sie eine gewisse Überschätzung ihrer eigenen Kräfte. </em></p></blockquote>
<p>Das ideale Opfer beschreibt Hirigoyen als <em>"eine gewissenhafte Person mit einem natürlichen Hang, sich schuldig zu fühlen"</em> (172).</p>
<p>Die potentiellen Opfer sind Träger einer partiellen Melancholie. Einerseits gibt es in ihnen einen schmerzlichen Punkt, der eventuell mit einem kindlichen Trauma zusammenhängt, andererseits besitzen sie sehr große Vitalität. Die Perversen, so Hirigoyen, attackieren nicht die melancholische Seite, sondern die lebendige, die Vitalität, die sie wahrnehmen und sich anzueignen suchen (175).</p>
<p>Zusätzlich erscheint das Opfer als naiv und leichtgläubig. Es kann sich nicht vorstellen, dass der andere von Grund auf ein Zerstörer ist, und versucht, logische Erklärungen zu finden; es versucht, Missverständnisse zu vermeiden und will "transparent" erscheinen. Die Opfer versuchen sich dem anzupassen, was der andere will und sind zunächst verständnisvoll. Sie verstehen oder verzeihen, weil sie lieben oder bewundern. Sie glauben, alles verstehen, alles vergeben, alles rechtfertigen zu können. Sie sind überzeugt, sie würden im Gespräch eine Lösung finden und nähren die Hoffnung, der andere würde sich ändern (176f).</p>
<blockquote><p><em>Die Opfer verstehen, aber gleichzeitig "sehen" sie. Sie besitzen eine Hyperhellsichtigkeit, die sie dazu führt, die Anfälligkeit, die Schwächen ihrer Aggressoren zu benennen. ... Wenn sie anfangen, zu benennen, was sie verstanden haben, werden sie gefährlich.</em></p></blockquote>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Folgen für das Opfer und Übernahme der Verantwortung</strong></p>
<p><em>Verzicht:</em> Während der Phase der Beherrschung nehmen noch beide Protagonisten eine Haltung des Verzichts ein, mit dem Ziel, den Konflikt zu vermeiden: Der Aggressor greift durch kleine indirekte Sticheleien an, provoziert jedoch nicht offen; und das Opfer unterwirft sich aus Furcht vor einem Konflikt, welcher zu einem Bruch führen könnte. In gewisser Weise gehen beide ein Bündnis ein (182).  </p>
<p><em>Verwirrung: </em>Das Sichentfalten des beherrschenden Einflusses verwirrt das Opfer, sodass sich bei diesem ein Gefühl einstellt, einen leeren Kopf zu haben; das Denken fällt ihm schwer. Dieser Zustand wiederum erzeugt Stress im Opfer (183).</p>
<p><em>Zweifel: </em>Durch den Zustand der Betäubung trifft die offene Gewalt das Opfer unvorbereitet; es fühlt sich "wie vom Blitz getroffen" und bestreitet die Wirklichkeit dessen, was es nicht begreifen kann. Es versucht, zu verstehen und sucht nach logischen Erklärungen. Das Opfer sucht nach seinem Anteil am Zustandekommen der Gewalt und übernimmt häufig die Verantwortung für den zerstörerischen Prozess; am Ende bleibt der Aggressor schuldfrei und das Opfer tritt in die Position des Schuldigen. Dieses Schuldgefühl wird leider immer wieder von der Umgebung noch zusätzlich verstärkt, da diese - ihrerseits verwirrt - selten imstande ist, Hilfe zu leisten. So kommt es zu Urteilen, gefühllosen Kommentaren oder Erklärungen der Situation, die dem Opfer im Endeffekt nicht helfen: Ratschläge, "wie jemand eher sein soll" oder "was er tun oder lassen soll", "womit die Gewalt provoziert worden sein könnte" etc. (183f).</p>
<p><em>Stress:</em> Der Organismus reagiert auf den Stresszustand auf verschieden Art und Weise: durch die Produktion von Hormonstoffen, durch eine Schwächung des Immunsystems, durch die Veränderung der Neurotransmitter im Gehirn. Der chronische Stresszustand führt zu einem allgemeinen inneren Angstzustand - mit anhaltender Furcht und Furchtvorwegnahme sowie ängstlichen Grübeleien, die das Opfer nur schwer beherrschen kann. Es ist ein Zustand ständiger Spannung und übermäßiger Wachsamkeit (186f).</p>
