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	<title>frau-nuehms-abenteuer-aller-art &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/frau-nuehms-abenteuer-aller-art/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "frau-nuehms-abenteuer-aller-art"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 18:13:29 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Noch mehr Training für Frau Nuehm! (2)]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2008/01/10/training-fur-frau-nuehm/</link>
<pubDate>Wed, 09 Jan 2008 23:55:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
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<description><![CDATA[Nach den mehr oder weniger dezenten Hinweisen, wie zum Beispiel von Herrn Corax, der mich äußerst ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den mehr oder weniger dezenten Hinweisen, wie zum Beispiel von Herrn Corax, der mich äußerst taktvoll an <a href="http://annanuehm.wordpress.com/2008/01/01/allen-ein-frohes-neues-jahr/">mein groß<del dateTime="2008-01-09T22:24:04+00:00">mäulig</del> angekündigtes Fitnesstraining</a> erinnerte, und auch von Frau Gaviota, die <em>ganz von selbst</em> schon drei Kilo abgenommen hatte, allein durch das Lesen meines Blogs und der darin auch vor mir selber sehr gut versteckten, tiefenpsychologischen Motivationsbotschaften, habe ich einen weiteren <del dateTime="2008-01-09T22:24:04+00:00">Gedanken</del> Nachmittag mit der Ausarbeitung eines ausgeklügelten Fitnessprogramms verschwendet, das ich Ihnen hiermit voller Stolz präsentiere:</p>
<p>Ab morgen wird Frau Nuehm, <del dateTime="2008-01-09T23:47:52+00:00">Mist, das bin ja ich</del>, ein rigides, atemberaubendes und selbstmörderisches Training durchziehen. Und das sieht so aus:<br />
- Ich dachte an drei Sit-ups.<br />
Pro Tag.<br />
Oder pro Woche.<br />
Das steht noch nicht so ganz fest. Aber drei! Ja, wenn Sie jetzt alle den Atem anhalten oder Ihre Herztropfen holen müssen, dann kann ich das voll verstehen, denn mir ging es genauso. Aber ich bleibe dabei: DREI!!!<br />
Oder vier. Nein, vier nicht. Ich muss ja nicht immer so übertreiben.<br />
Drei.<br />
So viele, wie Arnold Schwarzenegger und Rocky Balboa nicht einmal zusammen in allen ihren 648 Filmen inklusive der 32.000 Fortsetzungen geschafft haben, die sie in 92 Jahren Kinogeschichte gedreht haben.<br />
Drei.<br />
Weil "drei" so eine wundervolle Zahl ist, wie die heilige Dreifaltigkeit, die drei Zwerge bei Schneewittchen und die drei Gebote, die Moses persönlich auf dem Berge Sinai empfing.<br />
Drei.<br />
Weil diese Zahl endlos in schönen Liedern besungen wurde, wie in "Dreimal berührt- nix passiert" und ganze Märchenbände vollgeschrieben wurden, wie in "Geschichten aus dreiundeiner Nacht", wobei ich mich oft gefragt habe, warum man da nicht einfach "vier" geschrieben hatte, na, das hatte wahrscheinlich metrische Gründe.</p>
<p>Das ist aber längst nicht alles!<br />
- Desweiteren werde ich eine übermenschliche Reduzierung meiner mehr als knapp bemessenen Kalorienzufuhr vornehmen und von 20.000 Kalorien pro Tag rigoros auf 5000 herunter fahren.<br />
Ja, ich weiß. Das klingt nicht nur grausam, brutal und masochistisch, es ist es auch. Aber ich schaffe das schon. Führen Sie mich auch bitte nicht mit gutgemeinten Lebensmittelspenden und Zusendungen von Leberwurst, Schokolade und Lübecker Marzipan in Versuchung, ich zieh das knallhart durch. Auch wenn Sie jetzt mitleidig weinen, darauf kann ich keine Rücksicht nehmen. Außerdem sehe und höre ich Sie ja nicht, was wiederum am Internet liegt und einer der Gründe ist, warum ich es so abgrundtief liebe.</p>
<p>- Weiter: Ich werde jeden Morgen eine Stunde länger schlafen, weil man im Schlaf mehr Kalorien verbrennt als im wachen Zustand. Das wird extrem schwierig, aber es ist machbar. Zur Sicherheit habe ich Uri Geller persönlich konsultiert, der mich mittels Hypnose in einen tieferen Schlaf sendet, als Menschen es sich überhaupt vorstellen können, wenn sie es sich überhaupt vorstellen könnten, es sich vorstellen zu können.</p>
<p>- Hinzu kommt: Ich werde ab jetzt nur noch im ersten Gang Autofahren und somit die Muskeln meines rechten Beines einer extremen Belastung unterziehen, die im schlimmsten Fall zu einem komplizierten Trümmerbruch aller Knochen führen könnte, aber das nehme ich in Kauf. Ich habe schließlich einen Ruf zu verlieren, den eines ungekrönten Fitnesskönigs!<br />
Für das linke Bein habe ich mir ausgedacht, dass ich in einem Langzeitversuch ohne zu Kuppeln Autofahren werde und es durch eine Minusbelastung erst zu einem kompletten Muskelabbau bringe, um es kurz vor der völligen Selbstauflösung in eine schlingernde Knorpelmasse mit einem einzigen gezielten Tritt aus den Achsen zu heben und somit einen vom Hersteller garantierten Muskelzuwachs von 693% pro Sekunde erreiche. Ich setze in diese neuartige und leicht umstrittene Trainingsmethode sehr große Hoffnungen, wenn sie auch ein gefährliches Vabanque-Spiel wird. Aber "no risk- no fun"!</p>
<p>- Dann werde ich laufen. Jeden Tag. Steigerungsläufe. Sehr extreme Steigerungen. Beginnend mit meiner persönlichen Bestleistung von 50 Metern - am Stück! - und da Sie jetzt mit Sicherheit denken: "Ja, um Gotteswillen, wie will Frau Nuehm denn diese Höchstleistung denn überhaupt noch steigern???", so muss ich Ihnen knallhart mittteilen:<br />
Nicht jedem ist das Talent der Selbstbeherrschung, Selbstgeißelung und des über sich selbst Hinauswachsens so in die Wiege gelegt worden. Wie mir.<br />
Kann halt nicht jeder! Was soll's. Dafür können Sie bestimmt andere Dinge sehr gut, wie Origami, Powerstricken oder Klöppeln von Badehosen ohne Schnittmuster. Okay, Letzteres ist ja auch meine geheime Passion, aber meine Origami-Arbeiten sind nie preisgekrönt worden. Ja, sehr oft kopiert, aber einen Preis gab's dafür nie.</p>
<p>So. Und wenn Sie jetzt mal sehen wollen, wie so ein Trainingstag bei Frau Nuehm aussieht, dann schalten Sie hier mal ein. Aber nicht nachmachen! Geht voll aufs Herz und das hält nicht jeder so aus. Wie ich.<br />
Für Ihre Bildung können Sie dann in einem Aufwasch auch noch was tun: Die Treppen, die ich da so leichtfüßig hochtänzele, führen zum Aachener Dom. Schöne Aussicht von da oben.. Falls Sie mal in der Gegend sind, fahren Sie da doch mal hoch, es gibt auch einen Aufzug.<br />
