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	<title>anekdoten-metaphern-gedichte-mehr &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/anekdoten-metaphern-gedichte-mehr/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "anekdoten-metaphern-gedichte-mehr"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 00:47:35 +0000</pubDate>

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<item>
<title><![CDATA[Geschichte: Zwillinge - ein Dialog im Bauch der Mutter]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=141</link>
<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 09:21:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[„Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“
„Ja, das gibt es. Unser Leben hier ist n]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>„Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“<br />
„Ja, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir stark genug sind für das, was uns erwartet.“<br />
„Blödsinn, das gibt es doch nicht. Wie soll das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?“<br />
„Das weiß ich auch nicht genau. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“<br />
„So ein Unsinn! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Außerdem geht das Herumlaufen gar nicht, die Nabelschnur ist ja jetzt schon viel zu kurz.“<br />
„Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“<br />
„Es ist noch nie einer zurückgekommen von ‚Nach der Geburt‘. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Und das Leben ist eine Quälerei und dunkel.“<br />
„Auch wenn ich nicht so genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen, und sie wird für uns sorgen.“<br />
„Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“<br />
„Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie können wir gar nicht sein!“<br />
„Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“<br />
„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt....“</p>
<p>Quelle: <a title="Zwillinge - ein Dialog im Bauch der Mutter" href="http://www.trauerhilfe.at/thanatologie/zum-nachdenken.php">www.trauerhilfe.at</a>, 27.7.2008</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gedicht von Erich Fried: Nur nicht]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=135</link>
<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 06:56:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das Leben
wäre
vielleicht einfacher
wenn ich dich
gar nicht getroffen hätte
Weniger Trauer
jedes M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das Leben<br />
wäre<br />
vielleicht einfacher<br />
wenn ich dich<br />
gar nicht getroffen hätte</p>
<p>Weniger Trauer<br />
jedes Mal<br />
wenn wir uns trennen müssen<br />
weniger Angst<br />
vor der nächsten<br />
und übernächsten Trennung</p>
<p>Und auch nicht soviel<br />
von dieser machtlosen Sehnsucht<br />
wenn du nicht da bist<br />
die nur das Unmögliche will<br />
und das sofort<br />
im nächsten Augenblick<br />
und die dann<br />
weil es nicht sein kann<br />
betroffen ist<br />
und schwer atmet</p>
<p>Das Leben<br />
wäre vielleicht einfacher<br />
wenn ich dich<br />
nicht getroffen hätte<br />
Es wäre nur nicht<br />
mein Leben</p>
<p> </p>
<p><strong>Quelle:<br />
</strong>Erich Fried: Als ich mich nach dir verzehrte. Zweiundsiebzig Gedichte von der Liebe. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin, 18. Auflage Februar 2003, S. 76</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gedicht von J. L. Borges: Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte...]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=134</link>
<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 09:50:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=134</guid>
<description><![CDATA[Wenn ich mein Leben
noch einmal leben könnte, im nächsten Leben,
würde ich versuchen, mehr Fehler]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;">Wenn ich mein Leben<br />
noch einmal leben könnte, im nächsten Leben,<br />
würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.<br />
Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen.</p>
<p style="text-align:left;">Ich wäre ein bisschen verrückter als ich gewesen bin,<br />
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.<br />
Ich würde nicht so gesund leben.</p>
<p style="text-align:left;">Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,<br />
Sonnenuntergänge betrachten,<br />
mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.</p>
<p style="text-align:left;">Ich war einer dieser klugen Menschen,<br />
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;<br />
freilich hatte ich auch Momente der Freude,<br />
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,<br />
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.</p>
<p style="text-align:left;">Falls Du es noch nicht weißt,<br />
aus diesen besteht nämlich das Leben;<br />
nur aus Augenblicken, vergiss nicht den jetzigen!</p>
<p style="text-align:left;">Wenn ich noch einmal leben könnte,<br />
würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.<br />
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,<br />
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.<br />
Aber sehen Sie... ich bin 85 Jahre alt und weiß,<br />
dass ich bald sterben werde.</p>
<p style="text-align:left;"><em>(Jorge Luis Borges)</em></p>
<p style="text-align:left;"><strong>Quelle:</strong><br />
u.a. gefunden auf <a href="http://heikohaller.de/literatur/augenblicke.html">http://heikohaller.de/literatur/augenblicke.html<em><br />
</em></a>(Anmerkung HM: kein einheitlicher Titel des Gedichts bei den verschiedenen Quellen)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eugen Drewermann: Der Froschkönig - eine tiefenpsychologische Interpretation von Dr. Eugen Drewermann]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=133</link>
<pubDate>Tue, 17 Jun 2008 18:03:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=133</guid>
<description><![CDATA[In seinem Vortrag &#8220;Der Froschkönig - eine tiefenpsychologische Interpretation&#8221; für ein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem <a title="Der Froschkönig" href="http://vorarlberg.orf.at/magazin/klickpunkt/focus/stories/9288/">Vortrag "Der Froschkönig - eine tiefenpsychologische Interpretation"</a> für eine <a title="Focus - ORF Vorarlberg" href="http://vorarlberg.orf.at/magazin/klickpunkt/focus/">Focus-Sendung des ORF Vorarlberg </a>im April 2004 befasste sich der deutsche Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller <a title="Eugen Drewermann @ Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Drewermann">Dr. Eugen Drewermann</a> mit der Symbolsprache, die sich im Märchen "Der Froschkönig" verbirgt.</p>
<p>„Die Symbolsprache der Märchen, Mythen und Träume ist die einzige Fremdsprache, die existenziell wichtig ist“, so der Psychoanalytiker und fügt an, dass diejenigen, die diese Sprache zu verstehen lernen, sich verändern. "Die Märchen möchten, dass wir die Liebe wagen – sie sagen uns, dass die Liebenden in dieser Welt glücklich sein können, vor allem, wenn sie Glück haben."</p>
<p><strong>Das Märchen: Der Froschkönig</strong></p>
<p>Zu Beginn seines Vortrags liest Eugen Drewermann das Märchen „<a title="Der Froschkönik" href="http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_froschkonig_oder_der_eiserne_heinrich">Der Froschkönig</a>“ der <a title="Brüder Brimm @ Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gebr%C3%BCder_Grimm">Brüder Grimm </a>vor.</p>
<p>Hier eine kurze Zusammenfassung des Inhalts von "Der Froschkönig":<br />
