<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress.com" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>buchstabensuppe &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/buchstabensuppe/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "buchstabensuppe"</description>
	<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 16:38:17 +0000</pubDate>

	<generator>http://wordpress.com/tags/</generator>
	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Maggi Buchstabensuppe / Spot: "Ruhe"]]></title>
<link>http://nijko.wordpress.com/?p=524</link>
<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 20:30:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>nijko</dc:creator>
<guid>http://nijko.de.wordpress.com/2008/10/01/maggi-buchstabensuppe-spot-ruhe/</guid>
<description><![CDATA[In meiner alltäglichen Blog-Abendrunde habe ich doch tatsächlich schmunzeln müssen, als ich den (]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner alltäglichen Blog-Abendrunde habe ich doch tatsächlich schmunzeln müssen, als ich den (viralen) Spot "Ruhe" von Maggi gesehen hab' (<a href="http://www.connectedmarketing.de">gefunden bei Martin</a>).</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/51vI1MAWsJ0'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/51vI1MAWsJ0&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p>1. Wenn ich meiner Mutter diesen Spot schicke, war das schon recht viral.<br />
2. Wenn meine Mutter diesen Spot sieht, trägt das zur Wahrnehmung (egal ob leicht oder intensiv) der Marke Maggi bei. Davon bin ich überzeugt.<br />
3. Ob das ganze zum Kauf führt, wie Martin sich fragt, kann man nicht wirklich vorhersehen. Ist die Frage, ob so ein Spot es auch schafft, einen letztendlichen Kaufanreiz zu schaffen bzw. Bedürfnis zu wecken.<br />
4. Maggi verjüngt durch den Spot sein Image. Finde ich gut. Lustige Idee.<br />
5. Das benutze Wort "Hure" im Spot finde ich ein wenig herb, naja, weil Kinder am Tisch sitzen sogar recht hart. Ist zwar heutzutage alltäglich bei Kindern (schade),... ihr wisst schon.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Maggi und die Suchstabenbuppe]]></title>
<link>http://nummer15.wordpress.com/?p=494</link>
<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 10:33:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>nilsn</dc:creator>
<guid>http://nummer15.wordpress.com/2008/09/25/maggi-und-die-suchstabenbuppe/</guid>
<description><![CDATA[Maggi taucht mit seiner Buchstabensuppe nun auch in die Welt des Viralen Marketings ein. Ich habe de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Maggi taucht mit seiner Buchstabensuppe nun auch in die Welt des Viralen Marketings ein. Ich habe den Spot schon gestern bei <a title="off-the-record" href="http://off-the-record.de/2008/09/25/ruehrt-maggi-in-der-viralen-buchstabensuppe/">Olaf</a> gesehen, wollte aber noch abwarten, ob da wirklich Maggi verantwortlich ist. Das war gestern noch unklar, hat sich aber mittlerweile aufgeklärt. Marco Kitzmann von der <a title="Lebensmittel Zeitung" href="http://www.lz-net.de/">Lebensmittel Zeitung</a> hat die Pressestelle erreicht, die bestätigte, dass der Spot von Maggi ist.</p>
<p>Zum Spot selber: Mich haut das Ding mit Sicherheit nicht vom Hocker, für ein Unternehmen wie Maggi ist es aber schon ein wenig lustig und gewagt. Oder es kommt ihnen gewagt vor. Ich würde mir wünschen in Zukunft mehr solcher Spots zu sehen. Im übrigen scheint die Version im Fernsehen weniger "Böse" zu sein. Scheinbar möchte man das internetferne Fernsehpublikum nicht mit solch derbem Humor belästigen. Sei's drum, hier der Spot.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/GD4eGqimkak'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/GD4eGqimkak&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p>Link: <a title="Youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=GD4eGqimkak">youtube.com</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Poesie Für Dich]]></title>
<link>http://poesie4you.wordpress.com/?p=3</link>
<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 13:30:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>poesie4you</dc:creator>
<guid>http://poesie4you.de.wordpress.com/2008/08/18/poesie-fur-dich/</guid>
<description><![CDATA[


 Der Herbst ist da
Was erzählt mir der Herbst?