Bis bald, sportliche Grüße,<br />
Ihre Anna Nuehm<br />
<span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/cavFoyYJwPQ'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/cavFoyYJwPQ&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span><br />
Ps: Dafür, dass ich erst vorgestern mit dem Boxen angefangen habe, sieht das doch schon ganz gut aus, oder? Bewegungstalent, sagt der Trainer.. tja.. kann man nix machen. Da komm ich einfach nicht gegen an.<br />
Pps: Das Schwein, auf das ich da so einprügele, war schon vorher tot. Also ich war das nicht!<br />
Ppps: Der Typ, der mir in den Bauch boxte, erlitt mehrere komplizierte, offene Brüche und hat mich verklagt.<br />
Pppps: Mein Gesicht wurde natürlich gedoubelt, sonst wäre wegen meiner zu großen Bekanntheit ein normales Training nicht mehr möglich..<br />
Aber sonst ist alles echt!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Allen ein frohes, neues Jahr in allen Parallelwelten! Und: Training für Nuehm (1)]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2008/01/01/allen-ein-frohes-neues-jahr/</link>
<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 12:23:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2008/01/01/allen-ein-frohes-neues-jahr/</guid>
<description><![CDATA[Ich hatte mir ja strikt vorgenommen, mir überhaupt nichts vorzunehmen, aber dennoch hier meine gute]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte mir ja strikt vorgenommen, mir überhaupt nichts vorzunehmen, aber dennoch hier meine guten Vorsätze für 2008:<br />
Nach langen und mehr als intensiven Forschungen im Bereich der Parapsychologie, der Quantenphysik und der Gezeitenströmung habe ich Ende des Jahres 2007 folgende erhellende aber niederschmetternde Entdeckung gemacht:<br />
Ich wohne verheerenderweise an einer Schnittstelle von mindestens vier Parallelwelten, genauer gesagt, steht exakt an besagter Schnittstelle mein Spezialschrank mit Schokolade, Chips und Gummibärchen. Diese mehr als unglückliche, aber vom Schicksal aus unerfindlichen, aber ziemlich sadistischen Gründen wohl so gewünschte Koinzidenz, führte zu folgender unglaublicher und fiaskohafter Verkettung: Da ich andauernd, vormals unwissend, von einer Parallelwelt in die andere stolpere, dabei auch mindestens 33 Zeitzonen durchquere, dauern meine Abende oft 42 Stunden, im Schnitt mindestens 26. Das habe ich ja gar nicht gewusst! Nur so erklärt sich mir die Aufnahme von 32 Tafeln Schokolade, das Verspeisen<span>  </span>von 13 Päckchen Gummibärchen und das Vernichten von 19 Päckchen Chips pro Abend.<br />
Ich habe mich ja auch immer gewundert, wie ein einziger Mensch das alles schaffen kann, führte das aber auf meine immense Körperkraft und Selbstbeherrschung, gepaart mit einer stählernen Selbstdisziplin und übermenschliche Willenskraft zurück! Auch dass ich abends 26 Stunden am Stück bloggen konnte und dann nebenbei auch noch 300.000 Kommentare schrieb, ist durch diese physikalisch wahnwitzige, aber umso wahrere Tatsache der bestehenden Parallelweltenschnittstelle zu erklären. Ich habe einfach mehr Zeit als normale Menschen und das ist auch gut so!<br />
Leicht fatalerweise konnte ich aber darum abends locker 70.000 Kalorien zu mir nehmen, was schon mal das ein oder andere Pfündchen auf meinen schlanken Fuß zauberte. Jetzt weiß ich wenigstens, wie das alles passieren konnte!<br />
Mannmann. Ich habe darum heute einen Feng Shui-Meister bestellt und den Schrank habe ich schon mal komplett umgeräumt. Der steht jetzt auf der Terrasse. Das Bett steht jetzt da, wo vorher die Chips lagen, so kann ich nachts 46 Stunden schlafen und bin morgens ausgeruht und frisch für meine Vorhaben.<br />
Wenn das alles nichts hilft, werde ich einfach umziehen.<br />
So. Die Konsequenzen werde ich folgendermaßen bekämpfen: Fitnesstraining.</p>
<p>Ich habe bereits heute morgen um sechs Uhr den ersten Termin im Fitnesscenter absolviert und meinem Personal Trainer mein Vorhaben verklickert und eine fulminante Ansprache gehalten:</p>
<p>„Verehrter Herr Trainer, ich möchte so aussehen, dass Heidi Klum weinend und mit einem Foto von mir zu einem Schönheitschirurgen geht und schluchzt: "Genau SO will ich aussehen, wenn nicht, dann geh ich ins Kloster."<br />
Ich möchte einen Körper, von dem Giselle Bündchen Albträume bekommt, denn sie wird auch mit 24 Stunden Training pro Tag nie dieses Ergebnis erreichen und von der Existenz von Parallelweltenschnittstellen weiß sie zum Glück ja nichts.</p>
<p>Ich werde der Schrecken von Victoria Beckham sein, die überall Fahndungsfotos von mir aufhängen lässt und auf meine Ergreifung - dead or alive - 100 Millionen Dollar gesetzt hat, damit sie mich aus dem Weg räumen kann, bevor ihr Mann mich sieht. Speziell dafür hat sie auch das Navigationsgerät in seinem Auto so programmiert, dass die Werbetafeln, auf denen ich für 1.000.000.000 Dollar pro Tag lächele, weiträumig umfahren werden. Was für den armen David seinen Trainingsweg von 2,7 Km auf schlappe 45.000 Meilen erhöht und er deshalb immer mehrere Wochen zu spät kommt, dies aber nicht bemerkt.</p>
<p>Ich möchte die neue Muse von Lagerfeld sein, der bei meinem Anblick umgehend heterosexuell wird und sofort Claudia anruft und sagt „Kloddia, du bist raus. Nuehm ist jetzt die neue Bardot, die neue Loren, die neue Gracia von Monaco, die neue Aniston, die neue Angelina Jolie, Sharon Stone, Madonna, Kate Moss und Eva Longoria. Alle weg, alle Schrott, nur noch Nuehm. Tschau Kloddia, es war ganz nett mit dir, aber jetzt ist es zum Glück vorbei.“</p>
<p>Ich möchte so aussehen, dass der Sultan von Brunei in einer staatsstreichartigen Aktion alle seine 25.897 Frauen verstößt und mir für ein einziges zehnminütiges Date sein gesamtes Vermögen schenkt, was ich huldvoll lächelnd annehmen werde, mich aber dann doch nicht mit ihm treffe, denn er ist mir dann zu arm.</p>
