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	<title>cinemanie &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/cinemanie/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "cinemanie"</description>
	<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 10:01:06 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Das Mädchen mit dem Perlenohrring]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=329</link>
<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 14:19:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das filmgewordene Gemälde für alle Sinne

Zur Unterstützung ihrer Familie arbeitet die 17-jährig]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration:underline;">Das filmgewordene Gemälde für alle Sinne</span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-333" style="margin:5px 10px;" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/07/dmmdp1.jpg" alt="" width="220" height="291" /></p>
<p>Zur Unterstützung ihrer Familie arbeitet die 17-jährige Griet (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scarlett_Johansson" target="_blank">Scarlett Johansson</a>) als Magd im kindereichen Haushalt des sensiblen, perfektionistischen Malers Johannes Vermeer (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Colin_Firth" target="_blank">Colin Firth</a>). Dessen Bilder lösen bei Griet Faszination aus. Vermeer ist von Griets nach außen schüchternen, aber aufgeschlossenen Wesen fasziniert. Aus dieser Beziehung entsteht nicht nur das berühmte Gemälde, sie führt auch zu Spannungen im Hause Vermeer ...</p>
<p>„<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_M%C3%A4dchen_mit_dem_Perlenohrgeh%C3%A4nge" target="_blank">Das</a> Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ zählt neben „Ansicht <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ansicht_von_Delft" target="_blank">von</a> Delft“ oder „Brieflesendes Mädchen <a href="http://www.kunstkopie.de/a/jan-vermeer-van-delft/brieflesendes-maedchen-am.html" target="_blank">am</a> offenen Fenster“ zu den bedeutendsten Werken von Jan (Johannes) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Vermeer" target="_blank">Vermeer</a>. Der am 31.10.1632 in Delft geborene Maler prägte das Goldene Zeitalter der Niederländischen Malerei entscheidend mit, auch wenn er, wie so viele, erst nach seinem Tod am 15.12.1675 gebührende Anerkennung fand. Über das Leben Vermeers ist wenig bekannt. So gut wie nichts weiß man über das Mädchen mit dem Perlenohrring, was Spekulationen freien Lauf lässt.</p>
<p>Das Drehbuch für den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_M%C3%A4dchen_mit_dem_Perlenohrring" target="_blank">Film</a> stammt von Olivia Hetreed, die den Roman von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tracy_Chevalier" target="_blank">Tracy Chevalier</a> adaptierte. Die Geschichte ist rein fiktiv (bis auf Grundbausteine wie Familienverhältnisse, historisches Umfeld usw.), könnte aber durchaus so stattgefunden haben. Chevalier hatte ein Poster vom Bild in ihrem Schlafzimmer hängen: <em>Ich lag eines Morgens in meinem Bett, betrachtete das Gesicht des Mädchens und dachte plötzlich: „Was hat Vermeer nur getan, um sie zur selben Zeit so glücklich und traurig aussehen zu lassen?“ Innerhalb von drei Tagen hatte ich die gesamte Story ausgearbeitet. Es war gar nicht anstrengend, ich konnte alles in ihrem Gesicht sehen. Vermeer hatte die ganze Arbeit bereits für mich gemacht.</em> (aus dem Film-Flyer)</p>
<p>Wie schon die Schriftstellerin sich nach dem Bild richtete, benutzten auch die Filmemacher Details dieses Bildes sowie auch andere Bilder von Vermeer als Grundlage für diesen Film. So ist der Film ein einziges „animiertes“ Gemälde Vermeers. Er ist detailgetreu ausgestattet und von Regie-Debütant <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Webber" target="_blank">Peter Webber</a> und Kameramann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eduardo_Serra" target="_blank">Eduardo Serra</a> so ausgeleuchtet und in Szene gesetzt, als würde man bei jeder Aufnahme ein Bild von Vermeer betrachten.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-332" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/07/pearl_1.jpg" alt="" width="440" height="286" /></p>
<p>Die Handlung und Charakterisierung der Personen wirken oberflächlich betrachtet etwas seicht. Hier liegt die Faszination aber (und das ist das Schöne) im Detail. Die Beziehung zwischen Vermeer und Griet bleibt bis auf einige Berührungen zwar zurückhaltend, es ist aber in jedem Aufeinandertreffen durch die geschickte Inszenierung ein Knistern zu verspüren. Beide Charaktere wachsen durch diese Beziehung. Zu jedem Detail des Bildes wird eine Entstehungsgeschichte erzählt, was keine plumpe Abarbeitung ist, die Bilddetails ergeben sich vielmehr eher zufällig aus der Geschichte heraus. Die Geschichte lebt von den positiven wie auch negativen Spannungen aller handelnden Personen.</p>
<p>Die Charaktere sind ausgezeichnet besetzt, wobei natürlich Fräulein Johannson hervorzuheben ist, die nicht nur durch verblüffende Ähnlichkeit zum Mädchen auf dem Gemälde auffällt, sondern auch durch dezentes, aber tiefgründiges Spiel. Die Lebensumstände des 17. Jahrhunderts werden zwar dargestellt, das Allerübelste aber weggelassen, da es den malerischen Gesamteindruck nur trüben würde. Die anfänglich sehr schöne Musik von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexandre_Desplat" target="_blank">Alexander Desplat</a> wirkt gegen Ende hin etwas eindimensional (Kleinigkeit!).</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-334" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/07/pearl_3.jpg" alt="" width="440" height="294" /></p>
<p>Am Schluss wird ausführlich das Originalgemälde von Vermeer gezeigt. Dies steht nicht im Widerspruch zum Film (man weiß ja, dass es zuvor ein Film war!), sondern ist nochmals, wie schon der Film, eine Hommage an das Können Vermeers und die Schönheit des Bildes. Man spart sich quasi den Museumsbesuch. Der Film ist wunderschönes Kino fürs Auge, besticht durch großen Detailreichtum und schöne Bilder, bietet durch spannende Charaktere und schöne Musik aber auch den anderen Sinnen etwas.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-330" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/07/m091.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Goyas Geister]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=309</link>
<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 11:25:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Goyas Zeit
Das größte Problem des Films Goyas Geister ist sein Titel und die damit verbundenen Erw]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-310" style="margin:5px 10px;" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/07/goyasgeister1.jpg" alt="" width="220" height="310" /><span style="text-decoration:underline;">Goyas Zeit</span></p>
<p>Das größte Problem des Films <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goyas_Geister" target="_blank">Goyas Geister</a> ist sein Titel und die damit verbundenen Erwartungen. Im eigentlichen Sinn stimmt der Titel, doch verleitet er dazu, einen Film direkt über Goya als zentrale Figur zu erwarten, doch falsch: Goya spielt nur eine sekundäre Rolle. Wer Regisseur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Milo%C5%A1_Forman" target="_blank">Milos Forman</a> kennt, der weiß, dass seine Biopics nie das Sezieren der Seele einer Person zum Inhalt haben, sondern vielmehr immer gesellschaftskritisch eine vergangene Zeit auf die unsere Zeit übertragen. Ging es in AMADEUS noch um Popkultur und Berühmtsein mit dessen Vor- und Nachteilen, war es u.a. die Doppelmoral in LARRY FLINT und auch im MONDMANN.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Francisco_de_Goya" target="_blank">Francisco de Goya</a> als Person war für seine Umwelt wenig interessant. Er malte Bilder für Jeden, der ihn dafür bezahlte. Politische Ansichten schienen ihm egal gewesen zu sein. In seinen Briefen und Tagebüchern wies nichts auf einen widerspenstigen Geist hin. Nur im Verborgenen fertigte Goya seine Karikaturen der Zeit an. Warum nimmt sich also Forman diesen Mann als Titelfigur? Goya eigne sich ausgezeichnet als Zentrum, in dem die Mächtigen und die Machtlosen zusammenkommen, da er beide gemalt hat, sagt Forman in einem Interview. Dieses Spiel der Macht ist interessant für Forman ... und für mich als Zuschauer auch.</p>
<p>Die politischen Verhältnisse der Zeit Goyas sind äußerst interessant und spannend. Die spanische Inquisition steckt in einer „Sinnkrise“, in Frankreich werden neue Gedanken populär, die später mit Militärgewalt in ganz Europa durchgesetzt werden sollen. Goya (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stellan_Skarsg%C3%A5rd" target="_blank">Stellan Skarsgård</a>) dient Forman, wie gewollt, als Zentrum, in dem alle Fäden zusammenlaufen. An den anderen handelnden Figuren erzählt Forman die Schicksale, die üblich für die Zeit waren. Die unschuldig in die Inquisition geratene Adelstochter (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Natalie_Portman" target="_blank">Natalie Portman</a>), der sie mit allen Mitteln retten wollende Vater <span style="font-family:Verdana;">(Jose Luis Gomez)</span><span style="font-family:Verdana;"> und der skrupellose Wendehals Lorenzo (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Javier_Bardem" target="_blank">Javier Bardem</a>), der seine Fahne immer nach dem Wind hängt. Auch hier gibt Forman nur soviel Seele der Figuren preis wie für die Geschichte notwendig. Es ist nicht notwendig, den innersten Charakter einer Figur zu verstehen. Forman geht davon aus, dass in der damaligen Zeit (und auch heute), jedem ein ähnliches Schicksal hätte widerfahren können - eben unabhängig von der Person.</span></p>
<p>Milos Forman nimmt weiterhin an, dass sich Geschichte wiederholt. Dieser Gedanke ist nicht unüblich und durchaus statthaft. So gibt es auch heute immer noch Folter, bei der Menschen Alles gestehen, zu dem sie genötigt werden. Auch gibt es Nationen, die denken, sie könnten ihre „freiheitlichen“ Gedanken mit Gewalt in andere Länder tragen, ohne dass sie hochkantig wieder hinausfliegen. Genauso erging es Frankreich zu Goyas Zeiten. Nach einem kurzen Intermezzo musste Napoleon wieder abziehen, da er das wirkliche Spanien und seine Menschen nicht kannte.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-312" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/07/goyasgeister3.jpg" alt="" width="440" height="293" /></p>
<p>So ist GOYAS GEISTER ein äußerst politischer Film, der historische Ereignisse so zeigt, dass sie im Zuschauer Assoziationen hervorrufen, ihn zum Reflektieren unserer Zeit anregen können. Mir erging es zumindest so. Es ist nun aber nicht so, dass Forman Goya und dessen Charakter angesichts der historischen Ereignisse völlig außer Acht lässt. Goya versucht seine Feigheit damit zu kompensieren, in dem er Anstrengungen unternimmt, Inés in ihrer unglücklichen Lage zu helfen. Sie ist nicht etwa eine klassische Muse für ihn, sondern vielmehr ein Fixpunkt, seine Schwäche zu unterdrücken und Stärke zu finden. Doch auch hier sind seine Bemühungen halbherzig. Die einzige wirklich ehrliche Ausdrucksweise bleiben seine Bilder. Dort kann er nicht anders, als die „Wahrheit“ zu offenbaren. So malt er eben die Königin so hässlich, wie sie ist.</p>
<p>GOYAS GEISTER ist aber leider einiges von einem Meisterwerk entfernt. Insgesamt fehlte es der Geschichte an Kraft, um endgültig zu beeindrucken. Das schaffen nur einzelne Szenen. Auch gefiel mir Bardem am Anfang des Filmes überhaupt nicht. Ich kann mir sein Spiel nur so erklären, dass er die innere Unzufriedenheit Lorenzos besonders zu betonen versuchte, was allerdings eher nach Overacting aussah. Im späteren Verlauf mit dem Wandel der Figur gab sich dieses Problem. Natalie Portman hat mich dagegen wieder beeindruckt. Ihre Wandlungs- und Leidensfähigkeit ist hier sehr sehenswert.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-311 aligncenter" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/07/goyasgeister2.jpg" alt="" width="440" height="293" /></p>
<p>Wer eine detaillierte Biographie Goyas erwartet, ist bei GOYAS GEISTER falsch. Auch werden keine Bilder Goyas analysiert, wie es zuletzt im MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING mit einem Bild von Vermeer zu sehen war. Vielmehr ist der Film ein interessantes und äußerst politisches Gemälde von <span style="text-decoration:underline;">Goyas Zeit</span>.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-313" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/07/m07.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurzkommentare - Juni 2008]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=307</link>
<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 13:40:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Crank (DVD)
Leicht besser als beim ersten Sehen. Wunderbar durchgeknallter Adrenalinstreifen, wo die]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Crank</strong> (DVD)<br />
Leicht besser als beim ersten Sehen. Wunderbar durchgeknallter Adrenalinstreifen, wo die Wackelkamera ausnahmsweise mal gut und passend eingesetzt wurde. Der Titel ist Programm - einige Einfälle sind wirklich ziemlich "krank" ;o) 7/10</p>
<p><strong>Shoot'em Up</strong> (DVD)<br />
Ebenso durchgeknallt, doch einen Tick besser und mir sympathischer als der zuvor Genannte. Macht mir immer wieder Spaß. Und: Esst mehr Gemüse! 8/10</p>
<p><strong>The Rocker</strong> (Preview)<br />
Gescheiterter Metal-Schlagzeuger hat plötzlich in einer Jugendband Erfolg. 08/15-Teeniecomedy mit den ewig gleichen Witzchen. Allerdings waren die Musikeinlagen ziemlich gut und Rainn Wilson macht den Jack Black am Schlagzeug ziemlich amüsant. Insgesamt aber mäßig unterhaltsam. 4/10</p>
<p><strong>Julia</strong> (Sneak)<br />
Ziemliche One-Woman-Show von Tilda Swinton, die aber so dermaßen übertrieben auf die Kacke haut, dass es unfreiwillig amüsant wird. Auch sonst wird wild konstruiert und übertrieben, auch bei der Länge des Films. Weniger wäre mehr gewesen. 3/10</p>
<p><strong>Penelope</strong><br />
Nettes Märchen mit allem, was das Herz begehrt und einer entzückenden Christina Ricci. Harmlos, aber gefällig. 7/10</p>
<p><strong>Ein verlockendes Spiel</strong><br />
Schöne altmodische Screwball-Romantik-Komödie von und mit George Clooney. Hat Spaß gemacht. 7/10</p>
<p><strong>Sä Häppäning</strong><br />
Mit einem Wort: Enttäuschend! Siehe <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/06/13/the-happening/" target="_self">Verriss</a>! 1/10</p>
<p><strong>Nie wieder Sex mit der Ex</strong><br />
Dank meiner "Serienhelden" unterhaltsam und sympathisch - siehe <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/06/15/nie-wieder-sex-mit-der-ex/" target="_self">Kritik</a>! 6/10</p>
<p><strong>Happy-Go-Lucky</strong> (Sneak)<br />
Siehe <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/06/24/happy-go-lucky/" target="_self">Kritik</a>! 7/10</p>
<p><strong>Bank Job</strong><br />
Durchweg spannend und kurzweilig, mir fehlten aber die für einen richtig guten Heist-Movie nötigen Teile Coolness, Gewitztheit und ein ordentlicher Plottwist. So 7/10</p>
<p><strong>Warum Männer nicht zuhören und Frauen ...</strong> (DVD)<br />
Da ich ein typischer Mann bin, hatte ich nur Augen für Jessica Schwarz, die (und nur die allein) den Film noch auf 2/10 bringt!</p>
<p><strong>Black Box BRD</strong> (DVD)<br />
Mmmh, wirft mehr Fragen auf, als dass er beantwortet. Ich glaube, das war auch beabsichtigt! Gut, bin mir bei der genauen Wertung aber unschlüssig ...</p>
<p><strong>Das Beste kommt zum Schluss</strong> (DVD)<br />
Sehr harmlos und alltäglich, dennoch äußerst sympathisch. Manchmal können auch die einfachen Dinge Spaß machen. 6/10</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Happy-Go-Lucky]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=298</link>
<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 14:47:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Pippi Go Poppy
Filme über schlechtgelaunte Typen, die durch die Welt gehen wie sieben Tage Regenwet]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-299" style="margin:5px 10px;" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/happy_go_lucky.jpg" alt="" width="220" height="325" /><span style="text-decoration:underline;">Pippi Go Poppy</span></p>
<p>Filme über schlechtgelaunte Typen, die durch die Welt gehen wie sieben Tage Regenwetter, gibt es wie Sand am Meer. Meist werden sie dann durch einen lieben Menschen bekehrt und vom inneren Misanthropen befreit. Das Gegenteil ist meist nur in Kinder- bzw. Jugendfilmen zu sehen, wenn beispielsweise Pippi Langstrumpf überall nur gute Stimmung verbreitet und gegen die gängigen Konventionen verstößt. Nun hat ausgerechnet der für schwere Stoffe (z.B. <em>Vera Drake</em>) bekannte Regisseur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mike_Leigh" target="_blank">Mike Leigh</a> mit <a href="http://www.happy-go-lucky-derfilm.de/" target="_blank"><em>Happy-Go-Lucky</em> </a>eine locker-leichte Komödie über eine erwachsene Frau gedreht, die mit chronischer guter Laune durchs Leben geht.</p>
<p>Zunächst ist überhaupt nicht klar, was der Film eigentlich will. Die 30-jährige Grundschullehrerin Pauline – genannt Poppy – wird in verschiedenen Situationen gezeigt, in denen sie das Leben genießt und gute Laune verbreitet. Da ist das „Gespräch“ mit dem schlechtgelaunten Buchhändler, das Tanzen in der Disko und das Feiern mit den Freundinnen. Immer strahlt Poppy über beide Ohren und macht Witze über alles und jeden. Das ist zunächst recht amüsant, ein Ziel ist aber nicht zu erkennen. Poppy wandelt ohne festen Freund und trotz Zukunftsunsicherheit sorglos und unbeschwert durchs Leben. Doch bald wird Poppy ernsthafteren Szenarien ausgesetzt, die über einen Fahrraddiebstahl am Anfang des Filmes hinausgehen. Die Probleme eines kleinen Jungen in ihrer Klasse zeigen, dass Poppy nicht völlig durchgeknallt ist, sondern sehr wohl in der Lage ist, zu differenzieren. Ihr Charakter wird nun viel komplexer. Endgültig wird Poppy durch ihren Fahrlehrer Scott (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eddie_Marsan" target="_blank">Eddie Marsan</a>) auf die Probe gestellt. Scott ist ein Choleriker mit einer unverrückbaren Weltanschauung, der stur auf seinen Prinzipien verharrt und ständig schlechter Stimmung ist.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-302" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/happy_go_lucky2.jpg" alt="" width="440" height="293" /></p>
<p>Poppy wird durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sally_Hawkins" target="_blank">Sally Hawkins</a> verkörpert, die für ihre Leistung zurecht einen Silbernen Bären auf der diesjährigen Berlinale erhielt. Diese unbekümmerte, ständig lächelnde und fern jedes salonfähigen Geschmacks gekleidete Frau muss man einfach gern haben. Wie der Berlinalebeitrag <em>Julia</em> (Tilda Swinton) wird auch <em>Happy-Go-Lucky</em> einzig von seiner Hauptdarstellerin getragen. Die Nebenrollen stehen in Hawkins Schatten, einzig Marsan kann sich etwas profilieren, wenn auch sein Spiel bisweilen etwas überzogen wirkt. Diese leichte Überzeichnung zieht sich aber durch den ganzen Film, der trotz seiner knapp zwei Stunden Laufzeit und der insgesamt recht dünnen Geschichte sehr unterhaltsam ist. Der Wortanteil ist zwar hoch, die Dialoge allerdings weitestgehend amüsant. Regisseur und Drehbuchautor Leigh vergisst zudem seine Wurzeln nicht und transportiert über den nörgelnden Fahrlehrer etwas Sozialkritik. Insgesamt ist der Film aber ein großes Plädoyer für positives Denken und gute Laune, die sich dank einer großartigen Sally Hawkins mühelos auf das Publikum überträgt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-301" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m076.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nie wieder Sex mit der Ex]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=266</link>
<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 15:03:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Forgetting Veronica Mars?
