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	<title>bodenkunde &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/bodenkunde/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "bodenkunde"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 04:24:57 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[]]></title>
<link>http://baumschutz.wordpress.com/?p=453</link>
<pubDate>Mon, 12 May 2008 22:42:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>BaL</dc:creator>
<guid>http://baumschutz.wordpress.com/?p=453</guid>
<description><![CDATA[Wurzelaufgrabungen am Einsteinufer
Wurden elf Bäume umsonst gefällt?
 Seit nunmehr zwei Wochen bud]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Wurzelaufgrabungen am Einsteinufer</strong></h3>
<p><strong>Wurden elf Bäume umsonst gefällt?</strong></p>
<p><a title="Erlenwurzel" href="http://baumschutz.wordpress.com/files/2008/05/erlenwurzel_gr.jpg" target="_blank"><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:3px;" src="http://baumschutz.files.wordpress.com/2008/05/erlenwurzel.jpg" alt="Erlenwurzel" width="250" height="180" /></a> Seit nunmehr zwei Wochen buddeln Botaniker und Bodenkundler im Auftrag der TU Berlin und von WSA und Bezirk genehmigt am Charlottenburger Einsteinufer. An fünf Stubben der dort vor ca. einem Jahr wegen angeblicher Verkehrsgefährdung gefällten elf großen Bäume führen sie Wurzelaufgrabungen durch, und zwar an Stubben aller vier betroffenen Arten — Pappel, Weide, Ahorn und Erle. Sorgfältig legen sie gerade vor Hausnummer 63 das weit verzweigte, mit dem des Nachbarbaums vielfach verschränkte Wurzelsystem einer Erle <a title="Bodenkundler beim Einrammen des Bohrstocks" href="http://baumschutz.wordpress.com/files/2008/05/bodenkundler_gr.jpg" target="_blank"><img class="alignleft" style="border:1px solid black;float:left;margin:3px;" src="http://baumschutz.wordpress.com/files/2008/05/bodenkundler.jpg" alt="Bodenkundler" width="180" height="250" /></a>frei, numerieren sie und erfassen die Daten, bevor sie alles wieder zuschütten und mit den ausgestochenen Rasenstücken fein säuberlich verschließen.</p>
<p>Mit einem Plastikhammer wird ein ums andere Mal ein Rohr in den Boden getrieben, der sog. Erdbohrstock, um anschließend den gezogenen Bohrkern nach bodenkundlichen Parametern penibel zu analysieren, um festzustellen, welche Bodenverhältnisse am Einsteinufer bestehen und wie hoch in der Böschung hinter der Mauer das Bodenwasser ansteht.</p>
<p>Neben der Erkundung der Wurzelverläufe in der Nähe der Ufermauer und daraus möglicherweise zu ziehenden Konsequenzen für ihre Sanierung, geht es auch darum, die Hypothese praktisch zu erhärten, wonach seinerzeit keinerlei Gefahr im Verzug und schon gar kein derart radikaler Handlungsbedarf bestanden hat, sondern dass ungeachtet der von WSA-Tauchern festgestellten Unterhöhlung der Ufermauer und daraus resultierender mangelhafter Stabilität der Uferböschung</p>
<ol type="1">
<li>die      Bäume zu keinem Zeitpunkt akut umsturzgefährdet waren und</li>
<li>die      Uferböschung durch die Durchwurzelung im Gegenteil an Stabilität gewonnen      hatte.</li>
</ol>
<p><a title="Interdisziplinäres Team" href="http://baumschutz.wordpress.com/files/2008/05/wurzelaufgrabung_gr.jpg" target="_blank"><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:3px;" src="http://baumschutz.wordpress.com/files/2008/05/wurzelaufgrabung.jpg" alt="Wurzelaufgrabung01" width="180" height="250" /></a>Schon jetzt lässt sich sagen, dass die Aufgrabungen aufschlussreiche Erkenntnisse zutage fördern, doch wir wollen den wissenschaftlichen Auswertungen nicht vorgreifen.</p>
<p>Die Absperrung des Einsteinufers hat übrigens auch ihr Gutes, nämlich dazu geführt, dass sich erstmals aus dem artenarmen Rasen so etwas wie eine naturnahe Wiesenfläche entwickeln konnte mit allerhand Wildblumen und einem regen Schmetterlings- und Hymenopteren-Treiben, so dass der Kontrast zum naturnahen Salzufer vis à vis heuer mal weniger ins Auge springt. Es wäre wünschenswert, wenn der für das Einsteinufer zuständige Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hier einmal die Vorgaben des Unterhaltungsplans zu einer naturnäheren Uferentwicklung aufgreifen und umsetzen würde.</p>
<p><strong>Mit dem Denkmal verbackene Wurzeln bisher nicht gefunden </strong></p>
<p>Die <a title="Prof. Geyer" href="http://baumschutz.wordpress.com/2008/05/02/427/" target="_blank">Ausführungen </a>von Prof. Geyer bezüglich eines besonders ausgeprägten mauerseitigen Feinwurzelgeflechts im Bereich der Wasserwechselzone, die <a title="Skizze der Regelbauweise " href="http://baumschutz.wordpress.com/files/2008/05/wurzelaufgrabung02_gr.jpg" target="_blank"><img class="alignleft" style="border:1px solid black;float:left;margin:3px;" src="http://baumschutz.wordpress.com/files/2008/05/wurzelaufgrabung02.jpg" alt="Prüfung anhand einer Skizze der Regelbauweise" width="250" height="180" /></a>Klaus Lingenaubers Rede von einem "Verbackensein" von ufernahen Bäumen und Mauerwerk zu bestätigen schien, sich aber in beiden Fällen auf die Situation am Spandauer Schifffahrtskanal bezog, bei dessen Sanierung ebenfalls reihenweise Bäume gefällt worden sind, konnte hier am Landwehrkanal bislang nicht bestätigt werden. — Es ist übrigens auch nicht so, dass ein Baum im Falle einer Schädigung eines solchen Feinwurzelgeflechts in seiner Lebensfähigkeit nachhaltig beeinträchtigt oder gar gefährdet würde, sondern er vermag in der Regel solche Wurzeln relativ schnell an anderer Stelle neu zu bilden und damit die Schädigung problemlos zu kompensieren.  Die Selbsthilfe- und -heilungskräfte eines Baums, der schließlich ein lebendiger Organismus ist, werden leider allzu oft unterschätzt.</p>
[caption id="attachment_457" align="aligncenter" width="250" caption="Einstein- und Salzufer"]<a title="Einstein- und Salzufer (v.l.n.r.)" href="http://baumschutz.wordpress.com/files/2008/05/einsteinsalzufer_gr.jpg" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-457" src="http://baumschutz.wordpress.com/files/2008/05/einsteinsalzufer.jpg?w=250" alt="Einstein- und Salzufer" width="250" height="180" /></a>[/caption]
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