<p><em>Angst: </em>Das Opfer ist permanent auf der Hut, belauert den Blick des anderen oder die Schroffheit seiner Gebärden, den eisigen Ton, der eine unausgesprochene Aggressivität verdecken könnte. Es fürchtet die Reaktion des anderen und zeigt sich aus diesem Grund immer liebenswürdiger und versöhnlicher. Noch immer wiegt es sich in der Illusion, der Hass könne sich in Liebe und Wohlwollen auflösen (187f).</p>
<p><em>Vereinsamung: </em>Immer wieder fühlen sich Opfer alleingelassen, denn selbst Freunde distanzieren sich, indem sie "da nicht hineingezogen werden wollen". In der Folge zweifeln die Betroffenen an den eigenen Wahrnehmungen und fragen sich, ob sie nicht übertrieben haben könnten (188f).</p>
<p>Zu den längerfristigen Folgen von perverser Gewalt zählt Hirigoyen folgende Merkmale:</p>
<p><em>Schock: </em>Durch das Bewusstwerden der Aggression finden sich die Opfer in einem Schockzustand wieder: sie fühlen sich getäuscht, missbraucht, missachtet. Erst spät entdecken sie, dass sie Opfer sind. Sie verlieren die Achtung vor sich selbst sowie ihre Würde, sie schämen sich der Reaktionen die diese Manipulation in ihnen wachgerufen hat. Die Scham entsteht laut Hirigoyen dadurch, dass ihnen bewusst wird, dass sie die Gewalt des anderen zugelassen haben. Auch wenn sich manche an ihrem Täter rächen wollen, suchen die meisten lediglich nach einer Rehabilitierung und wollen die eigene Identität wieder anerkennen (190f).</p>
<p><em>Dekompensation:</em> Wenn der Mensch keine Ressourcen mehr hat, den vorhandenen Stress abzubauen, kommt es zur Dekompensation: darunter ist ein generalisierter Zustand der Beklommenheit zu verstehen, der häufig in Kombination mit psychosomatischen Störungen oder Depression einhergeht. Nicht alle Menschen reagieren auf psychischer Ebene, zu den körperlichen Reaktionen zählen Essstörungen, Schwächeanfälle etc. (191ff).</p>
<p><em>Trennung</em>: Neben dem sich Fügen in die Situation ist der Kampf um eine Trennung die zweite Möglichkeit des Umgangs mit perverser Gewalt. Laut Hirigoyen ist eine Trennung immer das Werk des Opfers, nie das des Aggressors. Zurück bleibt jedoch meist ein Täter, der sich beklagt, geschädigt worden zu sein, während das Opfer tatsächlich jene Person ist, die alles verliert (194ff).</p>
<p><em>Die spätere Entwicklung</em>: Die körperliche Entfernung vom Aggressor bedeutet anfangs eine Befreiung für das Opfer; nach der ersten Phase der Erschütterung erwacht wieder ein Interesse an der Arbeit und an Hobbys bzw. auch eine Neugier auf die Welt und auf Menschen. Dennoch klingt bei vielen die traumatische Erfahrung noch lange Zeit nach und zeigt sich in verzögerten psychischen oder somatischen Störungen: Eine allgemeine Beklemmung, chronische Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Kopfweh, verschiedene Schmerzen oder psychosomatische Störungen (Bulimie, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit). Einige Opfer klagen nachträglich auch über unkontrollierbare Aggressivität und viele entwickeln ein "Ausweichverhalten", indem sie sich Strategien zurecht legen, nicht an das 'stressige' Ereignis denken zu müssen. Sie meiden alles, was sie an die schmerzlichen Erfahrungen erinnern könnte. Dennoch sind letzten Endes die Aggressionen und Demütigungen ins Gedächtnis eingeschrieben und leben wieder auf in intensiven und sich wiederholenden Bildern, Gedanken, Erschütterungen.</p>
<p>Ein Opfer, das jedoch Bedauern von seinem Täter erhofft, wartet meist vergeblich; Reue kommt laut der Autorin maximal von der Umgebung - von den stummen Zeugen oder Mittätern - die zumindest nachträglich ihrem Bedauern Ausdruck verleihen (196ff).</p>
<p><strong>Praktische Ratschläge für Betroffene</strong></p>
<p>Hirigoyen beginnt dieses Kapitel wie folgt:</p>
<blockquote><p><em>Gegenüber einem Perversen gewinnt man niemals. Bestenfalls kann man etwas über sich selbst lernen. (201)</em></p></blockquote>
<p>Dementsprechend sind die notwendigen Schritte der Befreiung: Erkennen - Handeln - innerlich widerstehen (sich dafür gegebenenfalls Unterstützung holen) - die Justiz einschalten. Dieses Prozedere gilt im Prinzip sowohl für den Umgang mit familiärer als auch beruflicher Gewalt.</p>