Serienstars haben es einfach, in die Herzen der Zuschauer zu finden, haben]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration:underline;">Forgetting Veronica Mars?</span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-268" style="float:left;margin:5px 10px;" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/nwsmde1.jpg" alt="" width="220" height="312" />Serienstars haben es einfach, in die Herzen der Zuschauer zu finden, haben sie doch dafür meist einige Folgen Zeit. Filmschauspielern bleiben nur wenige Minuten, damit sie möglichst schnell zur Identifikationsfigur werden und der Film damit funktioniert. Beim Umstieg von der Serie zum Film hat der Schauspieler wiederum damit zu kämpfen, sein Serienimage loszuwerden, um einem anderen Charakter glaubhaft eine Seele einzuhauchen. Als Zuschauer sollte man den Seriencharakter möglichst vergessen, um mit dem Film zurecht zu kommen. Clever ist es, wenn man erst gar nicht versucht, schier unmögliche Wandlungen zu erschaffen, sondern einfach auf den Seriencharakter aufbaut. So macht es der aus <em>How I Met Your Mother</em> bekannte und für das Drehbuch von <a href="http://movies.universal-pictures-international-germany.de/niewiedersexmitderex/" target="_blank"><em>Nie wieder Sex mit der Ex</em></a> verantwortliche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jason_Segel" target="_blank">Jason Segel</a> mit den zwei Hauptrollen des Films und es funktioniert erstaunlich gut.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nie_wieder_Sex_mit_der_Ex" target="_blank"><em>Nie wieder Sex mit der Ex</em></a> (oder im Original <em>Forgetting Sarah Marshall</em>) ist eine der gerade modernen „Romantic Comedies“ für Männer aus dem Hause <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judd_Apatow" target="_blank">Judd Apatow</a> (Produzent und Autor von solchen Filmen wie <em>Jungfrau (40), männlich, sucht ...</em> oder <em>Beim ersten Mal</em>). In diesen Filmen vom als Nachfolger der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Farrelly" target="_blank">Farrelly</a>-Brüder (<em>Verrückt nach Mary</em>) gehandelten Team Apatows sind meist leicht labile und ungeschickte Männer in einer Lebens- bzw. Liebeskrise die Helden, die dann wieder aus der Krise herausfinden müssen. Dabei gibt es viel Brachialhumor und die Protagonisten müssen ordentlich einstecken, ohne aber der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden. Der Umgang mit Sex und Liebe ist erfrischend unkompliziert und fast unamerikanisch. Kennt man eine dieser Komödien, kennt man alle, möchte man fast behaupten. Ganz so einfach ist es aber nicht, denn hier kommt die Cleverness von Segel ins Spiel.</p>
<p>Serienkomponist Peter Bretter (Jason Segel) wurde gerade von seiner Freundin, der Serienheldin Sarah Marshall (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kristen_Bell" target="_blank">Kristen Bell</a>), verlassen und ist am Boden zerstört. Sein Bruder rät ihm, einen Urlaub auf Hawaii zu machen, doch ausgerechnet im gleichen Hotel hat sich seine Ex mit ihrem neuen Freund, dem esoterischen Sängerstar Aldous Snow (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Russell_Brand" target="_blank">Russell Brand</a>), eingenistet. Es kommt logischerweise zum Aufeinandertreffen, nur die entzückende Hotelrezeptionistin Rachel Jansen (wunderschön: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mila_Kunis" target="_blank">Mila Kunis</a>) sorgt für Ablenkung. Segel legt seine Rolle des Peter Bretter ähnlich der seines Seriencharakters aus <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/03/27/how-i-met-your-mother/" target="_self"><em>How I Met Your Mother</em></a> Marshall Erikson an. Er ist etwas tollpatschig, hat aber eine reine Seele und ist äußerst sympathisch. Auch seine Ex Sarah Marshall (schon wieder Marshall) ist mit Kristen Bell ausgezeichnet besetzt. Wie in der Serie <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/05/09/veronica-mars/" target="_self"><em>Veronica Mars</em></a> spielt sie ebenfalls im Film als Schauspielerin in einer Krimiserie eine Ermittlerin und ihr Charakter war dem von Veronica gar nicht so unähnlich. Auch sie war mir somit gleich sympathisch, ob das nun so gewollt war oder nicht. Bei diesem Film war es also gar nicht nötig, <em>Veronica Mars</em> zu vergessen, es half vielmehr. Weitere Parallelen bzw. witzige Referenzen, von denen es noch einige gab, werden hier nicht verraten.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-269" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/forgetting-sarah-marshall.jpg" alt="" width="440" height="302" /></p>
<p>Eigentlich ging ich ziemlich skeptisch an den Film heran und erwartete eine dieser ewig gleichen Teeniekomödien. Der Film machte es mir dann aber schwer, ihn nicht zu mögen. Das fing schon mit dem ersten Song „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=s8qsCpLxPPo" target="_blank">Love You Madly</a>“ von einer meiner Lieblingsbands <a href="http://www.cakemusic.com/" target="_blank"><em>Cake</em></a> an. Die Hauptcharaktere waren mir, wie beschrieben, sofort sympathisch und die erzählte Geschichte war trotz ihrer Vorhersagbarkeit und einigen Längen relativ unterhaltsam. Von einer uneingeschränkten Empfehlung des Filmes möchte ich dennoch absehen. Fans von Apatow werden sicher erwartungsgemäß bedient, ich hatte dagegen Glück, dass ich die Serien kannte, mit denen Segel hier so ausgezeichnet spielt. Für mich also nette und sympathische Unterhaltung ohne großen Tiefgang.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-267" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m063.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p>(auch auf <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=88193" target="_blank">kino.de</a>)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[The Happening]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=215</link>
<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 15:28:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
<guid>http://mediensucht.wordpress.com/?p=215</guid>
<description><![CDATA[Nothing is happening
Mit Trailern ist es ja so eine Sache. Eigentlich sollen sie den Zuschauer in de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;"><span style="text-decoration:underline;">Nothing is happening</span></p>
<p style="text-align:left;"><img class="alignleft size-full wp-image-216" style="float:left;margin:10px;" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/happening.jpg" alt="" width="220" height="311" />Mit Trailern ist es ja so eine Sache. Eigentlich sollen sie den Zuschauer in den Film locken, doch mal verraten sie zu viel, zeigen die besten Szenen schon vorab oder führen den Zuschauer in die Irre bzw. in die falsche Richtung. Gerade bei Filmen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M._Night_Shyamalan" target="_blank">M. Night Shyamalan</a> ist das Eis dünn, auf das sich der Verleih mit einer Trailerveröffentlichung begibt. Mir sind noch die negativen Stimmen zu Shyamalans vorletzten Film <em>The Village</em> im Ohr. Der Trailer ließ einen reinen Horrorschocker vermuten, heraus kam aber ein komplexer, gesellschaftskritischer und wunderbar einfühlsam gemachter Film heraus, der den gewöhnlichen Horrorfilmpöbel schlicht überforderte. Für mich ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Village_%E2%80%93_Das_Dorf" target="_blank"><em>The Village</em></a> der bester Film von Shymalan, der sich bis dahin von Film zu Film steigerte. Dann kam <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_M%C3%A4dchen_aus_dem_Wasser" target="_blank"><em>Das Mädchen aus dem Wasser</em></a>. Der in Indien geborene Regisseur nahm sich ein wirres Märchen aus seiner Heimat als Vorlage und machte es zu einer heilsbringerartigen Selbstinszenierung. Immerhin gab es noch einige schöne atmosphärische Momente, die das Sehen erträglich machten. Man hoffte, dass es sich bei dem Film nur um einen Ausrutscher, um eine kleine Schwächephase handeln möge.</p>
<p style="text-align:left;">Der Trailer zu Shyamalans sechsten Film <a href="http://www.the-happening.de/" target="_blank"><em>The Happening</em></a> (die Kunstfilmchen vor <em>The 6th Sense</em> ignoriere ich einfach mal bei der Zählung) ließ Spannung und Dramatik erwarten. Auch die Filmplakate sahen nach düsterer Atmosphäre aus. Doch weit gefehlt, der Film ist langweilig und dumm – mit einem Wort: schlecht! Die Geschichte ist dünn und schnell erzählt. Der Nordosten der USA wird von einer Art Epidemie heimgesucht. Ein Neurotoxin in der Luft führt beim Menschen zu Verwirrtheit und letztendlich zum blutigen Selbstmord. Die Ursache ist wohl nicht bei Terroristen oder fremden Staaten zu suchen, sie ist wahrscheinlich von viel natürlicherer Art. Eine kleine Gruppe Menschen, darunter der Lehrer Elliot Moore mit seiner Frau Alma und die ihnen anvertraute Tochter eines Freundes Jess, versucht in der ländlichen Natur dem Horror zu entkommen. Shyamalan legt seine Karten schon früh offen. All diese Fakten sind schon am Anfang klar. Danach folgt leider ... nichts. Die Protagonisten irren durch die Landschaft. Shyamalan setzt auf schlechten und vorhersehbaren Suspense. Die Dialoge sind an Plattheit nicht zu unterbieten. Der aufgesetzten Beziehungskrise zwischen dem Ehepaar fehlt es genauso an Tiefe wie der Handlung allgemein. Zu guter Letzt verzichtet Shymalan auch noch auf seinen üblichen Plottwist am Ende, so dass der Film völlig ins Leere läuft.</p>
<p style="text-align:left;">Die Schauspieler enttäuschen leider auch. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Wahlberg" target="_blank">Mark Wahlberg</a>, der zuletzt mit <em>Shooter</em> bewies, dass er allein einen Film tragen kann, versagt mangels guter Führung als heldenhafter Lehrer kläglich. Wenn man schon einen klassischen Katastrophenfilm drehen will, sollte man auch die Rollen dementsprechend auslegen. Von Charakterbildung keine Spur. Shyamalan bedient sich aus der 08/15-Schublade und präsentiert uns das in der Katastrophe wieder zusammenfindende Ehepaar mit dem niedlichen Kind als unterstützende Beigabe. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zooey_Deschanel" target="_blank">Zooey Deschanel</a> darf mit ihren entzückenden blauen Augen unentwegt verängstigt schauen, was sie allerdings recht herzzerreißend zu tun vermag. Die Schauspieler rennen von einer Lokalität zur nächsten. Auf großartige Effekte wird weitestgehend verzichtet. Mal gibt es ein Windgeräusch, mal ein paar düstere Wolken. Selbst die Suizide werden durch das Wegschwenken der Kamera entschärft.</p>
<p style="text-align:left;"><img class="aligncenter size-full wp-image-217" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/happening_wp1.jpg" alt="" width="440" height="276" /></p>
<p style="text-align:left;"><em>The Happening</em> enttäuscht auf ganzer Linie. Mehr als das, was man aus dem Trailer kennt, bekommt man nicht geboten. Der Film ist langweilig, vorhersehbar und, was mich dann doch sehr überraschte, auch noch ungewohnt schlecht gemacht. Die Geschichte ist nach wenigen Minuten erzählt und das Ende ein trauriger Witz. Vielleicht ist der zu erhoffende mangelnde Erfolg des Filmes ja der nötige Dämpfer für Shyamalan, so dass er, vielleicht zur Abwechslung mal wieder mit einem kleineren Studio, zu seinen Stärken zurückfindet und wieder durchdachte, spannende Geschichten erzählt. So jedenfalls nicht!</p>
<p style="text-align:left;"><strong>1/10</strong> Pillen zur Entwöhnung</p>
<p style="text-align:left;"><img class="size-full wp-image-219" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m01.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p style="text-align:left;">(auch auf <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=88176" target="_blank">kino.de</a>)</p>
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</item>
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<title><![CDATA[The Aviator]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=202</link>
<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 16:09:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Howard Hughes - Hollywoodgröße, Flugpionier und &#8230; psychisch Kranker. Eigentlich ein typische]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-203" style="float:left;margin:5px 10px;" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/aviator1.jpg" alt="" width="220" height="324" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Howard_Hughes" target="_blank">Howard Hughes</a> - Hollywoodgröße, Flugpionier und ... psychisch Kranker. Eigentlich ein typischer Amerikaner. Wieder ist es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Scorsese" target="_blank">Martin Scorsese</a>, der sich eines Teils der amerikanischen Geschichte annimmt, wie er es schon in GOODFELLAS, CASINO oder GANGS OF NEW YORK machte. Und wieder kämpft sein Held nicht nur gegen die Institutionen und die Konkurrenz, sondern auch gegen sich selbst. Die Geschichte von Hughes ist nicht die eines Tellerwäschers zum Millionär. Hughes erbte mit 18 Jahren die Firma seines Vaters. Doch war er in dem, was er seither anfasste, immer Visionär. Seine Interessen galten dem Film und dem Fliegen. Er drehte ungeheuer aufwändige Filme, aber auch (sexuell) provokante Streifen und machte so von sich reden. Auch beim Flugzeugbau war er an der Entwicklung neuer Techniken und dem Brechen von Rekorden beteiligt. Doch Genie und Wahnsinn liegen, wie auch in diesem Fall, nah beieinander. Hughes wird immer mehr von Phobien (Reinheitsfimmel, ...) heimgesucht und schattet sich zunehmend von der Umwelt ab.</p>
<p>Einem Amerikaner wird der Name Howard Hughes ein Begriff sein, dem gewöhnlichen Europäer ist er wohl weniger geläufig. Gut, dass Hollywood in letzter Zeit auf einem Biopic-Trip ist und uns einige interessante Persönlichkeiten näher bringt. Im Speziellen sind die Initiatoren eben jener Scorsese, Drehbuchautor John Logan (GLADIATOR, LAST SAMURAI) und die Produzenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leonardo_DiCaprio" target="_blank">Leonardo DiCaprio</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Mann_(Regisseur)" target="_blank">Michael Mann</a>, der wegen seiner Biopic-Vergangenheit (ALI) den Regiestuhl weitergab. Als Howard Hughes erleben wir dann auch Leonardo DiCaprio in einer seiner besten Rollen. Er war es, der vor acht Jahren die Idee zum Film hatte und hat sich dementsprechend gut auf die Rolle vorbereitet. Dennoch ließ er sich von Scorsese, sozusagen seinem Hauslehrer, führen, um eine zurecht bepreiste Glanzleistung zu vollbringen. Einen (für mich) großartigen Part hat <a href="http://e.wikipedia.org/wiki/Cate_Blanchett" target="_blank">Cate Blanchett</a> als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katharine_Hepburn" target="_blank">Katharine Hepburn</a>. Nicht auszudenken, wenn doch die vorgesehene Nicole Kidman die Rolle genommen und sich nicht für DIE FRAUEN VON STEPFORD entschieden hätte. Für Kidman im Nachhinein natürlich dumm, m.E. passt Cate als Kate hier aber wesentlich besser. Und sie wird auch sensationell von Scorsese mit einem Golfspiel eingeführt. Nun kenne ich die private Hepburn nicht und manche werfen Blanchett auch Overacting vor. Mir hat ihr Auftritt glänzend gefallen! Kleine amüsante Nebenrollen haben <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gwen_Stefani" target="_blank">Gwen Stefani</a> als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Harlow" target="_blank">Jean Harlow</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jude_Law" target="_blank">Jude Law</a> als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Errol_Flynn" target="_blank">Errol Flynn</a>, in denen sie auf Grund der Kürze der Zeit aber nicht herausstechen können.</p>