Eine Prinzessin, die so schön ist, dass die Sonne selbst sich jedes Mal verwundert, wenn sie auf ihr Gesicht scheint, spielt in der Nähe des Brunnens mit ihrer goldenen Kugel. Die Kugel fällt in den Brunnen, worauf die Prinzessin sehr traurig ist. Ein Frosch verspricht ihr, die Kugel wiederzubringen, wenn die Prinzessin ihm einige Zugeständnisse macht: Er wolle ihr Geselle und Spielkamerad sein, an ihrem Tischlein neben ihr sitzen, aus ihrem Becherlein trinken, in ihrem Bettlein schlafen. Die Prinzessin verspricht es ihm, denkt jedoch nicht daran, dieses Versprechen einzuhalten. Als der Frosch später kommt, um das Versprechen einzufordern, wird der Vater zornig und fordert von seiner Tochter, dass sie hält, was sie dem Frosch versprochen hat. Die Prinzessin gehorcht ihrem Vater, doch als der Frosch zu ihr ins Bett kommt, wirft ihn die Prinzessin voll Ekel an die Wand. Der Froschkönig verwandelt sich in einen Königssohn mit schönen freundlichen Augen und erzählt ihr, dass er von einer bösen Hexe verwünscht worden war und niemand ihn erlösen hätte können als eben die Prinzessin alleine.</p>
<p>Drewermann weist darauf hin, dass der Froschkönig eine aktuelle Beziehungsgeschichte voller Gegensätze und Konflikte darstellt, wobei das Märchen durchaus lösungsorientiert angelegt ist, indem zwei neurotische Menschen eine Wandlung erleben, durch die erst eine reife Beziehung möglich wird.</p>
<p><strong>Hauptprotagonist: Der Froschkönig.</strong></p>
<p>Der Froschkönig setzt sich aus den gegensätzlichen Elementen „König“ und „Frosch“ zusammen. „Er ist König, weil er Frosch ist und Frosch, weil er König ist“, so Drewermann. „Erst als ein Erlöster, ein Zu-sich-selbst-Gefundener kann er seiner geliebten Prinzessin erläutern, dass er durch die Machenschaften einer Hexe verwünscht war.“</p>
<p>Eine Beziehung zwischen Mutter und Kind ist sehr verflochten und geprägt von Ambivalenzgefühlen zwischen äußerster Liebe und starker Abneigung. Aber wie ist es möglich, dass ein junger Mensch von sich selbst denkt, dass er überaus mächtig und gleichzeitig gar nichts sein könnte?</p>
<p>Im Märchen steht der Brunnenschacht symbolisch für den ewigen Mutterschoß. Demnach ist der Froschkönig ein Kind, das niemals von seiner Mutter fortkommen darf.</p>
<p>Drewermann beschreibt die Problematik anhand einer <em>Fallgeschichte</em> eines Patienten, den er im Alter von 17 Jahren kennen lernte:<br />
Dieser junge Mann hatte als 6-jähriger erlebt, wie sein Vater sich von seiner Mutter trennte. Er, der Sohn, kümmerte sich dann um seine depressive, suizidale Mutter. Es lastete eine große Verantwortung auf ihm. Gleichzeitig war es eine Ehre für ihn, der Liebling der Mutter zu sein – er war ihr Sonnenschein, die Mittelpunktachse des Lebens der Mutter – und das umso mehr, nachdem der Vater gegangen war. Der Junge ersetzte den Vater für die Mutter und musste ihn sogar noch übertreffen – er musste aufopfernd, feinfühlig und sensibel sein. Er ist also der König, der Prinzgemahl der Mutter und andererseits furchtbar überfordert mit dieser Situation und kann ihren Erwartungen nicht entsprechen.<br />
Die Mutter verwöhnt den Jungen sehr und fordert ihn hinsichtlich mancher Aufgaben nicht. Was sie sich ersparen kann, wird Weihnachten etc. für den Jungen investiert. Er musste nie lernen, ein Glas abzutrocknen etc. Wenn sie dies später versucht einzufordern, droht er ihr z.B. er werde das Glas einfach fallen lassen.<br />
Aus dieser Situation heraus konnte er auch terroristisch für seine Mutter sein.</p>
<p><em>Die Kombination lautete materielle Verwöhnung plus psychisch rabiate Überforderung: „Ich bin ein König und fühle mich doch als etwas gänzlich Niedriges.“ Diese Dynamik ergab sich aus Minderwertigkeitsgefühlen in Kombination mit überhöhten Überich-Idealen.</em></p>
<p>Man könnte empfehlen, dass der Junge sich von seiner Mutter trennt, aber das ist unmöglich für den Jungen.</p>
<p><em>Die engste Bindung zwischen dem Sohn und der hexenartigen Mutter liegt in den Schuldgefühlen: Der Junge darf niemals seine Mutter verlassen, sonst würde er werden wie sein eigener Vater – würde er seine Mutter verlassen, wäre er für den Tod der Mutter verantwortlich.</em></p>
<p>Nach zwei Jahren Psychotherapie wird auch der Therapeut ungeduldig – von der Supervisionsgruppe erheischt er folgenden Rat: „Diesem jungen Mann müssen Beine gemacht werden. Er muss den Mut haben, in das Leben zu springen. Er muss eine andere Frau kennen lernen. Er gibt doch genug Frauen. Er muss es nur wagen.“ Der Therapeut, der diesen Rat an seinen Patienten weitergibt, muss bald erkennen, dass der Patient seine Behandlung bald beenden wird.</p>
<p>Es gibt jedoch auch eine andere : Das Märchen "Der Froschkönig" (er-)findet den einzigen Ausweg zur Lösung.</p>
<p><strong>Hauptprotagonistin: Die Prinzessin.</strong></p>
<p>Wer ist die Königstochter, die den Froschkönig erlösen wird? Sie ist wunderschön, aber ein Kind voll Traurigkeit und Tränen. Die Prinzessin ist vor allem die Tochter ihres Vaters: Der Mann hat drei Töchter, aber die ersteren dienen ausschließlich als Vergleichsmaßstab für Lobpreis und Hochschätzung der dritten Tochter.</p>
<p>Was bedeutet es, wenn ein Mädchen der Liebling / „die Geliebte“ des Vaters ist? Es liegt aller Stolz, alle Hochachtung darin. Für ein Mädchen von 4 Jahren ist der Vater ein König oder Gott. Zwischen 6 und 7 Jahren wird der Lehrer ein Konkurrent für den großartigen Vater. Es wäre ein Entwicklungsfortschritt, wenn die Tochter von ihrem Vater nach und nach ablassen würde, aber das ist im Märchen „Froschkönig“ nicht der Fall.</p>
<p>Das Leben der Königstochter teilt sich in zwei Sphären: die väterliche Kultur und die Natur, welche die mütterliche Sehnsuchtswelt symbolisiert. Das Mädchen pendelt hin und her zwischen diesen zwei Sphären – ein Symbol dafür, dass sie vom Mädchen zur Frau wird. Das Mädchen möchte die ganze Kindheit mitnehmen – symbolisiert durch das Ballspiel: Um den Verzicht der Kindheit zu erleichtern, übt sie selbst die Kindheit wegzugeben und diese in der Folge wieder zurückzubekommen.</p>
<p>Die runde Kugel stellt also die geschlossene Kinderwelt dar, die sie bei sich behalten möchte. Aber die Kugel rollt in den Brunnen, wo der Froschkönig sitzt. Es sind die ersten Schritte, die die Liebenden verbinden könnten, diese sind jedoch sehr angstbesetzt bis fast unmöglich.</p>
<p>Die Botschaft lautet nach Drewermann: „Liebe Königstochter, du darfst deine Kindheit behalten, aber es gibt nur eine Art: Du musst lernen, dich zu verlieren und dich dir wiederzugeben durch die Liebe. Wer seine Kindheit krankhaft verschließt, verliert sie ganz. Er wird niemals erwachsen. Die Liebe kann hier vermitteln.“</p>
<p><strong>Symmetrie der Begegnung zwischen Froschkönig und Prinzessin</strong></p>
<p>Der Königssohn stammt aus einer vaterlosen Familie; er wuchs ganz und gar bei seiner Mutter auf. Die Prinzessin stammt aus einer mutterlosen Familie und wuchs ganz und gar bei ihrem Vater auf (die Mutter findet kaum bis keine Erwähnung in der Geschichte). Die beiden sind sich spiegelbildlich ähnlich, haben einen gleichen Werdegang. Daher sagt der Königssohn auch: „Nur du konntest mich erlösen.“</p>
<p><em>In der Paartherapie spricht man in diesem Fall von „<strong>Kollusion</strong>“ – folgendem unbewussten Zusammenspiel: Unbewusst wählt man im Partner den gegengeschlechtlichen Elternteil, um von der Umklammerung des übergroßen Vaters bzw. der übergroßen Mutter erlöst zu werden.</em></p>
<p>Im Märchen machen sich innige Gefühle der Liebe fest am Partner, indem Empfindungen aus der Kindheit aktualisiert werden – aber es kommt zur Angst vor Enttäuschung. Man liebt im anderen etwas vom Vater / von der Mutter und in der Liebe wiederholt sich alles noch einmal wie aus Kindertagen.</p>
<p>Es gibt jedoch auch Märchen, die anders sind: Dann, wenn der Bräutigam unmögliche, fast tödliche Aufgaben erledigen muss – z.B. einen siebenköpfigen Drachen töten; Dornröschen küssen, jedoch erst nach der Überwindung von unüberwindbaren Dornenhecken... Dahinter steht, dass der Vater jeden Schwiegersohn in spe im Grunde vernichten möchte, denn eigentlich will er seine Tochter gar nicht vermählen.</p>