<p><strong>Wie heilen?</strong></p>
<p>Laut Hirigoyen ist meist psychotherapeutische Hilfe für den Heilungsprozess unerlässlich. Gemeinsam mit dem Psychotherapeuten kann das Opfer lernen, die Perversion beim Namen zu nennen. Dafür ist es unerlässlich, dass der Therapeut das Trauma des Hilfesuchenden als etwas Geschehenes anerkennt. Das Ziel der Therapie ist es, dass der Patient wieder Zugang zu seiner Freiheit findet - dafür ist es jedoch notwendig, die Zweideutigkeit zu beseitigen und Unausgesprochenes besprechbar zu machen. Nur so kann sich das Opfer von seinen Schuldgefühlen befreien kann (219ff).</p>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<p>Marie-France HIRIGOYEN: <a title="Die Masken der Niedertracht" href="http://www.amazon.de/Die-Masken-Niedertracht-Marie-France-Hirigoyen/dp/342336288X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1201207060&#38;sr=1-1">Die Masken der Niedertracht. Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann</a>. dtv-Verlag, 7. Auflage, München: 2007.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Randy Pausch: Really Achieving Your Childhood Dreams ]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2008/01/03/randy-pausch-really-achieving-your-childhood-dreams/</link>
<pubDate>Thu, 03 Jan 2008 13:56:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2008/01/03/randy-pausch-really-achieving-your-childhood-dreams/</guid>
<description><![CDATA[Der an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte Randy Pausch ist ein lebensfroher und begeisterter Profe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte Randy Pausch ist ein lebensfroher und begeisterter Professor der Canregie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania. Als seine Ärzte ihm nur noch wenige Monate an Lebenszeit einräumen, hält er am 18. September 2007 im McConomy Auditorium seine allerletzte Vorlesung, die er "<a href="http://de.youtube.com/watch?v=ji5_MqicxSo" title="Really Achieving Your Childhood Dreams">Really Achieving Your Childhood Dreams</a>" nennt. Der Inhalt seines berührenden Vortrags: das Leben.</p>
<p>Wer ein wenig Zeit hat (76:26 Min.) und ausreichend Englisch versteht, der sollte sich seine Vorlesung auf jeden Fall anschauen... Ich finde, es zahlt sich aus.</p>
<p><a href="http://de.youtube.com/watch?v=ji5_MqicxSo" title="Really Achieving Your Childhood Dreams">Hier</a> findet Ihr das entsprechende YouTube-Video.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bewegung bewegt: innen und außen]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/12/11/bewegung-bewegt-innen-und-ausen/</link>
<pubDate>Tue, 11 Dec 2007 17:46:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/12/11/bewegung-bewegt-innen-und-ausen/</guid>
<description><![CDATA[Mehr als 10 Gründe, sich zu bewegen
Hier eine Auswahl an Motiven, was Sport bzw. moderate Bewegung ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mehr als 10 Gründe, sich zu bewegen</strong></p>
<p>Hier eine Auswahl an Motiven, was Sport bzw. moderate Bewegung in Ihnen alles bewirken kann:</p>
<ul>
<li>Der Körper tankt beim Training 10 x mehr Sauerstoff als im Ruhezustand.</li>
<li>Die Organe werden mit neuer Energie versorgt. </li>
<li>Der Stoffwechsel und die Durchblutung werden angekurbelt.</li>
<li>Das Immunsystem wird gestärkt.</li>
<li>Der Knochenbau wird gestärkt und Osteoporose verhindert.</li>
<li>Das Gehirn schüttet ein Kreativitätshormon aus.</li>
<li>Der Blutdruck wird gesenkt.</li>
<li>Der Geist wird geweckt.</li>
<li>Die Konzentration und die Denkleistung verbessern sich.</li>
<li>Stress wird abgebaut.</li>
<li>Es kommt zu einer vermehrten Endorphin-Ausschüttung (Glückshormon).</li>
<li>Bewegung macht munter und sorgt für gute Laune (Testosteron, Serotonin).</li>
