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	<title>biodyn &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/biodyn/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "biodyn"</description>
	<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 14:24:46 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Riesling von der Loire]]></title>
<link>http://pivu.wordpress.com/?p=329</link>
<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 16:00:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>pivu</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Chenin blanc - zwischen Kult und Massenwein&#8221; lautet das Thema der diesmal von originalv]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>"<a href="http://www.originalverkorkt.de/2008/04/weinrallye-10-chenin-blanc/">Chenin blanc - zwischen Kult und Massenwein</a>" lautet das Thema der diesmal von <a href="http://www.originalverkorkt.de/">originalverkorkt</a> veranstalteten Weinrallye. Chenin ist <img src="http://pivu.files.wordpress.com/2007/12/weinralley.jpg" border="0" alt="Weinrallye" width="200" height="75" align="left" />die veilleicht zickigste aller weißen Rebsorten überhaupt, die bei entsprechendem Engagement im Weingarten große, ja Kultweine liefert, leider aber auch sehr viel nichtssagende Massenware, teils unter anderem Namen wie Steen in Südafrika bekannt. Mir geht's aber um klassische Chenins von der Loire, die ich immer gerne mit Rieslingen vergleiche: beide Sorten sind ausgesprochen säurelastig, vertragen eine gute Portion Restzucker, ergeben mitunter grandiose Süßweine, reifen hervorragend und sind für mit ihrer oft puristisch-mineralischen Note die weißen Terroirweine schlechthin.</p>
<p><!--more-->Ganz interessant waren auch meine ersten ernstzunehmenden Begegnungen mit Chenin: als Sauvignon-blanc-Freund und (damals) regelmäßiger Biarritz-Urlauber war ein ausgedehnter Zwischenstop an der Loire natürlich Pflicht, die A10 zwischen Paris und Bordeaux führt bei Tours über die Loire, nicht unweit von Kultstätten wie Vouvray oder Montlouis vis-à-vis. Nur gab's dort keinen Sauvignon sondern Chenin, und nach ersten Besuchen auf der <a href="http://www.huet-echansonne.com/">Domaine Huet</a> und bei <a href="http://www.jackyblot.fr/La%20Taille%20Aux%20Loups/La%20Taille%20Aux%20Loups.php">Jacky Blot</a> hatte ich auch kein Verlangen mehr nach Sancerre oder Pouilly-Fumé flußaufwärts, im Gegenteil, ich erkundete die Landschaft flußabwärts auf der Suche nach weiteren originellen und spannenden Chenins.</p>
<p>Zwei Chenins waren es, die mir im letzten Monat untergekommen sind und die es mir besonders angetan haben. Zum einen waren es die glasklaren, geschliffenen Crémants von <a href="http://www.latourgrise.com/"><strong>Château Tour Grise</strong></a>, die ich im Rahmen einer Biodynamie-Verkostung in Düsseldorf kennenlernen konnte. Dummerweise hab' ich damals meinen Verkostungsblock liegengelassen, sodass ich nicht im Detail darauf eingehen kann. Das ist vielleicht auch der wesentliche Unterschied zum Riesling, der sich, deutscher Winzersekt hin oder her, weniger gut zur Versektung eignet. Oder ist's nur die größere Erfahrung?</p>
