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	<title>agitationpropaganda &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/agitationpropaganda/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "agitationpropaganda"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 06:42:19 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Die Weltraummaus (topo Gigio)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=304</link>
<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 09:09:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Vorgestern wurde in Rom gegen Berlusconi demonstriert - und übrig geblieben ist: nichts. Oder bess]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/dOW7qRtXzKY'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/dOW7qRtXzKY&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p>Vorgestern wurde in Rom gegen Berlusconi demonstriert - und übrig geblieben ist: nichts. Oder besser: eine außerparlamentarische Opposition, die von der parlamentarischen Opposition kleingehäckselt wurde. Veltroni (auch genannt: "Die Weltraummaus", Oppositionsführer, Chef der Demokratischen Partei, Ex-Bürgermeister von Rom, Parlamentsgestein, das bereits in den Siebzigerjahren im römischen Stadtrat saß, also zu einer Zeit, als jene Wählerklientel, für die er jetzt den Generationswechsel darstellen soll, noch nicht mal gezeugt war) rief in stalinistischer Manier seinen Koalitionspartner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Di_Pietro">Antonio di Pietro</a> zur Raison (Ex-Staatsanwalt, nun Vorsitzender der Partei <em>Italia di Valori</em> und der einzige Parlamentarier, der an der Anti-Berlusconi-Demonstration teilnahm) auf, sich von Beppe Grillo und Marco Travaglio zu distanzieren und, wie er so schön sagte, "hinter den Zaun der Demokratischen Partei zurückzukehren", wenn ihm seine Politkarriere lieb sei. </p>
<p>Dahinter verbirgt sich der Unmut der Demokratischen Partei, zusehen zu müssen, wie ihnen das Parteivieh wegläuft: Millionen von Menschen gehen auf die Straße, um ihren Unmut gegen Berlusconi zum Ausdruck zu geben - ohne sich dabei von der Demokratischen Partei vereinnahmen zu lassen, die seit 15 Jahren mit Berlusconi in schönster Eintracht regiert: Eine Hand wäscht die andere.</p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[italienisches Koma (stato comatoso italiano)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=295</link>
<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 08:54:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das nur nebenbei: Während Italien ins Fußballkoma gefallen war, hat Berlusconi ganz schnell eine k]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das nur nebenbei: Während Italien ins Fußballkoma gefallen war, hat Berlusconi ganz schnell eine kuriose Rechtsreform durchgesetzt, die laufende Prozesse ruhen lässt, deren Delikte mit nicht mehr als zehn Jahren betraft werden, offiziell, um die Justiz zu beschleunigen, vor allem aber, um nicht während seiner Amtszeit der Korruption zu verurteilt zu werden: Gerade steht das Urteil im "Mills-Prozess" aus, einem Prozess, in dem Berlusconi der Bestechung eines englischen Anwaltes David Mills angeklagt ist, der als Zeuge in zwei Prozessen gegen Berlusconi aufgetreten war und dort die Existenz von Berlusconis Offshore-Gesellschaften verheimlicht habe, wofür er von Berlusconi mit 600 000 Euro belohnt worden sei. Berlusconi riskierte, in diesem Prozess zu sechs Jahren Haft verurteilt zu werden. </p>
<p>Heute morgen bezeichnete er die Justiz als Krebsgeschwür der italienischen Gesellschaft.</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Lauschen (intercettare)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=285</link>
<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 18:39:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Berlusconis Regierungskoalition hat einen Gesetzesvorschlag gemacht, der die Abhörpraxis deutlich e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Berlusconis Regierungskoalition hat einen Gesetzesvorschlag gemacht, der die Abhörpraxis deutlich einschränkt. Etwa ist es kein abhörwertes Delikt, wenn man wegen einer Falschaussage gegenenueber einem Staatsanwalt verdächtigt wird. Oder im Verdacht steht, Teil einer kriminellen Vereinigung zu sein. Journalisten, die aus Abhoerprotokollen zitieren, riskieren bis zu drei Jahren Haft. Die Opposition sagt: Nichts. Jedenfalls nichts von Belang. Warum auch. Die Delikte, die hier abgehört werden, sind fast alles Delikte des Establishments. Zu dem auch linksdemokratische Politiker gehören. Der erste Gesetzesvorschlag, den die dahingeschiedene Prodi-Regierung machte, galt ebenfalls der Einschränkung der Abhoerpraxis. Sie kam nur nicht durch. Brüder im Geiste.</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Pressefreiheit in Italien II]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=268</link>
<pubDate>Tue, 27 May 2008 08:33:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Italienische Zeitungen müssten eigentlich einen Beipackzettel enthalten, der über die Risiken und ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Italienische Zeitungen müssten eigentlich einen Beipackzettel enthalten, der über die Risiken und Nebenwirkungen der Lektüre aufklärt: Der darüber informiert, wem die Zeitung gehört und welche Interessen sich dahinter verbergen. </p>