<li>Der Körper produziert wichtige Altersschutzstoffe (z.B. Wachstums- und Sexualhormon).</li>
<li>Die Fettverbrennung wird angekurbelt und das Körpergewicht kann besser kontrolliert werden. </li>
<li>Das Herz/Kreislauf-System wird gestärkt.</li>
</ul>
<p><strong>Die Qual der Wahl: Wählen Sie die richtige Bewegungsform für sich.</strong></p>
<p>Wie bei vielen Dingen gilt auch bei der Wahl der richtigen Bewegungsform: <em>Jedem das Seine</em>. Der 1. läuft gern, der 2. tanzt gern, der 3. radelt, der 4. wandert, der 5. spielt gern Ball, der 6. braucht die Herausforderung, der 7. die Leute, der 8. die Ruhe, der 9. das Wasser usw.usf.<br />
Natürlich gibts da auch noch einige äußerliche Einflüsse: Wer z.B. stark übergewichtig ist, sollte zumindest am Anfang keinen Sport wählen, der die Gelenke stark beansprucht. Aber gehen Sie auf die Suche nach dem für Sie besten Kompromiss, denn die richtige Wahl der Bewegungsform ist im Grunde der halbe Weg zum Erfolg! Und machen wir uns nichts vor: Trotz Spaß braucht man vor allem zu Beginn Durchhaltevermögen <em>bis </em>man zu dem Punkt gelangt, wo es wirklich so Spaß macht, dass man in einen Flow kommt und der Sport <em>fehlt</em>, wenn er fehlt...</p>
<p>Das heißt, berücksichtigen Sie bei der Wahl der Bewegungsformen am besten von vornherein folgende Punkte:</p>
<ul>
<li>Was "liegt" Ihnen? Wählen Sie eine Sportart, die Ihnen Spaß macht bzw. Ihnen gut tut. Wer z.B. dem Laufen nichts abgewinnen kann, der sollte sich nicht zum Laufen quälen, sondern sich eine Alternative suchen. Klären Sie für sich aber auch, welcher Sport prinzipiell möglich ist. Wenn Sie sich diesbezüglich unsicher sind, dann lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder noch besser von einem Sportpädagogen oder -wissenschafter beraten.</li>
<li>Wollen Sie eher allein etwas machen oder mit einer Gruppe? Manche Menschen nutzen den Sport als Möglichkeit, sich zurückzuziehen und wieder einen klaren Kopf zu bekommen; andere mögen es, etwas mit anderen gemeinsam zu tun.</li>
<li>Inwiefern bietet Ihnen die gewählte Bewegungsart Entwicklungspotenzial? Woran werden Sie erkennen, dass Sie besser geworden sind?</li>
</ul>
<p>Aber auch beim Sport gilt: <em>Fordern, aber nicht überfordern!</em> Wir reden von Ausgleichssport, nicht von Leistungssport. Immerhin soll der Sport zu Ihrem Wohlbefinden beitragen!</p>
<p><strong>Der Moment danach: Erfolg, Stolz und Ausgeglichenheit</strong></p>
<p>Vorausgesetzt man trainiert regelmäßig, dann ermöglichen Sport und Bewegung immer wieder Erfolgserlebnisse. Aber da liegt auch schon der Haken: <em>Vorausgesetzt man trainiert regelmäßig</em>. Regelmäßig bedeutet <em>mindestens drei Mal die Woche</em>. Und das ist oft gar nicht so einfach - vor allem am Anfang.</p>
<p>Daher an dieser Stelle noch ein Tipp für Menschen, die sich bisher eher als "Sport-abstinent" bezeichnet hätten bzw. jene Hürde nicht schafften, nach welcher Bewegung zur Routine wird: </p>
<p>Verinnerlichen Sie jenes Gefühl, welches Sie NACH dem Sport haben! Sollten Sie sich das nächste Mal nicht sicher sein, ob Sie sich die geplante Trainingseinheit "antun" wollen, dann erinnern Sie sich an das "NACH-dem-Sport"-Gefühl. Wenn Sie diese Einheit dann gemacht haben, dann reichern Sie es gleich mit dem "Ich-hatte-keine-Lust-und-war-trotzdem-sporteln-und-deshalb-bin-ich-super"-Gefühl an! Das hilft Ihnen anfangs über die Runden, später ist es meist gar nicht mehr notwendig, denn da wird Bewegung einfach ein Teil Ihres Lebens!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gesundheit: WHO und Co]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/12/11/gesundheit-who-und-co/</link>
<pubDate>Tue, 11 Dec 2007 10:35:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/12/11/gesundheit-who-und-co/</guid>
<description><![CDATA[Die wohl bekannteste und am häufigsten zitierte Definition von Gesundheit ist jene der Weltgesundh]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die wohl bekannteste und am häufigsten zitierte Definition von Gesundheit ist jene der Weltgesundheitsdefinition (WHO) 1946:<br />
