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	<title>fegefeuer &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/fegefeuer/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "fegefeuer"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 17:29:22 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Implicit Content]]></title>
<link>http://mistershrink.wordpress.com/?p=74</link>
<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 12:00:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>mistershrink</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wir wollen unsere Kinder vor Gewaltfilmen und Gewaltspielen schützen, vor schlimmen Wörtern und ex]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Wir wollen unsere Kinder vor Gewaltfilmen und Gewaltspielen schützen, vor schlimmen Wörtern und expliziten Inhalten. Weil die alle schuld sind. Nur die. In jedem Fall. Dabei ziehen wir unsere Kinder an, wie sie selbst ihre Barbiepuppen und quetschen jeden Erziehungsratgeber in sie hinein, welche eine populäre Blondine in den Buchladen stellt. Frei nach dem Motto: Kinder brauchen heute mehr X um Y zu werden. Und jetzt sind sie zu sehr Z. Während Eltern damit beschäftigt sind, alle diese Ratschläge umzusetzen, vergessen sie komplett, ihre Kinder zu erziehen. Oder sie sind dermassen verängstigt und verunsichert, dass sie es kaum noch wagen, ohne Rückversicherungen und Zuspruch von Schulpsychologen, Erziehungsberatern und/oder Kinderpsychologen „durchzugreifen". Einen solch beknackten Parental-Advisory-Sticker sollte man besser auf all die Glanz&#38;Gloria-Scheisse sowie die Köpfe mancher Erwachsener stanzen... wären sie es nicht selber, die dringend Rat bräuchten. Nun, vielleicht von den Kindern?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Konvivenz]]></title>
<link>http://julianerautenberg.wordpress.com/?p=44</link>
<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 23:58:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>julianerautenberg</dc:creator>
<guid>http://julianerautenberg.wordpress.com/?p=44</guid>
<description><![CDATA[Da alle Religionsstifter nur Menschen waren, haben  sie ein dementsprechend widersprüchliches Leben]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:0;">Da alle Religionsstifter nur Menschen waren, haben  sie ein dementsprechend widersprüchliches Leben gelebt, waren mit Schwächen und Fehlern behaftet und ihrer eigenen Not gefangen. Sie waren liebevoll, wütend, kämpferisch und versöhnend und voller Verzweiflung, angesichts der Ungerechtigkeit und des Elends in der Welt, die ein jeder zu ertragen hat. Eine Welt mit uns und durch uns, voller Unverständnis, voller Verwirrung, Leiden und Leidenschaft, aber auch voll von Liebe und Hingabe.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Angst vor dem Tod trieb so manchen Menschen in den Wahn, unerträglich schien die Ungewissheit, der mögliche Sturz ins Leere hinein. Nur die Worte der weisen Männer und Frauen schafften es, die Sinnlosigkeit zu überbrücken. Geschriebene und gesprochene Geborgenheit und Beistand, aber auch eine Fülle an Grausamkeiten liegen in den Heiligen Schriften und somit alle Missverständnisse, weil wir von den Worten  Eindeutigkeit verlangen. Unsere Erkenntnis ist jedoch nur geprägt durch das, was wir verstehen können, wir sehen und begreifen mit weltlichen Augen und Verstand. Schwer zu fassen sind die Bedeutungen, die immer auch ihr Gegenteil enthalten können. Ein Gott ist nicht verfügbar, seine Schriften nicht vollkommen einsichtig und so vielschichtig wie alles, was uns umgibt und was wir in uns tragen. Mag es Gottes Wort sein, wer sind wir, dass wir meinen, es wirklich verstehen zu denken.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ein Gott kann kann alles und nichts sein, einer und mehrere, ein Sohn, eine Tochter, ein Tier, ein Ding. Es ist sein Geheimnis, das nichts von uns verlangt. Nie war ein Opfer für die Erlösung nötig, wir haben es als ein solches begriffen, es war unsere Entscheidung, aus Schuld und Sehnsucht geboren. Die Gottesfurcht ist im Grunde die Furcht vor uns selbst und die Hölle ein Fegefeuer unserer eigenen Überzeugungen. Es gibt keine Ungläubigen, auch wer nicht an eine höhere Struktur glaubt, glaubt letztendlich auch daran. Wer darf jemanden verurteilen für etwas, das außerhalb unseres Erfassens liegt und auch das, was innerhalb liegt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wenn wir unseren Geist  wirklich nutzen, brauchen wir keine Angst zu haben. Wir müssen auch keine jenseitige Strafe für unsere Irrtümer erleiden, kein Jüngstes Gericht wird uns ahnden. Für jeden gibt es Hoffnung, jeder wird Gnade erfahren, was auch immer er getan hat. Das mag ungerecht erscheinen, weil wir meinen, dass es einen Lohn oder einen Tadel für unser Handeln geben muss. Hass und Verbrechen sind kein Richtmaß, sie werden wie alles andere nicht mit Zorn beantwortet, denn es existiert ein zeitloses Vergeben.