<p>Die Repubblica etwa gehört dem linksliberalen Finanzier Carlo De Benedetti, einstiger Besitzer von Olivetti, der Fiatkonzern hält sich die Turiner Stampa und die Wirtschaftszeitung „Il sole 24 Ore“, und die Unità, die ehemalige Parteizeitung der Kommunistischen Partei, gehört Renato Soru, Präsident der Region Sardinien, Unternehmer und Besitzer des Internetdienstes Tiscali. Berlusconi besitzt drei Zeitungen: Il Giornale, Il Foglio, Libero und zudem auch noch drei Fernsehsender. Und die RAI gehört immer demjenigen, der gerade in der Regierung sitzt. </p>
<p>Kurz: In Italien ist die Pressefreiheit weniger ausgeprägt als in Bulgarien oder in der Mongolei, stellte der Jahresbericht der Stiftung <a href="http://www.freedomhouse.org/modules/publications/pfs/modDisplayCountryDetail2.cfm?country=7200&#38;year=2007">Freedomhouse</a> fest. Dazu interessante Ausführungen des italienischen Publizisten Marco Morosini in der <a href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&#38;dig=2008%2F05%2F27%2Fa0109&#38;src=GI&#38;cHash=5215b7c80a">taz</a>. </p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Pressefreiheit (libertà della stampa)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=254</link>
<pubDate>Sat, 10 May 2008 10:26:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wunderbares Video der New York Times über Grillo - und damit über Italien. Seit dem letztem, sehr ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wunderbares Video der <a href="http://video.on.nytimes.com/index.jsp?fr_story=61655113e906fb9d92d2d0a0b0a5bcba203e3568">New York Times über Grillo</a> - und damit über Italien. Seit dem letztem, sehr erfolgreichen <a href="http://reskisrepublik.wordpress.com/2008/04/26/v-2-day/">V-Day</a> entblößen sich die renommiertesten italienischen Journalisten beim Grillo-Bashing (so zum Beispiel Eugenion Scalfari, der inzwischen in Ehren ergraute Gründer der Tageszeitung La Repubblica, für den Grillo <a href="http://it.youtube.com/watch?v=5KBNeT6Dr4Y">die schlechtesten Wesenszüge des Italieners</a> verkörpere.) </p>
<p>Der einzige Journalist, der den Mut hatte, Grillos Forderung nach mehr Pressefreiheit ernst zu nehmen, war der Journalist Michele Santoro: Seine Sendung <a href="http://www.annozero.rai.it/R2_HPprogramma/0,,1067115,00.html">Anno Zero</a> auf RAI due gilt zu Recht als eine der letzten Inseln der Pressefreiheit in Italien. Nach der Sendung am 1. Mai, in der Grillo zu Wort kam, wurde Santoro zu den Chefs von RAI Due zitiert - und ihm mit dem Rauswurf gedroht. Nichts Neues in Italien. Santoro war bereits einmal von Berlusconi kalt gestellt worden.</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Grillen (i grilli)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=234</link>
<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 14:06:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Korrektur: Beppe Grillo hat auf seinem V-2-day 1,3 Millionen Unterschriften für mehr Pressefreiheit]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Korrektur: Beppe Grillo hat auf seinem V-2-day 1,3 Millionen Unterschriften für mehr Pressefreiheit gesammelt. Beeindruckend war, wie es die Fernsehnachrichten schafften, diese 1,3 Millionen <a href="http://beppegrillo.it/english.php">zu verschweigen </a> und sich stattdessen dem Orang-Utan Petronilla zu widmen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[V-2-day]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=217</link>
<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 13:53:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Grillos zweiter L.m.a.A-Tag, der V-2-day, hat allein in Turin 120 000 Italiener auf die Piazza San C]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Grillos zweiter L.m.a.A-Tag, der <a href="http://www.beppegrillo.it">V-2-day</a>, hat allein in Turin 120 000 Italiener auf die Piazza San Carlo gelockt (die Fernsehnachrichten verkniffen sich eine Berichterstattung, die Repubblica rechnete auf 50 000 Teilnehmer runter und warf Grillo schmallippig vor, ein "Komiker in der Krise" zu sein). Auf jeden Fall gelang es den Grilli, an einem einzigen Tag 450 000 Unterschriften für eine freie Presse zu sammeln - und jenem Unbehagen Ausdruck zu geben, das die Italiener umtreibt. </p>
<p>Einer der Protagonisten des V-2-day war der Journalist Marco Travaglio - einer der wenigen Enthüllungsjournalisten Italiens: Er schrieb Bestseller über die Mafiaverbindungen Berlusconis, über die nicht erfüllten Wahlversprechen der Linken, über die Geschäfte des ehemaligen Außenministers und Kommunisten Massimo D’Alema – und wurde von den Rechten als Kommunist und von den Linken als Faschist geschmäht. Denn in der italienischen Medienlandschaft Italien gibt es nichts Beunruhigenderes, als nicht einzuordnen zu sein. Hier auch ein interessantes <a href="http://www.extremnews.com/berichte/weltgeschehen/c37c12021991fd9">Interview</a> mit Travaglio auf Deutsch. </p>
<p>(Das Video ist leider nur etwas für Absolventen von Italienisch für Fortgeschrittene)<br />
<span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/tr58Dyz6XaY'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/tr58Dyz6XaY&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Leckt-uns-am-Arsch-Tag (Vaffanculo-Day)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=208</link>