<p>Handwerklich ist der Film, wie nicht anders zu erwarteten, Kino vom Feinsten. Nicht nur die beeindruckende Optik besticht. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dante_Ferretti" target="_blank">Dante Ferretti</a> (GANGS OF NEW YORK, COLD MOUNTAIN) durch seine imposanten Bauten und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sandy_Powell_(costume_designer)" target="_blank">Sandy Powell</a> (SHAKESPEARE IN LOVE) mit den zeitnahen Kostümen machen Eindruck. Auch Scorsese weiß seine Protagonisten und deren Umfeld in „endlosen“ Einstellungen (ohne Schnitt) wunderbar ins Bild zu setzen. Dieses Mal arbeitete das „Regie-Wunderkind“ nicht mit Stamm-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Director_of_photography" target="_blank">DOP</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Ballhaus" target="_blank">Michael Ballhaus</a> zusammen, sondern mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Richardson" target="_blank">Robert Richardson</a> (KILL BILL). Geschadet hat es nicht - im Gegenteil. Neben den logistisch schwierigen langen Einstellungen sind auch die Flugszenen sehr gut gelungen und beeindrucken, wie damals wahrscheinlich "Hells Angels", der erste Howard Hughes-Film. Auch Actionfans wird etwas geboten. Ein Flugzeugabsturz wurde imposant durch die Special-Effect-Abteilung (Sony) verarbeitet. Interessant ist die Farbgebung des Films, die sich der realen Entwicklung des Farbfilms zu der Zeit anpasst.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-204" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/aviator2.jpg" alt="" width="440" height="289" /></p>
<p>Der Film beginnt mit einem Bad des kleinen Howard, dem Waschen durch seine Mutter und ihrem Gespräch dabei. Es ist allerdings die einzige Szene, in der Scorsese etwas Psychoanalyse betreibt. Sonst beschränkt er sich mehr auf das Zeigen von Ereignissen und der Auswirkungen der Krankheit von Hughes. So erfährt der Zuschauer leider kaum etwas über die Hintergründe der Krankheit und auch wenig über den Charakter von Howard Hughes. Das, was allerdings gezeigt wird, ist erstklassig umgesetzt. Ob es die schon erwähnten Flugszenen, das Ausleben der Neurosen von Hughes (sehr nahe gehend ist beispielsweise die Wirkung von Blitzlichtgewitter) oder die Anhörung vor dem Senat. Bestes Kino! Das weniger interessante Ende vom Helden bleibt uns übrigens wie schon in RAY verborgen.</p>
<p>Mir hat der Film bis auf Kleinigkeiten sehr gut gefallen. Es handelt sich um einen ausgezeichnet gemachten, typischen Scorsese-Film mit interessanter Handlung und gut aufgelegten Darstellern, was ihn äußerst kurzweilig und faszinierend macht. Deshalb fast perfekte</p>
<p><strong>9/10</strong> Pillen zur Entwöhnung</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-220" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m09.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p>(auch auf <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=72629" target="_blank">kino.de</a>)</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Cassandras Traum]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=193</link>
<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 19:42:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Eine Tragödie
In einigen Kritiken zu Woody Allens neustem Film steht geschrieben, was er doch alles]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration:underline;">Eine Tragödie</span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-194" style="float:left;margin:5px 10px;" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/cassandras_traum.jpg" alt="" width="220" height="311" />In einigen <a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,557611,00.html" target="_blank">Kritiken</a> zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Woody_Allen" target="_blank">Woody Allens</a> neustem Film steht geschrieben, was er doch alles sei: Komödie, Sittengemälde, Krimi, Groteske etc.. <a href="http://www.cassandrastraum.film.de/" target="_blank">Cassandras Traum</a> ist aber eine reinrassige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trag%C3%B6die" target="_blank">Tragödie</a> klassischen Ausmaßes. Es wird alles immer schlimmer! Der Hoffnungsschimmer mittendrin darf natürlich nicht fehlen (retardierendes Moment), am Ende fährt der Wagen aber gegen die Wand. Der Film leider auch! „Wie konnte es dazu kommen?“ darf man sich fragen. Es muss wohl – wie üblich – mehrere Gründe haben, warum Allens Film nicht richtig funktionieren will.</p>
<p>Der dritte und vorerst letzte Teil von Allens London-Trilogie spielt ausnahmsweise mal am unteren Ende der Gesellschaft. Die Brüder Ian und Terry leben quasi von der Hand in den Mund, leisten sich aber immer wieder Dinge, die sie eigentlich nicht bezahlen können. So entdecken sie eines Tages ein kleines Segelboot am Hafen, dass sie bald ihr Eigen nennen dürfen. Terry hat Glück im Spiel, so dass die Finanzierung klappt. Auch Ian kann sich glücklich schätzen, lernt er doch mit Schauspielerin Angela (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hayley_Atwell" target="_blank">Hayley Atwell</a>) endlich seine Traumfrau kennen. Wie in einer Tragödie üblich wendet sich aber das Blatt und alles zum Schlechten. Terry hat eine Pechsträhne und verschuldet sich übermäßig. Um wieder zu Geld zu kommen, müssen die Brüder ihrem reichen Onkel Howard (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Wilkinson_%28Schauspieler%29" target="_blank">Tom Wilkinson</a>) eine Gefälligkeit erweisen, der es in sich hat ...</p>
<p>Wie es bei Woody Allen üblich ist, wird viel geredet – sehr viel. Man fühlt sich, als sei man in einer nicht enden wollenden Wiederholung. Leider fehlt der Allen-typische Humor. Als Komödie wirkt der Film also nicht. Vielmehr macht Allen durch seltsame Übertreibungen seine Figuren lächerlich. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Colin_Farrell" target="_blank">Colin Farrell</a> als nervenschwacher Terry und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ewan_McGregor" target="_blank">Ewan McGregor</a> als liebesblinder Ian machen ihre Sache zwar ordentlich, der Film fühlt sich aber eher wie abgefilmtes Theater an. Inszenatorisch können Allens Filme zwar selten begeistern, wenn die restliche Substanz aber so dünn ist, vermisst man die fehlende inszenatorische Brillanz. Auch der Musikeinsatz ist überraschungsarm. Die übermäßige Verwendung von schmetterndem, klassischem Orchester als dramatisches Mittel wirkt altbacken. Überhaupt könnte der Film aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts stammen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-195" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/cassandrasdream.jpg" alt="" width="430" height="287" /></p>
<p>Der klassische Dramacharakter des Films macht ihn ebenfalls relativ überraschungsarm. Die Handlung ist vorhersehbar. In nur wenigen Einzelszenen gibt es spürbare Spannung zwischen den Figuren, die auf den Zuschauer überspringt. Man weiß oft am Anfang der Szene schon, wie sie ausgehen wird. Da heißt es dann warten und den Wortschwall über sich ergehen lassen. Schnell wird es langweilig. Dass der Film kein kompletter Rohkrepierer ist, liegt an den zwei durchaus sympathischen Hauptdarstellern. Vielleicht ist es aber auch nur Mitleid für zwei Loser, die zuviel träumen. Nach einem schlechten Allen folgte ein guter Allen. Auf einen guten Allen folgte ein schlechter Allen. Da kann ich mich wohl auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vicky_Cristina_Barcelona" target="_blank"><em>Vicky Cristina Barcelona</em></a> freuen?</p>
<p><strong>3/10</strong> Pillen zur Entwöhnung</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-223" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m03.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p>(auch auf <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=88125" target="_blank">kino.de</a>)</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Trailer: Burn After Reading]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=192</link>
<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 16:02:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Am 12. September diesen Jahres kommt der neue Film der Coen-Brüder in die amerikanischen Kinos. Bur]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12. September diesen Jahres kommt der neue Film der Coen-Brüder in die amerikanischen Kinos. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Burn_After_Reading" target="_blank">Burn After Reading</a> ist eine Komödie mit Starbesetzung (Clooney, Pitt, Swinton, Malkovich, ...) und der CIA als Hauptthema. Seit einigen Tagen gibt es nun den Red Band Trailer zum Film:</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/2tEDPZNWG4o'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/2tEDPZNWG4o&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p>In besserer Qualität zum Ansehen und Downloaden <a href="http://www.moviemaze.de/media/trailer/4107,burn-after-reading.html" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Sieht nach einem typischen Coen-Film aus! Das wird eine Freude ...</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Kurzkommentare - Mai 2008]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=186</link>
<pubDate>Fri, 30 May 2008 14:13:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Freischwimmer (Sneak)
Ganz seltsamer Film. Musste einige Zeit darüber schlafen, bis mir das Gefühl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freischwimmer</strong> (Sneak)<br />
Ganz seltsamer Film. Musste einige Zeit darüber schlafen, bis mir das Gefühl kam, dass der gar nicht so schlecht war. Eine "heile" Kleinstadtwelt, in der es nur so von Psychopathen wimmelt. Große Leistungen von August Diehl, Devid Striesow und Frederick Lau. Skurril, amüsant, böse! So 8/10</p>
<p><strong>Pornorama</strong><br />
Eigentlich ein ziemlicher Dummfug, der es aber ab und zu tatsächlich schafft, gut zu unterhalten. Das liegt dann meist an den lustigen Dokumentarfilmausschnitten der 60er Jahre oder an den schrägen Moralvorstellungen der Zeit. Sonst gibt es viel Klischee mit noch mehr Klamauk. So 3/10.</p>
<p><strong>Stage Beauty</strong><br />
Brillante Schauspieler, schöne Ausstattung und gute Geschichte - genau nach meinem Geschmack! 9/10</p>
<p><strong>JFK</strong> (DC)<br />
Immer wieder faszinierend, dass so ein wortlastiger und langer Film so gut funktioniert. Politisch natürlich ein wichtiger Film! 8-9/10</p>
<p><strong>Brügge sehen ... und sterben</strong><br />
Interessante Mischung aus Drama, Komödie und Ganovenfilm, dessen einzelne Bestandteile gut zusammen passten und mir gut gefielen. Hätte insgesamt vielleicht noch ein bisschen böser sein können, dennoch sehr unterhaltsam. 9/10</p>
<p><strong>Indiana Jones und der letzte Kreuzzug</strong><br />
Als Vorbereitung auf Indy 4 im TV gesehen. Werbung nervt - bin ich gar nicht mehr gewöhnt! Ansonsten schöner klassischer Abenteuerfilm! 7/10</p>
<p><strong>Iron Man</strong><br />
Hat mich (nach einigen guten Kritiken erwartungsgemäß) gut unterhalten. Er kommt um die üblichen, neuerdings zu oft genutzten Comicversatzstücke logischerweise nicht herum, ist aber sehr humorvoll und damit äußerst sympathisch, auch was seine Hauptdarsteller anbetrifft. 7/10</p>
<p><strong>Things We Lost In The Fire</strong> (Sneak)<br />
Frau Bier kann schon gute Dramen machen - auch in den USA. Meine Welt ist dieses rührseelige Tränendrückerzeug nicht unbedingt. Dennoch anerkennende 6/10</p>
<p><strong>Verliebt in die Braut</strong><br />
Kann man unter Gruppenzwang abbuchen, wobei ich der Einzige war, der <span style="text-decoration:underline;">nicht</span> wegen Patrick Dempsey in dem Film war. Ich blieb aber meiner "Regel" treu, alle Filme mit Michelle Monaghan zu sehen. <span lang="EN-GB">Nett war`s! </span>Nicht mehr, aber auch nicht weniger! 6/10</p>
<p><strong>The Elephant King</strong> (Sneak)<br />
Sehr gewollt wirkender Debütfilm (des Regisseurs) über zwei amerikanische Brüder, die sich in Thailand vergnügen und wieder zusammenfinden wollen. Dazu gibt es aufgesetzte Dramatik und bemühte Tourismuskritik. Nicht mein Fall! 4/10</p>
<p><strong>Indy 4</strong><br />
Klassischer, unterhaltsamer Abenteuerfilm, der sich strikt an die Genrekonventionen hält, und damit ein typischer Indyfilm ist. Cate ist mal wieder umwerfend! 7/10</p>
<p><strong>I Am Legend</strong><br />
Bleibt bei 6/10. Das Ende schockt mich inhaltlich nicht mehr so wie bei der ersten Sichtung, bleibt aber immer noch äußerst ärgerlich. Die erste Stunde ist aber gutes Kino!</p>
<p><strong>Tödliche Versprechen</strong><br />
In der deutschen Synchro merkt man den großen schauspielerischen Unterschied zwischen dem plumpen Müller-Stahl und dem brillanten Mortensen gar nicht so, wobei die Synchronstimme von Mortensen dennoch sehr gut ist. Insgesamt gefiel mir der Film leicht besser als im Kino. Nun bei 7/10.</p>
<p>Dazu noch die erste Staffel von <em>Dexter</em> und die beiden Staffeln von <em>Dead like me</em>. Dazu später mehr ...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurzkommentare - April 2008]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=179</link>
<pubDate>Tue, 13 May 2008 16:26:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
<guid>http://mediensucht.wordpress.com/?p=179</guid>
<description><![CDATA[Der April war mal wieder sehr dünn, was meine Filmsichtungen anbetrifft, weshalb ich das Einstellen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der April war mal wieder sehr dünn, was meine Filmsichtungen anbetrifft, weshalb ich das Einstellen der Kurzkommentare zu den gesehenen Filmen bisher schlicht vergessen habe. <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/05/09/veronica-mars/" target="_self">Veronica Mars</a> hat mir den Kopf verdreht ...</p>
<p><strong>Lissi und der wilde Kaiser</strong><br />
Der war ja gar nicht mal so gut. Inszenatorisch ansprechend, wie man es von Bully gewohnt ist, inhaltlich aber eine billige Revue von Uraltwitzen, die man schon 30 Mal besser in der Bullyparade gesehen hat. 2/10</p>
<p><strong>Caramel</strong> (Sneak)<br />
Rrelativ inhaltsleere Frauendramödie mit teils wirklich tollen Szenen, die aber insgesamt eher belanglos und durchschnittlich daherkommt. 5/10</p>
<p><strong>Fleisch ist mein Gemüse</strong> (Sneak)<br />
Auweia, wie schlecht war das denn!?! Vom Buch hört man ja eher Gutes. Der Humor des Filmes war überhaupt nicht meiner. Stupide Späße auf Karnevalsniveau gepaart mit nerviger Musik (naja, die gehörte wohl dazu) und groben handwerklichen Fehlern ergeben eine deutsche Komödie, die ich keinem empfehlen kann. Für ein paar nette Ideen und wenige gute Lacher: 2-3/10</p>
<p><strong>Muse - Haarp</strong><br />
Mir schlackern jetzt noch die Ohren ... Hammer! 10/10</p>
<p><strong>Der Rote Baron</strong><br />
Handwerklich war der <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/04/21/der-rote-baron/" target="_self">Film</a> nicht so schlecht, wie erwartet. Besonders die Luftkämpfe sahen ganz ordentlich aus. Das Drehbuch war schlicht unterirdisch. So ist der Film eine langatmige Geschichtsverfälschung. Heady und Prahl sind fehlbesetzt, Fiennes nur da, um einen großen Namen zu präsentieren. Irgendwie schade, dass bei großen deutschen Produktionen immer versucht wird, ausgerechnet das schmalzige Hollywoodkino nachzuäffen. 3/10</p>
<p><strong>Der fliegende Händler</strong> (Sneak)<br />
Der Regisseur hätte mal lieber bei seinen Dokumentationen bleiben sollen. Wenn die Schauspieler nicht gewesen wären, könnte man den Film als nette Naturdoku sehen. So bedient er mal wieder das Klischee vom lebensunfähigen Städter, der auf dem Land zum Leben findet. Gähn! 2/10</p>
<p><strong>1. Mai</strong> (Sneak)<br />