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Trauer über Verlust und Schmerz bleibt bestehen, auch die Frage nach dem Sinn. Den Propheten war dieser Abgrund genauso bewusst wie ihre eigene diesseitige Endlichkeit, so auch die Begrenztheit unserer Interpretation ihrer Sätze. Diese Tragik ist dem menschlichem Dasein in seiner Entlassung in die Freiheit innewohnend und auch durch jeglichen Glauben nicht zu überwinden. Wir sterben vielleicht auch deshalb, um zu lernen uns selbst und anderen verzeihen zu können, in die Ewigkeit hinein.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Als Geschenk haben wir die unterschiedlichen Formen der Glaubens erhalten, für eine jeweilige Orientierung, um einander zu respektieren und Anknüpfungspunkte zu finden. Der gemeinsame Dialog ist der Weg in die Freude der Verständigung, ein Gespräch von Gewissheit zu Gewissheit, eine Differenz, die nicht aufzulösen ist. Es bleiben durch unsere Identifikation mit den Mythen nebeneinander stehende Polaritäten. Es steht uns nicht zu, diese Verschiedenheiten zu vereinheitlichen, wir sollten sie miteinander feiern.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Überschneidungen aller Lehren führen jedoch zu einer Kernaussage. Das Gebot der Liebe und der Selbstachtung. Mit diesem Vertrauen sind wir ausgestattet und der Begabung, uns selbst Regeln zu geben, jedes Menschenleben als schützenswert zu betrachten und zwar immer ganz konkret. Ein Wunschtraum, eine Utopie und eine Religion sind nur maßgebend, wenn sie jedem Menschen seine Andersartigkeit mit Friedfertigkeit zugestehen, ihn mit Würde akzeptieren und sich nicht einer bestimmend über den anderen stellt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wir müssen uns auf uns selbst verlassen können, dann sind wir nicht verlassen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Alle Gewalt kann enden, wir sind dafür beseelt, das zu erreichen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Intoleranz gegenüber Intoleranten]]></title>
<link>http://mistershrink.wordpress.com/?p=63</link>
<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 17:07:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>mistershrink</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Auf die Frage hin, was denn mich bei anderen Menschen am meisten störe, ertappte ich mich dabei, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://mistershrink.files.wordpress.com/2008/06/widerspruch1.gif"></a></p>
<p style="text-align:justify;">Auf die Frage hin, was denn mich bei anderen Menschen am meisten störe, ertappte ich mich dabei, wie ich einfältig und unbescheiden folgende Charaktereigenschaft zum Besten gab: „Intoleranz". Furztrocken und bestimmt schoss es aus meinem Mund. Dass ich dabei aber völlig unbeachtet liess, dass sich das in sich widerspricht, fiel mir erst auf dem Heimweg ein. Ich bin intolerant gegenüber den Intoleranten. Natürlich ist das spitzfindig, aber es wirft trotzdem Fragen auf.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fitter. Happier. More Productive.]]></title>
<link>http://mistershrink.wordpress.com/?p=48</link>
<pubDate>Fri, 30 May 2008 08:27:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>mistershrink</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Da schwebe ich wieder einmal, in meiner Gewitterwolke. Flüchte vor Gleichgültigkeit und Belanglos]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" src="http://mistershrink.files.wordpress.com/2008/05/gewitterwolke.jpg" alt="" /></p>