<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 10:04:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute wird in Italien die Befreiung vom Nazifaschismus gefeiert. Beppe Grillo hat das zum Anlass gen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wird in Italien die Befreiung vom Nazifaschismus gefeiert. Beppe Grillo hat das zum Anlass genommen, <a href="http://www.beppegrillo.it/eng/">zu einem weiteren V-Day</a> aufzurufen, der heute in Turin stattfindet. Beim letzten V-Day versammelten sich mehr als anderthalb Millionen Italiener an 200 Orten, um die Parteien nicht nur zu verdammen, sondern auch per Petition dazu aufzufordern, vorbestraften Parlamentariern das Mandat zu entziehen.</p>
<p>Dieses Mal kämpft die Grillo-Bewegung für mehr Meinungsfreiheit in Italien: Das Netz lässt sich nicht zensieren - anders als die italienischen Fernsehsender und Tageszeitungen, deren Berichterstattung von der politischen Couleur ihres Besitzers gefärbt wird: Die Repubblica gehört dem linksliberalen Finanzier Carlo De Benedetti, einstiger Besitzer von Olivetti, der Fiatkonzern hält sich die Turiner Stampa und die Wirtschaftszeitung „Il sole 24 Ore“, Berlusconi gehören die Zeitungen Il Giornale, Il Foglio, Libero und zudem auch noch drei Fernsehsender. Und die RAI gehört immer demjenigen, der gerade in der Regierung sitzt. Jetzt also wieder Berlusconi.</p>
<p>  „Italien ähnelt auf tragische Weise dem Russland Putins. Das ist die Wirklichkeit, sagte Paolo Flores D’Arcais, Philosoph und Herausgeber der Zeitschrift <a href="http://temi.repubblica.it/micromega-online/">Micromega</a>. „Es gibt nur drei oder vier Fernsehsendungen, die informieren und die angegriffen werden, als ob sie skandalös wären. Der Rest ist systematische Desinformation im Stile Putins.“ </p>
<p>Interessant zu beobachten ist, wie Grillos Anhänger von den Linken als Faschisten geschmäht werden, von den Rechten als Kommunisten. Dabei sind die "Grilli" nur kleine, renitente Zellen, die versuchen, Demokratie von unten aufzubauen: Sie veranstalten Mahnwachen vor dem Parlament, klären auf über wieder verwendbare Windeln und erneuerbare Energien und stellen die schmutzigen Geschäfte von Lokalpolitikern genau wie die Mafiaverflechtungen der Parlamentarier an den Netz-Pranger.<br />
Grillo ermutigt die Leute nur dazu, Bürgerinitiativen zu gründen, die hier allerdings suspekt sind, weil sie sich weigern, sich von den herrschenden Parteien vereinnahmen zu lassen. </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Davor und danach (prima e dopo)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=199</link>
<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 16:58:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Beppe Grillo im deutschen Morgenmagazin, habe ich erst jetzt entdeckt, ist aber nach wie vor aktuel]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/gNj-Q2wW0rM'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/gNj-Q2wW0rM&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p>Beppe Grillo im deutschen Morgenmagazin, habe ich erst jetzt entdeckt, ist aber nach wie vor aktuell. Und interessant. Schön zu sehen ist, wie Grillo den Übersetzer ins Schwitzen gebracht hat. </p>
<p>Von der Liste der 100 vorbestraften Parlamentariern, die Grillo veröffentlichte, <a href="http://www.beppegrillo.it/">sind übrigens 70 ins Parlament gewählt worden</a>, darunter Salvatore Cuffaro, der wegen Unterstützung der Mafia zu fünf Jahren Haft erstinstanzlich verurteilte ehemalige sizilianische Ministerpräsident. Der sich jetzt als Senator parlamentarischer Immunität erfreut. Er sei glücklich darüber, dass er auf seine Sizilianer immer zählen könne, sagte er nach seiner Wahl. Er wolle die Zeit im Senat jetzt nutzen, um seine juristischen Probleme zu lösen. Sagte er.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ebola]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=197</link>
<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 16:40:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dank des Schriftstellers Roberto Alajmo erinnerte ich mich heute an einen Satz des Journalisten Indr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Dank des Schriftstellers <a href="http://www.robertoalajmo.it/index.asp?act=viewtxt&#38;sez=1">Roberto Alajmo</a> erinnerte ich mich heute an einen Satz des Journalisten Indro Montanelli: Um sich gegen B. zu immunisieren, sollten ihn die Italiener nur einmal an die Regierung wählen. </p>
<p>Sie haben sich jetzt bereits zum dritten Mal erfolglos impfen lassen. B. muss so etwas wie Ebola sein.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Italiener wählt]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=194</link>
<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 11:32:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Italiener an meiner Seite ist gerade zur Wahl gegangen. Ich bat ihn, mir bei der Gelegenheit vor]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Italiener an meiner Seite ist gerade zur Wahl gegangen. Ich bat ihn, mir bei der Gelegenheit vorher noch schnell die Repubblica bei meinem Zeitungshändler am Campo Sant'Angelo zu kaufen, weil der schon mittags schließt.<br />
  Ich kann doch nicht mit der Repubblica zur Wahl gehen, sagte der Italiener.<br />