<em>"Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen."</em></p>
<p>Viele kluge Geister haben sich bereits mit dem Thema Gesundheit auseinandergesetzt. Einig sind sich ExpertInnen heute, dass Gesundheit prozesshaft ist und Kategorien wie "gesund" und "krank" im Grunde wenig aussagen: Jeder Mensch bewegt sich auf einer mehrdimensionalen Skala auf und ab: körperliche, geistige, soziale, psychische ... Ebenen stehen nebeneinander und beeinflussen sich gegenseitig.</p>
<p><a href="http://herminemandl.wordpress.com/2007/09/20/was-uns-nicht-umbringt-macht-uns-starker/" title="Was uns nicht umbringt, macht uns stärker">An anderer Stelle</a> habe ich schon einmal erwähnt, dass Life-Events wie Krankheiten etc. für manche Menschen zur Ressource werden können: Zwar bewegen sie sich auf der körperlichen Skala hinunter, sie gesunden im Gegenzug jedoch auf der psychischen oder sozialen Ebene...</p>
<p>Anlässlich eines Vortrages, den Univ.-Prof. DDr. Hilarion Petzold vor Jahren in Wien hielt, meinte er, es seien ihm schon <em>"viele Kranke begegnet, die gesünder waren als die sogenannten Gesunden." </em>Dieses Zitat regte mich damals zum Nachdenken an; aus heutiger Erfahrung kann ich nur sagen: <em>Stimmt</em>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Aus dem Netz gefischt: Glücksarchiv. Glücklich sein.]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/11/28/aus-dem-netz-gefischt-glucksarchiv-glucklich-sein/</link>
<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 13:21:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/11/28/aus-dem-netz-gefischt-glucksarchiv-glucklich-sein/</guid>
<description><![CDATA[Ich bin heute zufällig über eine interessante und m.E. sehr liebevoll gestaltete Website gestolpe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin heute zufällig über eine interessante und m.E. sehr liebevoll gestaltete Website gestolpert: <a href="http://www.gluecksarchiv.de/inhalt/glueck.htm" title="Glücksarchiv">Glücksarchiv. Glücklich sein.</a> </p>
<p>Es lässt sich dort ganz nett schmökern: Was ist Glück überhaupt? Welche Menschen gelten als glücklich? Was kann man selbst zu seinem Glück beitragen? Wie ist der Stand der Glücks-Forschung? Es werden aber auch angrenzende Themen wie Lebensmotive, Bedürfnisse, Flow, Optimismus, Glück in den unterschiedlichen Lebensbereichen behandelt.</p>
<p>Unter anderem findet man dort auch folgende "<strong><a href="http://www.gluecksarchiv.de/inhalt/glueck.htm" title="Glücksrezept">Glücksrezepte</a></strong>" (hier nur die Überschriften)</p>
<ul>
<li>Genieße den Augenblick</li>
<li>Beziehungen zu anderen Menschen haben oberste Priorität</li>
<li>Konzentriere Dich auf das Wesentliche</li>
<li>Fordere Dich in Arbeit und Freizeit</li>
<li>Tue so, als ob Du glücklich wärst, und Du wirst es sein</li>
<li>Übe Dich in Gelassenheit</li>
</ul>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gesundheit: Das verflixte "Eh".]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/11/26/gesundheit-das-verflixte-eh/</link>
<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 15:03:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/11/26/gesundheit-das-verflixte-eh/</guid>
<description><![CDATA[
Im Zuge meiner Tätigkeit in der Gesundheitsförderung kamen mir zwei &#8220;eh&#8221;-Sätze unter]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Arial;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Im Zuge meiner Tätigkeit in der Gesundheitsförderung kamen mir zwei "eh"-Sätze unter, die sich vor allem im Zusammenhang mit Arbeit und Gesundheit immer wieder als problematisch herausstellten: </span></p>
<blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span><span style="font-family:Arial;">"Es geht eh noch" und </span><span style="font-family:Arial;">"Es geht eh schon wieder". </span></p>
</blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span><span style="font-family:Arial;">Auch ohne "eh" sind es problematische Zustände, denn sie stehen dafür, dass der Mensch "gerade noch" bzw. "gerade wieder" in seiner Kraft ist. Aber dieses "eh" ist das Zünglein an der Waage, welches uns hellhörig machen sollte, denn es steht für eine Unter- oder Übertreibung:</span></p>
<blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span></p>
</blockquote>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span></p>
<ul>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Übersetzt heißt "Es geht eh noch": "Ich kann eigentlich nicht mehr, aber ich mache halt so lange so weiter, bis es wirklich überhaupt nicht mehr geht." </span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span><span style="font-family:Arial;">Und hinter dem Satz "Es geht schon wieder" könnte stehen: "Ich bin noch total erschöpft und bräuchte dringend eine etwas längere Auszeit, aber ich wage es nicht, sie mir zu nehmen, denn ich habe Angst, dass ich dann überhaupt nicht mehr gebraucht werde. Deshalb mache ich jetzt gleich weiter."</span></p>
</li>
</ul>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span><span style="font-family:Arial;">Wenn Sie Ihren persönlichen Zustand mit "eh noch" oder "eh schon wieder" beschreiben, dann sollten Sie innehalten und sich Ihre Situation genau anschauen. Überlegen Sie, was Sie tun können, um dieses "eh" aus Ihrer Befindlichkeit zu bekommen. </span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[So bleiben Frauen "gesund": Sie halten durch. (Männer auch.)]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/11/26/so-bleiben-frauen-gesund-sie-halten-durch-manner-auch/</link>
<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 14:49:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/11/26/so-bleiben-frauen-gesund-sie-halten-durch-manner-auch/</guid>
<description><![CDATA[In den Alltagstheorien über Eigenschaften von Frauen, mit Gesundheit, Belastungen und Krankheiten u]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;">In den Alltagstheorien über Eigenschaften von Frauen, mit Gesundheit, Belastungen und Krankheiten umzugehen, zeichnen sich Frauen scheinbar durch eine "Durchhaltestrategie" aus: </span></span><span style="font-family:Arial;">Aufgrund ihrer Belastungen durch die Familie und der ständigen Notwendigkeit, für die Kinder, den Mann und im Haushalt präsent zu sein, seien Frauen gezwungen, in alltäglichen und sie belastenden Lebenssituationen durchzuhalten, d.h. nicht krank zu werden, sich ihrem Unwohlsein nicht hinzugeben, nicht aus der Situation auszubrechen. (</span><span style="font-family:Arial;">158f)</span><span style="font-family:Arial;"> </span><span style="font-family:Arial;"></span> <span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;"><strong>Literatur:</strong></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;"></span></span><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;"><strong>Maschewsky-Schneider, Ulrike, Sonntag, Ute, Klesse, Rosemarie, Brinkmann, Marita, <em>Gesundheitsförderung für Frauen = Frauengesundheit?</em> In: Paulus, Peter (Hg.), <em>Prävention und Gesundheitsförderung. Perspektiven für die psychosoziale Praxis</em>. Köln 1992 : GwG-Verlag, S. 151-162</strong></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;"></span></span></span></p>
<p><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;"><em>Diese "Gesundheitsstrategie" beobachte ich tatsächlich häufig in meinem Umfeld. Aber nicht nur bei Frauen. Die meisten Menschen schaffen es, sich gleichzeitig "zu wichtig" und "zu unwichtig" zu nehmen: Zu wichtig, denn sie glauben, ohne sie bricht die Welt zusammen. Zu unwichtig, denn wie selbstverständlich gehen sie über ihre persönlichen Bedürfnisse hinweg.</em> </span><span style="font-family:Arial;">Das <em>finde ich "krank" und "bedenkenswert".</em> </span><span style="font-family:Arial;"> </span></span></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Empowerment: aus der Sicht von Menschen mit Psychiatrieerfahrung]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/10/31/empowerment-aus-der-sicht-von-menschen-mit-psychiatrieerfahrung/</link>