Es erzählt von einer goldenen Landschaft,
Und ei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><span style="font-size:x-small;font-family:Tahoma,Verdana,Arial,Helvetica,Geneva,Swiss,SunSans-Regular;"> Der Herbst ist da</span></p>
<p>Was erzählt mir der Herbst?<br />
Es erzählt von einer goldenen Landschaft,<br />
Und einer herrlichen Farbenspracht,<br />
Rötlich-wärmend,<br />
Gelblich-aufgehend,<br />
grünlich-braun immer bestehend,<br />
Das darfst du sehen,<br />
Verinnerlichen und mit mir zusammen erleben.</p>
<p>Stille kehrt ins Dorf,<br />
Die Fenster beschlagen,<br />
Die Kerzen versagen,<br />
Der Strom fällt aus,<br />
Der Wind umzingelt das Haus,<br />
Die Blätter wehen aufs Dach hinauf,<br />
Wir sind gefangen in unserem eigenen Haus,<br />
Meine Geschwister wollen alle hinaus,<br />
Trauen sich gar nicht mehr hinaus,<br />
Kanten scharf die Blätter fliegen sie dahin,<br />
Und zeigen wie stürmisch,<br />
Das Herbstkind,<br />
Pfeifend, mächtig, gefährlich,<br />
Umkreist es diesen Bezirk,<br />
Das Radio setzt auf Warnstufe einz,<br />
Und wir empfinden Angst,</p>
<p>Wenn der Sturm verblasst,<br />
sieht man das Wunder erbracht,<br />
Pilze und Kürbisse zeigen sich,<br />
Das Moos und Gras vereinigen sich,<br />
Die Naturgewalt,<br />
Das stürmische und Schöne reizen mich.<br />
Deshalb genießt den Herbst aus beider Sicht.</p>
<p>weitere Gedichte erhältlich  auf: http://www.poesie4you.de</p>
<p>von  Noemi Geltz</p>
<p>Was ist Liebe?</p>
<p>Liebe ist ein großes Kapitel,<br />
Es trägt viele Untertitel,<br />
Das sind die Mittel,<br />
Zuhören ,Verständnis,<br />
Interesse ,Kompromisse,<br />
Und es gibt noch eine weitere Liste,<br />
Gutes kennenlernen,<br />
Erleichtert das Vertrauen,<br />
Und keiner muß sich gegenseitig Gedanken an den Kopf hauen,<br />
In Ängste nicht verlaufen,<br />
Und sich zusammen,<br />
In guten, schlechten Phasen behaupten,<br />
Und sich große Gefühle erlauben,<br />
Der Glaube an sich macht einen Schön von Innerlich.</p>
<p>Noemi Geltz         http://www.poesie4you.de</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kein ganz gewöhnlicher Morgenlauf]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=303</link>
<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 19:16:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.de.wordpress.com/2008/06/07/kein-ganz-gewohnlicher-morgenlauf/</guid>
<description><![CDATA[Sport und Obdachlosigkeit - passt das zusammen? Ich weiß es nicht und wische eine Schweißperle von]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sport und Obdachlosigkeit - passt das zusammen? Ich weiß es nicht und wische eine Schweißperle von meiner Stirn. Während ich noch darüber nachdenke, sehe ich ihn schon von weitem auf seiner Bank sitzen. Ich lächele kurz auf und denke, dass er irgendwie schon zu meinem täglichen Morgenritual gehört. Im nächsten Moment jedoch stocke ich bei dem wohligen Gedanken. Irgendwas stimmt nicht.</p>
<p>Der alte, graubärtige Mann sitzt wie gewohnt auf seinem Platz, auf der zweiten Bank am Ufer gegenüber vom Fluss. Seine Haare sind strähnig und hängen wie Staubfäden in seinem Gesicht. Neben ihm liegt wie ein treuer Hund sein großer erdenfarbiger Rucksack, an dem etliche Sachen baumeln. Ich erkenne kleine Schalen aus Alu und eine Trinkflasche, die still dort hängen und froh darüber sind, einen Platz gefunden zu haben. Der Mann strahlt eine Ruhe aus, wie ich sie selten bei Obdachlosen gesehen habe. Fast so, als hätte er sich mit seinem Schicksal angefreundet, vielleicht mit ihm Brüderschaft getrunken oder hat er sich vielleicht bewusst dafür entschieden? </p>
<p>Jedesmal, wenn ich an ihm vorbeilaufe, spüre ich wie sich ein fremder Geruch ganz schüchtern zwischen die assimilierenden Blätter und die seichten Wellen des Wassers schiebt. Diese Mischung erinnert mich an etwas, nur an was genau, mag mir einfach nicht einfallen. </p>
<p>Jedesmal, wenn ich an ihm vorbeilaufe, möchte ich mich neben den alten Mann setzen und ihn so vieles fragen. Er sieht tatsächlich aus wie ein Geschichtenerzähler, dem Kinder am offenen Kamin mit leuchtenden Augen zuhören. Im Winter trägt er bestimmt einen roten Mantel und erfüllt Wünsche.</p>
<p>Jedesmal, wenn ich an ihm vorbeilaufe, krampft sich mein Herz zusammen, als hätte sich ein Muskel eingeklempt. Ich atme dann stets so wie es mir meine Mama beigebracht hat, langsam ein, langsam aus - der Schmerz jedoch bleibt wie eine hässliche Klette an der Stelle sitzen und streckt mir die Zunge raus.</p>
<p>Jedesmal, wenn ich an ihm vorbeilaufe, denke ich über den Begriff Obachloser nach. Landstreicher hießen solche Menschen früher einmal, als noch Kutschen statt Autos fuhren. Ein viel schöneres Wort, finde ich, man sollte es wieder offiziell einführen und auf den Begriff Penner ein Bußgeld setzen. </p>
<p>Jedesmal, wenn ich an ihm vorbeilaufe, sitzt er da, vollkommen in sich versunken, blickt auf die Spree und ist nur mit seinem Körper anwesend. Ich möchte wissen, an was und wie er über die Welt denkt. </p>
<p>Jedesmal, wenn ich an dem alten Mann vorbeilaufe, bleibe ich am Ende des Weges stehen, zerpflücke mit meinem hechelnden Atmen eine Pusteblume und wünsche mir, dass es so etwas irgendwann nicht mehr geben wird.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Über böse Viren im Hals, den nervigen Husten und was man am besten dagegen tun kann]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=167</link>
