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	<title>gegenbewegung &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/gegenbewegung/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "gegenbewegung"</description>
	<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 16:18:13 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Brauchen wir eine Anti-Web-Bewegung?]]></title>
<link>http://resimweb.wordpress.com/?p=76</link>
<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 16:18:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Teresa</dc:creator>
<guid>http://resimweb.de.wordpress.com/2008/06/28/brauchen-wir-eine-anti-web-bewegung/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Die Idee vom Internet als egalitäre Digitalwelt hat sich als Illusion herausgestellt. Warum ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>"Die Idee vom Internet als egalitäre Digitalwelt hat sich als Illusion herausgestellt. Warum gibt es eigentlich keine Anti-Web-Bewegung? Ein Gründungsaufruf"</p></blockquote>
<p>Auf <a title="World Wide Wahn Zeit.de" href="http://www.zeit.de/online/2008/26/internet-abschaffen" target="_blank">Zeit-online</a> findet sich ein schöner Artikel von Martin Ganteföhr mit dem Titel <a title="World Wide Wahn Zeit.de" href="http://www.zeit.de/online/2008/26/internet-abschaffen" target="_blank">"World Wide Wahn"</a>. Darin beschäftigt er sich mit der Frage, warum es eigentlich keine Anti-Web-Bewegung gibt und warum das Internet im Gegensatz zu vielen anderen technologischen Neuerungen auf so wenig Widerstand stößt.</p>
<blockquote><p>"Das Internet ist von den großen Erfindungen der Menschheit die erste, die alle gut finden. Wirklich jeder. Es gibt keinen radikalen Protest. Keine Fundamentalopposition. Es gibt keine Anti-Internet-Bewegung. Warum eigentlich nicht?"</p>
<p>"Ansonsten aber: Funkstille. Das Netz, so scheint es, ist unantastbar. Nicht mal die Hamas ist dagegen. Womöglich hat sie zwischen Spamlöschen, Podcasten, Mobloggen, Downloaden, Flickrn und generellem Hipsein einfach nicht die Zeit gefunden. Trotzdem wird es nach nunmehr fünfzehn Jahren besinnungslosem Gesurfe erlaubt sein, einmal zu fragen, woher das Internet eigentlich seinen konkurrenzlos guten Ruf hat. Und ob es ihn verdient."</p></blockquote>
<p>Ganteföhr kommt in diesem Zusammenhang auf die Vision des <em>Global Village</em> zu sprechen, d.h. das Internet als freier Raum, in dem Grenzen überwunden werden, Informationen fließen, der aber auch zu Reichtum verhelfen kann. Jedoch ist von dieser Vision nicht viel übrig geblieben.</p>
<blockquote><p>"Von diesem Schmalz zehrt das Netz bis heute. Mit der Realität hat er wenig gemein. Denn wie alle Erlösungslehren gibt es auch das Internet in zwei Versionen: als zusammenfantasiertes Pixelparadies, siehe oben, und als real existierenden, autoritären Moloch. Von den Dingen, die die reine Lehre versprach, sind wenige eingetroffen. Die genauen Gegenteile dafür umso öfter."</p></blockquote>
<p>Im Folgenden bezieht er sich zum einen auf den Börsencrash von 2000 als die Internetblase und damit der Traum vom Reichwerden für viele platzte. Auch die Idee von der Hierarchielosigkeit hat sich nicht erfüllt, im Gegenteil ist das Internet laut Ganteföhr an Hierarchie kaum zu übertreffen. Beispiele hierfür sind die Ranglisten, Bestenlisten, Trefferlisten usw. der Suchmaschinen. Durch Google schließlich ist das Internet zur "Alles-Maschine" geworden:</p>