  Warum denn nicht, du bist doch kein Ministerpräsident, der bei der Stimmabgabe fotografiert wird, sagte ich.<br />
  Ich könnte mit der Repubblica unter dem Arm versuchen, die Wahl zu beeinflussen, sagte der Italiener.<br />
   Das meinst du jetzt nicht im Ernst, sagte ich.<br />
   Doch, sagte er.<br />
Und das Gleiche gilt für Berlusconis Giornale?<br />
Klar, sagte er. Und <em>telefonini</em> müssen auch abgegeben werden, bevor man die Wahlkabine betritt. Damit man die abgegebene Stimme nicht fotografieren kann.<br />
 Und wenn wir in Neapel wohnten, würdest du für deine Stimme vom Boss einen Grill geschenkt bekommen und dreißig Euro dazu, sagte ich.<br />
Ja, sagte der Italiener resigniert. Wenigstens das. </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nachrichten aus dem Wahlkampf in der Gummizelle (notizie della campagna elettorale nella cella imbottita)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=193</link>
<pubDate>Sat, 12 Apr 2008 14:36:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gestern Abend bin ich im Angesicht von Berlusconi eingeschlafen, der seine Wähler mit der Abschaffu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend bin ich im Angesicht von Berlusconi eingeschlafen, der seine Wähler mit der Abschaffung einer Kraftfahrzeugsteuer lockte. Es ist das fünfte Mal, dass ich Berlusconi im Wahlkampf erlebe. Es ist die ewige Wiederkehr des Nichts. Oder, um das vielstrapazierte Tommasi di Lampedusa-Zitat aus dem "Leoparden" zu bemühen: Alles muss geändert werden, damit es bleibt wie es ist. </p>
<p>  Veltroni griff Berlusconi nicht wegen seines Interessenkonflikts an (größter Medienunternehmer des Landes und Politiker gleichzeitig zu sein), und Berlusconi ersparte sich gröbsten Antikommunismus. Veltroni versprach seiner linken Anhängerschaft, was sie sich wünscht, Berlusconi versprach seiner rechten Anhängerschaft, was sie sich wünscht. Und Beppe Grillo veröffentlichte eine <a href="http://www.beppegrillo.it/immagini/immagini/Se_li_conosci_li_eviti.pdf">Liste von 100 Parlamentariern</a>, gegen die ermittelt wird, die vorbestraft sind oder deren Verbrechen verjährt sind. Unter dem Titel: "Wenn Du sie kennst, gehe ihnen aus dem Weg". </p>
<p>Und als ich heute morgen aufwachte,  meldete mein Lieblingsradiosender <a href="http://capital.repubblica.it/capital/home">Radio Capital</a>, dass die Staatsanwaltschaft von Reggio Calabria bereits wegen <a href="http://www.repubblica.it/2008/03/sezioni/cronaca/ndrangheta-1/voti-estero/voti-estero.html">Wahlfälschung</a> ermittele. Die einzigen, die schon gewählt haben, sind die Auslandsitaliener - und genau um deren Stimmen handele es sich: Ermittler hätten ein Telefongespräch zwischen einem kalabresischen Geschäftsmann, der in Venezuela lebt und einem Clan in Kalabrien nahesteht und besagtem Marcello Dell'Utri abgehört, dem (ja, man kann es nicht oft genug betonen) Weggefährten Berlusconis, Forza-Italia Gründer, Senator, Europaparlamentarier und wegen Unterstützung der Mafia erstinstanzlich zu neun Jahren Haft Verurteilten. Der Kalabrese habe Marcello Dell'Utri 50 000 Stimmen gegen das vergleichsweise geringe Entgelt von 200 000 Euro angeboten, plus zukünftiges Entgegenkommen, was die Revision von Mafiaprozessen und die Hochsicherheitshaft für Mafiosi betrifft. Die 50 000 Stimmen der Auslandsitaliener seien die Stimmen von in Lateinamerika lebenden Sizilianern gewesen. </p>
<p>   Marcello Dell'Utri entgegnete daraufhin, dass er den kalabresischen Geschäftsmann sehr wohl kenne, ihm aber nie begegnet sei. Und außerdem handele sich wohl nur um den üblichen Wahlkampfwirbel, den er nicht ernst nehmen könne. </p>
<p>Damit endete der Wahlkampf in Italien. Ein Wahlkampf, der nicht in einem Land, sondern in einer Gummizelle stattfand. </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Woran ich mich in Italien nie gewöhnen werde]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=169</link>
<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 12:12:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ein Nachtrag zur Ehrlichkeit im italienischen Wahlkampf: Sein Freund und Weggefährte Marcello Dell]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Nachtrag zur <a href="http://reskisrepublik.wordpress.com/2008/04/09/ehrlichkeit-onesta/">Ehrlichkeit</a> im italienischen Wahlkampf: Sein Freund und Weggefährte Marcello Dell'Utri habe Recht gehabt, als er den Mafioso Vittorio Mangano als Helden bezeichnet habe, sagte Berlusconi gestern. Denn als Mangano krank im Gefängnis lag, hätten ihm die Staatsanwälte versprochen, das Gefängnis zu verlassen, wenn er etwas über Berlusconi ausgesagt hätte. Indes habe sich der Mafioso diesem Ansinnen heldenhaft verweigert, und mehr noch: Als Mangano in Berlusconis Villa gelebt habe, habe dieser sich einwandfrei verhalten, einzig danach sei er infolge diverser Misslichkeiten in die Hände der organisierten Kriminalität gefallen, und definitive Urteilssprüche lägen gegen den Mafioso Mangano auch nicht vor. </p>
<p>   Abgesehen von der <em>petitesse</em>, dass der Mafioso sehr wohl bereits zu 13 Jahren Zuchthaus wegen Drogenhandels und Mafiazugehörigkeit verurteilt war und weitere Urteile unter anderem wegen Mordes noch ausstanden, schockiert mich die Kaltblütigkeit der italienischen Politiker immer noch. Wahrscheinlich sollte ich an mir arbeiten. </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ehrlichkeit (onestà)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=179</link>