<p>Und dann war es der 01er <strong>Saumur blanc 'Brézé'</strong> von <strong>Clos Rougeard</strong>, der <img class="alignright" style="float:right;" src="http://pivu.wordpress.com/files/2008/04/breze.jpg" alt="Brézé" width="250" height="211" />mich letzten Samstag in einer legendären <a href="http://www.langenbahn.com/phpbb2/viewtopic.php?p=5589#5589">Verkostung von neun Naturweinen</a>, über die hier noch gesondert berichtet wird,  als einer von nur drei Vertretern mit ihrer mitunter avangardistischen Machart überzeugen konnte. Von Beginn an klar und transparent mit einem viel zu selten erlebten Mouthfeeling. Ich nutze ausnahmsweise Auszüge aus der treffenden Beschreibung meines Sitznachbarn und gleichzeitig <a href="http://www.ku-weine.com/">Organisators</a> dieses richtungweisenden Flights, die es auf den Punkt bringt und der nichts mehr hinzuzufügen ist:</p>
<blockquote><p><em>"Knochentrocken, dicht, seidig und kompakt und in höchstem Maße komplex. [...] Weißwein für erfahrene Rotweintrinker. Grenzüberschreitend und Horizonte erweiternd. Chenin Blanc in seiner ganzen Bandbreite. [...] Gelbe Gewürze, Safran, Kardamom, Curry, reife Äpfel und Birnen, Lindenblüten, morbide Herbstfeuer und verblühendes Leben. Wein, mit dem man sprechen kann und der zu einem spricht. Erfahrung, Erlebnis, Erleben. Naturwein in rarer Perfektion für besondere Stunden und Sentimente."</em></p></blockquote>
<p>In dieser Ausprägung ist Chenin definitiv rarer Kultwein für Intellektuelle    fernab jeglicher Massenware.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Festtagssprudel]]></title>
<link>http://pivu.wordpress.com/2007/12/18/festtagssprudel/</link>
<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 21:23:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>pivu</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Alle Jahre wieder &#8230;&#8221; - es ist die Zeit der Besinnung, aber auch der Freude, und ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>"Alle Jahre wieder ..."</em> - es ist die Zeit der Besinnung, aber auch der Freude, und zu feiern gibt es auch genug. In meinem Fall nicht nur zu <img WIDTH="200" HEIGHT="75" BORDER="0" ALIGN="left" ALT="Weinrallye" SRC="http://pivu.files.wordpress.com/2007/12/weinralley.jpg" />Weihnachten und Neujahr, sondern gleich danach ohne Erholungspause die Geburtstage meiner beiden Töchter am 1. und 3. Januar. Da trifft es sich gut, dass Lars Breidenbach alias <a HREF="http://schreiberswein.twoday.net/">schreiberswein</a> als Ausrichter der 6. Weinrallye zur <a HREF="http://schreiberswein.twoday.net/stories/4460416/">Schaumweinrallye</a> ruft und folgende Frage beantwortet haben möchte: <em>"Mit welchem Schaumwein feiert ihr ins neue Jahr?"</em></p>
<p><!--more-->Sorry Lars, aber die Frage kann ich nur teilweise beantworten, da ich ab Sonntag fortwährend mit Schaumweinen konfrontiert sein werde. Dieses Jahr kommt mit dem Geburtstag der derzeitigen Flamme meines Sohnes  noch ein weiterer "Feiertag" hinzu. Aber ganz unpraktisch bei den drohenden Magenattacken von Gans, Fondue &#38; Co ist das nicht, ist Champagner doch appetit- und verdauungsanregend zugleich. Damit ist die erste Eingrenzung gemacht: Schaumwein heißt für mich   Champagner, da kommt keine   guter Winzersekt, Crémant, Cava oder Spumante heran, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, die aber  um nichts günstiger sind. Neben Jahrhunderten an Tradition und Erfahrung sind es  die einmaligen, kreidehaltigen Böden, die sonst nur noch in Bandol und Südengland zu finden sind, die die Klasse eines Champagners ausmachen.</p>