<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 12:16:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.de.wordpress.com/2008/04/10/uber-bose-viren-im-hals-den-nervigen-husten-und-was-man-am-besten-dagegen-tun-kann/</guid>
<description><![CDATA[ Ich gehöre seit einigen Tagen auch zu den Gewinnern der Frühjahrserkältung. Mich hat es dieses ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://monfiwi.files.wordpress.com/2008/04/hals.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-170" src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/04/hals.jpg" alt="" width="85" height="96" /></a> Ich gehöre seit einigen Tagen auch zu den Gewinnern der Frühjahrserkältung. Mich hat es dieses Mal leider an der Kehle erwischt. Zunächst machten sich die Viren in Form von Halsweh bemerkbar, bis sie sich ganz einnisteten und mir einen wunderbaren Reizhusten mitbrachten, der mich nachts nicht schlafen lässt. Wenn man nachts nicht schlafen kann, kommt man nicht selten in die Verlegenheit Dinge zu tun, die man sonst nicht machen würde, also recherchiere ich nach der Ursache meines Dilemmas im Internet.</p>
<p style="text-align:center;"><strong>~~ Die Suche nach den Eindringlingen ~~</strong></p>
<p>Wenn ich als kleines Mädchen mit Fieber und dickem Hals im Bett lag, erzählte mir meine Mama immer die Geschichte von den bösen Eindringlingen, bei den Erwachsenen auch Viren bzw. Baktierien genannt, und den Polizisten, das Abwehrsystem. Sie berichtete es mir so genau, dass ich mir meiner damals schon ausgeprägten Phantasie ausmalte, wie sich beide Fronten bekämpften. Dummerweise brauchten die Polizisten immer etwas, bis sie in Fahrt kamen, anders waren mir die anhaltenden Schmerzen nicht zu erklären. Dabei versuchte ich mir außerdem ausmalen, wie der Schmerz wohl aussah. Auch wenn es jetzt eklig klingt, aber ich wollte meinen Hals aufschneiden und diesen fiesen Brocken, der mir das Schlucken unmöglich machte, herausholen und ganz genau angucken.</p>
<p style="text-align:center;"><strong>~~ Der Husten - keine Krankheit, sondern ein Schutzreflex ~~</strong></p>
<p>Genauso fühle ich mich heute Nacht. Der Husten zieht alles in mir zusammen, ich habe sogar schon im ganzen Bauchbereich Muskelkater und fegt die nächtliche Ruhe weg. Er hat mich sogar vom heimischen Schlafzimmer auf die Couch manövriert. Herzlichen Glückwunsch! Wo kommt er also her, der Herr Husten.</p>
<p>Husten ist ein Symptom und keine eigenständige Krankheit. Die Funktion des Hustens besteht darin, die Atemwege von Substanzen zu reinigen, die diese verlegen oder verengen könnten. Die Ursachen können in Erkrankungen der Atmunsorgane, des Herzens oder des Magens sein. Die gewöhnliche Erkältung stellt die häufigste Ursache dar. Husten ist eines häufigsten Symptome, aufgrund derer ein Arzt aufgesucht wird.</p>
<p style="text-align:center;"><strong>~~ Was man dagegen tun kann ~~</strong></p>
<p>Wie sagte Muttern immer schön: Kind, du musst viel trinken, damit dir Eindringlinge herausgespült werden! Genauso ist es. Also trinken, was das Zeug hält, am besten Tee ungesüßt, ab und an auch gern mal mit Traubenzucker. Um den Husten zu lindern, habe ich noch folgende Hausmittel gefunden:</p>
<p>1. Vor dem Schlafen eine salzige Brühe/Suppe schlürfen.<br />
2. Eine Zwiebel frisch in kleine Stücke schneiden, in einer Tasse drei Esslöffel Honig darübergeben, gelegentlich umrühren und den Sud, der sich nach ca. einer Stunde gebildet hat, abseihen und alle 3-4 Stunden, 1 bis 2 Esslöffel einnehmen.<br />
3. Thymianbonbons. Die hatte mir die Apothekerin empfohlen und tatsächlich sie wirken. Da Thymian sehr beruhigt, werde ich heute gleich einen Eintopf mit Thymian kochen.<br />
4. Rotlichtlampe am Abend. Die beruhigt mit ihren Strahlen und hält schön warm.<br />
5. Gurgeln mit losen Kamillenblütentee (keinen Beuteltee, weil er nicht so reichhaltig ist) als kleine Wohltat für den gereizten Rachen.</p>
<p>~~ Bleibt nur am Ende die Frage, ob mein Freund mich nach dem Zwiebel-und Thymian-Drive noch küssen mag? Egal, Hauptsache, der Husten ist weg!~~</p>
<p>Allen kranken Hasen da draußen wünsche ich gute Besserung und wenn noch jemand Tipps gegen Husten und Eindringlinge hat, bitte her damit. Ich würde mich darüber freuen!</p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Besonderes in den Ohren]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=133</link>
<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 18:27:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.de.wordpress.com/2008/04/04/besonderes-in-den-ohren/</guid>
<description><![CDATA[
 
Gibt es für jede Stadt, die richtige Musik? Ich habe keinen blassen Schimmer, doch was ich wei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana"></font></p>
<p><font size="2" face="Verdana"><a href="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/04/u2.jpg" title="u2.jpg"><img src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/04/u2.jpg" alt="u2.jpg" /></a> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Gibt es für jede Stadt, die richtige Musik? Ich habe keinen blassen Schimmer, doch was ich weiß ist, dass mir heute an der Schönhauser Allee in Berlin Mieze von MIA ins Ohr singt und alles stimmt. Perfekt, so und nicht anders. Kein Wenn, kein Aber.</font><font size="2" face="Verdana"> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana"><i>Eigentlich will ich schon lange weg sein,<br />
