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	<title>bzga &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/bzga/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "bzga"</description>
	<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 13:24:39 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Positiv Negativ]]></title>
<link>http://kroogle.wordpress.com/?p=259</link>
<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 08:53:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jarra</dc:creator>
<guid>http://kroogle.de.wordpress.com/2008/10/02/positiv-negativ/</guid>
<description><![CDATA[Heute ist es Zeit für den lange versprochenen Erfahrungsbericht zu den Aids Drehs für die BZgA.
Di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Heute ist es Zeit für den lange versprochenen Erfahrungsbericht zu den Aids Drehs für die <strong>BZgA</strong>.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Gala, bei der die Gewinner gekührt wurden, fand am vergangenen Dienstag, den 30.09.08 in Berlin statt. Leider ist die MFM (die sich im übrigen bald offiziell MHMK nennt) in diesem Jahr mit ihren vier Beiträgen leer ausgegangen. Dennoch, nur Mut! Im Folgenden also der Erfahrungsbericht zum Dreh von <strong><em>Jede Sekunde zählt</em></strong>.</p>
<p style="text-align:justify;">Da die Idee des Zeitstrahls vorgeben war, nach einem Buch von <strong>Lynn Cruchten </strong>und <strong>Mareike Braun</strong>, ging es noch um eine schlüssige Umsetzung mit bis zu 9 Darstellern. Da kam mir die Idee, einfach ein großes Casting zu veranstalten, wobei jeder bereits seine Performance für den Clip präsentieren würde, um im Nachhinein mir alle Optionen offen und mir Spielraum zu lassen. Also rührten mein Team (<strong>Andreas Wiechert, Christian Karsch, Daniel Liebelt, Christoph Schalenbach, Eldin Dogic, Dennis Becker</strong>) und ich während der Vorproduktion kräftig die Werbetrommel, verschickten Massenmails, hängten Plakate auf, hörten im Freundeskreis nach, etc. Zum Schluss hatten wir dann tatsächlich etwa 30 Bewerber an den beiden Castingtagen zugegen. Das "Set" gestaltete sich relativ minimalistisch. Nachdem wir unsere Zelte zunächst in einem kleinen Nebenraum der MFM aufgeschlagen hatte, der für alle Beteiligten mehr als unbefriedigend war, zogen wir uns auf anraten von Dozent<strong> Mehdi Javaheri </strong>vor dessen Studio zurück, wo uns ein langer Gang die Voraussetzungen bieten würde, die wir brauchen. Nämlich: Viel Platz zwischen Kamera und Darsteller, und wiederrum viel Platz zwischen Darsteller und weißer Wand (schließlich sollte der Dreh in einer "Whitebox" passieren), damit der Hintergrund unscharf würde und bei Beleuchtung durch unseren hauseigenen kräftigen HMI-Scheinwerfer ein makelloses Weiß darstellen würde. Für die Ausleuchtung der Darsteller verwendete Lichtmeister <strong>Daniel </strong>zwei 800er Scheinwerfer sowie einen Kinoflo.</p>
<p style="text-align:justify;">Währenddessen kümmerten sich Regieassistenz <strong>Christian</strong> und Aufnahmeleitung <strong>Christoph</strong> um den Empfang der Bewerber und anfallende Formalien (Einverständniserklärungen, etc.), wobei <strong>Eldin</strong> für ein grandioses Catering sorgte, der jeden Bewerber gestärkt ins Casting gehen lies. Dabach waren dann Kameramann <strong>Andreas</strong> und ich gefragt. Wir haben viele nette Menschen kennengelernt während unseres Castings und ich muss sagen, es fiel mir schwer, eine entgültige Entscheidung zu treffen, wer die Auserwählten sein sollten.</p>
<p style="text-align:justify;">Letzten Endes haben es geschafft: <strong>Nikolai Will, Esther Donkor, Sybille Humboldt, Celina Rongen, Jim Göddenhenrich, Lisette Schwarz, Andreas Meyer, Patricia Materna, Sebastian Kolb </strong>sowie <strong>Tatjana Auster </strong>als überzeugende Sprecherin.</p>
<p style="text-align:justify;">Für den Erfahrungsbericht des Drehs<em><strong> One Night Stand</strong></em>  besucht doch bitte den Blog von Kollege <strong>Dennis Becker </strong>oder klickt <a title="hier" href="http://dbecker.wordpress.com/2008/06/15/onenightstand-in-mulheim/" target="_blank">hier</a>. Zu dem Clip <strong><em>Cybersex</em></strong>, nach einem Drehbuch von mir, gibt es leider noch keinen Erfahrungsbericht.</p>
<p style="text-align:justify;">Und hier das Ergebnis - <strong><em>Jede Sekunde zählt</em></strong></p>
<p style="text-align:center;">[vodpod id=ExternalVideo.708143&#38;w=325&#38;h=250&#38;fv=%26rel%3D0%26border%3D0%26]</p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<p style="text-align:center;"> </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[HIV/AIDS: Die Angstpolitik der Aufklärer]]></title>
<link>http://thegaydissenter.wordpress.com/?p=1585</link>
<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 10:08:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>TheGayDissenter</dc:creator>
<guid>http://stevenmilverton.com/2008/07/26/hivaids-die-angstpolitik-der-aufklarer/</guid>
<description><![CDATA[Die &#8216;AIDS-Aufklärung Schweiz&#8217; (AAS) ist ein nicht neutraler Verein von Ärzten aus der]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Die <a href="http://www.aids-info.ch/aas-d-fr.htm" target="_blank">'AIDS-Aufklärung Schweiz'</a> (AAS) ist ein nicht neutraler Verein von Ärzten aus der ganzen Schweiz mit über 600 Mitgliedern, vorwiegend Ärzte, Zahnärzte und Apotheker.</p>
<p style="text-align:justify;">Dieser Verein hat in der Schweizerischen Ärztezeitung ein Statement veröffentlicht, das sich gegen die <a href="http://www.saez.ch/pdf_d/2008/2008-05/2008-05-089.PDF" target="_blank">Stellungnahme der EKAF (Eidgenössische Kommission für Aidsfragen) vom 30.01.2008</a></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Eine HIV-infizierte Person ohne andere STD unter einer antiretroviralen Therapie (ART) mit vollständig supprimierter Virämie (im Folgenden: «wirksame ART») ist sexuell nicht infektiös, d. h., sie gibt das HI-Virus über Sexualkontakte nicht weiter, solange folgende Bedingungen erfüllt sind:</p>