Dieser deutsche Episodenfilm über Geschehnisse um den 1. Mai war bis auf einige Längen interessant und unterhaltsam. Die auf Doku machende Kameraarbeit nervte aber gewaltig. So 6/10</p>
<p><strong>Ratatouille</strong><br />
Der Film ist zurecht in meiner letztjährigen Top10. Wird immer besser! 10/10</p>
<p><strong>Abbitte</strong><br />
Brillant gemachtes Historiendrama! Weiterhin 10/10</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Garden State]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=171</link>
<pubDate>Wed, 07 May 2008 22:01:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
<guid>http://mediensucht.wordpress.com/?p=171</guid>
<description><![CDATA[Wo wir gerade bei Lieblingsfilmen sind &#8230; sind wir nicht? Trotzdem: Einer meiner Lieblingsfilme]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wo wir gerade bei Lieblingsfilmen sind ... sind wir nicht? Trotzdem: Einer meiner Lieblingsfilme ist <strong>Garden State</strong> von <a href="http://www.zachbraff.com/" target="_blank">Zach Braff</a>. Der ist nämlich total schön (nicht Braff, sondern der Film!). Um es aber mal mit ein paar mehr Worten zu schreiben (<em>Spoilerwarnung</em>):</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-172" style="float:left;margin:5px;" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/05/garden-state.jpg" alt="" width="240" height="356" />Wow! Man ist überrascht und fasziniert, was aus diesem Typen, der bei SCRUBS eher naiv trottelig daherkommt, an Genialität entspringt. Zach Braff hat mit <a href="http://www.foxsearchlight.com/gardenstate/" target="_blank">Garden State</a> einen Coming of Age-Film gedreht, der äußerst komplex und dennoch so herzlich leicht inszeniert ist. Genaugenommen ist es eher ein Coming to Life-Film, der aber durchaus auch als Appell an die Jugend zu sehen ist, endlich erwachsen zu werden und zu LEBEN. Braff spricht so viele Themen an und wirft so viele Fragen auf, die man sich in jungen Jahren selbst gestellt hat und sich vielleicht sogar jetzt noch stellt. Doch nie wird ein mahnender Zeigefinger erhoben. Braff lässt durch seine Geschichte und die intelligenten Dialoge seine Figuren und nicht zuletzt sich selbst als Hauptfigur sprechen. Keine Szene ist sinnlos oder gar langweilig. Der Film strahlt am Ende eine emotionale Wärme aus, die zu Herzen geht. Fantastisch!</p>
<p>Es geht um den jungen Mann Andrew Largeman (Zach Braff), der von seinem bisherigen Leben desillusioniert ist und eher dahinvegetiert. Als arbeitsloser Schauspieler muss er im Chinarestaurant kellnern. Eines Tages bekommt er vom Vater (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ian_Holm" target="_blank">Ian Holm</a>) den Anruf, seine Mutter sei gestorben, doch selbst auf der Beerdigung bleibt er seltsam unbeteiligt. Seine alte Heimat hat sich ihm entfremdet. Plötzlich schneit Samantha (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Natalie_Portman" target="_blank">Natalie Portman</a>) in sein Leben ...</p>
<p>Zach Braff ist schon ein kleines Wunderkind! In seinem Alter solche Filme herauszuhauen, wo soll das noch hinführen? Die Story könnte man als einfach, aber genial bezeichnen. Über die Gesamtlänge des Filmes entblättert sich allmählich Andrews bisheriges Leben wie ein Puzzle, das langsam Sinn ergibt und ebenso langsam zu der Selbsterkenntnis führt, die notwendig ist, erwachsen zu werden und zum Leben zu finden. Eigentlich klassisch angelegt, hilft ihm beim Erkenntnisgewinn eine fremder Mensch, der unerwartet anders ist, ein Augenöffner. Samantha gewinnt durch ihre Offenherzigkeit sein Vertrauen, ihr kann er sich öffnen, Dinge aussprechen, die er selbst seinen Eltern nicht anvertrauen konnte/wollte. Dieses neue Selbstvertrauen hilft ihm, am Ende auch mit seinem Vater ein reinigendes Gespräch zu führen. Während wir am Anfang noch einen deprimierten Kellner in einem Chinarestaurant sehen, der sich von den Gästen schikanieren lässt, sehen wir am Ende einen lebensfrohen jungen Mann, der sich traut, ein neues Leben anzufangen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-173" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/05/gardenstate2.jpg" alt="" width="425" height="246" /></p>
<p>Braff hat es auch handwerklich drauf. Hier kommen ihm wahrscheinlich seine vielen und frühen Dreherfahrungen zu Gute. Mit 14 debütierte er an der Seite von Gwyneth Paltrow im TV. Mit Woody Allen drehte er MANHATTAN MURDER MYSTERY. Collin Farrell ist sein Freund. Er muss wohl öfter genauer aufgepasst haben. Alles ist wunderbar in Szene gesetzt, ein gutes Spiel mit Kamerawinkeln und Licht. Der Einsatz der Musik und der Musiktexte ist immer treffend. Der <a href="http://www.amazon.de/Garden-State-Various/dp/B0006GVJW6" target="_blank">Soundtrack</a> ist einer der besten der letzten Jahre. Braff habe ich übrigens meinen ersten Kontakt mit den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Shins" target="_blank">Shins</a> zu verdanken, die hier gleich zwei Songs zum Soundtrack beisteuerten. Interessant auch, dass Braff die weibliche Hauptrolle (un-)eigennütziger Weise mit seiner <a href="http://www.natalieportman.com/gallery/mags_2004_robert-maxwell/esq_04_Natalie_Portman_Sep2K4_Esquire1_hi?full=1" target="_blank">Traumfrau</a> besetzte, die hier auch großartig und fein akzentuiert spielt.</p>
<p>Ich war beim ersten Sehen (es sind ein paar Sichtungen dazugekommen) tief beeindruckt und hätte nicht gedacht, dass mir so ein Coming of Age-Film beim ersten Sehen so vollständig zusagen könnte. Ein fantastischer Film eines jungen Mannes mit hervorragenden Zukunftsaussichten. Man kann nur auf Weiteres gespannt sein.</p>
<p><strong>10/10</strong> Pillen zur Entwöhnung</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-237" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m105.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p>(ähnlich auch bei <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=74131" target="_blank">kino.de</a>)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Deutscher Filmpreis 2008 - Die Gala]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=163</link>
<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 12:38:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gestern wurde in Berlin mit einer festlichen Gala der Deutsche Filmpreis 2008 (Lola) vergeben. Durch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern wurde in Berlin mit einer festlichen Gala der Deutsche Filmpreis 2008 (Lola) vergeben. Durch den Abend führte Barbara Schöneberger. Großer Gewinner war Fatih Akin mit seinem Drama <em>Auf der anderen Seite</em>. „Überschattet“ wurde auch diese Veranstaltung durch die Zänkereien zwischen der Deutschen Filmakademie und Til Schweiger, der wohl einfach zu blöd war, seinen an den Kinokassen sehr erfolgreichen Film <em>Keinohrhasen</em> für die Nominierung bei der Akademie regelkonform einzureichen. Schweiger saß mit störrischer bis peinlich berührter Miene im Publikum und wurde „Opfer“ der ein oder anderen spöttischen Bemerkung.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="size-full wp-image-164" style="vertical-align:middle;" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/04/filmpreis08.jpg" alt="" width="188" height="120" /></p>
<p>Das Konzept der Gala orientierte sich (wie übrigens auch die Wahlprozedur) an den amerikanischen Oscars. Ein Gastgeber / eine Gastgeberin führt mehr oder minder witzig durch den Abend, bekannte Persönlichkeiten präsentieren als Laudatoren die Gewinner, deren Danksagungen durch ein dudelndes Orchester unterbrochen werden. Nach zwei Jahren Michael „Bully“ Herbig als Showmaster durfte nun also Barbara Schöneberger ans Mikro und präsentierte ihre in verschiedene Kleider gepressten Rundungen. Frau Schöneberger singt jetzt, das weiß inzwischen wahrscheinlich jeder. Trotzdem musste die Dame ihre miserablen Gesangskünste mit dämlich umgetexteten Schlagern auch hier „zum Besten“ geben. Ebenso die Einspieler mit Schöneberger - etwa als „Waldmeisterin“ in Unsere Erde - waren nur peinlich. Repräsentierte sie mit ihrer erbärmlichen Performance eventuell die (bis auf Ausnahmen) schlechte Qualität der deutschen Komödie des letzten Jahres? Immerhin führte sie recht zügig durch den Abend, so dass diese Gala nur halb so lang wie eine Oscarverleihung war. Dass es doch witzig zugehen kann zeigte dann ausgerechnet „Bully“ Herbig, der mit <em>Sissy und der wilde Kaiser</em> einen jener Tiefpunkte 2007 setzte, mit seiner kurzen und humorvollen Laudatio.</p>
<p>Trotz anders lautender Äußerungen von Frau Schöneberger war das deutsche Filmjahr 2007 ein eher schlechtes. Wenn der beste deutsche Film 2007 (der nicht nominierte <em>Black Book</em> von Paul Verhoeven) eigentlich eine ausländische Produktion ist und die immerhin für den Preis der besten weiblichen Hauptrolle nominierte brillante Carice van Houten gar keine Deutsche ist, dann stimmt etwas nicht im Lande Fritz Langs. Im Rahmen dieser Möglichkeiten ist die diesjährige Preisvergabe dennoch als gerechtfertigt zu bezeichnen. Nina Hoss kam zwar in <em>Yella</em> nicht ganz an van Houtens Leistung in <em>Black Book</em> heran, ist aber momentan die wohl beste deutsche Schauspielerin. Abräumer war der Deutschtürke Fatih Akin, der mit seinem Culture-Clash-Drama über Tod und Liebe die Preise für Schnitt, Film, Regie und Drehbuch einheimste und mit seinem Film wohl die meisten Akademiemitglieder begeisterte. Angesichts der Preisflut schwankte Akin in seinen Danksagungen zwischen seiner eigentlichen aufmüpfigen Opposition gegen die Akademie und kindlicher Freude. <em>Prinzessinnenbad</em> als besten Dokumentarfilm auszuzeichnen, gleicht einem Witz – schade für Pepe Danquarts bildgewaltigen <em>Am Limit</em>. Freude dagegen über die Auszeichnung für Armin Völckers <em>Leroy</em> als besten Kinder- und Jugendfilm.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-166" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/04/akinhosswepper.jpg" alt="" width="420" height="301" /></p>
<p>Dass es inzwischen überhaupt eine solche Gala für den deutschen Film gibt, ist lobenswert. Dennoch liegt noch einiges im Argen. Es gibt einige Ansatzpunkte für Reformen. Öffentliche Fördergelder sollten nicht von einer privaten Institution (Deutsche Filmakademie) vergeben werden. Man sollte den Preis und die Vergabe der Gelder trennen. Einige Strukturen innerhalb der Akademie wären auch zu überdenken, vor Allem was den Kontakt zum Zielpublikum betrifft. Das Konzept der eigentlichen Gala geht in die richtige Richtung, auch wenn es noch kleinerer Verbesserungen bedarf. Global gesehen scheint der deutsche Film auf dem richtigen Weg, man sollte sich aber nicht auf den ersten Lorbeeren (letztjährige Oscars) ausruhen.</p>
<p>Seltsam war die TV-Übertragung durch die ARD. Als Karoline Herfurth die Laudatio für die beste männliche Hauptrolle hielt, gab es einen unvermittelten Schnitt und Frau Schöneberger war wieder zu sehen, wie sie eine abgeänderte Ankündigung für Frau Herfurth machte. Die Laudatio schien dann auch eine Variante zu sein. Gab es da technische Probleme (Stromausfall) im Saal oder Fehler in der Ansage? Vielleicht könnte mich einer der Anwesenden mal aufklären ...</p>
<p>;-)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Rote Baron]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=159</link>
<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 18:49:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Fälscher
Manfred von Richthofen war ein kaltblütiger Killer in der Luft – ein Killer mit Pri]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration:underline;">Die Fälscher</span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-160" style="float:left;margin:5px;" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/04/baron.jpg?w=180" alt="" width="180" height="253" />Manfred von Richthofen war ein kaltblütiger Killer in der Luft – ein Killer mit Prinzipien, aber ein Killer! Die deutsche Propaganda des ersten Weltkrieges machte ihn zu einem Helden und alle Welt glaubte ihr. Diese Schönfärbung einer Person wirkt bis heute, wie man am Film <a href="http://www.redbaron-themovie.com/index_de.html" target="_blank"><strong><em>Der Rote Baron</em></strong> </a>von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Müllerschön" target="_blank">Nikolai Müllerschön</a> sieht.</p>
<p>Wie in vielen <a href="http://history.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,7226612,00.html" target="_blank">Dokumentationen</a> und <a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1794/tod_eines_kaltbluetigen_menschenjaegers.html" target="_blank">Veröffentlichungen</a> über Manfred von Richthofen der heutigen Zeit zu sehen bzw. zu lesen ist, böten sein vielschichtiger Charakter und sein kurzes Leben genügend Stoff und vor allem genügend interessante Reizpunkte, um einen zweistündigen Film attraktiv und unterhaltend zu füllen. Doch leider beschränken sich Müllersohn und sein Team darauf, eine deutsche Version der <a href="http://flyboys-derfilm.de/" target="_blank"><strong><em>Flyboys</em></strong></a> zu drehen, der letztes Jahr zurecht ohne viel Aufsehen in den Kinos unterging. Man wollte einmal mehr großes Hollywoodkino machen, schaute aber an der falschen Stelle ab. Was nützt ein aufwendig ausgestatteter und mit imposanten Fliegerkämpfen angereicherter Film über eine weltbekannte Persönlichkeit, wenn man sich nicht die Mühe macht, vernünftig zu recherchieren bzw. ein spannendes Drehbuch auszuarbeiten und so in keiner Minute dieser historischen Figur gerecht wird. Viel lieber stellt man die Hauptperson eindimensional als Gutmensch dar, der nur widerwillig im Krieg ist, erdenkt sich eine billige Liebesgeschichte, die einfach nur langweilt.</p>
<p><strong><em>Der Rote Baron</em></strong> ist leider zu einer Geschichtsverfälschung erster Kajüte verkommen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_von_Richthofen" target="_blank">Richthofen</a> wird als Pazifist der Lüfte dargestellt, der seine Gegner nicht töten will, der den Luftkampf rein sportlich sieht und den Feind respektiert. Das ist Weichspülerei. Richthofen war vielmehr ein Menschenjäger, der sehr wohl den gezielten Tod seines Gegners herbeiwünschte. Er ließ für jeden Abschuss einen kleinen Metallbecher fertigen, um seine Erfolge „zu sammeln“. Die Brutalität des Krieges verabscheute er zwar, war sich aber seiner speziellen Killerinstinkte bewusst: „<em>Es liegt nicht jedem Menschen, im letzten Augenblick noch die volle Geistesgegenwart zu behalten, ruhig zu zielen über Visier und Korn und Kopf aufsitzen zu lassen. Diese Art Menschenjagd muss tatsächlich geübt werden</em>.“ Um in der damaligen Zeit 80 Gegner vom Himmel zu holen, bedarf es schon einer gewissen Härte und inneren Kälte, im Film wird dagegen strikt fair agiert und romantisiert.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-161" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/04/baron2.jpg?w=420" alt="" width="420" height="238" /></p>
<p>Das Ende Richthofens böte viel Raum zu Interpretationen. Nach seiner Kopfverletzung 1917 bekommt er einen Knacks in der Seele, wird unvorsichtig und noch trotziger. So folgt Richthofen am 21.4.1918 einem gegnerischen Anfänger viel zu nah über den feindlichen Stellungen und wird von australischem Bodenfeuer getroffen. Der Film verkürzt hier stark, lässt den Tod völlig offen. Wie konnte es zu solchem Leichtsinn kommen? Wieso hat Richthofen seine eigenen Regeln verletzt? Gab es Todessehnsucht? Viele interessante Fragen, die der Film nicht stellt.</p>