<p style="text-align:justify;">Da schwebe ich wieder einmal, in meiner Gewitterwolke. Flüchte vor Gleichgültigkeit und Belanglosigkeit sowie dem Gefühl, die ganze Welt gehe bald vor die Hunde. Ich hasse Hunde. So etwas sagt man aber besser nicht. Man sagt besser: Ich hasse Spinnen. Denn Spinnen hasst fast jeder. Wer Hunde hasst, ist nicht tierlieb. Belanglosigkeit wiederum ist geistiger Fast-Food und der schmeckt für manche zwischendurch. Andere scheinen davon zu leben. Aber egal. Da schwebe ich also und gebe einen Scheiss darauf, aus welcher Himmelsrichtung die Winde kommen. Wer kennt es nicht, dieses pubertäre Gefühl, man sei der verfluchte Mittelpunkt der Erde? Dabei bin ich soweit von dieser Ansicht entfernt, wie China von der Einhaltung von Menschenrechten. Ich habe aber mittlerweile verstanden. Bei mir fanden die olympischen Spiele des Nichtverstehens von Ungerechtigkeit vor 7 Jahren statt. Heute ist Zehnkampf des Verdrängens angesagt. Abgestumpft und desillusioniert, beschäftigt mit den eigenen Perspektiven. Die <a href="http://mistershrink.wordpress.com/2008/04/24/ist-dir-bewusst-wie-schlecht-dein-gewissen-ist/">gefühlte Verantwortlichkeit</a> dient nur noch dazu, sein Gewissen zu beruhigen. Früher waren das noch Prinzipien und Überzeugungen. Früher wollte man die Welt verändern, jetzt verändert die Welt einen selbst. Assimilation und Akkommodation. Aber auch egal. Andere flüchten sich in einen unsinnigen Glauben, falsche Esoterik oder sonst eine irreführende Spiritualität. „Wir heißen also einen Glauben eine Illusion, wenn sich in seiner Motivierung die Wunscherfüllung vordrängt", sagte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Freud">jemand</a>, dessen Theorie mich völlig kalt lässt. Sein Zitat hingegen lässt mich nicht kalt. Ich begrabe meine Illusionen und lasse sie ab, wie ein Sommergewitter - werde leichter und steige. Mein derzeitiges Gefühl: Zufriedenheit. Und das wiederum stimmt mich nachdenklich.</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><strong>"Sleeping well/ No bad dreams/ No paranoia/ Careful to all animals/ Never washing spiders down the plughole"</strong></p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Agoraphobie, anyone?]]></title>
<link>http://mistershrink.wordpress.com/?p=44</link>
<pubDate>Wed, 28 May 2008 14:21:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>mistershrink</dc:creator>
<guid>http://mistershrink.wordpress.com/?p=44</guid>
<description><![CDATA[
Wir wissen es alle spätestens seit „Bowling For Columbine&#8221;. Wer Ängste zu einem Wert mach]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><img src="http://mistershrink.files.wordpress.com/2008/05/agoraphobie1.jpg" alt="" /></p>
<p style="text-align:justify;">Wir wissen es alle spätestens seit „Bowling For Columbine". Wer Ängste zu einem Wert macht, setzt Dinge durch. Knallt dafür aber auch etwas öfter seinen Nachbarn ab. Die hiesige <a href="http://www.svp.ch/">SVP</a> hat dieses Konzept schon längst entdeckt. Politik und Angst fliessen aber allgemein gut ineinander, bei Themen wie dem Umgang mit <a href="http://www.einbuergerungen.ch/">Ausländern</a>, Passivrauchen, Einsatz bzw. Aufrechterhaltung von Militär und so weiter.</p>
<p style="text-align:justify;">Angst ist jedoch auch Verkaufsargument. Siehe z.B. Werbungen für Velohelme oder Sonnencreme. Geht man in die Ferien, vor allem in eine grössere Stadt, warnen sie vor Diebstahl und Raub. Selbst an jedem Flughafen, an jedem Bahnhof. Natürlich, das ist alles primäre bzw. universelle Prävention, Gesundheitsförderung oder wie man es auch immer nennen mag. Nur wird unsere Umwelt permanent als etwas Bedrohliches, Gefährliches und potentiell Schädigendes dargestellt. Wer sich da noch guten Mutes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agoraphobie">aus dem Haus traut</a>, der muss wohl entweder emotionale Befindlichkeitsstörungen oder präsuizidale Symptome haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Kindern wird mittlerweile so viel verboten, dass sie ja fast zwangsläufig Angststörungen entwickeln müssen. Wer aber seinem Kind erlaubt, mit Fremden zu sprechen, ist auch gleich misstrauisch vom Jugendamt zu überwachen und Kinder, welche im Sandkasten etwas Sand verschlucken, hat man in die Notaufnahme zu bringen und gegen Tollwut zu impfen. Am besten, man schützt sie vor jeglichem Kontakt mit anderen Menschen und lässt sie gar nicht erst mehr in Sandkästen spielen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><strong>"And your vision is clear/ While you blind your own kind/ Behind a curtain of fear"</strong></p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vom Austrinken und Nachschenken]]></title>
<link>http://mistershrink.wordpress.com/?p=31</link>