<p>Ich möchte einen Körper, für den ich einen speziellen Waffenschein brauche, den Wolfgang Schäuble persönlich ausstellen muss, da er in Richtung „wandelndes Atomkraftwerk, aber viel, viel gefährlicher“ geht und dass ich, wenn ich verreise eine Art Castor Express bin, aber ohne die Demonstranten, ohne den Atomabfall und ohne die Hundestaffeln. Und Indien und Pakistan möchten mich zu ihrem Staatsoberhaupt krönen, was ich im Sinne des Weltfriedens natürlich ablehne.</p>
<p>Ich möchte, dass bei meinem Anblick Pflastersteine schmelzen, Hunde leise winseln, Männer ohnmächtig werden und sich die Straßenlaternen mir zuwenden und dann aufleuchten, selbst mittags um 12 Uhr bei strahlendem Sonnenschein.</p>
<p>Ich möchte, dass meine Maße den neuen Goldenen Schnitt bestimmen und alle Schaufensterpuppen der Welt nach ihnen gebaut werden, was aber nie so wirklich gelingt, denn ich bin ein unerreichbares Unikat. Somit werde ich alle Schaufensterpuppenfabrikanten in den Wahnsinn treiben, denn jedes Mal, wenn sie der Meinung sind, sie hätten das Original erreicht, habe ich eine Winzigkeit verbessert und sie müssen von vorne beginnen und alle Puppen verbrennen.</p>
<p>Ich möchte, dass Gott sich bei meinem Anblick zuerst selbst beglückwünscht, dann vor Freude in Tränen ausbricht und sich dann von Herzen wünscht, er wäre ein Mensch und dürfte meine Handtasche tragen. Weil dies unmöglich ist, kreiert er mir zu Ehren eine neue Tiergattung, eine neue Erde, ganz allein für mich und eine neue Galaxie, die er Nuehmstraße nennt. Und selbst dann weint er noch – diesmal verzweifelt - und würde einfach nur gerne meine Handtasche tragen.</p>
<p>Ich möchte, dass die Weight Watchers mich zu ihrem neuen Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit machen und sich in Nuehm-Watchers United, Inc. Co&#38; Kg und GmbH umbenennen wollen, was ich aber ablehne, denn mit den Versagern tue ich mich nicht zusammen.</p>
<p>Ich möchte, dass Begriffe wie „Champions-League“, in „Nuehm-Liga“ oder sämtliche Bezeichnungen wie „Hoheit, Königin, Kaiserin“ in ein schlichtes und zu Herzen gehendes „Nuehm“ umbenannt werden. Und es wäre auch ganz nett, wenn man sich keinen „Guten Tag“ mehr wünscht, sondern einen „Guten Nuehm“.<br />
Meinen Sie, das geht? Hallo, sind Sie noch wach?“</p>
<p>Trainer: „Äh, ist heute mal wieder der 1. Januar?“<br />
Ich: „Ja, warum fragen Sie? Was hat denn das jetzt mit dem Thema zu tun?“<br />
Trainer: „Och nix, kommen sie einfach morgen mal wieder und dann arbeiten wir ein 930 jähriges Trainingsprogramm aus.“<br />
Ich: „Wie, morgen wieder kommen? Ich dachte, das machen wir heute und dann ist gut? So viel Zeit habe ich jetzt auch wieder nicht…! TSCHÜSS!“</p>
<p><del dateTime="2008-01-01T12:15:01+00:00">Scheiße!</del> Ja, so kann’s gehen, da hat man die besten Vorsätze und dann kommt so ein Idiot und legt einem irgendwelche überflüssigen Steine in den Weg! Das ist doch Sabotage!! Vermutlich war er auch einfach nur unqualifiziert und total unfähig.<br />
Mein Ratschlag aber an den treuen Leser: Lassen Sie sich von solchen Deppen Ihre guten Vorsätze nicht kaputtmachen, und wenn’s nicht anders geht, einfach noch einen zweiten Trainingstag dranhängen, dann klappt das schon.<br />
In diesem Sinne:<br />
Allen ein frohes, neues Jahr mit allem, was das Herz begehrt,<br />
Ihre Anna Nuehm</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wahnwitzige Fortsetzung der Ferrari Session auf der Reeperbahn. ]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/16/wahnwitzige-fortsetzung-der-ferrari-session-auf-der-reeperbahn/</link>
<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 14:43:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/16/wahnwitzige-fortsetzung-der-ferrari-session-auf-der-reeperbahn/</guid>
<description><![CDATA[Teil Eins lesen Sie unbedingt zuerst hier, bei FrauvonWelt selbst und persönlich:
Status quo:
Frauv]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://frauvonwelt.myblog.de/frauvonwelt/art/5443192/Ferrari_Spritztour_Einfach_nur_da_sein_1_">Teil Eins lesen Sie unbedingt zuerst hier, bei FrauvonWelt selbst und persönlich:</a></p>
<p>Status quo:<br />
<a href="http://frauvonwelt.myblog.de/">FrauvonWelt</a> und meine Wenigkeit, Anna, plus unser eigens zugelegter und pink lackierter Ferrari „Bruno Ramazotti“ befinden sich auf der <a href="http://mattwagner.de/blog.htm">Rückseite Reeperbahn</a>, genauer Standort <a href="http://mattwagner.de/blog.htm">Matts</a> Wohnung, noch genauerer Standort, Matts Wohnung sein Sofa seine Ritze.</p>
<p>Bevor Sie fragen, erkläre ich es lieber gleich:<br />
Ja, unser gemeinsamer Ferrari hat einen Namen. FrauvonWelt wollte das so. Sie bestand quasi darauf, ich sagte dann so leichthin und unbekümmert:<br />
„Okay, nennen wir ihn einfach Fritz“.<br />
FrauvonWelt hebt sanft tadelnd die Augenbrauen: „Schätzchen, man nennt seinen Ferrari nicht „Fritz“, wie klingt denn das, „Fritz Ferrari“?<br />
„So wie Lolo Ferrari, die Dame mit den großen… äh… Augen? Nur in Mann? Ähäm?“, schlägt Anna unschuldig vor.<br />
FrauvonWelt verschluckt sich fast an ihrem Champagner, bewahrt aber die Contenance, deren Erfinderin sie ist, und das mal so nebenbei, und erwidert prustend:<br />
„Jaha! Neihein! Wir nennen ihn Dolce ex Gabbana cum laude.“<br />
Klein Anna mault: „Das ist mir zu kompliziert, wie soll ich mir das denn merken?“<br />
„Mit deinem kleinen Kopf vielleicht?“, rät FrauvonWelt nonchalant und lächelt süffisant, aber sehr herzlich.<br />
Schließlich, nach dem gemeinsamen Leeren vieler, vieler Flaschen, bei denen sich bei Frau Nuehm irgendwann der Verdacht einschleicht, es könnte sich nicht nur um Champagner gehandelt haben, einigen sie sich auf den wunderschönen Namen „Bruno Ramazotti del Moet et Chandon-Caramba-Karacho“, Annas schlechtem Namensgedächtnis wegen aber kurz und knackig „Bruno Ramazotti“ genannt.<br />
FrauvonWelt kann im letzten Moment die von Anna geplante und als notwendig empfundene Ferraritaufe mit einer Flasche verhindern, nicht aber, dass sich Anna mit 6 Promille ans Steuer schwingt, für eine erste Testfahrt Bottrop-Reeperbahn.<br />
FrauvonWelt beweist mehr Mut als Verstand, mehr Kamikaze als Origami und springt ins Auto.</p>
<p>Und so sitzen sie dann da, Rückseite Reeperbahn, warten auf Matt, <a href="http://www.mattwagner.de/2007/10/die-firma-wachst.htm#links">seines Zeichens Flohmarktexperte und unterwegs</a>. Wie immer.<br />