<p>Neben den hier schon angedeuteten Drehbuchschwächen gibt es auch Fehler in der Besetzung. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lena_Headey" target="_blank">Lena Headey</a> als Krankenschwester und große Liebe Richthofens sieht zwar gut aus, ist für die Rolle aber schlicht zu alt. Ebenfalls zu alt erscheint Till Schweiger als Voss, der nicht so recht in die junge Garde passen will. Und <a href="http://www.axelprahl.de/" target="_blank">Axel Prahl</a> lässt General von Hoeppner zu einer Witzfigur verkommen. Sonst gehen die Schauspielleistungen in Ordnung, <a href="http://www.matthias-schweighoefer.de/" target="_blank">Matthias Schweighöfer</a>s (Richthofen) Können wurde nicht ausgereizt, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Fiennes" target="_blank">Joseph Fiennes</a> ist verschenkt. Optisch empfand ich den Film als gelungen. Die Flugszenen sahen spektakulär aus, die Ausstattung war prächtig. Die Kameraführung kann man als konventionell bezeichnen, was dem Thema angemessen erscheint. Ein bisschen mehr Innovation in der Machart hätte dem Film aber sicher nicht geschadet.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-162" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/04/baron3.jpg?w=420" alt="" width="420" height="198" /></p>
<p>In Deutschland ist man handwerklich durchaus in der Lage, große (historische) Stoffe umzusetzen, scheitert aber (wie zum Teil die amerikanischen Vorbilder auch) an der Beherzigung der Grundlagen für einen guten Film. Das schlechte Drehbuch ist das Hauptmanko des Films, darüber können gute Ausstattung und schöne Optik nicht hinwegtäuschen. <em><strong>Der Rote Baron</strong></em> ist leider weder etwas für geschichtlich Interessierte, noch taugt er als spannender Unterhaltungsfilm. Schade um das viele Fördergeld!</p>
<p>Nur <strong>3/10</strong> Pillen zur Entwöhnung!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-238" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m031.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p>(auch auf <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=87834" target="_blank">kino.de</a>)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lola Visionen (Nachbetrachtung)]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=155</link>
<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 22:59:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Hier der Vollständigkeit halber ein kleiner Rückblick auf die Veranstaltung Lola Visionen im Filmt]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hier der Vollständigkeit halber ein kleiner Rückblick auf die Veranstaltung <em>Lola Visionen </em>im Filmtheater am Friedrichshain vom 16.04.08 (heute):</p>
<p>Trotz geringer Werbemaßnahmen war die diesjährige Podiumsdiskussion der Regisseure der für den Deutschen Filmpreis nominierten Filme im Vergleich zum letzten Jahr recht gut besucht. Das Publikum bestand vorwiegend aus Filmschaffenden. Schade, dass mangels besserer Öffentlichkeitsarbeit der Abend eher den Charakter einer exklusiven Insiderveranstaltung hatte, was ja dem eigentlichen Gedanken dahinter widerstrebt.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-156" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/04/lola1.jpg" alt="" width="410" height="235" /></p>
<p>Durch den Abend führte wiederum Heike-Melba Fendel, die durch immens lange Fragen mit extremen Verschachtelungen „glänzte“. Obwohl sie am Ende ihrer Frage nicht mehr wusste, worauf sie eigentlich hinaus wollte, gelang es ihr versehentlich erstaunlich gut, für eine interessante Plauderrunde zu sorgen. Da einige Regisseure der in der Hauptkategorie nominierten Filme verhindert waren, gesellten sich zu Robert Thalheim (<strong>Am Ende kommen Touristen</strong>) und Christian Petzold (<strong>Yella</strong>) noch die zwei Jugendfilmregisseure Armin Völckers (<strong>Leroy</strong>) und Anna Justice (<strong>Max Minsky und ich</strong>) sowie Dokumentarfilmerin Bettina Blümner (<strong>Prinzessinnenbad</strong>).</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-157" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/04/lola2.jpg" alt="" width="410" height="308" /></p>
<p>Nach der Vorführung kurzer Filmausschnitte ging es anfangs thematisch um die verschiedenen Werdegänge der Regisseure und ihre Beziehung zu den Drehorten ihrer aktuellen Filme. Daraus entwickelte sich eine Diskussion über Schauspielerführung, Drehbuchschreiben, die Zukunft des Films und den Unterschied zwischen Kino- und Fernsehproduktionen. Christian Petzold profilierte sich als selbstbewusster Filmemacher mit eigenen Methoden und Ansichten, die ich interessant fand, wenn ich auch nicht immer einer Meinung mit ihm war. Den Part des schelmischen und unbekümmerten „Witzboldes“, den letztes Jahr Marcus H. Rosenmüller innehatte, übernahm diesmal Armin Völckers, dessen teils schon recht einfache Ansichten mir am ehesten lagen. Ebenfalls sehr sympathisch erschien mir Anne Justice, die sich ordentlich einbrachte und, ihrer filmischen Herkunft bewusst, das Fernsehen verteidigte. Recht schüchtern beantwortete Robert Thalheim die Fragen, er kam mit der seltsamen Art der Fragenstellung durch Frau Fendel nicht sonderlich gut zurecht. Etwas suspekt kam mir Bettina Blümner vor, was aber weniger an ihrer Person als an ihrer Dokumentation lag. Ich bin der Meinung, dass <strong>Prinzessinnenbad</strong> ein erschreckendes Bild der deutschen Jugend zeigt und die Heldinnen als dumme, asoziale Gören outet. Blümner denkt aber, sie hätte eine Dokumentation über das Erwachsenwerden mit sympathischen Mädchen gedreht. Zudem wirkte sie als einzige Dokumentarfilmerin bisweilen als Fremdkörper in der Runde.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-158" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/04/lola3.jpg" alt="" width="410" height="304" /></p>
<p>Insgesamt war diese Ausgabe der <em>Lola Visionen</em> wieder eine gerade für Filminteressierte äußerst lohnende Veranstaltung. Der Zuhörer erfuhr interessante Hintergrundinformationen bzw. witzige Insiderdetails und er lernte ganz unterschiedliche Typen von Menschen kennen, die es alle irgendwie zum Film geschafft haben. So war und ist <em>Lola Visionen</em> Information und Inspiration … und damit eigentlich etwas für ein größeres Publikum ;o)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[LOLA Festival - LOLA Visionen]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=154</link>
<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 16:56:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Da am 25. April der Deutsche Filmpreis (LOLA) verliehen wird, findet im Vorfeld wieder das LOLA Fest]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Da am 25. April der Deutsche Filmpreis (LOLA) verliehen wird, findet im Vorfeld wieder das LOLA Festival statt, auf dem die für den renommiertesten deutschen Filmpreis nominierten Filme nochmals gezeigt werden. Zudem gibt es am Mittwoch, den 16. April, eine Diskussionsveranstaltung mit den Regisseuren der fünf in der Hauptkategorie nominierten Filme.</p>
<p style="text-align:center;"><img style="vertical-align:middle;" src="http://www.lola-festival08.de/fileadmin/lolafestival/logo.jpg" alt="" width="188" height="110" /></p>
<p>Zunächst aber ein paar Worte zum Preis: Den Deutschen Filmpreis gibt es eigentlich schon seit 1951. Er wurde bis 2004 von einer Kommission aus Politikern und Kirchenvertretern bzw. vom Bundesinnenminister vergeben. Erst 2003 wurde die Deutsche Filmakademie gegründet, die nun nach Vorbild der amerikanischen Oscars die Preisträger durch ihre Mitglieder bestimmen lässt. Zunächst werden also aus einer Liste von Einreichungen die Nominierten für die verschiedenen Kategorien bestimmt. Mit einem zweiten geheimen Wahlgang ermittelt man dann die Gewinner der Kategorien. Die Preisevergabe findet am Ende bei einer festlichen Gala statt.</p>
<p>Die Nominierten stehen nun also fest. Vom 16. bis 20. April können die nominierten Filme der Kategorien „Bester Spielfilm“, „Bester Dokumentarfilm“ und „Bester Kinder- und Jugendfilm“ nochmals im Kino gesehen werden. Eine Liste der teilnehmenden Städte und Kinos gibt es <a href="http://www.lola-festival08.de/" target="_blank">hier</a>. Das Programm steht auch fest und kann <a href="http://www.lola-festival08.de/index.php?id=897" target="_blank">hier</a> eingesehen werden.</p>
<p>Am 16. April findet im Filmtheater am Friedrichshain in Berlin um 19:30 Uhr die Diskussionsveranstaltung „<a href="http://www.deutsche-filmakademie.de/visionen08.html" target="_blank">LOLA Visionen</a>“ statt, an der sich die Regisseure der für den Deutschen Filmpreis nominierten Filme beteiligen werden. Sie stellen ihre Filme vor, sprechen über ihre Arbeit und beantworten Fragen des Publikums. Für nur 5 € ist jeder Filmfan bei der Veranstaltung willkommen!</p>
<p>Die Regisseure bei LOLA Visionen: Bettina Blümner (PRINZESSINNENBAD), Anna Justice (MAX MINSKY UND ICH), Christian Petzold (YELLA), Robert Thalheim (AM ENDE KOMMEN TOURISTEN) und Armin Völckers (LEROY).</p>
<p>Noch ein Tipp für die Presseabteilung der Deutschen Filmakademie: Mit etwas mehr (cleverer) Werbung werden auch die Veranstaltungen um den Filmpreis herum ein Erfolg!<br />
;-)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurzkommentare - März 2008]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=153</link>
<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 15:29:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Im Tal von Elah (Sneak)
Thematisch nicht neu, aber in dieser Umsetzung durchaus interessant. Die fü]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font color="#cccc99"><b>Im Tal von Elah</b></font> (Sneak)<br />
Thematisch nicht neu, aber in dieser Umsetzung durchaus interessant. Die für Haggis typische Symbolik darf natürlich auch nicht fehlen. Ein Manko war das teils unnötige Langziehen einiger Szenen, was sich negativ auf den Fluss auswirkte. So 7/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>No Country For Old Men</b></font><br />
Zweite Sichtung. Ich kann beim besten Willen nichts finden, was ich den Coens anlasten könnte. Bleibt bei <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/02/20/no-country-for-old-men/">klaren</a> 10/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>The Other Boleyn Girl</b></font><br />
Nach der Berlinale noch mal in der Sneak gesehen. Das Konzept "Drama" geht wunderbar auf, deshalb kann man dem <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/03/04/die-schwester-der-konigin/">Film</a> seine vielleicht etwas konservative Umsetzung nicht vorwerfen. Ein intensives Kammerspiel mit guten Darstellern! 8/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Michael Clayton</b></font><br />
Mmh! Weiß auch nach ein paar Tagen nicht, was ich davon halten soll. Mal sau-spannend, mal arg langgezogen, gute Schauspieler (wobei ich bei den Oscars klar Cate Blanchett für "I'm Not There" Tilda Swinton vorgezogen hätte), ordentliche Bilder von Elswit und eine durchwachsene Story, die mal fesselt, aber ab und zu auch verdammt altbacken daherkommt. Irgendwas zwischen 6/10 und 8/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Juno</b> </font>(Sneak)<br />
War doch ganz nett. Insgesamt zwar harmlos, aber oft witzig und erfrischend. Schöner seichter Unterhaltungsfilm ohne große Nachwirkung. 7/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Machtlos - Rendition</b></font><br />
Was habe ich mich aufgeregt! Ich weiß schon, warum ich kaum Politmagazine schaue. Die Umstände sind natürlich klar und der Film funktioniert meinem Hirn auch nur als Stichwortgeber. Dass es in der heutigen, angeblich zivilisierten und fortgeschrittenen Welt immer noch möglich ist, dass "gebildete" Verantwortungsträger Wirkung mit Ursache verwechseln und den gesunden Menschenverstand abschalten, wird mir nie begreiflich sein. Achja, der Film war insgesamt recht ordentlich, wenn auch vorhersehbar. <i>Ohne Wertung.</i></p>
<p>Mal wieder <font color="#cccc99"><b>Ratatouille</b></font><br />
PIXAR rocken - in jeder Hinsicht: wunderschöne Geschichte, witzig, einfühlsam und technisch brillant umgesetzt!</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Die Ermordung des Jesse James ...</b></font><br />
Zweite Sichtung und von Langeweile nichts zu spüren. Ja, der <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2007/10/26/jesse-james/">Film</a> ist lang, dennoch möchte ich auf keine Szene verzichten, da sonst auch Tiefe verloren ginge. Der Film ist ein absolut faszinierendes Porträt zweier zweifelnder Gestalten, die mit dem Begriff Held versuchen umzugehen. Und wer die Brillanz von Deakins nicht erkennt, hat keine Ahnung, so!</p>
<p>Ansonsten: Serien, Serien, Serien ... (siehe <a href="http://mediensucht.wordpress.com/category/serienjunkietum/">Kategorie</a>)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Children Of Men]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=147</link>
<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 19:06:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
<guid>http://mediensucht.wordpress.com/?p=147</guid>
<description><![CDATA[Da ich mit King Kong gerade bei Lieblingsfilmen bin, möchte ich allen, die ihn noch nicht gesehen h]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich mit <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/03/20/peter-jacksons-king-kong/">King Kong</a> gerade bei Lieblingsfilmen bin, möchte ich allen, die ihn noch nicht gesehen haben, einen Film aus dem Jahr 2006 empfehlen: <a href="http://movies.uip.de/childrenofmen/" target="_blank"><em>Children Of Men</em></a></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Circus Maximus</span></strong></p>
<p><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/03/children_of_men0.jpg" alt="children_of_men0.jpg" hspace="5" vspace="0" align="left" />Ab und zu - und in letzter Zeit leider viel zu selten - passiert es, dass man aus dem Kino kommt und dieses Gefühl hat, das wohl ein Kind nach seinem ersten Zirkusbesuch haben sollte - zumindest in unserer Klischeevorstellung. Es ist ein Gefühl aus Staunen, teils aus Furcht (vor den Raubtieren etwa), teils aus Entzückung, das gerade eben Dargebotene noch nie zuvor so gesehen zu haben. So ein Gefühl ist in der heutigen Zeit mit ihrer Flut an Eindrücken aus den Massenmedien sicherlich nur noch schwer zu erzeugen, doch ab und zu gibt es Lichtblicke und <strong><em>The Children of Men</em></strong> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfonso_Cuarón" target="_blank">Alfonso Cuarón</a> ist einer davon.</p>
<p>Cuarón wirft den Zuschauer augenblicklich ins Geschehen, ohne sich mit langen Erklärungen aufzuhalten. Er präsentiert ihm die wissenswerten Einzelheiten über Zeit, Ort und Lebensumstände der Menschen so nebenbei, gewissermaßen im Vorübergehen (und das ist wörtlich zu nehmen). So ist der Zuschauer sofort in der Geschichte involviert, wird gezwungen auf Details am Rande zu achten, um zu verstehen - eigentlich ein einfacher Trick, um die Konzentration des Zuschauers zu fordern.</p>
<p>Schon die erste Szene mit ihrem kleinen Schockmoment macht dem Zuschauer klar, wir befinden uns in naher Zukunft, die Zeiten sind rau geworden. Die Menschheit ist aus ungeklärten Gründen zeugungsunfähig geworden, das Chaos ist ausgebrochen, nur in England herrscht "dank" rigoroser Einwanderungspolitik eine vage Ordnung. Theo (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Clive_Owen" target="_blank">Clive Owen</a>) versucht dank einigermaßen geregelter Arbeit mit den Umständen zurecht zu kommen, wird aber mehr oder weniger zufällig mit einer Aufgabe betraut, die quasi lebenswichtig ist - für die ganze Menschheit!</p>