<ul>
<li>
<div style="text-align:justify;">die antiretrovirale Therapie (ART) wird durch den HIV-infizierten Menschen eingehalten und durch den behandelnden Arzt kontrolliert;</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:justify;">die Viruslast (VL) liegt seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze (d.h., die Virämie ist supprimiert);</div>
</li>
<li>
<div style="text-align:justify;">es bestehen keine Infektionen mit anderen sexuell übertragbaren Erregern (STD).</div>
</li>
</ul>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">richtet.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich kann nur darüber spekulieren, was die 'AIDS-Aufklärung Schweiz' zu ihrer ebenso wütenden wie beleidigten und beleidigenden Abwehrreaktion veranlasst hat. Eine inhaltliche Diskussion, eine sachbezogene Auseinandersetzung über die Verlautbarung der EKAF will die 'AIDS-Aufklärung Schweiz' jedenfalls nicht führen. Statt dessen wird die Beibehaltung 'probater' Präventionsmethoden verlangt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Die AAS lehnt eine Änderung der Rechtsprechung ab, bei der HIV-infizierte Personen unter ART, die keine Präventionsvorschriften beachten, von einer Strafe freigesprochen werden sollen, denn aus Sicht der Prävention würde sich dies kontraproduktiv auswirken.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Schon zu Beginn des Statements macht der Verein also deutlich, dass es ihm, anders als der Vereinsname verheißt, nicht um Aufklärung geht, sondern um strafbewehrte Verfolgung HIVpositiver Menschen. Prävention durch Strafandrohung jedoch hat noch nie funktioniert.</p>
<p style="text-align:justify;">In diesem furchtverbreitenden Stil geht es weiter:<!--more--></p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Richtig ist, dass die natürliche Hemmschwelle vor der HIV-Übertragung auf den Partner, aber auch die Angst vor einer Verurteilung wegen der Weiterverbreitung von HIV zu einer Sexualstörung führen kann. Nur: Ist hier eine berechtigte Angst nicht ein guter Ratgeber? Ist eine Verminderung des sexuellen Verlangens nicht auch Ausdruck von Mitgefühl und Respekt vor dem Mitmenschen oder Partner? </p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Beide Fragen sind mit 'nein' zu beantworten. Von Ärzten dürfte man eigentlich (und uneigentlich auch) etwas mehr Intelligenz erwarten. Angst ist niemals ein guter Ratgeber. Ein Mensch in Furcht oder angstgetrieben handelt nicht vernünftig. Er neigt vielmehr zu Panikreaktionen und Fehlverhalten. Depressionen und Ausbruchversuche sind die wahrnehmbaren Symptome, die die Not dieser Menschen sichtbar machen. Verängstigte und eingeschüchterte Menschen sind selten zu verantwortlichem Tun fähig. Um verantwortliches Tun geht es aber in der EKAF-Verlautbarung. Es geht darum, HIVpositiven wie HIVnegativen Menschen einen Weg zu einem angstfreien und gerade deshalb verantwortungsvollen Umgang miteinander aufzuzeigen, der nicht zu "Sexualstörungen" führt. Wie ein HIVpositiver Mensch durch "Verminderung des sexuellen Verlangens" gegenüber einem HIVnegativen Menschen "Mitgefühl" zum Ausdruck bringen kann, wird wohl das nicht aufklärbare Geheimnis der 'AIDS-Aufklärung Schweiz' bleiben. Respekt, sowohl gegenüber dem dauerhaften Lebenspartner wie auch gegenüber dem kurzzeitigen Sexpartner, drückt sich nicht durch ängstliche "Verminderung", sondern durch angstfreien und ehrlichen Umgang miteinander aus!</p>
<p style="text-align:justify;">Statt Aufklärung und Sachinformation hält die 'AIDS Aufklärung Schweiz' folgende moderne Präventionsbotschaften bereit:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Der Kondomgebrauch ist ein Teil eines umfassenderen Ansatzes mit HIV-Test, Beratung, früher Behandlung von HIV-Infizierten mit ART, Treue, sorgfältiger Partnerwahl, Abstinenz sowie Partnerbenachrichtigung, postexpositioneller Prophylaxe usw.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Offensichtlich hat die 'AIDS Aufklärung Schweiz' ihre Stellungnahme vor Veröffentlichung dem Vatikan zur Genehmigung eingereicht. Ich frage mich, wen die 'AIDS Aufklärung Schweiz' als Zielgruppe ihrer Präventionsarbeit sieht. Katholische Bischöfe nach Emeritierung?</p>
<p style="text-align:justify;">Es scheint so, als würde die 'AIDS Aufklärung Schweiz' in einer Art Paralleluniversum ein überkommenes Weltbild von Zucht und Ordnung pflegen. Menschenkenntnis und Sachkunde sind ihr fremd.</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Alle sexuell aktiven HIV-infizierten Menschen sollten bei jeder sexuellen Aktivität und bei jedem Sexualpartner immer und korrekt Kondome anwenden. </p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">empfiehlt die ach so aufgeklärte 'AIDS Aufklärung Schweiz'. Nehmen wir einmal ein, ich lasse mich von einem HIVpositiven Mann fisten: Es handelt sich dabei zweifellos umd eine sexuelle Aktivität und der HIVpostive Mann ist dabei ebenso ohne Zweifel sexuell aktiv. Welchen Bedeutung haben in diesem Fall 'korrekt' angewendete Kondome?</p>
<p style="text-align:justify;">Der Beitrag der 'AIDS Aufklärung Schweiz' ist in der Ärztezeitung unter der Rubrik 'Tribüne' abgedruckt und ich möchte den Aufklärern zurufen: <strong>Tutto nel mondo é burla!</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Die EKAF hat die 'AIDS Aufklärung Schweiz' mit einer <a href="http://www.infekt.ch/updown/documents/Vernazza_SAeZ_ReplikAAS.pdf?PHPSESSID=718412b29b81f7617b42d2c8563d2e5e" target="_blank">treffenden Replik</a> beschieden.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber auch die deutschen Aufklärer, in Gestalt der <a href="http://www.bzga.de/" target="_blank">Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), </a>wurden von der aktuellen Entwicklung, die die EKAF angestoßen hat, überrollt und ziehen, offenbar mit ihrem Latein am Ende, die Angstbremse.</p>