<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 11:38:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Manchen italienischen Politikern muss man selbst im Wahlkampf Authentizität, ja Ehrlichkeit beschei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Manchen italienischen Politikern muss man selbst im Wahlkampf Authentizität, ja Ehrlichkeit bescheinigen - etwa dem Forza-Italia-Gründer <a href="http://it.wikipedia.org/wiki/Marcello_Dell'Utri">Marcello Dell'Utri</a>, Senator, Europaparlamentarier und rechte Hand Berlusconis, in erster Instanz zu neun Jahren Haft wegen Mafiabeihilfe verurteilt. Zudem wurde ihm auf Lebenszeit verboten, ein öffentliches Amt zu bekleiden. </p>
<p>Am Endes des acht Jahre dauernden Prozesses sahen es die Richter als bewiesen an, dass Marcello Dell’Utri seit den 70er Jahren für die sizilianische Cosa Nostra als Vermittler gearbeitet hat – in der Wirtschaft und in der Politik. Sein Ansprechpartner war Silvio Berlusconi. Die Richter sahen außerdem als erwiesen an, dass der Mafioso <a href="http://it.wikipedia.org/wiki/Vittorio_Mangano">Vittorio Mangano </a>Mittelsmann zwischen Berlusconi und der Mafia war: Mangano lebte in Berlusconis Villa als Stallmeister - bis eine lombardische Zeitung dies aufdeckte und Mangano Arcore verlassen musste. Später wurde Mangano in Palermo festgenommen und inhaftiert. </p>
<p>Im Jahr 2000 starb der Mafioso im Gefängnis an Krebs. Aufrecht, wie es sich für einen Mafioso gehört: Ohne je Aussagen über Berlusconi oder Marcello Dell'Utri gemacht zu haben. Denn wenn er das getan hätte, wäre dies das Ende von Forza Italia gewesen - und vielleicht auch der italienischen Republik. Deshalb lässt Marcello Dell'Utri keine Gelegenheit aus, den <a href="http://www.repubblica.it/2008/04/sezioni/politica/verso-elezioni-18/berlusconi-toghe/berlusconi-toghe.html">Mafioso für seine Verschwiegenheit zu preisen</a>, so wie jetzt auch. Mangano sei ein Held gewesen: Einer, der, obwohl man ihm Straferlässe in Aussicht gestellt habe, den Staatsanwälten stets eine Aussage verweigert habe: "Er starb für mich", sagte Dell'Utri bewegt.</p>
<p>   Man kann also wirklich nicht sagen, dass einer wie Marcello Dell'Utri, Forza-Italia Gründer, Senator, Europaparlamentarier und rechte Hand Berlusconis, ein Geheimnis daraus gemacht hätte, auf welcher Seite er steht. </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sirenengesänge (canto delle sirene)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=178</link>
<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 08:33:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
<guid>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=178</guid>
<description><![CDATA[In einer Woche wird Italien gewählt haben - und bis dahin werden Berlusconi und Veltroni, vulgo Ver]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Woche wird Italien gewählt haben - und bis dahin werden Berlusconi und Veltroni, vulgo Verlusconi, den Italienern versprochen haben, dass sich Wasser in Wein verwandelt, die Mafia in eine gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisation und Dioxin in Zuckerwatte; dass man fliegen kann und nie mehr Steuern bezahlen muss, wenn man nur richtig daran glaubt. </p>
<p>In diesen Tagen wird alles eingesetzt, was Beine hat und Stimmen bringen könnte: Berlusconi schlug Giulia Buongiorno, die ehemalige Verteidigerin von Giulio Andreotti, als Justizministerin vor und läßt den ehemaligen sizilianischen Regionalpräsidenten und wegen Unterstützung der Mafia erstinstanzlich zu fünf Jahren Haft verurteilten Totò Cuffaro für den Senat kandidieren. </p>
<p>Ein ganz besonderer Leckerbissen für den Wahlkampf sind natürlich Leute wie Beppe Grillo, Komiker und Führer der außerparlamentarischen Opposition (hierzu auch: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?sid=f2818c40fd6be758f37c1b46a779cf7a&#38;em_cnt=1315333">Interview in der Frankfurter Rundschau</a>): endlose Wahllisten schmückten sich mit seinem Namen ("Forza Grillo" - "No Euro - Grillos Liste") - bis Grillo jetzt <a href="http://www.beppegrillo.it/english.php">per Gerichtsbescheid verbieten ließ</a>, seinen Namen zu Wahlkampfzwecken zu benutzen. </p>
<p>Das gleiche gilt für Roberto Saviano: Der junge Journalist und Autor von Gomorrah wurde so lange von allen Parteien belagert, bis er in einem <a href="http://altocasertano.wordpress.com/2008/03/18/napoli-roberto-saviano-se-un-voto-si-compra-con-cinquanta-euro/#more-2055">offenen Brief</a> schrieb, dass er nicht die Absicht habe, sich für eine  Partei als Kandidat aufstellen zu lassen. In diesem Brief drückte er auch seine Verwunderung darüber aus, dass in den Wahlprogrammen das Thema Mafia keine Rolle spielte. Kurz darauf reiste Walter Veltroni durch Süditalien und verkündete, dass er von der Mafia keine Stimmen annehmen wolle. </p>
<p>Nun ist es so, dass ich persönlich in Italien keinen einzigen Politiker erlebt hätte, der in der Not nicht die Lippen gegen die Mafia geschürzt hätte. Der wegen Unterstützung der Mafia verurteilte Ex-Regionalpräsident Cuffaro hat sogar ein ganzes Buch dazu geschrieben, mit dem Titel: "Die Mafia ist ekelhaft". Und deshalb fand ich es ehrenwert, dass Roberto Saviano nicht Veltronis Sirenengesängen erlag, sondern kühl entgegnete, Veltroni möge doch einfach Namen nennen - von Politikern, die er im Kampf gegen die Mafia einzusetzen gedenke.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Engel (angeli)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=158</link>