<p>Die (zumindest für mich) schon sehr interessante Geschichte ist bei einem guten Film die eine Sache. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die filmische Umsetzung. Hier setzt Cuarón Maßstäbe. Ich muss zugeben, dass ich eine solch brillante Arbeit seit langem nicht gesehen habe. Cuarón bzw. Bildgenie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emmanuel_Lubezki" target="_blank">Emmanuel Lubezki</a> ist mit der Kamera hautnah bei den Protagonisten. Es gibt duzende Szenen, die den Zuschauer direkt am Geschehen teilhaben lassen, ihn aufsaugen. Dabei nervt Cuarón nicht etwa mit übermäßig eingesetzter Wackelkamera, seine Kamera ist vielmehr permanent in Bewegung. Die Einstellungen sind teilweise endlos (ohne Schnitt). Oft ist mir der Mund offen geblieben vor Erstaunen, wie eine Szene wohl so umgesetzt werden konnte. Die Action ist teils hart und überraschend, sie macht einem regelrecht Angst. Insgesamt reiht sich fast eine beeindruckende Szene an die andere.</p>
<p>Fast nebensächlich mutet da die Feststellung an, dass sich auch die Schauspielerleistungen sehen und der Soundtrack hören lassen kann. Clive Owen als gehetzter und zweifelnder Held brilliert zum wiederholten Mal. Die Nebenrollen sind hochkarätig besetzt (Julianne Moore, Michael Caine). Der Score ist immer unterstützend und nie nervend, die eingesetzten Songs bieten kleine psychologische Oasen der Erholung.</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/03/children_of_men2.jpg" alt="children_of_men2.jpg" /></div>
<p>In meiner Schwärmerei bin ich geneigt, mehr vom Inhalt preiszugeben, mir juckt es in den Fingern, einzelne brillante Szenen zu beschreiben. Da dies aber eine einigermaßen spoilerfreie Werbung für den Film sein soll, ende ich mit der Aufforderung: Schaut Euch diesen Film (auf <a href="http://www.amazon.de/Children-Men-DVDs-Clive-Owen/dp/B000NIMZZM" target="_blank">DVD</a>) an und verpasst nicht eines der beeindruckendsten Filmerlebnisse des Jahres 2006! Willkommen im Circus Maximus!</p>
<p><strong>10/10</strong> Pillen zur Entwöhnung</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-239" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m106.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p>(auch auf <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=82886" target="_blank">kino.de</a>)</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Peter Jackson's KING KONG]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=136</link>
<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 14:13:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Am Sonntag zeigt RTL Peter Jackson&#8217;s KING KONG. Ich finde den Film brillant und spreche hier m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag zeigt RTL <a href="http://movies.uip.de/kingkong/" target="_blank">Peter Jackson's <strong>KING KONG</strong></a>. Ich finde den Film brillant und spreche hier mit einer etwas älteren Kritik von mir eine Sehempfehlung aus. Allerdings würde ich vom direkten Sehen bei RTL abraten. Die minutenlange Werbung zerstört garantiert einiges an Atmosphäre und Spannung. Also entweder aufnehmen und ohne Werbung schauen oder gleich die DVD einwerfen!</p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Hommage</strong></span></p>
<p><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/03/kingkong.jpg" alt="kingkong.jpg" hspace="5" vspace="5" align="left" />Gehen wir zurück in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Warum gingen die Leute damals ins Kino, was erwarteten sie und wie fühlten sie sich nach dem Besuch? Zunächst einmal muss man sich ins Gedächtnis rufen, dass damals die Film- und Kinotechnik noch in den Kinderschuhen steckte. Man beherrschte zwar ein paar Tricks, die aber mehr auf einfachen optischen Täuschungen beruhten. Dennoch ließen sich die Menschen damit verzaubern. Die Filmemacher sprachen die Fantasie der Zuschauer an. Man baute sich den fehlenden Rest in seiner Vorstellung selbst zusammen. So war es eine kleine Sensation, als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Merian_C._Cooper" target="_blank">Cooper</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernest_B._Schoedsack" target="_blank">Schoedsack</a> mit einem für damalige Verhältnisse erstaunlich gut animierten Riesenaffen daher kamen und ihm sogar menschliche Züge gaben. Aus heutiger Sicht wirkt die Technik eher "hölzern" bzw. unecht, doch hat dieser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/King_Kong" target="_blank">Film</a> viele Jahre später einen kleinen Neuseeländer noch derart beeindruckt, dass er Filmemacher werden wollte.</p>
<p>Nach äußerst erfolgreicher Verfilmung der Herr der Ringe-Trilogie versuchte sich dieser Neuseeländer an einem Remake seines Lieblingsfilms. Da nun fast jeder die Kong-Geschichte kannte, galt es, das Publikum auf anderen Ebenen zu begeistern. Warum sollte man sich also nicht auf die Filmwelt der 30er Jahre besinnen und mit modernen Mitteln deren Flair wiederbeleben. Jackson wäre aber nicht Jackson, wenn er sich nur auf die reine Computertechnik verlassen würde. Nein, er setzt sich lieber über Studiokonventionen hinweg, macht seinen Film so lang und gibt so viel Geld aus, wie es nötig ist.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Jackson" target="_blank">Peter Jackson</a> bleibt mit seiner Geschichte dann auch gleich in den 30er Jahren von New York und streift die damaligen politischen und gesellschaftlichen Probleme. Prohibition und Armut großer Bevölkerungsteile (Wirtschaftskrise) werden gezeigt. Dies geschieht aber in einer lockeren Art und Weise ohne mit dem Zeigefinger auf irgend etwas zu zeigen. Die Szenerie ist beeindruckend mit Miniaturen, Nachbauten und CGI (Computer Generated Images) erzeugt. Man fühlt sich sofort in der Zeit. Die Farbgebung ist eine Mischung aus historischen Anleihen und genreüblichen Elementen (typische leichte Überzeichnung der Farben eines Fantasy-Films). Die wichtigen Figuren werden je mit einer kleinen "charakterprägenden" Geschichte eingeführt. Schnell sind sie auf dem Schiff in Richtung Ungewissheit. Hier nimmt Jackson sich dann die Zeit, die Protagonisten dem Zuschauer näher zu bringen.</p>
<p>Mit der Landung auf der Insel beweist Jackson sein Unterhaltungstalent. Er lässt seine Mannschaft nicht einfach die Insel betreten, sondern liefert uns den ersten kleinen Höhepunkt (zum Anfüttern quasi), dem noch weitere größere Höhepunkte folgen werden. Mit seiner beeindruckenden Schiffshavarie macht Jackson mal eben <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Titanic_(1997)" target="_blank">TITANIC</a> Konkurrenz und zeigt denjenigen Zuschauern, die nicht schon von den wunderbaren Anfangsbildern begeistert sind, warum sie im Kino sitzen und nicht etwa in einem Buch blättern. Auch der Sound ist gewaltig.</p>
<p>Die nachfolgenden Szenen zeigen nun einen weiteren wichtigen Punkt, warum die Leute früher ins Kino gingen. Das TV ermöglichte erst Jahrzehnte später fast jedem Bürger einen (Ein-) Blick in eine "ferne" Welt. Vor 80 Jahren ging man daher ins Kino, um fremde Völker und Naturlandschaften zu erleben. Da genügte es dem Filmemacher schon, mit der Kamera einfach "draufzuhalten" und das seltsame "Fremde" zu zeigen. Heute bedarf es dagegen größter Fantasie, um die Leute mit atemberaubenden Kreaturen zu beeindrucken - man kennt ja schon alles! Jackson zeigt also eine fremde Kultur, die mit merkwürdigen Riten einer "unbekannten" Macht Menschenopfer bringt.</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/03/king_kong_2.jpg" alt="king_kong_2.jpg" /></div>
<p>Die Einführung King Kongs ist nun wiederum interessant. Jackson verzichtet hier auf ein billiges "BUH!". Er zeigt das Aussehen Kongs vielmehr nebenbei in einer rasanten Fluchtszene aus der Sicht der Entführten Ann Darrow (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naomi_Watts" target="_blank">Naomi Watts</a>). Kong darf man getrost als bisher bestanimierten CGI-Charakter der Filmgeschichte bezeichnen. Das liegt zum Einen an der jahrelang entwickelten Technik (Gollum - <a href="http://www.warnerbros.de/movies/herrderringe/" target="_blank">Herr der Ringe</a>), zum Anderen aber auch an der Zeit, die sich Jackson nimmt, um charakterliche Züge von Kong zu vermitteln. Es gibt mehrere bezaubernde Szenen, in denen sich Kong und Ann näher kommen.</p>
<p>Weniger "bezaubernd" als "imposant" ist der Kampf zwischen Kong und einer Tyrannosaurus Rex-Familie. Jackson hat ihn aus dem Original nicht nur einfach übernommen, sondern eben auf die Familie ausgebaut. Neben dem symbolischen Charakter kommt hier hinzu, dass es eine Steigerung zum Original geben <span style="text-decoration:underline;">muss</span>. Plumpe Kopie kommt nicht in Frage. Wieder einer der vielen Höhepunkte des Films.</p>
<p>Weitere Höhepunkte sind das Saurierrennen und der Ungezieferangriff (köstlich: Der Koch (Gollum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andy_Serkis" target="_blank">Andy Serkis</a>) wird verspeist!). Wieder geht es um Schauwerte, Spannung und Sensation. Klassisches Kino eben! Für das Finale in New York nimmt sich Jackson wieder Zeit. Da es sich bei der Geschichte ja um ein klassisches Drama handelt, darf auch das retardierende Moment nicht fehlen. Mit einer wunderschönen Szene auf einem gefrorenen See im Central Park wird nochmals das Herz des Zuschauers geöffnet, bevor es zum Showdown auf dem Empire State Building kommt. Spätestens hier muss einem klar werden, dass Jackson ein Romantiker ist und der Film eine große Hommage an den Original-Film, aber auch an vergangene Kinozeit ist. Das Ende ist keine Sekunde zu lang. Die Bilder sind beeindruckend und eines Showdowns würdig.</p>
<p>Der Film enthält viele kleine Details, die als Hommage gesehen werden können. Nicht nur die Handlung beinhaltet Anspielungen auf großartiges Vergangenes, auch in Dialogen werden filmhistorische Personen geehrt (z.B. Cooper). In der Figur des Carl Denham (herausragend: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Black" target="_blank">Jack Black</a>) sehen viele Kritiker einen Orson Wells oder gar Peter Jackson selbst.</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/03/king_kong_3.jpg" alt="king_kong_3.jpg" /></div>
<p>Wenn ich hier von Peter Jackson spreche, erwähne ich quasi nur die "Spitze des Eisberges". Lob gebührt nicht nur ihm, sondern beispielsweise auch den exzellent gecasteten und agierenden Schauspielern, der Ausstattung, den CGI-Artisten etc.. So schafft es z.B. John Newton Howard perfekt, einen Score zu komponieren, der die schon wunderbaren Bilder unterstützt, ohne zu dominieren. Auch das alte Thema kommt nicht zu kurz.</p>
<p>Summa summarum ist Peter Jackson`s KING KONG ein perfekter Kinofilm im klassischen Sinn ... und eine brillante Hommage!</p>
<p><strong>10/10</strong> Pillen zur Entwöhnung</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-240" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m107.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p>(auch auf <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=83299" target="_blank">kino.de</a>)</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Outsourced – Auf Umwegen zum Glück]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=127</link>
<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 18:09:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Eine Leerstunde zum Thema Globalisierung
 Liebe Schülerinnen, liebe Schüler,
heute geht es in unse]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration:underline;">Eine Leerstunde zum Thema Globalisierung</span><br />
<img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/03/outsourced.jpg" alt="outsourced.jpg" hspace="10" vspace="5" align="left" /> Liebe Schülerinnen, liebe Schüler,</p>
<p>heute geht es in unserer Lehrstunde um das Thema Globalisierung. Immer mehr Firmen verlagern Jobs ins Ausland, wo die Löhne und Betriebskosten weit geringer sind. Dass die entlassenen Arbeiter im eigenen Land irgendwann die Produkte nicht mehr kaufen können, weil sie nur noch von der Stütze leben, interessiert uns jetzt nicht. Wie wir bereits wissen, gibt es in den Ländern, in die die Arbeitsplätze meist verlagert werden, kulturelle Begebenheiten, die dem normalen Europäer oder Nordamerikaner fremd sind. Ein schönes Beispiel dafür ist Indien, ein ehemaliges Dritte-Welt- bzw. Schwellenland, das heute zu den am schnellsten wachsenden Industriemächten der Welt gehört. Dort gibt es zwar noch vergleichsweise geringe Löhne, aber dazu ein Know-How, das weltweit mithalten kann. Indien hat allerdings immer noch mit vielen Problemen wie Armut, Kriminalität und religiösen Konflikten zu kämpfen.</p>
<p>Als Anschauungsmaterial habe ich Euch einen Film aus den USA mitgebracht. Er ist von Spielfilm-Regiedebütant <a href="http://www.imdb.com/name/nm0420112/" target="_blank">John Jeffcoat</a> und handelt von Todd Anderson (Josh Hamilton), der von seinem Chef beauftragt wird, in Indien seinen eigenen Nachfolger einzuarbeiten. Todd ist nämlich Call-Center-Manager einer Firma, die u.a. kitschige US-Devotionalien verkauft. Als er nach Indien kommt, tritt Todd natürlich in jedes kulturelle Fettnäpfchen, das sich bietet. Dabei werden die üblichen Klischees bedient, damit auch jeder mitbekommt – ja, auch Du in der letzten Reihe – was die Turmuhr geschlagen hat. Es scheint neuerdings üblich zu sein (siehe beispielsweise <a href="http://movies.uip.de/chuckundlarry/" target="_blank"><em>Chuck&#38;Larry</em></a>), die klischeebehaftete Welt zu verurteilen und dabei selbst noch einmal kräftig in die Kerbe zu hauen. Also, liebe Wissbegierigen, was lernen wir? In Indien gibt es überall klauende Kinder, verseuchtes Wasser, volle Züge und Massen von Menschen!</p>
<p>Ich hatte Jeffcoat zwei Listen mit Themen gegeben, die er verarbeiten sollte. Leider hat er aber die wichtige Liste mit den brisanten Themen mit der Nebenthemenliste verwechselt. So gibt es leider keinen Zusammenprall der Kulturen und bis auf eine wunderbar kritische Szene auch keine Globalisierungsanalyse. Nicht uncleverer Weise hat der deutsche Verleih dem Titel „Outsourced“ noch ein „Auf Umwegen zum Glück“ angehängt. Da es mit dem Globalisierungsthema nicht so richtig geklappt hat, wurde nämlich in den Film noch eine Love-Story eingeflechtet.<span> </span>Mit dem Zusatztitel weiß der Zuschauer nun, dass man sich auf Telenovela-Niveau bewegt. Fragen, wer denn nun diese Hauptfigur namens „Outsourced“ ist und ob man sie nicht hätte „Julia“ oder „Bianca“ nennen können, werden nicht beantwortet. Die sogenannte Liebesgeschichte ist dann auch sehr naiv und vorhersehbar erzählt.</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/03/outsourced-5.jpg" alt="outsourced-5.jpg" /></div>
<p>Naiv und vorhersehbar ist der ganze Film. Was man ihm aber zu Gute halten muss, ist die äußerst sympathische und warmherzige Präsentation der Geschichte. Er ist also eigentlich eine Gute-Laune-Schmonzette mit beschwingter indischer Musik und bunten Farben, wenn da nicht die vielen ungenutzten Möglichkeiten wären, die das selbstauferlegte Thema böte. Mehr als seichte Unterhaltung offeriert der Film nicht, vom „heißen gesellschaftspolitischen Eisen“ (laut <a href="http://www.kino.de/kinofilm/outsourced-auf-umwegen-zum-glueck/101909.html" target="_blank">Presse</a>) keine Spur. Trotzdem wünsche ich Euch jetzt viel Spaß. Zur Ausarbeitung des Themas lest aber bitte daheim ein Buch oder schaut Euch eine Dokumentation an. Nächste Woche zur Klausur fordere ich wesentlich mehr Wissen und Einsichten, als dass sie der Film vermittelt!</p>
<p><em>Studienrat Mediensucht</em></p>
<p><strong>4/10</strong> Pillen zur Entwöhnung</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-241" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m04.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p>(auch auf <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=87558" target="_blank">kino.de</a>)</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Die Schwester der Königin]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=110</link>
<pubDate>Tue, 04 Mar 2008 21:56:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
<guid>http://mediensucht.wordpress.com/?p=110</guid>
<description><![CDATA[Drama, Baby!