<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 10:54:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>mistershrink</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Wieso meinen Optimisten eigentlich immer, ihre gottverdammte Weltanschauung sei so viel besser, als]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" src="http://mistershrink.files.wordpress.com/2008/04/pessimismus.jpg" alt="" width="200" height="200" /></p>
<p style="text-align:justify;">Wieso meinen Optimisten eigentlich immer, ihre gottverdammte Weltanschauung sei so viel besser, als die der Pessimisten? Wer will schon diese dauerblühenden Blümchen um sich, welche dir permanent in den Ohren liegen, wie schön doch alles ist und wie gut schon alles kommen wird? Okay, sie leben länger - mal abgesehen von den Idioten, die den Krokodilen in den Rachen klettern, während diese schlafen (kleiner Tipp: Metapher!). Schere-Stein-Papier funktioniert in der Natur nun mal so: Adrenalin schlägt Cortisol. Cortisol schlägt den Organismus. Soweit alles klar also.</p>
<p style="text-align:justify;">Reduziert man aber die Weltanschauung auf halbvolle und halbleere Gläser, dann könnte man sie auch auf Austrinken und Nachschenken reduzieren. Das hat jedoch nichts mit diesem heuchlerischen Mittelweg zu tun und auch nichts mit Kompromiss, sondern etwas mit Durst. Nicht aber mit dem physiologischen. Das soll schliesslich kein Loblied auf den Alkoholismus werden (man muss es ja hier explizit erwähnen, denke ich).</p>
<p style="text-align:justify;">Darüber lohnt es sich nachzudenken. Aber das mit dem Nachdenken ist so eine Sache. Tut man es zu wenig, liest man nur noch die Schlagzeilen und schaut MTV. Tut man es zu viel... ja wie ist denn das, wenn man es zu viel tut? Richtig. Es wird immer schwieriger, viel nachzudenken und trotzdem optimistisch zu bleiben. Das kann nicht <a href="http://mistershrink.wordpress.com/2008/04/17/vogelgrippe-rinderwahn-und-der-innere-schweinehund-its-evolution-baby/">adaptiv</a> sein.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Adaptiv ist, sich zu belügen: </strong>Ich werde meine Extremsportart überleben, ich bin hübscher als die Anderen, es gibt einen Gott, es wird alles gut kommen,... etc etc... Der Umkehrschluss ist simpel: Optimisten belügen sich und leben dadurch länger (oder besser). Mit realistischem Denken hat das jedoch gar nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Darum schenke ich lieber nach und trinke wieder aus und schenke wieder nach und trinke wieder aus und...</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><strong>„Instincts are misleading/ You shouldn't think what you're feeling"</strong></p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vogelgrippe, Rinderwahn und der innere Schweinehund - It's Evolution, Baby]]></title>
<link>http://mistershrink.wordpress.com/?p=29</link>
<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 20:34:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>mistershrink</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Wir sind doch bloss Tiere, Mensch. Oha, was für ein Wortspiel. Aber jetzt mal im Ernst: Was unters]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><img style="border:black 1px solid;" src="http://mistershrink.files.wordpress.com/2008/04/huh3.jpg" alt="" width="200" height="204" /></p>
<p style="text-align:justify;">Wir sind doch bloss Tiere, Mensch. Oha, was für ein Wortspiel. Aber jetzt mal im Ernst: Was unterscheidet uns vom Affen? Dass wir Hemmungen haben? Na ja, vielleicht <a href="http://www.manimatter.ch/index2.cfm">Mani</a>. Aber grundsätzlich sind wir nur die überentwickelte Form dessen, was wir als Haustiere halten. Immer mit dem arroganten Hintergedanken, etwas Besseres zu sein. Gottes beste Rasse. Ist schon lustig, wenn man bedenkt, dass wir alle vom gleichen Urmenschen abstammen und es gar keine „Rassen" gibt. Wirklich, genetisch betrachtet gibt es so etwas wie Schwarze, Chinesen und Christen nicht. Wir Schweizer sind im Prinzip nur weisse Schwarze, wenn man den Ursprung berücksichtigt. Was wohl der Adolf zu diesem Gedanken gesagt bzw. geschrieen hätte? *schauder*</p>