<p>Anders beim Froschkönig: Der Vater befiehlt die Vermählung mit dem Froschkönig sogar. Es heißt: „Die Sonne, wenn sie die Schönheit dieses Mädchens sah, geriet in Bewunderung“. Sollte es da dem Vater anders ergangen sein als der Sonne? Wohl kaum. Gefühle, die bis dahin innig waren, müssen über Nacht abgekühlt werden – die Sprache wird streng, moralisch. Dahinter steht mitunter auch, dass der Vater sich auch vor seinen eigenen Gefühlen der Tochter gegenüber schützen will. Es gibt jedoch noch ein anderes Motiv für das Handeln des Köngis: Der Vater hätte den Vertrag der Tochter sicher auch anders lösen können – er war ein König, einflussreich, mächtig – aber offenkundig will er, dass seine Tochter den Froschkönig heiratet. Warum? Der Frosch wird ihn nie gefährden... Nur so konnte die Tochter für ihn Sonnenschein auf Lebenszeit bleiben. Der Vater will seine Tochter also unglücklich verheiraten mit dem Froschkönig. So konnte er später der Seelentröster für seine Tochter werden: als Weiser, als kundiger Beistand der Tochter, als Kenner der Frauen kann er ihr Ratschläge geben.</p>
<p>Und auch die Tochter brauchte auf ihren Vater nicht zu verzichten, wenn sie den Froschkönig wählt, denn der Vater ist der beste aller Männer, kein Mann hält diesem Vergleich stand. Solang sie ihren Vater im Herzen und im Kopf trägt, hat kein anderer Mann eine Chance. Und auch der Königssohn ist ein Schwächling.</p>
<p><strong>Plottwist: Die Schlüsselszene im Froschkönig.</strong></p>
<p>Der Frosch kommt zur Prinzessin ins Bett - Wut, Zorn, Ekel der Prinzessin verdichten sich bis die Prinzessin den Frosch gegen die Wand wirft. Das Wesentliche ist also, dass eine bestimmte Energie sich zum Unerträglichen verdichtet - die sexuelle Energie – und die Tochter klatscht den Froschkönig schließlich an die Wand. In diesem Moment kommt es zu einem Rollenbruch: Die Königstochter hört auf, der Liebling des Vaters zu sein - indem sie ihre Rolle an der Wand zersprengt wird sie zu einer anderen Frau und auch der Froschkönig kann zu einem anderen Mann werden.</p>
<p>Die Prinzessin wollte ihre Kindheit erhalten: sie zeigt eine hysterische Ambivalenz allem Sexuellen gegenüber - ist unschuldig und verführerisch gleichzeitig, nie festgelegt aber ständig verlockend.<br />
Der Froschkönig fügte sich dem, indem er alle Wörter diminutiv miniaturisierte: Becherlein, Tellerlein, dein Gesell (ganz sicher nicht dein Mann – nur dein Spielkamerad... Das sollte heißen: "Ich werde dir als Mann nie etwas tun.") Dies war die Eintrittstür für den Froschkönig, denn er signalisierte ihr: "Ich akzeptiere voll und ganz deine „Klein-Mädchen-Auffassung“ vom Leben." „Beide müssen aufhören, aber beide müssen auch aufhören dürfen, Kinder zu sein“, so Drewermann.</p>
<p>In der Folge erzählt der Froschkönig der Königstochter sein ganzes Leben.</p>
<p><strong>"... und sie lebten glücklich bis an ihr Ende": Wie es laut Drewermann weitergehen <em>könnte</em>.</strong></p>
<p>Drewermann liest einen möglichen Dialog vor, den die beiden Jahre später miteinander führen könnten, so sie die Wandlung gemeistert hatten. So könnte die Prinzessin ihrem Mann sagen: „Vergib mir Geliebter die Worte meiner Verachtung. Sie mussten dich kränken und schlimmer: sie sollten dir wehtun. Doch glaub mir, sie galten nicht dir. Ich selber war noch sehr unreif und unerfahren – voller romantischer Ideen mit denen ich mich vor der Wirklichkeit und vor mir selber zu schützen suchte. Wie alle Mädchen voller Sehnsucht und Angst war ich voller Abwehr gegenüber der Liebe, die ich doch suchte. Ich hielt für Stärke, was eine Schwäche war. Ich traute mir selbst nicht – wie hätte ich da wohl einem anderen, einem Manne wohl gar vertrauen sollen? Ich glaubte mich dir überlegen nur aus Angst vor deiner wirklichen Größe. Ich wollte dich erniedrigen und klein machen – nur aus Angst vor deiner Nähe. Der einzige, dem ich vertrauen durfte, war mein Vater: Zu ihm blickte ich auf; in seinen Augen fühlte ich mich selber gemocht und angesehen. Sein Wohlwollen war wie ein warmer Wind, der mich durchs Leben trug. Ich spürte, dass ich von ihm loskommen musste, aber ich hatte auch Angst, ihn loszulassen. Ich sehnte mich nach meiner Mutter, doch eine solche gab es nicht. Wer war ich als Frau? Ich war die Schönste in den Augen meine Vaters; für ihn war ich eine Kostbarkeit, die man der Öffentlichkeit nur unter Panzerglas zeigt. Wie in einem Museum. Und in solch einer Bestimmtheit traf ich dich. Ich sah sofort deine gütigen Augen, deine Stimme tat mir wohl. Du erschienst mir wie ein Gefährte in meiner Einsamkeit. Und du wolltest mein Freund sein auf ewig, das bedrohte mich. Das war mir unheimlich. Da schrillten alle Alarmglocken in dem Hochsicherheitstrakt des Museums das mein Leben war. Du hast in gewissem Sinne ja selber gesehen: Deine Annäherung versetzte mich in Panik. Ich behandelte dich von oben herab, ich nahm dich nicht ernst, weil ich doch spürte, dass es ernst wurde. Heute bin ich dir dankbar für deine zähe Geduld, die ich damals als Nachgelaufe ohne Anstand und Würde missdeutete. Ich wollte dich nicht an mich heranlassen, um mich an dich nicht zu verlieren. Und du verstehst, wie es kam: Ich war meines Vaters Vorzeigepüppchen; ich war gewohnt mich zu drehen und zu wenden wie er es wollte und ich lebte in der ständigen Furcht, nicht schön genug, nicht makellos genug, nicht perfekt genug zu sein. Alle sollten mich mögen - aber du warst nicht alle. Du wolltest mich und du beugtest dich hinunter in meine Angst, tauchtest hinab in meine Traurigkeit; holtest mein eigentliches Wesen aus der Tiefe heraus. Und dafür liebe ich dich, du mein Kleinod, mein Prinz.“</p>
<p>Der so Angeredete müsste wohl seinerseits sagen: „Vergib du mir, meine Geliebte, meine Königin. Wirklich, du erweckst alle Sehnsucht in mir. Und du erfüllst alle Sehnsucht. Wie verstehe ich den Stolz deines Vaters! Du rühmst meine Geduld, Geliebte, aber was hätte ich den anderes schon tun sollen: Ich hatte dich lieb vom ersten Augenblick an – deiner Schönheit wegen und auch deiner Traurigkeit wegen. Sie entsprach meinem eigenen Empfinden so sehr, dass ich glaubte, du wenigstens würdest mich verstehen. Es tat mir gut, dir helfen zu dürfen. Selbstlos war das gar nicht. Auch ich hatte und habe meine Ängste – zum Beispiel, dass eine so schöne, vom Glück verwöhnte Frau wie du mir damals erschienst, mich einfach lächerlich fände. Ich traf dich zum Glück als du selber dicht am Wasser gebaut hattest. Dieser Umstand brachte mich dir nah. Denn wenn ich bei meiner Mutter eines gelernt habe, ist es ein gewisses Einfühlen und Gedankenlesen. Gewiss, deine demonstrierte Verachtung tat mir furchtbar weh. Du erschienst mir so groß in solchen Moment. Wenn du sagst, du seiest das Püppchen deines Vaters, wollt ich dir eine Puppenstube zimmern und doch sah ich, dass es ganz unmöglich war, dich dort hineinzufügen. Ich wollte dich nicht belasten, aber so fühlte ich mich dir gegenüber als lästig, schwierig, schwerfällig, schwermütig – als Frosch eben. Ein Kind aus Brunnentiefe und Tränen. Alle Bewegungen bei mir sind langsam und vorsichtig; nichts geht mir behänd von den Händen. Eine gewisse Leichtigkeit des Lebens wie du sie dir wünschen magst, hab ich nie kennen gelernt. Auch mir ermangelte es an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Und wie du den Beifall der anderen zu erringen versuchtest durch Gefälligkeit und Gefallen, so ich durch Nützlichkeit. Beide hat uns das Leben offenbar sehr einseitig geprägt. Aber jetzt, Geliebte, brauchst du nichts mehr machen, um meinen Gefallen zu erringen. Du gefällst mir einfach dadurch, dass es dich gibt. Du meine Zauberhafte. Meine Sonne am Morgen. Du und ich, wir brauchen gar nichts mehr zu machen. Und zu vergeben haben wir einander gar nichts mehr – außer uns selbst. Denn ich liebe dich sehr. “</p>
<p>Eugen Drewermann beschließt seine tiefenpsychologische Deutung des Märchens „Der Froschkönig“ mit einem Ausschnitt aus dem Gedicht „<strong>Engellieder</strong>“ von <em>Rainer Maria Rilke</em>:</p>
<p><em>Ich ließ meinen Engel lange nicht los,<br />
und er verarmte in meinen Armen;<br />
