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	<title>bananenschale &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/bananenschale/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "bananenschale"</description>
	<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 03:31:54 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Subtil]]></title>
<link>http://decalcification.wordpress.com/?p=45</link>
<pubDate>Fri, 02 May 2008 08:13:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>decalcification</dc:creator>
<guid>http://decalcification.de.wordpress.com/2008/05/02/subtil/</guid>
<description><![CDATA[Das Verhältnis zwischen Brüdern ist bekanntlich nicht immer frei von Spannungen - sie auszuhalten ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das Verhältnis zwischen Brüdern ist bekanntlich nicht immer frei von Spannungen - sie auszuhalten oder auszuagieren daher integraler Bestandteil einer jeden Geschwistersozialisation.</p>
<p>In den Tagen eines länger zurückliegenden Sommers machte ich diese Erfahrung auf charmante Weise. Mein Bruder und ich hatten uns wegen irgendwas gekäbbelt und die Stimmung war gereizt. Es galt, eindeutige Signale zu senden, um dem personalisierten Missfallen Ausdruck zu verleihen. Unser Verhältnis war grundsätzlich ein Gutes, wiewohl durch die klassische Dichotomie "älter - jünger" gekennzeichnet: ich war der Ältere, der gleichzeitig bewundert und verhasst war - folglich auch eine Reibungsfläche für präpubertares Identitätsfindungsgebahren.</p>
<p>Als Reaktion auf die Zwistigkeiten fand ich eines Morgens eine reichlich vergammelte Bananenschale unter meinem Kopfkissen - ohne Worte und auch ohne Ansprechpartner, denn mein Bruder war unterwegs, wahrscheinlich wohlweislich, denn nur so konnte er sich einem Spontan-Gericht entziehen. Dafür lag nun sein Zimmer in meiner Hand, ein kleiner Raum voller Möglichkeiten zur Revanche.  Schnelle Blicke durchstreiften das Zimmer. Seine primäre Identifikationsressource war Skateboardfahren - wo sich in einer Ecke die Sammlung zershredderter Boards türmte, stapelten sich in einer anderen die Ausgaben des Trasher-Magazines, welches auch die Hauptquelle für die Poster war, die die Wände fast nahtlos bedeckten. Gesehen, gedacht, getan - flugs war die Bananenschale mit Stecknadeln (die ohne Kopf) befestigt, hinter einem seiner Lieblingsposter verschwunden. Hehe, es würde Tage, wenn nicht gar Wochen dauern, bis er dahinter kam, was in seiner Bettnähe so seltsame Düfte hervorrief.</p>
<p>Da keiner von uns in der alltäglichen Begegnung auch nur ein Wort über die Sache verlor, stieg die Spannung stetig an. Was kam als nächstes ? Wann würde er es merken ? Würde ich einen Gewaltschrei hören (er war sehr penibel was seine Poster und Hygiene anbetraf), gefolgt von einem handgreiflichen Irrwisch-Auftritt ? Jeden Abend suche ich mein Zimmer ab, doch ich fand nichts, was meine Befürchtungen bestätigte.</p>
<p>Ich hatte die Sache fast schon vergessen, als ich mal wieder eine meiner drei Cds hören wollte. Die kürzlich erworbene Stereoanlage war mein Heiligtum und gedankenverloren betätigte ich die musikgenussrelevanten Aktivierungsknöpfe. Der Auswurf des CD-Spielers öffnete sich langsam und präsentierte eine braun-bröselige Bananenschale, die in scheinbar mühevollster Kleinarbeit dem Fach angepasst worden war.  Die geile Sau ! Ich musste lauthals loslachen. Er hatte gewonnen. Grinsend beglückwünschte ich ihn beim Abendbrot zum Sieg. Bananenschalen haben wir nie wieder verwendet.</p>
<p>dfn</p>
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