<p style="text-align:justify;">Müssen wir denn ernsthaft darüber diskutieren, ob man jetzt die Schöpfungsgeschichte lehrt oder die Evolutionstheorie? In manchen Teilen dieser Erde verhungern alle und wir fressen uns die Bäuche dick - „Survival Of The Fittest" in Reinkultur. Auch wenn das niemand hören will und man so etwas nicht sagen darf, ohne strenge Blicke zu kassieren. Und diejenigen, welche verhungern, sind dann erst recht noch die besseren „Christen". Die Auswüchse unserer Esskultur machen uns ja kränker als das Fleisch selber, welches wir für verseucht halten. Als würden Creutzfeld und Jakob auf den Berg Sinai raufkrabbeln und dort anstatt der zehn Gebote die Speisekarte von McDonalds in Stein meisseln, mit Rindfleisch aus dem UK und Chicken Nuggets aus chinesischen Hühnern.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich bin kein Vegetarier, nein. Weshalb sollte ich es sein, wenn wir hier Schweine besser behandeln als die Natur als Ganzes und die Menschen in Ländern, welche Lebenserwartungen von ca. 18 Jahren haben (siehe Botswana)? Ich bin ja schon glücklich, wenn ich das Rauchen aufgeben kann und nicht mehr soviel kampftrinke. Obwohl bei uns damals kampftrinken noch solange ging, bis jemand kotzen musste und dann war gut. Heute geht es solange, bis jemand komatös im Krankenhaus liegt (ja ja... ist ja gut, du ausgelutschtes Thema). Herz(verfettung), was willst du mehr? Die Flüssigkeitszufuhr am Samstagabend dient jedenfalls nicht dem Löschen von Durst. Aber hallo, Mani: Wir wären wieder bei den Hemmungen. Denn die unterscheiden uns vom Affen. Und um Hemmungen abzubauen, trinken wir uns Mut an. Oder man trinkt, um sich zu entspannen, die Kollegen zu beeindrucken oder die Frauen. Erklär das mal jemandem, der für sein Wasser 10 Km laufen muss. Und hat man sich zuviel Mut angetrunken, kommt der innere Schweinehund zum Vorschein. Jedenfalls bei denen, welche noch <em>zu</em> sehr mit den Affen verwandt sind. Dann kommt mir das menschliche Wesen gar nicht mehr so überlegen und spirituell vor, wie wir das gerne hätten. Oder mal ehrlich, hat jemand von euch besoffen schon mal ausgesehen wie Gottes Ebenbild?</p>
<p style="text-align:justify;">Was Männer betrifft, scheint es eher so zu sein, dass mit jeder Promille der Rinderwahn etwas grösser wird. Nämlich dann, wenn der Stier am liebsten jede Kuh besteigen möchte - ich finde das ja okay, wenn Menschen am Wochenende auf die Jagd nach Sex gehen. Jedoch finde ich es seltsam, wenn Menschen mit dem Vorsatz an eine Party gehen, endlich wieder einmal flach gelegt zu werden und dann morgens um 4.00 Uhr - nach erfolgloser Suche - einfach das besoffenste Exemplar mit nach Hause nehmen, weil es wahrscheinlich das Einzige ist, welches jetzt noch will (wohl aber nicht mehr kann). Alles schon erlebt. Da mache ich mir halt schon so meine Gedanken.</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><strong>"I'm ahead/ I'm a man/ I'm the first mammal to wear pants/ I'm at peace/ With my lust/ I can kill 'cause in God I trust/ It's evolution, baby."</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;"> <span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/FS69fuCOhTM'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/FS69fuCOhTM&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Tamara und das Fegefeuer oder Der ÖPNV in Schleswig-Holstein]]></title>
<link>http://unwort.wordpress.com/?p=186</link>
<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 19:52:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Basti</dc:creator>
<guid>http://unwort.wordpress.com/?p=186</guid>
<description><![CDATA[Sie denken bestimmt, dass Schleswig-Holstein ein kleines Land ist.
Das ist zwar auch korrekt, wenn m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sie denken bestimmt, dass Schleswig-Holstein ein kleines Land ist.</p>
<p>Das ist zwar auch korrekt, wenn man es mit Mali oder der Ukraine vergleicht. Das Reisen, liebe Leser, ist allerdings in Schleswig-Holstein genau so interessant, herausfordernd und zeitraubend wie in den beiden eben genannten Ländern. Es ist jedoch deutlich teurer als dort.</p>
<p>In Schleswig-Holstein gibt es zwar Bahnstrecken, die sogar schon teilweise elektrifiziert sind. Diese verlaufen jedoch in der Regel nur von Nord nach Süd (oder auch andersherum, denn ob man damals mit dem Bau im Norden oder im Süden angefangen hat, weiß ich gerade nicht). Wenn Sie also beispielsweise von Heide (Westküste) nach Lübeck (Ostküste) fahren wollen, müssen Sie in den Zug nach Hamburg-Altona steigen, dort mittels S-Bahn zu einem anderen Bahnhof fahren, um von dort aus dann mit dem Zug nach Lübeck zu gelangen. Das dauert ziemlich genau drei Stunden. Mit dem Auto braucht man zwei Stunden. Wie teuer eine Bahnfahrt von Heide nach Lübeck ist, verrät mir die Homepage der Bahn lieber gar nicht erst. Schätzwert: 25 Euro.</p>