er wurde klein, und ich wurde groß:<br />
und plötzlich ward ich das Erbarmen,<br />
und er eine flehende Bitte bloß.</em></p>
<p><em>Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, -<br />
und er ließ mir das Nah, daraus er entschwand;<br />
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,<br />
so haben wir beide einander erkannt.</em></p>
<p><strong>Quelle</strong>: ORF Vorarlberg, <a title="Der Froschkönig" href="http://vorarlberg.orf.at/magazin/klickpunkt/focus/stories/9288/">Focus-Sendung vom 10. April 2004: <strong>Dr. Eugen Drewermann: Der Froschkönig - eine tiefenpsychologische Interpretation</strong>,</a></p>
<p><a title="Drewermann - Froschkönig" href="http://your.orf.at/vbgwebcam/radio/focusplayer.php?uri=FOCUS040410.RA&#38;title=Dr.%20Eugen%20Drewermann:%20Der%20Froschkönig%20-%20eine%20tiefenpsychologische%20Interpretation">Vortrag anhören!</a></p>
<p> </p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eine tröstende Geschichte... über die Traurigkeit.]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=131</link>
<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 21:49:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=131</guid>
<description><![CDATA[Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlangkam. Sie war wohl schon recht alt, doch ih]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:x-small;">Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlangkam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.</p>
<p>"Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.</p>
<p>"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.</p>
<p>"Natürlich erkenne ich dich immer wieder! Einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."</p>
<p>"Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"</p>
<p>"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"</p>
<p>"Ich.....ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.</p>
<p>Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."</p>
<p>Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer.</p>
<p>"Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: <em>Papperlapapp, das Leben ist heiter.</em> Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: <em>Gelobt sei, was hart macht.</em> Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: <em>Man muss sich nur zusammenreißen.</em> Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: <em>Nur Schwächlinge weinen.</em> Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."</p>
<p>"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."</p>
<p>Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."</p>
<p>Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.</p>
<p>"Weine nur, Traurigkeit," flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."</p>
<p>Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber... aber - wer bist eigentlich du?"</p>
<p>"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. <span style="font-size:x-small;">"Ich bin die Hoffnung."</span></p>
<p></span></p>
<p> </p>
<p><em><strong>Gefunden auf:</strong> </em><a title="Onko Kids Forum - schöne tröstende Geschichten" href="http://forum.onko-kids.de/showtopic.php?threadid=316"><em>Onko Kids - Schöne tröstene Geschichten</em></a><em>. (Leider keine detaillierte Quellenangabe)</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kindliche Neugier: Fragen über Fragen!]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=130</link>
<pubDate>Wed, 28 May 2008 09:17:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich habe unlängst auf myproblems.de den Beitrag &#8220;unlösbare Fragen&#8221; gefunden. - Da mi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe unlängst auf <a title="myproblems.de" href="http://www.myproblems.de/">myproblems.de</a> den <a title="unlösbare Fragen" href="http://www.myproblems.de:80/showthread.php?t=15968">Beitrag "unlösbare Fragen"</a> gefunden. - Da mich einige Fragen zum Schmunzeln gebracht haben und in mir ein Gefühl der "kindlichen Neugier" geweckt haben, möchte ich sie gerne mit Euch teilen - vielleicht gehts Euch auch so ;-) :</p>
<p>1.) Warum hat saure Sahne ein Verfallsdatum?<br />
2.) Was passiert, wenn man sich zweimal halbtot gelacht hat?<br />
3.) Warum hat eine Tag / Nacht Tankstelle Schlösser in der Türe?<br />
4.) Warum musste Noah die beiden TseTse-Fliegen retten?<br />
5.) Womit fährt im Winter ein Schneepflugfahrer zur Arbeit?<br />
6.) Wenn Schwimmen doch schlank macht, warum ist der Wal dann so dick?<br />
7.) Warum gibt es Whiskas nicht mit Mäusegeschmack?<br />
8.) Kann man eine Drehtüre zuschlagen?<br />
9.) Was spürt ein Schmetterling im Bauch wenn er verliebt ist?<br />
10.) Was zählt ein Schäfchen wenn es nachts nicht schlafen kann?<br />
11.) Welche Farbe kriegt ein Schlumpf wenn man ihn würgt?<br />
12.) Gibts es ein anderes Wort für "Synonym"?<br />
13.) Warum ist "Abkürzung" so ein langes Wort?<br />
14.) Was tat der Mensch eigenlich als er merkte, dass eine Kuh Milch gibt?<br />
15.) Warum besteht das Wort "einsilbig" aus drei Silben?<br />
16.) Wie kommt das Schild "Rasen betreten verboten" mitten auf den Rasen?<br />
17.) Wenn Hasenpfoten Glück bringen... gilt das auch für den Hasen?<br />
18.) Warum braucht man bei einem Hellseher einen Termin?<br />
19.) Wenns heute Null Grad kalt ist und morgen doppelt so kalt.. Wie kalt ist es dann?<br />
20.) Wenn ein Schizophrener mit Selbstmord droht - ist das dann eine Geiselnahme?<br />
21.) Warum trägt ein Kamikazepilot einen Helm?<br />
22.) Wenn Autofahren verboten ist, nachdem man etwas getrunken hat, warum haben Bars und Kneipen Parkplätze?<br />
23.) Wenn nichts an Teflon kleben bleibt, wie wird Teflon an der Pfanne festgemacht?<br />
24.) Wenn eine Fliege an der Zimmerdecke landet, macht sie dann einen Looping oder eine Drehung um ihre Längsachse?<br />
25.) Wie heissen die harten Plastikenden an den Schnürsenkeln?<br />
26.) Wenn Chinesen auf Hochzeiten Reis werfen, werfen Mexikaner dann Kakteen?<br />
27.) Ein Butterbrot landet immer auf der Butterseite. Eine Katze landet immer auf den Pfoten. Was passiert, wenn man einer Katze ein Butterbrot auf den Rücken bindet?<br />
28.) Wie weiß eine Thermoskanne, dass ein Getränk kalt oder warm bleiben muss?<br />
29.) Warum mss der Deckel von einem Sarg zugenagelt werden?<br />
30.) Hatten Adam und Eva einen Nabel?<br />
31.) Wie weiß ein Blinder, dass er fertig ist mit Hintern putzen?<br />
32.) Falls ein Wort falsch geschrieben im Wörterbuch steht, werden wir das je erfahren?<br />
33.) Wenn Superkleber wirklich überall klebt, warum dann nicht auf der Innenseite der Tube?<br />
34.) Warum laufen Nasen, während Füße riechen?<br />
35.) Warum benutzt man für "Tödliche Injektionen" in den Staaten sterilisierte Spritzen/Nadeln?</p>
<p>Ergänzungen etc. herzlich willkommen!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gedicht von Eichendorff: Mondnacht]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=125</link>
<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 19:51:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träum]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es war, als hätt der Himmel<br />
Die Erde still geküßt,<br />
Daß sie im Blütenschimmer<br />
Von ihm nun träumen müßt.</p>
<p>Die Luft ging durch die Felder,<br />
Die Ähren wogten sacht,<br />
Es rauschten leis die Wälder,<br />
So sternklar war die Nacht.</p>
<p>Und meine Seele spannte<br />
Weit ihre Flügel aus,<br />
Flog durch die stillen Lande,<br />
Als flöge sie nach Haus.</p>
<p>Joseph von Eichendorff  (1788-1857)</p>
<p>gefunden auf: <a href="http://www.sternenfall.de">www.sternenfall.de</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gedicht von Brecht: Morgens und abends zu lesen]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=123</link>
<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 20:04:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der, den ich liebe,
Hat mir gesagt,
Daß er mich braucht.
Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf mein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der, den ich liebe,<br />
Hat mir gesagt,<br />
Daß er mich braucht.</p>
<p>Darum<br />
Gebe ich auf mich acht<br />
Sehe auf meinen Weg und<br />
Fürchte von jedem Regentropfen<br />
Daß er mich erschlagen könnte.</p>
<p>(Bertolt Brecht)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hermann Hesse: Stufen]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=122</link>
<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 19:56:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weishei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wie jede Blüte welkt und jede Jugend<br />
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,<br />
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend<br />
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.<br />
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe<br />
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,<br />
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern<br />
In andre, neue Bindungen zu geben.<br />
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,<br />
Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.</p>
<p>Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,<br />
An keinem wie an einer Heimat hängen,<br />
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,<br />
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.<br />
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise<br />
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,<br />
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,<br />
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.</p>
<p>Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde...<br />
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,<br />
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...<br />
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!</p>
<p>(Hermann Hesse)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Geschichte: Einer nach dem anderen]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=121</link>
<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 12:06:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ein Mann ging bei Sonnenuntergang an einem einsamen mexikanischen Strand entlang. Als er so entlang ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mann ging bei Sonnenuntergang an einem einsamen mexikanischen Strand entlang. Als er so entlang schlenderte, sah er in der Ferne einen anderen Mann. Als er näher kam, bemerkte er, dass der Einheimische sich fortwährend hinunterbeugte, etwas aufhob und ins Wasser warf. Wieder und wieder schleuderte er etwas hinaus in den Ozean.</p>
<p>Als der Mann sich noch mehr näherte, sah er, dass der Einheimische Seesterne aufhob, die an den Strand gespült worden waren, und – einen nach dem anderen – warf er sie ins Wasser zurück.</p>
<p>Der Mann war verblüfft. Er näherte sich dem Fremden und sagte: „Guten Abend, mein Freund. Ich habe mich gefragt, was Sie da tun.“</p>
<p>„Ich werfe diese Seesterne zurück ins Meer. Sehen Sie, es ist gerade Ebbe, und alle diese Seesterne sind ans Ufer gespült worden. Wenn ich sie nicht ins Meer zurückwerfe, werden sie an Sauerstoffmangel sterben.“</p>
<p>„Ich verstehe“, erwiderte der Mann, „aber es muss an diesem Strand Tausende von Seesternen geben. Sie können unmöglich alle erwischen. Es gibt einfach zu viele. Und sind Sie sich nicht klar, dass dies wahrscheinlich an Hunderten von Stränden an dieser Küste passiert? Sehen Sie nicht, dass Sie unmöglich etwas ändern können?“</p>
<p>Der Einheimische lächelte, beugte sich hinunter und hob noch einen weiteren Seestern auf. Als er ihn ins Meer zurückwarf, erwiderte er: „Hab für den was geändert.“</p>
<p>(von Jack Canfield und Mark V.Hansen)</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.beepworld.de/members88/markusfifka/weisheitsgeschichten.htm" title="Fifkas Corner - Weisheitsgeschichten">Weisheitsgeschichten auf Fifkas Corner</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Khalil Gibran: Eure Kinder sind nicht eure Kinder.]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=118</link>
<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 21:22:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=118</guid>
<description><![CDATA[Und eine Frau, die einen Säugling an der Brust hielt,
sagte: Sprich uns von den Kindern.
Und er sag]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Und eine Frau, die einen Säugling an der Brust hielt,<br />
sagte: Sprich uns von den Kindern.</p>
<p>Und er sagte: Eure Kinder sind nicht eure Kinder.<br />
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.<br />
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,<br />
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.<br />
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,<br />
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.<br />
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,<br />
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.<br />
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht,<br />
sie euch ähnlich zu machen.<br />
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.<br />
Ihr seid der Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.<br />
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und<br />
Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.<br />
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;<br />
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt Er auch den Bogen,<br />
der fest ist.</p>
<p><strong>aus:<br />
</strong>Khalil Gibran: <a href="http://www.amazon.de/Prophet-Khalil-Gibran/dp/3491507146/ref=sr_1_8?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1204319585&#38;sr=8-8" title="Der Prophet">Der Prophet</a>. Patmos; Auflage: 1 (September 2005).</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mulla Nasrudin: In der Not]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=116</link>
<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 15:31:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=116</guid>
<description><![CDATA[Als der Mulla nach der Gebetszeit aus der Moschee kam, saß ein Bettler am Straßenrand und bat um A]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Als der Mulla nach der Gebetszeit aus der Moschee kam, saß ein Bettler am Straßenrand und bat um Almosen. Es ergab sich die folgende Unterhaltung:</p>
<p>Mulla: "Bist du verschwenderisch?"<br />
Bettler: "Ja, Mulla."<br />
Mulla: "Sitzt du gerne herum und trinkst Kaffee und rauchst?"<br />
Bettler: "Ja."<br />
Mulla: "Ich nehme an, du gehst gerne jeden Tag in die Badestuben?"<br />
Bettler: "Ja."<br />
Mulla: "... und machst dir wohl auch das Vergnügen, mit deinen Freunden eins zu trinken?"<br />
Bettler: "Ja, all das macht mir Spaß."<br />
"Soso", sagte der Mulla, und er gab ihm ein Goldstück.</p>
<p>Ein paar Meter weiter saß noch ein Bettler; er hatte das Gespräch mit angehört und bettelte aufdringlich um Almosen.<br />
Mulla: "Bist du verschwenderisch?"<br />
Bettler: "Nein."<br />
Mulla: "Sitzt du gerne herum und trinkst Kaffee und rauchst?"<br />
Bettler: "Nein."<br />
Mulla: "Ich nehme an, du gehst gerne jeden Tag in die Badestuben?"<br />
Bettler: "Nein."<br />
Mulla: "... und machst dir auch den Spaß, mit deinen Freunden eins zu trinken?"<br />
Bettler: "Im Gegenteil, ich möchte nichts anderes als ganz bescheiden leben und beten."<br />
Daraufhin gab der Mulla ihm eine kleine Kupfermünze.<br />
"Aber warum", jammerte der Bettler, "gib st du einem sparsamen und frommen Mann nur einen Pfennig, während du dem Verschwender eine Goldmünze geschenkt hast?"<br />
"Ach", antwortete der Mulla, "seine Not ist größer als deine."</p>
<p><strong>aus:<br />
</strong>Idries Shah: <em>Die fabelhaften Heldentaten des vollendeten Narren und Meisters Mulla Nasrudin</em>. 2. Auflage, Verlag Herder Freiburg im Breisgau 1984.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Poster: How to Be an Artist]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=96</link>
<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 08:42:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=96</guid>
<description><![CDATA[Vor Jahren bekam ich das Poster mit dem Titel &#8220;How to Be an Artist&#8221; von SARK (Susan Ari]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Vor Jahren bekam ich das Poster mit dem Titel <a href="http://eu.art.com/asp/sp-asp/_/pd--10036591/How_to_Be_an_Artist.htm" title="How to Be an Artist">"How to Be an Artist" von SARK </a>(Susan Ariel Rainbow Kennedy) geschenkt. Nach wie vor eine Inspiration! </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Fabel vom Frosch.]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=113</link>
<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 07:48:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=113</guid>
<description><![CDATA[Es war einmal ein Wettlauf der Frösche. Das Ziel war es, auf den höchsten Punkt eines großen Turm]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal ein Wettlauf der Frösche. Das Ziel war es, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu gelangen. Es versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen und ihre Artgenossen anzufeuern. Der Wettlauf begann.</p>