<p>Nun ist Champagner nicht gleich Champagner, ich meine nicht die kultigen Prestigemarken von der <a HREF="http://www.veuve-clicquot.com/">Witwe</a> bis zum <a HREF="http://www.domperignon.com/">Mönch</a>, die ausgelassene Grand-Prix-Sieger aus der Impériale über das jubelnde Volk vergießen, sondern  <img ALIGN="right" HEIGHT="197" WIDTH="320" BORDER="0" ALT="Vertus im Winter" SRC="http://pivu.files.wordpress.com/2007/12/vertus-mont-de-vroyes.jpg" />authentische Winzerchampagner. Schon seit Jahren ist jeder Trip nach Paris oder in Richtung Atlantik mit einem Umweg in die Champagne verbunden, um auch die letzte  Lücke im meist übervollen Kofferraum mit der einen oder anderen Kiste meines Favoriten zu stopfen und neue Geheimtipps zu entdecken. Einer dieser Geheimtipps, den ich auch einem <a HREF="http://www.champagner-genuss.de/html/uber_uns.html">Geschäfts- und Weinfreund</a> verdanke, waren für mich die Champagner des sympathischen Winzerpaars <strong>Sophie und Pierre Larmandier</strong> in Vertus, die zweite Eingrenzung für Silvester. Diese übrigens nach biodynamischen Richtlinien hergestellten Weine werden vermehrt   auch von anderen entdeckt  und sind seit neuestem im deutschen Weinhandel <a HREF="http://www.ku-weine.com/">prominent</a> vertreten, was leider zu einem deutlichen (ca. 30%) Anziehen der immer noch günstigen Ab-Hof-Preise führte.</p>
<p>Die Cote des Blancs im Süden der Champagne ist Chardonnay-Land, aktuell liegen fast 3 Kisten der 4 weißen Champagne <strong><a HREF="http://www.larmandier.com/">Larmandier-Bernier</a></strong> in meinem Keller, das sollte für die kommenden 2 Wochen reichen. Der Einstiegswein ist der <strong>'Tradition'</strong>, der ideale Champagner, um Etikettentrinker abzuholen und diese von der individuellen Klasse aber auch von jahrgangsbedingten Typizitäten zu überzeugen. Dieser beschwingte und enorm belebende Referenz-Champagner mit Suchtpotenzial ist eine Cuvée mit 80% Chardonnay und 20% Pinot noir, zu 2 Drittel aus einem Jahrgang (aktuell 2005).  Einmal an den Stil des Hauses gewöhnt, schätzt man den <strong>'Blancs de Blancs'</strong> als klassischen und anspruchsvollen Aperitif. Dieser reinsortige Chardonnay ist eine Spur nerviger, mineralischer und fordernder als der 'Tradition'. Beide sind tiefstapelnd <img SRC="http://pivu.files.wordpress.com/2007/12/larmandier-dunkel.jpg" ALT="Bescherung (4 Fl. Larmandier)" BORDER="0" WIDTH="307" HEIGHT="230" ALIGN="left" />als "Brut" deklariert, dabei erfüllen sie mit nur 5 bzw 4 Gramm Dosage die Anforderungen eines "Extra-Brut", auch ein Resultat der hohen Qualität des Leseguts.</p>
<p>Gänzlich ohne Dosage kommen die beiden Jahrgangs-Champagner aus, die noch in großen Holzfässern vergären und reifen. Der<strong> '</strong>(Né d'une) <strong>Terre de Vertus'</strong> ist ein kompromissloser Single-Cru, sehr puristisch, an der Grenze zur Dekadenz, und trotzdem seidig und anschmiegsam aufgrund des langen Hefelagers. Ein Wein mit eigenem Profil, der sich dennoch jedem großen Essen unterordnen kann. Aus sehr alten, als Grand-Cru klassierten Rebanlagen (48  - 70 Jahre) im etwas weiter nördlichen Cramant stammt der rarste und spannendste Champagner von Larmandier-Bernier‚ der <strong>'Vieille Vigne de Cramant'</strong>. Bei aller <em>richesse</em> und Dichte lebt dieser Wein vom Terroir, wie man es von den besten weißen Burgundern kennt, das die Zitrus- und floralen Aromen in den Hintergrund drängt. Entsprechend eigenwillig und charaktervoll  präsentiert sich dieser Stoff, sehr fokussiert, weniger breit dafür enorm lang. Ein Wein, der seinesgleichen sucht und selten findet, schon gar nicht außerhalb seiner Appellation.</p>