Knick in der Optik, Riss in der Zeit;<br />
im Zufall rennst du in mich rein<br />
als hätten wir darauf gewartet.<br />
Hab eben noch an dich gedacht, jetzt nennst du mich beim Namen<br />
Wenn was heut nicht klappt,<br />
das wäre doch gelacht.</i></font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Die kalte Märzluft, die aus den Mündern der Passanten kleine Wolken bilden, die letzten Nachmittagssonnenstrahlen, die charmant über mein Gesicht krabbeln, die Hast der vorbeieilenden Fahrgäste, die an heimische Zugvögel erinnert - auf dem Weg zurück in die große Stadt, die uns Menschen manchmal verschluckt und manchmal an der genau richtigen Stelle packt<em>.</em></font></p>
<p><font size="2" face="Verdana"><em>Ich bin und plötzlich fällt mir ein<br />
es ist was ganz Besonderes, zu sein;<br />
Ich brauche und brauch nirgendwer anders sein;<br />
grad das scheint mir was besonderes, Besonderes<br />
und steh ich neben mir, fällt mir ein, </em></font><font size="2" face="Verdana"><em>auch das scheint was ganz besonderes, zu sein,<br />
und bin ich glücklich und weiß nicht mal warum.</em></font><font size="2" face="Verdana"><em> </em></font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Die U2 rollt in den Bahnhof ein, ein Punkmädchen mit ihrem schwarzen Hund tippelt unruhig auf den schmutzigen Boden, als ob sie aufs Klo muss. Quietschende Reifen halten, ich drehe mich um, schaue dir direkt in die Augen und entdecke hinter der Iris eine Insel irgendwo im Nirwana, plötzlich ein Flackern in meinem Herzen.</font><font size="2" face="Verdana"> </font></p>
<p><font size="2" face="Verdana"><em>Nichts läuft nach Plan doch alles läuft,<br />
als hätte ich darauf gewettet<br />
Nur wenn der Zufall wirklich funktioniert, dann bin ich gerettet,<br />
Mensch, das wär’s doch, das wäre doch gelacht.</em><a href="http://seichteswasser.wordpress.com/"></a></font></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Von Kasimir dem Lebenskünstler oder über zwei Dinge, die du nie verlieren kannst]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=146</link>
<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 18:57:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.de.wordpress.com/2008/04/01/von-kasimir-dem-lebenskunstler-oder-uber-zwei-dinge-die-du-nie-verlieren-kannst/</guid>
<description><![CDATA[Ich hatte ihn schon fast vergessen, bis ich ihn letzte Woche zufällig in einem mir bekannten und mi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana">Ich hatte ihn schon fast vergessen, bis ich ihn letzte Woche zufällig in einem mir bekannten und mittlerweile fremdgewordenen Stadtteil wiedersah. Ich mag den Ort nicht mehr, weil er mit der Zeit so glatt gefegt worden ist, dass man dort selbst in festen Turnschuhen ausrutscht. Außerdem ist da noch etwas Anderes, was mich stört. Irgendwie vermisse ich dort gewisse Ecken und Kanten, das Gefühl von Lebendigkeit, abgenutzte Hauswände, an denen man sich die Hände wundreibt, kalte Keller, die nach oben atmen und von alten Zeiten erzählen. Nichts, gar nichts ist von dem übrig geblieben nach der Wende, als sich der Kapitalismus dort niederließ und seine gierigen Arme ausstreckte. Statt sich heute in Ruhe auf Spurensuche begegeben zu können, teilt man sich die sauberpolierten Straßen mit Touristen und Yuppies, die ihre teuren Taschen und Sonnebrille spazierentragen.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Aus dem Nichts erhellte sich jedenfalls der Ort, fast so als hätte sich die Sonne spontan entschieden, in der nahenden Nacht länger zu verweilen. Zwischen den Luxuswolken tauchte Kasimir auf. Ein bisschen überraschend und sagenumwoben. Eigentlich ist er nur ein mittelloser Mann, doch dafür ein Obdachloser mit Verstand und Würde.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Ich habe ihn vor vier Jahren zum ersten Mal kennen gelernt, als ich beim Italiener an der Spree saß. Da kam er einfach wie ein Kater herangeschlichen, sein Profil spiegelte sich im Weinglas und die Gabeln hörten auf, ihre hohen Töne auf den Tellern zu singen. Kasimir sieht zwar im ersten Augenglick wirklich aus, wie jemand, der über kein Geld verfügt, aber auch wie jemand, der viel Phantasie hat. Wie ein unbekannter Stern fliegt er sanft zwischen die Tischnischen und malt die Umgebung mit seinem Schweif an, denn über seine durchlöcherten Sachen trägt er stets weite, farbige Umhänge, die von einem Leben jenseits des grauen Asphalts erzählen.</font><font size="2" face="Verdana"> </font><font size="2" face="Verdana">Kasimir ist anders, das spüren auch die Kleinsten. So habe ich beobachtet, wie sich einige Kinder zunächst ängstlich hinter ihren Eltern versteckten, weil ihnen der Mann unheimlich vorkam, dennoch dauerte es nicht lange, bis die kleinen Köpfe wieder aus dem Versteck hervorkrochen. Kasimir ist nämlich nicht irgendjemand, sondern Kasimir. Geheimnisvoll, menschlich - kurz gesagt: Phantastisch.