<p>In Wirklichkeit glaubte keiner von den Zuschauern daran, dass auch nur ein Frosch auf die Spitze des Turmes gelangen könnte und alles was man hörte, waren Sätze wie: "<i>Die Armen!</i> <i>Sie werden es nie schaffen!" </i>Die Frösche begannen, einer nach dem anderen aufzugeben - außer einem, der weiterhin versuchte, auf die Spitze des Turmes zu klettern. Die Zuschauer fuhren fort zu sagen: <i>"... Die Armen! Sie werden es nie schaffen!..."</i> Und die Frösche gaben sich geschlagen, außer dem einen Dickschädel, der nicht aufgab.</p>
<p>Schlussendlich hatten alle Frösche ihr Vorhaben abgebrochen - nur jener Frosch hatte alleine und unter großer Anstrengung die Spitze des Turmes erreicht. Die anderen wollten von ihm wissen, wie er das geschafft hatte. Einer der anderen Frösche näherte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hätte, den Wettlauf zu gewinnen. Da merkten sie, dass er taub war.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fabel: Die Frösche in der Milch ]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=112</link>
<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 13:35:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=112</guid>
<description><![CDATA[Einmal, in der Sommerhitze, trocknete ein Tümpel aus, in dem zwei Frösche lebten. Als alles Wasser]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal, in der Sommerhitze, trocknete ein Tümpel aus, in dem zwei Frösche lebten. Als alles Wasser verdunstet war, verließen sie den Tümpel und wanderten fort. Doch so weit sie auch gingen, sie fanden keinen Bach und keinen Teich. Schon halb verdurstet kamen sie zu einem Bauernhof und entdeckten in der Speisekammer einen Topf mit frischer fetter Milch.</p>
<p>Die Frösche konnten ihr Glück kaum fassen, sie hüpften hinein und tranken, dass es schmatzte. Als sie satt waren, wollten sie wieder heraus. Sie schwammen zum Rand des Kruges, doch weil sie so viel getrunken hatten, kamen sie nicht mehr an ihn heran, sosehr sie auch hampelten und strampelten. Viele Stunden mühten sie sich vergeblich ab. Schließlich waren sie so erschöpft, dass sie ihre Beine kaum noch bewegen konnten.</p>
<p>Da sagte der eine Frosch: "Was hilft es, wenn wir uns plagen. Es ist aus!" Damit ließ er sich zu Boden sinken und ertrank. Der zweite Frosch aber gab die Hoffnung nicht auf. Er schwamm und strampelte die ganze Nacht, und als am nächsten Morgen die Sonne in die Kammer schien, saß der Frosch auf einem Butterklumpen. Er nahm all seine Kraft zusammen, sprang aus dem Krug und war gerettet.</p>
<p>Gefunden auf der Website <a href="http://vs-material.wegerer.at/deutsch/d_lesen_fabeln.htm" title="Deutsch in der Volksschule">Deutsch in der Volksschule</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Der Alchimist" auf der Suche nach der Zukunft]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=110</link>
<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 18:58:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=110</guid>
<description><![CDATA[[...] Er wusste, dass jedes Ding auf der Welt die Geschichte von allen Dingen erzählen konnte. Wenn]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Er wusste, dass jedes Ding auf der Welt die Geschichte von allen Dingen erzählen konnte. Wenn er ein Buch zufällig aufschlug oder Leuten die Hand las oder Karten legte oder den Flug der Vögel beobachtete oder was auch immer, konnte jeder eine Verbindung zu dem herstellen, was er gerade lebte. In Wirklichkeit waren es nicht die Dinge, die etwas zeigten; es waren die Menschen selber, die, indem sie sich auf die Dinge konzentrierten, die Möglichkeit entdeckten, in die Weltenseele einzutauchen.</p>
<p>In der Wüste gab es viele Männer, die sich ihren Lebensunterhalt damit verdienten, in die Weltenseele einzudringen. Sie nannten sich Wahrsager und wurden von Frauen und den Alten gefürchtet. Nur selten suchten die Krieger sie auf, weil es unmöglich ist, in eine Schlacht zu ziehen, wenn man vorher schon weiß, dass man dabei umkommt. Die Krieger ziehen den Reiz des Gefechts vor wie das Abenteuer des Unbekannten; die Zukunft steht geschrieben, von Allahs Hand, und was auch immer passieren würde, es ist zum Besten des Menschen. Also leben die Krieger nur die Gegenwart, weil diese voller Überraschungen ist und sie so vieles zu beachten haben: wo das Schwert des Feindes niedergeht und wo das Pferd ist, und wie sie parieren müssen, um dem Tod zu entkommen. Der Kameltreiber war kein Krieger und hatte schon einige Wahrsager konsultiert. Viele hatten mit ihren Aussagen recht gehabt, andere nicht. Bis einer von ihnen, der älteste und gefürchtetste, ihn fragte, warum er so an der Zukunft interessiert sei.<br />
"Um einiges in Angriff zu nehmen und anderes abzuwenden, von dem ich nicht will, dass es eintrifft", antwortete der Kameltreiber.<br />
"Dann ist es ja nicht mehr deine Zukunft", meinte der Wahrsager.<br />
"Vielleicht möchte ich auch die Zukunft kennen, um mich darauf vorbereiten zu können."<br />
"Wenn es gute Dinge sind, dann wird es eine angenehme Überraschung sein", sagte der Wahrsager. "Und wenn es unangenehme Dinge sind, dann leidest du schon lange, bevor sie eintreffen."<br />
"Ich möchte die Zukunft kennen, weil ich ein Mensch bin, und wir Menschen leben nun mal im Hinblick auf die Zukunft", sagte der Kameltreiber zum Wahrsager. Hierauf schwieg der Wahrsager. Er beherrschte die Kunst mit den Stäbchen, welche er auf den Boden warf, um dann zu interpretieren, wie sie lagen. Aber an jenem Tage warf er keine Stäbchen.</p>
<p>"Ich verdiene mein Geld mit Zukunftdeuten", sagte er. "Ich kenne die Wissenschaft der Stäbchen und weiß, wie ich sie handhaben muss, um in den Raum einzutauchen, wo alles geschrieben steht. Dort kann ich die Vergangenheit sehen, wiederentdecken, was in Vergessenheit geriet und die Zeichen der Gegenwart deuten. Wenn die Leute mich aufsuchen, dann sehe ich nicht ihre Zukunft, sondern ich erahne sie. Denn die Zukunft gehört Gott allein, und er offenbart sie nur unter gewissen außergewöhnlichen Umständen. Und wie kann ich die Zukunft erahnen? Durch die Zeichen der Gegenwart. In der Gegenwart liegt das Geheimnis; wenn du der Gegenwart Beachtung schenkst, dann kannst du sie verbessern. Und wenn du sie verbessert hast, dann wird das Nachfolgende auch besser sein. Vergiss also die Zukunft und lebe jeden Tag deines Lebens nach den göttlichen Gesetzen und im Vertrauen, dass Gott für seine Kinder sorgt. Jeder einzelne Tag enthält die Ewigkeit in sich."<br />
Der Kameltreiber wollte wissen, unter welchen außergewöhnlichen Umständen Gott Einblick in die Zukunft ermöglicht. "Wenn er ihn selber gewährt. Und dies geschieht äußerst selten, aus einem einzigen Grund: weil es sich um eine Zukunft handelt, die geschrieben steht, aber jederzeit geändert werden kann."</p>
<p><em>(in: Paulo Coelho, Der Alchimist, Diogenes Verlag 1996, S. 108-110)</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Anlässlich des Valentinstags: Die positive Auswirkung von Blumen auf Menschen]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=108</link>
<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 11:44:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=108</guid>
<description><![CDATA[Sicherlich ist der Valentinstag vor allem ein &#8220;Feiertag für den Blumenhandel&#8221;, aber wen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sicherlich ist der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Valentinstag" title="Valentinstag">Valentinstag </a>vor allem ein "Feiertag für den Blumenhandel", aber wenn wir ehrlich ist: Blumen sind einfach schön und das 365 Tage im Jahr.</p>
<p><strong>Sind Blumen wirklich nutzlos?</strong></p>
<p>Obwohl es eigentlich eine kostspielige und nutzlose Tätigkeit ist, kultivieren Menschen seit über 5000 Jahren Blumen. Warum? Jeanette Haviland-Jones und ihre Kolleginnen haben sich diese Frage auch gestellt und legen in ihrem Artikel "An Environmental Approach to Positive Emotion: Flowers" dar, warum Blumen in Wahrheit alles andere als "nutzlos" sind. Die Forscherinnen beziehen sich dabei auf die Ergebnisse von drei unterschiedliche Studien, die sich mit den positiven Auswirkungen von Blumen auseinandergesetzt haben:</p>
<p><em>Studie 1:</em> Frauen reagieren allein beim Anblick von Blumen mit einem echten bzw. sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Duchenne" title="Duchenne-Lächeln">Duchenne-Lächeln </a>und wenn sie Blumen geschenkt bekommen, melden Frauen sogar nach drei Tagen noch mehr positive Stimmungsmomente zurück als Frauen ohne Blumengeschenk.</p>
<p><em>Studie 2:</em> Blumengeschenke an Frauen und Männer im Aufzug entlockten geschlechtsunabhängig mehr positives Verhalten als dies durch andere Stimuli möglich war. </p>
<p><em>Studie 3:</em> Blumengeschenke an ältere TeilnehmerInnen (55 Jahre oder älter) führten zu positiven Stimmungen und gesteigerter Gedächtnisleistung.</p>
<p><font face="TimesNewRoman"><strong>Fazit: Blumen haben demnach unmittelbare und sogar langfristige Auswirkungen auf emotionale Reaktionen, Stimmungen, soziales Verhalten und sogar das Gedächtnis - bei Frauen <em>und</em> Männern.</strong> </font></p>