<p style="text-align:justify;">Angst und Furcht müssen irgendwie unter's Volk gebracht werden. Kreativ wie die BzgA nun einmal ist, gibt sie neuerdings einen Newsletter heraus. "<a href="http://www.gib-aids-keine-chance.de/div/download.php?sid=97719a41818993f090b274c79d7ee174&#38;id=937&#38;sub=pdf" target="_blank">Gib AIDS keine Chance - aktuell</a>" heißt das Ding. Trotz intensivem Studium habe ich nicht erkennen können, an welchen Personenkreis sich dieses Flyerchen richtet. Einerseits ist die Terminologie unpräzise und die Darstellung oberflächlich, andererseits werden Verwaltungsfragen beleuchtet, die auf der Straße niemanden interessieren.</p>
<p style="text-align:justify;">Hier eine der Angstkarten der Bundeszenrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Newsletter:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Die Lebenserwartung Infizierter steigt:</p>
<p style="text-align:justify;">Diese an sich sehr positive Entwicklung führt dazu, dass mehr Menschen mit HIV/Aids leben – damit steigt die Chance, dass deren Sexpartner/-innen infiziert werden.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Seit wann ist die Möglichkeit einer Infektion eine "Chance"? Sollte mit "Chance" die Risikoeintrittswahrscheinlichkeit gemeint sein, ist die Aussage jedenfalls sachlich falsch.</p>
<p style="text-align:justify;">Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Weil der HIVpositive Freund/Lebenspartner eines HIVnegativen Menschen nicht 'rechtzeitig' stirbt, muss nach Auffassung der BzgA der HIVnegative Partner verstärkt mit einer Infektion rechnen.</p>
<p style="text-align:justify;">Nun, hier etwas Aufklärung für die zentralen Aufklärer und Aufklärerinnen. Ich formuliere es besonders einfach:</p>
<p style="text-align:justify;">HIVpositive Menschen werden nicht deshalb älter, weil sie sich nicht rechtzeitig testen lassen, weil sie sich keiner Therapie unterziehen, weil sie wild umherficken und sich allerlei zusätzliche Infektionen einfangen. Die Lebenserwartung HIVpostiver Menschen steigt vielmehr, weil sie verantwortlich mit Ihrem Körper umgehen, weil sie die zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten nutzen und weil sie darauf achten, den Therapieerfolg nicht durch andere, vermeidbare Infektionen und Erkrankungen zu gefährden. Denn die erfolgreiche Therapie ist es, die die Lebenserwartung steigen und aus HIV nicht AIDS werden lässt.</p>
<p style="text-align:justify;">Und eine erfolgreiche Therapie, da mag sich die BzgA auf den Kopf oder sonstwohin stellen, reduziert die Infektiosität. Unter den Voraussetzungen, die die EKAF nennt, dürfen diese HIVpositiven Menschen, die für die BzgA einfach nur "Infizierte" sind, als nicht infektiös angesehen werden. Über die These, dass ausgerechnet durch diese Menschen die "Chance" einer relevanten Virenübertragung steigen soll, sollte die BzgA noch einmal nachdenken.</p>
<p style="text-align:justify;">Meine Gedanken zum Publicandum der EKAF habe ich bereits an anderer Stelle festgehalten:</p>
<p style="text-align:justify;"><a title="Du bist HIV-positiv? Ich will Sex mit Dir!" rel="bookmark" href="http://stevenmilverton.com/2008/06/25/du-bist-hiv-positiv-ich-will-sex-mit-dir/">Du bist HIV-positiv? Ich will Sex mit Dir!</a></p>
<p style="text-align:justify;"> </p>
<p style="text-align:justify;"> </p>
<p style="text-align:justify;"> </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Du bist HIV-positiv? Ich will Sex mit Dir!]]></title>
<link>http://thegaydissenter.wordpress.com/?p=952</link>
<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 18:30:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>TheGayDissenter</dc:creator>
<guid>http://stevenmilverton.com/2008/06/25/du-bist-hiv-positiv-ich-will-sex-mit-dir/</guid>
<description><![CDATA[Ondamaris hat in der Vergangenheit mehrfach über die Veröffentlichung der Schweizerischen Eidgenö]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><a href="http://www.ondamaris.de/" target="_blank">Ondamaris</a> hat in der Vergangenheit mehrfach über die Veröffentlichung der Schweizerischen Eidgenössischen Kommision für Aidsfragen (EKAF) zur Infektiösität unter einer erfolgreichen HAART-Therapie und die Reaktion beziehungsweise Nicht-Reaktionen hierauf berichtet. Insbesondere deutsche Präventionsstellen tun sich mit dem Statement aus der Schweiz unglaublich schwer. Zuletzt hat sich die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), Elisabeth Pott, zu diesem Thema geäußert. <a href="http://www.ondamaris.de/?p=1910" target="_blank">Ondamaris schreibt</a>:</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Frau Professor Dr. Elisabeth Pott befasste sich in ihrer Rede zur Eröffnung der Frankfurter ‘Ethik-Konferenz’ am 19. Juni 2008 auch mit dem Statement der Eidgenössischen Aids-Kommission und den Folgen für die Prävention. Mit den Risiken, weniger den Chancen. Welche Gefahren bewegen Frau Professor Pott? Nun, das sagte sie recht deutlich. Gefährlich seien am Statement der EKAF die -so wörtlich- “Entwarnungs-Effekte”.</p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Es soll also weiterhin gewarnt, und nicht entwarnt werden. Was bedeutet dieses 'warnen'. Nun, mit der Warnung vor einem Infektionsrisiko und, im Kontext der Äußerung von Frau Pott, einem Infektionsträger, also einem Menschen oder einer Gruppe von Menschen, soll die Verantwortlichkeit klar bestimmt werden. Pott warnt hier vor Menschen, nämlich den HIV-positiven Menschen mit erfolgreicher Therapie, und macht so deutlich, dass bei eventuell doch vorkommenden Übertragungen genau diese Menschen verantwortlich zu machen sind.