<p>Welcher wird es werden am 1.1.2008, 0:00 Uhr? Ich weiß es nicht, sogar der schlanke 'Blanc de Blancs' als Aperitif zur Gulaschsuppe ist eine Option.</p>
<p>Bildquelle: <a HREF="http://www.larmandier.com/">Champagne Larmandier-Bernier</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Runder Jahrgang]]></title>
<link>http://pivu.wordpress.com/2007/10/22/runder-jahrgang/</link>
<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 06:33:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>pivu</dc:creator>
<guid>http://pivu.wordpress.com/2007/10/22/runder-jahrgang/</guid>
<description><![CDATA[Einen runden Geburtstag feiert man gern mit guten Freunden und einem gleichaltrigen Wein. Was aber t]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://pivu.files.wordpress.com/2007/10/etikett-pv-50.JPG" alt="Etikett Nussberg Ried Preussen 2006" align="left" border="0" height="196" width="273" />Einen runden Geburtstag feiert man gern mit guten Freunden und einem gleichaltrigen Wein. Was aber tun, wenn ausgerechnet dieser Jahrgang als Totalausfall für gute und haltbare Weine gilt, und zwar weltweit? Vielleicht mit Ausnahme  von  manchem Port oder Tokaji, die   freilich nicht  das Wahre für jemanden, der nicht   als eingefleischter Fan von Süßweinen gilt, sind. Man liest an diesem Jubeltag seinen eigenen Wein, gewachsen auf heimatlichem Boden!</p>
<p><!--more-->So geschehen  vor genau einem Jahr in einer der Paradelagen Wiens bei wunderschönem Wetter und deutlich über 20°. Sogar der <a href="http://www.meteomedia.ch/de/"><strike>Kachelmann</strike></a> Wettergott hat an mich gedacht. Der herrliche Blick auf  Donau und Stephansdom lässt mich über das allgegenwärtige AKH großzügig hinwegsehen, das ja schon ein anderer, heute nicht mehr unter uns weilender Wiener  als Fehlkonstruktion entlarvte. (Frage an die Leserschaft: wer war es und wo stand er?) Zum Wein: es handelt <img src="http://pivu.files.wordpress.com/2007/10/herbst-2006.JPG" alt="Herbst Ried Preussen" align="right" border="0" height="191" width="255" />sich um einen <strong>Riesling</strong> vom <strong>Nussberg</strong> aus der <strong>Ried Preussen</strong> von <strong><a href="http://www.jutta-ambrositsch.at/">Jutta Ambrositsch</a></strong>. Die Renaissance und Qualitätsoffensive in dieser Grand Cru Lage ging bezeichnender Weise nicht von dem einen oder anderen Platzhirschen, also von in unmittelbarer Nähe ansässigen Heurigenbetrieben mit Busparkplatz aus, sondern durch "Zuagraste", also Winzer aus anderen Teilen Wiens, wie z.B. <a href="http://www.wieninger.at/">Fritz Wieninger</a> aus Stammersdorf oder <a href="http://www.zahel.at/">Richard Zahel</a> aus Mauer. (Über deren 'Gemischter Satz' aus gleicher Lage wurde <a href="http://pivu.wordpress.com/2007/01/11/wiener-melange/">hier</a> schon berichtet.) Aber auch das Engagement engagierter Neowinzer wie das  der Südburgenländerin Jutta Ambrositsch   trägt zum stetig steigenden Renommée des Nussbergs bei.</p>