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana">Der graubärtige Mann läuft mit seiner Hupe, frischen Blumen oder der Jahreszeit entsprechende Pflanzen und einem Eimer durch die Straßen, hält vor den Tischen der Restaurants - im Sommer drin und im Winter draußen - stets mit einem charmanten Abstand. Wer von ihm eine kleine Blume abkauft, darf auf die Hupe drücken. Laut trötet man in die Umgebung, die es sonst eher dezent mag. Hier werden unsere Kinderherzen wieder wach! Dann holt er seinen Alueimer hervor und drückt dem Spender sein aktuelles Schriftstück in die Hand. <em>Kasimir Kaiser von Berlin - Bettler und Hund</em> steht ganz oben. Wenn man besonders lieb ist, bekommt man auch kleine Zugaben wie unechte Geldscheine oder Plaketen.</font><font size="2" face="Verdana"> </font><font size="2" face="Verdana">So kam es, dass ich den kühlen Kiez verlassen wollte, als Kasimir vor mir stand.</font></p>
<p><font size="2" face="Verdana"><br />
Kasimir, wie schön, dich zu sehen, sagte ich.<br />
Hallo, junge Dame.<br />
Darf ich eine Blume kaufen?<br />
Gern.<br />
Ich reichte ihm ein wenig Kleingeld. Daraufhin hielt er mir seine Hupe hin, die ich drückte. Gott sei Dank war es schon dunkel, denn wie jedes Mal errötete ich und kicherte verlegen.<br />
Darf ich auch dein Blatt haben?<br />
Ja, aber dafür musst du nicht bezahlen. Für Kunst muss man bei mir nicht bezahlen.<br />
Ich lächelte ihn an.<br />
Dann streichelte er meine linke Wange und sagte:<br />
Du bist ein guter Mensch. Er griff in seine Tasche und überreichte mir feierlich einen großen Taler auf dem geschrieben stand: <em>10 Jahre Thronjubiläum Berlin XI-2008</em>. Auf der Rückseite entdeckte ich eine Eins, gefolgt von einem Herzen und einem Dank. Diese Begegnung hat mich so glücklich gemacht, wie es selbst kein neues Kleidungsstück vollbringen kann.</p>
<p><font size="2" face="Verdana"><font size="2" face="Verdana">Als ich nach Hause kam, sagte mir mein Freund später, dass ich so strahlte.<font size="2" face="Verdana"> </font><font size="2" face="Verdana">Neben diesem Lächeln, das mir Kasimir schenkte, blieb noch etwas Anderes in mir hängen. Eine Erkenntnis, die ich erst einige Stunden später so wirklich begriff: Du kannst alles verlieren, doch zwei Dinge kannst du nie verlieren: Deine Würde und deine Phantasie.</font><font size="2" face="Verdana"><a href="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/04/kasimir2.jpg" title="kasimir2.jpg"></p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/04/kasimir2.jpg" alt="kasimir2.jpg" /></div>
<p></a></font></font></font></p>
<p></font></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Statt Blumen]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=122</link>
<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 21:05:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.de.wordpress.com/2008/03/17/statt-blumen/</guid>
<description><![CDATA[Als ich heute nach Hause kam, erwartete mich kein frischer Blumenstrauß, sondern ein Kompliment, da]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana">Als ich heute nach Hause kam, erwartete mich kein frischer Blumenstrauß, sondern ein Kompliment, das mein Freund für mich in seinem Herz gespeichert hatte. Er traf einige Stunden zuvor in unserem großen Hochhaus eine Mieterin, mit der wir wegen einer unangenehmen Nachbarsgeschichte in letzter Zeit öfter Kontakt hatten und die uns irgendwie auch verbindet. Ich traf sie danach öfter. Nach dem Einkaufen vorm Fahrstuhl oder einmal sogar beim Bürgeramt. Die Dame aus der 4. Etage ist eine kleine Frau, die Klavier spielt, stets perfekt frisiert mit einem osteuropäischen Akzent, wahrscheinlich eine Bulgarin. Und genau diese Mieterin sagte jedenfalls am späten Nachmittag zu ihm:</font><font size="2" face="Verdana">Sie haben eine hübsche Frau. Und sie ist sehr freundlich.<br />
Danke für das Kompliment. Jetzt arbeitet sie noch.<br />
Was macht sie denn, wenn ich fragen darf?<br />
Sie ist Buchhändlerin.<br />
Ja, das merkt man. Sie ist sehr intelligent. Eine hübsche, freundliche und intelligente Frau.<br />
Sie sagen es und ich bin wirklich glücklich, dass ich sie gefunden habe.</p>
<p>Manchmal sind Worte schöner als ein frischer Blumenstrauß.</p>
<p><a href="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/03/du_bist_toll_1.jpg" title="du_bist_toll_1.jpg"></p>
<div style="text-align:center;"></div>
<p></a></p>
<p></font></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Löchernimmersatt]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/?p=77</link>
<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 23:43:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.de.wordpress.com/2008/02/22/lochernimmersatt/</guid>