<pubDate>Wed, 31 Oct 2007 11:22:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2007/10/31/empowerment-aus-der-sicht-von-menschen-mit-psychiatrieerfahrung/</guid>
<description><![CDATA[
Grundsätzlich findet man in der Literatur zwei Lesarten von Empowerment: Einerseits ist es ein Ko]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Arial;"></span><span style="font-family:Arial;"></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Grundsätzlich findet man in der Literatur zwei Lesarten von Empowerment: Einerseits ist es ein Konzept der Selbstermächtigung, andererseits wird darunter die professionelle Unterstützung bei der Erreichung von Autonomie und Selbstgestaltung verstanden. </span></p>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"></span></p>
<p><span style="font-family:Arial;">Wenn es darum geht, Programme zur psychischen Gesundheit von Menschen anzubieten, so ist Empowerment ein oft genanntes Schlagwort. Judi Chamberlin - selbst psychiatrisch erfahren und langjährige Aktivistin für PatientInnenrechte - fragte sich, </span><span style="font-family:Arial;">was eigentlich jene Menschen unter Empowerment verstehen, für die derartige Programme und Hilfsangebote entwickelt werden.  </span><span style="font-family:Arial;">Am <em>Center for psychiatric rehabilitation</em> leitete sie eine Arbeitsgruppe zum Thema Empowerment, welche sich aus TeilnehmerInnen von <em>Selbsthilfegruppen</em> <em>für psychiatrisch erfahrene Menschen</em> zusammensetzte. Bestätigt wurde im Zuge dieser Arbeit, dass Empowerement ein komplexes und multidimensionales Konzept ist, welches eher einem Prozess als einem Zustand entspricht. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen fand Chamberlin 15 Merkmale von Empowerment, die jedoch nicht alle erfüllt werden müssen, um als <em>empowered</em> zu gelten:</span></p>
<p></span></p>
<ol>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Über Entscheidungsbefugnis verfügen</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Zugang zu Informationen und Ressourcen haben </span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Mehr Alternativen haben als nur zwischen Ja oder Nein zu entscheiden</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Selbstsicher sein</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Das Gefühl haben, etwas bewirken zu können (hoffnungsvoll zu sein). </span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Kritisch denken lernen; die eigenen Muster erkennen; eine Perspektive ändern <span> </span>können: z.B. eine Neudefinition des eigenen Selbst, von festgefahrenen Machtverhältnissen in Beziehungen, oder auch davon, was man selbst bewirken kann </span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Den Umgang mit und Ausdruck von Wut und Aggression lernen</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Sich nicht einsam, sondern sich einer Gruppe zugehörig fühlen</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Verstehen, dass Menschen Rechte haben</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Veränderungen im eigenen Leben und in der Gemeinschaft bewirken</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Sich Fähigkeiten aneignen, die man selbst als wichtig erachtet, z.B. die Fähigkeit zu kommunizieren</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Die Perspektive der anderen verändern in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten und Handlungsmöglichkeiten</span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Sich hinauswagen: “sich selbst hinterm Ofen hervorholen” </span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">kontinuierliches Wachstum sowie Veränderungen selbst initiieren <span> </span></span></p>