<p>Mein "Geburtstagswein" ist also alles andere als  ein beliebiger Riesling oder gar ein besserer Ausschankwein vom Heurigen <img src="http://pivu.files.wordpress.com/2007/10/reihe-2-u-3.JPG" alt="Reihe 2 &#38; 3" align="left" border="0" height="340" width="255" />um die Ecke. Die einmalige Qualität vor allem im Jahrgang 2006 hatte ihren Ursprung wie meist im Weingarten. Es sind zwar nur 4 Reihen mit insgesamt 400 Stöcken, die Jutta in der Ried Preussen bewirtschaftet, aber dies erfolgt streng nach biodynamischen Prinzipien, statt klassischer Spritzmittel kommen Essenzen, Tees und Ansätze zum Zug. Im Keller (bei Fritz Wieninger) wird mit Maischestandzeiten und ausschließlich Spontangärung ohne größere Eingriffe gearbeitet. Dazu kommt ein gewisses Alter der Rebstöcke (25 Jahre), das ebenso mitverantwortlich für die Portierung des einmaligen Terroirs in den fertigen Wein ist.</p>
<p>Wie schmeckt nun dieser Wein? Ich  zitiere dafür ausnahmsweise Österreichs Weinpapst Peter Moser, für den dieser Riesling zu den besten 3  aus ganz Wien zählt:</p>
<blockquote><p><strong>Riesling 'Nussberg  Ried Preussen' 2006<br />
<a href="http://www.jutta-ambrositsch.at/">Weinbau Jutta Ambrositsch</a></strong><br />
14,3%, S 6,3, RZ 9,5, DV, halbtrocken</p></blockquote>
<blockquote><p><em>"Mittleres Grüngelb. In der Nase mineralisch-rauchige Terroirwürze, feine Weingartenpfirsichfrucht, nach Walderdbeeren und Zitruszesten. Am Gaumen sehr präzise und klar, feine gelbe Frucht nach Ananas, lebendige Säurestruktur, von einer brillanten Säure gepuffert, extraktsüß und anhaltend im Finish, sehr vielversprechend, gutes Lagerpotenzial. (92)"</em></p></blockquote>
<blockquote><p>Gestern zeigte der 'Preussen' anfangs Aromen von Pfirsichschalen und Zwetschgen, gepaart mit sommerlich-floralen Noten, alles sehr dezent, die sich zunehmend zu einer sehr feinen und präzisen Frucht nach Orangenzeste wandeln. Im Mund gelbe Früchte, zwar zupackend, saftig und fleischig, kräftig, aber niemals breit, wunderbar ausbalanciert, Alkohol, Säure und Restzucker sind hervorragend eingebunden, etwas braune, sehr feinkörnige Erde mit grünen Würzaromen, schöne Länge.</p></blockquote>
<p>Von der legistischen Bezeichnung halbtrocken darf man sich nicht abschrecken lassen, der Wein präsentiert sich aufgrund seiner Kraft und seines Extraktreichtums immer sensorisch trocken.   Das <em>Lagerpotenzial</em> <img src="http://pivu.files.wordpress.com/2007/10/trauben-2006.JPG" alt="Trauben Preussen 2006" align="right" border="0" height="191" width="255" />werde ich versuchen, auszuloten und zu gegebener Zeit an dieser Stelle zu dokumentieren. Es waren zwar nur knapp 400 Kilo traumhaft schöner, fast völlig gesunder Trauben, aus denen 280 Liter <em>"pulsierender Ausnahme-Riesling"</em> gekeltert wurde, aber noch befinden sich genügend Flaschen in meinem Keller, um den Wein über einen langen Zeitraum beobachten zu können. Vielleicht reicht's ja bis zum ganzen Jahrhundert.</p>