Als FrauvonWelt plötzlich über aufkommende Angstzustände klagt und fleischfressende Sofas, beschwichtigt sie Anna unverzagt:<br />
„Sicher? Oder ist das der Jetlag? Keine Sorge, Baby, für solche Fälle habe ich immer eine Packung Schinkenwurst in der Handtasche. Man kann ja nie wissen!“<br />
„Ich.. ich… ich.. aua.. es beißt!“, beharrt FrauvonWelt und drängt zur Eile.<br />
Sie ist geschockt, sie hyperventiliert, sie durchwühlt ihre Frisur und Anna denkt: „Au weia, wenn das auf einen Frisurtotalschaden hinausläuft, dann ist der Tag gelaufen.“<br />
FrauvonWelt versteht nämlich eine Menge Spaß, sie versteht eigentlich alles auf der Welt, aber bei ihrer Frisur, da hört der Spaß auf! Da kennt sie nix und kann schon mal eine Stunde schlecht gelaunt sein und ihren hübschen Schmollmund schürzen.<br />
Beherzt und schnell stopft Anna die Schinkenwurst ins Sofa und rettet die Situation und auch FrauvonWelts Designergewand vor dem sicheren Verschlingen.<br />
„Das war meine Notration, aber das ist es mir wert.“, sagt sie entschlossen.<br />
FrauvonWelt lächelt entzückt und erfreut: „Macht nix, Schätzchen, ich hab ja noch ne Dose Kaviar dabei.“<br />
So sitzen sie denn beide stillvergnügt auf dem Sofa, erzählen sich verrückte Geschichten, genießen den herrlichen Tag und Matts reichhaltige und gutsortierte Hausbar, sowie seine letzten Chipsvorräte. Und nur ganz leise und dezent hört man im Hintergrund das zarte Schmatzen des schinkenwurstessenden Sofas, das wie die herrlichste Musik in den Ohren der beiden klingt.<br />
Da betritt Matt die Szene, alle Flohmärkte haben geschlossen und dann muss auch er mal nach Hause gehen, um dort zusammen mit der bezaubernden Ms. Columbo das süße Blog-Bohèmeleben zu genießen, was nichts anderes bedeutet, als nichts zu tun. Nichts. Nur bloggen und sonst nichts.<br />
Aber die Begeisterung über einen weiteren süßen Abend im Schoße des Herren Dolce far niente, wie Matt das euphemistisch und selbstbetrügerisch auch zu nennen pflegt, wird jäh zerstört, als er die beiden Damen erblickt: Anna, betrunken wie tausend Russen, FrauvonWelt, distinguiert angesäuselt und beschwippst.<br />
Aber es ist nicht das, was Matt am meisten schockiert. Es ist die leere Wurstpackung in Kombination mit dem schmatzenden Sofa, die ihn zu dem schrillen Schreckensausruf beflügelt:<br />
„Was haben Sie getan? Was haben Sie? Getan? Das Sofa! Das Sofa! Es ist doch…. Vegetarierin!“</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fulminante Enthüllung: Nudelsalat auf dem Autodach. Eine wahre Geschichte.]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/15/fulminante-enthullung-nudelsalat-auf-dem-autodach-eine-wahre-geschichte/</link>
<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 11:36:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/15/fulminante-enthullung-nudelsalat-auf-dem-autodach-eine-wahre-geschichte/</guid>
<description><![CDATA[Wer bisher gedacht hat, dass „Nudelsalat auf dem Autodach“ eine weitere von Frau Nuehms skurrile]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wer bisher gedacht hat, dass „Nudelsalat auf dem Autodach“ eine weitere von Frau Nuehms skurrilen und bahnbrechenden Mentalentgleisungen ist und von A bis Z erstunken und erlogen, der wird hier eines Besseren belehrt, denn diese Titelstory, schauen Sie nach oben in den Blogtitel, ist hundertprozentig wahr, wenn nicht sogar tausend. Aber so was von. Und zwar ging das so:</p>
<p>Manchmal bekommt Frau Nuehm Besuch von einem kleinen Kind. Nein, es kommt sehr gerne, bevor Sie jetzt fragen „Muss das denn sein? Hat Frau Nuehm da nicht einen mehr als schädlichen Einfluss auf das kleine Kind?“. Nein. Das ist nicht der Fall, behaupte ich mal und Gegenaussagen sind schwer zu bekommen, denn das kleine Kind kann zum Glück noch nicht so richtig sprechen. Es möchte aus Datenschutzgründen lieber anonym bleiben, mir soll’s Recht sein.<br />
Das Kind ist zwei Jahre alt und ein niedlicher, kleiner Haustyrann, wodurch es Frau Nuehms Herz im Sturm erobert hat, denn da liegt sie mit dem Kind auf einer Wellenlänge. Außerdem ist es so anarchisch wie sie selbst, wenn sie das auch immer nur für Sekundenbruchteile zugelassen hat, die dann aber Frau Nuehms Leben dermaßen, grundlegend und schon häufiger geschrottet haben, als sie ihr Auto, was kaum vorstellbar ist. Aber es ist so.<br />
Innerhalb weniger Minuten verwandelt das kleine, niedliche Kind das Wohnzimmer in ein nachapokalyptisches Trümmerfeld. Es verbündet sich mit dem gefräßigen Hund zwecks Kekse und Wurstscheiben in die Sofaritzen stecken, auf dass sie dort entweder in einem wochenlangen Fäulnisprozess vor sich hingammeln und giftige Botulismusbakterien verströmen, die dann abends, wenn Frau Nuehm nichtsahnend auf dem Sofa liegt und diese einatmet, zu Verbalentgleisungen in ihrem Blog anstacheln oder zu Bruce Lee-Spielchen, oder zu geistiger Vollumnachtung, was meistens aber nicht weiter auffällt, da Frau Nuehm dann nicht anders ist, als sonst auch. Oder den Hund dazu bewegen, allabendlich das schöne Sofa vollzusabbern. Was auch nicht sehr angenehm ist. Vor allem nicht, wenn man darauf liegt.<br />
Aber ansonsten ist das Kind sehr nett und Frau Nuehm liebt besonders seine kleinen Patschehändchen, in denen gerade mal drei Gummibärchen Platz finden. Frau Nuehm ist ehrlich gesagt, dem Kind total verfallen und amüsiert sich königlich, wenn es da ist. Sie kriecht auf dem Boden und bellt wie ein Hund und tut so insgesamt alles, damit das Kind zufrieden ist und nicht in eine seiner unmotivierten Heulattacken ausbricht, was es schon mal tut, wenn es gerade einen Rappel hat oder einen Anfall von Psychoterror.</p>
<p>Abends ist Frau Nuehm dann nervlich schon etwas zerrüttet, den ganzen Tag hin- und hergelaufen, das Kind vorm Hund beschützt oder umgekehrt. Wurst verteilt, eingesammelt, wieder verteilt, ein sinnloser Nahrungskreislauf, an dessen Ende sehr oft der Hund steht, manchmal das Kind, aber viel öfter noch das Sofa, Frau Nuehms Schuhe oder ihre Geldbörse. Was sie dann leider erst beim Bezahlen feststellt, wenn sie anstatt eines 50 Euro Scheines einen grauhaarigen, klebrigen Klumpen in der Hand hält und zu der angeekelten Verkäuferin sagen muss: „Äh, ich lauf dann mal schnell zum Geldautomaten, bitte verbrennen Sie diesen Schein, damit keine Seuchen ausbrechen, danke.“<br />