<description><![CDATA[Ich habe ein wirklich ernsthaftes Problem: In meinen Schuhen sitzt ein Sockenfresser. Das hat leider]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana">Ich habe ein wirklich ernsthaftes Problem: In meinen Schuhen sitzt ein Sockenfresser. Das hat leider zur Folge, dass der Verschleiß an Strümpfen seit Monaten bei mir extrem angestiegen ist. Und es ist immer der gleiche Fuß und zwar der rechte. Anfangs dachte ich, meine Nägel seien zu groß, was bei mir aber nicht passieren kann, da ich sie mindestens einmal pro Woche schneide. Als nächstes dachte ich, es liegt vielleicht an dem Material und so habe ich mir der Probe halber teure Falke-Socken gekauft, doch Pustekuchen, es hörte einfach nicht auf. Zum Stopfen bin ich nicht geboren. Schon damals, als wir in der Schule das Fach Näharbeit hatten, bin ich jedes Mal dran verzweifelt. Wahrscheinlich habe ich wirklich zu lange Finger, wie meine Mutter oft behauptet. Also kaufte ich mir brav neue Socken, anstatt nach Nadel und Faden zu greifen. Pro Woche sieben Paar - weiter rechnen möchte allerdings nicht, da wird mir nur schlecht bei.</font><font size="2" face="Verdana">Eine Freundin meinte, es würde eventuell mit meinem Gang zusammenhängen, dabei vergaß sie allerdings eines: dass ich schon seit Jahren Einlagen trage, weil ich Plattfüße erster Güte habe. Nein, zu eng sind meine Schuhe deswegen nicht, denn ich kaufe ja stets welche eine Nummer größer. Es muss an etwas Anderem liegen.</p>
<p>Als ich eines Nachts in die Küche ging, um mir Wasser zu holen, weil ich einen höllischen Durst verspürte, hörte ich plötzlich aus dem Reich der Schuhe ein äußerst seltsames Rascheln.</p>
<p>Hallo? rief ich in die Wohnung und kam mir ein wenig blöd dabei vor.<br />
Keine Antwort.<br />
Ein Atemzug später raschelte es erneut und ich fragte erneut:<br />
Ist da jemand?<br />
Nichts.</p>
<p>Also löschte ich das Licht und schlich in den Flur zu dem Ort, wo alle Schuhe fein säuberlich in Reih und Glied standen. Vielleicht hörte derjenige durch die Vibrationen meiner Füße, dass ich in Anmarsch war, denn es folgte ein kurzes Rumpeln und anschließend herrschte Ruhe. Es war so still, dass ich meinen eigenen Atem wahrnahm und erschrack über das leichte Hecheln, was aus meiner Kehle an die Oberfläche drang. Nichtsdestotrotz nahm ich mutig meine schönen Stiefel in die zitternden Hände, betrachtete sie skeptisch und drehte sie im Uhrzeigersinn einmal um die eigene Achse. Nichts passierte. Es kullerte kein Gegenstand oder Lebewesen auf den Boden. Als nächstes griff ich nach jeden anderen Schuh, inspizierte ihn akribisch wie eine Dedektivin: Die schwarzen, weißen und braunen Turnschuhe, die Sneaker, die Convers und zuletzt die schwarzen Stiefel. Meine Suche blieb leider erfolglos bis auf die eine Tatsache, die ich in meiner Gedankenlosigkeit beinah übersehen hätte: Alle Schuhe waren eiskalt wie purer Schnee, die ersten Stiefel jedoch fühlten sich so warm an als hätten sie in der Sommersonne auf dem glatten Asphalt gelegen. Ich berührte sie nochmals - das Glühen verschwand nicht.</p>
<p>Plötzlich vernahm ich ein entferntes Geräusch, was einem stillen Wispern ähnelte, das aus der Richtung des Schlafzimmers kam. Ehe ich begriff, stand auch schon mein Freund vor mir.</p>
<p>Was machst du hier mitten in der Nacht?<br />
Ähm, ich habe Geräusche gehört.<br />
Da dachtest du wohl, hier ist der Osterhase und versteckt seine Geschenke, sagte er lachend.<br />
Ja, genau.<br />
Jetzt im Januar, ja?<br />
Na ja, es kann durchaus sein, dass er bei manchen eher kommt. Du weißt doch auch, Ostern ist dieses Jahr schon viel früher, ich glaube Mitte März und vielleicht…<br />
Ach, hör bitte mit deiner blühenden Phantasie auf und komm zurück ins Bett. Es ist verdammt kalt hier.<br />
Ich folgte ihm und kaum, dass ich aus dem Flur weg war, hörte ich ein schallendes Lachen.<br />
Hörst du das auch? fragte ich ihn.<br />
Was?<br />
Das Lachen.<br />
Nein, ach Süße, du hast wahrscheinlich schlecht geträumt.<br />
(Wie ich es hasste, wenn er mich so nannte, das machte mich zu einem kleinen empfindsamen Wesen, das ich nicht mehr sein wollte. Aber ich sagte nie etwas darauf, wahrscheinlich brauchen Männer das Gefühl, jemanden beschützen zu wollen. Das gelang ihnen bei einer Süßen besser als bei einer großen starken Frau.)</p>
<p>Ich hatte meinem Freund von dem Sockenproblem nichts erzählt. Wir sind ja gerade mal vier Monate zusammen und haben gerade die ersten kritischen drei Test-Monate mit Bravour überstanden. Da kann ich doch nicht mit meinen Löchern kommen. Was soll er denn von mir denken? Ich habe mir seitdem immer angewöhnt, ein extra Paar Socken in meiner Tasche mitzunehmen. Andere verstecken dort ihr Make-up Täschchen und ich meine Strümpfe.</p>
<p>Werde ich gar paranoid oder schizophren? Erschöpft und aufgewühlt lehnte ich mich an seine Schulter und genoss den nächtlichen Anblick. Im silbernen Schein des Mondes sah sein Gesicht noch weicher aus als sonst am Tag, da überwog stets eine gewisse Härte, die ich sehr anziehend fand. Jetzt glich er mehr einen kleinen Jungen, der verletzlich war und nach der Hand seiner Mutter suchte. Seine Lippen erinnerten mich an ein Kissen, das mit roten Kirschen gefüllt war und an seine langen Wimpern wollte ich mich sanft hängen wie eine schüchterne Träne, die sich nicht entscheiden konnte, ob sie nun an den Augen bleiben oder den Weg in die offene Wange wagen sollte.</p>
<p>Die restlichen Stunden bis zum Morgen verbrachte ich in einem Dämmerschlafzustand. Mit dem einem Ohr lauschte ich dem ruhigen Atem des geliebten Mannes wenige Zentimeter neben mir und mit dem anderen lauschte ich weiter in die Wohnung hinein, in der Hoffnung noch ein weiteres Geräusch zu ergatten, um im richtigen Zeitpunkt zur entsprechenden Quelle zu laufen. Aber nichts, rein gar nichts passierte. Ich lachte leise auf, als ich feststellte, dass in dieser Nacht die Wörter “nichts” und “passierte” zu meinen persönlichen Top Two gehören sollten.</p>