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Diese Sichtweise ist nicht nur unethisch, sie ist auch schon im Ansatz fehlerhaft.<!--more--></p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Wenn Menschen miteinander interagieren, sei es im Straßenverkehr, sei es beim Geschlechtsverkehr, bringt das Risiken mit sich. Diese Lebensrisiken sind vielfältig. Gleichwohl werden bestimmte Risiken im Alltagsleben nicht mehr besonders erwähnt oder wahrgenommen, teilweise schlichtweg ignoriert, während andere Risiken schamlos dramatisiert werden. HIV ist so ein überzogen dargestelltes Risiko. Und ich kann mich nach wie vor des Eindrucks nicht erwähren, dass mit dem Einschlagen auf HIV-positive Menschen, wohl wissend, dass keine Deckungsgleichheit besteht, die Gruppe der schwulen Menschen getroffen werden soll. Jedenfalls wird allzu gerne der Eindruck erweckt, als ginge von schwulen Menschen ein besonderes Lebensrisiko aus. Auf diese Art und Weise wird schlagzeilenträchtig von Risiken abgelenkt, die die Gesamtbevölkerung in weitaus größerem Ausmaß tangieren.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Ein paar Beispiele, die ich zwar nicht mit Zahlen belegen kann, die aber dennoch das Problem verdeutlichen:</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Es gibt Menschen, die mit Grippeerkrankungen oder grippeähnlichen Infekten öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Durch Husten oder Niesen stecken sie in vollbesetzten Bussen oder Bahnen in kurzer Zeit eine Vielzahl von anderen Menschen an. Der volkswirtschaftliche Schaden durch die dadurch hervorgerufene Verminderung der Arbeitskraft und die Krankheitskosten dürfte immens sein. Dennoch warnt niemand vor diesen Infektionsträgern und es wird niemand für die Weiterverbreitung von Grippe- oder Erkältungskrankheiten verantwortlich gemacht, obgleich das Infektionsrisiko drastisch verringert werden könnte, wenn die erkrankten Menschen einfach ein paar Tage zu Hause bleiben würden. Im Gegenteil: Sie werden gelobt, weil sie sich trotz der schlimmen Erkältung zur Arbeit schleppen.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Nicht wenige Menschen meinen, nachdem sie den ganzen Sommer über bequem vor dem Fernseher saßen, im Winterurlaub das große Skiass geben zu müssen. Die Verletzungsquote bei diesen und anderen Hobbysportlern ist hoch und der volkswirtschaftliche Schaden durch oftmals lange Genesungszeiträume dürfte ebenfalls erheblich sein. Auch hier warnt niemand.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Die Teilnahme am Straßenverkehr bringt, wir können es jeden Tag in den Medien mitverfolgen, unüberschaubare Risiken mit sich. Selbst wenn alle Verkehrsteilnehmer sich umsichtig und der jeweiligen Verkehrssituation angepasst verhalten, lassen sich Unfälle nicht vermeiden. Zudem vergeht kein Tag ohne durch leichtfertiges, grob fahrlässiges oder sogar vorsätzliches Verhalten verursachte Unfälle, oft mit Todesfolge. Die Kölner Justiz hatte in der Vergangenheit mehrfach sogenannte Ringraser abzuurteilen - und ließ es regelmäßig bei milden Strafen bewenden. Offensichtlich werden Risiken, wenn sie der Gruppe der Autofahrer zuzuordnen sind, als unvermeidbar, beziehungsweise hinnehmbar bewertet.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Jeder kennt diese Risiken des Alltagslebens. Wer aus dem Haus geht, weiß dass er sich dabei Erreger von Erkältungskrankheiten einfangen kann und wird in etwa ermessen, was das für ihn bedeutet. Sport birgt Verletzungsrisiken, auch dass ist allgemein bekannt. Wer am Straßenverkehr teilnimmt, weiß dass es durch eigenes oder fremdes Verschulden zu Unfällen mit tragischen Folgen kommen kann. All diese Risiken nehmen wir in kauf, die einen mehr und die anderen weniger; wir lassen uns nicht dazwischen reden. Wenn wir eine Straße überqueren, auf der sich Fahrzeuge nähern, gehen wir das Risiko eines Zusammenstoßes ein. Mal erscheint dieses Risiko groß, mal erscheint es klein. Manche Menschen sind risikoscheu und warten, bis kein Fahrzeug mehr in Sichtweite ist, andere lieben den Nervenkitzel und lassen die Fahrzeuge näher kommen, bevor sie loslaufen. Einem Außenstehenden steht es nur begrenzt zu, dieses Verhalten als vernünftig oder unvernünftig zu beurteilen. Ich habe hierzu meine Sicht der Dinge in <a href="http://thegaydissenter.wordpress.com/2008/01/14/selbst-schuld/" target="_blank">'selbst schuld'</a> dargelegt.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Risiken sexueller Interaktion sind jedoch nicht allgemein bekannt. Sie werden im Alltag nicht 'erlebt'. Zwar wird viel über Sex geredet (meistens dummes Zeug) und Pornos sind allgegenwärtig: Nicht aber Informationen über STIs (sexuell transmitted infections). Hier findet die Präventionsarbeit ihre Aufgabe. Anders als in Bezug auf den Straßenverkehr oder Erkältungskrankheiten wird in den Familien oder im Freundeskreis über STIs kein Wissen weitergegeben. Verkrampften Weltanschauungen und Glaubensauffassungen ist es geschuldet, dass dieses wichtige Themengebiet in der Schamecke versteckt wird. Es gilt Aufklärungsarbeit zu leisten, nicht nur, aber insbesondere in den Schulen.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Es ist jedoch nicht Aufgabe der Prävention, nicht Aufgabe der BzgA und anderer, Entscheidungen zu treffen, die den höchstpersönlichen Lebensbereich betreffen. 'Aufklären' ist etwas anderes als 'warnen'. Wer aufklärt, der informiert, wer 'warnt' ersetzt allzu oft fehlendes Wissen durch einen Glaubenssatz.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Wer informiert, hilft persönliches Risikomanagement zu betreiben, wer warnt, ohne Kondom zu ficken, verführt, das Gegenteil zu tun.