<p>Liebe Männer und Frauen: Erinnert Euch auch <em>morgen</em> noch an diese Erkenntnis! </p>
<p><strong>Wers genauer wissen will:</strong></p>
<p>Haviland-Jones, J./Rosario, H.H./Wilson, P./McGuire, T.R (2005): <a href="http://www.epjournal.net/filestore/ep03104132.pdf" title="Haviland-Jones et.al: An Enivronmental Approach to Positive Emotion: Flowers">An Environmental Approach to Positive Emotion: Flowers</a>. Evolutionary Psychology, human-nature.com/ep - 2005. 3: 104-132.<font size="4" face="TimesNewRoman"></font></p>
<p><font face="TimesNewRoman"></font></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Märchen: Die beiden Hunde]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=106</link>
<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 15:11:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es war einmal vor vielen Jahren in Indien. Da stand irgendwo mitten in der Einsamkeit ein großer Te]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal vor vielen Jahren in Indien. Da stand irgendwo mitten in der Einsamkeit ein großer Tempel aus Gold. Seine Innenwände waren mit tausend Spiegeln ausgekleidet, so dass jeder, der in diesen Tempel trat, sich tausendfach wieder sah.</p>
<p>Eines Tages geschah es, dass sich ein Hund darin verirrte. Er freute sich über seine Entdeckung und glaubte nun, ein reicher Hund zu sein, als er das äußere Gold sah und ging in den Tempel der tausend Spiegel hinein. Aber da sah er sich tausend anderen Hunden gegenüber. Er wurde furchtbar wütend, weil die andern ihm zuvorgekommen waren und fing an zu bellen. Jedoch die tausend Hunde bellten gleichermaßen zurück, waren es doch seine Spiegelbilder. Da steigerte sich sein Zorn noch mehr, aber die Wut der anderen Hunde ebenfalls. Erst nach langer Zeit fand der Hund, völlig erschöpft und zerschlagen, wieder den Ausgang. "Wie ist die Welt doch böse", sagte sich der Hund, "sie besteht aus lauter wütenden Hunden."</p>
<p>Es vergingen viele Jahre. Da geschah es wieder einmal, dass ein Hund zum Tempel der tausend Spiegel kam. Auch er freute sich über seine Entdeckung. Auch er ging hinein, und auch er sah sich tausend Hunden gegenüber. Aber dieser Hund freute sich, dass er in der Einsamkeit Gesellschaft gefunden hatte und wedelte freundlich mit dem Schwanz. Da wedelten die tausend Hunde zurück, und er freute sich, dass die anderen Hunde sich freuten, und die Freude kein Ende findet. Deshalb ging der Hund immer wieder in den Tempel der tausend Spiegel, um sich mit den andern Hunden zu freuen. "Wie ist die Welt doch schön", sagte der Hund dann zu sich selbst. "Überall hat es freundliche Hunde, die mit dem Schwanz wedeln!"</p>
<p><em>Gefunden auf </em><a href="http://www.internet-maerchen.de" title="www.internet-maerchen.de"><em>www.internet-maerchen.de</em></a></p>
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<title><![CDATA[Zen-Geschichte: Zwei Mönche und das Mädchen]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=101</link>
<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 08:46:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Zwei Mönche waren spät am Abend auf dem Heimweg ins Kloster. Am Flussufer trafen sie ein hübsches]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Mönche waren spät am Abend auf dem Heimweg ins Kloster. Am Flussufer trafen sie ein hübsches junges Mädchen, welches verzweifelt nach einem Weg über den Strom suchte. Ohne zu fackeln nahm der eine Mönch sie in die Arme und trug sie über die Furt.</p>
<p>Das gab seinem Gefährten zu denken. Die ganze Zeit grübelte er über das Benehmen seines Freundes nach, bis er sich schließlich an ihn wandte und sagte: "Du weißt doch, dass die Mönchsregeln uns streng verbieten, auch nur in der Nähe einer Frau zu verweilen, besonders wenn sie noch jung und hübsch ist. Wie konntest du nur dieses Mädchen so einfach in die Arme nehmen und damit gegen unsere Regeln verstoßen?"</p>
<p>Erstaunt drehte der andere sich um und sagte: "Ich habe sie am Fluss zurückgelassen. Trägst du sie denn immer noch?"</p>
<p>(gefunden bei <a href="http://www.navayana.ch/dok008.htm" title="Nayana - Buddhismus für die westliche Welt">Nayana</a>)</p>
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<title><![CDATA[Anekdote über Sokrates: Drei Siebe.]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=100</link>
<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 08:37:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung.
&#8220;He, Sokrates, hast du das gehört]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung.<br />
"He, Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen."<br />
"Moment mal", unterbrach ihn der Weise, "hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"<br />
"Drei Siebe?" fragte der andere voller Verwunderung.<br />
"Ja, mein Lieber, drei Siebe. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"<br />
"Nein, ich hörte es irgendwo und . . ."<br />
"So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst - wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist - so doch wenigstens gut?"<br />
Zögernd sagte der andere: "Nein, das nicht, im Gegenteil . . ."<br />
"Aha!" unterbrach Sokrates, "so lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt?"<br />
"Notwendig nun gerade nicht . . ."<br />
"Also", lächelte der Weise, "wenn das, was du mir das erzählen willst, weder erwiesenermaßen wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!"</p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Anekdote: Sokrates und der Erfolg]]></title>
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<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 08:32:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Philosoph Sokrates war für seine Weisheit bekannt und wurde aus diesem Grund immer wieder von R]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Philosoph Sokrates war für seine Weisheit bekannt und wurde aus diesem Grund immer wieder von Ratsuchenden konsultiert. Eines Tages war ein junger Mann unter ihnen, der Sokrates folgende Frage stellte: "Was ist das Geheimnis für Erfolg im Leben?" Sokrates antwortete: "Komm morgen Früh zum Fluß." So geschah es.</p>
<p>Am nächsten Morgen standen die beiden Männer am Ufer und Sokrates sagte: "Jetzt gehen wir in den Fluss." Der junge Mann folgte Sokrates bereitwillig. Als beide bis zum Hals im Wasser standen, packte Sokrates den jungen Mann ganz plötzlich und drückte dessen Kopf unter Wasser. Der arme Kerl wehrte sich verzweifelt, aber Sokrates ließ ihn nicht los. Lange, lange nicht.</p>
<p>Als er endlich seinen Griff lockerte, prustete und hechelte der junge Mann völlig außer sich. Sokrates fragte: "Als du dort unten im Wasser warst: was wolltest du am meisten?" "Luft natürlich!" rief der junge Mann. "Siehst, du", sagte Sokrates, "das ist das Geheimnis des Erfolgs: Wenn Du Erfolg so sehr willst, wie du unter Wasser Luft wolltest, dann wirst du auch Erfolg haben."</p>
<p>(gefunden bei <a href="http://www.the-work-im-knast.de/Betrachtenswertes.htm" title="Sokrates und der Erfolg">Michael Krüger</a>)</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Gedicht von Paulo Coehlo: Danksagung]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=98</link>
<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 08:15:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben.
Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben.<br />
Sie haben meine Phantasie beflügelt.</p>
<p>Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten.<br />
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.</p>
<p>Ich danke allen, die mich belogen haben.<br />
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.</p>
<p>Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben.<br />
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.</p>
<p>Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben.<br />
Sie haben meinen Trotz geschürt.</p>
<p>Ich danke allen, die mich verlassen haben.<br />
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.</p>
<p>Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben.<br />
Sie haben mich erwachsen werden lassen.</p>
<p>Ich danke allen, die mich verletzt haben.<br />
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.</p>
<p>Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben.<br />
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.</p>
<p>Ich danke allen, die mich verwirrt haben.<br />
Sie haben mir meinen Standpunkt klar gemacht.</p>
<p>Vor allem aber danke ich all denen,<br />
die mich lieben, so wie ich bin.<br />
Sie geben mir die Kraft zum Leben!<br />
Danke.</p>
<p>(Paulo Coelho)</p>
<p>gefunden bei <a href="http://www.the-work-im-knast.de/Betrachtenswertes.htm" title="Betrachtenswertes von Michael Krüger">Michael Krüger</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Alte irische Segenswünsche: Nimm dir Zeit]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/?p=94</link>
<pubDate>Sun, 27 Jan 2008 14:16:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/?p=94</guid>
<description><![CDATA[Nimm dir Zeit zu arbeiten -
das ist der Preis des Erfolgs.