 Elisabeth I. herrschte in England von 1558 bis 1603 und prägte das nach ihr benannte ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration:underline;">Drama, Baby!</span></p>
<p><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/03/schwester_der_k1.jpg" alt="schwester_der_k1.jpg" hspace="10" vspace="5" align="left" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_I._(England)" target="_blank"> Elisabeth I.</a> herrschte in England von 1558 bis 1603 und prägte das nach ihr benannte Elisabethanische Zeitalter. Es kam zu Glanzleistungen auf verschiedenen Gebieten wie Literatur (Shakespeare), Wissenschaft (Bacon) und Forschung (Drake). Ihr sind viele Filme gewidmet, zuletzt <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2007/12/11/elizabeth-the-golden-age/"><em>Elizabeth – Das Goldene Königreich</em></a> von Shekhar Kapur mit der wunderbaren Cate Blanchett. Die historischen Grundlagen für den Erfolg von Elisabeth I. schafften aber schon ihre Vorgänger(innen). Vater Heinrich VIII. wandte sich vom Papst und der katholischen Kirche ab und kreierte mit seiner Ehepolitik ein Chaos, aus dem Elisabeth erst als Herrscherin hervorgehen konnte. Insofern ist es durchaus interessant, die Ereignisse vor Elisabeth mittels eines Films genauer zu beleuchten.</p>
<p>Um den Status der Familie zu erhöhen, schickt ihr ehrgeiziger Vater <span>Sir Thomas Boleyn</span><strong><span style="font-size:10pt;"> </span></strong>die zwei Schwestern Anne (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Natalie_Portman" target="_blank">Natalie Portman</a>) und Mary (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scarlett_Johansson" target="_blank">Scarlett Johansson</a>) an den Hof des englischen Königs Heinrich VIII. (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Bana" target="_blank">Eric Bana</a>). Dessen Frau Katherine von Aragon (Ana Torrent) kann ihm keinen Sohn und Thronfolger gebären. Heinrich wendet sich Mary zu, die ihm einen Sohn schenkt. Nun bringt sich aber Anna ins Spiel und verführt den König. Sie gibt sich Heinrich aber nur voll und ganz hin, wenn sie auch Königin wird ...</p>
<p>Regisseur <a href="http://www.imdb.com/name/nm0149491/" target="_blank">Justin Chadwick</a> setzt voll und ganz auf Drama. Er verzichtet weitestgehend auf optische Spielereien. Nur einige Einstellungen mit einer Art Schlüssellochkamera sind erwähnenswert. Die Ausstattung ist historisch korrekt, aber im Vergleich zu Kapurs Filmen eher zurückhaltend. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel der Figuren. Das Drehbuch von Peter Morgan (<em>Die Queen</em>) nach einer Vorlage von Philippa Gregory bietet ausreichend Raum, das Innenleben der Figuren nach außen zu kehren. Genau hier liegt auch die Stärke des Films. Portman und Johansson besitzen das Können, diese Vorgaben auch umzusetzen. Selbst Eric Bana spielt, obwohl der Fokus auf den Damen liegt, seinen Heinrich VIII. in den zeitlich begrenzten Szenen so, dass man mehr als nur den Frauen-verschlingenden Monarchen erkennt.</p>
<p>Ein gewisses historischen Grundwissen ist sicher nicht von Schaden, um die Bedeutung des Gezeigten einordnen zu können. Der Film funktioniert aber auch als eindringliches Kammerspiel. Es gibt viele Szenen von prickelnder Spannung, die den Zuschauer mitreißen. Als die zwei Schwestern, vom König als neue Hofdamen eingesetzt, bei der übergangenen Königin vorsprechen, wird Mary nach ihren Fähigkeiten befragt. Sie muss widerwillig ein Lied singen und wird von der Königin der Lächerlichkeit preisgegeben. Ohne großes Tamtam inszeniert, spürt der Zuschauer sofort den Schmerz der Königin, er leidet mit der vom Vater an den Hof gezwungen Mary – eine brillante kleine Szene.</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/03/the_other_boleyn_girl.jpg" alt="the_other_boleyn_girl.jpg" /></div>
<p>Chadwick hält sich mit kleineren Anpassungen an die historischen Grunddaten, ohne aber das Spekulieren zu vergessen. Natürlich sind die genauen Abläufe in den königlichen Gemäuern nicht bis ins Detail bekannt, Chadwick macht seine Version aber für den Zuschauer nachvollziehbar. Mit der heutigen Welt sind die Beweggründe der Figuren nicht zu vergleichen, im geschichtlichen Kontext aber stimmig. Dank Chadwick verkommt der Film nicht zu einer spätmittelalterlichen Seifenoper. <a href="http://movies.universal-pictures-international-germany.de/dieschwesterderkoenigin/" target="_blank"><em>Die Schwester der Königin</em></a> ist ein packendes und intimes Geschichtsdrama mit zwei ausgezeichneten Hauptdarstellerinnen. Für kitschigen Bombast ist dagegen ein Inder zuständig ...</p>
<p><strong>8/10</strong> Pillen zur Entwöhnung</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-242" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m081.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p>(auch auf <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=87504" target="_blank">kino.de</a>)</p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurzkritiken - Februar 2008]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=103</link>
<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 11:40:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
<guid>http://mediensucht.wordpress.com/?p=103</guid>
<description><![CDATA[Death Sentence
Was für eine gequirlte Scheiße! Da hangelt sich Bacon von einem Logikloch zum näch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font color="#cccc99"><b>Death Sentence</b></font><br />
Was für eine gequirlte Scheiße! Da hangelt sich Bacon von einem Logikloch zum nächsten. Von nachvollziehbarer Motivation der Figuren keine Spur. Stattdessen nur Klischees. Aber was kann man auch von James Wan erwarten, der schon mit seiner <i>Saw</i>-Reihe keine Fäkaliengrube auslässt, an der er sich bedient. 0/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Stirb langsam 4.0</b></font><br />
Die erwartete stumpfsinnige Handlung mit teils sehenswerter Action. Harmlos. 4/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Die Fälscher</b></font><br />
Starke Schauspieler, aber viel zu konventionell umgesetzt. TV-Niveau, für einen Oscar hat es aber gereicht! 6/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Video Kings</b></font><br />
Netter Ansatz, total verhauen. Leider nur dämlich! Macht aber ungemein Lust auf <i>Be Kind Rewind</i> von Gondry ;-) 2/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Das Waisenhaus</b></font> (Sneak)<br />
Nö, das ist einfach nicht mein Genre! Da war wieder alles Typische dabei wie: altes Haus, Karussell, Keller, schlechtes Wetter. Allerdings ... Ohne Wertung.</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Cloverfield</b></font><br />
Interessantes Konzept, dass m.E. auch recht ordentlich umgesetzt wurde. Ziemlich unterhaltsam, auch wenn einige Logikfehler schwer im Magen liegen. So 7/10.<br />
Siehe <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/02/07/cloverfield/">Kritik</a>!</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Fell - Eine Liebesgeschichte</b></font><br />
Wunderschöne Kameraarbeit, die Geschichte ist aber so substanzlos und langatmig erzählt, dass von der netten Idee kaum etwas bleibt. Schade! 4/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Pi</b></font><br />
Erschreckend, verwirrend, beeindruckend. Ich glaube, der war gut! Irgendwas zwischen 6/10 und 9/10.</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Arumdabda / Beautiful</b></font> (Berlinale)<br />
Junge Frau zerbricht an ihrer Schönheit. Interessantes Thema, das m.E. viel zu überzogen und klischeehaft umgesetzt war. Da habe ich wohl ziemliche Probleme mit der koreanischen Mentalität gehabt. Einige Ungereimtheiten taten ihr übriges. Gerade so 4/10.</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Fireflies In The Garden</b></font> (Berlinale)<br />
Dieser Film hat mich nun wiederum voll gepackt. Wunderbar einfühlsam erzähltes und schön bebildertes Familiendrama mit sehenswerten Schauspielleistungen, das mit vielen Szenen direkt ins Herz getroffen hat. Großartig! 9-10/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Der Krieg des Charlie Wilson</b></font><br />
Sehr kurzweilige Politsatire, die oft zynisch und witzig daherkommt, aber ab und zu auch recht seicht ist. 7-8/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Lars und die Frauen</b></font> (Sneak)<br />
Siehe <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/02/12/lars-und-die-frauen/">Kritik</a>!</p>
<p><font color="#cccc99"><b>There Will Be Blood</b></font><br />
Enttäuschend, wenn auch nicht schlecht. Lange Einstellungen und ein brillanter Hauptdarsteller machen noch kein Meisterwerk. Der Film erzählt mir zu wenig. Die einzelnen Szenen sind zu lang und es ist schon am Anfang klar, worauf sie abzielen. Dazu schöne Bilder und teils nervende Musik! Überbewertet! So 6/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>The Other Boleyn Girl</b></font> (Berlinale)<br />
Hat mir gefallen, aber nicht der Knaller, da nicht von Joe Wright gemacht ;o) Solide umgesetztes und historisch relativ korrektes Geschwisterdrama mit guten Schauspielern und toller Atmosphäre! Ordentlich! 7-8/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Das Vermächtnis des geheimen Buches</b></font><br />
Den Unterhaltungsfaktor von Teil 1 kann der Film nur anfangs halten, dann wird er immer stupider und kopiert nur noch von sich selbst.  3/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>No Country For Old Men</b></font><br />
Großartig! 10/10<br />
Siehe <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/02/20/no-country-for-old-men/">Kritik</a>!</p>
<p><font color="#cccc99"><b>I'm Not There</b></font><br />
Finde den Ansatz, die Persönlichkeit von Bob Dylan zu spalten und die unterschiedlichen Teile von verschiedenen Schauspielern spielen zu lassen, sehr interessant. Mir stellte sich nur die Frage, ob der Film auch für einen Nicht-Fan funktioniert, der sich nicht so detailliert mit der Biografie auskennt. Mit etwas Konzentration ist das durchaus der Fall. Sicher ist der Film an einigen Stellen zu artifiziell, insgesamt ergibt sich aber ein ziemlich interessantes Bild von Dylan. Besonders der Teil mit Cate Blanchett fasziniert schon allein durch die brillante Darstellung! Wow!!! 7/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>Sweeney Todd</b></font><br />
Der Film sieht verdammt geil aus, er ist verdammt gut gemacht, nur die Musik geht einem verdammt auf die Eier! Ich steh’ da mehr auf die popigere/rockigere Variante Musicals! Naja! 7/10</p>
<p><font color="#cccc99"><b>The Brown Bunny</b></font><br />
Was man in einem schönen Kurzfilm hätte erzählen können, wälzt Gallo auf dilettantische Weise auf 90 Minuten aus (der Film war ursprünglich noch länger!) und langweilt mit langen Autofahrten usw. Ein Homevideo ist spannender! 1/10</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Helden der Nacht]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=101</link>
<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 17:30:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
<guid>http://mediensucht.wordpress.com/?p=101</guid>
<description><![CDATA[We yawn at night
Ein Polizist, ein verdeckter Ermittler, kriminelle Machenschaften, Brutalität, Spa]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration:underline;">We yawn at night</span></p>
<p class="MsoNormal"><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/02/weownthenight1.jpg" alt="weownthenight1.jpg" hspace="10" vspace="5" align="left" />Ein Polizist, ein verdeckter Ermittler, kriminelle Machenschaften, Brutalität, Spannung bis zum Erstarren und eine hitzige Atmosphäre ... ja, <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Departed_–_Unter_Feinden" target="_blank">The Departed</a> </em>war schon ein guter Film, aber schreibe ich lieber über <a href="http://www.sonypictures.com/homevideo/weownthenight/" target="_blank"><em>Helden der Nacht</em></a>! Gern wäre der Film so gut, leider versteht es Regisseur und Autor <a href="http://www.imdb.com/name/nm0336695/" target="_blank">James Gray</a> nicht, mit seinem Film nur in die Nähe von Scorsese zu kommen. <em>We own the night</em> (so der Originaltitel) ist langweilig, kaum spannend und oft viel zu unlogisch.</p>
<p class="MsoNormal">Die Grundidee ist zwar nicht neu, böte aber viel Potential für Spannung und Atmosphäre. Bobby (Joaquin Phoenix) führt sehr erfolgreich einen Nachtclub, in dem auch Drogengeschäfte der russischen Mafia geduldet werden. Die Polizei, zu der Bobbys Bruder Joseph (Mark Wahlberg) und sein Vater gehören, versucht hinter die Machenschaften der Mafiosi zu kommen. Als Joseph angeschossen wird, arbeitet Bobby verdeckt für die Polizei, um die Russen zu überführen, doch die Situation eskaliert.</p>
<p class="MsoNormal">Gray legt viel Wert auf Charaktertiefe und Gefühl. Es kommt gehäuft zu Konfliktsituationen, die das Innere bzw. die Gefühlswelt der Protagonisten beleuchten sollen. Die Szenen sind aber so in die Länge gezogen, dass kaum Spannung aufkommen kann. Zudem hapert es an der Logik. Viele Handlungen der Figuren sind kaum nachvollziehbar. Die Charaktere bleiben einem seltsam fremd. Die Schauspieler geben zwar ihr Bestes, um gegen die behäbige Inszenierung anzukämpfen, scheitern aber an der falschen Prioritätensetzung von Gray. Ohne eine ordentlich erzählte Geschichte bringen solche Schauspielleistungen nichts, dann wirken sie nur fehlgeleitet.</p>
<p class="MsoNormal">Die Ungereimtheiten auf der Handlungsebene stören ebenso gewaltig. Der Auslöser für das Scheitern einer geregelten Festnahme in der Drogenfabrik ist lächerlich. Dann muss man sich fragen, warum ein potentieller Kronzeuge, dem man eben noch eine andere Identität geben wollte, sich plötzlich als Polizist auf dem Präsentierteller zeigt. Dass die Polizei zu doof ist, ein zu stürmendes Haus zu umstellen, ist dann noch die Krone der Misere. Das pathetische Ende lässt den Zuschauer wiederum ungläubig zurück. Es fehlt an Konsequenz, dieses Drama auch als Drama zu verkaufen. Stattdessen ist der Halbkriminelle nun ein richtig Guter geworden und bezeugt seinem Bruder die Liebe. Auch hier denkt man wehmütig an die wunderbare Geradlinigkeit und Konsequenz eines <em>The Departed</em>.</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/02/weownthenight2.jpg" alt="weownthenight2.jpg" /></div>