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Die Warnungen und Ratschläge eines mir vertrauten Menschen, von dem ich annehmen kann, dass er es gut mit mir meint, berücksichtige ich. Professorale Sprüchlein jedoch sind höchst verdächtig - insbesondere dann, wenn sie wie im Fall Pott eine einseitige Verantwortungsverlagerung vornehmen.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Wer trägt denn bei konsensualem Sex, bei dem keiner der Beteiligten grob fahrlässig oder vorsätzlich schädigendes Verhalten im Sinn hat, die Verantwortung für die Gesundheit der Beteiligten?</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Jeder für sich selbst!</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Ich meine die Überschrift dieses Posts ernst! Und ich füge hinzu: Ich will ohne Gummi ficken!</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Ich will aber auch gesund bleiben. Ich darf im Moment mit sehr großer Wahrscheinlichkeit, jedoch nicht mit Sicherheit, davon ausgehen, keine STIs zu haben. Ich halte nichts von den Horrorszenarien, die über STIs und die durch sie verursachten Erkrankungen (aus 'Gründen der Warnung'?) gezeichnet werden. Vieles davon entspricht wohl nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Es gibt Krankheiten, vor denen ich viel mehr Angst habe, als vor einer HIV-Infektion. Dennoch nehme ich STIs nicht auf die leichte Schulter, denn auf die vielen großen und kleinen Probleme, nicht nur gesundheitlicher Natur, auch im Verhalten der lieben Mitmenschen, verzichte ich gerne.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Konkret bedeutete das vor der EKAF-Veröffentlichung für mich: Wenn ich davon ausgehen konnte, dass mein Sexpartner definitiv (!) keine STIs hat, kam ungeschützter Sex in betracht. Diese Voraussetzung hat bisher nur einer erfüllt. Allein die mündliche Versicherung eines mir ansonsten unbekannten Mannes reichte mir nicht. Hatte ich also keine Gewissheit, blieb es bei risikolosem oder risikoarmem Sex. Beim Sex mit jemandem, von dem ich wusste, dass er HIV-positiv ist, galten ohnehin die gebräuchlichen Safer-Sex-Regeln. Ich will nicht verschweigen, dass der Sex mit HIV-positiven Männern oft der angenehmere war; nicht zuletzt, weil es keine Diskussionen über die Benutzung von Kondomen gab. HIV-negative Männer, und die, die sich dafür halten, verstehen oft nicht, was das mit dem Gummi soll. Da aber ausschließlich ich selbst für meine Gesundheit verantwortlich bin, bestimme auch ich allein, welchen Risiken ich mich aussetze, und welchen nicht.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Was ändert nun die EKAF-Mitteilung? Nun, ich kann mich bei HIV-positiven Männern, mit denen ich Sex habe, nach deren Therapiestand erkundigen. Bekomme ich die Antwort, dass die Therapie erfolgreich verläuft und Viren nicht nachweisbar sind, kann ich vorsichtig fragen, ob der Betreffende, zu risikobehafteteren Spielereien bereit wäre. Vorsichtig fragen! Denn: In so einer Situation stelle ich wohl das 'größere Risiko' dar. Ein HIV-positiver Mann kennt seine gesundheitliche Situation aufgrund regelmäßiger medizinischer Untersuchungen meistens recht gut. Ich jedoch kann nur auf einen Zustand zu einem zurückliegenden Stichtag verweisen. Was in der Zwischenzeit passiert ist, ob ich mich mit irgendetwas infiziert habe, weiß ich im Zweifel gar nicht. Ich setze also meinen HIV-positiven Sexpartner dem Risiko einer Mehrfachinfektion, der Übertragung einer anderen STI oder sonstigen, für ihn möglicherweise gefährlichen Infektionen aus. Nicht er ist das Risiko, ich bin es!</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">"Du bist HIV-positiv? Willst Du Sex mit mir?", so wäre es richtig!</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Alle Safer-Sex-Maßnahmen und auch eine erfolgreiche HAART-Therapie mit Virenlast unter der Nachweisgrenze können nach heutigem Kenntnisstand die Möglichkeit eine HIV-Übertragung nicht vollständig vermeiden. Das Risiko, dauerhafte, schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigung durch einen Unfall im Straßenverkehr oder beim Sport oder als Opfer einer Gewalttat zu erleiden, dürfte jedoch ungleich größer sein, als das es zu einer HIV-Übertragung kommt.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:justify;">Risikomanagement bedeutet nicht nur, Risiken zu vermeiden, sondern auch Risiken bewusst einzugehen. Dass eine wie das andere ist nur informierten, nicht aber verängstigten Menschen möglich.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[In The Mood For Love]]></title>
<link>http://kroogle.wordpress.com/?p=211</link>
<pubDate>Tue, 27 May 2008 21:13:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Jarra</dc:creator>
<guid>http://kroogle.de.wordpress.com/2008/05/27/in-the-mood-for-love/</guid>
<description><![CDATA[ 

Jüngst konnte ich die Regie für ein soziales Projekt ergattern: Die MFM Köln dreht Werbespots]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:center;margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:center;margin:0;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-216" style="border:#CCCCCC 5px solid;" src="http://kroogle.wordpress.com/files/2008/05/weltaidstag3.jpg?w=175" alt="Gib Aids keine Chance" width="119" height="152" /></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:big 0 Times New Roman;">Jüngst konnte ich die Regie für ein soziales Projekt ergattern: Die <strong>MFM Köln</strong> dreht Werbespots für die <strong>„Gib Aids keine Chance“</strong>-Kampagne. Im Zuge dessen veranstalten wir für meinen <strong>„Zeitstrahl-Spot“</strong>, nach einer Idee von <strong>Mareike Braun</strong> und <strong>Lynn Cruchten</strong>, am Samstag, den 07.06., ein Casting, offen für jeden der Interesse hat, in den Räumen der Macromedia. Der Clip spielt komplett vor weißem Hintergrund, vor diesem zeigen wir unterschiedlichste Menschen, was Herkunft, Alter, Statur, Beruf, etc. angeht. Die Reihen- und Abfolge dieser <span> </span>Menschen (nach der Entscheidung 8 an der Zahl), orientiert sich an jeder sechsten und jeder zehnten Sekunde (die Gesamtlänge beträgt 30 Sekunden). Denn: Laut Statistik infiziert sich alle 6 Sekunden ein Mensch auf der Welt mit HIV…und alle 10 stirbt ein weiterer an AIDS. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:big 0 Times New Roman;">Wer Interesse hat soziales Engagement zu zeigen und an unserem Projekt teilzunehmen, der kann sich unter </span><a href="mailto:straydogspictures@gmail.com"><span style="font-size:big 0 Times New Roman;">straydogspictures@gmail.com</span></a><span style="font-size:big 0 Times New Roman;"> anmelden!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:big 0 Times New Roman;">Es entstehen übrigens noch drei weitere Spots aus unseren Reihen, bei <strong><em>One Night Stand</em></strong> (Regie: <strong>Dennis Becker</strong>) helfe ich als Aufnahmeleitung aus, für <strong><em>Cybersex</em></strong> (Regie: <strong>Simone Dröge</strong>) habe ich das Konzept entwickelt und mit letzterem, <strong><em>Vampir</em></strong> (Regie: <strong>Christian Wadenpohl</strong>) nach einer Geschichte von <strong>Florian Bell</strong> hab ich tatsächlich ausnahmsweise mal gar nichts zu tun.</span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Pressemitteilung der BZgA vom 06.05.08]]></title>
<link>http://koww.wordpress.com/?p=372</link>
<pubDate>Tue, 06 May 2008 08:01:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>koww</dc:creator>
<guid>http://koww.de.wordpress.com/2008/05/06/pressemitteilung-der-bzga-vom-060508/</guid>
<description><![CDATA[Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Es sind Teilgruppen der  sexuell aktiven Bevölkeru]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="center" style="text-align:justify;"><strong>Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Es sind Teilgruppen der  sexuell aktiven Bevölkerung, die sich nicht hinreichend vor HIV/Aids  schützen</p>
<p></strong></p>
<p><!--more--></p>
<p style="text-align:justify;">Die aktuellen epidemiologischen Daten des Robert Koch-Instituts zu  HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen in Deutschland zeigen, dass die  HIV-Neudiagnosen von 2006 auf 2007 um 4 Prozent zugenommen haben (von 2.643 auf  2.752). Die HIV-Neudiagnosen bei Frauen sind gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent  deutlich gesunken, bei Männern sind die Neudiagnosen um 8 Prozent gestiegen.  Dabei ist der Anstieg bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM),  überproportional. Bei intravenös Drogengebrauchenden sowie Migrantinnen und  Migranten gingen die HIV-Diagnosen zurück.</p>
<p>Aus Sicht der Bundeszentrale  für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind mehrere Faktoren für den Anstieg der  HIV-Neudiagnosen verantwortlich:</p>
<ol style="text-align:justify;">
<li>Die intensivere Nachfrage nach dem HIV-Test führt vor allem bei den  besonders gefährdeten MSM dazu, dass mehr Infektionen entdeckt werden.</li>
<li>In den letzten Jahren nehmen andere sexuell übertragbaren Krankheiten (STD)  wie Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien etc. kontinuierlich zu. Sobald eine  STD-Infektion vorliegt, steigt die Übertragungswahrscheinlichkeit von HIV pro  Sexualkontakt um ein Mehrfaches.</li>
<li>Die Zahl der Menschen, die mit HIV (über)leben, steigt jährlich um rund 4  Prozent. Gerade in den Gefährdetengruppen nimmt damit die Wahrscheinlichkeit zu,  bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr auf einen HIV-positiven Menschen zu  treffen.</li>
</ol>
<p style="text-align:justify;">Hinzu kommt, dass das zwischen 2000 bis 2004 zu beobachtende rückläufige  Schutzverhalten bei den Teilgruppen mit potentiell riskanten Verhaltensweisen zu  einem erhöhten Infektionsrisiko geführt hat.</p>
<p>Das Bundesministerium für  Gesundheit hat ab 2007 die finanziellen Mittel für die Aidsprävention in  Deutschland jährlich um 3 Mio. Euro erhöht. Außerdem stehen durch die  finanzielle Unterstützung durch den Verband der Privaten Krankenversicherung  e.V. seit 2005 zusätzliche Mittel von jährlich 3,4 Mio. Euro für die  Aidsprävention zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund hat die Bundeszentrale für  gesundheitliche Aufklärung zusammen mit der Deutschen AIDS-Hilfe die  Präventionsmaßnahmen in den letzten Jahren deutlich verstärkt. Als ein Erfolg  dieser intensiven Aids-Aufklärung ist der seit 2004/2005 zu beobachtende Anstieg  des Schutzes durch Kondomnutzung zu bewerten, der sich auch im Jahr 2007 weiter  fortsetzt. Dies zeigen die Daten der repräsentativen Wiederholungsbefragung  „Aids im öffentlichen Bewusstsein der Bundesrepublik Deutschland“, die die  Bundeszentrale fü r gesundheitliche Aufklärung seit 1987 jährlich  durchführt.</p>
<p><strong>Die Kondomnutzung stieg im Zeitraum 2004 bis  2007<br />
</strong></p>
<ul class="list" style="text-align:justify;">
<li>Die intensivere Nachfrage nach dem HIV-Test führt vor allem bei den  besonders gefährdeten MSM dazu, dass mehr Infektionen entdeckt werden.</li>
<li>In den letzten Jahren nehmen andere sexuell übertragbaren Krankheiten (STD)  wie Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien etc. kontinuierlich zu. Sobald eine  STD-Infektion vorliegt, steigt die Übertragungswahrscheinlichkeit von HIV pro  Sexualkontakt um ein Mehrfaches.</li>
<li>Die Zahl der Menschen, die mit HIV (über)leben, steigt jährlich um rund 4  Prozent. Gerade in den Gefährdetengruppen nimmt damit die Wahrscheinlichkeit zu,  bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr auf einen HIV-positiven Menschen zu  treffen.</li>