<p>Nun habe ich ja kein Auto, bin also bei meinen gelegentlichen Trips in den östlichen Teil Schleswig-Holsteins auf die Bahn angewiesen. So kam es, dass ich neulich nach Lübeck wollte, da ein freundliches, weil weibliches Wesen die Traute hatte, mich zu ihrer Feier einzuladen.</p>
<p>Am Bahnsteig wurde ich diesmal nicht <a href="../2007/11/13/vielen-dank-dass-sie-versucht-haben-mit-der-deutschen-bahn-zu-reisen/" target="_blank">von freundlichen Mitfahrersuchern überfallen</a>. Das passiert seit einigen Wochen sowieso nicht mehr – man muss fast Angst haben, dass die Bahn die alle hat wegsperren lassen?! Schäuble lässt grüßen. Aber der fährt ja nicht mit der Bahn, sondern rollert selbst…</p>
<p>Aufgehalten wurde ich trotzdem: Von zwei Mitbürgern mit türkischem Migrationshintergrund (ja, politisch korrekt sein bedeutet halt mehr Schreibarbeit!), die sich partout nicht mit dem Fahrkartenautomaten verstanden. Ich als guter Deutscher wollte natürlich helfen. Problem war nur: Der Automat hatte tatsächlich gerade mal überhaupt keine Lust, Tickets nach Bad Schrammelsheim oder so zu verkaufen. Überall sonst durften sie hin, aber nicht dahin, wo sie hinwollten. Da mussten sie notgedrungen ohne Ticket in den Zug steigen.</p>
<p>Man möge sich die folgende Szene vorstellen: Sie werden dem freundlichen Kontrolleur sagen, dass der Automat ein ungehobelter Flegel war und ihnen keine Tickets verkaufen wollte.</p>
<p>Und jetzt stellen Sie sich mal die Frage: Was würde Jesus tun Wären <em>Sie </em>der Kontrolleur/die Kontrolleuse, würden <em>Sie </em>den beiden glauben?</p>
<p>Sie sehen, auch im Zug geht es um den Glauben.</p>
<p>Zu diesem Thema wollte ich allerdings gar nicht hin…</p>
<p>Ich bin jedenfalls mit der Bahn auch tatsächlich (mit Ticket) am niegelnagelneu renovierten Lübecker Hauptbahnhof angekommen (im Abteil wurde ich leicht irritiert durch ein dickes rothaariges Kind, das geschätzte zehn Mal im Großraumwagen hin- und herlief).</p>
<p>Ich stieg in Lübeck in den Bus. Liebe Leser, die bald nach Lübeck fahren: Achten Sie im Bus bloß auf die warme, samtene Stimme, nennen wir sie Tamara, die leicht und locker die Bushaltestellen verkündet. Am hingebungsvollsten haucht Tamara “Verwaltungszentrum Mühlentor”. Wenn man das hört, ist man versucht, an ein gerade neu errichtetes Gebäude zu denken, geplant von einem Schweizer Starachitekten, das wegen einhundertachtzig Millionen Tonnen verbauten Glases von Licht nur so durchflutet ist… im Innern gibt es ein Schwimmbad für die Angestellten, in dem man die Möglichkeit hat, sich unter echten Palmen mit Tamara im Sand zu wühlen und-</p>
<p>Natürlich sieht die Realität anders aus. Das Verwaltungszentrum Mühlentor ist ein graubrauner Zweck-Plattenbau mit grünen Fenstern, der schon stinkt, wenn man nur daran vorbeifährt. Der Gast merkt: Hier in Lübeck liegen Schein und Sein dicht beieinander.</p>
<p>Sowieso sollte Lübeck den Preis für die beklopptesten Namen bekommen. Der Stadtteil “Buntekuh” geht ja noch, und auch die “Fackenburger Allee” findet man nur dann anstößig, wenn man wirklich will. Bei der „Kücknitzer Scheide“ muss man schon sehr ignorant sein, um nichts Verwerfliches daran zu finden und spätestens bei der „Dummersdorfer Scheide“ sollte einem klar sein, dass Lübeck eine augenscheinlich genitallastige Stadt ist.</p>
<p>Bei “Stockelsdorf” denkt man an Herden von Huren mit hohen Absätzen, beim pittoresken “Kaninchenbergweg” eher an flauschige Löffler unten am Fluss. Die Bushaltestelle “Fegefeuer” jedoch ist für jeden gläubigen Christ ein wahres Martyrium. Stellen Sie sich mal vor, wie Tamara fröhlich aus den Boxen flötet: “Nächste Haltestelle: Fegefeuer!” Da springt doch normalerweise ein jeder auf, um sofort und möglichst eindringlich zu Gott oder sonst wem zu beten, auf dass der Bus am Fegefeuer vorbeifahre!</p>
<p>Um diese und vergleichbare Szenen zu erleben und auch wegen der einfallsreichen Namen ist Lübeck also eine Reise wert, liebe Leser. Nur nutzen Sie vielleicht einfach ein anderes Verkehrsmittel als die Bahn. Notfalls gehen Sie halt zu Fuß.</p>
<p>Unwort des Tages: Fackenburg.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die 7 brandneuen Todsünden]]></title>
<link>http://lexxtheduckzone.wordpress.com/?p=36</link>
<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 14:26:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>lexxtheduckzone</dc:creator>
<guid>http://lexxtheduckzone.wordpress.com/?p=36</guid>
<description><![CDATA[1. Handel und Konsum von Drogen
2. Missbrauch von Kindern und Jugendlichen
3. Umweltverschmutzung