Nimm dir Zeit zu denken -
das ist die Que]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nimm dir Zeit zu arbeiten -<br />
das ist der Preis des Erfolgs.</p>
<p>Nimm dir Zeit zu denken -<br />
das ist die Quelle der Macht.</p>
<p>Nimm dir Zeit zu spielen -<br />
das ist das Geheimnis der ewigen Jugend.</p>
<p>Nimm dir Zeit zu lesen -<br />
das ist die Grundlage der Weisheit.</p>
<p>Nimm dir Zeit, freundlich zu sein -<br />
das ist der Weg zum Glück.</p>
<p>Nimm dir Zeit zu träumen -<br />
sie bewegt dein Gefährt zu einem Stern.</p>
<p>Nimm dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden -<br />
das ist das Vorrecht der Götter.</p>
<p>Nimm dir Zeit, dich umzusehen -<br />
der Tag ist zu kurz, selbstsüchtig zu sein.</p>
<p>Nimm dir Zeit zu lachen -<br />
das ist die Musik der Seele.</p>
<p><em>(Alte irische Segenswünsche)</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Geschichte vom jungen Mann, der auszog, um ein Glückspilz zu werden...]]></title>
<link>http://herminemandl.wordpress.com/2008/01/11/die-geschichte-vom-jungen-mann-der-auszog-um-ein-gluckspilz-zu-werden/</link>
<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 10:42:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>minam</dc:creator>
<guid>http://herminemandl.wordpress.com/2008/01/11/die-geschichte-vom-jungen-mann-der-auszog-um-ein-gluckspilz-zu-werden/</guid>
<description><![CDATA[Es war einmal ein junger Mann, der soooo gern ein Glückspilz sein wollte. Eines Tages erzählte ihm]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal ein junger Mann, der soooo gern ein Glückspilz sein wollte. Eines Tages erzählte ihm jemand, dass Gott auf einer bestimmten Lichtung im Wald zu finden sei und wenn man dort hinkommt, dann erfüllt Gott jeden Wunsch und beantwortet alle Fragen. Der junge Mann hatte Glück, denn er wusste, welche Lichtung gemeint war und so zögerte er nicht: Für ihn war klar, er würde zu dieser Lichtung laufen und sich von Gott wünschen, dass er ihn zum Glückspilz machet... Natürlich wollte der Mann keine Zeit verlieren, also startete er gleich los.</p>
<p>Auf einer Wiese traf er einen Fuchs, der ihn fragte: "He, wohin des Wegs?"<br />
"Ich gehe in den Wald, um Gott zu finden. Er erfüllt nämlich alle Wünsche und beantwortet alle Fragen und ich wünsche mir, ein Glückspilz zu werden! Ich freu mich so, denn wenn ich wieder zurückkomme, dann bin ich bereits ein Glückspilz..." trällerte der junge Mann.<br />
Der Fuchs überlegte: "Hm... Wirklich? Könntest du Gott auch für mich eine Frage stellen?"<br />
"Klar, warum nicht? Was willst du denn wissen?" sagte der Mann.<br />
"Frag ihn, warum ich immer so hungrig bin... Ich könnte fressen und fressen und fressen und werde trotzdem nicht satt."<br />
Und noch ehe der Fuchs seinen Satz vollendet hatte, setzte der junge Mann ungeduldig seinen Weg fort und rief noch in Richtung des Fuchses: "Kein Problem, ich werde ihn fragen! Aber jetzt muss ich weiter, denn ich will so schnell wie möglich ein Glückspilz werden!"</p>
<p>Am Waldrand befand sich ein kleiner Bach, an dessen Ufer sich eine Trauerweide befand. Um seinen Weg fortsetzen zu können, musste der Mann diesen Bach überqueren; dafür schien ihm die Stelle der Trauerweide am ehesten geeignet.<br />
Die Trauerweide aber sagte: "Wohin des Weges, junger Mann?"<br />
Wieder sagte dieser: "Ich gehe in den Wald, um Gott zu finden. Er erfüllt nämlich alle Wünsche und beantwortet alle Fragen und ich wünsche mir, ein Glückspilz zu werden! Ich freu mich so, denn wenn ich wieder zurückkomme, dann bin ich bereits ein Glückspilz..."<br />
Darauf die Trauerweide, die schon von Gott gehört hatte: "Ah du gehst zu Gott! Könntest du auch für mich eine Frage stellen?"<br />
"Kein Problem. Der Fuchs will auch schon etwas wissen. Was ist deine Frage?" so der junge Mann.<br />
"Frag Gott, wieso ich immer durstig bin. Ich verstehe es nicht, denn ich wachse direkt am Ufer eines Flusses, trotzdem bekomme ich über meine Wurzeln nicht genug Wasser", erklärte die Weide.<br />
Sobald der Mann das Anliegen der Weide gehört hatte, setzte er seinen Weg fort und verabschiedete sich: "Ich werde ihn fragen, Weide. Aber jetzt muss ich weiter, denn ich will so schnell wie möglich ein Glückspilz werden! Wir sehen uns wieder auf meinem Rückweg."</p>
<p>Bereits im Wald und in der Nähe seines Zieles angelangt, vernahm er ein lautes Schluchzen. Er fand eine junge, hübsche Frau, die auf einem Stein saß und bitterlich weinte. Der junge Mann fragte sie: "Was ist denn mit dir los? Kann ich dir irgendwie helfen?"<br />
Die Frau schluchzte: "Ach, ich könnte den ganzen Tag nur weinen und weinen und weinen. Ich weiß nicht wieso. Aber ich bin einfach so traurig!"<br />
Der junge Mann sagte zu ihr: "Weißt du was: Ich bin gerade am Weg zu Gott, der mich zu einem Glückspilz machen wird. Aber ich habe auch schon Fragen vom Fuchs und von der Weide. Wenn du willst, werde ich ihn für dich fragen, wieso du so traurig bist..."<br />
"Das würdest du für mich tun?" schluchzte die Frau.<br />
"Natürlich", konterte der Mann, "aber nun muss ich weiter, denn ich will so schnell wie möglich ein Glückspilz werden!"</p>
<p>Noch am selben Tag erreicht der junge Mann die Lichtung und wirklich, wie vorausgesagt fand er dort Gott: "Hallo Gott! Stimmt es wirklich, dass du jeden Wunsch erfüllst und jede Frage beantwortest?"<br />
"Ja, das stimmt wirklich, mein Sohn."<br />
"Dann wünsche ich mir, ein Glückspilz zu werden."<br />
Gott antwortet: "Dein Wille geschehe. Du bist es schon."<br />
"Echt? Wow! Das ist ja toll!" Der Mann wollte sich schon am Absatz umdrehen und nach Hause laufen, da erinnerte er sich an die Fragen von der jungen Frau, der Weide und dem Fuchs. Gott beantwortete jede einzelne. Der junge Mann musste sich bemühen, dass er sich alle Antworten merkte, betrafen sie ihn doch nicht unmittelbar. Aber er war zuversichtlich und trat seinen Heimweg an.</p>
<p>Er fand die junge Frau noch immer an der selben Stelle sitzend wie auf seinem Hinweg und sie heulte nach wie vor. Er ging zu ihr und sagte: "Ich habe Gott gefragt, warum du immer so traurig bist und er hat mir folgende Antwort für dich gegeben: Du bist eine junge Prinzessin, die sehr einsam ist. Du suchst nach einem jungen Mann, den du zum Prinzen machen kannst und dem du all deine Liebe schenken kannst. Wenn du ihn gefunden hast, dann wird es dir besser gehen." Nach einer kurzen Pause fügte der junge Mann hinzu: "Ich wünsch dir alles Gute auf deiner Suche! Aber ich muss jetzt weiter, immerhin bin ich jetzt ja ein Glückspilz!"</p>
<p>Die Weide sah ihn schon von fern, neugierig fragte sie den jungen Mann: "Und hast du Gott für mich gefragt, warum ich immer so durstig bin?"<br />
"Ja, das habe ich", sagte der Mann, "Gott sagt. Unter dir ist ein wertvoller Schatz vergraben, welcher deinen Wurzeln den Weg zum Wasser versperrt. Deshalb bist du immer durstig. Du musst ihn heben, dann haben deine Wurzeln freien Zugang zum Bach. Ich wünsch dir jedenfalls viel Glück dabei. Ich muss jetzt weiter, immerhin bin ich ja ein Glückspilz!"</p>
<p>Auch der Fuchs hatte ihn schon erwartet: "Hast du Gott gefragt, warum ich immer so hungrig bin?"<br />
"Ja, das habe ich", antwortete der junge Mann, "aber ganz ehrlich: Deine Antwort habe ich am wenigsten verstanden."<br />
"Wieso? Was hat Gott gesagt?" fragt der Fuchs neugierig.<br />
"Er sagte wörtlich: Wenn der Trottel es bis zu dir schafft, dann friss ihn."</p>
<p> <em>(Quelle mir unbekannt; ich hab die Geschichte einmal gehört und nun rekonstruiert.)</em></p>
]]></content:encoded>
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