</ul>
<p style="text-align:justify;">Die positive Entwicklung des Schutzverhaltens verläuft parallel zu den  Kondomabsatzzahlen. So nimmt der Absatz der Kondome nach einem Rückgang zwischen  2000 bis 2003 wieder kontinuierlich zu und liegt im Jahr 2007 auf dem bisher  höchsten Wert von 209 Mio. Kondomen.</p>
<p>Auch in der Gruppe mit dem höchsten  Zuwachs an HIV-Neudiagnosen, den Männern, die Sex mit Männern haben, finden sich  insgesamt keine Hinweise auf ein Nachlassen des Schutzverhaltens. Die  Inanspruchnahme des HIV-Testes ist in dieser Gruppe besonders hoch. Dies ist das  Ergebnis der Wiederholungsbefragung „Wie leben schwule Männer heute“, die im  Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom  Wissenschaftszentrum Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Rolf Rosenbrock  durchgeführt wurde.</p>
<p>Während also einerseits die HIV-Neuinfektionen  steigen, andererseits das Schutzverhalten auf einem stabilen bzw. sogar  steigenden Niveau liegt, muss nach den Gründen für diese Entwicklung gefragt  werden. Aus Sicht der BZgA gibt es trotz der Präventionserfolge Teilgruppen der  sexuell aktiven Bevölkerung (insbesondere MSM), die sich nicht hinreichend vor  HIV schützen. Diese Gruppen werden deshalb vor dem Hintergrund der zusätzlichen  Gefährdungsfaktoren wie zunehmende andere sexuell übertragbare Krankheiten oder  die steigende Zahl HIV-positiver Menschen zukünftig noch intensiver mit  gezielten Präventionsangeboten angesprochen. Hierfür sind auch neue Formen der  Kooperation mit dem ärztlichen Sektor und qualitätsgesicherte, schwellenarm  erreichbare Beratung, Diagnose und Therapie sexuell übertragbarer Krankheiten  insgesamt erforderlich.</p>
<p>Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung  und die Deutsche AIDS-Hilfe stellen sich den neuen Herausforderungen durch  stetige Optimierung und Erweiterung ihrer Präventionsangebote.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Wie leben schwule Männer heute"]]></title>
<link>http://thegaydissenter.wordpress.com/2007/12/01/wie-leben-schwule-manner-heute/</link>
<pubDate>Sat, 01 Dec 2007 17:18:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>TheGayDissenter</dc:creator>
<guid>http://stevenmilverton.com/2007/12/01/wie-leben-schwule-manner-heute/</guid>
<description><![CDATA[&#8230;. ist der Titel einer Studie der Forschungsgruppe Public Health des Wissenschaftszentrums Be]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">.... ist der Titel einer Studie der Forschungsgruppe Public Health des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialwissenschaften (WZB), die jetzt in einer <a href="http://www.wzb.eu/ars/ph/pdf/BZgA-2007_KurzberichtMSM.pdf" target="_blank">Kurzfassung </a>vorliegt. Es ist eine merkwürdige Studie. Der vollmundige Titel verspricht tiefgehende Einblick in das Leben schwuler Männer. Heraus kommen sind dabei ein paar ungesicherte Zahlen, die die Frage beantworten sollen, wer mit wem wie oft Sex hat. Und es geht im Wesentlichen um HIV und AIDS. Sehr wichtig, keine Frage. Aber das Leben schwuler Männer besteht nicht nur aus Sex und HIV/AIDS.<!--more--></p>
<p align="justify">Was ich im Einzelnen zu meckern habe:</p>
<blockquote>
<p align="justify">Dabei sollten neben den Reaktionen auf AIDS auch Aspekte der Lebensverhältnisse schwuler Männer - Lebensstile, Szenekontakte, Offenheit im schwulen Leben, Gewalterfahrungen - berücksichtigt werden.</p>
</blockquote>
<p align="justify">Von allem etwas, nichts wird richtig beleuchtet.</p>
<blockquote>
<p align="justify">Weil sich insbesondere jüngere und ältere Männer mit gleichgeschlechtlichem Sex häufig nicht als „schwul" oder „homosexuell" bezeichnen, wird im Folgenden die Formulierung „Männer, die Sex mit Männern haben" (MSM) gewählt.</p>
</blockquote>
<p align="justify">Leute, so wird das nichts. Schwul und homosexuell haben etwas mit der sexuellen Orientierung und, zumindest will ich es so verstehen, mit der Lebenseinstellung zu tun. MSM beschreibt eine Personengruppe, nämlich die der Männer, die Sex mit Männern hat, unabhängig von der sexuellen Orientierung, unabhängig von den Gründen für diese Art von Sex. Schon im Ansatz gescheitert, wird die zutreffendere Formulierung MSM nicht konsequent in der Studie verwendet.</p>
<blockquote>
<p align="justify">Wie schon in den vorhergehenden Befragungen zeigen sich auch 2007 deutliche schichtspezifische Unterschiede in der Betroffenheit von HIV und AIDS. Männer aus den unteren sozialen Schichten sind fast doppelt so stark betroffen wie MSM aus mittleren Schichten. Für die Präventionsarbeit der AIDS-Hilfen bedeutet dies, dass nach wie vor ein besonderes Augenmerk auf sozial benachteiligte schwule Männer zu richten ist.</p>
</blockquote>
<p align="justify">Das müsste nun etwas genauer ausgeführt und differenziert dargestellt werden. Durch welche Merkmale wird die "untere soziale Schicht" definiert? Soweit mir bekannt, gibt es hierfür keine allgemein gültige Begriffsbestimmung.  Außerdem sind schwule Männer, wenn sie in einer Partnerschaft leben, gegenüber Männern in heterosexuellen Partnerschaften in Deutschland schon von Gesetzes wegen (auch) sozial benachteiligt.</p>
<blockquote>
<p align="justify">Etwa die Hälfte (47%) aller befragten MSM lebt zum Zeitpunkt der Befragung nicht in einer festen Partnerschaft. Dieser Anteil ist unabhängig von der regionalen Herkunft (vgl. Abbildung 3). Ab einem Alter von etwa 25 Jahren ist dieser Anteil ebenfalls konstant (nicht dargestellt). In allen bisherigen BZgA-Wiederholungsbefragungen schwuler Männer lebt etwa die Hälfte aller MSM in festen Beziehungen. Offene Beziehungen sind in schwulen Ballungszentren häufiger als „monogame".</p>
</blockquote>