4.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>1. Handel und Konsum von Drogen</p>
<p>2. Missbrauch von Kindern und Jugendlichen</p>
<p>3. Umweltverschmutzung</p>
<p>4. Abtreibung, weil sie „Würde und Rechte der Frauen verletzt"</p>
<p>5. Genmanipulationen</p>
<p>6. Profitgier, die andere Menschen in die Armut treibt</p>
<p>7. Exzessiver Reichtum.</p>
<p>Hab ich frisch über den Ticker bekommen. Und ich wäre ja nicht ich, wenn ich dazu keinen Senf dazuzusteuern hätte.<br />
Handeln wir also mal alle Punkte der Reihe nach ab.</p>
<p>1.) Der Handel von Drogen ist eine Sache, die man nur seltenst gutheißen kann. In den meisten Fällen jedoch sind Dealer profitgierige Schmiersäcke die (unter Umständen auch mit ein wenig Druck von Oben) armen Süchtigen ihr ohnehin kaum vorhandenes Geld aus den Rippen leiern.<br />
Beim Konsum von Drogen ist das ganze wieder was anderes. Da ich ja aus einer heidnischen Ecke komme kenne ich Menschen, die ihre speziellen Erfahrungen unter Drogeneinfluss gemacht haben. Diese Drogen waren dann allerdings keine Modeerscheinung sondern eine bunte Mischung aus Omas Hexenhäusche, die zwar nicht weniger gefährlich ist, aber aus anderen Gründen genommen wird als beispielsweise Koks oder Heroin. Ich persönlich unterscheide zwischen experimentellen Drogen und Mode/Elendsdrogen. Ich rate jedoch allen, sich selbst ein Bild zu machen, Literatur zu Rate zu ziehen und sich einfach zu informieren. Es ist egal, welche Drogen man warum nimmt, man begibt sich immer in Gefahr.<br />
Prädikat: Todsünde? Nee. Meiner Meinung nach nicht. Zu standpunktabhängig.</p>
<p>2)Vollste Zustimmung. Braucht man nicht zu diskutieren drüber.<br />
Prädikat: Sinnvoll.</p>
<p>3)Umweltverschmutzung ist genauso sinnentleert wie Missbrauch. Auch hier ein Daumen nach oben.</p>
<p>4) Im Fall der Abtreibung gibt es für meinen Geschmack auch wieder zu viele Facetten und zu viele Gründe.  Abtreibung als Verhütungsmethode ist einfach indiskutabel. Die Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung nicht abbrechen zu dürfen, oder im Fall einer Risikoschwangerschaft, also bei bestehender Gefahr für das Leben der Mutter, keinen Abbruch vornehmen zu dürfen, ist ebenfalls grenzwertig und greift mir zu weit in meinen persönlichen Bestimmungsbereich ein.</p>
<p>5) Genmanipulation ist eine Art Büchse der Pandora. Wenn wir Gen-Getreide anpflanzen und dieses sich mit dem unbehandelten Getreide fortpflanzt, dann haben wir ein Problem, sobald herauskommt dass Gen-Food ungesund ist. Die Langzeitfolgen der Ernährung mit Gen-Lebensmitteln sind mir einfach noch zu unerforscht. Genmanipulation zu nutzen um Seuchen wie AIDS ein für alle mal außer Kraft zu setzen wäre eine gute Sache. Gene zu manipulieren um Diabetes und Krebs zu verhindern auch. Aber irgendwann kommt man in die moralische Zwickmühle, dass man jedem helfen muss, was einfach unglaublich aufwändig und teuer werden wird. Und auch hier weiß man nicht, was es zur Folge hat, nur ein einziges Gen auszuknipsen.<br />
Prädikat: Ich bin gegen Genmanipulation. Ich bin allerdings FÜR  die Erforschung.</p>
<p>6) Könnte man so stehen lassen, als Alltagsgesetz, wie z.B. bei dem Dealer aus Beispiel 1. Das Problem ist nunmal, dass es in einer Gesellschaft eben Arm und Reich gibt. Punkt aus Ende. Es ist Utopie, zu fordern dass alle irgendwann mal genug haben um völlig glücklich und zufrieden zu leben um sich zu leisten was man sich wünscht. Sich im kleinen auf andererleuts Kosten zu bereichern ist falsch.<br />
Prädikat: Solange das nicht in utopischen Paradiesquatsch ausartet: Sinnvoll.</p>
<p>7) Exzessiver Reichtum ist... befremdlich, zumindest für mich. Ich brauche keine goldenen Wasserhähne, ich brauche kein Toilettenpapier aus Seide, ich brauche auch keinen PC mit Internet. Luxus ist auch wieder Standpunktabhängig. Jemand aus einer armen afrikanischen Region wird mein durschnittlich begütertes Leben (mit Krankenversicherung, Internet und fließend Wasser) durchaus für Luxus halten, während Menschen mit zehnstelligen Monatseinkommen sich in meiner Situation bestimmt äußerst ... unwohl... fühlen würden. Luxus ist okay, wenn man nicht den Blick aufs Wesentliche verliert. Der Mensch braucht das Gefühl, sich selbst belohnt zu haben.</p>
<p>So, nachdem ich die einzelnen Punkte abgehandelt habe, frage ich mich, wieso sie die alten Todsünden nicht beibehalten haben. Ich denke die Kirche möchte mit der Zeit gehen, fällt mir dazu ein. Und ich denke, die katholische Kirche sieht ihre Felle wegschwimmen, denn ich habe in einem Artikel gelesen dass 60% der Katholiken in Italien nicht mehr zur Beichte gehen.  Neuerungen passen immer dann am besten, wenn man grade ein wenig ins schwimmen gerät.</p>