<p>Für all diejenigen, die jetzt neugierig geworden sind, heuer wird's vom gleichen Wein etwas mehr geben, und das nicht nur, weil meine Charge diesmal kleiner sein wird. Die Trauben waren ähnlich reif und gesund wie im vergangenen Jahr und damit in wesentlich besserem Zustand als beispielsweise in der Wachau. Und der 'Preussen' hat auch einen "Bruder" in unmittelbarer Nachbarschaft bekommen, beginnend mit dem Jahrgang 2007 wird es einen weiteren Riesling aus dem Zentrum des Nussbergs, dem 'Rosengartl', geben, dessen Trauben übrigens gestern gelesen wurden. Man darf auf den Vergleich gespannt sein.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Klasse und Charakter zum Schnäppchenpreis]]></title>
<link>http://pivu.wordpress.com/2007/08/14/klasse-und-charakter-zum-schnappchenpreis/</link>
<pubDate>Tue, 14 Aug 2007 07:35:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>pivu</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;MustTaste Weiß unter 10 Euro&#8221; lautet also das Motto der 2. Etappe der Weinrallye, dere]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a HREF="http://weinverkostungen.de/weinrally-2-musttaste-weiss-unter-10-euro/">"MustTaste Weiß unter 10 Euro"</a> lautet also das Motto der <a HREF="http://weinverkostungen.de/weinrally-20/">2. Etappe</a> der Weinrallye, deren Organisation diesmal Thomas Günthers <a HREF="http://weinverkostungen.de/">weinverkostungen.de</a> übernommen hat. Auch <img SRC="http://pivu.files.wordpress.com/2007/07/weinralley.jpg" ALT="Weinrallye" ALIGN="left" BORDER="0" HEIGHT="75" WIDTH="200" />wenn 10 Euro also Obergrenze für manchen Weinfreund eher wenig erscheint, soll nicht vergessen werden, dass 90 und mehr Prozent aller hier verkauften Weine  nicht einmal  die Hälfte kosten, Aldi &#38; Co sei Dank. Man darf, ja muss also auch in diesem Segment Weine erwarten, die sich vom Supermarktramsch positiv abheben, die im Idealfall Herkunft, Winzer und Jahrgang, manche nennen es Terroir, widerspiegeln.</p>
<p><!--more-->Mein Favorit ist, für die meisten nicht <img ALIGN="right" HEIGHT="83" WIDTH="128" BORDER="0" ALT="Wagram" SRC="http://pivu.files.wordpress.com/2007/08/wagram_loess.thumbnail.jpg" /> überraschend, ein Wein aus Österreich, und zwar vom Wagram, einer Region, die viele Jahre als solche kaum wahrgenommen und  von  manch arrogantem Winzer  einige Kilometer weiter westlich despektierlich als "Wackelboden" bezeichnet wurde.  Auch im österreichischen Weingesetz war der Wagram bis zuletzt nur eine Subregion der  legistischen Kunstgeburt Donauland, bis vor einigen Wochen der dortigen Dynamik und    dem eigenen Profil endlich Rechnung getragen und <a HREF="http://www.weinausoesterreich.at/aktuell/info_wagram.html">Wagram als eigenes Weinbaugebiet</a> verankert wurde. Es ist ein <strong>Grüner Veltliner</strong>, und zwar der  <strong>'Hengstberg'</strong>  von <strong><a HREF="http://www.weingut-soellner.at/ger/news.html" TITLE="Weingut Söllner">Toni Söllner</a></strong>, der mich Jahr für Jahr aufs Neue überzeugt. Der aktuelle Jahrgang 2006, den ich erst letzte Woche gemeinsam mit dem sympathischen Winzerpaar Daniela Vigne und Toni  Söllner in deren Gutshof verkosten durfte, zeichnet sich durch noch mehr Dichte und Reife als die ohnehin schon gelungenen Vorgänger aus, benötigt aber noch einige Monate Flaschenreife.</p>