<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 11:56:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Einerseits: Dioxin. In der Lagune und in der Mozzarella und wahrscheinlich auch in Berlusconis Haar]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://reskisrepublik.wordpress.com/files/2008/04/engel.jpg' alt='engel.jpg' /></p>
<p>Einerseits: Dioxin. In der Lagune und in der Mozzarella und wahrscheinlich auch in Berlusconis Haaren und ganz bestimmt in Andreottis Buckel. </p>
<p>Andererseits: Die Sonne scheint. Und es gibt Engel, die uns zugucken.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mozzarella]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=166</link>
<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 18:45:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Mozzarella ist in Gefahr. Oder besser: Es besteht eine Mozzarellagefahr. Erst waren es die Südk]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mozzarella ist in Gefahr. Oder besser: Es besteht eine <a href="http://www.repubblica.it/2008/03/sezioni/cronaca/mozzarelle-diossina/ue-mozzarelle/ue-mozzarelle.html">Mozzarellagefahr</a>. Erst waren es die Südkoreaner, dann die Japaner, die wegen der zu hohen Dioxinbelastung die Einfuhr von Büffelmozzarella verboten. Und jetzt haben sich dem Mozzarella-Boykott auch noch die Amerikaner und die Engländer angeschlossen. Hysterie - sagen Landwirtschaftsminister, Außenminister und Gesundheitsminister, alle Befürchtungen seien übertrieben und Frucht einer bösartigen anti-italienischen Medienverschwörung, und um die Gesundheit zu gefährden, müsse man 1300 Kilo Büffelmozzarella am Tag essen - und das vierzehn Tage lang. </p>
<p>Man frage sich jedoch, warum der Mozzarella-Alarm aus Südkorea und Japan kommen musste - und nicht aus Italien, wo doch immerhin 84 Prozent der Mozzarella verzehrt werden, stellt der <a href="http://bonanni.blogautore.repubblica.it/?ref=hpblog">Repubblica-Kommentator Andrea Bonnani</a> fest. Denn bis gestern waren die Zeitungen noch voll mit Reportagen über die Dioxinbelastung Kampaniens. Und darüber, dass die Lebensmittelindustrie Kampaniens in der Hand der Camorra ist. </p>
<p>Aber jetzt ist Wahlkampf - und da mutiert der verpestete Mozzarella zum gefundenen Fressen für die Rechte, die den (linken) Regionalpräsidenten Antonio Bassolino für die seit fünfzehn Jahren dauernde Müllkrise in Neapel und damit für die Dioxinbelastung verantwortlich machen. Und die Linke versucht sich hektisch den Mozzarella wieder verdaulich und Bassolino schön zu reden, weil beide in Kampanien schon genug Stimmen kosten. Und Bassolino sieht kein Dioxin in der Mozzarella, sondern Rassismus überall und speziell gegen ihn - gegen den er bereit sei, zu Felde zu ziehen.</p>
<p>Ich jedenfalls esse seit meiner letzten Neapel-Reportage keine Mozzarella mehr. </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ah, la Germania!]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=94</link>
<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 11:30:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich hatte hier in Italien schon alle Mühe, die Sache mit dem Zumwinkel und der Liechtenstein-Connec]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte hier in Italien schon alle Mühe, die Sache mit dem Zumwinkel und der Liechtenstein-Connection zu erklären, meine Argumentation ging im weitesten Sinne in die Richtung, den Unterschied zwischen italienischer und deutscher Korruption hervorzuheben, der darin liege, dass in Deutschland anders als in Italien immer alles bestraft werde. Ich hob hervor, dass es sich bei Zumwinkel um einen bedauerlichen Einzelfall handele. Und was Liechtenstein betrifft: ein paar ganz vereinzelte Fälle. Die sofort und mitleidslos geahndet würden. Und die keineswegs Rückschlüsse auf eine grundsätzliche Anfälligkeit der Deutschen für Bestechlichkeit zuließen. Damit schaffte ich zumindest, den Italiener an meiner Seite zu überzeugen. Der, was nicht zuletzt der Bekanntschaft zu mir zu verdanken ist, allerdings ohnehin dazu tendiert, ein eher positives Deutschlandbild zu pflegen, demzufolge</p>
<p>1. Alle Deutschen sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen<br />
2. Deutsche Züge nie Verspätung haben<br />
3. Jeder, der auf dem Fahrradweg steht, umgebracht wird</p>
<p>Und dann fahre ich mit dem Italiener an meiner Seite nach Berlin, und was passiert? Busse und U-Bahnen streiken. Ist das der Vorführeffekt? Oder ist Deutschland in meiner Abwesenheit verlottert?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wahlkampf (campagna elettorale)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=81</link>
<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 12:49:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[In Italien hat der Wahlkampf bereits begonnen, und Beppe Grillo hat versucht, die wichtigsten Unters]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In Italien hat der Wahlkampf bereits begonnen, und <a href="http://www.zeit.de/2006/04/Grillo">Beppe Grillo</a> hat versucht, die wichtigsten Unterschiede zwischen den Wahlprogrammen herauszuarbeiten: zwischen den Programmen von Silvio Berlusconi, vulgo "Der Psychozwerg" und von Walter Veltroni, vulgo "Topo Gigio - die Weltraummaus", dem Führer der Linksdemokraten:</p>