<p>Brauchen wir als Masse denn neue Todsünden überhaupt?</p>
<p>Die Wenigsten glauben noch an das Fegefeuer und das ewige Schmoren in der Hölle entlockt uns ja nur noch ein verschmitztes Schmunzeln weil wir ja alle unsere Sündenleichen im Keller haben. Allem voran haben wir ja Spaß am Sex, und das war ja vor ein paar Jahren mindestens Sünde.</p>
<p>Ich bin eher der Meinung, dass man sich mit einem so starken und dramatischen Begriff wie "Todsünde" ins Lächerliche zu ziehen droht. Todsünden kommen aus dem und gehören ins Mittelalter, als man mit Nadelproben noch aussagekräftige Ergebnisse erzielen konnte. Wir sind zu fortschrittlich für so eine Dämonisierung. Und dafür sind die Ansätze, die da gemacht werden, einfach zu gut, als dass man sie in die christlichverklärte Spinnerecke stellen sollte.</p>
<p>Lehrt endlich Werte und keine Sündenkataloge und Gebote zum Auswendiglernen. Nur wer das richtige Handwerkszeug mit auf den Weg bekommt kommt nachher von selber drauf dass Mord, Drogen, Hass und Co einfach nicht der richtige Weg sein können.</p>
<p>Und dabei ist es auch egal ob der richtige Weg nun Buddhismus, Christentum oder Celtoi heißt. Hauptsache man tickt sauber in der Birne.</p>
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<title><![CDATA[Ablassbriefe- der schnelle Weg aus dem Fegefeuer]]></title>
<link>http://papilias.wordpress.com/?p=110</link>
<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 14:23:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>papilias</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die katholische Kirche hatte im Mittelalter einen großen Einfluss auf die Menschen. Sünden, unmora]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die katholische Kirche hatte im Mittelalter einen großen Einfluss auf die Menschen. Sünden, unmoralisches, verwerfliches Verhalten, mussten gebeichtet und vergeben werden.</p>
<p>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ablass" target="_blank">Ablass</a> entstand als Teil der Bußpraxis im 11. Jahrhundert. Nach katholischer Auffassung wird bei einem Ablass auf Grund von guten Taten wie Gebeten, Almosen oder Pilgerfahrten dem Betreffenden die Strafe für seine Sünden erlassen. Oft war er aber mit Geldzahlungen verbunden. Den Menschen wurde in Predigten mit den Qualen des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fegefeuer" target="_blank">Fegefeuers</a>  Angst gemacht, sie sollten sich von ihren Sünden frei kaufen.</p>
<p>"Der Heller in dem Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt", so lautete ein weit verbreiteter Ausspruch. Geprägt wurde er von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Tetzel" target="_blank">Johann Tetzel</a>, der ab 1504 Ablassprediger war.</p>
<p><a href="http://papilias.wordpress.com/files/2008/02/tetzeljpg.jpg" title="ablasshandel"><img src="http://papilias.wordpress.com/files/2008/02/tetzeljpg.thumbnail.jpg" alt="ablasshandel" /></a><br />
Dieses Flugblatt gegen den Ablasshandel zeigt Tetzel beim Verkauf (<a href="http://histor.ws/seppdepp/056.htm" target="_blank">Quelle</a>)</p>
<p>Es gab auch "vollkommene Ablasse", die sehr begehrt waren. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Urban_II." target="_blank">Papst Urban</a> erließ 1095 für die Teilnehmer des ersten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzzug" target="_blank">Kreuzzuges</a> einen vollkommen Ablass. Später waren sie auch für breitere Schichten teuer zu erwerben, z.B. seit dem 13. Jahrhundert in Kirchen bei Wallfahrtsorten.</p>
<p>Im 14. und 15. Jahrhundert konnte auch rückwirkend für die Seele Verstorbener Ablass gewährt werden. So entwickelte sich der Handel mit Ablassbriefen zu einem guten Geschäft. Die Einnahmen wurden unter anderem zur Finanzierung der Kreuzzüge genutzt. Immer stärker traten die finanziellen Aspekte in den Vordergrund.</p>
<p>Mit Beginn der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reformation" target="_blank">Reformation</a> wurde der Handel mit Ablassbriefen stark kritisiert und von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther" target="_blank">Martin Luther</a> verurteilt. Die katholische Kirche hält bis heute an ihrem Ablasskonzept fest, jedoch gibt es keinen Handel mehr.</p>
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