<p>Auch die <a HREF="http://www.weingut-soellner.at/ger/hengstberg.html">Beschreibung des Winzers</a> lässt erahnen, dass es hier um einen Wein geht, der nicht alltäglich und vielleicht auch erklärungsbedürftig ist:   <em>"... auch bei dieser Sorte gibt es unterschiedliche Spielarten. Dieser Wein stammt von <img ALIGN="left" HEIGHT="247" WIDTH="185" BORDER="0" ALT="Steinzeugs" SRC="http://pivu.files.wordpress.com/2007/08/steinzeug-tanks.gif" />unseren am höchsten gelegenen, südlich exponierten Weingärten am Hengstberg - mit 371 m Seehöhe der weithin höchste 'Berg' am Wagram. Gekeltert von den früher bei uns üblichen, alten Spielarten des Grünen Veltliners, wo fast jeder Stock ein bisschen anders aussieht. Diese Verschmelzung ergibt einen leichteren und bekömmlichen aber trotzdem tiefgründigen und charaktervollen Wein. Es vollzieht sich eine händische Selektion der schönen, vollreifen Trauben. Der gewonnene Most vergärt langsam in unseren neuen, alten Steinzeug-Behältern wo auch der Ausbau bis zur Füllung im März vonstatten geht."</em> Damit nicht genug: die Bewirtschaftung im Weingarten erfolgt schon seit 1996 nach biodynamischen Prinzipien, die Vergärung mit eigenen Hefen und der Ausbau seit 3 Jahren in 1000 Liter-Porzellan-Tanks. Geht's noch individueller?</p>
<p>Im Glas befindet sich dann ein sehr spezieller Veltliner, der so gar nicht in das allgemein bekannte Bild des Wagrams passt, stammt er doch weniger vom Löss als vom Muschelkalk und auch vulkanischen Gestein. Keine breite Frucht, kein übertriebener Pfeffer- oder gar Sämlingston beherrschen das Geschmacksbild, allein die getrockneten erdigen Noten, die sich zart im Hintergrund zurückhalten und dem ohnehin sehr feingliedrigen Veltliner weitere Struktur und Typizität verleihen, lassen den Wagram als Herkunft vermuten.</p>
<blockquote><p><img SRC="http://pivu.files.wordpress.com/2007/08/hengstberg05.jpg" BORDER="0" WIDTH="104" HEIGHT="331" ALIGN="right" />In der Nase ist der<strong> 'Hengstberg'</strong> ausgesprochen fein,weniger karg  als  noch vor 2 Jahren, grüne Äpfel und Limetten vermengen sich mit dem Geschmack von Heu und trockener Erde, dazu ein Schuss pfeffrige Würze, im Mund mittelkräftig mit sandig-filigraner Mineralität. Ausgesprochen bekömmlich, animierend und ein hervorragender Essensbegleiter. Aber auch ein Wein, der zu polarisieren vermag, so kamen nicht wenige Bekannte erst nach dem 3. Glas auf den Geschmack und untersuchten interessiert die Flasche, andere gaben nach dem 1. Glas auf.</p></blockquote>
<p>Ein feiner Burgundertyp vom Wagram also, der die meisten Wachauer Federspiele mühelos hinter sich lässt und Lust auf ein weiteres Glas macht, ohne es am nächsten Tag bereuen zu müssen. Für 7,- € ab Hof ganz viel Wein, wer braucht da noch <a HREF="http://www.weinvierteldac.at/">DAC</a> oder Binogridscho!</p>
<p>Und there is more to come: demnächst feiert ein <strong>Roter Veltliner</strong> der neu ausgesetzten Lage <strong>'Berg Eisenhut'</strong> seine Premiere, dessen Fassprobe mich vor 5 Tagen sprachlos machte. Noch nie hatte ich einen derartigen Roten Veltliner im Glas, ein Wein, der an allerbeste nordostitalienische, slowenische und kroatische Weißweine ohne übertriebenen Maischekontakt erinnert und diese Ursorte des Wagrams neu definiert. Aber das ist ein anderes Thema.</p>
<p>Bildquellen: <a HREF="http://www.weinausoesterreich.at/">ÖWM</a>, <a HREF="http://www.weingut-soellner.at/ger/news.html">Weingut Söllner</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Etikettenschwindel auf Spanisch (2)]]></title>