<p><strong>The PD/PDL’s electoral programme: </strong></p>
<p>The psychodwarf does not want a law against conflicts of interest.<br />
Topo Gigio does not want a law against conflicts of interest.</p>
<p>The psychodwarf wants to keep his three television broadcasters and continue to be a politician<br />
Topo Gigio wants the psychodwarf to keep his three television broadcasters and continue to be a politician</p>
<p>The psychodwarf wants the incinerators.<br />
Topo Gigio wants the incinerators and takes on board the 83-year-old Veronesi, also known as Cancronesi </p>
<p>The psychodwarf does not want to comply with European court decisions and put Rete 4 on satellite.<br />
Topo Gigio does not want to comply with European court decisions and put Rete 4 on satellite  </p>
<p>The psychodwarf does not want the telephone taps to be made public after the parties have been informed.<br />
Topo Gigio does not want the telephone taps to be made public after the parties have been informed. </p>
<p>The psychodwarf does not want any more public trials involving Cuffaro, Fazio, Fiorani, Consorte, D’Alema, Fassino and himself as a result of telephone taps.<br />
Topo Gigio does not want any more public trials involving Cuffaro, Fazio, Fiorani, Consorte, D’Alema, Fassino and the psychodwarf as a result of telephone taps.</p>
<p>The psychodwarf wants the 43-kilometer long Val di Susa tunnel, which will cost the tax-payer 14 billion Euro and transport goods at 130Km/hr in 15 years’ time.<br />
Topo Gigio wants the 43-kilometer long Val di Susa tunnel, which will cost the tax-payer 14 billion Euro and transport goods at 130Km/hr in 15 years’ time.</p>
<p>The psychodwarf wants to create the new electoral law together with Topo Gigio.<br />
Topo Gigio wants to create the new electoral law together with the psychodwarf </p>
<p>The psychodwarf wants to create a after the elections.<br />
Topo Gigio wants to create a broad-based government after the elections.</p>
<p>The psychodwarf wants to be the Club Premier.<br />
Topo Gigio wants Gianni Letta to be the Club Premier  </p>
<p>If you are unable to make your choice based on the programmes, then simply consider the differences between the two leaders: the psychodwarf dyes his hair and wears high heels, Topo Gigio has white hair and wears glasses. What’s better, natural or dyed hair? Vote for the shampoo, do it in the interests of democracy.</p>
<p> <a href="http://www.beppegrillo.it/english.php">via Beppe Grillo</a></p>
<p>Dazu auch das Video über Walter Veltronis Wahlkampfslogan: Yes we can. </p>
<p>via <a href="http://http://operabouffe.wordpress.com/">Operabouffe</a> </p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/IhFTa5IVcrY'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/IhFTa5IVcrY&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Behaltet ihn!]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=64</link>
<pubDate>Mon, 18 Feb 2008 17:23:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ich schäme mich etwas für die Deutschen. Sonst  hieß es immer nur: Ah, la Germania, und ich konnt]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schäme mich etwas für die Deutschen. Sonst  hieß es immer nur: Ah, la Germania, und ich konnte etwas von der Pünktlichkeit der deutschen Eisenbahn erzählen - und jetzt ist alles voll mit Zumwinkel und der Lichtenstein-Connection. Nicht, dass Ihr jetzt in Deutschland auf die Idee kommt, den Zumwinkel zu uns nach Italien zu schicken, weil Ihr glaubt, dass ihm hier eine große parlamentarische Karriere bevorstünde!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mittelalter (medioevo)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=57</link>
<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 14:30:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Italien ist das Land des kontinuierlichen Rückschritts. Vor kurzem stürmte eine Polizeipatrouille ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Italien ist das Land des kontinuierlichen Rückschritts. Vor kurzem stürmte eine Polizeipatrouille in Neapel die gynäkologische Abteilung des Poliklinikums - um eine Abtreibung zu verhindern, die aus gesundheitlichen Gründen vorgenommen wurde. Man ermittelte wegen "Kindsmord". Der Fötus wurde beschlagnahmt. Zu verdanken ist diese Tat der katholischen Kirche, die seit einiger Zeit einen wahren Kreuzzug gegen das bestehende Abtreibungsgesetz führt. Erstaunlich dabei ist, wie viel Platz selbst als linksliberal geltende Tageszeitungen wie die Republicca den Kardinälen und ihren wolkigen Ausführungen über den "Schutz des Lebens" einräumen.      Natürlich nutzt die katholische Kirche auch den italienischen Wahlkampf: Sie setzt (zu Recht) auf die Unterstützung all jener Parteien, die es sich mit der katholischen Kirche nicht verscherzen wollen. Und das sind in Italien - alle Parteien. Einschließlich der linken. Die Zeitschrift <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/MicroMega">Micromega</a> veröffentlicht aus diesem Grunde in ihrer neuesten Ausgabe mit dem Titel "Der rückschrittliche Papst - gegen die Frauen, gegen die Wissenschaft" einen Aufruf von elf Frauen (Schauspielerinnen, Nobelpreisträgerinnen, Schriftstellerinnen) - gerichtet an die Männer der Mitte-Linksparteien. <a href="http://reskisrepublik.wordpress.com/files/2008/02/lettera-appello-firmata.doc" title="lettera-appello-firmata.doc">lettera-appello-firmata.doc</a> Hier auch die deutsche Übersetzung: <a href="http://reskisrepublik.wordpress.com/files/2008/02/appell.doc" title="appell.doc">appell.doc</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[immondizie (Müll)]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=55</link>