<p align="justify">Hier, wie auch im weiteren Verlauf der Darstellung, wünschte ich mir etwas mehr Klarheit. Die Art der Beziehung, gleichgeschlechtlich oder verschiedengeschlechtlich, bleibt offen. Gerade diese Unterscheidung wäre aber für das Finden von Ansatzpunkten für die Präventionsarbeit wichtig. Das die Verfasser sich aber nicht entscheiden können oder wollen zwischen MSM und schwul, bleibt hier wie im folgenden vieles offen.</p>
<p align="justify">Dennoch biete die Studie auch Interessantes und Nachdenkenswertes:</p>
<blockquote>
<p align="justify">7% der Befragten aus Berlin und 6% der Befragten aus HH, M, K oder F geben an, im Jahr vor der Befragung mit mehr als 50 unterschiedlichen Partnern Sex gehabt zu haben.</p>
</blockquote>
<p align="justify">Also ein wöchentlicher Wechsel. Ist das eigentlich viel?</p>
<blockquote>
<p align="justify">In der diesjährigen Befragung liegt der Anteil der Männer, die sich regelmäßig über HIV und AIDS informieren, bei insgesamt 25% [...]. Der Anteil derer, die sich gar nicht informieren, liegt bei insgesamt 20%.</p>
</blockquote>
<p align="justify">Zwanzig Prozent von denen, die es auch angeht, informieren sich nicht! Das darf nicht wahr sein! Wir schreiben das Jahr 2007. Ein paar Klicks und alles wesentlichen Informationen sind verfügbar.</p>
<blockquote>
<p align="justify">Von Pöbeleien und Beschimpfungen betroffen sind insbesondere Männer, die ihre Homosexualität offen leben (16% der Männer, die sich gegenüber allen bedeutsamen Personen im sozialen Umfeld "geoutet" haben, gegenüber 5% der nicht „geouteten" Männer). MSM, die ihre Homosexualität nicht offen zeigen, sind - wie zu erwarten - am wenigsten von Gewalt betroffen, zahlen dafür aber den Preis, ihre Homosexualität zu verheimlichen.</p>
</blockquote>
<p align="justify">1. Wie waren denn nun die nicht geouteten Männer von Pöbeleien und Beschimpfungen betroffen? Und wer hat sie beschimpft?</p>
<p align="justify">2. Nochmals: MSM und Homosexualität sind nicht dasselbe.</p>
<p align="justify">3. Der Preis, den offenen schwul lebende Männer zahlen, ist ungleich höher, als der Preis, der in der Verheimlichung der Homosexualität liegt. Der LSVD schätzt, dass 3 % der in Deutschland lebenden Männer homosexuell sind <strong>und</strong> dazu stehen. Der Anteil homosexueller Männer insgesamt wird jedoch auf 10 bis 15 % (einige Quellen sprechen von 20 %) geschätzt. Würden sich nur weitere 3 vH outen, wäre das bereits eine Verdoppelung der offen schwul lebenden Männer. Das würde nicht nur die Wahrnehmbarkeit schwuler Männer und deren Belange deutlich erhöhen, sondern auch den Umgang der 'Normalgesellschaft' mit Schwulen positiv beeinflussen. Es gibt viele nachvollziebare Gründe, im Schrank zu bleiben, und noch viel mehr nicht nachvollziehbare Gründe. Aber wer sich dafür entscheidet, ist für die Schwierigkeiten, die Gewissensnöte, die seelischen Schmerzen, die dadurch entstehen, selbst verantwortlich. Diesen Preis zu zahlen, ist eine eigene Entscheidung. Wer offen lebt, und dafür gedemütigt und benachteiligt wird, ein paar auf die Schnauze bekommt, wessen Gesundheit durch Fußtritte und Messerstiche ruiniert wird, der zahlt den Preis, den unserer ach so vorbildliche Gesellschaft den schwulen Menschen auferlegt. Dieser Preis ist ungleich höher, als der der Heimlichkeit!</p>
<blockquote>
<p align="justify">Vorbehaltlich des nicht genau modellierbaren Einflusses der Veränderungen in der Zusammensetzung der Teilnehmer der verschiedenen Erhebungswellen lässt sich eine deutliche Erosion von Safer Sex im Verlauf der letzten siebzehn Jahre mit diesen Daten nicht belegen.</p>
</blockquote>
<p align="justify">Diese Aussage entspricht meinen bescheidenen Erfahrungen und widerspricht erfreulicherweise der hysterischen Gegenauffassung ("verantwortungslose Schwule").</p>
<blockquote>
<p align="justify">Der Vergleich der verschiedenen Erhebungen liefert somit keine belastbaren Hinweise darauf, dass der Anstieg der HIV-Neudiagnosen bei MSM in Deutschland auf merklich gestiegene Partnerzahlen zurückzuführen sein könnte.</p>
</blockquote>
<p align="justify">Auch damit wird erfreulicherweise einschlägiger Legendenbildung entgegen getreten.</p>
<blockquote>
<p align="justify">Im Zeitverlauf der Erhebungswellen wird ferner deutlich, dass der Anteil der MSM, die keinen HIV-Test gemacht haben, von über einem Drittel (1991) auf ein knappes Fünftel (seit 1999) gesunken ist. Entsprechend gegenläufig nehmen die Anteile der Männer, die sich häufiger als zweimal haben testen lassen, zwischen 1991 und 2007 von einem Viertel auf die Hälfte der Teilnehmer kontinuierlich zu. [...]</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p align="justify">Der hier dargestellte Trend im Testverhalten ist ein weiteres Indiz dafür, dass der beobachtete Anstieg der HIV-Neudiagnosen bei MSM teilweise über die Zunahme der Testhäufigkeit in dieser Gruppe zu erklären ist.</p>
</blockquote>
<p align="justify">Auch das ist sehr wichtig. Und es passt so gar nicht in das Bild, was manche Zeitung gerne von Schwulen zeichnet: Risikobereit, hemmunglos, verantwortungslos. Nein, es ist anders. Und dennoch: Warum haben so viele Jungs und Männer ein Problem damit, sich regelmäßig auf HIV und andere STIs testen zu lassen?</p>
<p align="justify">Und jetzt habe ich noch etwas zu meckern:</p>
<blockquote>
<p align="justify">Immer mehr MSM machen regelmäßig einen HIV-Test. Eine sekundärpräventive Botschaft der AIDS-Hilfen und der BZgA ist somit bei der Zielgruppe angekommen.</p>
</blockquote>
<p align="justify">Wirklich? Hier haben wir wieder das klassische Problem, dass MSM mit homosexuell/schwul gleichgesetzt wird. Die Zielgruppe 'MSM aber nicht schwul/homosexuell', wurde, soweit ich die Präventionsarbeit verfolgt habe, bisher nicht gezielt angesprochen.</p>
]]></content:encoded>
</item>

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