<blockquote><p>"Mit Google als Motor ist das Internet endgültig zur Alles-Maschine geworden. Wir erleben in Echtzeit, wie es unser Leben nicht nur vereinnahmt, sondern identisch mit ihm wird. Bei privater Kommunikation, Partnerschaftsanbahnung, Job- und Wohnungssuche fängt es an. Und es hört bei geschäftlichem Datenverkehr, öffentlicher Infrastruktur und Finanzwesen noch lange nicht auf."</p></blockquote>
<p>Und trotzdem erfreut sich das Internet weiterhin der Beliebtheit aller.</p>
<blockquote><p>"In der Netzwelt existiert nur noch, wen man googlen kann. Und so verbringen die Nutzer ihre Zeit mit einem permanenten digitalen Hallo-hier-bin-ich, einem Wirrwarr aus Weblogs, Bildern, Forumsbeiträgen und Kumpel-Listen, in denen man sich vor allem eines gegenseitig bestätigt: auch da zu sein."</p></blockquote>
<p>Dabei wird dann häufig vergessen, dass ein großer Teil der Weltbevölkerung, ja sogar der größte Teil bisher noch nicht am Internet beteiligt ist, dass zum Teil ganze Kontinente wie Afrika fast völlig fehlen. Die Mehrheit der Datenströme wird in Nordamerika und Europa produziert. Man spricht hier vom sogenannten <a title="Wikipedia Digital Divide" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_divide" target="_blank"><em>Digital Divide</em></a>. Somit wird die Vision eines <em>Global Village</em> nicht erfüllt. Und wo bleibt da jetzt die Anti-Web-Bewegung?</p>
<p>Der Autor, Martin Ganteföhr, ist Game Designer, online seit 1994, surft mit dem Handy und ist Besitzer einer UMTS-Mobilkarte. ;-)</p>
<p>Meiner Meinung nach ein sehr interessanter Artikel, der dazu anregt, in gewissen Punkten kritisch über das Internet nachzudenken. Ich selbst bin eine begeisterte Internet-Nutzerin und kann mir ein Leben ohne kaum noch vorstellen. Allerdings vergisst man in seiner eigenen Begeisterung über das Internet tatsächlich häufig, dass es immer noch viele Menschen gibt, die keinen Zugang zum <em>WORLD wide web</em> haben. Ein Missstand, der aufgehoben werden sollte und worum es sich lohnt zu kämpfen. Desweiteren ist es wichtig, eine gewisse kritische Grundhaltung gegenüber dem Internet zu bewahren und nicht alles bedingungslos zu befürworten.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Code der Anti-Weihnachtsbewegung]]></title>
<link>http://markeninstitut.wordpress.com/?p=173</link>
<pubDate>Sat, 12 Apr 2008 07:02:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dr. Kai-Uwe Hellmann</dc:creator>
<guid>http://markeninstitut.de.wordpress.com/2008/04/12/der-code-der-anti-weihnachtsbewegung/</guid>
<description><![CDATA[
Jedes Jahr Ende November setzt sich weltweit eine Prozession in Gang, die für die kommenden vier b]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://markeninstitut.files.wordpress.com/2008/04/weihnachten-2.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-174" src="http://markeninstitut.wordpress.com/files/2008/04/weihnachten-2.jpg" alt="" width="83" height="96" /></a></p>
<p>Jedes Jahr Ende November setzt sich weltweit eine Prozession in Gang, die für die kommenden vier bis fünf Wochen ein fest ritualisiertes Prozedere abspult. Es handelt sich hierbei um die Vorbereitungen auf das <a href="http://markeninstitut.wordpress.com/2007/12/24/gemeinschaft-als-einheitssemantik/">Weihnachtsfest</a>, die mehrheitlich in den Händen von (Haus-)Frauen liegen, rein episodisch auftreten und von ihrem Mobilisierungscharakter her nahelegen, von einer „Weihnachtsbewegung“ zu sprechen.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Wie man nun aus der Bewegungsforschung weiß, erzeugen Bewegungen oftmals Gegenbewegungen, wenn der Mobilisierungsaufwand der Befürworter ein gewisses Maß übersteigt − so auch in diesem Falle.</p>