<p>Irgendwann fuhren mehr Autos auf der Straße unter meinem Fenster vorbei, vertrieben mit einer Selbstverständlichkeit den warmen Mantel der Ruhe unter dem die Großstadt friedlich schlief, der Mond reiste weiter ans andere Ende der Welt und der Himmel färbte sich Rot bis er einige Minuten später in ein blasses Rosa wechselte und aussah wie ein sattes zufriedenes Schwein. Es würde wieder ein sonniger Tag werden, wie schön. Ein Tag, an dem ich meine Ballerinas anziehen konnte und keine allzu großen Einschusslöcher zu erwarten hatte, denn bei diesen Schuhen hielt sich der Sockenfresser diskret zurück. Wenig später stand ich für meine Verhältnisse sehr früh auf, die Kirchenuhr aus dem benachbarten Bezirk schlug sieben Mal und begrüßte fröhlich den neuen Tag.</p>
<p>Mir war kalt, was auf meinen Schlafmangel zurückzuführen war. Also setzte ich den Wasserkocher in der Küche an und im Bad drehte ich den Hahn auf, den roten Knauf stärker, um die Wanne zu füllen. Ich hatte noch ein wenig Zeit bis alle Wärmemaßnahmen fruchten würden, also fuhr ich mein Laptop hoch und sauste ins Internet direkt zu Wikipedia. Dort gab ich erst das Wort Loch in die Suchmaske ein und fand zum Thema folgende Einträge.</p>
<p>- ein Hohlraum</p>
<p>- in Irland und Schottland einen See oder einen Fjord</p>
<p>- im Golfsport das genormte Ziel einer Spielbahn</p>
<p>- in der Halbleitertechnik eine Senke</p>
<p>- Ortsteil von Cham, Deutschland,</p>
<p>- Ortsteil von Fliess, Österreich,</p>
<p>(Und stellte fest, wie viele Orte es gab, die den Namen meines Dilemmas trugen.)</p>
<p>- Günther Loch, Schriftsteller und Widerstandskämpfer</p>
<p>- Hans Loch (1898-1960), deutscher Politiker</p>
<p>- </font><a href="http://monfiwi.wordpress.com/wiki/Siegfried_Loch"><font size="2" face="Verdana">Siegfried </font></a><font size="2" face="Verdana">Loch (* 1940), deutscher Schallplattenmanager, Produzent und Gründer des Jazz-Labels ACT </font><font size="2" face="Verdana">- Wolfgang Loch (1915-1995), deutscher Psychoanalytiker</font><font size="2" face="Verdana">(Und stellte fest, wie viele Persönlichkeiten den Namen meines Dilemmas trugen.)</p>
<p>Das Loch (1960), <i>Le trou</i>, französischer Film von Jacques Becker, basierend auf dem gleichnamigen Roman von José Giovanni</p>
<p>- Das Loch (1944), deutscher Kurzfilm von Matthias Heise</p>
<p>(Und stellte fest, dass es Filmstoff gab, die den Namen meines Dilemmas trugen.)</p>
<p>Nach dem Loch ging ich gleich zum Socken über.</p>
<p>- eine historische schwedische kirchlich-administrative Einheit, etwa mit Kirchspiel zu übersetzen</p>
<p>(Und stellte fest, dass die Mehrzahl der Socken eine ganze andere Bedeutung hat.)</p>
<p>Die Defintion Socke lautet:</p>
<p>Ein Strumpf oder eine Socke, häufig auch der Socken, bezeichnet ein Bekleidungsstück für den Fußaus einem einzigen, an einem Ende offenen „Schlauch“, der über den Fuß nach oben gezogen wird. Strümpfe und Socken gehören an sich zur Unterwäsche.</p>
<p>Es gab zu dem Thema aber auch Geschichtliches.</p>
<p>Strümpfe waren bereits den Römern bekannt; das Wort „Socke“ stammt von lateinischen „soccus“ und bezeichnet einen Schlüpfschuh, der zur Hausbekleidung und von Schauspielern der Komödie getragen wurde. Noch heute werden z. B. in der Gegend des südlichen Thüringer Waldes Hausschuhe als <i>Socken</i> bezeichnet.</p>
<p>Der Vorläufer des Strumpfs und des Sockens war der Fußlappen. Im 13. Jahrhundert wurden beide Strümpfe zu Hosen vereinigt (daher die Bezeichnung Hosen, was ja eigentlich eine Pluralform ist), aber im 16. Jahrhundert am Knie wieder von den Hosen getrennt.</p>
<p></font><font size="2"></font><font size="2" face="Verdana">Und natürlich ist Socke nicht gleich Strumpf:</font><font size="2" face="Verdana"> <i>Socke und <i>Strumpf</i> werden manchmal synonym verwendet. Es besteht jedoch ein gewisser Unterschied bezüglich des Materials und der Länge, wobei der Sprachgebrauch landschaftlich unterschiedlich ist.</i><i>- Socken reichen etwas über die Knöchel. Kürzere Socken, auch <i>Söckchen</i> genannt, enden unterhalb der Knöchel. Schließlich gibt es Füßlinge (sog. Sneakersocken). Sie enden weit unter den Knöcheln, in Schuhen nicht oder kaum sichtbar. Bis zum Knie reichende Socken werden <i>Kniesocken</i> genannt.</p>
<p></i>- Strümpfe gehen fast bis zum Gesäß, sind heute allerdings fast durchgängig durch Strumpfhosen ersetzt, die bis darüber hinaus in der Taille enden. Kürzere Strümpfe, die nur bis zum Knie gehen, werden <i>Kniestrümpfe</i> genannt.</p>
<p>Ich erfuhr außerdem, dass Männer Kurz- oder Langsocken trugen und dass es ein Zeichen von Schusseligkeit oder aber Nonkonformismus ist, wenn man am linken und am rechten Fuß unterschiedliche Socken trägt. Über Sockenfresser konnte ich bei alldem jedoch nichts finden.</p>
<p>Nach dem kleinen Socken-Loch-Exkurs füllte ich meine Tasse mit Tee und tauchte einige Sekunden später tief ins wohlige Schaumbad. Während ich im heißen Wasser allmählich anfing selbst zu kochen, fiel mir ein, dass ich heute auf jeden Fall neue Socken kaufen musste, denn ich hatte nur noch zwei Paar. Einen kleinen Vorteil hatte die Geschichte immerhin, ich sparte erheblichen Platz in der Waschmaschine und musste mich nicht mit dem mühsamen Zusammenlegen plagen.</p>