<p>Es ist schon ärgerlich, wie Gray mit dem vorhandenen Potential umgeht. Er fährt den Karren zielstrebig gegen die Wand. Zu viele störende Einflüsse verhindern einen Zugang zum Film: Unglaubwürdigkeit der Handlung, Logikschwächen, schlechtes Timing und eine lächerlich wirkende Polizei. Das ist alles so überflüssig wie der Film selbst.</p>
<p>Nur <strong>3/10</strong> Pillen zur Entwöhnung</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-243" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m032.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p>(auch auf <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=87446" target="_blank">kino.de</a>)</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Die Oscars 2008 - Ergebnisse und Kommentar]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=98</link>
<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 14:40:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[ Die Oscars 2008 – Ergebnisse und Kommentar
Letzte Nacht wurden in LA die 80. Academy Awards (Osca]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p> <u>Die Oscars 2008 – Ergebnisse und Kommentar</u></p>
<p>Letzte Nacht wurden in LA die 80. <span>Academy Awards (Oscars) vergeben. </span>Durch die Veranstaltung führte wie vor zwei Jahren schon Jon Stewart, der seinen Job gut machte, wenn auch die Überraschungsmomente fehlten. Er war zwar witzig, frühere Hosts wie Billy Crystal oder Ellen DeGeneres boten meist mehr Show. Überhaupt verlief diese kleine Jubiläumsshow in viel zu geordneten Bahnen: leicht angestaubt und ohne den großen Glanz. Oft wurden nur zusammengeschnittene Rückblicke aus den letzten 80 Jahren präsentiert. Auch die Ergebnisse blieben ohne große Überraschungen:</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Beste visuelle Effekte</u>: <b>The Golden Compass</b></font><br />
Die Entscheidung geht in Ordnung. Die Effekte in <i>The Golden Compass</i> waren ausreichend komplex und sahen gut aus. Eine Preisvergabe an <i>Pirates Of The Caribbean 3</i> oder <i>Transformers</i> wäre aber auch vertretbar gewesen.</p>
<p><font color="#cccc99"><u><span>Bestes Make-Up</span></u><b><i><span>: </span></i></b><b><span>La Vie En Rose</span></b><span></span></font><br />
Das Make-Up <i>in La Vie En Rose</i> fand ich etwas „zu dick“ aufgetragen. Mehr Arbeit gab es sicher mit Eddie Murphy in <i>Norbit</i>. Bei <i>Pirates Of The Caribbean 3</i> kann man nicht sicher sein, wieviel des Sichtbaren aus dem Computer kam. Die Entscheidung geht in Ordnung.</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Bester Filmschnitt</u>: <b>Christopher Rouse</b><b> </b>für <i>Das Bourne Ultimatum</i></font><br />
Hier hätte ich für <i>No Country For Old Men</i> entschieden, schon allein, um zu sehen, wer nun als Roderick Jaynes auf die Bühne kommt. Der Schnitt in <i>Das Bourne Ultimatum</i> war insofern suboptimal, weil man teilweise nicht mehr gesehen hat, was passiert, da der Film viel zu schnelle Schnitte auswies.</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Bestes Kostümdesign</u>: <b>Alexandra Byrne</b><b> </b>für <i>Elizabeth – Das goldene Königreich</i></font><br />
Das ist wohl die richtige Wahl. In der Ausstattungsorgie <i>Elizabeth – Das Goldene Königreich</i> waren selbstverständlich auch die Kostüme pompös und zeitgemäß.</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Bester Song</u>: <b>Glen Hansard</b> und <b>Marketa Irglova</b> mit <b><i>Falling Slowly</i></b> aus <i>Once</i></font><br />
Angesichts der schnulzigen Konkurrenz ist die Entscheidung die einzig richtige. Falling Slowly ist hier noch der sympathischste Song. In dieser Kategorie regierte mal wieder „Schmalz überall“.</p>
<p><font color="#cccc99"><u><span>Beste Filmmusik</span></u><span>: <b>Dario Marianelli</b> für <i>Abbitte</i></span></font><br />
Marianelli wäre auch meine Wahl gewesen. Der Score zu <i>Abbitte</i> ist nicht nur wunderschön, er unterstützt auch die Handlung exzellent. Schon der Anfang mit den eingebetteten Tippgeräuschen ist brillant.</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Bester Ton und bester Tonschnitt</u>: <b>Das Bourne Ultimatum</b></font><br />
Zwei für den Film wichtige, für den Zuschauer aber weniger nachvollziehbare Kategorien. Die Entscheidungen gehen aus meiner Sicht in Ordnung.</p>
<p><font color="#cccc99"><u><span>Bestes Szenenbild</span></u><span>: <b>Sweeney Todd</b></span></font><br />
Der einzige Preis für <i>Sweeney Todd</i>, der allerdings vertretbar ist. Dante Ferretti ist bekanntlich ein Könner! Ich mag das Aussehen von Burtons Filmen sowieso sehr und auch <i>Sweeney Todd</i> sieht wunderbar morbide und atmosphärisch aus. Schade, dass hier nicht <i>Across The Universe</i> nominiert war, dem ich einen Überraschungserfolg gegönnt hätte.</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Beste Kamera</u>: <b>Robert Elswit</b> für <i>There Will Be Blood</i></font><br />
Für mich eine unverständliche Entscheidung. Roger Deakins wäre für <i>Die Ermordung des Jesse James ...</i> oder für <i>No Country For Old Men</i> ein würdiger Preisträger gewesen, der für beide Filme fantastische Bilder produzierte. Selbst Seamus McGarvey hätte man für seine großartigen Bilder in <i>Abbitte</i> würdigen können. Elwit ist dagegen nicht sehr variabel in seiner Bebilderung – Hauptsache lange Einstellungen! An Licht und Farbe hätte man dagegen noch arbeiten können!</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Bestes Originaldrehbuch</u>: <b>Diablo Cody</b> für <i>Juno</i></font><br />
Da ich nur zwei Filme der Kategorie sah, glaube ich mal dem kleinen Hype um <i>Juno</i>. Geht wohl in Ordnung.</p>
<p><font color="#cccc99"><u><span>Bestes adaptiertes Drehbuch</span></u><span>: <b>Ethan und Joel Coen</b> für <i>No Country For Old Men</i></span></font><br />
Würdige Preisträger, da ich bekanntlich den Film sehr mag. Hätte mich aber auch über einen Sieg von <i>Abbitte</i> gefreut.</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Bester animierter Film</u>: <b>Ratatouille</b></font><br />
Eigentlich konkurrenzlos. <i>Persepolis</i> hatte nur Außenseiterchancen. Richtige Entscheidung!</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Beste Nebendarstellerin</u>: <b>Tilda Swinton</b> in <i>Michael Clayton</i></font><br />
Das ist für mich ein kleiner Skandal. Hier durfte es nur eine Siegerin geben: Cate Blanchett als Bob Dylan <i>in I’m Not There</i>. Ich weiß nicht, was hier die Academy geritten hat, dass sie der genialen Blanchett den Preis verweigerte!</p>
<p><font color="#cccc99"><u><span>Bester Nebendarsteller</span></u><span>: <b>Javier Bardem</b> in <i>No Country For Old Men</i></span></font><br />
Keine Überraschung, aber eine durchaus verdiente Würdigung. Eine beängstigend gute Leistung.</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Beste Hauptdarstellerin</u>: <b>Marion Cotillard</b> in <i>La Vie En Rose</i></font><br />
Überraschend, aber nicht unverdient. An Cotillard lag es nicht, dass der Film scheiterte. Eine Beeindruckende Leistung als Edith Piaf. Ich hätte den Oscar aber auch der brillanten Cate Blanchett in <i>Elizabeth – Das Goldene Königreich</i> gegönnt.</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Bester Hauptdarsteller</u>: <b>Daniel Day-Lewis</b> in <i>There Will Be Blood</i></font><br />
Mit diesem Tipp hätte man kein Geld verdienen können. Nach landläufiger Meinung eine brillante Leistung von Day-Lewis, der mich aber immer wieder an seine Rolle als „Bill The Butcher“ in <i>Gangs Of New York</i> erinnerte. Ich hätte mich für Viggo Mortensen in Tödliche Versprechen gefreut!</p>
<p><font color="#cccc99"><u>Bester fremdsprachiger Film</u>: <b>Die Fälscher</b> (Österreich)</font><br />
Eine kleine Überraschung, da der Film insgesamt nicht so herausragend war. Leider werden deutschsprachige Filme durch solche Entscheidungen immer auf Nazi-Themen reduziert. Freue mich aber für Ruzowitzky!</p>
<p><font color="#cccc99"><u><span>Beste Regie</span></u><span>: <b>Ethan und Joel Coen</b> für <i>No Country For Old Men</i></span></font><br />
Brillante Arbeit für einen wunderbaren Film. P.T. Anderson hätte es aus meiner Sicht nicht verdient gehabt. Die Coens waren schon immer genial.</p>
<p><font color="#cccc99"><u><span>Bester Film</span></u><span>: <b>No Country For Old Men</b></span></font><br />
YES! Siehe <a href="http://mediensucht.wordpress.com/2008/02/20/no-country-for-old-men/">Kritik</a>! ;-)</p>
<p>Die restlichen Kategorien möchte ich nicht kommentieren, da ich die entsprechenden (Kurz-) Filme nicht gesehen habe. Fazit: Ein verdienter Gesamtsieger (<i>No Country For Old Men</i>) einer mäßigen Veranstaltung!</p>
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</item>
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<title><![CDATA[No Country For Old Men]]></title>
<link>http://mediensucht.wordpress.com/?p=95</link>
<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 23:26:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>mediensucht</dc:creator>
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<description><![CDATA[Live free or die hard
Im wilden Westen wird man nicht alt. Sollte das versehentlich doch einmal der ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration:underline;">Live free or die hard</span></p>
<p><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/02/noc1.jpg" alt="noc1.jpg" hspace="10" vspace="5" align="left" />Im wilden Westen wird man nicht alt. Sollte das versehentlich doch einmal der Fall sein, fragt man sich, was man im Leben erreicht hat, wieso man ausgerechnet in dieser staubtrockenen, heißen und unwirtlichen Gegend leben musste, warum man sich so derartig gequält hat. Letztendlich bleibt nicht viel übrig an Sinnhaftigkeit. Wie schön wäre es da, mal eben einen Koffer mit zwei Millionen US-Dollar zu finden, die eine Flucht aus der Ödnis ermöglichen. Um diesen Koffer voller Geld zu verteidigen, würde man alle Grenzen überschreiten ...</p>
<p><a href="http://movies.universal-pictures-international-germany.de/nocountryforoldmen/" target="_blank"><em><span>No Country For Old Men</span></em></a><span> spielt 1980 im Süd-Westen von Texas. </span>Der neue Film von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ethan_und_Joel_Coen" target="_blank">Joel und Ethan Coen</a> basiert auf dem Roman gleichen Titels von Pulitzer-Preisgewinner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cormac_McCarthy" target="_blank">Cormac McCarthy</a>. Llewelyn Moss (Josh Brolin) ist in der texanischen Steppe unterwegs. Er kommt an den Schauplatz eines fehlgeschlagenen Drogengeschäfts im großen Maßstab – viele Leichen und ein Koffer voller Dollar. Moss nimmt sich den Koffer und wird fortan gejagt. Unter den Jägern befindet sich auch Anton Chigurh (Javier Bardem), der sich als äußerst hartnäckig herausstellt. Eine blutige Hetzjagd beginnt.</p>
<p class="MsoNormal">Der Film ist eine schräge Mischung aus brillanter Action, abgrundtiefem Humor und philosophischen Einlagen. Für letztere ist hauptsächlich Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) verantwortlich. Er versucht Licht ins Dunkel zu bringen, ergeht sich aber meist in sarkastischen Sprüchen und philosophischer Sinnsuche. Man könnte fast behaupten, jeder Satz sei ein Lacher, wenn nicht selbiger einem im Halse stecken bleiben würde beim Grübeln über die tiefere Bedeutung des Gesagten.</p>
<p class="MsoNormal">Bedeutung. Sinn. Bei den Coens hat für gewöhnlich alles einen Sinn. Grundlage schaffen eine penible Vorbereitung, großes Hintergrundwissen und eine präzise Vorstellung, wie eine Szene auszusehen hat. Die bildliche Umsetzung lag wiederum bei Roger Deakins, der völlig zurecht neben seiner Arbeit für <em>Die Ermordung des Jesse James ...</em> auch für seine fantastischen Bilder in <em>No Country For Old Men</em> eine Oscarnominierung erhielt. Die Verfolgungsjagden sind äußerst spannend inszeniert. Zuweilen geht es sehr brutal und blutig zu. Die Coens schaffen es aber hervorragend, die Balance zwischen Action, zynischem Humor und Philosophie zu halten. Neben vielen Filmzitaten finden sie auch hier ihren so eigenen und typischen Stil.</p>
<p class="MsoNormal">Ein typisches Merkmal in Coen-Filmen ist stets auch die leichte Überzeichnung der Figuren. Besonders faszinierend in <em>No Country For Old Men</em> ist die Figur des Psychopathen Anton Chigurh. Dieser Irre ist ein wandelndes Pulverfass, bei dem selbst ein normales Gespräch mit einem Tankwart zur Zerreißprobe wird. Aus diesem stoisch blickenden Mann mit Märchenprinz-Frisur kann die Gewalt ganz unvermittelt herausbrechen. Er bleibt mit seinen seltsamen Prinzipien stets mysteriös und Bardem versteht es ausgezeichnet, ihn nicht der Lächerlichkeit preiszugeben.</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/02/noc2.jpg" alt="noc2.jpg" /></div>
<p class="MsoNormal">Die Coens spielen mit den Erwartungen des Zuschauers. Werden sie anfangs noch großherzig erfüllt, wird der Seher gegen Ende an der Nase herumgeführt. Höhepunkt dieses Spiels bildet der Schluss, den man so sicher nicht erwartet hätte. Neben Witz, Action, Suspense und Bildgewalt setzen die Coen also auch auf Verwirrung, aus der in den meisten Fälle ein Sinn erwächst, da sie zum Nachdenken anregt.</p>
<p class="MsoNormal">Nach dem etwas schwächeren <em>Ladykillers</em> ist <em>No Country For Old Men</em> nun das sehnlich erhoffte Meisterwerk. Dieser brillante Neo-Western versammelt die Stärken seiner Macher: den Humor aus <em>The Big Lebowski</em>, die Bildgewalt aus <em>Millers Crossing</em>, die Brutalität aus <em>Fargo</em> oder <em>Blood Simple</em> und das Verschrobene aus <em>O Brother, Where Art Thou?</em>. <em><span>No Country For Old Men</span></em><span> ist ein cineastischer Hochgenuss par excellence!</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong>10/10</strong> Pillen zur Entwöhnung</p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignnone size-full wp-image-244" src="http://mediensucht.wordpress.com/files/2008/06/m108.jpg" alt="" width="200" height="15" /></p>
<p class="MsoNormal">(auch auf <a href="http://www.kino.de/community/forum/thread.php4?id=87354" target="_blank">kino.de</a>)</p>
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