<link>http://pivu.wordpress.com/2006/02/21/etikettenschwindel-auf-spanisch-ii/</link>
<pubDate>Tue, 21 Feb 2006 17:03:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>pivu</dc:creator>
<guid>http://pivu.wordpress.com/2006/02/21/etikettenschwindel-auf-spanisch-ii/</guid>
<description><![CDATA[Es geht auch anders, manchmal verbirgt sich die Kunst hinter den Etiketten. Derartiges Understatemen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img SRC="https://pivu.wordpress.com/files/2006/10/ampelos.JPG" ALT="Bodega Ampelos" ALIGN="left" WIDTH="221" HEIGHT="148" />Es geht auch anders, manchmal verbirgt sich die Kunst hinter den Etiketten. Derartiges Understatement leistet sich die relativ junge <strong>Bodegas Ampelos</strong>, im Hinterland von Valencia in the middle of nowhere (D.O. Almansa) gelegen. Kein Wunder, die Besitzer (Max Egolf und Martina Pfister) sind auch keine Spanier, sondern Schweizer, die keine spanischen Weine mögen. Also erzeugen sie unter Mithilfe des bekannten Tessiner Merlotstars Christian Zündel französische Weine, die nach Spanien schmecken. Alles klar?</p>
<p><!--more-->Das ganze geschieht übrigens sehr vorbildhaft, d.h. ökologische Bewirtschaftung, keine künstliche Bewässerung, bedachter Lesezeitpunkt ohne Überreife zu forcieren, anschließende Weinbereitung mit Spontanhefen mit langer Mazeration und schonender Ausbau im großen Holzfass (3.000 und 10.000 l), keine oder kaum Schönung und Filtration. Abgefüllt wird in Burgunderflaschen mit vergleichsweise biederen Etiketten, kein Wunder also, dass hierzulande kaum jemand diese Weine kennt.</p>
<p>Zu den Weinen, es gibt derer zwei, beide aus 2002: den mehrheitsfähigeren <strong>'Camino del Angel'</strong> (CS/M) und den etwas verschlosseneren <strong>'Tierras del Mediodia'</strong> (GSM). Also einmal klassisch Bordeaux, einmal klassisch Südfrankreich. Stilistisch sind beide Weine sehr ähnlich und überzeugen wie so oft bei jungen Stöcken (1998 gepflanzt!) mit präziser Sortentypizität, kristalliner Mineralität, Mut zum Tannin und Trinkspaß auf hohem Niveau. Punktemäßig sehe ich beide im Bereich von 88, 89 Punkten.</p>
<blockquote><p>Beim <strong>'Camino del Angel’</strong> vereinen sich Cassis und Brombeeren mit minziger Würze, beinahe ein ganzer Nadelwald wird inhaliert, der den Gaumen kitzelt, gleichzeitig wird dieser mit viel Schmelz austapeziert, deutliches aber hochwertiges Tannin deuten sowohl erste Trinkreife als auch weiteres Potenzial an. Sehr lang.</p></blockquote>
<blockquote><p>Der <strong>'Tierras del Mediodia’</strong> gibt erst langsam sein charmantes, rotfruchtiges Aromenspektrum der Grenache und die dunkelfruchtige Rustikalität der Mourvèdre frei. Dazu gesellen sich würzige Noten mit einem ganz leichten Anflug von Speck der Syrah, nur woher kommt der Vanilleton beim Einsatz des großen Fuders? Insgesamt sehr edel, am Gaumen hervorragend strukturiert mit deutlichen Tanninen, weicher und wärmer als der Vorgänger mit mehr Potenzial.</p></blockquote>
<p>Und jetzt kommen doch wieder die Etiketten ins Spiel, deren Farbgebung Aufschluss über den Wein geben soll. Den kühleren Bordeaux-Blend schmückt ein verwaschenes Blau, die molligere GSM-Cuvée ein sonniges Gelb. Cool!</p>
]]></content:encoded>
</item>

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