<p>Und dann geschah es, vollkommen unerwartet einige Stunden später. Gerade als wir losgehen wollten, wir hatten schon unsere schwarzen Mäntel an, als mein Freund an der Garderobe erstarrte.<br />
Was ist denn das? fragte er.<br />
Sein Gesicht war kreidebleich und ich schaute zu seinem rechten Schuh. Dort war an der linken Seite - das war übrigens auch die Stelle, wo ich stets Löcher in den Socken hatte - ein Loch, das aussah, als hätte sich ein Zeh durchgebohrt. Mir wurde schlecht, ich verlor das Gleichgewicht, fiel auf den Boden und sah im Schein der Sonne, die meine rechte Gesichtshälfte traf, das Unglück auf mich zurollen.</p>
<p></font></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Herzlich Willkommen im Leben, kleiner Finn-Elias und lass dich von den Gebrüdern Grimm bitte nicht groß in der einen Sache beeinflussen]]></title>
<link>http://monfiwi.wordpress.com/2008/01/22/herzlich-willkommen-im-leben-kleiner-finn-elias-und-lass-dich-von-den-gebrudern-grimm-bitte-nicht-gros-in-der-einen-sache-beeinflussen/</link>
<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 17:01:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>monfiwi</dc:creator>
<guid>http://monfiwi.de.wordpress.com/2008/01/22/herzlich-willkommen-im-leben-kleiner-finn-elias-und-lass-dich-von-den-gebrudern-grimm-bitte-nicht-gros-in-der-einen-sache-beeinflussen/</guid>
<description><![CDATA[Ich darf mich vorstellen, ich bin deine Tante, rein rechtlich gesehen jedoch kommt vorne noch ein St]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Verdana"><a href="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/01/finn.jpg" title="finn.jpg"><img src="http://monfiwi.wordpress.com/files/2008/01/finn.thumbnail.jpg" alt="finn.jpg" /></a></font><font size="2" face="Verdana">Ich darf mich vorstellen, ich bin deine Tante, rein rechtlich gesehen jedoch kommt vorne noch ein Stief dran, aber das mag ich nicht. Die Gebrüder Grimm haben alle Stiefs dieser Welt für immer einen bösen Stempel auf die Nase gedrückt. Noch bist du zu klein für die Märchenwelt, aber bald, liest dir bestimmt deine Mama und dein Papa aus dem großen Buch vor. Dann wird es nur so von bösen Stieftanten und Stiefmüttern hageln, dass dir im Sessel ganz schwindelig wird. Und vielleicht wirst du mich dann aus deinen Augen auch anders ansehen, deshalb möchte ich den Gebrüdern rechtzeitig zuvorkommen. Wer sind eigentlich Stieftanten und Stiefmütter?</font><font size="2" face="Verdana">Es sind Menschen wie du und ich. Nun ist es so, dass heute auch zwei Menschen, die sich einst liebten, irgendwann nicht mehr zusammenleben wollen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einige verlieben sich neu, andere haben sich auseinandergelebt. Ins Detail möchte ich jetzt nicht gehen. Das erkläre ich dir in ein paar Jahren mal ausführlicher. Eines Tages jedoch teilen sich die Wege der beiden Verliebten und sie lernen jemand Neues kennen, der vielleicht noch ein bisschen besser zu der Frau oder dem Mann passt. Manchmal haben diejenigen schon Kinder, die sie mit in eine Beziehung bringen. Wenn Mann und Frau zusammen sind, heißt es übrigens bei den Jugendlichen Miteinandergehen und bei den Großen nennt man das gern Beziehung. Und ehe man sich versieht, hat man eine Stiefmutter, einen Stiefvater, eine Stiefschwester, einen Stiefbruder, eine Stieftante, einen Stiefonkel, eine Stiefoma und einen Stiefopa. Ich weiß nicht, wer sich dieses Stief jemals ausgedacht hat, denn es klingt irgendwie seltsam. Andererseits kann man das Ganze auch umwandeln in etwas Hohes… wie ein schöner langer geschmeidiger Stiefel, der viele Überraschungen für dich bereithält (Ein Stiefel ist ein sehr hoher Schuh. Die Männer mögen dies besonders bei Frauen. Du später bestimmt auch).</p>
<p>Du siehst also, wir sind ganz normale Menschen. Gut, jeder Stief hat seine Ecken und Kanten, das möchte ich nicht bestreiten. Die haben deine Mama und dein Papa allerdings auch. Das gehört zum Leben einfach dazu wie der Regen, der plötzlich von oben auf dein Haupt rieselt. Wenn alles glatt wie eine Eisfläche (Das ist gefrorenes Wasser. Ab 0 grad Celsius gefriert Flüssiges zu Eis.) wäre, wäre es langweilig und vorhersehbar und das ist nun wirklich auf Dauer sehr einschläfernd. Hab also keine Angst vor den ganzen Stiefs, die dich umgeben, denn sie haben dich mindestens genauso lieb wie deine anderen Familienmitglieder.</p>
<p>Und wenn du eines Tages die Gebrüder Grimm hörst, dann steckst du ihnen eben die Zunge raus und sagst: Das stimmt nicht. Stiefe sind sehr liebe Wesen und gar nicht bösartig.</p>
<p>Ich habe jedenfall gerade ganz spontan aus dem Herzen heraus beschlossen, dass ich das Stief aus meinem Wortschatz beseitige. Also mein lieber Neffe, ich heiße dich herzlich Willkommen im Leben. Ich bin die Tante, die weit weg entfernt in der Großstadt wohnt und dich nicht so oft zu sehen bekommt, wie deine andere Tanten, aber dafür kannst du mich mal hier besuchen kommen und dir die Luft der großen weiten Welt um die Nase wehen lassen.</p>
<p></font></p>
]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