<p>Denn obgleich die Mehrzahl der Menschen sich der Aura dieses Festes weitgehend hingibt, nicht entziehen will, kann oder darf, gibt es jedes Jahr auch die Gegentendenz der Abkehr einiger weniger von diesen Aktivitäten und Festivitäten, die das, was im Rahmen einer solchen Mobilisierungskampagne als notwendig und unabwendbar propagiert wird, kategorisch zurückweisen und als Spießigkeit, Verschwendung und Heuchelei verurteilen. Dabei steht zu vermuten, daß auch diese Gegentendenz einer Art Gegenbewegung gleicht, die sich strikt in Opposition dazu verhält, was die „Weihnachtsbewegung“ an Aktivität und Aufmerksamkeit produziert.</p>
<p>Dabei könnte diese Gegenbewegung in dreierlei Hinsicht unterschieden werden: Erstens ist eine <em>Anti</em>-Weihnachtsbewegung, zweitens eine Anti-<em>Weihnachts</em>bewegung, und drittens eine Anti-Weihnachts<em>bewegung</em>.</p>
<p>Ferner könnte man diese „Anti-Weihnachtsbewegung“ systemtheoretisch anhand eines speziellen Kommunikationscodes beschreiben, der in Analogie zum System der Medizin strukturiert ist. Im medizinischen System wird die Kommunikation nämlich über den Code Gesundheit/Krankheit organisiert, wobei „Krankheit“ als Präferenzwert mit Anschlußfähigkeit fungiert, weil Ärzte sich primär auf Krankheiten konzentrieren, die es zu heilen gilt, während „Gesundheit“ kontraintuitiv nur der Reflexionswert mit der Funktion der Kontingenzreflexion ist, um aufzuzeigen, daß jede Krankheitsbehandlung Gesundheit zum Ziel haben sollte.</p>
<p>Übertragen auf die „Anti-Weihnachtsbewegung“, könnte man nun sagen, daß diese Bewegung mit der Leitdifferenz „Pro Weihnachten/Contra Weihnachten“ operiert, wobei „Contra Weihnachten“ als Präferenzwert mit Anschlußfähigkeit fungiert, weil es dieser Bewegung primär darum geht, alles abzulehnen und zurückzuweisen, was mit Weihnachten zu tun hat, während „Pro Weihnachten“ der Reflexionswert mit der Funktion der Rejektionsreflexion ist, weil dieser Wert, anders als beim medizinischen Code, nicht dazu dient, die Kommunikation und Aktivitäten der „Anti-Weihnachtsbewegung“ darauf positiv aus-, sondern negativ davon wegzurichten. Insofern ist die „Anti-Weihnachtsbewegung“ eine primär negative Bewegung, die ihre Kraft, Orientierung und Identität daraus bezieht, was sie ablehnt und zurückweist, während ihre positiven, bejahenden Seiten immer unter den Kauteln des „Anti“, des „Dagegen“ steht.</p>
<p>Das heißt auch: Die „Anti-Weihnachtsbewegung“ ist auf die „Weihnachtsbewegung“ parasitär bezogen, sie existiert und kann nur existieren, weil und solange sie sich von der Positivität „Weihnachtsbewegung“ im Sinne Michel Foucault negativ absetzt. Es handelt sich somit um ein Abhängigkeitsverhältnis, das nur für die „Anti-Weihnachtsbewegung“ so unmittelbar gilt. (Die Abhängigkeit und parasitäre Facette der Pro-Weihnachtsbewegung ist anderswo zu verorten.)</p>
<p>Ferner sei noch die Überlegung angesprochen, daß die Gegenmobilisierung der „Anti-Weihnachtsbewegung“ die Funktion der Selbstbestimmung und Selbsterhaltung erfüllt. Zu protestieren, zu mobilisieren bewirkt immer auch, daß sich die Betroffenen stärker als sonst aufeinander beziehen. Das soziale Band zwischen ihnen, normalerweise recht locker gehalten, wird festgezurrt, der Zusammenhalt gestärkt. Gemeinsame Treffen, Gespräche, Veranstaltungen führen dazu, daß man sich durch häufige Interaktionssequenzen wiederbegegnet, face to face, Gedanken und Gefühle austauscht, miteinander teilt, Expressivität erlebt und inszeniert und dadurch der kollektiven Identität der eigenen Bewegung auf nicht substituierbare Art und Weise bewußt wird. Auch dieser Aspekt sollte daher nicht ausgespart werden.</p>