Aber solange es dem Kind Spaß macht!? Und das ist ja auch alles so lustig. Und Herr Ikea will ja auch von etwas leben. Also vom Inhalt der Sofaritze könnte er sich bestimmt zwei Jahre lang ernähren und alle seine Verwandten auch.</p>
<p>Außerdem, und jetzt kommen die Auswüchse der virtuellen Welt ins Spiel, befindet sich Frau Nuehm in einem Stadium zwischen manischem Größenwahn und grandioser Selbstüberschätzung. „Frau Nuehm, Sie schreiben so schön“, „Wir gründen einen Fanclub“, all das verhallt nicht ungehört in Nuehms stolzen Ohren. Haha, sie ist berühmt, ein Fanclub von mindestens drei Mitgliedern, also wenn Nuehm nicht demnächst in einem Ferrari durch die Straßen der verlotterten Stadt fährt, in der sie lebt, genau genommen, in der sie dann nicht mehr leben wird, denn sie wohnt dann wahlweise in St. Moritz, Sylt, Havanna oder ÄL Äyi, dann weiß ich es auch nicht. Beziehungsweise Sie. Oder ich? Oder wir beide. Na, egal.</p>
<p>Und Vorsicht, jetzt wird es spannend. Halten Sie sich fest und den Atem an. Es folgt der Höhepunkt der Geschichte!<br />
In diesem seelischen Ausnahmezustand zwischen Erschöpfung und Höhenflug bringt Frau Nuehm abends das Kind ins Auto, stellt flugs eine Schüssel mit Nudelsalat auf dem Autodach ab, denn sie hat schon mal so fiese Einfälle, wie andere Menschen mit ihrem selbsthergestellten Essen zu<del dateTime="2007-10-15T11:27:26+00:00"> vergiften bedrohen </del>erfreuen. Und sie braucht zwei freie Hände, für das, was jetzt folgt: Das Anschnallen des Kindes im Auto. Was sie auch tut, um dann wie ein Berserker in 0,3 Sekunden um das Auto herumzurasen, was sie aufgrund ihrer wahnwitzigen Sportlichkeit auch locker schafft.<br />
Warum? Das Kind ist nicht nur ein notorischer Chaosverbreiter, sondern überraschenderweise auch hypersensibel und steckt noch in dieser Phase, in der es das Alleinsein, und dauert das auch nur Sekundenbruchteile, überhaupt nicht verkraften kann!<br />
Es denkt dann nämlich, die ganze Welt wäre leer, oder so etwas in der Art. Und das macht ihm begreiflicherweise Angst. Würde man aber nie darauf kommen, dass es so empfindsam ist, wenn man zuschaut, wie es Frau Nuehms Wohnzimmertisch mit einigen beherzten Schlägen zertrümmert. Aber so kann man sich täuschen!<br />
Als offizieller Leibsklave des Kindes tut Frau Nuehm natürlich alles, damit es sich nicht einsam und verlassen fühlt. Deshalb die Eile. Schon diese 0,3 Sekunden Alleinsein reichen aber aus, dass das Kind Frau Nuehm mit Schmollmund und tränenverhangenem, bösem Blick empfängt.<br />
Sie lacht dann zu Ablenkung sehr laut, fast hysterisch, macht blöde Witzchen und sich komplett zum Affen, puh, geschafft, es heult zumindest nicht. Das ging ja gerade noch mal gut.</p>
<p>Und ganz relaxed gibt sich Frau Nuehm weiter Ihren Höhenflügen hin und fährt los. „Anna Nuehm, Sie sind toll, toller Text und so..“, denkt sie gerade und fährt lässig am Nachbarn vorbei. Dieser schaut Frau Nuehm ganz komisch an und sie sinniert „Haha, er weiß bestimmt, dass ich Anna Nuehm bin, noch ein neuer Fan, hoho“. Sie grüßt ihn mit überlegenem Grinsen, lässig, aber nonchalant, wie es Tokio Hotel nicht besser vormachen könnten, bleibt aber durchaus freundlich und jovial, wie es sich gehört, wenn man berühmt ist, aber dennoch bescheiden, denn man ist ja immer noch mit den Füßen auf dem Boden geblieben und dankt auch seinen Eltern, den Lehrern, der Academy, seinem Agenten und allen Freunden, die man so hat und gerade als man den Oscar in Empfang nehmen möchte und sich schon sieht, wie man ihn jubelnd hochreckt, da erkennt man die fuchtelnden Gesten des Nachbars, sein Winken und Rudern mit den Armen. Er zeigt auch wild auf das Autodach und all dies lässt Frau Nuehm urplötzlich, siedendheiß und schamhaft erkennen:<br />
Nudelsalat auf dem Autodach!<br />
Uh, uh. Oh, oh. Mit hochrotem Kopfe, unter den hämisch feixenden Blicken der <del dateTime="2007-10-15T11:44:48+00:00">geifernden Meute</del> versammelten Nachbarschaft steigt Frau Nuehm aus, murmelt ein erklärendes, entschuldigendes und die Situation entkrampfendes „Das ist nur Nudelsalat..“, was das Ganze aber nur noch verschlimmert und <del dateTime="2007-10-15T11:27:26+00:00">das hämische Gesindel</del> die netten Nachbarn erst Recht zu lautem, sinnlosem, wieherndem und total übertriebenem, fast schon hysterischem Lachen führt.<br />
Das ist ja schon nicht mehr normal, wie die lachen!! Wie die Tiere! Ja, Tiere würden sich schämen, so zu lachen! Tiere kennen so etwas wie Contenance, aber diese Menschen da nicht, diese Unmenschen, mit ihrer diabolischen Lache!</p>
<p>Frau Nuehm, Vorname Anna, rettet sich und die unschuldige, kleine, zu Unrecht verspottete Schüssel mit Nudelsalat hochroten Kopfes ins Auto hinein und bildet sie sich das nur ein, oder umspielt ein kleines, maliziöses Lächeln den Mund des Besuchskindes?<br />
Auch du, <del dateTime="2007-10-15T11:27:26+00:00">mein Sohn Brutus </del>Verräter? Auch du???<br />
Frau Nuehm greift sich an ihr kleines Bloggerherz und muss erkennen:<br />
Na ja, selber Schuld.<br />
Das kommt davon, wenn sich die Grenzen zwischen Realität und Virtualität verwischen und man sich auch im wahren Leben so fühlt wie Anna Nuehm, die man de facto aber nicht ist.<br />
Die man de facto aber nicht ist!<br />
Aber so was von nicht!<br />
Oder doch? Warum eigentlich nicht?<br />
Wenn nicht ich, wer sonst?? Wer denn sonst so? Wer?<br />
Also ich. Doch.<br />
Ja, doch.<br />
Amen. Oder so.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[The Saarlandian Internetdesaster. Part III]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/10/the-saarlandian-internetdesaster-part-iii/</link>
<pubDate>Tue, 09 Oct 2007 22:26:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/10/the-saarlandian-internetdesaster-part-iii/</guid>
<description><![CDATA[Wie Sie gestern und heute lesen konnten, endete der überaus spannende Saarlandbericht mit einem auf]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Sie gestern und heute lesen konnten, endete der überaus spannende Saarlandbericht mit einem aufsehenerregenden Kliffhänger sondergleichen, der seinesgleichen sucht, aber wohl kaum findet.<br />