</li>
<li>
<p style="margin:0;" class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Ein eigenes positives Selbstbild finden und bestärken sowie Stigmatisierungen bewältigen</span></p>
</li>
</ol>
<p><span style="font-family:Arial;">Den gesamten Artikel finden Sie auf der Website des <a href="http://www.power2u.org/articles/empower/working_def.html" title="National Empowerment Center">National Empowerment Centers</a>.</span><span style="font-family:Arial;"></span> </p>
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<title><![CDATA[Gesundheit als Fetisch, Krankheit als Tabu]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2007/10/29/gesundheit-als-fetisch-krankheit-als-tabu/</link>
<pubDate>Mon, 29 Oct 2007 15:57:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[„In unserer Gesellschaft droht die Gesundheit zum Fetisch, die Krankheit dagegen zum Tabuthema zu ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Arial;">„In unserer Gesellschaft droht die Gesundheit zum Fetisch, die Krankheit dagegen zum Tabuthema zu werden. Gesundheit zählt und in ihrem Gefolge Leistungsfähigkeit, Jugend, Attraktivität. Wer gesund ist, ist arbeitsfähig. Wer krank ist, nicht, “ so Thomas Bock. „In falscher und unnötiger Weise sind Gesundheit und Krankheit zu Gegenpolen geworden, denen völlig unterschiedliche, ja gegensätzliche Rechte und Pflichten, Bedürfnisse und Wünsche zugeordnet werden. Gesundheit ist erstrebenswert, Krankheit zu vermeiden – um jeden Preis. Ein gelungenes Lebenskonzept und die körperliche und seelische Gesundheit werden gleichgesetzt. Für Krankheit bleibt Mitleid. Gesundheit als unbedingtes Ideal bringt chronisch Kranke, bringt Behinderte, bringt Menschen ins Abseits.“</span><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family:Arial;"></span></p></blockquote>
<p><span style="font-family:Arial;"></span><strong><span style="font-family:Arial;">Gesundheit als Verdienst, Krankheit als Schuld?</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family:Arial;"></span></strong><span style="font-family:Arial;">„Unbewusst und unreflektiert, “ so der Autor, „ scheint mir die individuelle Verantwortung des einzelnen mehr und mehr in den Vordergrund zu rücken: Krankheit ist zwar noch nicht unbedingt individuelle Schuld, doch Gesundheit individueller Verdienst.“</span><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family:Arial;"></span></p></blockquote>
<p><span style="font-family:Arial;"></span><strong><span style="font-family:Arial;">Gesundheit und Krankheit als Wechselspiel</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family:Arial;"></span></strong><span style="font-family:Arial;">Thomas Bock weiter: „Gesundheit und Krankheit sind (...) keine absoluten Werte, die unabhängig voneinander Bestand haben. Sie sind miteinander untrennbar verbunden. Ihr Wechselspiel im Leben eines jeden Menschen ist so wichtig wie das Wechselspiel von Spannung und Entspannung, Anstrengung und Ruhe, Schlafen und Wachen, Tag und Nacht. Krankheit gehört zur menschlichen Entwicklung unbedingt dazu.“ (110).</span><span style="font-family:Arial;"> </span><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<blockquote><p><span style="font-family:Arial;"></span></p></blockquote>
<p><span style="font-family:Arial;"></span><strong><span style="font-family:Arial;">Literatur:</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family:Arial;">Bock, Thomas, <em>Wieviel Krankheit braucht der Mensch? – Risiken der Prävention aus der Sicht der Psychiatrie.</em> In: Paulus, Peter (Hg.), <em>Prävention und Gesundheitsförderung. Perspektiven für die psychosoziale Praxis.</em> Köln 1992 : GwG-Verlag, S. 109-118</span></strong><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
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