<p>Was nun sicher interessant wäre, wäre die empirische Erforschung der tatsächlichen Beweggründe derjenigen, die eine solche Anti-Weihnachtsbewegung begründen, sich an ihr beteiligen oder mit ihr sympathisieren. Über eine Online-Befragung wäre dies sicher machbar. Nur wo findet sich dafür eine geeignete Plattform im Netz mit genug Traffic? In den USA herrscht kein Mangel an solchen, hier in Deutschland habe ich bislang keine gefunden. Kann mir hier jemand weiterhelfen?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Individualität vom Fließband]]></title>
<link>http://aufdeutsch.wordpress.com/2007/03/21/individualitat-vom-fliesband/</link>
<pubDate>Wed, 21 Mar 2007 12:43:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>synkope</dc:creator>
<guid>http://aufdeutsch.de.wordpress.com/2007/03/21/individualitat-vom-fliesband/</guid>
<description><![CDATA[In keiner Zeit wurde die freie Entfaltung unseres Selbst, die Bedeutung des Ich als individuelle Zel]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In keiner Zeit wurde die freie Entfaltung unseres Selbst, die Bedeutung des Ich als individuelle Zelle der Gesellschaft so pragmatisch praktiziert wie heute.<br />
Konformität ist zu einem modischen faux-pas geworden. Das Streben nach scheinbarer Extravaganz und individueller Abgrenzung zur breiten Masse bestimmt die Selbstinszenierung.<br />
Die wenigen Accessoires die einstmals politische Gesinnungen oder andere Interessen ausdrückten, wurden vom globalen Markt aufgegriffen, neu verpackt und zur inhaltsleeren Massenware umgeformt. Extreme Bewegungen deren Ziel die Befreiung des Individuums von den Zwängen der Gesellschaft sind, werden kurzerhand von der Popkultur entwaffnet/ entwertet und assimiliert.<br />
Die Punkbewegung beispielsweise ist ihrer plakativsten Protestform, ihrer unkonformistischen Erscheinung beraubt worden. Ein bunter Mix aus Designerkleidung, zerfetzten Hosen und Irokesenhaarschnitt ist mittlerweile zum Mainstream geworden.<br />
Diese Entwicklung ist nichts Neues, schon immer werden unkonventionelle Aspekte in das Gesamtbild eingegliedert. Nie allerdings geschah dies so schnell, unkritisch und von einer derart gründlichen Entwertung begleitet. Jeglicher Protest gegen diesen Umstand muss also schon im Keim erstickt werden, da der Markt sich zu schnell und gründlich anpasst.</p>
<p>Die meisten Menschen (und dazu zählen vor allem die, die es sich leisten können) praktizieren eine forcierte Individualisierung ihrer Selbst. Vom Markt begleitet verursachen sie damit eine Nivellierung jeglichen individuellen Ausdrucks.</p>
<p>Einziger Lichtblick in dieser erschreckenden Vorstellung bleibt die ungeheure Kreativität Einzelner, die, früher oder später, ihre eigene Protestform finden werden die nicht ohne weiteres von der Masse angenommen werden kann.<br />
Ich fürchte allerdings diese Formen des Protests, der im krassen Gegensatz zur Konsumgesellschaft stehen muss, werden sich nicht in Haarschnitt und Kleidung äußern, sondern wohl eher in Verzweiflung und Gewalt.</p>
]]></content:encoded>
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