Ich hoffe, Sie haben trotz Ihrer prekären Lage - am Kliff hängen ist nicht gerade witzig, aber es musste einfach sein - gut geschlafen und auch den heutigen Tag gut überstanden. Da Sie ja hier mitlesen, denke ich mal, ja. Ich übrigens auch.<br />
Eigentlich wollte ich aus Spannungsgründen den Kliffhänger noch um einen weiteren Tag ausdehnen, aber das fand ich dann doch ein bisschen unmenschlich von mir selber und entschied mich glücklicherweise - für Sie - dagegen.</p>
<p>Also, kurze Zusammenfassung des Status quo: Ich im Saarland, Internet mir auf den Fersen und ich so „Muss das denn sein?“. Dann rauschende Feier, Jubel, infernalischer Jubel, nur Nuehm jubelt nicht, Ankündigung eines verhängnisvollen Verhängnisses, das jetzt seinen Lauf nimmt und wie:</p>
<p>Der Morgen danach. Verkatert stand ich bereits um halb drei Uhr nachmittags auf der Matte und blickt in lauter bedröppelte Gesichter.<br />
Ich: „Was'n hier los?“ Lautes Weinen.<br />
Ich: „Häh?“ Schluchzen.<br />
Ich noch mal: „Ja, kann mal einer den Mund aufmachen, verdammte Hacke noch mal!!!“<br />
„Das Internet…“, schluchzte mein ältester Bruder, „Es ist.. es ist.. es ist..“<br />
„Ja????“, schrie ich vor Spannung fast explodierend. „Was ist denn jetzt los mit eurem Scheißinternet? Seid ihr alle gespammt worden oder gehackt oder ausgetrickst, so wie ich immer, oder wie oder was?“<br />
Tiefer Seufzer meiner drei Brüder: „Nein. Es ist… KAPUTT!!!“.<br />
Ach Herrje. Da war ich doch schwer erschüttert. DAS wünscht man dann doch keinem.<br />
Kaum einen Tag Spaß im Internet und schon ist es kaputt. Mist. Da konnte ich mir mein Mitgefühl nicht verkneifen und sagte vollmundig:<br />
„Keine Panik. Ich repariere das Teil.“<br />
Ungläubiges Staunen. Dann Gekicher, dann Gelächter, dann Gekringel auf dem Fußboden. All das ignorierte ich geflissentlich. Über so etwas stehe ich. Immer.<br />
Ich: „Zeigt mir einfach die kaputte Stelle, die schweißen wir dann zusammen, verbinden sie mit dem Stromnetz und fertig.<br />
Bruder zwei: „Aber wir haben doch gar keinen Strom, wie soll das denn gehen?“<br />
Ich: „Ha, ich hab meinen Akkuschweißer eingepackt. Den hab ich für Notfälle immer dabei.“<br />
Vielsagende bis ängstliche Blicke zwischen meinen Brüdern.<br />
Ich nochmal so: „Natürlich habt ihr Strom, ihr wisst es nur nicht! Ist das denn die Möglichkeit? Ab zum nächsten Elektroweidezaun, aber zackig!“</p>
<p>Der hatte nämlich Strom, da muss man aber erst mal drauf kommen! Ich dann mit dem Akkuschweißer in der einen Hand und mit den ausgefranselten Enden des kaputten Internets in der anderen, direkt voll Power in den Weidezaun hineingeschweißt und *BZZZZZZZZZZZZZZZZZ fiel ich um. Kurzschluss.<br />
Vielleicht war auch der Regen Schuld, ich weiß es nicht. Könnte sein, dass da ein Kausalzusammenhang besteht. Will ich jetzt nicht ausschließen.</p>
<p>Auf jeden Fall lag ich da und sah von oben meinen Körper da liegen. Sah irgendwie komisch aus. Meine Brüder, die von allem natürlich nichts mitbekamen. Einer sagte noch „seit die in der Stadt lebt, ist sie total verweichlicht, die muss mal wieder zurück aufs Land, ist ja schon peinlich mit ihr..“. Ich wollte noch rufen <em>Du Idiot, ich bin vielleicht gerade ein bisschen fast so gut wie tot!</em> Aber ich hatte ja keine Stimme!<br />
Aber als ich so dahinschwebte, dachte ich mir <em>Nee, Nuehm, so nicht. So nicht. Einen ähnlich bescheuerten Abgang hast du dir zwar immer ausgemalt, aber so blöd auch wieder nicht. Wenn das einer in deinem Blog erfährt, bist du lebenslänglich das Gespött der Blogosphäre! BLOGOSPHÄRE!!!</em><br />
Und bei diesen erschreckenden Gedanken machte ich mich flugs wieder auf den Rückweg, schlüpfte unauffällig in meinen Körper zurück, gähnte kurz und tat dann einfach so, als wäre ich nur mal so kurz weggenickt. Es fiel auch keinem weiter auf.<br />
Im Nachhinein weiß ich auch gar nicht so genau, was da passiert ist. Vielleicht hab ich mir das auch eingebildet oder es lag an meinen drei Promille Restalkohol, aber ich schwöre es, ich hab mich selbst gesehen, also meinen Pulli hab ich gesehen, also den Ärmel. Und wenn das kein Beweis ist, dann weiß ich es auch nicht. Ich kann seitdem auch viel besser denken, viel konzentrierter und sehe Farben auch viel leuchtender und manchmal höre ich auch kleine Tiere miteinander sprechen, aber nur wenn ich mich konzentriere. Also bitte, ist das Beweis genug? Ja. Sehen Sie.</p>
<p>Stillschweigend haben wir dann das Internet repariert. Ich habe aber alle gewarnt, sie müssten höllisch aufpassen, da es an der Stelle nur 3 Millimeter dünn wäre, quasi so dünn wie 'ne Nylonstrumpfhose und was die aushalten, ist ja bekannt. Nicht, dass da einige Idioten mit ihren Jesuslatschen dran hängen bleiben oder gerade an der Stelle ihren Grill aufschlagen wollen. Nein. Verboten!</p>
<p>Und deshalb, wenn jetzt einige gedacht haben, HAHA! HOHO! Wenn Anna ins Saarland fährt, hat sie immer Internet und keine Ausrede mehr, dass sie nicht bloggen kann, haha!, dann kann ich dazu nur sagen:<br />
So nicht, meine Herren, SO nicht! Es kann ja jederzeit kaputt gehen, da es nur an einem winzigen seidenen Faden hängt, noch dazu von mir selbst angeschweißt, haha!</p>
<p>So, und jetzt können Sie Ihre Adrenalinausschüttungen einstellen und unauffällig mit Ihrer Arbeit weitermachen. Bleiben Sie aber dran, denn es bleibt auch weiterhin unaushaltbar spannend, denn morgen oder so werde ich die aufsehenerregende Saarland-Special-Woche abschließen, wahrscheinlich mit dem Titel:</p>
<p>Saarländer, warum sind sie die tollsten Menschen auf der Welt und trotzdem so bescheiden?<br />
Untertitel: Lyoner und Grillen. Wenn die Wahrheit brutaler ist, als jedes Klischee es in seinen kühnsten Träumen nicht sein könnte.<br />
Unteruntertitel: Der Maggi. Getränk oder Lebenseinstellung?</p>
<p>Ihre Anna Nuehm</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[My Passage to the Saarland. Part II]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/09/my-passage-to-the-saarland-part-ii/</link>
<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 22:14:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/09/my-passage-to-the-saarland-part-ii/</guid>