<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 14:27:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Beppe Grillo hat einen Aufruf veröffentlicht: Er will die italienischen Politiker zusammen mit dem ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.beppegrillo.it">Beppe Grillo</a> hat einen Aufruf veröffentlicht: Er will die italienischen Politiker zusammen mit dem kampanischen Müll nach Deutschland schicken. Heute im <a href="http://www.presseportal.de/pm/9377/1135237/die_zeit">Feuilleton der <i>Zeit</i></a>. Hier geht es zur i<a href="http://beppegrillo.it/2008/02/fratelli_tedesc.html">talienischen Version</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[la casta]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=52</link>
<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 13:10:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Neuwahlen gehören zu Italien wie Vorstrafen zu italienischen Parlamentariern.  Anders als in Deuts]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Neuwahlen gehören zu Italien wie <a href="http://www.beppegrillo.it/eng/condannati_parlamento.php">Vorstrafen zu italienischen Parlamentariern</a>.  Anders als in Deutschland angenommen, sind die Neuwahlen jedoch keineswegs ein Zeichen von Wechselhaftigkeit, sondern vielmehr ein Ritual der Beständigkeit einer seit fünfzig Jahren herrschenden Politikerkaste. Es gibt hier seit dreißig Jahren keine neuen Gesichter in der Politik. Wer es geschafft hat, ins Parlament einzuziehen, bleibt im Parlament sitzen, bis er stirbt (Andreotti wird nie sterben). Hier schafft man es, einen Mann wie den Linksdemokraten Walter Veltroni, Bürgermeister von Rom und seit den siebziger Jahren im Politikgeschäft, als neu zu verkaufen. Weil er ein Newcomer ist, im Vergleich zum 90jährigen Giulio Andreotti. Selbst Berlusconi gelingt es hier, sich als neu zu verkaufen. Gestern Abend sah man ihn auf Rai Uno, in einer der Propagandashows der italienischen Parteien, die hier fälschlicherweise Talkshow genannt werden. Berlusconi plauderte mit einer Hofschranze, versprach Steuerleichterungen und steigende Gehälter und strich sich über sein frischverpflanztes Haar. Gegen die Mafia hilft uns die Justiz und die Polizei, sagte <a href="http://mediacenter.corriere.it/MediaCenter/action/player?uuid=15d85a9c-d594-11dc-aa3d-0003ba99c667">Santo Versace</a> in einem Interview (leider nur auf Italienisch) mit dem Corriere della Sera, aber wer hilft uns, unsere politische Klasse zu bekämpfen?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Why not]]></title>
<link>http://reskisrepublik.wordpress.com/?p=43</link>
<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 08:30:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>reski</dc:creator>
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<description><![CDATA[Bevor jetzt im Angesicht der heranrollenden Berlusconi-Welle die Prodi-Regierung von den deutschen M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor jetzt im Angesicht der heranrollenden Berlusconi-Welle die Prodi-Regierung von den deutschen Medien heilig gesprochen wird, sei an das Buch mit dem Titel „Die Kaste. Wie die italienischen Politiker zu Unantastbaren wurden“ erinnert. Es geriet zu einem Bestseller, weil es den Zynismus Italiens herrschender Politikerklasse auf den Punkt brachte – einer Politikerklasse, die das Land wie eine Privatschatulle betrachtet und sich mit den entsprechenden Gesetzen Immunität verschafft. Sowohl von links, als auch von rechts. Justizminister Clemente Mastella hatte höchstpersönlich dafür gesorgt, dass Staatsanwälte abberufen werden, sobald sie gegen italienische Politiker ermitteln: Dem kalabresischen Staatsanwalt Luigi De Magistris wurde das Verfahren entzogen, als bekannt wurde, dass er sich erkühnt hatte, wegen Veruntreuung von EU-Geldern und der Verflechtung von Politik und 'Ndrangheta nicht nur gegen einige Freunde des Justizministers Mastella zu ermitteln, sondern auch gegen den Ministerpräsidenten Prodi selbst, damals noch in der Eigenschaft als Präsident der europäischen Kommission. Der Justizminister enthob den Staatsanwalt von den Ermittlungen mit der Begründung, De Magistris habe Einblick in ein laufendes Verfahren gegeben – das übrigens den pikanten Namen „Why not“ trug. Die Verfügung war noch nicht amtlich, da hatten Mastellas Inspektoren bereits alle Unterlagen des Staatsanwaltes aus dessen Büro beschlagnahmt – auch aus dem Tresor, den sie sich von einem Bürogehilfen aufschließen ließen. Als eine der letzten Amtshandlungen gelang es Mastella, den Staatsanwalt De Magistris nicht nur versetzen zu lassen, sondern auch seines Amtes als Staatsanwalt zu entheben.</p>
]]></content:encoded>
</item>

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