<description><![CDATA[Once upon a time, ach, nein, stopp, falsche Sprache. Das kann schon mal passieren, wenn man so wie i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Once upon a time, ach, nein, stopp, falsche Sprache. Das kann schon mal passieren, wenn man so wie ich in allen fließenden und toten Weltsprachen zu Hause ist wie nirgendwo sonst, und man immer für eine Engländerin gehalten wird, wenn man zB. Französisch spricht oder umgekehrt.<br />
Und als formvollendeter Kosmopolit, der ständig zwischen den Ländern, ich sage nur Deutschland und Belgien, oder den Kontinenten, ich sage nur NRW und das Saarland, hin und her pendelt, träumt man auch schon mal auf indisch und lacht auf malaysisch, aber das nur so am Rande.<br />
So, jetzt aber: Nach den erschütternden Ereignissen des Vortages wollte ich einen weiteren Versuch wagen und ins Saarland vorstoßen. Diesmal wesentlich besser vorbereitet.<br />
Ich schaltete sämtliche Elektrogeräte ein, dann schaltete ich sie ab. Voll konzentriert. Ich machte Fotos von den abgeschalteten Geräten und deren lose heraushängenden Kabeln und klebte diese in ein Album ein. Das steckte ich in meine Reisetasche und verschloss sorgfältig den Reissverschluss.<br />
Dann drehte ich einen Videoclip von der nunmehr narrensicheren Wohnung, unter besonderer Betonung der Elektrogeräte und der Kabel und stellte diesen ins Netz. Was mich auf die Spur des Computers brachte, der Schlingel war also doch noch angeschaltet! Also wieder alles von vorne!<br />
Wenige Stunden später war ich schon abfahrbereit. Ich nahm den wimmernden Hund und stieg ins Auto ein. Um sicherzugehen, rief ich dann noch bei den Stadtwerken an und imitierte eine Bombendrohung, damit die das Gas und den Strom komplett abstellten. Prima, so kann ja nix passieren! Auf die Idee hätte ich mal früher kommen sollen.<br />
Dann fuhr ich los.<br />
Die weitere Fahrt verlief ohne weitere Zwischenfälle, zumindest ohne solche, die ich hier vor der ganzen Meute ausplaudern werde, weil es dann wieder heißt „Typisch Frau, zu blöd zum Tanken, oder wie.“ Nein, danke. Also ohne Zwischenfälle und schließlich bin ich dafür ja auch im ADAC.</p>
<p>Ich kam dann also an, im Saarland, es war so gegen Mitternacht.<br />
Aber das ganze Dorf war hell erleuchtet und die Menschen tanzten auf den Straßen. Zuerst war ich sehr gerührt, weil ich dachte „So viel Aufhebens, das wäre doch nicht nötig gewesen“, dann auch sehr geschmeichelt und schon wenige Sekunden später leicht größenwahnsinnig. Also hielt ich an, sprang enthusiastisch aus dem Auto, breitete die Arme aus und rief <del dateTime="2007-10-08T20:52:19+00:00">„Ich bin der König der Welt!“</del> „Kuckuck, hier bin ich!“.<br />
Aber niemand nahm Notiz von mir. Keiner.<br />
Alle liefen nur jubelnd durch die Straßen, riefen „Hurra!“, „Hallelujah“ und „Hosianna“.<br />
Schließlich ließ sich dann doch einer dazu herab mit mir zu sprechen, es war zufälligerweise noch einer meiner Brüder, was ich ihm hoch anrechne. „Na, Schwesterherz, wo biste denn wieder rumgekurvt, warste mal wieder in Spanien, oder wo?“. „Pfffff. Spanien. Paris.“<br />
Als er wieder sprechen konnte, brachte er ein gänzlich Sinnloses „Kauf dir mal 'nen Navi-hihihi“ heraus und entfernte sich, was sein Glück war. Ich rief ihm noch ein „Navi? Ich brauche keinen Navigator, mein zweiter Vorname ist Navigator!“ nach, aber das hatte er vermutlich nicht mehr gehört. Wegen der Raketen und der Kanonenböller.<br />
Das stürzte mich doch ein wenig in Sorge und ich fragte einen meiner 756 Cousins: „Sag mal, was ist hier eigentlich los? Sind wir wieder im Krieg, oder wie? Und für wen kämpfen wir dieses Mal überhaupt?“. Als Saarländer muss man das immer zuerst fragen, es könnte ja gerade sein, dass man Franzose ist, und man weiß es nicht. Also immer zuerst die Nationalitätenfrage abklären.<br />
Außerdem sind wir jetzt auch alle Hindukuschistaner und es könnte minütlich aus dieser Ecke ein Angriff losgehen.<br />
„Nee. Kein Krieg. Stell dir mal vor, wir haben jetzt Internet!! Ist das nicht toll??!!“<br />
Mein Entsetzen hätte am Hindukusch nicht größer ausfallen können: „Ihr habt was?? Ihr habt was? Ihr habt was?“ „Warum sagst du denn alles dreimal, bist wohl urlaubsreif, oder wie? Ja, wir haben Internet.“<br />
Ich zerbröselte innerlich, <a href="http://mattwagner.de/blog.htm">so wie Matt sonst immer,</a> aber dieses Mal zerbröselte ICH.<br />
Internet! Ausgerechnet! Wo ich doch aus dem <del dateTime="2007-10-08T20:52:19+00:00">vermaledeiten </del>aparten Aachen auch und gerade wegen des Internets geflüchtet war! Das Internet, das mir schon 50.000 Mal mein kleines Herzchen gebrochen hatte, das Internet, in dem ich in den letzten Tagen mit Schmach und üblen Worten überschüttet worden war, <a href="http://annanuehm.wordpress.com/2007/09/10/geballte-internetweisheiten-oder-was-sie-schon-immer-uber-das-internet-wissen-wollten-und-sich-nie-zu-fragen-trauten/">das Internet, in dem sich immer nur die gleichen drei Leute aufhalten.</a><br />
Aber wer? Wer? Wer?<br />
Ja. Es reichte. Es war einfach genug mit diesem Internet!<br />
Es verfolgte mich geradezu!<br />
Es hatte mich auch hier eingeholt und lauerte bereits auf mich, als ich ahnungslos um die Ecke ge<a href="http://erdgeschossrechts.myblog.de/">schoss</a>en kam, mit meinem unschuldigen, kleinen Auto. Und meinem Hund. Einem winselnden Hund sogar, das muss man sich mal vorstellen!<br />
Und so nahm das sehr verhängnisvolle Verhängnis seinen Lauf...</p>
<p>Lesen Sie auch morgen oder so weiter, wenn es heißt:<br />
Internet oder Nuehm. Nur einer kann gewinnen. Aber wer?<br />
Untertitel: Der Stromschlag.<br />
Unteruntertitel: Bin ich immer noch ich oder jetzt jemand anders?</p>
<p>Na, das nenne ich jetzt mal einen Kliffhänger, oder?!<br />
Ihre Anna Nuehm</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Paris liegt nicht im Saarland. Part I]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/07/paris-liegt-nicht-im-saarland/</link>
<pubDate>Sun, 07 Oct 2007 21:13:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/07/paris-liegt-nicht-im-saarland/</guid>
<description><![CDATA[Ich bin wieder da!
Kaum aus dem Urlaub zurück, schon bin ich wieder in treuen und unermüdlichen Di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin wieder da!<br />
Kaum aus dem Urlaub zurück, schon bin ich wieder in treuen und unermüdlichen Diensten für meine Leser tätig, ist das nicht toll!? Keine Angst, das war eine rein rhetorische Frage.</p>
<p>Kurz eine Zusammenfassung der ungeheuer spannenden Abläufe meiner Fahrt ins strom- und internetlose, aber vielleicht gerade deshalb so idyllische Saarland:<br />
Alles lief wie am Schnürchen, die Koffer gepackt, den Hund ein und los ging’s. Kaum war ich aber 50 km gefahren, plagte mich die bohrende Frage:<br />
"Habe ich eigentlich die Kaffeemaschine ausgeschaltet?"<br />
Ich versuchte die Geschehnisse der letzten Stunden zu Hause zu rekonstruieren: Packen, Kaffee trinken, alles lag klar wie Schnee auf der Zugspitze vor meinem inneren Auge, nur als ich zu der Stelle mit der Kaffeemaschine kam, setzte es aus!<br />
Diese mentale und konzentrationsmäßige Überfixierung meiner beiden Gehirnhälften führte leider flugs zu einem Totalausfall meines ansonsten<em> blendenden</em> Ortsgedächtnisses und meines überdurchschnittlichen Orientierungssinns, der nicht allein durch Tausende von Fahrten ins Saarland gestählter ist, als meine blankpolierten Autofelgen es jemals sein könnten, denn sie sind aus Aluminium.<br />
Ich beherrsche die Strecke Aachen-Saarland praktisch im Schlaf und durchfuhr auch an Weihnachten letzten Jahres blindlings die haushohen, belgischen Schneeverwehungen, da ich auf's Saarland pawlowtrainiert bin wie ein Hund auf 'nen Keks und von jedem Ort der Welt aus dorthin zurückfinden würde, wie ein Zugvogel nach Afrika, also automatisch.<br />
Nur an diesem Tag nicht. Und auch nur, weil ich abgelenkt war! Sonst wäre das alles nie passiert.</p>
<p>Urplötzlich, kaum nach fünf Stunden des kurzweiligen Nachdenkens „Habe ich die Maschine ausgeschaltet? Habe ich den Knopf betätigt? War da ein rotes Leuchten an der Maschine oder nicht? Könnte es nach einer Woche des Vorsichhinschmorens eines winzigen Kaffeerestes zu einem Brand der Maschine oder der Küche kommen? Beziehungsweise der Wohnung, beziehungsweise des ganzen Hauses? Beziehungsweise von ganz Aachen? Wäre das ein Grund zurückzufahren? Oder eher nicht?“ war ich auf einmal kurz vor Paris! Unglaublich!</p>
<p>Ich trat bei Tempo 180 schwungvoll und abrupt auf die Bremse, was meinen Hintermann, der wahrscheinlich am Steuer eingeschlafen war, <del dateTime="2007-10-07T19:53:24+00:00">der blöde Penner,</del> zu einem völlig unmotivierten und hysterischen Hupkonzert bewegte. "Toll, pass doch auf, wo du hinfährst, ich kann nicht immer noch auf euch alle aufpassen“, dachte ich leicht erzürnt, während ich ihm eine unmissverständliche Handbewegung zudachte und gleichzeitig das schlingernde Auto zu bändigen versuchte, was mir auch fast komplett gelang.<br />
Auf dem Grasstreifen angelangt, der sich zum Glück als Rastplatz entpuppte und unter den misstrauischen Blicken der Passanten, steuerte ich zielstrebig einen gutaussehenden Herren an, der mir gleichzeitig kompetent erschien, griff tief in das reichhaltige Schatzkästlein meiner Fremdsprachenkenntnisse diverser Länder der Welt und sagte fließend und wohlklingend:<br />
„Hello. Who ist the rott to Saarland?“<br />
Er schaut mich fragend an und sagte „Pardon?“.<br />
Ich insistierte „Who are i?", doch anstatt mir diese wirklich sehr einfache Frage zu beantworten, lächelte er, zugegebenermaßen sehr charmant, und wiederholte nur ”Pardon?”.<br />
Leicht genervt, aber immer noch ein Ausbund an Höflichkeit, wiederholte ich:<br />
“Who the fuck is Germany? Germany, you know, douze points!” Er schaute ratlos und da ich ein weiches Herz habe und er mir angesichts seiner Unwissenheit sehr Leid tat, nahm ich ihm das Wort aus dem Mund und sagte in scherzendem Tonfall “Pardon?”.<br />
Er strahlte mich an und murmelte etwas wie "Vos yeux sont un peu bleu comme le ciel et un peu vert comme l'eau dans un lac profond."<br />
Keine Ahnung, welche seltene Sprache er da in seiner Not hervorkramte, wahrscheinlich ein osthindukuschisterner Dialekt kurz vor dem Aussterben oder zumindest von diesem bedroht, was sich zum Glück ja bald ändern wird.<br />
Ich wiederholte höflichst und abschließend nur "Fuck, ei äm lost", was soviel heißt wie "Vergelts Gott, ich mache mich dann mal auf den Weg und irgendwie komme ich schon nach Hause, aber schön, dass wir darüber gesprochen haben, vielen Dank auch, tschüss!" Aber das wissen Sie vermutlich selber.<br />
Nach kurzem Nachdenken beschloss ich dann einfach auf der Stelle zu wenden, denn logischerweise musste ich dahin, wo ich hergekommen war! Von den entgegenkommenden Autos ließ ich mich nicht irritieren, wäre ja noch schöner. Außerdem war es schon dunkel und mich kennt da sowieso keiner.</p>
<p>In Aachen wieder angelangt, hab ich dann auch gleich die Kaffeemaschine ausgeschaltet. Sie war zwar aus, aber in einem symbolischen Akt schaltete ich sie zuerst feierlich wieder an, dann wieder aus.<br />
Das sollte schließlich nicht alles umsonst gewesen sein!<br />
Den zweiten Anlauf meiner Saarlandfahrt startete ich wegen nervlicher Zerrüttung erst am folgenden Tag, außerdem weigerte sich der Hund ins Auto einzusteigen, weshalb ich ihn erst etwas <del dateTime="2007-10-07T19:53:24+00:00">betäuben</del> überreden musste.<br />
Aber insgesamt sind solch spannende Ereignisse doch erst das Salz in der Suppe eines noch viel spannenderen Urlaubs, wie ich ihn erleben durfte.</p>
<p>Bleiben Sie dran und erfahren Sie mehr, wenn es morgen oder so wieder heißt:<br />
Frau Nuehm und ihr Urlaub. Abenteuer ohne Sinn und Ziel?<br />
Untertitel: Das Saarland und ich. Eine Liebe auf sehr verschlungenen Wegen.<br />
Unteruntertitel: Die Ankunft. Ja oder Nein.<br />
Bis bald!</p>
]]></content:encoded>
</item>

</channel>
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